Kältereport Nr. 37 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Zwar wirft der kommende Winter auf der Nordhalbkugel schon seine ersten Schatten voraus, doch liegt der Schwerpunkt noch auf der Südhalbkugel. Vor allem in der Republik Südafrika scheint es wirklich extrem zu sein, das Land taucht gleich mehrmals in den Meldungen auf. In den MSM wird das natürlich übergangen – dort wartete man mit einer Meldung über einen Rekordsommer in Südosteuropa auf. Nun ja, beides ist Wetter und nicht Klima…

Meldungen vom 23. September 2024:

Starke September-Schneefälle in Südafrika

Außergewöhnlich starke Schneefälle haben am Samstag die höheren Lagen Südafrikas zugeschüttet, so dass Autofahrer in einigen Teilen des Landes in bis zu 2 m hohen Schneewehen festsaßen.

Der Sturm, einer der heftigsten der letzten Zeit, betraf mehrere Provinzen, darunter Ostkap, KwaZulu-Natal, Free State und Gauteng. Die N3-Mautstraße, eine wichtige Autobahn zwischen Johannesburg und Durban, wurde von Estcourt in KwaZulu-Natal bis Harrismith im Freistaat gesperrt, machte doch der hohe Schnee die Straßen unpassierbar.

Dazu gibt es auch dieses Video.

Die Meteorologen vor Ort warnen vor weiterem Schnee in den kommenden Tagen, da sich das südliche Afrika offenbar nicht entscheiden kann, in welcher Jahreszeit es sich befindet. In der nächsten Woche ist mit einem weiteren antarktischen Vorstoß zu rechnen, wobei die kälteste Luft für Montag, den 30. September, erwartet wird.

Der Vorgang war so extrem, dass er sogar Eingang in den Alarmisten-Blog wetteronline.de fand, und zwar hier.

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Rekord-Zunahme des arktischen Meereises

Es sieht so aus, als wäre der einwöchige Stillstand des polaren Meereises vorbei, und zu niemandes Überraschung zeigen die wieder aufgenommenen Daten einen Rekordzuwachs für den Monat September. Ich wäre nicht überrascht, wenn „Zuwächse über ein bestimmtes Volumen“ eine manuelle „Inspektion“ auslösen.

[NSIDC]

Das arktische Meereis wächst derzeit in bemerkenswertem Tempo und hat in den ersten drei Septemberwochen in dieser Hinsicht neue Rekorde aufgestellt. Zum ersten Mal in der aufgezeichneten Geschichte ist die arktische Meereisfläche in diesem Zeitraum um mehr als eine Million Quadratkilometer gewachsen.

Die nachstehende Grafik zeigt das beispiellose Wachstum für diese Jahreszeit in Satellitendaten, die bis in die späten 1970er Jahre zurückreichen:

[Grafik erstellt von Tony Heller]

Auch das arktische Meereis hat nun sein jährliches Minimum erreicht (4,280 Millionen km² am 11. September). Seine Ausdehnung war größer als in den Jahren 2007, 2012 (26% höher), 2016, 2019, 2020 und 2023.

Die beiden „wärmsten Jahre in der Geschichte“ (> +1,5°C) hatten keinerlei Auswirkungen auf das arktische Meereis.

Wie in der Graphik gezeigt: der Artikel ist vor 12 Jahren erschienen. Demnach hätte die Arktis also spätestens im Jahre 2016 eisfrei sein müssen. Cap Allon kann sich diese Bemerkung dazu nicht verkneifen:

Diese „gute Nachricht“ wird in den Medien Ihrer freundschaftlichen Nachbarschaft natürlich nicht erwähnt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-september-snow-sweeps-south?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 24. September 2024:

Südafrikanischer Schneesturm fordert Todesopfer

Nach dem seltenen und heftigen Schneesturm, der Südafrika am Wochenende heimsuchte, wurden die Rettungsarbeiten entlang der Mautstraße N3 bis Montag fortgesetzt.

Schneeverwehungen bis zu zwei Metern Höhe haben die Autofahrer mehrere Nächte lang blockiert, vor allem zwischen KwaZulu-Natal [KZN] und dem Free State, und die Rettungskräfte waren ununterbrochen im Einsatz, um die Straßen zu räumen und den Eingeschlossenen zu helfen. Der amtierende Premierminister von KZN Thembeni Madlopha-Mthethwa sagte, mindestens zwei Menschen seien an Unterkühlung gestorben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-african-snowstorm-turns-deadly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 25. September 2024:

September-Schnee in Lappland

Lappland erwachte am Dienstagmorgen mit dem ersten Schnee der Saison. In Kilpisjärvi in Enontekiö fielen 3 cm – der erste Schneefall in Lappland fällt normalerweise erst im Oktober.

Nach den Kriterien des Finnischen Meteorologischen Instituts müssen bis 9 Uhr morgens an einer Wetterstation mindestens ein Zentimeter Schnee auf dem Boden gemessen werden, damit die Flocken offiziell als „erster Schnee“ anerkannt werden. Kilpisjärvi hat diesen Schwellenwert problemlos erreicht.

In anderen Gebieten im Nordwesten Finnisch-Lapplands gab es starken Schneeregen, der den frühen Wintereinbruch noch verstärkte.

Für Mittwoch wird weiterer Schnee vorhergesagt.

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Ein weiterer antarktischer Einbruch droht im südlichen Afrika

Die jüngsten Kälte- und Schneefälle in Südafrika scheinen nur ein Vorgeschmack auf das zu sein, was noch kommen wird.

Die neuesten GFS-Läufe simulieren einen erheblichen Vorstoß antarktischer Luft, die im Laufe dieser Woche das gesamte Land erfasst, wobei sich die Kälte ungewöhnlich weit nach Norden bis nach Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia und sogar nach Sambia und Angola ausdehnt.

Die nachstehende Schneekarte für das südliche Afrika (electroverse.space/climate – frei zugänglich) zeigt, dass diese Frühjahrsschneefälle (rote Linie) in jüngster Zeit beispiellos sind (Daten bis 2005):

Der Schnee hat den Alltag in Teilen Südafrikas zum Erliegen gebracht und am Wochenende mindestens zwei Menschenleben gefordert.

„Wir sind traurig über den Verlust von Menschenleben; ein Todesfall ist einer zu viel“, sagte der stellvertretende Umweltminister des Landes, Narend Singh. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen und allen Menschen, die in den schneebedeckten Teilen des Landes eingeschlossen sind.“

Diese jüngste antarktische Luftmasse, die von Sonntag bis Montag anhalten soll, wird voraussichtlich historisch niedrige Temperaturen für diese Jahreszeit und zusätzlichen Schnee bringen.

Das Anhalten solch ungewöhnlicher Kaltfronten trägt zu einer der bedeutendsten Kälteperioden seit Jahrzehnten im südlichen Afrika bei, und sowohl die Wirtschaft als auch die Landwirtschaft müssen sich auf weitere Herausforderungen gefasst machen.

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Oktober-Schnee in den australischen Alpen

Weitere Meldungen von der Südhalbkugel: Auch Australien ist auf dem besten Weg, einen oder zwei antarktische Kaltlufteinbrüche abzubekommen.

Die Temperaturen werden innerhalb von 24 Stunden um 20°C fallen, wenn eine antarktische Luftmasse den größten Teil des Kontinents erfasst:

GFS 2 m Temperaturanomalien (°C) am 25. September 2024 [tropicaltidbits.com].

Die Kaltfront wird vielen Menschen im Südosten Regen und den höheren Lagen der Region starken Schneefall bringen.

In Sydney könnten die Höchstwerte bis Donnerstag Nachmittag bis 10°C sinken. Das Bureau of Meteorology (BoM) hat davor gewarnt, dass es dabei zu starken Regenfällen und Überschwemmungen im nördlichen New South Wales kommen könnte.

Starke, aus der Antarktis kommende Südwinde werden eisige Luft nach Tasmanien, Victoria und New South Wales blasen und die Schneefallgrenze in Victoria unter 1.000 Meter und in Tasmanien in die Nähe des Meeresspiegels sinken lassen.

Schneefall wird auch in alpinen Gebieten wie Cooma, Jindabyne und den Southern Tablelands erwartet.

Der Schnee soll bis in den Oktober hinein anhalten, was für Australien relativ selten ist. Es bleibt abzuwarten, wie tief die Ansammlungen reichen und wie tief die Flocken fallen, aber neue Rekorde sind auf jeden Fall greifbar.

https://electroverse.substack.com/p/september-snow-in-lapland-another?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 26. September 2024, diesmal mehr in Gestalt eines Rundumblicks:

Schnee auf beiden Hemisphären

Während die Skisaison auf der Südhalbkugel zu Ende geht, beginnt dieselbe auf der Nordhalbkugel auf beeindruckende Weise.

Zunächst in den Süden Australiens. Dort dachte man schon, die Saison sei vorbei, und Perisher, das größte Skigebiet des Landes, schloss früher als geplant, nachdem der restliche Schnee geschmolzen war. Doch in dieser Woche zieht überraschende Frühlingsjälte auf, wobei es laut Vorhersage Ende September/Anfang Oktober in Tasmanien und auf den Gipfeln von Victoria und Neusüdwales schneien soll.

Die neuseeländischen Skigebiete halten durch und kämpfen mit schwankenden Temperaturen, die zu klassischen Frost-Tau-Bedingungen führen. Mt. Hutt hat die höchste Schneedecke des Landes, während Cardrona und Coronet Peak über 90 % ihrer Skigebiete geöffnet halten können.

Der Schnee in Australien und Neuseeland ist nach dem Rekordhoch von Mitte September immer noch stabil:

Ausdehnung der Schneedecke in Australien und Neuseeland [electroverse.space/climate]

Auch in Südamerika, z. B. in Chile und Argentinien, sind die letzten Schneefälle zu verzeichnen, die eine der besten Schneesaisons seit Menschengedenken abrunden.

Valle Nevado in Chile verlängerte den Betrieb bis in den späten Oktober hinein, da es das ganze Jahr über immer wieder kräftig geschneit hat. Das argentinische Chapelco, das derzeit die höchste Schneedecke der Welt aufweist, bleibt in Betrieb.

Im südlichen Afrika haben sich die späten Schneefälle als historisch (und tödlich) erwiesen, und für dieses Wochenende werden noch mehr erwartet.

Ausdehnung der Schneedecke im südlichen Afrika [electroverse.space/climate]

Auf der Nordhalbkugel hält der Winter auf spektakuläre Weise Einzug, vor allem in den europäischen Alpen, wo rekordverdächtige 2,5 Meter Schnee im September in vielen Skigebieten, vor allem auf den österreichischen Gletschern, zu frühen Eröffnungen geführt haben.

Auch in Nordamerika ist die Vorfreude auf die Saison groß, denn die ersten Schneefälle in den Bergen sind ergiebig und weit verbreitet – wie zum Beispiel auf dem Crested Butte in Colorado, wo gestern (25. September) 15 cm Schnee gefallen sind:

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Arktisches Meereis verschwindet nicht

„Wenn das wärmste Jahr aller Zeiten keine eisfreien Bedingungen im September hervorbringen kann – wann sonst soll es dazu kommen?“, fragt die Zoologin Dr. Susan Crockford.

Vorläufige Schätzungen gehen davon aus, dass die Mindestbedeckung im Jahr 2024 bei ≈4,28 Mio. km² liegen wird (eine Zahl, die Anfang Oktober bestätigt werden soll). Dies bedeutet, dass der Trend seit 17 Jahren gegen Null geht, was die gängige Behauptung widerlegt, dass steigende CO₂-Werte einen Rückgang des Meereises nach sich ziehen.

Seit August 2007 ist die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre von 382,2 auf 419,7 Teile pro Million gestiegen, wobei die globalen CO₂-Emissionen von 31,1 Milliarden Tonnen auf 37,1 Milliarden Tonnen im Jahr 2021 steigen werden, während das sommerliche Meereis bemerkenswert stabil geblieben ist, erklärt Dr. Crockford.

Im Jahr 2015 argumentierten der prominente Klimawissenschaftler Neil Swart (und seine Kollegen), dass der damalige Nulltrend (2007 bis 2013) auf natürliche Schwankungen zurückzuführen sei. Ihre Modelle räumten zwar die Möglichkeit eines 14-jährigen flachen Trends (2007-2020) ein, hielten dies aber für unwahrscheinlich. Die Tatsache, dass sich diese Pause nun auf 18 Sommer (bis 2024) ausgedehnt hat zeigt dass ihre Modellierung völlig falsch ist.

Der Trend zeigt eine nahezu flache Linie, die in einer rationalen und ehrlichen Welt die seit langem vertretene Auffassung widerlegen sollte, dass der CO₂-Gehalt die Hauptursache für das arktische Meereis ist. Sie sollte alle Befürchtungen über eine drohende „Todesspirale“ zum Schweigen bringen, die wiederum das Aussterben der Eisbären zur Folge hätte – die sich inzwischen prächtig entwickeln (die Zahl der Eisbären ist so groß, dass die Bewohner von Grönland und Island einige von ihnen zu ihrer Sicherheit erschießen müssen).

„Werden [‚Experten‘] jemals den 17 Jahre andauernden Nulltrend beim sommerlichen Meereis anerkennen oder werden sie für immer nur eine gerade Linie von 1979 ziehen und darauf bestehen, dass das sommerliche Meereis immer noch abnimmt?“, fragt Dr. Crockford. „Denn mal ganz im Ernst: Wenn das ‚heißeste Jahr aller Zeiten‘ keine ‚eisfreien‘ Bedingungen im September und das seit langem vorhergesagte Verhungern der Eisbären herbeiführen kann, wie soll es dann weitergehen?“

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-in-both-hemispheres-arctic-sea?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 27. September 2024:

Starke Abkühlung in Europa

In weiten Teilen Europas, vor allem in Mittel- und Westeuropa, war der September bisher kühl, und auf den Gipfeln gab es Rekordschneemengen – ein Zustand, der bis zum Ende des Monats und in den Oktober hinein andauern wird.

Der Kontinent bereitet sich auf einen weiteren frühen Vorgeschmack auf den Winter vor. Eine kräftige Kaltfront wird Skandinavien, UK, Frankreich und Deutschland erreichen und die Temperaturen weit unter die für Ende September üblichen Werte sinken lassen:

GFS 2 m Temperatur-Anomalien für den 28. September [tropicaltidbits.com].

Diese Abkühlung wird von noch mehr Schnee begleitet werden, wobei die jüngsten GFS-Läufe auf den Gipfeln, insbesondere in Skandinavien und den Alpen, weit über einen Meter Schnee ansammeln werden, zusätzlich zu den 2,5 Metern, die letzte Woche in Österreich gefallen sind.

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Südafrika: Aktualisierung

Eine kurze Aktualisierung zu Südafrikas bevorstehendem Kaltluftvorstoß… Die Provinzregierung von KwaZulu-Natal erklärt, dass spezielle Teams in Bereitschaft sind, da für das Wochenende und Anfang nächster Woche ein weiterer heftiger Temperatursturz vorhergesagt wird.

Die Provinzregierung hat außerdem Ingenieure entsandt, um die Auswirkungen der Rekord-Schneefälle der vergangenen Woche auf die Infrastruktur des Landes zu bewerten.

Ausdehnung der Schneedecke in Südasfrika, aktualisiert zum 25. September [electroverse.space/climate]

Link: https://electroverse.substack.com/p/big-cool-down-for-europe-south-africa?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 38 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 27. September 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Strombedarf vs. Grüne Ziele

Steve Goreham

„Die grüne Bewegung fordert die Abschaltung von Kohle- und Gaskraftwerken. Gleichzeitig fordert sie den Umstieg auf Elektrofahrzeuge, elektrische Haushaltsgeräte und grünen Wasserstoff, der mit stromintensiven Elektrolyseuren hergestellt wird. Dies und die KI-Revolution lassen ein Scheitern der so genannten Energiewende befürchten.“

Dreiundzwanzig Staaten haben sich das Ziel gesetzt, bis 2050 auf 100 Prozent saubere Energie umzusteigen. Die Regierungen der US-Bundesstaaten schlagen vor, Kohle- und Gaskraftwerke stillzulegen und Wind- und Solarsysteme einzuführen. Diese Ziele stehen jedoch im Widerspruch zu den Bemühungen um die Förderung von Elektrofahrzeugen, Elektrogeräten und einer neuen Anwendung (KI), welche die Nachfrage nach elektrischer Energie erhöhen wird.

Der Vorstoß für grüne Energie zielt darauf ab, Treibhausgasemissionen zu eliminieren, um die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zu bekämpfen. Führende Persönlichkeiten sagen uns, dass wir ohne eine vollständige Umstellung der Stromversorgung, des Verkehrswesens und der Haushaltsgeräte auf einen Netto-Null-Ausstoß von Kohlendioxid (CO₂) dazu verdammt sind, unter den immer schwerwiegenderen Auswirkungen des Klimawandels zu leiden.

Michigan

So verabschiedete Michigan am 29. Dezember letzten Jahres die Senate Bill 271 als Teil seines „Healthy Climate Plan“. Das Gesetz sieht vor, dass bis 2050 100 Prozent kohlenstofffreier Strom erzeugt werden soll. Michigans Strom wurde 2022 aus Gas (34 %), Kohle (29 %), Kernkraft (22 %) und 12 % aus Wind- und Sonnenenergie erzeugt.

Michigan plant die Schließung von Gas- und Kohlekraftwerken, die 63 % des Stroms liefern, sowie die Stilllegung von Kernkraftwerken. Gleichzeitig will der Staat die Einwohner dazu bringen, auf Elektroautos und Elektrogeräte umzusteigen.

Der Healthy Climate Plan fordert, dass bis 2030 zwei Millionen Elektroautos auf den Straßen unterwegs sind und der öffentliche Nahverkehr mit Elektroantrieb ausgebaut wird. Er fordert den Ersatz von Gasgeräten durch elektrische Wärmepumpen. Heute werden jedoch mehr als drei Viertel der Häuser in Michigan mit Erdgas beheizt. Der Bundesstaat ist auch der größte Nutzer von Propan für die Beheizung von Häusern.

Die Bemühungen um die Einführung von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen werden zu einer steigenden Stromnachfrage führen und in direktem Konflikt mit den Bemühungen um die Schließung von Kraftwerken stehen. Es scheint unmöglich zu sein, dasss Michigans Ziele bzgl. kohlenstofffreien Stromes erreicht werden können.

Im Jahr 2022 wurden 60 Prozent des US-Stroms durch Kohle und Erdgas erzeugt. Etwa 85 Prozent kamen von den traditionellen Erzeugern: Gas (40 %), Kohle (20 %), Kernkraft (18 %) und Wasserkraft (6 %). Nach zwei Jahrzehnten der Subventionierung lieferten Wind- und Solarenergie nur etwa 15 Prozent des US-Stromes.

Die Stromnachfrage in den USA ist seit etwa 2005 nicht mehr gestiegen. Doch die Elektrifizierung der Haushalte und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge werden eine neue Ära steigender Stromnachfrage einläuten.

Fast alle Staaten, die bis zum Jahr 2050 einen Netto-Null-Stromverbrauch anstreben, werden mit dem gleichen Problem konfrontiert sein wie Michigan. Die Abschaltung von Kohle- und Gaskraftwerken bei gleichzeitiger Förderung von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen wird zu Stromengpässen führen. Die einzigen Staaten, die in der Lage sein könnten, kohlenstofffreien Strom zu erzeugen, sind Idaho, Oregon und Washington, wo Wasserkraftwerke den größten Teil des Stromes produzieren.

ISO – Warnung für den Nordosten der USA

Der New England Integrated System Operator (ISO) veröffentlichte 2022 einen Bericht, der vier Szenarien zur Dekarbonisierung des Stromnetzes in Neuengland bis 2040 untersuchte. Der Bericht projizierte einen Anstieg der Stromnachfrage durch Elektrofahrzeuge und die Elektrifizierung von Haushalten und Unternehmen.

Nur ein Szenario könnte die staatlichen Dekarbonisierungsziele und die steigende Nachfrage erfüllen. Dieses Szenario sah 84 Gigawatt an neuen Wind-, Solar- und Speicherkapazitäten vor, die bis 2040 56 Prozent des Stromes liefern sollten.

Die ISO kam jedoch zu dem Schluss, dass ein solches von Wind-, Solar- und Batteriespeichern dominiertes System nicht zuverlässig wäre und regelmäßige Stromausfälle auslösen würde. Selbst mit einer Batteriekapazität von 2400 Gigawattstunden und einer Systemreserve von 300 Prozent des typischen Strombedarfs würde das System schätzungsweise 15 Tage lang ausfallen und wäre an weiteren 36 Tagen im Jahr von einem Ausfall bedroht.

Der Ausbau der Wind- und Solarenergie steht auch im Widerspruch zu den alarmierenden Klimaprognosen. Die Klimawarnungen sagen zunehmende Unwetter voraus, darunter stärkere und häufigere Stürme, Überschwemmungen und Dürren. Dennoch fordern Klimapolitiker einen Wechsel zu intermittierenden Wind- und Solarstromquellen. Wind- und Solarenergie sind in der Regel bei Hitzewellen, bewölktem, regnerischem, verschneitem oder stürmischem Wetter nicht in Betrieb.

Nach dem Übergang zu elektrifizierten Energiesystemen wären Stromausfälle gravierender. Wenn das Licht ausgeht, können die Bewohner nicht mehr mit einem Elektroherd kochen oder ein Elektroauto fahren.

Auch andere Länder sind für einen Großteil ihres Stroms auf Kohle-, Gas- und Ölgeneratoren angewiesen. Beispiele für mit Kohlenwasserstoffen erzeugten Strom waren 2022 Australien (52 %), China (64 %), Europa (38 %), Indien (77 %) und Japan (65 %). Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen bei gleichzeitiger Abschaltung von Kohle- und Erdgasgeneratoren wird in den meisten Ländern nicht möglich sein.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Zwei weitere Trends werden die Nachfrage nach elektrischer Energie antreiben. Erstens erfordert die Revolution der künstlichen Intelligenz (KI), dass Rechenzentren ihre Server mit Hochleistungsprozessoren aufrüsten. Der Stromverbrauch von Rechenzentren wird sich in den nächsten zehn Jahren versechs- bis verzehnfachen und von heute etwa 1,5 Prozent des weltweiten Strombedarfs auf nahezu zehn Prozent des weltweiten Bedarfs steigen.

Zweitens drängen die Regierungen darauf, eine neue Branche für grünen Wasserstoff als Kraftstoff für die Schwerindustrie wie die Stahlindustrie aufzubauen. Die Herstellung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser ist sehr stromintensiv.

Der benötigte Strom, um Elektrolyseure zur Erzeugung von Wasserstoff anzutreiben, mit dem ein einziges Stahlwerk mit einer Jahreskapazität von vier Millionen Tonnen betrieben werden kann, erfordert Solaranlagen, die eine Fläche von etwa 180 km² abdecken. Für den Betrieb von Elektrolyseuren zur Erzeugung von Wasserstoff für die weltweite Stahlindustrie würden etwa 5000 Terawattstunden Strom benötigt, was dem Anderthalbfachen der gesamten heute weltweit erzeugten erneuerbaren Elektrizität ohne Wasserkraft entspricht.

„Die grüne Bewegung fordert die Abschaltung von Kohle- und Gaskraftwerken. Gleichzeitig fordert sie den Umstieg auf Elektrofahrzeuge, elektrische Haushaltsgeräte und grünen Wasserstoff, der durch stromintensive Elektrolyseure erzeugt wird. Dies und die KI-Revolution deuten auf ein Scheitern der sogenannten Energiewende hin.“

This piece originally appeared at MasterResource.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/electric-power-vs-green-goals/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Warum ist es so schlecht, in Unternehmen zu investieren, die „Erneuerbare“-Anlagen herstellen?

Steve Goreham

Die Schlagzeilen werben für Unternehmen, die Ausrüstungen für erneuerbare Energien herstellen, um bis zum Jahr 2050 einen Netto-Null-Ausstoß an Kohlendioxid zu erreichen. Anbieter von Wind- und Solarsystemen, Hersteller von Elektrofahrzeugen, Produzenten von grünem Wasserstoff und andere grüne Ausrüstungsfirmen machen einen wachsenden Anteil der weltweiten Industrie aus. Doch die Marktrenditen von Unternehmen, die Anlagen für erneuerbare Energien herstellen, sind schlecht, so dass Anleger vorsichtig sein sollten.

Der Renewable Energy Industrial Index (RENIXX) ist ein globaler Aktienindex, der die 30 weltweit größten Industrieunternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien nach Börsenkapitalisierung umfasst. Zu den aktuellen RENIXX-Unternehmen gehören Enphase Energy, First Solar, Ørsted, Plug Power, Tesla und Vestas.

Der deutsche IWR hat den RENIXX am 1. Mai 2006 mit einem Anfangswert von 1000 Punkten eingeführt. In diesem Monat stand der RENIXX bei 1013 Punkten, was in den letzten 18 Jahren im Wesentlichen einem Wertzuwachs von Null entspricht. Im Vergleich dazu hat sich der S&P 500 Index im gleichen Zeitraum mehr als vervierfacht. Der RENIXX ist seit 2021 drei Jahre in Folge gesunken und hat etwa die Hälfte seines Wertes verloren.

Die Hersteller von Windkraftanlagen standen in den letzten drei Jahren trotz steigender Umsätze vor großen finanziellen Herausforderungen. Steigende Kosten, hohe Zinssätze und Projektverzögerungen beeinträchtigen weiterhin die Rentabilität von Windprojekten und Ausrüstungslieferanten. Die Aktien des dänischen Unternehmens Vestas Wind Systems, des weltweit größten Anbieters, stiegen in den letzten 16 Jahren nur um 7 %, und der Aktienkurs des Unternehmens ist seit seinem Höchststand im Jahr 2021 um 58 % gefallen. Vestas kämpfte in den Jahren 2022 und 2023 damit, einen Gewinn zu erwirtschaften, und setzte die Dividende für die Aktionäre aus.

Auch andere große Windkraftanbieter haben sich als schlechte Investition für die Aktionäre erwiesen. Die Aktie von Siemens Gamesa, der Nummer zwei unter den Turbinenherstellern, ist seit ihrem Höchststand im Jahr 2021 um 65 Prozent gefallen. Gamesa meldete im Jahr 2023 einen Verlust von 4,4 Milliarden Euro und erhielt im gleichen Jahr von der deutschen Regierung ein Rettungspaket in Höhe von 7,5 Milliarden Euro. Andere führende Windkraftanbieter mussten seit 2021 erhebliche Kursverluste hinnehmen, darunter Goldwind aus China (-77 %) und Nordex aus Deutschland (-36 %).

Achtzig Prozent der weltweit hergestellten Solarpaneele werden in China produziert, und die sechs größten Anbieter haben ihren Sitz in China. Die Solarmodulbranche leidet unter Überkapazitäten und hartem Wettbewerb. Die Aktienkurse der sieben größten Anbieter sind seit 2021 alle um mehr als 50 Prozent gesunken. Die Aktie des US-Unternehmens First Solar ist seit 2021 gestiegen, liegt aber immer noch unter ihrem 2008 erreichten Allzeithoch.

Tesla, das 2003 gegründet wurde, blieb bis 2018 die einzige reine, börsennotierte EV-Aktie. Bis Ende 2021 stieg der Wert von Tesla auf über 1 Billion Dollar und damit auf einen höheren Marktwert als Toyota, Volkswagen, Mercedes-Benz, General Motors, Ford, BMW und Honda zusammen. Aber Tesla ist die Ausnahme.

Aber in den meisten Fällen sind Engagements in Elektrofahrzeugunternehmen (EV) sehr schlechte Investitionen gewesen. Zwischen 2020 und 2024 gingen 31 EV-Unternehmen an die US-Börsen. Nur bei einem dieser 31 Unternehmen, dem chinesischen Unternehmen Li Auto, ist der Kurs seit dem Börsengang gestiegen. Bei dreißig EV-Firmen fielen die Aktienkurse, die meisten sogar drastisch.

Zu den EV-Firmen, deren Kurse seit dem Börsengang gesunken sind, gehören Fisker (-99 %), Nikola (-94 %), NIO (-50 %), Lucid Group (-75 %) und Rivian (-88 %). Sechs weitere der 31 Unternehmen gingen in Konkurs. Tesla und die chinesischen Firmen BYD und Li Auto sind die einzigen EV-Firmen, die heute profitabel sind.

ChargePoint ist mit über 25.000 Ladestationen in den USA und Kanada der weltweit größte Anbieter von Ladestationen für Elektrofahrzeuge (nach dem Elektrofahrzeughersteller Tesla). ChargePoint ging 2021 an die Börse, indem es mit der Switchback Energy Acquisition Corporation fusionierte, die mit 2,4 Milliarden Dollar bewertet wurde. Heute liegt der Wert des Unternehmens bei etwa 585 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 76 % seit 2021. Im Geschäftsjahr 2024 verlor ChargePoint 458 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 507 Millionen Dollar.

Es ist nicht klar, ob ein Ladeunternehmen Geld verdienen kann. Hochgeschwindigkeits-EV-Ladegeräte mit 50 Kilowatt Leistung kosten etwa fünfmal so viel wie herkömmliche Zapfsäulen. Achtzig Prozent der E-Fahrzeuge werden zu Hause aufgeladen, was den Bedarf an öffentlichen Ladestationen verringert. ChargePoint, EVgo, Wallbox, Allego und Blink Charging werden heute nur noch mit einem Bruchteil ihres ursprünglichen IPO-Preises bewertet. Keines der EV-Ladegeräte-Unternehmen ist profitabel, nicht einmal mit weiterhin hohen staatlichen Subventionen.

Plug Power ist ein führender Anbieter von Wasserstoff-Energiesystemen, einschließlich Batteriezellen für Wasserstoff-Fahrzeuge und Elektrolyseure zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Das 1997 gegründete Unternehmen ging im Oktober 1999 zu einem Preis von etwa 160 Dollar pro Aktie an die Börse.

In seiner 27-jährigen Geschichte hat Plug Power jedoch nie einen Gewinn erzielt. Laut Finanzberichten hat das Unternehmen im Jahr 2024 einen Verlust von 1,45 Milliarden Dollar gemacht, gegenüber einem Verlust von 43,8 Millionen Dollar im Jahr 2018. Der aktuelle Aktienkurs liegt unter zwei Dollar pro Aktie.

Traditionelle etablierte Unternehmen stellen fest, dass erneuerbare Anlagen ein schlechtes Geschäft sein können. Ford hat im Jahr 2023 mit dem Verkauf von 116.000 Elektrofahrzeugen 4,7 Milliarden Dollar verloren, das sind über 40.000 Dollar pro Fahrzeug. Das Windturbinengeschäft von General Electric verlor im Jahr 2023 1,1 Milliarden Dollar.

Die US-Regierung hat zwischen 2010 und 2022 Subventionen in Höhe von 7 bis 16 Milliarden Dollar pro Jahr für Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien bereitgestellt. Das Cato-Institut schätzt jedoch, dass die Subventionen aufgrund der Verabschiedung des Inflation Reduction Act im Jahr 2022 auf etwa 80 Milliarden Dollar im Haushaltsjahr 2025 steigen werden.

Ohne die Angst vor dem vom Menschen verursachten Klimawandel sowie ohne die zunehmenden staatlichen Subventionen und Auflagen würden viele dieser grünen Unternehmen nicht existieren. Es ist zweifelhaft, dass Kohlendioxid-Pipelines, schwere Elektro-Lkw, Offshore-Windkraftanlagen, grüne Wasserstoffkraftstoffanlagen und EV-Ladestationen auf nicht subventionierten Kapitalmärkten lebensfähig wären.

Im letzten Jahr haben führende Finanzunternehmen ihre Zusagen bzgl. des Klimawandels zurückgenommen. Bank of America, JP Morgan, State Street und Pimco zogen sich aus der Climate Action 100+ zurück, die Unternehmen und Investmentfonds dazu zwingen soll, sich mit Klimafragen zu befassen und Umwelt-, Sozial- und Governance-Richtlinien (ESG) einzuführen. Aber es ist schwierig, in Unternehmen für erneuerbare Energien zu investieren, wenn diese Geld verlieren.

Steve Goreham is a speaker on energy, the environment, and public policy and author of the bestselling book Green Breakdown: The Coming Renewable Energy Failure.

Originally published in RealClear Energy.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/09/16/why-are-renewable-equipment-companies-such-poor-investments/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Equinor gibt Pläne für „blauen“ Wasserstoff auf

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

h/t Philip Bratby

Der norwegische Energieriese Equinor hat seine Pläne zur Herstellung von so genanntem blauem Wasserstoff mit der Begründung hoher Kosten und unzureichender Nachfrage aufgegeben.

Dieser Schritt gibt Anlass zur Besorgnis über die Pläne von Equinor in UK, wo das Unternehmen stark an einer Reihe von Wasserstoffprojekten beteiligt ist.

Equinor hatte sich verpflichtet, in Norwegen kohlenstoffarmen Wasserstoff aus Erdgas, den so genannten blauen Wasserstoff, in Kombination mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) zu erzeugen. Der erzeugte Wasserstoff würde dann an wasserstofftaugliche Kraftwerke in Deutschland exportiert werden.

Das Projekt hätte den Bau der weltweit ersten Offshore-Wasserstoffpipeline beinhaltet.

Das Problem für das deutsche Projekt von Equinor bestand darin, dass es nicht genügend Abnehmer für den Wasserstoff finden konnte, den es produzieren wollte.

Herr Eidsvold sagte, dass Equinor die Projekte auch nicht weiter ausbauen könne, wenn es keine festen langfristigen Zusagen von europäischen Abnehmern für den Import von Wasserstoff gebe.

Er sagte: „Wir sind nicht in der Lage, diese Art von Investitionen zu tätigen, wenn wir nicht über langfristige Vereinbarungen und die entsprechenden Märkte verfügen.“

https://www.telegraph.co.uk/business/2024/09/21/norwegian-oil-giant-equinor-abandons-blue-hydrogen-plans

Es ist der alte Teufelskreis!

Es gibt keinen natürlichen Markt für Wasserstoff in großen Mengen, weil er viel teurer ist als Erdgas. Daher kann Equinor ihn nur verkaufen, wenn die Kunden in Deutschland dafür massive staatliche Subventionen erhalten.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/09/21/equinor-abandons-blue-hydrogen-plans/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Vor 2 Jahren: Ungewollter tagelanger Großversuch zum Treibhauseffekt im Ostsee- und Anliegerraum – Keinerlei Treibhauserwärmung feststellbar!

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Angeblich soll die Kuh durch Freisetzen von Methan beim Wiederkäuen und Rülpsen ein Klimakiller sein, z. B. hier beschrieben.

Wir werden diese Behauptungen im Artikel widerlegen.

Heute vor genau 2 Jahren, am 26. September 2022, begann der Großversuch zum Treibhauseffekt in Gestalt des Anschlags auf die Pipelines Nordstream I und II. Der erste Anschlag um 2 Uhr, also noch vor Sonnenaufgang, die endgültige Zerstörung der Pipeline dann abends um 19 Uhr mit tagelanger Erdgasfreisetzung, das hauptsächlich aus dem Kohlenwasserstoff Methan mit der chemischen Formel CH₄ besteht. Methan soll laut Treibhaustheorie etwa 25 bis 50-mal stärker treibhausaktiver sein als Kohlendioxid.

Methan ist auch das Gas, das die Kühe beim Wiederkäuen durch Rülpsen und Pupsen in die Atmosphäre abgeben. Doch nun der Reihe nach:

Uns interessieren hier nicht die Auftraggeber und die Schuldigen, die diese für Deutschland und für Europa notwendige und preisgünstige Erdgasversorgung gesprengt haben, wir wollen nur die Behauptung überprüfen, dass das freiwerdende Methan ein ganz schlimmer „Klimakiller“ wäre.

Zum Großversuch

Es entwichen 300 – 500 Mio m3 Methan (2-Tagesverbrauch in D) was einem CO₂ Äquivalent von mindestens 7,5 Mio Tonnen entspricht (1% der jährlichen Emission in Deutschland). Quelle UBA.

Überlegung: Wenn Methan ein so „starkes“ Treibhausgas wäre, müsste sich über den vielen Leckstellen in der Luft über der Ostsee eigentlich eine Art Hitzepilz gebildet haben, ein Luftwärmemeer über der Ostsee. Angeblich wurde das Erdgas in einem Umkreis von mehreren Hundert Metern zunächst kaum verdünnt, breitete sich dann aber pilzförmig in alle Richtungen und nach oben aus und erreichte verdünnt schließlich auch die Atmosphäre über dem Festland.

Ein besseres und realitätsnahes mindestens eine Woche andauerndes Großexperiment zur Bestätigung des Treibhauseffektes wie die Explosion dieser Pipeline mit der großflächigen Ausbreitung von Methangas gab es bisher nicht.

Würde die Treibhaustheorie stimmen, dann hätte die Luft über der Ostsee zu einem Wärmeluftmeer werden müssen!!! Und das wollen wir überprüfen.

Realität der ständigen Temperaturmessungen im Ostseeraum: Wir haben uns die Mühe gemacht, mehrere Wetterstationen um die Unglücksstelle bei Bornholm herum auszuwerten, die deutschen Küsten sind schließlich nur 100 km entfernt.

Abb. 1: Unglücksstelle, Die Greifswalder Wetterstation auf der Insel Oie ist nur etwas über 100 km entfernt und bis Kap Arcona im Norden von Rügen ist es auch nicht viel weiter. Am nächsten liegt die dänische Wetterstation Hammer Odde auf Bornholm

Beginnen wir mit zunächst mit einer allgemeinen Übersicht über die Monate September ab 1999 bei der Wetterstation Kap Arcona an der Nordspitze von Rügen:

Abb. 2: Der September 2022 war ein eher kalter September. Die Tageshöchsttemperaturen (graue obere Grafik) betrugen 16,7 C, die nächtlichen Tiefsttemperaturen 12°C. In Orange sind die Gesamtmonatstemperaturen eingezeichnet. Das war beim September 2022 bei Kap Arcona 14,3°C.

Wie überall in Mitteleuropa steigen die Tagestemperaturen stärker als die Nachttemperaturen, Vergleiche Steigungsformel der Tageshöchst- mit der blauen Steigungsformel der Nachttiefsttemperaturen.

Alle drei Kurvenverläufe in Abb. 2 zeigen: Der September 2022 war eher ein unterkühlter Monat. Überhaupt nicht treibhauswarm!!. Können wir nun bereits Rückschlüsse bezüglich einer zusätzlichen Treibhauserwärmung ab dem 26.ten September ziehen? Eigentlich noch nicht, denn diese Grafik der letzten 25 Jahre sagt noch wenig aus und dient nur der Einordnung des Septembers in der Reihe der letzten 25 Jahre. Vielmehr interessiert der Unfalltag des Großversuchs, also der 26.te, sowie die Tage davor und danach, konkret die Tage vom 22. September des Jahres 2022 bis zum 29. September

Abb. 3: Die Temperaturgrafik von Kap Arcona zeigt die Tage vor und nach der Pipeline-Sprengung. Der 26. September, der Starttag des ungewollten Großversuchs ist gemessenmit 12,6 C, also deutlich kälter als der Monatsschnitt mit 14.3°C. Und: Bei der Wetterstation wurde es kontinuierlich kälter.

Ergebnis: Bei der Wetterstation Arcona wurde es kontinuierlich kälter. Also das Gegenteil einer starken Treibhausgaserwärmung. Auch die 3 Tage danach spürte man in Arcona nichts von einer starken Treibhausgaserwärmung.

Laut Treibhausgasexperten Christian Häckl vom RTL soll der Treibhauseffekt nachts stärker wirken als am Tage, hier beschrieben. Also erweitern wir die Grafik durch die nächtlichen T-min und die Tageshöchsttemperaturen T-max bei dieser DWD-Wetterstation über den gleichen Betrachtungszeitraum vor und nach der Sprengung.

Abb. 4: Die nächtlichen T-min waren am 26. September sogar besonders niedrig.

Ergebnis: Häckls Treibhauserwärmungstheorie ist falsch. Die nächtlichen Tiefsttemperaturen gleich nach der ersten Sprengung waren besonders kalt.

Auffällig sind eher die Tagestemperaturen T-max am 26. September 2022. Wirkt der Treibhauseffekt etwa am Tage stärker und Häckl hat sich nur getäuscht?

Diese Frage beantworten die Sonnenstunden, wir erweitern nun diese Grafik nochmals durch die täglichen Sonnenstunden, die wir in gelber Farbe einzeichnen

Abb. 5: Am rechten Rand der Grafik sind die Sonnenstunden aufgetragen. Am Unglückstag, den 26. September 2022 schien die Sonne 6 Stunden, mehr als unmittelbar die Tage davor und danach. Siehe gelber Verlauf. Deshalb der höhere Tageswert. Die Sonne brachte die Wärme. Und nachts scheint keine Sonne, deshalb der Tiefpunkt bei der blauen Kurve.

Ergebnis: Die reichlichen 6 Sonnenstunden haben am 26. September 2022 dafür gesorgt, dass die am Tage gemessenen Temperaturen (T-max=15,9 C) höher sind als die Tage davor und danach. Die Nacht war deutlich kalt.

Allgemein: Die Differenz zwischen der Tageshöchst- und der nächtlichen Tiefsttemperatur ist dann besonders groß, wenn die Sonne tagsüber scheint und nachts auch keine Wolken am Himmel sind.

Nun könnte man einwenden, dass Cap Arkona nur eine Wetterstation wäre und womöglich hat die etwa drei Tage nach der Sprengung wirkende starke Treibhauserwärmung der Ostseeluft die Station nicht erreicht, könnte ja sein, obwohl die damalige Luftströmung in der ganzen Woche aus nördlicher Richtung kam.

Deshalb nehmen wir als nächste Station Greifwald Oie, eine kleine Insel östlich von Rügen

Abb. 6: Auch in Greifswald Oie schien am 26. September 2022 die Sonne, deshalb die leichte Tageserwärmung, nachts war es kühl, die nächtliche Trendlinie der Tiefsttemperaturen ist fallend. Quelle: Abb. 2-6 Original DWD Daten

Wir haben mit den DWD-Wetterstationen Greifswald auf Rügen, mit Barth, Rostock-Warnemünde und Hiddensee noch weitere DWD-Stationen überprüft. Überall mit demselben Ergebnis:

Eine auffällige Treibhauserwärmung am 26. September 2022 und auch die Tage danach war nirgendwo erkennbar, es konnte keine auffällige Erwärmung festgestellt werden, weder am Tage noch in der Nacht. Im Gegenteil: die Temperaturen sind nach der Sprengung sogar weiter gefallen. Es wurde kälter!!!

Deswegen muss die Frage erlaubt sein: Wirken die Treibhausgase eher kühlend? Und zwar tagsüber und nachts?

Doch zurück zur Suche nach einer Erwärmung im Bereich des Großversuchs Treibhausgase. Eine der am nächst gelegenen Wetterstationen ist auf Bornholm die dänische Station Hammer Odde. Der Grafikverlauf sieht so aus:

Abb. 7: Verlauf der Temperaturen auf der Insel Bornholm, vier Tage vor der Sprengung, dann die Sprengung der Pipeline nachts um 2 Uhr und die Temperaturentwicklung die Tage danach. Etwas auffällig T-min am 26.ten. Die Nacht war stark bewölkt und konnte weniger auskühlen. Quelle

Eine weitere Wetterstation, Skillinge in Süd-Schweden, zeigt ein ähnliches Temperaturverhalten nach dem Anschlag auf die Nordstream-Pipeline

Ergebnis 1: Auch bei dieser dänischen Wetterstation auf Bornholm selbst ist aus den drei Grafikverläufen keine Treibhauserwärmung des angeblich so ungewöhnlich stark erwärmend wirkenden Treibhausgases Methan erkennbar. Die südschwedische Wetterstation Skillinge bestätigt dieses Ergebnis.

Unsere Überschrift ist somit bestätigt. Vor 2 Jahren: Ungewollter tagelanger Großversuch zum Treibhauseffekt im Ostsee- und Anliegerraum

Ergebnis 2: Keinerlei Treibhauserwärmung ist feststellbar. Nichts, aber auch gar nichts deutet auf das ausgetretene Methan und eine Hotspot-Erwärmung durch Treibhausgase hin! Die Ostseeluft wurde sogar kälter.

Nun könnten Kritiker einwenden, auch diese Wetterstation wäre zu weit entfernt, eine mögliche Wärme würde genauso wie Methan nach oben entweichen und sich dort verteilen. Doch diesem Argument halten wir die Realität der Ostseeüberwachung entgegen

Realität: Im Bereich der Unglücksstelle waren zahlreiche Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge unterwegs, und die Leute berichteten nichts von einem Wärmepilz, von einem Hotspot, in welchen Sie hineingeraten wären. Auch die ständige Überwachung der Ostsee durch Satelliten ergab nichts derartiges, sondern es herrschte eine Fehlanzeige an Erwärmungs-Meldungen. Sonst hätten uns die täglichen Wettervorhersagen a la Plöger, Schwanke, Terli und Co mit gefährlich gestiegenen Temperaturerhöhungen, insbesondere von Satelliten gemessen, überschüttet. Sondersendungen im Fernsehen wie „Im Brennpunkt“ wären die Folge gewesen.

Gäbe es wie behauptet den riesigen Erwärmungseffekt von Methan, dann hätten alle Treibhausanhänger ihr Augenmerk ständig auf die Ostsee gerichtet, und wir wären stündlich mit neuen Erwärmungsschreckensmeldungen in den Nachrichten bombardiert worden, mit neuen Erwärmungsrekorden und der Ausbreitung eines dunkelrot umrandeten Wärmepilzes auf den Wetterkarten über der gesamten Ostsee bis zum Erreichen des Festlandes. „Hitze und Saharawetter in Mecklenburg“ und dergleichen hätten die Überschriften der Schreckensmeldungen gelautet. Die Luft über der Ostsee wäre in den main-stream-Medien zu einem gefährlichen Wärme- und Hitzemeer hochkatapultiert worden. Mögliches Fischsterben, Gefahr für die Fischerboote, aussterbender Beruf. Die Ostsee wird zum Toten Meer!!! Ebenso und in der Art wie man die ständigen Übertreibungen und Panikbotschaften unserer Medien kennt. Aber nichts dergleichen haben wir gehört.

Zusammenfassung: Die Ostsee als NATO-Meer ist temperaturmäßig bestens überwacht durch Wetterstationen auf den Inseln, durch Wetterballone, durch die Flugzeuge und Hubschrauber, durch die vielen Schiffe und letztlich über Satelliten. Gerade in der Woche nach der Explosion, ab 26.09., sind die Temperaturen über der Ostsee weiter stark gefallen und haben uns eiskalte Septembertage und frühe kühle Oktobertage bis runter in die Alpen gebracht.

Das Großexperiment mit dem sehr starken Treibhausgas Methan hat gezeigt: Es gab keine Erwärmung im Ostseeraum, sondern sogar eine Abkühlung.

Unsere Schlussfolgerung: Die Begriffe Treibhauseffekt und Treibhausgase sind eine geistreiche Begriffserfindung für das Geschäftsmodell Erdüberhitzung durch Treibhausgase mit der gewinnbringenden CO₂-Steuer für den Staat und die dafür bezahlten Panikwissenschaftler.

Der Versuch zeigt auch: Freispruch für die Kuh Elsa und die Milchwirtschaft.

(Wieso haben wir die Kuh ironischerweise Elsa getauft? Deswegen!

Wir Autoren legen Wert auf die Feststellung: Wir wissen, dass es IR-aktive Gase gibt, die im IR-Bereich absorbieren und emittieren. Wir haben im Studium selbst Versuche dazu durchgeführt. Aber die Behauptung, dass bei diesem Vorgang die umliegende Luft thermalisiert wird, kann eben nicht nachgewiesen werden, was auch dieser Großversuch am 26.September 2022 wieder gezeigt hat. Nichts wird messbar wärmer durch Treibhausgase.

Wir sind keine Klimawandelleugner, denn Klima wandelt sich immer, und wir sind auch keine Klimaerwärmungsleugner, denn seit 1988 wurde es in Deutschland tagsüber wärmer. Wir sind Natur- und Umweltschützer und wollen im Gegensatz zu den CO₂-Treibhauserwärmungs-Katastrophisten wissenschaftlich und neutral den ständigen Klimawandel erklären, um die neuzeitliche Klimaerwärmung, also die seit 1988, hauptsächlich tagsüber zu verstehen.

Josef Kowatsch, Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

Matthias Baritz, Naturschützer und neutraler Naturwissenschaftler.