Kältereport Nr. 15 / 2025

Vorbemerkung: In vielen Gebieten der Nordhalbkugel will der Winter nicht weichen – auf allen Kontinenten. Schwerpunktmäßig ist hier Osteuropa sowie das östliche und südöstliche Mitteleuropa zu nennen.Wenngleich Kälterückfälle im April natürlich nichts Besonderes sind, so ist es deren Intensität aber wohl doch, werden doch verschiedentlich neue Kälterekorde aufgestellt.

Weiter unten ist auch ein Beitrag übernommen, der zwar keine aktuelle Kaltmeldung ist, aber doch in die Richtung geht, nämlich katastrophale Auswirkungen im Amazonas-Regenwald, wenn sich Luftmassen antarktischen Ursprungs bis dorthin durchsetzen.

Grönland: Erneut aktuell erheblicher Zuwachs

Am Wochenende ist die grönländische Oberflächen-Massenbilanz (SMB) sprunghaft gestiegen und hat um mehrere Gigatonnen Eis zugenommen. Diese Spitze ist Teil eines konstanten Trends der letzten Jahre – überdurchschnittliche Massenzuwächse im Vergleich zur Basisperiode 1981-2010.

Der Anstieg vom Wochenende ist auch kein Einzelfall. Die tägliche SMB-Grafik zeigt monatelang eine regelmäßige Akkumulation, die von starken Zuwächsen unterbrochen wird – eine Realität, die weit von den alarmistischen Behauptungen entfernt ist.

Anfang der 2000er Jahre sagte man uns, Grönland sei auf dem besten Weg, eine überdimensionale Pfütze zu werden. Stattdessen liegt der SMB-Wert über dem 30-jährigen Durchschnitt, wie schon in sechs der letzten acht Saisons.

Einschub des Übersetzers: Kommentator Marvin Müller hat in einem Kommentar zu einem früheren Kältereport auf den Unterschied hingewiesen zwischen der Oberflächen-Massenbilanz und der Gesamt-Massenbilanz. Cap Allon beschreibt in seinen Bulletins ausschließlich Ersteres, während Letzteres im Vergleich zur Graphik oben so aussieht:

Fazit: Die Oberflächen-Massenbilanz muss noch ziemlich lange so positiv bleiben, bis es sich auf die Gesamt-Massenbilanz auswirkt.

In späteren Kältereports wird nicht mehr gesondert auf diesen Punkt hingewiesen, sondern auf diesen Kältereport verlinkt. Die Leser werden gebeten, den Unterschied im Hinterkopf zu behalten.

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USA: Rekord-Aprilschnee in New Mexico und Texas

Ein selten intensiver April-Kaltluftvorstoß erfasste an diesem Wochenende New Mexico und Texas und sorgte für heftigen Schneefall, böigen Wind und weit verbreitete Stromausfälle – ein seltener Anblick im Frühling.

Besonders betroffen waren die nördlichen Berge von New Mexico, wo die Schneefälle selbst in Gebieten unterhalb von 2600 m mehr als 30 cm betrugen.

Der Nationale Wetterdienst in Albuquerque meldete anhaltende Schneefälle über das Wochenende, die vor allem die südlichen und nördlichen Berge sowie den Osten von New Mexico betrafen.

Jenseits der Grenze in Texas brachte der Sturm den stärksten Aprilschnee seit über zehn Jahren.

Bis Samstagnachmittag hatten sich in den South Plains und im Panhandle etwa 13 cm Schnee angesammelt, wobei in Lubbock der stärkste Aprilschneefall seit 2013 verzeichnet wurde. Zehntausende Menschen waren von Stromausfällen betroffen, und das TxDOT [Texas Department Of Transportation] warnte vor vereisten Straßen.

Aprilschnee ist in dieser Region selten. Den letzten messbaren Aprilschnee in Lubbock gab es im Jahr 2013. In Amarillo übertrafen die 5 cm, die dort bis Samstag 13 Uhr gemeldet wurden, den alten Tagesrekord von 4 cm, der am gleichen Tag im Jahr 1895 aufgestellt worden war. Die Schneeflocken des Wochenendes sorgten auch für den stärksten Aprilschnee in Amarillo an einem beliebigen Tag seit 1917.

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Es schneit in Kosovo

In der Hauptstadt des Kosovo Pristina schneit es derzeit.

Das Hydrometeorologische Institut des Kosovo berichtet von einer raschen Veränderung der Troposphäre, die zu einem starken Rückgang der Tages- und Nachttemperaturen führte. Selbst in tiefer gelegenen Regionen begann es zu schneien – ein seltenes Ereignis für diese Jahreszeit.

Wer will, kann sich dieses Youtube-Video dazu anschauen.

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Kälte in Polen

Auch in Polen zog am Samstag eine seltene und heftige Frühlingskaltfront aus dem Norden heran und brachte Schnee, starken Wind und einen Temperatursturz mit sich. Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) gab landesweit Wetterwarnungen heraus.

In vielen Regionen, selbst im Osten, fiel Schnee – höchst ungewöhnlich für den April. In Olsztyn (Allenstein) gab es einen kurzen, aber heftigen Schneesturm mit Donner und Wind, der 20 cm Frühlingsschnee fallen ließ. In den Gebirgsregionen kam es zu Schneestürmen. In der Tatra wurden bzw. B. in Kasprowy Wierch 80 cm Schnee und Tiefstwerte von -14 °C registriert.

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Russland: Frühjahrs-Schneesturm in Moskau

Seltene Schneestürme fegten am Sonntag durch Moskau und begruben den Roten Platz unter einer Schneedecke bis 15 cm.

Es wird erwartet, dass die Stadt zwischen Sonntag und Montag die Schneemenge eines ganzen Monats erhalten wird, was die ersten Anzeichen des Frühlings abrupt beendet. Die Temperatur ist wieder unter den Gefrierpunkt gefallen, nachdem sie am Freitag noch 16 Grad erreicht hatte, was viele überrascht hat.

Link: https://electroverse.substack.com/p/big-gains-on-greenland-record-april?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 8. April 2025:

Bulgarien: Schneesturm und Frost

Starker Schneefall und eisige Temperaturen haben am Montag weite Teile Bulgariens heimgesucht. Ein Kälteeinbruch im April hat den Reiseverkehr behindert und die Obsternte des Landes ernsthaft gefährdet.

Schneefall wurde über dem Schipka-Pass gemeldet, wo glatte, nicht gestreute Straßen und vereiste Stellen das Fahren gefährlich machten, wobei die Sicht in der Nähe des Republik-Passes fast null war.

Auch in der Region Sofia hat starker Schneefall Fahrzeuge zum Stillstand gebracht. Auf der Struma-Autobahn sind die Bedingungen tückisch, während die Fahrer auf dem Petrohan-Pass in tiefen Verwehungen stecken geblieben sind. In der Nacht zum Montag waren in Sofia rund 60 Schneeräumer im Einsatz.

In Smolyan sind die Bedingungen noch schlechter. Der Frühjahrsschnee hat hier in den höheren Lagen die 40 cm-Marke überschritten. Der stellvertretende Gouverneur der Region Adrian Petrov warnte vor winterlichen Bedingungen mit nächtlichen Tiefsttemperaturen bis -7 °C.

In den Bergen wurde auf dem Musala-Gipfel* eine bemerkenswerte Temperatur von -17,6 °C gemessen.

[Dieser Berg liegt auf fast 3000 m Seehöhe. A. d. Übers.]

Der April-Schnee erreichte sogar noch das Schwarze Meer:

Die Kälte traf die bulgarische Landwirtschaft zu einem kritischen Zeitpunkt, da er blühende Obstbäume bedeckte und die Bestäubung gefährdete.

Die Kälte hat die Bienen in ihren Bienenstöcken gehalten und die empfindlichen Blüten in weiten Teilen des Landes beschädigt. Pfirsiche, Pflaumen und Mandeln – die sich bereits in der frühen Knospenphase befinden – wurden besonders hart getroffen, ebenso wie junge Setzlinge, Weinberge und Frühgemüse.

Die Schäden folgten auf einen Frost im Februar im Norden des Landes mit Tiefstwerten bis -24°C. 90 % der Aprikosenbäume fielen ihm zum Opfer, und auch spätere Sorten wie Äpfel und Birnen waren betroffen. Bulgarien könnte gezwungen sein, auf importierte Früchte zurückzugreifen. Viele Erzeuger, die durch die begrenzte staatliche Unterstützung frustriert sind sagen, dass sie gezwungen sein könnten, große Teile ihrer Obstplantagen aufzugeben oder zu fällen.

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Albanien: Kälte und Schnee

Das nahe gelegene Albanien wurde ebenfalls getroffen, und es wurden starke Schneefälle im Norden, Osten und Südosten gemeldet.

Die stärksten Schneefälle gab es in den Bezirken Lezha und Kukës, wo 27 Schneepflüge und Salzstreuer im Einsatz waren. Auch entlang der Strecke Elbasan-Qafë Thanë wurden hohe Schneemengen gemessen. Im Süden, in Zgosht-Ura Cerenec, fielen seltene 10 cm.

In der Region Korça fällt in Gebieten oberhalb von 500 Metern Schnee.

Für Dienstag wird weiterer Schnee erwartet. Auch die Temperaturen werden für den April ungewöhnlich niedrig bleiben mit Frost in den Bergen.

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Schnee in der Türkei

Der europäische Kälteeinbruch hat auch die Türkei erreicht und ist über fast alle 81 Provinzen hinweggezogen, hat seltenen Aprilschnee gebracht und dem Frühling ein Ende gesetzt.

Der seltene Aprilschnee hat unter anderem den Bezirk Keşan in Edirne bedeckt. Auch im Stadtzentrum von Edirne kam es am frühen Montagmorgen zu Schneefällen. Andere thrakische Provinzen, darunter Tekirdağ und Kırklareli, meldeten ähnliche Bedingungen – ein seltener Anblick so tief im Frühling.

In Istanbul könnte es in den kommenden Tagen in den höher gelegenen nördlichen Bezirken zu Nassschnee kommen. Im Osten hat es in Städten wie Kars und Ardahan bereits heftig geschneit – obwohl man an strenge Winter gewöhnt ist, gilt Schnee im April hier als seltenes Ereignis.

Fröste im südöstlichen Marmara, in den Regionen der inneren Ägäis und in Zentralanatolien haben Alarm für frühe Ernten und blühende Obstgärten ausgelöst. Die Vorhersage sieht Temperaturen von – 2 °C in Ankara, 2 °C in Istanbul und 5 °C in İzmir vor – weit unter den saisonalen Normen.

Der Kälteeinbruch wird voraussichtlich bis in die nächste Woche andauern.

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Griechenland: Ebenfalls starke Schneefälle und Kälte

Auch in Griechenland sieht es eher nach Dezember als nach Mitte des Frühlings aus.

Die Schneefälle begannen am Sonntag und verstärkten sich bis Montag, so dass selbst tief gelegene Gebiete unter einer dicken Schneedecke begraben wurden. Ortschaften wie Hortiatis, Panorama, Retziki, Melissochori, Oreokastro und mehrere Dörfer in der Gemeinde Lagkadas erwachten unter einer weißen Decke.

In ganz Thessaloniki und den umliegenden Gebieten wurden nach 20 cm Schnee die Straßen gesperrt. Aufgrund der gefährlichen Bedingungen wurden auch mehrere Schulen in diesen Gebieten geschlossen.

Örtliche Meteorologen haben dieses Ereignis als „einen der ungewöhnlichsten spätsaisonalen Schneefälle der letzten Zeit“ bezeichnet.

Während der April normalerweise mildes Wetter und blühende Landschaften mit sich bringt, wurden in den Bergen Tiefstwerte von -18,6 °C gemessen – ein nationaler Rekord, d. h. in Griechenland war es in einem April noch nie so kalt wie in diesem Jahr.

Gleiches gilt auch für die Slowakei und Rumänien. In Vârful Omu wurden am frühen Dienstagmorgen -18,6°C gemessen, in Lomnický štít in Rumänien -19,6°C.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snowstorm-and-deep-freeze-sweep-bulgaria?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 9. April 2025:

Moskau, Russland: Schneemengen wie im Januar

Das für die Jahreszeit untypische Schneewetter hält in Moskau an, und die Schneehöhen in der Region erreichen inzwischen Werte wie im Januar.

Am 8. April erreichte die Schneehöhe bei VDNKh 11 cm – die gleiche Höhe, die am Neujahrstag nach nächtlichem Schneefall gemessen wurde. Im Zentrum Moskaus wurden 10 cm gemeldet, in den nördlichen Bezirken der Stadt 18 cm. Die größte Ansammlung von Schnee in der Umgebung gab es in Malojaroslavets mit 21 cm.

Der für den April ungewöhnlich intensive Wintereinbruch wird voraussichtlich bis Mittwoch andauern. Die Temperaturen werden um 0°C schwanken.

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Kanada: Kälte und Schnee bis in den Süden

Der Winter ist in weiten Teilen Kanadas und vor allem im Süden Ontarios zurückgekehrt. Toronto erlebte einen der kältesten Apriltage seit Beginn der Aufzeichnungen – eine Region, die noch immer mit dem Eissturm vom 30. März zu kämpfen hat und in der mehr als 35.000 Verbraucher noch immer ohne Strom sind.

… Die Kälte war in der Morgendämmerung am schlimmsten, die Temperatur sank auf -6°C – ein krasser Unterschied zum saisonalen Durchschnitt von 10°C. Selbst mit etwas Sonnenschein am Nachmittag kämpfte die Stadt damit, die 0°C-Marke zu erreichen.

Obwohl es für den April historisch kalt ist, konnte Toronto keine neuen Rekorde aufstellen. Der kälteste 8. April ist nach wie vor der -10°C-Wert aus dem Jahr 1972, und der niedrigste Tageshöchstwert stammt aus dem Jahr 1926 mit -2,8°C.

Dennoch war der Dienstag in Toronto der kälteste April-Tageshöchstwert seit einem Jahrzehnt und einer der kältesten in den über 100 Jahren, in denen Daten vorliegen.

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Kälte tötet: Die wahre Bedrohung des Amazonas’

Die Forscher Kim Lea Holzmann und Pedro Alonso-Alonso brachen zu einer einjährigen Feldstudie tief im peruanischen Amazonasgebiet auf. Sie hatten mit Hitze, Feuchtigkeit und Moskitos zu kämpfen – nicht mit Kälte. Doch im Juni 2023, auf halber Strecke ihrer Expedition, fielen die Temperaturen von 23,9 °C auf raue 10,5 °C und blieben dort fast eine Woche lang.

Auch dies war kein außergewöhnliches Ereignis. Zwischen 1980 und 2017 wurden in der Region 67 solcher Kältewellen registriert – starke Temperaturstürze, verursacht durch nach Norden drängende Luftmassen antarktischen Ursprungs. Trotz jahrzehntelanger Warnungen in der Öffentlichkeit, dass sich die Erde überhitzt, bleibt hier, an einem der wärmsten und artenreichsten Orte der Erde, die Kälte die unmittelbarere und tödlichere Bedrohung.

[Hervorhebung im Original]

Die Insektenaktivität brach fast über Nacht zusammen, stellten sie fest. Sowohl fliegende als auch bodenbewohnende Arten verschwanden im Wesentlichen. Der Regenwald wurde still. Und selbst als es wieder wärmer wurde, blieben viele Arten verschwunden. Die Zahl der Mistkäfer zum Beispiel blieb auch Monate später noch ungewöhnlich niedrig.

Die Daten zeigten mehr als nur das Fehlen der Fauna. In einer kontrollierten Laborumgebung sammelte das Team Insekten und kühlte sie langsam auf Bedingungen ab, die denen im Regenwald ähnelten. Ein Viertel der Arten verfiel in Torpor – einen Zustand der Lähmung.

Auch Säugetiere waren davon betroffen. Kamerafallen zeichneten einen steilen Abfall der Aktivität auf, da sich die Tiere wahrscheinlich zusammenkauerten, um Energie zu sparen. Und obwohl die Forscher keine offiziellen Daten über Vögel, Reptilien oder Amphibien sammelten, stellten sie eine unheimliche Stille fest. Der Wald, der normalerweise vor Leben strotzt, wurde still. Die Kälte machte nicht nur den Wildtieren zu schaffen – sie legte das gesamte System lahm.

Die in der Zeitschrift Biology Letters veröffentlichte Studie wird nun als Beweis dafür angeführt, dass „der Klimawandel das Wetter unberechenbarer macht“. In Wirklichkeit zeigt die Studie jedoch, dass Kälteperioden im Amazonasgebiet häufig vorkommen und gefährlicher sind, als viele zugeben wollen.

Trotz aller Panikmache über steigende Temperaturen ist es immer der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Wärme unterstützt das Leben. Kälte erstickt es. Der Regenwald selbst – der in der Klimarhetorik so oft als Symbol verwendet wird – erinnert uns daran, dass ohne Wärme alles aufhört.

Kälte ist tödlich. Dies ist ein wichtiger Punkt, den die Klimaille nicht erkennt. Ein weiterer: Das Klima ist ein chaotisches, nichtlineares, dynamisches, multivariates System – Kohlendioxid steuert es NICHT.

Link: https://electroverse.substack.com/p/moscow-snow-reaches-january-levels?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 10. April 2025:

Osteuropa: Weiterhin Frühjahrs-Frost

Eine arktische Luftmasse hat sich über Osteuropa intensiviert und die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken lassen – vom Baltikum bis zum Balkan.

In der Nacht zum Mittwoch erreichten Städte wie Alytus in Litauen Tiefstwerte von -6,6 °C, während es in Łódź in Zentralpolen -6,1 °C kalt wurde. Auch weiter südlich sanken die Temperaturen in den Minusbereich: In Kiew wurden -3,5 °C und in Sofia -4,1 °C gemessen.

In den höheren Lagen war es sogar noch kälter. In den Karpaten, dem Balkangebirge und der Tatra liegen die Temperaturen in einigen Tälern und exponierten Gebirgskesseln bei fast -20 °C, und in den nächsten 48 Stunden ist mit weiteren Rückgängen zu rechnen.

Diese Temperaturen sind für den April ungewöhnlich – vor allem in Südeuropa. Während im arktischen Skandinavien zu dieser Jahreszeit mit Frost und Glätte zu rechnen ist, ist dies in Mittel- und Südosteuropa weitaus seltener der Fall.

Diese extreme Kälte, kombiniert mit spätem Schneefall und vereisten Straßen, hat zu zahlreichen Wetterwarnungen geführt.

Der Kälteeinbruch in Osteuropa wird die ganze Woche über andauern und die Temperaturen weit unter dem Durchschnitt halten.

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Kanada: Rekord-Aprilkälte

Der Winter ist diese Woche in weiten Teilen Kanadas zurückgekehrt, wobei ein Kälteeinbruch bis in den Süden Ontarios vorgedrungen ist.

Am Mittwochmorgen sank die Temperatur in Ottawa auf -13,5 °C und brach damit den bisherigen Rekord vom 9. April 1997 (-11,3 °C). Es war einer der kältesten Aprilmorgen, die je in der Hauptstadt gemessen worden sind und der niedrigste Monatstiefstwert seit 1983.

Ottawas Normen für diese Jahreszeit sehen für die Nacht Tiefstwerte von 0°C vor.

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Antarktis: Früher Winterbeginn

In der Antarktis wurden einige der tiefsten April-Temperaturen seit langem gemessen.

Am 9. April sank die Temperatur an der Concordia Station um 19:44 UTC auf -77,2°C. Die nahe gelegene automatische Wetterstation Dome CII meldete um 20:58 UTC -75°C.

Diese Werte sind für den April außergewöhnlich niedrig. In Concordia liegt der durchschnittliche Tiefstwert für den Monat bei -65,6 °C, wobei die historischen Tiefstwerte bei -77,8 °C liegen – je nach Datensatz. Damit ist der jüngste Wert von -77,2 °C einer der niedrigsten April-Temperaturen in den Aufzeichnungen. Solche Temperaturen sind eher typisch für die Wintermitte im Juni oder Juli.

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-freeze-grips-eastern-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 11. April 2025:

Frühjahrs-Schnee in der Ukraine

In den ukrainischen Karpaten hat es geschneit, und auf dem Berg Pip Ivan Chornohirskyi wurden Schneeverwehungen bis zu einem Meter gemeldet.

Nach Angaben von Bergrettern in der Region waren die Bedingungen am 10. April besonders schlimm: -10 °C, dichter Nebel, Sichtweiten nahe Null und anhaltende Winde aus West-Nordwest.

So starke Schneefälle im April gelten als selten.

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Schnee auf Teneriffa

Kaltluft arktischen Ursprungs bescherte dem Berg Teide auf Teneriffa, einem Teil der spanischen Kanarischen Inseln vor der Nordwestküste Afrikas, im April Schnee.

Auf dem Teide, dem mit über 3.700 Metern höchsten Berg Spaniens, fällt im Winter gelegentlich Schnee. Doch Schnee im April ist selten, und der Kaltluftvorstoß überraschte sowohl Einheimische als auch Besucher, indem sie den Gipfel des Vulkans in Weiß hüllte.

Der Sturm hinterließ einen dramatischen Kontrast – unten die Strände in der Sonne, oben der Gipfel in Weiß.

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Island friert

Auch in weiten Teilen Islands, einschließlich Reykjavík, hat es geschneit.

Aprilschnee ist zwar nicht ungewöhnlich, aber diese Art von weit verbreiteter Anhäufung ist selten, vor allem in niedrigeren Lagen.

Die Bedingungen haben in mindestens sechs isländischen Skigebieten, darunter Bláfjöll, Dalvík, Hlíðarfjall, Húsavík und Siglufjörður, „Pulverschnee-Alarm“ und „Schneesturm-Warnungen“ ausgelöst.

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USA: Schneedecke von Tahoe (Kalifornien) bis in die Neuengland-Staaten

Der Winter feierte in dieser Woche ein dramatisches Comeback und überzog Skigebiete von der Sierra Nevada bis zum nördlichen Vermont mit Neuschnee. Dieser sorgte in ganz Nordamerika für eine Verlängerung der Skisaison.

In Kalifornien gruben sich die Skigebiete am Lake Tahoe aus bis zu 1,2 m Neuschnee aus, nachdem ein heftiger Frühlingssturm durchgezogen war. Kirkwood und Northstar kündigten schnell eine Saisonverlängerung bis zum 20. April an, während Palisades Tahoe und Mammoth bis zum Memorial-Day-Wochenende geöffnet bleiben wollen.

In den Rocky Mountains haben Skigebiete wie Arapahoe Basin und Arizona Snowbowl kürzlich mehr als 45 cm verzeichnet. Berichten zufolge herrschten dort „mitten im Winter“ ähnliche Bedingungen. Alta in Utah weist mit 391 cm immer noch die höchste Schneedecke Nordamerikas auf.

Auch die Ostküste war betroffen, was selten ist. Jay Peak in Vermont, wo in dieser Saison bereits 1160 cm Schnee gefallen sind, legte innerhalb von 48 Stunden noch einmal 30 cm zu. Sugarloaf in Maine verzeichnete 36 cm.

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Mexiko friert

Am Morgen des 10. April herrschten in Teilen Mexikos für die Jahreszeit bemerkenswert niedrige Temperaturen.

La Rosilla fiel auf -14°C und verfehlte damit nur knapp den nationalen Aprilrekord. Im nahe gelegenen El Vergel wurden -12,0 °C gemessen, ein neuer Rekord für diesen Ort.

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Neuseeland: Früher Wintereinbruch

Kalte Südwinde sind diese Woche über Neuseeland hinweggefegt und haben für den ersten Schneefall der Saison gesorgt.

Das Cardrona Alpine Resort meldete am Dienstag 10 cm Schnee, und im Laufe der Woche kamen weitere Schneefälle im Hochland hinzu.

Kalte Südwinde ließen die Temperaturen in vielen Regionen auf den Gefrierpunkt oder darunter sinken. In Taumarunui herrschten 0 °C, in Christchurch 1 °C und in Wānaka, Queenstown, Napier und Hamilton nur 4 °C.

Sogar Auckland, wo es normalerweise mild ist, erreichte nur eine Höchsttemperatur von 12 °C.

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Antarktis

Die Antarktis nähert sich immer mehr der tiefen Winterkälte.

Der Kontinent setzt seinen historisch frühen Start in die kalte Jahreszeit fort: Concordia meldete am 10. April um 14:44 UTC einen extremen Wert von -77,6°C. Auch die Station Wostok meldete kurz darauf am 11. April -77,2 °C.

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-snow-hits-ukraine-tenerife?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 16 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 11. April 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Liquidiert sie alle – Hört auf, unser Geld für grüne Hirngespinste zu verschwenden

Frank Lasee, Townhall

Der europäische Energieexperte Samuel Furfari fasst den grünen Wasserstoff (GH) perfekt zusammen: „Es ist, als würde man Louis Vuitton-Handtaschen zur Wärmegewinnung verbrennen.“ Er sagt dies, weil es so sehr teuer ist. Per US-Bundesgesetz wurden 9,5 Milliarden Dollar für GH-Knotenpunkte bereitgestellt, und mit dem Gesetz zur Verringerung der Inflation (Inflation Causing Act) wurden die Steuersubventionen erweitert. Selbst mit massiven Subventionen durch den Steuerzahler ist GH ein Verlustgeschäft.

Die Linken behaupten, dass GH eine Möglichkeit ist, Batterien für den Transport zu ersetzen. Es ist mindestens fünfmal teurer, wobei alle zusätzlichen Kosten nicht berücksichtigt sind, die mit der Produktion von Erdgas verbunden sind, wie z. B. die Aufbereitung riesiger Wassermengen, für die etwa 13 Mal mehr Wasser benötigt wird als für den erzeugten Wasserstoff. Die Entsalzung ist ein weiterer Kostenfaktor. Diese Verfahren überall dort einzusetzen, wo sie um die Wasserressourcen konkurrieren müssen, ist schlichtweg unsinnig.

Die Infrastrukturkosten sind verblüffend, weil wir derzeit keine haben, und Wasserstoff ist nicht für Pipelines geeignet, weil er leicht entweicht, Metall versprödet und zu Explosionen neigt. Es bedarf nur einiger weniger massiver Explosionen von Wasserstoff-Autos oder -Lastwagen, um die Verwendung von Wasserstoff für den Transport zu beenden, so wie die Hindenburg-Katastrophe, welche die Fahrt mit Wasserstoff-Ballonfahrten beendete.

GH ist eine exzessive Geldverschwendung, und es wurde noch nie in großem Maßstab hergestellt – selbst nachdem die Europäer, Australier und die Vereinigten Staaten zig Milliarden ausgegeben haben.

Man braucht nur ein wenig kritisches Denken, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmt, sobald man versteht, wie GH erzeugt wird. Erstens haben wir nicht genug Wind- und Sonnenenergie, um die Wasserstoffkraftwerke zu betreiben. Zweitens sind Wind und Sonne zeit- und wetterabhängig. Der GH-Prozess muss immer laufen, nicht nur in den 30 Prozent der Zeit, in denen der Wind weht, und in den 20 Prozent der Zeit, in denen die Sonne hell genug scheint.

Für die Herstellung von GH wird reines Wasser auf 1000° C erhitzt und dann einem Stromstoß ausgesetzt. Dadurch werden die Wasserstoff- und Sauerstoffmoleküle aufgespalten. Der Wasserstoff wird dann auf minus 220°C abgekühlt, wodurch er flüssig wird, und schließlich auf 10.000 psi komprimiert, was dem Dreifachen einer durchschnittlichen Taucherflasche oder komprimiertem Erdgas (CNG) entspricht. Ohne diese Abkühlung und Komprimierung hat Wasserstoff ein Zehntel der Energie pro Volumen wie Erdgas. Unter normalen komprimierten Bedingungen hat Wasserstoff weniger Energie als CNG. Ein Kilogramm dieses flüssigen Wasserstoffs hat die Energie von einer Gallone [~4l] Erdgas.

Wenn man mit der Flüssigkeit nahe dem Nullpunkt arbeitet, ist komprimierter Wasserstoff heikel, da er das kleinste Molekül ist, das aus normalen Rohrleitungen entweicht und Metalle versprödet, so dass diese eher früher als später Risse bekommen.

„Jedes Mal, wenn man Wasserstoff einbezieht, kommt es nicht zu kleinen, sondern zu großen, beträchtlichen Verlusten“, erklärt uns ein Energiespezialist. „Der Hauptgrund für das Problem ist, dass Wasserstoff ein Molekül ist, das zu klein und flüchtig ist, um mit den vorhandenen Gaspipelines, Turbinen, Heizkesseln, Kochern oder Brennerdüsen effektiv transportiert zu werden.“ Ölkonzerne mit viel Geld steigen aus diesem Irrglauben aus. BP hat 18 Wasserstoffprojekte gestrichen, weil sie unrentabel waren, und das alles, um 200 Millionen Dollar pro Jahr zu sparen. Shell stornierte ein Wasserstoffprojekt in Norwegen und andere wegen mangelnder Nachfrage, während eine 750 Millionen Dollar teure GH-Anlage in Australien gestrichen wurde, weil sie nicht rentabel war.

Das erste Argument, das von den Klimaschützern vorgebracht wird, ist die Produktion von GH, die 40 Prozent mehr Energie kostet als sie produziert. Ein Teil des GH wird auslaufen, da es in Salzkavernen gespeichert ist.

Wenn kein Wind- oder Sonnenstrom zur Verfügung steht, was in der Regel der Fall ist, können wir diesen gespeicherten Wasserstoff zur Erzeugung von GH der zweiten Generation verwenden, heißt es dann. Die Verwendung von Wasserstoff der zweiten Generation allein wird 80 Prozent der Kosten für die tatsächlich erzeugte Energie tragen – Verluste nicht eingerechnet -, wobei alle anderen mit dem Prozess verbundenen Kosten noch nicht einmal berücksichtigt sind.

Und was ist mit dem Wasserbedarf?

Es ist einfach dumm, Wasserstoffzentren in Gegenden ohne ausreichend Wasser zu errichten. Houston, Utah und Südkalifornien, um nur einige zu nennen, sind als staatlich geförderte GH-Hotspots anerkannt.

Besonders in Utah, am Rande der Wüste, wo Solar- und Windenergie kaum 2 Prozent der gesamten Stromerzeugung ausmachen. Oder Kalifornien, das unter Dürreperioden leidet und oft unter Wasserknappheit leidet.

Trump und die Republikaner im Kongress müssen aufhören, Milliarden für GH zu verschwenden. Jeder Cent, der für GH ausgegeben wird, trägt zu unseren 36,5 Billionen Dollar Staatsschulden bei und treibt die Inflation in die Höhe. Es hieß zwar, dass Trump erwägt, Wasserstoffzentren in blauen Staaten zu schließen, aber er sollte sie alle schließen.

Grüner Wasserstoff ist ein teurer Wunschtraum, den wir uns einfach nicht leisten können.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/09/kill-them-all-stop-wasting-our-money-on-green-pipe-dreams/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Beweise: Globales Vegetationswachstum erreicht neue Höchstwerte durch erhöhte CO₂-Düngung

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Die globale Vegetation hat im Jahr 2020 einen neuen Höhepunkt der Ergrünung erreicht und setzt damit einen langfristigen Trend seit dem Jahr 2000 fort. Die Arbeit bestätigt die dramatischen neuen Ergebnisse anderer aktueller wissenschaftlicher Arbeiten, die auf ein massives globales Pflanzenwachstum hinweisen, das in direktem Zusammenhang mit dem jüngsten Anstieg des natürlichen und vom Menschen verursachten Kohlendioxids steht. Die Pflanzen haben sich so entwickelt, dass sie in einer Atmosphäre wachsen können, die viel mehr CO₂ enthält als die gegenwärtigen, fast unbedeutenden Werte, und das jüngste Wachstum und seine unzähligen Vorteile für die Menschheit kommen nicht überraschend. Unnötig zu sagen, dass diese Nachricht in den Mainstream-Schlagzeilen nicht vorkommt, da der „Schadstoff“ vorübergehend für den Klimakollaps verantwortlich gemacht wird, um die kollektivistische Net-Zero-Phantasterei zu fördern.

In der neuesten Arbeit über das „Gas des Lebens“ wird festgestellt, dass die Ergrünung mit dem kontinuierlichen Wachstum der borealen und gemäßigten Vegetation zusammenhängt. Die Wissenschaftler vermuten auch, dass die Zunahme durch einen Anstieg der tropischen Vegetation aufgrund höherer Niederschläge ergänzt wurde. Das stärkere Wachstum in den nördlichen Regionen wurde auch durch etwas höhere Temperaturen begünstigt, welche die Vegetationsperioden geringfügig verlängert haben. Für die schlecht informierten Leser des Guardian und die Hörer der BBC mag das Klima kollabieren, aber die Natur findet weiterhin Wege, um zu gedeihen. Die Wissenschaftler stellen fest, dass die globale Vegetation angesichts der sich verändernden Umwelt eine „robuste Widerstandsfähigkeit und Anpassung“ aufweist. Unter Verwendung einer Reihe von Fernerkundungsgeräten wird das Jahr 2020 als „historischer Meilenstein“ bezeichnet, da es als das grünste Jahr in den modernen Satellitenaufzeichnungen von 2001 bis 2020 registriert wurde.

Dies ist nicht das erste Mal, dass eine Beschleunigung der globalen Ergrünung in den letzten zwei Jahrzehnten beobachtet worden ist. Letztes Jahr stellte eine Gruppe chinesischer Wissenschaftler fest, dass etwa 55 % der globalen Landmasse ein „beschleunigtes“ Wachstum der Vegetation aufwiesen. Das chinesische Team, dem auch der Öko-Klimatologe Professor Tiexi Chen angehörte, stellte fest, dass „die globale Ergrünung eine unbestreitbare Tatsache ist“. Dürre im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist ein beliebtes Schreckgespenst von Aktivisten, aber es wurde festgestellt, dass jeder Trend zur Wasserknappheit die globale Vergrünung nur verlangsamt, „aber bei weitem nicht zu einer Verbräunung führt“.

Das Ausmaß der jüngsten Ergrünung ist in der obigen Karte dargestellt, und zusammen mit den neuesten Ergebnissen des US-Teams zeigt sie ein umfangreiches Wachstum in nördlichen Regionen. Aber auch südlich der Sahara ist ein deutliches Weichen der Wüste festzustellen, und viele vom Hunger bedrohte Gebiete in Ostafrika haben einen willkommenen natürlichen Schub für die Nahrungsmittelversorgung erhalten.

Darüber hinaus fördern diese ökologischen Verbesserungen die Tierwelt und schaffen gesündere Ökosysteme. Sie reichen weiter zurück als bis zur Jahrhundertwende, denn es gibt Belege für eine weit verbreitete Ergrünung, die mindestens bis 1980 zurückreichen. Einige Schätzungen gehen von einem Anstieg bis 14 % aus. In einer detaillierten Studie, veröffentlicht im Jahre 2016 von 32 Autoren aus acht Ländern, wurde eine „anhaltende und weit verbreitete Zunahme“ der Ergrünung in der Vegetationsperiode auf 25-50 % der globalen Vegetationsfläche festgestellt.

Die neue Ergrünung des Planeten trägt in der Tat dazu bei, die Welt zu ernähren. Die Autoren einer aktuellen wissenschaftlichen Arbeit, Charles Taylor und Wolfram Schlenker, stellten kürzlich fest: „Wir finden durchweg einen großen Düngeeffekt; ein Anstieg des CO₂ um 1 Teil pro Million entspricht einer Ertragssteigerung von 0,4 %, 0,6 % bzw. 1 % bei Mais, Sojabohnen und Weizen“. Eine frühere extreme Angst der Umweltschützer vor steigender Bevölkerung und Nahrungsmittelknappheit musste in den Hintergrund treten, als die Ernteerträge durch Kohlenwasserstoff produzierten Kunstdünger und höhere CO₂-Werte in der Atmosphäre in die Höhe schnellten. Ironischerweise könnte bei einem erfolgreichen Net Zero und einem daraus resultierenden Zusammenbruch der weltweiten Nahrungsmittelversorgung die früher viel vermisste Angst wieder in den Mittelpunkt rücken.

Es ist schwer nachzuvollziehen, wie die Vorstellung eines Klima-„Notfalls“ weiterhin ernst genommen werden kann, da es dafür keinerlei stichhaltigen oder überzeugenden Beweise gibt. Der Trend bei fast allen extremen Wetterereignissen geht nicht nach oben, und dies wird auch vom IPCC eingeräumt. Die zunehmend in Verruf geratene Zuschreibung einzelner Wetterereignisse an den Menschen steht im Widerspruch zur faktenbasierten Sichtweise des IPCC. Leicht erhöhte Temperaturen haben den Menschen begünstigt, eine Spezies, die aus den Subtropen hervorgegangen ist und in wärmeren Gefilden am besten gedeiht. „Klimaflüchtlinge“ gibt es nicht und sie können nicht einmal definiert werden. Klimakipppunkte existieren nur auf den Festplatten von Klimamodellen, ebenso wie fast jede Vorhersage des Weltuntergangs. Gefälschte Vorhersagen, die mit zweifelhaften Statistiken und Temperaturaufzeichnungen gespickt sind, werden zur Zielscheibe von Witzen, wenn nicht in den Mainstream-Medien, dann in den wichtigeren sozialen Medien. Währenddessen vermehren sich Korallen, Eisbären und Wale (letztere natürlich nur, wenn sie sich von den tödlichen Gewässern der Offshore-Windparks fernhalten).

Selbst die Wüsten können nicht darauf zählen, dass sie größer werden und Millionen, vielleicht Milliarden von Klimaflüchtlingen hervorbringen. Einem kürzlich erschienenen Artikel in Yale Environment 360 zufolge beschleunigt CO₂ die Photosynthese in Pflanzen. Die CO₂-reiche Luft ermöglicht es den Pflanzen, das knappe Wasser effizienter zu nutzen und befruchtet so das Wachstum der Vegetation selbst an den trockensten Orten. Man kann natürlich nur so viele gute Nachrichten in von Green Blob finanzierten Projekten wie Yale haben, und es wurde auch festgestellt, dass „trockene Ökosysteme wichtig sind“. Wir können nur beten, dass niemand dem Guardian von all diesen grünen Eingriffen erzählt und ihm den Tag verdirbt. Kürzlich berichtete der Guardian, dass „die Wüstenbildung die Erde unfruchtbar macht“ und die Ausbreitung von Trockengebieten ganze Länder „vor einer Hungersnot“ stellt.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/07/fresh-evidence-emerges-that-global-vegetation-growth-reaches-new-highs-due-to-increased-CO₂-fertilisation/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Steht der Handel mit Kohlenstoff-Zertifikaten vor dem Aus?

H. Sterling Burnett

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass Aspiration Partners, Inc., eines der größten Start-ups für den Handel mit Emissionsgutschriften, Konkurs angemeldet hat.

Die CTN Holdings, in die sich Aspiration Partners umbenannt hat, ist mit rund 170 Mio. USD verschuldet und will sich 4 Mio. USD leihen, um den Antrag zu stellen. Ich frage mich, wie die 4 Millionen Dollar abgesichert werden sollen, da das Unternehmen keine produktiven Vermögenswerte besitzt, sondern nur Kredite auf Papier – Papier, das, wie sich herausstellt, sowohl aus steuerlicher als auch aus klimatischer Sicht wahrscheinlich wertlos ist.

Bloomberg stellt fest, dass sich unter den Investoren/Geldgebern/Promotoren von Aspiration Partners einige der größten High-Tech-Unternehmen und milliardenschweren Tech-Mogule der Welt wie Microsoft und Meta sowie Sportmogule wie Steve Ballmer, Eigentümer der Los Angeles Clippers und des Kia Forums, befinden.

Um es klar zu sagen: Es geht nicht nur darum, dass die klimabegeisterten Milliardärs-Jüngelchen in ein schlechtes Geschäft investiert haben; sie wurden wahrscheinlich betrogen. Das Unternehmen brach zusammen, kurz nachdem das US-Justizministerium den Mitbegründer Joseph Sanberg angeklagt hatte, zwei Investorenfonds um mindestens 145 Millionen Dollar betrogen zu haben. Angesichts der Tatsache, dass Eliten durch Sanbergs angeblich dubiose Geschäftspraktiken möglicherweise Millionen oder Milliarden Dollar verloren haben, könnte man ihn am ehesten als den Michael Milken oder Sam Bankman-Fried der Kohlenstoffkompensations- und -gutschriftsysteme bezeichnen.

Wenn dem so ist, waren die Eliten gewarnt, dass der gesamte Markt für den Handel mit Emissionszertifikaten von Betrug heimgesucht wurde, seit Klimaalarmisten ihn als möglichen „marktfreundlichen“ Weg zur Bekämpfung des Klimawandels propagierten. Der Präsident des Heartland Institute James Taylor hat bereits 2011 über den Betrug auf dem Markt für Kohlenstoffausgleich und -gutschriften berichtet. Die Chicagoer Klimabörse, Nordamerikas erstes freiwilliges, rechtlich verbindliches Handelssystem für Kohlendioxid-Emissionen, schloss 2010 ihre Pforten, also nur sieben Jahre nach ihrer Eröffnung – unter anderem, weil sie nicht in der Lage war zu bestätigen, dass die verkauften Emissionsgutschriften mit tatsächlichen Kohlenstoffkompensationen oder -reduktionen verbunden waren.

Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Warnungen vor Betrug, Schwindel und Diebstahl auf dem Kohlenstoffmarkt, da Unternehmen Ausgleich für den Schutz von Wäldern und Wildnisgebieten kauften, die gar nicht von der Erschließung bedroht waren, oder für die Kohlenstoffspeicherung und technologische Veränderungen, die nie stattfanden oder nicht zu einer Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen führten. Darüber hinaus haben Prüfungen gezeigt, dass selbst bei Projekten, bei denen ein Emissionsausgleich stattgefunden hat, den Verkäufern und Käufern des Ausgleichs oder von Zertifikaten Gutschriften für eine weitaus größere Emissionsreduzierung verkauft wurden als tatsächlich stattgefunden hat.

Das Time Magazine deckte im März 2023 ernsthafte Probleme mit dem Verkauf von „gefälschten Gutschriften“ auf, und sowohl Science News als auch Climate Cosmos haben in den letzten Wochen in Artikeln die Probleme bei der Verfolgung der Märkte für Kohlenstoffausgleich und -gutschriften beschrieben, die von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ungewöhnlichen Buchhaltungspraktiken bis hin zu offenem Betrug reichen.

Climate Cosmos beschreibt die Schwierigkeiten so:

Beim Kohlenstoffausgleich handelt es sich um ein Konzept, bei dem Unternehmen und Einzelpersonen ihre Kohlenstoffemissionen durch die Finanzierung von Projekten zur Reduzierung von Treibhausgasen kompensieren. Dabei kann es sich um Initiativen wie das Pflanzen von Bäumen, Investitionen in erneuerbare Energien oder die Verbesserung der Energieeffizienz handeln. Der Markt für diese Kompensationen wächst rasant, und Prognosen gehen davon aus, dass er bis 2030 ein Volumen von 200 Milliarden Dollar erreichen könnte. Dieser Wachstumsschub hat jedoch leider auch skrupellose, die Integrität des Marktes gefährdende Aktivitäten angezogen. Da immer mehr Menschen und Unternehmen auf Kompensationsgeschäfte zurückgreifen, um ihre CO₂-Bilanz zu verbessern, bleibt die Zuverlässigkeit dieser Projekte ein kritisches Thema.

Betrügereien auf dem Markt für Emissionsausgleich sind ein wachsendes Problem. Aus einem Bericht des Environmental Defense Fund geht hervor, dass bis zu 85 % der Kompensationsprojekte unwirksam oder betrügerisch sein könnten. Viele Projekte geben ihre Kohlenstoffreduzierung zu hoch an, was die Käufer in die Irre führt und ein falsches Gefühl von Fortschritt vermittelt. Diese Täuschung untergräbt echte Klimabemühungen und verlangsamt sinnvolle Emissionsreduzierungen. Strengere Vorschriften und mehr Transparenz sind unerlässlich, um das Vertrauen in den Markt wiederherzustellen. Ohne Rechenschaftspflicht besteht die Gefahr, dass der Emissionsausgleich zu einem Instrument für Greenwashing wird und nicht zu einer echten Umweltveränderung.

Obwohl ich denke, dass Climate Cosmos das Problem treffend beschreibt, lache ich über die Behauptung, es handele sich um eine „wachsende Besorgnis“, da der Betrug auf dem künstlich geschaffenen Markt, der für die tatsächliche Kontrolle des Klimas überflüssig ist, seit den ersten Kompensationsgeschäften und Gutschriften weit verbreitet ist. Die Tatsache, dass angeblich finanziell versierte Eliten auch nach fast 20 Jahren noch in diese Systeme investieren, deutet darauf hin, dass sie mehr an grünen Tugenden oder magischer Wunscherfüllung interessiert sind als an einer nüchternen Bewertung der tatsächlichen Funktionsweise des Marktes und der Unternehmen, die auf diesem Markt tätig sind, Kompensationen kaufen und verkaufen und garantieren, dass die Kompensationsprojekte stattfinden und ordnungsgemäß abgerechnet werden.

Science News berichtet auch über Probleme, die dem Markt für Emissionsausgleiche und -gutschriften scheinbar innewohnen:

Taylor Swift … ist wegen ihres Kohlendioxid-Ausstoßes in einen Medienrummel geraten. Swift steigt regelmäßig in ihren Privatjet, so auch im Jahr 2024, um von einem Konzert in Tokio zum Super Bowl in Las Vegas am nächsten Tag zu gelangen. Ein Sprecher sagte, dass Swift mehr als genug Emissionsgutschriften kauft, um ihr Jetset zu kompensieren. Aber Fans und Hasser wollen es wissen: Ist das genug?

Wenn Sie mit dem Flugzeug reisen, selbst in der weniger glamourösen Economy Class, haben Sie sich wahrscheinlich schon einmal eine ähnliche Frage gestellt. Fluggesellschaften bieten ihren Passagieren oft die Möglichkeit, ein paar Dollar mehr zu zahlen, um ihren Anteil an den Emissionen des Fluges auszugleichen. Das gilt als klimafreundliche Maßnahme. Durch den Kauf von Emissionsgutschriften bezahlen Sie jemanden dafür, dass er eine Maßnahme ergreift, welche die globalen Gesamtemissionen so weit reduziert, dass Ihr Beitrag gedeckt ist – wahrscheinlich durch die Rettung eines bestehenden Waldes oder das Pflanzen von Bäumen. Sie können ohne schlechtes Gewissen abheben. Angeblich.

Wie groß ist das Problem? Sehr groß, wie es scheint:

In den letzten Jahren wurden die Emissionsgutschriften jedoch zunehmend in Frage gestellt. Eine Reihe von akademischen Studien und Medienuntersuchungen haben ergeben, dass viele Gutschriften keine echten Emissionseinsparungen darstellen. Eine Untersuchung kam zu dem Schluss, dass über 90 Prozent der Emissionsgutschriften, die von der größten Zertifizierungsstelle für Emissionsgutschriften für den Schutz des Regenwaldes ausgestellt wurden, „keinen Nutzen für das Klima haben“. In zwei im Jahr 2023 veröffentlichten Berichten wurde festgestellt, dass Gutschriften für Waldprojekte in Nordamerika, Südamerika, Afrika und Asien die Nettoemissionen sogar erhöhen können.

Im selben Jahr führte die Unsicherheit über die Gültigkeit der Gutschriften zu einem Zusammenbruch des freiwilligen Kohlenstoffmarktes; der Wert des Marktes fiel um mehr als 60 Prozent. Angesichts der aktuellen Situation „ist es fast unmöglich, sicher zu sein, dass das, was man kauft, auch wirklich integer ist“, sagt Stephen Lezak, ein Forscher des Berkeley Carbon Trading Project an der University of California, Berkeley.

Die meisten Kompensations- und Gutschriften-Transaktionen sind freiwilliger und internationaler Natur, mit unterschiedlichen Buchführungspraktiken und Kontrollniveaus sowie begrenzten und unterschiedlichen Durchsetzungsmöglichkeiten auf einem Markt, der weder durch lokale Regierungen noch durch internationale Vereinbarungen reguliert wird. Daher war das Betrugsrisiko von Anfang an kristallklar: Jeder, der bereit war, liberale Schuldgefühle und Schlupflöcher auszunutzen, durch die man einen Supertanker steuern konnte, konnte mit nichts anderem als kopierten Zertifikaten, die kühle Luft versprachen, schnelles Geld machen.

Ein ähnliches Problem wurde in einer kritischen Studie über die teuren Emissionsgutschriften der EV-Hersteller beschrieben. Jedes verkaufte Elektroauto erhält 10 km pro Gallone (mpg) an Gutschriften für jeden einzelnen mpg an tatsächlicher Kraftstoffeinsparung oder deren Äquivalent über dem CAFE-Durchschnitt. Darüber hinaus erhalten die Hersteller von Elektrofahrzeugen im Rahmen des EPA-Bankingsystems zusätzliche Gutschriften für die Erfüllung der gefälschten und rechtlich ungerechtfertigten THG-Emissionsstandards. Die Hersteller von Elektrofahrzeugen dürfen diese Gutschriften an Hersteller von Verbrennungsfahrzeugen verkaufen, um ihre flottenweiten CAFE-Werte zu verbessern und ihre Kohlendioxidemissionen auszugleichen.

Das Problem ist, dass die Höhe der Gutschrift für die Treibhausgasreduzierung von E-Fahrzeugen im Vergleich zu herkömmlichen gas- und dieselbetriebenen Fahrzeugen einfach erfunden wurde und nicht nach einem sorgfältigen Lebenszyklusvergleich der verschiedenen Fahrzeugtypen, geschweige denn -modelle, ermittelt wurde. Dies ist ein Betrug, der von den Regierungen ins Leben gerufen und betrieben wird.

Die Hersteller von Elektrofahrzeugen haben kräftig profitiert, während die Kosten für Fahrzeuge gestiegen sind, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, da die Hersteller die Kosten für die Gutschriften an die Käufer von nicht-elektrischen Autos und Lastwagen weitergeben. Jeder, der ein Auto oder einen Lkw kaufte und dachte, die Fahrzeugpreise würden unter der Inflation leiden, hatte Recht: Die Inflation wurde durch das EV-Kohlenstoffkreditprogramm der Regierung Biden verursacht.

Der Klimawandel stellt keine existenzielle Bedrohung dar. Er ist keine reale, eindeutige und gegenwärtige Gefahr. Es gibt keine Krise! Ich kann mir keine klarere Formulierung vorstellen. Daher war der gesamte Markt für Emissionsausgleiche und Emissionsgutschriften weder notwendig noch ökologisch oder wirtschaftlich gerechtfertigt.

Die Verschwendung von Geld durch Milliardäre und Multimillionäre mag für einige amüsant sein, wenn es nicht reale Konsequenzen für die Menschen gäbe, die nicht von diesem System hereingelegt werden, und zwar in Form von höheren Kosten, Fehlinvestitionen von Ressourcen und Opportunitätskosten sowie weniger Verbraucherfreiheit.

Quellen: Science News; Texas Public Policy Foundation; Bloomberg; Climate Cosmos

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-539-is-the-end-nigh-for-carbon-cons/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Analyse der „Erneuerbare“-Energie in Deutschland – UK – Frankreich im europäischen Zusammenhang

Ed Hoskins

[Alle Hervorhebungen im Original]

Einführung

In diesem Beitrag werden reine, unverfälschte Kostendaten der US EIA verwendet, um eine Vorstellung von den tatsächlichen Kostenunterschieden zwischen wetterabhängigen „Erneuerbaren“ und konventionellen Technologien zur Stromerzeugung zu vermitteln. Bei dieser Berechnung werden alle staatlich verordneten Maßnahmen zur Begünstigung der „Erneuerbaren“ weggelassen, die in den falschen Einschätzungen enthalten sind, dass die ‚Erneuerbaren‘ wesentlich, nämlich „neunmal“, billiger sind als Gas-, Kohle- oder Kernkraft. Mit anderen Worten: Es werden die tatsächlichen Kosten von Maßnahmen zur Vermeidung von CO₂-Emissionen aus fossilen Brennstoffen und zur Förderung von „Net Zero“ bewertet.

Die obige Grafik zeigt die Installation und Leistung wetterabhängiger „erneuerbarer Energien“ in der EU (27) und in UK seit 2009. Seit 2022 ist eine bemerkenswerte Zunahme der Installationen „erneuerbarer“ Energien zu verzeichnen. In jüngster Zeit hat sich die Installation von PV-Solaranlagen erheblich weiterentwickelt, so dass ihr Anteil an allen neuen „erneuerbaren Energien“ im Jahr 2024 bei 75 % liegt. Dieser Anstieg der PV-Stromerzeugung ist der am wenigsten produktiven und am wenigsten zuverlässigen (insbesondere in Nordeuropa) aller wetterabhängigen „erneuerbaren“ Energien zuzuschreiben. Die Photovoltaik erreicht in der Regel ein Produktivitäts-/Kapazitätsniveau von ~10 % oder weniger.

In den meisten europäischen Ländern ist die Photovoltaik nur zu Zeiten mit geringem Strombedarf, d.h. im Hochsommer, produktiv und fehlt zu den Spitzenbedarfszeiten am Winterabend. Mehr als die Hälfte der derzeit in Europa installierten wetterabhängigen „erneuerbaren Energien“ sind also sowohl auf die am wenigsten als auch auf die am wenigsten zeitlich angepasste Stromerzeugungstechnologie ausgerichtet. Auch in den nördlichen Ländern, insbesondere in Deutschland und UK, kann es zu längeren Dunkelflauten kommen (oft bis zu 2 Wochen), wenn sowohl die Solar- als auch die Windenergie durch die europaweiten Witterungsbedingungen radikal gedrosselt werden.

Deutschland  – UK  –  Frankreich

Auf Deutschland, UK und Frankreich entfallen ~50% aller in Europa installierten wetterabhängigen „Erneuerbaren“. Diese Länder haben unterschiedliche Ansätze für die Stromerzeugung. Für diese Analyse wurden stündliche Daten zur Stromerzeugung für das Jahr 2024 verwendet. Weitere Daten für die anderen europäischen Länder stehen noch aus, und die hier verwendeten Werte können geändert werden, wenn die endgültigen Eurobserver-Daten im Laufe des Jahres verfügbar sind.

Detaillierte Analysen der drei Länder auf der Grundlage ihrer stündlichen Stromerzeugung sind in den folgenden Abschnitten dargestellt.

Deutschland

Deutschland ist bei der Stromerzeugung zunehmend auf die Verbrennung von Stein- und Braunkohle angewiesen. Vor dem Krieg in der Ukraine war Deutschland von relativ billigen, CO₂-armen Gaslieferungen aus Russland abhängig. Zuvor verfügte das Land über eine Flotte von Kernkraftwerken, die effektiv mehr als 20 % seiner Energie liefern. Das letzte dieser produktiven, CO₂-emissionsfreien Kernkraftwerke wurde aufgrund des langjährigen irrationalen Drucks der Grünen schließlich lange vor dem Ende seiner Laufzeit im Jahr 2023 abgeschaltet. Dementsprechend werden in Deutschland nun Stein- und Braunkohlegruben wieder in Betrieb genommen, was zu einem Anstieg der CO₂-Emissionen führt. Mit anderen Worten: Die grünen Anti-Atomkraft-Aktivisten haben den Sinn der deutschen Energiewende-Politik aus rein emotionalen Gründen völlig negiert. Das Ergebnis ist, dass die „Erneuerbaren“ im Jahr 2024 eine Gesamtproduktivität von ~13,3% haben. Deutschland war auch abhängig von massiven Stromimporten und -exporten aus der Überproduktion der „Erneuerbaren“, vor allem aus Norwegen mit seinen massiven Wasserkraftwerken. Norwegen hat seine Stromexporte jedoch inzwischen gedrosselt, da diese Aktivität die lokalen Stromkosten im Süden des Landes erheblich erhöht hatte. Durch die Einführung der „Erneuerbaren“ ist der Wirkungsgrad des gesamten deutschen Stromerzeugungsparks auf weniger als 25 % gesunken, im Gegensatz zu den ~90 %, die mit herkömmlichen Stromerzeugungstechnologien erreicht werden können.

UK

Die derzeitige britische Regierung ist sogar noch eifriger als die deutsche, wenn es darum geht, bis zum Jahr 2050 Net Zero zu erreichen. UK ist bereits massiv von Stromimporten abhängig, ~15%, hauptsächlich aus Frankreich mit seinen zahlreichen Kernkraftwerken. Die einheimische Kernenergie liefert ebenfalls ~15 %, aber viele der Kernkraftwerke stehen kurz vor dem Ende ihrer Lebensdauer. Die Installation von ~48 GW wetterabhängigen „erneuerbaren Energien“ – 66 % der installierten Nennleistung – erzeugt zusammen ~30 % der Energie bei einer Produktivität von ~18 % im Jahr 2024. UK hat das größte Engagement in Europa für Offshore-Windenergie mit ~18GW installiert. Die Unzuverlässigkeit und Unstetigkeit der „erneuerbaren Energien“ wird durch einsatzbereite Gaskraftwerke kompensiert, die hauptsächlich importiertes Erdgas aus den Golfstaaten und Nordamerika verwenden. Die kostspieligen Importe werden verwendet, obwohl UK über reichhaltige einheimische Erdgasvorkommen verfügt, die sowohl an Land als auch in der Nordsee gefördert werden könnten. Infolge der Einführung der „erneuerbaren Energien“ ist der Wirkungsgrad der gesamten britischen Stromerzeugungsflotte auf weniger als 40 % gesunken, während mit konventionellen Stromerzeugungstechnologien etwa 90 % erreicht werden können.

Frankreich

~55GW der in Frankreich installierten Stromerzeugung besteht aus Kernenergie mit geringen CO₂-Emissionen, die mehr als 75 % der Stromerzeugung ausmacht, so dass Frankreich die niedrigsten CO₂-Emissionen pro Kopf aller Industrieländer aufweist. Dennoch hat sich Frankreich dafür entschieden, in erheblichem Umfang Onshore-Windkraftanlagen und noch mehr Solarenergie zu installieren, insgesamt 50 GW mit einer Leistung von 7 GW. Frankreich verkauft etwa 10 GW seiner Stromerzeugung gewinnbringend an seine Nachbarländer. Darüber hinaus verfügt Frankreich auch über eine beträchtliche Wasserkraft, die ~5 GW zu seiner jährlichen Stromerzeugung beiträgt. Infolge der Einführung der „erneuerbaren Energien“ ist der Wirkungsgrad des gesamten französischen Stromerzeugungsparks auf weniger als 50 % gesunken, im Gegensatz zu den ~90 %, die mit konventionellen Stromerzeugungstechnologien erreicht werden können.

Dieser Hinweis kann korrigiert werden, was den Umfang der EU(27) 2024 Solar-PV-Installationen betrifft. Die endgültigen Daten von EurObserver’ER sollten bis Mai verfügbar sein.

Witterungsabhängige „Erneuerbare“: Installationen und Leistung

Die Leistung von DE-UK-FR ist das Ergebnis der stündlichen Daten, die von den oben genannten Stellen aufgezeichnet werden. Dies macht etwa die Hälfte der wetterabhängigen „Erneuerbaren“ in Europa aus. Weitere Daten für den Rest der EU (27) stehen noch aus, und diese Werte können später revidiert werden.

Die Installationen und die Stromerzeugung der wetterabhängigen „Erneuerbaren“ in Europa sind oben dargestellt. 2024 war ein schlechtes Jahr für die Stromerzeugung aus „Erneuerbaren“ mit einer allgemein niedrigen Produktivität von insgesamt weniger als 15 %. Der Einsatz von Offshore-Windenergie, wie in UK, sorgt für eine gewisse Verbesserung der Leistung, während das große Investment in Solarenergie, wie in Deutschland, die Erzeugungsleistung deutlich auf 13,3% reduziert. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass die kombinierten wetterabhängigen „Erneuerbaren“ normalerweise eine Produktivität in der Größenordnung von ~19 % erreichen können.

Eine Produktivität der „erneuerbaren Energien“ von ~15 % wie im Jahr 2024 bedeutet, dass mindestens sechsmal so viele Erzeugungsanlagen erforderlich sind, um unzuverlässig und intermittierend eine nicht disponierbare (nicht steuerbare) Leistung zu erbringen, die der konventionellen Stromerzeugung aus Kernkraft, Gas oder Kohle entspricht, die normalerweise das ganze Jahr über rund um die Uhr mit ~90 % betrieben wird.

Grundlage dieses nüchternen, unverfälschten Kostenvergleichs

Die US EIA hat die Kosten für die verschiedenen Technologien der Stromerzeugung über einen Zeitraum von 40 Jahren auf der Basis reiner Zahlen verglichen. Diese werden hier als Maßstab für die Preisvergleiche verwendet. Sie weisen einen Mangel auf, da sie die amerikanischen Kosten für fossile Brennstoffe zugrunde legen, insbesondere für die Gasverbrennung, die in Europa derzeit viel höher sind, da die EU und UK irrationalerweise ein Embargo für das Fracking nach einheimischen Gasreserven verhängt haben. Die amerikanischen Gas- und Strompreise betragen also etwa ein Viertel der Kosten in Europa.

Vergleicht man hier nur die Investitions- und Betriebskosten, bleiben alle zusätzlichen Kosten unberücksichtigt, die durch den Einsatz von „erneuerbaren Energien“ entstehen:

– die unverzichtbaren, abschaltbaren Notstromaggregate, wenn die „Erneuerbaren“ nur wenig produktiv sind.

– das erweiterte Stromnetz, das für die Aufnahme von Strom aus weiter entfernten „Erneuerbare-Energien“-Anlagen benötigt wird.

– die Zahlungen an „Erneuerbare“, wenn sie zu wenig oder sogar zu viel Strom produzieren.

– Die folgenden verzerrenden politischen Eingriffe, welche die Kosten für die Verbraucher in die Höhe treiben, sind nicht enthalten:

    • Subventionen
    • Steuererleichterungen / Anlagen-Abschreibungen
    • Vorzugstarife
    • Differenz-Handelsverträge
    • „Erneuerbare“-Verpflichtungen
    • Einspeise-Vergütungen
    • Kapital-Abschreibung
    • jede willkürliche Kohlenstoff-Besteuerung
    • sowie die unvermeidlichen Nebenkosten für „erneuerbare“ Energie, die dadurch entstehen:
      • Intermittenz
      • Unzuverlässigkeit
      • Variabilität.

Bei den dargestellten Vergleichen handelt es sich um die reinen Vergleichskosten, d. h. sie sind ohne alle anderen oben aufgeführten zusätzlichen Ausgaben für wetterabhängige „erneuerbare Energien“.

Und hier: https://edmhdotme.wpcomstaging.com/a-comparative-costing-model-for-power-generation-technologies/

Die obigen Werte geben einen gewissen Hinweis auf die Größenordnung und den Anteil der betreffenden Ausgaben, gemessen in Milliarden US-Dollar.

Legt man die Daten der US EIA für eine Lebensdauer von 40 Jahren zugrunde, so belaufen sich die vergleichbaren Gesamtkosten der „erneuerbaren Energien“ in der EU (27) und UK auf schätzungsweise 2,6 Billionen US-Dollar für die gesamte europäische wetterabhängige Flotte der „erneuerbaren Energien“.

Kostenvergleiche zwischen wetterabhängigen „Erneuerbaren“ und konventionellen Energietechnologien

Unter Verwendung dieser EIA-Vergleichszahlen belaufen sich die langfristigen, unverfälschten 40-Jahres-Kosten für die Erzeugung einer gleichwertigen Stromleistung, wie sie von „Renewables“ für die EU(27)+UK-Flotte geliefert wird, auf die folgenden Mehrkosten:

– Gasfeuerung: ~2,4 Billionen US-Dollar. Dieser Wert gibt eine Vorstellung von den minimalen Gesamtkosten eines Fracking-Verbots in Europa. Aus diesem Grund liegen die Strompreise in den USA bei etwa 25 % derjenigen in Europa.

– Kernkraft: ~1,3 Billionen US-Dollar. Kernkraftwerke wären langfristig kostengünstiger als „Erneuerbare“

– Kohleverbrennung: ~2,0 Billionen US-Dollar. Wenn man sich nicht um die europäischen CO₂-Emissionen sorgen würde, wäre die Kohleverbrennung wie in China eine kostengünstige Option.

Die alarmistischen Regierungen der Grünen haben stets routinemäßig behauptet, dass „erneuerbare Energien“ „neunmal billiger sind als die Verbrennung von Gas“. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die zusätzlichen Kosten der wetterabhängigen „erneuerbaren Energien“ im Vergleich zu den drei wichtigsten konventionellen Stromerzeugungstechnologien, um die gleiche Strommenge zu erzeugen. Also die Kosten, die entstehen, wenn man kein Fracking betreibt oder kein anderes einheimisches Gas verwendet:

– in UK betragen ~384 Mrd. $

– die Kosten für den Verzicht auf Kernenergie wären ~257 Mrd. $

– Kohleverbrennung würde ~341 Mrd. $ kosten.

Die Einführung wetterabhängiger „Erneuerbarer Energien“ in UK hat die Produktivität des gesamten Kraftwerksparks auf ~40 % gesenkt; in Deutschland ist diese Zahl mit ~25 % noch höher.

In ganz Europa könnten sich die Kosten für den Verzicht auf Fracking zur Nutzung von einheimischem Erdgas als Ersatz für die derzeitigen „erneuerbaren“ Anlagen auf ~2,4 Billionen US-Dollar belaufen. Selbst wenn sich die Kosten für die Gasverbrennung verdoppeln würden, würden sich die Mehrkosten immer noch auf ~2,2 Billionen US$ belaufen.

Schlussfolgerungen

– 2024 war ein schlechtes Jahr für die Produktivität/Kapazitätsleistung der wetterabhängigen „Erneuerbaren“ in Europa, und ihre Stromerzeugung war in ganz Europa deutlich geringer als normal: <15%, im Gegensatz zu der Norm von ~19%.

– Die Vorstellung, dass wetterabhängige „erneuerbare Energien“ billig sein müssen, weil Wind und Sonne kostenlos sind, ist eine naive Phantasterei.

– Die Durchsetzung der wetterabhängigen „Erneuerbaren“ in Europa durch die Politik ist bis heute ein sehr kostspieliges Unterfangen.

– In ganz Europa sind die geringsten direkten Mehrkosten gegenüber konventionellen Stromerzeugungstechnologien in Billionen von US-Dollar messbar.

– selbst bei einem reinen Kostenvergleich sind die wetterabhängigen „Erneuerbaren“ in Europa durchweg teurer als konventionelle Energietechnologien, insbesondere die Gasverbrennung, selbst bei hohen europäischen Brennstoffpreisen.

– Die schlechte Produktivität der „Erneuerbaren“ mit einem Niveau von <19% oder weniger im Jahr 2024 bedeutet, dass mindestens fünfmal so viele Erzeugungsanlagen erforderlich sind, um unzuverlässig und intermittierend eine gleichwertige Leistung zu erbringen wie konventionelle nukleare, gas- oder kohlebefeuerte Erzeugungstechnologien, die normalerweise das ganze Jahr über rund um die Uhr mit ~90% in Betrieb sind, und da die „Erneuerbaren“ in der Installation teurer sind als konventionelle Generatoren, sind sie von Anfang an teurer.

– die hier gezeigten Schätzungen sind nur indikativ und beinhalten nicht die potenziell massiven Nebenkosten für die Einführung wetterabhängiger „erneuerbarer Energien“, die für ihre Unterstützung benötigt werden:

◦ um ihre kurze Lebensdauer zu kompensieren

◦ ihre Unterbrechungen

◦ ihre Unzuverlässigkeit.

– Die Einführung der wetterabhängigen „erneuerbaren Energien“ hat die Gesamtproduktivität der europäischen Stromerzeugungsanlagen bereits radikal verringert.

– Die Einführung von „erneuerbaren Energien“ mit geringer Produktivität, insbesondere von PV-Anlagen mit einer Produktivität von nur ~10 %, verschlechtert die Gesamtleistung des gesamten Stromerzeugungsparks. Der verstorbene Professor Sir David Mackay sagte bereits vor 2016, dass die Nutzung von Solarenergie im Versorgungsbereich in nördlichen Gefilden eine „schreckliche Illusion“ ist.

– Es ist wissenschaftlich sehr fraglich, ob weitere vom Menschen verursachte CO₂-Emissionen aus der Nutzung fossiler Brennstoffe überhaupt einen nennenswerten Beitrag zu einer sanften Klimaerwärmung leisten können.

Dies würde bedeuten, dass alle Bemühungen um eine Verringerung der vom Menschen verursachten CO₂-Emissionen ein fruchtloser und teurer „Irrweg“ sind.

Mehr: https://edmhdotme.wpcomstaging.com/minimal-future-warming-from-CO₂-ch4-n2o/

Link: https://edmhdotme.wpcomstaging.com/analysis-of-renewable-power-de-uk-fr-in-the-context-of-europe-2024/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE