New York entschärft klugerweise das „wegweisende“ Klimagesetz drastisch

David Wojick

Am 26. Mai 2026 hat der Landtag des Staates New York sein Klimagesetz von 2019, das ursprünglich in der Umweltpresse als „Meilenstein“ bezeichnet worden war, drastisch geändert. Über diese jüngsten Änderungen wurde ausführlich berichtet, doch mir fehlt bislang eine Zusammenfassung darüber, wie weitreichend diese Änderungen tatsächlich sind – daher hier meine Einschätzung.

Was die drakonischen Emissionsreduktionen des Gesetzes angeht, ist der Meilenstein verschwunden. Das Gesetz wurde ausgehöhlt.

Ironischerweise neigen die Grünen dazu, jede Abschwächung eines rücksichtslosen Umweltgesetzes oder einer Umweltvorschrift als „Aushöhlung“ zu bezeichnen, doch in diesem Fall habe ich diesen Begriff noch nicht gehört, obwohl er hier durchaus angebracht wäre. Vielleicht liegt es daran, dass die Grünen es selbst getan haben. Der Gouverneur von New York und die führenden Politiker des Landtags gelten zweifellos als führende Vertreter der Grünen, und sie waren es, die dieses Gesetz aufgeweicht haben.

Zur Hintergrundinformation: Im Februar veröffentlichte CFACT meinen Bericht über die verheerenden Vorschriften zur Emissionsreduzierung im Klimagesetz, die kurz vor dem Inkrafttreten standen. Der Bericht wurde an wichtige Mitglieder des Landtags weitergeleitet. Er ist hier zu finden.

Der vollständige Titel des Berichts lautet [übersetzt]: „Schwerwiegende Auswirkungen des Klimagesetzes bedrohen den Staat New York: Massive Preissteigerungen und Kraftstoffengpässe sind zu erwarten, sofern das Gesetz nicht geändert wird.“

Hier ist ein aufschlussreicher Auszug aus der Zusammenfassung:

„Die Bedrohung ist gravierend. Das Klimagesetz verpflichtet die Regierung, Vorschriften zu erlassen, die ‚sicherstellen‘, dass das Emissionsreduktionsziel für 2030 erreicht wird. Gouverneurin Hochul hat erklärt, ihre Regierung wolle dies nicht tun, da die Vorschriften nicht umsetzbar und für die New Yorker ruinös teuer seien. Das Gericht hat entschieden, dass entweder das Gesetz geändert oder die Vorschriften erlassen werden müssen.

Es liegt auf der Hand, dass der Gesetzgeber auf diese Bedrohung reagieren muss. Unser kurzer Bericht skizziert einige der dringlichsten Punkte, die der Gesetzgeber berücksichtigen sollte. An erster Stelle steht die Tatsache, dass die Regulierung eine Rationierung des Kraftstoffverbrauchs für Verkehr und Heizung vorsieht. Eine solche Rationierung dürfte zu inakzeptablen Engpässen führen, einschließlich der Möglichkeit, dass Haushalte in den Wintermonaten ohne Heizung dastehen.

Die sogenannten „Cap-and-Invest“-Vorschriften sehen zudem die Besteuerung der Rationen vor. In der Praxis bedeutet dies, die Brennstoffkosten so stark anzuheben, dass dessen Verbrauch drastisch eingeschränkt wird. Diese gravierenden finanziellen Auswirkungen sind ebenfalls inakzeptabel.“

So änderte der Gesetzgeber im Mai das Zieldatum von 2030 auf 2040. Tatsächlich erhöhte er zwar die angestrebten Emissionsreduktionen, entkräftete das Ziel jedoch gleichzeitig, wodurch die Erhöhung bedeutungslos wurde. Das Ziel für 2030 war eine absolute Vorgabe, während das Ziel für 2040 lediglich ein sorgfältig relativiertes Bestreben ist.

Die ursprüngliche gesetzliche Vorgabe einer landesweiten Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 40 % bis 2030 wird durch eine vage Vorgabe ersetzt, bis 2040 eine Reduzierung um 60 % zu erreichen, „soweit dies machbar und kosteneffizient ist“, wobei das Jahr 1990 als Basisjahr dient.

Da eine Reduzierung um 60 % weder machbar noch kosteneffizient ist, ist das neue Ziel völlig undefiniert.

Gleiches gilt für die erforderlichen Vorschriften, die nun bis Dezember 2028 vorliegen müssen. Das geänderte Klimagesetz weist die staatlichen Regulierungsbehörden an, bei einem gesamtwirtschaftlichen „Cap-and-Invest“-Programm mehrere einschränkende Parameter zu berücksichtigen, darunter die Auswirkungen auf die Erschwinglichkeit, die wirtschaftliche Entwicklung und die Energiekosten sowie die Machbarkeit für Einwohner, Unternehmen und andere Akteure.

Diese relativ konkreten Überlegungen sind noch einschränkender als die vagen Zielformulierungen. Wenn sie ernst genommen werden, könnten sie das „Cap-and-Invest“-Programm relativ harmlos machen.

Es gibt noch weitere bedeutende Änderungen, die eine Abkehr vom Alarmismus bedeuten, auf die ich hier jedoch nicht näher eingehen werde.

Es lässt sich nicht sagen, ob der CFACT-Bericht hier eine Rolle gespielt hat, aber das überraschend große Ausmaß der Gesetzesänderungen lässt dies eindeutig zu. Auf jeden Fall ist dies sicherlich ein Grund zum Feiern.

Auf Landesebene ist New York führend, wenn es darum geht, den Alarmismus zu entkräften. Mögen andere US-Bundesstaaten diesem Beispiel folgen.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/06/new-york-wisely-guts-landmark-climate-law/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Es wäre natürlich schön, wenn nicht nur die US-Bundestaaten diesem Beispiel folgen würden, sondern auch die Europäer! A. d. Übers.

 




Die Propaganda bzgl. einer Klimakrise ignoriert eine unbequeme Wahrheit: Das Leben ist besser geworden

Vijay Jayaraj

Eine unvollkommene Welt, die besser ist als je zuvor.

Ein Großteil der Welt war optimistisch, nachdem ein Friedensabkommen den monatelangen Konflikt im Nahen Osten beendet hatte, der den weltweiten Ölhandel beeinträchtigt hatte. Doch der Frieden in dieser Region ist seit langem eine fragile Angelegenheit, und wie lange er anhalten wird, kann niemand sagen. Dennoch gibt es weitere Gründe für Optimismus, die nicht den Launen der Geopolitik unterliegen. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Autor}]

In den vergangenen zwei Jahrzehnten berichteten die Medien über eine Klimakrise mit der Überzeugung, dass abweichende Meinungen unverantwortlich, wenn nicht gar unmoralisch seien.

Doch genau jene atmosphärischen Veränderungen, über die Reporter in ihrer Panik vor dem bevorstehenden Untergang berichteten, bringen in Wirklichkeit messbare Vorteile mit sich.

Historie und Beweise ignoriert

Während des größten Teils der Menschheitsgeschichte bestimmte das Wetter den Alltag. Ein kalter Winter oder eine Reihe schlechter Ernten konnten eine ganze Lebensgemeinschaft auslöschen. Infektionskrankheiten wüteten ungehindert in den Gemeinden.

Es gab keine Impfstoffe, keine Antibiotika und nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Nahrungsmittel und Ressourcen über große Entfernungen zu transportieren. Die Energieversorgung beschränkte sich auf Muskelkraft, Holz und ein wenig Wind- oder Wasserkraft. Die Lebenserwartung lag in vielen Regionen bei etwa 30 Jahren.

Vergleichen Sie das mit dem 21. Jahrhundert. Die weltweite Lebenserwartung hat sich in den letzten zwei Jahrhunderten mehr als verdoppelt und liegt nun bei über 70 Jahren. Das war im 19. Jahrhundert unvorstellbar, als die Erde zwar etwas kühler, das tägliche Leben aber weitaus härter war.

Die Pro-Kopf-Nahrungsmittelversorgung ist deutlich gestiegen, während die Bevölkerung stark zugenommen hat. Die Verfügbarkeit von Proteinen hat sich um etwa ein Drittel erhöht. Die Unterernährungsraten sind gesunken, obwohl die Weltbevölkerung um Milliarden Menschen gestiegen ist.

Die Erde ist kein zerbrechlicher Planet, der kurz vor dem Zusammenbruch steht. Vielmehr hat ihre dominierende Spezies gelernt, auf weniger Land mehr Nahrungsmittel zu produzieren – unter anderem, weil die Pflanzen schneller wachsen und mehr Obst, Getreide und Gemüse liefern. Dieser Überfluss ist das Ergebnis moderner Agrarwissenschaft, wohltuender Wärme und einer durch industrielle Kohlendioxid-Emissionen (CO₂) angereicherten Luft.

Ja, ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre wirkt wie ein kostenloser Dünger für Pflanzen. Diese Aussage entspricht den Grundlagen der Wissenschaft: Pflanzen benötigen CO₂, Wasser und Sonnenlicht. Satellitenbeobachtungen der letzten Jahrzehnte zeigen eine messbare „globale Ergrünung“, wobei die Vegetationsdichte in vielen Regionen zunimmt, darunter auch in Indien und China, den beiden bevölkerungsreichsten Ländern.

Naturkatastrophen sind ein weiteres Thema, über das in den Medien fast schon hysterisch berichtet wird, während stille Fortschritte beim Schutz des Lebens durch Technologie und Ingenieurwesen unbeachtet bleiben. Die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen ist im Laufe der Jahrzehnte rapide zurückgegangen.

Ebenso hat in der Vergangenheit unsauberes Wasser durch Durchfallerkrankungen und andere Infektionen unzählige Menschenleben gefordert. Der Anteil der Todesfälle aufgrund von unsauberem Wasser ist drastisch gesunken, ebenso wie die entsprechenden Sterberaten. Auch die Sterberaten aufgrund von Infektionskrankheiten sind spektakulär zurückgegangen.

Die Medien beschäftigen sich endlos mit sommerlichen Hitzewellen, während sie die weitaus tödlichere Bedrohung durch Kälte bewusst übersehen. Eine umfassende Studie zu temperaturbedingten Todesfällen zeigt, dass die kältebedingte Sterblichkeit die hitzebedingte in fast jeder Region bei weitem übertrifft.

Als Naturliebhaber bin ich oft überrascht, dass die Erholung unzähliger Tierarten von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.

Indiens Tigerpopulation hat sich mehr als verdoppelt und liegt nun bei über 3.600 Tieren, was etwa drei Vierteln des weltweiten Bestands entspricht.

Die Bestände der Buckelwale, die einst um mehr als 95 % zurückgegangen waren, haben sich stark erholt, wobei mehrere einzelne Bestandsgruppen nun wieder die Bestandsgröße vor Beginn der Bejagung erreicht haben.

Die Zahl der Eisbären weltweit liegt zwischen 23.000 und 26.000, wobei mehrere Teilpopulationen stabil sind oder zunehmen, nachdem der starke Jagddruck nachgelassen hat.

Den Blick für das große Ganze im Auge behalten

Das Bild einer Welt, die auf den Zusammenbruch zusteuert, steht im Widerspruch zu diesen Trends: längere Lebenserwartung, mehr Nahrungsmittel, bemerkenswerte Erholungen der Tierbestände und weniger Todesfälle durch Infektionskrankheiten, verunreinigtes Wasser und Naturkatastrophen.

Der Klimawandel geht einher mit einer Entwicklung der menschlichen Anpassung, die durch reichlich vorhandene Energiequellen, Technologie, ein leicht wärmeres Klima und ein durch CO₂ begünstigtes Pflanzenwachstum vorangetrieben wird.

Ein unvoreingenommener Beobachter würde fragen, warum diese Entwicklung in der Berichterstattung der Mainstream-Medien weitgehend fehlt.

Weil die herrschenden Eliten zusammen mit ihren medialen Erfüllungsgehilfen genau das wieder beseitigen wollen! A. d. Übers.

Auch wenn es keine Utopie ist, zeichnet sich die Welt des Jahres 2026 durch Bedingungen aus, die das Gedeihen der Menschheit stärker denn je begünstigen – sauberer, gesünder, besser ernährt und sicherer als je zuvor.

 

Mehr bei CO2 Coalition

Link: https://climatechangedispatch.com/the-climate-crisis-narrative-ignores-an-inconvenient-truth-life-is-better/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Hitze-Kuppel in Blau – die neue Farbe des Sommers

Joe Bastardi

Das „Blau“ steht hier natürlich für kühler als im Mittel. A. d. Übers.

Statt der trägen, dunstigen, heißen Sommertage haben wir jetzt eine neue Sommerfarbe – HEAT DOME BLUE.

Noch blauer als gestern. Die Hitzewellen bringen im Osten jetzt deutlich weniger Dunst mit sich – eine Hommage an die USA, die einen echten Schadstoff aus der Luft entfernt haben … SO₂.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht …

Bitten wir die KI, die Anstiege von SO₂ und WV herauszurechnen: Dahinter steckt, dass diese Faktoren auch ohne Strahlungsantrieb einen Großteil der Erwärmung erklären können. Ich mache einfach das, was die CAGW-Anhänger tun. Sie werden die einfache Antwort abtun und dann alles auf CO₂ schieben. Nun, vergessen wir CO₂, da wir wissen, dass die Banden gesättigt sind, es abnehmende Erträge gibt und es einer Erwärmung (erhöhte OLR) bedarf, um die Erwärmung zu unterstützen. Mit anderen Worten: Behandeln wir CO₂ genauso, wie die CO₂-Befürworter alles andere behandeln, was ihre These in Frage stellen könnte: indem wir es herunterspielen. Schauen wir mal, was uns dieses Verfahren liefert und wie ich das Ergebnis genauso „aufpolieren“ kann wie sie.

Die Verringerung der SO₂-Emissionen in den USA hat die Menge der auf die Erdoberfläche treffenden Sonnenstrahlung erhöht (ein „Global-Brightening“-Effekt), vor allem durch die Reduzierung von Sulfataerosolen, die das Sonnenlicht streuen und die Wolkenbildung beeinflussen. Dies erzeugt einen positiven (erwärmenden) Strahlungsantrieb. Die SO₂-Reduktionen in den USA haben etwa 0,1–0,3 °C zur globalen Erwärmung beigetragen.

Der Planet hat sich in den letzten 40 Jahren um etwa 0,7 °C erwärmt. Wenn wir nun allein den Anstieg des Wasserdampfgehalts in den letzten 40 Jahren unter Verwendung von Korrelationen des Sättigungsmischungsverhältnisses berücksichtigen, wie hoch wäre dann dieser Anstieg?

Der Anstieg des Wasserdampfgehalts seit 1986 korreliert gemäß den physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Sättigungsmischungsverhältnisses mit einer Erwärmung von etwa 0,7–1,0 °C. Dies erklärt fast die gesamte Erwärmung. Hinzu käme, wenn wir den SO₂-Gehalt wieder auf das Niveau der 1980er Jahre senken würden und die Ozeane sich auf dem Niveau der 1980er Jahre befänden. Nettoergebnis: eine erhebliche globale Abkühlung, möglicherweise um 1,5–3 °C oder mehr unter den aktuellen Werten (wodurch die Temperaturen je nach genauer Umsetzung und zeitlichen Verzögerungen wieder in die Nähe oder unter die Durchschnittswerte der 1970er- und 1980er-Jahre sinken würden). Das dürfte bei manch einem für Aufruhr sorgen.

Deshalb ist das Konzept des Taupunktankers so wertvoll. Nicht die sich erwärmende Luft führt zu einem Anstieg des Wasserdampfgehalts; vielmehr bildet der Anstieg des Wasserdampfgehalts die Grundlage, woraufhin die Temperatur reagiert. Deshalb ist es für die Argumentation so wichtig, die abnehmende Wolkendecke und den geothermischen Wärmeeintrag zu betrachten, da dies einen Teil der Sonneneinstrahlung erklären kann – und mit der Vorstellung, dass die in den Ozean eingebrachte Wärme nicht einfach verschwindet (es sei denn, man geht davon aus, dass dies der Fall ist, weil man tatsächlich keine Daten hat, um zu sehen, was vor sich geht).

Es handelt sich also um ein einfaches „Eins plus Eins ist zwei“. Zwei Variablen, die für sich genommen die Erklärung liefern würden. Und wenn es so einfach wäre, wäre das für viele Menschen äußerst gefährlich, die als Vorreiter bei der Lösung eines komplexen Problems zur Rettung der Menschheit gelten müssen. Niemand leugnet den Klimawandel; es geht ausschließlich um die Ursachenzuordnung. Dass es sich angeblich um gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse handelt und dass das gesamte Forschungsgeld dafür fließt, sollte Misstrauen wecken. Niemand behauptet, dass der Strahlungsantrieb hier keine Rolle spielt. Aber die übermäßige Zuordnung der Verantwortung an CO₂ wird offensichtlich, wenn man CO₂ einfach genauso außer Acht lässt wie andere Faktoren und dabei zur gleichen Schlussfolgerung gelangt.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/06/heat-dome-blue-the-new-summer-color/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 28 /2026

Vorbemerkung:Beginnend mit diesem Kältereport gibt es eine Neuerung aufgrund einer sehr guten Idee meines Übersetzer-Kollegen Andreas Demmig. Am Anfang eines jeden Reports stehen die Schlagzeilen der Woche. Damit soll ein Überblick geschaffen werden sowie die Möglichkeit, ggf. eine Argumentationshilfe gegen irgendwelche Erhitzungs-Propaganda zu bieten.

Die Schlagzeilen der Woche:

Japan: Extrem kühler Juli

Süd-Amerika: Ungewöhnlich kühle Witterung

Alaska: Sommer-Kälte bricht Rekorde

Grönland: Weiterer Eiszuwachs im Juli

Neuseeland: Starke Schneefälle

King Salmon, Alaska: Anhaltende arktische Kälte

Neuseeland: Weitere Rekord-Schneefälle

Westliche Arktis: Eisausdehnung auf einem 13-Jahre-Hoch

Grönland: immer weiterer sommerlicher Eiszuwachs

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Meldungen vom 6. Juli 2026:

Japan: Extrem kühler Juli

Japan hat den Juli mit intensiven Kälteeinbrüchen begonnen.

Am 3. Juli sank die Temperatur in Motodomari auf der Insel Rishiri in Hokkaido um 3:30 Uhr morgens auf 7 °C und brach damit den bisherigen Rekord für die niedrigste Temperatur im Juli von 7,3 °C , der am 9. Juli 2015 aufgestellt worden war.

Einen Tag später wurde in Niihama in der Präfektur Ehime Rekordkälte verzeichnet: Am 4. Juli erreichte die Tageshöchsttemperatur dort nur 22,6 °C, was dem niedrigsten jemals gemessenen Juli-Höchstwert entspricht.

Laut lokalen Berichten sorgten Wolken und Regen dafür, dass die Tagestemperaturen in den Regionen Chugoku und Shikoku niedrig blieben.

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Süd-Amerika: Ungewöhnlich kühle Witterung

Die polare Kältewelle hält in Südamerika an.

In Chile sank die Temperatur in Chillán am Wochenende auf ungewöhnliche -5,4 °C – mit Abstand der niedrigste Wert des Jahres. Der offizielle DMC-Bericht führte dies auf ein Hochdruckgebiet über dem mittleren und südlichen Teil des Landes zurück und berichtete von Frost und Eisbildung in der ganzen Stadt.

Auch Argentinien steht weiterhin unter dem Einfluss von Luftmassen antarktischen Ursprungs. In Buenos Aires fielen die Temperaturen kürzlich unter den Gefrierpunkt und erreichten -0,2 °C, wobei für weite Teile des Landes Kältewarnungen galten. Lokale Medien bezeichneten die Kältewelle in Buenos Aires als „nahezu historisches Tief“, obwohl Aufzeichnungen der OCBA noch niedrigere Werte für die Jahre 1965 und 2025 ausweisen. In Mar del Plata fiel unterdessen am 2. Juli zum ersten Mal seit 35 Jahren Schnee.

Die blauen und violetten Farbtöne breiteten sich auch nach Norden bis nach Uruguay, Paraguay, Bolivien und Südbrasilien aus…

GFS 2m Temperatur-Anomalien für den 3. Juli [tropicaltidbits]

GFS 2m Temperatur-Anomalien für den 4. Juli [tropicaltidbits]

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Alaska: Sommer-Kälte bricht Rekorde

Alaskas Sommerkälte hat es in die offiziellen Aufzeichnungen geschafft.

In Cold Bay sank die Temperatur am 4. Juli auf 2,2 °C und brach damit den alten Tagesrekord von 3,3 °C, der 1972 aufgestellt und 1982 egalisiert worden war (die Klimadaten der Messstation reichen bis ins Jahr 1942 zurück). Am 5. Juli erreichte Cold Bay erneut nur 2,2 °C und brach damit diesmal den Tages-Tiefstwert von 2,8 °C aus dem Jahr 1964.

Ebenso verzeichnete St. Paul Island im Beringmeer am 5. Juli um 2:25 Uhr morgens 0 °C und egalisierte damit das Tages-Tiefsttemperatur-Rekordwert aus dem Jahr 1982 (die Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1892 zurück).

Blickt man nach Osten in Richtung Kanada, ergibt sich ein umfassenderes Bild.

Temperaturkarten (CDAS) der letzten 120 Tage zeigen einen ausgedehnten Kaltluftkörper, der sich von Alaska über weite Teile Kanadas bis nach Grönland erstreckt.

Die Schlagzeilen konzentrieren sich auf kurze, lokal begrenzte Hitzewellen. Die viel beachtete 7-tägige Hitzewelle in West- und Mitteleuropa erstreckte sich über etwa 1,2 Millionen km². Die Karte unten zeigt das kältere, ignorierte Gegengewicht: eine viermonatige Anomalie über Alaska, Kanada und Grönland – 17-mal länger und zehnmal größer, die sich über etwa 12 Millionen km² erstreckt:

Temperatur-Anomalie über 120 Tage bis zum 5. Juli 2026. Quelle: CDAS

Link: https://electroverse.substack.com/p/japans-july-chill-south-america-shivers?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. Juli 2026:

Grönland: Weiterer Eiszuwachs im Juli

Die grönländische Eiskappe verzeichnet im Juli – mitten in der Schmelzsaison – ungewöhnliche Zuwächse der Oberflächenmasse.

Die Schneefälle und die Schneerückhaltung über der Eiskappe sind nach wie vor stark genug, um die Oberflächenbilanz auf einem hohen Niveau zu halten.

Die Aktualisierung vom 6. Juli des Polar Portals zeigt, dass die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz für 2025–26 weiterhin bei fast 580 Gt liegt.

Normalerweise fällt die Durchschnittskurve zu dieser Jahreszeit stark in die Schmelzsaison ab. Stattdessen sind tägliche Zuwächse der Oberflächen-Massenbilanz zu verzeichnen.

Die Gesamt-Massenbilanz, die nicht nur die Oberflächen-Massenbilanz, sondern auch den Eisabfluss, das Kalben von Eisbergen, das Schmelzen unter Wasser an den Gletscherfronten sowie geringfügige Verluste am Gletscherfuß umfasst, hat sich in den letzten Ja

Grafik: Jährliche Massenbilanz des grönländischen Eisschilds, ermittelt anhand der GRACE/GRACE-FO-Satelliten. Die Gesamtbilanz erholt sich.

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Neuseeland: Starke Schneefälle

Neuseelands Skigebiete haben die Wartezeit auf den Winter hinter sich gelassen und sind nun damit beschäftigt, sich aus den Schneemassen zu befreien.

Eine Reihe von Stürmen im Juli hat bislang 72 cm Schnee auf dem Mt. Hutt, ebenfalls 72 cm auf Roundhill und 60 cm auf Porters gebracht. Cardrona verzeichnete 37 cm, Mt. Dobson 35 cm, während Ōhau, Treble Cone und The Remarkables jeweils 25 cm erhielten.

Die historischen Durchschnittswerte von Snow-Forecast für die erste Juliwoche liegen bei 15 cm für den Mt Hutt und 13 cm für Porters. Dieser Sturm brachte das Vier- bis Fünffache davon auf einen Schlag – und an vielen Orten schneit es immer noch.

Die Prognosen für den Mt Hutt gehen von einer Gesamtmenge von möglicherweise 145 cm bis zum 10. Juli aus.

Nach einem langsamen Start hat der Winter in den neuseeländischen Bergen nun mit voller Wucht Einzug gehalten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-gains-ice-in-july-new-zealand?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 8. Juli 2026:

King Salmon, Alaska: Anhaltende arktische Kälte

Über Alaska, Nordkanada und der hohen Arktis hält sich derzeit ein ausgeprägtes Sommer-Kältegebiet.

Alaska verzeichnete am 7. Juli einen bestätigten Kälterekord: Am King Salmon Airport sank die Temperatur auf 3,3 °C und brach damit den alten Tagesrekord von 3,9 °C, der 1940 und 1976 aufgestellt worden war (die Aufzeichnungen der Messstation reichen bis ins Jahr 1917 zurück).

Nördlich von 80° N – in der Hocharktis – spielt sich das eigentliche Drama ab.

Die DMI-Lufttemperaturkurve für 2026 nördlich von 80° N liegt unter jedem Jahr der Reihe (die bis ins Jahr 1958 zurückreicht). Der bisher kälteste Sommer war 2013. Dieses Jahr liegt deutlich darunter.

Die orangefarbene Linie für 2026 (rechtes Diagramm) bleibt unter dem Durchschnitt und hat selbst im Juli noch Schwierigkeiten, die Frostgrenze zu erreichen:

Graphik: Vergleich 2013 (links) mit 2026 (rechts)

Die Temperaturen in der Arktis schwanken im Winter stark, bleiben jedoch stets deutlich unter dem Gefrierpunkt. Eine Abweichung von 2 °C nördlich von 80° N im Sommer ist eine Sensation, da wir genau an der Grenze zwischen Gefrieren und Auftauen liegen. Zwei Grad können hier darüber entscheiden, ob es schmilzt oder nicht. Ob es regnet oder schneit.

In der Hocharktis war es zu dieser Jahreszeit noch nie so kalt (Daten seit 1958).

Link: https://electroverse.substack.com/p/king-salmon-shivers-as-high-arctic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 9. Juli 2026:

Neuseeland: Weitere Rekord-Schneefälle

Nach einem langsamen Start hat ein kräftiges Tiefdruckgebiet aus südlicher Richtung erhebliche Schneemengen über die Südinsel Neuseelands gebracht, wobei die Felder in Canterbury besonders hervorstechen.

Die gemeldeten Gesamtniederschlagsmengen erreichten am Mt. Hutt 72 cm, wobei in höheren Lagen noch größere Mengen fielen: über 80 cm in mehreren Skigebieten, darunter Mt. Lyford und Mt. Dobson.

Bislang ist der Mt Hutt der Spitzenreiter dieser Saison. Die Schneehöhe im oberen Bereich beträgt nun 110 cm, womit er als erstes Skigebiet der südlichen Hemisphäre in dieser Saison die 1-Meter-Marke überschritten hat.

Eine spät beginnende Saison wurde durch einen starken Kälteeinbruch schnell aufgeholt.

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Westliche Arktis: Eisausdehnung auf einem 13-Jahre-Hoch

In der westlichen Arktis Kanadas hält sich im Juli ungewöhnlich hartnäckiges Meereis.

Die historische TAC-Karte des Canadian Ice Service weist für das Jahr 2026 eine Eisbedeckung von fast 94 % in der gesamten westlichen Arktis (ein Gebiet mit einer Fläche von 1.288.188 km²) aus. Das ist der höchste Wert für Anfang Juli seit 2013 und liegt deutlich über dem Durchschnitt:

Dies ist die kanadische westliche Arktis, einschließlich der Gewässer, die in die Nordwestpassage münden und durch sie hindurchführen – ein Gebiet, das oft als Kurzbezeichnung für eine „sich öffnende Arktis“ verwendet wird. Das Jahr 2026 erweist sich als eines der Jahre mit der stärksten Eisbedeckung in den Aufzeichnungen des Canadian Ice Service für den Zeitraum 1981–2026.

Eine natürliche Erholung.

Gleichzeitig blieb es in der zentralen Arktis weiterhin deutlich kälter als üblich.

[Hervorhebung im Original]

Die tägliche 2-Meter-Temperaturreihe des DMI für die Hocharktis (nördlich von 80° N) zeigt, dass die Temperaturen im Jahr 2026 bis in die zweite Juliwoche hinein noch unter der 0-°C-Marke lagen. Der Mittelwert seit 1958 liegt zu diesem Zeitpunkt normalerweise bereits über dem Gefrierpunkt. Im Jahr 2026 lässt diese Schwelle für die Schmelzsaison auf sich warten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/new-zealand-snowfields-buried-western?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Der kalte Sommer in Alaska

Die Sommerkälte in Alaska verschärfte sich am 9. Juli, wobei mehrere seit langem bestehende Messstationen Rekordtiefstwerte für Tageshöchsttemperaturen verzeichneten.

In Fairbanks wurden am Donnerstag nur 14,4°C gemessen, ganze 8°C unter dem Normalwert und unter dem bisherigen Rekordtief für den 9. Juli von 15 °C) aus dem Jahr 2022 (Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1904 zurück).

In Nome stieg die Temperatur auf höchstens 9,4 °C und unterbot damit den Rekord von 10,6 °C aus dem Jahr 2024 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1906 zurück).

St. Paul Island erreichte nur 7,8 °C und unterbot damit den bisherigen Wert von 8,9 °C aus dem Jahr 2020 (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1892 zurück).

Alaska hat bisher ein ungewöhnlich kaltes Jahr 2026 erlebt.

Das Gleiche gilt für Kanada.

Und auch für Grönland…

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Grönland: immer weiterer sommerlicher Eiszuwachs

Die Schmelzsaison in Grönland wurde erneut durch einen Netto-Zuwachs an der Oberfläche unterbrochen.

Seit Beginn des Sommers verzeichnete die Eiskappe mindestens sieben „Zuwachstage“.

Vom 25. bis zum 29. Juni kam es zu fünf aufeinanderfolgenden Zuwachs-Tagen, die insgesamt 4,8 Gt (4,8 Milliarden Tonnen) ausmachten, obwohl Grönland normalerweise an Oberflächenmasse verlieren sollte.

Am 6. und 9. Juli kam es zu weiterem Zuwachs.

Stand 9. Juli liegt die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz (SMB) seit dem 1. September 2025 bei 579,5 Gt und damit deutlich über dem Mittelwert der Jahre 1981–2010.

Seit seinem saisonalen Höchststand am 12. Juni hat der Eisschild nur 14,9 Gt an Masse verloren.

Der erwartete sommerliche Rückgang in Grönland lässt weiterhin auf sich warten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/alaskas-summer-shivers-greenland?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 29 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 10. Juli 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




EILMELDUNG: Trump-Regierung beauftragt Skeptiker mit der Leitung der nationalen Klimapolitik … M. Mann greift sich an den Kopf

Charles Rotter und Anthony Watts

Politico veröffentlichte am 9. Juli einen Artikel mit einer Überschrift, die darauf abzielt, Ihnen Angst zu machen: Die Regierung hat eine zuvor stark geschwächte Behörde zum Klimawandel wiederbelebt, die nun von einem Klimaskeptiker geleitet wird. Bei dieser Behörde handelt es sich um das „U.S. Global Change Research Program“. Am 30. Juni 2025 schloss die Trump-Regierung die Website globalchange.gov, woraufhin diese offline ging. Nun ist der neue Leiter ein ehemaliger Geochemiker der University of Alabama, ein selbsternannter Professor im Exil, der einen Großteil seiner Zeit damit verbringt, die etablierte Klimawissenschaft online in Frage zu stellen: Dr. Matthew Wielicki. Er wird nun das Flaggschiff des Programms leiten, die vom Kongress vorgeschriebene „National Climate Assessment“ (Nationale Klimabewertung). Politico stellt die Sache so dar:

Der Kongress schuf das US-amerikanische Programm zur Erforschung globaler Veränderungen (U.S. Global Change Research Program) durch den Global Change Research-Gesetz von 1990. Zu Beginn waren es dreizehn, später dann fünfzehn Bundesbehörden, die ihre Klimaforschung über dieses Programm koordinieren; alle vier Jahre erstellt es den National Climate Assessment, einen umfangreichen Bericht darüber, wie sich der Klimawandel voraussichtlich auf die amerikanische Infrastruktur, die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und die Wirtschaft auswirken wird. Dies ist kein Randdokument. Die Behörden stützen sich darauf, wenn sie Vorschriften erlassen. Prozessparteien stützen sich darauf, wenn sie klagen. Es hat gesetzliches Gewicht, und genau deshalb ist die Kontrolle darüber nun schon über drei Regierungen hinweg umstritten.

Man sollte sich vor Augen führen, wie es dazu gekommen ist. Die Regierung hat das Programm im Jahr 2025 ausgehöhlt, den Vertrag zur Finanzierung des technischen Personals gekündigt und die Autoren entlassen, die bereits am sechsten Sachstandsbericht arbeiteten. Was Politico nun beschreibt, ist die Wiederaufnahme der Arbeit des Amtes unter neuer Leitung. Daher wird die Ernennung einer Person, die der vorherrschenden Propaganda skeptisch gegenübersteht, in der Berichterstattung als Skandal an sich dargestellt.

Nichts davon ist improvisiert. Der Haushaltsdirektor des Weißen Hauses Russ Vought bezeichnete das Programm jahrelang als Quelle dessen, was er als „Klimapanikmache“ bezeichnete, welche die Exekutive strenger kontrollieren sollte – eine Ansicht, die er im Strategiehandbuch „Project 2025“ klar darlegte. Die Wiederaufstellung unter der Leitung eines Skeptikers ist also keine Überraschung. Es ist der Plan, der wie vorgesehen funktioniert. Ob man das begrüßt oder fürchtet, hängt fast ausschließlich davon ab, was man ohnehin schon davon hält, was aus dem Programm geworden ist.

Beachten Sie diesen Schritt. Der Einwand ist nicht, dass Wielicki keine wissenschaftliche Ausbildung hat. Er ist promoviert und hat Veröffentlichungen vorzuweisen. Der Einwand ist, dass er zu den falschen Schlussfolgerungen gelangt. Das ist ein anderer Vorwurf, als es zunächst den Anschein hat, und es lohnt sich, dies klar zu benennen, bevor wir weitermachen.

Hier ist das meiner Meinung nach wichtigste Detail, und es stammt direkt aus der Berichterstattung von Politico selbst. Die unter Energieminister Chris Wright zusammengestellte Forschergruppe – die gleiche Gruppe, die im vergangenen Jahr den Bericht des Energieministeriums „A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate“ verfasst hatte – schlug eine Überarbeitung der Bewertung vor. In einem aus Gerichtsakten stammenden Dokument wiesen sie darauf hin, dass der bestehende Bericht gerade deshalb enormen Einfluss habe, weil er in Klimaprozessen regelmäßig als Quelle herangezogen werde.

Die Bedenken hinsichtlich der Bewertung, die von genau denjenigen geäußert werden, die sie überarbeiten wollen, beziehen sich nicht in erster Linie darauf, dass sie das Wetter falsch beschreibt. Vielmehr geht es darum, dass sie als Beweismittel dient.

Der Nationale Klimabericht ist zu einer tragenden Grundlage in Gerichtsverfahren gegen Energieunternehmen und bei der rechtlichen Verteidigung von Bundesvorschriften geworden. Das ist eine Aussage darüber, wie das Dokument genutzt wird, nicht darüber, wie sich die Temperatur tatsächlich entwickelt hat. Und wenn man das einmal erkannt hat, erscheint der Streit darüber, wer das Programm leitet, weniger als ein Streit um wissenschaftliche Fragen, sondern vielmehr als ein Streit um ein Rechtsinstrument. Es ist kein Zufall, dass der Bericht des Energieministeriums zeitgleich mit dem Vorstoß der EPA veröffentlicht wurde, das „Endangerment Finding“ von 2009 zu überdenken – jener regulatorische Grundpfeiler, zu dessen Aufrechterhaltung der Bericht beiträgt.

Das verdeutlicht, worum es geht. Wenn ein Bericht verfasst wird, der vor Gericht zitiert werden soll, ist der Druck, darin etwas Bestimmtes zum Ausdruck zu bringen, kein Fehler, den ein skeptischer Redakteur heimlich einschleust. Es ist ein Merkmal, das ein skeptischer Redakteur in Frage stellt.

Judith Curry, eine der von Wright ausgewählten Wissenschaftlerinnen und ehemalige Vorsitzende des Fachbereichs für Erd- und Atmosphärenwissenschaften an der Georgia Tech, lieferte Politico die schärfste Form der inhaltlichen Kritik. Ihr Einwand war konkret: Die letzte Bewertung stützte sich viel zu stark auf extreme Emissionsszenarien. Aus diesem Grund bezeichnete sie diese Bewertung als „so gut wie nutzlos“.

Regelmäßige Leser werden wissen, warum das so kommt. Seit Monaten dokumentieren wir ausführlich, wie genau diese Szenarien still und leise aus der gängigen Klimamodellierung verschwinden. Am 7. April 2026 hat das ScenarioMIP-Team SSP5-8.5 und SSP3-7.0 offiziell aus CMIP7 gestrichen. In dem Konzept von Van Vuuren et al. 2026 in „Geoscientific Model Development“ hieß es, der alte Hochemissionspfad sei „unplausibel“ geworden. Dieses Wort hat eine enorme Tragweite.

Wir haben über die Veröffentlichung berichtet, als diese erschien, nachverfolgt, wie das diskreditierte Szenario nach wie vor die Literatur zu den Auswirkungen dominiert, beobachtet, wie es eine neue Katastrophenstudie untergrub, und uns mit Roger Pielke Jr. unterhalten, der seit Jahren argumentiert, dass das Szenario von vornherein nie plausibel war. Pielkes direkter Vergleich unter Verwendung des FaIR-Emulators ergibt, dass das neue CMIP7-High-Szenario bis zum Ende des Jahrhunderts eine um etwa 0,9 Grad Celsius geringere Erwärmung hervorruft als das inzwischen ausgemusterte SSP5-8,5-Szenario.

Wenn Curry also sagt, dass sich die Bewertung zu stark auf diese Emissionsszenarien stützte, äußert sie damit keinen nebensächlichen Beschwerdepunkt. Sie beschreibt etwas, das die Modellierungsgemeinschaft selbst inzwischen schriftlich in der führenden Fachzeitschrift ihres Fachgebiets eingeräumt hat. Das Extremszenario, auf dem ein Großteil der alarmierenden Formulierungen im National Climate Assessment beruhte, ist das gleiche Szenario, von dem sich dessen eigene Verfasser in diesem Frühjahr distanziert haben.

Das hat nachgelagerte Auswirkungen. Die am häufigsten zitierten Zahlen des Berichts – die prognostizierten Einbußen beim BIP, die Karten zu Küstenüberflutungen, die Schätzungen zum Zusammenbruch der Landwirtschaft – wurden in vielen Fällen auf der Grundlage dieses emissionsintensiven Szenarios berechnet. Nimmt man diese Grundlage weg, verschieben sich die Zahlen, manchmal sogar erheblich. Ein Redakteur, der darauf besteht, dass der nächste Bericht Szenarien verwendet, die von den Modellierern nach wie vor befürwortet werden, zensiert damit nicht die Wissenschaft. Er fordert lediglich, dass sie auf dem aktuellen Stand bleibt.

Hier ist die Sichtweise der Gegenseite.

Wielicki ist kein bekannter Name, und die Bezeichnung als „Professor im Exil“ ist genau die Art von Etikettierung, die leicht zum Spott einlädt. Seine Ernennung wurde durch seine eigenen Social-Media-Beiträge und eine einzige anonyme Quelle bestätigt; daher ist bei den genaueren Details eine gewisse Vorsicht geboten, bis die Behörde eine offizielle Stellungnahme abgibt.

Inhaltlich gesehen versetzte der DOE-Bericht, auf dem diese neue Ausrichtung offenbar aufbaut, den „Konsens“ in Aufruhr. Mindestens fünfundachtzig alarmistische Wissenschaftler verfassten eine über vierhundert Seiten umfassende Gegendarstellung, die ihre Autoren als voreingenommen und unzuverlässig bewerteten.

Zudem entschied ein Bundesrichter Anfang 2026, dass Wrights Arbeitsgruppe unter Verstoß gegen das Bundesgesetz zur Transparenz zusammengestellt worden war, obwohl der gleiche Richter es ablehnte, den Bericht aus den Akten zu streichen.

Michael Kuperberg, der das Programm unter zwei früheren Regierungen leitete, brachte gegenüber Politico seine übliche Sorge hinsichtlich des Konsens‘ unverblümt zum Ausdruck: Eine von einer kleinen, handverlesenen Gruppe verfasste Bewertung werde nicht das gesamte Fachgebiet repräsentieren, und das eigentliche Opfer werde das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft auf Bundesebene sein.

Das ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Wenn das Vertrauen der Öffentlichkeit in einen Regierungsbericht davon abhängt, jeden Forscher auszuschließen, der anderer Meinung ist, dann beruhte dieses Vertrauen nie auf der Wissenschaft selbst. Es beruhte vielmehr auf dem Konsens zu diesem Thema.

Beachten Sie jedoch, worauf die Gegendarstellung und das Urteil nicht eingehen. Bei der Entscheidung der Richter zur Transparenz ging es um den Prozess, darum, wie die Gruppe einberufen wurde, nicht darum, ob die Gruppe Recht hatte. Und die von Curry vorgebrachte Kritik am Szenario – die wir hier seit Monaten dokumentieren – bleibt davon völlig unberührt, da sie gar nicht vom DOE stammt. Sie stammt von Van Vuuren und dem ScenarioMIP-Team. Man kann die Modellierer nicht widerlegen, indem man die Modellierer zitiert.

Das ist also der Kern der Sache. Ein skeptischer Wissenschaftler wurde mit der Erstellung eines steuerfinanzierten Berichts betraut, der als Grundlage für bundesweite Regulierungsmaßnahmen und Klimaklagen dient, und in der Berichterstattung wird seine Skepsis als Grund für seine Untauglichkeit dargestellt. Ich würde es genau umgekehrt sehen. Ein Dokument mit einem derart großen rechtlichen und finanziellen Gewicht sollte einem skeptischen Redakteur standhalten können. Wenn es das nicht kann, sagt das etwas Wichtiges über das Dokument aus.

Die Überprüfung einer staatlichen Bewertung durch jemanden, der dazu neigt, sie in Frage zu stellen, ist keine Bedrohung für die Wissenschaft. Es ist ein Stresstest.

Und hier kommt der lustige Teil: Dr. Michael Mann reagierte – wie zu erwarten war – auf Twitter:

Er hat außerdem diesen Tweet ausgegraben:

Die köstliche Ironie dabei ist, dass Mann nie gebeten wurde, den Vorsitz der USGRP oder einer anderen nationalen Klimaorganisation zu übernehmen, obwohl er derjenige ist, der alle Auszeichnungen hat und sich selbst als „Nobelpreisträger“ bezeichnet.

Das muss ihm wirklich sauer aufstoßen, sobald er es merkt – oder jemand ihn darauf hinweist, weil er zu blind ist, um es selbst zu sehen.

GEWONNEN.

P.S.: Lustigerweise präsentiert sich Mann bereits mit „Haaren in Flammen“.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/09/trump-admin-brings-skepticism-to-national-climate-assessment-politico-clutches-pearls/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE