Die Öffentlichkeit verwirft den Weltuntergangskult zugunsten von Klimarealismus und praktischem Umweltbewusstsein

Vijay Jayaraj

Jahrelang haben Klimaaktivisten wie Al Gore und John Kerry kühne, schlagzeilenträchtige Prophezeiungen veröffentlicht, die sich nicht bewahrheitet haben. Gores Behauptung aus dem Jahr 2007, die Arktis werde bis 2013 eisfrei sein, steht in krassem Gegensatz zur Realität: Das arktische Eis ist trotz saisonaler Schwankungen nicht verschwunden, und das Meereis in der Antarktis hat sich von einem Rekordtief erholt.

Auch Kerrys wiederholte Warnungen vor einer drohenden Katastrophe entbehren jeglicher Grundlage in Form von Beobachtungsdaten. Die Erklärung der Teenager-Aktivistin Greta Thunberg aus dem Jahr 2020, dass wir nur noch „acht Jahre Zeit hätten, um den Planeten zu retten“, reiht sich ein in eine lange Liste apokalyptischer Fristen, die ohne die versprochenen Katastrophen verstrichen sind.

Die Glaubwürdigkeitslücke hat sich durch extreme Aktionen von Gruppen wie Extinction Rebellion und Just Stop Oil noch vergrößert. Deren theatralische Proteste – von der Zerstörung unbezahlbarer Kunstwerke bis hin zur Blockade von Krankenwagen durch das Kleben von Händen auf Straßen – haben potenzielle Unterstützer verprellt und Fragen zu den Prioritäten der Bewegung aufgeworfen.

Diese wiederholt gescheiterten Prophezeiungen und die zunehmende Skepsis der Öffentlichkeit gegenüber den Motiven der Aktivisten haben zu einer deutlichen Verschiebung in der Offenheit der Öffentlichkeit für ihre apokalyptische Erzählung geführt.

Eine wachsende Zahl von Bürgern weltweit übernimmt das, was man als „Klimarealismus“ bezeichnen kann – eine Perspektive, die Klimaschwankungen anerkennt, aber ihre primären Ursachen, die angebliche Schwere ihrer Auswirkungen und die Behauptungen über ihre beispiellose Natur in Frage stellt.

Laut der im Januar 2024 durchgeführten jährlichen Umfrage des Pew Research Center zu politischen Prioritäten waren nur 36 % der Befragten der Meinung, dass der Klimawandel für den US-Präsidenten und den Kongress höchste Priorität haben sollte. Es gab 17 dringendere Themen, darunter Gesundheit, Bildung, Beschäftigung und nationale Sicherheit. Bei einer anderen Umfrage im vergangenen Jahr rangierte die globale Erwärmung unter den registrierten Wählern nur auf Platz 19 von insgesamt 28 Themen.

Der Stimmungswandel in der Öffentlichkeit ist vielleicht am deutlichsten bei den jüngsten Wahlen in verschiedenen Demokratien zu erkennen. In den Vereinigten Staaten, Argentinien, Indien und Italien haben die Wähler unmittelbaren wirtschaftlichen Belangen, der nationalen Sicherheit und konkreten Umweltproblemen wie der lokalen Umweltverschmutzung zunehmend Vorrang vor abstrakten Klimazielen eingeräumt.

Die Wahl von Politikern, die dem Wirtschaftswachstum und der Energiesicherheit Vorrang vor dem Klimaschutz einräumen, ist keine Ablehnung von Umweltbelangen, sondern eine Neuausrichtung der Prioritäten auf der Grundlage gelebter Erfahrungen. Daten aus der realen Welt widersprechen oft alarmistischen Erzählungen.

Die weltweite Lebenserwartung ist trotz der Prophezeiungen klimabedingter Gesundheitskrisen weiter gestiegen und wird im Jahr 2023 bei 74,6 Jahren liegen. Die Vereinigten Staaten und Europa haben durch praktisches Umweltmanagement bemerkenswerte Verbesserungen der Luftqualität erreicht. Laut einem EPA-Bericht aus dem Jahr 2021 haben die USA die Gesamtemissionen von sechs wichtigen Schadstoffen seit 1970 um 78 % reduziert.

Ebenso aufschlussreich sind die Daten über extreme Wetterereignisse. Auch wenn die Berichterstattung in den Medien etwas anderes vermuten lässt, haben die Häufigkeit schwerer Hurrikane in den Vereinigten Staaten und die weltweite Häufigkeit schwerer Hurrikane in den letzten fünf Jahrzehnten (einem Zeitraum mit immer genaueren Satellitendaten) keinen signifikanten Aufwärtstrend gezeigt.

Unterdessen hat die Waldfläche in der Europäischen Union seit 1990 um über 9 % zugenommen. Ähnliche positive Trends sind in Indien und China zu verzeichnen. Die weltweite Pflanzenproduktion hat ein Rekordniveau erreicht, wobei der weltweite Weizenertrag seit 2000 um 30 % gestiegen ist.

Jahrelang haben Organisationen wie die Vereinten Nationen eine pseudowissenschaftliche Klimapolitik vorangetrieben, die von den Bedürfnissen der einfachen Menschen abgekoppelt ist. Doch die Fassade des Konsens‘ wird immer dünner. Die Entwicklungsländer, konfrontiert mit unmittelbaren Herausforderungen wie Armut, Krankheit und unzureichender Infrastruktur, wehren sich zunehmend gegen westliche Klimapläne.

Die Entscheidung Argentiniens, sich von der COP 29-Klimakonferenz im November zurückzuziehen, verdeutlichte die wachsende Kluft zwischen dem globalen Norden und Süden. Der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen und aus der Netto-Null-Bewegung durch Präsident Donald Trump wird weitere Entwicklungsländer ermutigen, Gleiches zu tun.

Die Menschen erkennen immer mehr, dass der Zugang zu reichlich und zuverlässiger Energie – vor allem aus fossilen Brennstoffen und Kernkraft – für das menschliche Wohlergehen von grundlegender Bedeutung ist. Die Korrelation zwischen Energieverbrauch und Lebensqualität (Gesundheitsversorgung, Bildung, wirtschaftliche Chancen) ist gut dokumentiert. Die Ära des Klimaalarmismus‘ geht möglicherweise zu Ende und wird durch einen pragmatischeren Ansatz für globale Herausforderungen ersetzt. Die Zukunft der Umweltpolitik liegt wahrscheinlich in praktischen, lokalen Lösungen, die ein Gleichgewicht zwischen der Eindämmung echter Schadstoffe – im Gegensatz zur Verteufelung des harmlosen Kohlendioxids – und menschlichem Wohlstand herstellen.

This commentary was first published at American thinker on January 30, 2025.

Link: https://cornwallalliance.org/public-abandons-doomsday-cult-for-climate-realism-and-practical-environmentalism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Heutige Klimamodelle „stimmen nicht mit der Realität überein“ und daher ist ihre Nützlichkeit „zweifelhaft“

Kenneth Richard

Da die aktuellen, dem Stand der Technik entsprechenden allgemeinen Zirkulationsmodelle (GCMs) nicht in der Lage sind, die Trends und Abweichungen der globalen Niederschläge in den letzten 84 Jahren (1940-2023) zu simulieren, sollte ihre Nützlichkeit überdacht werden.

Hydrologische Prozesse – Ozeanzirkulation, Wasserdampf, Wolken – Schlüsselkomponenten des Klimas, welche die Auswirkungen der anthropogenen CO₂-Emissionen leicht um den Faktor 2100 in den Schatten stellen (Koutsoyiannis, 2021).

Die Auswirkung der Variabilität der Wolkendecke auf die Temperatur ist so ungewiss und unsere Messkapazitäten für den Wolkeneffekt sind so primitiv, dass selbst die NASA zugeben musste, dass „die heutigen Modelle in ihrer Genauigkeit um das Hundertfache verbessert werden müssen“, um aktuelle oder künftige Temperaturveränderungen auch nur ansatzweise auf den Anstieg des atmosphärischen CO₂-Gehaltes zurückführen zu können.

Quelle: NASA.gov

Inhalt: Da es so viele Möglichkeiten für Veränderungen gibt, müssen Klimatologen wissen, wie die Wolken auf der gesamten Erde reagieren werden. Um diese Reaktion zu bestimmen, werden Computermodelle des globalen Klimas benötigt, mit denen sich verändernde Bedingungen erforscht werden können. Klimamodelle sind mathematische Gleichungen, die die Eigenschaften der Erdatmosphäre an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten sowie die Art und Weise beschreiben, wie sich diese Eigenschaften ändern können. Die Herausforderung für Klimamodelle besteht darin, die wichtigsten physikalischen Prozesse, einschließlich der Wolkenmikrophysik und der Wolkendynamik, nebst ihren komplexen Wechselwirkungen genau genug zu erfassen, um Klimavorhersagen für Dutzende von Jahren in die Zukunft zu ermöglichen. Wenn moderne Modelle Informationen über den gegenwärtigen Zustand der Erde erhalten – die Größe, Form und Topographie der Kontinente, die Zusammensetzung der Atmosphäre, die Menge des Sonnenlichts, die auf den Globus trifft -, schaffen sie künstliche Klimate, die dem realen Klima mathematisch ähneln: Ihre Temperaturen und Winde sind auf etwa 5 % genau, aber ihre Wolken und Niederschläge sind nur auf etwa 25-35 % genau. Solche Modelle können auch die Temperaturen und Winde des Wetters viele Tage im Voraus genau vorhersagen, wenn sie Informationen über die aktuellen Bedingungen erhalten.

Leider ist eine solche Fehlerspanne viel zu groß, um eine zuverlässige Vorhersage über Klimaveränderungen zu machen, wie sie sich aus der zunehmenden Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre ergeben werden. Eine Verdoppelung des atmosphärischen Kohlendioxids (CO₂), simuliert für die nächsten 50 bis 100 Jahre, wird die Strahlungsbilanz an der Oberfläche voraussichtlich nur um etwa 2 Prozent verändern. Aktuellen Klimamodellen zufolge könnte eine solch geringe Veränderung die globale mittlere Temperatur um 2 bis 5°C erhöhen, was dramatische Folgen haben könnte. Wenn eine Veränderung von 2 % so wichtig ist, dann muss ein Klimamodell, um nützlich zu sein, eine Genauigkeit von etwa 0,25 % haben. Die heutigen Modelle müssen also um das Hundertfache verbessert werden, eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Um ein besseres Verständnis der Wolken, der Strahlung und des Niederschlags sowie vieler anderer Klimaprozesse zu entwickeln, benötigen wir wesentlich bessere Beobachtungen.

Eine weitere Komplikation besteht darin, dass Wolken in vielen Formen auftreten, je nach den Wetterbedingungen, die sie verursachen. Niedrige, direkt über dem Ozean hängende dichte Schichten von Stratocumulus-Wolken kühlen mehr, als dass sie heizen. Sie schirmen das einfallende Sonnenlicht wirksam ab, und weil sie niedrig – und damit warm – sind, strahlen sie fast so viel Wärmestrahlung nach oben ab wie die Oberfläche. Im Gegensatz dazu reflektieren die dünnen, luftigen Zirruswolken in einer Höhe von 6000 Metern und mehr nur wenig Sonnenlicht, aber sie sind so kalt, dass sie den größten Teil der auf sie treffenden Wärmestrahlung absorbieren. Daher wärmen sie mehr als dass sie kühlen. Der kühlende Nettoeffekt der Wolken ist die Summe einer großen Anzahl solcher spezifischer Effekte, von denen sich viele gegenseitig aufheben.

Atmosphärenwissenschaftler sind sich seit fast zwei Jahrzehnten bewusst, dass die komplexen Auswirkungen von Wolken auf Strahlung und Wasseraustausch eine große Herausforderung für das Verständnis des Klimawandels darstellen. Auf einer internationalen Forscherkonferenz in Stockholm im Jahr 1974 wurde die Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der Wolken als eines der beiden größten Hindernisse für weitere Fortschritte in der Klimaforschung hervorgehoben. Das zweite war die unzureichende Kenntnis der Meeresströmungen. Jüngste Vergleiche der Vorhersagen verschiedener Computerklimamodelle zeigen, dass das Problem nicht verschwunden ist. So verringern Wolken in einigen Modellen den Netto-Treibhauseffekt, während sie ihn in anderen verstärken.

In diesem Sinne wird in einer neuen Veröffentlichung von Dr. Koutsoyiannis, einem Hydrologen, der Nutzen der heutigen Klimamodelle statistisch bewertet. Er dokumentiert die Fähigkeit der allgemeinen Zirkulationsmodelle, Trends und Schwankungen der globalen (hemisphärischen) Niederschläge seit 1940 zu simulieren.

Die Ergebnisse sind nicht ermutigend. Die besten Computermodelle, die wir haben, können nicht genau simulieren, was in der realen Welt geschieht.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

„Es stellt sich heraus, dass die von den Klimamodellen simulierten Niederschläge auf der Jahresskala nicht mit der Realität übereinstimmen…“

Wenn die Modelle so eingestellt werden, dass sie die Vorgänge auf kontinentaler Ebene bewerten, verschlechtert sich ihre Leistung noch weiter. Diese Modellierungsfehler lassen Zweifel aufkommen, ob GCMs überhaupt sinnvoll sind.

„Wird der Maßstab von der Hemisphäre auf den Kontinent verlagert, d. h. wird Europa untersucht, ist die Leistung der Modelle selbst auf großen Zeitskalen schlecht. Daher ist die Nützlichkeit der Ergebnisse von Klimamodellen für hydrologische Zwecke zweifelhaft.“

Link: https://notrickszone.com/2025/02/11/new-study-todays-climate-models-do-not-agree-with-reality-and-thus-their-usefulness-is-doubtful/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Bringt Realismus und nicht Idealismus in die Wissenschaft

Anthony Sadar

Die neue Trump-Regierung bringt große Veränderungen in der Arbeitsweise der US-Bundesregierung mit sich. Ein erwartetes Ergebnis ist, dass die Durchführung von Wissenschaftsprogrammen eher Realismus als Idealismus oder politische Überzeugungen widerspiegelt. Diese Erwartung muss schnell erfüllt werden, um die öffentliche Wahrnehmung, das Vertrauen in und die Akzeptanz von Regierungsmaßnahmen zu verbessern, die auf soliden wissenschaftlichen Grundlagen beruhen müssen. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in staatliche, angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Erlasse ist auf einen neuen Tiefpunkt gesunken, und die Beherrschten sind aus gutem Grund misstrauisch gegenüber den Herrschern geworden.

In den kommenden Wochen wird sich hoffentlich Dr. Jay Bhattacharya, der von Präsident Donald Trump gewählte Direktor der National Institutes of Health, an die Spitze der Bemühungen um eine bessere, unzensierte wissenschaftliche Praxis stellen. Bhattacharya war einer der vielen Befürworter vernünftigerer und schonenderer Richtlinien während des COVID-19-Ausbruchs, die in der Erklärung von Great Barrington zum Ausdruck kamen. Diese Erklärung vom Oktober 2020 hat inzwischen mehr als 940.000 Unterschriften und drückt „große Besorgnis über die schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Politik auf die physische und psychische Gesundheit“ aus. Die Erklärung drängt auf einen Ansatz, der als „gezielter Schutz“ bezeichnet wird.

„Der mitfühlendste Ansatz, der die Risiken und Vorteile des Erreichens der Herdenimmunität abwägt, besteht darin, denjenigen, die nur ein minimales Todesrisiko haben, ein normales Leben zu ermöglichen, um durch natürliche Infektion eine Immunität gegen das Virus aufzubauen, während diejenigen, die am stärksten gefährdet sind [insbesondere ältere und gebrechliche Menschen], besser geschützt werden“, heißt es in dem Bericht. „Die Ergreifung von Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten Personen sollte das zentrale Ziel der Reaktionen der öffentlichen Gesundheit auf COVID-19 sein“.

Dies ist ein guter Ratschlag für den Umgang mit allen Pandemien in der Zukunft.

Es wird erwartet, dass weitere von Trump vorgeschlagene Kandidaten – darunter Lee Zeldin als Leiter der Umweltschutzbehörde, Chris Wright als Energieminister und Doug Burgum als Innenminister – zum Besseren in Umweltfragen einleiten werden.

Wie die öffentliche Gesundheit erfordern auch die ökologischen Herausforderungen in Bezug auf die Luft, das Wasser, die Abfallströme, die Wälder, die Energie und andere natürliche Ressourcen der Nation eine objektive Aufsicht durch Führungspersönlichkeiten, die eine positive Wirkung für alle erzielen wollen.

Persönlich möchte ich anmerken, dass ich mich entschieden habe, am 19. Januar 2021, also einen Tag vor dem Amtsantritt von Biden, in den Vorruhestand zu gehen, um die von der EPA der Biden-Regierung verhängten Auflagen zu vermeiden. Ich war jahrzehntelang für Luftverschmutzung und Luftqualitäts-Meteorologe in einem großen Bezirksgesundheitsamt tätig. Ich ging vorzeitig in den Ruhestand, weil ich befürchtete, dass die Biden-Regierung sich zu sehr auf die vom Menschen verursachte Klimakatastrophe konzentrieren würde.

Ungeachtet meiner gesunden, sachkundigen und vernünftigen Skepsis gegenüber dem Klimawandel war ich in meinem Fachgebiet im Jahr 2020 bei der öffentlichen Präsentation von Klimadaten behindert worden, und ich rechnete damit, dass diese Einschränkung mit der Regierung Biden nur noch zunehmen würde.

Sicherlich hat der Mensch einen erheblichen, dokumentierten Einfluss auf das Klima – aber nur im lokalen Maßstab. So ist beispielsweise der „städtische Wärmeinseleffekt“ seit vielen Jahrzehnten bekannt. Diese vom Menschen verursachte Auswirkung führt zu Stadtlandschaften, die wesentlich wärmer sind als die umliegenden Landstriche. Dennoch scheint die erhöhte Wärme die Abwanderung in die Städte nicht zu verhindern.

Eine der Hauptsorgen ist, ob der vom Menschen verursachte globale Klimawandel auf lange Sicht katastrophal sein wird. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass man sich an den Klimawandel durch den Ausbau der Infrastruktur, die Bewirtschaftung von Ökosystemen und die Verbesserung der auf den Menschen ausgerichteten Maßnahmen anpasst, wie z. B. die Verbesserung des Zugangs zu sauberen Energieressourcen und angemessenen Heiz- und Kühlgeräten.

Unterm Strich sind Erfolge zum Wohle der Allgemeinheit in Reichweite, solange wissenschaftlich fundierte Entscheidungen nicht in die Hände der Parteipolitik fallen. Die Trump-Regierung muss in der Wissenschaft Vernunft walten lassen sowie Idealismus und Parteinahme ablehnen. Niemand sollte Perfektion erwarten, aber jeder sollte eine drastische Verbesserung der Art und Weise, wie die Bundesregierung wissenschaftsbasierte Dienstleistungen erbringt, erwarten und verdient dies auch.

This article first appeared February 6, 2025, in The Washington Examiner and is reprinted here by permission.

Link: https://cornwallalliance.org/bring-realism-not-idealism-to-science/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die meisten Länder verfehlen die von den UN gesetzten neuen Klimaziele

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

BRÜSSEL, 10. Februar (Reuters) – Viele der größten Umweltverschmutzer der Welt haben eine Frist der Vereinten Nationen zur Festlegung neuer Klimaziele verpasst, sind doch die Bemühungen zur Eindämmung der globalen Erwärmung nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump unter Druck geraten.

Die fast 200 Länder, die das Pariser Abkommen unterzeichnet haben, sollten eigentlich bis Montag neue nationale Klimapläne bei den Vereinten Nationen einreichen, in denen sie darlegen, wie sie die Emissionen bis 2035 senken wollen.

Bis Montagmorgen hatten viele der größten Umweltverschmutzer der Welt – darunter China, Indien und die Europäische Union – dies noch nicht getan.

„Die Öffentlichkeit erwartet zu Recht eine starke Reaktion ihrer Regierungen auf die Tatsache, dass die globale Erwärmung nun ein ganzes Jahr lang 1,5 Grad Celsius erreicht hat, aber wir haben so gut wie nichts von echter Substanz gesehen“, sagte Bill Hare, CEO des Wissenschafts- und Politikinstituts Climate Analytics. – Quelle: Reuters

Wie wir wissen, haben einige Länder, die neue Pläne vorgelegt haben, wie z. B. Brasilien und Mexiko, ihre Ambitionen sogar reduziert.

Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass der größte Teil der Welt den Klimawandel nicht als Bedrohung ansieht.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/02/11/most-countries-miss-un-deadline-for-new-climate-targets/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Klima-Katastrophe – ein spektroskopisches Artefakt?

Dr. Heinz Hug, 1998, leicht überarbeitet von Andy May

Einführung des Übersetzers: Die folgende Arbeit von Dr. Heinz Hug stammt zwar aus dem Jahre 1998, ist aber in der von Andy May leicht überarbeiteten Form aktueller denn je. Bei der Recherche im Netz war nur sein Buch mit dem Titel „Die Grüne Falle Wie der Ökologismus unsere Gesellschaft vergiftet“ zu finden [siehe Bild oben], so dass dieser Beitrag aus dem dem Blog von Andy May hier übersetzt wird. – Alle Hervorhebungen im Original – Ende Einführung

Zusammenfassung

Labormessungen der Infrarotabsorption von Kohlendioxid mit einem FT-IR-Spektrometer deuten darauf hin, dass der Strahlungsantrieb bei einer CO₂-Verdoppelung viel geringer sein muss, als von den Klimaforschern bisher angenommen. Ein Reduktionsfaktor von 80x ist wahrscheinlich.

Einführung

Ursprünglich ging man davon aus, dass der CO₂-Treibhauseffekt auf die „normale“ Absorption im Infraroten (IR) zurückzuführen ist. [1] Angeblich würde es bei der heutigen Konzentration eine dekadische Extinktion von E = 4 aufweisen, was bedeutet, dass die Transmission T = I/Io = 10↑-E auf 0,0001 (in der Nähe des maximalen Peaks von 15 µm oder 667 cm-1) reduziert wurde. Jeder Wissenschaftler, der mit den Grundlagen der IR-Spektroskopie aus der analytischen Chemie vertraut ist, würde zustimmen, dass es bei einer Verdoppelung des CO₂ zu einem deutlichen Temperaturanstieg kommt. Die heutige Übertragung ist jedoch um mehrere Größenordnungen geringer. Nach Jack Barrett [2] tritt der mögliche maximale Treibhauseffekt innerhalb von 100 m über dem Boden auf.

In der Literatur findet man häufig Emissionsspektren [3] und manchmal auch Absorptionsspektren von CO₂ [4]. Dem interessierten Chemiker fehlen jedoch die molaren Werte der Extinktion. CO₂ ist eines der am intensivsten untersuchten Moleküle. Deshalb finden wir in der Literatur viele quantitative Angaben [5], und natürlich gibt es die HITRAN-Spektren. Aber leider gibt es innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft recht unterschiedliche Meinungen. Außerdem werden die Erwärmungsprognosen immer weiter zurückgenommen. Aus diesem Grund habe ich eigene Messungen durchgeführt [6].

Messverfahren

Ein 10 cm hoher Glaszylinder (150 cm³, mit IR-transparentem Fenster) wurde mit synthetischer CO₂-freier und dampffreier Luft gefüllt. Dann wurde mit einer Mikroliterspritze CO₂ zugegeben, so dass die Konzentration 357 ppm betrug, was der durchschnittlichen Konzentration im Jahr 1993 entsprach. Außerdem wurden 2,6 % Wasserdampf zugesetzt. Die IR-Strahlungsquelle (ein so genannter Globar, ein elektrisch beheizter Siliziumkarbidstab mit einer Temperatur von 1000 bis 1200 Grad Celsius und einem einstellbaren Interferenzfilter) wurde auf der einen Seite angebracht und das am anderen Ende ankommende Absorptionsspektrum aufgenommen. Dann wurde CO₂ hinzugefügt, um 714 ppm zu erhalten. Als Gerät diente ein FTIR-Spektrometer „Bruker IFS 48“, das mit einem PC verbunden war. Als Analysesoftware wurde das Programm OPUS verwendet. Es wurde eine Nullpunktmessung durchgeführt, die später subtrahiert werden sollte.

Ergebnisse

Abbildung 1 zeigt das unbearbeitete Spektrum der 15 µm (667 cm-1) Bande für 357 ppm CO₂ und 2,6 % H₂O.

Abbildung 1. Unverarbeitetes Spektrum der CO₂ 15 µm-Bande

Der Absorptions-Spitze hängt von der spektralen Auflösung ab, die bei diesem Spektrometer 2/cm betrug. Bei einer feineren Auflösung, z. B. 0,5/cm, würde der Peak höher und schärfer werden, was zu einem höheren Extinktionskoeffizienten führen würde. Der R- (DeltaJ = +1) und der P-Zweig (DeltaJ = -1) sowie der Q-Zweig (DeltaJ = +0) der n³-Bande (15 µm oder 667 cm-1) sind deutlich zu erkennen. Die n²-Bande (4,2 µm oder 2349 cm-1), die nur einen R- und P-Zweig hat, wurde ebenfalls gemessen. Die dekadischen Extinktionskoeffizienten am Bandenmaximum wurden wie folgt berechnet:

e = 29,9 m²/mol für n² und e = 20,2 m²/mol für n³

Für die Berechnung der Transmission in der gesamten Atmosphäre wurde ein durchschnittlicher CO₂-Gehalt (aus dem Volumen der Atmosphäre und der Masse) von c = 1,03*10-3 mol/m³ angenommen. Setzt man die obige molare Extinktion, den Wert für c und die Schichtdicke der Homosphäre (h = 105 m) in das Lambert-Beer’sche Gesetz ein, so ergibt sich eine dekadische Extinktion:

E(n²) = 29,9 m²/mol * 1,03 * 10↑-3 mol/m³ * 105 m = 3080

Auf die gleiche Weise finden wir E(n³) = 2080. Dies bedeutet, dass die Transmission T um die Spitzenmaxima, definiert als 10↑-E, für 357 ppm folgende Werte aufweist

T(n²) = 10↑-3080 und T(n³) = 10↑-2080

Dies sind extrem kleine Transmissionswerte, die eine Erhöhung des Treibhauseffekts durch eine Verdoppelung des CO₂ absolut unmöglich machen. Jack Barrett kam mit spektroskopischen und kinetischen Überlegungen zu ähnlichen Ergebnissen [2] und stieß damit in ein Wespennest, das eine noch immer lebhafte Diskussion auslöst. [7 – 10]

Setzt man e = 20,2 m²/mol für die n³-Bande in das Lambert-Beer-Gesetz ein, verwendet 357 ppm für die CO₂-Konzentration und eine 10-m-Schicht, so erhält man die Extinktion:

E = 20,2 m²/mol * 0,0159 mol/m³ * 10 m = 3,21

Da die Transmission T = 10↑-3,21 0,6 Promille beträgt, kommt man zu dem Schluss, dass die relative Absorption um den Peak 1-T = 99,94 % beträgt, was bereits in 10 m Entfernung vom Boden geschieht. Natürlich wurde hier nur die Absorption eines IR-Strahls berücksichtigt – aber sollten wir nicht erwarten, dass die 15-µm-Bande von CO₂-Molekülen zurückgestrahlt wird? Laut Jack Barrett [2] wird der größte Teil dieser Energie durch Zusammenstöße mit anderen Molekülen (N₂, O₂, H₂O) thermisch behandelt, lange bevor die Rückstrahlung stattfindet, so dass die Energie aus der CO₂-Bande entfernt wird. Die Hälfte dieser thermalisierten IR-Energie könnte die Rückstrahlung verstärken und so den Boden erwärmen.

Einige versuchten, die Schlussfolgerung der totalen Strahlungssättigung auf raffinierte Weise aufzuheben, indem sie annahmen, dass die (weitere) Erwärmung der Troposphäre durch Strahlungstransfer in einem Kaskadenmodell mit sequentieller IR-Absorption und Re-Emission durch CO₂ verursacht würde. Dann musste – nur innerhalb des Absorptionsbandes – die Strahlungstransportgleichung gelöst werden [11], wobei „dz“ ein kleiner Abstand, „sa“ der Absorptionskoeffizient und „n“ die Anzahl der Moleküle ist:

dl = l*n*sa*dz – B*n*sa*dz

Daraus ergibt sich ein komplexes Gleichungssystem [12]. Ein Problem besteht darin, dass der Strahlungstransport vom Temperaturgradienten in der Atmosphäre abhängt – dieser kann jedoch nicht vorgegeben, sondern muss berechnet werden. Daher muss ein iteratives Schema angewendet werden. Der Modellierer muss dann bestimmen, welcher Anteil des Bodens durch rückgestreutes IR und durch erwärmte Luft erwärmt wird.

Für die Ränder des 15-µm-Bandes ist die Absorptionsfläche sicherlich kleiner als die vom IPCC verwendete. IPCC [1990, S. 48] stellt fest: „Der Effekt der hinzugefügten Kohlendioxidmoleküle ist jedoch an den Rändern des 15-µm-Bandes signifikant, insbesondere um 13,7 und 16 µm“ [13].

Um dies zu überprüfen, stellten wir die Hypothese auf, dass wir den dekadischen Extinktionsanstieg oberhalb von E = 3 (oder T = 10↑-3) für die CO₂-Verdopplung weglassen können. Für diesen Fall haben wir das Gesamtintegral der Banden bis zu den Enden des R- und P-Zweigs mit E = 0 für das berechnete Transmissionsspektrum der gesamten Atmosphäre genommen, das aus digital aufgenommenen Spektralmessungen erstellt wurde. Abbildung 2 zeigt im Prinzip – nicht im richtigen Verhältnis – wie die Bandenränder integriert wurden:

Abbildung 2. Schema der Spektralverarbeitung

Wir haben von einem Wert E = 3 (oberhalb dessen die Absorption in Bezug auf den Weg durch die gesamte Troposphäre vernachlässigbar ist) bis zu den Enden (E = 0) des R- und P-Zweiges integriert. Die Ränder sind also vollständig berücksichtigt. Sie beginnen bei 14,00 µm für den P-Zweig und bei 15,80 µm für den R-Zweig und gehen bis zur Basislinie E=0. IPCC beginnt mit 13,7 und 16 µm. [13] Für das 15-µm-Band sind unsere Ergebnisse in Tabelle 1 zusammengefasst.
Tabelle 1. 15-µm-Band Gesamtintegration und Steigungsintegrale E = 0 bis E = 3

Entscheidend ist der relative Anstieg des Treibhauseffektes. Dieser ist gleich der Differenz zwischen der Summe der Steigungsintegrale für 714 und 357 ppm, bezogen auf das Gesamtintegral für 357 ppm. Betrachtet man nur das n³-Band (wie es das IPCC tut), erhält man:

(9.79*10-4 cm-1 – 1.11*10-4 cm-1) / 0.5171 cm-1 = 0.17 %

Schlussfolgerungen

Es ist kaum zu erwarten, dass bei einer CO₂-Verdoppelung eine Erhöhung der IR-Absorption an den 15-µm-Kanten um 0,17 % eine signifikante globale Erwärmung oder gar eine Klimakatastrophe verursachen kann.

Der Strahlungsantrieb für die Verdopplung kann mit Hilfe dieser Zahl berechnet werden. Wenn wir eine Absorption von 32 W/m² [14] über 180º Steradian dem gesamten Integral (Fläche) des n³-Bandes zuordnen, wie es von Satellitenmessungen beobachtet wird (Hanel et al., 1971) und auf eine Standardatmosphäre angewendet wird, und einen Zuwachs von 0,17% nehmen, beträgt die Absorption 0,054 W/m² – und nicht 4,3 W/m².

Das ist etwa 80 Mal weniger als der Strahlungsantrieb des IPCC.

Wenn wir dem gegenwärtigen CO₂ einen Treibhauseffekt von 7,2°C zuschreiben (wie von Kondratjew und Moskalenko in J.T. Houghtons Buch The Global Climate [14] behauptet), sollte der Verdopplungseffekt 0,17% betragen, was nur 0,012°C entspricht. Nimmt man 1/80 der 1,2°C, die sich aus dem Stefan-Boltzmann-Gesetz bei einem Strahlungsantrieb von 4,3 W/m² ergeben, erhält man einen ähnlichen Wert von 0,015°C.

Kondratjew und Moskalenko beziehen sich auf ihre eigene Arbeit [15] – aber als wir ihr russisches Buch auf dieser Seite überprüften, stellte sich heraus, dass es sich dabei nur um ein Stichwortverzeichnis handelte und wir nirgendwo sonst eine Herleitung dieses breit referenzierten Wertes von 7,2 K finden konnten. [16] Es sollte erwähnt werden, dass der Strahlungsantrieb für die gegenwärtige CO₂-Konzentration in den verschiedenen Referenzen erheblich variiert. K.P. Shine [17] gibt einen Wert von 12 K an, während nach R. Lindzen CO₂ nur etwa 5 % des natürlichen Treibhauseffekts von 33 °C ausmacht. Diese 1,65°C sind weniger als ein Viertel des vom IPCC verwendeten Wertes und führen zu einer Verdopplungsempfindlichkeit von nur 0,3 bis 0,5°C. [18]
Was ist wirklich wahr? Kann jemand eine wissenschaftliche Herleitung oder einen Verweis vorlegen, wo diese Zahl nicht abgeschrieben oder nur aus Annahmen angegeben, sondern richtig berechnet ist?

Dr. Heinz Hug hat kürzlich ein neues Buch geschrieben, „Die Grüne Falle. Wie der Ökologismus unsere Gesellschaft vergiftet“.

Nachgedruckt von john-daly.com. Die Originalseite ist nicht sicher, so dass dieser wertvolle Beitrag für die meisten Menschen verloren wäre, wenn ich ihn nicht hier veröffentlichen würde.

References

[1] Roger Revelle, Scientific American, 247, No.2, Aug. 1982, 33 – 41

[2] Jack Barrett, Spectrochim. Acta Part A, 51, 415 (1995)

[3] R.A. Hanel et al. Journal of Geophysical Research, 77, 2629 – 2641 (1972)

[4] Hermann Flohn, Nachr. Chem.Tech.Lab, 32, 305-309 (1984)

[5] L.S.Rothman et al., Appl.Opt. 26, 4058 (1987)

[6] Heinz Hug, Chemische Rundschau, 20. Febr., p. 9 (1998) and: Klima 2000 (Heuseler), 2, 23-26 (1998) 1/2 and: http://www.wuerzburg.de/mm-physik/klima/artefact.htm

[7] Paul S. Braterman, Spectrochim. Acta Part A, 52, 1565 (1996)

[8] Keith Shine, Spectrochim. Acta Part A, 51, 1393 (1995)

[9] John Houghton, Spectrochim. Acta Part A, 51, 1391 (1995)

[10] Richard S. Courtney, Spectrochim. Acta Part A, 53, 1601 (1997)

[11] Richard P. Wayne, Chemistry of Atmospheres, Oxford University Press, 2nd. Edition, 44-49 (1991),

[12] Murry L. Salby, Fundamentals of Atmospheric Physics, Academic Press, 198-257 (1996)

[13] Climate Change 1990. The IPCC Scientific Assessment, p. 49

[14] K.Ya. Kondratyev,N.I. Moskalenko in J.T.Houghton, The Global Climate”, Cambridge Universitiy Press, 225-233 (1984)

[15] K.Ya. Kondratyev, N.I. Moskalenko, Thermal Emission of Planets, Gidrometeoizdat, 263 pp (1977) (in Russian)

[16] C.-D. Schönwiese, Klimaänderungen, Springer-Verlag Berlin Heidelberg, p. 135 (1995)

[17] Henry Charnock, Keith P. Shine, Physics Today, Dec 1993, p. 66

[18] Richard S. Lindzen, Proc. Nat. Acad. of Sciences, 94, 8335-8342 (1997) 8 and (in German) Klima 2000 (Heuseler), 2, 3-8 (1998) 5/6

31. Juli 1998
Heinz Hug,   Wiesbaden, Germany

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2025/02/10/the-climate-catastrophe-a-spectroscopic-artifact/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE