Panik bzgl. Gletscherschwund ignoriert die Historie

Cap Allon

Klimaalarmisten schlagen Alarm über den Gletscherrückgang in den Alpen seit Ende der 1800er Jahre – und ignorieren dabei bequemerweise, dass dieser Rückzug vor einem nennenswerten CO₂-Anstieg begann und auf Jahrhunderte massiver Gletschervorstöße folgte, die Gemeinden zugrunde richteten.

E. Richters 1891 erschienene Publikation mit dem Titel „A History of the Fluctuations of Alpine Glaciers“ (Geschichte der Schwankungen der Alpengletscher) bietet auf 74 Seiten eine akribische Dokumentation des Gletscherwachstums zwischen 1590 und dem oft so genannten „Gletscheroptimum“ um 1850.

Diese Vorstöße waren nicht unauffällig: Gletscher bahnten sich ihren Weg in alpine Dörfer, begruben Ackerland und zerstörten Lebensgrundlagen. Damals waren Gletscher keine beliebten Symbole für die Gesundheit des Planeten – sie waren eine buchstäbliche Bedrohung für das Überleben.

Richter stellt einen „außerordentlich starken Rückzug“ fest, der in den 1870er Jahren begann – lange bevor die industriellen CO₂-Emissionen dafür verantwortlich gemacht werden konnten. Allein diese Tatsache widerlegt die vereinfachende „Kohlenstoff = Schmelze“-Darstellung, die heute verbreitet wird.

Vor der Kleinen Eiszeit trug Österreichs größter Gletscher – der Pasterze – einen Namen, der vom slowenischen pastirica abgeleitet ist und „Weideland“ bedeutet. Er war einst eisfrei und wurde beweidet – ein wichtiges Fleckchen Erde.

Die angebliche „Gletscherkrise“ ist eine Umkehrung einer weitaus gefährlicheren Kälteperiode, die Mitte des 18. Jahrhunderts, am Ende der Kleinen Eiszeit, ihren Höhepunkt erreichte – eine Zeit, die durch Missernten, Hungersnöte und Massensterben gekennzeichnet war. Aber jetzt sollen wir über den Eisverlust jammern?

Die Mainstream- Programmatik verstößt einmal mehr gegen die Logik. Wir werden auch angewiesen, die natürlichen Zyklen zu ignorieren.

Aber was ist wichtiger? Die Verschwendung von Ressourcen bei dem Versuch, uralte Eisschichten wiederherzustellen (was ohnehin nicht in unserer Hand liegt), oder die volle Ausnutzung der derzeitigen Bedingungen, die es den Menschen zu gedeihen ermöglichen?

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-sweeps-japan-after-historic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Betrug mit der Kohlenstoffabscheidung gleicht nicht einmal seine eigenen Emissionen aus

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

h/t Paul Weldon

Dies ist ein bemerkenswerter Vorgang in Island und eine Warnung für alle Net-Zero-Zeloten, die uns den gleichen Weg zu gehen zwingen wollen:

Climeworks in Island hat seit Aufnahme seiner Tätigkeit in dem Land im Jahr 2021 nur etwas mehr als 2400 Kohlenstoffeinheiten abgeschieden – von den 12.000 Einheiten, die die Maschinen des Unternehmens nach eigenen Angaben abscheiden können. Dies wird zum einen durch Zahlen des finnischen Unternehmens Puro.Earth und zum anderen durch die Jahresabschlüsse des Unternehmens bestätigt. Climeworks hat international Schlagzeilen gemacht, weil es Kohlenstoff direkt aus der Atmosphäre abscheidet. Zu diesem Zweck setzt das Unternehmen große Maschinen in Hellisheiði in Südisland ein. Sie sollen in der Lage sein, jedes Jahr viertausend Tonnen CO₂ direkt aus der Atmosphäre zu sammeln.

Aus den Daten, die Heimildin vorliegen, geht hervor, dass dieses Ziel nie erreicht wurde und dass Climeworks nicht genug Kohlenstoffeinheiten einfängt, um die eigenen Emissionen auszugleichen, die sich im Jahr 2023 auf 1700 Tonnen CO₂ belaufen. Die durch die Aktivitäten von Climeworks verursachten Emissionen sind also höher als die von Climeworks eingefangenen. Seit das Unternehmen in Island mit der Abscheidung begonnen hat, hat es in einem Jahr maximal tausend Tonnen CO₂ abgeschieden.

Der ganze Beitrag steht hier.

Um es klar zu sagen: Wir reden hier nicht über die konventionelle Kohlenstoffabscheidung, für die Miliband 22 Milliarden Pfund verschwenden will – die Abscheidung von Kohlendioxid aus Kraftwerken und Fabriken, die das Zeug ausstoßen.

Climeworks befasst sich mit der direkten Abscheidung von Kohlendioxid aus der Luft (Direct Air Capture, DAC), die wir laut CCC brauchen werden, um CO₂-Emissionen auszugleichen, die wir nicht vollständig eliminieren können.

DAC ist ein unbewiesenes Verfahren in großem Maßstab, das mit Sicherheit unvorstellbar teuer sein wird. Vor allem benötigt DAC enorme Mengen an Energie, die ihrerseits auf die eine oder andere Weise CO₂-Emissionen verursacht.

Sie fragen sich vielleicht, warum oder wie Climeworks das überhaupt macht. Die Antwort lautet: Emissions-Gutschriften, wie in dem Artikel erklärt wird:

Ein Professor für Umwelt- und Bauingenieurwesen an der Stanford University in Kalifornien sagt, die Industrie für Kohlenstoffabscheidung und -entsorgung sei ein Betrug und schade dem Klima. Mehr als 20.000 Menschen bezahlen Climeworks monatlich für die CO₂-Abscheidung. Ein pensionierter Wissenschaftler aus UK sagt, er fühle sich wie ein leichtgläubiger Idiot, nachdem er Kohlenstoffgutschriften von Climeworks gekauft habe. Er hofft, dass er diese in etwa sechs Jahren erhält. Die Wartezeit wird jedoch noch viel länger sein, wenn nicht schnell bedeutende Fortschritte bei der Kohlenstoffabscheidung erzielt werden. Er kann also damit rechnen, die zwei Tonnen, die er bereits bezahlt hat, frühestens in einigen Jahrzehnten zu erhalten.

Climeworks hat eine erhebliche Menge an Kohlenstoffgutschriften verkauft. Dabei handelt es sich nicht nur um Gutschriften, die bereits zertifiziert und erfasst wurden, sondern auch um eine große Menge an Gutschriften, die Climeworks in Zukunft erfassen will. Nach Angaben des Unternehmens wurde bereits ein Drittel aller Gutschriften verkauft, welche die Mammoth-Abscheidungsanlage in den nächsten 25 Jahren der Atmosphäre entziehen soll. Etwa 21.000 Menschen haben ein Abonnement bei dem Unternehmen, bei dem sie monatlich für die Abscheidung und Entsorgung von Kohlenstoffgutschriften zahlen. Die Wartezeit für den Erhalt dieser Kohlenstoffgutschriften kann nach den Bedingungen des Unternehmens bis zu sechs Jahre betragen. Sollten sich die Abscheidungszahlen von Climeworks nicht verbessern, könnte sich die Wartezeit von Jahren auf Jahrzehnte verlängern.

Kurz gesagt, die ganze Sache ist ein riesiger Schwindel. Und diejenigen, die darauf hereingefallen sind, weil sie Tugendhaftigkeit signalisieren wollten, haben kein Mitleid verdient.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/17/carbon-capture-scam-does-not-even-offset-its-own-emissions/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neues texanisches Gesetz zwingt erneuerbare Energien zur Regelbarkeit

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Es scheint, als hätte Texas die Nase voll davon, dass sein Stromsystem zunehmend durch Wind- und Solarenergie gefährdet wird.

Nachdem die Risse jahrelang mit halbherzigen Vorschlägen übertüncht wurden, scheint die Legislative des Bundesstaates nun offiziell ein Gesetz zu verabschieden, das vorschreibt, dass alle Stromerzeuger, nicht nur neue, vollständig regelbar sein müssen.

Ed Ireland hat die Story:

Im Jahr 2021 brachte ein Wintersturm das texanische Stromnetz an den Rand des Zusammenbruchs, der nur 4 Minuten und 37 Sekunden dauerte. Schnee, Eis und eisige Temperaturen bedeckten ab dem 13. Februar fünf Tage lang alle 254 Counties (Landkreise) des US-Bundesstaates. Windturbinen froren ein, der bedeckte Himmel machte Sonnenkollektoren unbrauchbar, einige Erdgasbohrungen froren ein, und sogar Kohlekraftwerke hatten mit eingefrorenen Anlagen zu kämpfen.

Als die Stromerzeuger ausfielen und die Stromnachfrage in die Höhe schoss, ordnete der Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) Stromabschaltungen in ganz Texas an. Einige lokale Versorgungsunternehmen schalteten unwissentlich die Stromversorgung in Gebieten mit elektrischen Erdgaskompressoren ab, wodurch der Gasfluss zu den Kraftwerken gestoppt wurde, was zu weiteren Ausfällen führte. (Die Railroad Commission of Texas richtete eine neue Abteilung für grundlegende Infrastrukturen ein, damit sich dieses Problem nicht wiederholen würde). Die Frequenz des Netzes sank gefährlich unter 60 Hertz und wäre beinahe zusammengebrochen, aber ein leichter Rückgang der Nachfrage und die Wiederherstellung einiger Stromerzeugungsanlagen bewahrten das Netz vor einem totalen Zusammenbruch, der Wochen hätte dauern können, bis es sich von einem „schwarzen“ Start erholen könnte.

Seitdem haben ERCOT, die texanische Stromversorgungskommission (Public Utility Commission of Texas, PUCT) und der Gesetzgeber wiederholt versprochen, eine weitere Beinahe-Katastrophe zu verhindern. Sie haben unter anderem Folgendes vorgeschlagen:

– Anforderungen an die Anpassung von Kraftwerken an die Witterungsverhältnisse bei extremer Kälte (2021 per Gesetz verabschiedet).

– Anreize für den Bau regelbarerer Kraftwerke, insbesondere von Erdgaskraftwerken, wie der Texas Energy Fund (House Bill 1500, 2023).

– Marktreformen, die der zuverlässigen Stromversorgung Vorrang einräumen, wie z. B. der Performance Credit Mechanism, der zwar diskutiert, aber nicht umgesetzt wurde.

Keiner dieser Vorschläge befasste sich mit dem Problem der Netzzuverlässigkeit, bis die Gesetzesvorlagen 3356 (Texas House Bill) und 715 (Senate Bill) vor kurzem von den gesetzgebenden Ausschüssen angenommen wurden und in Kraft treten konnten. Diese Gesetzentwürfe legen neue Zuverlässigkeitsregeln für alle ERCOT-Stromerzeuger fest, nicht nur für neue. Sie schreiben vor, dass alle Stromerzeuger im ERCOT, einschließlich Wind- und Solaranlagen, regelbar sein müssen, d.h. sie müssen sich schnell an die Nachfrage anpassen können.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen die Stromerzeuger entweder ihre eigene Notstromversorgung aufbauen, wie z. B. Batteriespeichersysteme (BESS), oder Verträge mit anderen Unternehmen abschließen, um ihre Notstromversorgung sicherzustellen.

[Hervorhebungen im Original]

Der vollständigen Beitrag steht hier.

Es ist an der Zeit, dass wir hier das Gleiche tun!

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/14/new-texas-law-to-force-renewables-to-be-dispatchable/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




James Hansen: Klima-Kassandra oder Wissenschafts-Vertreter?

Charles Rotter

Man sollte meinen, dass James Hansen – einst als Vater des modernen Klimaalarmismus gefeiert – sich nach einer neuen Runde von Histrionik über die Erde, die auf einen „Punkt ohne Wiederkehr“ zusteuert, im Rampenlicht sonnen würde. Stattdessen finden wir ihn auf den Seiten seiner neuesten Polemik im Blog-Stil, „Large Cloud Feedback Confirms High Climate Sensitivity“ (Große Wolkenrückkopplung bestätigt hohe Klimaempfindlichkeit), und er beschwert sich darüber, dass er von genau den Medien und Institutionen geächtet wird, die er dazu gebracht hat, jedes Mal auf Kommando zu bellen, wenn die CO₂-Konzentration um ein weiteres ppm steigt.

„Ein seltsames Phänomen ist aufgetreten… fast einheitlich wurden unsere Schlussfolgerungen in diesen Berichten als eine Randmeinung abgetan… Gibt es wichtige Auswirkungen für die Öffentlichkeit… ja, für die Zukunft aller Menschen? Die Antwort… ist ‚ja‘.“ Quelle (PDF)

Man könnte meinen, dass die Menschen nach Jahrzehnten der Theatralik einfach keine Karten mehr für dieselbe Show kaufen.

Aber wir sollten nicht voreilig sein. Seine neuesten Veröffentlichungen verdienen eine genauere Betrachtung, und zwar nicht wegen ihrer recycelten Düsternis, sondern wegen der zunehmend akrobatischen Logik und der darin enthaltenen interpretativen Freiheiten.

Der ‚Big FXcking Deal‘ und die Wolken-Rückkopplungs-Rückkopplung

Im Mittelpunkt von Hansens These steht der beobachtete Rückgang der Albedo der Erde, also des Anteils des Sonnenlichts, der in den Weltraum zurückgeworfen wird. Hansen beziffert diesen Rückgang auf 0,5 % in den letzten zwei Jahrzehnten, was einem Anstieg der absorbierten Sonnenstrahlung um 1,7 W/m² entspricht. Dies, so Hansen, beweist, dass die Wolkenrückkopplung groß und positiv sein muss, was eine Gleichgewichts-Klimasensitivität von 4,5°C ± 0,5°C für verdoppeltes CO₂ bestätigt.

Die Albedo der Erde … hat sich um etwa 0,5 % verringert … wir haben diese Veränderung als BFD bezeichnet … weil sie erschütternde Auswirkungen hat.“Quelle (PDF)

Hansen behauptet, dass die Albedo-Veränderung weder durch Treibhausgase allein noch durch die „direkten“ Auswirkungen von Aerosolen erklärt werden kann. Stattdessen muss es sich um Veränderungen bei den Wolken handeln, die wiederum eine Klima-Rückkopplung darstellen.

Der einzige wesentliche Klimaantrieb, der sich auf die Albedo der Erde auswirkt, ist der ‚indirekte‘ Aerosolantrieb… der größte Teil des Energieanstiegs von 1,7 W/m²… muss auf Klima-Rückkopplungen zurückzuführen sein.“Quelle (PDF)

Dies ist eine Behauptung auf der Suche nach einem Prozess. Er beobachtet Erwärmung und Wolkenveränderungen, vermutet die Ursache in der CO₂-induzierten Erwärmung und berechnet eine Rückkopplungsstärke, die – Überraschung – zu seiner Hypothese passt. Das ist die eigentliche Definition von motivierter Argumentation.

Aerosol-Antrieb als erzählerischer Kunstgriff

In seiner längeren Abhandlung „Acceleration“ [Beschleunigung] gibt Hansen zu, dass die Modelle nicht an gemessenen Aerosoldaten, sondern an vermuteten Ergebnissen kalibriert sind. Diese Lücke ist von zentraler Bedeutung – er nutzt sie, um sowohl die Klimasensitivität als auch sein eigenes Gefühl der Hellsichtigkeit zu steigern:

„Aerosolantrieb und Klimasensitivität waren in einer unangemessenen Zwangsehe verbunden… wir versuchen nun, ihre Beziehung mit einfachen Berechnungen zu entwirren und aufzudecken.“ – Quelle

Er führt den größten Teil des Albedo-Rückgangs auf Veränderungen im Wolkenverhalten zurück und bezeichnet dies als „Beweis“ für eine starke, positive Wolkenrückkopplung. Was jedoch fehlt, ist eine mechanistische, unabhängig validierte Kausalkette, die den CO₂-Anstieg mit dieser Wolkendynamik verbindet. Der Sprung von der Beobachtung zur Zuschreibung wird mit Gleichungen und Annahmen gemacht, nicht mit direkten Beweisen.

Die Modelle können sich jeder historischen Kurve anpassen, wenn die Aerosolparameter frei gesetzt werden. Und genau das tut Hansen – er passt die Eingaben so an, dass die Modelle „Katastrophe“ schreien, und erklärt dann die Übereinstimmung mit der beobachteten Erwärmung zu einem Triumph der Erkenntnis.

Das Selbstmitleid ist in dem Artikel über Cloud Feedback besonders ausgeprägt:

„Die Kritiken … gingen nicht auf die Physik in unseren drei Bewertungen ein … Stattdessen handelte es sich bei den Kritiken größtenteils um Ad-hoc-Meinungen, sogar um Ad-hominem-Angriffe … Wie kann sich die Wissenschafts-Berichterstattung auf dieses Niveau begeben?“Quelle

Hansens Argumentationsstruktur ist grundsätzlich zirkulär: Er geht von einem hochempfindlichen System aus, interpretiert zweideutige Daten, um diese Sichtweise zu bestätigen, und behandelt die Übereinstimmung dann als Bestätigung. So funktioniert ein robuster Hypothesentest nicht.

Hier haben wir den Wissenschaftler als Propheten, der nicht abgelehnt wird, weil seine Modelle nicht überzeugend sind, sondern weil die Massen und die Medien nicht ausreichend aufgeklärt sind. Es geht nicht darum, dass seine Argumente spekulativ sind – es geht darum, dass die Welt ihn im Stich lässt.

Hansens Arbeit ist weniger eine wissenschaftliche Analyse als vielmehr eine Predigt. Jedes unklare Ergebnis wird zugunsten der Katastrophe aufgelöst. Jedes beobachtete Artefakt ist ein „Beweis“ für eine weitere Erwärmung, die kommen wird. In der Zwischenzeit werden abweichende Meinungen als Unwissenheit abgetan, und Ungewissheit wird nie in beide Richtungen zugelassen.

Sein „Beweis“ für eine starke Wolkenrückkopplung beruht auf wenig mehr als einer Kurvenanpassung, einem CO₂-Narrativ und einer theologischen Gewissheit über die Apokalypse. Als rhetorische Darbietung hat es seine guten Seiten. Als wissenschaftliches Argument ist es hohl.
Und das ist, um es mit seinen eigenen Worten zu sagen, der wahre „BFD“.

Steve Milloy schreibt bei Junk Science:

Das Klima wird zu einer griechischen Tragödie: Der Pate des Klimaschwindels James Hansen „bestätigt“, dass weniger Wolken und mehr Sonnenschein (im Gegensatz zu den Emissionen) direkt für die Erwärmung verantwortlich sind. Er beklagt auch, dass er von der „Clique von Wissenschaftlern, auf die sich die Medien verlassen“, abgesetzt worden ist: „Angesichts des Erfolgesmehr anzeigen

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/14/james-hansen-climate-cassandra-or-science-salesman/

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Zum gleichen Thema findet sich auch bei Cap Allon etwas, der sich deutlicher ausdrückt:

James Hansen von seinem eigenen Klima-Kult abgesägt

Cap Allon

1989 beschuldigte der Wichita Eagle die Bush-Regierung, James Hansen, den „Paten der globalen Erwärmung“ der NASA, zu „zensieren“, weil er vor der vom Menschen verursachten Klimakatastrophe gewarnt hatte. „Das Treibhausproblem wird nicht verschwinden“, warnten sie.

Seitdem hat Hansen jedoch seine Meinung über die direkten Ursachen der jüngsten Erwärmung geändert und macht nun weniger Wolken dafür verantwortlich. Seine jüngste Studie wurde jedoch von den Medien totgeschwiegen, was Hansen mit Belustigung zur Kenntnis nahm.

„Ein seltsames Phänomen ist aufgetreten“, schreibt er, “fast durchgängig haben diese Berichte unsere Schlussfolgerungen als Randmeinung abgetan.“

Wie aus Hansens eigener Tabelle hervorgeht: Die Albedo der Erde sinkt. Die Wolken werden dünner. Es dringt mehr Sonnenenergie in das System ein – nicht wegen der Auspuffrohre und Schornsteine, sondern wegen der schwindenden Wolkenschicht.

Hansen stellt einen beachtlichen Anstieg der Sonnenabsorption um 1,7 W/m² fest, der die Auswirkungen der steigenden CO₂-Werte in den Schatten stellt. Hansen zufolge wurde die Erwärmung der letzten Jahrzehnte größtenteils durch natürliche Rückkopplungsschleifen und nicht durch Emissionen angetrieben – weniger Wolken, die er auf 1) verringerte Aerosolemissionen durch sauberere Schiffskraftstoffe und 2) natürliche Rückkopplungen zurückführt, welche die Wolkendecke bei Erwärmung des Planeten abnehmen lassen.

In diesem Artikel geht es nicht um James Hansens Argument der Wolkenrückkopplung, sondern vielmehr um seine Reaktion auf die Ablehnung dieses Arguments. Sein Argument beruht jedoch auf einem logischen Zirkelschluss und spekulativen Sprüngen. Er beobachtet einen Rückgang der Albedo der Erde und nimmt an, dass dies durch weniger Wolken verursacht werden muss, die wiederum durch die CO₂-getriebene Erwärmung verursacht werden müssen – was seine Behauptung einer hohen Klimasensitivität untermauert. Aber er bietet keinen validierten, dafür verantwortlichen Prozess an. Stattdessen passt er die Aerosol-Annahmen an, um die Modelle an das von ihm gewünschte Ergebnis anzupassen, und nennt dies dann einen Beweis. Es ist eine als Ursache getarnte Kurvenanpassung, und seine gesamte Rückkopplungsschleife beruht auf Schlussfolgerungen, nicht auf Beweisen.

In seiner Studie vom 13. Mai beklagt sich Hansen darüber, dass er abserviert wird – diesmal nicht von „ölfinanzierten Leugnern“, sondern von seinen eigenen Klimajüngern. Er schreibt verbittert von einer „Clique von Wissenschaftlern, auf die sich die Medien verlassen“ und beklagt, dass sie „uns als Ausreißer darstellen“.

Nachdem er sich jahrzehntelang im Schutz des Establishments gesonnt hat, schimpft der Pate der globalen Erwärmung nun, weil er in dem Haus, das er mit aufgebaut hat, nicht mehr willkommen ist. Die gleiche Bewegung, die er ins Leben gerufen hat, brandmarkt ihn nun als „Randgruppe“.

Hansens Ketzerei besteht nicht darin, dass er die Erwärmung herunterspielt – er behauptet tatsächlich, die Empfindlichkeit sei schlimmer als bisher angenommen. Aber fatalerweise sagt er das aus den falschen Gründen: Wolken, nicht Kohlenstoff. Natürliche Rückkopplungen, nicht fossile Brennstoffe. Hansen stellt die Autorität des segensreichen IPCC-Konsens‘ in Frage, wonach der menschliche Wohlstand (billige und zuverlässige Energie) die Schuld an Wirbelstürmen und Hitzewellen trägt – und das ist unverzeihlich.

Ironischerweise beklagt Hansen nun den Zusammenbruch der ehrlichen wissenschaftlichen Berichterstattung und den Aufstieg der Medien, die ihre bevorzugten Experten salben. „Es gibt viele Wissenschaftler da draußen, die mindestens so viel wissen wie die Clique“, so Hansen, “aber sie werden nicht gehört“.

Poetisch. Tragisch. Vorhersehbar.

Link: https://electroverse.substack.com/p/fearco-concordia-continues-to-cool?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Beides übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Trump-Regierung nimmt staatliche Klimagesetze ins Visier

Steve Goreham

Eine Version dieses Beitrag steht im Original im Wall Street Journal.

Die Hersteller von Kohlenwasserstoff-Kraftstoffen gewinnen mit Trumps Anordnung, die Vorschriften zur Förderung erneuerbarer Energien in Frage zu stellen, einen mächtigen Verbündeten.

In den ersten 100 Tagen der Trump-Regierung wurden die Befürworter der Klimapolitik durch die Schließung von Klima-Abteilungen, den Stopp von Offshore-Windpachtverträgen, die Kürzung von Fördermitteln für grüne Energie und die Verhängung von Zöllen auf Importe von Anlagen für erneuerbare Energien aus China getroffen. Gerade als es so aussah, als könne es nicht mehr schlimmer kommen, hat Präsident Trump die Bundesregierung angewiesen, die Klimagesetze der Bundesstaaten anzufechten.

Im vergangenen Monat erließ der Präsident eine Durchführungsverordnung mit dem Titel „Protecting American Energy from State Overreach“. Darin heißt es, dass staatliche Gesetze „versuchen, Energie über ihre verfassungsmäßigen oder gesetzlichen Befugnisse hinaus zu regulieren“. Erwähnt wurden Gesetze in Kalifornien, New York und Vermont sowie der Begriff „Erpressungsgesetz“. Die Anordnung wies die US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi an, „innerhalb von 60 Tagen alle bundesstaatlichen und lokalen Gesetze zu identifizieren, welche die Identifizierung, Erschließung, Standortwahl, Produktion oder Nutzung heimischer Energieressourcen belasten, die verfassungswidrig sind oder sein könnten, dem Bundesrecht vorgehen oder anderweitig nicht durchsetzbar sind“. Außerdem wurde sie angewiesen, „Maßnahmen des Präsidenten oder des Gesetzgebers“ zu empfehlen, um die Durchsetzung dieser Gesetze zu verhindern. Die US-Regierung tritt nun in der Klimaschlacht auf der Seite der Produzenten von Kohlenwasserstoffenergie, also Kohle, Gas und Öl, auf.

In den letzten 10 Jahren haben linksgerichtete Staaten Verordnungen erlassen, um die Nutzung von Kohle, Gas und Öl zu verhindern und die Einführung erneuerbarer Energien zu erzwingen. Diese Gesetze überschreiten die rechtlichen Befugnisse der Staaten und zielen darauf ab, die nationale und internationale Energiepolitik zu diktieren. Staaten und Städte haben den Herstellern von Kohlenwasserstoff-Energie, die bei ihrer Nutzung Kohlendioxid ausstoßen, Vorschriften und Geldstrafen auferlegt. Unternehmen, die Kohlenwasserstoffe verbrauchen, sind gezwungen, hohe Summen für den „Handel“ mit Kohlenstoffgutschriften zu zahlen. Kohle-, Gas- und Ölunternehmen geben Millionen für Anwaltskosten aus, um ihr Recht auf Energieerzeugung zu verteidigen.

Im Mai 2024 verabschiedete Vermont sein Klima-Superfonds-Gesetz, mit dem die Hersteller von fossilen Brennstoffen oder Erdölraffinerien für die Kosten des Klimawandels verantwortlich gemacht werden. Vermont fordert Millionen von Dollar Schadensersatz von Unternehmen, die zwischen 1995 und 2024 Kraftstoffe hergestellt haben, die zu mehr als einer Milliarde Tonnen Treibhausgas-Emissionen geführt haben. Die Befürworter des Gesetzes machen für die Überschwemmungen in Vermont im Juli 2023 den Klimawandel verantwortlich, der durch die Emissionen der Ölfirmen verursacht wird. Sie erinnern sich offenbar nicht an die große Vermont-Flut von 1927, die schlimmste Überschwemmung in der Geschichte des Staates, die sich ereignete, als die globalen CO₂-Emissionen nur zehn Prozent des heutigen Wertes betrugen. Der Vizegouverneur von Vermont, S. Hollister, kam bei der Flut von 1927 ums Leben, nachdem er aus seinem Auto in die Fluten gestürzt war.

New York hat im Dezember seine eigene Version in Kraft gesetzt, den Climate Change Superfund Act. Dieses Gesetz erhebt ab 2028 eine enorme Steuer auf Kohlenwasserstoff-Kraftstoffunternehmen in Höhe von schätzungsweise insgesamt 3 Milliarden Dollar pro Jahr.

Wie Vermont verlangt auch New York Zahlungen von Unternehmen, die Kraftstoffe hergestellt haben, die mit globalen Emissionen von mehr als einer Milliarde Tonnen CO₂ in einem vergangenen Zeitraum verbunden sind, in diesem Fall von 2000 bis 2018. Im Februar reichte eine Koalition aus 22 Bundesstaaten zusammen mit mehreren Industrieverbänden Klage gegen die für die Umsetzung und Durchsetzung des Gesetzes zuständigen New Yorker Behörden ein.

Neben anderen Klimaauswirkungen macht das New Yorker Gesetz die „historischen Verursacher“ für den „steigenden Meeresspiegel“ verantwortlich. Es stimmt, dass der Meeresspiegel am Battery Gauge in New York von 1856 bis 2024 um 29 cm gestiegen ist, was einer Rate von fast 18 cm pro Jahrhundert entspricht. Aber die National Aeronautics and Space Administration hat darauf hingewiesen, dass der Meeresspiegel in den letzten 20.000 Jahren um etwa 190 m gestiegen ist. Kein Wissenschaftler weiß, wann der natürliche Anstieg des Meeresspiegels endete und wann der vom Menschen verursachte Anstieg begann.

Maryland hat in diesem Monat das RENEW-Gesetz (Responding to Emergency Needs from Extreme Weather) verabschiedet, mit dem die Verschmutzer zur Kasse gebeten werden sollen. Die Gesetzgeber scheinen zu glauben, dass die Treibhausgas-Emissionen die Ursache für die Zunahme von extremen Wetterlagen und Stürmen sind.

Satellitenmessungen zeigen jedoch nicht, dass die Stürme häufiger oder stärker werden. Dr. Ryan Maue, ehemaliger leitender Wissenschaftler bei der National Oceanic and Atmospheric Administration, zeigt, dass die Zahl der weltweiten tropischen Wirbelstürme (Hurrikane und tropische Stürme) in den letzten 50 Jahren nicht zugenommen hat. Seit 2006 ist die kumulierte Wirbelsturmenergie der tropischen Wirbelstürme auf den niedrigsten Stand seit den 1970er Jahren gesunken:

Auch in Kalifornien und Massachusetts sind Bestrebungen im Gange, „Superfund“-Gesetze zu erlassen, die Schadensersatzansprüche gegen Kraftstoffunternehmen vorsehen. In Oregon haben die Wähler diesen Monat einen ähnlichen Gesetzesvorschlag abgelehnt. Die Gesetze in Maryland, New York und Vermont weisen jedoch gravierende rechtliche Schwächen auf. In der Verfassung heißt es ausdrücklich, dass weder der Kongress noch ein Staat ein Ex-post-facto-Gesetz erlassen darf, das eine strafrechtliche Haftung für vergangene Handlungen vorsieht, die zu diesem Zeitpunkt nicht eingeschränkt waren. Die Gesetze von Maryland, New York und Vermont sehen allesamt vor, Unternehmen rückwirkend für die legale Produktion fossiler Brennstoffe zu besteuern.

Der Clean Air Act von 1970 überträgt der Environmental Protection Agency die Verantwortung für die Festlegung von Luftverschmutzungs-Standards. Die Bundesstaaten sind für die lokale Luftverschmutzung und die Luftverschmutzung in Innenräumen zuständig, nicht aber für die landesweite oder globale Luftverschmutzung, die durch die Superfund-Gesetze abgedeckt zu sein scheint.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/16/trump-administration-targets-state-climate-laws/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE