UK: Wir stehen jetzt schon kurz vor Stromausfällen – aber wie wird das im Jahre 2030 sein?

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Die Stromnachfrage erreichte gestern Abend mit fast 48 GW einen noch höheren Spitzenwert, und da heute wenig Wind weht, wird die Stromversorgung heute Abend wieder knapp werden.

Wir werden uns zweifellos wieder durchwursteln, aber niemand in den Medien scheint auf den Elefanten im Raum hinzuweisen: die Tatsache, dass die Stromnachfrage mit der Umstellung auf Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge rapide steigen wird.

Die letztes Jahr von National Grid veröffentlichten Future Energy Scenarios prognostizieren einen Anstieg der Spitzennachfrage auf 65 GW im Jahr 2030 und 81 GW im Jahr 2035:

Selbst mit den 9 GW Interkonnektorkapazität und unserer gesamten, auf Hochtouren laufenden CCGT-Flotte hätten wir Glück, wenn wir derzeit 50 GW erreichen würden. (Am Dienstag liefen die GuD-Anlagen aufgrund von Ausfällen mit etwa 6 GW).

Dennoch gibt es keine Pläne für den Bau neuer Gaskapazitäten, die Leistung von Hinkley C wird die Abschaltung älterer Kernkraftwerke kaum ausgleichen, und die zusätzlich geplante Windkapazität könnte an einem windstillen Tag wie heute höchstens ein paar GW liefern.

Und dabei geht es nicht nur um eine Stunde mit Spitzenbedarf. Die FES geht bereits davon aus, dass die Nachfrage in großem Umfang geglättet wird, indem die E-Fahrzeuge nachts aufgeladen werden usw., so dass die tägliche Reichweite viel geringer sein wird als heute.

In den letzten 24 Stunden lag die Nachfrage im Durchschnitt bei 39 GW. Auf einer anteiligen Basis werden diese 81 GW im Jahr 2035 wahrscheinlich mindestens 67 GW betragen.

Nach den Berechnungen der FES werden beispielsweise im Jahr 2035 Wärmepumpen in Privathaushalten 40 TWh pro Jahr verbrauchen, im Winter etwa 8 TWh pro Monat. Das sind 11 GW, und bei wirklich kaltem Wetter wahrscheinlich noch viel mehr. Dabei wird davon ausgegangen, dass sie gleichmäßig über 24 Stunden am Tag betrieben werden, was eine optimistische Annahme ist.

Die E-Fahrzeuge werden auch außerhalb der Spitzenzeiten zu einem erheblichen Anstieg der Stromnachfrage führen.

Es ist daher wahrscheinlich, dass die tägliche Nachfrage bei kaltem Wetter 70 GW übersteigen wird. Pumpspeicher und Batterien können zwar am frühen Abend für ein oder zwei Stunden aushelfen, müssen dann aber wieder aufgeladen werden, so dass sie über einen Zeitraum von 24 Stunden nichts beitragen werden.

Stattdessen benötigen wir immer noch mindestens 70 GW an einsatzfähiger Erzeugungskapazität.
Im Moment haben wir gerade einmal 40 GW.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/11/we-are-close-to-blackouts-now-but-what-about-2030/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




In Massachusetts droht ein Proteststurm gegen Netz-Batteriekosten

David Wojick

Massachusetts hat gerade ein Gesetz verabschiedet, das die großen Versorgungsunternehmen verpflichtet, bis Juli dieses Jahres ganze 1500 MW an Batterien zu kaufen. Das dürfte mehrere Milliarden Dollar kosten und unmittelbare Preiserhöhungen nach sich ziehen, so dass das Gesetz viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. Die Netto-Null-Stromspeicherung kommt endlich in Schwung.

Der gesamte Batteriekauf beläuft sich auf unglaubliche 5000 MW, wobei der größte Teil davon in den nächsten Jahren gekauft wird, so dass die Tarife weiter steigen werden. Das Gesetz ist eine Studie über Unklarheiten, so dass es auf dem Weg dorthin viel Verwirrung geben wird.

Die komplexen Fragen, die damit verbunden sind, wurden in zwei Artikeln von Laurie Belsito von der Massachusetts Fiscal Alliance sehr gut dargestellt. Der erste Artikel, der vor der Verabschiedung des Gesetzes geschrieben wurde, trägt den Titel „Proposed Battery Law Costs Billions and Does Nothing“ [etwa: Das eingebrachte Batterie-Gesetz kostet Milliarden und bringt gar nichts].

Der Artikel konzentriert sich auf die Kosten für die gesamten 5.000 MW und sagt Folgendes:
„Die Menge der Batterien ist etwas unklar. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass 5000 Megawatt (MW) Batterien gekauft werden, aber das ist die Entladekapazität, d.h. wie schnell die Batterien geleert werden können. Was zählt, ist die Speicherkapazität, und die wird in Megawattstunden (MWh) gemessen. Die Angabe von MW ist so, als würde man Saft danach kaufen, wie schnell er getrunken werden kann, und nicht danach, wie viel die Flasche fasst.

Der Gesetzentwurf enthält eine Reihe von Speicherkapazitäten, welche die Kosten etwas einschränken. Die meisten Batterien sind so genannte Mid-Duration-Batterien, d. h. sie können vier bis 10 Stunden lang eine vollständige Entladung gewährleisten. Fast alle netzgekoppelten Batteriesysteme haben heutzutage eine Laufzeit von vier Stunden, so dass wir der Einfachheit halber davon ausgehen, dass die gesamten 5000 MW aus Vier-Stunden-Batterien bestehen.

Dies ergibt eine Speicherkapazität von 20.000 MWh. Batteriesysteme kosten heute etwa 500.000 $ pro MWh. Das ergibt Gesamtkosten von 10.000.000.000 $ oder zehn Milliarden Dollar, was etwa 17 % des derzeitigen Staatshaushalts entspricht. Wenn 10-Stunden-Batterien gekauft werden, steigen die Kosten auf 25.000.000.000 $ oder fünfundzwanzig Milliarden Dollar. Der Gesetzentwurf sieht auch eine ganze Reihe von Batterien mit längerer Laufzeit vor, was die Kosten noch weiter in die Höhe treibt.“

Zehn Milliarden, fünfundzwanzig Milliarden, vielleicht mehr, wer weiß? Das ist sehr vage, und ich bezweifle, dass die Gesetzgeber, die für diesen Wahnsinn gestimmt haben, eine Ahnung von diesen Zahlen haben und hatten.

Der Artikel enthält noch viel mehr, das sich zu lesen lohnt.

Der zweite Artikel von Belsito analysiert die sich abzeichnende Komplexität des überstürzten Kaufs von 1500 MW durch die Versorgungsunternehmen. Er trägt den Titel „Amidst Glaring Unknowns in New Energy Law, Rate Increases Definite“ [etwa: Inmitten der vielen Unbekannten im neuen Energiegesetz stehen die Preiserhöhungen fest}.

Hier sind drei Auszüge, um einen Eindruck von der Analyse zu vermitteln. Der Artikel enthält noch viel mehr.

1. „Dies wird ein sehr komplexer Prozess sein, bei dem das neue Gesetz nur wenig Orientierung bietet. Die große Frage lautet, wer am Ende für etwas bezahlen wird, von dem wir bereits festgestellt haben, dass es uns nicht viel bringt, wenn wir mit vielen Milliarden Dollar bestenfalls ein paar Stunden mehr Energie bekommen. Große Preiserhöhungen sind gewiss, aber es ist unklar, wer davon betroffen sein wird und wie diese Preiserhöhungen auf die Verbraucher verteilt werden.“

2. „Ein Punkt, der zu beachten ist: das Gesetz besagt, dass dieser riesige Batteriespeicherkauf von „allen Verteilungsunternehmen“ im Bundesstaat gemeinsam getätigt werden soll. Das Gesetz lässt im Unklaren, ob dies auch die kommunalen Energieversorgungsunternehmen einschließt, die technisch gesehen keine Unternehmen sind. Wenn sie davon ausgenommen sind, könnten die kommunalen Stromkunden bei der Zahlung der Milliarden aus dem Schneider sein.

Wenn man davon ausgeht, dass es sich nur um die privaten Versorgungsunternehmen handelt, welche die meisten von uns nutzen, stellt sich die große Frage, wie die Kosten unter ihnen aufgeteilt werden sollen. Das neue Gesetz sagt dazu nichts. Sie könnten dies auf der Grundlage des Kundenanteils tun, z. B. anhand des gesamten Einzelhandelsumsatzes. Oder sie könnten es auf der Grundlage des relativen Bedarfs an Batterien tun, wobei die Kunden eines Versorgers viel höhere Tarife zahlen müssten als die Kunden eines anderen Versorgers.

Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass diese Tariferhöhungen bei der staatlichen Behörde für öffentliche Versorgungsbetriebe beantragt und von dieser genehmigt werden müssen. Dies kann ein langwieriger Prozess sein, aber der Gesetzentwurf selbst setzt den Staat unter einen erheblichen Zeitdruck. Überstürzte Ausgaben in Milliardenhöhe sind nie eine gute Politik, aber dieses Gesetz wurde von unseren gewählten Staatsvertretern und dem Gouverneur nur eine Woche nach der Wiederwahl der meisten von ihnen verabschiedet, während der Senat seine Zustimmung schon einige Tage zuvor erteilt hatte. Vermutlich werden die Tariferhöhungen im Rahmen des gemeinsamen Beschaffungsprozesses auf der Ebene der einzelnen Versorgungsunternehmen vorgenommen, insbesondere wenn die Tariferhöhungen sehr unterschiedlich ausfallen.

Es gibt auch ein Henne-Ei-Dilemma. Die Tariferhöhungen sollten sich an den Batteriekosten orientieren, aber die Versorgungsunternehmen können die Käufe nicht abschließen, um die Kosten zu ermitteln, ohne die Tarife zu erhöhen. Vielleicht machen sie die Kaufverträge davon abhängig, dass sie die notwendigen Tariferhöhungen erhalten. Bei all der Ungewissheit ist das Einzige, was sicher ist, dass Ihre Rechnungen steigen werden.“

3. „Diese enormen Kosten und die Frage, wer sie bezahlen wird, werden mit den Anträgen auf Tariferhöhungen, die die Energieversorgungsunternehmen einreichen müssen, ins Blickfeld geraten. Die betroffenen Steuerzahler sollten eine Erklärung verlangen, da es keinen offensichtlichen Nutzen für all diese Tausende von extrem großen, teuren und gefährlichen Batterien gibt, welche die Landschaft in unseren Gemeinden übersäen werden.“

Ich kann es kaum erwarten, dass die Anträge auf Tariferhöhungen kommen. Die Menschen werden endlich die kostspielige Absurdität des Batterie-Backups für erneuerbare Energien erkennen. Ich und andere von der Net Zero Reality Coalition schreiben schon seit mehreren Jahren darüber. Bis jetzt war das Thema akademisch, aber es ist eine sich abzeichnende Realität.

Die astronomischen Kosten für Backup-Batterien sind ein Problem, das weit über Massachusetts hinausgeht. Wir alle sollten dieses Thema genau beobachten.

Link: https://www.cfact.org/2025/01/07/grid-battery-cost-issue-storm-looms-in-massachusetts/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 1 / 2025

Einführung des Übersetzers: Hier also weitere Beiträge aus den Wetter-Bulletins von Cap Allon, in denen es aber nicht um aktuelle Vorgänge geht. Der erste Beitrag befasst sich mit betrügerischen Daten, im zweiten Beitrag geht es um Ideologie vs. Energie-Sicherheit.

3. Januar 2025

Zu frisierten Daten in UK:

Falsche Daten

Die Jahrestemperaturen in UK sind das zweite Jahr in Folge gesunken:

Das Met Office verweist mit Nachdruck auf einen „unablässigen Aufwärtstrend bei den Durchschnittstemperaturen“. Dieser Trend wird jedoch ohne Fehlermargen dargestellt, eine entscheidende Unterlassung, die Zweifel an der statistischen Genauigkeit der Analyse aufkommen lässt.

Ein Hauptproblem liegt in der schlechten Platzierung der Wetterstationen, die kürzlich von Paul Homewood auf notalotofpeopleknowthat.com [frei zugänglich] diskutiert worden ist. Gemäß den WMO-Standards sind Standorte der Klassen 4 und 5 – die 77,9 % des Netzes in UK ausmachen – mit Unsicherheiten bis zu 2 °C bzw. 5 °C behaftet.

Im Durchschnitt könnten die offiziellen Temperaturmessungen in UK bis zu 2,5 °C zu hoch sein. Im Gegensatz zu Fehlern in anderen Bereichen, die sich letztendlich gegenseitig ausgleichen können, führen schlechte Thermometerstandorte zu einer ständigen Überhöhung der Temperaturwerte.

Das Problem wird noch verschärft, wenn man versucht, moderne Messwerte mit historischen Daten zu vergleichen. Es gibt keine Dokumentation über die Qualität der Standorte von Stationen aus früheren Jahrzehnten, was die Analyse langfristiger Trends unzuverlässig macht. Wenn wir eine plausible Fehlerspanne von 1°C einkalkulieren, sind die aktuellen Temperaturen statistisch nicht mit denen des frühen 20. Jahrhunderts vergleichbar.

Das Met Office weigert sich schlichtweg, die Auswirkungen der städtischen Wärmeinsel (UHI) zu berücksichtigen, welche die Temperaturen an städtischen Standorten künstlich in die Höhe treiben.

Ohne die fatalen, die Wärme übertreibenden Probleme mit seinem Netzwerk und die Auslassung von Fehlermargen sind die Behauptungen des Met Office über Rekordtemperaturen und Klimatrends weit davon entfernt, wissenschaftlich definitiv zu sein.

Auch die Behauptung der Behörde, sie könne die Temperaturen in UK auf das Hundertstel eines Grades genau berechnen, ist nachweislich absurd.

Link: https://electroverse.substack.com/p/uk-shivers-at-133c-8f-flawed-data?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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9. Januar 2025

Im Zuge einer prognostizierten extremen Kältewelle in UK macht sich Cap Allon Gedanken über die Energieversorgung von UK. Seine Ausführungen sollen hier übersetzt werden, denn m. E. Ist nicht von der Hand zu weisen, dass es bei uns ähnlich zugehen könnte – und dass es hierzulande nie mehr zu extremer Kälte kommen wird, glauben sowieso nur die Leugner des wahren Klimawandels aus dem AGW-Bereich.

Ideologie ist höher als Energiesicherheit

Die eisigen Temperaturen am Mittwoch haben das eklatante Scheitern der Energiepolitik in UK offenbart. Die Haushalte mussten stündlich Millionen von Pfund zahlen, um die Stromerzeugung aus Gas zu erhöhen, während Wind- und Solarenergie fast völlig zum Erliegen kamen.

Der Nationale Energiesystembetreiber (NESO) versuchte verzweifelt, Stromausfälle zu vermeiden und zahlte 1,8 Millionen Pfund pro Stunde an Rye House und 2 Millionen Pfund pro Stunde an Gasanlagen in Nordwales. In der Zwischenzeit füllten teure Importe aus dem Ausland die Lücken, die durch die Abhängigkeit Großbritanniens von unzuverlässigen erneuerbaren Energien entstanden waren.

Diese Krise ist das unvermeidliche Ergebnis der Anbiederung an grüne Ideologen, die Netto-Null-Phantasien über alles andere stellen.

In UK gibt es keine Kohlekraftwerke mehr, Gas wird weiterhin verteufelt und gedrosselt, Kernkraft ebenso, und das Netz ist infolgedessen total geschwächt – und das alles, während Politiker ein „sauberes Netz“ bis 2030 anpreisen. Der gestrige Realitätscheck: Gas lieferte 55 % des nationalen Stroms, während die Windenergie mit knapp 8 % und die Solarenergie mit etwa 1 % kaum ins Gewicht fielen.

Die finanziellen Kosten dieser Inkompetenz werden direkt von der Allgemeinheit getragen. Die Notzahlungen der NESO werden die ohnehin schon hohen Energierechnungen noch weiter in die Höhe treiben, setzen doch die Politiker weiterhin blindlings auf ihre Netto-Null-Obsession.

Großbritannien braucht keine weiteren hohlen Klimaziele – es braucht zuverlässige, erschwingliche Energie, das Rückgrat jeder florierenden Wirtschaft. Das bedeutet, dass wieder in Kohle, Gas und Kernkraft investiert werden muss. Doch leider ist dieser rückgratlose, kontrollsüchtige Clown am Ruder:

Hier bringt Cap Allon ein Foto von Ed Milliband, dem Energieminister. Wegen unklaren Copyrights (Getty Images) kann es hier nicht übernommen werden. Aber den Kommentar von Allon zu dem Foto, den kann man bringen:

Ed Miliband, Minister für Energiesicherheit und Netto-Nullenergie – seufz! – hat eingeräumt, dass bestehende Gaskraftwerke für Zeiten mit geringem Wind-/Solarenergieangebot beibehalten werden müssen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/uk-braces-for-20c-4f-ideology-above?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Michael Mann nach langwierigem Rechtsstreit verurteilt, über 530.000 Dollar zu zahlen

Cap Allon

Nach 13 Jahren gerichtlicher Auseinandersetzungen wurde Michael E. Mann, der für sein absurdes „Hockeyschläger“-Klimamodell und allgemeine Verschleierungstaktiken bekannt ist, zur Zahlung von 530.820,21 Dollar an Anwaltsgebühren und Kosten an National Review verurteilt.

Dies ist der erste Fall, in dem Mann dazu verurteilt wurde, die finanzielle Verantwortung für seinen langwierigen Rechtsstreit mit Kritikern zu übernehmen.

Hintergrund

Mann reichte 2012 eine Klage gegen Mark Steyn, National Review und das Competitive Enterprise Institute (CEI) wegen Verleumdung aufgrund von Kritik an seiner Klimaforschung ein. Die Beklagten beantragten zunächst die Abweisung der Klage aufgrund der Anti-SLAPP-Bestimmungen (Strategic Lawsuit Against Public Participation), die die freie Meinungsäußerung in Angelegenheiten von öffentlichem Interesse schützen sollen. Der Antrag wurde jedoch von Richterin Natalia Combs-Greene abgelehnt, die aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung mit komplexen Fällen das Verfahren verzögerte. Ein zweiter Richter bestätigte die Entscheidung, wodurch der Fall weiter verzögert wurde.

Steyn, der unbedingt weitermachen und seinen Namen reinwaschen wollte, beantragte ein von seinen Mitangeklagten getrenntes Verfahren, die bis zum Obersten Gerichtshof der USA Berufung einlegten. Mann lehnte dies ab, wodurch sich der Fall über Jahre hinzog. Während dieser Zeit erreichte National Review, dass zwei Klagen gegen sie in der Berufungsinstanz abgewiesen wurden, und zog sich schließlich nach der Offenlegung der Beweise aus dem Fall zurück, da es an einer Abstimmung mit Steyn mangelte. CEI zog sich ebenfalls zurück und überließ Steyn und Rand Simberg (dem ehemaligen Autor von CEI) den Kampf gegen Mann allein.

„Eine Schande für den Berufsstand“ Die Wissenschaftler der Welt, in ihren eigenen Worten, über Michael E. Mann, seinen Hockeyschläger und ihren Schaden für die Wissenschaft Band I [Zusammengestellt und herausgegeben von Mark Steyn]

Jüngste Entwicklungen

Im Januar 2024 kam es zur Verhandlung zwischen Steyn und Simberg, bei der mehrere wichtige Anträge gestellt wurden. Unter anderem verlangte Mann unter Berufung auf Anti-SLAPP-Bestimmungen Anwaltskosten von Steyn. In der Zwischenzeit stellte National Review einen Gegenantrag auf Erstattung ihrer Anwaltskosten nach demselben Gesetz.

In dieser Woche erließ der DC Superior Court zwei Urteile:

1. Manns Antrag auf Erstattung der Anwaltskosten von Steyn wurde abgelehnt.

2. Mann wurde angewiesen, National Review über eine halbe Million Dollar an Anwaltskosten zu zahlen.

Implikationen

Die Urteile stellen eine bedeutende Veränderung in einem Fall dar, der oft als Beispiel für „lawfare“ kritisiert wird – der Einsatz von Rechtsmitteln zur Unterdrückung der öffentlichen Debatte. Nach der amerikanischen Regel tragen die Kläger im Allgemeinen ihre eigenen Prozesskosten, es sei denn, es gelten Ausnahmen wie die Anti-SLAPP-Gesetze.

Mit diesem Beschluss wird Mann zum ersten Mal für die finanziellen Kosten seiner Klage zur Rechenschaft gezogen.

Schwebende Verfahren

Mehrere Anträge nach der Verhandlung sind noch nicht entschieden, darunter:
– Steyns Antrag auf Herabsetzung des Strafschadensersatzes in Höhe von 1 Million Dollar, der seiner Meinung nach verfassungswidrig ist.

– Ein Antrag auf ein neues Verfahren aufgrund von Manns angeblicher Präsentation falscher Daten vor den Geschworenen.

– Ein Antrag auf Sanktionen gegen Mann wegen der Vorlage der umstrittenen Beweise.

Dieser Fall unterstreicht die ätzende Natur von Michael Manns Taktik, die Gerichte zu instrumentalisieren, um seine Kritiker zum Schweigen zu bringen, während er sich seit über einem Jahrzehnt der Verantwortung entzieht. Die Frage, wer seinen kostspieligen juristischen Kreuzzug finanziert hat, bleibt ebenfalls unbeantwortet und wirft einen Schatten auf die Integrität seiner Beweggründe. Waren es ideologisch ausgerichtete Spender, zwielichtige Gönner oder etwas anderes?

Trotz seines scheinheiligen Auftretens als „Verteidiger der Wissenschaft“ entlarven Manns Handlungen ihn als kleinlichen, prozesssüchtigen Opportunisten, dem es mehr darum geht, abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen und seinen aufgeblasenen, von den Medien aufgebauten Ruf zu bewahren, als sich an einem wissenschaftlichen Diskurs zu beteiligen.
Dieses Urteil zwingt ihn endlich dazu, einen Teil der finanziellen Last seiner Rachekampagne zu tragen.

Zuerst verlor Michael Mann seinen Prozess gegen Dr. Tim Ball, und jetzt scheint er auch seinen Prozess gegen Mark Steyn zu verlieren – einen Mann, der durch den Prozess am Boden zerstört wurde und seither im Rollstuhl sitzt.

Mann kann das Gummiband der Realität nicht dehnen, ohne dass es irgendwann zurückschnappt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/kashmirs-cold-kills-record-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

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Zum gleichen Vorgang gibt es auch einen Beitrag auf WUWT, dessen Übersetzung püberprüft werden kann und der deswegen hier angefügt wird:

ENDLICH muss Mann zahlen…

Anthony Watts

Wie SteynOnline.com kürzlich berichtete, wurde Michael E. Mann, der für seine umstrittene „Hockeyschläger“-Grafik und sein Auftreten als Rechtsverdreher bekannt ist, dazu verurteilt, persönlich zu den Gerichtskosten seines langwierigen Prozesses gegen Mark Steyn, National Review und das Competitive Enterprise Institute (CEI) beizutragen. Dieser Fall, der vor über einem Jahrzehnt eingeleitet wurde, hat aufgrund seiner Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit und die wissenschaftliche Debatte große Aufmerksamkeit erregt.

Ursprünglich hatte Mann ausgesagt, dass er seine Klagen nicht persönlich finanziert hatte, so dass die Quellen seiner finanziellen Unterstützung unklar blieben. Zu Beginn des Verfahrens wurde ein Anti-SLAPP-Antrag – der darauf abzielt, Klagen zu verhindern, die darauf abzielen, den öffentlichen Diskurs zum Schweigen zu bringen – von Richterin Natalia Combs-Greene abgelehnt, deren Hauptfachwissen in Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern liegt. Diese Entscheidung wurde von einem späteren Richter bestätigt, was die Bemühungen der Verteidigung erschwerte.

Um eine Lösung zu finden, plädierte Steyn für einen sofortigen Prozess, um seinen Namen reinzuwaschen, reichte Gegenklagen ein und beantragte die Trennung von seinen Mitangeklagten. Mann widersetzte sich jedoch diesem Schritt, was zu einer Aussetzung des Verfahrens führte, während das Berufungsverfahren bis zum Obersten Gerichtshof der USA ging. Während dieser Zeit veröffentlichte Steyn eine Zusammenstellung von Kritiken von über 100 Wissenschaftlern, die Manns Arbeit, insbesondere die Methodik hinter dem „Hockeyschläger“-Diagramm, in Frage stellten.

Im Laufe der Zeit konnte National Review erreichen, dass einige Anklagen in der Berufungsinstanz abgewiesen und die übrigen Anklagen nach einer Untersuchung fallen gelassen wurden. Obwohl National Review beträchtliche Mittel von Unterstützern aufbrachte, um Steyn zu verteidigen, distanzierte sich das Blatt schließlich und gab an, Steyn habe unabhängig gehandelt. Auch CEI zog sich mit ähnlichen Argumenten aus dem Verfahren zurück und überließ Steyn und CEI-Autor Rand Simberg das Feld allein.

Schließlich reichte National Review einen Antrag auf teilweise Erstattung der Anwaltskosten von Mann gemäß dem Anti-SLAPP-Gesetz ein. Das jüngste Urteil, das Mann dazu verpflichtet, einen Teil der finanziellen Belastung persönlich zu tragen, stellt eine kleine, aber bedeutende Wende in dem langwierigen Rechtsstreit dar. Ich begrüße dieses Urteil sehr!

Aber aufgrund der Vorgeschichte wird er wahrscheinlich versuchen, sich aus der Sache herauszuwinden, wie er es nach dem verlorenen Rechtsstreit mit Dr. Tim Ball getan hat. Mann hat in der Vergangenheit dreimal verloren, jetzt ist es das vierte Mal.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/09/mann-finally-has-to-pay/

Beides Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Ist Windenergie billiger als Gas?

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

OFFSHORE-WINDENERGIE VS. GAS?

Was ist billiger – Offshore-Windenergie oder Gas?

Wir scheinen uns immer im Kreis zu drehen, wenn wir diese Frage diskutieren! Politiker und die Windkraftlobby beziehen sich immer auf die offiziellen, zuletzt vom BEIS im Jahr 2023 veröffentlichten Kosten und beziehen dabei oft unehrlicherweise die Kohlenstoffpreise in die Kosten der Gasverstromung ein, obwohl es sich dabei um eine STEUER und nicht um KOSTEN handelt.

Andere weisen darauf hin, dass man nicht einfach die nivellierten Kosten vergleichen kann, da sie die indirekten Kosten nicht berücksichtigen, die mit intermittierenden erneuerbaren Energien verbunden sind, insbesondere die Notwendigkeit, für Standby-Kapazitäten zu zahlen.

Der einzig gültige Vergleich besteht darin, die GESAMTKOSTEN der Windenergie mit den BRENNSTOFFKOSTEN von GuD-Kraftwerken zu vergleichen. Letztere müssen natürlich auch im Standby-Betrieb vollständig bemannt und gewartet werden, so dass diese Kosten im Wesentlichen fix sind. Die einzigen zusätzlichen Kosten, die bei der Stromerzeugung anfallen, sind die Kosten für den Brennstoff selbst.

Die folgende Analyse basiert vollständig auf den Annahmen, die in dem oben erwähnten BEIS-Bericht über die Stromerzeugungskosten verwendet wurden, sowie auf anderen offiziellen Daten.

Im Jahr 2023 lieferte die Gaskraft 101 TWh, ein Drittel des gesamten Stroms in Großbritannien.

Die jüngsten mittleren Prognosen der Regierung für den Gaspreis liegen bei etwa 70 Pence/Therm, das sind 24 £/MWh. Bei einer Brennstoffeffizienz von 53 % entspricht dies 45 £/MWh erzeugter Elektrizität oder 4,5 Mrd. £ pro Jahr.

Kommen wir nun zur Offshore-Windenergie.

Die BEIS-Kostenberechnungen gehen von Kapitalkosten in Höhe von £ 2.200/kW aus – das ist das obere Ende der Spanne, was angesichts des massiven Anstiegs der in der CfD-Auktion vom letzten Sommer angebotenen Preise realistischer ist. Um 101 TWh zu erzeugen, bräuchten wir 26 GW an neuen Offshore-Windkapazitäten, was mehr ist, als wir derzeit haben. Das ergibt Gesamtkapitalkosten von 57 Milliarden Pfund.

Hinzu kommen die Betriebskosten der Offshore-Windenergie, die das BEIS auf 19 Pfund/MWh schätzt.

Über eine Lebensdauer von fünfzehn Jahren belaufen sich die Betriebs- und Kapitalkosten also auf 86 Milliarden Pfund. Die Kosten für Erdgas zur Erzeugung der gleichen Strommenge würden sich im gleichen Zeitraum auf 67 Mrd. £ belaufen.

Selbst dann sind die Kosten für die Windenergie zu niedrig angesetzt, denn wir sollten die Kosten für den Netzausbau hinzurechnen, die auf über 100 Milliarden Pfund geschätzt werden, oder zumindest den entsprechenden Anteil für die zusätzlichen 26 GW.

Wir wissen, dass die bereits im Netz befindliche Windenergie erheblich mehr kostet als die optimistischen Berechnungen des BEIS. Aber selbst wenn man diese für neue Windparks zugrunde legt, ist klar, dass GuD-Anlagen viel billiger sind.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/01/07/is-wind-power-cheaper-than-gas/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE