Globale Turbulenzen beweisen die Dringlichkeit der Energieunabhängigkeit

Vijay Jayaraj

Die Welt steht in Flammen, aber nicht so, wie es die Klimaalarmisten glauben machen wollen.

Jahrelang verkauften die Regierungen der reichen Demokratien die Phantasterei, dass Windturbinen und Sonnenkollektoren Kohle, Öl und Erdgas ersetzen könnten. Angesichts der Kriege in Osteuropa, der Explosionen im Nahen Osten und der erneut angespannten Lage auf dem globalen Ölmarkt hat sich die Illusion des „grünen Überflusses“ in Luft aufgelöst.

Diese Konflikte, in die wichtige Öl- und Gaslieferanten wie Russland und der Iran verwickelt sind, machen eine unbestreitbare Wahrheit deutlich: Die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten ist ein Wagnis, das keine Nation mit einheimischen Ressourcen eingehen sollte.

[Hervorehbung vom Übersetzer]

Energie-Naivität trifft auf geopolitische Realität

Politiker haben mehr als zwei Jahrzehnte lang industrielle Windkraftanlagen in der Nordsee und Solarzellen in der Mojave-Wüste subventioniert. Sie behaupteten, Solar- und Windenergie seien billiger, selbst als die Strompreise unter der Herrschaft sogenannter „erneuerbarer“ Champions wie Deutschland, Kalifornien und Großbritannien in die Höhe schossen.

Aber diese Technologien produzieren keine Energie, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. Diese einfache Tatsache – die jeder Landwirt und Ingenieur kennt – wurde von Bürokraten ignoriert, die noch nie einen Brunnen gebohrt oder einen Ofen im Winter befeuert haben.

Die westlichen Volkswirtschaften haben die heimische Produktion von Erdöl, Erdgas und Kohle eingestellt oder auf ein Minimum reduziert, wodurch sie anfällig für Energie-Engpässe sind und abhängig von Importen aus geopolitisch instabilen Regionen wurden.

Als Russland in die Ukraine einmarschierte, führte die Abhängigkeit Europas von russischem Gas dazu, dass seine Bürger vor einem industriellen Zusammenbruch und einem Winter des Elends standen. Es war ein strategischer Fehler von historischem Ausmaß, geboren aus dem arroganten Glauben, die Energiesicherheit könne ignoriert werden.

Wenn der Iran in der Straße von Hormuz mit den Säbeln rasselt oder Russland Europa den Gashahn zudreht, schießen die Preise in die Höhe. Dies sind keine abstrakten geopolitischen Spielchen – sie treffen Ihren Geldbeutel, Ihr Zuhause und Ihre Lebensweise.

Die Spannungen im Iran und anderswo geben der OPEC ein Druckmittel in die Hand. Sie ermöglichen es den Kartellstaaten, das weltweite Angebot zu manipulieren, während der Westen untätig herumsitzt und sich an das Netto-Null-Dogma klammert. Wenn sich das Angebot verknappt, schnellen die Preise in die Höhe. Darunter leiden vor allem die Armen. Und wofür? Eine theoretische Verringerung der Temperatur um ein paar Zehntel Grad in 80 Jahren von Leuten, die nicht in der Lage sind, das Wetter länger als eine Woche vorherzusagen oder Züge pünktlich fahren zu lassen?

Und was ist die Antwort der Politiker im Westen? Zapfen sie ihre heimischen fossilen Energiequellen an? Nein. Sie fahren fort, die dringend benötigten Kohlenwasserstoffe zu verteufeln.

Die größte Tragödie ist, dass diese Anfälligkeit eine eigene Entscheidung war – eine selbst zugefügte Wunde, verursacht durch eine absurde Klimaagenda. Während unsere Politiker grünen Phantomen nachjagten, befahlen sie uns, die riesigen Ozeane des Reichtums unter unseren Füßen zu ignorieren.

Denken Sie an die Energieschätze der Vereinigten Staaten. Das Permian Basin in Texas birgt zig Milliarden Barrel förderbares Rohöl und umfasst die ergiebigen Spraberry-, Wolfcamp- und Bone Spring-Felder. Im Nordosten übertrifft das Marcellus-Schiefergestein alle anderen Erdgasfelder der Welt und verfügt über Reserven, die denen der zehn größten konventionellen Gasfelder zusammen entsprechen.

Dann ist da noch das Powder River Basin, das sich über Wyoming und Montana erstreckt und das größte Kohlevorkommen des Landes beherbergt. Auch Alaskas North Slope verfügt über riesige unerschlossene Ölvorkommen.

Ebenso verfügt die kanadische Provinz Alberta über die drittgrößten nachgewiesenen Ölreserven der Welt, nach Venezuela und Saudi-Arabien. Das sind mehr als 160 Milliarden Barrel, hauptsächlich in Ölsanden. Albertas Produktion treibt nicht nur die nordamerikanische Wirtschaft an, sondern verringert auch die Macht des OPEC-Kartells bei der Preisgestaltung.

In Asien bestätigten indische Beamte eine bedeutende Offshore-Entdeckung in der Andamanensee, deren potenzielle Reserven mit der transformativen Ölentdeckung in Guyana vergleichbar sind.

Dies sind Hinweise darauf, warum wir wieder in die Exploration investieren sollten.

Billionen von Dollar, die für die Exploration, den Bau neuer Pipelines, die Modernisierung von Raffinerien und die Entwicklung der nächsten Generation von Fördertechnologien hätten ausgegeben werden sollen, sind stattdessen in subventionierte Wind- und Solarprojekte geflossen, die nicht auf eigenen Füßen stehen können. Das Ergebnis ist eine drohende Versorgungskrise.

Indem wir der fossilen Brennstoffindustrie das Kapital entzogen haben, haben wir eine Zukunft mit knapperem Angebot und höheren Preisen garantiert. Wir haben die Bedingungen geschaffen, unter denen Energieschocks entstehen.

Für rohstoffreiche Länder ist die Antwort klar: Bohren und fördern Sie im eigenen Land. Jeder Stromausfall, jede Benzinpreisspitze, jede Versorgungsunterbrechung ist eine Warnung vor der Auslagerung der Arbeit, von der unser Überleben abhängt.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. 

This commentary was first published at the Washington Examiner June 21, 2025.

Link: https://cornwallalliance.org/global-turmoil-proves-urgency-of-energy-independence/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kohlenstoff-Abscheidung und -Speicherung ist Betrug

Linnea Lueken

In einem kürzlich auf der Website CounterPunch erschienenen Artikel mit dem Titel „Al Gore Puts Down ‚Climate Realism‘“, der auf einen TED-Vortrag von Al Gore antwortet, heißt es, dass Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie die direkte Abscheidung von Kohlenstoff in der Luft „wie Narrengold“ seien, da sie weder den Kohlenstoffgehalt der Luft in nennenswertem Umfang noch auf kosteneffiziente Weise verringern. Das stimmt, wenn auch nicht in der Art und Weise oder aus den Gründen, welche die CounterPunch-Autoren angeführt haben.

Es gibt viele unsinnige und falsche Behauptungen in dem CounterPunch-Beitrag; um sie alle anzusprechen, werden wir uns jedoch auf die sehr interessanten Behauptungen des Beitrags über die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie die direkte Luftabscheidung konzentrieren.

Der CounterPunch-Autor Robert Hunziker sagt, dass die Industrie für fossile Brennstoffe versucht, die Menschen davon zu überzeugen, dass die Brennstoffe, die die moderne Zivilisation aufgebaut haben und aufrechterhalten, nützlich und gut sind, indem sie behauptet, dass „Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie direkte Lufteinbindung und Recycling von Kunststoffen alles regeln werden“.

Hunziker zitiert Al Gore mit den Worten: „Diese Dinge sind viel besser darin, Politiker einzufangen, als darin, Emissionen zu binden!“ Er behauptet weiter, dass, wenn die Kohlenstoffabscheidung „ineffizient ist, das Argument des Klima-Realismus‘ zerstört ist“.

Dies ist insofern richtig, als es sich an die Klima-„Realisten“ wendet, die immer noch der Meinung sind, dass Kohlendioxid ein Schadstoff ist und es sich lohnt, es aus der Luft zu entfernen, was insbesondere auf dieser Website (Climate Realism) nicht der Fall ist. Wenn nämlich die Klima-Apologeten in der Ölindustrie und anderen Industrien, die in Gutschriften investieren, die durch direkte Abscheidung aus der Luft erzeugt werden, Recht haben und Kohlendioxid ein Problem ist, das angegangen werden muss, und die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) der richtige Weg ist, dann ist ihr Argument hinfällig, wenn die Kohlenstoffabscheidung eine Farce ist.

Es gibt drei grundlegende Schritte zur DAC, die zwei Ergebnisse liefern: konzentriertes CO₂ und gefilterte Luft.

Wenn CCS zu realistischen Kosten nicht das leistet, was die Befürworter behaupten, dann ist ihr Argument hinfällig. CounterPunch und Hunziker haben Recht.

Dies ist jedoch nicht das Argument, das die meisten „Klimarealisten“ vorbringen. CCS ist ein Betrug, und zwar aus den von Hunziker genannten Gründen, aber auch, weil es unnötig ist. Kohlendioxid ist kein Schadstoff, und es ist nichts falsch daran, fossile Brennstoffe zu verwenden.

„Die Kohlenstoffabscheidung kann die Emissionen nicht kosteneffizient reduzieren“, schreibt Hunziker und zitiert dann einen Artikel, der unter anderem vom Bulletin of the Atomic Scientists veröffentlicht wurde, um zu zeigen, dass die Kohlenstoffabscheidung ineffizient und kostspielig ist.

[Hervorhebung im Original]

Das stimmt!

Eine Studie des Heartland-Instituts vom Januar dieses Jahres (2025) hat gezeigt, dass nichts an CCS den aktuellen Trend wert ist, dass staatlich finanzierte CCS-Unternehmen in der Lage sind, privates Land zu enteignen, um CCS-Pipelines zu installieren. CCS-Projekte sind für sich genommen nicht rentabel. Der Studie zufolge kann der gesamte CCS-Prozess bis zu 144 US-Dollar pro Tonne kosten, wobei die anfänglichen Kapitalinvestitionen für ein kommerzielles Projekt, die in die Milliarden gehen können, noch nicht berücksichtigt sind. Die Heartland-Studie schätzt die weltweiten Ausgaben für CCS-Projekte bis zum Jahr 2023 auf rund 20 Milliarden Dollar, wobei Projekte im Wert von bis zu 200 Milliarden Dollar genehmigt werden könnten.

Leider setzen sich sowohl Mitglieder der republikanischen als auch der demokratischen Partei in den Vereinigten Staaten dafür ein, CCS-Projekte mit Milliarden von Steuergeldern zu subventionieren. Wie in diesem Beitrag von Climate Realism erläutert, ist der Großteil der staatlichen Forschungs- und Entwicklungsgelder, die die Regierung an Kohleunternehmen vergibt, für CCS und andere Netto-Null-Ziele vorgesehen. Zwar spielen sowohl Bäume als auch Technologien zur Kohlendioxidabscheidung eine Rolle bei der Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, doch werden Bäume aufgrund ihrer geringeren Kosten, ihrer Selbstversorgung und ihrer etablierten Präsenz als natürliche Kohlenstoffsenke allgemein als effizienter bei der Kohlenstoffbindung angesehen. Pflanzen Sie einfach mehr Bäume, wenn Sie Kohlendioxid direkt aus der Luft binden wollen.

CCS auf Kraftwerksebene verteuert den Strom zwangsläufig, da die Kosten für die Installation und den Betrieb der energieintensiven Anlagen erstaunlich hoch sind, und die Nachrüstung von Anlagen kann die Leistung eines Kohlekraftwerks bis zu 28 Prozent verringern.

Es gibt eine Situation, in der die Kohlenstoffabscheidung kein Betrug ist, und das ist die Carbon Capture Utilization, bei der abgeschiedenes Gas zur Stimulierung der Ölförderung im Rahmen von Enhanced Oil Recovery-Verfahren eingeleitet wird. Es überrascht nicht, dass die Klimaaktivisten und die ihnen wohlgesonnenen Medien diese Nutzung nicht zu schätzen wissen.

In diesem Punkt unterscheiden sich CounterPunch und Klimarealisten wirklich: CCS ist nicht nur teuer und ineffizient, es ist auch unnötig. Die Kohlendioxid-Emissionen verursachen keinen Klimanotstand; das Wetter wird nicht extremer, und keiner der angeblichen Kipp-Punkte“, vor denen wir seit Jahrzehnten gewarnt werden, ist entgegen der Behauptungen der Medien auch nur annähernd überschritten.

Letztendlich hat CounterPunch Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass CCS ein Betrug ist, und eine massive Verschwendung von Milliarden von Dollar darstellt. Sie haben jedoch den Hauptgrund übersehen, nämlich dass es völlig unnötig ist. Die Ablehnung der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung bedeutet keineswegs, dass der Klimarealismus „niedergemacht“ wird; Al Gore und CounterPunch müssen eine andere Strategie finden.

Link: https://climaterealism.com/2025/07/counterpunch-is-partially-right-carbon-capture-and-storage-is-a-scam/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Welches sind nun die „gestrandeten Vermögenswerte“?

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Wie schnell sich die Dinge ändern. Erst vor zwei Jahren, im Jahr 2023, schrieb ich Beiträge, in denen ich lange Listen mit Zitaten von Klimaaktivisten zusammenstellte, die davor warnten, dass alle für die Produktion von Kohle, Öl und Gas genutzten Anlagen bald veraltet und „gestrandet“ sein würden. Schließlich seien Wind- und Solarenergie (angeblich) billiger und sauberer für die Stromerzeugung, die dann alles und jeden mit Strom versorgen könne. Wer also dumm genug war, weiter in die Produktion fossiler Brennstoffe zu investieren, würde alles verlieren. Hier ist ein solcher Beitrag vom Juni 2023, und hier ein anderer vom Februar 2023.

Wenn Sie heute nachschauen, finden Sie auch 2025 noch Vorhersagen, dass fossile Brennstoffe in Kürze „gestrandet“ sein werden. (Hier ist eine von Bloomberg vom 6. März: „Investors Risk $2.3 Trillion of Stranded Fossil Fuel Assets“). Aber solche Vorhersagen werden immer seltener. Viel wahrscheinlicher ist es, dass große Teile, wenn nicht sogar das gesamte Geschäft der „erneuerbaren“ Stromerzeugung aus Wind und Sonne „stranden“ werden.

Betrachten Sie die neuesten Nachrichten aus UK. Die derzeitige Labour-Regierung von Keir Starmer, erst vor einem Jahr gewählt, hat rekordverdächtig niedrige Zustimmungswerte. Eine YouGov-Umfrage vom Mai ergab, dass die Labour-Partei in der Bevölkerung nur 23 % Zustimmung findet, während die Reformpartei von Nigel Farage auf 32 % kommt (und die Konservativen auf 16 %). Mit anderen Worten: Bei den nächsten Wahlen könnte die Reformpartei durchaus die Oberhand gewinnen. In der Zwischenzeit hat die Reformpartei mit dem früheren parteiübergreifenden Konsens zugunsten von „Netto-Null“ gebrochen, auch bekannt als endlose Subventionen für Wind- und Solarenergie.

Vor zwei Tagen, am 16. Juli, schrieb der stellvertretende Vorsitzende der Reformpartei Richard Tice an die Chefs der britischen Unternehmen für erneuerbare Energien mit der Information, dass eine von Nigel Farage geführte Reformregierung die Subventionen für Wind- und Solarenergie stoppen würde. Hier ist eine Kopie eines solchen Briefes, den Tice an Greg Jackson, CEO von Octopus Energy, geschickt hat; und hier ist eine Pressemitteilung vom 17. Juli von Net Zero Watch, in der Tice‘ Initiative bekannt gemacht wird. Tice warnt in seinem Brief die Windkraftentwickler ausdrücklich davor, dass eine künftige Reformregierung die Subventionen nicht fortsetzen wird, wenn sie in der nächsten Runde der von der Labour-Regierung beschlossenen „AR7“-Subventionen gewährt werden:

Lassen Sie es mich klar sagen: Wenn Sie sich an AR7 beteiligen, tun Sie dies auf eigenes Risiko. Der politische Konsens, der Ihre Branche fast zwei Jahrzehnte lang beschützt hat, zerbricht. Reform UK wird nicht an die Annahmen oder Verpflichtungen dieser gescheiterten Labour-Regierung gebunden sein.

Und aus der Presseerklärung von Net Zero Watch:

Richard Tice hat absolut Recht, wenn er die Bauunternehmer darauf hinweist, dass alle neuen Investitionen unter einer Reformregierung zu „stranded assets“ werden. . . . Das eigentliche Problem bei den erneuerbaren Energien ist nicht das politische Risiko, sondern die Natur selbst: die physikalischen und wirtschaftlichen Grundlagen, die Wind und Sonne von Natur aus unwirtschaftlich machen. Die Branche wurde auf Subventionen aufgebaut, nicht auf Marktgrundlagen. Nach jahrzehntelangen Subventionen für Windkraftanlagen können es sich die Verbraucher nicht mehr leisten, die Rechnung zu bezahlen. Politiker können sich nicht über die Physik oder die Ökonomie hinwegsetzen – ganz gleich, wie sehr sie das Scheitern subventionieren.

Die Vorhersage, dass Wind- und Solaranlagen „gestrandet“ werden, unterscheidet sich grundlegend von der vergleichbaren Vorhersage für Anlagen in fossilen Brennstoffen. Das liegt daran, dass Wind- und Solargeneratoren ausschließlich durch die Subventionen der Steuerzahler entstanden sind. Ohne diese Subventionen sind sie unwirtschaftlich und werden in dem Moment wertlos, in dem die Subventionen gestrichen werden. Im Gegensatz dazu sind die Anlagen für fossile Brennstoffe auch ohne staatliche Unterstützung wirtschaftlich. Die Vorhersage, dass fossile Brennstoffe „gestrandet“ sein werden, basiert auf der Annahme, dass die Regierungen in ihrem Eifer, die CO₂-Emissionen zu stoppen, diese Anlagen absichtlich zerstören werden. Das bedeutet aber, dass die Regierungen den Krieg gegen fossile Brennstoffe fortsetzen werden, selbst wenn klar wird, dass die Alternativen viel teurer sind und die Verbraucher gezwungen sind, die Kosten für die steigenden Energiepreise zu tragen. Meine Prognose ist, dass selbst die verrücktesten Regierungen in ihren Bemühungen nachlassen werden, die Unternehmen für fossile Brennstoffe zu zerstören, wenn die Kosten dafür immer deutlicher werden.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Hier in den USA haben die Trump-Regierung und der Kongress mit dem „One Big Beautiful Bill Act“ ein offensichtliches Enddatum für Subventionen für neue, noch nicht begonnene Wind- und Solarprojekte festgelegt. Sie haben jedoch nicht damit gedroht, Subventionen für Wind- und Solarprojekte zu streichen, die auf der Grundlage einer Zusage von Subventionen (insbesondere Steuergutschriften) während der Nutzungsdauer der Anlagen gebaut wurden. Für die Eigentümer bestehender Wind- und Solaranlagen scheint es also Grund zur Hoffnung zu geben, dass ihre Investitionen nicht gestrandet sind. Aber das ist keine sichere Sache. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie die Investitionen in Wind- und Solaranlagen scheitern können, selbst wenn die bestehenden Subventionen in der derzeitigen Höhe beibehalten werden. Es könnte sich zum Beispiel herausstellen, dass Wind- und Solaranlagen mehr Wartung benötigen als erwartet, um weiter zu laufen; und wenn die Regierungen nicht bereit sind, die Subventionen zu diesem Zeitpunkt zu erhöhen, werden die Anlagen stranden. Wenn das Ende der Subventionen für Wind- und Solaranlagen den Bau dieser Anlagen beendet, werden auch die Investitionen in Anlagen wie Fabriken zur Herstellung von Windturbinenblättern stranden.

Ein weiterer Punkt, der geschehen kann und sollte ist, dass die Netzbetreiber im ganzen Land die Märkte, auf denen sie Strom von Kraftwerksbetreibern erwerben, so umstrukturieren sollten, dass das Netz nur noch Strom kauft, der auch abrufbar ist. Eine solche Reform – die sehr wünschenswert ist – würde alle Wind- und Solarstromerzeuger auf der Strecke lassen.

Zurück im Öl- und Gasgeschäft boomt das Geschäft. Die Öl- und Gasproduktion erreicht jährlich neue Rekorde. Die Nachfrage nach zuverlässiger Energie steigt weiter. Jeder, der glaubt, dass diese Anlagen „stranden“ werden, macht sich Illusionen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/19/which-are-the-stranded-assets-now/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CO₂ revolutioniert den Ackerbau

Vijay Jayaraj

Die Welt wäre sicherer, wenn der Ausstoß von Kohlendioxid (CO₂) durch die Industrie gestoppt würde, so die Lehren vieler Schulen, die Regulierungspläne einiger Regierungen und die übertriebenen PR-Kampagnen des Klima-Industrie-Komplexes. Aber die Wahrheit ist erfreulicher: CO₂ ist eine unersetzliche Pflanzennahrung, die derzeit zunimmt.

Kohlendioxid – das als Staatsfeind Nummer eins gebrandmarkte Gas – zerstört den Planeten nicht. Das Gegenteil ist der Fall: es verbessert das Leben auf ihm. Überall auf der Welt kurbeln erhöhte CO₂-Werte das Pflanzenwachstum an und sorgen für reiche Ernteerträge in noch nie dagewesenem Ausmaß.

Warum ist das wichtig? Weil künftige Generationen davon profitieren könnten, wenn sie die Hysterie ablehnen und sich auf den gesunden Menschenverstand und bewährte Fakten verlassen.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre von etwa 300 ppm auf über 420 ppm gestiegen. Glaubt man einigen Schlagzeilen, so kommt dies einem Todesurteil gleich. Für Landwirte – oder Wissenschaftler, die sich mit Pflanzenphysiologie beschäftigen – ist dieser Anstieg jedoch ein Geschenk Gottes.

Studien zeigen, dass Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Salat und Getreide unter höheren CO₂-Konzentrationen schneller wachsen und mehr Ertrag bringen. Dieses Phänomen wurde durch Jahrzehnte lange Beobachtungen von Pflanzen in der ganzen Welt und in kontrollierten Umgebungen bestätigt.

Menschen, die sich dieses Wissen zunutze machen, haben zu einer landwirtschaftlichen Revolution beigetragen. Von der israelischen Negev-Wüste bis zum kenianischen Rift Valley beweisen die Landwirte, dass CO₂ kein Übeltäter, sondern ein Verbündeter bei der Ernährung einer wachsenden Bevölkerung ist.

Treibhausboom: Nahrung, wo es vorher keine gab

In der Gewächshaus-Landwirtschaft werden Pflanzen in zeltartigen Strukturen mit kontrollierter Umgebung angebaut. Im Gegensatz zur Landwirtschaft im Freiland, die den Risiken von Wetter und Schädlingen ausgesetzt ist, bieten Gewächshäuser stabile Ökosysteme, welche die Vegetationsperioden verlängern sowie Beleuchtung und Temperatur steuern. Außerdem kann in Gewächshäusern der CO₂-Gehalt künstlich auf ein Niveau angehoben werden, das zwei- bis dreimal so hoch ist wie die atmosphärischen Konzentrationen.

Diese Landwirte erreichen, was die Natur nicht kann – vorhersehbare, reiche Ernten in Wüsten, Tundra und Ballungsgebieten. Zu den Vorteilen gehören geringerer Wasserverbrauch, geringere Abhängigkeit von Pestiziden, ganzjährige Produktion und höhere Erträge.

In einer Studie bewerteten Forscher die Ausbreitung der Gewächshaus-Landwirtschaft in 119 Ländern, darunter 22 in Afrika. Gewächshäuser bedecken heute weltweit mehr als 12.950 km² Land, das ist das 40-fache der landwirtschaftlichen Fläche, die vor vier Jahrzehnten bedeckt war.

In China befinden sich 60 % der weltweiten Gewächshausbetriebe. Einige der größten befinden sich in Weifang, China, (82.155 Hektar) und Almeria, Spanien (35.117 Hektar).

Mit CO₂ angereicherte Gewächshäuser decken heute einen erheblichen Teil des städtischen Gemüsebedarfs in China, einem Land, das einst von Nahrungsmittelknappheit und Hungersnöten geplagt war. „Reis, Gurken, Auberginen und Tomaten versorgen außerhalb der Saison das ganze Land“, sagt die chinesische Forscherin Xiaoye Tong.

In der Präfektur Hotan in der Wüste von Xinjiang bauen Landwirte Tomaten, Gurken und Melonen in Gewächshäusern an, in denen die CO₂-Konzentration bis zu 1.200 ppm beträgt, das Dreifache der Konzentration im Freien.

Die Gewächshäuser in dieser Region haben die Entwicklung von Schnellreis ermöglicht, dessen Wachstumszyklus durch vertikalen bodenlosen Anbau und künstliche Lichtsteuerung auf nur 75 Tage verkürzt wurde. Das Wüstengewächshausprojekt in der Shawan-Oase in Xinjiang verfügt über 2.100 Einheiten, die jährlich etwa 19.000 Tonnen Gemüse und Obst in mehr als 30 Sorten produzieren können.

„Die Expansionsrate ist in China am dramatischsten, aber der Anstieg ist ein globales Phänomen“, sagt Tong. In Indien zum Beispiel wächst der Unterglas-Gartenbau jährlich um mehr als 6 %. Die indische Regierung fördert dieses Wachstum durch Subventionen im Rahmen der National Horticulture Mission, welche bis zu 50 % der Gründungskosten abdeckt.

Die Metrolina Greenhouses in Huntersville, North Carolina, umfassen 720.000 m² beheizte Innenanbaufläche und sind damit das größte beheizte Gewächshaus an einem Standort in den Vereinigten Staaten.

In Spanien baute Novagric die größten Einzelmodul-Gewächshäuser für den Anbau von ertragreichen Tomatenpflanzen. Die Produktion stieg von 21 Kilogramm Tomaten pro Quadratmeter auf einen Rekord von 30 Kilogramm Kirschtomaten, und es wird erwartet, dass der Ertrag weiter steigt.

Man braucht keinen Doktortitel, um den Schein zu durchschauen. Fragen Sie sich selbst: Wenn CO₂ so schädlich ist, warum pumpen Landwirte es dann in Gewächshäuser? Warum brechen die Ernteerträge bei steigenden CO₂-Werten Rekorde? Die Antworten liegen in der Biologie, nicht in der Ideologie.

Pflanzen haben sich entwickelt, als die CO₂-Werte fünfmal höher waren als heute. Die CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stellen das Kohlendioxid wieder her, das der Atmosphäre entzogen wurde, als Kohle, Erdöl und Erdgas vor Millionen von Jahren aus den Überresten von Flora und Fauna in Sümpfen und Meeren gebildet worden waren. Ein Mangel an atmosphärischem Kohlendioxid wird behoben.

In der Zwischenzeit wird die Treibhauslandwirtschaft, die mit diesem lebensspendenden Molekül betrieben wird, Teil einer vielversprechenden Zukunft ohne Hunger sein.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. 

This commentary was first published at CO₂ Coalition June 26, 2025.

Link: https://cornwallalliance.org/CO₂-sustains-greenhouse-farming-revolution/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Energie-Strategie von Louisiana weist den Weg

Chris Talgo

Eines der wichtigsten Merkmale des amerikanischen Systems ist, dass die Bundesstaaten, oder „die Laboratorien der Demokratie“, wie es der Richter am Obersten Gerichtshof Louis Brandeis formulierte, über ein beträchtliches Maß an Autonomie verfügen und daher als Testgelände für eine Vielzahl von Maßnahmen dienen können.

Dieses Attribut, das es in vielen Ländern nicht gibt, ist ein wesentliches Merkmal der Vereinigten Staaten.

Wie alle Dinge hat auch diese Eigenschaft ihre Vor- und Nachteile. Einerseits ermöglicht sie ständige Innovation und verhindert Zentralisierung. Andererseits kann es zu Chaos und einem Wettlauf nach unten führen, bei dem Staaten wie Kalifornien ihren wirtschaftlichen und politischen Einfluss nutzen, um belastende Vorschriften zu erlassen, die andere Staaten befolgen müssen.

In den letzten Jahren haben mehrere Staaten sehr unterschiedliche Ansätze in der Energiepolitik verfolgt.

Einige, wie der Golden State [Kalifornien], haben sich schon früh für den so genannten grünen Wandel eingesetzt. Dabei haben sie unglaublich komplexe Umweltvorschriften geschaffen, die das Wirtschaftswachstum bremsen. Kalifornien und viele andere Staaten haben auch auf Wind- und Solarenergie gesetzt und gleichzeitig perfekt funktionierende Kohle- und Kernkraftwerke vorzeitig stillgelegt.

Am anderen Ende des Spektrums steht Louisiana.

Kürzlich unterzeichnete der republikanische Gouverneur von Louisiana Jeff Landry den wegweisenden Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act (ARCESA).

Das Gesetz, das Erdgas korrekt als saubere Energiequelle definiert, wird voraussichtlich mehr als 300.000 Arbeitsplätze im Bundesstaat schaffen.

Darüber hinaus bietet das Gesetz „Transparenz für die Steuerzahler“, „gewährleistet die Gleichbehandlung aller Energiequellen, die zur Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit des Netzes beitragen“, „verbietet die Verwendung von Lieferketten, in denen Kinder- oder Sklavenarbeit vorkommt – wie die, die in China eingekauft wurden“, und „stärkt Louisianas Energiezukunft, indem es erschwinglichen, zuverlässigen und im Bundesstaat abrufbaren Strom aus Quellen wie Erdgas und Kernkraft in den Vordergrund stellt.“

Landry hat Recht, wenn er sagt, dass dieses Gesetz „die Bühne für eine Energie-Renaissance bereitet – nicht nur hier, sondern in ganz Amerika.“

Kurz gesagt, ARCESA ist das amerikanischste, vernünftigste Energiegesetz der letzten Jahre. Es stellt auch einen dringend benötigten und längst überfälligen Vorstoß der Bundesstaaten gegen die Klimaalarmisten dar, die wild entschlossen sind, amerikanische Energie unerschwinglich und unzuverlässig zu machen.

Trotz jahrelanger staatlicher Subventionen können Solar- und Windenergie nicht genug Grundlaststrom erzeugen, um die Nachfrage zu decken. Dies ist keine bloße Spekulation, sondern beruht auf empirischen Erkenntnissen.

Wie die American Energy Alliance feststellt, „sind die Stromausfälle in den Vereinigten Staaten in den letzten fünf Jahren um 93 Prozent gestiegen – in einer Zeit, in der die Solar- und Windenergie um 60 Prozent zugenommen hat. Texas, das bei der Windenergieerzeugung landesweit führend ist, und Kalifornien, das bei der Solarenergieerzeugung landesweit führend ist, hatten in diesen fünf Jahren landesweit die meisten Stromausfälle zu verzeichnen.“

Ich hoffe, dass mehr Staaten dem Beispiel Louisianas folgen, denn wir alle wollen und brauchen bezahlbare, zuverlässige und saubere Energie.

Chris Talgo is the editorial director at The Heartland Institute/InsideSources

Link: https://www.bostonherald.com/2025/07/13/talgo-louisianas-energy-strategy-shows-the-way/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Wenn man mal den üblichen US-Nationalismus weglässt, gilt das natürlich für alle Länder der Welt – auch und vor allem unser Land.