Die Menschen fürchten keinen Zusammenbruch der AMOC, weil die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht schlüssig sind

Die Panikmache der Medien ändert sich weitaus häufiger als die Meeresströmung selbst.

Anthony Watts

In dem Artikel [Titel übersetzt] „Eine der weltweit größten Klimabedrohungen hat ein Imageproblem“ behauptet The Conversation, dass die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC) eine bedeutende Bedrohung durch den Klimawandel darstellt, die jedoch missverstanden wird; sie leide unter einem „Imageproblem“, da es der Öffentlichkeit schwerfalle, sich eine langsam fließende Meeresströmung vorzustellen, die unter der Oberfläche des Atlantischen Ozeans verborgen ist. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {im Original}]

Das ist vereinfachend und falsch. Das Problem der AMOC besteht nicht darin, dass sich die Menschen sie nicht vorstellen können.

Das Problem ist, dass sich Wissenschaftler nach mehr als zwei Jahrzehnten alarmierender Schlagzeilen immer noch nicht darüber einig sind, ob sich die Strömung verlangsamt, beschleunigt oder im Wesentlichen unverändert bleibt und ob menschliche Treibhausgasemissionen überhaupt einen Einfluss auf die AMOC haben.

Die hier teilweise dargestellte globale Zirkulation führt kühles Tiefenwasser und warmes Oberflächenwasser rund um den Globus. Die meridionale Umwälzströmung im Atlantik (AMOC) ist Teil dieses komplexen Systems globaler Meeresströmungen. Diese Abbildung stammt aus einem kurzen Video, das von „Science on a Sphere“ der NOAA produziert worden ist.

„The Conversation“ argumentiert, dass die AMOC die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nicht auf sich zieht, weil es an eindrucksvollen Bildern mangelt. Im Gegensatz zu Waldbränden, Hurrikanen, Gletschern oder Eisbären lässt sich die Ozeanzirkulation nur schwer fotografieren und ist daher schwer zu vermitteln.

Dem Autor zufolge braucht der Klimajournalismus bessere Bilder, um der Öffentlichkeit die Bedrohung verständlich zu machen. Damit geht er völlig am Kern der Sache vorbei.

Die Menschen ignorieren die AMOC nicht, weil es ihr an dramatischen Bildern mangelt. Sie ignorieren sie, weil die Beweise widersprüchlich sind, wonach der Klimawandel sie beeinflusst, und weil sie zu Recht erkennen, dass der Mensch gegen Veränderungen in der AMOC nichts ausrichten kann.

In den letzten 20 Jahren wurde in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Medienberichten abwechselnd behauptet, die AMOC verlangsame sich, beschleunige sich, breche zusammen, stabilisiere sich oder verhalte sich im Rahmen natürlicher Schwankungen. In der wissenschaftlichen Literatur hat sich kein auch nur annähernder Konsens herausgebildet.

Wie „Climate Realism“ in „Climate Activists Flip-Flop on Ocean Currents Yet Again“ dokumentierte, haben sich Studien wiederholt widersprochen. In einem Jahr verkündeten Forscher alarmierende Hinweise auf eine Abschwächung. Im nächsten Jahr fand eine andere Studie kaum Anzeichen für langfristige Veränderungen. Dann behauptete eine weitere Arbeit eine Beschleunigung. Und wieder eine andere prognostizierte einen Zusammenbruch.

Die Darstellung ändert sich weitaus häufiger als die Meeresströmung selbst.

Diese Unsicherheit wird in dem Artikel von „The Conversation“ zwar anerkannt, aber etwas in den Hintergrund gedrängt. Der Autor räumt ein, dass „wir immer noch nicht genau wissen, wie schnell sich die Zirkulation ändern wird oder wie ihr zukünftiger Verlauf aussehen wird“ und dass „die prognostizierten Ergebnisse weiterhin ungewiss sind“.

Genau. Das ist kein Imageproblem, sondern ein Problem wissenschaftlicher Unsicherheit.

Der Artikel zitiert Studien, die darauf hindeuten, dass sich die AMOC abschwächt, und wiederholt bekannte Warnungen, dass es in Europa zu einer dramatischen Abkühlung kommen könnte, sich die Monsune verlagern könnten und der Meeresspiegel entlang der US-Ostküste ansteigen könnte. Doch diese Warnungen kursieren bereits seit Jahrzehnten, ohne dass sie sich bewahrheitet hätten.

„Climate Realism“ befasste sich im Jahr 2024 mit einer ähnlichen Welle medialer Panik, nachdem CNN und zahlreiche andere Medien Behauptungen verbreitet hatten, der Klimawandel führe zum Zusammenbruch der AMOC.

Diese Analyse zeigte, dass die Beobachtungsdaten nach wie vor lückenhaft sind, direkte Messungen erst seit relativ kurzer Zeit vorliegen und ein Großteil der Darstellung eines „Zusammenbruchs“ stark auf Computermodell-Simulationen statt auf direkten Beobachtungen beruht.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn Modelle sind keine Daten.

Die überwiegende Mehrheit der alarmierenden Schlagzeilen zur AMOC stützt sich auf Modellprognosen, die Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte in die Zukunft reichen. Doch wie „Climate at a Glance“ in seiner Übersicht über Meeresströmungen feststellt, decken direkte Messungen der AMOC nur einen winzigen Bruchteil der Zeitskalen ab, über welche die Ozeanzirkulation auf natürliche Weise variiert.

Historische Rekonstruktionen anhand von Proxydaten stimmen oft nicht miteinander überein, während Modelle je nach den zugrunde gelegten Annahmen sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Das Ergebnis ist kein wissenschaftlicher Konsens, sondern eine laufende wissenschaftliche Debatte.

Ironischerweise kommt der Autor diesem Umstand fast schon nahe, wenn er die Herausforderung erörtert, der Öffentlichkeit die AMOC näherzubringen. In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass sich Forscher häufig auf Computermodelle stützen, um die Ozeanzirkulation zu rekonstruieren und dreidimensionale Animationen zu erstellen.

Mit anderen Worten: Ein Großteil dessen, was der Öffentlichkeit als zukünftiges Risiko präsentiert wird, basiert auf Simulationen eines Systems, das noch nicht vollständig verstanden ist.

Der Artikel beklagt anschließend, dass die Bilder eines „gefrorenen Europas“ die Wissenschaft möglicherweise zu stark vereinfachen, da „die meisten Wissenschaftler ein solches Weltuntergangsszenario für unwahrscheinlich halten“. Diese Aussage verdient weitaus mehr Beachtung als ihr der Artikel widmet.

Die Medien haben die Verlangsamung der AMOC als Auslöser für eine plötzliche Klimakatastrophe übertrieben dargestellt, wie beispielsweise eine Eiszeit, obwohl der Artikel deren Unwahrscheinlichkeit einräumt.

Seit Jahren bedienen sich die Medien von Bildern, die an den Hollywood-Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ erinnern, und stellen die Verlangsamung der AMOC als Auslöser für eine plötzliche Klimakatastrophe dar. Der Artikel räumt jedoch ein, dass diese dramatische Darstellung höchst unwahrscheinlich ist.

Wenn die einprägsamste visuelle Darstellung der AMOC wissenschaftlich unplausibel ist, liegt das Problem vielleicht nicht in der Unfähigkeit der Öffentlichkeit, das Thema zu verstehen. Vielleicht liegt das Problem darin, dass die alarmierendsten Behauptungen nicht durch stichhaltige Beweise gestützt werden.

Die meisten Menschen verstehen dies intuitiv.

Der Durchschnittsbürger macht sich Gedanken über Dinge, die seinen Alltag unmittelbar betreffen: Arbeitsplätze, Energiekosten, Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Bildung und öffentliche Sicherheit. Eine hypothetische Veränderung einer Tiefseeströmung, die Wissenschaftler über lange Zeiträume hinweg nicht zuverlässig messen und für die kommenden Jahrzehnte nicht verlässlich vorhersagen können, steht verständlicherweise ganz unten auf dieser Liste.

Keine noch so verbesserte grafische Darstellung in den Medien wird an dieser Realität etwas ändern.

„The Conversation“ geht davon aus, dass die Öffentlichkeit die Gefahr endlich erkennen wird, wenn Journalisten bessere Bilder finden. Doch die Menschen lehnen Warnungen vor der AMOC nicht ab, weil es ihnen an Vorstellungskraft mangelt.

Sie sind skeptisch, weil die wissenschaftlichen Erkenntnisse noch nicht gesichert sind; die Beweislage und die Prognosen ändern sich ständig.

Seit mehr als 20 Jahren warnen Schlagzeilen davor, dass sich die AMOC verlangsamt, zusammenbricht, beschleunigt, sich erholt oder unvorhersehbar verhält. Die Öffentlichkeit nimmt diese Widersprüche wahr.

Und natürlich bleibt – unabhängig davon, ob eine dieser Darstellungen tatsächlich zutrifft, sei es eine Verlangsamung, eine Beschleunigung oder eine relative Stabilität – die Frage offen, welche Auswirkungen, wenn überhaupt, menschliche Emissionen auf das Verhalten der AMOC haben.

Kurz gesagt: Es fehlen Belege dafür, dass die Welt vor einem AMOC-Problem steht, und es gibt noch weniger Belege dafür, dass der Mensch Veränderungen der AMOC beeinflussen kann, in welche Richtung diese auch immer gehen mögen.

Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die AMOC „die Kluft zwischen dem, was wichtig ist, und dem, was sichtbar wird“ offenbart. In Wirklichkeit offenbart sie jedoch etwas ganz anderes: die Kluft zwischen unter Weltuntergangsstimmung stehenden Medienberichten und einem ungeklärten, höchst unsicheren wissenschaftlichen Befund.

Das AMOC-Thema in den Medien hat kein Image-, sondern ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Mehr bei Climate Realism

Link: https://climatechangedispatch.com/amoc-collapse-media-evidence/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Autor Anthony Watts hat dazu hier einen weiteren Beitrag geschrieben

 




Hitzewelle in Europa: Brüssel macht Klimaanlagen verantwortlich

Cap Allon

Die Hitzewelle in Europa ist real. Rekorde sind gefallen. Straßen, Schienen, Schulen, Krankenhäuser und Stromnetze sind stark beansprucht worden. Aber die Ursache ist das Wetter: eine Omega-Blockade, Hochdruckgebiete, die zwischen Tiefdruckgebieten eingeklemmt sind, absinkende Luft, klarer Himmel, schwacher Wind und die Sonne Ende Juni.

Trotz der perfekten Bedingungen blieb der in Deutschland vielbeschworene Hype um 43 °C bzw. 44 °C aus.

Der nationale Rekord wurde leicht auf gemeldete 41,7 °C angehoben, was jedoch keineswegs den Beginn eines neuen Klimaregimes bedeutete.

Die Wetterlage: ein Omega-Block über Westeuropa, ein abgeschnürtes Tiefdruckgebiet westlich von Portugal und ungewöhnlich klare Luft über dem Kontinent.

Das Tiefdruckgebiet trug dazu bei, einen Großteil des Saharastaubs einzufangen, der normalerweise den europäischen Himmel trübt, so dass mehr Sonnenstrahlung auf die Erdoberfläche traf und den Hitzedom verstärkte:

Schwache subtropische Feuchtigkeit aus dem Atlantik sorgte für zusätzliche diabatische Unterstützung, gab Wärme an den Hochrücken ab und trug zu dessen Verstärkung bei:

Die gängige Erklärung für die Hitze war in den MSM jedoch nicht der Omega-Block. Nicht die klare Luft. Nicht der fehlende Staub. Nicht die städtische Wärme. Nicht die ungünstige Lage der Messstationen. Es war CO₂ – genauer gesagt, in diesem Fall die Klimaanlage.

Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ARD propagierte die These: „Klimaanlagen verschlimmern den Klimawandel.“ Man zitiert einen absurd konkreten Wert von +0,05 °C bis 2050 – eine Zahl, die aus modellierten, klimaschutzbezogenen Emissionen und Kältemittelleckagen im Rahmen eines Basisszenarios abgeleitet wurde.

Eine Klimaanlage ist eine Wärmepumpe. Sie leitet einfach Wärme aus einem Raum ab. Die Probleme sind die Stromquelle, der Wirkungsgrad und die Kältemittel. Das sind technische Probleme. Europa hat sie zu einer Sünde gemacht.

Auf der CoolLIFE-Seite der EU heißt es, dass herkömmliche Klimaanlagen „zwar eine gewisse Linderung verschaffen können, das Problem aber letztendlich verschlimmern“. Die Lösung der EU besteht nicht in reichlich vorhandenem, erschwinglichem Strom und besserer Kühlung, sondern darin, die Hitze zu ertragen und zu leiden. Auch Großbritannien schließt sich mit dem „Approved Document O“ an, wonach Klimaanlagen nur als letztes Mittel eingesetzt werden sollten: erst der Ventilator, dann das Fenster, dann das Schwitzen, zuletzt die Klimaanlage.

In England sind nur 4,3 % der Haushalte mit einer Klimaanlage ausgestattet. In Haushalten mit einer Person über 75 Jahren sind es 3 %. Die am stärksten gefährdeten Menschen werden am wenigsten gekühlt.

Länder wie Japan, die USA und Südkorea haben dieses Problem bereits vor Jahrzehnten gelöst. Daten der IEA beziffern den Anteil der Haushalte mit Klimaanlagen in den USA und Japan auf über 90 %, in Südkorea auf einen ähnlichen Wert, in China auf etwa 60 %, in Europa jedoch auf unter 10 %.

Die EU erklärte, sie wolle den „Teufelskreis der Klimaanlagen“ durchbrechen.

Daten zeigen, dass die Europäer die Geräte trotzdem kaufen. Reuters berichtet von steigenden Verkaufszahlen bei Samsung, LG, Midea und Mitsubishi. Das Modell „PortaSplit“ von Midea ist ausverkauft. Die Online-Verkäufe von Klimaanlagen in Deutschland steigen rasant; die Lieferungen nach Spanien und Frankreich stiegen im Mai sprunghaft um 108 %.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-still-gaining-june-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Starke Juni-Klimaerwärmung erst seit 1988, aber nicht durch CO₂. Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst mit seinen Daten. Teil 1

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Über den Juni 2026 meldet der DWD auf seiner homepage: „Der erste meteorologische Sommermonat war von starken Temperaturkontrasten geprägt. In der Bilanz war der Juni 2026 mit einem Temperaturmittel von 19,5 °C außergewöhnlich warm und belegt damit nach aktuellen Auswertungen Platz 2“. Die Sonnenstunden lagen laut DWD über dem Soll, der Niederschlag unter der Vergleichsperiode. Vor allem zweigeteilt, die ersten beiden Dekaden eher kalt mit dem deutschlandweiten Minimum von 1,0 °C am 15. in Meßstetten-Appental in BaWü. In der 3. Dekade plötzlich hochsommerlich heiß mit vielen Temperatur-rekorden. Der Monatshöchstwert und vorläufig gleichzeitig der deutschlandweite Allzeitrekord wurde am 28. in Neißemünde-Coschen (Brandenburg) mit 41,7 °C gemessen.

Angesichts dieser Junigegensätze 2026 ist die behauptete große CO₂-Wirkung der Treibhauskirche schon widerlegt und als Klimalüge überführt. Denn dieses farblose unsichtbare und geruchlose Gas kann nicht 18 Tage lang kalt und herbstlich wirken und dann wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich zu Junihöchstrekorden bei nahezu allen DWD-Wetterstationen auflaufen. Leider schlussfolgert das der DWD nicht in seiner sonst ordentlichen Junidarstellung auf www.dwd.de

Lange Juni-Zeitreihen

Der Juni ist der Monat, der sich seit der im Jahre 1988 beginnenden Erwärmung am meisten erwärmt hat. Der Grund dafür sind heiße Luftmassen aus dem Südwesten und die starke Zunahme der Sonnenstunden, verbunden mit einer Abnahme der Niederschläge seit 1988. Das werden wir im Artikel anhand von Grafiken zeigen

Zunächst die deutschen Junitemperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD).

Abb.1a: Über 100 Jahre zeigt der Juni in Deutschland laut Temperaturreihen des DWD überhaupt keine Erwärmung, wobei ab 1947 bis 1987 die Temperaturen sogar leicht gesunken sind.

Abb.1b: Im Jahre 1987/88 begann dann der Klimawandel im Mitteleuropa. Seitdem wird der Juni im Monatsschnitt angenehm wärmer in Deutschland, diesmal in der letzten Woche sogar extrem heiß. Der DWD gibt 2026 mit einem Schnitt von etwa 19,5°C an, der drittwärmste. Der Juni mausert sich immer mehr zu einem echten Sommermonat, ganz anders als der Mai, der stagniert seit 30 Jahren.

Diese Grafiken 1a/b zeigen zugleich, dass Kohlendioxid auch kaum einen Einfluss auf die Temperaturen-Langzeitentwicklung haben kann. Denn CO₂ kann nicht einen Dauerschlaf halten bis 1987, bzw. die 40 Jahre davor sogar abkühlend wirken und dann ab 1988 plötzlich wie mit einem Zeitzünder versehen explodieren und eine extrem starke Erhitzung hinzaubern. Gerade dieser starke und plötzliche Temperaturanstieg ab 1987/88 ist auch ein Beweis, dass CO₂ allerhöchstens in homöopathischen Dosen mitgewirkt haben kann.

Abb. 2: Auf keinen Fall ist CO₂ der fast ausschließliche Temperaturregelknopf wie er von den Klimahysterikern in den Medien hingestellt wird und wie es die Deutschen auch glauben. CO₂ wirkt allerhöchstens versteckt und völlig unwesentlich in homöopathischen Dosen mit.

Merke: CO₂ ist kein Temperaturregelknopf.

Die CO₂-Treibhauslehre der bezahlten und gekauften Voodoo-Klimawissenschaft ist falsch. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das uns unser Geld für eine imaginäre Klimarettung per Gesetz rauben will.

Doch was hat nun tatsächlich zur plötzlich Erwärmung seit 1988 in Mitteleuropa geführt?

Die Gründe sind a) natürliche Klimaursachen und b) vom Menschen verursachte. Wir beschreiben nun die wichtigsten aus diesen zwei Ursachenbereichen.

Zu a: Hauptursache der natürlichen Änderungen, hier: die Sonne

Dazu gehören die starke Zunahme der Sonnenscheindauer, siehe Grafik 3, die Zunahme der Strahlungsenergie und die Wirkung der Luftreinhaltemaßnahmen. Alle drei zusammen erhöhten die Sonnenintensität, die auf der Erde ankommende Energie.

Abb. 3: Der DWD erfasst die Sonnenstunden erst seit 1951. Bis 1987 ist die Juni- Sonnenscheindauer rückläufig, ab 1988 erfolgt ein steiler Anstieg, der die Junitage stark erwärmte.

Erkenntnis: Die Junisonne brachte die Erwärmung seit 1988. Zwischen Sonnenscheindauer und Temperaturzunahme besteht eine hohe Korrelation, R = 0,81! Da die Sonne aber nur tagsüber scheint, müssten vor allem die Temperaturen am Tage, bzw. die Tageshöchsttemperaturen Tmax zugenommen haben.

Das zeigt uns tatsächlich die nächste Grafik, in welcher die tagsüber festgestellten Tmax und die nächtlichen Tmin mit aufgeführt sind. Herr Baritz hat von den 536 vom DWD- angebotenen Stationen – mehr gibt es nicht seit 1947 – die Tmax und Tmin Schnitte für jeden Monat erst ausrechnen müssen. Der DWD macht das nicht und die nächste Grafik findet man auch nirgendwo, außer bei uns.

Natürlich auch die Gesamttagesschnitte dieser 536 DWD-Stationen und die weichen, weil es nur 536 Stationen sind, leicht aber völlig unmerklich vom DWD-Junischnitt in Grafik 1a/b, von den derzeit etwa 2000 DWD-Stationen ab. Vergleiche Steigungsformel in Grafik 1.

Abb. 4: Oben in grau die Höchsttemperaturen tagsüber, ganz unten in der Farbe Blau die Tmin Temperaturen, die im Sommer meist kurz vor Sonnenaufgang auftreten.

Ergebnis: Wie zu erwarten: Aufgrund der Sonnenscheinzunahme haben auch die Tmax Temperaturen tagsüber am stärksten zugenommen, siehe Steigungsformel. Und die Schere zwischen Tag- und Nacht geht im Juni seit dem Klimawandel 1988 deutlich auseinander. Das dürfte laut CO₂-Treibhauslehre nicht sein, denn der Treibhauseffekt soll laut Treibhaus-Theorie nachts sogar stärker wirken.

Niederschlag: Als weiteres natürliches Wetterelement, welches den wärmer gewordenen Juniklimawandel herbeigeführt hat, sind die seit 1988 leicht abnehmenden Niederschläge.

Abb. 5: bis 1987 nahm der Juniniederschlag laut DWD leicht zu, ab 1988 bis 2026 nimmt er ab.

  1. Vom Menschen verursachte Erwärmung.

Die ständig anhaltende Asphaltierung Deutschlands und die großflächige Trockenlegungen einstiger Grün-Freiflächen in Feld, Wald und Wiesen.

Das hat Erwärmungsfolgen, auf die wir noch näher in einem weiteren Artikel eingehen werden. Die Folgen sind bereits nach 14 Tagen einer Juni-Schön-Wetterperiode sichtbar. Das grüne Gras wird gelb, Deutschland beginnt zu versteppen. Dadurch fehlt sommers zunehmend die Verdunstungskälte, welche tagsüber aus dem Boden für zusätzliche Kühlung sorgte. Deutschland wurde in den letzten Jahrzehnten großflächig trockengelegt und einst grüne Flächen asphaltiert oder mit dunklen PV-Solaranlagen und Windrädern überzogen. So werden auch vermeintlich ländliche Wetterstationen im Sommer zu WI-starken Stationen, zumal die Sonne von Sonnenaufgang bis Untergang das nur mit einer Pilzhaube abgeschirmte Digitalthermometer aufheizt. Die einstige schützende Wetterhütte wurde abgeschafft. Insbesondere im Sommer zeigt die heutige Digitalthermometereinheit bei den Tageshöchsttemperaturen höhere Temperaturen an.

Die Summe dieser Folgen zeigen wir an ausgewählten Beispielen:

Die ländliche Wetterstation Hof in Grenznähe zu Sachsen

Abb. 6: Nach der Wende wurde die einst ländliche Wetterstation Hof, die außerhalb der Stadt liegt, in ein Gewerbegebiet eingemauert. Unmittelbar davor die neue vierspurige B 22, die zugleich als Autobahnzubringer dient. Man beachte die Steigungsformel, (hier mit Korrelation R = 0,65) die deutlich über dem DWD-Schnitt – siehe Grafik 1- liegt. (Stationsplatz siehe gelber Marker bei der vierspurigen Bundesstraße)

Die Wetterstation Weiden in der Oberpfalz

Auch diese Wetterstation lag einst außerhalb der Kleinstadt. Inzwischen hat sich die Kleinstadt aufgrund der Bebauung – auch wenn die Einwohnerzahl nicht zugenommen hat- ausgebreitet und eine Bundesstraße führt an der DWD-Wetterstation vorbei, die sich just in Stationsnähe auf vier Spuren verbreitet hat, wo einst grüne Wiesen die Landschaft kühlten. Solche Oberflächen wandeln Sonnenenergie in gespeicherte Wärme um und geben diese nach Sonnenuntergang wieder an die Luft ab. Selbst die EU-Klimabehörde Copernicus hebt diesen Prozess hervor: Asphalt und Beton absorbieren Wärme, Gebäude speichern sie, die Luftzirkulation nimmt ab und es bilden sich städtische Wärmeinseln, die weit über die Baugrenze hinauswirkt. Die intensive Landwirtschaft mit den Trockenlegungen und der sommerlichen Versteppung beginnt unmittelbar daneben.

Abb. 7: Die Wetterstation Weiden zeigt in den Sommermonaten seit 1988 besonders starke Erwärmungen (R = 0,65).

Die Wetterstation Neukirchen-Hauptschwenda in Nordhessen

Diese absolut ländliche Wetterstation im kleinen Teilort Hauptschwenda befindet sich bei einem großen Bauernhof mit inzwischen viel Asphaltflächen, (gelber Marker) die sich tagsüber durch die Junisonne stark aufheizen. Und neben einem Backofen, der von Jahr zu Jahr immer stärker aufgeheizt wird, wird es auch immer wärmer

Abb. 8: Diese absolut ländliche DWD-Wetterstation zeigt im Juni wegen den vielen Asphaltflächen eine deutliche stärkere Erwärmung (R = 0,64) als der DWD-Schnitt. Und sogar leicht stärker als die Wärmeinsel Frankfurt. Man beachte auch die Wirkung der vielen dunklen Solarflächen in der Umgebung.

WI-arme Stationen seit 1988, d.h. die Steigung ist geringer als der DWD-Schnitt: Drei Nordsee-Inselstationen im Vergleich.

Abb. 9: Auch die DWD Stationen auf den Nordseeinseln sind WI-arm. Hier sind, neben den zunehmenden SSH, die leicht steigenden sea-surface-Temperaturen (0,04 K/Jahr) der Nordsee für die Erwärmung verantwortlich. Das zeigen wir in der nächsten Grafik am Beispiel Helgolands

Abb. 10: Bei Wetterstationen am Meer regeln in erster Linie die Wassertemperaturen, hier die Nordsee- die Lufttemperaturen an Land. Die baulichen Veränderungen auf der Insel, sowie Sonnenstunden und Niederschlag wirken erst in zweiter Linie. Insbesondere bei Helgoland

Zusammenfassung:

  1. Wir haben im Artikel anhand der DWD- Juni-Temperaturreihen gezeigt, dass die neuzeitliche Klimaerwärmung nicht 1881 begann, sondern erst 1988.
  2. Der Juni hat den stärksten Temperaturanstieg aller Monate seit 1988, weil die Sonnenstunden im Juni am kräftigsten wirken, deswegen ist auch der Temperaturanstieg tagsüber am stärksten, in der Nacht viel geringer.
  3. Der steigende Wärmeinseleffekt aller deutschen DWD-Stationen wirkt bei der sommerlichen Erwärmung seit 1988 besonders mit.
  4. Nur Privatstationen, in deren Umgebung sich wenig verändert hat und die auch noch am selben Platz stehen wie 1988 (oftmals keine ganztägige Sonnenbescheinung) und nach den alten Normen die Temperaturen erfassen, d.h. keine Änderungen bei der Temperaturerfassung und Durchschnittsbildung vorliegen, bei denen ist die Junierwärmung weniger ausgeprägt als bei den DWD-Stationen.

Leider liefert die Privatstation Amtsberg-Dittersdorf keine Werte mehr und die Privatstation Goldbach existiert erst seit 1997. Deswegen zeigen wir die Trendlinie der DWD-Wetterstation Dachwig. Und wegen den Regeländerungen beim DWD, musste auch bei dieser Wetterstation die Temperaturerfassung nach den neuen Richtlinien geändert werden, die vor allem sommers höhere Werte liefern. Aber bei Dachwig bleibt die Formel der Steigungslinie immer noch unter dem DWD-Schnitt seit 1988.

Abb. 11: Wärmeinselärmere ländliche Stationen wie Dachwig in Thüringen erwärmen sich nicht so stark wie der DWD-Schnitt. Im Sommer ist der Steigungsunterschied allerdings nicht besonders gravierend.

Auch hier zeigt sich, im Sommer wird die gesamte Landfläche von ganz Deutschland seit 1988 zu einer einzigen Wärmeinsel. Die in früheren Jahrzehnten kühlenden Flächen der freien Landschaft gingen wegen den großräumigen Trockenlegungen immer mehr verloren.

Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie mit dem Glauben an den regulierenden CO₂-Klimaregler, der von Deutschland aus das Klima der Welt einstellen kann, ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablaßhandel. Wir werden in die Irre geführt. Diese Irrlehre dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen.

Richtig bleibt dieser Merksatz. Der Juni wurde seit 1988 wärmer, aber nicht wegen Kohlendioxid. CO₂ wirkt allerhöchstens geringfügig und nicht feststellbar mit.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1200ppm, das sind etwa 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, sondern auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (hier oder hier sowie vor allem dieser Versuchsbeweis.

Kohlenstoffdioxid ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Derartige Behauptungen sind eine bewusste Lüge. Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Natur- und Umweltschutz bleibt das Ziel unseres Bemühens. Der Erhalt der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klimaangst-Schwätzern wie z.B. die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf/Schellnhuber/Latif und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten fabulierenden Märchenerzählern. Einen auf Angst schwadronierenden Wetterterli brauchen die Deutschen nicht. Wir wollen Wetterfrösche, die uns die heißen Sommertage positiv verkünden. Auf die warten doch vor allem junge Menschen das ganze Jahr. Endlich können wir im eigenen Land Sommerurlaub machen und Wärme für den Winter tanken.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der weltweit verlogenen linksgrünen Klimapolitik ein Ende zu bereiten. Dieses „Grün“ hat nichts mit einer notwendigen Naturschutz- und Umweltpolitik zu tun. Die Klimapolitik will unser Land und unsere Kultur zerstören, nebenbei uns maßregeln und die Demokratie einschränken.

Sauberes Wasser, saubere Luft, eine erholsame Landschaft mit einer intakten Fauna und Flora mit ausreichend Kohlendioxid ist lebensnotwendig. Der optimale CO₂-Konzentationsbereich für den Erhalt der Schöpfung Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden. Die derzeitigen 430 ppm sind zu wenig.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Ein vorübergehender Hotspot in der Antarktis ist kein Beweis für eine Klimakrise

Anthony Watts

Ein kürzlich in der Online-Zeitschrift „Futurism“ erschienener Artikel mit dem Titel [übersetzt] „Wissenschaftler entsetzt über gewaltige Hitzewelle in der Antarktis“ behauptet, der Klimawandel habe eine „gewaltige Hitzewelle“ in der Antarktis ausgelöst, wodurch die Temperaturen auf der Antarktischen Halbinsel um fast 20°C über den Durchschnitt stiegen und kurzzeitig Werte über dem Gefrierpunkt erreichten. Dies ist äußerst irreführend. Ein einzelnes Wetterereignis sagt nichts Aussagekräftiges über langfristige Klimatrends aus, und der Artikel ignoriert sowohl die enorme geografische Variabilität der Antarktis als auch die außergewöhnlich kalten Bedingungen, die gleichzeitig an anderen Orten des Kontinents herrschten. Die von „Futurism“ angedeutete Hitzewelle war keine kontinentweite Krise, sondern ein lokales, unbedenkliches Ereignis.

Der Artikel ist größtenteils eine Überarbeitung eines Beitrags aus dem Guardian, der sich auf die an der Trinity-Halbinsel, dem nördlichsten Ausläufer der Antarktis, gemessenen Temperaturen konzentrierte. Forscher berichteten von Temperaturen von etwa 15,4 °C während einer kurzen Warmphase am 6. Juni.

Was den Lesern jedoch verschwiegen wird ist, dass die Antarktische Halbinsel nicht repräsentativ für die Antarktis als Ganzes ist.

Tatsächlich ist die Antarktische Halbinsel der wärmste Teil der Antarktis. Sie trägt den Spitznamen Bananengürtel“, erstreckt sich nach Norden in Richtung Südamerika und weist mildere maritime Bedingungen auf. Während des südlichen Sommers können die Temperaturen gelegentlich 10 °C überschreiten. Die Halbinsel erstreckt sich nach Norden in Richtung Südamerika und wird stark von maritimen Wetterphänomenen und Meeresströmungen beeinflusst. Sie ist mit Abstand der wärmste Teil der Antarktis und verzeichnet seit langem in regelmäßigen Abständen Warmlufteinbrüche, Föhnereignisse, Regenfälle und Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Diese Ereignisse sind zwar ungewöhnlich, aber nicht beispiellos.

Tatsächlich wird in dem Artikel selbst eingeräumt, dass die Wärme mit „extrem starken Westwinden“ in Verbindung stand. Mit anderen Worten: Es handelte sich um ein Wetterereignis, das durch wärmere atmosphärische Zirkulationsmuster ausgelöst worden war, und nicht um einen direkten Beweis für den Klimawandel.

Was Futurism übersieht ist die Tatsache, dass Wetter nicht gleich Klima ist.

Das Klima wird über Jahrzehnte hinweg gemessen. Ein einzelner Tag, eine einzelne Woche oder sogar eine einzelne Jahreszeit sagt nur sehr wenig über langfristige Temperaturtrends aus. Wenn jeder ungewöhnlich warme Tag als Beweis für eine Klimakatastrophe dargestellt wird, dann würde intellektuelle Konsequenz erfordern, dass jeder ungewöhnlich kalte Tag als Gegenbeweis herangezogen wird. Die Medien wenden diesen Maßstab jedoch selten an.

Der Zeitpunkt dieser Meldung ist besonders aufschlussreich, denn während die Schlagzeilen atemlos über eine vorübergehende Warmwetterperiode auf der Antarktischen Halbinsel berichteten, herrschten in weiten Teilen der übrigen Antarktis extrem kalte Bedingungen (siehe hierzu auch die jüngsten „Kältereports“. A. d. Übers.)

Nach Beobachtungen des Meteorologen Cap Allon verzeichnete die Amundsen-Scott-Südpolstation am 16. Juni eine Temperatur von -73,6 °C, wobei die Tageshöchsttemperatur lediglich bei -69,9 °C lag. Dies war der erste Wert unter 70 °C am Südpol seit 2023.

In einem Teil der Antarktis herrscht kurzzeitig ungewöhnliche Wärme, während in einem anderen Teil des Kontinents die Temperaturen unter -70°C fallen. So funktioniert das Wetter auf einem Kontinent, der größer ist als die Vereinigten Staaten und Mexiko zusammen.

Dennoch sorgte nur eines dieser Ereignisse – nämlich die ungewöhnlich hohe Temperatur – für internationale Schlagzeilen.

Der Artikel behauptet ferner, dass die Hitzewelle auf „Jahrzehnte zunehmend höherer Temperaturen auf dem weißen Kontinent“ folge. Diese Aussage ist falsch.

Die Antarktis erwärmt sich nicht gleichmäßig. Während sich Teile der Antarktischen Halbinsel im Laufe des späten 20. Jahrhunderts erwärmten, haben zahlreiche Studien gezeigt, dass in weiten Teilen der Ostantarktis – die den Großteil des Kontinents ausmacht – nur eine geringe Erwärmung oder sogar eine Abkühlung zu verzeichnen war. Auch das antarktische Meereis weist von Jahr zu Jahr und von Jahrzehnt zu Jahrzehnt erhebliche Schwankungen auf.

Der Kontinent unterliegt komplexen Wechselwirkungen zwischen Meeresströmungen, atmosphärischer Zirkulation, vulkanischen Einflüssen (einschließlich der Erwärmung unter der Oberfläche der Westantarktis, wo sich die Halbinsel befindet), der Dynamik des Meereises und natürlichen Klimaschwankungen. Diese Komplexität geht in dem meinungsgeladenen Artikel von Futurism unter.

Stattdessen wird den Lesern die mittlerweile bekannte Formel serviert: Man identifiziert ein dramatisches Wetterereignis, bringt es mit dem Klimawandel in Verbindung, erwähnt den „Weltuntergangsgletscher“ und suggeriert, dass eine Katastrophe unmittelbar bevorsteht. „Climate Realism“ hat Behauptungen über den bevorstehenden Zusammenbruch des Thwaites-Gletschers bereits mehrfach widerlegt. Der Verweis des Artikels auf den Thwaites-Gletscher ist ein besonders irreführender Ablenkungsmanöver, da er nichts mit dem berichteten Wetterereignis zu tun hat. Die Erwähnung dient einem einzigen Zweck: der Verstärkung einer allgemeineren Darstellung der Klimakrise.

Dies kommt in der Klimaberichterstattung immer häufiger vor. Jedes ungewöhnliche Wetterereignis wird zum Anlass genommen, immer wieder die gleichen Argumente über Gletscher, den Anstieg des Meeresspiegels, Kipppunkte und künftige Katastrophen zu wiederholen – unabhängig davon, ob diese in direktem Zusammenhang mit dem besprochenen Ereignis stehen.

Was die Antarktische Halbinsel betrifft, sehen die Fakten wie folgt aus: Die Antarktis war aufgrund ihrer geografischen Lage und der Nähe zu relativ wärmeren Meeresgewässern schon immer anfällig für periodische Warmlufteinbrüche; der Südliche Ozean, atmosphärische Flüsse und starke Westwinde können gelegentlich erhebliche Wärmemengen in die Region transportieren. Diese Prozesse gab es schon lange, bevor der Klimawandel zu einem politischen Thema geworden ist.

Vor allem aber kann ein einzelnes Warmereignis noch keinen Trend begründen. Wissenschaftler berücksichtigen dieses Prinzip bei der Analyse von Klimadaten. Auch Journalisten sollten dies verstehen.

Eine fundierte Klimaanalyse erfordert jahrzehntelange Beobachtungen auf dem gesamten Kontinent, eine sorgfältige Untersuchung regionaler Schwankungen und die Trennung von Wetterrauschen und Klimasignalen – und nicht die schlampige Darstellung irreführender, reißerischer Behauptungen, wie sie von Futurism zusammengestellt worden waren.

Die Antarktis ist nach wie vor der kälteste Kontinent der Erde. Während auf der Antarktischen Halbinsel kurzzeitig ungewöhnlich milde Bedingungen herrschten, sanken die Temperaturen am Südpol selbst zeitgleich an mehreren anderen Orten auf Werte nahe oder unter -70°C.

Allein diese Tatsache sollte die Leser daran erinnern, dass ein einzelnes Wetterereignis – egal wie dramatisch die Schlagzeile auch sein mag – kein Beweis für einen „Klimanotstand“ ist, sondern einfach nur Wetter*. Eine Warmphase auf der Antarktischen Halbinsel wird zum Beweis für eine Klimakatastrophe, während gleichzeitig Temperaturen unter -70°C am Südpol ignoriert werden. Das ist kein objektiver Journalismus, sondern agenda-getriebener Alarmismus.

*Das gilt natürlich auch für die jüngste Hitzewelle in Europa! A. d. Übers.

Link: https://climaterealism.com/2026/06/no-futurism-one-warm-day-in-antarctica-doesnt-prove-a-climate-crisis/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

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Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 17 /2026

Meldung vom 16. Juni 2026:

Neue Studie: Die herbstliche Abkühlung in Eurasien

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass die Herbsttemperaturen in Zentral-Eurasien nicht gestiegen, sondern vielmehr gesunken sind.

Von 2004 bis 2020 waren in 98,21 % dieser riesigen Region (von 40° N bis 65° N und 50° O bis 130° O) sinkende Herbsttemperaturen zu verzeichnen. Der Trend im Zeitraum 2004–2018 war signifikant: -1,425 °C pro Jahrzehnt. In diesem Zeitraum kühlte sich die Region um fast 2 °C ab.

Dies ist ein Muster auf kontinentaler Ebene in Zentraleurasien, das anhand von 408 Wetterstationen und CRU-Temperaturdaten überprüft worden ist.

Die Studie ergab, dass die Herbstschneedecke hier von 2004 bis 2020 um 5,38 % pro Jahrzehnt zunahm. Mehr Schnee bedeutet mehr weiße Bodenfläche. Mehr weiße Bodenfläche bedeutet, dass mehr Sonnenlicht zurück ins All reflektiert wird. Weniger absorbiertes Sonnenlicht bedeutet eine geringere Erwärmung der Oberfläche.

Die Autoren schätzen, dass die zunehmende Schneebedeckung im Herbst 21,5 % der beobachteten Abkühlung ausmachte. Sie verweisen zudem auf atmosphärische Zirkulationsmuster, darunter die Pazifische Dekadische Oszillation und das Sibirische Hoch. Die Schneebedeckung war jedoch ein entscheidender, messbarer Faktor für die Abkühlung.

Die gängige Klimadiskussion geht von mehr CO₂, mehr Erwärmung und weniger Schnee aus.

Die Studie stellt all dies nach wie vor „im Kontext der globalen Erwärmung“ dar, ist dies doch die erforderliche Formulierung, um veröffentlicht zu werden. Die darin enthaltenen Daten zeigen jedoch, dass sich ein riesiger Teil Eurasiens seit fast zwei Jahrzehnten abgekühlt hat und sich die Schneedecke dort ausdehnt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/western-australias-wheatbelt-breaks?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 18. Juni 2026:

CO₂ kann nicht der Regler für das Klima sein

Die 800.000-Jahre-CO₂-Grafik der NOAA soll Angst schüren.

Sie zeigt den aktuellen Anstieg und verleitet die Öffentlichkeit dazu, ein einzelnes Gas als Hauptschalter für das gesamte Klimasystem zu betrachten.

Die NOAA sagt: „Der heutige CO₂-Gehalt ist vergleichbar mit dem vor etwa 4,3 Millionen Jahren, als der Meeresspiegel etwa 23 m höher lag, die Durchschnittstemperatur um etwa 3,9 °C höher war und dort, wo heute die Tundra liegt, arktische Wälder wuchsen.“

Dabei übersehen sie jedoch einen offensichtlichen Trugschluss: Ein ähnlicher CO₂-Gehalt führte nicht zu einer ähnlichen Welt.

CO₂ kann nicht der Regler für das Klima sein.

Dann gibt es noch die umfassenderen Daten:

Die Panikmache funktioniert nur, wenn man die Grafik zurechtstutzt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-america-shivers-co2-cant-be?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 22. Juni 2026:

In Zentral-Afrika ist es kühler geworden

Zentralafrika hat sich im späten Holozän nicht erwärmt. Es hat sich abgekühlt.

Eine aktuelle Studie zum Mbalang-See, einem Kratersee in Kamerun, rekonstruiert die mittleren jährlichen Lufttemperaturen anhand von brGDGTs, bakteriellen Membranlipiden, die in den Sedimenten des Sees erhalten geblieben sind.

Die Aufzeichnungen reichen etwa 7.000 Jahre zurück und zeigen, dass die Temperaturen in den letzten 7.000 Jahren um etwa 2,5 °C gesunken sind. Um die Mitte des Holozäns lagen die mittleren jährlichen Lufttemperaturen bei etwa 25 °C. Heute liegen sie bei etwa 22 °C.

Graphik: Rekonstruktionen der mittleren jährlichen Lufttemperatur am Mbalang-See in Kamerun. Die rote MBT′5Me-Rekonstruktion zeigt eine Abkühlung um etwa 2,5 °C in den letzten 7.000 Jahren, wobei die graue Linie die heutige mittlere Jahrestemperatur von 22 °C markiert. Achtung, man beachte die Zeitachse: Die Gegenwart befindet sich auf der linken Seite; ältere Temperaturen liegen auf der rechten Seite.

Afrikanische Regionen um den Äquator sind in globalen Rekonstruktionen der kontinentalen Temperaturen stark unterrepräsentiert. Die Arktis ist dagegen stark überrepräsentiert. Die Autoren stellen unmissverständlich fest, dass bestehende Temperatur-Datenbanken für das Holozän diese afrikanischen Kontinentalregionen in niedrigen Breitengraden entweder unterrepräsentieren oder ganz auslassen, was eine große Lücke im Klimabild hinterlässt.

In der Arbeit wird darauf hingewiesen, dass Modellsimulationen aus den Paleoclimate Modeling Intercomparison Projects die anhand von Proxydaten ermittelte Wärme im mittleren Holozän unterschätzen. Für die Region zwischen 30° N und dem Äquator haben die Modelle je nach Annahmen zur Vegetation entweder eine leichte Abkühlung oder eine minimale Erwärmung simuliert. Die Seespiegelaufzeichnungen aus Kamerun zeigen einen weitaus stärkeren Temperaturrückgang bis in die Gegenwart.

Damals wärmer.

Heute kälter.

Weitgehend aus den Aufzeichnungen ausgeschlossen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-asphalt-summer-cool-anomalies?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 23. Juni 2026:

In Grönland war es schon mal viel wärmer

Eine umfassende, die letzten 20.000 Jahre abdeckende Rekonstruktion für Grönland zeigt, dass die wärmste Periode des Holozäns bereits vor Tausenden von Jahren stattfand.

Die auf grönländischen Eisbohrkernen basierende Rekonstruktion datiert die höchsten Temperaturen des Holozäns auf der Insel auf einen Zeitraum zwischen vor etwa 7.000 und 3.000 Jahren, wobei der Höhepunkt der Erwärmung vor etwa 5.000 Jahren lag. Zu diesem Zeitpunkt lagen die jährlichen Durchschnittstemperaturen im Norden Grönlands um etwa 2 °C und im Süden Grönlands um etwa 1 °C über den heutigen Temperaturen.

EGRIP, Summit und South Dome zeigen alle das gleiche Bild: eine kalte Welt am Ende der Eiszeit, eine abrupte Erwärmung zu Beginn des Holozäns, eine lange Warmphase und anschließend eine Abkühlung, bevor es zu dem moderaten Anstieg der heutigen Temperaturen kam.

Rekonstruktion anhand von Eiskernen aus Grönland für die letzten 20.000 Jahre. Rot zeigt die Temperaturanomalie im Vergleich zum Zeitraum 1850–2000; Blau zeigt den Niederschlagsanteil. [Jessica A. Badgeley et al.]

Auch hier zeigen die Daten ein Klimasystem mit starken natürlichen Schwankungen, abrupten Übergängen, jahrtausendelangen Warm- und Kaltphasen sowie ausgeprägten regionalen Unterschieden.

Das frühe bis mittlere Holozän war wärmer als heute.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-pole-below-70c-again-sunshine?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 24. Juni 2026:

Natürliche Zyklen stellen alles in den Schatten

Ein neuer Artikel in „Quaestiones Geographicae“ argumentiert, dass die These, wonach CO₂ die Hauptursache für Änderungen der Temperatur sei, nicht mit den längerfristigen Daten übereinstimmt.

Das Klima der Erde war noch nie stabil.

In den letzten 130.000 Jahren durchlief der Planet das Eem-Interglazial, die letzte Eiszeit, die Späteiszeit, das Holozän, die mittelalterliche Warmzeit, die Kleine Eiszeit und die darauf folgende aktuelle moderate Erwärmung.

Die Studie verweist auf Belege aus grönländischen Eiskernen für eine abrupte natürliche Erwärmung vor etwa 14.700 und 11.700 Jahren, mit Temperaturanstiegen bis 10 °C innerhalb von etwa 50 Jahren.

Der Autor bringt diese Veränderungen mit großen natürlichen Prozessen in Verbindung: Umlaufbahnzyklen, Sonnenenergie und magnetische Schwankungen, Einflüsse auf galaktischer Ebene, das Erdmagnetfeld, Vulkanismus, Tektonik, Ozeanzirkulation, atmosphärische Zirkulation und den planetarischen Sauerstoff-Kohlenstoff-Kreislauf. CO₂ und Methan sind während natürlicher Warmphasen wiederholt gestiegen, da die biologische Aktivität zunahm, der Permafrost aufbrach, Methan freigesetzt wurde und der gesamte Kohlenstoffkreislauf auf veränderte Temperaturen und Luftfeuchtigkeit reagierte.

Dieses Muster zeigt sich sogar in den letzten 1.000 Jahren: Wir haben die mittelalterliche Warmzeit, auf die unmittelbar die Kleine Eiszeit folgte, wobei die Kleine Eiszeit endete, bevor die moderne Erwärmung einsetzte. Die industrielle Tätigkeit des Menschen begann lange nach diesem Übergang, lange nachdem der Trend bereits eingesetzt hatte. Steigende CO₂-Emissionen haben diesen Trend nicht ausgelöst.

Die zentrale These der Studie: Der Mensch ist nicht der dominierende Klimafaktor.

Das Klimasystem erwärmte sich in 50 Jahren um 10 °C – ohne industrielles CO₂.

Link: https://electroverse.substack.com/p/brazil-shivers-natural-rhythms-dwarf?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Meldung vom 25. Juni 2026:

Sinkender Meeresspiegel gefährdet Korallenriffe

Eine neue Studie in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ über den nördlichen Teil des Roten Meeres weist auf ein noch größeres Problem hin als den Anstieg des Meeresspiegels: den Rückgang des Meeresspiegels.

Forscher entnahmen im Golf von Eilat/Aqaba im Roten Meer Riffbohrkerne und stellten fest, dass das Korallenwachstum vor mindestens 6.700 Jahren begann, also in der Mitte des Holozäns, als der globale Meeresspiegel etwa 2–3 m höher lag als heute.

In Eilat setzte sich das Korallenwachstum in den folgenden 2.000 Jahren fort, bis vor etwa 4.500 Jahren, und kam dann aufgrund des sinkenden Meeresspiegels für Tausende von Jahren weitgehend zum Erliegen. Wie die Autoren erklären, wurden die Riffebenen durch den sinkenden Meeresspiegel zusammengedrückt. Einige Gebiete wurden freigelegt. Andere waren zu flach oder zu beengt, um ein weiteres Wachstum zu ermöglichen. Der sinkende Meeresspiegel führte zu einem Massensterben unter den Korallen.

Und dies war keine lokale Besonderheit.

Die Studie identifiziert eine umfassendere Wachstumsunterbrechung der Riffe zwischen etwa 4.000 und 2.300 Jahren vor heute, wobei aus diesem Zeitraum an Standorten im Atlantik, im Indischen Ozean und im Pazifik nur wenige fossile Korallen datiert werden konnten.

Graphik: Radiokarbon-datierte Riffaufzeichnungen deuten auf höhere Meeresspiegelwerte in der Mitte des Holozäns hin, gefolgt von einem Rückgang vor etwa 4.000 bis 2.300 Jahren, als viele flache Riffe ihren Wachstumsraum verloren.

Vor etwa 700 Jahren kehrte das Eilat-Riff dann zurück. Durch lokale Bodensenkungen sank ein Teil der Riffebene ab, wodurch neuer Raum für das Korallenwachstum entstand. Die gleiche Korallengemeinschaft bildete sich nach einer Pause von fast 4.000 Jahren wieder, wahrscheinlich ausgehend von tiefer gelegenen Riff-Refugien.

Der springende Punkt ist: Diese Riffe existierten nicht in einem stabilen Ozean. Sie wuchsen bei höherem Meeresspiegel, hatten bei sinkendem Meeresspiegel zu kämpfen, kamen für Jahrtausende zum Stillstand und erholten sich, als der Meeresspiegel wieder stieg.

Die Autoren gehen sogar so weit anzumerken, dass jeder zukünftige Anstieg des Meeresspiegels den derzeit eingeengten Riffsystemen wahrscheinlich mehr Raum verschaffen wird, was möglicherweise zu einer deutlichen Zunahme der Korallenbedeckung führen könnte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/western-europes-omega-heat-western?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 26. Juni 2026, weil unser Land hervorgehoben ist:

Hitzewelle stellt Net Zero bloß

Während der heißesten Woche des Jahres in Westeuropa mussten gerade die Technologien, die installiert worden waren, um uns vor der Hitze zu „retten“, selbst vor ihr gerettet werden.

In Deutschland sprach man von einer „Hitzeflaute“. Ein Hochdruckgebiet bringt zwar Hitze, sorgt aber auch für windstille Luft. Gut für Klimareden. Schlecht für Windparks.

Der 15-Minuten-Strompreis in Deutschland erreichte diese Woche aufgrund der Hitzeflaute einen Rekordwert von über 615 €/MWh. Die abendlichen Spitzenwerte stiegen noch weiter und erreichten 747 €/MWh; in Belgien kletterten sie auf 1.038 €/MWh, in den Niederlanden auf 902 €/MWh und in Dänemark auf 787 €/MWh.

Die Solarstromerzeugung ging am Abend zurück. Der Wind war schwach. Die Nachfrage erreichte ihren Höchststand. Die Restlast in Deutschland – also der Bedarf, der nicht durch Wind- und Solarenergie gedeckt wurde – stieg auf 51,5 GW und lag damit rund 10,4 GW über dem Normalwert für diese Tages- und Jahreszeit.

Großbritannien folgte diesem Beispiel.

NESO gab für Mittwochabend eine seltene „Electricity Margin Notice“ für den Sommer heraus, nachdem eine Hitzewelle Großbritannien heimgesucht hatte und die Verfügbarkeit der Windenergie geringer ausfiel als erwartet.

Die Lichter blieben an, aber nur, weil Großbritannien sich bereit erklärte, rund 1.400 £/MWh für 1,7 GW Importe vom Kontinent zu zahlen – fast das 20-Fache des durchschnittlichen Marktpreises im vergangenen Juni. Die Kosten beliefen sich auf etwa 10 Millionen £ für einige Stunden.

Am Abend zuvor wurden Importe bereits zu etwa 470 £/MWh gekauft, mehr als das Sechsfache des normalen Juni-Preises.

In einer Zeit der angeblichen „katastrophalen globalen Erwärmung“ hat die „Netto-Null“-Fraktion also ein wetterabhängiges Stromnetz aufgebaut, das versagt, sobald es heiß wird. Hitzeflaute führt zu Windstille. Auch Solarmodule verlieren an Effizienz, wenn sie sich aufheizen. Nachts kehrt jede „grüne Wende“ kriechend zu den fossilen Brennstoffen zurück.

Eine florierende Wirtschaft braucht günstigen, konstanten Strom. Europa hat sich jedoch für Ideologie entschieden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/brazil-freeze-breaks-june-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE