In seinem neuen wirtschaftspolitischen Leitfaden betont Indien die Abhängigkeit von der Kohle

Vijay Jayaraj

Die meisten Diskussionen über den indischen Jahreshaushalt werden von der höheren Besteuerung der Mittelschicht dominiert. Doch viele Medien – sowohl in Indien als auch im Westen – haben die Entscheidung des Landes übersehen, seinen Kohleverbrauch zu erhöhen.

Eine Wirtschaftsumfrage, die im Vorfeld des Finanzhaushalts veröffentlicht wird, gibt häufig Hinweise auf die künftige Ausrichtung des Landes in verschiedenen Bereichen der Staatsführung, einschließlich Energie und Umwelt. Die diesjährige Umfrage – wie auch die der vergangenen Jahre – zeigt deutlich, dass das Land weder seinen Kohleverbrauch reduzieren noch von seinem Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung abrücken wird, die eine erschwingliche und ausreichende Energieversorgung für Hunderte Millionen Menschen voraussetzt.

Die Kohle ist die Zukunft

Kohle dominiert die indische Energielandschaft und macht mehr als 55 % der kommerziellen Primärversorgung des Landes aus. Im Energiesektor ist die Rolle der Kohle sogar noch ausgeprägter: mit Kohle befeuerte Kraftwerke erzeugen etwa 70 % des indischen Stromes. Sie ist auch eine wichtige Quelle für verschiedene Industriezweige, u. a. für die Stahl-, Eisenschwamm-, Zement- und Papierindustrie.

Da sich der Energiebedarf des Landes bis 2047 voraussichtlich mindestens verdoppeln wird, macht die Studie deutlich, dass Kohle noch für längere Zeit das Rückgrat des indischen Energiemix‘ bleiben wird.

„Obwohl Indien eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt ist, beträgt sein jährlicher Pro-Kopf-Kohlenstoffausstoß nur etwa ein Drittel des weltweiten Durchschnitts“, heißt es in der Studie, die damit die Kritik des Westens an den indischen Kohlendioxidemissionen zurückweist, dem Schreckgespenst der Klimaschützer.

Außerdem heißt es in der Umfrage: „Indiens Abhängigkeit von Erdölimporten sollte nicht durch die Abhängigkeit von Importen von Solar-Photovoltaik-Paneelen ersetzt werden.“ Sie empfahl eine ausgewogene Reaktion auf den Klimawandel und kritisierte eine Politik, die der Emissionsreduzierung auf Kosten der Entwicklung höchste Priorität einräumt.

Die indische Regierung nutzte auch die Gelegenheit, die von der Europäischen Union auf ihre Produkte erhobenen Kohlenstoff-Einfuhrsteuern zu kritisieren. Die Studie weist auf die Scheinheiligkeit der Industrieländer hin, die Indiens CO₂-Emissionen kritisieren, während sie gleichzeitig ihre eigenen Emissionen und den Verbrauch fossiler Brennstoffe erhöhen. Dieses paradoxe Verhalten wird als „Comedy“ bezeichnet.

Keine andere Möglichkeit als Kohle

Mit 35 Billiarden Btu (British Thermal Units) ist der Primärenergieverbrauch Indiens der dritthöchste der Welt. Das Land ist auch der drittgrößte Verbraucher von Elektrizität. Als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt und Heimat von über 1,4 Milliarden Menschen wird sich der Energieverbrauch Indiens bis 2040 voraussichtlich mehr als verdoppeln. Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass fast ein Viertel des weltweiten Wachstums der Energienachfrage zwischen 2019 und 2040 auf Indien entfallen wird.

Jüngste Daten der Central Electricity Authority (CEA) zeigen, dass die Stromerzeugung aus Kohle stetig zunimmt. Im Fiskaljahr 2022-23 erzeugten Kohlekraftwerke 1.043 Milliarden Einheiten Strom, etwa 10 % mehr als im Vorjahr.

Dieser Aufwärtstrend hat sich auch im Jahr 2023-24 fortgesetzt, wobei die Stromerzeugung aus Kohle in den ersten acht Monaten des Steuerjahres 919 Milliarden Einheiten erreichte. Nach Angaben der CEA wird Kohle bis 2030 mit 54 % weiterhin die dominierende Quelle der Stromerzeugung sein.

Die Steigerungsrate der Kohleförderung im Lande in den letzten drei Jahren waren neue Kohlebergwerks-Genehmigungen. Zu Beginn dieses Jahres haben diese nicht nur die Förderung angekurbelt, sondern auch 40.560 Arbeitsplätze geschaffen.

Indiens Enthusiasmus für die Kohle wird von mehreren Faktoren angetrieben: reichliche einheimische Kohlereserven, der Bedarf an zuverlässiger und erschwinglicher Energie, um das industrielle Wachstum anzukurbeln, und die Sorge um die Energiesicherheit. Die beträchtlichen Mittelzuweisungen für Kohleproduktion, Infrastruktur und Technologie spiegeln einen pragmatischen Ansatz wider, um den wachsenden Energiebedarf des Landes zu decken und seine ehrgeizigen wirtschaftlichen Ziele zu unterstützen.

Das einzig Vernünftige, was Indien noch tun kann ist, keine Zeit und keine Ressourcen mehr auf so genannte erneuerbare Energien zu verschwenden, um seine Energiesicherheit nicht zu gefährden. Außerdem würde nicht einmal ein beispielloser Anstieg der Wind- und Solarkapazitäten die Kohle als primäre Energiequelle entthronen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

This commentary was first published at BizPac Review on August 20, 2024.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO₂ Coalition, Arlington, Virginia. He holds a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University and an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia, both in the U.K., and a B.S. in engineering from Anna University, India.

Link: https://cornwallalliance.org/2024/08/india-accentuates-coal-reliance-in-its-new-economic-policy-brief/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der anthropogene Anteil an der Klimaerwärmung seit 1988 in Mitteleuropa

Der Mensch ist beteiligt durch 3 Maßnahmen

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Der Mensch greift ins tägliche Wettergeschehen ein und macht Deutschland warm durch:

  1. Vergrößerung der Wärmeinseln
  2. Trockenlegung der deutschen Landschaften
  3. Luftreinhaltemaßnahmen, dadurch scheint die Sonne intensiver.

Die vierte Maßnahme wäre eine Schreibtischerwärmungsmaßnahme. Der Deutsche Wetterdienst hat durch eine Veränderung der Temperaturmessung seit 2001 höhere Temperaturen gemessen wie nach der alten Methode. Die neue DWD-Messeinheit muss nun ganztägig frei in der Sonne stehen. Früher wurden die Temperaturen in der abgeschirmten Wetterhütte mit Flüssigkeitsthermometern ermittelt, und die weiße Wetterhütte stand halt irgendwo, meist nur stundenweise sonnenbeschienen. Diese Schreibtischerwärmungs-maßnahme lassen wir hier im Artikel unberücksichtigt. Wir arbeiten mit den Temperaturdaten wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) diese ins Netzt stellt.

Im Sommer hat der menschliche Einfluss die größte Auswirkung auf die Temperaturen. Deshalb erwärmt sich die Jahreszeit Sommer in Deutschland auch am stärksten, das zeigt die folgende Grafik. (Wert für 2024 vorläufig)

Abb. 1: Sommertemperaturverlauf in Deutschland, zuerst Abkühlung, dann ab 1988 starke Erwärmung. Es sind die Original-DWD-Temperaturen, die „Schreibtischerwärmung“ durch eine andere Messerfassung ist nicht herausgerechnet. Korrelationskoeffizient1988-2024: 0,57 (= hohe Korrelation)

Erklärung: von 1930 bis 1987 wurden die Sommer kälter in Deutschland, ab 1988 änderten sich die Großwetterlagen auf vermehrt südlichen Einfluss, das erzeugte einen Temperatursprung mit einer starken Weitererwärmung. An der Weitererwärmung ist der Mensch mitbeteiligt, aber nicht durch Kohlendioxid.

Insbesondere seit 1988, bzw. seit der Einheit wurde Deutschland umgestaltet. Eine rege Bautätigkeit setzte ein. Nicht nur Siedlungen, sondern der Straßenbau veränderte die Landschaft. Straßen wirken im Sommer wie Wärme- und Heizungsbänder quer durch Deutschland. Zugleich wurde das Land großflächig für die industrielle Land- und Forstwirtschaft trockengelegt und mit Feldwegen durchzogen. Dabei wurden kühlende Senken, die Lachen und Auen, einst feuchte Überschwemmungs- und Versickerungswiesen entfernt. Wer sein Land trockenlegt, braucht sich nicht zu wundern, dass es im Sommer sofort trocken ist.

Gehen wir kurz der Reihe nach auf die drei anthropogenen Erwärmungs-Beiträge ein. Wir verweisen auf die vielen Artikel, die wir zu diesem Thema bereits veröffentlicht haben, z.B. hier, mit Abhilfemaßnahmen zur Eindämmung des vom Menschen erzeugten Anteils an der Klimaerwärmung.

  1. Die ständige Vergrößerung der bebauten Wärmeinseln

Wärmeinseln sind dort, wo der Mensch wohnt und arbeitet. Und diese Wohn/Arbeitsflächen werden größer und wärmen Deutschland, vor allem wenn die Sonne scheint, also tagsüber. Diese ständige Zusatzwärme aus den sich vergrößernden Wärmeinseln wird von den DWD-Wetterstationen automatisch mitgemessen.

Bild 2: Die deutschen Ortschaften wachsen in einst freie Flächen hinein, hier war vor kurzem noch eine Feuchtwiese, ganz rechts der Bach, man sieht auch gut die gesamte Entwässerung des Gebietes, die Kanalisation folgt nach. So macht man Deutschland trockener und wärmer. Nicht nur die Temperaturen nehmen zu, sondern vor allem auch die Hochwassergefahren. Bild: Kowatsch

Siehe auch die aktuelle Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH). (hier in der Tagesschau; nur einer von vielen möglichen links). Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der flächenhaften Bebauung, Asphaltierungen und der Bevölkerungszunahme wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer, täglich. Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt vor allem der Sommermonate ständig erhöht, siehe Flächenversiegelungszähler. Aktueller Stand: 50 823 km² (Deutschland ist 357 595 km² groß). Im Zeitraum nach der Einheit wurde besonders viel gebaut und Flächen versiegelt.

Der dunkle Asphalt durch den Straßenbau heizt sich vor allem im Juli mit dem hohen Sonnenstand stark auf, während die nassen Wiesen früher an gleicher Stelle kühlend wirkten. Bitte selbst zuhause nachmessen, der heiße Straßenasphalt und 20 Meter daneben die grüne Wiese. (bitte eine Feuchtstelle suchen, Wiesenfeuchtstellen waren früher die Regel). Der zunehmende Wärmeinsel-effekt macht die Umgebung der Wetterstationen auch außerhalb der Dörfer und Städte wärmer, vor allem wenn die DWD-Wetterstationen sich direkt an Straßen befinden oder neben den Asphaltbahnen der Flugplätze. Der DWD verlegt zunehmend seine Wetterstationen an die Flugplätze oder vor die Städte in Gewerbegebiete und bezeichnet diese dann irreführend auch noch als ländlich!!!

  1. Die anhaltende Trockenlegung der deutschen Landschaften

Bild 3:Großflächig trockengelegte deutsche Agrarlandschaft. In der Senke zwischen den beiden Äckern also auf der Wiesenfläche standen nach dem Regen einst großflächige Wasserlachen, die allmählich versickerten. Früher ein Feuchtgebiet mit Feuchtgebietsvegetation. Vereinzelt findet man in den grünen Streifen, dort wo die Drainagen verstopft sind, noch vereinzelt Binsen. Solche Wiesen heißen heute noch Lachenwiesen (Wasserlache) oder Benzenwiesen (Benze=Binse) Bild: Kowatsch.

Seit etwa 40 Jahren, aber vor allem nach der Einheit 1990 werden planmäßig und systematisch die deutschen Landschaften trockengelegt. Das ist großräumig mit Steuergeldern geplant und maschinell durchgeführt. Wer sein Land trockenlegt, braucht sich nicht zu wundern, wenn es anschließend trocken ist. Und zwar überall, in Feld, Wald, Wiesen und Fluren. Mit großen Auswirkungen vor allem in den drei Sommermonaten. Bereits nach einigen Sonnentagen sind die oberen 20 cm der freien unbebauten Deutschlandfläche absolut trocken und die frühere allgemeine Landschaftskühlung fehlt.

Bild 4: Deutschlands Fluren sind großflächig mit Drainagen und Sickerungsschläuchen trockengelegt. Übrigens auch die Wälder. Zur schwarzen Drainageleitung entlang des Feldweges münden von links alle 15 Meter gelbe Saugleitungen ein, welche die Wiese trockenlegen, Die erste (unten im Graben) ist erkennbar. Im Sommer sieht die Wiese dann braungrüngelb aus mit spärlichem Grasbewuchs im August. (rechtes Bild). So erzeugt man Steppen in Deutschland. Fotos Worm/Kowatsch

Doch nicht nur das, durch die sog. Energiewende kommen vermehrt wärmende Bauwerke in die Landschaft rein, die Maisäcker für die Biogasanlagen nehmen zu, ebenso die Frei-Photovoltaikflächen, die bei Sonnenhitze 80 bis 90 Grad heiß werden und die Luft darüber erwärmen. Es sind großflächige heiße Backöfen, die frei in der Landschaft stehen und ringsum die Gegend aufheizen.

Bild 5: Freiflächen-PV-Anlage in Mitteldeutschland, wenn die Sonne scheint, entsteht nicht nur Strom, die dunklen Flächen wirken wie ein heißer Backofen in der freien Landschaft. Foto: Kämpfe

Auch Windkraftanlagen legen die Landschaft trocken, zum einen durch die betonierten Standfüße, zum anderen durch die neuen Zufahrtstraßen, die für den Betrieb gebaut und für die Instandhaltung benötigt werden. Man schätzt, dass pro Windrad ein 1 Hektar einst freie Landschaft nun nicht mehr kühlen kann.

Ergänzung. Durch die großflächige Trockenlegungen der deutschen Landschaften verschwanden zunehmend die Herbstnebel aus Deutschlands Landschaften, so dass auch die drei Herbstmonate tagsüber wärmer wurden

  1. Die Zunahme der Sonnenstunden und die Zunahme der Sonnenintensität.

Der Deutsche Wetterdienst erfasst seit 1951 die Sonnenstunden durch seine etwa 2000 Wetterstationen. Die Veränderungen zeigt die nächste Grafik

Abb. 6: Bis 1987 haben die Sonnenstunden abgenommen, ab 1988 sind sie steigend. Korrelationskoeffizient: ab 1988: 0,36, gute mittlere Korrelation

Erklärung: 1987/88 haben sich auch die Großwetterlagen über Deutschland im Sommer schlagartig geändert, d.h. über ganz Mittel- und Westeuropa. Der südliche Anteil der Wetterlagen hat zugenommen. Das erkennt man an dem Temperatursprung 1987/88. Infolge der gesetzlich verordneten Luftreinhaltemaßnahmen haben die Sonnenstunden bis heute zugenommen und auch die Intensität der Sonnenstrahlung. Und weil die Sonne nur tagsüber scheint, haben die Sommertemperaturen vorwiegend tagsüber zugenommen.

Abb. 7: Der obere graue Grafikverlauf zeigt den Durchschnitt der Tageshöchsttemperaturen für jeden Sommer seit 1947, der blaue Verlauf die nächtlichen Tagesminimumtemperaturen (Durchschnitt aller Tiefsttemperaturen). Die braune Linie ist Tagesschnitt. Für einen Sommer also 92 Schnitte je Wetterstation und je Jahrespunkt. Korrelationskoeffizient ab 1988 Tmax: 0,58 Tavg/Tag: 0,56, Tmin 0,32

Anmerkung. Diese Auswertung der Abb. 7 (über 10 Mio. Einzeltemperaturmessdaten) ist sehr zeitraubend. Deshalb einen Dank an Herrn Baritz. Die bezahlten Meteorologen vom DWD und die deutschen Medien verschweigen uns das. Warum wohl?

Erkenntnis: Durch die vermehrten Sonnenstunden und durch die stärkere Sonnenintensität sind die Sommer und die Herbsttage vor allem tagsüber wärmer geworden, siehe die grauschwarze obere Trendlinie. Die sommerlichen Nächte wurden nur wenig wärmer und verharren bei durchschnittlich knapp über 12°C Tmin.

Merke: Diese drei beschriebenen Gründe sind der menschliche Anteil an einer allgemeinen Deutschlanderwärmung seit 1988, und zwar hauptsächlich im Sommer und Herbst und zwar tagsüber.

Zur Bekräftigung unserer Aussagen soll noch ein größerer Bereich betrachtet werden:

Abb. 8: Westeuropa zeigt bei den Tagesdurchschnittstemperaturen im Sommer den gleichen Trend wie Deutschland in Abb.1 oder Abb. 7 (Korrelationskoeffizient im Abb. 8 bei 0,62)

Zusammenfassung

Die neuzeitliche Erwärmung, der Klimawandel begann in Deutschland erst 1987 mit einem Temperatursprung und 1988 durch eine stetige Weitererwärmung.

An dieser Weitererwärmung ist der Mensch durch seine ständigen landschaftsverändernden Maßnahmen mitbeteiligt, der Mensch macht die gesamte Deutschlandfläche und nicht nur die Städte ständig wärmer.

Durch gesetzliche Luftreinhaltemaßnahmen in allen Bereichen des täglichen Lebens, Auto, Heizung, Industrie und Kraftwerke haben die Sonnenstunden zugenommen.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler, Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Mann prophezeite für diese Saison einen Rekord von 33 atlantischen Hurrikanen – Ende August waren es gerade einmal 5

Cap Allon

In einer viel beachteten Vorhersage für die atlantische Hurrikansaison wurden für diese Saison 33 benannte Stürme erwartet. Es müssen noch 28 Stürme auftreten, hauptsächlich im September und Oktober, um dies zu bestätigen.

Das ist ungefähr ein neu benannter Sturm jeden zweiten Tag, nachdem es Ernesto kürzlich auf fünf gebracht hat. Ich nehme an, dass dies möglich ist, wenn man sich an einen Strohhalm klammert und wenn die „Klimatriebe“ wirklich zu fließen beginnen, aber es ist höchst unwahrscheinlich.
„Könnte dies die schlechteste Vorhersage der Klimawissenschaft sein, die je gemacht wurde?“, fragt der Meteorologe Ryan Maue mit einem Augenzwinkern.

Es überrascht nicht, dass die Vorhersage von keinem Geringeren als dem „Hockey Stick“ höchstpersönlich stammt, Michael „Nostradamus“ Mann – einem Mann, der meiner Meinung nach mehr zur Untergrabung der Glaubwürdigkeit der Klimawissenschaft beigetragen hat als alle anderen AGW-Parteimitglieder zusammen.

Mann und seine Kumpane Kollegen haben für die nordatlantische Hurrikansaison rekordverdächtige 33 Namen für Stürme genannt:

Die NOAA schloss sich dem an und prognostizierte ebenfalls die höchste Anzahl von benannten Stürmen in ihrer Geschichte.

Die Mainstream-Medien haben diese „düsteren Vorhersagen“ aufgegriffen und sie weiter verbreitet, wie es ihre Aufgabe ist:

Es gibt viele Gründe dafür, dass diese atlantische Hurrikansaison – bisher – ein Reinfall war, eine Unzahl von Störfaktoren, mit denen die Klimakabale sicher nicht einmal gerechnet hat.

Am überraschendsten war der Absturz der Meerestemperaturen des Nordatlantiks, die seit Juni um 0,5 bis 1°C gesunken sind, mit einer Abkühlung von fast 2°C seit dem Höchststand im März. Alle Klimamodelle haben sich geirrt. Jetzt zeichnet sich eine „Atlantische Niña“ ab:

Siehe hierzu auch die Meldung im Kältereport Nr. 32.

Um es klar zu sagen: Die Hurrikansaison beginnt nicht nur langsam, sondern es gibt sie bisher praktisch gar nicht. Ab Mitte August sehen wir einige der ruhigsten tropischen Bedingungen seit Beginn der Aufzeichnungen.

Selbst bei dem, was Mann und die Medien als „beispiellose Klimabedingungen“ bezeichnen (d. h. etwas wärmere Ozeane, höhere Luftfeuchtigkeit, also mehr „Katastrophensaft“), erleben wir nicht die Superstürme, vor denen wir gewarnt worden waren.

Warum sind sie so erpicht darauf, Katastrophen zu manifestieren?

Die Klimawandelindustrie hat sich zu einem Multimilliarden-Dollar-Konglomerat entwickelt, das sein Geschäft durch die Verbreitung von Angst und die Darstellung jedes Wetterereignisses als Beweis für das Ende ausweitet, wobei unsere einzige Rettung in extremen wirtschaftlichen Opfern gesehen wird.

Das Ziel ist die Umverteilung von Reichtum und Macht, und das sieht von Tag zu Tag immer mehr nach „Neo-Feudalismus“ aus.

Trotz der immer länger werdenden Liste erbärmlicher CAGW-Fehlschläge – die Atlantik-Hurrikansaison 2024 ist der letzte – wird der Wolfsgeheul-Zirkus weitergehen und jede Naturkatastrophe ausnutzen, um diese kontrollsüchtige Agenda voranzutreiben.

Doch wie wir bereits Anfang der Woche geschrieben haben, bleibt das Gefüge der Realität intakt, die angebliche „neue Normalität“ der klimabedingten Katastrophe ist immer noch ein Mythos. Es gibt keine bevorstehende CO₂-induzierte Umweltapokalypse. Die Prophezeiung ist falsch. Propheten wie Michael Mann sind schwach und haben Unrecht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-august-chill-to-bring-snow-to?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Falschaussagen

Cap Allon

James Hansen von der NASA löste 1988 bei einer Sitzung eines Kongressausschusses die moderne Angst vor der globalen Erwärmung aus. Am 24. Juni des gleichen Jahres berichtete die New York Times:

„Bis jetzt waren Wissenschaftler vorsichtig, wenn es darum ging, den Anstieg der globalen Temperaturen der letzten Jahre auf die vorhergesagte globale Erwärmung zurückzuführen, die durch Schadstoffe in der Atmosphäre verursacht wird und als ‚Treibhauseffekt‘ bekannt ist. Doch heute erklärte Dr. James E. Hansen von der NASA vor einem Kongressausschuss, es sei zu 99 Prozent sicher, dass der Erwärmungstrend keine natürliche Schwankung sei, sondern durch eine Anhäufung von Kohlendioxid und anderen künstlichen Gasen in der Atmosphäre verursacht werde.“

Doch wie viel Glaubwürdigkeit hat die New York Times noch?

In einem Artikel aus dem Jahr 1961 bereitete das Blatt seine Leser auf die gegenteilige Bedrohung vor, nämlich eine kältere Welt:

In den frühen 1960er Jahren war sich die Wissenschaft weltweit einig, dass sich die Erde abkühlt.

Und in den 1970er Jahren hatte sich diese Sorge noch verstärkt.

In einer Titelgeschichte Anfang der 1970er Jahre schilderte die New York Times die Befürchtungen der Wissenschaftler, dass sich die Polkappen ausdehnen könnten, und schlug sogar extreme Lösungen vor, wie z. B. die Verteilung von Kohlenstaub über der Arktis, um das Eis zu schmelzen:

Noch im Jahr 1978 propagierte die NYT die globale Abkühlung:

Der Abkühlungstrend zwischen den 1960er und den späten 1970er Jahren war in der Tat sehr real – im Gegensatz zu dem, was die heutigen Pop-Wissenschaftler behaupten mögen. Historische Thermometerdaten zeigen eindeutig, dass sich die nördliche Hemisphäre zwischen 1885 und 1939 erwärmte und sich dann von 1940 bis in die 1970er Jahre hinein deutlich abkühlte:

Diese multidekadischen Temperaturschwankungen wurden offensichtlich durch natürliche Einflüsse wie die Sonnenaktivität und die Ozeane verursacht. Der atmosphärische Kohlendioxidgehalt, von dem man sagt, dass er seit Ende der 1800er Jahre stetig zunimmt, kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Die Abkühlung in der nördlichen Hemisphäre zwischen 1940 und 1980 zeigt eine starke Anti-Korrelation mit den steigenden CO₂-Werten.

Wie diese vergangenen NYT-Artikel zeigen, wurde der Klimawandel schon immer dazu benutzt, Zeitungen zu verkaufen und die Bevölkerung zu kontrollieren. Der Unterschied heute ist, dass die Eliten nicht nur die Medien besitzen, sondern auch die Wissenschaft und alles andere. Nun sind Agenturen wie die NASA und die NOAA anscheinend damit beauftragt worden, historische Temperaturdaten mit dem Ziel zu „korrigieren“, alle natürlichen (unbequemen) Trends auszulöschen.

Alles muss auf die Übel des menschlichen Wohlstands, d.h. die CO₂-Emissionen, hinweisen – das ist jede Hitzewelle, jeder Regensturm, jede Überschwemmung und jede Dürre; jeder Schneesturm, Tornado, Hurrikan und sogar jede gesunkene Superyacht auf Sizilien:

Der Vater der globalen Erwärmung

James Hansen wird oft als „Vater der modernen globalen Erwärmung“ bezeichnet.
Modern“ deshalb, weil die Klimakabale die vergleichbare Erwärmung von 1885-1939 bequemerweise ignoriert und als unerheblich betrachtet. Worüber sie sich aufregen, ist die Erwärmung von 1980 bis heute, die sie mit der Verbrennung von „fossilen Brennstoffen“ durch die Menschheit in Verbindung bringen.

Bei der Erstellung seiner Klimaprognose von 1988 hat Hansen drei Szenarien für CO₂-Emissionen entworfen:

– Szenario A: Ein „Business-as-usual“-Pfad mit steigenden CO₂-Emissionen.

– Szenario B: Eine moderate Reduzierung der CO₂-Emissionen.

– Szenario C: Eine Reduzierung der CO₂-Emissionen, begrenzt auf das Niveau des Jahres 2000.

Es ist deutlich zu sehen, dass die realen Temperaturen eng an das Szenario C angelehnt sind, in dem die Treibhausgase drastisch reduziert wurden – ein Szenario, das nie eingetreten ist, wie ich nicht betonen muss. All die kostspieligen Initiativen zur Verringerung des Kohlenstoffausstoßes, die Billionen an Steuergeldern, die ausgegeben wurden, der freie Fall des Lebensstandards – nun, es hat sich herausgestellt, dass das Nichtstun die gleichen Ergebnisse erzielt hätte.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Dieses epische Versagen hat in der Öffentlichkeit großes Misstrauen in die Klimawissenschaft – und zwar in alle Wissenschaften – geweckt, und ihre Politisierung „wirft das Fachgebiet wahrscheinlich um ein paar Generationen zurück“, so der MIT-Klimaforscher (und ehemalige IPCC-Leitautor) Dr. Richard Lindzen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-august-snow-for-the-sierra-nevada?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




“Heißester jemals“ hat sich in Luft aufgelöst

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Heißester jemals!

Nach Angaben der NOAA gab es im vergangenen Monat in weiten Teilen der Welt, einschließlich Grönland und Afrika, Wärmerekorde:

Die Realität ist etwas banaler, denn die NOAA verfügt in weiten Teilen Grönlands und Afrikas über keinerlei Temperaturdaten:

In weiten Teilen der Welt war es auch viel kälter als sonst.

Die NOAA sagt auch, dass sie auch die globale Temperatur im Juli 1881 kennt:

Das ist ein ziemliches Wunder, wenn man bedenkt, dass sie nur eine Handvoll Stationen in Nordamerika und Europa hatten:

Immerhin hat man damals die Wetterstationen nicht in der Nähe von Rollbahnen und Umspannwerken aufgestellt!

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/08/22/hottest-evah-pulled-out-of-thin-air/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE