Über Emissionen und CO₂

Willis Eschenbach

Die hervorragende Riff- und Meeresforscherin Jennifer Marohazy veröffentlichte kürzlich einen Facebook-Beitrag über die fehlenden Auswirkungen der CO₂-Emissionssenkung für 2020 auf die CO₂-Werte in der Atmosphäre. Sie sagt, dies zeige, dass die menschlichen CO₂-Emissionen nur sehr geringe Auswirkungen auf die atmosphärischen CO₂-Werte haben. Ich fürchte jedoch, dass ihre Grafik sehr irreführend ist:

Das Problem ist, dass sie die gesamte Bandbreite von zwei verwandten, aber sehr unterschiedlichen Variablen aufzeigt. Lassen Sie mich versuchen, die Verwirrung zu klären.

Zunächst einmal müssen wir die CO₂-Emissionen in Teile pro Million Volumen (ppmv) CO₂ umrechnen. Dazu müssen wir die Gigatonnen (Milliarden Tonnen) CO₂ durch 8,71 Gigatonnen CO₂-Emissionen pro 1 ppmv Anstieg teilen.

Als nächstes müssen wir die Tatsache berücksichtigen, dass die Erde ständig CO₂ aufnimmt und bindet. Ich finde, dass das folgende Verfahren eine hervorragende Lösung darstellt: Die zugrunde liegende Annahme ist, dass jedes Jahr ein bestimmter kleiner Prozentsatz des „überschüssigen“ CO₂ in der Luft durch natürliche Prozesse gebunden wird, während der Rest der früheren Emissionen in der Luft verbleibt. Was ist „überschüssiges CO₂“? Nun, es ist die Menge, die über einen unbestimmten Ausgangswert hinausgeht, von dem wir annehmen, dass er in der Größenordnung des historischen Wertes von etwa 285 ppmv liegt.

Also habe ich eine Excel-Tabelle erstellt, um mit Solver den Wert des unbekannten Prozentsatzes, der nach der laufenden Sequestrierung verbleibt, sowie den Wert der unbekannten Basislinie zu ermitteln, welche die beste Übereinstimmung mit dem tatsächlichen CO₂ in der Luft ergeben. Man kann meine Tabelle herunterladen, sie ist nur 23 KByte groß. Ich erhalte die folgenden Werte:

Unbekannte Basislinie: beste Lösung = 286.8 ppmv

Da der Anpassungsprozess zu einer sehr großen Bandbreite von Werten hätte führen können, ist dies ein sehr guter Hinweis darauf, dass die atmosphärischen CO₂-Werte tatsächlich mit den menschlichen Emissionen zusammenhängen.

Unbekannter Prozentsatz, der nach der Sequestrierung eines jeden Jahres verbleibt: beste Lösung = 98.1%

Und hier ist das Ergebnis dieser Werte. Zur Erinnerung: Ich berechne die beste Anpassung der menschlichen Emissionen an die tatsächlichen CO₂-Werte in der Luft, indem ich nur zwei angepasste Variablen verwende – die Menge, die nach der jährlichen Sequestrierung verbleibt, und die vorindustrielle Basislinie:.

Zumindest auf meinem Planeten ist das eine sehr gute Anpassung. An allen Punkten liegt sie innerhalb von 1,5 ppmv der Beobachtungen, und das R² der Schätzung und der Beobachtungen beträgt 0,997.

Dazu ein paar Anmerkungen. Erstens ist eine Anpassung von zwei Parametern zwischen Emissionen und CO₂-Konzentration, bei der einer der angepassten Parameter sehr nahe am erwarteten Wert liegt, ein klarer Beweis dafür, dass der Anstieg der CO₂-Konzentration in erster Linie auf menschliche Emissionen zurückzuführen ist.

Ich sage „hauptsächlich“, weil der beobachtete CO₂-Wert sowohl über als auch unter der Schätzung liegt. Ich nehme an, dass dies auf Veränderungen sowohl bei den Emissionen als auch bei den Sequestrationsraten zurückzuführen ist.

Wie man sieht, hat Jennifer Recht, dass die Schätzung für den Zeitpunkt des Einbruchs aufgrund von COVID leicht unter den tatsächlichen Werten liegt. Um wie viel? Der größte Unterschied besteht im Jahr nach COVID, als die Beobachtungen um 0,7 ppmv über dem aus den Emissionen geschätzten Wert liegen.

Das Gleiche gilt jedoch auch für eine Reihe von Zeiträumen in den Aufzeichnungen. Warum macht der COVID-Rückgang keinen großen Unterschied? Aus vier Gründen.

Erstens beträgt die E-Faltungszeit „tau“ für den langsamen Zerfall eines CO₂-Impulses etwa 50 Jahre, so dass jedes Jahr stark von den Vorjahren beeinflusst wird.

Zweitens war der Rückgang der Emissionen gering, nur etwa 5 %. Solche kleinen Veränderungen treten in der gesamten Emissionsgeschichte auf und werden durch den natürlichen Prozess der Sequestrierung geglättet.

Drittens war der Einbruch der Emissionen nur kurz, nur ein Jahr lang, und im darauffolgenden Jahr kehrten die Emissionen wieder auf das normale Niveau zurück.

Viertens sind noch andere Faktoren im Spiel, nämlich Veränderungen bei den natürlichen Emissionen und der Bindung.

Abschließend möchte ich noch die Frage nach der Zeitkonstante „tau“ stellen, die nur 50 Jahre beträgt, während die Wissenschaftler behaupten, dass überschüssiges CO₂ Hunderte von Jahren in der Luft bleibt. Haben sie also recht? Nun … ja … und nein. Überschüssiges CO₂ bleibt, nur nicht sehr viel. Wenn man die oben berechnete jährliche Zerfallsrate von 0,981 zugrunde legt, ergibt sich folgendes Bild für den überschüssigen Kohlenstoff:

Meine besten Wünsche an Jennifer Marohazy, trotz ihrer Behauptungen in diesem einen Fall – sie ist eine äußerst wertvolle und aufschlussreiche Wissenschaftlerin.

Ich befinde mich nicht nur auf den sehr abgelegenen Salomonen in der Nähe des Äquators, nördlich von Australien, wo ich acht wunderbare Jahre lang gearbeitet habe. Ich bin auch in der noch abgelegeneren Westprovinz der Salomonen, kaue Betelnuss mit Limette und Blatt und habe eine tolle Zeit. Außerdem habe ich zum ersten Mal seit drei Wochen wieder vernünftiges Internet. Und warum?

Mein Freund, bei dem ich wohne, hat Starlink. Also für alle Elon-Hasser da draußen: Er hat der Menschheit einen großen Dienst erwiesen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/04/of-emissions-and-CO₂/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzbeiträge zu neuen Forschungsergebnissen – Ausgabe 10 / 2025

Meldung vom 1. April 2025:

Neue Studie unterminiert die Überschwemmungs-Hysterie

Eine neue Studie hat soeben eine zentrale Behauptung des Klimakatastrophen-Narrativs widerlegt: nämlich dass die menschlichen CO₂-Emissionen zu extremeren Überschwemmungen führen.

Anhand von Tausenden Jahren europäischer Hochwasseraufzeichnungen – weit über das begrenzte Zeitfenster moderner Messgeräte hinaus – fanden die Forscher heraus, dass die größten und zerstörerischsten Überschwemmungen vor dem Industriezeitalter stattfanden, als die menschlichen Treibhausgas-Emissionen vernachlässigbar waren.

Die Autoren schreiben: „Wir zeigen, dass das Ausmaß der Überschwemmungen vor dem 20. Jahrhundert deutlich höher war, obwohl der Beitrag des Menschen zu den Treibhausgasen vernachlässigbar ist, was bedeutet, dass die natürliche Variabilität deutlich höher sein könnte als von den Klimamodellierern angenommen“.

In der Studie wurden Hochwasseraufzeichnungen des Rheins, des Severn und der spanischen Flüsse analysiert, wobei von Sedimentschichten bis hin zu historischen Dokumenten alles berücksichtigt wurde. Ergebnis: Höchstwasserstände im 14. Jahrhundert und sogar um 250 v. Chr. waren bis 50 % höher als alles, was in den modernen Aufzeichnungen gemessen worden ist. Mit anderen Worten: Natürliche Klimaschwankungen – und nicht Kohlendioxid-Emissionen – haben in der Vergangenheit die schlimmsten Hochwasserereignisse verursacht.

Dies wirft ein schlechtes Licht auf die von Klimaaktivisten propagierten, von den Medien verbreiteten und von Politikern wiederholten Studien zur Zuordnung von Überschwemmungen. Diese modernen Studien stützen sich auf begrenzte Daten, meist aus den letzten 50 bis 100 Jahren, und gehen von einem direkten Zusammenhang zwischen Niederschlägen und Überschwemmungen aus. Die Realität ist jedoch viel komplexer, wie immer. Das Ausmaß der Überschwemmungen hängt von der Schneeschmelze, der Landnutzung, der Form der Flüsse und anderen Faktoren ab.

Die Forscher fanden auch heraus, dass allgemeine Klimazyklen – wie die nordatlantische Oszillation und langfristige solare Zyklen – die Hauptursachen für extreme Überschwemmungen in Europa sind. Diese Kräfte werden in den Klimamodellen natürlich ignoriert (oder bestenfalls heruntergespielt).

Das ist wichtig. Wenn die Klimamodelle die natürlichen Schwankungen unterschätzen, dann werden die Hochwasserrisiken falsch dargestellt. Der Öffentlichkeit wird erzählt, dass die aktuellen Ereignisse ohne Präzedenzfall sind, obwohl die Geschichte zeigt, dass dies nicht der Fall ist. Das führt zu schlechter Politik, verschwendeten Ressourcen und unnötiger Angst.

Wenn wir eine ehrliche Wissenschaft und einen effektiven Weg in die Zukunft wollen, müssen wir aufhören so zu tun, als hätte das Klima 1980 begonnen. Die Daten sind eindeutig – die schwersten Überschwemmungen fanden lange vor den modernen CO₂-Emissionen statt und wurden ausschließlich durch natürliche Einflüsse verursacht.

Die ganze Studie steht hier [frei zugänglich].

Link: https://electroverse.substack.com/p/ice-storm-cuts-power-to-400000-in?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 2. April 2025:

Temperatur-Historie des Monats April

Das Narrativ von der Klimakrise fällt in sich zusammen, wenn man sich die Daten ansieht – etwa historische Temperaturaufzeichnungen.

Nehmen wir zum Beispiel die hohen Temperaturen im April in den Vereinigten Staaten…

Nach Angaben der NOAA haben 38 US-Bundesstaaten ihre April-Höchsttemperaturen in oder vor 1980 gemessen, 24 dieser Rekorde wurden vor 1950 aufgestellt, 20 vor 1930.

Warum stammt die überwältigende Mehrheit der extremen Hitzerekorde aus dem frühen 20. Jahrhundert – oder sogar aus den 1800er Jahren? Es lohnt sich auch zu fragen: Könnte es sein, dass Trends – stark angepasst, geglättet und modelliert – leichter zu „beeinflussen“ sind als rohe Thermometerwerte? Trends können durch Verfahren der Bildung von Mittelwerten, die Auswahl der Datenstationen oder die Verschiebung der Basislinien beeinflusst werden. Allzeit-Rekorde hingegen sind hartnäckige Fakten – einzelne Punkte in der Zeit, die unangetastet bleiben.

Wenn wir uns wirklich in einem Klimanotstand befänden, würden wir dann nicht erwarten, dass wir in den letzten Jahren eine überwältigende Anzahl von Rekordwerten erleben?

Ich schließe mit einer weiteren unbequemen Realität:

Perverserweise wird diese gute Nachricht nicht gefeiert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-at-73c-heavy-snow-pounds-hits?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 4. April 2025:

Meeresspiegel lag in der Vergangenheit höher

Eine neue Studie in Global Change Biology zeigt, dass der Meeresspiegel vor 7000 bis 5000 Jahren 2 bis 3 Meter höher lag als heute.

Während dieses natürlichen Hochstands blühten die Korallenriffe im Roten Meer. Doch als der Meeresspiegel allmählich sank, hörte das Riffwachstum an Orten wie Eilat für fast 4000 Jahre vollständig auf. Das lag nicht an Hitzestress oder Kohlenstoffemissionen, sondern daran, dass die Riffe einfach nicht mehr tief genug waren, um sich auszubreiten oder nach oben zu wachsen. Es handelte sich um eine natürliche Begrenzung, verursacht durch die natürliche Verschiebung des Meeresspiegels.

Dies war kein isoliertes Ereignis. Die Studie fand übereinstimmende Muster von Korallenabbrüchen rund um den Globus – vom Great Barrier Reef bis Mexiko – die alle mit einem natürlichen Rückgang des Meeresspiegels vor etwa 4000 bis 2300 Jahren zusammenhängen. An vielen Orten gibt es praktisch keine Korallenfossilien aus dieser Zeit.

Dann, vor etwa 700 Jahren, senkte sich die Küstenlinie durch eine tektonische Verschiebung leicht ab und machte Platz für das erneute Wachstum der Riffe. Die Korallenvielfalt nahm wieder zu, und nach Jahrtausenden tauchten die gleichen Arten wieder auf.

Der Meeresspiegel lag viel höher als heute, so die Erkenntnis. Und die Korallenriffe haben diese Veränderungen überstanden und sich an sie angepasst. Der heutige geringfügige Anstieg des Meeresspiegels könnte den derzeit „gestrandeten“ Riffen sogar helfen, indem er ihnen den nötigen vertikalen Raum verschafft.

Die Vergangenheit erzählt wie immer eine Geschichte der natürlichen Variabilität und der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen.

[Hervorhebung im Original]

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Und auch noch dieses Schmankerl:

Unsicher!

Die CAGW-Kabale ist ein unsicherer Haufen – ein wissenschaftlicher Bereich, der das Bedürfnis hat, die Leute zu verfolgen, die ihn in Frage stellen…

Inschrift: Klima-skeptische Tweets: Monatliche Anzahl der Tweets, welche starke Formulierungen bzgl. Klima-Skeptizismus enthalten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/stellar-snow-year-at-mt-bachelor?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Mark Steyn und die Wende des Schicksals

Rael Jean Isaac

Was für einen Unterschied ein Jahr macht.

Vor einem Jahr war Michael Mann hocherfreut, nachdem er seine 12 Jahre alte Klage gegen die Journalisten/Propheten Mark Steyn und Rand Simberg wegen seiner Kommentaren gewonnen hatte, in denen er Manns berühmtes „Hockeyschläger“-Diagramm scharf kritisierte. Dieses Diagramm sollte einen starken Anstieg der globalen Temperatur nach der Industrialisierung belegen, der angeblich durch vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen verursacht wurde. Die kritischen Kommentare stammten von Steyn in einem Blog der National Review und von Simberg in einem Blog des Competitive Enterprise Institute (CEI).

Mann klagte gegen alle vier, aber 2021 gewannen National Review und CEI ein „Urteil im Schnellverfahren“ (ein merkwürdiger Begriff nach neun Jahren Rechtsstreit) mit der Begründung, dass Steyn und Simberg „unabhängige Auftragnehmer“ und keine Angestellten seien und keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge trügen).

Im Februar 2024 verurteilte ein Geschworenengericht des District of Columbia Steyn zur Zahlung von einer Million Dollar Strafschadenersatz an Mann. (Obwohl Steyns Vergehen vor allem darin bestand, Simberg zitiert zu haben, verurteilten die Geschworenen letzteren nur zu 1000 Dollar).

Während Mann sich freute, war Steyn deprimiert und wütend. Er hatte zwölf Jahre in der, wie er es nannte, „feuchten, stinkenden, verstopften Klärgrube der DC-Justiz“ verbracht. Der Fall hatte seine Finanzen und, wie er oft sagte, sein Leben ruiniert. Und als es schließlich zur Verhandlung kam, war er weit davon entfernt, Recht zu bekommen, sondern wurde zu einer hohen Strafe verurteilt, die den Rest seines Lebens zerstören könnte, das aufgrund eines schweren und mehrerer kleinerer Herzinfarkte ohnehin schon prekär war. Eine Berufung würde weitere Jahre und enorme zusätzliche Gerichtskosten nach sich ziehen.

Durch das Urteil ermutigt, versprach Mann, National Review und CEI (als Institutionen mit vermutlich tieferen Taschen) wieder in den Fall einzubeziehen. Er sagte, er glaube, dass das Urteil im Schnellverfahren „falsch entschieden“ worden sei. Mann kündigte an: „Sie sind die Nächsten“.

Ein Jahr später hatte sich das Blatt umgekehrt. Um zu verstehen, was geschah, muss man etwas über die rechtlichen Grundlagen des Falles wissen.

Manns Klage gegen Steyn konzentrierte sich auf seinen 270 Wörter langen Blogbeitrag im Corner-Bereich der Website von National Review. Darin zitierte er Simberg, der sich über die Verwaltung der Pennsylvania State University lustig gemacht hatte, weil sie seiner Meinung nach die Ermittlungen gegen Jerry Sandusky (den später verurteilten Footballtrainer) und Professor Mann vertuscht und beschönigt hatte. Mann, schrieb Simberg, „könnte man als den Jerry Sandusky des Klimawandels bezeichnen, nur dass er statt Kinder zu belästigen, Daten im Dienste der politisierten Wissenschaft belästigt und gequält hat“. Steyns Fokus lag auch auf der Penn State. Er distanzierte sich von der Analogie zu Sandusky, sagte aber, Simberg habe Recht: „Michael Mann war der Mann hinter der betrügerischen ‚Hockeyschläger‘-Grafik zum Klimawandel“ und „ob er nun ‚der Jerry Sandusky des Klimawandels‘ ist oder nicht, er bleibt der Michael Mann des Klimawandels, zum Teil, weil seine ‚Untersuchung‘ durch eine zutiefst korrupte Verwaltung ein Witz war.“

Manns Verleumdungsklage (nachdem National Review und CEI verschwunden waren) forderte sowohl von Steyn als auch von Simberg Schadensersatz und Strafschadensersatz. Um Schadenersatz zu erhalten, muss der Kläger nachweisen, dass er einen realen Verlust erlitten hat, entweder in finanzieller Hinsicht oder in Bezug auf seinen Ruf. Für Strafschadensersatz, so Richter Alfred Irving vom D.C. Superior Court vor den Geschworenen, muss der Kläger „durch eindeutige und überzeugende Beweise“ nachweisen, dass die Beklagten ihre Worte „entweder in dem Wissen, dass die Aussage falsch war, oder in rücksichtsloser Missachtung der Tatsache, ob sie falsch war oder nicht“ veröffentlicht haben und außerdem „Böswilligkeit, Bosheit, schlechten Willen, Rache oder die bewusste Absicht, dem Kläger zu schaden“ gezeigt haben. Der Richter überließ die Höhe des möglichen Strafschadensersatzes dem „guten Urteilsvermögen“ der Geschworenen.

Manns Beweis dafür, dass er einen tatsächlichen Schaden erlitten hat, war ein „böser Blick“, den er in seinem örtlichen Wegman’s-Supermarkt erntete, und ein angeblicher dramatischer Verlust an Fördermitteln. Mann hatte keine Beweise dafür, dass der „böse Blick“ einen der beiden beleidigenden Blogs gelesen hatte oder auch nur wusste, dass Mann etwas anderes als ein anderer Wagenschieber war. Was den Verlust von Fördergeldern betrifft, so wies Simbergs Anwalt darauf hin, dass die von Mann und seinen Anwälten vorgelegten Zahlen sich in der Offenlegungsphase des Verfahrens als um mehrere Millionen zu hoch erwiesen hätten. In der Tat konnten die Angeklagten zeigen, dass Manns Karriere nach den Blogs in die Höhe geschossen war, wie Steyn es ausdrückte, „wie sein Hockeyschläger“.

Der Richter wies die Geschworenen darauf hin, dass sie, wenn sie „keinen nachgewiesenen Schaden feststellen oder der Schaden nur spekulativ ist, einen nominellen Schadenersatz“ von z. B. 1 $ zusprechen können – was genau dem Betrag entspricht, den die Geschworenen Mann von jedem Beklagten zugesprochen haben. Bleibt noch der Strafschadenersatz, und hier kamen die Geschworenen, wie wir gesehen haben, zu einem ganz anderen Schluss.

Das Urteil der Jury warf offensichtliche Fragen auf. Warum die Million Dollar Strafschadenersatz gegen Steyn, wenn die Geschworenen befanden, dass Mann nur einen Dollar Schadenersatz verdiente? Die Gerichte haben in der Regel entschieden, dass der Strafschadenersatz nicht mehr als das Neunfache des Schadenersatzes betragen sollte, auch wenn das Verhältnis wesentlich höher sein kann. Aber eine Million zu eins? Das ist unvorstellbar. Obwohl Richter Irving die Geschworenen gewarnt hatte, dass es sich um einen Verleumdungsfall und nicht um einen Prozess über Klimawissenschaft handelte, kann man nur vermuten, dass die Geschworenen der Aufforderung von Manns Anwälten folgten, dass es an ihnen sei, „eine Botschaft zu senden“, dass „diese Angriffe auf Klimawissenschaftler aufhören müssen“.

Während des „voir dire“ (der Befragung von angehenden Geschworenen über ihre Voreingenommenheit, bevor sie ausgewählt werden) wurde enthüllt, dass alle von ihnen glaubten, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel ein ernstes Problem sei.

Aber das erklärt immer noch nicht die große Diskrepanz zwischen den tausend Dollar, mit denen Simberg bewertet wurde, und der Million, mit der Steyn bewertet wurde. Steyn bietet eine Erklärung an. Das Anwaltsteam von Mann stellte ihn als Teil einer wohlhabenden Elite dar und entlockte ihm im Zeugenstand, dass er lange Zeit als Ersatzmoderator für Rush Limbaugh tätig war. Steyn glaubt, dass dies ein Warnsignal für die durchweg demokratischen Geschworenen war (die Wahlbeteiligung in Washington liegt bei 95 % der Demokraten). Mann hatte den Fall an die notorisch fortschrittlichen Gerichte von D.C. ausgelagert, obwohl weder Mann noch die Angeklagten in D.C. ansässig waren.

Steyn lässt möglicherweise einen weiteren Faktor außer Acht. Um nicht noch mehr Geld zu verlieren, vertrat Steyn sich selbst in dem Prozess. Steyn ist brillant (sein IQ muss überdurchschnittlich hoch sein), und er lässt sich nicht gerne für dumm verkaufen. Während sein bravouröser Auftritt seine vielen Bewunderer erfreute, die den Prozess persönlich oder online verfolgten, lässt die Höhe des Preises vermuten, dass er die Geschworenen verärgerte.

Noch bevor der Fall abgeschlossen wurde, stellten Steyns Anwälte (obwohl er sich selbst verteidigte, hatte Steyn Anwälte an Bord) Anträge auf ein neues Verfahren.
Mehr als ein Jahr später antwortete Richter Irving. Er ordnete keine neue Verhandlung an, aber angesichts der hohen Kosten und des Zeitaufwands, die dies mit sich bringen würde, tat er wohl etwas Sinnvolleres. Er ordnete an, dass der Strafschadensersatz gegen Steyn, den er als „grob überhöht“ bezeichnete, auf lediglich fünftausend Dollar reduziert wird, die „maximale“ Summe, die Steyns Anwalt als angemessen bezeichnet hatte.

Aber es gab noch mehr gute Nachrichten. Eine Woche später reagierte Richter Irving auf Steyns Antrag, Mann zur Zahlung der Anwaltskosten zu verurteilen. Obwohl er dem Antrag nur teilweise stattgab, war die Rhetorik von Richter Irving vernichtend.

Was ihn besonders wütend machte, waren die falschen Behauptungen des Mann-Teams über einen enormen Verlust an Fördergeldern – was Richter Irving als „einen Affront gegen die Autorität des Gerichts“ bezeichnete. Das Team habe „eindeutig falsche Beweise“ vorgelegt und sich eines „böswilligen Fehlverhaltens“ schuldig gemacht, „das in seinem Umfang, Ausmaß und seiner Absicht außergewöhnlich ist“. Richter Irving sagte, er werde Sanktionen verhängen, um die Kosten zu decken, die den Angeklagten bei der Abwehr dieser „offenkundigen Falschdarstellungen“ entstanden seien. Steyn und Simberg wurden aufgefordert, ihre Kosten bis Ende März einzureichen, und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie die 5000 Dollar, übersteigen werden die Steyn als Strafschadenersatz schuldet. Simberg hat bereits einen Vorsprung, was den Strafschadenersatz angeht, da das Gericht im Januar eine Sanktion in Höhe von 9000 Dollar gegen ihn und CEI wegen anderen Fehlverhaltens des Mann-Teams während der Beweisaufnahme bestätigte.

Die Umkehrung des Schicksals ist sogar noch auffälliger. Jahrelang hatte National Review vergeblich versucht, die Anti-Slapp-Gesetze (Strategic Lawsuit Against Public Participation) der Stadt Washington gegen Mann anzuwenden. Diese Gesetze sollen Prozessbeteiligte davon abhalten, das Rechtssystem zu nutzen, um ihre Kritiker zum Schweigen zu bringen, indem sie denjenigen, die ihren Fall gewonnen haben, Anwaltskosten zusprechen. Im Januar 2025 erhielt National Review (nachdem der Fall 2021 im Schnellverfahren abgeschlossen worden war) schließlich 530.820 Dollar (weniger als die Hälfte des geforderten Betrags) für Anwaltskosten im Zusammenhang mit einem Teil von Manns Klage gegen das Blatt. (National Review hatte eine Verleumdungsversicherung, die auch für Steyn aufkam, aber eine solche Versicherung zahlt normalerweise nur einen Bruchteil der Kosten). Das Competitive Enterprise Institute würde jetzt mit Sicherheit eine ähnliche Klage über eine ähnliche Summe einreichen.

Nachdem er kurz davor stand, über eine Million Dollar zu gewinnen, wurde Mann innerhalb eines Monats möglicherweise für die gleiche beträchtliche Summe haftbar gemacht.

Auch wenn all dies wie ein durchschlagender Sieg für die Meinungsfreiheit aussieht, gibt es kein Happy End. Steyn hat wiederholt gesagt, dass der Prozess die Strafe ist. Während sich der Fall unerbittlich in die Länge zog (Richter Irving ist der sechste Richter und der Fall befindet sich nun im dreizehnten Jahr), lebten die Teilnehmer, zumindest diejenigen, die im Gegensatz zu Mann keinen Geldgeber haben, der ihre Rechnungen bezahlt (Manns Geldgeber ist immer noch nicht bekannt), unter ständigem emotionalem Stress und in der Angst, dass selbst der Tod ihre Schulden nicht tilgen kann.

Und der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Wie er versprochen hat, hat Mann gegen die Entscheidung des Gerichts, National Review und CEI zu entfernen, Berufung eingelegt. Er hat auch dafür plädiert, die Vollstreckung des Anti-SLAPP-Bescheids in Höhe von einer halben Million an National Review auszusetzen, während er Berufung einlegt. Obwohl er persönlich keine Anwaltskosten zu tragen hatte, fordert er sowohl von Steyn als auch von Simberg Gerichtskosten in sechsstelliger Höhe.

In Bleak House wird Jarndyce und Jarndyce über viele Generationen fortgesetzt, selbst nachdem das strittige Erbe unter der Last der Anwaltskosten verschwunden ist. Glücklicherweise wird sich der Fall Mann nicht so lange hinziehen wie der in Dickens‘ Roman, aber Steyn schätzt, dass die Berufungen noch zehn Jahre andauern könnten. Der begrenzende Faktor könnte die Bereitschaft von Manns Spender (oder Spendern) sein, weiterhin Geld in den Fall zu stecken, jetzt, wo ernsthafte Zahlungen an die Angeklagten drohen.

Als Test für den Schutz der freien Meinungsäußerung zeigt der Fall deren Anfälligkeit, wenn es um Themen geht, die in der Bevölkerung Leidenschaften wecken (vor allem progressive Leidenschaften wie der „Klimawandel“). Zu Beginn des Verfahrens reichten zahlreiche Organisationen, von der ACLU bis hin zur New York Times, Amicus-Schriftsätze im Namen von National Review und CEI ein. Doch in letzter Zeit gab es nur noch wenig Unterstützung von ihnen, als die negativen Entscheidungen gegen Steyn und Simberg eintrudelten.

Der Fall veranschaulicht vor allem das Versagen des amerikanischen Rechtssystems. Ein trivialer Fall, der in wenigen Monaten hätte erledigt werden sollen, hat sich über ein Jahrzehnt lang zu lächerlichen (und für die Angeklagten grausamen) Kosten hinziehen dürfen – und ein Ende ist nicht in Sicht. Um dieses Problem anzugehen, sind umfassende Strukturreformen erforderlich.

Authors Credit: Rael Jean Isaac is the author most recently of Roosters of the Apocalypse: How the Junk Science of Global Warming is Bankrupting the Western World

This article originally ran in American Thinker

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/03/mark-steyn-and-the-reversal-of-fortune/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Der Fall zeigt einmal mehr überdeutlich, wes Geistes Kind die Urheber des Klimawandel-Betrugs wirklich sind!




Präsident Trumps Energie-Dominanz-Agenda bringt den Klima-Moloch an den Rand des Zusammenbruchs

Tilak Doshi, THE DAILY SCEPTIC

Präsident Trump hat mit seiner „Energiedominanz“-Agenda weniger als 60 Tage gebraucht, um das gesamte Gebäude des Klima-Molochs, an dem über 30 Jahre lang gearbeitet worden war, in Gefahr zu bringen. Wie ein Großteil der Agenda des Präsidenten in der Außenpolitik, der Wirtschaftspolitik und den Kulturkriegen ist auch sein Energieteam mit Volldampf unterwegs und feuert politische und regulatorische Initiativen in einem Tempo ab, das die Reaktionsfähigkeit der Gegner überfordert. Das treibt die eifrigen Klima-Zeloten der vorigen Regierung in die Enge, um sich der Trump’schen Konterrevolution entgegenzustellen.

Es ist jedoch nicht ersichtlich, dass der Klima-industrielle Komplex – die von Bjorn Lomborg erwähnte unheilige Allianz zwischen „eigennützigen Unternehmen, großspurigen Politikern und alarmistischen Aktivisten“ – ohne weiteres gestoppt werden kann. Das schiere Ausmaß seines Einflusses durch renditesüchtige Unternehmen, linke Milliardärsstiftungen und unzählige Klima-NGOs, seine tiefe Verwurzelung in der westlichen Psyche und sein pädagogischer Einfluss auf die junge Generation von der Grundschule bis zur Universität dürfen nicht unterschätzt werden. Die vor der Trump- Regierung liegende Aufgabe steckt voller Herausforderungen, nicht zuletzt durch aktivistische Richter, die der Exekutivgewalt des Präsidenten bei jedem Schritt rechtliche Hindernisse in den Weg legen können.

Leftist Tears and Sceptic Schadenfreude

[Überschrift absichtlich im Original belassen! Übersetzung: Tränen der Linksextremen und Schadenfreude der Skeptiker. A. d. Übers.]

Ein kurzer Blick auf die jüngsten Schlagzeilen in den etablierten Medien zeigt, wie verzweifelt die wahren Gläubigen in der Klima-Kirche geworden sind. Ein am Mittwoch veröffentlichter Bloomberg-Meinungsartikel beklagt: Jahrelange Klimaschutzmaßnahmen werden in wenigen Tagen zunichte gemacht“. Die Co-Autoren Mark Gongloff und Elaine He haben eine detaillierte, wenn auch nicht erschöpfende Liste der klimarelevanten Maßnahmen der ersten 52 Tage der Trump-Regierung erstellt. Sie behaupten mit Bangen, dass „nichts uns auf den Umfang oder die Intensität des Angriffs auf die Klimaschutzmaßnahmen, die Trump entfesselt hat, hätte vorbereiten können“.

In einem Artikel des Wall Street Journal wird berichtet, dass sich die Industrie für fossile Brennstoffe an grünen Aktivisten „rächt“ und Umweltschützer „unter Präsident Trumps Maßnahmen zugunsten fossiler Brennstoffe und gegen den Klimawandel leiden“. Die New York Times beklagt, dass „Präsident Trump in wenigen Wochen die Fähigkeit der Regierung, den Klimawandel zu bekämpfen, schwer beschädigt hat und die amerikanische Umweltpolitik mit Maßnahmen umkrempelt, die dauerhafte Folgen für das Land und den Planeten haben könnten“. Der Guardian behauptet, dass die Trump-Beamten „den Umweltschutz dezimieren“ und die Environmental Protection Agency (EPA) „fast jede wichtige Verschmutzungsregel ins Visier nimmt, was Umweltschützer als einen Akt der ‚Bosheit gegenüber dem Planeten‘ bezeichnen“.

Es ist nicht verwunderlich, dass die perlenkettenartigen Bedenken der Klimafanatiker und ihrer Erfüllungsgehilfen in den Medien unter den Skeptikern zu offensichtlicher Schadenfreude geführt haben. Charles Rotter von der Website Watts Up With That? bezeichnet es genüsslich als „gesunden Menschenverstand, mit freundlicher Genehmigung von Herrn Trump“:

Es ist schwer, beim Lesen des Bloomberg-Meinungsartikels „Jahrelange Klimaschutzmaßnahmen werden von Trump in wenigen Tagen zunichte gemacht“ nicht zu lachen. Man hat das Gefühl, dass Mark Gongloff und Elaine He unter einem Schwall von Tränen wütend getippt haben und ihre zitternden Hände kaum in der Lage waren, ihre wiederverwendbaren Bambus-Tastaturen zu halten. Ihre Verzweiflung ist spürbar – und sehr unterhaltsam.

In einem Bild von zwei anstoßenden Champagnergläsern auf X verlinkt Mark Morano von Climate Depot den Bloomberg-Meinungsartikel mit den Kommentaren: „So wird’s gemacht! Vielen Dank, Herr Präsident! @realDonaldTrump“ und ‚Prost‘.

„Ein Dolch direkt ins Herz der Klimawandel-Religion“

Die progressive Denkfabrik Centre for American Progress behauptete, dass „die Vereinigten Staaten unter der Biden- Regierung mehr in Sachen Klimawandel erreicht haben als unter jeder anderen Regierung“. Wie die Obama-Regierung hat auch die Biden-Regierung alles in ihrer Macht Stehende getan, um im Rahmen eines „gesamtstaatlichen“ Ansatzes einen regulatorischen Angriff auf die US-amerikanische Öl-, Gas- und Kohleindustrie zu starten und gleichzeitig die Steuerzahler mit Großzügigkeit für die begünstigten „grünen“ Industrien zu überschütten. Dies gipfelte in der obszönsten Verschwendung in der Geschichte der US-Finanzen, die ebenso obszön als „Inflation Reduction Act“ bezeichnet wurde, um „erneuerbare“ Projekte zur „Rettung des Planeten“ vor einer „Klimakrise“ zu unterstützen.

Die Trump- Regierung hat einen radikalen Ansatz gewählt, um in der Energie- und Umweltpolitik ein gewisses Maß an Normalität mit Kosten-Nutzen-Analysen wiederherzustellen – dem Stoff, aus dem Brot und Butter für die Wirtschaft sind. Ähnlich wie ein guter Chirurg aggressive Maßnahmen ergreifen würde, um metastasiertes Krebswachstum im Körper eines Patienten zu entfernen, hat sich das Energieteam von Präsident Trump für eine grundlegende Überarbeitung der Energie- und Umweltpolitik entschieden, bei der die Kosten für die Unternehmen und das Wohlergehen der Verbraucher im Mittelpunkt stehen und nicht eine hypothetische, bevorstehende Klima-Apokalypse.

Während die Trump’sche Energiedominanz-Agenda ebenfalls eine „regierungsweite“ Anstrengung ist, sitzt der EPA-Administrator Lee Zeldin auf dem heißen Stuhl der Politik. Unter seiner Leitung hat die Behörde die weitreichendsten Deregulierungsmaßnahmen in der Geschichte der USA eingeleitet. In 31 Einzelmaßnahmen versucht die Behörde, „Billionen von Dollar an Regulierungskosten und versteckten Steuern“ zu beseitigen, um die Lebenshaltungskosten für amerikanische Familien zu senken und die Preise für lebenswichtige Dinge wie den Kauf eines Autos, die Heizung eines Hauses und den Betrieb eines Unternehmens zu reduzieren. Zeldin sagte, er trage dazu bei, „einen Dolch direkt in das Herz der Klimawandel-Religion“ zu treiben.

Die formelle Überprüfung des „Endangerment Finding“ durch die EPA wird diesen Dolch ins Rollen bringen. Diese Feststellung ermächtigte die Obama-EPA, CO₂ als „Kriterienschadstoff“ zu regulieren, der definitionsgemäß die menschliche Gesundheit schädigt. Sie gab den Regierungsbehörden einen Freibrief, den Krieg gegen fossile Brennstoffe zu führen und die Wahl der Verbraucher bei Geräten und langlebigen Konsumgütern einschließlich Autos zu regulieren. Sie hat Investitionsanreize manipuliert, um „grüne“ Projekte zu begünstigen. Der „Clean Power Plan“ der Obama-Regierung zwang Kohle- und neue Erdgaskraftwerke zu nicht verfügbaren Technologien, um unzuverlässigen, unsteten Wind- und Solarstrom zu begünstigen. Sie führte Vorschriften für Elektrofahrzeuge über Auspuffemissionsnormen ein, die das Todesurteil für Benzin- und Dieselfahrzeuge bedeutet hätten.

Das Endangerment Finding wurde durch das Chevron-Urteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 1984 bestätigt, die den Regulierungsbehörden einen großen Spielraum bei der Auslegung von Rechtsvorschriften einräumt. Dies gab der von den Demokraten geführten EPA die Kontrolle über CO₂-Emissionen und damit über die meisten menschlichen Aktivitäten. Die Aufhebung des Chevron-Dependenzprinzips durch den Obersten Gerichtshof im vergangenen Jahr und die wahrscheinlich erfolgreiche Aufhebung der Gefährdungsfeststellung durch Zeldin sind ein gutes Omen für Präsident Trumps Agenda der Energie-Dominanz.

Das Ende des Net-Zero-Wahns

Vor Gericht bedeutet die Abschaffung des Chevron-Prinzips, dass die Privilegien einer nicht rechenschaftspflichtigen, parteiischen Bürokratie bei der Umsetzung der öffentlichen Politik wegfallen. Im Gerichtssaal der öffentlichen Meinung hat die Wahl von Donald J. Trump eine Rückkehr zur Normalität in der Energie- und Umweltpolitik angestoßen. Die dystopische Net-Zero-Politik hat die Staatsmaschinerie in den USA nicht mehr im Würgegriff. Leider werden populistische politische Parteien in der EU und in UK – die als „rechtsextrem“ verteufelt werden – weil sie sich gegen kostspielige und einschneidende Vorschriften und Regelungen zum Klimawandel einsetzen, von politischen Brandmauern und willfährigen Medien marginalisiert.

In der Politik ist nichts sicher. Die Trump-Regierung hat mindestens bis zu den Zwischenwahlen alle Hände voll zu tun, und die Befürworter der „Energiedominanz“ können nichts als selbstverständlich ansehen. Bis zu den Zwischenwahlen kann die Strategie der Trump’schen Konterrevolution nur lauten: „Volldampf voraus“ und „keine Gefangenen machen“. Ein „Gentleman-Kampf“ nach den Regeln des Marquess of Queensberry, wie ihn Victor Davis Hanson seit langem anmahnt, wird nicht ausreichen.

Dr. Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO₂ Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/03/president-trumps-energy-dominance-agenda-leaves-climate-juggernaut-on-brink-of-collapse/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Klimapolitik-Wandel von Trump dürfte amerikanische Landwirte vor einer Katastrophe bewahren

Vijay Jayaraj

Während die Nachrichten über Präsident Trumps Zölle und sein hartes Durchgreifen gegen die fragwürdige Finanzverwaltung der Bundesbehörden in den letzten Wochen die Medienberichte beherrschten, hat sich in der Agrarpolitik ein stiller Wandel vollzogen.

Die Anordnung, Hinweise auf den Klimawandel von den Websites des US-Landwirtschaftsministeriums zu entfernen, signalisiert eine Abkehr von der Bürokratie der Klimavorschriften für inländische landwirtschaftliche Praktiken und von den Bedingungen, die an die US-Unterstützung der Landwirtschaft im Ausland geknüpft sind.

Über die US-Behörde für internationale Entwicklung hat die US-Regierung Millionen von Dollar in klimabezogene Programme gesteckt, die keine positiven Auswirkungen auf das Klima haben konnten – und damit die „grüne“ Orthodoxie über die landwirtschaftliche Produktivität gestellt.

Einige dieser Programme wurden mit anderen Aktivitäten in ländlichen Agrargemeinschaften verknüpft. USAID und die U.S. International Development Finance Corporation haben sich beispielsweise an einer „Kreditgarantie in Höhe von 55 Millionen Dollar beteiligt, um die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 durch die Unterstützung von Krediten an Erzeugerorganisationen von Landwirten, Ag-Tech-Unternehmen und Unternehmen anzugehen, die sich mit sauberen Energielösungen für den Agrarsektor befassen“. Ein 1,5-Millionen-Dollar-Programm beispielsweise sollte zur „Stärkung“ von Klimaaktivistinnen im Norden Kenias beitragen.

USAID ging auch Partnerschaften mit Organisationen wie dem Research Program on Climate Change, Agriculture and Food Security (Forschungsprogramm für Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit) ein, das in Entwicklungsländern tätig ist und sich auf so genannte Forschungsthemen konzentriert, zu denen eine emissionsarme Entwicklung, Klimadienstleistungen und Sicherheitsnetze, die Ausweitung einer „klimafreundlichen“ Landwirtschaft sowie Gender und soziale Integration gehören.

All diese Ausgaben wurden im Rahmen der USAID-Klimastrategie 2022-2030 getätigt, einem 150 Milliarden Dollar schweren „behördenweiten Ansatz“ zur Schaffung einer „gerechten Welt mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen“.

Die finanzielle Unterstützung von Landwirten und Unternehmen durch USAID wurde von der Einhaltung einer absurden Klimaagenda und perversen Ansichten über die menschliche Natur abhängig gemacht, die nichts mit der Ernährung hungriger Menschen zu tun haben.

Durch das Einfrieren dieser Mittel seitens der Regierung werden Gelder für Hunderte solcher Programme gestrichen, welche die Anwendung vernünftiger landwirtschaftlicher Praktiken in Ländern wie Afrika, Asien und Lateinamerika behinderten.

Nicht nur Landwirte im Ausland werden von der Abschaffung der Klimainitiativen von USAID profitieren. Zu den ersten Opfern des aktuellen Politikwechsels wird das unwissenschaftliche 3,1-Milliarden-Dollar-Programm gehören, das die Reduzierung von Treibhausgasemissionen in landwirtschaftlichen Betrieben in 55 US-Bundesstaaten und Territorien durch 135 Projekte fördern soll.

Stellen Sie sich ein Programm vor, das das Wachstum von Pflanzen fördern soll, ihnen aber das Kohlendioxid entzieht, das die Photosynthese ermöglicht. CO₂ ist für das Pflanzenleben – und letztlich für alles Leben – unabdingbar.

Die NASA führt die Begrünung eines Großteils des Planeten in den letzten 100 Jahren auf den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre zurück. Programme, die darauf abzielen, den Kohlendioxidgehalt zu senken, sind daher einfach nur destruktiv – Punkt.

Ohne die mutigen Schritte von Präsident Trump wären die US-Landwirte wahrscheinlich unter die Zwänge der von außen auferlegten Klimarahmenbedingungen geraten, die in vielen Fällen die Innovation erstickt und die Wettbewerbsfähigkeit der US-Landwirte auf der Weltbühne verringert hätten.

Das USDA verfolgt die Treibhausgasemissionen im Rahmen des Programms für klimafreundliche Land- und Forstwirtschaft. Zu diesen Initiativen gehört, dass die US-Landwirte gezwungen werden, Bewässerungssysteme mit geringerem Druck einzusetzen, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken. Andere Maßnahmen zielen darauf ab, die Menge und Qualität der Nährstoffe in der Nahrung zu manipulieren, um die Methanemissionen aus dem Verdauungstrakt der Tiere zu verringern. Es war wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis die kritischen Stickstoffdünger als Quelle von Treibhausgasemissionen ins Visier genommen werden – wie es in einigen anderen Ländern bereits der Fall ist.

Im Gegensatz dazu haben Länder wie China und Indien der Produktivität und Ernährungssicherheit Vorrang vor solchen Praktiken eingeräumt. Sie haben massiv in auf fossilen Brennstoffen basierende landwirtschaftliche Technologien und Produkte investiert und damit Rekorderträge für ihre riesigen Bevölkerungen erzielt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Klimagelder, die diese Länder angeblich für „Klimagerechtigkeit“ erhalten haben, möglicherweise Projekte für fossile Brennstoffe finanziert haben. Zu oft haben die amerikanischen Steuerzahler die Rechnung für Projekte in Übersee bezahlt, die wenig oder gar nichts Gutes bewirken.

Die hochpolitisierte, fabrizierte Klimakrise, die auf fehlerhaften Klimamodellen und Übertreibungen des sogenannten Treibhauseffekts beruht, sollte nicht die unmittelbaren wirtschaftlichen und betrieblichen Sorgen der Landwirte in den USA und anderswo überschatten.

Trumps Rückzug aus internationalen Klimainitiativen einschließlich des Pariser Klimaabkommens war ein Sieg für die amerikanischen Landwirte und Steuerzahler. Seine Entscheidung beendete die Beteiligung der USA an kostspieligen und unrealistischen Vorschriften – wie der Net-Zero-Agenda – welche die globale Wirtschaft belastet und die Unruhe unter Landwirten und der breiten Öffentlichkeit geschürt haben.

This commentary was first published at Blaze Media on March 29, 2025.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/03/trumps-climate-policy-shift-could-save-american-farmers-from-disaster/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE