Vermeidung von selbst verschuldeten grünen Handels- und Wirtschaftskrisen

Paul Driessen

Der designierte Präsident Trump will Zölle auf ausländische Produkte erheben, um Einnahmen zu erzielen und um auf Praktiken zu reagieren, die ausländischen Herstellern unfaire Vorteile gegenüber amerikanischen Unternehmen verschaffen. Die Debatten in Europa über ähnliche Fragen bieten wichtige Anhaltspunkte, Ratschläge und Impulse.

Während die Europäische Union der nächsten fünfjährigen Amtszeit ihrer neuen Europäischen Kommission und ihres Parlaments entgegensieht, sprechen Beamte davon, dass sie „ihre Rolle auf der Weltbühne in der Geopolitik voll und ganz spielen“ will. Europa und die Welt haben das schon einmal gehört, als Ursula von der Leyen zu Beginn ihrer ersten Amtszeit in Brüssel im Jahr 2019 eine „geopolitische Kommission“ versprach. Damals hat es nicht geklappt, und es wird wohl auch jetzt nicht klappen.

Fairerweise muss man sagen, dass es fünf schwierige Jahre waren. Die beispiellose Covid-Pandemie sorgte dafür, dass sich die EU auf innenpolitische Fragen wie Gesundheitsfürsorge, Abschottung, Schuldenfinanzierung und die Ausbildung von Studenten konzentrieren musste. Der Einmarsch Russlands in der Ukraine kurz danach sorgte dafür, dass die Prioritäten der europäischen Politik weitgehend regional blieben.

Doch der vielleicht wichtigste Schlag gegen ihren Traum von einer geopolitischen Kommission war selbst verschuldet: die Besessenheit der EU von dem utopischen Green Deal.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Insbesondere durch den Anstieg der Energie- und Petrochemiepreise auf ein exorbitantes Niveau untergräbt das Green-Deal-Regulierungssystem die Wettbewerbsfähigkeit der EU, insbesondere in der Landwirtschaft und der Industrie. Die internationalen Ambitionen der Europäischen Kommission wurden dadurch auf eine nationale protektionistische Agenda reduziert, die darauf abzielt, potenzielle Konkurrenten durch die Errichtung nicht-tariflicher Hemmnisse zu behindern, die Europas Handelspartner betreffen – und verärgern – unabhängig davon, ob sie hinsichtlich Produktivität oder Kosten konkurrieren.

Unter Berufung auf die „Klimakrise“ verlangte die EU, dass der Rest der Welt ihre eigenen lähmenden Vorschriften übernimmt – oder sie riskiert, den Zugang zu ihren Märkten zu verlieren. Steigende Preise für „saubere, erneuerbare, nachhaltige“ Wind- und Solarenergie (und doppelte Notstromversorgung) vernichteten Arbeitsplätze, machten Heizen und Lebensmittel für viele Familien extrem teuer und senkten den Lebensstandard.

[Hervorhebung vom Übersetzer. Man beachte, dass der Autor dies im Imperfekt schreibt!]

Die EU-Entwaldungsverordnung [EUDR] hätte die europäischen Handelspartner gezwungen, die ökologische Reinheit ganzer Lieferketten zu zertifizieren. Die jüngste Kehrtwende Brüssels bei der EUDR hat gezeigt, dass das Gesetz eine gewaltige Fehlkalkulation in der Klima- und Handelspolitik war.

Selbst die berühmte „grüne“ Biden-Harris-Regierung lehnte die Brüsseler Vorschläge als zu aufwändig und zu überstürzt eingeführt ab. Stellen Sie sich vor, Sie müssten jede Kakaobohne in einer Tafel Schokolade, jedes Kaffeeteilchen in einem Espresso, jeden Holzspan in einer Spanplatte oder jedes Gramm Kobalt in den Batterien von Backup- und Elektrofahrzeugen dokumentieren und geolokalisieren. Nur Brüssel kann einen solchen Irrsinn aushecken!

Selbst Deutschland, die reichste Volkswirtschaft der EU und Europas wohl lautstärkster Verfechter des Umweltschutzes, sträubte sich gegen die Umsetzung der EUDR.

Sollte die Geopolitik für die EU in der kommenden Amtszeit wirklich von Bedeutung sein, wird der EU-Kommissar zu den Grundprinzipien des Handels zurückkehren und sich nicht auf Handelsunterdrückung berufen. Das bedeutet, dass er die größten Chancen auf den Märkten erkennen muss. Europa, Indien und ASEAN sind offensichtliche Beispiele.

Ebenso offensichtlich ist es keine gute Idee, die USA zu verprellen – den größten und reichsten Markt der Welt, der in der Lage ist, sich selbst zu versorgen und auf feindselige Handelsbestimmungen mit Gegenleistungen zu reagieren.

Die Europäische Union hat ein Interesse daran, den internationalen Handel zu fördern, anstatt mutwillig regulatorische Barrieren zu errichten, die sich Entwicklungsländer nicht leisten können und die entwickelte Volkswirtschaften nicht akzeptieren werden.

Die europäischen Volkswirtschaften sind Exporteure. Wie in den USA hängen auch in der EU Arbeitsplätze und Finanzsysteme vom Verkauf hochwertiger Waren und Dienstleistungen ab. Eine merkantilistische, kapriziöse, quasi lupenreine Weltwirtschaft – wie die Chinas – liegt nicht im Interesse Europas (oder Amerikas).

Der Ausgangspunkt sollte die Liberalisierung sein, nicht die Erhöhung von Barrieren, und die Zusammenarbeit mit verbündeten Handelspartnern, die ähnliche Prinzipien haben. Und doch ist die EUDR ein perfektes Beispiel für eine Verordnung, bei der die EU aktiv gegen ihre engsten Partner arbeitet; außerdem war sie katastrophal für das internationale Image der EU. Abgesehen von einigen wenigen NRO, die sich nur mit einem Thema befassen, und einer Handvoll nicht gewählter EU-Beamter dürfte die Kommission kaum Befürworter der EUDR finden.

Zweitens muss die Handelspolitik strategisch und nicht dogmatisch sein. China und Russland – vor allem in ihrer wachsenden Allianz mit dem Iran, Nordkorea und anderen BRICS-Ländern – sind die offensichtlichsten und bedeutendsten Bedrohungen für die globale Wirtschaftsordnung, und Europa steht in der Verantwortung, diese Bedrohungen zu mindern.

Die Instrumentalisierung des Handels ist gerechtfertigt, wenn es darum geht, ein Blutbad in der Ukraine zu verhindern oder zu verhindern, dass Hacker- oder Überwachungsgeräte in Stromnetze und andere Netze eingebaut werden. Ebenso sollten absichtliche Versuche, subventionierte Produkte zu Dumpingpreisen zu verbreitet oder Märkte zu überschwemmen, nicht mit freiem Handel verwechselt und entsprechend behandelt werden. In solchen Fällen ist eine intelligente, überlegte und gezielte Reaktion angebracht.

Ein Problem mit der EUDR des Green Deal ist die undifferenzierte, dogmatische Anwendung von Strafmaßnahmen, auch gegen Verbündete wie Malaysia, Mexiko, Thailand oder die Vereinigten Staaten. Darüber hinaus sind die von der EU-Abholzungsverordnung betroffenen Materialien (Kautschuk, Kaffee, Kakao, Palmöl und Kobalt) wichtige Bestandteile der europäischen Lieferketten.

Palmöl aus Malaysia ist zum Beispiel Bestandteil einiger der bekanntesten Lebensmittel- und Kosmetikmarken Europas. Außerdem verfügt Malaysia bereits über einen eigenen Standard für nachhaltiges Palmöl, so dass es keinen Bedarf für zusätzliche strafende EU-Vorschriften gibt.

Ebenso wenig sollte Brüssel die Abholzung von Bäumen für die Gewinnung von Wind- und Solarmetallen und Mineralien einschränken, wenn die Handelspartnerländer versuchen, die EU-Klima- und Umweltvorschriften einzuhalten.

Die Standards für Löhne, Kinderarbeit und Abholzung von Wäldern beim Kobaltabbau für Windenergie- und Batterie-Technologien sind vor allem deshalb problematisch, weil China, die Demokratische Republik Kongo und ihre Erzproduzenten absichtlich alle Erze vermischen – sowohl aus handwerklichen als auch aus Unternehmensminen. Dadurch ist es unmöglich festzustellen, welche Erze von Betreibern stammen, die strenge Umwelt- und Menschenrechtsstandards einhalten, und welche mit schrecklichen Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen verbunden sind.

Zölle helfen oft den einheimischen Herstellern von Materialien wie Holz und Stahl, schaden aber den Verbrauchern dieser Materialien, indem sie die Kosten für den Bau von Häusern und die Herstellung von Autos in die Höhe treiben und damit die Preise erhöhen, die ohnehin schon knappe Familien zahlen müssen. Vergeltungszölle auf Produkte, die mit sklavenähnlichen Löhnen oder anderen Missbräuchen verbunden sind oder aus verfeindeten Ländern stammen, sind eher zu rechtfertigen; aber die Verbraucher zahlen trotzdem mehr.

Eine stärkere internationale Zusammenarbeit ist ein guter dritter Grundsatz. Rhetorik in Brüssel ist zwar billig, aber in den letzten fünf Jahren hat die EU ihre eigenen Mitgliedstaaten und Partner außerhalb der Union mehr schikaniert als mit ihnen kooperiert. Im Bereich des Handels haben einseitige und strafbewehrte Green-Deal-Schranken zu oft den Dialog und die Zusammenarbeit übertrumpft.

Dieser Ansatz hat selten funktioniert. Er verärgerte alle, von europäischen und amerikanischen Unternehmen bis hin zu asiatischen Kleinbauern. Es gibt beispielsweise keinen Grund, warum die EU Malaysias Standards für nachhaltiges Palmöl (MSPO) ablehnen sollte, nur weil es sich um eine EUDR handelt.

Auch andere Länder haben analoge Standards für ihre wichtigsten Rohstoffe, die für eine Anerkennung in Betracht gezogen werden sollten. Es gibt keinen Grund, Nachhaltigkeit und ökologischen Fortschritt nicht im Rahmen von Freihandels-, freiwilligen Partnerschafts- oder gegenseitigen Anerkennungsabkommen anzugehen – und nicht durch Zölle, andere Handelshemmnisse oder übermäßige Regulierungen.

Die neue Europäische Kommission wird während ihrer fünfjährigen Amtszeit sicherlich ihren Anteil an Unerwartetem haben. Aber sie sollte zumindest versuchen, selbstverschuldete Schäden zu vermeiden und Wirtschaftswachstum über wettbewerbsfeindliche Vorschriften zu stellen.

Die neue Trump- Regierung und der republikanische Kongress werden diesem Ansatz zweifellos folgen.

Link: https://www.cfact.org/2024/12/11/avoiding-self-inflicted-trade-and-economic-wounds/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Begrenzung der Bedrohung von Meeressäugern schränkt Offshore-Windkraft ein

David Wojick

Vor der Genehmigung der Offshore-Windenergie genehmigte die NOAA im Rahmen des Gesetzes zum Schutz der Meeressäuger (Marine Mammal Protection Act, MMPA) routinemäßig die Belästigung einer großen Anzahl von Walen durch Lärm. Neue Forschungsergebnisse von Professor Apostolos Gerasoulis zeigen, dass diese Belästigung zum Tod vieler Wale führt.

Es ist zum Beispiel bekannt, dass sie Taubheit verursachen, was leicht tödlich sein kann. Aber Belästigung muss nicht unbedingt zu Taubheit führen, um den Tod zu verursachen. Offshore-Windkraftanlagen, die sich über eine Fläche von hundert Quadratmeilen oder mehr erstrecken, werden in der Regel in Gebieten mit geringem Schiffsverkehr und hohem Verkehrsaufkommen in der Nähe errichtet. Die Belästigung kann einfach dazu führen, dass die Wale das verkehrsarme Gebiet meiden und mehr Zeit im dichten Schiffsverkehr verbringen, was zu einer Zunahme der tödlichen Kollisionen führt.

Gleiches gilt für wenig oder stark genutzte Fischereigebiete, in denen das Ausweichen zu mehr Verwicklungen führt. Schiffsanprall und Verfangen sind die beiden Hauptursachen für den Tod von Walen. Ironischerweise behaupten die Befürworter der Windkraft, dass die Zunahme von Schiffskollisionen und Verwicklungen beweist, dass die Windkraft nicht die Ursache für erhöhte Todesraten ist, obwohl dies eigentlich ein starker Beweis gegen die Windkraft ist.

Die eindeutige Lösung bzgl. des Tötens von Walen besteht darin, die Zahl der Genehmigungen für Bedrohungen stark einzuschränken. Mit diesen sehr begrenzten Genehmigungen können nur sehr wenige neue Offshore-Windprojekte gebaut werden. Das sollten sie auch nicht, da sie Wale töten. Für jedes Projekt ist eine große Anzahl von Genehmigungen erforderlich, so dass eine drastische Verringerung der Anzahl der Genehmigungen die Zahl der Offshore-Windprojekte gleichlaufend mit der Zahl der getöteten Wale drastisch reduziert.

Am einfachsten ist es, die Gesamtzahl der Windkraftgenehmigungen zu begrenzen, die für eine bestimmte exponierte Population erteilt werden. Dies ist vergleichbar mit der Begrenzung der Emission gefährlicher Schadstoffe. Man könnte sogar ein „Cap and Trade“-Programm einführen, bei dem sich Entwickler um Genehmigungen bewerben, so wie sie sich jetzt um Pachtverträge bewerben. Das 1990 eingeführte Programm zur Begrenzung der Schwefeldioxidemissionen von Kraftwerken ist ein naheliegendes Beispiel.

Wenn die kumulative Belästigung auf etwa 10 % der exponierten Population einer bestimmten Walart begrenzt wäre, würde dies die Entwicklung der Offshore-Windenergie stark einschränken. So wie es jetzt ist, summieren sich die kumulativen genehmigten Beeinträchtigungen durch mehrere Projekte oft auf ein Vielfaches der exponierten Population. Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel für die hartnäckige Weigerung von BOEM und NOAA, eine kumulative Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen.

Dies gilt insbesondere für den stark gefährdeten Nordatlantischen Glattwal mit einer geschätzten Population von nur 340 Tieren, die dem gesamten Offshore-Windpark ausgesetzt sind, da sie entlang der gesamten Küste wandern. Zehn Prozent dieser Population sind 34 Belästigungen ausgesetzt, und einige Projekte nähern sich dieser Zahl individuell an.

Im Rahmen dieses Programms zur Begrenzung der Belästigung sollten die zahlreichen bestehenden Genehmigungen für Projekte, die noch nicht im Bau sind, widerrufen und der Begrenzung unterworfen werden. Die Obergrenze könnte auch für im Bau befindliche Projekte gelten, die ihre Genehmigungen noch nicht ausgeschöpft haben.

Die Obergrenze sollte auch für alle gefährdeten und geschützten Arten gelten, nicht nur für Wale. Die Genehmigungszahlen können viel höher sein als die für Wale. Das riesige Projekt von Dominion vor der Küste Virginias beispielsweise ist trotz der Bedrohung von über 50.000 Delfinen genehmigt und steht zwei Jahre vor der Fertigstellung.

In diesem Zusammenhang sind noch einige andere Faktoren der Bedrohungb wichtig. Erstens beziehen sich alle bisherigen Genehmigungen auf Belästigungen während der Bauphase. Bisher ist noch kein Projekt im Netzmaßstab in Betrieb genommen worden, und die NOAA behauptet, dass es keine betrieblichen Belästigungen geben wird. Andere haben argumentiert, dass es im Betrieb zu Belästigungen kommen wird, und wenn dies der Fall ist, wird die Obergrenze den Betrieb einschränken.

Zweitens stellen die Standorte für schwimmende Windkraftanlagen, die jetzt vor Kalifornien, Maine und Massachusetts gepachtet wurden, eine neue Form der tödlichen Belästigung dar, die entweder drastisch eingeschränkt oder einfach verboten werden muss. Dabei handelt es sich um das unglaubliche 3D-Netz aus Hunderten bis Tausenden von Verankerungsleinen, die den Ozean füllen, um die Hunderte von riesigen Turbinenschwimmern an ihrem Platz zu halten. Das MMPA definiert Belästigung als alles, was bei geschützten Säugetieren eine Verhaltensänderung hervorruft, und diese Verankerungsleinen verursachen genau das. Außerdem besteht die Gefahr, dass sie sich verheddern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Lösung für die Belästigung von gefährdeten Walen durch Windkraftprojekte einfach ist: Begrenzung der zulässigen Belastung.

Link: https://www.cfact.org/2024/12/09/capping-marine-mamma-harassment-constrains-offshore-wind/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Amazonas-Regenwald ist eine Wolken-Maschine!

Cap Allon

Der Amazonas-Regenwald erweist sich als weitaus einflussreicher für das Klima auf unserem Planeten als bisher angenommen.

Jüngste, in Nature veröffentlicht Forschungsergebnisse haben lang gehegte Annahmen über die Rolle von Isopren – einem Kohlenwasserstoff, der von Pflanzen weltweit in großen Mengen freigesetzt wird – ins Wanken gebracht. Wissenschaftler hatten Isopren lange Zeit als irrelevant für die Wolkenbildung in der oberen Atmosphäre abgetan. Da es hochreaktiv ist und unter Sonnenlicht innerhalb von Stunden zerfällt, ging man davon aus, dass es niemals die Höhen erreicht, in denen sich Wolken bilden, und daher wurde es in den Klimamodellen getrost ignoriert – ein (weiteres) katastrophales Versäumnis.

Jedes Jahr setzen Pflanzen 500-600 Millionen Tonnen Isopren frei, wobei allein der Amazonas für ein Viertel dieser Emissionen verantwortlich ist. Tagsüber reagieren Hydroxylradikale in Bodennähe mit Isopren und bauen es ab. Doch nachts wirken die Gewitter über dem Regenwald wie industrielle Staubsauger und saugen das Isopren in die obere Troposphäre, bis zu 15 Kilometer über dem Boden. Hier, in der kalten Luft mit Temperaturen regelmäßig unter -30 °C macht das Isopren eine Umwandlung durch. Durch die Reaktion mit blitzbedingten Stickoxiden entstehen Aerosolpartikel, d. h. Wolkenkeime, die schließlich groß genug werden, um die Bildung von Regenwolken zu katalysieren.

Darstellung des Isoprentransports, der chemischen Reaktionen und der Prozesse der Wolkenbildung in der oberen Atmosphäre [Nature]

Jahrzehnte lang haben Klimamodelle simuliert, dass es diesen Prozess nicht gibt. Forscher am CLOUD-Experiment des CERN haben ihn nun im Detail jedoch bestätigt.

Wenn das Sonnenlicht zurückkehrt, reagiert das eingefangene Isopren mit Hydroxylradikalen, aber in der kalten oberen Troposphäre unterscheidet sich die Chemie grundlegend von dem, was in Oberflächennähe geschieht. Es entstehen hochgradig kondensierbare Verbindungen wie Schwefelsäure und Jodsäure, die sich zu Nanopartikeln zusammenballen. Selbst Spuren von Schwefelsäure und Jodoxosäuren, die in der Atmosphäre natürlich vorkommen, beschleunigen die Partikelbildung um den Faktor 100. Es hat sich gezeigt, dass diese Aerosole schnell zu einer Größe anwachsen, welche die Wolkenbildung begünstigt, was unser Verständnis der Strahlungsbilanz des Planeten grundlegend verändert – das Zusammenspiel von absorbiertem Sonnenlicht und in den Weltraum zurückgeworfener Wärme.

Die Auswirkungen können nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Hohe Konzentrationen von Aerosolen über dem Amazonas geben Wissenschaftlern seit Jahrzehnten Rätsel auf. Die neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass diese aus Isopren bestehenden Partikel durch Höhenwinde Tausende von Kilometern transportiert werden. Sie beeinflussen die Wolkendecke weit über den Regenwald hinaus und wirken sich sogar auf maritime Wolkensysteme aus.

Je nach Art und Höhe der Wolken reflektieren sie entweder das Sonnenlicht und kühlen die Erde ab oder speichern die Wärme und erwärmen sie. Die Erkenntnis, dass riesige Mengen wolkenbildender Aerosole in den Klimamodellen nicht berücksichtigt wurden, entkräftet wichtige und lange gültige Annahmen über die Klima-Sensitivität der Erde. Seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten, wurden die Klimamodelle mit Datenmüll gefüttert. Sie haben die Aerosolproduktion in der vorindustriellen Atmosphäre unterschätzt und die Rolle der Wälder bei der Wolkenbildung nicht berücksichtigt.

Der CERN-Forscher Jasper Kirkby bringt es auf den Punkt: „Isopren stellt eine riesige Quelle biogener Partikel sowohl in der heutigen als auch in der vorindustriellen Atmosphäre dar, die derzeit in der Atmosphärenchemie und in Klimamodellen fehlt.“

Wälder wie der Amazonas sind für die Wolkenbildung von entscheidender Bedeutung, doch diese Rolle wird in den unzureichenden Modellen ignoriert. Die Entwaldung, ein „Aushängeschild“ für den Klimawandel, mag tatsächlich zur Erwärmung beigetragen haben – aber nicht in der behaupteten Weise. Die Schuld wird blindlings auf CO₂ geschoben, was ein falsches Narrativ verstärkt, während eine kritische Rückkopplungsschleife übersehen wird: Mehr CO₂ fördert das Wachstum der Wälder, wodurch mehr Wolken entstehen, die den Planeten möglicherweise abkühlen oder zumindest einer gewissen Erwärmung entgegenwirken.

Wieder einmal stellt sich CO₂ als zweitrangiger Akteur heraus, aber kaum als der „Klimakontrollknopf“.

Die neuen Forschungsergebnisse machen das Ausmaß dieser Fehleinschätzung deutlich. Indem sie die Gefrierbedingungen der oberen Troposphäre in einer kontrollierten Kammer reproduzierten, haben sie die genauen Reaktionen ermittelt, die für das schnelle Aerosolwachstum verantwortlich sind. Ihre Ergebnisse bestätigen, dass selbst chemische Spuren in der Atmosphäre, die lange Zeit übersehen worden waren, eine entscheidende Rolle bei der Wolkenbildung spielen.

Die beteiligten Forscher geben sich optimistisch, dass ihre Arbeit „die Klimamodelle verbessern“ wird, aber es ist ehrlicher zuzugeben, dass die Modelle in den meisten Punkten – nicht nur bei den Wolken – katastrophal falsch lagen und auch weiterhin liegen werden, weil sie von außen gesteuert werden. Die Wolkenbildung vorantreibende Prozesse – entscheidend für das Verständnis der globalen Temperatur – wurden einfach nicht berücksichtigt. Das ist kein kleines Versehen, sondern ein systemisches Versagen.

Anstatt davon auszugehen, dass die Wälder dort wachsen, wo der Regen fällt, müsste es eher heißen, dass der Regen dort fällt, wo die Wälder wachsen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/mumbais-lowest-temp-in-a-decade-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Regierungen finanzieren Kampagne zur Unterdrückung von Dissens-Stimmen bzgl. der offiziellen Klima-Doktrin!

Cap Allon

„Die Wissenschaft widersetzt sich von Natur aus der Zensur. Das Streben nach Wissen erfordert Gedanken- und Meinungsfreiheit.“

Immer mehr westliche Regierungen, die ihren Ruf als standhafte Verfechter der elitären Orthodoxie festigen wollen, finanzieren eine globale Kampagne, die darauf abzielt, abweichende Stimmen zur offiziellen Klima-Doktrin zu unterdrücken.

Diese Initiative, die von den Vereinten Nationen und der UNESCO unter dem Banner der Global Initiative for Information Integrity on Climate Change (Globale Initiative für Informationsintegrität zum Klimawandel) inszeniert wird, ist die jüngste autoritäre Salve in einem langen Krieg gegen Meinungsfreiheit und intellektuelle Forschung. Die Kampagne, offiziell unterzeichnet während des G20-Gipfels in Brasilien zielt darauf ab, Nichtregierungsorganisationen (NRO) zu finanzieren, um so genannte „Desinformationen“ aufzuspüren und Propaganda zu fördern, die sich als „öffentliches Bewusstsein“ tarnt.

Laut der UN-Spin-Doktorin Melissa Fleming geht es darum, „toxische Informations-Ökosysteme“ zu bekämpfen, was übersetzt so viel bedeutet wie „alles, was das Narrativ der globalen Elite in Frage stellt“.

Da dieses Narrativ gescheitert ist, wirkt diese jüngste Kampagne wie ein verzweifelter, letzter Versuch, abweichende Meinungen zu ersticken und die wissenschaftliche Integrität zu untergraben. Seit Jahrzehnten gehen die Klima-Alarmisten mit einem ständigen Strom von längst widerlegten Weltuntergangs-Prophezeiungen, manipulierten Daten und absurden Zuschreibungen jedes Regentropfens zur anthropogenen globalen Erwärmung hausieren. Diese Scharade, die durch einen „Konsens“ gestützt wird, der eher auf politischer Einschüchterung als auf rigorosen Debatten beruht, bricht unter dem Gewicht ihrer eigenen Widersprüche zusammen. Die Menschen wachen auf, und ein waches Volk ist ein schreckliches Problem für die fetten Kontrolleure. Angesichts der schwindenden Glaubwürdigkeit – und der jüngsten populistischen Wählerrevolten – ist ihre Reaktion vorhersehbar: Razzien, Zensur und Kampagnen, um Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Um ihre Macht zu erhalten, verwässern Marionettenregierungen wie z. B. die britische die Net Zero-Zusagen oder lösen sie ganz auf. Wir wissen, dass die Versprechen von Net Zero – d. h. Deindustrialisierung und radikale wirtschaftliche Umwälzungen – undurchführbar und offensichtlich zerstörerisch sind, aber für die Technokraten und Ideologen, die dieses Schiff steuern, ist die schiere Unmöglichkeit der Mission kein Fehler, sondern eine Eigenschaft. Kohlenwasserstoffe aus einer modernen Wirtschaft zu entfernen, ist keine Lösung für das Klimaproblem – es ist ein goldenes Ticket für die Kontrolle von oben, das den normalen Bürgern den Luxus nimmt, einfach mal innezuhalten und nachzudenken.

Die Details der Globalen Initiative für Informationsintegrität zum Klimawandel sind absichtlich undurchsichtig, aber es ist klar, dass das Ziel darin besteht, die Zensur im Vorfeld der COP30 in Brasilien zu verstärken. Da die COP bereits als Scharade entlarvt wurde, bei der nichts Substantielles erreicht worden ist, hängt die Zukunft der Veranstaltung wahrscheinlich von der Tagung im nächsten Jahr ab – wenn dann noch die Trump-Regierung die Mittel für Klimainitiativen streicht, wird die Panik unter den globalistischen Eliten spürbar.

Das große Geld ist bei diesen Zensurkampagnen nie weit weg.

Einer der Partner der Initiative ist das International Panel on the Information Environment (IPIE), eine Organisation, die einen soliden Online-Diskurs nicht als gesunde Meinungsfreiheit, sondern vielmehr als „Krise“ und „existenzielle Bedrohung“ betrachtet. Das IPIE, finanziert von der Children’s Investment Fund Foundation von Sir Christopher Hohn und anderen von Milliardären unterstützten Organisationen, tarnt seine autoritäre Agenda unter dem Deckmantel der Neutralität, während seine wahre Aufgabe darin besteht, unbequeme Wahrheiten unter dem Deckmantel der Bekämpfung des uralten Feindes „Desinformation“ zum Schweigen zu bringen.

Ein weiterer Partner ist die ebenso zwielichtige Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Deren Generalsekretärin Celeste Saulo erklärt, dass der Kampf gegen „Desinformation“ ein moralisches Gebot sei, und ignoriert dabei das Problem mit den WMO-Daten, die bekanntermaßen voller Ungenauigkeiten sind – etwa wenn man den UHI-Effekt (Urban Heat Island) ignoriert und die globalen Temperaturwerte auf ein Hundertstel Grad genau veröffentlicht.

Bei der Beteiligung der IPIE und der WMO an dieser Kampagne geht es nicht um den Schutz der Wissenschaft, sondern darum, sich vor einer Überprüfung abzuschirmen, das Narrativ zu schützen und ihre Finanzströme zu sichern.

Professor Richard Lindzen von Harvard und dem MIT argumentiert seit langem, dass diese globale Klimahysterie das Ergebnis einer Koalition mächtiger Sonderinteressen ist, die sich eine fehlerhafte Logik und unerbittliche Propaganda zunutze machen. Künftige Historiker werden sich wundern, wie die Welt davon überzeugt werden konnte, CO₂ – das Lebenselixier der Pflanzen – als ein den Planeten zerstörendes Gift zu behandeln. Dies, so warnt Lindzen, wird als eines der größten Massenwahns in die Geschichte der Menschheit eingehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/russia-in-the-freezer-india-chills?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Künstliche Beweihräucherung von KI-Wettermodellen

Joe Bastardi

Vorbemerkung des Übersetzers: Hier befasst sich Joe Bastardi (erfahrener Synoptiker wie ich selbst) mit etwas, das jüngst durch alle Medien ging: Der Verbesserung der Wettervorhersage durch KI. Der entsprechende Beitrag steht hier, und er erhielt viele Anfragen dazu. – Ende Vorbemerkung

Zunächst einmal glaube ich, dass künstliche Intelligenz die Wettervorhersage verbessern wird. Die derzeitigen Modelle sind wahrscheinlich gut genug, um in etwa 90 % der Fälle eine Woche vorauszuplanen. Aber das bedeutet, dass sie in einem Jahr vielleicht 30 Mal, also in 10 % der Fälle, falsch liegen. Und ich meine, völlig falsch. Jemand, der Geld investiert, kann eine Menge Geld verdienen, wenn er oder sie sich in 90 % der Fälle an die Vorhersage hält, aber die 10 % der Zeit heraussuchen kann, in denen die Vorhersage falsch sein wird. Mein Unternehmen hat gerade eine Vorhersage vom September erstellt, die auf sorgfältigen Hurrikan-Analogien basiert, die wir verwenden, und die besagt, dass es zu Beginn des Winters sehr kalt sein wird, wie wir gerade gesehen haben. Doch die Klimamodelle sahen das in 3 Wochen immer noch nicht. Und auch die gepriesene KI nicht. Sie reicht bis zu 15 Tage in die Zukunft, aber bis etwa 8 bis 10 Tage vorher hat sie nicht erkannt, was wir unseren Kunden schon im September gesagt hatten. Auch die Hurrikane wurden erst erkannt, als sie schon da waren waren, also lange nachdem wir am 8. September diesen Tweet abgesetzt hatten. Und der Autor behauptet, dass die KI das bis zu 15 Tage im Voraus kann.

Dies war das Euro-Ensemble. Es hatte nicht einen Hurrikan im Plan, aber hatte die Verteilung von Niederschlag, Luftdruck und Vertikalbewegungen für einen Zeitraum von 15 Tagen. Die AI hatte keine einzelnen Sturm, aber das Muster abgestimmt gegen die früheren Wetterlagen, von denen sie sagten, sie würden kommen.

Aber wie konnte es sehen, es geht nur bis 15 Tage in den ersten Platz (das KI-Modell). Jedoch, wenn diese KIN einen Hurrikan in einem Lauf an einem bestimmten Ort zeigt und im nächsten an einem ganz anderen Ort, dann ist das nicht etwas, das genau ist. Man kann nicht einfach 15 Vorhersagen machen und dann entscheiden, welche richtig war. Die meisten Leute, die behaupten, sie seien Meister, sind wahrscheinlich keine alltäglichen globalen Meteorologen, die überall nachschauen müssen, damit sie wissen, wann und wo die Modellierung falsch ist.

Ich will damit sagen, dass es eine Menge Propaganda über KI gibt. Und wie bei vielen Propagandamitteln in den heutigen Medien gibt es auch hier Elemente der Wahrheit, die dazu dienen, uns die Ausweitung, auf die sie hinweisen wollen, glauben zu machen. Der jüngste Barrons-Artikel ist ein Klassiker. Er zeigt keine der Verifizierungsergebnisse. Er behauptet die Beherrschung bis zum 15. Tag. Jeder Meteorologe, der die KI-Modelle beobachtet – und es gibt mehrere KI-Modelle, die viermal täglich veröffentlicht werden – weiß, dass sie genauso unberechenbar sind wie die aktuellen Modelle. Ein klassisches Beispiel war letztes Jahr, als ein KI-Modell den Hurrikan Lee in einer Woche über die Narragansett Bay ziehen sah. Nun, Hurrikan Lee bewegte sich schließlich 640 km östlich von Providence. Was sie aber anwenden werden, ist das, was wir selektive Überprüfung nennen. Sie picken sich das Richtige und das Falsche heraus und verschweigen Ihnen das Falsche. Stellen Sie sich vor, es gibt vier Vorhersagen pro Tag, und sagen wir, es ist Tag 10. Das bedeutet, dass Sie bis zu diesem Zeitpunkt 40 Versuche haben, es richtig zu machen. Wenn es 15 Tage sind, sind es 60 Versuche. Wenn es 5 KI-Modelle gibt, sind das 300 Versuche. Sicherlich muss eines davon einmal richtig liegen. Ein Meteorologe, der das Wetter für den 10. Tag vorhersagen muss, sollte es für seine Kunden besser richtig machen. Die große Herausforderung bei der Wettervorhersage besteht darin, dass man die Vorhersage treffen muss, sonst wird man von den Kunden nicht bezahlt.

Es gibt Bestrebungen, die Vorhersagen des privaten Sektors abzuschaffen. Es wird zwar nicht öffentlich gesagt, aber seit Accuweather auf der Bildfläche erschienen ist, findet ein stiller Kampf statt, weshalb sich die Leute so sehr gegen die Nominierung von Accuweather-CEO Barry Myers als Direktor der NOAA gewehrt haben. Barry hätte eine große Gehaltskürzung hinnehmen müssen, um NOAA-Chef zu werden. Wenn es ihm nur um sich selbst ginge, warum sollte er das tun? Aber Tatsache ist, dass Accuweather, ob man es nun liebt oder hasst, für den NWS zu einem großen Ärgernis wurde, weil der Gründer von Accuweather Dr. Joel Myers dachte, wenn er die besten Meteorologen unter einem Dach versammeln könnte, könnte er das Wetter im ganzen Land effizient und genau vorhersagen und damit Profit machen. Natürlich war das, was Barry durchmachte, nichts im Vergleich zu dem, was wir heute mit einigen der Kandidaten erleben. Aber jetzt würde der KI-Vorstoß mit der Zeit alle privaten Stimmen ausschalten, wenn man die Menschen davon überzeugen kann, dass sie immer Recht haben, Das ist der Grund, warum die meisten Wetterdienste jetzt wirklich Medien und Datenverteiler sind und nicht mehr die guten alten Meteorologen, die sich über 2 Grad an einem Tag mit 5 Grad Höchsttemperatur in New York stritten oder darüber, ob es in Atlanta Schneegestöber geben würde (die guten alten, politisch nicht unkorrekten Tage waren Zeiten, die ich sehr schätze).

Menschen, für welche das Eintreffen einer Vorhersage ihre Lebensaufgabe war, würden dafür jeden Hügel erklimmen. Eines Tages wird mein Opus „Aus Liebe zum Wetter“ davon handeln. Wie kann man also die privaten Stimmen bzgl. Wetter und Klima aus der Welt schaffen? Indem man einfach alle davon überzeugt, dass etwas immer richtig ist und nicht übertroffen werden kann. Schon in den 80er/90er Jahren propagierte das Hurricane Center diese Idee einer Einheitsfront in den Medien.
Mit anderen Worten: Sagt einfach, was wir sagen, denn wir wollen keine Verwirrung. Es ist egal, dass jemand außerhalb des Hurrikanzentrums vielleicht die richtige Antwort vor dem Hurrikanzentrum hatte. Das heißt nicht, dass sie jetzt so sind. Ich glaube, sie haben erkannt, dass sie die vielen Informationen, die es gibt, für ihre Vorstellungen nutzen können. Ich tue das Gleiche. Wenn ich sehe, dass jemand eine Meinung hat, die meine in Frage stellt, überprüfe ich, ob er Recht hat. Auch wenn ich gelegentlich mit dem Hurricane Center nicht einverstanden bin, finde ich es toll, was sie tun und wie viele Informationen verbreitet werden – wenn man ihnen wirklich zuhört. Aber der springende Punkt ist, dass, wenn man nur eine Autorität hat und man es mit einem unendlichen System zu tun hat, man die Möglichkeit ausschließt, dass jemand anderes als diese Autorität die richtige Antwort hat.

Der wirklich aufschlussreiche Teil des Artikels, der in Barrons erschienen ist und bei dem sich der Autor sicherlich nicht mit mir als dem ältesten und erfahrensten globalen Prognostiker des privaten Sektors in Verbindung gesetzt hat, besteht darin, dass er darauf hinweist, dass es äußerst wichtig ist, dass die KI so gut ist, weil der vom Menschen verursachte Klimawandel zu mehr extremen Wetterlagen führt. Und das ist der Punkt, an dem sie ihre Hand erheben. Zunächst einmal ist extremes Wetter sehr gut für mein Geschäft. Und da man mir vorwirft, dass ich immer auf der Suche nach extremen Wetterlagen bin, sollte man meinen, dass jemand wie ich extreme Wetterlagen befürwortet. Ehrlich gesagt ist das Wetter meistens langweilig. Es ist langweiliger, als es in den 30er, 40er und 50er Jahren war. Mir ist klar, dass ich ein großer Wetterfan bin, und es macht mir Spaß, mir vergangene Wetterereignisse anzuschauen, aber wenn man zurückgeht und sich die verfügbaren Karten ansieht, fragt man sich, wie zum Teufel das mit den extremen Ereignissen in den 30er, 40er und 50er Jahren möglich war. Aber glauben Sie, der Autor hat sich das angeschaut? Nein, natürlich nicht. Also denken Sie einmal darüber nach.

Das Wetter ist im Grunde ein unendliches System. Wir haben eine Datenbank mit Wetterereignissen, die bereits stattgefunden haben. Aber wir messen sie nicht auf die gleiche Weise, wie wir sie jetzt messen, so dass die Eingabe vergangener Wetterereignisse in ein KI-Modell sofort in Frage gestellt werden muss. Außerdem ist die Rückkopplung aufgrund der Erwärmung des Planeten, die meines Erachtens weitgehend natürliche Ursachen hat, anders als früher. Damit meine ich, dass mehr verfügbare Energie zu einem anderen Ergebnis führt als weniger verfügbare Energie. Es besteht eine größere Chance für eine Reaktion, die sich von der vor 40 Jahren unterscheidet, NICHT SCHLECHTER ODER MEHR, und zwar sowohl bei extremen Wetterereignissen als auch bei weniger extremen. Was ist, wenn WENIGER EXTREME Ereignisse immer häufiger auftreten? Keiner führt darüber Buch. Und was ist weniger extrem? Niemand schreibt ein Buch über all das schöne Wetter, das es gibt, nur über schlechtes Wetter, und gibt dann dem vom Menschen verursachten Klimawandel die Schuld. Aus diesem Grund ist es für jedes Modell sehr schwierig, vergangene Ereignisse zu betrachten und eine genaue Antwort darauf zu finden. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Angenommen, das KI-Modell sagt, dass der Hurrikan Milton 30 km nördlich der Tampa Bay auftreffen wird und nicht 30 km südlich davon. Das ist zwar nur ein 60-km-Fehler, aber wahrscheinlich ein zusätzlicher Fehler von 50 Milliarden Dollar. Und warum? Weil ein Sturm, der 30 km südlich der Tampa Bay auftrifft bedeutet, dass keine 4,5 m hohe Sturmflut die Bucht hinaufzieht, was die Situation noch viel schlimmer gemacht hätte. Ich habe mir die AI-Modelle angesehen, und fünf Tage vorher gab es eine Gruppe von Stürmen, die 30 km nördlich von Tampa einschlugen. Es gab also Modellläufe, die einen Fehler von 50 Milliarden Dollar machten. Ist das praktisch gesehen Genauigkeit? Und glauben Sie mir, man kann die Skill-Scores bei der Modellierung sehr, sehr gut aussehen lassen. Es gab verschiedene Verfahren, auf die ich hier nicht näher eingehen werde.

Aber letztendlich sollten Sie vorsichtig sein. Man hat Ihnen in den letzten 10 Jahren eine Rechnung nach der anderen aufgemacht, und das hier ist ein weiteres Beispiel dafür. Es enthält zwar Elemente der Wahrheit, ist aber eine einseitige Darstellung. Die Ergebnisse in den Klassenzimmern unterscheiden sich erheblich von denen der realen Welt.

Link: https://www.cfact.org/2024/12/08/artificial-praise-for-ai-weather-models/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE