Falsch, Newsweek: Die Hitzetoten in Europa sind ein Versagen der Politik und keine Folgen des Klimawandels

Anthony Watts

Newsweek behauptet in dem kürzlich erschienenen Artikel [Titel übersetzt] „Hunderte sterben bei rekordbrechender Hitzewelle in Europa: Wie lange wird sie anhalten?“, dass die aktuelle tödliche Hitzewelle in Europa die wachsenden Gefahren des Klimawandels verdeutliche, und deutet an, dass steigende Treibhausgasemissionen dazu führen, dass Hitzewellen häufiger auftreten und gefährlicher werden. Das ist falsch. Die eigentliche Ursache ist nicht der Klimawandel, sondern das jahrzehntelange Versäumnis Europas, seinen Bürgern den wirksamsten Schutz vor extremer Hitze zu ermöglichen: Klimaanlagen.

Newsweek hat diese Meldung wohl aus Brüssel. Auch Cap Allon hat dazu schon etwas geschrieben, in deutscher Übersetzung hier. A. d. Übers.

Es steht außer Frage, dass Hitzewellen tödlich sein können, insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Laut einem Bericht von Newsweek sind während der aktuellen Hitzewelle in Spanien, Frankreich und anderen Teilen Europas Hunderte von Todesfällen zu verzeichnen.

Die naheliegende Frage lautet: Warum? Wäre der Klimawandel die Hauptursache für diese Todesfälle, würde man erwarten, dass Länder mit dem heißesten Klima die höchste Sterblichkeitsrate aufweisen. Doch Orte wie Arizona, Texas, Florida und Nevada verzeichnen jeden Sommer regelmäßig Temperaturen von weit über 100°F (38°C), ohne dass es zu vergleichbaren Spitzen bei den hitzebedingten Todesfällen kommt.

Der Unterschied liegt nicht im Wetter, sondern in der Politik – in diesem Fall in politischen Maßnahmen, die den Einsatz von Klimaanlagen einschränken oder unattraktiv machen.

Mehr als 90 Prozent der amerikanischen Haushalte verfügen über eine Klimaanlage. In weiten Teilen des Südens der Vereinigten Staaten ist diese fast allgegenwärtig. Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen, Büros, Einkaufszentren und Privathäuser bieten Schutz vor gefährlicher Hitze. Europa hat einen anderen, tödlichen Weg eingeschlagen.

Im Gegensatz dazu verfügen europaweit nur etwa 20 Prozent der Haushalte über eine Klimaanlage, und in UK liegt dieser Anteil bei weniger als 5 Prozent. Auch in Deutschland ist die Verbreitung ähnlich gering. Diese Zahlen sind nicht auf technologische Einschränkungen zurückzuführen. Sie sind das Ergebnis jahrzehntelanger Regierungspolitik und einer Umweltideologie, die den Einsatz von Klimaanlagen zugunsten einer Reduzierung des Stromverbrauchs und damit der Kohlendioxidemissionen ablehnt. Interessanterweise sind es gerade die Wohnungen und Geschäftsräume der wohlhabenden Eliten – also jener, die sich oft für eine Einschränkung des Einsatzes von Klimaanlagen aussprechen –, die am häufigsten über eine Klimaanlage verfügen.

Großbritannien ist vielleicht das deutlichste Beispiel für diese politische Idiotie.

Wie kürzlich sowohl die „New York Times als auch AOL berichteten, legen britische Bauvorschriften und Planungsrichtlinien seit langem den Schwerpunkt auf „passive Kühlung“, während Klimaanlagen als etwas betrachtet werden, das nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Viele Wohnhäuser, Schulen, Büros und sogar einige Krankenhäuser wurden ohne Klimaanlagen gebaut oder renoviert, da die politischen Entscheidungsträger diese als ökologisch unerwünscht ansahen. Diese Entscheidungen haben Konsequenzen.

Wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, haben Millionen von Menschen schlichtweg keine praktische Möglichkeit, ihre Wohnungen zu kühlen. Das ist kein Versagen des Klimas, sondern ein Versagen der Politik. Ironischerweise reagieren viele der gleichen Regierungen, die in normalen Zeiten von Klimaanlagen abraten, auf Hitzewellen mit der Einrichtung klimatisierter Kühlzentren. In Frankreich finden sich ausgewiesene öffentliche Kühlzentren (oft als „salles fraîches“ bezeichnet) in Rathäusern, Sporthallen und Bibliotheken.

Mit anderen Worten: Die Behörden wissen ganz genau, dass Klimaanlagen Leben retten. Sie haben es den Menschen jedoch jahrelang erschwert, diesen Schutz in ihren eigenen vier Wänden zu nutzen.

Wie „Climate Realism“ in seiner Gegendarstellung gegenüber dem TIME-Magazn Anfang dieses Jahres erklärte, retten Klimaanlagen Menschen vor der Hitze. Sie verursachen keine Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit.

Auch „Newsweek“ führt das aktuelle Ereignis auf ein anhaltendes Hochdruckgebiet zurück. Diese Erklärung ist korrekt. Derartige Gebilde sind gut erforschte meteorologische Phänomene, die als Omega-Block bezeichnet werden und seit jeher in den historischen Aufzeichnungen vorkommen, wie aus der folgenden Abbildung des britischen Telegraph hervorgeht:

Der Artikel irrt jedoch in der Behauptung, dass der Klimawandel diese Ereignisse häufiger und schwerwiegender macht. Die zitierten Experten stützen ihre Prognosen größtenteils auf Vorhersagen von Klimamodellen und nicht auf direkte Beobachtungsdaten. Sie argumentieren, dass Treibhausgase die Grundtemperatur nach oben verschieben und dadurch Hitzeextreme wahrscheinlicher machen.

Das ist eine Hypothese, die in erster Linie durch Klimamodelle gestützt wird. Modelle sind keine Daten, und manche Klimamodelle sind so schlecht, dass sie aus dem Verkehr gezogen wurden.

Europa erlebt seit Jahrhunderten verheerende Hitzewellen. Die tödliche Hitzewelle in Europa im Jahr 2003 ereignete sich lange bevor Attributionsstudien heute so viel Aufmerksamkeit erhalten. Frühere Hitzewellen traten im gesamten 20. Jahrhundert auf, lange bevor moderne Bedenken hinsichtlich Treibhausgasen aufkamen. Ein gutes Beispiel ist die Hitzewelle auf den Britischen Inseln und in Frankreich im Jahr 1976, die zu einer Zeit auftrat, als sich die Erde abkühlte und viele Wissenschaftler davor warnten, dass die nächste Eiszeit bevorstehen könnte. Es gibt keine Beobachtungsdaten, die auf einen langfristigen Trend hinsichtlich des Zeitpunkts, des Ortes oder der Schwere von Hitzewellen hindeuten, was darauf schließen lassen könnte, dass der Klimawandel solche Ereignisse meteorologisch verändert.

Omega-Blockierungen entstehen aufgrund atmosphärischer Zirkulationsmuster, anhaltender Hochdruckgebiete, der Bodenfeuchtigkeit und regionaler Wetterdynamik. Es handelt sich um kurzfristige Wetterereignisse, die es schon so lange gibt, wie es die Menschheit gibt – und lange bevor Menschen begannen, das Wetter zu erforschen.

Diese Blockierungen gibt es natürlich auch im Winter. Dann haben sie lang anhaltende und meist extreme Kälteperioden zur Folge. A. d. Übers.

Ob diese Wetterereignisse zu humanitären Katastrophen werden, hängt von folgenden Faktoren der Vorsorge ab:

• Bezahlbarer Strom.

• Zuverlässige Stromnetze.

• Zugang zu Kühlmöglichkeiten.

• Notfallmaßnahmen.

Das sind die Faktoren, die Leben retten. Anstatt diese praktischen Lösungen in den Vordergrund zu stellen, greift Newsweek weitgehend das mittlerweile altbekannte Märchen auf, wonach der Klimawandel der eigentliche Übeltäter sei. Diese Darstellung lässt fälschlicherweise die weitaus unmittelbarere Ursache für die Anfälligkeit Europas außer Acht.

Der Kontinent hat jahrelang eine Energiepolitik verfolgt, welche die Strompreise in die Höhe trieb und gleichzeitig den Einsatz einer der bedeutendsten Technologien für die öffentliche Gesundheit behinderte, die je erfunden wurden.

Klimaanlagen haben weltweit Millionen von Menschenleben gerettet. Sie reduzieren Hitzestress drastisch, beugen Dehydrierung vor und schützen ältere Menschen bei extremen Wetterbedingungen. Sie als Umweltproblem statt als Lösung für die öffentliche Gesundheit zu betrachten, war und ist einer der kostspieligsten Fehler Europas.

Nach Angaben der Harvard School of Engineering and Applied Sciences ist die Klimatisierung eine der bedeutendsten Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit in der Geschichte, verhindert sie doch jährlich Hunderttausende vorzeitiger hitzebedingter Todesfälle. Durch die drastische Verringerung der Anfälligkeit gegenüber extremer Hitze ist die Kühlung von Wohnräumen zu einer unverzichtbaren Überlebenshilfe geworden, insbesondere für ältere Menschen und gefährdete Bevölkerungsgruppen weltweit.

Newsweek stellt die Hitzewelle in Europa als ein weiteres Kapitel der Klimakrise dar, doch die Fakten deuten darauf hin, dass es sich vielmehr um ein weiteres Kapitel einer politischen und gesellschaftlichen Krise handelt, bei der unbegründete Ängste vor dem künftigen Klimawandel – gestützt auf nicht vorhandene Beweise – über die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen gestellt werden.

Die immer wieder auftretenden Hitzetoten in Europa sind die vorhersehbare Folge davon, dass Regierungen genau jene Technologie behindern, welche die Amerikaner – und die Eliten in ihren eigenen Ländern – seit Generationen vor tödlicher Sommerhitze schützt.

Solange die politischen Entscheidungsträger Klimaanlagen nicht als lebensrettende Technologie anerkennen, sondern weiterhin als Klimasünder behandeln, wird Europa weiterhin den Preis für eine als Umweltpolitik getarnte Ideologie zahlen. Newsweek kommt seiner journalistischen Pflicht nicht nach darauf hinzuweisen.

Link: https://climaterealism.com/2026/06/wrong-newsweek-europes-heat-deaths-are-a-policy-failure-not-a-climate-failure/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Eine weitere sinnlose Versammlung der UN-Klima-Bürokraten

Craig Rucker

Was für ein grandioser Wortschwall.

Das Nebenorgan für die Umsetzung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (SBI-UNFCCC) hat gerade seine jüngste Sitzung in Bonn beendet. Unter der Abkürzung SB64 handelte es sich um die 64. Sitzung dieser nüchternen Gruppe von „Multi-Stakeholder-Koalitionen“ – Politiker, Regierungsbeamte, wirtschaftsorientierte Interessenvertreter und Aktivisten der „Zivilgesellschaft“ – mit rund 7.000 Teilnehmern.

Zehn Tage lang (vom 8. bis 18. Juni) diskutierten und intrigierten sie, um Weichen zu stellen und die Tagesordnung für die COP31 festzulegen, die 31. UN-Klimakonferenz, die später in diesem Jahr in der Türkei stattfinden soll – das jährliche Treffen klimabesessener und geldgieriger Länder.

SB64 sei darauf ausgerichtet, die „Umsetzung“ früherer Klimaziele zu „beschleunigen“, erklärte der designierte Vorsitzende der COP31, Murat Kurum aus der Türkei. Warum? Weil „unser gemeinsames Zuhause, die Erde, gerade eine der kritischsten Phasen durchläuft, denen sie je ausgesetzt war.“ (Wie oft haben wir das schon gehört?)

Tatsächlich erklärte der Internationale Gerichtshof im Anschluss an die letztjährige COP30 in Brasilien, dass Treibhausgasemissionen „eindeutig“ das „gesamte Klimasystem“ der Erde beeinträchtigen und eine „existenzielle“ Bedrohung für „alle Lebensformen und die Gesundheit unseres Planeten“ darstellen.

Daher, so entschied der Gerichtshof, verstoßen alle Industrieländer, die ihren Beitrag zur Verhinderung des weiteren Klimawandels nicht leisten, gegen das grundlegende „Menschenrecht“ auf eine „saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt“ – und könnten wegen ihrer „völkerrechtswidrigen Handlungen“ zivil- und strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Wie praktisch.

SB64 und die bevorstehende COP31 legen „klare, messbare Ziele“ fest, deren Erreichung sie von den Ländern weltweit bis 2035 erwarten. Damit soll sichergestellt werden, so heißt es, dass zuvor festgelegte Ziele durch „gemeinsame Verantwortung, enge Zusammenarbeit und entschlossene Umsetzung“ „vollständig in die Tat umgesetzt werden“.

Natürlich wart ihr, die einfachen Arbeitnehmer und andere Menschen, nicht eingeladen. Ihr hattet kein Mitspracherecht bei eurer Zukunft, in der es um die Rettung des Planeten geht. Das war die Aufgabe der Regierungen, NGOs und anderer linksextremer „Interessengruppen“, die wissen, was für euch und eure Familie, eure Gemeinschaft, euer Land und den Planeten am besten ist. Zu ihren Maßnahmen gehören unter anderem:

• Die Energiewende beschleunigen, indem die weltweite Elektrifizierungsquote auf 35 % gesteigert wird – mit Wind- und Solarenergie.

• Die Energieintensität von Gebäuden um 25 % senken, um Städte „widerstandsfähiger und effizienter“ zu machen.

• Eine grüne Industrialisierung, Produktion und Fertigung vorantreiben, indem die „Kreislaufwirtschaft bei Materialien“ weltweit auf 15 % oder mehr erhöht wird.

• „Jedem jungen Menschen“ weltweit Zugang zu Bildung verschaffen, „die das Bewusstsein für die Klimakrise schärft“, und jedem jungen Landwirt eine Ausbildung in „klimaresilienten landwirtschaftlichen Praktiken“ ermöglichen.

• Ländern dabei helfen, ihre „national festgelegten Beiträge“ in „investitionsfähige Projektportfolios“ für die zukünftige „globale grüne Wirtschaft“ umzuwandeln.

Lassen Sie mich das in verständliche Sprache und konkrete Maßnahmen übersetzen. Kurz gesagt: Die UNO will uns eine Fantasiewelt aufzwingen, die aus unzuverlässiger „Elektrifizierung“ durch Wind- und Solarenergie, ineffizienten „Effizienz“-Vorgaben, verbindlichen Recyclingquoten, Indoktrination der Jugend und einem massiven Vermögenstransfer besteht, der als „grüner Wirtschaftsfonds“ getarnt ist.

All das ist ein Wunschtraum.

Das Einzige, worauf afrikanische, asiatische und andere Schwellenländer „umsteigen“, sind Kohle, Öl, Gas und Atomkraft. Und wer kann es ihnen verübeln?

Das ist immer noch besser, als Holz und Dung zu verbrennen und ein Leben in Energiearmut zu führen. Sie haben miterlebt, wie Deutschland, Großbritannien und andere Länder ihre Volkswirtschaften, die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Lebensstandard mit hirnrissigen Plänen für grüne Energie ruiniert haben. Sie wissen, dass die Elektrifizierung aller Bereiche und deren Betrieb mit unbeständiger Wind- und Solarenergie ein Rezept für eine Katastrophe ist.

Was das „Recycling“ angeht: Nun, das wird funktionieren, wenn es praktisch und wirtschaftlich sinnvoll ist – aber nicht, wenn nicht gewählte UN-Bürokraten es verlangen.

Und all dieses Gerede vom „Bewusstseinsaufbau“ für die angebliche Klimakrise ist nichts anderes als die Verbreitung von alarmistischer Klimahysterie unter jungen Menschen – alles mit dem Ziel sicherzustellen, dass nüchterne Fakten und alternative Standpunkte niemals Gehör finden.

Was die national festgelegten Beiträge (NDCs), investierbare Projektportfolios, globale grüne Volkswirtschaften sowie gemeinsame Verantwortung und Zusammenarbeit angeht – das ist reines UN-Geschwätz, um den derzeit wohlhabenden Nationen Milliarden und Billionen Dollar abzunehmen und ihr Geld an Entwicklungsländer (insbesondere deren kleptokratische Herrscher) als „Wiedergutmachung“ für vergangene Klimasünden weiterzugeben.

Zu den weiteren Klimazielen und Maßnahmen der UNO, wie sie für solche Konferenzen typisch sind, gehören der Ersatz von Fleisch durch Proteine aus Insekten, die Unterbringung von Menschen in Hochhauswohnungen in „fußgängerfreundlichen, nachhaltigen“ Städten, die drastische Senkung des jährlichen Wirtschaftswachstums sowie die Vorschrift, welche Berufe die Menschen ausüben dürfen, wie viele Quadratmeter Wohnfläche ihnen zustehen, wie und wie oft sie reisen dürfen und wie viele „Klima-Migranten“ sie in ihren Gemeinden aufnehmen müssen.

Glücklicherweise hat Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten aus der UNFCCC, dem Pariser Abkommen und der Teilnahme an den Klimakonferenzen (COPs) zurückgezogen. Auch andere Länder überdenken derzeit ihre Unterwürfigkeit gegenüber den herrschenden Eliten der UNO und deren Phantastereien von Energie- und Klimakontrolle.

Die Farce wird wahrscheinlich weitergehen, da so viel Geld, Prestige und Macht auf dem Spiel stehen. Doch die Zukunft gehört nach wie vor der Kohle, dem Öl, dem Erdgas und der Kernenergie – und der Bereitschaft, sich gegen Tyrannen und Scharlatane zu behaupten.

This post originally appeared at The Daily Caller

Link: https://www.cfact.org/2026/06/26/un-climate-bureaucrats-hold-another-useless-meeting/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Hitzewelle in Europa ist NICHT die Krise – wohl aber die Energie-Armut

Vijay Jayaraj

[Alle Hervorhebungen im Original]

Kälte fordert neunmal mehr Todesopfer als Hitze, doch nur für Letzteres werden fossile Brennstoffe verantwortlich gemacht.

Wenn die Temperaturen in Europa steigen, heizt sich die politische Rhetorik noch schneller auf. Schon wenige Tage nach der Hitzewelle im Juni 2026 beeilten sich bekannte Stimmen, Schuld zuzuweisen. John Kerry bezeichnete die derzeitige US-Regierung in einem Interview mit der BBC in Bezug auf den Klimaschutz als „gefährlich und rücksichtslos“. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Autor}]

UN-Klimachef Simon Stiell erklärte, dass „die brutale Hitzewelle in Europa überall die Spuren der Klimakrise trägt; sie ist der jüngste Preis, den wir für die Verschmutzung durch fossile Brennstoffe zahlen müssen, die unseren Planeten aufheizen.“

Diese Übertreibung entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Die Dringlichkeit der Behauptungen, dass Kohlendioxid (CO₂) die Atmosphäre überhitzt, findet in Berichten über Kälteeinbrüche, die mindestens ebenso gefährlich sind, niemals ihren Niederschlag.

Dieses Ungleichgewicht reflektiert eine apokalyptische Propaganda, die Angst und Ideologie über Details und Beweise stellt.

Was hat also die Hitzewelle ausgelöst? Die Ursache scheint ein natürliches meteorologisches Phänomen zu sein, das als „Omega-Blockierung“ bekannt ist. Der Jetstream bildete einen riesigen Hochdruckrücken, der zwischen zwei Tiefdruckgebieten eingeklemmt war.

Der Druckunterschied, dessen Konturlinien dem griechischen Buchstaben Omega ähneln, befördert durch einen natürlichen atmosphärischen Prozess heiße Luft aus der Sahara nach Westeuropa.

Ein regionales Wetterphänomen auf benzinbetriebene Autos zurückzuführen führt die Öffentlichkeit bewusst in die Irre und rechtfertigt eine verstärkte staatliche Kontrolle über das tägliche Leben. Diese selektive Darstellung wird noch beunruhigender, wenn man die Sterblichkeitsdaten für Hitze und Kälte genauer betrachtet.

Eine in „The Lancet“ veröffentlichte Studie untersuchte temperaturbedingte Todesfälle in 43 Ländern zwischen 2000 und 2019. Die Ergebnisse sind erschreckend: Im Durchschnitt standen jährlich 4,59 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit Kälte, verglichen mit 489.000 durch Hitze – ein Verhältnis von fast 9 zu 1. Kälte ist der weitaus größere Killer.

Panikmache geht selten auf Details ein, die zwar wichtig sind, aber nicht zur gewünschten Agenda beitragen. So widerlegen beispielsweise die langfristigen Temperaturaufzeichnungen in den USA die Behauptung, der Planet sei „kochend“ heiß.

Eine Analyse von 711 Wetterstationen im ganzen Land mit über einem Jahrhundert ununterbrochener täglicher Beobachtungen zeigt, dass die Häufigkeit von Rekord-Höchsttemperaturen zurückgegangen ist und nicht zugenommen hat.

Doch im öffentlichen Diskurs wird diese Realität ignoriert. Die Mainstream-Medien geraten wegen der Sommerhitze in Panik und verschlafen die Winterkälte.

Warum geben Regierungen keine dringenden Warnungen vor unzureichender Heizung heraus? Warum halten internationale Organisationen keine Pressekonferenzen zur Wintersterblichkeit ab?

Tatsächlich geht die wahre Gefahr nicht von Spurengasen in der Atmosphäre aus, sondern von drakonischen energiepolitischen Maßnahmen, die der Arbeiterklasse von realitätsfernen Politikern aufgezwungen werden. Das aggressive Vorantreiben der Netto-Null-CO₂-Emissionen hat in der gesamten westlichen Welt eine selbstverschuldete wirtschaftliche Katastrophe ausgelöst.

Schauen Sie sich UK an, um zu sehen, wie die Zukunft unter grünen Vorgaben aussieht.

Schon die teilweise Umsetzung des „Netto-Null“-Ziels hat seit dem Jahr 2000 zu einem starken Rückgang des Pro-Kopf-Stromverbrauchs in UK geführt – ein Rückgang, der Großbritannien hinsichtlich der Energieverbrauchstrends auf eine Stufe mit einigen der ärmsten Länder der Welt stellt.

Britische Hersteller haben gewarnt, dass hohe Energiepreise die Produktion ins Ausland verlagern und ganze Branchen bedrohen. Unternehmen aus dem Gastgewerbe berichten, dass die Energiekosten bis zu 65 % gestiegen sind.

Wenn Hitze gefährlich ist, sollte der Zugang zu Kühlung ausgeweitet statt eingeschränkt werden. Klimaanlagen gehören zu den wirksamsten Mitteln der menschlichen Anpassung. In Teilen Europas führen jedoch hohe Stromkosten und behördlicher Druck dazu, dass Kühlung immer weniger verfügbar ist.

Die Grausamkeit dieser Agenda reicht weit über die Grenzen der westlichen Nationen hinaus.

Wenn globale Institutionen die vollständige Abschaffung fossiler Brennstoffe fordern, um eine imaginäre Klimakrise zu verhindern, verurteilen sie Milliarden von Menschen in Entwicklungsländern zu dauerhafter Armut. Dort kann der Zugang zu erschwinglichen und reichlich vorhandenen fossilen Brennstoffen über Leben und Tod entscheiden.

Die jüngste Hitzewelle in Europa sollte Anlass zu einer Neubewertung geben, nicht zur Wiederholung abgedroschener Argumente. Sie sollte Fragen zur Vorsorge, zur Infrastruktur und zum Zugang zu Energie aufwerfen.

Stattdessen wurde das Wetter genutzt, um eine Propaganda zu untermauern, welche die dringendsten Herausforderungen der einfachen Menschen außer Acht lässt und sie dadurch weniger anpassungsfähig an widrige Bedingungen macht.

Es ist an der Zeit, aus diesem durch Angst hervorgerufenen Koma zu erwachen. Die Manipulation der Öffentlichkeit hat zu einem massiven Anstieg der Kosten für Strom, Heizung und Kühlung geführt.

Mehr bei CO2 Coalition

Link: https://climatechangedispatch.com/europe-heat-wave-energy-poverty/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 27 /2026

Meldungen vom 29. Juni 2026:

Grönland: Immer noch Oberflächen-Eiszuwachs

Die Schmelzsaison in Grönland gehorcht weiterhin nicht dem Alarmisten-Drehbuch..

Der jüngste Bericht des DMI vom 28. Juni zeigt erneut beeindruckende Zuwächse bei der Oberflächenmassenbilanz im gesamten südlichen und südöstlichen Landesinneren.

Die kumulierte SMB dieser Saison liegt bei fast 600 Gt – ein für Ende Juni sehr hoher Wert, der über dem Mittelwert von 1981–2010 liegt:

Für 2025–26 wird eine Fortsetzung des jüngsten Erholungstrends erwartet, der in den jährlichen Gesamt-Massenbilanzdaten von GRACE zu beobachten ist:

Graphik: Jährliche Gesamt-Massenbilanz des grönländischen Eisschilds, ermittelt anhand der GRACE-/GRACE-FO-Satelliten. Die Gesamtbilanz erholt sich.

Auch die allgemeine polare Wetterlage bleibt ungünstig.

In der Inneren Arktis hat die Schmelzsaison historisch kalt begonnen, mit Temperaturen, die durchweg am unteren Ende des DMI-Bereichs liegen. Das Innere der Antarktis hingegen bleibt in brutaler Winterkälte gefangen, wobei es am Südpol kürzlich wieder unter -70 °C kalt geworden ist.

Ende Juni. Kalender-Sommer. Grönland nimmt weiterhin an Oberflächenmasse zu.

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USA: Juni-Kälterekorde von Illinois bis an die Westküste

Ende Juni erfolgt in weiten Teilen der USA erneut einen Kälteeinbruch, und bereits jetzt fallen Rekorde.

Am vergangenen Freitag verzeichnete Illinois gleich drei Rekord-Tiefstwerte für Höchsttemperaturen. In Lincoln wurden nur 20 °C gemessen, womit der Rekord von 21,1 °C aus den Jahren 1938 und 1926 gebrochen wurde. Peoria erreichte erneut sein Rekord-Tief von 20°C, das zuletzt 1968 gemessen worden war. Springfield erreichte erneut seinen Rekord von 21,7 °C aus den Jahren 1883 und 1926.

Dann breitete sich die Kälte nach Westen aus.

Am Flughafen Dillon in Montana lag die Höchsttemperatur am 28. Juni bei gerade einmal 7,2 °C. Nach Angaben des NWS ist dies ein Rekordtief für diese Tageszeit, das den bisherigen Höchstwert von 13,9 °C aus dem Jahr 1959 deutlich unterbietet (die Aufzeichnungen begannen hier im Jahr 1929).

In Burns, Oregon, sank die Temperatur am gleichen Morgen auf 0,6 °C und erreichte damit den 1947 aufgestellten Wert.

Dieses Wetterphänomen ist noch lange nicht vorbei. Die gleiche Wetterlage setzt sich fort. Laut NWS Boise liegen die Temperaturen im Südwesten von Idaho und im Osten von Oregon ~7°C unter dem Durchschnitt, wobei in den zentralen Bergen oberhalb von 2200 m etwa 8 cm Schnee fallen könnten. Pocatello meldet bereits Schnee bis auf 2100 m, wobei oberhalb der Pässe weiterer Schneefall und in den Tälern Frost- bzw. Gefrierbedingungen vorhergesagt werden.

Die Kälte reicht weit über den Nordwesten hinaus. Die Dienststelle in Phoenix bezeichnet die Wetterlage Ende Juni als ungewöhnlich kühl, mit Höhen in den mittleren Schichten nahe dem 3. bis 10. Perzentil der Klimatologie und Höchsttemperaturen in der Wüste, die ~5°C unter dem Normalwert liegen.

GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) am 29. Juni [tropicaltidbits.com]

Weiter nördlich befindet sich auch Alaska in dieser Wetterlage. Der NWS Fairbanks meldet eine Kaltfront, Schnee in den höheren Lagen der Brooks- und Alaska-Gebirgsketten, eine Warnung vor Schnee und Eisregen in der Nähe der Beaufort-Küste sowie kälteres, unbeständiges Wetter, das mindestens bis zum Ende der Woche anhalten wird.

Westeuropa hat mit einer Hitzeglocke zu kämpfen. Im amerikanischen Westen gibt es im Juni Schnee, Frost und insgesamt starke negative Abweichungen von der Norm.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-still-gaining-june-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. Juni 2026:

Grönland: Schneezuwachs nähert sich Rekordwerten

Grönland macht einfach weiter wie bisher.

Die Aktualisierung des DMI vom 29. Juni zeigt, dass die Eiskappe auch tief in der Schmelzsaison hinein weiterhin an Masse zunimmt, mit weiterem Zuwachs im Südosten, Süden und Nordwesten des Landesinneren:

Die tägliche SMB-Linie durchbricht gerade die Obergrenze der Kursspanne von Ende Juni und verzeichnet dabei den für diese Jahreszeit offenbar größten Zuwachs seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958:

Infolgedessen beeindruckt auch der kumulierte SMB-Wert der Saison weiterhin und tendiert weiter nach oben, obwohl der Juli bereits vor der Tür steht:

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USA: Kälte im Westen

Hier ist noch ein Beispiel für die Rubrik „Schneefälle gehören der Vergangenheit an“.

Sechsundzwanzig Jahre nach diesem berühmt-berüchtigten Satz von David Viner gibt es in Montana zwei Tage vor Juli beträchtliche Schneefälle.

Am 29. Juni fiel in Montana Schnee, während sich die Sommerschlagzeilen auf die Hitze im Osten konzentrierten. Eine landesweite RTMA-Übersicht zeigte jedoch, dass die Temperaturen in den Lower 48 am Montagabend insgesamt ~0,7°C unter dem Normalwert lagen, wobei die Kälte im Westen die Erwärmung im Osten überkompensierte.

Auch im Bereich dieser violetten Farbe auf der Karte brachen Rekorde.

Nach der Vielzahl an gebrochenen Rekorden seit vergangenem Freitag kam am 28. Juni Anaheim in Kalifornien hinzu, wo 23°C gemessen wurden und damit der bisherige niedrigste Höchstwert von 24°C aus dem Jahr 2010 (Aufzeichnungen seit 1989) gebrochen wurde; San Jacinto, Kalifornien, wo die Höchsttemperatur bei gerade einmal 26°C lag und damit die 27°C aus dem Jahr 2020 unterbot (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1948 zurück); sowie Ramona, Kalifornien, wo die Höchsttemperatur mit 23°C dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 1991 entsprach (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1974 zurück).

Am 29. Juni kam dann der Flughafen Ely in Nevada hinzu, wo die Temperatur auf -3°C fiel und damit den alten Rekord von -1°C aus dem Jahr 1968 (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1893 zurück) brach, während es in Anaheim erneut kalt blieb und die Stadt mit 24°C ihren niedrigsten Höchstwert für den 29. Juni einstellte.

Schnee, Frost und Rekordkälte – in den letzten Tagen des Juni.

Aber die Hitze steht im Rampenlicht. Die Hitze ist eine Nachricht. Die Kälte ist einfach nur Wetter. Wir kennen das Drehbuch.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-gains-threaten-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 1. Juli 2026:

Der sehr kalte Juni in der Antarktis

In der Antarktis herrscht seit Wochen ungewöhnlich kaltes Wetter. Wie erwartet schlägt sich dies in den Durchschnittswerten für Juni nieder.

Der vorläufige Monatsdurchschnitt an der Amundsen-Scott-Südpolstation lag bei -60,2 °C und damit rund 2,1 °C unter dem Juni-Durchschnitt; es war der kälteste Juni an dieser Station seit 2021. Zudem war es der kälteste Monat am Südpol seit Juli 2022.

Der Juni 2021 war Teil des kältesten jemals an der Südpolstation gemessenen Zeitraums von April bis September (Daten seit 1957) – der „kernlosen Winterzeit“ der dunklen Jahreszeit, in der die Sonne nicht aufgeht.

Zum Vergleich: Der kälteste Juni, der jemals am Südpol gemessen wurde, war der Jahrgang 2003 mit -64,3 °C. Doch diese -60,2 °C liegen immer noch deutlich unter dem Normalwert, sind selbst für Südpol-Verhältnisse beißend kalt und folgen auf anhaltende Kälteeinbrüche, darunter ein Tiefstwert von -73,6 °C am 16. Juni.

Während die Schlagzeilen Anfang des Monats einem Hauch von Wärme entlang der Antarktischen Halbinsel nachjagten, zeigte der Südpol das wahre Bild des Kontinents. Die monatlichen Berichte aus Wostok und Concordia folgen – auch dort wird es voraussichtlich ungewöhnlich kalt sein.

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USA: Weitere Kälterekorde im Westen

Diese Kälte aus dem Westen hielt bis in die letzten Stunden des Juni an.

Am 30. Juni wurde Alpine (Kalifornien) in die Rekordliste aufgenommen, wo die Höchsttemperatur bei nur 23°C lag und damit den niedrigsten Höchstwert aus dem Jahr 2004 einstellte (Aufzeichnungen seit 1951); außerdem wurde der Palomar Mountain hinzugefügt, der nur 19°C erreichte und damit den alten Rekord von 21°C aus dem Jahr 1992 unterbot (Aufzeichnungen seit 1901); Palm Springs, wo nur 28°C gemessen wurden, womit die Marke von 31°C aus dem Jahr 1982 unterboten wurde (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1893 zurück); sowie Indio, das mit 36°C seinen kältesten 30. Juni seit 1949 einstellte (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1894 zurück).

Das sind natürlich Temperaturwerte, die man nicht mit den Werten hierzulande vergleichen darf. Wechselhafte Witterung wie bei uns gibt es dort im Sommer nicht, und die Spanne zwischen den Extremen ist viel geringer als bei uns. A. d. Übers.

Die weitreichende Kältewelle hatte bereits im gesamten Westen und in den High Plains für Rekorde gesorgt, unter anderem in Paso Robles, Burns, am Flughafen Eureka, am Lake Yellowstone, in Utqiaġvik/Barrow, in Livingston, am Flughafen Dillon, am Flughafen Challis, an der Stanley Ranger Station, in Missoula, Butte, Big Piney, Laramie und South Lake Tahoe – ein Gebiet, das sich von Kalifornien und Oregon über Nevada, Idaho, Montana und Wyoming bis hinauf nach Nordalaska erstreckt.

Ende Juni.

Kalendersommer.

Rekordtiefsttemperaturen und Schneefall in den Hochlagen im gesamten Westen – in Montana musste man sich bis in den Juli hinein aus bis zu 50 cm Schnee herausgraben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-poles-very-cold-june-western?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 2. Juli 2026:

Chile: Extreme Kälte und Frostwarnungen

Die chilenische Wetterbehörde (Dirección Meteorológica de Chile) gab Warnungen und Hinweise vor einer Reihe von „heladas intensas“ – starken Frösten – heraus, da es im Bereich eines Hochdruckgebietes sehr kalt wurde.

In Los Lagos lagen die Temperaturen in der Cordillera Austral und in Patagonien Subandina am 1. Juli bereits bei fast -10 °C, wobei noch tiefere Werte zu erwarten sind. In Aysén waren die Werte sogar noch extremer: Hier wurden bis zu -15 °C gemessen.

Die DMC-Messwerte vom 1. Juli zeigen ungewöhnliche Kälte im zentralen und südlichen Teil des Landes: Balmaceda bis auf –14 °C, Villa O’Higgins bis auf –8,2 °C, Mirador Marchant –7,4 °C, Futaleufú -6 °C, Puerto Aysén -5,7 °C und am Flughafen El Tepual in Puerto Montt -3,6 °C.

Die Kälte reichte auch weit nach Norden. Im Umkreis des Santiago-Beckens und in den zentralen Tälern fiel die Temperatur in Curacaví auf ungewöhnliche -4,7 °C, auf der Hacienda Chorombo auf -4,3 °C, in Talagante auf -3,1 °C, in El Paico und Pudahuel bei Santiago auf -2,4 °C.

Jenseits der Anden galt auch in Argentinien eine Warnung vor extremer Kälte; die Warnung des SMN betraf am 2. Juli mindestens 18 Provinzen. Auch in Uruguay begann der Monat mit einer weit verbreiteten Frostgefahr und prognostizierten Tiefsttemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Südamerika ist mit Frostwarnungen und einem kontinentweiten Kälteeinbruch in den Juli gestartet.

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Australien: Schnee in den dortigen Alpen

In den Australischen Alpen hat der Winter nun endlich Einzug gehalten.

Am Donnerstag lag am Mount Hotham nach einem heftigen Schneefall in der Nacht mindestens 7 cm Neuschnee. Falls Creek und Perisher meldeten ähnliche Nueschneemengen, wobei im Tal eine dünne Schneeschicht lag und weiterer Schneefall erwartet wurde.

Die Skisaison in den australischen Alpen hat fast ohne Schnee in den Juli begonnen.

Nun hat sich das Bild gewendet.

Die Vorhersage für Hotham verspricht Schnee, stürmische Winde und sehr niedrige Tageshöchsttemperaturen, wobei am Freitag voraussichtlich weitere 20 cm fallen werden. Falls Creek und Perisher erwarten für Freitag ähnliche Schneefälle, wobei der BOM vor „sehr hoher Schneewahrscheinlichkeit“ warnt.

Die australischen Alpen erwachen endlich – in den nächsten 24 bis 48 Stunden könnten sich ordentliche Schneemengen ansammeln, die eine solide Schneedecke bilden.

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Japan: Auch dort starker Kaltlufteinbruch

Im Hochland von Iwate hat der Juli so kalt begonnen, dass die lokalen Wetterrekorde neu geschrieben werden mussten.

In Sawauchi in Nishiwaga sank die Temperatur am 1. Juli um 4:34 Uhr morgens auf 10,3 °C und stellte damit einen neuen Rekord für die niedrigste Temperatur im Juli auf.

In den Höhenlagen von Iwate zeigen die offiziellen Messwerte für Kuzakai 10,2 °C, für Yabukawa 11,9 °C, in Yuda 13,3 °C, in Kuzumaki 13,8 °C und in Okunakayama 13,9 °C – ein ausgedehntes Gebiet mit ungewöhnlich kalter Luft.

Diese Wetterlage führte auch anderswo zu niedrigeren Tageswerten.

Ein nationaler Überblick vom 1. Juli stellt fest, dass im Norden von Hokkaido, im Süden von Kinki, in Chugoku und auf Shikoku die Höchsttemperaturen durchweg unter dem Normalwert blieben, wobei kalte Luft den Norden von Hokkaido beeinflusste und Wolken sowie Regen die Temperaturen weiter südlich niedrig hielten.

Die offizielle Sommerprognose für Japan sagt Hitze voraus, doch das Wetter Anfang Juli verläuft für viele noch nicht nach Plan.

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USA: Kälterekorde in Kalifornien akkumulieren

Kalifornien startete im Juli mit einer weiteren Serie von Tages-Kälterekorden.

Am 1. Juli erreichte Anaheim nur 23°C und unterbot damit seinen bisherigen Rekord für die niedrigste Höchsttemperatur von 25°C aus dem Jahr 1992. In San Jacinto lag die Höchsttemperatur bei lediglich 28°C und übertraf damit die 30°C aus dem Jahr 2020 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1948 zurück). Und am Palomar Mountain wurden lediglich 22°C gemessen, womit der Wert von 23°C aus dem Jahr 1955 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1901 zurück) knapp unterboten wurde.

Diese drei neuen kalifornischen Rekorde folgen auf zehn weitere, die allein zwischen dem 28. und 30. Juni verzeichnet worden sind – neun Rekordtiefstwerte in Südkalifornien sowie ein gebrochener Rekord für die niedrigste Tiefsttemperatur am Flughafen Paso Robles.

Zählt man die Werte vom 1. Juli hinzu, hat Kalifornien innerhalb von vier Tagen 13 offizielle Kälterekorde verzeichnet.

Die Hitze im Bundesstaat sorgt sofort für Schlagzeilen. Eine Rekord-Kältewelle im Sommer (mit Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1893 zurückreichen) stößt hingegen auf wenig Interesse.

Link: https://electroverse.substack.com/p/chile-freezes-under-extreme-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 3. Juli 2026:

Japan: Kälte erreicht Hokkaido

Der kühle Start in den Juli in Japan beschränkte sich nicht nur auf Iwate.

Bis zum 3. Juli hatte sich die Kälet bis nach Hokkaido ausgebreitet, wo die offiziellen Messwerte der JMA in den niedrigen einstelligen Bereich fielen. In Numakawa sank die Temperatur auf 5,3 °C, in Nosappu auf 6,3 °C, in Koetoi auf 6,4 °C, in Kamishihoro auf 6,7 °C und in Nemuro auf 6,9 °C.

In Motodomari auf der Insel Rishiri sank die Temperatur am Freitag um 3:30 Uhr morgens auf 7 °C und brach damit den im Juli 2015 aufgestellten Tiefstwert von 7,3 °C – 5,6 K unter dem für diesen Tag üblichen Normalwert.

Auch tagsüber hielt sich die Wärme in Grenzen. In Shibetsu wurden nur 12,7 °C gemessen, in Sakatamachi 13,4 °C, in Nemuro 13,5 °C und in Chippomanai 14 °C, sodass in weiten Teilen des östlichen und nördlichen Hokkaido eher ein kühles Frühsommergefühl herrschte als typisches Juliwetter.

Weiter südlich war es in Tokio ebenfalls kaum heiß. Am 2. Juli erreichte die Hauptstadt gerade einmal 22,7 °C, wobei die JMA Regen, Nieselregen und null Sonnenstunden verzeichnete.

Japans offizielle Saisonprognose geht weiterhin von insgesamt hohen Temperaturen aus. In den ersten Julitagen war jedoch das Gegenteil der Fall.

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Südamerika: Extreme Kälte; ungewöhnlicher Schneefall bis an die Küsten

Antarktische Luft in Südamerika bis weit nach Norden ausgebreitet.

Der argentinische Wetterdienst SMN meldete Temperaturen unter 0 °C in 31 Städten, während die Kaltfront auch den Norden und Osten des Kontinents erreichte.

In Maquinchao in der Provinz Río Negro sank die Temperatur am 2. Juli auf –14,2 °C. In Esquel fiel die Temperatur auf –8,4 °C. In El Bolsón wurden -8 °C gemessen, in Neuquén -7,8 °C, in Uspallata -7,2 °C, in Perito Moreno -7 °C, in Puerto Madryn -6,9 °C, in Cipolletti -6,8 °C, in Victorica -6,1 °C und in Trelew -5,6 °C.

Seltener Schneefall erreichte sogar die Provinz Buenos Aires.

In Mar del Plata an der argentinischen Atlantikküste wurden Schneeflocken und Graupel gemeldet, als die Kälte bis auf Meereshöhe vordrang. Die lokale Geschichte zeigt, wie selten das ist. Die dokumentierten Schneefälle in der Stadt stammen aus den Jahren 1910, 1918, 1975, 1991, 2004 und nun 2026.

Auch Chile war betroffen.

Die Dirección Meteorológica de Chile verzeichnete -10,3 °C in Balmaceda, -5,6 °C in Valdivia/Pichoy und -4,4 °C in Chillán, um nur drei Orte zu nennen. Weiter südlich sank die Temperatur in Coyhaique/Teniente Vidal auf –7,6 °C, und die Tageshöchsttemperatur lag bei nur 1,4 °C.

Als Nächstes war Brasilien an der Reihe.

INMET warnte davor, dass eine Kaltfront und polare Luft Frost über den Süden treiben würden, mit Werten von -5 °C bis -8 °C in Rio Grande do Sul und im Hochland von Santa Catarina. Die Kälte drang sogar nach Norden bis nach Rondônia, Acre und in den Südwesten von Amazonas vor.

Uruguay und Paraguay wurden ebenfalls von dieser Wetterlage erfasst.

Link: https://electroverse.substack.com/p/the-planet-cooled-in-june-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 28 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 3. Juli 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




+25°C … Es ist die rasante weltweite Urbanisierung! Warum Hitzewellen neue Rekorde brechen

Pierre Gosselin

Die weltweite Fläche künstlich versiegelter Oberflächen ist so groß wie Spanien, Deutschland und Frankreich zusammen … und erhöht die Temperaturen bis zu 25 °C.

Die Intensität der jüngsten Hitzewellen hängt maßgeblich mit dem weit verbreiteten städtischen Wärmeinseleffekt (Urban Heat Island, UHI) zusammen. Die Temperaturen variieren stark, je nach den Eigenschaften der Oberfläche.

Betrachtet man Mikroklimata und den städtischen Wärmeinseleffekt (UHI), so spielt die Art der Bodenbedeckung eine entscheidende Rolle bei der Absorption und Abstrahlung von Sonnenenergie.

Wenn die Oberfläche einer Rasenfläche eine Temperatur von 30 °C aufweist, ist der Temperaturunterschied im Vergleich zur Temperatur unter einem Walddach und zur Temperatur direkt über einem geteerten Parkplatz enorm.

Studien zufolge beträgt dieser Unterschied bis zu 25 °C.

Je stärker die Erdoberfläche urbanisiert wird, desto höher fallen die Temperaturen aus.

UHI: Das weltweite Wachstum der versiegelten Fläche beschleunigt sich

Wie schnell hat sich die weltweite Fläche aus Beton, Asphalt und Stahl vergrößert?

In der Satelliten-Fernerkundung und der globalen Geografie wird die von Asphalt, Beton, Gebäuden und anderen von Menschen geschaffenen Strukturen bedeckte Fläche als „Artificial Impervious Surface Area“ (ISA) bezeichnet.

Laut hochauflösenden globalen Satellitendaten waren im Jahr 2020 etwa 1,3 bis 1,35 Millionen Quadratkilometer der Landoberfläche der Erde von dieser künstlichen, Wärme absorbierenden Versiegelung betroffen:

Dies entspricht einer Fläche, die dreimal so groß ist wie im Jahr 1950 und in etwa der Gesamtfläche von Frankreich, Spanien und Deutschland entspricht. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Messung der globalen Temperatur und die städtische Erwärmung.

Um zu verstehen, warum dies so ist, ist es wichtig, die gravierenden Unterschiede zwischen den verschiedenen Oberflächenarten zu betrachten. Nehmen wir einen warmen Sommertag an, an dem die Temperatur nahe der Oberfläche auf einer ländlichen Wiese 30 °C beträgt:

1. Unter einem Laubbaumdach

Die entsprechende Temperatur nahe der Oberfläche würde bei ~23 °C bis 26 °C liegen (4 °C bis 7 °C niedriger als auf Gras). Bäume sind die Klimaanlagen der Natur. Sie kühlen den Boden über zwei Hauptprozesse:

A. Beschattung: Das Baumdach fängt bis zu 80–90 % der direkten Sonneneinstrahlung ab und verhindert so, dass sich der Boden aufheizt.

B. Evapotranspiration: Bäume pumpen aktiv Wasser aus dem Boden und geben es über ihre Blätter wieder ab. Dieser Phasenübergang von flüssigem Wasser zu Wasserdampf absorbiert latente Wärme und kühlt so das umgebende Mikroklima.

Bild von Tagestemperaturen abhängig vom Untergrund. Nach Fezer 1975

2. Mitten auf einem städtischen Asphaltparkplatz

Untersuchungen zeigen, dass die entsprechende Temperatur nahe der Oberfläche bei gleichem sonnigen Wetter ~45 °C bis 55 °C (15 °C bis 25 °C höher als auf Gras) erreichen würde.

Dunkle, trockene und dichte Materialien wie Asphalt wandeln Sonnenlicht unglaublich effizient in reine Wärmeenergie um. Asphalt absorbiert etwa 85–95 % der auf ihn einfallenden Sonnenstrahlung.

[Hervorhebung im Original]

Im Gegensatz zu Gras oder Bäumen gibt es hier keinerlei Feuchtigkeit, die verdunsten könnte, was bedeutet, dass die gesamte absorbierte Energie direkt in die Erhöhung der Temperatur fließt. Asphalt wirkt wie eine riesige Batterie, die immense Mengen an Wärme speichert und diese kontinuierlich an die unmittelbare Luftschicht zurückstrahlt. Deshalb bleiben die nächtlichen Tiefsttemperaturen in Städten hartnäckig hoch.

Angesichts der Temperaturen an Hunderten von Messstationen in oder in der Nähe von städtischen Gebieten und der riesigen, vom Menschen geschaffenen Infrastruktur ist es kein Wunder, dass Hitzewellen in den letzten Jahrzehnten immer neue Temperaturrekorde gebrochen haben. Es ist die zunehmende Wärmeabsorption.

Quellen [Alle Titel übersetzt]:

1. Unterschiede zwischen Asphalt- und Rasenflächen

Armson, D., Stringer, P. und Ennos, A. R. (2012). „Der Einfluss von Baumschatten und Rasen auf Oberflächen- und Globaltemperaturen in einem städtischen Gebiet“, veröffentlicht in „Urban Forestry & Urban Greening“. Diese Studie ergab eindeutig, dass offene Rasenflächen die maximalen Temperaturen im Vergleich zu kahlen künstlichen Oberflächen (Beton/Asphalt) unter identischen Bedingungen der Sonneneinstrahlung bis zu 24 °C senkten.

2. Kühlleistung von Baumkronen

Rahman, M. A. et al. (2018). „ Vertikale Gradienten der Lufttemperatur im Schatten zweier kontrastierender städtischer Baumarten an verschiedenen Sommertagen.“ Veröffentlicht in „Science of The Total Environment“. Diese Untersuchung beschreibt detailliert die genauen temperaturbedingte Abkühlung unter Baumkronen. Sie hebt hervor, dass die Kombination aus tiefem Schatten und aktiver Transpiration einen mikroklimatischen Puffer schafft, der die Lufttemperaturen in Bodennähe im Vergleich zu offenen, unbeschatteten Bereichen um 3 °C bis 7 °C senkt und so die Wärme in Bodennähe direkt mindert.

3. Der 5-cm-Gradient in Bodennähe

Quelle: Jenerette, G. D. et al. (2016). „Mikroklimatische Unterschiede zwischen städtischen Bodenbedeckungen: Die Bedeutung der vertikalen und horizontalen Struktur für die Zusammenhänge zwischen Luft- und Bodentemperatur.“ Veröffentlicht im Journal of Applied Meteorology and Climatology.

Ergebnisse: In dieser Studie wurden die mikroklimatischen Bedingungen in der bodennahen Grenzschicht (0,1 Meter / 10 cm und darunter) auf verschiedenen Bodenbedeckungen gemessen, darunter Asphalt, Rasen und hohe Bäume. Sie bestätigte, dass die Korrelation zwischen der Bodentemperatur (LST) und der bodennahen Lufttemperatur bei Asphalt und kahlen Oberflächen in der 10-cm-Schicht am höchsten ist, was das Vorhandensein massiver, lokaler Temperaturspitzen in Bodennähe belegt (mit horizontalen Schwankungen über 20 °C zwischen den verschiedenen Landtypen), die sich mit zunehmender Höhe in der Umgebungsluft rasch auflösen.

Link: https://notrickszone.com/2026/07/01/25c-its-the-exploding-global-urbanisation-dumbass-why-heat-waves-are-setting-records/

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Dazu bringt Cap Allon in seinem Bezahl-Blog gleich ein aktuelles Beispiel vor dem Hintergrund der Hitzewelle in Europa Ende Juni:

Europa kartiert die Hitze-Inseln

Die Europäische Kommission höchstselbst hat gerade diese Karte veröffentlicht:

Während der Hitzewelle der vergangenen Woche, so die Kommission, verzeichneten die Copernicus-Satelliten einen Unterschied in der Landtemperatur von etwa 23 °C zwischen städtischen Gebieten und nahegelegenen Wäldern. In Belgien erreichten versiegelte Flächen rund um Brüssel 47,4 °C, während die Temperatur im angrenzenden Sonienwald bei etwa 24,5 °C lag.

Die EU-Kommission hat gerade den „Urban Heat Island“-Effekt (UHI) entdeckt: Das Ersetzen von Vegetation durch Asphalt, Beton, Dächer, Parkplätze, Flughafenvorfelder und nackten Boden führt zu einer starken Erwärmung der Oberfläche.

Viele seit langem bestehende Messstationen befinden sich an Flughäfen, am Stadtrand und an Standorten, die im Laufe der Zeit nach und nach von der Bebauung verschlungen worden sind.

Soon et al. haben diesen Unterschied deutlich aufgezeigt. Die gemeinsame Auswertung von Messstationen in ländlichen und städtischen Gebieten der nördlichen Hemisphäre ergab für den Zeitraum von 1850 bis 2018 einen Erwärmungstrend von 0,89 °C pro Jahrhundert. Bei den ländlichen Messstationen allein betrug der Wert 0,55 °C pro Jahrhundert.

Die von Orwell zur Verfügung gestellten Grafiken zu den Messstationen (unten) weisen auf das gleiche Problem hin: Je stärker die Umgebung einer Messstation urbanisiert ist, desto steiler verläuft die Erwärmungskurve. Die unberührtesten ländlichen Standorte erwärmen sich weniger stark. Die aggregierte Kurve folgt dem verzerrten Messnetz.

Graphik: Messstationen, gruppiert nach der städtischen Bebauung in ihrer Umgebung. Rote Linien kennzeichnen die am stärksten bebauten Standorte; blaue Linien die am wenigsten bebauten. Je stärker die städtische Bebauung in der Umgebung einer Messstation ist, desto stärker ist der Erwärmungstrend.

Die Antwort der Kommission besteht nicht darin, die ungünstige Lage der Messstationen anzugehen, sondern darin, „bis 2030 drei Milliarden Bäume zu pflanzen und durch das Europäische Bauhaus eine nachhaltige Lebensweise zu fördern“.

Die Hitzekatrten Europas zeigen den UHI-Effekt, nicht den Klimawandel.

Link: https://electroverse.substack.com/p/the-planet-cooled-in-june-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Beide übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers hierzu: Eine weitere wesentliche Hitzequelle haben beide Autoren nicht berücksichtigt, auch wenn sie flächenmäßig geringer ist: die riesigen Solarfelder, die man im ganzen Land immer wieder sieht, heizen sich in voller Sommer-Mittagssonne noch viel mehr auf als eine innerstädtische Betonwüste, nämlich bis zu 80°C!! Ein Messpunkt am Rande oder gar inmitten eines solchen Feldes würde mit Sicherheit eine Erwärmung jenseits von gut und böse registrieren. Belegt wird dieser Tatbestand mit diesem Infrarot-Foto: