Einordnung des Rekordseptembers 2024 in die DWD-Zeitreihe

Kein Signal einer Treibhauserwärmung erkennbar – Teil 2

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz,

– Der September wurde nur tagsüber und erst seit 1988 wärmer

– Die Nachttemperaturen sind nicht gestiegen

– CO₂-Erwärmungssignale sind aus den DWD-Temperaturreihen nicht erkennbar.

Wir verweisen auf Teil 1, daraus entnehmen wir nochmals die Grafik der Septembertemperaturen seit 1942 in Deutschland:

Grafik 0: Von 1942 bis 1987 sanken laut DWD die Septembertemperaturen, seit 1988 registriert der DWD eine ständige Erwärmung.

Im Folgenden sind, bis auf Grafik 2, alles Originaldaten des DWD

Unterschiede zwischen den Tag/Nachtemperaturen beim September.

Der DWD bietet keine Tag/Nachttemperaturen als Schnitt seiner fast 2500 Wetterstationen an. Nur Einzelstationen. M. Baritz hat sich die zeitaufreibende Mühe gemacht und knapp 540 repräsentativ herausgegriffene DWD-Stationen zu einem Deutschland-Schnitt seit 1947 zusammengefasst. Mehr Stationen gibt es auch nicht, die gleichzeitig alle 3 Parameter erfasst haben.

Grafik 1: Die obere graue Grafik erfasst die Tagestemperaturverläufe, gemessen in Tmax, die untere die Auflistung der Tmin Temperaturen, die orange Kurve die Gesamttagesschnitte, wovon 30 Einzeltage jeder der 537 Stationen jeweils einen Jahrespunkt in der Grafik ergeben.

Auswertung der Grafik Septembertemperaturen, Tagsüber, Nacht, Tagesmittel

Die Tagestemperaturen (Tmax) kühlen deutlich ab zwischen 1947 und 1987, ab 1988 bis heute ändert sich schlagartig die Richtung. Die Temperaturen am Tage steigen bis heute kräftig an. Und da wir tagsüber wach sind, hat jeder Naturbeobachter diese angenehme Septembererwärmung seit 1988 mitbekommen.

Die Septembernächte (Tmin) ändern sich kaum, zunächst unbedeutende Abkühlung und ab 1988 leichte Erwärmung.

Folge: Deutlich auseinandergehende Schere seit 1988 zwischen den Septembertemperaturen tagsüber (graue Kurve oben) und in der Nacht (blau, unten). Die Öffnungsdifferenz beträgt 0,67 Grad/Jahrzehnt

Diese Grafik beweist einmal mehr, dass nicht Kohlendioxid der Grund der Erwärmung seit 1988 sein kann, denn CO₂ kann tagsüber nicht stark erwärmend wirken und nachts überhaupt nicht.

Und zwischen 1942 bis 1987 hätte CO₂ sogar abkühlend wirken müssen.

Grafik 2: Auch in Zentralengland zeigen die Trendgeraden der Temperaturen bis 1987 nach unten, erst ab 1988 setzt die Erwärmung ein. Quelle: UKMO

Wäre CO₂ der alleinige Temperaturtreiber wie das IPPC und PIK behaupten, das müssten alle drei Steigungslinien dieselbe Steigungsformel haben. Das ist bei Grafik 1 überhaupt nicht der Fall.

Was wäre, wenn CO₂ tatsächlich der Hauptverursacher von Temperaturerwärmungen wäre? Antwort: Die DWD-Einzelstationen müssten zumindest seit 1988 alle ähnliche Steigungsformeln haben wie der DWD-Schnitt bei Grafik 1, und zwar Tag und Nacht. Nur je nach Standort und Höhenlage der Wetterstationen parallel auf der x-Achse nach oben oder unten verschoben. Wir überprüfen das im folgenden Teil:

Einige Einzelbeispiele von DWD-Wetterstationen: Bei Garmisch direkt am Alpenrand ist die Scherenöffnung zwischen T-max und T-min viel geringer und verläuft gänzlich anders als der DWD-Schnitt

Grafik 3: Diese 3 Grafikverläufe von Garmisch in Alpennähe widersprechen auch der Theorie des Alpinen Pumpens, die eine DWD-Expertengruppe für das Voralpenland entwickelt hat. Die Unterschiede zwischen Tag/Nacht müssten nach der DWD-Aussage in Monaten mit viel Sonnenstunden laut DWD besonders hoch sein.

Siehe Link zum Alpinen Pumpen.

Nächstes Beispiel: Die Wetterstation Nürnberg-Netzstall ist eine absolut ländliche Station bei einem Aussiedlerhof östlich von Nürnberg. Ganz weit weg von den Alpen. Dort kommt der Tag/Nachtspreizende Effekt des Alpinen Pumpens bestimmt nicht mehr an. Demnach müsste die Spreizung laut DWD-Interpretation geringer sein als bei Garmisch. Die Grafik dieser ländlichen Wetterstation sieht so aus und zeigt das Gegenteil:

Grafik 4: Die Wetterstation Nürnberg-Netzstall hat eine der größten Scherenöffnung aller bisherigen DWD-Wetterstationen. Die Öffnungsdifferenz beträgt 1,4°C/Jahrzehnt.

Die Theorie des Alpinen Pumpens ist somit nicht richtig.

Anmerkung: Diese Wetterstation wurde vom DWD im Jahre 2005 versetzt, vom östlichen Stadtrand Nürnberg ganz raus zum Aussiedlerhof Netzstall. Das Umzugsjahr gilt natürlich für alle drei Graphen gleichzeitig und wir betrachten lediglich die Scherenöffnungen. Die starke Nachtabkühlung führen wir auf den wärmeinselärmeren neuen Standort zurück. Umgekehrt würde Tmax natürlich auch um einiges steiler verlaufen, wenn die Station am alten wärmeren Standort verblieben wäre.

Versuch einer Erklärung: In Netzstall (umgeben von Wald) ist die Luft sehr sauber. Die Septembersonne heizt tagsüber auch den trockenen Boden des ländlichen Standortes kräftig auf. Wegen den Trockenlegungen der deutschen Böden kühlen die ländlichen Standorte nächtens viel stärker aus. (Prinzip der Wüste) Eine allgemeine CO₂-Abkühlungsbremse aufgrund einer angeblichen Treibhaus-Gegenstrahlung, die auf dem Lande genauso wie in der Stadt wirken müsste, ist nicht erkennbar.

Bevor wir unsere Vermutung mit dem Standort der ländlichen Station DWD-Dachwig in Thüringen überprüfen, soll hier nochmals auf die Falschaussage des RTL-Treibhausexperten Christian Häckl eingegangen sein. Er hatte nämlich (wissenschaftlich) behauptet, dass sich aufgrund des starken CO₂-Treibhauseffektes die Nächte stärker erwärmen würden als die Tage, da der Treibhauseffekt angeblich nächtens stärker erwärmend wirken würde. Auch diese Aussage ist anhand der DWD-Daten überprüfbar und falsch. Hier der Link zum selbst ernannten RTL-Treibhausexperten.

Aber auch mal einen Dank an Herrn Bálint aus Ungarn, er hatte uns den Tipp gegeben, in die Temperaturreihen T-max und T-min Aaufzunehmen, was tunlichst von der Treibhauskirche vermieden wird. Solche Dreifach-Temperatur-Grafiken wie bei EIKE erscheinen nirgendwo.

Nun die Grafik der RTL-Heimat-Wetterstation Düsseldorf:

Grafik 5a: Statt stärkerer Erwärmung der Nächte (Häckl) zeigt die Trendgerade sogar nach unten, während die Trendgerade der gemittelten Monats- Maximum-Temperaturen deutlich steigt. Ursache hierfür sind die zunehmenden Sonnenstunden:

Grafik 5b: Sonnenstunden Düsseldorf, der Grund der zunehmenden Erwärmung tagsüber.

 

Wer weitere Falschaussagen bzw. Schriften eines von unseren Geldern teuer bezahlten Fernsehtreibhausexperten kennt, bitte in den Kommentaren melden. Wir müssen solche von unseren Geldern bezahlten Klimascharlatane auch namentlich bloßstellen.

Grafik 6: Die Scherenöffnungsdifferenz ist bei der ländlichen Station Dachwig in Thüringen ebenfalls sehr hoch, 1,1°C/Jahrzehnt

Und hier noch eine ländliche DWD-Wetterstation aus dem Odenwald: Buchen:

Grafik 7: Die Scherenöffnung zwischen Tag/Nacht beträgt bei Buchen fast 1,2°C/Jahrzehnt.

Grafik 8: Arkona, kleinere Scherenöffnung durch größeren Einfluss der Ostsee-Temperaturen.

Obwohl Deutschland in einer gleichen Klimazone liegt, erwärmt sich jede Region und jede Station leicht unterschiedlich, der Hauptgrund ist der unterschiedliche Wärmeinseleffekt der deutschen Stationen. Örtliche Klimabesonderheiten spielen natürlich ergänzend mit. So kann man auch die Steigungsabweichungen der Einzelstationen erklären. Übereinstimmend den DWD-Stationen ist, dass die Schere zwischen Tag/Nacht beim September deutlich auseinandergeht.

Das Auseinanderdriften der Tag/Nachttemperaturen widerspricht der CO₂-Theorie vollständig, wonach CO₂ der ursächliche Temperaturtreiber wäre.

Wenn nicht Treibhausgase, was dann? Es gibt viele Gründe, aber auch einen Hauptgrund:

Als Hauptgrund für die viel stärkere Septembererwärmung tagsüber hatten wir in Teil 1 bereits die starke Zunahme der Sonnenstunden seit 1988 genannt, siehe Grafik 1 dort. Außerdem wurde wegen den Gesetzen zur Luftreinhaltung und der Reduzierung der Ozonschicht die Intensität der Strahlung stärker. Ebenso wirken die zunehmenden Wärmeinselflächen und Landschaftstrockenlegungen sich tagsüber viel stärker erwärmend aus als nachts.

Somit ist diese vom Mainstream verkündete Definition von Klimawandel falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Richtig ist der erste Teil der Definition, falsch ist der Schluss: insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Es müsste heißen, durch die ständige Vergrößerung der weltweiten Wärmeinselflächen und durch natürliche Temperaturveränderungen.

Nachgewiesenermaßen hat sich auch die Albedo der Erde in den letzten Jahrzehnten verringert, so dass die Energierückstrahlung ins All zusätzlich abgenommen hat.

Grundforderung von uns Natur- und Umweltschützern: Die bewusst geplante und von der Regierung gewollte CO₂-Klima-Angstmacherei in Deutschland muss eingestellt werden.

Wir sind gegen teure CO₂-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jedes Versprühen aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren.

Was gegen heiße Sommertage hilft haben wir hier in 15 Vorschlägen beschrieben.

Leider werden diese Maßnahmen nicht umgesetzt, weil sie tatsächlich helfen würden und die sommerlichen Temperaturspitzen tagsüber eindämmen würden. Aber diese Hilfsmaßnahmen würden der CO₂-Treibhaustheorie widersprechen, deshalb entscheidet sich die Politik lieber für die teure CO₂-Bodenverpressung oder andere Verschandelungen der Landschaft. Unsere Vorschläge wären zugleich ein Beitrag zum Naturschutz, die Vielfalt und die Ökologie der Landschaft würde sich verbessern.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre.

Eine positive Eigenschaft hat die CO₂-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO₂ führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO₂-gehalt der Atmosphäre liegt bei 800 bis gut 1000ppm. Davon sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO₂ in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier oder hier).

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern auf unser Geld zielt. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das.

Unser Standpunkt: Die Klimapanik ist erfunden, Sie ist ein Geschäftsmodell. Die Maßnahmen gegen den angeblichen Hitzetod der Erde gefährden unseren Wohlstand und unsere Demokratie.

Grundsätzlich ist die physikalische Absorption und Emission bestimmter Gase physikalische Realität und wird von uns nicht bestritten, wofür man fälschlicherweise den Begriff Treibhauseffekt eingeführt hat. Aber wie hoch ist die dadurch geglaubte Thermalisierung der umgebenden Luft? Gibt es überhaupt eine? Von uns wird die beängstigende Höhe von 2 bis 4,5 Grad Klimasensitivität wissenschaftlich hinterfragt und bestritten.

Hier sind 9 Gegenbeweise einer starken CO₂-Treibhauserwärmung

1) In wissenschaftlichen Versuchen kann diese behauptete rechnerische Höhe des IPPC und des PIK nicht nachgewiesen werden.

2)  Es gibt auch keine technische Anwendungen und Erfindungen, die nach dem CO₂-Erwärmungseffekt funktionieren würden. Auch Einstein hielt nichts von einer CO₂-Treibhauserwärmung.

3) Auch bei Naturbeobachtungen, wo kurzeitig verstärkt Treibhausgase ausströmen, wie bei der Sprengung der Nordstream-pipeline, fehlen die dazugehörigen Erwärmungen. Auch bei ständigen CO₂-Ausgasungen und ständigen Konzentrationserhöhungen in der Luft über großen Kohlekraftwerken sind keinerlei Hotspots messbar. Behauptet wird vom Weltklimarat doch, dass eine CO₂-Erhöhung von 400 ppm zu 2 bis 4,5 Grad Temperaturerhöhung führen müsste.

Dann unsere 5 Grafikbeweise in den deutschen Temperaturreihen:

4) Der Monat März und der Mai kühlen seit 1988 bis heute ab, der April und der Juni erwärmen sich sehr stark.

5) bis 1987 zeigten die DWD- Temperaturreihen keine Erwärmung, 1988 erfolgte ein Temperatursprung (Ausnahme September) von einem Grad und erst seitdem setzte eine starke Weitererwärmung ein

6) Diese starke Weitererwärmung machen alle Stationen, jedoch unterschiedlich stark mit. Es gibt Wärmeinselstarke Stationen und Wärmeinselschwache.

7) Diese Weitererwärmung ab 1988 fand hauptsächlich im Sommer und Herbst und zwar tagsüber statt.

8) Würden ausschließlich Treibhausgase die Temperaturtreiber sein, dann müssten alle deutschen Wetterstationen dieselben Steigungsformeln haben und zwar tagsüber und nachts.

9) CO₂ kann tagsüber nicht erwärmend wirken und nachts kühlen. Zumindest bei ein und derselben Station dürfte es bei den Trendlinien keine Steigungsunterschiede bei den Tag-Nachttemperaturen geben.

All das schließt natürlich nicht aus, dass es doch einen winzigen zusätzlichen Treibhauseffekt in homöopathischen Dosen geben könnte, der versteckt neben unseren Erklärungen der Erwärmung seit 1988, bzw. seit Beginn der Industrialisierung mitwirkt. Wir haben diesen möglichen winzigen THE jedoch nicht gefunden.

Unsere Motivation: Alle unsere Arbeiten sind gegen das Geschäftsmodell CO₂-Klimapanik gerichtet. Die politischen Gegenmaßnahmen zur CO₂-Eindämmung sind vollkommen unsinnig und machen unser Land arm. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, das dem Ablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden wurde. Das müssen wir gemeinsam bekämpfen!

Wenn sich hier ein Kommentator oder ein Artikel für einen schwächeren CO₂-THE in der Größenordnung bis 0,5/0,6 Grad ausspricht, dann widersprechen wir nicht. Für uns hat dem Geschäftsmodell Klimapanik auf breiter Front zu widersprechen absoluter Vorrang. Dieses Geschäftsmodell ist eine Gefahr für unsere Demokratie, unseren Wohlstand und die Freiheit der Wissenschaft.

Also weg mit der CO₂-Klimapanik und mit den teuren nichts taugenden Gegenmaßnahmen zur angeblichen Klimarettung. Weg mit diesem sündhaften Geschäftsmodell.

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Offshore-Wind wird mit falschen Vorzügen angepriesen

David Wojick

Resources for the Future (RFF) hat eine kombinierte Kosten-Nutzen-Analyse für 32 in der Entwicklung befindliche Offshore-Windprojekte in den USA erstellt. Stolz verweisen sie darauf, dass der Nutzen die Kosten um das 14-fache übersteigt. Aber diese angeblichen Vorteile sind nicht nur übertrieben, sie sind erfunden. Es gibt sie einfach nicht.

Ihr ausführlicher Titel lautet „Offshore Wind Power Examined: Effects, Benefits, and Costs of Offshore Wind Farms along the US Atlantic and Gulf Coasts“. Siehe hier.

Die Analyse ist recht einfach, so dass die Irrtümer leicht zu erkennen sind. Es gibt nur vier grundlegende Nutzenbehauptungen. Und natürlich beruhen sie alle auf höchst fragwürdigen Modellrechnungen.

Bevor wir auf die einzelnen Nutzenbehauptungen eingehen, sollten wir auf einen weit verbreiteten Irrtum hinweisen. Man geht davon aus, dass, wenn eine MWh Windkraft eine MWh Kohle- oder Gaskraft verdrängt, die Emissionen der letzteren um die Menge reduziert werden, die zur Erzeugung einer MWh erforderlich ist. Wie ich bereits ausführlich dargelegt habe, ist dies nicht der Fall.

Fossil befeuerte Grundlastkraftwerke werden mit Hochdruckdampf betrieben, der von riesigen Kesseln erzeugt wird. Diese Kraftwerke müssen bereit sein, Strom zu produzieren, während Wind- und Solarkraftwerke mit Unterbrechungen laufen. In der Regel sind sie in Betrieb, während ihre Leistung vorübergehend durch Offshore-Wind verdrängt wird. Die Verringerung der Emissionen ist im Vergleich zu der verdrängten Leistung relativ gering.

Jede der RFF-Vorteilsgrößen basiert auf dieser falschen Annahme der Leistungsverlagerung. Daher wäre jeder Nutzen viel kleiner, als er geschätzt wird, wenn er real wäre. Aber wie wir jetzt sehen werden, sind sie nicht real.

Der erste und bei weitem größte angebliche Nutzen liegt in der Veränderung des Klimawandels. Dieser Nutzen ist größer als die anderen drei zusammen.

Der angebliche Nutzen für das Klima besteht in der Verringerung der Todesfälle durch den Klimawandel in den nächsten 300 Jahren. Ich habe mir das nicht ausgedacht. Hier ist ihre absurde Erklärung:

„Das GIVE-Modell, eines der drei Modelle, auf denen die sozialen Kosten von CO₂ der EPA (2023c) beruhen, geht davon aus, dass jede Million Tonnen CO₂, die im Jahr 2020 emittiert werden, bis zum Jahr 2300 weltweit 43 vorzeitige Todesfälle verursachen (danach zeigt das GIVE-Modell keine Auswirkungen mehr). Unter Verwendung dieses Wertes für die Todesfälle pro Million Tonnen schätzen wir, dass die durch die modellierten Offshore-Windparks verursachten CO₂-Emissionsreduktionen in jedem Jahr ihres Betriebs 1.600 vorzeitige Todesfälle verhindern werden. Diese Verringerung der Sterblichkeit macht einen großen Teil des geschätzten Gesamtwerts der durch die Offshore-Windparks verursachten THG-Emissionsreduzierungen aus.“

Unsere Emissionen verursachen keine Todesfälle durch den Klimawandel, schon gar nicht von jetzt an bis zum Jahr 2300, so dass es diesen Vorteil nicht gibt.

Der nächstgrößere Nutzen liegt in der Verringerung der angeblichen Todesfälle, die durch die Verschmutzung durch Kraftwerke verursacht werden. Hier ist ihre Zusammenfassung dazu:

„Unser Modell schätzt, dass die Offshore-Windparks durch die Verringerung der bodennahen PM2,5-Belastung etwa 436 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in den Vereinigten Staaten verhindern werden. Wir schätzen zusätzliche 84 vermiedene vorzeitige Todesfälle pro Jahr durch die Verringerung der bodennahen Ozonverschmutzung; dies ist jedoch unsicherer als unsere PM2,5 bezogene Mortalitätsschätzung, da die Ozonbildung empfindlicher auf Hintergrundannahmen reagiert und wir die Schätzung auf eine landesweit geschätzte durchschnittliche Ozonsterblichkeitsrate von Kraftwerksemissionen (EPA 2023a) stützen und nicht auf eine Modellierung, die die Standorte der Emissionsänderungen berücksichtigt.“

Kraftwerksemissionen sind nicht die Ursache für diese von der EPA erfundenen Todesfälle, so dass es diesen Vorteil nicht gibt. Ein hervorragendes Buch über den PM2,5-Schwindel ist Steve Milloys „Scare Pollution: Why and How to Fix the EPA“.

Der dritte angebliche Vorteil sind „Einsparungen bei der Stromrechnung“. Auch das habe ich mir nicht ausgedacht. Es ist allgemein bekannt, dass die Kosten für die Datensicherung die erneuerbaren Energien teuer machen, und Offshore-Wind ist eine sehr teure erneuerbare Energie, so dass die Rechnungen nicht sinken, sondern steigen werden.

Um diese vermeintlichen Einsparungen zu erzielen, wird das landgestützte Stromerzeugungssystem grundsätzlich umgebaut und die Offshore-Erzeugung mit billigerem Material gebaut. Hier ist ihre undurchsichtige Zusammenfassung:

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Bau von Offshore-Windparks mit einer Leistung von 35 GW den durchschnittlichen Kapazitätsfaktor der nicht variablen Erzeugungskapazitäten senkt und eine Veränderung im Mix dieser Kapazitäten bewirkt. Die Veränderung ist eine Verlagerung von mehreren GW Kapazität von Typen mit höheren Fixkosten und niedrigeren Betriebskosten zu Typen mit niedrigeren Fixkosten und höheren Betriebskosten, was angesichts des niedrigeren Kapazitätsfaktors die Kosten senkt und die Gewinne erhöht.“

Dass die Senkung des Kapazitätsfaktors die Stromrechnung der Bürger senkt, klingt sicher nach einer modellgetriebenen Fantasie. Außerdem klingt es so, als ob die so genannten Einsparungen von den Rechnungen ausgehen, die in einem zukünftigen Szenario anfallen würden, und nicht von denen, die heute anfallen. In diesem Fall ist die Behauptung ein Trick.

Der letzte Vorteil ist noch weiter hergeholt. Es handelt sich um „Einsparungen bei den Erdgasverbrauchern außerhalb des Stromsektors“. Der einfache Gedanke dahinter ist, dass so viel Gas durch Wind verdrängt wird, dass der Gaspreis für alle sinkt. Nicht viel, wohlgemerkt, aber ein bisschen.

Es heißt: „Die Offshore-Windparks senken den prognostizierten durchschnittlichen Erdgaspreis in den USA und Kanada um 2,5 Prozent, von 4,12 Dollar auf 4,02 Dollar pro MMBtu, weil die Nachfrage nach Erdgas im Stromsektor zurückgeht.“

Wenn die Wirtschaft nur so einfach wäre, aber das ist sie nicht. Gas ist ein riesiger Markt neben der elektrischen Energie. Außerdem wird der größte Teil des fraglichen Gebiets jetzt mit Fracking-Gas versorgt, das um die 2,00 $ kostet. Diese winzige Änderung von 2,5 % ist also nicht glaubwürdig.

Das war’s mit den Scheinvorteilen. Es wird behauptet, dass sie das 14-fache der Kosten betragen, aber es gibt sie nicht. Die Kosten sind jedoch sehr real. Wenigstens hat die RFF die Arbeitsplätze nicht zu den Vorteilen gezählt, denn sie sind Kosten. Sie haben nur Märchen verwendet.

Vielleicht ist dieser Bericht für Politiker und andere Leute geschrieben worden, die ihn zwar zitieren, aber nie lesen werden. Oder vielleicht für Leute, die das Märchen glauben, dass Amerikas tonnenschwere Emissionen in den nächsten 300 Jahren Menschen auf der ganzen Welt umbringen werden. Ich denke, meine Leser sind schlauer als das.

Offshore-Windkraft hat keine Vorteile; sie ist ein zerstörerischer und sehr teurer politischer Fehler.

Link: https://www.cfact.org/2024/10/07/offshore-winds-bogus-benefits-bragged-on/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Bürgerkrieg in der grünen Blase, aber man sollte nicht erwarten, dass die BBC darüber berichtet

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Die Grünen hassen Kohlenwasserstoffe, aber in ihren Reihen bricht ein offener Krieg aus, erkennt doch die Welt außerhalb ihres luxuriösen millenaristischen Kults, dass eine moderne Industriegesellschaft ohne Kohlenwasserstoffe unmöglich zu betreiben ist. In Großbritannien fällt endlich der Groschen, dass Gas die einzige realistische Alternative zu einem Stromsystem ist, das von unzuverlässigen Winden und Sonnenstrahlen angetrieben wird. Aber gleichzeitig macht die verrückte Milliband-Crew die örtliche Öl- und Gasexploration dicht, und Professor Robert Howarth von der Cornell University behauptet, dass transportables amerikanisches Flüssigerdgas (LNG) einen größeren „Kohlenstoff-Fußabdruck“ hat als Kohle. Der Guardian berichtete über einen frühen Entwurf von Cornells Arbeit, die dazu beigetragen hat, dass die Biden- Regierung im vergangenen Jahr anstehende LNG-Exportgenehmigungen gestoppt hat. LNG wurde als Kohlenstoff-„Megabombe bezeichnet. Cornells Arbeit wurde von der milliardenschweren Park Foundation finanziert, die „fortschrittliche“ Anliegen und den Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung unterstützt. Durch einen glücklichen Zufall – solche Zufälle sind in den komplexen Netzen des Green Blob natürlich üblich – hat Park dem Guardian in den letzten drei Jahren 650.000 Dollar gespendet.

Die jüngste Entscheidung der britischen Regierung, 22 Milliarden Pfund für die Abscheidung von Kohlendioxid und dessen unterirdische Verbringung zu verschwenden, ist auf den Umstand zurückzuführen, dass das Gas nicht mehr ausreichend gesichert ist. Die schiere Sinnlosigkeit dieses Vorhabens liegt für viele auf der Hand, denn es erfordert enorme Energiemengen, um ein Gas abzuscheiden und zu komprimieren, das wahrscheinlich irgendwann aus einem nahe gelegenen Loch im Boden entweichen wird. Das ganze Unterfangen erinnert ein wenig an den alten Lag Fletcher, der dem Gefängniswärter MacKay in der Sitcom Porridge von 1970 erzählte, dass die Gefangenen die Erde eines Fluchttunnels versteckt hätten, indem sie ein weiteres Loch dafür gegraben hätten.

Aus geologischer Sicht birgt das Pumpen großer Mengen unter Druck stehenden Gases in den Untergrund einige Risiken. Am 21. August 1986 wurden plötzlich 1,6 Millionen Tonnen magmatisches CO₂ aus dem Grund des Nyos-Sees in Kamerun freigesetzt. Das CO₂, schwerer als Luft, fiel auf die umliegenden Dörfer und ließ 1.746 Menschen ersticken. Das Gas hatte sich unter hohem Druck angesammelt und könnte durch vulkanische Aktivitäten oder ein kleines Erdbeben freigesetzt worden sein. Einer der ersten Standorte für die CO₂-Speicherung in Großbritannien ist die Bucht von Liverpool, und weitere Standorte im ganzen Land wurden bereits identifiziert. Zweifellos werden strenge geologische Richtlinien eingehalten, um sicherzustellen, dass CO₂ nicht in großen Mengen entweicht, aber mit der Zeit könnten sich die Bedingungen ändern. Die vermutete Bedrohung durch Erdbeben reichte aus, um Onshore-Fracking in Großbritannien zu verbieten, und es wird interessant sein zu sehen, ob ähnliche Bedenken aufkommen, wenn viele Millionen Tonnen CO₂ unter Druck versenkt werden sollen.

Wie wir gesehen haben, sind so genannte Klima-„Lösungen“ wie die Kohlendioxidabscheidung bei echten grünen Sektenanhängern verhasst. Die grüne milliardenschwere Aktivistengruppe Oil Change International (OCI) hat die Kohlenstoffabscheidung als „kolossale Geldverschwendung“ bezeichnet. In einem kürzlich erschienenen detaillierten Bericht stellt OCI fest, dass in der Vergangenheit 83 Milliarden Dollar ausgegeben wurden und dass in den USA mehr als 80 % der Projekte fehlgeschlagen sind. „Projekte zur Kohlendioxidabscheidung scheitern immer wieder, kosten zu viel Geld oder sind nicht erfolgreich“, so OCI.

Der Hass rührt daher, dass die Kohlenstoffabscheidung als Legitimation für die weitere Nutzung von Kohlenwasserstoffen angesehen wird. Die weniger verrückten Grünen erkennen endlich, dass sie Kohlenwasserstoffe nicht ganz verbieten können. Das liegt daran, dass die Hälfte der Weltbevölkerung ohne kohlenwasserstoffbasierte Medikamente, Düngemittel, Abfallbeseitigung usw. sterben würde. Aber natürlich haben die wahren Gläubigen recht, wenn sie sagen, dass die Kohlenstoffabscheidung eine kolossale Geldverschwendung ist und kaum mehr als ein Feigenblatt für die weitere Nutzung von Öl und Gas darstellt.

Betrachten wir nun Wasserstoff, eine explosive und ebenfalls teure Geldverschwendung, die jedoch von vielen Grünen als skalierbare Alternative zu Öl und Gas favorisiert wird. Die britische Royal Society hat dies letztes Jahr in einem großen Bericht festgestellt, der von über 40 führenden Wissenschaftlern verfasst worden war. Der Environmental Defence Fund, eine einflussreiche, vom Green Blob finanzierte Aktivisten- und Kampagnenorganisation, sieht das anders. In einem kürzlich veröffentlichten Pamphlet stellte er fest, dass die höhere Verbrennungstemperatur von Wasserstoff mehr umweltschädliches Stickstoffdioxid erzeugt. Darüber hinaus ist das Gas sehr leicht und entweicht leicht in die Atmosphäre. Chemische Veränderungen bewirken dann Pfund für Pfund die 37-fache Erwärmung von CO₂. Unangenehm für die Panikmacher, die noch nicht herausgefunden haben, dass die verschiedenen wärmenden Gase in der Atmosphäre ab einem bestimmten Niveau „gesättigt“ sind, was durch 500 Millionen Jahre Klimabeobachtungen bestätigt wird.

Beim Verständnis dieser in der grünen Bewegung ausbrechenden Bürgerkriegsschlachten wird die breite Öffentlichkeit durch eine Nachrichtensperre gelähmt, die seit langem für alle skeptischen Überlegungen zu Netto-Null und Klimawissenschaft verhängt wurde. Die BBC kann eine 40-minütige antisemitische Tirade des iranischen Führers senden, in der er die Vergewaltigung und das Abschlachten von Frauen und Kindern in Israel rechtfertigt, aber sie wird keine einzige Sekunde eines skeptischen Kommentars über die „anerkannte“ Wissenschaft des Klimawandels berücksichtigen. Ersteres rechtfertigt sie mit dem Argument der freien Meinungsäußerung und der Notwendigkeit, zu informieren, aber sie verweigert eine solche Nachsicht bei Net Zero. Das Ergebnis ist ein Potemkinsches Dorf aus gefälschter Wissenschaft, gefälschten Wetterdaten, lächerlichen Computermodell-Zuschreibungen und -Vorhersagen und Jim Dale/Dale Vince-Verlautbarungen, die sich kaum oder gar nicht wehren können. Weitgehend unbemerkt bleiben die zunehmend bösartigen Kämpfe, die in der grünen Bewegung ausbrechen, während sie ihre Fahrt mit dem Handkarren zur Hölle fortsetzt.

Wenn es dringend notwendig ist, diese internen grünen Kämpfe zu verstehen, ist es wichtig, die Beziehungen offen zu legen, die viele der Beteiligten miteinander verbinden. Professor Howarths Arbeit zielt darauf ab, LNG für politische Zwecke zu verteufeln. Wer sie finanziert und veröffentlicht, ist eine wichtige Information, da sie die künftige Lieferung von LNG an ein gasarmes Großbritannien unter einer Harris-Regierung beeinflussen könnte. Die Mainstream-Medien sind nicht in der Lage, über diese Themen zu berichten, da sie an eine bestimmte Berichterstattung gebunden sind und Skepsis als „Fehlinformation“ abgetan wird. Aber wer was sagt, warum er es sagt und wer dafür bezahlt, dass er es sagt, das sind alles wichtige Informationen, um sich in den zunehmend tückischen Gewässern der grünen und Net-Zero-Politik zurechtzufinden.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/10/07/civil-war-breaks-out-in-the-green-blob-but-dont-expect-the-bbc-to-report-it/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die wahren Gründe wetterbedingter Todesfälle

Vijay Jayaraj

Trotz der Befürchtungen, dass der Klimawandel die Zahl der Naturkatastrophen in die Höhe treibt, ist die Zahl der wetterbedingten Todesfälle drastisch zurückgegangen.

Nach Angaben der Emergency Event Database ist die Gesamtzahl der weltweiten Todesfälle pro Jahrzehnt durch wetterbedingte Katastrophen seit den 1920er Jahren um mehr als 96 % zurückgegangen. Die Daten zeigen, dass die Zahl dieser Todesfälle zwischen 1960 und 2020 im Vergleich zum Zeitraum zwischen 1920 und 1959 in einem noch nie dagewesenen Maße zurückgegangen ist.

Dieser Rückgang ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass sich die Weltbevölkerung in diesem Zeitraum mehr als vervierfacht hat, von etwa 2 Milliarden im Jahr 1920 auf fast 8 Milliarden im Jahr 2020.

Der dramatische Rückgang der Todesfälle ist nicht nur eine statistische Größe, sondern stellt eine grundlegende Verbesserung der Fähigkeit unserer Spezies dar, sich anzupassen und den Naturgewalten zu widerstehen. Es ist eine Geschichte des Triumphs über Widrigkeiten und der Innovation im Angesicht der Gefahr.

Warum die Zahl von Todesopfern so gesunken ist

Jahrtausende lang diktierten die Launen des Wetters den Aufstieg und Fall von Zivilisationen, bestimmten den Erfolg von Ernten und forderten allzu oft unzählige Menschenleben. Das 20. Jahrhundert markierte jedoch einen entscheidenden Wendepunkt in diesem uralten Kampf.

Einer der wichtigsten Faktoren für die Verringerung der Todesfälle war die dramatische Verbesserung der Infrastruktur, insbesondere in den Entwicklungsländern. Die Weltorganisation für Meteorologie stellt in ihrem Bericht „State of the Global Climate 2023“ fest, dass verbesserte Frühwarnsysteme und Katastrophenmanagement die Zahl der Todesopfer durch extreme Wetterereignisse weiter verringert haben.

Bangladesch, einst berüchtigt für Todesfälle durch Wirbelstürme, hat einen dramatischen Rückgang der Opferzahlen zu verzeichnen. Im Jahr 1970 tötete der Zyklon Bhola schätzungsweise 300.000 bis 500.000 Menschen. Im Gegensatz dazu verursachte der Zyklon Amphan im Jahr 2020 zwar beträchtliche Schäden, forderte aber weniger als 100 Todesopfer in Bangladesch, was vor allem auf die frühzeitige Warnung und die Evakuierungsmaßnahmen zurückzuführen ist.

Die Niederlande, wo ein großer Teil des Landes unter dem Meeresspiegel liegt, sind ein Vorreiter im Hochwasserschutz. Ihr System aus Deichen, Dämmen und Sturmflutwehren, darunter das berühmte Maeslant-Bauwerk in der Nähe von Rotterdam, hat das Land wirksam vor Überschwemmungskatastrophen geschützt.

In den Vereinigten Staaten hat das Projekt zum Schutz des Mississippi und seiner Nebenflüsse, das nach der großen Mississippi-Flut von 1927 initiiert wurde, Überschwemmungsschäden in Milliardenhöhe verhindert. Ähnliche Projekte auf der ganzen Welt, vom Drei-Schluchten-Damm in China bis zur Themse-Sperre in London, haben ebenfalls unzählige Menschenleben gerettet.

In hurrikangefährdeten Gebieten sind die Gebäude jetzt so konstruiert, dass sie starken Winden und umherfliegenden Trümmern standhalten. Die Einführung strenger Bauvorschriften in Florida nach dem Hurrikan Andrew im Jahr 1992 hat die strukturellen Schäden bei nachfolgenden Stürmen erheblich verringert.

In ähnlicher Weise haben erdbebensichere Bautechniken in seismisch aktiven Regionen zahlreiche Menschenleben gerettet. Die strengen Bauvorschriften Japans, die vorschreiben, dass Bauwerke schweren Erdbeben standhalten müssen, haben die Zahl der Todesopfer bei seismischen Ereignissen drastisch reduziert.

Dürre war früher eines der tödlichsten klimatischen Ereignisse, das sogar die Herrschaft berühmter Reiche beendete. Heute haben Fortschritte in der Agrartechnologie und -praxis die Zahl der Todesfälle durch dürrebedingte Hungersnöte erheblich reduziert. So hat beispielsweise die Entwicklung von dürretolerantem Mais Millionen von Bauern in Afrika geholfen.

Falsche Zuordnung der Ursachen für Schäden

Trotz des beispiellosen Rückgangs der durch Naturkatastrophen verursachten Todesfälle wird jedoch behauptet, dass die wirtschaftlichen Kosten von Naturkatastrophen gestiegen sind. Es stimmt zwar, dass die monetären Verluste zugenommen haben, doch ist dies zum Teil auf mangelnde Planung zurückzuführen, durch die immer wertvolleres Eigentum den Risiken von Sturmfluten und Winden ausgesetzt wird.

Ein klassisches Beispiel hierfür ist die indische Stadt Chennai (ehemals Madras), in der Überschwemmungen aufgrund des desolaten Zustands der Infrastruktur zu einem regelmäßigen Ereignis geworden sind. Die neuesten Baugebiete der Stadt befinden sich in Gebieten, in denen sich das Wasser auf natürliche Weise staut und die Bewohner bei starken Regenfällen gefährdet sind.

Als ich vor einiger Zeit in dieser Stadt lebte, musste ich in knietiefem Wasser waten, um mein Gepäck von einem Parkplatz zu holen, auf welchem mir das Wasser bis zur Hüfte stand.

Eine einfache Analyse ergab, dass es in Chennai über viele Jahrzehnte hinweg immer wieder zu schweren Regenfällen gekommen ist. Die wiederholten Überschwemmungen in dieser und anderen Städten sind in erster Linie auf Missmanagement zurückzuführen, nicht auf den Klimawandel.

Dort, wo der menschliche Einfallsreichtum angewandt wird, war er spektakulär erfolgreich bei der Bekämpfung der Bedrohungen durch die Natur. Das Manko der Menschheit in dieser Geschichte ist, dass sie es versäumt hat, ihr Know-how angemessen anzuwenden, anstatt es zu vernachlässigen, nur um ein unkontrollierbares Klima zu kontrollieren versuchen.

This commentary was first published at American Thinker on September 29, 2024.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/10/04/the-real-cause-of-weather-related-deaths/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Medien: Hört auf, den „Klimawandel“ für Hurrikane verantwortlich zu machen!

Linnea Lueken

Nachdem der Hurrikan Helene über Florida und andere Bundesstaaten hinweggefegt ist, habe ich keinen Zweifel daran, dass die Medienvertreter ihre eigenen Sturmvorbereitungen treffen. Klimaalarm-Journalisten haben mit ziemlicher Sicherheit bereits Geschichten verfasst, in denen sie behaupten, dass alle Auswirkungen des Sturms auf den Klimawandel zurückzuführen sind, und propagandistische Zuschreibungsgruppen wie World Weather Attribution bereiten sich darauf vor, „Studien“ zur schnellen Zuschreibung zu veröffentlichen, um die Behauptungen der Journalisten zu untermauern.

Noch bevor die Zerstörung richtig eingeschätzt wird, wird es wahrscheinlich Dutzende von Artikeln in den Mainstream-Nachrichten geben, in denen behauptet wird, dass Helene aufgrund des Klimawandels stärker, wahrscheinlicher oder schädlicher geworden ist. Die Journalisten werden die Versicherungskosten in Florida oder die Kosten für die durch den Sturm verursachten Schäden im Allgemeinen anführen, als ob dies ein Beweis für diese Behauptungen wäre. Das ist natürlich Blödsinn. Natürlich sind Sturmschäden teurer, wenn die Grundstückswerte steigen und sich die Bebauung ausweitet, und der Klimawandel scheint eine furchtbar bequeme Ausrede für die Erhöhung der Versicherungsprämien zu sein, wenn die Daten zeigen, dass die Hurrikane in Florida nicht häufiger oder intensiver werden. Tatsächlich gab es in Florida kürzlich 11 Jahre lang keinen einzigen Hurrikan, was für den Staat eine echte Anomalie war.

Ich werde mich hier jedoch nicht nur auf Wirbelstürme konzentrieren, denn die Medien tun dies bei jeder Art von Wetterereignis, insbesondere bei solchen, die Menschenleben und Sachschäden zur Folge haben. Oft sind es aber tatsächlich die Klimapolitik und das Versäumnis, die Infrastruktur ordnungsgemäß zu warten und zu verbessern, welche die meisten Probleme verursachen.

Manchmal wird in den Medien sogar behauptet, dass der Klimawandel es den Menschen erschwert, sich vor extremen Wetterereignissen zu schützen. Das ist schlichtweg falsch.

Sie weisen zu Recht darauf hin, dass Obdachlose aufgrund des Mangels an Unterkünften und Klimaanlagen eher krank werden und an extremen Temperaturen sterben. Dies ist jedoch nicht auf den Klimawandel zurückzuführen. Die Behauptungen über das „heißeste Jahr aller Zeiten“ sind fragwürdig und beruhen auf äußerst unvollständigen Daten. Die Wahrheit ist, dass es vor der Einführung von Satelliten nur wenige Temperaturaufzeichnungen außerhalb der Vereinigten Staaten und Europas gibt. Wir sind daher gezwungen, uns auf Stellvertreterdaten zu verlassen, die ortsspezifisch sind; aber selbst dann deuten viele von ihnen darauf hin, dass es allein in den letzten 10.000 Jahren mehrere Perioden gab, in denen es wärmer war als heute.

Ebenso wichtig ist, dass Obdachlose bei kaltem Wetter mit größerer Wahrscheinlichkeit an den Folgen der Kälte sterben, und das sind jedes Jahr sehr viele. Die Medien ignorieren dies, da es nicht in das Narrativ der „gefährlichen globalen Erwärmung“ passt.

Insgesamt ist die Zahl der Menschen, die an diesen extremen Temperaturen sterben, in den letzten mehr als hundert Jahren weltweit rapide zurückgegangen, was vor allem auf einen massiven Rückgang der kältebedingten Todesfälle zurückzuführen ist.

Auch die Zahl der Todesfälle durch Klima- und Wetterkatastrophen im Allgemeinen ist zurückgegangen.

Wem verdanken wir diese verbesserten Bedingungen? Genau den Dingen, von denen die Klimaalarmisten wollen, dass wir sie loswerden – nämlich den fossilen Brennstoffen und ihren Nebenprodukten.

Klimaanlagen und Heizungen werden in wohlhabenderen Ländern, in denen wir sie als selbstverständlich ansehen, stark unterschätzt. Sie verhindern jedoch jedes Jahr Zehntausende von unnötigen Todesfällen aufgrund von Überhitzung. Diese Art von Luxus wird allmählich teurer, was es für ärmere Menschen schwieriger macht, ihn sich zu leisten, und zwar aufgrund der Anti-Energie-Politik, welche die gleichen Alarmisten fördern.

Studien haben ergeben, dass die von der Biden-Harris-Regierung vorangetriebenen Vorschriften der US-Umweltschutzbehörde für Kraftwerke zu Instabilität im Stromnetz und massiven Stromausfällen führen werden. Wind- und Solarenergie sind nicht abschaltbar, und die Batterietechnologie ist nicht annähernd so skalierbar, wie es nötig wäre. Dies führt zu höheren Preisen und einer geringeren Zuverlässigkeit der Stromversorgung, was niemandem hilft, der versucht, selbst bescheidene Wetterereignisse zu bewältigen.

Auch wenn die politische Linke Kunststoffe gerne verunglimpft, spielen sie doch eine entscheidende Rolle bei der Sterilität medizinischer Einrichtungen und haben die Überlebensfähigkeit großer Operationen verbessert.

Die hurrikansichere Infrastruktur im Hurrikanland stützt sich ebenfalls in hohem Maße auf Nebenprodukte der Öl- und Gasraffinerie und energieintensive Herstellungsverfahren: Acryl- und Verbundglasfenster, wasserbeständige Unterlagsmaterialien auf Dächern, Abdeckungen, Isolierungen, Hochleistungsbeton, Verankerungssysteme und vieles mehr, was ich hier nicht aufzählen kann.

Diese Art von fortschrittlicher Infrastruktur ist teuer, aber sie ist es wert. Das Problem ist, dass sie teurer wird, manchmal sogar unerschwinglich, wenn die Klimapolitik die Nutzung fossiler Brennstoffe erschwert – eine Politik, die nichts zur Verhinderung von Wirbelstürmen und Hitzewellen beitragen wird.

Bleiben Sie in Sicherheit und seien Sie klug, wenn das Wetter schlecht aussieht, aber seien Sie sich bewusst, dass unsere Ängste von genau den Leuten manipuliert werden, die versuchen, eine Politik zu fördern, die uns tatsächlich in zunehmende Gefahr bringt.

Linnea Lueken is a research fellow with the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy at The Heartland Institute.

Link: https://www.wnd.com/2024/10/media-stop-blaming-climate-change-for-hurricanes/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung: Inzwischen wird ein weiterer Hurrikan in Florida massive Schäden verursachen, nur wenig südlich des vorherigen Ereignisses.