Hat die globale Erwärmung die Stärke der Starkniederschläge in Mitteleuropa im September 2024 erhöht?

Frank Bosse

Weder die Trendanalyse noch der Modell-Beobachtungs-Vergleich stützen die Schlussfolgerungen der Attributionsstudie, die zu dem Ergebnis kommt:

„Die kombinierte Änderung, die auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen ist, entspricht in etwa einer Verdoppelung der Wahrscheinlichkeit und einer Zunahme der Intensität um 7 %.“

Ab dem 11. September kam es in Teilen Österreichs, Polens und der Tschechischen Republik zu einem Starkregenereignis. Erste Einschätzungen deuten auf eine rekordverdächtige Niederschlagsmenge in einem weiten Gebiet hin als Folge einer „5b-Wetterlage“, benannt nach der historischen Klassifizierung der Zugrichtungen von Tiefdruckgebieten in Europa. Bei einer 5b-Wetterlage zieht ein Tiefdruckgebiet zum Mittelmeer, danach nach Nordosten und endet in der Regel in der baltischen Region von Europa. Eine 5b-Wetterlage ist sehr oft mit viel Regen in Mittel- und Osteuropa und Hochwasserereignissen verbunden, z.B. 1997 (Oder) und 2002 (Elbe).

Einschub des Übersetzers: Warum bringen diese seltenen Wetterlagen so viel Regen? Zum Einen handelt es sich um ein hoch reichendes Tiefdruckgebiet, das aus der allgemeinen Westströmung „abgetropft“ ist und sich als eigenständiges Gebilde über dem Mittelmeer einnistet. Es gibt also nur sehr schwache Impulse der Verlagerung dieses Tiefdruckgebietes. Außerdem ist das Mittelmeer gerade im Herbst besonders warm und kann viel Feuchtigkeit liefern. Fazit: Es regnet nicht nur sehr lange, sondern auch sehr stark. Hinzu kommen noch orographische Effekte der Anströmung von Gebirgen von Süden her.

5b-Tiefs treten am häufigsten im Frühjahr und Herbst, seltener im Sommer und sehr selten im Winter auf. Das Elbe-Hochwasser im August 2002 und auch der Schneesturm „Daisy“ im Januar 2010 entstanden bei einer solchen Wetterlage.

Ende Einschub

Allerdings erschien nur wenige Tage danach eine Attributionsstudie“. Ihre Kernaussage zu dem Ereignis (die in den Medien zitiert wurde) lautete:

„Die kombinierte Veränderung, die auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen ist, entspricht in etwa einer Verdoppelung der Wahrscheinlichkeit und einer Zunahme der Intensität um 7 %.“

Um die Stichhaltigkeit dieser Behauptung zu überprüfen, wurde der vollständige Text der Studie über die Zuordnung heruntergeladen.

Die meteorologische Klassifizierung des fraglichen Ereignisses umfasst mehrere atmosphärendynamische Merkmale. Das auslösende Ereignis war ein Kaltluftvorstoß von Norden her über die Alpen hinweg. Erschwerend kam hinzu, dass sich nördlich des fraglichen Gebiets ein stabiles blockierendes Hochdruckgebiet befand, so dass das Niederschlagsgebiet relativ stationär war und nicht wie üblich nach Norden in Richtung Ostsee ziehen konnte.*

*Keine wörtliche Übersetzung. Da der Autor offenbar kein Synoptiker ist (anders als der Übersetzer) ist diese Erklärung aus synoptischer Sicht angepasst worden. A. d. Übers.

Die Schlüsselfrage ist, ob das thermodynamische Element (im Zusammenhang mit der Erwärmung durch den „Klimawandel“), das zu den beschriebenen Ereignissen beiträgt, tatsächlich mit einer gewissen Robustheit quantifiziert werden kann, wie es in der Attributionsstudie behauptet wurde.

Die Attributionsstudie beschreibt Trendanalysen von Beobachtungsdaten (E-Obs.) und (Wetter-)Modell-Beobachtungs-Reanalysedaten (ERA5) für den Zeitraum 1950-2023 (2024). Die verwendeten Daten sind über den „KNMI Climate Explorer“ verfügbar und erlauben eine Auswertung der Zahlen. Die Studie verwendet den GMST-GISS-Datensatz, um den Zusammenhang von Starkregen in Mitteleuropa mit einer wärmeren Welt zu beschreiben. In der Studie zur Zuordnung heißt es:

„Alle Datensätze zeigen ähnliche Trends in der gesamten Region, mit zunehmenden Tendenzen…“ (siehe Abschnitt 3.1)

Hier wird derselbe Datensatz verwendet, allerdings als Durchschnittswert für das betreffende europäische Gebiet und nicht als globaler Wert. Die mittlere Temperaturanomalie 1950-2023 in der Region 20°W-25°E; 35°N-65°N ist unten dargestellt. Diese Region enthält mehr Land (das sich schneller erwärmt als der Ozean) als die rund 30 % Landanteil im globalen Mittel.

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Abb.1: Die Temperatur-Zeitreihe (GISS) im europäischen Raum. Die Abbildung wurde mit dem KNMI Climate Explorer erstellt.

Die (nicht allzu überraschende) Beobachtung: Von 1950 bis etwa 1981 zeigten die Temperaturen keinen Anstieg. Die anthropogene Erwärmung, die sich in den Mitteltemperaturen manifestiert, begann um 1981, nicht 1950.

Zur Berechnung der Trends bei den „RX4days“-Niederschlägen (d. h. der Akkumulation von 4 Niederschlagstagen) wurden die ERA5-Daten für 1950-2024 neu berechnet:

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Abb.2: Das herausragende Ereignis im September 2024 ist deutlich sichtbar. Es macht die Trendkurve 1981-2024 (grün) positiv (ein „Ein-Jahres-Trend“), für 1981-2023 (schwarz) ist sie Null. Die Abbildung wurde mit ChatGPT erstellt.

Der gewöhnliche Kleinstquadrat (OLS)-Trend 1950-2024 (blau) ist robust positiv (p=0,025), wie in der Studie über die Zuschreibung angegeben. Es wurde jedoch nicht erwähnt, dass der Trend nach Ende der 1960er Jahre unbedeutend wird, wenn er bis 2024 berechnet wird. Wenn der steigende Trend von 1950 bis 2024 auf den „vom Menschen verursachten Klimawandel“ nach 1981 zurückzuführen wäre, würde man NICHT erwarten, dass die Trendsteigung bis 2024 völlig unbedeutend ist (p=0,32) und für 1981-2023 (schwarz) gleich Null ist. In Anbetracht dieser Ergebnisse könnten die OLS-Trends bis 2024 eher ein Ergebnis der internen Variabilität sein. Im Zeitraum 1950-1981 ohne Erwärmung (siehe Abb. 1) war die positivste Trendsteigung (orange) von RX4day zweimal steiler als im Zeitraum 1981-2024, als die erzwungene Erwärmung beobachtet wurde.

In der Studie werden die für die Attributionsanalyse verwendeten Klimamodelle bewertet. Viele Modelle gehören zur CMIP6-Familie. Es ist allgemein bekannt, dass diese Modelle aufgrund ihrer geringen Auflösung erhebliche Schwierigkeiten bei der Atmosphärendynamik haben. Das Multi Model Mean zeigt im Untersuchungsgebiet (46°N- 52°N; 11°E- 24°E) keine Aussagekraft hinsichtlich der räumlichen Modell-Beobachtungs-Korrelation (E-Obs.) für Niederschlag.

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Abb.3: Die räumliche Korrelation zwischen dem Niederschlag des CMIP6 Multi Model Mean und den Beobachtungen (E-Obs.) für die warmen Jahreszeiten 1975-2023. Die Abbildung wurde mit dem KNMI Climate Explorer erstellt.

Eine aussagekräftige Korrelation sollte eine Voraussetzung sein, um die anthropogene Erwärmung, wie sie in den CMIP6-Modellen simuliert wird, für ein ausgeprägtes Extremniederschlagsereignis auf der Grundlage von Modellvergleichen mit der realen Welt verantwortlich zu machen.

In Tabelle 4.1 der Attributionsstudie wurden die Modelle ausgewertet, von denen einige (nur wenige) in Bezug auf den Niederschlag als „gut“ eingestuft wurden. Das Modell „IPSL-CM6A-LR“ wurde als „angemessen“ eingestuft. Die räumliche Korrelation 1950-2023 zu den E-OBS-Beobachtungen während der Monate, in denen Vb-Ereignisse beobachtet wurden, ist unten dargestellt, auch für das „gute“ Modell „EC Earth 3“, beide mit unter 20 %, nicht zu unterscheiden von zufälligem Rauschen:

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Abb. 4: In ausgewählten Modellen der Studie gibt es keinen Skill (weiß für die Null-Korrelation). Die Abbildung wurde mit dem KNMI Climate Explorer erstellt.

Weder in „IPSL-CM6A-LR“ (links) noch in „EC Earth3“ (rechts), die in der Studie als „gut“ bezeichnet werden, ist die räumliche Korrelation des Niederschlags mit der realen Welt gut. Dies gilt auch für das Modell MPI-ESM1-2LR („reasonable“ in Tabelle 4.1 der Studie), das hier nicht gezeigt wird.

Letztendlich erscheint es zweifelhaft, ein extremes Niederschlagsereignis auf den Klimawandel zurückzuführen, wenn man die CMIP6-Modelle verwendet. Die Erwärmung des Ozeans ist sicherlich eine Quelle für mehr Verdunstung und auch für mehr Regen, obwohl der proportionale Anstieg des Niederschlags bei Erwärmung nur einen Bruchteil des Anstiegs der Verdunstung ausmacht.

Der Einfluss der Atmosphärendynamik ist jedoch überwältigend und erschwert die Zuschreibung einzelner extremer Wetterereignisse auf der Grundlage thermodynamischer Argumente.

Schlussfolgerung

Bei näherer Betrachtung stützen weder die Trendanalyse noch der Modell-Beobachtungs-Vergleich die Schlussfolgerungen der Attributionsstudie.

Das Problem der unsoliden Studien zur Zuschreibung von Extremwetterereignissen ist nicht auf extreme Niederschläge beschränkt. In diesem kürzlich erschienenen Artikel von Roger Pielke Jr. wird erklärt, dass Zuschreibungsstudien für alle Arten von Extremwetterereignissen im Allgemeinen höchst zweifelhaft sind und offenbar eher zu politischen als zu wissenschaftlichen Zwecken durchgeführt werden.

Link: https://judithcurry.com/2024/10/12/did-global-warming-make-the-heavy-precipitation-in-mid-europe-in-september-2024-more-likely/#more-31604

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie kann die Kirche die herrschende Klima-Doktrin bewältigen und gleichzeitig die menschliche Entwicklung fördern?

Vijay Jayaraj

In den letzten Jahren hat die Kontroverse über den Klimawandel zu erheblicher Verwirrung und Spaltung unter den Christen geführt. Widersprüchliche Stimmen in der evangelikalen Gemeinschaft haben das Thema noch schwieriger gemacht.

Unsere Antwort sollte auf biblischen Prinzipien, wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Engagement für das menschliche Wohlergehen beruhen. In diesem Artikel werden wir versuchen, Klarheit zu schaffen und eine angemessene Reaktion zu fördern, indem wir uns mit drei verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen, die sich herausgebildet haben: die Vorhersage einer unmittelbar bevorstehenden globalen Katastrophe, die Leugnung jeglicher Veränderung des Klimas und die Anerkennung der Erwärmung, aber die Leugnung, dass sie mehr Schaden als Nutzen bringt.

Eine warme Erde

Beginnen wir mit denjenigen, die leugnen, dass sich das Klima verändert. Diese Ansicht ist wissenschaftlich nicht haltbar. Jeder Wissenschaftler in der Wissenschaft erkennt an und bestätigt, dass sich das Klima verändert.

Insbesondere wird nicht bestritten, dass sich die Erde seit dem Ende der Kleinen Eiszeit im 18. Jahrhundert allmählich erwärmt hat, wenn auch an verschiedenen Orten in unterschiedlichem Maße. Tatsächlich war das gesamte Holozän – eine Klimaperiode, die vor 11.500 Jahren begann – nie konstant, mit vielen warmen und kühlen Epochen.

Was ist mit denjenigen, die einen bevorstehenden Weltuntergang aufgrund einer gefährlichen Erwärmung durch die menschlichen Treibhausgasemissionen prophezeien?

Sie argumentieren, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel aufgrund von Emissionen aus fossilen Brennstoffen, der Landwirtschaft usw. bald zu katastrophalen Folgen führen wird, darunter weit verbreitete Hungersnöte, extreme Wetterereignisse und Massenaussterben. Ihre Sorge um Gottes Schöpfung ist zwar verständlich – aber sie sind falsch informiert.

Diese Behauptungen stützen sich in der Regel auf Computerklimamodelle (Global Forecast System-Modelle und CMIP6) und deren Simulationen für den künftigen Temperaturanstieg. Diese beruhen nicht nur auf weit hergeholten Annahmen, die zu übertriebenen Vorhersagen der Erwärmung führen, sondern es gibt auch keine Daten, die belegen, dass selbst die von ihnen vorhergesagte Erwärmung extreme Wetterereignisse verstärken wird, wie Jahrzehnte lange Datenreihen aus der jüngsten Vergangenheit zeigen.

Die Klima-Untergangs-Doktrin

Wissenschaftler wie Katharine Hayhoe zum Beispiel vertreten diese Weltuntergangssicht in Vorträgen vor Kirchen und Glaubensgemeinschaften. Leider neigen die Menschen oft zu dem logischen Fehlschluss „Berufung auf Autorität“ – sie schreiben bestimmten Personen oder Institutionen aufgrund ihrer Position oder ihres Fachwissens Unfehlbarkeit zu.

Selten ist man sich bewusst, dass es in der akademischen Welt Wissenschaftler mit einer Vielzahl von Meinungen gibt, die sich über die Feinheiten der Wissenschaft des Klimawandels nicht einig sind. Nicht alle Wissenschaftler, nicht einmal die Nobelpreisträger, sind sich einig, dass die gegenwärtige Erwärmung gefährlich ist oder ganz oder größtenteils durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO₂) durch den Menschen verursacht wird.

Das bringt uns zu unserer dritten Gruppe, den Klimarealisten, welche die verfügbaren Beweise für das Klima akzeptieren, die komplexe Natur des Paläoklimas anerkennen und keinen Weltuntergang prophezeien. Einige von ihnen, darunter auch ich, haben an dem kürzlich veröffentlichten Buch Climate and Energy: The Case for Realism (Regnery, März 2024) mitgewirkt.

Ihre Position ergibt sich aus den verfügbaren Klimadaten über Temperaturen, die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse und deren Auswirkungen auf Ökosysteme. Hunderte von von Fachleuten geprüften akademischen Zeitschriftenartikeln weisen die Hypothese eines gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandels zurück und führen die heutige Erwärmung auf natürliche Ursachen zurück.

Sie weisen darauf hin, dass die verfügbaren Daten keine gefährliche Zunahme der Häufigkeit von Dürren, extremen Regenfällen, Waldbränden, Hurrikanen oder Todesfällen durch wetterbedingte Katastrophen zeigen.

Widerstandsfähiger als man denkt

Auf der anderen Seite haben wir einen noch nie dagewesenen Anstieg der Nahrungsmittelproduktion, der Lebenserwartung, der Waldfläche in mehreren Ländern und des Zugangs zu Süßwasser zum Trinken zu verzeichnen. Tatsächlich war der CO₂-Überschuss in unserer Atmosphäre der Hauptgrund für die Ergrünung der Erde im 20. Jahrhundert und hat auch zu einer steigenden Pflanzenproduktivität beigetragen.

Die Korallenriffe im Great Barrier Reef sind gesund, die Zahl der Eisbären nimmt zu, und das Polareis hat einen der höchsten Werte der letzten Jahre erreicht.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass die Weltuntergangsperspektive die Widerstandsfähigkeit ignoriert, die Gott in seine Schöpfung eingebaut hat, und die geniale Fähigkeit, die er der Menschheit verliehen hat, die meisten Probleme zu lösen.

Das malthusianische Prinzip – eine in den 1980er und 1990er Jahren vorherrschende Theorie – behauptete beispielsweise, dass der Menschheit bis zur Wende zum 21. Jahrhundert aufgrund von Überbevölkerung die Nahrungsmittel ausgehen würden.

Dieses menschenfeindliche Prinzip ist mit dem Aufkommen des landwirtschaftlichen Booms, der in den 1960er Jahren begann und bis heute anhält, kläglich gescheitert, was vor allem auf die erhöhten CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre (Pflanzennahrung), die fortschrittliche Pflanzenzucht, Düngemittel, Pestizide und andere landwirtschaftliche Technologien zurückzuführen ist. Länder, in denen in den 1960er und 1970er Jahren Hungersnöte herrschten, gehören heute zu den weltweit führenden Exporteuren von Nahrungsmittelgetreide.

Düstere Propheten unterstützen schlechte Politik

Die Klima-Untergangsperspektive fördert auch politische Maßnahmen, die den Armen schaden könnten, indem sie den Zugang zu erschwinglicher Energie aus fossilen Brennstoffen und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten einschränken.

In vielen afrikanischen Ländern sind Programme, die einen erschwinglichen Zugang zu Kochgas und Elektrizität ermöglichen sollen, unsicher, weil europäische Geldgeber und die Afrikanische Entwicklungsbank fossile Brennstoffe ablehnen. Infolgedessen sind Millionen Menschen weiterhin Schadstoffen aus giftigen Kochbrennstoffen ausgesetzt und leben ohne Strom, was sie in ständiger Armut hält.

Haben Sie Schwierigkeiten, sich die Bedingungen in Afrika vorzustellen? Betrachten Sie die Energiesysteme in Amerika, wo die Anti-Fossil-Politik die Netzstabilität gefährdet, indem sie einen großen Anteil an hochvolatilen und teuren Wind- und Solartechnologien integriert, die durch die Fracking-Revolution der 2010er Jahre gewonnene Energieunabhängigkeit aufs Spiel setzt und die USA in eine erneute Abhängigkeit von ausländischem Öl treibt.

Als Christen müssen wir das apokalyptische Narrativ zurückweisen, die der Hoffnung und Gewissheit widerspricht, die wir in Christus haben. Indem wir sowohl den biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung als auch den göttlichen Auftrag zur Förderung der menschlichen Entwicklung berücksichtigen, können wir auf eine wissenschaftlich fundierte, christuszentrierte Antwort auf die kontroverse Frage des Klimawandels und die ihn umgebende Politik hinarbeiten.

Und das bedeutet, dass wir nicht die Krisenpropaganda unterstützen, sondern unsere Bemühungen darauf ausrichten, unsere Welt zu einem besseren Ort für die Milliarden von Menschen in Armut zu machen.

Vijay Jayaraj, a Science and Research Associate at the CO₂ Coalition in Arlington, Virginia, wrote this article for the Cornwall Alliance for the Stewardship of Creation. He holds a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University and an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia, both in the U.K., and a B.S. in engineering from Anna University, India.

Link: https://cornwallalliance.org/how-can-the-church-navigate-climate-confusion-while-fostering-human-development/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wissenschaftler finden keine Änderung der Rate der globalen Erwärmung seit 1970 – trotz des „heißesten Jahres 2023 jemals“

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Ein Aufsehen erregender wissenschaftlicher Bericht hat die Behauptungen der Panikmacher, die globalen Temperaturen würden in die Höhe schießen, ad absurdum geführt. Die gerade in Nature veröffentlichten Ergebnisse zeigen „begrenzte Beweise“ für einen Erwärmungsschub. „In den meisten Temperatur-Zeitreihen lässt sich keine Veränderung der Erwärmungsrate über die 1970er Jahre hinaus feststellen, obwohl im Jahr 2023 neue Rekordtemperaturen beobachtet worden sind“, heißt es in der Studie. Die von einer internationalen Gruppe von Mathematikern und Wissenschaftlern verfasste Studie wird in den Mainstream-Medien, in denen eine allgemeine Hysterie über die anomale Erfahrung des Jahres 2023 herrscht, wahrscheinlich nicht zur Kenntnis genommen werden. Wie wir gesehen haben, werden ständig Fehlinformationen veröffentlicht, um die Öffentlichkeit in Angst und Schrecken zu versetzen. Ein Beispiel dafür ist der Klima-Comedian Jim „Jail the deniers“ Dale, der fast täglich das Armageddon vorhersagt und die Menschen dazu auffordert, „die Punkte zusammenzufügen“.

In der Wissenschaft macht eine Schwalbe noch keinen Sommer, und in der Klimawissenschaft ist es unmöglich, einen Trend aufzuzeigen, indem man sich auf kurze Zeiträume oder einzelne Wetterereignisse konzentriert. Diese Studie ist ein hervorragendes Werk der Klimawissenschaft, da sie eine langfristige statistische Betrachtung vornimmt und die Clickbait-Alarmisten herausfordert, die auf der Suche nach einer Schlagzeile in der BBC sind. Das Intergovernmental Panel on Climate Change ist ein voreingenommenes Gremium, aber es weiß um die Bedeutung langfristiger Klimatrends, indem es feststellt – sehr zum Leidwesen der Net-Zero-Aktivisten – dass es bei den meisten extremen Wetterereignissen weder in der Vergangenheit noch in der wahrscheinlichen unmittelbaren Zukunft eine Beteiligung des Menschen feststellen kann. Diese Ergebnisse und die Studie über den Erwärmungstrend sind jedoch für diejenigen unbequem, die die unbewiesene Behauptung aufstellen, dass der Mensch den Klimathermostat durch den Einsatz von Kohlenwasserstoffen steuert.

Die Studie ist hochgradig technisch, und mathematisch interessierte Leser können in der frei zugänglichen Publikation die vollständige Ausarbeitung studieren. Darin wird darauf hingewiesen, dass die globalen Temperaturdaten kurzfristigen Schwankungen unterliegen, was oft den Anschein eines Anstiegs oder einer Verlangsamung der Erwärmung erweckt. Bei der Untersuchung der jüngsten Temperaturpausen und der „angeblichen Beschleunigung der Erwärmung“ sei es wichtig, das durch natürliche Schwankungen verursachte Zufallsrauschen zu berücksichtigen, heißt es weiter. In der Tat gibt es eine Reihe plausibler Erklärungen für die jüngste Spitze, wobei die Aufmerksamkeit auf den massiven Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga gerichtet ist, welcher der Stratosphäre 13% zusätzlichen Wasserdampf zuführte, auf einen starken El Niño und sogar auf die Verringerung der atmosphärischen Partikel, die durch die jüngsten Veränderungen beim Treibstoffverbrauch von Schiffen verursacht wurden. Die Mathematiker zogen mehrere „Changepoints“ heran und kamen zu dem Ergebnis, dass „ein Erwärmungsschub nach 1970 nicht mehr zuverlässig festgestellt werden konnte“.

Während der Schwerpunkt auf der Frage lag, ob sich die globale Erwärmung weiter beschleunigt hat, wurde anerkannt, wie ungewöhnlich die Anomalien der Temperatur im Jahre 2023 waren. Das war in der Tat der Fall, und es wurde weithin behauptet, dies zeige, dass das Klima zusammenbreche, oder in den dummen Worten des UN-Chefs Antonio Guterres, dass der Planet „kocht“. Die Hysterie des letzten Jahres war nützlich für kurzfristige Panikmache, aber sie trug dazu bei, die „settled“ Wissenschaft über CO₂ zu zerstören. Wenn das vom Menschen verursachte CO₂ für den Anstieg verantwortlich ist, warum hat die Temperatur zwischen 1998 und 2012 eine Pause eingelegt, als die Konzentration des Gases in der Atmosphäre stieg? Gilt der Alarmismus der BBC und der meisten anderen Mainstream-Medien nur, wenn die Temperaturen für ein paar Monate in die Höhe schießen?

Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen der Studie ergibt sich aus der Betrachtung von zwei Zeitreihen – 1970-2023 und 2013-2023. Dies schließt natürlich die frühen 1970er Jahre ein, als die Angst vor einer globalen Abkühlung groß war und die Durchschnittstemperaturen fielen. Die geschätzten Temperaturtrends liegen bei 0,019 °C pro Jahr für das erste Zeitsegment und bei 0,029 °C für das zweite, das die Spitze vom letzten Jahr enthält. Dieser geschätzte Anstieg von 0,029 °C liegt weit unter dem Wert, der erforderlich ist, um auf eine Änderung des Erwärmungstrends in der jüngsten Vergangenheit hinzuweisen. Grund dafür sind die kurzfristigen Schwankungen in der globalen HadCRUT-Datenbank des britischen Met Office seit 1970 und die „Unsicherheit“ des Änderungspunkts 2012. Diese Unsicherheit ergibt sich aus Spekulationen darüber, ob 2012 und das Ende der Pause ein Jahr war, das eine wichtige Veränderung in der längeren Zeitreihe markiert. „Der HadCRUT-Datensatz ist einfach nicht lang genug, um den Anstieg zu diesem Zeitpunkt statistisch nachweisen zu können“, heißt es.

Cliff Mass ist Professor für Atmosphärenwissenschaften an der Universität von Washington. Er hat eine goldene Regel für Wetterextreme: „Je extremer ein Klima- oder Wetterrekord ist, desto größer ist der Beitrag der natürlichen Variabilität und desto geringer ist der Beitrag der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung.“

Die Mathematiker verwendeten statistische Verfahren zur Bestimmung von Veränderungspunkten, um strukturelle Veränderungen im Laufe der Zeit zu erkennen. Es wurden vier Aufzeichnungen der globalen mittleren Temperatur von 1850 bis 2023 verwendet, darunter HadCRUT. Dies ist natürlich problematisch, da es zahlreiche Hinweise darauf gibt, dass diese Datensätze den Erwärmungstrend durch ihre nachlässige Behandlung des städtischen Wärmeinsel-Effektes übertreiben. Darüber hinaus werden erhebliche rückwirkende Anpassungen vorgenommen, wobei häufig die Vergangenheit abgekühlt und die nahe Gegenwart erwärmt wird, um den „Trend“ zu verstärken. Obwohl das Met Office ausführlich über die „Pause“ zwischen 1998 und 2012 geschrieben hat, hat es diese nun aus seinen eigenen Aufzeichnungen entfernt, indem es eine rückwirkende Erwärmung von 30 % hinzufügte. Vielleicht hätte sich das Met Office keine Sorgen machen müssen, denn die Mathematiker stellten fest, dass die Pause angesichts der kurzfristigen Schwankungen in den Daten „nicht ungewöhnlich“ war. Aber diese Datensätze sind die besten, die wir haben, und niemand bezweifelt, dass sich der Planet in den letzten 200 Jahren seit dem Ende der kleinen Eiszeit ein wenig erwärmt hat. In Ermangelung besserer Daten ist die Verwendung dieser Daten für eine wissenschaftliche Analyse durchaus vertretbar, auch wenn man annehmen könnte, dass die Gesamterwärmung wahrscheinlich geringer ist als in dieser Studie angenommen.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/10/19/scientists-find-no-change-in-global-warming-rate-since-1970-despite-hottest-year-ever-in-2023/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 40 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Der nordhemisphärische Winter ist auf dem Vormarsch, und wie im vorigen Winter scheint Asien wieder ein besonderer Schwerpunkt. Allerdings ist es dort winters immer sehr kalt.

Aber auch die USA (und Nordeuropa) tauchen in den Meldungen auf. Dort gibt es seit einiger Zeit ein Wechselspiel zwischen extrem warmen Luftmassen tropischen Ursprungs, die sich in den nördlichen US-Staaten aber nicht immer bis zum Boden durchsetzen kann. Dennoch, mancherorts dürfte es sicher Wärme-Rekorde geben. Diesen Vorstößen stehen aber genauso extreme Kaltluftvorstöße gegenüber, die in diesem Kältereport Erwähnung finden. Es ist also immer wieder zu unterstreichen, dass diese Kältereports genauso einseitig sind wie die Hitzemeldungen in den MSM. Man muss also beide beachten.

Als Beispiel für die Verhältnisse in Nordamerika sei hier diese Graphik gezeigt:

Abweichung der Temperatur im 850-hPa-Niveau (ca. 1500 m) von irgendeinem Mittelwert. Am 19. Oktober 2024 um 00 Uhr UTC (02 MESZ). Quelle: Wetterzentrale.de

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Meldungen vom 14. Oktober 2024:

Schneebedeckung in Eurasien breitet sich aus

Der frühe Schneefall hat bereits Auswirkungen auf Teile Eurasiens, insbesondere auf China und die Mongolei.

In der nordwestchinesischen Region Xinjiang beispielsweise hat sich der Cheshi Ancient Trail, eine historische Seidenstraßenpassage durch das Tianshan-Gebirge, in ein schneebedecktes Wunderland verwandelt. Der früher als gewöhnlich einsetzende Schneefall hat die Gegend verschönert, macht aber auch deutlich, dass man sich frühzeitig auf den Winter vorbereiten muss, wie lokale Berichte zeigen.

Im Süden, in der Mongolei, warnen die Wetterdienste vor einem weiteren besonders strengen Winter. In weiten Teilen des 1.564.116 km² großen Landes werden bis zum Frühjahr 2025 Temperaturen weit unter dem Durchschnitt und rekordverdächtige Schneefälle erwartet.

Der extreme „Dzud“ des letzten Winters führte zum Tod von rund 8 Millionen Tieren, und angesichts der frühen Schneefälle werden die nomadischen Hirten aufgefordert, sich auf eine weitere schwierige Saison vorzubereiten.

Diese frühen Schneefälle in Verbindung mit den Schneefällen auf den europäischen Gipfeln treiben die Ausdehnung der eurasischen Schneefläche geradlinig nach oben:

Quelle: electroverse.space/climate (frei zugänglich)

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Verbreitete Oktober-Schneefälle in Nordamerika

Die zweiwöchigen Schneefallmengen für Nordamerika sehen ebenfalls beeindruckend aus.

Nach den neuesten Modellläufen von GFS und ECMWF könnte praktisch ganz Kanada und ein großer Teil der westlichen USA bis Mitte/Ende Oktober auf eine frühe Saison mit einer Schneedecke eingestellt sein.

Link: https://electroverse.substack.com/p/eurasia-snow-cover-on-the-march-widespread?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 15. Oktober 2024:

Kälte in Trøndelag

An fünfzehn Orten in Trøndelag, einer Region in Mittelnorwegen, herrschte am Dienstagmorgen klirrende Kälte – die bisher niedrigsten Temperaturen der Herbstsaison. Der Kälteeinbruch war heftig und schneereich und kündigte einen frühen Wintereinbruch an.

Der letzte Winter war in ganz Skandinavien außergewöhnlich kalt und gipfelte in einem historischen Tiefstwert von -44,3 °C auf dem finnischen Flughafen Enontekiö – der niedrigsten in Fennoskandien gemessenen Temperatur.

Die Kälte in Skandinavien hielt die ganze Saison über an und brach im Januar 2024 und auch während des gesamten Frühjahrs Rekorde. Der April setzte in ganz Nordeuropa, insbesondere aber in Schweden und Norwegen, neue historische Bestmarken. Am 3. April zum Beispiel wurde in Nikkaluokta, Schweden, ein Tiefstwert von -34,1 °C gemessen und damit ein Monatsrekord gebrochen, der seit 1955 bestand. In Norwegen erlebte die nördliche Siedlung Cuovddatmokki fünf aufeinanderfolgende Tage mit Tiefstwerten unter -25 °C, was ein Novum war.

Die Kälte stellte in der Finnmark in Norwegen und in allen anderen Ländern Rekorde auf. Am 4. April wurde in Suolovuopmi mit -31,9 °C die zweitniedrigste Temperatur gemessen, die jemals an dieser Station im April registriert wurde (übertroffen nur von einem Wert aus dem Jahr 2013).

Die anhaltende Kälte bis weit in den Frühling hinein kennzeichnete die Kälteperiode 2023-24 als eine der strengsten, die Skandinavien je erlebt hat. Und nun beginnt der Winter 2024-25, wie oben erwähnt, sehr früh. Steht uns eine Wiederholung bevor?

Zu dieser Frage: Über Europa hat sich inzwischen eine bis weit nach Norden reichende südliche Strömung eingestellt, und zwar bis nach Nordskandinavien und noch darüber hinaus. Vorerst hat es sich dort also wieder „ausgewintert“. A. d. Übers. vom 19. Oktober

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Der Herbst hält mit einem Ruck Einzug in den USA

In dieser Woche zieht eine kräftige Kaltfront über die USA hinweg und bringt niedrige Temperaturen, Frost und sogar beträchtliche Schneefälle mit sich.

Für das südliche Minnesota und weite Teile des Mittleren Westens gilt eine Frostwarnung, wobei die Temperaturen auf einstellige Minusgrade sinken. Für viele Gebiete, darunter die Dakotas, Nebraska, Kansas, Iowa, Illinois und Michigan, ist dies der erste Frost in dieser Saison.

Bis zur Wochenmitte wird es in der gesamten Region weiterhin verbreitet Frost geben bei einem ähnlichen Temperaturniveau. Die Kaltfront wird sich bald auf den Osten der USA ausdehnen und anomale Tiefstwerte sowie ein zunehmendes Frostrisiko mit sich bringen.

Weiter geht es mit Vorhersagen für andere Gebiete der USA – abwarten. Was mir auffällt, sind derzeit tatsächlich die gewaltigen Temperaturgegensätze dort (siehe in der Einführung oben. Die dort gezeigte Warmblase über Kanada hat sich von West nach Ost über dem Kontinent verlagert). Dazu muss man aber wissen, dass die USA die Zone auf der Erde sind, in der auf engem Raum die größten Temperaturgegensätze überhaupt auftreten. A.d. Übers.

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Neuseelands Rekord-Skisaison geht zu Ende

Die neuseeländische Skisaison neigt sich dem Ende zu, doch dank der außergewöhnlichen Schneefälle und kalten Bedingungen war sie eine der denkwürdigsten in der jüngeren Geschichte.

Das Skigebiet Ōhau erlebte seine beste Saison seit 35 Jahren, so der Geschäftsführer Mike Neilson, der die Beständigkeit des natürlichen Schnees während der gesamten Saison lobte: „Wir hatten einen guten Start und haben nie aufgehört“, sagte er. „Wir hatten einen Rekord-Eröffnungstag, und als wir am 6. Oktober schlossen, war es auch ein wunderschönes Wochenende. Ich glaube, unser letzter Tag war auch ein Rekord.“

Andere bekannte Skigebiete wie Mt Hutt, Cardrona und die Remarkables feierten ihre Schließung am Sonntag. Trotz eines langsamen Beginns der Schneeansammlung waren Ende Juni Kälte und Schnee in vollem Gange und brachten rekordverdächtige Mengen.

Trotz einiger Wetterkapriolen in einigen Gebieten zu Beginn wird Neuseelands Schneesaison 2024 für ihren Schneereichtum und die vielen Besucher in Erinnerung bleiben – Realitäten, die wiederum den Absurditäten widersprechen, die von alten Zeitungen wie The Guardian kolportiert werden:

The Guardian, 14. Oktober 2024.

Nicht zum Thema gehörend, aber weil es auch Cap Allon an dieser Stelle bringt:

Kein Wunder, dass das Vertrauen in die Medien soeben einen neuen Rekordtiefstand erreicht hat.

Eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigt, dass nur 31 % der Befragten Vertrauen in die amerikanischen Nachrichtenmedien haben. Dies ist das dritte Jahr in Folge, in dem immer mehr Amerikaner (36 %) angeben, kein Vertrauen in die Medien zu haben.

Die Umfrage, die im September 2024 unter 1007 Erwachsenen durchgeführt wurde, ergab eine deutliche Kluft im Vertrauen je nach politischer Zugehörigkeit und Alter, wobei Demokraten und ältere Amerikaner den Medien eher vertrauen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/trndelag-cold-fall-arrives-with-a?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 16. Oktober 2024:

Früher Schnee in weiten Teilen Asiens – Kälterekorde purzeln

Schneefall auf dem Otmok-Pass, einem Gebirgspass in Kirgisistan, der die Täler Suusamyr und Talas verbindet, führte am Dienstag, den 15. Oktober, zu erheblichen Verkehrsstaus – ein Thema, das sich derzeit in weiten Teilen Asiens, insbesondere in Zentral- und Ostasien, wiederholt.

Dieser frühe Schneefall in Kirgisistan ist Teil eines größeren Musters, das Zentral- und Ostasien betrifft, wobei auch in Russland, der Mongolei, China und Japan die rasche Ausbildung einer Schneedecke zu verzeichnen ist.

In Russland kam es in Sibirien und im Fernen Osten bereits zu Beeinträchtigungen, während die Nomadenvölker in der Mongolei vor Herausforderungen stehen und ein weiterer tödlicher „Dzud“ vorhergesagt wird. Die frühen Schneefälle in Nordchina bedrohen die Landwirtschaft, und Japans Bergregionen bereiten sich auf starke Schneefälle und damit verbundene Risiken wie Lawinen vor.

Die Meteorologen erwarten einen La-Niña-Winter, der in der Regel in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre kältere und schneereichere Bedingungen mit sich bringt.

Im Zusammenhang mit der zunehmenden Kälte sind weite Teile Russlands von frühem Frost betroffen. In der Stadt Deputatskij wurden -30 °C registriert. Dies ist der erste Wert von -30 °C in der nördlichen Hemisphäre (außerhalb Grönlands), und er wurde bereits Wochen früher als üblich erreicht.

Auch anderswo war es sehr kalt: Batagay-Alyta sank die Temperatur auf -29,6 °C und im berüchtigten Werchojansk auf -29,3 °C. Die Berühmtheit von Werchojansk geht auf den Juli 2020 zurück – „Die Arktis brennt, und wir sollten alle Angst haben“ – als die Medien eine kurze sommerliche Hitzewelle als Beweis für die „Klimakrise“ hochspielten – doch nur ein paar Tage später schneite es dort schon wieder.

Dies wurde seinerzeit von WUWT aufgegriffen und für das EIKE übersetzt, siehe hier.

Damals fielen die Temperaturen von sommerlichen Höchstwerten auf Minusgrade, was die Einwohner von Werchojansk dazu veranlasste, ein Video zu veröffentlichen, in dem sie sich warm angezogen um ein Feuer kauern und fragen: „Wo sind unsere plus 38 Grad Celsius?“.

Während in China gestern nach einem heftigen Schneesturm im Norden des Landes der Himmel aufklarte, sanken die Temperaturen. In Mohe City wurde ein Tiefstwert von -16,4 °C gemessen, während die AWS der Region offiziell einen historischen Tiefstwert von -25,1 °C verzeichnete.

Rekordverdächtige Kälte ist für Mohe kein Fremdwort. Letztes Jahr, am 22. Januar (2023), wurde in der Stadt ein erstaunlicher Tiefstwert von -53 °C gemessen – der tiefste Wert, der jemals vom chinesischen Wetterdienst aufgezeichnet worden ist.

Der diesjährige frühe Beginn der strengen Kälte hängt mit der beträchtlichen Schneedecke im Norden zusammen, etwa in Sibirien. Die kalte Jahreszeit setzt früher ein als erwartet. Während die Temperaturen weiter sinken, stellen sich weite Teile Asiens auf einen langen und strengen Winter ein.

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Erhebliche Kälte auch in Island

Auch in Island herrscht eine ungewöhnliche Kältewelle mit rekordverdächtigen Tiefsttemperaturen.

In Grímsstaðir auf einer Höhe von 384 m sank die Temperatur auf -18,6 °C, was nur 0,7 °C unter dem nationalen Oktoberrekord liegt, der 1926 am gleichen Ort aufgestellt wurde.

Dies ist auch der dritte Tag in Folge, an dem die Temperatur in der Siedlung unter -15 °C liegt, was einen neuen Oktoberrekord darstellt.

Im Süden, in der Hauptstadt Reykjavik, wurde am Dienstag eine Temperatur von -5,6 °C gemessen, was ebenfalls einem Kälterekord für diese Jahreszeit gleichkommt.

Die isländische Kältewelle war wirklich heftig und wurde von großen Schneemengen begleitet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-snows-sweep-asia-cold-records?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. Oktober 2024:

Russland: Über 70% des Landes unter einer Schneedecke

Seit Mitte Oktober sind mehr als 70 % Russlands mit Schnee bedeckt, wobei sich nun auch im Ural und in Teilen Süd- und Ostsibiriens eine Schneedecke gebildet hat.

Ausdehnung der Schneedecke auf der Nordhemisphäre am 19. Oktober 2024 um 00 UTC (02 MESZ) Quelle: wetterzentrale.de [vom Übersetzer hinzugefügt]

In Gebieten wie Jakutien, Magadan, Tschukotka, Taimyr und Jamal wurden frühe Schneeanhäufungen gemeldet, die den raschen Vormarsch des Winters im Lande signalisieren.

Diese Schneefälle zu Beginn des Oktobers wurden von erheblichen Temperaturrückgängen begleitet. In Ostsibirien sind die Temperaturen bereits auf -11 bis -16 °C gefallen, während im Ural und in Südsibirien Fröste von fast -10 °C herrschten.

Die gestern gemeldete klirrende Kälte im Norden hat sich noch weiter verschärft:

Heute Morgen (17. Oktober) wurden in Werchojansk -33,2 °C gemessen, die niedrigste Temperatur so früh im Oktober seit 1989, als am gleichen Tag -33,4 °C erreicht worden waren, und auch die niedrigste Temperatur der Saison in der nördlichen Hemisphäre (außer Grönland).

Auch in anderen Regionen Russlands sanken die Temperaturen unter -30 °C, in Sebyan-Kyuyol auf -31,2 °C und in Batagay-Alyta auf -30,1 °C.

Dieser frühe Wintereinbruch fügt sich in das größere Muster von Schnee und sinkenden Temperaturen in Nord- und Zentralasien ein, wie auch im gestrigen Bericht hervorgehoben worden ist. Starke Schneefälle treffen Kirgisistan, die Mongolei und China, und in Japan wird ein epischer Winter erwartet.

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Rekord-Kälte in den USA – früher Schnee auf den Gipfeln

Der Winter hält in Teilen der USA früher als geplant Einzug, mit Rekordtiefstwerten und Schneefällen. In den vergangenen 24 Stunden wurden neue Kälterekorde aufgestellt, auch in Kansas…

Chanute zum Beispiel erreichte -3°C und brach damit den bisherigen Rekord von -2°C aus dem Jahr 1943. Salina erreichte -4°C und stellte damit den Rekord von 1966 ein. Der frühe Frost ist dem Zeitplan voraus, denn normalerweise treten die ersten Fröste in dieser Gegend erst Ende Oktober auf.

Östliche USA

Ein Kaltlufteinbruch brachte in dieser Woche den ersten Schneefall im nördlichen Staat New York, in Neuengland und in den zentralen Appalachen. In den höheren Lagen der Adirondacks, z. B. am Whiteface Mountain, fielen ein paar Zentimeter, während im nördlichen Maine 4 Zentimeter gemeldet wurden.

Auch in Vermont und West Virginia gab es leichte Schneefälle, und sogar an der Grenze zwischen North Carolina und Tennessee schneite es schon früh. In North Carolina selbst gab es in den Beech und Roan Mountains die ersten nennenswerten Schneefälle – normalerweise fallen in diesen Bergen die ersten Flocken erst Anfang November. Der erste strenge Frost trifft diese Woche ebenfalls diese Gegend und beendet die Vegetationsperiode.

Mittlerer Westen

In Michigan schneite es bereits am 16. Oktober, unter anderem in Marquette County.

Der Westen

Auf dem Crystal Mountain in Washington gab es am 16. Oktober den ersten Schnee, früher als gewöhnlich.

Link: https://electroverse.substack.com/p/more-than-70-of-russia-blanketed?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 18. Oktober 2024:

Vermont: Mit 30 cm höchste Schneedecke seit 2010

Jay Peak in Vermont hat in dieser Woche 30 cm Schnee zu Beginn der Saison gemeldet. [650 m ü. NN]

Das Skigebiet teilte Fotos von schneebedeckten Pisten und bemerkte: „Das Laub tut sein Bestes, um durchzuhalten, während der Winter einzieht.“

Der Schnee hat die Vorfreude auf einen frühen Start in die Skisaison geweckt, da Jay Peak normalerweise erst nach Thanksgiving öffnet.

Bislang ist mehr als 30 cm Schnee gefallen – der früheste Schnee im Green Mountain State seit 2010. Die ersten Schneeflocken der Saison fielen bereits am 8. September – ebenfalls ungewöhnlich früh.

Millionen von Menschen von Oklahoma bis Maine spüren die Kälte, und in 20 östlichen Bundesstaaten wurde Kälte- und Frostwarnungen ausgegeben. Sogar in Tampa Bay, Florida, wurde es unter 10°C kalt.

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Früher Schnee in Spanien

Ein früher Vorgeschmack auf den Winter hat die spanische Region Andalusien mit einem Temperatursturz und sogar Schnee heimgesucht.

Am schlimmsten hat es die Sierra Nevada nach der Ankunft eines Tiefdruckwirbels getroffen, der zusammen mit einer arktischen Luftmasse aus dem Norden die südlichen Gipfel Spaniens mit Schnee überzog. Das Tief zieht noch immer über Spanien hinweg und wird voraussichtlich bis Freitag weitere Schneefälle in den Sierras und darüber hinaus verursachen.

Der spanische Wetterdienst (Aemet) erwartet, dass es in ganz Andalusien kühl bleiben wird, wobei die Tiefsttemperaturen in der Provinz Granada weithin auf Werte um 5 °C sinken werden.

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Südpol: der eintausendste Tag unter -20°C

Nach sieben Monaten der Isolation während des langen antarktischen Winters hat die Südpolstation mit der Ankunft von zwei de Havilland Twin Otter-Flugzeugen den Flugbetrieb wieder aufgenommen.

Dies fällt mit einem bemerkenswerten klimatischen Meilenstein zusammen: Seit heute, dem 18. Oktober, herrschen am Südpol an 1000 aufeinanderfolgenden Tagen Temperaturen unter -20 °C. Das letzte Mal, dass die Temperatur über diese Schwelle stieg, war am 22. Januar 2022 mit einem kurzzeitigen Anstieg auf -17,6 °C.

Diese anhaltende Kälteperiode ist selbst für antarktische Verhältnisse ein seltenes Ereignis. Wird sie sich auf drei Jahre ausdehnen? Mal sehen, was der Sommer bringt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vermonts-earliest-foot-since-2010?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 41 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 18. Oktober 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Lässt der Klimawandel die ökonomischen Kosten von Katastrophen steigen?

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

In einem kürzlich in der Zeitschrift UnHerd erschienenen Artikel von John Rapley wurde nach dem Hurrikan Milton behauptet, dass der Klimawandel extreme Wetterereignisse verschärft und die wirtschaftlichen Kosten von Wetterkatastrophen erhöht hat.

Zitat:

„Die amerikanische Wirtschaft ist auf die zunehmende Häufigkeit und Intensität solcher Wetterereignisse schlecht vorbereitet. Von den 10 teuersten extremen Wetterereignissen, die jemals in den USA stattgefunden haben, ereigneten sich sechs in den letzten zehn Jahren, was auf den Klimawandel zurückzuführen ist, der die Wetterbedingungen verschärft.“ — Quelle

Doch gibt es für diese Behauptung irgendwelche Beweise?

Hurrikan Milton war bei weitem nicht der Sturm des Jahrhunderts, wie in den Medien immer wieder behauptet wird, sondern lediglich ein mittelmäßiger Sturm der Kategorie 3, also ein ganz normales Ereignis, was Florida betrifft. Von der Intensität her war er nur der 75-stärkste in der Geschichte der USA.

Es war nach Debby und Helene der dritte Hurrikan, der Florida in diesem Jahr heimsuchte, aber das ist nichts Ungewöhnliches. Außerdem gibt es in den offiziellen, bis ins Jahr 1851 zurückreichenden Aufzeichnungen keinen Hinweis darauf, dass die Häufigkeit von Hurrikanen zunimmt:

Quelle: NOAA

Auch die US-amerikanische National Oceanic & Atmospheric Administration (NOAA) kam in ihrem Jahresbericht über Hurrikane Anfang dieses Jahres zu dem Schluss, dass „es keine eindeutigen Hinweise auf eine jahrhundertelange Zunahme von Hurrikanen, die in den USA das Festland erreichen, oder von größeren Hurrikanen gibt.“ — hier

Wenn die Wirbelstürme also nicht häufiger oder stärker werden, warum nehmen dann die wirtschaftlichen Verluste zu?

Ganz einfach, weil wir als Gesellschaft und als Einzelpersonen mehr Dinge zu verlieren haben. Die Bevölkerung Floridas ist im Laufe der Jahre explodiert, insbesondere in den Küstengebieten, die besonders anfällig für Hurrikane sind. Das bedeutet mehr Häuser und Infrastruktur.

Und je wohlhabender die Menschen werden, desto mehr Vermögenswerte besitzen sie. Sie leben nicht mehr in Holzhütten, sondern in Luxuswohnungen. Sie besitzen Autos, die neuesten elektronischen Geräte und Designerkleidung. Hinzu kommt, dass steigende Reallöhne bedeuten, dass die Behebung der Schäden eines Hurrikans heute wesentlich teurer ist als früher.

Eine Wetterkatastrophe, die vor dreißig Jahren vielleicht 500 Millionen Dollar gekostet hat, könnte heute eine Milliarde kosten, selbst wenn man die Auswirkungen der Inflation berücksichtigt.

Professor Roger Pielke Jr. ist einer der führenden Experten für die Kosten von Katastrophen und beschäftigt sich seit mehr als dreißig Jahren mit diesem Thema. In einer kürzlich von Fachleuten begutachteten Studie stellte er fest, dass es keinen langfristigen Trend bei den Verlusten durch atlantische Wirbelstürme in den USA gibt, wenn man die Veränderungen bei den Vermögenswerten berücksichtigt, was er als „normalisiert“ bezeichnet.

Katrina ist der teuerste Wirbelsturm der letzten Zeit, aber selbst der war nicht vergleichbar mit dem „Miami“-Hurrikan von 1926, der die Stadt praktisch von der Landkarte tilgte:

Pielke untersuchte auch die Schäden durch Überschwemmungen und Tornados in den USA, und beide zeigen einen deutlichen Rückgang der Schäden.

In einer anderen Studie analysierte Pielke die weltweiten Wetterschäden, von denen seiner Meinung nach 60 % auf die US-Hurrikane entfallen! Gemessen als Prozentsatz des BIP ist der langfristige Trend rückläufig:

Rapley macht den Fehler, sich auf die Billion Dollar Disaster Database der NOAA zu stützen, die den steigenden Wohlstand und das BIP nicht berücksichtigt. Stattdessen werden die wirtschaftlichen Verluste nur um den Verbraucherpreisindex bereinigt.

In der Tat hat Pielke in diesem Jahr in einer anderen von Fachleuten überprüften Studie die NOAA-Datenbank als fehlerhaft und irreführend bezeichnet.

Amerika ist schon immer von Wirbelstürmen und anderen Wetterkatastrophen heimgesucht worden. Aber jetzt verfügt es über die Ressourcen, die Technologie und das Geld, um sich von ihnen zu erholen.

Eine Nation, die mit dem Hurrikan von Miami oder Katrina fertig werden musste, kann sicherlich auch mit einem Milton fertig werden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/10/15/is-climate-change-increasing-the-economic-cost-of-disasters/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE