Die große Lüge der New York Times bzgl. einer immer „durstigeren“ Atmosphäre

Anthony Watts

Die New York Times (NYT) behauptet in ihrem jüngsten Artikel von Rebecca Dzombak, „It’s Not Just Poor Rains Causing Drought. The Atmosphere Is ‚Thirstier“ [etwa: die globale Erwärmung verstärkt Dürreperioden, indem sie eine “durstigere Atmosphäre“ schafft, die dem Land mehr Feuchtigkeit entzieht]. Diese Behauptung ist falsch und wird durch Daten aus der Praxis eindeutig widerlegt. Die Vorstellung, dass eine sich erwärmende Atmosphäre immer mehr Wasser „verlangt“, verdreht einen komplexen physikalischen Prozess und, was noch schlimmer ist, ignoriert wichtige natürliche Variablen wie vulkanische Aktivität und regionale Klimatreiber, die die Dürre tatsächlich direkter beeinflussen. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass die Wasserdampfmenge in der Atmosphäre derzeit einen Rekordwert erreicht, dass Dürren regional und nicht global auftreten und dass der „atmosphärische Durst“ eher eine rhetorische Worthülse als eine wissenschaftliche Tatsache ist.

Beginnen wir mit der Semantik. Die Atmosphäre ist kein fühlendes Wesen – sie wird nicht „durstiger“. Das ist ein Begriff, der eher für eine Gatorade-Werbung* als für die Klimawissenschaft geeignet ist. Was die Forscher meinen, ist ein Anstieg der potenziellen Verdunstung, ein Konzept, das schon seit Jahrzehnten gut bekannt ist. Höhere Temperaturen können das Verdunstungspotenzial erhöhen, aber das bedeutet nicht, dass die Verdunstung immer zunimmt. Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Wolkendecke, Bodenfeuchtigkeit, Bodenbedeckung und Windgeschwindigkeit spielen eine wichtige Rolle, und diese Faktoren variieren oft unabhängig von der globalen Temperatur.

[Gatorade = ein beliebtes Erfrischungsgetränk in den USA {zu meiner Zeit dort mit einem entsetzlich aufdringlichen Werbespot} A. d. Übers.]

Noch entscheidender ist, dass in dieser Darstellung eine der bedeutendsten Injektionen von Wasserdampf in die Atmosphäre in der jüngeren Geschichte bequemerweise ausgelassen wird: der Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Haʻapai im Januar 2022. Laut einer Studie, veröffentlicht 2022 in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters, wurden bei dem Ausbruch etwa 146 Teragramm (146 Millionen Tonnen) Wasserdampf in die Stratosphäre geschleudert – genug, um den globalen Wasserdampf in der Stratosphäre um 10 % zu erhöhen. Damit wurde ein massiver, noch nie dagewesener Anstieg des stratosphärischen Wasserdampfs durch ein natürliches vulkanisches Ereignis dokumentiert – ein Ereignis, das unbedingt in jede ehrliche Diskussion über die aktuelle atmosphärische Feuchtigkeit und die so genannten „durstigeren“ Dürremodelle einbezogen werden sollte.

[Hervorhebung im Original]

Der Wasserdampf-Eintrag des Hunga Tonga ist in den Daten von Copernicus deutlich zu erkennen, wie die folgende Graphik zeigt:

Graphik: Jährliche Anomalien der durchschnittlichen Wasserdampfmenge in der Gesamtsäule über dem Gebiet 60°S-60°N im Vergleich zum Durchschnitt des Referenzzeitraums 1992-2020. Die Anomalien werden als Prozentsatz des Durchschnitts von 1992-2020 ausgedrückt. Daten: ERA5. Quelle: C3S/ECMWF.

Das ist kein unbedeutender Ausrutscher, und die NYT-Idee einer „durstigeren“ Atmosphäre ist damit völlig aus der Luft gegriffen. Wasserdampf ist das stärkste Treibhausgas, und dieser plötzliche Zustrom hat einen erheblichen Einfluss auf die kurzfristige atmosphärische Dynamik, einschließlich regionaler Niederschlagsmuster und, ja, Trockenheit. Komisch, dass die NYY dieses natürliche Ereignis nicht erwähnt, das ihrer Darstellung einen Strich durch die Rechnung macht.

Außerdem stützt sich der NYT-Artikel stark auf eine modellbasierte Studie, die versucht, den „atmosphärischen Durst“ bis ins Jahr 1901 zurückzurechnen. Aber hier ist der Haken: Modelle sind nur so gut wie die Annahmen und Daten, die man in sie einspeist. Der Sechste Sachstandsbericht (AR6) des IPCC stellt in Kapitel 12 eindeutig fest, dass es „ein geringes Vertrauen in den menschlichen Einfluss auf die weltweit beobachteten Veränderungen bei meteorologischen Dürren gibt“ (IPCC AR6 Kapitel 12, Abschnitt 12.3.2). Der IPCC – der angebliche Goldstandard des Klimakonsens‘ – distanziert sich ausdrücklich davon, Dürren auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückzuführen. Doch die NYT lässt auch dieses Detail bequemerweise aus.

Anstatt dass der Klimawandel einen langfristigen Trend zu zunehmenden Dürren verursacht, berichtet der IPCC mit „hohem Vertrauen“, dass die Niederschläge in den mittleren Breitengraden der nördlichen Hemisphäre (einschließlich der Vereinigten Staaten) in den letzten 70 Jahren zugenommen haben, und die Agentur äußert „geringes Vertrauen“ in Bezug auf negative Trends weltweit. Das „durstigere“ Klima lässt also mehr Niederschlag auf die Erde zurückfallen, was zu weniger „durstigem“ Boden führt. Man kann nicht beides haben: Wenn die Erde mehr Regen abbekommt, kann sie nicht austrocknen – und die jahrelangen Dürre-Daten zeigen, dass das tatsächlich auch nicht der Fall ist.

Dürre ist ein regionales Phänomen, das von lokalen Wettermustern, Meeresströmungen wie ENSO (El Niño-Southern Oscillation) und natürlichen Schwankungen bestimmt wird, nicht von einer imaginären globalen „Dürre-Maschine“. Wie die Zusammenfassung bei Climate at a Glance des Heartland Institute zeigt, stützen die Daten aus den USA und aus globalen Quellen nicht die Behauptung, dass Dürreperioden historisch beispiellos geworden sind. Eine von Fachleuten begutachtete Studie ergab, dass die intensivsten globalen Dürren der letzten 120 Jahre Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts auftraten, lange vor dem jüngsten Anstieg der CO₂-Emissionen.

Auch wenn der NYT-Artikel von einer 74-prozentigen Zunahme der von Dürre betroffenen Gebiete zwischen 2018 und 2022 spricht, ist diese Statistik nichts weiter als eine kurzfristige Momentaufnahme, die von Faktoren wie La-Niña-Ereignissen, verringerter Sonnenaktivität und – wieder einmal – dem Tonga-Ausbruch beeinflusst wird. Das Herauspicken kurzer Zeiträume ist ein Markenzeichen des Klimaalarmismus‘. Hätte man den Datensatz um die Dust Bowl der 1930er Jahre oder schwere Dürren in den 1950er Jahren oder sogar um die Daten der letzten 30 Jahre erweitert, wäre in den Daten kein zunehmender Trend der von Dürre betroffenen Gebiete zu erkennen.

Die NYT geht auch davon aus, dass sich der angebliche Anstieg des atmosphärischen Wasserdampfs allgemein negativ auf das menschliche Leben auswirken wird. Höhere Kohlendioxid-Konzentrationen und eine mäßige Erwärmung haben jedoch zu längeren Vegetationsperioden und einer verstärkten Kohlendioxid-Düngung geführt, was die Ernteerträge drastisch erhöht und die Widerstandsfähigkeit von Nutzpflanzen gegen Trockenheit verbessert hat. Ein anthropogener Anstieg des Wasserbedarfs ist nicht auf den Klimawandel zurückzuführen, sondern auf das Bevölkerungswachstum, das mit einem erhöhten Wasserverbrauch in der Landwirtschaft und in den Städten einhergeht. Der steigende Wasserbedarf kann durch Anpassung gedeckt werden – nicht durch Hysterie. Wie in dem NYT-Artikel erwähnt wird, modernisieren einige Landwirte ihre Bewässerungssysteme. Das ist gut. Aber die Notwendigkeit einer Modernisierung der Bewässerungssysteme auf den Klimawandel zu schieben, ist so, als würde man einen neuen Reifensatz auf die Existenz von Straßen schieben.

Schließlich wird uns gesagt, dass sich der Trend fortsetzen wird“ – wiederum auf der Grundlage von Modellprojektionen, die nicht geprüft sind und nicht auf beobachteten Trends basieren. Aber die Geschichte hat uns gezeigt, dass die Natur den Klimamodellen oft widerspricht. Anfang der 2000er Jahre sagten Wissenschaftler für Kalifornien eine dauerhafte Dürre (die so genannte „Klima-Aridifizierung“) voraus, doch nur ein Jahrzehnt später erlebte der Staat rekordverdächtige Regenjahre*. Die Natur ist variabel, nicht linear.

[*Vgl. hierzu auch die Berichte über außerordentliche Schneemassen in den kalifornischen Gebirgen in den „Kältereports“ der letzten zwei Jahre. A. d. Übers.]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der NYT-Artikel ein meisterhaftes Beispiel dafür ist, wie natürliche Schwankungen und fragwürdige Modellierungen in eine schlagzeilenträchtige Klimakrisengeschichte verwandelt werden. Indem sie regionale Dürren den globalen Temperaturtrends zuschreiben und die Atmosphäre als „durstig“ vermenschlichen, lassen sie wissenschaftliche Strenge zugunsten einer sensationellen Geschichte fallen. Um ihren Fehler noch zu verschlimmern, ignoriert die NYT gegenteilige Daten zu Niederschlägen, langfristigen Dürren und sogar die vorsichtige Formulierung des IPCC bezüglich der Zuschreibung von Dürren.

Wenn Nachrichtenagenturen auf Metaphern über „durstige Himmel“ zurückgreifen und sachliche Erklärungen eklatant auslassen, informieren sie nicht – sie indoktrinieren. Eine ehrliche Klimaberichterstattung erfordert viel weniger Prosa und viel mehr Bezugnahme auf die Kennzeichen der wissenschaftlichen Methode: verfügbare Daten und überprüfbare Aussagen.

Anthony Watts is a senior fellow for environment and climate at The Heartland Institute. Watts has been in the weather business both in front of, and behind the camera as an on-air television meteorologist since 1978, and currently does daily radio forecasts. He has created weather graphics presentation systems for television, specialized weather instrumentation, as well as co-authored peer-reviewed papers on climate issues. He operates the most viewed website in the world on climate, the award-winning website wattsupwiththat.com.

Link: https://climaterealism.com/2025/06/the-new-york-times-big-lie-about-the-atmosphere-being-thirstier/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Batterien – jetzt bekannt als „virtuelle Kraftwerke“

Graham Pinn

In ihrem Bemühen, die Stromversorgung zu stabilisieren, setzt die NSW-Labor-Regierung* auf Batterien. Die Anreize (auch Subventionen genannt) wurden für Haushalte mit (subventionierten) Solaranlagen von 800 auf 1500 Dollar erhöht, um neue, an das Netz angeschlossene Batterien zu installieren. Dies wird nun eindrucksvoll als virtuelle Kraftwerke (VPP) bezeichnet und ermöglicht es den Energieunternehmen, auf die heimische Stromversorgung zuzugreifen, um das Netz „zukunftssicher“ zu machen.

[*NSW = New South Wales, Australien. A. d. Übers.]

Das Problem der intermittierenden nächtlichen Stromerzeugung in Privathaushalten wurde durch die Speicherung in Hausbatterien gelöst, deren Kosten sich derzeit auf etwa 10.000 Dollar pro Haus belaufen, hinzu kommen weitere 1500 Dollar (ca. 840 €) für einen Wechselrichter, der Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Im Falle eines Stromausfalls würde eine typische Batterie das Haus 36 Stunden lang mit Strom versorgen. Die Lebensdauer dieser Batterien ist begrenzt und beträgt in der Regel 5 bis 15 Jahre. Für diejenigen, die es sich leisten können, mag das ausreichen, für Haushalte oder Unternehmen, die derzeit auf die immer teurer werdende Stromversorgung durch Kraftwerke angewiesen sind, bedeutet es jedoch zusätzliche Kosten.

Derzeit sind etwa vier Millionen Haushalte mit Solarenergie ausgestattet; der Rat für saubere Energie gibt an, dass 200.000 davon Batterien haben, und SunWiz schätzt, dass 15 % davon VPPs haben. Nach meiner Schätzung sind das 30.000 VPP, weit entfernt von einer sinnvollen Unterstützung. Die Kontrolle der Batterien würde bedeuten, dass nur bei Bedarf ins Netz eingespeist wird, wodurch die starken Schwankungen der Großhandelspreise für Strom verringert würden, aber auch die Rendite für die Batteriebesitzer.

Ein weiteres Problem ist die Brandgefahr; diese Lithiumbatterien haben Brände in Elektrofahrzeugen und Hausbatterien verursacht; mehrere Transportschiffe, die Elektrofahrzeuge transportierten, sind in Brand geraten und gesunken, zuletzt in diesem Monat Juni 2025. Einige Marken von Haushaltsbatterien wurden aufgrund von Sicherheitsbedenken zurückgerufen.

Statistiken von NSW aus dem Jahr 2024 zeigen, dass sich jeden Tag irgendwo im Bundesstaat ein Batteriebrand ereignet, der mit der Nutzung zunimmt. Obwohl dies in erster Linie bei billigen Motorroller-Batterien auftritt, werden etwa 40 Brände pro Jahr durch Hausbatterien verursacht, und einige Marken wurden vom Markt genommen. Das Problem bei allen Lithiumbatterien ist, dass sich deren Brände nur schwer eindämmen lassen, was oft zu großen Schäden in den Wohnungen führt.

Die neuen Akkus wiegen zwischen 300 und 600 kg. Nassbatterien, die für Boote und Autos verwendet werden, werden größtenteils recycelt; Lithiumbatterien in Geräten (in den USA etwa 3 Milliarden pro Jahr) landen auf der Mülldeponie, wo sie schließlich platzen und Kadmium, Nickel und Aluminium auslaufen; trotz der zunehmenden Knappheit dieser Stoffe werden derzeit nur 10 % recycelt.

Der australische Mineralienrat schätzt, dass bis 2030 50 neue Lithiumminen, 60 neue Nickelminen und 17 neue Kobaltminen für die künftige weltweite Nachfrage nach Batteriespeichern benötigt werden. Die Genehmigung der erforderlichen neuen Minen ist mit Umwelt- und Denkmalschutzproblemen behaftet, und neue Investitionen werden durch zunehmende staatliche Risiken erschwert.

Bis 2026 werden sich schätzungsweise 130.000 Tonnen Batterien angesammelt haben, bis 2030 werden zehn Millionen Tonnen Batterien zu Müll werden und ersetzt werden müssen. Bis 2050 werden Solarpaneele die Menge an Plastikmüll verdoppeln.

Das jüngste Projekt in Queensland, das den Bau von zwei weiteren Wasserkraftwerken und die Umgestaltung des Netzes vorsah, wurde von der neuen Koalitionsregierung gestrichen; bizarrerweise ist es notwendig geworden, Kohle als Ersatz für die intermittierende Stromversorgung zu subventionieren. Mit der voraussichtlichen Schließung der Kohlekraftwerke wurde die Wartung heruntergefahren, und es kommt zu immer mehr Ausfällen; der jüngste in Yallourn, das 20 % des Stroms in Victoria liefert. Sie gefährden das Stromnetz des Staates – und der Winter hat gerade erst begonnen!

Die gestiegenen Stromkosten in der Produktion führen dazu, dass Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, in Länder, die billigeren Kohlestrom verwenden, ohne dass dies der weltweiten CO₂-Reduzierung zugute käme, im Gegenteil, sie nimmt zu. Die Batterien werden mit zunehmendem Alter schwächer, nach 10 Jahren um etwa 30 %, was regelmäßige Austausch- und Entsorgungsprobleme bedeutet, und die Zahl der für die Versorgungssicherheit benötigten Batterien ist astronomisch.

Victoria hat Pläne für eine riesige Batterieanlage in einem Vorort von Melbourne, die ursprünglich 1,1 Millionen Haushalte versorgen sollte und 200.000 Haushalte vier Stunden lang mit Strom versorgen wird. Da die Kohle stillgelegt wird und die Windenergie sich nicht entwickelt, gibt es Probleme, wenn nicht auf Gas zurückgegriffen wird; dort werden ab Ende 2025 Engpässe vorausgesagt.

Südaustralien, das auf erneuerbare Energien und Energieimporte angewiesen ist, ist am meisten von Stromausfällen bedroht. Die 90 Millionen Dollar teure Tesla-Großbatterie verfügt über eine Speicherkapazität von 100 MWh, genug, um den Staat eine Stunde lang mit Strom zu versorgen. Es ist üblich, dass Wind- und Solar-„Energiedürren“ mehrere Tage andauern; es gibt eine zwischenstaatliche Backup-Verbindung, um Strom aus zuverlässigeren Quellen zu liefern – vorausgesetzt, diese existieren noch. Eine ähnliche Batterie, die für eineinhalb Tage reicht, würde 7,2 TWh Strom, 72.000 ähnliche Batterien und 6,5 Billionen Dollar kosten – Kernkraft ist wesentlich billiger!!!

New South Wales baut eine große 850-MWh-Batterie am stillgelegten Kohlekraftwerk Munmorah; das US-Unternehmen, das chinesische Ausrüstung für dieses und zwei Projekte in Queensland liefert, läuft Gefahr, aufgrund der neuen Trump’schen Vorschriften zu scheitern. In den USA ist die Lage noch unsicherer, da die Demokraten ihre Subventionen für Solar- und Batteriesysteme zurückgezogen haben; Sunnova, eines der größten US-Unternehmen für Solardachanlagen, ist bereits in finanziellen Schwierigkeiten und nun zusammengebrochen.

Das jüngste, von Energieminister Bowen vorgeschlagene Programm mit dem grandiosen Namen Nationale Energieleistungsstrategie zum Schnäppchenpreis von 15 Milliarden Dollar soll bis 2050 angeblich 18 Milliarden Dollar einsparen. Sie verlangt lediglich, dass die Haushalte 120 Milliarden Dollar für Solaranlagen und 240 Milliarden Dollar für Batterien zur Unterstützung des Netzes ausgeben – das klingt nicht nach billigem Strom. Während jährlich 6 GWh gespeichert werden müssen, um das für 2030 geplante Ziel zu erreichen, wurden 2023 nur 2,2 GWh zugebaut, und für neue Projekte wurden Turbinen mit 2,4 GW genehmigt, die ohne Speicherung keine Energiestabilität erreichen werden.

Ohne Batteriespeicher, die mindestens 48 Stunden halten, muss die Notstromerzeugung für diese Zeit das gesamte Netz versorgen, was bedeutet, dass wir immer noch die gesamte nicht erneuerbare Energieversorgung benötigen – warum also verdoppeln? Die neueste Batterie im Kohlekraftwerk Eraring wird von Origin Energy als die größte abschaltbare Kapazität in der südlichen Hemisphäre beschrieben, nämlich 700 MWh; das klingt beeindruckend, würde aber nur vier Stunden lang funktionieren, bevor sie erschöpft ist. Das ist die Realität der Batterien: Sie reichen nicht aus, um längere Flauten bei den erneuerbaren Energien zu überbrücken, weshalb ein alternatives, mit fossilen Brennstoffen betriebenes Reservegasnetz wichtig bleibt.

Der jüngste VPP-Plan würde eine riesige Anzahl von Heimspeicherbatterien erfordern, um das Netz aufrechtzuerhalten. Um den großen Plan von Chris Bowen zu verwirklichen, müssten für zusätzliche Solarparks mehr als 120.000 Quadratkilometer Land genutzt werden (die Hälfte der Fläche von Victoria), was zu einem Verlust von Umwelt und Lebensraum führen würde, und auch einige der 4 % Ackerland würden wegfallen; jeden Tag müssten 22.000 neue Paneele installiert werden. Außerdem werden fast 5000 km² für Windparks benötigt, mit einer Rate von 40 Turbinen pro Monat, zusätzlich zu den Offshore-Windparks, die alle 15-20 Jahre ersetzt werden müssen, und zusätzlich 10.000 km Übertragungsleitungen. Die derzeitige Ausbaugeschwindigkeit beträgt nur ein Zehntel dessen, was zur Erreichung des Ziels für 2030 erforderlich ist.

Angesichts des bevorstehenden kalten Winters und der Tatsache, dass die fossile Stromerzeugung nicht aufrechterhalten werden kann, werden wir in Zukunft immer mehr Strom benötigen, um unseren EV-, KI- und Ökoenergie-„Supermacht“-Status zu erhalten. Vielleicht sollten wir das Undenkbare tun und dem Rest der Welt ins Zeitalter der Kernkraft folgen.

Dr. Graham Pinn is a retired consultant physician. His career included time in the military, working for overseas aid, and in the public hospital system in Australia. He has lived and worked in 10 different countries, in Europe, the Middle East, Indian and Pacific Oceans, experiencing different cultures and life expectations.

Link: https://saltbushclub.com/2025/06/18/batteries-as-virtual-power-plants/#more-2967

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




UK: Zwei-Milliarden-Pfund-Wasserstoff-Kraftwerk gestrichen

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Der Telegraph berichtet über den jüngsten Rückschlag für die grüne Betrugs-Industrie:

Der weltgrößte Wasserstoffproduzent hat seine Pläne zum Bau einer 2 Milliarden Pfund teuren Fabrik für grüne Energie in Großbritannien aufgegeben und damit dem Versuch der Regierung, ausländische Investitionen anzuziehen, einen Schlag versetzt.

Das US-amerikanische Unternehmen Air Products hat das geplante Projekt für grünen Wasserstoff in Humberside wegen angeblicher Verzögerungen durch die Regierung zurückgezogen, während die Unternehmensleitung das „mangelnde Engagement“ der Minister angriff.

Air Products hatte vor drei Jahren erstmals Einzelheiten zu der geplanten Anlage in Immingham bekannt gegeben, die importiertes Ammoniak in grünen Wasserstoff umwandeln und rund 3000 Menschen beschäftigen sollte.

Damals erklärte das Unternehmen, es befinde sich in „positiven Gesprächen“ mit Ministern und Beamten und gelobte, „einen wichtigen Beitrag zu den Plänen der Regierung zu leisten, um Großbritannien zu einem weltweit führenden Unternehmen für kohlenstoffarmen Wasserstoff zu machen“.

In einem Brief an Martin Vickers, Tory-Abgeordneter für Immingham, den die Times einsehen konnte, teilte Air Products jedoch mit, dass das Unternehmen aus Protest gegen die mangelnde Unterstützung durch die Minister aus dem Projekt aussteigt.

Suzanne Lowe, die Chefin des Unternehmens in UK schrieb: „Die derzeitige Regierungspolitik unterstützt eine Reihe von Verfahren zur Herstellung von blauem und grünem Wasserstoff, schließt aber ausdrücklich die Wasserstoffherstellung aus importiertem erneuerbarem Ammoniak aus.

Die Entscheidung, wichtige Unterstützungsmaßnahmen für unseren Wasserstoffproduktionsweg nicht zu öffnen, lässt uns keinen gangbaren Weg zum Bau und Betrieb einer großtechnischen Wasserstoffproduktionsanlage in Großbritannien.“

Die Entscheidung bedeutet das Ende des Projekts, für das im Februar scheinbar grünes Licht gegeben wurde, als die Baugenehmigung für ein dazugehöriges Terminal erteilt wurde.

Allerdings hat Air Products das Projekt nur wenige Monate nach dem Ausstieg aus drei weiteren grünen Wasserstoffanlagen in den USA zurückgezogen.

https://www.msn.com/en-gb/money/other/hydrogen-giant-abandons-2bn-british-factory-plans-labour-refused-to-back/ar-AA1GRxBr

Um es ganz klar zu sagen: Wenn sie das Wort „Fördermaßnahmen“ benutzen, meinen sie in Wirklichkeit Subventionen.

Wenn es einen funktionierenden Markt für ihr Produkt gäbe, würden sie ihre Fabrik sowieso bauen. Dies wird durch die Tatsache bestätigt, dass sie sich auch aus den Wasserstoffwerken in den USA zurückgezogen haben.

Die ganze Sache ist sowieso ein riesiger Schwindel. Sie verwenden unsinnige Worte wie „grüner Wasserstoff“, aber wie wird ihr Ammoniak-Rohstoff überhaupt hergestellt?

Die einzige Massenproduktion von Ammoniak erfolgt nach dem Haber-Bosch-Verfahren, bei dem Stickstoff und Wasserstoff kombiniert werden. Die einzige Massenquelle für Wasserstoff ist natürlich die Dampfreformierung von Erdgas, ein Prozess, der zu massiven CO₂-Emissionen führt!

In dieser verkehrten Welt von Net Zero stellen wir also Wasserstoff aus Erdgas her, wobei viel CO₂ ausgestoßen wird, und kombinieren ihn dann in einem weiteren energieintensiven Prozess mit Stickstoff, um Ammoniak herzustellen. Dieser wird dann um die halbe Welt transportiert, wo der Wasserstoff in einem weiteren energieintensiven Prozess wieder aufgespalten wird, damit wir ihn genauso verbrennen können, wie wir es mit dem Erdgas getan hätten!

Aber anscheinend wird dadurch der Planet gerettet. Ich schätze, sogar der verrückte Miliband hat diesen Schwindel durchschaut!

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/19/2-billion-uk-hydrogen-plant-cancelled/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Schmelzen des antarktischen Eisschilds führt zu großflächiger Abkühlung und Meereisausdehnung

Kenneth Richard

Wissenschaftler haben entgegen der Intuition festgestellt, dass ein schmelzender antarktischer Eisschild die globale Erwärmung abmildern kann.

Das erwartete beschleunigte Abschmelzen des antarktischen Eisschildes (AIS) wird dazu führen, dass in den nächsten hundert Jahren enorme Mengen an Süßwasser in den Südlichen Ozean (SO) gelangen werden.

Laut einer neuen Studie, die sich auf eine Reihe von SOFIA-Modellen (Southern Ocean Freshwater Input from Antarctica) stützt, wird ein schmelzender AIS den SO und die Antarktis abkühlen (letztere um 1°C oder mehr) und zu einer weiteren Ausdehnung des Meereises auf der Südhalbkugel führen.

Genauer gesagt wird sich die gesamte Region zwischen 40 und 70°S im nächsten Jahrhundert infolge des Abschmelzens des antarktischen Eisschildes um ~0,7°C abkühlen und das Meereis wird sich um etwa 2 Millionen km² ausdehnen (siehe Abbildung S1 der Studie). Der Hauptautor hat bereits 2022 eine Arbeit veröffentlicht, die belegt, dass „die Meerestemperatur des Südlichen Ozeans (50°S-70°S) im Zeitraum 1982-2020 einen signifikanten und robusten Abkühlungstrend aufweist“, so dass der Abkühlungstrend bereits seit über 40 Jahren anhält.

Die Autoren der vorliegenden Studie behaupten, dass die Reaktion auf die zunehmende Ausdehnung des antarktischen Meereises und die Abkühlung der Ozeanoberfläche globale Auswirkungen auf die Atmosphäre hat, und nicht nur lokale oder regionale Auswirkungen. Die Auswirkungen der SO-Kühlung umfassen insbesondere (a) eine Verringerung der globalen Erwärmungsrate, (b) eine troposphärenweite Abkühlung, (c) eine Abkühlung des östlichen tropischen Pazifiks, (d) eine Verzögerung der erwarteten Abschwächung der AMOC, (e) eine Verschiebung der ICTZ (innertropischen Konvergenzzone) nach Norden und (f) eine „Abschwächung des Jetstreams an seiner äquatorwärts gerichteten Flanke in beiden Hemisphären“.

Mit anderen Worten: Der Schlüssel zur Verringerung des „Problems“ der globalen Erwärmung und ihrer mutmaßlichen Nebenwirkungen könnte darin liegen, ein beschleunigtes Abschmelzen der AIS im nächsten Jahrhundert zu bejubeln (oder darauf zu hoffen).

„Da die meisten dieser Reaktionen entgegengesetzt zu den Prozessen der globalen Erwärmung wirken, die in Modellexperimenten ohne antarktisches Süßwasser diagnostiziert wurden, unterstützen unsere Ergebnisse die Vorstellung einer potenziellen Verzögerung des anthropogenen Klimawandels durch SO [Southern Ocean] Prozesse.“

Denjenigen, die behaupten, dass ein beschleunigtes Abschmelzen des antarktischen Eisschildes in Zukunft zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen wird, halten Wissenschaftler entgegen, dass sich dieses „Problem“ auch selbst korrigieren könnte.

Laut IPCC und Klimamodellen würde die Erwärmung der Antarktis (die in den letzten 70 Jahren nicht stattgefunden hat) dem antarktischen Eisschild mehr Niederschlag und damit Eismasse zuführen (IPCC AR4, Krinner et al., 2007, Palerme et al., 2017). Die wärmungsbedingte Ausdehnung der Eismasse trägt zu einer Verringerung des Beitrags der Antarktis zum Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 bei. Genauer gesagt, verringert eine Erwärmung der Antarktis den Meeresspiegelanstieg um -1,2 mm/Jahr.

Eine Erwärmung der Antarktis führt also zu einer Zunahme der Eismasse und einer Verringerung des Meeresspiegelanstiegs, während ein schmelzender Eisschild zu einer weit verbreiteten Abkühlung und einer Zunahme des Meereises führt. In beiden Fällen verliert die alarmistische Darstellung.

Quelle: IPCC AR4

 

Link: https://notrickszone.com/2025/06/16/new-study-antarctic-ice-sheet-melt-will-lead-to-widespread-cooling-sea-ice-expansion/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




USA: Net Zero kollabiert!

Steve Goreham, MasterResource

Von New York bis Kalifornien brechen die Träume der US-Bundesstaaten von erneuerbaren Energien zusammen. Die Stromnachfrage steigt, während die US-Regierung die Mittel und die Unterstützung für Wind- und Solarenergie sowie für Netzbatterien kürzt. Erneuerbare Energien können nicht genug Strom liefern, um die Revolution der künstlichen Intelligenz zu unterstützen. Die Umstellung auf „Net Zero“-Strom scheitert in den Vereinigten Staaten.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben die Regierungen der US-Staaten Maßnahmen ergriffen, die darauf abzielen, Kohle- und Erdgaskraftwerke durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen. Dreiundzwanzig Staaten haben Gesetze oder Durchführungsverordnungen erlassen, um bis 2050 auf 100 % Netto-Null-Strom umzustellen. Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen, Solaranlagen und Dachanlagen sowie netzgebundene Batterien wurden von den Staaten und den meisten Bundesbehörden stark gefördert.

Der New York State Climate Action Scoping Plan von 2022 forderte einen Anteil von 70 % erneuerbarer Energie bis 2030 und 100 % bis 2040. Im Jahr 2024 stammten jedoch 49,7 % der Elektrizität des Staates aus Gas, gegenüber 47,7 % im Jahr 2023. Eine von Präsident Trump im Januar erlassene Durchführungsverordnung stoppte die Bundespachtverträge für den Bau von Offshore-Windenergieanlagen. New York, neun andere Ostküstenstaaten und Kalifornien setzten auf die Offshore-Windenergie, um den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung auf 100 % zu erhöhen, aber neue Offshore-Windprojekte liegen nun auf Eis.

Wind- und Solarenergie haben seit 1992 von Steuergutschriften, Darlehen und Zuschüssen des Bundes profitiert. Doch die Trump-Regierung arbeitet nun daran, die staatliche Unterstützung für diese Technologien zu kürzen. Der One Big Beautiful Bill Act (OBBB) wurde am 22. Mai vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Der Gesetzentwurf sieht die Streichung von Produktions- und Investitions-Steuergutschriften für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien vor, die später als 60 Tage nach der Verabschiedung des Gesetzentwurfs in Betrieb genommen werden, oder für Projekte, deren Bau nicht bis Ende 2028 abgeschlossen ist. Der Gesetzentwurf stoppt auch den Verkauf von Steuergutschriften für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Wenn der Senat den Gesetzentwurf verabschiedet, werden diese Maßnahmen grüne Energieprojekte abwürgen, die sich seit Jahrzehnten auf Bundesmittel verlassen haben.

Wind- und Solarbefürworter greifen das OBBB an und warnen, dass der Gesetzentwurf ein „Alptraumszenario“ für die saubere Energie in den USA schaffen würde. Die gleichen Befürworter behaupten, dass Wind- und Solarenergie die kostengünstigsten Stromerzeuger sind, fordern aber gleichzeitig, dass die enormen staatlichen Subventionen fortgesetzt werden müssen.

Neben den Kürzungen auf Bundesebene treibt die Revolution der künstlichen Intelligenz (KI) nun das nationale Stromsystem an und unterbricht die Umstellung auf erneuerbaren Strom. Microsoft, Meta, Google, Amazon und andere riesige Unternehmen bauen neue Rechenzentren und modernisieren bestehende Rechenzentren, um KI zu betreiben. KI-Prozessoren laufen seit Monaten rund um die Uhr, damit Computer wie Menschen denken können. Wenn Server zur Unterstützung von KI aufgerüstet werden, verbrauchen sie 6- bis 10-mal mehr Strom als bei der Verwendung für Cloud-Speicher und das Internet. Anfang 2024 verbrauchten Rechenzentren 4 % des Stroms in den USA, in den nächsten zehn Jahren wird ihr Verbrauch jedoch voraussichtlich auf 20 % steigen.

Künstliche Intelligenz sorgt für einen massiven Anstieg der Stromnachfrage. Jahrelang zwangen die staatlichen Gesetzgeber die Netzbetreiber, Kohle- und Erdgaskraftwerke im Zuge der Umstellung auf erneuerbare Energien zu schließen. Mehr als 200 Kohlekraftwerke wurden geschlossen. Doch nun sind viele Staaten mit einem Mangel an Stromerzeugungskapazitäten konfrontiert. Virginia hat die weltweit höchste Konzentration von Rechenzentren, deren Stromverbrauch sich bis 2040 voraussichtlich verdreifachen wird. Der Electric Reliability Council of Texas schätzt, dass die Stromnachfrage in Texas von einem Rekordwert von 85,5 Gigawatt im Jahr 2023 bis 2031 auf 218 GW steigen wird.

Im Dezember kam die North American Electric Reliability Corporation zu dem Schluss, dass in mehr als der Hälfte Nordamerikas in den nächsten zehn Jahren aufgrund der steigenden Nachfrage und der Stilllegung von Kohle- und Gaskraftwerken Stromengpässe drohen. Die Netzbetreiber schrecken nun vor der Umstellung auf Wind- und Solarenergie zurück. Die Schließung von Kohlekraftwerken wurde in Georgia, Indiana, Illinois, Tennessee, Utah, West Virginia und anderen Staaten verschoben. In Michigan und Pennsylvania werden Kernkraftwerke wieder in Betrieb genommen. Doch der große Gewinner wird Erdgas sein.

Mehr als 200 Gaskraftwerke sind geplant oder im Bau. Gaskraftwerke können in etwa drei Jahren in Betrieb genommen werden, während es bei Kernkraftwerken zehn Jahre dauert. Gaskraftwerke können in der Nähe von Städten gebaut werden, oft an ehemaligen Kraftwerksstandorten, und erfordern weniger neue Übertragungsleitungen als Wind- und Solarsysteme.

Der neueste Trend ist BYOP (bring your own power). KI-Firmen bauen ihre eigenen Gaskraftwerke zur Versorgung von Rechenzentren. Die Kapazitäten der Hersteller von Gasturbinen sind bereits seit Jahren ausverkauft. Der Anteil von Gas an der Stromerzeugung wird von 43,6 % des US-Verbrauchs im Jahr 2024 auf ein viel höheres Niveau steigen. Die KI-Stromnachfrage und der Druck auf Gas machen die Pläne der Bundesstaaten für den Übergang zu grünem Strom zunichte.

Kalifornien, Massachusetts, Michigan, New York, Texas und andere Staaten installieren netzweite Batterien, um die Schwankungen der Wind- und Sonnenenergie auszugleichen. Riesige Lithiumbatterien sollen überschüssige Wind- und Sonnenenergie speichern, wenn der Wind weht und die Sonne scheint, und dann Strom abgeben, wenn die Wind- und Sonnenenergie gering ist. Bei Lithiumbatterien handelt es sich jedoch um eine unerprobte Technologie, die sich leicht selbst entzünden kann, wodurch große Brände entstehen, die schwer zu löschen sind und die Anwohner gefährden.

In den letzten zwei Jahren kam es in Kalifornien zu vier Bränden von Netzbatterien, die jeweils in weniger als fünf Jahre alten Anlagen entstanden. Die Speicheranlage Otay Mesa in der Nähe von San Diego brannte mehr als eine Woche lang und flammte dreimal wieder auf. Die Batterieanlage in Moss Landing, südlich von Santa Cruz, fing im Januar Feuer. Vierzig Prozent von Moss Landing, einer der größten netzgekoppelten Batterieanlagen der Welt, wurden durch das Feuer zerstört. Die Anwohner haben geklagt, um die Wiederinbetriebnahme von Moss Landing zu verhindern. Auch in New York gab es in den letzten 18 Monaten drei Brände von Netzbatterien. Bei Batteriebränden werden giftige Gase freigesetzt, Evakuierungen und Schulschließungen erzwungen und Gemeinden gestört.

Darüber hinaus sind Netzbatterien sehr teuer. Um eine Wind- oder Solaranlage 24 Stunden lang zu stützen, sind Batterien erforderlich, die etwa zehnmal so viel kosten wie die Wind- oder Solaranlage selbst. Aber ohne Netzbatterien können Wind- und Solaranlagen die Stromerzeugung aus Kohle, Gas oder Kernkraft nicht ersetzen und trotzdem zuverlässig Strom liefern.

Die Kosten für Wind- und Solaranlagen sowie für Batterien beeinträchtigen die Umstellung auf erneuerbare Energien. Die Strompreise in Kalifornien, dem Epizentrum der grünen Energie [in den USA], sind in den letzten 16 Jahren um 116 % gestiegen, mehr als dreimal so stark wie der nationale Durchschnitt von 33 %. Die Strompreise für Privathaushalte in Kalifornien liegen inzwischen bei über 30 Cent pro Kilowattstunde und sind damit die zweithöchsten im ganzen Land. Connecticut, Hawaii, Massachusetts und Rhode Island vervollständigen die Top Five der höchsten US-Stromkosten – alles Staaten mit aggressiven Ökostromzielen.

Die von vielen Bundesstaaten seit mehr als einem Jahrzehnt befürwortete Umstellung auf eine Netto-Null-Stromversorgung scheitert in den Vereinigten Staaten. Wind- und Solarenergie sowie Batterien leiden unter der Streichung von Offshore-Windkraftanlagen, der Kürzung staatlicher Subventionen, der Unfähigkeit, die Nachfrage der Revolution der künstlichen Intelligenz zu befriedigen, Bränden in Netzbatterien und hohen Kosten. Ein Zusammenbruch der grünen Energie ist im Gange. Die Staaten werden gezwungen sein, zu einer vernünftigen Energiepolitik zurückzukehren.

Steve Goreham is a speaker on energy, the environment, and public policy and author of the bestselling book Green Breakdown: The Coming Renewable Energy Failure. His prior posts at MasterResource are here.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/16/net-zero-is-collapsing-in-u-s-states/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE