Ein neuer Report der IEA und der Blackout in Spanien beenden Träume einer „Energiewende“

Mark P. Mills

Es ist kein Geheimnis, dass das „Big Beautiful Bill“ der Republikaner vorsieht, große Teile der Vorschriften und Milliarden von Dollar an Subventionen für die so genannte „Energiewende“ zu streichen. Wenn diese Axt im Haushalt fällt, wäre das der sprichwörtliche dritte Schlag, der die Vorstellung zunichte macht, dass die USA, geschweige denn die Welt, sich von fossilen Brennstoffen verabschieden wird. Die beiden anderen Schläge sind bereits erfolgt.

Der zweite Schlag kam letzten Monat mit dem großen Stromausfall auf der iberischen Halbinsel. Vorläufige forensische Untersuchungen machen deutlich, dass der übereifrige Einsatz von unzuverlässiger Solar- und Windenergie der Dreh- und Angelpunkt war, der 55 Millionen Menschen tagelang im Dunkeln sitzen ließ. Nur wenige Politiker werden riskieren wollen, dass sich so etwas wiederholt, egal wo. Und wie die North American Electric Reliability Corporation immer wieder warnt, steigt auch hierzulande [= in den USA] das Risiko von Stromausfällen, und zwar aus dem gleichen Grund. Zuverlässigkeit war früher das Hauptmerkmal von Stromnetzen, bevor die Energiewende im Dienste der Klimaziele forciert worden ist.

Und der erste Schlag kam ein paar Wochen vor der iberischen Katastrophe mit der Veröffentlichung eines neuen Berichts der Internationalen Energieagentur (IEA) mit dem Titel Energy and KI. Dieser Bericht versucht die Frage zu beantworten, wie der überraschende Anstieg des Energiebedarfs zuverlässig gedeckt werden kann, der durch den Boom der Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI) in den kommenden zehn Jahren erwartet wird. Die Antwort auf diese Frage klärt, wenn auch nicht absichtlich, auch die Frage nach der Deckung des künftigen Bedarfs der Gesellschaft.

Wie der IEA-Bericht feststellt, verbraucht ein einziges großes KI-Rechenzentrum so viel Strom wie zwei Millionen Haushalte, und Myriaden davon sind geplant. Digitale Infrastrukturen werden also bald einen Bedarf erzeugen, der der zuverlässigen Versorgung von Hunderten Millionen neuer Haushalte entspricht. Spoiler-Alarm: Die IEA-Prognose zeigt, dass fossile Brennstoffe weiterhin eine zentrale Rolle spielen werden.

Da die IEA jedoch der wichtigste Befürworter der Energiewende ist, wird in der Zusammenfassung dieses jüngsten Berichts zunächst darauf hingewiesen, dass die Hälfte des erwarteten Bedarfs an Rechenzentren „durch erneuerbare Energien gedeckt werden wird“. Erst weit hinten in den 300 Seiten des Berichts findet man die ehrliche Feststellung, dass Erdgas die andere Hälfte in den USA deckt und Kohle diese Rolle in China übernimmt. Die von der IEA formulierte Antwort ist eine halbherzige Sicht auf eine gescheiterte Vision, vor allem wenn man bedenkt, dass bisher Billionen von Dollar in die Verfolgung des Umstellungsziels investiert worden sind.

Wenn man sich darauf verlässt, dass die Hälfte des neuen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt wird, ignoriert man den politischen und wirtschaftlichen Gegenwind, der dem Einsatz von Solar- und Windenergie in den USA entgegen weht. Lange vor den Wahlen im November 2024 oder dem Zusammenbruch des iberischen Stromnetzes hat die IEA selbst darauf hingewiesen, was viele jetzt wissen: China hat eine nie dagewesene globale Dominanz in den Lieferketten für Wind- und Solarenergie. Abgesehen von den Auswirkungen der Zölle würde die Art von Ausgaben, die für den Aufbau der Umstellungshardware erforderlich ist, einen massiven Vermögenstransfer nach China bedeuten. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass die Einspeisung von Wind- und Solarenergie in die Stromnetze für die Verbraucher wirtschaftlichen Schaden anrichtet. Die wirtschaftlichen Folgen sind zum Beispiel in Deutschland und Großbritannien deutlich sichtbar, wo die aggressive Umstellungspolitik schon weiter fortgeschritten ist und diese Länder zu Vorzeigekindern für Deindustrialisierung und Energiearmut gemacht hat.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Stromkosten sind jedoch nicht das zentrale Thema für die Rechenzentrumsbranche. Schließlich hat sie tiefe Taschen. Die „Magnificent Seven“ haben zusammen etwa eine Billion Dollar an Bargeld in ihren Büchern. Auch wenn die Steuerzahler und die meisten Unternehmen preisbewusst sind, Big Tech ist es nicht. Warum nicht einfach den Aufpreis für Wind- und Sonnenenergie zahlen?

Die Antwort: Die wichtigsten Faktoren in digitalen Bereichen sind Zuverlässigkeit und Schnelligkeit. Es muss sichergestellt werden, dass die Energie zum Zeitpunkt der Fertigstellung, d. h. in naher Zukunft, zur Verfügung steht. Und es ist von entscheidender Bedeutung, diese Energie kontinuierlich und zuverlässig zu liefern, sobald der Betrieb aufgenommen wird. Daher wird bei fast allen angekündigten Projekten – von Metas Standort in Louisiana über Amazons Standorte in Virginia bis hin zu Microsofts Standorten und dem Stargate-Standort von Open AI in Texas – auf massive Mengen von Erdgasturbinen gesetzt. Josh Parker, ein leitender Angestellter von Nvidia, sagte kürzlich auf einer Energiekonferenz, dass die Tech-Community „alle Optionen auf dem Tisch“ haben will, denn „am Ende des Tages brauchen wir Strom. Wir brauchen einfach Strom“. Das Gleiche gilt für die Haushalte von Iberia bis Indiana. Natürlich steht die Kernenergie auf jedermanns Wunschliste, aber es gibt keine Aussicht darauf, dass sie im kommenden Jahrzehnt des rasanten Ausbaus von Rechenzentren einen wesentlichen Beitrag leisten wird.

Das bedeutet nicht, dass Big Tech oder die IEA von ihren Klimazusagen abrücken. Es bedeutet auch nicht, dass die Klimadebatte beendet ist. Auch werden wir keinen Rückgang des Eifers des klima-industriellen Komplexes für den Übergang erleben. Wahrscheinlich wird dieser Eifer noch zunehmen, wenn die Trump-Regierung versucht, ihr Versprechen einzulösen, die Vielzahl von Klima-Energie-Programmen zu streichen, die sich durch alle Bundesbehörden ziehen.

Was auch immer man von der Klimawissenschaft hält, Tatsache ist, dass Vorschriften und Subventionen die Physik der Energiesysteme nicht ändern können. Systeme, die zuverlässige Energie in der für ein robustes Wachstum erforderlichen Größenordnung liefern können, sind nach wie vor in genau den Brennstoffen verankert, welche die Befürworter der Energiewende abschaffen wollen.

Mark P. Mills is the executive director of the National Center for Energy Analytics, and the author of The Cloud Revolution.

Originally posted at RealClearPolicy, reposted with permission. 

Link: https://climaterealism.com/2025/05/a-new-iea-report-and-the-iberian-blackout-end-dreams-of-an-energy-transition/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die neue Klima-Steuer der EU: die grüne Tyrannei beginnt 2027

Cap Allon

Bereiten Sie sich darauf vor, für das Atmen zu bezahlen.

Im Jahr 2027 wird die EU die ETS-2 einführen, eine weitreichende Klimasteuer, die jeden Bürger treffen wird. Treibstoff? Wird teurer. Heizen? Höher. Elektrizität? Wieder teurer. Das tägliche Leben in Europa wird durch die als Klimatugend getarnte Bürokratie abgewürgt.

Dabei trägt Europa nur 6% zu den weltweiten CO₂-Emissionen bei.

Was ist ETS-2?

Es ist die Fortsetzung, um die niemand gebeten hat. Das ursprüngliche ETS (Emissionshandelssystem) zielte auf die Schwerindustrie ab. Mit ETS-2 wird der Schaden auf die Verbraucher ausgeweitet. Die Energieversorger müssen nun CO₂-Zertifikate für die Emissionen der Haushalte kaufen – und raten Sie mal, wer die Rechnung bezahlt?

Die Unternehmen werden die Kosten nicht übernehmen. Sie werden sie einfach weitergeben.

Alles, vom Frühstück über die heiße Dusche bis hin zum Ansehen einer Netflix-Sendung, wird mit einer Ökosteuer belegt.

Auf Wiedersehen Freiheit!

Der Wirtschaftswissenschaftler Hans Labohm nennt die ETS-2 „ein wirtschaftliches Folterinstrument“ und fügt hinzu: „Viele Haushalte müssen bei der Ernährung, der Pflege oder beim Wohnen sparen, weil sie ihre Energierechnungen nicht bezahlen können.“

Inflation, Energiearmut und Unternehmensflucht nehmen bereits zu.

Willkommen im grünen Utopia!

Die Überwachung begann im Jahr 2024. Der Würgegriff verschärft sich 2027.

Das ETS-2-System wurde Mitte 2023 Gesetz. Die Verfolgung der Emissionen begann 2024. Bis 2025 müssen die Unternehmen ihre Emissionen melden. Und ab 2027 werden die Gebühren fällig. Dann wird der europäische Klimaplan zu einem Alptraum für die Lebenshaltungskosten.

Beim Klima-Kreuzzug der EU geht es nicht darum, den Planeten zu retten – oder auch nur die Emissionen zu senken. Der CO₂-Ausstoß wird durch ETS-2 nicht sinken, so wie es auch bei den letzten Dutzend Programmen nicht der Fall war.

Hier geht es um Einschränkungen, Geldgier und letztlich um Kontrolle – wie immer.

Europa kann sich selbst in den Bankrott treiben und seine Bevölkerung verarmen lassen, aber es wird keine Delle in den globalen Kohlendioxid-Ausstoß graben. In der Zwischenzeit schreitet Asien voran – es wächst, baut und gedeiht – während der Westen, angeführt von gekauften Führern, sich in den wirtschaftlichen Selbstmord moralisiert…

Link: https://fearco.net/eus-new-climate-tax-green-tyranny-begins-in-2027/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Klima-Alarmisten sollten sich Sorgen machen … die Menschen wachen auf und erkennen die Wahrheit!

Cliff Reece / Chris Talgo

Die Klima-Alarmisten haben das Narrativ kontrolliert, indem sie methodisch und erfolgreich ihre unerbittliche Panikmache und gefälschte Wissenschaft in der gesamten akademischen Welt, in den Mainstream-Medien und in fast allen wichtigen kulturellen Einrichtungen verbreitet haben.

Dies hat sich in den letzten Jahren sehr ausgezahlt, hat aber auch eine Gegenreaktion ausgelöst, die wir nun endlich an die Oberfläche kommen sehen.

Fangen wir damit an, kurz zu rekapitulieren, wie es den Klima-Alarmisten gelungen ist, so viele Menschen in den Glauben zu versetzen, dass der Klimawandel eine existenzielle Krise ist – was er natürlich nicht ist – und zwar von Anfang an.

Am Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden immer mehr Forderungen nach internationalen Gremien laut, die sich mit dem befassen sollten, was ursprünglich als „globale Erwärmung“ bezeichnet worden war.

1992 wurde das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) ins Leben gerufen, mit dem „gefährliche menschliche Eingriffe in das Klimasystem“ bekämpft werden sollten.

Seitdem haben die Vereinten Nationen und mehrere andere einflussreiche internationale Organisationen die Botschaft vom Klimawandel verbreitet und ein Spinnennetz von Vereinbarungen, Verträgen und Protokollen zur Abschwächung der so genannten „Klimakrise“ gewebt.

Während diese mächtigen globalen Institutionen die Alarmglocke läuteten, dass die Zukunft des Planeten aufgrund der Nutzung fossiler Brennstoffe durch die Menschheit in unmittelbarer Gefahr sei, entstand ein Netzwerk von Betrügern, die mehr als bereit waren, aus dem alarmierenden Narrativ Kapital zu schlagen.

Vom ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore bis hin zu zahlreichen Wissenschaftlern wurde deutlich, dass man Geld verdienen und staatliche Zuschüsse erhalten konnte, wenn man in diesen frühen Tagen auf den Zug der Klimaalarmisten aufsprang.

Wenig später wurden wir Zeuge, wie hochrangige politische Funktionäre jedweder Couleur dem Klimaalarm-Narrativ erlagen.

So warb beispielsweise der damalige Präsident George W. Bush im Jahr 2001 für die Klimawandel-Agenda seiner Regierung.

Dann kam die kulturelle Flut, als K-12-Pädagogen, Professoren, Schauspieler und Schauspielerinnen*, Fernseh- und Radiopersönlichkeiten, Social-Media-Influencer und sogar eine ungebildete Kinderaktivistin aus Schweden hartnäckig mit dem Klimaalarm-Narrativ hausieren gingen.

[*Diese Genderei findet sich auch im Original. A. d. Übers.]

Doch was nach oben geht, muss auch wieder nach unten gehen.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten des unnachgiebigen Klima-Alarmismus‘ setzt sich langsam der Klima-Realismus durch.

Woher wissen wir das? Weil gewöhnliche, hart arbeitende Menschen dem Klima-Alarmismus nicht länger Glauben schenken.

Zahlreichen Umfragen zufolge ist der Klimawandel für die große Mehrheit der Menschen nicht mehr die Hauptsorge.

[Hervorhebung im Original]

Wir fangen endlich an, die Wahrheit über den Klimawandel zu verstehen, und werden uns gleichzeitig bewusst, dass die Klima-Alarmisten Hintergedanken haben, von denen viele in direktem Gegensatz zu den grundlegenden Interessen der normalen Bürger stehen.

Wir sind mehr denn je in der Lage, genaue Informationen zu erhalten, welche die gängigen Mythen und Lügen der Klima-Alarmisten widerlegen.

Wie jeder auf ClimateRealism.com nachlesen kann, steigt der Meeresspiegel nicht, und Wetterereignisse wie Hurrikane, Hitzewellen, Dürren usw. werden weder häufiger noch tödlicher. In vielen Fällen ist sogar genau das Gegenteil der Fall.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der den Menschen geholfen hat, die Fragwürdigkeit der Klima-Alarmisten zu erkennen, ist die Tatsache, dass ihre Lösungen keinen Sinn ergeben, die so genannten Probleme nicht angehen und allzu oft mit weniger Freiheit und mehr Staat enden.

Wir beginnen zu verstehen, dass es bei der Klimagerechtigkeit vor allem um die Umverteilung von Reichtum geht und wenig mit einer sauberen Umwelt zu tun hat.

[Hervorhebung im Original]

Vor ein paar Wochen gingen die Amerikaner zur Wahl und erteilten dem Unsinn der Klima-Alarmisten, der der Nation in den letzten vier Jahren aufgedrückt worden war, eine klare Absage.

Ohne Zweifel waren die Regierungen Biden-Harris und Albanese-Bowen die eifrigsten, wenn es um die globale Erwärmung ging. Von der Einführung von Elektroautos bis hin zur Entscheidung über die Art der Geräte, die wir kaufen können, haben beide Regierungen mit Feuereifer den Klima-Alarmismus gefördert.

Aber das ist nicht das, was Amerikaner oder Australier wollen. Fast alle von uns wollen die Umwelt schützen und saubere Luft und sauberes Wasser haben – aber wir wollen nicht, dass unser Leben auf den Kopf gestellt und unsere Bankkonten unter dem Deckmantel der „Rettung des Planeten“ geleert werden.

Wir wollen zuverlässige und erschwingliche Elektrizität. Wir wollen billige Brennstoffe. Und wir wollen, dass unsere Regierungen die reichlich vorhandenen Energiereserven direkt unter unseren Füßen voll ausschöpfen.

Das ist zumindest teilweise der Grund, warum der designierte Präsident Donald Trump das Weiße Haus gewonnen und die Republikaner die Kontrolle über den US-Senat und das Repräsentantenhaus übernommen haben.

Mit Trump zurück im Oval Office können wir erwarten, dass die Dominanz der USA im Energiebereich und nicht der Klima-Alarmismus die Oberhand gewinnen wird.

Das ist eine willkommene Nachricht für hart arbeitende Amerikaner, wenn auch ein absoluter Alptraum für Klima-Alarmisten und die von ihnen geschaffene Alarm-Industrie.

Es bleibt zu hoffen, dass auch hier in Australien Vernunft in Sachen Klima einkehrt – aber mit einer Albanese-Bowen-Regierung wird das wohl nicht so schnell passieren.

Vielen Dank an Chris Talgo (ctalgo@heartland.org), Redaktionsleiter beim Heartland Institute, für die Bereitstellung der Struktur und eines Großteils des Inhalts dieses Artikels. Dank auch an Redbubble (https://www.redbubble.com)

Link: https://saltbushclub.com/2025/05/24/climate-alarmists-should-be-worried/#more-2960

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Das ist eine sehr optimistische Sichtweise. Ob dieser Optimismus auch hierzulande berechtigt ist? Ich fürchte nicht. Was meinen die Kommentatoren?




Abkommen zwischen Indien und den USA signalisiert Energie-Souveränität und den Niedergang des Klima-Kults

Vijay Jayaraj

In einem bahnbrechenden Schritt, der die Zukunft der Handelsbeziehungen zwischen den USA und Indien sowie die globale Energiegeopolitik neu definieren könnte, kündigte US-Vizepräsident J.D. Vance die Aufnahme eines neuen Handelsabkommens mit Indien an. Am Tag nach seinem Treffen mit dem indischen Premierminister Modi am 21. April erklärte Vance, dass die beiden Länder „offiziell die Bedingungen für die Handelsverhandlungen festgelegt“ hätten.

Das Abkommen, vor dem Hintergrund von Trumps Zolldrohungen auf den Weg gebracht, könnte sich als eine Meisterleistung der Wirtschaftsdiplomatie erweisen. Trumps Ankündigung einer 90-tägigen Pause bei den gegenseitigen Zöllen, die zu einer Erhöhung der Zölle auf indische Exporte hätte führen können, verschaffte Indien ein Zeitfenster für Verhandlungen.

Die energiewirtschaftlichen Aspekte dieses Abkommens und sein Potenzial, den globalen Markt für fossile Brennstoffe neu zu gestalten, sind besonders interessant. In seiner Ankündigung erklärte Vance: „Wir wollen mehr Energie an Indien verkaufen und das Land auch bei der Erschließung seiner eigenen Ressourcen unterstützen, einschließlich der Offshore-Erdgasreserven und wichtiger Mineralien.“

Die Vereinbarung könnte Indien zu seinem langjährigen Ziel eines Energieüberschusses verhelfen – ein Unterfangen, das angesichts des prognostizierten massiven Nachfrageanstiegs des Landes, das in den nächsten zwei Jahrzehnten das am schnellsten wachsende unter den großen Volkswirtschaften sein wird, beängstigend – vielleicht sogar unmöglich – erschien.

Um es klar zu sagen: Indien hat noch einen langen Weg vor sich, bevor es überhaupt daran denkt, den Verbrauch von Kohlenwasserstoffen zu bremsen. Selbst ein Inder der Mittelklasse wie ich, der in einer Großstadt wohnt, hat regelmäßig mit Stromausfällen zu kämpfen – genau deshalb hat das Land seine Netto-Null-Ambitionen auf das ferne Jahr 2070 verschoben. Sogar in den Dokumenten für die Teilnahme des Landes an dem verrückten Pariser Abkommen der Vereinten Nationen wird der inländischen Energiesicherheit eindeutig Vorrang vor der internationalen Klima-Diplomatie eingeräumt.

Eine strategische Schwachstelle ist die Abhängigkeit Indiens von Energieimporten, die über 85 % des Rohöls und etwa 50 % des Erdgases umfassen. Die Regierung will den Anteil von Erdgas am Energiemix bis 2030 auf 15 % mehr als verdoppeln. Die US-Lieferanten von Flüssigerdgas (LNG) haben die Vereinigten Arabischen Emirate überholt und sind zum zweitgrößten LNG-Lieferanten Indiens aufgestiegen, nach Katar.

Ein wichtiger Akteur in dieser sich entwickelnden Geschichte ist GAIL Limited, Indiens staatliches Erdgasunternehmen. Am 11. April veröffentlichte GAIL eine Ausschreibung für die Beschaffung von 1 Million Tonnen LNG pro Jahr aus einem bestehenden oder neuen LNG-Verflüssigungsprojekt in den USA, das bis 2030 in Betrieb gehen soll. Die Vereinbarung, die möglicherweise um 5 bis 10 Jahre verlängert werden kann, signalisiert Indiens Engagement für US-Lieferungen.

GAIL musste 2023 ein ähnliches Verfahren zum Erwerb eines Anteils an einer US-amerikanischen LNG-Anlage aufschieben, nachdem der damalige Präsident Joe Biden Exportgenehmigungen für LNG-Projekte verboten hatte. Erst mit der Rückkehr der Trump-Regierung ins Weiße Haus im Jahr 2024 wurde das Verbot aufgehoben.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt des bevorstehenden Abkommens, das Indiens Position als Gegengewicht zu China stärkt. Die QUAD-Allianz – bestehend aus den USA, Indien, Japan und Australien – gewinnt an Gewicht, da Indien seine Energiesicherheit und sein wirtschaftliches Gewicht stärkt.

Die Bereitschaft der USA, Technologie und Fachwissen zu teilen, könnte, wie Vance betonte, die indische Autonomie stärken und die Abhängigkeit von gegnerischen Lieferanten verringern. Diese Annäherung ist besonders wichtig, da China seine Handelsbeziehungen in Südostasien intensiviert und versucht, die Auswirkungen der US-Zölle abzuschwächen.

Die westlichen Medien werden die Ausweitung des Handels mit fossilen Brennstoffen als Klimakatastrophe anprangern, als ob das bei einem ernsthaften Menschen auf Resonanz stoßen würde. Das Abkommen zwischen den USA und Indien verzichtet klugerweise auf Klimamoral und macht sich eine symbiotische Wahrheit zu eigen: Amerikas Schiefergas-Boom und Indiens Energiehunger passen perfekt zusammen.

Dieses Abkommen ist eine Bekräftigung der Energiesouveränität. Und vielleicht markiert es den Beginn einer globalen Neukalibrierung, bei der die Nationen wieder den Mut finden, ihr Recht auf Energieüberfluss und wirtschaftliche Selbstbestimmung geltend zu machen, ohne sich bei dem korrupten und maroden Klimakartell von Brüssel, Davos und den Korridoren der Vereinten Nationen zu entschuldigen. Möge die neue Weltordnung dadurch gekennzeichnet sein, dass die Entwicklungsländer für ihre Zukunft einstehen und die falsche Kampagne zur Rettung des Planeten ablehnen.

This commentary was first published at The Washington Times.

Link: https://cornwallalliance.org/india-us-deal-signals-energy-sovereignty-and-climate-cults-demise/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 21 / 2025

Meldungen vom 26. Mai 2025:

Balkan: Außer-Saisonale Schneefälle

Auf dem Balkan schneit es wieder – und das Ende Mai, bei Temperaturen, die weit unter den jahreszeitlichen Normen liegen.

Am Wochenende war der nördliche Velebit-Nationalpark in Kroatien von Schnee bedeckt. Auch auf dem bulgarischen Gipfel des Cherni Vrah gab es heftige Schneefälle, und weitere sind im Anmarsch.

Die von Meteo Bulgaria veröffentlichten Aufnahmen zeigen, dass die Gipfel mit Neuschnee bedeckt sind. Nach Angaben der Agentur kommt es in den Bergen oberhalb von 2.000 Metern zu stetigem Schneefall, während in den tieferen Lagen gefrierender Nebel und kalter Regen vorherrschen.

Die letzten Schneefälle in diesen Regionen fallen normalerweise im April. Anhäufungen Ende Mai gelten als sehr selten – ein weiterer Hinweis darauf, dass Mutter Natur nicht mit dem Narrativ kooperiert.

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USA: 30 cm Schnee auf dem Mount Washington

Auf dem Mount Washington ist am Wochenende fast 30 cm Schnee gefallen. Zwischen dem 23. und 25. Mai fielen nach Angaben des Observatoriums 30 cm auf dem Gipfel.

Die Windböen erreichten Spitzenwerte von 100 km/h und verursachten Whiteouts.
Auf der nahe gelegenen Carter Notch Hut fielen ähnliche Mengen: 31 cm.

Schnee im Mai ist auf einer Höhe von 1900 m nicht besonders selten, aber auch hier steht er im Widerspruch zu der erwarteten Frühlingswärme (und dem Narrativ).

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Australien: Außerordentliche Kälte

Nach der Rekordkälte der letzten Woche ist es in weiten Teilen Australiens weiterhin sehr kühl.
Eine intensive polare Luftmasse herrscht über dem Südosten und lässt die Temperaturen weit unter die Mai-Norm fallen. In Südaustralien, Victoria und New South Wales wird es durch den kalten Wind noch schlimmer – dies ist ein direkter Einfluss der antarktischen Luft.

In tiefer gelegenen Gebieten fällt Regen, in höher gelegenen Regionen wird bis Dienstag Schnee erwartet. Die Kälte ist weit verbreitet, die Nächte bewegen sich im Landesinneren auf den Gefrierpunkt zu.

Diese kalte Luftmasse bewegt sich nicht schnell. Sie wird die Temperaturen im Südosten bis zum Beginn der neuen Woche niedrig halten. Anderswo jedoch wird es für die Jahreszeit noch sehr warm sein – große Temperatur-Unterschiede wie auf allen Landmassen in den Übergangs-Jahreszeiten:

GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) am 27. Mai 2025 [tropicaltidbits.com]

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Antarktis: Temperatur nähert sich der –80°C-Marke

Am 25. Mai sank die Temperatur in Concordia in der Antarktis um 20:36 Uhr UTC auf -79,5 °C.

Dies ist das dritte Mal in dieser Saison, dass es bis auf ein halbes Grad an die -80°C-Marke heranreichte – zweimal in Concordia und einmal in Wostok.

Solche extremen Tiefstwerte sind selbst für antarktische Verhältnisse selten und unterstreichen die unerbittliche Kälte, die das ostantarktische Plateau in letzter Zeit erfasst hat.

Diese Messwerte könnten der Beginn einer rekordverdächtigen Wintersaison (April-September) sein, die den bisher kältesten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2021 unterbietet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/out-of-season-snow-blankets-the-balkans?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 27. Mai 2025:

Vietnam: Ungewöhnlich kühles Wetter

In Hanoi wurde es am Sonntag 20,6°C kühl – weit unter den Mai-Durchschnitt von 26-30°C. Sa Pa erreichte 14°C. Verantwortlich für den Temperatursturz war eine intensive, von Norden herein schwenkende Kaltfront.

Vietnamesische Meteorologen versuchten, dies herunterzuspielen und verwiesen auf einen 14°C-Maiwert in Hanoi vor Jahrzehnten. Aber das war eine Ausnahmeerscheinung. Die Messwerte dieser Woche waren keine Einzelfälle – sie betrafen die gesamte Region. Die Temperaturen im Tiefland fielen auf 20-22°C.

Die Kaltfront brach auch die Niederschlagsrekorde – in Ha Tinh fielen an einem Tag über 600 mm. Ernten wurden vernichtet, der Viehbestand ging verloren.

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Ukraine: Ernte durch die April-Kälte vernichtet – teils wurden Ausfälle von 100% bestätigt

Der Kälteeinbruch im April in der Ukraine hat sich inzwischen als große landwirtschaftliche Katastrophe erwiesen.

In der Region Mykolaiv meldeten einige Landwirte den völligen Verlust ihrer Obstkulturen, nachdem die Temperaturen auf -11 °C gesunken waren – weit unter dem Durchschnitt von 10 °C. Aprikosen, Kirschen und Pflaumen waren am stärksten betroffen.

Olena Piskun, Leiterin der regionalen Landwirtschaftsabteilung: „Die Blüte ist ausgefallen und die Früchte sind zu fast 100 % beschädigt.“

Sogar in der südlichen Ukraine schätzen die Behörden den Rückgang der gesamten Obsternte auf 30 %. Die Zahlen deuten darauf hin, dass 80 % der Birnen, die Hälfte der Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche und auch mindestens die Hälfte der Apfelblüte zerstört worden sind.

Und die Ukraine war nicht allein.

In der Türkei fielen durch den Frost im April 80 % der Aprikosenproduktion aus. Auch in Ungarn gab es große Verluste bei Aprikosen und Mandeln.

Diese Kälteeinbrüche sind keine isolierten Ereignisse – sie sind Teil eines größeren Musters. Und während die MSM das „wärmste Jahr aller Zeiten“ herbeireden, haben die Landwirte mit verheerenden Frösten und späten Schneefällen zu kämpfen.

Die Nahrungsmittelproduktion leidet darunter. Arktische Stürme außerhalb der Saison wie diese verringern das Angebot, treiben die Preise in die Höhe und erhöhen den Druck auf die bereits überlasteten Nahrungsmittelsysteme.

Alarmisten verweisen blindlings auf „Klimainstabilität“ – aber Kälte war NIE Teil des ursprünglichen Drehbuchs. Dieser Handlungsstrang wurde hinzugefügt, als reale Beobachtungen aus der Welt anfingen, sie Lügen zu strafen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-may-chill-sweeps-vietnam-blue?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 28. Mai 2025:

Neuseeland: Sehr frühe erste Schneefälle

Diese Woche wird es auf der Südinsel Neuseelands früh im Jahr schneien.
Zwei Kaltluftvorstöße werden zwischen Mittwochabend und Sonntag bis 15 cm Schnee bringen.

In den Remarkables werden die höchsten Schneemengen erwartet: vielleicht 20 cm bis zum Wochenende. Für Cardrona wird eine Gesamtschneehöhe von etwa 13 cm vorhergesagt, während Coronet Peak 8 cm erhalten soll.

Die Schneehöhen beginnen in einer Höhe von fast 1500 m, sinken aber am Freitag auf etwa 800 m.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-snow-for-nz-uhi-sprawl-has?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. Mai 2025:

Amazonas-Gebiet: Kaltluft-Vorstoß von Süden

Eine intensive antarktische Luftmasse ist tief nach Südamerika vorgedrungen, hat 6° südlicher Breite erreicht und bis zum Amazonas-Regenwald voran gekommen – ein sehr seltenes Ereignis im Mai.

Die Temperaturen sind in Argentinien, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien eingebrochen. In Maringá, Südbrasilien, wurde am 29. Mai ein Tiefstwert von 6 °C gemessen, der tiefste Wert des Jahres und 10 °C unter dem Durchschnitt. Weiter nördlich in Cuiabá, der Hauptstadt von Mato Grosso, löste der Temperaturrückgang aufgrund des raschen Rückgangs eine orangefarbene Warnmeldung aus.

Die Bodenwetterkarte des NHC zeigt eine klar definierte Kaltfront, die bis in äquatoriale Breiten vorstößt:

Anmerkungen des Übersetzers zu dieser Karte: Bodenanalyse; „16“ steht für „1016 hPa“. Man beachte, dass das Hochdruckgebiet im Süden entgegen dem Uhrzeigersinn umströmt wird. Die Kaltluft weht also an der Ostflanke des hohen Luftdrucks (unten in der Karte) nach Norden. Ist etwas gewöhnungsbedürftig für Bewohner der Nordhemisphäre. – Ende Anmerkungen.

Das ECMWF zeigt weit verbreitete Temperaturabweichungen bis 16°C unter dem Durchschnitt über Nordargentinien, ganz Paraguay sowie in Zentral- und Südbrasilien:

Die Kälte trifft die brasilianische Landwirtschaft zu einem kritischen Zeitpunkt.

In weiten Teilen Zentral- und Südbrasiliens markiert der Mai die entscheidenden Wachstumsphasen für wichtige Nutzpflanzen. Mais der zweiten Saison (safrinha), der nach der Sojabohnenernte gepflanzt wurde, befindet sich jetzt in der Blüte bis zur frühen Kornfüllung und reagiert sehr empfindlich auf Kältestress.

Die Kaffee-Ernte beginnt. Plötzliche Temperaturstürze oder Frost können auch die Kaffee-Kirschen schädigen und die Qualität der Bohnen mindern. Zuckerrohr befindet sich je nach Region ebenfalls im aktiven Wachstum oder in der frühen Ernte, wo Kälte die Zuckerentwicklung unterdrücken kann.
Obst- und Gemüsekulturen, die kurz vor der Ernte stehen, sind ebenfalls anfällig für Gewebeschäden und Ertragsverluste.

Angesichts der Temperaturanomalien (16 °C unter dem Normalwert) und der Frostgefahr in höheren Lagen ist diese Kaltfront mehr als nur eine Wetteranomalie – sie ist eine direkte Bedrohung für die Nahrungsmittelproduktion und das landwirtschaftliche Einkommen.

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Schweiz: Gletscher-Abbruch fälschlich dem „Klimawandel“ zugeordnet

Der jüngste Gletscherabbruch in der Schweiz wird auf den „Klimawandel“ geschoben – doch die Fakten sprechen dagegen.

Die Glaziologin Mylène Jacquemart von der ETH Zürich erklärt, dass die wahre Ursache Steinschlag war.

„Der Felshang oberhalb des Gletschers fing an, auseinanderzubrechen und herunterzufallen“, sagte sie. „In den letzten zwei Wochen türmten sich die Felsen auf dem Gletscher, bis er nachgab. Stellen Sie sich einen riesigen Steinhaufen auf einem winzigen Gletscher vor.“

Es gibt keine Beweise dafür, dass Erwärmung oder Emissionen eine Rolle gespielt haben. Dennoch beeilten sich die Medien, die Sache mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen und ignorierten dabei die eindeutige geologische Erklärung.

Das war kein Schmelzen. Es war die Schwerkraft.

Link: https://electroverse.substack.com/p/polar-cold-reaches-the-amazon-swiss?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 22 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 30. Mai 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE