Die Spannungen in der Straße von Hormuz und die materiellen Vorteile fossiler Brennstoffe

Ronald Stein, P.E.

Die jüngsten Forderungen nach einer realistischeren Verlagerung von „Dekarbonisierung“ hin zu „kohlenstoffarm“ deuten darauf hin, dass sich in der öffentlichen Debatte endlich Unbehagen gegenüber einer ideologisch geprägten Klimapolitik bemerkbar macht. Seit Jahren werden Klimadiskussionen in vielen Ländern von abstrakten Zielen, Slogans und numerischen Verpflichtungen dominiert. Doch hinter diesen hehren Idealen verbirgt sich eine tiefgreifendere und praktischere Frage: Haben wir Energie viel zu eng gefasst? Die Spannungen in der Straße von Hormuz Anfang 2026 haben diese Frage unübersehbar gemacht.

Heute wird Energie unter dem Banner der Dekarbonisierung oft so behandelt, als sei sie gleichbedeutend mit Elektrizität. Die öffentliche Diskussion konzentriert sich meist darauf, wie man Strom ohne CO₂-Emissionen erzeugen kann, wie schnell Elektrofahrzeuge herkömmliche Autos ersetzen können oder wie weit sich erneuerbarer Strom aus Windkraftanlagen und Solarzellen ausweiten lässt. Das sind wichtige Fragen, aber sie zeigen nicht das ganze Bild. Aus der Perspektive eines Chemieingenieurs kommt die Reduzierung der Energiedebatte auf Elektrizität allein dem gleich, nur die Hälfte der Zivilisation zu sehen.

Fossile Brennstoffe sind nicht nur Vorleistungen für die Stromerzeugung. Sie sind auch unverzichtbare Rohstoffe für die moderne Industriewelt. Neben der Unterstützung von Verkehrssystemen verdanken mehr als 6.000 Produkte, die das tägliche Leben sichern – darunter Kleidung, medizinische Geräte, Düngemittel, Kunststoffe, synthetische Fasern, Baumaterialien, Reinigungsmittel, Verpackungen und unzählige Industriekomponenten – ihre Existenz den materiellen Vorteilen fossiler Brennstoffe. Erdöl und Erdgas werden nicht einfach verbrannt; sie werden in die Ausgangsstoffe umgewandelt, auf denen das moderne Leben aufbaut.

Dieser Unterschied ist entscheidend. Wenn Politiker und Aktivisten so tun, als könne das Problem einfach dadurch gelöst werden, dass die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen durch erneuerbare Energien ersetzt wird, übersehen sie die materielle Grundlage der modernen Zivilisation. Strom allein kann die petrochemischen Ketten nicht ersetzen, die Medizin, Sanitärversorgung, Lebensmittelproduktion, Logistik, Kommunikationsgeräte, Transport und Wohnungsbau stützen. Selbst eine Gesellschaft, der es gelingt, einen Großteil ihres Verkehrs- und Energiesystems zu elektrifizieren, stünde immer noch vor der Frage, wie sie die immense Bandbreite an Materialien sichern kann, die derzeit aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden.

Aus diesem Grund verdient die petrochemische Industrie weitaus mehr Aufmerksamkeit, als ihr in Klimadiskussionen üblicherweise zuteil wird. Aus fossilen Brennstoffen gewonnene Rohstoffe werden zu petrochemischen Grundstoffen wie Ethylen und Propylen verarbeitet, aus denen wiederum Tausende von Folgeprodukten entstehen. Dieses riesige Netzwerk von Verarbeitungsprozessen stützt nicht nur die Bereiche Bekleidung, Ernährung, Verkehr und Wohnen, sondern auch das medizinische und sanitäre System, von dem die öffentliche Gesundheit abhängt. Es ist in jeder Hinsicht ein fester Bestandteil des Gefüges der modernen Zivilisation.

Sobald wir dies verstanden haben, wird klar, dass eine Unterbrechung der Versorgung mit fossilen Brennstoffen weit mehr bedeuten würde als nur höhere Benzinpreise oder vorübergehenden Druck auf die Stromerzeugung. Würden die Lieferungen ernsthaft unterbrochen, würden die Folgen fast jeden Bereich des täglichen Lebens betreffen. Die Kleidung, die wir tragen, die Medikamente, die wir einnehmen, die Smartphones, die wir nutzen, die Düngemittel, die die Landwirtschaft am Leben erhalten, und sogar die Behälter und Verpackungen, in denen Lebensmittel und medizinische Güter transportiert werden – all dies wäre von Rohstoffengpässen betroffen. Die moderne Welt wird von fossilen Brennstoffen nicht nur angetrieben; sie ist materiell durch sie strukturiert.

Deshalb haben die jüngsten Spannungen in der Straße von Hormuz eine so tiefgreifende Bedeutung. Das Problem beschränkt sich nicht auf Geopolitik, Tankerverkehr oder Schwankungen der Energiepreise. Die Straße von Hormuz ist einer der kritischsten Engpässe im globalen Energiesystem, und die dort herrschende Instabilität macht deutlich, wie verwundbar fortgeschrittene Gesellschaften nach wie vor sind. Wenn Versorgungswege bedroht sind, steht nicht nur die Energiesicherheit im engeren Sinne auf dem Spiel, sondern auch die Kontinuität der materiellen Systeme, die das alltägliche Leben aufrechterhalten.

Im Frühjahr 2026 wurde die Kluft zwischen Ideologie und Realität auf einen Schlag sichtbar. Die Spannungen in der Straße von Hormus sowie die schonungslose Erinnerung daran, dass einige Länder, wie beispielsweise Japan, auf endliche, in Tagen gemessene Vorräte an importierten fossilen Brennstoffen angewiesen sind, waren nicht bloß Statistiken.

Sie waren eine Warnung vor der Fragilität des Alltagslebens selbst. Zahlen wie diese mögen trocken und technisch anmuten, doch dahinter verbirgt sich eine einfache Wahrheit: Wenn Lieferketten lange genug unter Druck stehen, werden die Auswirkungen nicht nur auf den Kraftstoffmärkten zu spüren sein, sondern auf die gesamte Bandbreite an Gütern, von denen die moderne Gesellschaft abhängt.

Was lange Zeit unter der Rhetorik der Dekarbonisierung verborgen geblieben war, kam durch die Krise plötzlich ans Tageslicht. Die „Dichte der Zivilisation“ wurde wieder sichtbar. Damit meine ich das dichte, miteinander verflochtene und oft unsichtbare materielle Netzwerk, welches das Wohlergehen der Menschen stützt: Industriechemie, Fertigung, Transport, Abwasserentsorgung, Kommunikation, Gesundheitswesen, Landwirtschaft und Bauwesen. Dies sind keine nebensächlichen oder optionalen Merkmale des modernen Lebens. Sie sind dessen Substanz. Und diese Krise hat offenbart, dass mehr als 6.000 für das tägliche Leben unverzichtbare Produkte gleichzeitig gefährdet sein könnten.

Das bedeutet keineswegs, dass Umweltprobleme ignoriert werden sollten oder dass Gesellschaften ihre Bemühungen zur Abfallreduzierung, Effizienzsteigerung und Entwicklung sauberer Technologien aufgeben sollten. Es bedeutet jedoch, dass die Energiepolitik von einem ehrlicheren Verständnis der Realität ausgehen muss. Eine Zivilisation kann nicht auf Slogans aufgebaut werden. Ebenso wenig können politische Entscheidungsträger verantwortungsvoll die Zukunft gestalten, während sie so tun, als seien fossile Brennstoffe nichts weiter als ein schmutziges Erbe, das es zu entsorgen gilt. Sie sind auch Teil der materiellen Infrastruktur des Lebens, wie wir es kennen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die eigentliche Herausforderung besteht daher nicht darin, diese Abhängigkeit zu leugnen, sondern sie klug zu bewältigen. Eine ausgereifte Energiepolitik sollte nicht auf vereinfachende moralische Reinheit abzielen, sondern auf Widerstandsfähigkeit, Umsicht und Realismus. Sie sollte der Frage nachgehen, wie Gesellschaften ihre Lebensqualität bewahren, stabile Lieferketten aufrechterhalten, unnötigen Abfall reduzieren und begrenzte Ressourcen intelligent nutzen können. Sie sollte auch anerkennen, dass der technologische Wandel Zeit braucht und dass das Erzwingen von Veränderungen ohne Rücksicht auf die materiellen Gegebenheiten zu Engpässen, Instabilität und unnötigem Schaden führen kann.

Sich der Realität zu stellen, ist kein Akt der Resignation. Im Gegenteil, es ist die aufrichtigste und zukunftsorientierteste Vorgehensweise. Es bedeutet, die Spannung zwischen Idealen und praktischer Notwendigkeit anzuerkennen und gleichzeitig weiterhin stetige und verantwortungsvolle Schritte zu unternehmen. Von diesem Ausgangspunkt aus können wir beginnen, die Energiepolitik so neu zu gestalten, dass sie sowohl nachhaltig als auch menschlich ist – eine Politik, welche die Umwelt respektiert ohne die materiellen Grundlagen der Zivilisation selbst zu vergessen.

This article was first published at America Out Loud News

Ronald Stein, P.E.

Ronald Stein is an internationally published columnist and energy consultant, and a policy advisor for The Heartland Institute.

Link: https://heartland.org/opinion/strait-of-hormuz-tensions-and-the-material-benefits-of-fossil-fuels/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Wie eine Vermutung aus dem Jahr 1955 zur falschen Grundlage der Wissenschaft des vom Menschen verursachten Klimawandels wurde …

und wie eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2020 diese als unumstößliche „Wahrheit“ festigte

Jonathan Cohler

[Alle Hervorhebungen im Original]

Im Jahr 1955 stellte Hans Suess fest, dass der Gehalt an radioaktivem Kohlenstoff-14 in Baumringen in den vorangegangenen fünfzig Jahren zurückgegangen war. Er lieferte eine vorläufige Erklärung. Seine genauen Worte lauteten:

„Der Rückgang lässt sich auf die Einleitung einer bestimmten Menge an C¹⁴-freiem CO₂ in die Atmosphäre durch die künstliche Verbrennung von Kohle und Öl sowie auf die Geschwindigkeit des Isotopenaustauschs zwischen atmosphärischem CO₂ und dem in den Ozeanen gelösten Bicarbonat zurückführen.“

Lesen Sie diesen Satz aufmerksam durch. Suess schlug zwei Prozesse vor – die Verbrennung fossiler Brennstoffe und den natürlichen Austausch in den Ozeanen –, verbunden durch „und“, ohne zu behaupten, welcher davon wichtiger sei. Der Ausdruck „kann zurückgeführt werden auf“ ist die Sprache einer Hypothese, nicht einer Erkenntnis. Der Ausdruck „eine bestimmte Menge“ ist bewusst vage gehalten. Hier handelt ein Wissenschaftler so, wie es von Wissenschaftlern erwartet wird: Er bietet eine plausible Erklärung an und lässt die Frage offen.

Was dann geschah, war keine Wissenschaft. Es war Soziologie.

Die nachfolgende Literatur griff Suess’ Satz auf, strich den zweiten Prozess (den ozeanischen Austausch), stufte den ersten (fossile Brennstoffe) von „kann zugeschrieben werden“ auf „wird verursacht durch“ hoch und nannte das Ergebnis „Suess-Effekt“ – als hätte Suess selbst fossile Brennstoffe als alleinige Ursache identifiziert. Das hatte er nicht. Er hatte eine zweiteilige Vermutung aufgestellt, ohne sich quantitativ auf einen der beiden Teile festzulegen. Aber die vereinfachte Version war leichter zu zitieren, leichter zu lehren, leichter in Modelle einzubauen und leichter zu finanzieren. Also setzte sich die vereinfachte Version durch. In den 1970er Jahren stand sie in den Lehrbüchern. In den 1990er Jahren stand sie in den IPCC-Berichten. In den 2000er Jahren galt sie als so offensichtlich, dass es als ausreichend angesehen wurde, sie ohne Beweise zu behaupten.

Im November 2020 veröffentlichten dann Heather Graven (seit 2013 Leiterin der Forschungsgruppe „Kohlenstoffkreislauf“ am Imperial College London), Ralph Keeling (Sohn von Charles David Keeling (1928–2005)) und Joeri Rogelj das Werk, das zur maßgeblichen Darstellung dieses „Konsens’“ werden sollte: „Changes to Carbon Isotopes in Atmospheric CO₂ Over the Industrial Era and Into the Future“ in Global Biogeochemical Cycles. Es wurde als „Grand Challenges“-Artikel ausgewiesen – eine wegweisende Übersichtsarbeit, die den Wissensstand eines gesamten Fachgebiets definieren soll. Der Artikel wurde vielfach zitiert, vom IPCC verwendet, vom MIT Climate Portal referenziert und als maßgebliche Quelle für die isotopischen Belege der vom Menschen verursachten CO₂-Anreicherung herangezogen.

Die Arbeit ist umfassend, technisch detailliert und sorgfältig referenziert. Sie basiert zudem, vom ersten Satz der Zusammenfassung bis zur letzten Prognose in Abschnitt 8, auf der ungeprüften Suess-Annahme. Und sie ist so strukturiert, dass diese Annahme unsichtbar bleibt.

Und zwar folgendermaßen:

Der Aufbau eines Zirkelschlusses

Das Abstract von Graven et al. (2020) enthält folgenden Satz:

„Vorzeichen und Ausmaß der Veränderungen werden hauptsächlich durch die weltweiten Emissionen aus fossilen Brennstoffen bestimmt.“

Dies liest sich wie eine Erkenntnis – eine aus Belegen gezogene Schlussfolgerung. Das ist es jedoch nicht. Es handelt sich um eine Beschreibung dessen, was im Modell der Autoren geschieht, wenn sie einen Eingabewert variieren. Das Modell wurde mit Emissionen aus fossilen Brennstoffen als dominierendem exogenem Antrieb erstellt. Es wurde so abgestimmt, dass es historische Isotopendaten unter der Annahme reproduziert, dass fossile Brennstoffe die beobachteten Veränderungen verursacht haben. Das Modell wurde dann unter sechs Zukunftsszenarien durchgespielt, in denen sich nur die Emissionen aus fossilen Brennstoffen ändern. Das Ergebnis zeigt, wenig überraschend, dass Emissionen aus fossilen Brennstoffen das Ergebnis „hauptsächlich bestimmen“. Dies wird dann in der Zusammenfassung so dargestellt, als handele es sich um eine Entdeckung über die physikalische Welt.

Der Kreislauf verläuft in einer engen Schleife:

Man gehe davon aus, dass fossile Brennstoffe der dominierende Faktor für isotopische Veränderungen sind. Man erstelle ein Modell, in dem fossile Brennstoffe der dominierende Faktor sind. Man passe das Modell so an, dass es unter dieser Annahme die historischen Daten wiedergibt. Man variiere in den Zukunftsszenarien ausschließlich den Anteil fossiler Brennstoffe. Man berichte, dass fossile Brennstoffe die Ergebnisse dominieren.

Zu keinem Zeitpunkt in dieser Kette wird die Annahme überprüft. An jedem Punkt wird sie bekräftigt. Die Arbeit stellt nie die eine Frage, die diesen Kreislauf durchbrechen könnte: Hat sich der Netto-Isotopeneintrag in die Atmosphäre tatsächlich in einer Weise verändert, die mit den steigenden Emissionen aus fossilen Brennstoffen übereinstimmt?

Diese Frage hat eine Antwort. Demetris Koutsoyiannis führte in einer Arbeit aus dem Jahr 2024 mit den gleichen Scripps-Daten, auf die sich Graven et al. stützen, die Massenbilanz-Inversion durch, die Graven et al. nicht durchgeführt hatten. Er ermittelte die Nettoeintragssignatur δ¹³C_I – den isotopischen Fingerabdruck dessen, was aus allen Quellen zusammen in die Atmosphäre gelangt, abzüglich aller Senken. Wenn fossile Brennstoffe die isotopischen Veränderungen „hauptsächlich bestimmen“ würden, müsste sich diese Größe mit steigenden kumulativen Emissionen nach unten verschieben. Die kumulativen Emissionen haben sich zwischen 1978 und 2022 etwa verdreifacht.

Die Eingangssignatur blieb unverändert. Sie lag bei etwa −13,2 Promille und blieb innerhalb der Messunsicherheit konstant – über vier weltweit verteilte Beobachtungsstationen hinweg, über mehr als 40 Jahre instrumenteller Daten und über fünf Jahrhunderte von Proxydaten, die bis in die Kleine Eiszeit zurückreichen. Koutsoyiannis erstellte daraufhin ein Zwei-Parameter-Modell, das vollständig von der natürlichen saisonalen Variabilität der Biosphäre – dem jährlichen „Atmen“ der Vegetation des Planeten – bestimmt wurde und keinerlei anthropogenen Einfluss enthielt. Es reproduzierte die gesamte δ¹³C-Aufzeichnung an allen vier Stationen mit einer erklärten Varianz von 98 bis 99 Prozent. Der Einfluss fossiler Brennstoffe ist nicht gering. Er ist jedoch überflüssig. Seine Hinzufügung verbessert die Anpassung nicht.

Was Graven et al. hätten tun sollen, aber nicht getan haben

Das Bemerkenswerte an Graven et al. (2020) ist, dass sich die Autoren des Instruments voll und ganz bewusst sind, mit dem sie ihre These hätten überprüfen können. Sie erörtern Keeling-Plots – genau die Methode, die Koutsoyiannis verwendet hat – in Abschnitt 6 ihrer Arbeit. Sie beschreiben, wie der Keeling-Plot „die Isotopensignatur einer CO₂-Quelle oder -Senke quantifiziert, indem die Massenbilanzgleichungen für CO₂ und ¹³CO₂ so manipuliert werden, dass die Isotopensignatur durch den Schnittpunkt oder die Steigung einer Regressionsanpassung gegeben ist.“ Sie führen Anwendungen dieses Verfahrens auf lokaler und regionaler Ebene an.

Aber sie wenden es niemals global an. Sie fragen nie, wie der Keeling-Plot-Achsenabschnitt für die gesamte Atmosphäre während der Industriellen Revolution aussieht. Sie prüfen nie, ob sich die Signatur des Nettoeintrags verschoben hat. Die einzige Diagnose, die ihre zentrale Behauptung bestätigen oder widerlegen könnte – und es handelt sich um eine einfache Berechnung, die nur die Daten erfordert, über die sie bereits verfügen –, fehlt in der Arbeit. Stattdessen gehen sie direkt von der Annahme zum Modell zur Prognose über und behandeln die Annahme als etabliertes Hintergrundwissen, das zu offensichtlich ist, um einer Überprüfung zu bedürfen.

Die Biosphäre, die sich vor aller Augen verbirgt

Graven et al. zeigen in ihrer Abbildung 1 ein Diagramm, das die typischen δ¹³C-Bereiche für jeden Kohlenstoffpool darstellt, der mit atmosphärischem CO₂ in Wechselwirkung steht. Dieses Diagramm – das auch Koutsoyiannis wiedergibt und analysiert – zeigt deutlich, dass sich die terrestrische Biosphäre (C3-Pflanzen bei −26 bis −28 ‰, organische Bodensubstanz noch stärker verarmt) mit fossilen Brennstoffen überschneidet und isotopisch häufig leichter ist als diese (Kohle bei etwa −24 ‰, Öl bei −26 bis −30 ‰, Erdgas bei −44 ‰). Der jährliche CO₂-Fluss der Biosphäre macht etwa 96 % des gesamten atmosphärischen Umsatzes aus. Fossile Brennstoffe tragen etwa 4 % bei.

Die Arbeit präsentiert dieses Diagramm und zieht daraus die entgegengesetzte Schlussfolgerung. Wenn 96 % des in die Atmosphäre gelangenden CO₂ aus natürlichen Quellen stammen, die isotopisch ebenso verarmt oder stärker verarmt sind als fossile Brennstoffe, dann folgt daraus nicht die qualitative Schlussfolgerung: „Die Luft wird isotopisch leichter, daher müssen fossile Brennstoffe die Ursache sein.“ Die Biosphäre ist eine weitaus größere Quelle für isotopisch leichten Kohlenstoff als die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Die Abbildung 1 des Artikels selbst belegt dies, doch der Artikel ignoriert es.

Wie dies eine ganze Generation indoktrinierte

Graven et al. (2020) ist keine gewöhnliche wissenschaftliche Arbeit. Es handelt sich um einen „Grand Challenges“-Übersichtsartikel – also um eine Arbeit, die das Selbstverständnis eines Fachgebiets prägt. Sie wird Doktoranden als Pflichtlektüre zugewiesen. Es wird in Förderanträgen zitiert, um den Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen neue Forschung durchgeführt wird. Es wird vom IPCC als maßgebliche Zusammenstellung herangezogen. Es wird von Wissenschaftskommunikationskanälen – MIT, NASA, Universitätswebsites – als die definitive Erklärung dafür verlinkt, warum Kohlenstoffisotope die menschliche Verantwortung für den Anstieg des CO₂-Gehalts belegen.

Ein Doktorand, der diesen Artikel im Jahr 2021 liest, würde daraus folgendes Verständnis gewinnen: Die isotopischen Beweise für die anthropogene CO₂-Zuschreibung sind gesichert, umfassend und quantitativ. Der „Suess-Effekt“ ist ein etablierter physikalischer Prozess, keine Hypothese. Die Modelle reproduzieren die Daten. Die Zukunftsprognosen ergeben sich aus der Physik. Die einzigen verbleibenden Fragen betreffen die Details zukünftiger Szenarien und deren Auswirkungen auf die Radiokarbondatierung und forensische Anwendungen.

Zu keinem Zeitpunkt würde dieser Student auf die Information stoßen, dass sich die Signatur des Netto-Isotopeneintrags nicht verändert hat. Zu keinem Zeitpunkt würde er erfahren, dass ein einfaches Biosphärenmodell ohne fossile Brennstoffe 99 % der Varianz in den Daten erklärt. Zu keinem Zeitpunkt würde er entdecken, dass Suess selbst zwei Prozesse vorschlug, sich aber auf keinen davon festlegte. Zu keinem Zeitpunkt würde er dazu aufgefordert werden, die eine Berechnung durchzuführen – den globalen Keeling-Plot-Schnittpunkt –, welche die Prämisse überprüfen würde, auf der die gesamte Arbeit beruht.

So funktioniert Indoktrination in der Wissenschaft. Es reicht aus, dass eine Prämisse alt genug ist, weit genug verbreitet ist und tief genug in der Methodik verankert ist, sodass sie unsichtbar wird. Die Suess-Zuschreibung hielt 1955 als vorläufige Vermutung Einzug in die Fachliteratur. Bis 2020 war sie zur tragenden Säule eines Übersichtsartikels zu den „Grand Challenges“ in einer der renommiertesten Fachzeitschriften des Fachgebiets geworden, in der Zusammenfassung als Tatsache dargestellt, im Hauptteil nie überprüft und an eine neue Generation von Wissenschaftlern als etabliertes Wissen weitergegeben worden ist.

Koutsoyiannis testete es im Jahr 2024. Es schlug fehl.

Die Eingabesignatur ist konstant. Die Biosphäre erklärt alles. Fossile Brennstoffe sind in den Daten nicht nachweisbar. Die maßgebliche Veröffentlichung auf diesem Gebiet basiert auf einer Annahme, die die Daten bei genauerer Betrachtung nicht stützen. Die Generation von Wissenschaftlern, die auf der Grundlage dieser Arbeit ausgebildet wurde, wird sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen. Der Mathematik ist es egal, wie oft diese Annahme zitiert wurde oder wie renommiert die Zeitschrift ist, in der sie veröffentlicht wurde. Die Erhaltung der Masse ist keine von Fachkollegen geprüfte Meinung. Es handelt sich um eine rechnerische Identität. Und die Rechnung geht nicht so auf, wie Graven et al. es behaupten.

Link: https://x.com/cohler/status/2045091890941292767

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Australiens Kunst der Selbst-Demontage

Cap Allon

Australien exportiert seine Energie und importiert seine Kraftstoffe. Es fördert Kohle und Gas, verschifft diese ins Ausland und kauft dann Benzin, Diesel und Kerosin zu einem höheren Preis zurück.

Australien ist einer der weltweit größten Exporteure von Flüssigerdgas. Der größte Teil dieses Gases wird im Rahmen langfristiger Verträge ins Ausland geliefert. Gleichzeitig importiert das Land einen großen Teil seiner raffinierten Kraftstoffe, weil ein Großteil der heimischen Raffineriekapazitäten stillgelegt worden ist.

Rohenergie wird exportiert. Die Verarbeitung erfolgt im Ausland. Der fertige Brennstoff wird wieder importiert.

Doch gerade in der Verarbeitung liegt ein Großteil des Wertes. Raffination und Verarbeitung sorgen für die Gewinnspannen, viele Arbeitsplätze und die industrielle Basis. Wenn dieser Schritt im Ausland erfolgt, bleiben diese Vorteile auch dort.

Das Umweltargument ändert nichts am Ergebnis. Wenn ein Projekt in Australien blockiert wird, sinkt die Nachfrage nicht. Der Käufer bezieht die gleiche Energie anderswo. Es wird immer noch genauso viel, wenn nicht sogar mehr CO₂ ausgestoßen.

Die Industrie orientiert sich an den Energiekosten.

Die Fertigungsindustrie ist auf zuverlässige, bezahlbare Energie angewiesen. Wenn die Kosten steigen, wird die Produktion eingestellt oder ins Ausland verlagert. Der Anteil der Fertigungsindustrie am australischen BIP ist von 14 % in den 1970er Jahren auf heute 5 % gesunken.

Ein rohstoffreiches Land entscheidet sich dafür, mit hohen Energiepreisen und reduzierten Industriekapazitäten zu arbeiten.

Hinzu kommt noch ein Versorgungsrisiko. Australien ist im Transport- und Logistikbereich auf importierte Kraftstoffe angewiesen. Wenn die Importe unterbrochen werden, wirkt sich das schnell auf die gesamte Wirtschaft aus.

Viele rohstoffreiche Länder verfolgen ein anderes Modell. Norwegen beispielsweise hat seine Ressourcen erschlossen, einen größeren Teil des Wertes im Land behalten und einen Staatsfonds aufgebaut, der mittlerweile einen Wert von über 1 Billion Dollar hat.

Australien hat diesen Weg gewählt:

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-storm-brings-snow-boost-to?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Seit den 1980er Jahren gibt es entlang der nördlichen Antarktischen Halbinsel weder eine lineare Erwärmung noch einen Gletscherschwund

Kenneth Richard

Die Ursachen für die Erwärmung und den Gletscherschwund im antarktischen Klima stehen nicht im Einklang mit einem linear ansteigenden Trend des atmosphärischen CO₂-Gehalts.

Wissenschaftler (Park et al., 2026) haben festgestellt, dass die Muster der Lufttemperatur, der Meerestemperatur und des Gletscherschwunds in der Nähe der King-George-Insel (nördlich der nördlichsten Spitze der Antarktischen Halbinsel) in den letzten vier Jahrzehnten mit den negativen bis positiven Phasen des Southern Annual Mode (SAM) und natürlichen Wechselwirkungen zwischen Ozean und Atmosphäre übereinstimmen.

Phasen der Abkühlung und des Gletschervorstoßes wechseln sich mit Phasen der Erwärmung und eines deutlichen Gletscherrückgangs ab, folgen jedoch weder einem linear ansteigenden Muster noch den Trends bei den Treibhausgasemissionen.

Die Wissenschaftler stellen einen allgemeinen Rückgang der Gletscherrückgangsraten von Mitte der 1990er Jahre bis 2015 fest, als „kühlere Phasen den Rückgang verlangsamten“.

Die Studie „zeigt, wie gekoppelte Wechselwirkungen zwischen Fjordgeometrie, Ozean und Atmosphäre das Rückzugsverhalten bestimmen“.

Menschliche Aktivitäten beeinflussen weder die Erwärmung noch den Gletscherrückzug.

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Elephant Island liegt nur 130 km nordöstlich von King George Island. Dort leben zahlreiche Pinguine und Robben.

Eine aktuelle Studie (Atkinson et al., 2022) berichtet von einer signifikanten (ca. -0,75 °C) Abkühlung auf Elephant Island (lila) seit den 1990er Jahren, was mit der Abkühlung entlang Südgeorgiens, der Scotia-See und der gesamten Westantarktischen Halbinsel in den letzten Jahrzehnten übereinstimmt.

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Link: https://notrickszone.com/2026/04/11/new-study-no-linear-warming-or-glacier-retreat-along-northern-antarctic-peninsula-since-1980s/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Erneuerbare Energien kosten uns ein Vermögen – Justin Rowlatt

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

h/t Ian Cunningham

WOW! Justin Rowlatt hat die Erleuchtung gefunden!

„Ich bin ein Early Adopter, wenn es um neue Technologien geht“, sagt Gavin Tait, ein 69-Jähriger aus Glasgow, mit einem Anflug von Stolz.

Als er vor etwa zehn Jahren bei seiner Pensionierung eine Pauschalsumme erhielt, investierte er daher in erneuerbare Energien: Sonnenkollektoren auf dem Dach, eine Hausbatterie und eine Wärmepumpe. „Das schien mir ein Kinderspiel zu sein“, erinnert er sich. „Ich konnte Geld sparen und der Umwelt helfen – warum sollte ich das nicht tun?“

Zunächst funktionierte es. Sein gut isoliertes Haus blieb warm und seine Energiekosten sanken. Doch in den letzten beiden Wintern begann sich die Lage zu ändern. „Ich bemerkte, dass meine Stromrechnungen in die Höhe schossen“, sagt er.

In diesem Winter schalteten er und seine Frau die Anlage aus und kehrten zu ihrem Gasboiler zurück, den sie als Reserve aufbewahrt hatten.

Gavin – der sich bei „BBC Your Voice“ über seine Erfahrungen gemeldet hat – sagt, er wisse, worin das Problem lag. Im besten Fall liefert Gas fast eine Wärmeeinheit pro eingesetzter Energieeinheit; seine Wärmepumpe kann bis zu drei oder vier Wärmeeinheiten pro Energieeinheit liefern. Da Wärmepumpen jedoch mit Strom betrieben werden, zahlt er nun etwa 27 Pence pro Kilowattstunde, verglichen mit weniger als 6 Pence für Gas, das einen Heizkessel antreibt – mehr als viermal so viel.

Gavin Tait und seine Frau schalteten ihre Wärmepumpe aus und kehrten zu ihrem Gaskessel zurück, nachdem steigende Stromkosten den Betrieb zu teuer gemacht hatten.

„Es ist ganz einfach“, sagt er. „Wirtschaftlich gesehen rechnet es sich einfach nicht.“

Seine Erfahrung ist kein Einzelfall. Eine Umfrage unter 1.000 Wärmepumpenbesitzern, die Censuswide im vergangenen Sommer im Auftrag von Ecotricity durchgeführt hatte ergab, dass zwei Drittel angaben, das Heizen ihrer Häuser sei teurer geworden als zuvor.

Für Kritiker der Regierungspolitik deuten Geschichten wie die von Gavin auf ein tiefer liegendes Problem hin.

Heizung und Verkehr machen über 40 % der Emissionen in UK aus, doch sie sagen, dass die Fortschritte beim Austausch von Gasheizkesseln und Benzinfahrzeugen weit hinter den Zielen zurückbleiben, weil die Minister den falschen Schwerpunkt setzten.

Ihrer Ansicht nach ist die Regierung darauf fixiert, die Stromerzeugung umweltfreundlicher zu gestalten, obwohl diese nur einen weitaus geringeren Anteil an unseren Gesamtemissionen ausmacht – etwa 10 %. Diese Fixierung treibt die Strompreise in die Höhe und verteuert den Umstieg auf Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge für die Bürger.

Das Thema hat an Dringlichkeit gewonnen, weil der Konflikt im Nahen Osten die Öl- und Gaspreise in die Höhe treibt und Befürchtungen weckt, dass die hohen Energiekosten anhalten könnten.

Die Regierung beharrt darauf, dass die Konzentration auf erneuerbare Energien letztendlich zu mehr Energiesicherheit führen wird, indem sie die Abhängigkeit von importiertem Gas verringert, die Emissionen senkt und – was entscheidend ist – die Kosten senkt.

Haben sie recht? Oder verfolgt die Regierung die falschen Ziele, indem sie saubererem Strom Vorrang einräumt, während die Fortschritte bei Heizung und Verkehr hinterherhinken?

Die versteckten Kosten „sauberer“ Energie

Das Problem ist, dass die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zwar kostengünstig sein kann, das für seine Einspeisung erforderliche System jedoch nicht. Als ich Sir Dieter Helm, Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Oxford, nach seiner endgültigen Antwort auf die Frage nach den Kosten erneuerbarer Energien frage, lacht er.

„Es kommt ganz darauf an, was man misst“, sagt er. Sir Dieter erklärt, dass man einen wichtigen Aspekt übersieht, wenn man sich nur auf die Kosten der Stromerzeugung konzentriert: die Kosten des Gesamtsystems.

Strom muss jederzeit verfügbar sein – nicht nur, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Das bedeutet Reserveerzeugung, zusätzliche Kapazitäten und ein ausgedehnteres Netz.

Sir Dieter gibt mir ein vereinfachtes Beispiel. Der Spitzenstrombedarf in UK liege bei etwa 45 Gigawatt (GW), sagt er. In der Vergangenheit konnte dieser Bedarf mit rund 60 GW Kapazität aus Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken gedeckt werden.

Da sich das System zunehmend auf erneuerbare Energien verlagert, wird weitaus mehr Kapazität benötigt – nicht nur für Wind- und Solarenergie, sondern auch für Reservekapazitäten für Zeiten, in denen diese keine Energie liefern. Nach Schätzungen von Sir Dieter bewegt sich Großbritannien auf einen Wert von etwa 120 GW zu. Gleichzeitig muss auch das Stromnetz ausgebaut werden, um den Strom aus Offshore-Windparks dorthin zu leiten, wo er benötigt wird.

Über die genauen Zahlen wird diskutiert, aber die Richtung ist klar: Teilweise aufgrund der erneuerbaren Energien wird das System größer, komplexer und teurer. Ein Teil dieser Kosten schlägt sich bereits in den Rechnungen nieder. Der Ausbau des Netzes – der Bau neuer Masten und Stromleitungen – treibt die Netzentgelte in die Höhe.

Hinzu kommen „Ausgleichskosten“, darunter Zahlungen an Windparks, damit diese abschalten, wenn das System nicht den gesamten von ihnen erzeugten Strom aufnehmen kann. Und bis vor kurzem machte ein Subventionsprogramm rund 10 % der durchschnittlichen Haushaltsrechnung aus.

Es gibt noch einen weiteren Punkt. UK verfügt über besonders große Vorkommen einer der kostspieligeren erneuerbaren Energiequellen – der Offshore-Windenergie.

Dank der Massenproduktion sind die Kosten für Solarenergie drastisch gesunken. Doch der oft bewölkte Himmel in Großbritannien – insbesondere im Winter, wenn der Bedarf am höchsten ist – schränkt die Leistungsfähigkeit des Systems ein.

Offshore-Windenergie ist zuverlässiger, erfordert jedoch große, standortspezifische Ingenieurprojekte, die sich nicht auf die gleiche Weise reproduzieren lassen und daher nicht den gleichen nachhaltigen Kostenrückgang verzeichnen konnten. Gleichzeitig haben steigende Preise für Materialien wie Stahl und Seltene Erden – zusammen mit höheren Zinssätzen – die Kosten weiter in die Höhe getrieben.

Der Preis des Fortschritts

Auf dem Papier hat Großbritannien erhebliche Fortschritte bei der Ökologisierung gemacht – die Emissionen des Landes sind seit 1990 um rund 50 % gesunken. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass sich der globale Fußabdruck Großbritanniens insgesamt um den gleichen Prozentsatz verringert hat.

Viele früher in Großbritannien hergestellte und dort verbrauchte Güter werden heute im Ausland produziert und dann hierher importiert, wobei diese Produktion oft in Ländern mit einem höheren CO₂-Fußabdruck stattfindet.

China beispielsweise deckt nach wie vor mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs mit Kohle, was bedeutet, dass die Emissionen lediglich ins Ausland verlagert und nicht insgesamt reduziert wurden.

Darauf weisen führende Klimaforscher hin, darunter Prof. Kevin Anderson von der Universität Manchester, der argumentiert, dass die Zahl von 50 % „den internationalen Luft- und Seeverkehr sowie unsere Importe und Exporte nicht berücksichtigt“.

Er fügt hinzu: „Bezieht man diese mit ein – was beim Klima natürlich der Fall ist –, dann beträgt der Rückgang seit 1990 etwa 20 %.“ Die Regierung erklärt, sie halte sich an die Richtlinien der Vereinten Nationen zur Emissionsberichterstattung.

China deckt nach wie vor mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs mit Kohle, was die Befürchtung aufkommen lässt, dass die mit dem britischen Verbrauch verbundenen Emissionen lediglich ins Ausland verlagert wurden.

Gleichzeitig schlagen sich die höheren Systemkosten nicht nur in den Stromrechnungen der Haushalte nieder – sie wirken sich auf die gesamte Wirtschaft aus. Britische Haushalte haben mit einigen der höchsten Stromrechnungen in Europa zu kämpfen. Für Unternehmen sieht die Lage noch düsterer aus.

https://www.bbc.co.uk/news/articles/c86ey5n9vx9o

Willkommen auf der dunklen Seite, Justin!

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/18/renewables-are-costing-us-a-fortune-justin-rowlatt/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE