Projekt zum Absaugen des Geldes der Steuerzahler beginnt in UK

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

h/t Philip Bratby

Warum sind die britischen Steuerzahler gezwungen, für diesen völligen Unsinn zu zahlen, wenn sich der Rest der Welt einen Dreck darum schert?

Ein bahnbrechendes Projekt zum Absaugen von Kohlenstoff aus dem Meer hat an der Südküste Englands seinen Betrieb aufgenommen.

Das kleine Pilotprojekt mit der Bezeichnung SeaCURE wird von der britischen Regierung im Rahmen ihrer Suche nach Technologien zur Bekämpfung des Klimawandels finanziert.

Die Klimawissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, der Hauptursache für die globale Erwärmung, oberste Priorität hat.

Viele Wissenschaftler sind jedoch auch der Meinung, dass ein Teil der Lösung darin bestehen muss, einen Teil der bereits freigesetzten Gase abzufangen.

Das Projekt versucht herauszufinden, ob die Entfernung von Kohlenstoff aus dem Wasser ein kosteneffizienter Weg sein könnte, um die Menge des klimawärmenden Gases CO₂ in der Atmosphäre zu reduzieren.

SeaCURE bereitet das Meerwasser auf, um den Kohlenstoff zu entfernen, bevor es zurück ins Meer gepumpt wird, wo es weiteres CO₂ absorbiert.

Die ganze Story steht hier.

Dem Bericht zufolge wird das Projekt 3 Millionen Pfund kosten und nur winzige 100 Tonnen CO₂ pro Jahr einfangen. Außerdem wird viel Energie benötigt, um das Wasser und die Gase umzupumpen. Außerdem werden zunächst Säuren hinzugefügt, um das CO₂ freizusetzen, und dann Alkali, um der Säure entgegenzuwirken!

Die 3 Millionen Pfund dienen natürlich nur dem Nachweis, ob das Verfahren funktioniert oder nicht – ein kontinuierlicher jährlicher Betrieb würde ein Vielfaches davon kosten.

Da UK etwa 800 Millionen Tonnen CO₂ ausstößt, einschließlich importierter CO₂-Emissionen, sind 100 Tonnen weder Fisch noch Fleisch. Es gibt auch keine Aussicht darauf, dass ein solches Projekt auf die Milliarden von Tonnen ausgeweitet werden könnte, die weltweit ausgestoßen werden.

Es handelt sich um eines von fünfzehn ähnlichen Projekten, die alle aus unseren Steuergeldern bezahlt werden sollen.

Zweifellos werden die Wissenschaftler, die mit unseren Steuergeldern herumspielen, viel Spaß haben, aber gibt es nicht eine bessere Verwendung für dieses Geld?

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/04/19/project-to-suck-money-out-of-taxpayers-begins-in-uk/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE-Beiträgen

 




Presseerklärung: Staaten sollten sich gegen industrielle Solarenergie wehren – neue Studie erklärt, wie

Jack McPherrin, H. Sterling Burnett

Ein neuer Report skizziert acht Lösungen auf Staatsebene, um den zerstörerischen Ausbau der industriellen Solarenergie zu stoppen.

Industrielle Solarprojekte erfordern die Umwandlung riesiger Flächen erstklassiger landwirtschaftlicher Nutzflächen, verursachen Umweltschäden und töten Wildtiere, sind auf Zwangsarbeit angewiesen, destabilisieren Stromnetze und sind immens kostspielig.

ARLINGTON HEIGHTS, ILLINOIS (16. April 2025) Industrielle Solaranlagen haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, angetrieben durch staatliche Vorschriften, Subventionen und andere Anreize. In einer neuen Studie des Heartland Institute mit dem Titel „How States Can Push Back Against the Destructive Expansion of Industrial Solar Power“ (Wie Staaten sich gegen die zerstörerische Expansion der industriellen Solarenergie wehren können) skizzieren die Autoren Jack McPherrin und H. Sterling Burnett, Ph.D., die unzähligen Probleme, die mit der Expansion der industriellen Solarenergie – und der Abhängigkeit von der Solarenergie im Allgemeinen – verbunden sind, und stellen abschließend eine Reihe konkreter Lösungen vor, die politische Entscheidungsträger zum Schutz davor in Betracht ziehen sollten.

Die Studie steht hier (PDF)

In dieser Studie werden die größten Schäden der industriellen Solarenergie aufgezeigt, darunter die Zerstörung von produktivem Ackerland, die weit verbreitete Umweltzerstörung, die Erzeugung hochgiftiger Abfälle, die Abhängigkeit von Zwangsarbeitern, die inhärente Ineffizienz und die Destabilisierung der Stromnetze sowie die massiven, vom Steuerzahler finanzierten Kosten, die von den Strompreiszahlern und der Öffentlichkeit getragen werden.

McPherrin und Burnett empfehlen acht Schritte, die staatliche und bundesstaatliche Entscheidungsträger unternehmen können, um den Schaden der industriellen Solarentwicklung zu minimieren, darunter:

– Aufhebung der Standards für erneuerbare Energien

– Abschaffung besonderer finanzieller Anreize für die industrielle Solarentwicklung

– Besteuerung von landwirtschaftlichen Flächen, die in industrielle Solarparks umgewandelt werden, zu industriellen statt zu landwirtschaftlichen Steuersätzen

– Verbot der Beschaffung von Solarenergieprodukten, die durch Kinder- oder Sklavenarbeit hergestellt wurden

– Verhinderung von Vorzugsgenehmigungen sowie Vorschriften bzgl. Standortanforderungen als Genehmigungsvoraussetzungen

Staaten, denen bezahlbare Energie, Umweltschutz und Menschenwürde wichtig sind, sollten schnell handeln, um ihre Bürger vor den unzähligen Kosten der industriellen Solarentwicklung zu schützen.
Die folgenden Aussagen der Autoren der politischen Studie des Heartland Institute – einer Denkfabrik der freien Marktwirtschaft – dürfen als Quellenangabe verwendet werden:

„Solarenergie ist ein Verlierer. Sie ist teuer, umweltschädlich und untergräbt die Zuverlässigkeit des Stromnetzes, das die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahrhundert aufgebaut haben und um das sie die Welt beneidet hat. Die Solarenergie macht Amerika auch von China abhängig, was die Sicherheit der Stromversorgung angeht – eine schlechte Idee, wie auch immer man es betrachtet.

Je früher die Regierung – sowohl auf Staats- als auch auf Bundesebene – die Subventionen beendet, welche die Solarenergie fördern und vorschreiben, desto besser wird es Amerika gehen. In dieser Studie werden die der Solarenergie innewohnenden Probleme dargelegt und Schritte aufgezeigt, die von den Bundesstaaten und der US-Bundesregierung unternommen werden können, um die Einspeisung von Solarstrom in das Stromnetz zu verhindern oder zumindest nicht zu fördern.“

„Die industrielle Solarentwicklung ist alles andere als eine saubere Energielösung und birgt ernsthafte wirtschaftliche, ökologische und ethische Risiken. Sie verbraucht riesige Flächen lebenswichtiger landwirtschaftlicher Nutzflächen, zerstört Lebensräume, setzt auf Zwangsarbeit, destabilisiert Stromnetze und ist immens kostspielig – und die amerikanischen Steuer- und Tarifzahler zahlen letztlich die Zeche.

Darüber hinaus ist die industrielle Solarindustrie, wie andere erneuerbare Energiequellen auch, ein Paradebeispiel für Marktsozialismus. Sie wurde vollständig durch staatliche Subventionen und Vorschriften geschaffen und aufrechterhalten, die den Prinzipien der freien Marktwirtschaft widersprechen. Die staatlichen Entscheidungsträger haben die Möglichkeit, den Kurs zu ändern, und unser Report gibt ihnen die Vorlage dafür.“

The Heartland Institute is a national nonprofit organization founded in 1984 and headquartered in Arlington Heights, Illinois. Its mission is to discover, develop, and promote free-market solutions to social and economic problems. For more information, visit our website or call 312/377-4000.

Authors: Jack McPherrin is a Research Fellow for the Glenn C. Haskins Emerging Issues Center at The Heartland Institute, and also serves as Heartland’s research editor.

H. Sterling Burnett, Ph.D., is the Director of the Arthur B. Robinson Center on Climate and Environmental Policy and the managing editor of Environment & Climate News.

Link: https://heartland.org/opinion/press-release-states-should-push-back-against-industrial-solar-power-new-study-explains-how/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die klimatischen Bedingungen während des Zweiten Weltkriegs

Andy May

In meinem letzten Beitrag [in deutscher Übersetzung hier] habe ich die Entwicklung von den ICOADS-Rohdaten der Meerestemperatur (SST) zu den endgültigen ERSST und HadSST-SST-Anomalien beschrieben. Diese Anomalien werden in Abbildung 1 verglichen. Die ICOADS-Anomalien werden durch Subtraktion des Mittelwerts 1961-1990 von allen endgültigen rohen einfachen Jahresmittelwerten erzeugt. Dies geschah zuletzt, nachdem der einfache globale SST-Mittelwert für alle Jahre berechnet worden war.

Die ERSST- und HadSST-Werte werden zunächst als Anomalien erstellt. Das heißt, sie werden Gitterzelle für Gitterzelle erstellt, bevor die Verarbeitung beginnt. Natürlich stammen die Messungen in jeder Zelle normalerweise von verschiedenen Schiffen in verschiedenen Jahren oder Monaten, aber die Messungen werden in Anomalien umgewandelt, indem der Mittelwert 1961-1990 für jede Zelle von jeder Messung in der gleichen Zelle für einen bestimmten Monat abgezogen wird. Dies geschieht, bevor irgendeine Verarbeitung oder Korrektur durchgeführt wird. Da die Zellen bis zu 12.300 km² groß sein können, ist dies von zweifelhaftem Wert, aber so wird es gemacht.

Auf dem Festland mit fest installierten Wetterstationen sind Anomalien sinnvoller, da die Höhenlage jeder Wetterstation unterschiedlich ist und die einzelnen Wetterstationen oft während des gesamten Zeitraums von 1961 bis 1990 am gleichen Ort und oft mit der gleichen oder ähnlichen Ausrüstung betrieben wurden. Daher ist es logisch, zu Beginn der Verarbeitung eine Anomalie zu bilden, indem man den Mittelwert der Wetterstation für jeden Monat vom Monatsmittelwert 1961-1990 abzieht. Auf dem Ozean, wo jede Messung in einem bestimmten Monat in etwa die gleiche Höhe hat, aber von einer anderen Boje oder einem anderen Schiff mit anderer Ausrüstung stammt, macht dies weniger Sinn.

Abbildung 1. Ein Vergleich der einfachen mittleren Meerestemperatur (SST) von ICOADS 3 in grün, umgerechnet in eine Anomalie, mit den stark verarbeiteten „endgültigen“ SST-Anomalien von ERSST 5 (NOAA, orange) und HadSST 4.1 (Hadley Centre, dicke schwarze Linie).

In diesem Beitrag geht es um den Unterschied in der Anomalie der ICOADS-Daten während der Zeit des Zweiten Weltkriegs von 1939 bis 1946 wie in Abbildung 1 dargestellt. Diese Anomalie ist in den ICOADS-Rohdaten deutlich zu erkennen, verschwindet aber in den beiden gezeigten endgültigen Rekonstruktionen. Es gibt viele bekannte Probleme, die während des Krieges auftraten. Die Schifffahrtsrouten änderten sich aufgrund der Anwesenheit von U-Boot-„Wolfsrudeln“, die SST wurde zunehmend in den Wassereinlässen der Motoren gemessen und nicht mehr mit Eimern, die in den Ozean getaucht wurden, und bei den Schiffen, die noch Eimer benutzten, änderte sich oft der Typ des Eimers. Diese Probleme sind in den ICOADS-Daten offensichtlich, aber sind sie für die gesamte radikale Korrektur in Abbildung 1 verantwortlich? Der Spitzenwert der Rohdatenanomalie liegt im Jahr 1944 (+2,14 °C), doch der ERSST-Wert von 1944 beträgt 0,091 °C, so dass die Korrektur im Jahr 1944 über 2 °C beträgt. Ist dies realistisch? Die Gesamterwärmung seit 1900 beträgt schätzungsweise nur etwa ein Grad, wie ist da eine Korrektur um zwei Grad für ein ganzes Jahr gerechtfertigt? ERSST und HadSST haben die Daten korrigiert, aber wie viel Vertrauen können wir in diese Korrekturen haben? Was war zu dieser Zeit sonst noch los?

Die klimatischen Bedingungen während des Zweiten Weltkriegs

Klimatisch gesehen war während des Krieges eine Menge los. Wir haben das Glück, dass Stefan Brönnimann von der Universität Bern eine sehr große Datenbank mit meteorologischen Daten aus Deutschland, den deutsch besetzten Gebieten, Schweden, den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion und dem Vereinigten Königreich ausgegraben und digitalisiert sowie versucht hat, einige Schlussfolgerungen über das Klima der nördlichen Hemisphäre während des Krieges zu ziehen. Was in diesem Beitrag vorgestellt wird, stammt größtenteils aus Arbeiten, die er zwischen 2003 und 2005 veröffentlicht hat (Brönnimann S. , 2003), (Brönnimann, Luterbacher, & Staehelin, 2004), (Brönnimann & Luterbacher, 2004b) und (Brönnimann S. , 2005).

Anhand der gesammelten Daten erstellten Brönnimann und Kollegen monatliche Karten der Oberflächenbedingungen, der Temperatur in der oberen Atmosphäre und der geopotentiellen Höhe. Brönnimann und Luterbacher rekonstruierten die obere Atmosphäre für den Zeitraum 1939 bis 1944. Sie fanden Hinweise auf einen schwachen und gestörten Winter-Polarwirbel auf der Nordhemisphäre. Dies führte zu anomal hohen Wintertemperaturen in der oberen Atmosphäre und an der Oberfläche in Alaska, Kanada und Grönland sowie zu extremer Kälte in Europa. Eine Beispielkarte ist in Abbildung 2 für Januar 1942 in einer Höhe von 500 hPa (etwa 5500 Meter) dargestellt:

Abbildung 2. Beispielkarte der Temperaturanomalie vom Januar 1942 in 500 hPa (5500 m). Es handelt sich um eine polare Projektion der Nordhemisphäre mit dem Nordpol im Mittelpunkt. Quelle: nach (Brönnimann & Luterbacher, Reconstructing Northern Hemisphere upper-level fields during World War II, 2004b).

Brönnimann und Kollegen glauben, dass das ungewöhnliche Wetter während des Zweiten Weltkriegs mit dem sehr starken und anhaltenden El Niño zusammenhing, der zu dieser Zeit aufgetreten war. In Abbildung 3 sind der Niño 3.4-Index, die AMO und die PDO dargestellt, wobei der Zweite Weltkrieg als „WWII“ gekennzeichnet ist.

Während die Welt als Ganzes während der Kriegsjahre im Durchschnitt ungewöhnlich warm war, litten Europa, Nordsibirien und der zentrale Nordpazifik unter drei bitterkalten Wintern von Ende 1939 bis 1942. Die südliche Hemisphäre blieb nicht verschont, die Meerestemperaturen in den südlichen mittleren Breiten waren ungewöhnlich niedrig, und Australien litt von 1937 bis 1945 unter einer sehr lang anhaltenden Dürre (Hegerl, Brönnimann, Schurer, & Cowan, 2018).

Abbildung 3. Die Indizes der AMO, der PDO und des Niño 3.4 mit Markierung des Zweiten Weltkriegs. Datenquelle: NOAA.

In Abbildung 3 ist der markante El Niño des Zweiten Weltkriegs sehr deutlich zu erkennen, und wir können sehen, dass die AMO und die PDO positiv sind. Die Nordatlantische Oszillation ist nicht dargestellt, aber sie ist während dieses Zeitraums stark negativ (siehe Abbildung 4 für eine Darstellung der ähnlichen Druckanomalie zwischen Island und den Aleuten). Es gibt auch Hinweise auf eine hohe Ozonkonzentration sowohl in der Arktis als auch in den mittleren Breiten, einen schwachen Winter-Polarwirbel und häufige stratosphärische Erwärmungen. Wie Brönnimann und Kollegen berichten, „stellt der Zeitraum 1940-42 an der Erdoberfläche und in der Troposphäre eine extreme Klimaanomalie von hemisphärischem bis globalem Ausmaß dar“.

Abbildung 4 vergleicht die ENSO 3.4-Temperatur mit der Temperatur in Mittel-, Nord- und Osteuropa, die Druckdifferenz zwischen Island und den Aleuten, die 100-mbar-Differenz der geopotentiellen Höhe zwischen den Polen und den mittleren Breiten sowie die Gesamt-Ozonmessung in Arosa, Schweiz. Alle diese Messungen zeigen während des Zweiten Weltkriegs eine deutliche Anomalie:

Abbildung 4. Vergleich der ENSO-3.4-Temperaturanomalie mit der Temperatur in Europa, der Luftdruckanomalie zwischen Island und den Aleuten, der 100-mbar-Geopotentialhöhe und dem Gesamtozon in der Schweiz. Die gelbe Schattierung deckt etwa die Jahre 1937 bis 1945 ab. Quelle: nach (Brönnimann S. , 2005).

Abbildung 4 zeigt, dass die Jahre 1940-1942 im Kontext des 20. Jahrhunderts als eine einzigartige klimatische Anomalie herausragen. Daher erscheint es ungewöhnlich, dass die in Abbildung 1 gezeigten letzten ERSST- und HadSST-Aufzeichnungen für den Zeitraum 1940-1942 den gleichen Trend wie zuvor aufweisen, als ob nichts Ungewöhnliches geschehen wäre. In den ICOADS-Rohdaten ist die Klippe von 1946 zwar ein wenig zu erkennen, aber im Vergleich zu den ICOADS-Daten sehr gedämpft.

Ich stelle die Probleme in den Rohdaten nicht in Frage, sie sind eindeutig dokumentiert. Ich stelle jedoch die vom Hadley Centre und der NOAA vorgenommenen Korrekturen in Frage. Die korrigierten Daten scheinen zu sehr mit der Zeit vor dem großen El-Niño-Ereignis des Zweiten Weltkriegs und der Zeit danach übereinzustimmen. Ich würde erwarten, dass ein Teil der Anomalie, die in den Rohdaten zu sehen ist, den Korrekturprozess überlebt.

Referenzen

Brönnimann, S. (2003). A historical upper air-data set for the 1939–44 period. International Journal of Climatology, 23(7), 769-791. doi:10.1002/joc.914

Brönnimann, S. (2005). The Global Climate Anomaly in 1940-1942. RMetS Weather, 60(12).

Brönnimann, S., & Luterbacher, J. (2004b). Reconstructing Northern Hemisphere upper-level fields during World War II. Climate Dynamics, 22, 499-510. doi:10.1007/s00382-004-0391-3

Brönnimann, S., Luterbacher, J., & Staehelin, J. (2004). Extreme climate of the global troposphere and stratosphere in 1940–42 related to El Niño. Nature, 431, 971–974. doi:10.1038/nature02982

Hegerl, G. C., Brönnimann, S., Schurer, A., & Cowan, T. (2018). The early 20th century warming: Anomalies, causes, and consequences. WIREs Climate Change, 9(4). doi:10.1002/wcc.522

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2025/04/17/the-weather-and-climate-of-world-war-ii/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 16 / 2025

Hier zunächst als Ergänzung zum vorigen Kältereport die Meldung aus der Türkei bei wetteronline.de „Schnee in Ankara“. Siehe dazu weiter unten die entsprechenden Meldungen.

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Meldungen vom 14. April 2025:

China: Extremer Kaltlufteinbruch in den nördlichen Landesteilen

Ein intensiver Kaltluftvorstoß erfasste am Wochenende weiter über den Norden Chinas und sorgte für heftige Winde, starken Schneefall und einen Temperatursturz in weiten Teilen des Landes.

Das Nationale Meteorologische Zentrum (NMC) hat erneut orangefarbene Warnungen für Orkanböen und Schneestürme sowie blaue Warnungen für Sandstürme und schwere konvektive Umlagerungen ausgegeben. Eine gelbe Warnung vor Schneestürmen bleibt in Kraft, da die Innere Mongolei und die nordöstlichen Provinzen mit Schnee bedeckt sind.

Die östliche Innere Mongolei und das südöstliche Jilin sind am stärksten betroffen, wo schwere Schneestürme das tägliche Leben und die Landwirtschaft beeinträchtigen. Die Behörden riefen dazu auf, Gewächshäuser und Viehunterstände zu verstärken, um Einstürze unter der Schneelast zu verhindern.

„Dieser Kaltlufteinbruch ist schnell und intensiv“, warnte Zhang Guilian, leitender Meteorologe in der Inneren Mongolei.

Zwar können kurze Kälteeinbrüche in dieser Region bis in den Frühling hinein andauern, doch so intensive und weit verbreitete winterliche Bedingungen zu diesem späten Zeitpunkt der Saison sind höchst ungewöhnlich.

Dazu gibt es dieses YouTube-Video.

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Südkorea: Erster Schneefall in Seoul Mitte April seit 1907

Der Frühling in Seoul wurde durch Schnee abrupt gestoppt. Die Stadt verzeichnete den ersten Schneefall Mitte April seit 1907 und verwandelte die mit Kirschblüten übersäten Straßen in eine Winterlandschaft.

Am Sonntagmorgen zog eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Kaltfront heran, die die Temperaturen in Seoul auf 1,1 °C sinken ließ.

Die koreanische Wetterbehörde (KMA) meldete für den Bezirk Jongno im Zentrum Seouls den zweitstärksten Schneefall im April und den ersten Schnee in der Mitte des Aprils seit 1907.

Im nahe gelegenen Suwon gab es den ersten Schnee Mitte April seit Beginn der lokalen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1964.

Landesweit brachen die Temperaturen ein. Die KMA machte ein Höhentief für die dramatische Veränderung verantwortlich. In etwa 5500 m (500 hPa) sank die Temperatur bis -30 °C. Das führte zu Schnee, Graupel, Sturmböen und Gewittern.

Der Schnee bedeckte die Kirschblüten in Seoul, Chuncheon und auf dem Berg Namdeogyu und sorgte für Erstaunen und Verwirrung, wie lokale Berichte berichten: „Kirschblüten und Schnee – das fühlt sich surreal an.“

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Ukraine: Schnee im April

Schnee und Frost haben die Region Mykolaiv in der Ukraine heimgesucht. Die Straßen froren ein, der Verkehr staute sich, Bäume knickten um, und für viele fiel der Strom aus.

Das ganze Wochenende über räumten städtische Mitarbeiter die Straßen, und die Polizei half gestrandeten Autofahrern, die bereits auf Sommerreifen umgestiegen waren.

Laut der Prognostikerin Alina Pylypenko lässt der Schnee zwar nach, aber die Temperaturen werden weiter bis -5 °C sinken und damit langjährige Aprilrekorde bedrohen.

Die Agrometeorologin Olha Sotnikova warnt vor Folgeschäden bei der Ernte. Kirschen, Pflaumen und andere Frühblüher sind gefährdet, kommt es doch in großen Teilen der Ukraine zur fünften Frostnacht in Folge.

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Zypern: Ungewöhnlicher Schnee in höheren Lagen

Ein für die Jahreszeit ungewöhnlicher Schneesturm hat das Troodos-Gebirge auf Zypern heimgesucht.

In Chionistra erreichte der Schnee eine Höhe von 15 cm, und die Temperaturen sanken auf 2 °C – weit unter die saisonale Norm von 21 °C.

Der Zugang zu wichtigen Straßen – Karvounas-Troodos, Prodromos-Troodos und Platres-Troodos – ist auf Fahrzeuge mit Allradantrieb oder Schneeketten beschränkt. Die Polizei mahnt aufgrund der eisigen Bedingungen und der schlechten Sichtverhältnisse zu äußerster Vorsicht.

Dieser jüngste Kälteeinbruch folgt auf Rekordtiefstwerte in diesem Jahr, darunter -9°C im Februar – der niedrigste Wert des Landes seit über 40 Jahren.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-front-batters-northern-china?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 15. April 2025:

Türkei: Schwere Ernte-Einbußen durch starken Frost

Die Türkei sieht sich mit einer sich verschärfenden Agrarkrise konfrontiert, nachdem rekordverdächtig niedrige Temperaturen bis -15°C über das Land hinweggefegt sind – die tiefste Frühjahrstemperatur seit über 30 Jahren. Der Frost vernichtet die Ernten und hat die Regierung zu dringenden Maßnahmen veranlasst.

Seit mehr als einem Monat hält die Kälte an und sorgt für verbreiteten Frost und Schneefall. Landwirtschaftsminister Ibrahim Yumakli verglich die Ernteverluste mit den katastrophalen Frösten von 2014 und sagte: „Die Türkei steht wieder einmal vor einem massiven landwirtschaftlichen Schlag durch die frostigen Wetterbedingungen.“

Die östliche Region Malatya, die für ihre Aprikosen bekannt ist, ist in höchster Alarmbereitschaft. Im Jahr 2014 vernichtete der Frost bis zu 80 % der Aprikosenernte. Da in diesem Jahr ähnliche Schäden befürchtet werden, könnten sich die Auswirkungen sowohl auf die heimischen Märkte als auch auf die Exportkanäle ausbreiten.

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Süd-Korea: Anhaltende Kältewelle

Mitte April sieht es in weiten Teilen Südkoreas eher nach Winter aus, denn es herrscht klirrende Kälte und starker Schneefall.

Die koreanische Wetterbehörde (KMA) hat für die Bergregionen der Provinz Gangwon sowie für Gyeryong in Süd-Chungcheong und Gurye in Süd-Jeolla eine Starkschneewarnung herausgegeben.

Die Schneefälle hielten bis in die frühen Morgenstunden des 15. April an, wobei über dem Hochland von Gangwon erhebliche Schneemengen zu verzeichnen waren. In Gyeryong und Gurye wurden weitere Zentimeter registriert, wobei sich die Schneedecke mit der Frühlingsblüte vermischte – ein seltenes Bild.

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China: Weitere Schneestürme

Auch in China, vor allem im Nordosten, kommt es aufgrund der für die Jahreszeit untypischen Kälte und des Schnees immer wieder zu Beeinträchtigungen.

In der Region des Changbai-Gebirges in Jilin liegt weiterhin eine hohe Schneedecke, der die Schließung landschaftlich reizvoller Gebiete erzwingt und Touristen zurückhält. Auch in Liaoning sind Städte wie Shenyang von den Schneemassen betroffen.

Der Frühling wurde gestoppt, und selbst in den tiefer gelegenen Gebieten um Changbai sank die Temperatur auf -10 °C, in Shenyang auf -5 °C. Dies sind Werte, die etwa 15 °C unter den saisonalen Normen liegen.

Obwohl Schnee im Frühling in Nordchina nicht ungewöhnlich ist, sind weit verbreitete Minusgrade bis tief in den April hinein selten.

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Antarktis: Der sechste Tag mit Kälte unter –75°C

Die Antarktis bleibt in einem immer stärkeren Frost gefangen, vor allem in der Region Dome C und auf dem Ross-Schelfeis.

Nach einer Reihe von Tagen mit Temperaturen unter -70 °C Anfang des Monats verzeichnete die Concordia-Station am 14. April einen Tiefstwert von -77,1 °C und damit den sechsten Tag in Folge unter -75 °C.

Am 12. April erreichte Concordia -78°C – die zweitniedrigste Temperatur, die jemals in der ersten Aprilhälfte auf dem Kontinent gemessen wurde, gleichauf mit dem Wert der Plateau Station vom 11. April 1968, wenn auch nicht ganz besser als die -78.8°C von Wostok am 13. April 1998.

Die Antarktis kühlt sich ab. [Hervorhebung oim Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/turkeys-crops-crippled-by-deep-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 16. April 2025:

Portugal: Seltener Schnee auf den Gipfeln des Landes

In meiner Gegend hat der seltene Aprilschnee zur Sperrung mehrerer Bergstraßenabschnitte in der portugiesischen Region Serra da Estrela geführt.

Nach Angaben der Behörden sind drei Abschnitte der Schlüsselstraße (Piornos-Torre, Torre-Torre und Portela do Arão-Torre) seither wegen des angesammelten Schnees gesperrt. Derzeit gibt es keine Schätzung, wann die Straßen wieder geöffnet werden.

Die Schneefallgrenze ist auf 800 Meter gesunken, und für Mittwoch werden weitere Schneefälle im nördlichen und zentralen Hochland vorhergesagt.

Während in der Serra da Estrela in den Wintermonaten Schnee fällt, ist Schnee im April ungewöhnlich, insbesondere Mitte April auf 800 m Höhe. Historische Daten zeigen, dass Schnee im April nur in 12% der Fälle in Höhenlagen über 1400 Metern auftritt.

Das portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre rechnet nicht nur mit Schnee, sondern auch mit einem weiteren Temperaturrückgang im Landesinneren sowie mit Frost- und Eisbildung in den nordöstlichen Gebieten von Trás-os-Montes und Beira Alta.

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USA: Alle Skigebiete mit einer sehr guten Schneelage

Dieser Winter war in allen US-Skigebieten sehr schneereich: Die Schneesummen übertrafen die saisonalen Durchschnittswerte und fünf Skigebiete sogar die 500-Zoll-Marke [~ 12 m].

Fünf Gebiete im Westen werden im Folgenden aufgezählt, alle über der 500-Inch-Marke (~12 m). Alle liegen bei oder über Mittelwerten. Die höchste Schneemenge sei hier noch erwähnt:

Alyeska Resort, Alaska – 18,3 m (Durchschnitt: ~12 m)

Alyeska hat es dieses Jahr geschafft. Ein typischer saisonaler Durchschnitt von ~ 12 m macht die 18,3 m von 2024-25 außergewöhnlich. Nur 10 Tage nach dem Überschreiten der 600-Inch-Marke hat ein weiterer starker Sturm die Gesamtmenge von Alyeska auf über 700“ hochgeschraubt.

Und auch in der Osthälfte der USA gab es Rekord-Schneemengen:

Jay Peak, Vermont, meldete 11,7 m (Durchschnitt: ~ 8,9 m)

Mit Blick auf die Ostküste schaffte Jay Peak in dieser Saison damit den Sprung in die nationalen Top Ten, liegen diese doch weit über dem üblichen Durchschnitt. Dort machte sich der Lake-Effekt die ganze Saison über bemerkbar.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-april-snow-blankets-portugals?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 17. April 2025:

Irland: Ebenfalls Schnee in höheren Lagen

In Teilen Irlands wurde am Mittwochmorgen Schneefall gemeldet, wobei es in Wexford und Wicklow zu Schneegestöber kam. Der seltene Aprilschnee für die höheren Lagen kommt, während in den tieferen Lagen weiterhin starker Regen fällt.

Met Éireann gab eine gelbe Regenwarnung für Dublin, Louth, Meath, Wexford und Wicklow heraus. Das britische Met Office hat Warnungen für Antrim, Armagh, Derry, Down und Tyrone herausgegeben.

Der plötzliche Kälteeinbruch steht in scharfem Kontrast zu den Frühlingsbedingungen zuvor. In der Nacht zum Mittwoch fielen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Bis zum Osterwochenende werden weitere unbeständige Wettervorgänge erwartet.

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Iran: Seltener April-Schnee schädigt Obstplantagen

Am 16. April wurde der Bezirk Mahneshan in der iranischen Provinz Zanjan von starkem Schneefall heimgesucht, gerade als die Bäume zu blühen begannen.

Die Schneefälle begannen am späten Dienstag und hielten am Mittwoch an. Sie bedeckten weite Teile der Provinz und gaben Anlass zu Besorgnis über Schäden an den Obstplantagen.

Schnee im April ist in der Provinz Zanjan selten, im Durchschnitt fallen nur 2,4 cm – normalerweise in der ersten Hälfte des Monats. Die Schneefälle in dieser Woche sind eine deutliche Abweichung von diesen Normen, wobei die Gesamtmenge Berichten zufolge in einigen Teilen fast 30 cm beträgt.

Zu Beginn dieses Jahres mussten im Iran in 25 Provinzen Schulen und Büros wegen schwerer Winterstürme geschlossen werden, auch in Zanjan. Das erneute Auftreten extremer Bedingungen so spät im Frühjahr ist nicht willkommen – vor allem nicht für die Landwirtschaft, die nach wie vor ein Eckpfeiler des täglichen Lebens in diesem Teil des Landes ist.

Während in einigen Gebieten weiterhin Schnee fällt, arbeiten die lokalen Behörden und Landwirte daran, das gesamte Ausmaß der Schäden zu ermitteln.

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USA: Starke April-Schneefälle in einigen Gebieten

Nordosten

In Teilen des Nordostens hat es am 16. April stark geschneit, wodurch sich der Frühlingsanfang verzögert hat.

Der Westen New Yorks erwachte am Mittwochmorgen mit Schnee – zum Beispiel in Gates, einem Vorort westlich von Rochester. Schnee im April ist hier zwar ungewöhnlich, aber nicht beispiellos. Der späteste Termin mit Schnee in Rochester ist der 19. Mai.

Auch im Gebiet der Finger Lakes gab es den ganzen Tag über Schneeschauer, und die Temperaturen bewegten sich um die 0 °C. Starke Nordwestwinde trugen zur Abkühlung bei.

Neben New York gab es auch in anderen Staaten des Nordostens, darunter New Jersey, Connecticut, Vermont, Maine und Massachusetts, Schneefall. In einigen Gebieten wurden Schneemengen über 20 cm gemeldet – eine beachtliche Menge für Mitte April.

Westen

Seit dem 17. April sind die Rocky Mountains von einem bedeutenden späten Schneesturm betroffen, der starke Winde und erhebliche Schneefälle in die Region bringt. Für Montana, Wyoming und Utah sind Wintersturmwarnungen und Winterwetterwarnungen in Kraft.

In Denver werden bis Donnerstagabend Schneeflocken erwartet, und bis Freitag sind Schneehäufungen möglich. Fort Collins, Colorado, wird ab heute eine dringend benötigte Mischung aus Regen und Schnee erhalten, die bis zum 19. April anhalten wird.

Für Salt Lake City, Utah, wird im weiteren Verlauf des Sturms Schnee vorhergesagt, der sich bis Freitag bis zu den Sangre de Cristo Mountains in New Mexico und den San Francisco Peaks in Arizona ausbreiten wird.

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Alpen: Historischer Schneesturm begräbt die Südalpen

Heute Morgen (17. April) hat starker Schneefall Val d’Isère, ein bekanntes Skigebiet in den französischen Alpen nahe der italienischen Grenze, unter sich begraben. Über Nacht ist hier fast ein Meter Schnee gefallen, und die Lawinengefahr wurde auf 3 von 5 erhöht.

Der Zustrom hat zur Schließung aller 37 Lifte und 79 Pisten in Val d’Isère geführt. Auch wenn für das Wochenende klarer Himmel erwartet wird, sollten Skifahrer angesichts der erhöhten Lawinengefahr Vorsicht walten lassen, insbesondere wenn sie Aktivitäten abseits der Pisten planen.

Derart starke Schneefälle, selbst in diesen hochgelegenen Gebieten, gelten als außergewöhnlich für diese Jahreszeit.

In der Vergangenheit fielen in Val d’Isère im April durchschnittlich 61 cm, wobei der größte Schneefall an einem Tag bei 50 cm lag. Die jüngste Anhäufung von einem Meter hat zu einem der stärksten Schneefälle im April seit langem geführt.

Wenn man sich umschaut, ist dieser Mitte April einsetzende Schneefall Teil eines umfassenderen Wettersystems, das die Südalpen betrifft.

Skigebiete wie Tignes, Val Thorens und Chamonix verzeichnen ebenfalls erhebliche Schneemengen. Und die Prognosen deuten darauf hin, dass bis Ostern bis zu 50 cm zusätzlicher Schnee in den Alpen fallen könnte.

Frühlingsanfang in den französischen Alpen, und es wird noch mehr werden.

Einschub des Übersetzers: Vor allem die Südschweiz ist im Alpenstau derzeit Schauplatz extremen Niederschlags, der zum Glück bis weit hinunter als Schnee fällt – anderenfalls wäre es wohl zu einer schweren Hochwasser-Katastrophe gekommen. Hier ein Webcam-Bild des Flughafens von Sitten (Sion), das auf einer Seehöhe von 450 bis 650 m liegt (Bildquelle):

Selbst bei wetteronline.de gibt es dazu eine Meldung. Aber ich denke, lieber Schnee-Chaos (was immer das ist) als Überschwemmungen.

Ende Einschub

Link: https://electroverse.substack.com/p/irelands-peaks-dusted-rare-april?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 18. April 2025 (Karfreitag):

Spanien: Heftiger Frühjahrs-Schneefall im Norden

Das Skigebiet Baqueira Beret in Katalonien, Nordspanien, wurde nur wenige Tage vor Ostern von einer überraschenden Schneemenge von 40 cm getroffen.

Der Schnee war in keiner Weise vorhergesagt. Die Verantwortlichen des Skigebiets sagten, dass „nicht einmal die optimistischsten Prognosen“ es kommen sahen – ein seltenes Ereignis so tief im Frühling.

Trotz der Schließung wurde Baqueira diese Woche mit 54 Pisten und 28 Liften wiedereröffnet. Wenn die Bedingungen anhalten, könnten weitere Skigebiete in Baqueira, Beret und Bonaigua geöffnet werden.

Masella in den katalanischen Pyrenäen hat aufgrund des Neuschnees seine Saison bis zum 27. April verlängert. Vom 2535 Meter hohen Tosa-Gipfel bis hinunter zur 1600 Meter hoch gelegenen Basis bleibt das gesamte Skigebiet geöffnet.

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Alpen: Weiterer Frühjahrs-Schnee

Ein heftiger Schneesturm sucht die Alpen weiterhin heim und sorgt für die stärksten Schneefälle der gesamten Saison 2024-25 – und möglicherweise für eine der höchsten Neuschneemengen seit Beginn von Aufzeichnungen.

Auch wenn der Zeitpunkt unglücklich ist – die meisten Skigebiete in den Alpen sind bereits geschlossen – ist der Schneefall so stark, dass viele der noch geöffneten Skigebiete gezwungen sind, Lifte, Pisten und Zufahrtsstraßen zu schließen.

Die Lawinengefahr ist in Teilen der Westalpen auf die höchste Stufe 5 gestiegen.

Die offiziellen Zahlen zu den Schneefällen liegen noch nicht vor, aber was bereits bestätigt wurde, ist außergewöhnlich.

Das schweizerische Verbier meldete 75 cm, aber die größten Schneemengen scheinen bisher in Frankreich gefallen zu sein: Tignes meldete 105 cm, Val d’Isère übertraf dies mit 120 cm, Les Menuires und Chamonix meldeten beide einen Meter, und La Plagne lag mit 95 cm nur knapp darunter – und das alles in nur 24 Stunden.

In Italien wurden in La Thuile 60 cm gemessen und am Passo del Moro im Monte-Rosa-Massiv erreichte die Schneehöhe sogar 314 cm:

Aufgrund der extremen Lawinenverhältnisse sind viele Skigebiete entweder ganz geschlossen oder mit strengen Einschränkungen in Betrieb. Die Behörden bitten die Skifahrer eindringlich, sich ausschließlich auf offenem, patrouilliertem Gelände aufzuhalten – Skifahren abseits der Pisten ist unter keinen Umständen erlaubt.

Sobald sich die Bedingungen stabilisiert haben, werden die Voraussetzungen für spektakuläre Skitage am Osterwochenende gegeben sein. Noch wichtiger ist jedoch, dass die enorme Schneedecke den Wasserreservoirs der Region auf dem Weg in den Sommer einen willkommenen Schub verleiht.

Einschub des Übersetzers: Ursache dieses Extrem-Niederschlags war natürlich die Anströmung der Alpen von Süden her. Die Südströmung setzte sich auch bis zu uns fort (daher die recht milde Witterung Anfang der Woche), aber leider war nach dem Niederschlags-Exzess südlich des Alpen-Hauptkammes für uns kaum noch Niederschlag übrig. – Ende Einschub

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Ukraine: Ernteausfälle bis 100%

Die für die Jahreszeit untypischen Frühjahrsfröste in der Ukraine haben die Steinobstplantagen vor allem in der Region Mykolaiv verwüstet. Hier wurden die Ernten von Aprikosen, Kirschen und Kirschpflaumen zerstört, wobei einige Betriebe von Totalverlusten berichteten.

Nach Angaben von Olena Piskun, der Leiterin der regionalen Landwirtschaftsbehörde, waren die blühenden Bäume am stärksten betroffen, wobei sowohl im Norden als auch im Süden der Region Schäden gemeldet wurden.

Die jährliche Obsternte beläuft sich normalerweise auf 17.000 Tonnen, doch in diesem Jahr könnte der Ertrag nur halb so hoch sein.

Die Verluste bei Birnen werden bis zu 80 % geschätzt, während Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen und früh blühende Apfelbäume ebenfalls schwere Schäden erlitten. Apfelbäume im Norden, die noch nicht blühen, waren weniger betroffen.

Obwohl der Frühling glücklicherweise bisher warm ausgefallen war, befürchten die Landwirte weiteren Frost im Mai.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-spring-snow-hits-northern-spain?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 17 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 18. April 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Die Natur spürt nichts vom angeblich wärmsten März in Europa.

Von Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Deutlich zu milder erster Frühlingsmonat März 2025, sagt der Deutsche Wetterdienst. (DWD). Und laut Copernicus soll es der wärmste März in Europa gewesen sein. Die diesjährige Schreckensmeldung der bezahlten Klima-Lügenwissenschaft lautete: März 2025 war in Europa der wärmste seit den Temperaturaufzeichnungen und weltweit der 2. wärmste. siehe hier.

Zitat: EU-Klimadienst Copernicus: Der März war in Europa so warm wie keiner zuvor: Die Temperaturrekorde setzen sich fort. Laut EU-Klimadienst war der März in Europa so warm wie keiner zuvor seit Beginn der Messungen. Insbesondere in Zentraleuropa war er auch extrem trocken, was sich etwa am Bodensee deutlich zeigt.“

Und am 14.April war dann der Tag der deutschen Mainstream-Medien. Die Reporter und Kommentatoren liefen gar zur Höchstform auf. So in den MDR-Nachrichten um 19.30 Uhr. Laut Copernicus erwärmt sich Europa am schnellsten, dazu ein Thermometer neben dem Sprecher mit einer über 35°C-Anzeige.
Und natürlich sind die negativen Folgen laut MDR-Sprecher schon jetzt deutlich zu spüren!! Im Beitrag darf dann eine bezahlte weibliche Klimafachfrau ihr CO₂-Glauben
sbekenntnis herunter beten, Trockenheit in Deutschland allerorten, hohe Waldbrandgefahr bereits jetzt in den neuen Bundesländern. Ostern sei diesmal ein Fest mit höchster Waldbrandgefahr. Oder im ZDF durfte Prof. Rahmstorf vom PIK Potsdam orakeln: Wir verändern gerade das Klima der nächsten 1000 Jahre, sagt das IPCC, sagt Rahmstorf. Die Kinder, Kindeskinder und deren Enkel werden in einer Welt leben die nicht dem Global-Klima von 1850-1900 gleicht! So ähnlich drückte er sich aus.

Kein Zweifel: Die Klimakirche samt zwangsfinanzierten Medien rüstet zum „Endkampf“. Auch in Arte und WDR, gleich bei 3 Sendungen wurde die „Klimakrise“ thematisiert. Die 20:00 Uhr Tagesschau brachte das sogar als erste Meldung…

Angesichts dieser Fegefeuer-Hitze muss es ganz schlimm um die Natur bestellt sein, werden etwa schon die Tomaten reif oder die Kirschen? Haben die Freibäder schon geöffnet? Unter unseren Lesern sind viele Naturliebhaber und Naturbeobachter. So meldete sich u.a. Gerhard Kühn mit folgendem Text: Zufällig habe ich am 3.4. 2024 den wilden Wein auf meinem Balkon fotografiert. Als das Geschrei über den diesjährigen zu heißen März losging, habe ich genau ein Jahr später am 3.4. 2025  das 2. Foto gemacht und bis heute den 15. 4. musste ich warten, bis der Wachstumszustand des Vorjahres erreicht war. Mit diesen 3 Bildern kann der Beweis des Rückstands der Natur 2025/2024 um 12 Tage  nicht besser geführt werden. Bei einem übernormal warmen März hätte so etwas nicht passieren dürfen.

Aufnahme vom wilden Wein an der Hauswand von G. Kühn, am 3.April 2024. Darunter 1 Jahr später am gleichen Tag in diesem Jahr. Deutlich verspätet:

Erst 12 Tage später am 15.April hatte der Blattaustrieb 2025 dieselbe Größe wie ein Jahr davor. Das zeigt das nächste Bild von G. Kuhn:


Zusammen mit unserem Leser und fragen wir uns: Natur gegen DWD, Natur gegen Copernicus – wer spielt hier mit falschen Karten?

Und auch Herr Baritz kann durch ein persönliches Erlebnis die Aufnahmen von Herrn Kuhn bestärken: Wir hatten am Sonntag eine Feier in einem Weingut und der Winzer sagte, dass die Blühbeginn dieses Jahr deutlich später ist als die letzten Jahre. Wir vertrauen den Aussagen des Winzers und nicht Copernicus.

Und: Weshalb spürt die Natur nichts vom wärmsten März in Europa so kurz vor dem Klima-Weltuntergang?

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der breiten Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der linksgrünen Klimapolitik samt ihren NGOs ein Ende zu bereiten.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, ausgezeichnet mit dutzenden von Umweltpreisen. Unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.