Samuel Furfari zu Klimakonferenzen und Klimapolitik: „Nur leeres Gerede“

Clintel Foundation

In einem aktuellen Podcast mit Tom Nelson spricht der Energieexperte Prof. Samuel Furfari über den Unsinn der COPs und der Klimapolitik im Allgemeinen. Er blickt jedoch auch vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Wenn der nächste UN-Chef aus Afrika oder Asien statt aus Europa kommt, könnte er eine pragmatischere und ‚nüchterne Vision‘ der Klimapolitik verfolgen.“

Dr. Samuel Furfari ist Professor für Energiegeopolitik und -politik und war 36 Jahre lang leitender Beamter in der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission. Er ist Autor zahlreicher Bücher; sein neuestes Werk trägt den Titel „The Truth About the COPs, 30 years of illusions“ [etwa: Die Wahrheit über die COPs: 30 Jahre Illusionen]. In diesem aktuellen Podcast mit Tom Nelson spricht Furfari über den Unsinn der COPs, aber auch über Klimapolitik im Allgemeinen.

Video:

Im Podcast reflektiert Furfari über drei Jahrzehnte internationaler Klimapolitik und bietet dabei eine kritische Perspektive, die durch sein direktes Engagement seit den frühen 1990er Jahren geprägt ist. Er führt die Ursprünge der globalen Klimapolitik auf die UN-Klimarahmenkonvention von 1992 zurück, die er als „COP Zero“ bezeichnet. Von Anfang an war es das Ziel, die CO₂-Emissionen durch jährliche Konferenzen der Vertragsparteien (COPs) zu reduzieren, doch Furfari argumentiert, dass der Prozess weitgehend daran gescheitert ist, sinnvolle Ergebnisse zu erzielen.

Merkel

Furfari beschreibt, wie die anfängliche Begeisterung für den Klimaschutz stetig wuchs, insbesondere in Europa. Deutschland spielte dabei eine führende Rolle, wobei die damalige Umweltministerin Angela Merkel dazu beitrug, die anfängliche Dynamik voranzutreiben. Im Laufe der Zeit sieht er jedoch einen Wandel vom Optimismus zur Ernüchterung. Seiner Meinung nach kam der Wendepunkt um die COP in Glasgow (2021), als Versuche, einen weltweiten Ausstieg aus der Kohle durchzusetzen, auf Widerstand großer Entwicklungsländer wie China und Indien stießen. Da COP-Beschlüsse Konsens erfordern, blockierte deren Widerstand stärkere Verpflichtungen effektiv, was Furfari dazu veranlasste, die Veranstaltung als Misserfolg zu bezeichnen.

Er weist auf eine tiefere Ironie hin, die darin liegt, dass die jüngsten COP-Konferenzen von Ländern ausgerichtet wurden, die fossile Brennstoffe fördern, wie Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Aserbaidschan. Diese Länder, so bemerkt er, seien in hohem Maße von Öl- und Gaseinnahmen abhängig, was ihre Rolle als Gastgeber von Konferenzen zur Emissionsreduzierung paradox erscheinen lasse. Er erinnert daran, dass der aserbaidschanische Präsident das Öl als „Segen Gottes“ bezeichnet habe, was die wachsende Kluft zwischen Klimaaktivismus und den Realitäten der Energieversorgung unterstreiche.

Furfari argumentiert, dass Entwicklungsländer – insbesondere in Afrika – im Laufe der Zeit ihre Haltung geändert haben. Während sie Klimaabkommen aufgrund von Versprechungen finanzieller Hilfe und Technologietransfer zunächst unterstützten, sind sie skeptischer geworden, weil diese Versprechen nicht eingehalten wurden.

Emissionen haben zugenommen

Ein zentraler Punkt in Furfaris Argumentation ist, dass die weltweiten Emissionen weiter gestiegen sind. „Seit der COP Zero haben sich die Emissionen um 66 % erhöht.“ Für ihn verdeutlicht diese Statistik die grundlegende Wirkungslosigkeit des COP-Prozesses. Er vergleicht dies mit einem CEO, der Verbesserungen verspricht, aber das gegenteilige Ergebnis liefert, und argumentiert, dass ein solches Versagen in der Privatwirtschaft nicht toleriert werden würde.

Er kritisiert zudem das, was er als eine der Klimapolitik zugrunde liegende ideologische Agenda ansieht, insbesondere das Konzept des „Degrowth“. Laut Furfari zielen einige Befürworter nicht nur darauf ab, die Emissionen zu reduzieren, sondern auch das Wirtschaftswachstum und sogar die Bevölkerungszahl zu begrenzen. In diesem Zusammenhang stellt er die Kernenergie als eine vernachlässigte Lösung dar und argumentiert, dass sie reichlich und zuverlässige Energie biete, aber abgelehnt werde, weil sie das Ziel der Begrenzung des Energieverbrauchs untergrabe.

Was die Zukunft der Energie angeht, räumt Furfari ein, dass synthetische Kraftstoffe letztendlich eine Rolle spielen könnten, insbesondere wenn die fossilen Brennstoffe erschöpft sind. Er betont jedoch, dass sie aufgrund der derzeitigen Kosten unrentabel seien: „Solange wir noch über Öl und Gas verfügen, wird niemand so viel Geld für die Herstellung eines synthetischen Kraftstoffs ausgeben.“ Er unterstreicht, dass die Realitäten des Marktes und nicht politische Ambitionen die Energiewende bestimmen werden.

Die Diskussion berührt auch institutionelle Veränderungen, insbesondere die Internationale Energieagentur (IEA). Ursprünglich gegründet, um nach den Ölkrisen der 1970er Jahre die Energiesicherheit zu gewährleisten, hat sich die IEA nach Furfaris Ansicht in Richtung Klimapolitik und Förderung erneuerbarer Energien verlagert. Er kritisiert diesen Wandel als ideologisch und verweist auf den jüngsten Druck seitens US-amerikanischer Regierungsvertreter, den Fokus wieder auf die Energiesicherheit zu richten.

Wind und Solar

Furfari steht den erneuerbaren Energien ebenso kritisch gegenüber und argumentiert, dass Wind- und Solarenergie nach wie vor stark von Subventionen abhängig sind und nur einen geringen Anteil an der weltweiten Energieversorgung haben. Er ist der Ansicht, dass diese Branchen ohne staatliche Unterstützung zusammenbrechen würden. Diese Sichtweise erstreckt sich auch auf seine Analyse großer Energiekonzerne wie BP, die seiner Meinung zufolge nach erfolglosen Vorstößen in den Bereich der erneuerbaren Energien wieder auf Öl und Gas zurückgreifen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die sich wandelnde Machtdynamik innerhalb der COPs. Furfari weist darauf hin, dass die fossile Brennstoffindustrie und Entwicklungsländer zunehmend Einfluss gewinnen und die Dominanz europäischer NGOs und Aktivisten verdrängen. Er beschreibt diesen Wandel metaphorisch: „Der Kuckuck hat das Nest der Aktivisten eingenommen.“ Infolgedessen sieht er in den jüngsten Diskussionen weniger „Propaganda“ und mehr Realismus.

Furfari kritisiert zudem den Umfang und den Spektakelcharakter moderner COP-Konferenzen, die mittlerweile Zehntausende von Teilnehmern anziehen. Er stellt deren Wert in Frage und argumentiert, dass die Verhandlungen letztlich von einer kleinen Gruppe von Beamten geführt werden, während andere nur aus Gründen der Sichtbarkeit oder zum Networking teilnehmen. Er tut einen Großteil der Aktivitäten als „bloßes Bla-Bla“ ab und deutet an, dass die Konferenzen eher zu einer Show als zu produktiven Veranstaltungen geworden sind.

Afrika

Mit Blick auf die Zukunft äußert Furfari die Hoffnung, dass künftige globale Führungskräfte der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Zugang zu Energie Vorrang einräumen werden, insbesondere in ärmeren Regionen. Er zeigt sich vorsichtig optimistisch hinsichtlich des Nachfolgers von António Guterres (der noch in diesem Jahr gewählt wird), dessen Amtszeit er wegen seiner alarmistischen Klimarhetorik kritisiert. „Wenn der nächste UN-Chef aus Afrika oder Asien statt aus Europa kommt, könnte er eine pragmatischere und ‚nüchterne Vision‘ der Klimapolitik verfolgen.“ Er betont, dass Wohlstand von der Verfügbarkeit von Energie abhängt, und erklärt, dass die Verbesserung der Lebensqualität einen höheren Energieverbrauch erfordert. Besonders besorgt ist er um Afrika, wo große Teile der Bevölkerung nach wie vor keinen zuverlässigen Stromanschluss haben.

Zusammenfassend vertritt Furfari eine zutiefst skeptische Sicht auf die internationale Klimapolitik und argumentiert, dass diese ineffektiv, ideologisch motiviert und losgelöst von den wirtschaftlichen Realitäten sei. Er fordert einen pragmatischeren Ansatz, der sich auf Entwicklung, Energiesicherheit und technologischen Fortschritt konzentriert, anstatt auf ehrgeizige, aber seiner Ansicht nach unerreichbare Emissionsziele.

Link: https://clintel.org/samuel-furfari-on-cops-and-climate-policy-just-blah-blah/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 13 /2026

Meldungen vom 24. April 2026:

„Globale Erwärmung”? Nicht in dieser Darstellung

Der März 2026 lieferte kein einheitliches „Signal für die globale Erwärmung“, wie Aktivistenkreise glauben machen wollen. Der Monat war von Gegensätzen geprägt, wie es bei allen Monaten der Fall ist.

Tatsächlich tendiert die Gesamtfarbe des Planeten im Vergleich zum 10-Jahres-Durchschnitt eher ins Blaue:

Während im Westen der USA und im Fernen Osten Russlands vereinzelte Gebiete mit ungewöhnlicher Wärme vorherrschten, erlebten praktisch ganz Kanada und Alaska einen historisch kalten Monat.

Zentralasien zitterte, wobei sich ein breiter Kältegürtel über Kasachstan bis nach China und Indien erstreckte.

Ansonsten lagen die Temperaturen auf weiten Teilen der Erde unter dem Normalwert. In Afrika war es größtenteils kühl. In Südamerika ebenfalls. Auch in weiten Teilen Australiens war es ungewöhnlich kalt, insbesondere in den zentralen Regionen.

Dies ist kein synchronisiertes Muster der globalen Erwärmung – wie es die Mainstream-Medien für März 2026 darstellten. Vielmehr handelt es sich um eine Umverteilung und Konzentration der Wärme auf drei Hauptregionen (die dritte ist Europa), angetrieben durch Veränderungen in der Zirkulation, Schwankungen im Ozean und saisonale Dynamik. Überall sonst war es überwiegend kühl.

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Zweimal in drei Jahren? Über die Behauptung zum Polarwirbel mit einer Wahrscheinlichkeit von „1 zu 250“

Im März 2024 berichtete das Met Office von einer seltenen Konstellation in der Stratosphäre: drei plötzliche stratosphärische Erwärmungen innerhalb eines einzigen langen Winters, was es als ein „einmal in 250 Jahren auftretendes Ereignis“ einschätzte.

Doch genau dieses Muster scheint sich nun in den Jahren 2025–26 zu wiederholen. Neueste NCEP-Daten zeigen erneut drei deutliche Störungen des Polarwirbels innerhalb einer Saison.

Zwei Vorkommnisse innerhalb von drei Wintern stehen im Widerspruch zu einer 250-Jahres-Erwartung.

Im Jahr 2024 wurde El Niño als Teil der Erklärung herangezogen. Er kann die Wahrscheinlichkeit einer Störung in der Stratosphäre erhöhen. Dieses Argument lässt sich jedoch nicht auf die Jahre 2025–26 übertragen. Das Jahr 2025 begann mit einem kurzen, schwachen La Niña-Ereignis und ging anschließend in ENSO-neutrale Bedingungen über. Es gibt kein El-Niño-Signal, auf das man sich stützen könnte.

Daher richtet sich die Aufmerksamkeit auf andere Faktoren.

Der Ausbruch des Hunga Tonga sticht hervor.

Er schleuste eine gewaltige, rekordverdächtige Menge an Wasserdampf in die Stratosphäre und veränderte damit die Temperaturstruktur und das Wellenverhalten in Höhen, in denen sich der Polarwirbel bildet und entwickelt.

Hunga Tonga spielte wahrscheinlich eine Schlüsselrolle, aber die Sonnenaktivität ist ein weiterer Faktor. Veränderungen der Sonnenaktivität wirken sich auf die obere Atmosphäre aus und können die Dynamik der Stratosphäre beeinflussen. Es wird angenommen, dass eine geringere Sonneneinstrahlung den Jetstream schwächt und eine stärker meridionale (wellige) Strömung begünstigt, was die Wahrscheinlichkeit von Zusammenbrüchen des Polarwirbels erhöht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/comeback-winter-for-eastern-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 1. Mai 2026:

Belgien stoppt den Rückbau von Kernkraftwerken

Belgiens Stilllegung seiner Kernkraftwerke wurde gestoppt. Die Regierung hat mit Engie eine Absichtserklärung über eine vollständige Übernahme durch den Staat unterzeichnet.

Jahrelang folgte Belgien dem grünen Drehbuch: zuverlässige Kernkraftwerke stilllegen und auf wetterabhängige Energie setzen. Doch die Realität hat nun einen abrupten Rückzieher erzwungen.

Premierminister Bart De Wever sagte am Donnerstag: Belgien wolle „sichere, bezahlbare und nachhaltige Energie“ mit geringerer Abhängigkeit von Importen und mehr Kontrolle über die eigene Versorgung.

Meine Frage: Warum hat es jemals etwas anderes angestrebt?

Kernkraft war schon immer die vernünftige Option: hohe Energiedichte, regelbar, heimisch und kohlenstoffarm. Sie funktioniert, wenn der Wind nachlässt. Sie funktioniert, wenn die Sonne nicht scheint. Sie funktioniert, wenn die Gaspreise in die Höhe schnellen.

Europa fasst endlich einen Entschluss.

Link: https://electroverse.substack.com/p/concordia-sets-back-to-back-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 4. Mai 2026:

Der Rückgang der Bewölkung beeinflusst das Klima in Tibet

Eine weitere nette CO₂-Geschichte ist gerade an die Wand gefahren.

Eine neue Studie in Geophysical Research Letters untersucht die Erwärmung im Frühjahr über dem westlichen Tibetischen Plateau und Südwestasien. Die Autoren identifizieren den Western Tibetan Vortex (WTV) und nicht CO₂ als den dominierenden Faktor für die Schwankungen der Temperatur im Frühjahr in dieser Region.

Der WTV ist das wichtigste atmosphärische Zirkulationsmuster über dem westlichen Tibetischen Plateau. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass er etwa zwei Drittel der Schwankungen der Lufttemperatur in 2 m Höhe im Frühjahr in der gesamten Region erklärt.

Es ist ein bekanntes Schema: Wenn die WTV antizyklonal ist, nimmt die Gesamtbewölkung ab. Da weniger Wolken am Himmel sind, erreicht mehr einfallende Sonnenstrahlung die Erdoberfläche. Dieses einfallende Sonnenlicht ist als nach unten gerichtete kurzwellige Strahlung (DSW) bezeichnet. Die Temperaturen steigen. Umgekehrt nimmt die Bewölkung zu, wenn die WTV zyklonal ist. Es gelangt weniger Sonnenlicht auf den Boden. Die DSW sinkt. Die Temperaturen sinken.

Die zusammengesetzte Analyse der Studie ergab, dass die durch das WTV verursachten Wolkenveränderungen groß genug waren, um eine erhebliche Temperaturreaktion zu erklären. Ein Rückgang der Gesamtbewölkung um 11,07 % führte zu einem Anstieg der wolkenbedingten abwärtsgerichteten kurzwelligen Strahlung um 7,02 W/m², wodurch die Lufttemperatur um 1,87 °C stieg.

Die Studie ergab zudem, dass die durch WTV verursachte abwärtsgerichtete kurzwellige Strahlung etwa 2,41 °C zur modellierten Anomalie der Temperatur in den GEWEX-Satellitendaten beitrug. Reanalyse-Daten von ERA5 und MERRA-2 stützten dieses Ergebnis: DSW war der primäre Strahlungsfaktor, der den Zusammenhang zwischen WTV und regionalen Temperaturänderungen herstellte.

Die leichte Erwärmung der letzten Jahrzehnte auf dem tibetischen Plateau wird stark mit dem CO₂-Diskurs verknüpft. Diese Studie zeigt jedoch, dass die Temperaturvariabilität stark von der natürlichen atmosphärischen Zirkulation und von wolkenbedingten Veränderungen der Sonneneinstrahlung bestimmt wird. Die Autoren identifizieren CO₂ nicht als treibende Kraft des untersuchten Erwärmungs-Prozesses. Kohlendioxid wird nicht einmal erwähnt.

Die vollständige Studie steht hier.

Link: https://electroverse.substack.com/p/athens-logs-coldest-may-day-since?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 5. Mai 2026:

Erholung des Meereises um die Antarktis

Das antarktische Meereis befindet sich wieder in einem Panikzyklus. Die Zahlen jedoch nicht.

Das NSIDC beziffert das Minimum des antarktischen Meereises im Jahr 2026 am 26. Februar auf 2,58 Millionen km², was um beachtliche 730.000 km² über dem Rekordtief (verzeichnet im Jahr 2023) liegt.

Copernicus meldete für Februar eine Meereisfläche in der Antarktis von 3,2 Millionen km², was nur 0,1 Millionen km² unter dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020 liegt – also etwa 3 % unter dem Normalwert –, was ebenfalls keinen Zusammenbruch bedeutet.

Mercator Ocean bezifferte unter Verwendung von OSI-SAF-Daten das tägliche Sommerminimum am 25. Februar auf 2,36 Millionen km², was in etwa dem Durchschnitt von 1993 bis 2010 von 2,40 Millionen km² entspricht.

[Tony Heller]

In den Jahren 2022 und 2023 war das Meereis in der Antarktis auf einem Tiefstand.

Doch im Jahr 2026 hat sich die Lage drastisch zugunsten des Meereises gewendet.

Das Meereis in der Antarktis ist unglaublich unbeständig. Die Winde, Stürme, Strömungen und saisonalen Zirkulationen, die die Ausdehnung 2023 nach innen gedrückt haben, scheinen sie nun 2026 wieder nach außen ausgebreitet zu haben. Ein Jahr mit geringer Ausdehnung ist kein Beweis für einen „Kipppunkt“. Und ein Jahr mit hoher Ausdehnung ist kein Beweis für das Gegenteil.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-may-freeze-deepens-across?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Nicht vergessen: die Eisheiligen stehen vor der Tür!

Vorschau: Wie werden die fünf Tage vom 11. bis zum 15. Mai auch diesmal ausfallen?

Matthias Baritz, Josef Kowatsch.

  • Seit Jahrhunderten bekannter Kaltluftvorstoß in der Mitte des Monats Mai
  • Die kirchlich festgelegten Eisheiligentage gibt’s tatsächlich
  • Entgegen des allgemeinen Temperaturverlaufs werden die Eisheiligentage sogar kälter
  • Die Eisheiligen halten sich nicht an den wärmenden CO₂-Treibhauseffekt.

Der Mai ist gekommen, die Bäume haben inzwischen alle ausgeschlagen. Ein musikalischer Hörgenuss.

Bekannt ist: Um die Monatsmitte kommt seit Jahrhunderten regelmäßig, aber nicht immer ein Kaltluftvorstoß. Manchmal erscheint der Kälteeinbruch auch erst Tage später oder früher. Auf die letzten vier Jahrzehnte gesehen gleicht sich jedoch alles wieder aus und wir fragen uns, gibts die Eisheiligen überhaupt noch angesichts des vom DWD festgestellten allgemeinen Wärmerwerdens seit 1988? Und wo werden sich diese fünf Tage diesmal im Mai 2026 in der Temperatur-Zeitreihe einordnen?

Dieser Artikel will die Leser einfach bewusst auf diese fünf Tage zur weiteren Naturbeobachtung hinlenken, jeder soll vor seiner Haustür das Wetter beobachten. Und die Eisheiligen finden logischerweise nachts statt, eher nicht am Tage. Deswegen haben wir die Nachttemperaturen in den beiden nächsten Grafiken mit aufgetragen. Und zwar die Schnitte der fünf Tage ergibt jedesmal einen Jahrestemperaturpunkt.

Was sagt die Wetterstation Augsburg für die Voralpenländler?

Abb. 1: Die Eisheiligen Mitte Mai wirken noch und wie!! In einer Zeit der Temperaturzunahme werden diese fünf Tage bei dieser Wetterstation im Voralpenland sogar deutlich kälter. Und zwar alle drei Temperaturkennlinien: Tagsüber (oberer Grafikverlauf) und nächtens (unten).

Und nun zum Deutschlandschnitt:

Abb. 2. In ganz Deutschland wurden die Eisheiligen kälter, allerdings nicht so extrem wie im Voralpenland. Man beachte vor allem die in blau gezeichneten nächtlichen Tmin Temperaturen und die Gleichung. Das (-) davor bedeutet Abkühlung.

Anmerkung: Leider bietet der DWD keinen Schnitt für diese 5 Tage an, nach welchen man schnell eine Grafik zeichnen könnte.

Unser Autor Matthias Baritz hat alle derzeitigen über 2000 DWD-Stationen überprüft auf Tages/Nachttemperaturen und den Gesamtschnitt. Es gibt 540 Stationen, die bereits 1988 schon alle drei Werte bis heute mitgemessen haben. Diese 540 Stationen haben allerdings oftmals ihren Standort verändert, ihre Messeinrichtung sowieso, aber sie sind namentlich wenigstens gleichgeblieben und der DWD bietet für jede eine Tagesdatenreihe an, die man als Originaldaten dieser Stationen bezeichnen kann. Unser Verfasser hat alle 540 Stationen aufsummiert zu einem Deutschlandschnitt, und das auch noch für die Tageshöchst- und die nächtlichen Minimumtemperaturen. Vielen Dank für diese kostenlose Fleißarbeit. Eigentlich eine Aufgabe der bezahlten DWD-Angestellten. Ohne Grafiken kann man nämlich alles behaupten. Was die bezahlten ARD/ZDF Wetterfrösche auch ständig tun. Wer überprüft deren bezahlte Behauptungen schon, außer Autoren bei EIKE? Journalisten auch nicht, diese Leute verbreiten nur Meldungen, ohne Überprüfung auf den Wahrheitsgehalt. Der Deutsche Wetterdienst hat diesmal auf einen Eisheiligen-Vorartikel verzichtet. Dafür sucht er in seiner neuesten Presseveröffentlichung vom 7. Mai nun Teilnehmer für „wirkungsorientierte Hitzewarnungen“.

Kurzauswertung:

Diese fünf Eisheiligentage wurden in Deutschland seit 1988, dem Beginn des Klimawandels bei uns, eindeutig kälter, und zwar vor allem nachts. Die fünf Kirchenheiligen widerlegen somit den CO₂-Treibhauserwärmungseffekt auf ihre eigene, heilige kirchlich und päpstlich abgesegnete Weise. Zumindest für diese fünf Tage. Nach der Theorie der CO₂-Klimakirche hätte es eindeutig wärmer werden müssen seit 1988, und zudem vor allem nachts, was überhaupt nicht Fall ist. Die Theorie des vor allem nächtlichen Wärmerwerdens nach der Treibhaustheorie ist somit falsch, auch wenn der deutsche Physiknobelpreisträger von 2021 Prof. Dr. Klaus Hasselmann diese mitorakelt.

Die KI lobt: Klaus Hasselmann (*1931) ist ein deutscher Klimaforscher, Meteorologe und Ozeanograph, der 2021 den Nobelpreis für Physik erhielt. Er wurde für die Entwicklung von Modellen ausgezeichnet, die den Klimawandel vorhersagen und den menschlichen Einfluss („Fingerabdruck“) nachweisen

Richtig ist: Besonders nachts wurden die fünf Eisheiligentage kälter. Die Modelltheorie eines Klaus Hasselmann mit dem nächtlichen Wärmerwerden ist somit falsch

Vorschlag von uns an die christliche CDU-Politik: In Deutschland sollte wenigstens für die fünf Tage, also vom 11. Bis 15.ten Mai, d.h. bis Freitag (Kalte Sophie) die CO₂-Klimarettungssteuer ausgesetzt werden.

Hinweis: Um den 16. Mai wird es eine Aktualisierung dieses Beitrags mit einer kleinen Auswertung geben!

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Natur- und Umweltschützer

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




IPCC räumt ein: Apokalyptische Klimaszenarien sind „unplausibel“ – was bedeutet, dass die meisten Panikmache-Berichte der Medien der letzten 15 Jahre offiziell als Unsinn gelten

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Aktivistische Klimaforscher, Journalisten und von der „Net Zero“ besessene Politiker stehen unter Schock, nachdem der Weltklimarat (IPCC) offiziell eingeräumt hat, dass eine Reihe von Schlüsselannahmen „unplausibel“ sind, die seit 2011 eine Klimakrise propagieren. Die berüchtigten, stets unwahrscheinlichen Annahmen des RCP8.5-„Pfads“, die in Computermodelle einflossen, mit denen versucht wurde, ein unmessbares Klima zu messen, gibt es nicht mehr. Seit etwa 2011 haben diese „Business-as-usual“-Annahmen abwegige Behauptungen über eine zukünftige Klimakatastrophe hervorgebracht, die von hörigen Journalisten und Politikern begierig aufgegriffen worden sind. Der einflussreiche Autor Roger Pielke Jr. bezeichnete das Ende von RCP8.5 als „die bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten“.

Andere mögen anmerken, dass wir noch nicht das letzte von RCP8.5 gehört haben. Sein grober Missbrauch wird wahrscheinlich eine herausragende, zentrale Rolle spielen, wenn die Geschichte des großen Klima- und Netto-Null-Betrugs geschrieben wird.

Pielkesagt klar, was geschehen ist:

Entscheidend ist heute, dass die Gruppe, die offiziell für die Entwicklung von Klimaszenarien für den IPCC und die breitere Forschungsgemeinschaft zuständig ist, nun eingeräumt hat, dass die Szenarien nicht plausibel sind, welche die Klimaforschung, -bewertung und -politik während der letzten beiden Zyklen des IPCC-Bewertungsprozesses geprägt haben. Sie beschreiben eine Zukunft, die nicht realistisch ist.

Er merkt weiter an, dass Zehntausende von Forschungsarbeiten unter Verwendung dieser Szenarien veröffentlicht worden sind und weiterhin veröffentlicht werden. Darüber hinaus hat eine ähnliche Anzahl von Schlagzeilen in den Medien „ihre Ergebnisse verstärkt“, während Regierungen und internationale Organisationen diese unplausiblen Szenarien in ihre Politik und Gesetzgebung integriert haben.

Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig diese Erkenntnis der Unplausibilität ist. Sie bedeutet, dass fast jede Angst schürende Schlagzeile und jeder Artikel der Mainstream-Medien zum Thema Klima Unsinn ist, der in den letzten 15 Jahren geschrieben wurde. Natürlich erklärt dies auch, warum eine wachsende Gruppe skeptischer Kommentatoren sich weigert, das politische Konzept der „gesicherten“ Wissenschaft zu akzeptieren, und sich einer umfassenden Entlarvung verschrieben hat. „Fische im Fass schießen“ ist eine Möglichkeit, diese Arbeit zu beschreiben. Manchmal lassen sich die Berichte mit nur einem Hauch von investigativem Skeptizismus als kaum mehr als eine Beleidigung der durchschnittlichen menschlichen Intelligenz betrachten.

Wenn die RCP8.5-Annahmen in Computermodelle eingegeben werden, spucken diese politisch willkommene, alarmierende Prognosen aus, wonach die Temperatur im Jahr 2100 gegenüber dem Referenzzeitraum 1850–1900 um etwa 4 °C steigen wird – mit anderen Worten: ein Anstieg von fast 3 °C in den nächsten 80 Jahren. Nur die verrücktesten Öko-Spinner würden solche enormen kurzfristigen Anstiege lautstark behaupten, also haben die aktivistischen Wissenschaftler still und leise unsinnige Annahmen in ihre Computer eingegeben, um ihre unsinnigen Weltuntergangs-Panikmache zu erzeugen. Das Ende von RCP8.5 zeichnete sich bereits im letzten Jahr ab, als Präsident Trumps Exekutivverordnung mit dem Titel „Restoring Gold Standard Science“ die Verwendung von RCP8.5 für Wissenschaftler im Dienst der US-Bundesregierung effektiv verbot. Darin wurde auch eine der unrealistischen Annahmen von RCP8.5 als treibende Kraft hinter der absichtlichen Klimapsychose genannt: dass der Kohleverbrauch am Ende des Jahrhunderts die Schätzungen der förderbaren Reserven übersteigen werde.

Damals wies der Klimaforscher Zeke Hausfather die Behauptungen der Trump-Regierung zu RCP8.5 mit der Begründung zurück, die Forschungsgemeinschaft habe sich weiterentwickelt. Pielke hat jedoch Einwände gegen diese Behauptung erhoben, wonach es„nichts zu sehen“ gebe. Er führt an, dass Google Scholar von 2018 bis 2021 17.000 Artikel verzeichnete, die unter Verwendung von RCP8.5 veröffentlicht worden waren, verglichen mit 16.900 in den folgenden drei Jahren. „Eine ziemliche Verschiebung“, stellte er fest.

Wiederum könnten diejenigen, die weniger wohlwollende Worte verwenden anmerken, dass es sich als schwierig erwiesen hat, die ultimative Klimapfeife wegzulegen. Ein langer und schmerzhafter Rehabilitationsprozess scheint nun wahrscheinlich.

RCP8.5 ging von hohen Kohlendioxidemissionen aus, die zu einem Strahlungsantrieb (zusätzliche Energie, die in der Erdatmosphäre zurückgehalten wird) von 8,5 Watt pro Quadratmeter führen. Die neuen Szenarien dienen als vereinbarte Leitlinien für Computermodelle, die dann Informationen für die kommenden siebten Sachstandsberichte des IPCC liefern werden. Pielke hat die Zahlen durchgerechnet und schätzt, dass das neue Hochszenario bis 2100 zu einer Erwärmung um 3 °C führen wird – eine Verringerung gegenüber 3,9 °C, aber immer noch ein unwahrscheinlicher Anstieg um 1,8 °C in weniger als 80 Jahren. Natürlich sind diese neuen Szenarien ohnehin nur Annahmen, und angesichts der Beobachtungsdaten zur „Sättigung“ der Atmosphäre mit Gasen, die 600 Millionen Jahre zurückreichen, überschätzen sie den Erwärmungseffekt einiger weniger Spurengase immer noch bei weitem. In der Vergangenheit waren viel höhere CO2-Konzentrationen die Norm in einer komplexen, chaotischen, nichtlinearen und letztlich nicht messbaren Atmosphäre. Das Klimapanik-Bingo, das auf Berichten in den Mainstream-Medien nach dem Motto „Wissenschaftler sagen“ basiert, wird wahrscheinlich so lange weitergehen, wie ein Publikum – wenn auch ein immer kleiner werdendes – noch an die politisierte Agitprop eines „Klimanotstands“ glaubt.

Schließlich mag es kleinlich erscheinen, sich auf einen einzigen Unsinnsartikel der Mainstream-Medien zum Thema RCP8.5 zu stürzen, doch es gibt einen, der dem Verfasser dieses Artikels besonders am Herzen liegt. Dieser Artikel berichtete nicht nur über RCP8.5-Phantastereien, sondern stieg sogar noch in ungeahnte Höhen auf und wagte sich dorthin, wo noch kein anderer Artikel zuvor vorgedrungen war. Im Mai letzten Jahres behauptete Mark Poynting von der BBC, dass „Wissenschaftler sagen“, Küstengebiete und darüber hinaus könnten von einem mehr als mehrere Meter hohen Anstieg des Meeresspiegels überschwemmt werden, wenn sich die globale Temperatur um drei Zehntel Grad Celsius verändert. Diese Behauptung wurde aufgestellt, indem die Grenzen weit über das hinausgeschoben wurden, was selbst SSP5-8.5 (eine neuere Version von RCP8.5) vorhergesagt hatte. Ausgehend von einer Studie zum Abschmelzen des Polareises, die für 2100 einen prognostizierten Anstieg von 12 bis 52 Zentimetern bei hohen Emissionen angab, stieß Poynting auf einen Hinweis, dass der IPCC nicht ausschließen könne (zugegebenermaßen mit „geringer Sicherheit“), dass dieser Pfad bis 2300 zu einem Anstieg des Meeresspiegels um über 15 Meter führen könnte. So kam Poynting zu seiner Geschichte über eine mehrere Meter hohe Überflutung, „selbst wenn die ehrgeizigen Ziele zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C erreicht werden“.

Das ist zwar rein anekdotisch, aber die BBC scheint ihre wilden Klimaberichte in letzter Zeit etwas zurückgeschraubt zu haben, da das Thema „Klima“ auf ihrer Nachrichtenseite in die zweite Reihe der Themen verbannt worden ist. Dies könnte als gewisser Statusverlust für ein Thema angesehen werden, dessen Autoren früher den Anspruch hatten, einen wesentlichen Kern aller Berichterstattung zu bilden. Nun findet es sich in einer Reihe mit der Bildergalerie und dem vereinfachten „Newsbeat“-Angebot wieder.

Wir müssen jedoch der Versuchung widerstehen, uns in die private Trauer einzumischen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Schritt nicht das Ende der äußerst fantasievollen Schundklassiker bedeutet, die über so viele Jahre hinweg zur Heiterkeit der Nation beigetragen haben. Regelmäßige Leser werden sich daran erinnern, dass der Klimawandel den Geschmack von Bier verschlechtern könnte und der Golfstrom bis 2025 zusammenbrechen könnte – wie sehr werden wir all diese Artikel vermissen, die sich an den Dummkopf im Dorf richten.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/05/ipcc-admits-apocalyptic-climate-scenarios-are-implausible-meaning-most-media-scare-stories-over-last-15-years-are-officially-junk/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 19 /2026

Meldungen vom 4. Mai 2026:

Griechenland: Kältester Mai-Tag in Athen seit 1890

Der Mai hat mit einem Wintereinbruch im Südosten Europas begonnen.

Eine Kaltfront ist von Russland her nach Süden gezogen und hat ungewöhnlich niedrige Temperaturen nach Griechenland, in die Türkei und auf den gesamten Balkan gebracht. In den Bergen liegt wieder Schnee, in den höher gelegenen Becken im Landesinneren ist Frost aufgetreten, und die für Anfang Mai typische Wärme wurde von einem Wettergeschehen verdrängt, das eher für den Spätwinter als für den Frühling typisch ist.

Die griechische Hauptstadt verzeichnete den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen.

In Athen wurden am 1. Mai nur 14 °C gemessen, was kälter ist als die 16 °C aus dem Jahr 1944 und die 17 °C aus dem Jahr 1987. Laut den Aufzeichnungen berichtet Naftemporiki, dass es sich um den kältesten 1. Mai in Athen seit 1890 handelt.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf die Hauptstadt.

In weiten Teilen Griechenlands stiegen die Tageshöchsttemperaturen nur mühsam auf 12 °C bis 14 °C. Bis zum 2. Mai waren die Tiefsttemperaturen in einigen Gebieten unter den Gefrierpunkt gefallen. In Seli sank die Temperatur auf -3,2 °C, in Ochyro Neurokopiou auf -1,4 °C, in Vevi Florina auf -1,4 °C und in Perithori Neurokopiou auf -0,8 °C.

Dann kam der Schnee.

Auf dem Olymp fiel Neuschnee, ebenso wie in den meisten höher gelegenen Gebieten Zentralgriechenlands und auf dem Peloponnes.

Am 3. Mai erreichte der Winter sogar die Tore Athens.

In den Bergen oberhalb der Stadt wurde Schnee bis auf etwa 800 m Höhe gemeldet, der sich auf dem Parnitha und dem Penteli (beide am nördlichen Rand der Hauptstadt) niederschlug, woraufhin die Behörden vorsichtshalber den Verkehr auf der Parnithos-Allee sperrten.

Die Türkei und weite Teile Südosteuropas waren von der gleichen Kältewelle betroffen.

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China: an 31 Mersspunkten neue Kälterekorde

Chinas Frühlingskälte endete nicht mit dem April. Nachdem Shanghai sich mit einer Tageshöchsttemperatur von nur 11,7 °C begnügen musste – der niedrigsten Tageshöchsttemperatur Ende April seit 1939 –, begann der Mai mit einer weiteren Rekord-Kälteserie.

Offizielle Messstationen zeigen, dass am 1. Mai an 31 Standorten die Tiefsttemperaturrekorde für den Monat Mai gebrochen oder eingestellt worden sind, wobei die stärksten Abweichungen in den Provinzen Jiangxi, Zhejiang, Anhui, Hubei und Guangdong zu verzeichnen waren.

In Guangde in der Provinz Anhui sank die Temperatur auf 5,7 °C und unterbot damit einen seit 1966 bestehenden Mai-Rekord. In Zhenhai sank die Temperatur auf 6,5 °C und lag damit unter dem Wert von 2023. Pan’an brach einen Rekord aus dem Jahr 2013, Qingtian einen aus dem Jahr 1987, Xuancheng einen aus dem Jahr 1965, und in An’yi in Jiangxi fiel die Temperatur unter einen Rekord, der seit 1961 Bestand hatte.

Um noch einige weitere zu nennen: Jiujiang unterbot ein Mai-Tief aus dem Jahr 1960, Shicheng aus dem Jahr 1961 und Guangchang aus dem Jahr 1965, und Shangrao fiel unter 10 °C und unterbot damit einen Mai-Reckord, der zuletzt 1990 erreicht und erstmals 1981 aufgestellt worden war.

Es handelte sich um eine ausgedehnte, rekordverdächtige Luftmasse, die im Mai tief in den Süden Chinas vordrang – zu einer Jahreszeit, in der Hitze und Luftfeuchtigkeit normalerweise rasch zunehmen.

Neben der Kälte meldete CCTV Schneefall in Teilen von Zentral-Tibet, im Osten und Süden von Qinghai sowie im Nordwesten des Sichuan-Plateaus, wobei in einigen Gebieten große, möglicherweise rekordverdächtige Schneemengen fielen.

Mit Blick auf die kommende Woche geht das Nationale Meteorologische Zentrum Chinas davon aus, dass die Wetterlage auf dem Plateau auch in der neuen Woche aktiv bleibt, wobei für weite Gebiete mäßiger bis starker Schneefall prognostiziert wird und lokal Schneestürme möglich sind.

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Kanada: Winter lässt nicht locker

Der April 2026 war in weiten Teilen Kanadas erneut ein kalter Monat.

Yellowknife lag rund 3,7 °C unter dem monatlichen Durchschnitt für April. Churchill lag 3,3 °C unter dem Normalwert. Rankin Inlet lag 3,4 °C darunter, Iqaluit um 4,2 °C unter dem Normalwert. In Wabush lag die Temperatur 3,5 °C unter dem Durchschnitt. In Saskatoon waren es -3 °C, in Regina -2,6 °C, in Winnipeg -1,5 °C und in Kenora -2,2 °C.

Höhere Temperaturen waren selten und auf einzelne Regionen beschränkt.

Dieser Kälteeinbruch im April kam nicht aus heiterem Himmel. Bereits im Dezember war der Winter wieder richtig hart geworden.

In Braeburn, Yukon, fiel die Temperatur schnell auf -55,7 °C, den niedrigsten Dezemberwert seit 1975. In Mayo und Dawson lagen die Temperaturen mehr als zwei Wochen lang unter -40 °C. Whitehorse erlebte wiederholt Nächte mit Temperaturen unter -30 °C. Von Yukon bis Neufundland herrschten im Dezember unterdurchschnittlich kalte Bedingungen.

Januar und Februar brachten dann Kanadas zweiten und dritten ungewöhnlich kalten Monat in Folge.

Der März hielt den Norden im tiefen Winter gefangen. Im Yukon beispielsweise wurde der kälteste März seit 1950 verzeichnet. Die Nordwest-Territorien verzeichneten den zweitkältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen. Nunavut erlebte den drittkältesten.

Das gleiche arktische Wetter erstreckte sich bis nach Alaska, wo der zweitkälteste März seit 1972 gemessen worden war.

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Meldungen vom 5. Mai 2026:

Südost-Europa: Intensivierung der Kälte

Nachdem Athen den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet hatte, hielt die Kälte über Nacht bis zum 4. Mai an und führte in ganz Griechenland und auf dem gesamten Balkan zu historischen Tiefstwerten für den Monat Mai.

Mehrere Messstationen stellten Mai-Rekorde auf oder näherten sich diesen, darunter auch Werte um den Gefrierpunkt in relativ niedrigen Höhenlagen.

Der tiefste Wert wurde am Flughafen Tripolis im Zentrum des Peloponnes in Griechenland gemessen. Auf einer Höhe von rund 650 m sank die Temperatur an dieser Messstation auf -1,2 °C – die niedrigste jemals im Mai gemessene Temperatur. In der Umgebung von Tripolis fielen die Werte sogar auf -2 °C, was einen neuen Rekordwert für den Mai in Südgriechenland darstellt.

Zahlreiche griechische Messstationen brachen am 4. Mai Monatsrekorde: In Florina sank die Temperatur auf -1,5 °C, in Kastoria auf -1,4 °C, in Lamia auf 2,8 °C, in Serres auf 2,9 °C und auf Zakynthos auf 5,8 °C.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf Griechenland.

In Nordmazedonien fiel die Temperatur am Flughafen Skopje auf -1,6 °C und erreichte damit den Mai-Rekordwert. In Bulgarien sank die Temperatur am Musala-Gipfel auf -15,5 °C – die niedrigste Mai-Temperatur des Landes seit den -15,6 °C im Jahre 1935.

Kaltluft aus Russland strömte über den Balkan nach Süden, brachte Frost in die Becken und Täler zurück und bedrohte Obstgärten, Weinberge und Frühkulturen.

Weiter östlich zog das gleiche Wetterphänomen die Türkei zurück in den Winter. Izmir verzeichnete eine Tageshöchsttemperatur von nur 10,8 °C und brach damit den bisherigen Mai-Kälterekord der Stadt von 14,8 °C, der am 2. Mai 1944 aufgestellt worden war.

Auch ab einer Höhe von etwa 800 m fiel wieder Schnee, wobei laut den türkischen Verkehrsbehörden „plötzliche starke Schneefälle“ wichtige Strecken für Lkw und Sattelzüge unpassierbar machten.

Das allgemeine Wettergeschehen ist in der gesamten Region gleich: Ein Tiefdruckgebiet zieht kältere, feuchte Luft vom Schwarzen Meer nach Süden, hält die Temperaturen weit unter dem Normalwert und bringt in höheren Lagen späten Schneefall.

Für den 4. und 5. Mai wird im Anti-Taurus-Gebirge eine Schneehöhe von 30 cm erwartet.

Für den Monat Mai ist dies ein außergewöhnlicher regionaler Kälteeinbruch.

Anmerkung des Übersetzers dazu: Kaltluftvorstöße kommen natürlich immer wieder mal vor, gerade auch im Frühjahr. Bemerkenswert ist hier also nicht der Vorgang als solcher, sondern die ungewöhnliche Intensität desselben.

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Fernost-Russland: Mai-Schnee in Kamtschatka

Ein Wintereinbruch ist auch im russischen Fernen Osten zu verzeichnen.

Petropawlowsk-Kamtschatski, die Hauptstadt von Kamtschatka, wurde am 5. Mai von starken Schneefällen heimgesucht.

Die Behörden warnten vor Schneeverwehungen in den Bergen und im Vorgebirge sowie vor vereisten Straßen. Die Wetterbedingungen in der Stadt waren so beeinträchtigend, dass die Behörden den Unterricht für Schüler der Klassen 1 bis 4 absagten.

Dieser späte Schneefall folgt auf eine besonders harte Saison für Kamtschatka. Bereits im Januar verzeichnete die Halbinsel laut dem russischen Wetterdienst den stärksten Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die offiziellen Schneefallaufzeichnungen für Kamtschatka reichen bis ins Jahr 1879 zurück.

An mehreren Orten hat sich innerhalb weniger Tage (9. bis 15. Januar) die Schneemenge mehrerer Monate angesammelt, was zu meterhohen Schneeverwehungen führte, Fahrzeuge und Gebäude unter sich begrub, Straßen und Flughäfen lahmlegte und Notfallmaßnahmen zur Dachräumung erforderlich machte, um Einstürze zu verhindern.

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Meldungen vom 6. Mai 2026:

Östliches Mittelmeer: Schnee auf Zypern und in Israel

Die gleiche Kaltluftmasse, die auf dem Balkan und in der Türkei für ungewöhnlichen Schneefall gesorgt hatte, ist nun in den östlichen Mittelmeerraum vorgedrungen, wobei aus den Bergen Zyperns und Israels von seltenem Schneefall im Mai berichtet wird.

Zypern erwachte am 4. und 5. Mai zu Schneefall im Troodos-Gebirge – ein Ereignis, das weit außerhalb der für die Insel üblichen Normwerte für Anfang Mai liegt.

Seit Montag wurde das Skigebiet Troodos von starken Schneefällen heimgesucht, wobei die Schneehöhe auf mindestens 10 cm stieg. Lokalen Berichten zufolge nähert sich die Schneehöhe in Chionistra 20 cm, wobei es weiterhin schneit, und solche Szenen werden im Mai als äußerst selten beschrieben.

Der gleiche Kälteeinbruch erreichte auch den Berg Hermon in Israel.

Auf den höheren Hängen des Berges fiel diese Woche in einer Höhe von etwa 2.000 m Schnee, was laut einem Bericht der Zeitung „The Times of Israel“ den ersten Schneefall im Mai dort seit mindestens 15 Jahren darstellt.

Die kalten Wetterbedingungen werden für den Rest der Woche auf dem Balkan, in der Türkei und weiter östlich anhalten.

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Indien: Weiter ungewöhnlich kühl im Norden

Noch weiter östlich hat eine westliche Strömung die Temperaturen in weiten Teilen Indiens deutlich unter den Normalwert gesenkt, wobei in den höheren Lagen von Jammu und Kaschmir erneut Spätschnee fiel.

In dieser Woche wurde die Mughal Road bei Pir Ki Gali, dem Hochpass, der Shopian mit den Distrikten Rajouri und Poonch verbindet, durch Neuschnee gesperrt, wodurch rund 180 Fahrzeuge festsaßen.

Die Kälte war nicht auf den Gebirgspass beschränkt.

Sowohl die Höchst- als auch die Tiefsttemperaturen lagen in weiten Teilen Indiens, insbesondere im Norden, deutlich unter dem Normalwert, und es gab keine wirklichen Anzeichen für die drückende Hitze, die sich in dieser Jahreszeit normalerweise im Land aufbaut.

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Japan: Kälte-Rekord auf Okinawa

Mehrere Wetterstationen in Okinawa im Süden Japans haben die niedrigsten Mai-Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Besonders hervorzuheben ist Tokashiki, wo die Tiefsttemperatur auf 13,7 °C fiel und damit den bisherigen Mai-Tiefstwert von 14 °C aus dem Jahr 1991 unterbot. Zum Vergleich: Die JMA gab die durchschnittliche monatliche Tiefsttemperatur in Tokashiki im Mai mit 20,4 °C an.

Lokalen Berichten zufolge verzeichneten vier Messstationen in Okinawa Rekordtiefstwerte für den Mai: wie bereits erwähnt Tokashiki, der Flughafen Kumejima mit 14,9 °C, die Insel Miyagi in Uruma mit 14,9 °C und der Flughafen Naha mit 15,4 °C.

Die Okinawa Times beschrieb die Kälte als eher typisch für Mitte Februar als für Anfang Mai.

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Meldungen vom 7. Mai 2026:

Europa: Kälte auch hier

Von starkem Frost in den nordischen Ländern über Neuschnee in den Alpen bis hin zu einem weiteren Wintereinbruch im Südosten – ein Großteil Europas friert in diesem Mai.

In der Nähe von Tampere in Finnland sanken die Temperaturen in der Nacht zum Mittwoch auf -6,9 °C und stellten damit den lokalen Mai-Rekord ein (der zuvor im Jahr 2021 erreicht worden war).

Die Kälte herrscht auch in Norwegen.

In Trondheim-Voll fielen die Temperaturen die zweite Nacht in Folge unter 0 °C – zum ersten Mal seit 2021 verzeichnete die Station so spät im Jahr zwei oder mehr Frostnächte. Diese Entwicklung dürfte noch mindestens einige Tage anhalten. (Der Rekord liegt weiterhin bei den 10. bis 16. Mai 2020, als sieben aufeinanderfolgende Frostnächte verzeichnet worden waren.)

Weiter südlich kehrte am Mittwoch starker Schneefall in die Westalpen zurück.

In Tignes fiel im Zentrum des Skigebiets Schnee, während Les 2 Alpes auf seinem Gletscher beachtliche 50 cm meldete. Die Schneefallgrenze sank hier während der Kältewelle bis 1.600 m.

Der Schnee betraf auch Höhenrouten in der Schweiz, darunter den Simplonpass im Wallis.

Dies folgt auf mehrere Tage mit strengen winterlichen Bedingungen weiter südöstlich.

Griechenland begann den Mai mit historischer Kälte, wobei Athen den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete, während starker Schneefall die Höhenlagen in weiten Teilen des Balkans, der Türkei, Zyperns und auch des israelischen Hermon-Berges traf.

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Indien: Die übliche Sommer-Hitze lässt auf sich warten

Der Mai ist in Indien der Höhepunkt der Hitze vor der Monsunzeit, der „Sommerhöhepunkt“, bei dem die Temperaturen im Landesinneren meist über 40 °C steigen. In diesem Jahr hat sich die Hitze jedoch verzögert.

Eine Nachmittagsaufnahme zeigte, dass keine indische Wetterstation die 38 °C-Marke überschritt – ein für den Mai bemerkenswerter Vorgang:

Der indische Wetterdienst IMD bestätigt, dass am 6. Mai in weiten Teilen Zentral- und Nordindiens, darunter Uttar Pradesh, Uttarakhand, Haryana, Rajasthan, Madhya Pradesh, Jharkhand, Chhattisgarh, Bihar und das an den Ganges angrenzende Westbengalen, deutlich niedrigere Höchsttemperaturen herrschten.

„Der kälteste Sommer, den ich je erlebt habe“, schrieb ein Beobachter. „Es sind 24 Grad (C)!“

In Himachal Pradesh trug Neuschnee dazu bei, die Temperaturen zu senken. In Tabo beispielsweise fiel die Temperatur auf nur 0,8 °C, während sie in Shimla auf ungewöhnlich niedrige 9 °C sank.

Die allgemeine Vorhersage des IMD für Mai deutet auf anhaltend unterdurchschnittliche Temperaturen in weiten Teilen des Landes hin, bei überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen.

An einigen Orten wird es wieder heiß werden. Es ist Indien. Es ist Mai. Doch vorerst wurde die übliche Hitze vor dem Monsun unterbrochen. Die Hitze der Hochsaison wird durch wiederholte Einbrüche kühler Luft aus dem Norden gedämpft.

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USA: Ungewöhnliche Mai-Schneemassen

Der Winter hat über der Front Range wieder Einzug gehalten.

In Denver wurden am 6. Mai nur 3 °C gemessen, während der Normalwert bei 19 °C liegt. Nachts sank die Temperatur in der Stadt sogar auf -1 °C – eine für Anfang Mai ungewöhnlich starke Abkühlung, die möglicherweise Schäden verursachen könnte.

Der Schnee war das größere Ereignis.

Am Denver International Airport fielen rund 15 cm Schnee, was diesen Sturm zu einem der stärksten Mai-Schneestürme in der Geschichte Denvers und wahrscheinlich zum stärksten Mai-Ereignis seit 2003 macht. Im Durchschnitt fallen in der Stadt im gesamten Monat Mai nur etwa 2,8 bis 4,3 cm Schnee.

In Boulder fiel fast doppelt so viel Schnee wie in Denver.

Die Stadt verzeichnete rund 28 cm Schnee, was diesen Sturm zum drittgrößten Mai-Schneesturm in der Geschichte von Boulder macht. Nur der 5. und 6. Mai 1978 mit 58 cm und der 1. und 2. Mai 2013 mit 31 cm liegen noch darüber.

Daten des NWS zeigten am späten Nachmittag 48 cm in der Nähe des St. Mary’s Glacier, während AP von 76 cm rund um Estes Park berichtete, was deutlich über dem Monatsdurchschnitt von 10 cm liegt. Der Sender Denver7 berichtete unter Berufung auf NWS-Meldungen, dass in den Bergen im Norden Colorados bis Mittwochmittag fast 91 cm Schnee gefallen seien.

Der Schnee war nass, schwer und zerstörerisch.

Voll belaubte Bäume bogen sich unter der Last und rissen Stromleitungen quer über die Front Range mit sich. Xcel teilte mit, dass seit Mitternacht mehr als 75.000 Haushalte wieder mit Strom versorgt worden seien, wobei sich die Reparaturarbeiten bis in den Donnerstag hinein erstreckten.

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Meldungen vom 8. Mai 2026:

Australien: Frühe Kälte und Schnee im Südosten

Eine Luftmasse antarktischen Ursprungs sorgt in Victoria, New South Wales, dem Australian Capital Territory und Tasmanien für frühsaisonalen Schnee, Hagel, eisige Winde und Frost.

In den Skigebieten fielen einen Monat vor der geplanten Eröffnung der Lifte mehr als 15 cm Neuschnee.

In Victoria erreichte der Schnee Teile von Kinglake, Pheasant Creek, Marysville, den Yarra Ranges und dem Mount Dandenong; laut dem Bureau of Meteorology fiel der Schnee in einigen Gebieten bis auf eine Höhe von etwa 400 m.

Mt Buller meldete am Donnerstagmorgen einige Zentimeter Neuschnee.

Was die Temperaturen angeht, so sank die Temperatur am Mt Hotham auf etwa -6,5 °C, während am Flughafen Melbourne um 9 Uhr morgens nur 6,2 °C gemessen worden sind – allesamt deutlich unter dem Normalwert.

Auch in New South Wales herrschte eisige Kälte.

An der Thredbo Top Station sank die Temperatur auf -6,5 °C. Der Schnee erreichte Cooma auf rund 800 m Höhe und fiel bis auf Seehöhe in Jindabyne, wo Schnee selbst mitten im Winter selten ist.

Auch das ACT wurde davon erfasst: Am Mt Ginini wurden -4,2 °C gemessen. In Tasmanien wurden am Mt Wellington -3 °C und in Liawenee -0,9 °C gemessen.

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Kanada: Immer noch winterlich in den Prärien

Die kanadischen Prärien hatten gerade einen kalten Winter hinter sich, doch der Frühling brachte kaum Abwechslung. Nun sorgt der Mai erneut für starken Frost.

In Saskatchewan bestätigte Environment Canada eine Reihe von täglichen Tiefsttemperaturrekorden für den 6. und 7. Mai: In Rosetown sank die Temperatur auf -11,2 °C und brach damit den alten Rekord von -9,4 °C aus dem Jahr 1929. In Coronach sank die Temperatur auf -11 °C und übertraf damit die alte Bestmarke von -5 °C aus dem Jahr 1982. Weyburn erreichte -9,3 °C und übertraf damit die -8,7 °C aus dem Jahr 2019. Lucky Lake stellte mit -8,4 °C einen neuen Rekord auf, während Leader mit -8,3 °C seinen Rekord von 1929 einstellte.

Die umfassendere Liste der Messstationen zeigt, wie weitreichend der Kälteeinbruch war: -11,1 °C in Val Marie, -10,1 °C in Yellow Grass, -9,5 °C in Bratts Lake und Mankota, -8,1 °C in Regina und -7,9 °C in Saskatoon.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Tiefstwert für Saskatoon im Mai im Zeitraum 1981–2010 liegt bei 5,9 °C, während der niedrigste in diesem Datensatz aufgeführte Mai-Wert -9,5 °C beträgt, gemessen am 8. Mai 1996. Ein Wert von knapp -8 °C liegt somit etwa 14 °C unter dem nächtlichen Normalwert für den Mai und nahe der Untergrenze des historischen Mai-Spektrums der Stadt.

Auch in Manitoba sank die Temperatur: In Brandon auf -9,3 °C, Wasagaming auf -8,8 °C, Deerwood auf -8,4 °C, Gretna auf -8,3 °C , Carberry auf -8 °C und Winnipeg auf -6 °C.

Die typische Tiefsttemperatur im Mai in Brandon liegt bei etwa 3 °C, womit -9,3 °C etwa 12 °C unter dem Normalwert liegen. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen in Winnipeg Anfang Mai liegen bei etwa 4 °C bis 6 °C, was -6 °C zu einem heftigen Spätfrühlings-Kälteeinbruch macht, viel mehr als eine gewöhnliche Kältewelle.

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Grönland: Eisverlust verlangsamt sich

Satellitendaten zeigen eine deutliche Verlangsamung des jährlichen Netto-Eisverlusts in Grönland.

Die nachstehende Grafik zeigt die jährliche Massenbilanz Grönlands von 2006 bis 2025.

Höhere Balken stehen für größere Verluste. Niedrigere Balken stehen für geringere Verluste. Die gestrichelte Linie stellt den linearen Trend über diesen Zeitraum dar und verläuft nach oben, sind doch die Verluste im Laufe der Zeit immer weniger stark ausgefallen.

Wie auf Electroverse berichtet, hat die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) Grönlands in den letzten Jahren einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Die SMB entspricht jedoch nicht der Gesamtbilanz der Eiskappe. Sie umfasst Schneefall, Oberflächenschmelze, Sublimation und Abfluss. Die Gesamtbilanz umfasst auch den Eisabfluss in den Ozean. Offizielle GRACE-FO-Daten berücksichtigen all diese Faktoren und zeigen, dass die Verluste in Grönland seit Jahren rückläufig sind – das genaue Gegenteil des einseitigen Beschleunigungsszenarios, das vom Klima-Establishment nach wie vor propagiert wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/australias-southeast-hit-by-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 20 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 8. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Bemerkung: Der ständige Wechsel der Schrifttypen ist ein technischer Fehler und bislang nicht beeinflussbar.