Der neue Mann’sche „Hockeyschläger“

Vorbemerkung des Übersetzers: Hier folgt eine Reihe von Beiträgen aus verschiedenen Quellen, die alle das gleiche Thema behandeln, nämlich die Gerichtsverfahren von Prof. Dr. Michael E. Mann. Einer der Urheber des gigantischen Betrugs um den „vom Menschen verursachten“ Klimawandel wird also nun zur Verantwortung gezogen. Der „gesunde Menschenverstand“ sagt einem eigentlich, dass wenn man jemandem auf so vielfältige Weise den Betrug nachgewiesen hat dies auch der Öffentlichkeit bekannt werden sollte. Aber diesen „gesunden Menschenverstand“ gibt es ja schon lange nicht mehr bzgl. des Klimawandels – nicht bei den MSM, nicht in der Politik – und auch nicht bei enigen Kommentatoren auf diesem Blog. – Ende Vorbemerkung

Michael Manns Prozesskosten steigen jetzt über 1,1 Millionen Dollar

Charles Rotter

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs in Washington, D.C., vom 22. Mai 2025 gegen Michael Mann ist das jüngste in einer Reihe von Niederlagen für die anhaltende juristische Offensive des Klimawissenschaftlers gegen seine Kritiker. Richter Alfred S. Irving verurteilte Mann zur Zahlung von 477.350,80 Dollar an Anwaltshonoraren und damit verbundenen Kosten an das Competitive Enterprise Institute (CEI) und Rand Simberg, nachdem diese ihre Klagen nach dem Anti-SLAPP-Gesetz des Bezirks teilweise abgewiesen hatten.

Dieses Urteil erging nur wenige Monate nach einer separaten Entscheidung, in der Mann zur Zahlung von 540.820,21 Dollar an National Review verurteilt wurde. Zusammengenommen erhöhen die beiden Urteile Manns derzeitige Haftungssumme auf über 1,1 Millionen Dollar – eine erstaunliche Summe für eine Kampagne, die vor über einem Jahrzehnt mit dem Ziel begann, Andersdenkende durch strategische Rechtsstreitigkeiten zum Schweigen zu bringen.

Manns 2012 eingereichte Klage benannte CEI, Simberg, National Review und Mark Steyn als Beklagte wegen Kritik an seiner wissenschaftlichen Arbeit, insbesondere an der „Hockeyschläger“-Grafik, die ihn in klimapolitischen Kreisen berühmt gemacht hat. Mann hat die Klage von Anfang an als Verteidigung der Wissenschaft gegen ideologische Angriffe dargestellt. Die Gerichte haben das zunehmend anders gesehen.

In der Entscheidung vom Mai wies das Gericht Manns Argument zurück, dass ein Erfolg in der Berufung nicht als Sieg für die Rückforderung von Honoraren gewertet werden kann. Der Richter wies darauf hin, dass der Berufungserfolg von CEI und Simberg nicht nur zur Abweisung von zwei Klagen – einschließlich einer Klage wegen seelischer Grausamkeit – führte, sondern auch den praktischen Umfang des Rechtsstreits veränderte. So konnte CEI beispielsweise die Offenlegung und den Rechtsstreit über seine eigenen Aussagen vermeiden und den verbleibenden Fall auf die Ansprüche aus der Haftung für Simbergs Blogbeitrag beschränken.

Das Urteil reflektiert auch die Skepsis des Gerichts gegenüber Manns Behauptung, seine Prozessstrategie sei gerechtfertigt. Das Gericht stellte fest, dass keine „besonderen Umstände“ vorlagen, die eine Gebührenerhebung ungerechtfertigt machen würden. Es befand die Anwaltskosten von CEI und Simberg für angemessen, vorbehaltlich nur bescheidener Anpassungen. Dazu gehörte eine Kürzung um 4.428,50 $ für Gebühren, die über den Standardsätzen der Laffey-Matrix lagen, sowie ein Abzug von 1.535 $ für nicht prozessbezogene Tätigkeiten, wie die Beantwortung von Presseanfragen und die Teilnahme an einer Veranstaltung des Cato-Instituts.

Außerdem wurde eine pauschale Kürzung von 20 % vorgenommen, um den Teilerfolg des Anti-SLAPP-Verfahrens zu berücksichtigen. Das Gericht sprach weitere 35.951,60 $ für „Gebühren auf Gebühren“ zu, d. h. für Ausgaben, die bei der Beitreibung der Anwaltskosten entstanden sind. Auch dieser Betrag wurde anteilig abgezogen.

Dieses Urteil folgt auf eine frühere Entscheidung des Gerichts vom Januar, in der National Review 540.820,21 Dollar an Gebühren zugesprochen wurden. Wie in Minding the Campus ausführlich beschrieben, wies das Gericht wesentliche Teile von Manns Forderungen ab und befand, dass National Review nach dem gleichen Gesetz zur Kostenerstattung berechtigt ist. Diese Entscheidung unterstrich ebenfalls die Ineffektivität von Manns Strategie und bekräftigte, dass Teilerfolge in Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Meinungsäußerungen den Beklagten immer noch Anspruch auf Kostenerstattung geben, wenn wichtige Ansprüche abgewiesen werden.

Das Gesamtbild wird immer deutlicher. Manns rechtliche Schritte, die ursprünglich als prinzipieller Widerstand gegen Verleumdung gedacht waren, erscheinen jetzt eher wie ein ausgedehnter Versuch, den öffentlichen Diskurs über die Klimawissenschaft zu unterbinden. Die Ironie besteht darin, dass die Klagen nicht zu einer Rechtfertigung, sondern zu wachsenden finanziellen Verpflichtungen, zunehmender gerichtlicher Kritik und einer Verengung der Rechtsfragen zu seinen Gunsten geführt haben.

Für CEI, Simberg, National Review und Mark Steyn – dessen Geschworenenurteil in Höhe von 1 Million Dollar kürzlich auf 5.000 Dollar herabgesetzt wurde – bedeuten diese Ergebnisse mehr als nur eine finanzielle Entlastung. Sie reflektieren eine Trendwende im Kampf darum, wer die wissenschaftliche Debatte in der Öffentlichkeit kontrolliert. Die Gerichte signalisieren, dass Meinungsverschiedenheiten, selbst scharfe Kritik, keine Verleumdung sind – und schon gar nicht einklagbar, wenn sie durch den ersten Verfassungszusatz geschützt sind.

Was Mann anbelangt, so steigt die Zahl der Klagen weiter. Was als Versuch begann, seinen Kritikern Rufschädigung aufzuerlegen, hat zu echten finanziellen Verlusten für ihn geführt. Und das Rechtssystem entscheidet nach Jahren der Zermürbung langsam, aber unmissverständlich, dass Kritik – insbesondere in Fragen der öffentlichen Ordnung – kein Verbrechen, sondern ein Recht ist.

2025.05.22 – Order Granting in Part CEI’s Motion for Attorneys’ Fees and Supp. FeesDownload (PDF 23 Seiten)

Weitere aktuelle WUWT-Artikel zu diesem nicht enden wollenden Fall:

https://wattsupwiththat.com/2025/04/18/help-a-mann-out/

https://wattsupwiththat.com/2025/04/06/manns-dc-trick/

https://wattsupwiththat.com/2025/04/03/mark-steyn-and-the-reversal-of-fortune/

https://wattsupwiththat.com/2025/03/16/trial-of-mann-v-steyn-post-trial-motions-edition/

https://wattsupwiththat.com/2025/03/12/breaking-judge-sanctions-michael-e-mann-for-bad-faith-trial-misconduct-in-mann-v-free-speech/

https://wattsupwiththat.com/2025/03/04/a-victory-for-free-speech-mark-steyns-1-million-judgment-slashed-to-5000-in-landmark-climate-case/

Link hierzu: https://wattsupwiththat.com/2025/05/22/michael-manns-legal-costs-now-climbing-past-1-1-million/

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In einem weiteren Beitrag hat WUWT unter der Rubrik „Friday Funny“ eine Graphik veröffentlicht mit dem Titel „Der neue Mann’sche Hockey-Schläger“:

Friday Funny: Der Mann’sche neue „Hockeyschläger“

Roger Pielke schreibt dazu:

Es ist fast unmöglich für einen Aktivisten der Demokraten, vor einem Gericht in DC zu verlieren. Michael Mann hat jedoch das scheinbar Unmögliche geschafft – er schuldet CEI und National Review nun mehr als 1 Million Dollar an Gerichtskosten.

Mehr dazu hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/05/23/friday-funny-michael-manns-new-hockey-stick/

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Zum gleichen Thema findet sich auch auf dem Blog von Cap Allon etwas:

Michael Mann vor Gericht gedemütigt – wieder einmal

Cap Allon

Michael Mann – das Aushängeschild der Klimaalarmisten – wurde soeben dazu verurteilt, weitere 477.350,80 Dollar an das Competitive Enterprise Institute und den Analysten Rand Simberg zu zahlen, nachdem er einen langwierigen und erfolglosen Verleumdungsprozess angestrengt hatte.

Dies kommt zu den 530.000 Dollar hinzu, die er bereits im Januar an National Review zahlen musste.

Manns Theatralik im Gerichtssaal sollte Kritiker zum Schweigen bringen. Stattdessen ist sie zu einem kostspieligen, peinlichen Fehlschlag für ihn selbst geworden.

„Das ist ein Stück Gerechtigkeit in dieser Welt…“, bemerkte die emeritierte Professorin Judith Curry von der Georgia Tech, der Manns Klimaorthodoxie nicht fremd ist. Ihr Kommentar entspricht der Meinung vieler, die seit langem beobachten, wie Mann Klagen wie Knüppel schwingt, um abweichende Meinungen zu unterdrücken.

Die ursprüngliche Klage – eingereicht 2012 – wurde durch Artikel ausgelöst, in denen Manns berüchtigte „Hockeyschläger“-Grafik kritisiert wurde. Er verklagte Simberg und National Review, weil sie seine Datenmanipulation mit dem schändlichen Verhalten eines verurteilten Straftäters verglichen.

Ein Geschworenengericht entschied sich 2024 für Mann und sprach ihm einen symbolischen Schadensersatz von 1 Dollar und 1.000 Dollar von Simberg zu. Der Kommentator und Autor Mark Steyn war ebenfalls ein Angeklagter. Ihm wurde ein Strafschadenersatz in Höhe von 1 Million Dollar auferlegt, den der Richter später auf 5.000 Dollar reduzierte, da er den Betrag für „grob überhöht“ hielt.

Dann kam der Clou: Das Gericht bestrafte Manns Anwaltsteam für die Vorlage falscher Beweise über entgangene Forschungsgelder.

Alfred S. Irving Jr., Richter am D.C. Superior Court, nahm in seinem Urteil kein Blatt vor den Mund. Er stellte fest, dass Mann und seine Anwälte dem Gericht „wissentlich falsche Tatsachenbehauptungen vorlegten“, indem sie falsche Beweise vorlegten und falsche Angaben zu den Schäden machten, die sich aus dem Verlust der Zuschüsse ergaben.

Der Richter bezeichnete ihr Verhalten als „einen Affront gegen die Autorität des Gerichts und einen Angriff auf die Integrität des Verfahrens“.

Mit diesen neuen Honorarentscheidungen sind Manns finanzielle Verpflichtungen auf über 1 Million Dollar angestiegen – und das alles für einen Fall, der ihm kaum mehr als einen symbolischen Dollar und ein Vermächtnis prozessualer Übervorteilung eingebracht hat. Seine Glaubwürdigkeit war schon immer gering, jetzt ist sie in Scherben.

Was für eine wunderbare Art, die Woche zu beenden – aber nicht für Michael Mann.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/may-freeze-hits-the-alps-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Zusammen gestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Ergänzung: Mein Übersetzer-Kollege Andreas Demmig hat auch im „Daily Caller“ dazu etwas gefunden (es zieht wohl in allen Klima-realistischen Kreisen seine Bahn). Darin findet sich diese Graphik:




Wie der Ausbruch des Pinatubo weltweit zu Änderungen des Wetters führte

Cap Allon

Im Juni 1991 brach der Mount Pinatubo auf den Philippinen mit überwältigender Kraft aus – einer der stärksten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts.

Die Explosion schleuderte etwa 17 Millionen Tonnen Schwefeldioxid (SO₂) in die Stratosphäre (Bluth et al., 1992) und bildete eine globale Aerosolschicht, die das Sonnenlicht reflektierte und den Planeten abkühlte.

Dieses Einzelereignis führte zu einem Rückgang der globalen Durchschnittstemperaturen um 0,5 °C im folgenden Jahr (Self et al., 1999; NASA GISS).

Aber die Auswirkungen waren nicht gleichmäßig verteilt.

Während Westeuropa milde und trockene Bedingungen erlebte, war der östliche Mittelmeerraum wiederholt polaren Einbrüchen ausgesetzt. Nirgendwo war dies dramatischer als in Jordanien mit einem historischen Wintereinbruch im Winter1991/92:

Jordaniens historischer Schnee von 1992.

Als sich die globalen Zirkulationsmuster verschoben, wurde Jordanien Ziel einer Serie von sieben aufeinanderfolgenden Schneestürmen, die in Teilen der Hauptstadt Amman über 120 cm Schnee hinterließen. Das Land erlebte weit verbreiteten Frost, längere Kälteperioden und Rekord-Tiefsttemperaturen. Dies war nicht nur ungewöhnlich, sondern ein meteorologisches Novum für die Region.

Nach archivierten Klimaaufzeichnungen und zeitgenössischen Berichten des jordanischen Wetterdienstes bleibt der Winter 1992 der schneereichste seit Beginn der Aufzeichnungen. Er stand in direktem Zusammenhang mit dem stratosphärischen Aerosolausstoß des Pinatubo, der den Jetstream veränderte und den Polarwirbel schwächte, so dass kalte arktische Luft nach Süden in den Nahen Osten vordringen konnte.

Die abkühlende Wirkung von Vulkanausbrüchen wie dem Pinatubo ist gut dokumentiert.

Die in die Stratosphäre geschleuderten reflektierenden Sulfataerosole halten sich 1 bis 2 Jahre lang und stören die atmosphärische Dynamik weit über den Ort des Ausbruchs hinaus. Nach dem Pinatubo bestätigten NASA-Satellitenbeobachtungen eine erhebliche Zunahme der optischen Tiefe der stratosphärischen Aerosole und einen messbaren Rückgang der Sonneneinstrahlung auf der ganzen Welt (McCormick et al., 1995).

Die durch vulkanische Aerosole hervorgerufene Abkühlung – mit ihrer gut dokumentierten Geschichte des Zusammenbruchs von Ernteerträgen und der Auslösung von Hungersnöten – ist eine von zwei Katastrophen mit globalen Auswirkungen, die praktisch unvorhersehbar und unabwendbar bleiben. Die andere ist eine hochenergetische Sonneneruption der X- Kategorie, die in der Lage ist, die moderne Strom- und Kommunikationsinfrastruktur lahm zu legen.

Beunruhigenderweise verfolgen „Klima-Interventionisten“ jetzt das Solar Radiation Management (SRM), um das einfallende Sonnenlicht absichtlich zu reduzieren – eine Geo-Engineering-Strategie, welche die atmosphärischen Verdunkelungseffekte großer Vulkanausbrüche nachahmt – mit Hunderten von Millionen von Dollar an Finanzmitteln und praktisch ohne öffentliche Aufsicht.

Im besten Fall unklug…

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-africa-chills-canadian-prairies?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




USA: Städte und Staaten wollen keine grüne Energie

Steve Goreham

Die Maßnahmen der Trump-Regierung zur Einschränkung erneuerbarer Energien sorgen für Schlagzeilen, aber auch die Bürger wehren sich. Die Bemühungen um den Einsatz von Wind- und Solarsystemen stoßen [in den USA] in Städten, Landkreisen und Bundesstaaten auf zunehmenden Widerstand. Die Vorschriften für Elektrofahrzeuge und Elektrohaushaltsgeräte werden angefochten. Die Kombination aus wachsendem Widerstand auf lokaler Ebene und Trumps Finanzierungskürzungen droht die Umstellung auf grüne Energie zu beenden.

Die grüne Energierevolution in den Vereinigten Staaten ist in den letzten zwei Jahrzehnten fast ungebremst verlaufen. Angetrieben von der Angst vor der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung haben die Bundesbehörden eine wachsende Zahl von Anreizen für erneuerbare Energien in Form von Vorschriften, Steuergutschriften, Darlehen und Subventionen geschaffen. Die Staaten setzten zusätzliche Anreize, um die Einführung von Wind- und Sonnenenergie, Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen, grünem Wasserstoff und Systemen zur Abscheidung von Kohlendioxid (CO₂) zu fördern.

In dreiundzwanzig US-Bundesstaaten gibt es Gesetze oder Durchführungsverordnungen, die bis 2050 einen Netto-Null-Stromverbrauch vorschreiben. Die Energieversorgungsunternehmen sind gezwungen, die staatlichen Auflagen zu erfüllen. Seit dem Jahr 2000 sind Wind- und Solarenergie von nahezu Null auf etwa 16 % der US-Stromerzeugung im Jahr 2024 gestiegen, Wind (10,5 %) und Sonne (5,1 %).

Zweiundzwanzig Bundesstaaten haben Elektroauto-Vorschriften erlassen, die vorschreiben, dass alle Neuwagenverkäufe bis zu einem bestimmten Datum, z.B. 2035, mit Elektroautos ausgestattet sein müssen. Die Verschärfung der CO₂-Emissionsnormen durch die EPA (Environmental Protection Agency) zwingt die Hersteller, einen immer größeren Anteil an E-Fahrzeugen zu verkaufen. Der Absatz von Plug-in-Elektroautos ist von Null vor zwei Jahrzehnten auf 8 % im letzten Jahr gestiegen.

Klimapolitik-Befürworter wollen, dass Hausbesitzer von Erdgas- und Propangasgeräten auf Wärmepumpen und andere Elektrogeräte umsteigen. Berkeley, Kalifornien, war 2019 die erste Stadt, die Erdgas im Wohnungsneubau verbot. Städte und Bezirke in sieben Bundesstaaten verbieten inzwischen Erdgas in Neubauten, darunter ein landesweites Verbot in New York.

Die Welle von Programmen für erneuerbare Energien, die gefördert und subventioniert wurden, umfasste Ladestationen für Elektrofahrzeuge, CO₂-Pipelines und grüne Wasserstoff-Produktionsanlagen. Aber es wird immer deutlicher, dass viele Städte, Bezirke und Staaten die grüne Energiebewegung nicht mehr unterstützen. Eine wachsende Flut von Widerständen bedroht den Einsatz von erneuerbaren Energien.

Letzten Monat verabschiedete das Repräsentantenhaus von Arizona ein Gesetz, das den Bau von Windkraftanlagen auf mehr als 90 % des Staatsgebietes verbieten würde. Die Gesetzgebung würde neue Windprojekte dazu zwingen, mindestens 19 km von jeder Wohnbebauung entfernt zu sein. Der Gesetzentwurf wird derzeit im Senat von Arizona geprüft.

Oklahoma ist in den USA der drittgrößte Erzeuger von Strom aus Windkraft. Die Teilnehmer der jüngsten Kundgebungen vor dem Kapitol des Bundesstaates fordern jedoch ein Verbot neuer Wind- und Solarprojekte. Die Anwohner äußern wirtschaftliche, ökologische und gesundheitliche Bedenken gegen erneuerbare Systeme.

Der Widerstand gegen Wind- und Solarenergie wächst seit mehr als einem Jahrzehnt und hat sich in letzter Zeit noch verstärkt. Im Jahr 2009 verbot North Carolina neue Windkraftprojekte in 23 Landkreisen. Kentucky erließ 2014 ein wirksames landesweites Verbot für den Bau neuer Windkraftanlagen. Connecticut, Florida, Tennessee und Vermont haben ebenfalls landesweit gültige Verbote erlassen.

Eine Studie von USA Today aus dem Jahr 2023 ergab, dass die Zahl der Landkreise in den USA, in denen es Einschränkungen oder Verbote für Windkraftanlagen gibt, von zwei im Jahr 2008 auf 411 im Jahr 2023 gestiegen ist. Die Zahl der protestierenden Landkreise stieg über 500 im Jahr 2024 mit Floridas Verbot von Windkraftanlagen vor der Küste und innerhalb einer Meile vor der Küste. Etwa 16 % der US-amerikanischen Landkreise verbieten oder beschränken inzwischen Windkraftanlagen. Mehr als 100 Landkreise schränken den Einsatz von Solaranlagen ein. Die Zahl der Landkreise, die Wind- oder Solaranlagen verbieten, steigt schneller als die Zahl der Landkreise, die zum ersten Mal Wind- oder Solaranlagen errichten.

Der Journalist Robert Bryce hat eine Datenbank für die Ablehnung von erneuerbaren Energien entwickelt. Die Datenbank zeigt eine kumulative Summe von 800 Ablehnungen von Wind- und Solarprojekten in den USA seit 2015. Sie zeigt einen steigenden Trend bei den Ablehnungen, einschließlich eines besonders großen Sprungs bei den Ablehnungen von Solarprojekten in den Jahren 2022, 2023 und 2024.

Es gibt viele Gründe für den wachsenden Widerstand gegen Wind- und Solarprojekte. Die Städte sind besorgt über die ästhetischen Auswirkungen von 180 m hohen Turbinentürmen und riesigen Solarpaneelen, den Verlust von Ackerland durch ausufernde Wind- und Solaranlagen, den tieffrequenten Lärm von Windturbinen und die Auswirkungen auf die Immobilienwerte in der Nähe. Bei der Stilllegung von Anlagen fallen große Mengen an Abfällen von Turbinenblättern und Solarzellen an, welche die örtlichen Mülldeponien füllen oder zu Deponien in anderen Bundesstaaten transportiert werden müssen.

Wind- und Solarkraftwerke benötigen im Vergleich zu Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerken mehr als 100 Mal so viel Land für die gleiche durchschnittliche Stromerzeugung. Während sich herkömmliche Kraftwerke in der Regel in der Nähe von Städten befinden, sind Wind- und Solarsysteme über weite Gebiete verteilt, oft auf Bergkämmen und weit entfernt von Bevölkerungszentren. Daher sind für erneuerbare Energien lange Übertragungsleitungen und zwei- bis dreimal so viele Sendemasten erforderlich wie für herkömmliche Kraftwerke. Auch die Anwohner sind oft gegen den Bau neuer Übertragungsleitungen.

Einige Bundesstaaten haben beschlossen, den lokalen Widerstand gegen Wind- und Solarenergie zu übergehen. Ein Gesetz des Bundesstaates Illinois aus dem Jahr 2023 hob die von mehr als der Hälfte der Landkreise des Bundesstaates erlassenen Beschränkungen oder Verbote für Wind- und Solaranlagen auf. Ein Gesetz des Bundesstaates Michigan aus dem Jahr 2023 setzte sich ebenfalls über den lokalen Widerstand von mehr als 20 Landkreisen hinweg. In sieben weiteren Bundesstaaten können lokale Widerstände umgangen werden.

Im Jahr 2024 stieg der Absatz von Elektrofahrzeugen in den USA nur um 7 %. Kalifornien und zehn weitere Staaten schreiben derzeit vor, dass im Modelljahr 2026 35 % der Neuwagenverkäufe Elektrofahrzeuge sein müssen. Da sich die Akzeptanz von E-Fahrzeugen bei den Verbrauchern verlangsamt, sind diese Ziele für alle Staaten außer Kalifornien unmöglich. Ende 2024 hat Virginia sein EV-Mandat aufgehoben. Es ist zu erwarten, dass auch andere Bundesstaaten dies tun werden.

Wie bereits erwähnt, haben Städte und Landkreise in sieben Staaten Gasgeräte in Neubauten verboten, aber in den letzten fünf Jahren haben 24 Staaten Verordnungen erlassen, die Verbote von Städten und Landkreisen für Gasgeräte annullieren. Die meisten Staaten wollen, dass Bürger und Unternehmen die Möglichkeit haben, die von ihnen bevorzugte Energieform zu wählen.

Die Versorgungsunternehmen überdenken ihre Pläne für erneuerbare Energien. Die Revolution der künstlichen Intelligenz könnte dazu führen, dass Texas, Virginia und andere Bundesstaaten ihre Stromerzeugungskapazität innerhalb des nächsten Jahrzehnts verdoppeln müssen. Wind- und Solaranlagen können diesen Bedarf nicht decken. Kernkraftwerke werden wieder in Betrieb genommen, die Schließung von Kohlekraftwerken wird verschoben, und mehr als 200 Gaskraftwerke sind in Planung oder im Bau.

Auch Projekte zur Abscheidung von Kohlendioxid und grünem Wasserstoff werden in Frage gestellt. South Dakota hat gerade ein Gesetz unterzeichnet, das die Enteignung von Land für CO₂-Pipelines verbietet. CO₂-Abscheidungsprojekte in Louisiana stoßen auf heftigen lokalen Widerstand. Und auch regionale grüne Wasserstoffzentren werden sicher auf Widerstand stoßen.

Angesichts der von Trump vorgenommenen Mittelkürzungen und des zunehmenden lokalen Widerstands gegen erneuerbare Energien könnte das Jahr 2025 der Anfang vom Ende der grünen Energiewende in den Vereinigten Staaten sein.

Originally published in RealClear Energy.

Steve Goreham is a speaker on energy, the environment, and public policy and author of the bestselling book Green Breakdown: The Coming Renewable Energy Failure.

Link: https://saltbushclub.com/2025/03/13/towns-and-states-dont-want-green-energy/#more-2945

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klima-Wissenschaft abschaffen – und die MSM-Wissenschaftler gleich mit

Dr. Graham Pinn

In der Klimawissenschaft gibt es kaum Debatten, und der viel zitierte Satz „The science is settled“ (Die Wissenschaft steht fest) wird verwendet, um jeden Streit zu unterbinden. Tatsächlich gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten, die jedoch aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder der Finanzierung nicht in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht werden.

Eine kürzlich in der Zeitschrift The Conversation veröffentlichte internationale Umfrage ergab, dass mehr als 40 % der Wissenschaftler von ihren Institutionen belästigt oder eingeschüchtert wurden, wobei die Klimawissenschaft ein häufiges Indiz dafür war; aus der Umfrage ging jedoch nicht hervor, ob diese Wissenschaftler Protagonisten oder Gegner der Theorie waren.

Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass Autoren wissenschaftlicher Arbeiten, die die CO₂-Theorie unterstützen, sich weigern, die zugrunde liegenden Details zu veröffentlichen, weil Andere Fehler in ihren Schlussfolgerungen finden könnten; es gibt auch viele Beispiele dafür, dass gegenteilige Artikel von Redakteuren abgelehnt werden. Der „Climategate“-Skandal von 2009 ist nur ein Beispiel für dieses weltweite Phänomen.

Die übliche Erklärung dafür ist, dass die Gegner der Klimawandel-Hypothese von der Industrie für fossile Brennstoffe finanziert werden. Die enormen Zuschüsse der Regierung und der Industrie für erneuerbare Energien für die Protagonisten werden nicht erwähnt. Diese Verzerrung hat zu zahlreichen Beispielen von hochrangigen Klimawissenschaftlern geführt, die bis zu ihrer Pensionierung warten mussten, bevor sie ihre Meinung kundtaten. Ein amerikanischer Aktivist/Autor von damals beschrieb das Phänomen bereits vor 100 Jahren: „Es ist schwierig, einen Mann dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht“.

Brian Tucker wurde 1965 in das australische Amt für Meteorologie berufen und 1988 zum Leiter der CSIRO-Atmosphärenforschung ernannt. Er war ein Spezialist für numerische Klimamodelle und war sich der darin enthaltenen Fehler bewusst. 1992 ging er in den Ruhestand und trat dem Institute of Public Affairs (IPA) bei. In seinem Artikel „The Greenhouse Panic“ (Die Treibhauspanik) schrieb er 1995, dass die Reaktion auf den leichten Temperaturanstieg übertrieben sei und die Beunruhigung eher von politischen Entscheidungsträgern als vom Klima ausgelöst werde. Er war der Fluch des wissenschaftlichen Establishments, da er mit seinen öffentlichen Kommentaren gegen viele heilige Kühe der Wissenschaft verstieß. Er starb im Jahr 2010.

William Gray war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005 emeritierter Professor für Atmosphärenwissenschaften an der Colorado State University; er arbeitete eng mit der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zusammen und erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter 1995 den Preis für sein Lebenswerk; er gilt weithin als Pate der Hurrikan-Forschung. Nach seiner Pensionierung schrieb er über die Klimawissenschaft und die Einschränkung alternativer Ansichten aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Karriere; er stimmte zu, dass sich die Erde erwärmt, befürwortete aber andere Erklärungen als Kohlendioxid. Seine nachfolgenden Forschungsarbeiten wurden mit der Begründung abgelehnt, sie entsprächen nicht dem Standard“. Im Jahr 2011 wandte er sich direkt an die Amerikanische Meteorologische Gesellschaft, um deren Ansichten anzufechten; er verstarb im Jahr 2016.

William Kininmonth leitete von 1986 bis 1998 das Australian National Climate Centre. Er war Australiens Delegierter bei der WMO, der zweiten Weltklimakonferenz 1991, und war 1992-93 an den Verhandlungen über das Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen beteiligt. Im Ruhestand leitet er das australische Klimaforschungsinstitut, eine private Gruppe, die die „anerkannte“ Klimawissenschaft in Frage stellt. Er ist besonders besorgt darüber, dass die Vergangenheit des Planeten Erde nicht anerkannt wird und dass die aktuellen Computermodelle einfach nicht vorhersagen, was wir bereits wissen, dass es geschieht. Es überrascht nicht, dass er seit Jahren keine Veröffentlichungen in Fachzeitschriften zum Thema Klimawandel vorweisen kann.

Garth Paltridge, ein weiterer australischer Atmosphärenphysiker, war bis 1989 viele Jahre lang leitender Klimawissenschaftler bei CSIRO. Er war auch bei der WMO und der NOAA tätig. Von 1991-2002 war er Professor und Direktor des Institute of Antarctic and Southern Ocean Studies. Er beschäftigte sich mit der atmosphärischen Strahlung und den theoretischen Grundlagen des Klimas. Im Jahr 2009 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „The Climate Caper“, in dem er die vom Menschen verursachte globale Erwärmung nicht bestreitet, sondern deren Auswirkungen als minimal ansieht. Er ist der Ansicht, dass die Debatte (so wie sie geführt wird) durch Eigeninteressen stark polarisiert ist und dass der Öffentlichkeit gegenteilige Informationen vorenthalten werden.

Peter Ridd war Professor für Ozeanographie an der James Cook University und 15 Jahre lang Leiter des geophysikalischen Labors; er war einer, der nicht darauf wartete, seine Pension zu bekommen. Im Jahr 2017 schrieb er einen Artikel, in dem er die Klimabedrohung für das Great Barrier Reef bestritt; nach einem langwierigen Rechtsstreit über akademische Freiheit und Universitätsrichtlinien wurde er schließlich entlassen. In der Folge hat er über die IPA viel über den Mangel an Debatten und die Verzerrung wissenschaftlicher Informationen geschrieben

William Happer ist ein weltbekannter US-amerikanischer Physiker. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er im Bereich der Atmosphärenforschung und später im US-Energieministerium. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2014 war er emeritierter Professor für Physik in Princetown. Im Jahr 2015 war er Mitbegründer der CO₂-Stiftung, einer Organisation, welche die Klimawissenschaft anzweifelt. Im Jahr 2018 wurde er von Donald Trump in den US-Sicherheitsrat berufen; ein Jahr später trat er zurück, als man dachte, seine Ansichten könnten Trumps Wiederwahl 2020 beeinträchtigen. Er und seine Gruppe bestreiten weiterhin die „anerkannte Wissenschaft“ und wurden 2024 erneut mit dem neugewählten Präsidenten zusammengebracht, um „rote Teams“ zur Debatte über die Klimawissenschaft zu bilden. Vielleicht brauchen wir hier die gleiche Debatte?

Judith Curry war emeritierte Professorin der School of Earth and Atmospheric Sciences an der Georgia University. 2017 trat sie vorzeitig zurück und begründete dies mit der „giftigen Natur der Debatte über die vom Menschen verursachte globale Erwärmung“. Mit ihren Kommentaren hatte sie jahrelang ihre Kollegen verärgert, wobei sie regelmäßig den IPCC aufs Korn nahm. Sie wetterte auch gegen diejenigen, die die Enthüllung der Details des Climategate-Skandals von 2009 missbilligten. Obwohl sie keine begeisterte Skeptikerin ist, ist sie der Meinung, dass Fragen zur Wissenschaft nicht angemessen diskutiert werden und dass diejenigen, die die Ergebnisse in Frage stellen, als Spinner abgestempelt und ignoriert werden. Doch auch hier werden ihre Artikel nicht mehr veröffentlicht. Ihr neuestes Buch, „Climate uncertainty and risk“, versucht, die Debatte zu beleben.

Nils-Axel Mörner war ein schwedischer Geologe und Geophysiker und Leiter der Paläogeophysik an der Universität Stockholm. Er war Mitarbeiter des IPCC, bis er nach der Widerlegung einiger Aussagen des IPCC zurücktrat und 2005 in den Ruhestand ging. Im Jahr 2007 veröffentlichte er eine Broschüre mit dem Titel „The Greatest Lie Ever Told“ (Die größte Lüge, die je erzählt wurde), in der er die IPCC-Theorie eines stetigen Anstiegs des Meeresspiegels bestritt; seine Ansichten basierten auf 50 Jahren Forschung zum Meeresspiegel. Im Jahr 2013 wurde er Herausgeber einer Open-Access-Publikation zum Thema Klima, die nur ein Jahr lang Bestand hatte, bevor sie eingestellt wurde.

Der Autor Michael Shellenberger ist zwar kein Wissenschaftler, hat sich aber vor kurzem zur „dunklen Seite“ bekehrt. Er ist Professor für Politik, Zensur und freie Meinungsäußerung an der Universität von Austin, Texas. Seine frühere grüne Haltung zu Klima und Umwelt hat sich durch die Erkenntnis geändert, dass Kernkraft die einzige logische Lösung für das vermeintliche Problem ist; er wurde aus dem Verband ausgestoßen! Bücher wie „Apocalypse Never“ (2020) haben der Öffentlichkeit eine alternative Sicht auf die Zukunft vermittelt. Er ist Unterzeichner der Westminster-Erklärung, in der er vor der Zensur durch die Regierungen warnt, nicht nur in Bezug auf das Klima, sondern auch in Bezug auf Geschlechtsdysphorie, Drogensuchtprogramme, COVID-10-Vorschriften und den Umweltschutz.

Jede Diskussion über dieses Thema wäre unvollständig ohne die Erwähnung unseres eigenen Klimaverfechters Ian Plimer, ein Mann, den man nicht abschreiben kann. Er ist australischer Geologe, der überraschenderweise immer noch als emeritierter Professor an der Universität Melbourne lehrt und zuvor an den Universitäten Adelaide und Newcastle tätig war; er ist ein eindeutiger Gegner der Klimawandel-Hypothese und hat zahlreiche Bücher zu diesem Thema geschrieben. Seine Ansichten werden verunglimpft, da er in der Vergangenheit Verbindungen zur Bergbauindustrie hatte und immer noch hat. Obwohl er schon seit vielen Jahren im Ruhestand ist, wird ihm an australischen Universitäten immer noch der Doktortitel aberkannt, an einer europäischen Universität wurde ihm sogar die Ehrendoktorwürde entzogen. Er ist bekannt für seinen Satz über die Debatte: „Sie sind uns zahlenmäßig überlegen, aber wir sind ihnen waffentechnisch überlegen“! Er schreibt weiter und lässt sich nicht einschüchtern!

Im Jahr 2024 wurden im Westen schätzungsweise 2 Billionen Dollar für die CO₂-Reduzierung ausgegeben, während die Emissionen vor allem in China, Indien und im Fernen Osten weiter steigen. Die Industrialisierung dieser Länder und die Deindustrialisierung des Westens haben nichts anderes bewirkt als die Verlagerung von Arbeitsplätzen und Wohlstand.

Das Intergovernmental Panel for Climate Change (IPCC), ein Ableger der Vereinten Nationen, wurde 1988 gegründet, um eine Erklärung für die jüngste globale Erwärmung zu finden, und später, um Beweise dafür zu finden, dass diese durch steigende CO₂-Werte verursacht wurde. Die Rolle des IPCC löst sich zunehmend von der Wissenschaft und wird immer stärker in die Politik und die Umverteilung von Reichtum eingebunden. Der IPCC ist aus der WMO hervorgegangen, die gegründet wurde, um langfristige Wettervorhersagen zu machen – und die immer noch nicht zuverlässig sind, nicht einmal nach 10 Tagen! Debatten sind nicht erlaubt, Organisationen wie unser ABC haben nie eine alternative Sichtweise in Betracht gezogen, von denen es viele gibt.

Die aktivistischen Medien suggerieren, dass 97 % der Klimawissenschaftler einer Meinung sind, und ignorieren dabei die große Zahl von Wissenschaftlern, welche die Theorie der anthropogenen Erwärmung in der später aktualisiert Leipziger Erklärung von 1995, (die von vielen Wissenschaftlern aus verwandten Bereichen unterzeichnet wurde), dem Global Warming Petition Project von 1998 und 2007 (unterzeichnet von 31 500 Wissenschaftlern) und der Manhattan-Erklärung von 2008 (unterzeichnet von 1500 Wissenschaftlern) bestreiten. Die Wissenschaft ist nicht geklärt (und wird es auch nie sein). In den Fachbereichen Physik, Geologie und Astronomie gibt es viele Zweifler, die Sorgen um ihre Arbeitsplätze und die Zukunft haben.

Mit jedem Rückschritt in der Klimaproblematik werden neue und noch alarmierendere Wendepunkte erreicht, die jetzt vor allem durch die Notwendigkeit von Reparationen für die „sinkenden“ Länder der Dritten Welt angetrieben werden. Wir haben bereits viele solcher Punkte überschritten, von Panikmachern wie Al Gore oder unserem eigenen Tim „die Dämme werden sich nie wieder füllen“ Flannery; das ereignislose Verstreichen ihrer Fristen hat keine Reaktion oder einen Widerruf hervorgebracht.

Die 2004 gegründete australische CSIRO-Abteilung für Meeres- und Atmosphärenforschung wurde 2014 in den Geschäftsbereich Ozeane und Atmosphäre eingegliedert, der wiederum 2022 im Geschäftsbereich Umwelt aufgeht. Vielleicht könnte man, wie in allen wissenschaftlichen Angelegenheiten, eine Lösung finden, indem man eine Debatte zulässt, anstatt sie zu unterdrücken. Das Management der COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie das Verschweigen von Informationen zu vielen schlechten Ergebnissen geführt hat. Vielleicht ist es an der Zeit für eine offene Diskussion; vielleicht wird dies mit Trump an der Spitze der USA endlich geschehen?

Dr. Graham Pinn is a retired consultant physician. His career included time in the military, working for overseas aid, and in the public hospital system in Australia. He has lived and worked in 10 different countries, in Europe, the Middle East, Indian and Pacific Oceans, experiencing different cultures and life expectations.

Link: https://saltbushclub.com/2025/03/01/cancel-climate-science-and-the-scientists/#more-2939

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 20 / 2025

Meldungen vom 19. Mai 2025:

Rekord-Eiszuwachs auf Grönland

Jüngste Daten zeigen, dass Grönland weit überdurchschnittlich viel Eis ansammelt – und das schon seit über einem Jahrzehnt.

Den Daten des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) zufolge liegt die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) für die Saison 2024-25 deutlich über der Basislinie 1981-2010 – und wächst weiter.

Bis Mitte Mai hat Grönland seit Beginn der Saison mehr als 600 Gigatonnen Eis zugelegt, wobei die täglichen SMB-Werte im Mai am 17. Mai 6 Gigatonnen überschritten:

Die SMB-Karte vom 17. Mai zeigt einen weit verbreiteten Anstieg des Eisschildes, insbesondere in den zentralen und südöstlichen Regionen:

Und das ist keine einmalige Anomalie. Seit 2012 hat sich die grönländische SMB wieder erholt. Von den letzten 12 Jahren lagen 9 über dem Durchschnitt der Jahre 1981-2010, was den Netto-Massenzuwachs an der Oberfläche betrifft.

Der Trend ist eindeutig: Der Eisschild ist stabil und hat in den letzten Jahren an Masse zugelegt. Und Dies ist keine Spekulation. Es handelt sich um offizielle Daten, veröffentlicht vom DMI.

Grönland hat die Kurve gekriegt, aber nur sehr wenige wissen davon.

Anmerkung des Übersetzers: Es sei hier erneut darauf hingewiesen, dass die Oberflächen-Massenbilanz nicht identisch ist mit der Gesamt-Massenbilanz! Näheres hierzu findet sich im Kältereport Nr. 15.

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Ungarn: Seltener Frühjahrsfrost

In Ungarn ist die Temperatur in mehreren Regionen unter 0 °C gesunken – ein seltenes Ereignis so spät im Frühling.

HungaroMet meldete am frühen Samstag im Nordosten Ungarns einen Rekordtiefstwert von -1,6 °C und übertraf damit den bisherigen Mai-Rekord von -1,1 °C aus dem Jahr 1995. Der Frost traf vor allem Nyírtass und Gagybátor, aber auch große Teile des Nordostens und der Mitte verzeichneten Frost.

Stürme mit Hagel und Windböen bis 90 km/h lösten eine nationale Warnung aus.

Mitte der Woche soll eine zweite Kaltfront aufziehen, die für das Karpatenbecken weitere untypische Kälte bringt.

Dies gilt auch für weite Teile Europas, vor allem für die zentralen und östlichen Regionen.

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Südost-Australien: Rekord-Maikälte

Der Südosten Australiens wurde von einer intensiven und weit verbreiteten polaren Kältewelle heimgesucht, bei der die Temperaturen weit unter den Nullpunkt sanken und in mehreren Bundesstaaten Mai-Rekorde fielen.

Durch den klaren Himmel und die trockene Luft hinter einer Kaltfront am Wochenende konnte die Wärme über Nacht rasch entweichen und den Frost auslösen.

Laut dem Bureau of Meteorology (BoM) könnte der Winter 2025 einer der wärmsten in Australien sein. Die saisonale Prognose der Behörde besagt, dass in den meisten Teilen Australiens während der Wintermonate „ungewöhnlich warme“ Bedingungen herrschen werden.

Was am Wochenende geschah, folgt jedoch nicht diesem Drehbuch…

In Victoria erreichte der Flughafen von Melbourne genau 0 °C – die niedrigste Mai-Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1970 an diesem Ort gemessen wurde. Nordöstlich der Stadt sank die Temperatur in Coldstream auf -5,3 °C und brach damit den bisherigen Mai-Rekord um ganze 1,6 °C.

Auch in Scoresby wurde mit -1,5 °C ein neuer Rekord aufgestellt, während im Zentrum von Melbourne mit 2 °C die kälteste Mai-Nacht seit vier Jahren gemessen wurde.

Südaustralien wurde ebenso hart getroffen. Padthaway fiel auf -4,5°C und brach damit seinen Mai-Rekord um mehr als ein Grad. Keith folgte dicht dahinter mit -4,1°C, ebenfalls ein Rekord, während Coonawarra mit -3,5°C die tiefste Mai-Temperatur seit sechs Jahrzehnten verzeichnete. In Adelaide wurde mit 3,1 °C die kälteste Mai-Nacht seit 19 Jahren gemessen.

In New South Wales sank die Temperatur an der Thredbo Top Station auf -6,5°C, die niedrigste Nachttemperatur auf dem Festland.

In Tasmanien wurde die tiefste Temperatur des Landes gemessen. Fingal, eine geschützte Stadt in einem Tal im Landesinneren, fiel auf -8°C. Damit wurde der Rekord vom Mai mit -8,1°C knapp verfehlt, aber die niedrigste Temperatur in ganz Australien seit Juli letzten Jahres gemessen.

Das ACT blieb dank der südöstlichen Winde weitgehend von der Kälte verschont, und in Canberra wurde eine mildere Temperatur von 4,9 °C erreicht. Am Mt Ginini in der nahe gelegenen Brindabella Range sank die Temperatur jedoch auf -1,9 °C, was für die Region immer noch ein starker Rückgang ist.

Da weitere klare, trockene Nächte bevorstehen und sich die Wetterlhge nicht ändert, ist der Südosten Australiens noch nicht am Ende – weitere Rekord-Tiefsttemperaturen sind im weiteren Verlauf des Mai zu erwarten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-ice-gains-on-greenland-hungarys?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 20. Mai 2025:

Australien: Andauernde Rekord-Kälte in Victoria und im Süden

In Victoria und Südaustralien war es in den Mowgenstunden rekordverdächtig kalt. In dieser Woche wurden die niedrigsten Mai-Temperaturen seit Jahrzehnten gemessen – in manchen Gegenden sogar noch nie.

Nach dem eisigen Einbruch am Montag war es am Dienstagmorgen noch kälter.

Coldstream im Yarra Valley in Melbourne meldete -5,5 °C – der tiefste Maiwert in 30 Jahren Aufzeichnungen. Damit wurde der eigene Montagsrekord von -5,3 °C übertroffen, und es war kälter als überall in der alpinen Region Victorias, einschließlich Mt Hotham mit -4,9 °C.

Jeder der neun vorhergesagten Bezirke Victorias erwachte mit Frost.

In Ballarat wurde mit -3°C die kälteste Nacht des Jahres 2025 gemessen, und es war das erste Mal in diesem Jahr, dass der Wert unter Null fiel. In Kanagulk in der Wimmera-Region wurde mit -4,1 °C die niedrigste Temperatur in einem Monat seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2004 gemessen.

Auch in Südaustralien gab es Frost.

Coonawarra verzeichnete mit -4,7°C die niedrigste Mai-Temperatur seit 60 Jahren und die tiefste Temperatur in einem Mai-Monat seit 1982. In Tarcoola im Nordwesten von Südafrika wurde mit -2,5 °C die kälteste Mai-Nacht seit 1903 registriert. Selbst in Küstenstädten wie Ceduna (0,3 °C) und Whyalla (0,6 °C) wurden rekordverdächtige Tiefstwerte gemessen.

Diese Rekordkälte folgt auf eine Periode herbstlicher Wärme. Diese Wärme hat sich nun schlagartig umgedreht.

Auch wenn sich die nächtlichen Tiefstwerte im Laufe dieser Woche etwas abschwächen könnten, ist im Landesinneren und in landwirtschaftlichen Gebieten weiterhin mit Frost zu rechnen.

Der Winter kommt früh – und er ist kalt.

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USA: Kältewelle in weiten Teilen

Eine für die Jahreszeit ungewöhnlich kalte Luftmasse ist in den amerikanischen Kontinent eingedrungen und hat die Temperaturen im Westen, Mittleren Westen und Nordosten auf ein Niveau gebracht, das etwa 16 °C unter dem Durchschnitt von 1981-2010 liegt. Und das wird so schnell nicht aufhören.

GFS 2m Temperatur-Anomalien (C) am 20. Mai [tropicaltidbits.com]

Das ist kein Einzelfall. Von den Rocky Mountains bis zu den Appalachen liegen weite Regionen unter arktischer Luft, die eher in den März passt.

Städte wie Minneapolis, Chicago und Buffalo verzeichnen,Werte zwischen 5 und 15 Grad mit einigen nächtlichen Tiefstwerten unter dem Gefrierpunkt. Auch in Denver, Salt Lake City und Flagstaff ist es unterdurchschnittlich kalt. Eine Reihe von Wetterwarnungen wurde ausgegeben, so auch für Syracuse.

Für einige Regionen, darunter auch North Dakota, ist sogar Schnee angesagt.

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Kanada: Erhebliche Kälte in Ontario

Toronto und weite Teile des südlichen Ontario müssen sich auf den kältesten Spät-Mai seit fast sechs Jahrzehnten einstellen.

Vom 21. bis 23. Mai werden in Toronto Tageshöchsttemperaturen um 10 °C vorhergesagt – die tiefsten Werte für diese Zeit seit Mai 1967.

Hinter dieser Kälte steckt ein stationäres Höhentief, das über dem Osten der USA festsitzt und mit hohem Luftdruck über Nordkanada einher geht. Diese Jetstream-Konstellation leitet für die Jahreszeit ungewöhnlich kalte arktische Luft direkt nach Ontario – und hält sie dort fest.

Am Mittwoch wird die Temperatur im Süden Ontarios mindestens 10 °C unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt liegen, im Nordosten Ontarios sogar mindestens 12 °C darunter. Am Donnerstag wird es genauso kalt bleiben, wobei Teile von Südontario Schwierigkeiten haben werden, den einstelligen Temperaturbereich zu verlassen.

Sollte Toronto am Donnerstag nicht zweistellig werden, wäre das in der zweiten Maihälfte der letzte einstellige Höchstwert seit über einem halben Jahrhundert – der letzte war am 22. Mai 1967 mit nur 9,4 °C aufgetreten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-persists-across-victoria?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 21. Mai 2025:

Südafrika: Erste große Kältewelle

Eine markante Kaltfront zieht über Südafrika hinweg und lässt die Temperaturen um etwa 16 °C unter die Normalwerte sinken.

Die GFS-Anomaliekarte für den 21. Mai zeigt, dass der größte Teil des Landes von tiefer Kälte erfasst wird, wobei die stärksten Anomalien über dem Free State, dem Northern Cape und Gauteng auftreten.

Eine derartige Kälte im Mai ist selten. Normalerweise ist der Mai ein Übergangsmonat, in dem die Höchsttemperaturen in Gauteng um die 20°C liegen, aber die aktuellen Prognosen deuten darauf hin, dass die Tagestemperaturen 10°C nicht überschreiten werden und die nächtlichen Tiefstwerte nahe dem Gefrierpunkt liegen.

Der südafrikanische Wetterdienst bezeichnete diese Front als ungewöhnlich intensiv, und The Citizen warnte die Bewohner von Gauteng, dass sie sich auf „eisige Morgenstunden“ und Winde einstellen müssen. In höheren Lagen ist Schnee möglich.

Während die Schlagzeilen der Massenmedien die unaufhaltsame Erwärmung propagieren, erzählen die realen Daten eine komplexere Geschichte. Regionale Extreme wie diese verdeutlichen die Rolle der natürlichen Variabilität, die nach wie vor sehr stark ausgeprägt ist.

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Kanada: Große Temperatur-Schwankungen

Das ist keine Wissenschaft. Es ist Geschichten erzählen.

In der vergangenen Woche herrschten im Süden Manitobas und Saskatchewans hohe Temperaturen von 32 bis 35 °C – etwa 15 °C über den jahreszeitlich üblichen Werten. Die Berichterstattung war sofort und einheitlich: Klimawandel, Fingerabdrücke, Kipppunkte. Die übliche Leier.

In dieser Woche wur es an den gleichen Orten tagsüber nur 5 bis 7 °C warm – rund 15 °C unter der jahreszeitlichen Norm. Eine nahezu perfekte Umkehrung – und doch kein Wort von der Konsens-orientierten Kommentatoren.

So funktioniert die Klimaberichterstattung heute. Hitze ist immer eine Krise. Kälte ist immer eine Unannehmlichkeit – wenn sie überhaupt zur Kenntnis genommen wird.

Große Temperaturschwankungen sind nicht neu, nicht zuletzt in Kanada, nicht zuletzt im Frühling. Den Prärien sind Schwankungen nicht fremd. Neu ist die Art und Weise, wie die Daten durch Ideologie gefiltert werden. Klimageschichten werden heute erfunden. Jeder Temperaturanstieg wird als Bestätigung gewertet. Jeder Rückgang wird ignoriert – und oft ausgelöscht.

Auch ich habe in meiner Zeit in den USA im Nordosten (Pennsylvania) derartig drastische Umschwünge erlebt – zu jeder Jahreszeit außer im Hochsommer. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-africa-chills-canadian-prairies?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 22. Mai 2025:

Nordamerika: späte Kältewelle

In weiten Teilen des nordamerikanischen Kontinents ist es so kalt wie im März. Die Kälte wird sich in vielen Fällen noch verstärken.

Kanada

In Toronto liegen die Tagestemperaturen bei 10 °C und damit weit unter der Norm von 20 °C.

Der kälteste 22. Mai wurde im Jahr 1967 mit 9,4 °C gemessen. Es ist unwahrscheinlich, dass der Donnerstag diesen Rekord brechen wird, aber er hat eine Chance.

Das Besondere an diesem Ereignis ist jedoch seine Hartnäckigkeit.

Environment Canada warnt, dass sich die Aussaat aufgrund der langen Trockenheit durchaus verzögern könnte. Gartencenter haben bereits einen starken Rückgang der Aktivitäten gemeldet. „Es wird unbeständig bleiben“, sagt der Meteorologe Geoff Coulson. „Stellen Sie sich auf kalte, nasse Bedingungen ein.“

USA

Südlich der Grenze wird das gleiche Höhentief dem Mittleren Süden und dem unteren Mittleren Westen märzähnliche Bedingungen bescheren.

Der NWS sagt für den Rest des Monats unterdurchschnittliche Temperaturen in Arkansas, Tennessee, Oklahoma und den umliegenden Regionen voraus. Little Rock, Nashville und Oklahoma City werden voraussichtlich mit Werten zwischen 14 und 17 °C verharren.

Albany, NY, könnte am Donnerstag mit einer prognostizierten Höchsttemperatur von 9,4°C in die Geschichte eingehen. Das wäre der niedrigste Höchstwert, der dort jemals am 22. Mai gemessen wurde. Ein Tag mit weniger als 10 Grad von Mai bis September ist seit 1961 nur zweimal vorgekommen, wobei die durchschnittliche Höchsttemperatur zu dieser Jahreszeit bei 22,8 Grad liegt.

Die Kälte wird zumindest für den Rest des Monats anhalten, insbesondere in den mittleren und östlichen US-Staaten.

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Arizona, USA: Rekord-Skisaison mit 185 Tagen

Arizona hat gerade Skigeschichte geschrieben – und ist damit nicht allein.

Während die Klimaschlagzeilen weiterhin den Untergang der US-Skiindustrie vorhersagen, liefert Mutter Natur eine andere Realität: Tiefschnee, lange Saisons und Kälteeinbrüche bis weit in den Mai hinein.

Der Höhepdnkt dieses Jahres ist Arizona Snowbowl, das nun schon 185 Tage lang geöffnet ist – die längste Skisaison in seiner 87-jährigen Geschichte. Dank der Schneefälle Anfang November, der starken Beschneiung und der ungewöhnlich lang anhaltenden Kälte wird Snowbowl mindestens bis zum 1. Juni 2025 geöffnet bleiben. Das ist mehr als die Hälfte des Jahres.

„Dank unseres engagierten Teams, einer frühen Eröffnung im November und strategischer Investitionen in die Beschneiung haben wir die längste Saison aller Zeiten hinter uns“, so Angie Grubb, Marketingmanagerin von Arizona Snowbowl.

Aber das gilt nicht nur für Arizona. In fast einem Dutzend Skigebiete im Westen der USA laufen immer noch Lifte.

Snowbird, Mammoth, Arapahoe Basin und Timberline haben alle noch geöffnet und verfügen über eine respektable Schneedecke. Sogar das Beartooth Basin in Montana/Wyoming öffnet zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder seine Pforten und bietet echten Sommerski.

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Chile: Rekord-Schneesaison auch in den Chilenischen Anden

Valle Nevado in den chilenischen Anden auf einer Höhe von etwa 3000 Metern hat einen soliden Start hingelegt – die Anzeichen deuten darauf hin, dass 2025 die historischen Schneemengen des letzten Jahres übertreffen könnte.

Die ersten Schneefälle gab es am 31. März und eröffneten die Saison fast drei Monate vor der offiziellen Eröffnung am 20. Juni. Seitdem hat sich der Schnee auf dem Berg stetig vermehrt.

In der letzten Saison fielen 7 m Schnee – die höchste Schneesumme, die das Skigebiet je verzeichnet hat.

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Antarktis: 7 Tage in Folge unter –75°C

Die Station Wostok meldete vom 16. bis zum 22. Mai sieben aufeinanderfolgende Tage mit einem Minimum unter -75°C. Das durchschnittliche Mai-Minimum liegt hier bei etwa -65°C.

Die Antarktis kühlt sich ab, und das schon seit Jahrzehnten – die Daten bestätigen dies.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-cold-hits-north-america-arizona?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 23. Mai 2025:

Alpen: Mai-Frost

Der Winter ist mit Europa noch nicht vorbei. In den frühen Morgenstunden des 23. Mai strömte arktische Luft nach Süden in den Alpenbogen.

Der Monte Rosa verzeichnete laut Arpa Piemonte -16,9 °C. Noch kälter war es auf dem Mont Blanc mit -20,1 °C, berichtet die Arpa Valle d’Aosta.

Dies sind keine typischen Frühlingstemperaturen.

Sie sind eine deutliche Erinnerung daran, dass das Klimasystem sich weiterhin weigert, dem Drehbuch zu folgen – egal wie laut die Medien die regionale Hitze propagieren.

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Antarktis: Temperatur nähert sich Rekord-Tiefstwerten

Der Winter 2025 hat in der Antarktis einen brutalen Start hingelegt.

Am 22. Mai sanken die Temperaturen an der Station Wostok auf -79,6 °C und lagen damit nur 2 Grad über der niedrigsten Mai-Temperatur, die jemals an diesem Ort gemessen wurde (-81,8 °C vom 28. Mai 1980). Und es wird noch kälter.

Dies ist kein Einzelfall.

Am Donnerstag waren es bereits acht Tage in Folge, an denen im Inneren der Ostantarktis Temperaturen unter -75 °C herrschten. Das sind extreme Werte für den Mai, selbst für antarktische Verhältnisse. Die Tageshöchsttemperaturen waren ebenfalls niedrig und lagen zwischen -72°C und -75°C.

Auch dies ist kein Einzelfall – Concordia verzeichnete am 22. Mai den gleichen Wert: -79,6°C.

Wie eine Studie nach der anderen zeigt, befindet sich der Kontinent in einem langfristigen Abkühlungstrend, der sich in den letzten Jahren noch verstärkt hat.

Link: https://electroverse.substack.com/p/may-freeze-hits-the-alps-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 21 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 23. Mai 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE