Kältereport Nr. 38 / 2025

Meldungen vom 22. September 2025:

Früher Schnee in den Alpen

Die Modelle zeigen einen ungewöhnlich starken Herbstbeginn in Mitteleuropa.

Die neuesten GFS-Prognosen simulieren bis zum 1. Oktober ein vollständiges Höhentief („Kaltlufttropfen“), das in den polaren Jetstream im 300 hPa-Niveau (9 km) über den Alpen eingebettet ist. Diese Konstellation wird voraussichtlich zu starken Schneefällen führen und die Schneegrenze unter 1.500 m sinken lassen.

Die Schneehöhenvorhersagen zeigen, dass sich bis Mitte der Woche in weiten Teilen der zentralen und östlichen Alpen bis zu 30 cm Schnee ansammeln werden.

Dies ist ein heftiger Start in den September, der mit einer allgemeinen Abkühlung in Europa einhergeht.

Weit verbreitete Anomalien von -4 °C bis -8 °C werden den Kontinent diese Woche erfassen.

Im Moment ist dies noch eine Vorhersage. Die Woche wird zeigen, was daraus wird. A. d. Übers.]

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Sibirien: Weitere Ausdehnung der Schneedecke, Tendenz weiter steigend

Die Schneedecke im Herbst wächst schnell in Nordrussland und Sibirien, und Prognosen deuten auf eine weitere Ausdehnung in den kommenden Tagen hin.

Die neueste Analyse des Rutgers Global Snow Lab (21. September) zeigt große positive Anomalien der Schneedecke in Sibirien:

Mit Blick auf die Zukunft prognostizieren die neuesten GFS-Modellläufe starke, weit verbreitete Schneefälle in ganz Eurasien bis Ende September und Anfang Oktober – von Nordrussland und Sibirien bis hinunter in die Mongolei und nach Kasachstan.

Seit Jahren nehmen die „Dzuds” in der Mongolei zu (extreme Frost- und Schneevorkommen, die sowohl für Vieh als auch für Menschen tödlich sind). Zwischen 1940 und 2015 wurden zweimal pro Jahrzehnt offizielle Dzud-Erklärungen abgegeben. In den letzten Jahren treten sie nun jährlich auf. Selbst die UNO räumt ein, dass Dzuds „ein zunehmendes Phänomen” sind – allerdings bringt man dies dort mit der „globalen Erwärmung” in Verbindung. Erwärmung = Abkühlung.

Der frühe Schneevorstoß in Eurasien wird seit langem mit den Verläufen des Winterms in den weiter südlich und westlich gelegenen Regionen in Verbindung gebracht.

Die sich schnell entwickelnde Schneedecke in Sibirien trägt dazu bei, dass es später in der Saison zu Blockaden in hohen Breitengraden kommt, wodurch arktische Luft in mittlere Breitengrade vordringen kann. In Europa, Ostasien und sogar Nordamerika gab es in Jahren mit schnellem Schneezuwachs in Sibirien oft kältere und schneereichere Winter.

Bereits im September dieses Jahres hat der frühe Schnee das Artvin-Hochland in der Türkei erreicht, die Alpen wurden heimgesucht, und Kalt-Anomalien haben sich bis nach Saudi-Arabien und Korea ausgebreitet.

Die Indikatoren stimmen überein: Die Schneedecke in Eurasien ist dem Zeitplan voraus, und die Vorhersagen nehmen weiteren Schneefall an.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-snows-the-alps-siberian-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 23. September 2025:

Sibirien: Früh-saisonaler Rekord-Frost

Der Schnee in Sibirien bleibt dank der außergewöhnlichen Kälte zu Beginn der Saison liegen, wobei die Temperatur auf Werte sinkt, die zu dieser Jahreszeit selten zu beobachten sind.

In Ust-Charky wurde es am Dienstag (23. September) -19,1 °C kalt – der niedrigste Wert im September seit 2014 und nicht weit entfernt vom Rekordtief im September von -21,6 °C.

Delyankir verzeichnete am selben Tag -18,2 °C und damit die niedrigste Septembertemperatur seit 2021, als mit -24 °C der Monatsrekord aufgestellt worden war. In Oymyakon, einem der kältesten bewohnten Orte der Erde, sank die Temperatur auf -17,8 °C, den niedrigsten Wert im September seit 24 Jahren, wobei der Monatsrekord hier nur geringfügig niedriger liegt: -18,3 °C.

Diese Werte, die 15 bis 20 °C unter dem Durchschnitt liegen, wurden durch die bereits jetzt ausgedehnte Schneedecke in den nördlichen Breitengraden begünstigt. Mit dieser frühen Kälteeinwirkung über dem eurasischen Kontinent sind die Voraussetzungen für einen kalten Herbst und möglicherweise einen strengen Winter gegeben.

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UK friert

Arktische Luft sorgt diese Woche für einen frühen Kälteeinbruch in Großbritannien.

In den letzten Nächten sind die Tiefsttemperaturen bereits unter den Gefrierpunkt gefallen, für vereinzelte Regionen im Norden werden -4 °C vorhergesagt.

Am Montagmorgen sank die Temperatur in Sennybridge in Wales auf -1,7 °C, während sie in Shap im Lake District auf -1,9 °C fiel, wobei in allen vier Ländern von UK Luftfrost gemessen wurde.

Zum Vergleich: Die kältesten jemals in Großbritannien für diese Jahreszeit gemessenen Werte liegen zwischen -2,6 °C am 20. September (Lagganlia 1997) und -6,1 °C am 25. September (Glenlivet 1946).

Der Wetterdienst erwartet den ersten nennenswerten Schneefall der Saison auf den höchsten Gipfeln Schottlands, wo der Mountain Weather Information Service vor „ungewöhnlich kalten” Bedingungen mit sehr kalten Nordwinden warnt.

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Australien: Beste Schnee-Saison seit Jahren

Die Skisaison 2025 in Australien ist weiterhin die beste seit Jahren, mit einer bis weit in den September hinein anhaltenden Schneedecke und Skigebieten, die bereits Verlängerungen bis weit in den Oktober hinein angekündigt haben.

Perisher in New South Wales meldet eine Schneehöhe von über 150 cm, 32 in Betrieb befindliche Lifte und ein vollständig geöffnetes Gelände. In Victoria nähern sich Mount Buller und Hotham einer Schneehöhe von 100 m. Für diese späte Saison sind das beeindruckende Zahlen.

Das Bureau of Meteorology stellt „perfekte Frühlingsbedingungen” in den Alpen fest, wo kalte Luft und klarer Himmel den Schnee an Ort und Stelle halten. Insbesondere die Skigebiete in New South Wales dürften noch wochenlang in Topform bleiben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/13-feet-of-september-snow-for-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 24. September 2025:

Mongolei: Starke Schneefälle

Ein ungewöhnlich heftiger Schneesturm im September hat Teile der westlichen Mongolei unter einer Schneedecke begraben.

Die Nationale Agentur für Meteorologie und Umweltüberwachung meldete für Sonntag und Montag Schneefälle von 25 bis 30 cm in der Provinz Zavkhan, wobei die Schneehöhe in den Bergen 60 cm überschritt.

Der Schnee bedeckte mehrere Soums, darunter Uliastai, Yaruu, Ider, Aldarkhaan, Tsagaankhairkhan, Shiluustei und Otgon. In der Folge sollen die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen, was die Gefahren für Autofahrer und nomadische Hirten noch verstärkt.

Zavkhan ist kein Unbekannter für strenge Winter, aber solch heftige Schneefälle so früh in der Saison unterstreichen die zunehmende Kälte in der Mongolei – einer Region, in der tödliche Dzuds zu einer zunehmenden Gefahr geworden sind und fast jährlich auftreten.

Da Sibirien bereits eine außergewöhnlich frühe Schneedecke aufweist, scheint Nord- und Zentralasien auf einen weiteren strengen Winter vorbereitet zu sein – einer, der sich voraussichtlich nach Westen bis nach Europa ausbreiten wird.

Auch die Kälte zu Beginn der Saison in Sibirien nimmt weiter zu und sorgt für historische Tiefstwerte zu diesem frühen Zeitpunkt im Kalender.

Am 24. September sank die Temperatur in Oymyakon auf -18,2 °C – der niedrigste Wert im September seit 2001 (-18,3 °C) und der sechstkälteste Septemberwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1943. Verkhoyansk erreichte ebenfalls -16,1 °C, den tiefsten Wert im September seit 2002 (-16,4 °C) und den fünftniedrigsten Wert für diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1885.

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Erster Schnee auch in Skandinavien

Nicht nur Russland, auch Skandinavien wird von ungewöhnlich frühem Schnee heimgesucht.

Diese Woche kommt der Winter in den Norden Skandinaviens, wo die norwegischen Björnfjell-Berge in der Provinz Nordland bereits in Höhenlagen von nur 500 m unter einer dicken Schneedecke liegen.

Starke Nordwestwinde haben feuchte Luft in die Berge getrieben und damit starken Schneefall auf den windzugewandten Hängen ausgelöst.

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USA: Erster Schneesturm der Saison in Colorado

Das Hochland von Colorado erwacht in weißem Kleid.

Die Skigebiete von Arapahoe Basin bis Winter Park verzeichneten am Dienstag (23. September) den ersten richtigen Schneesturm der Saison, mit 5 bis 7 cm Neuschnee in den Talstationen und mehr als 18 cm am Berthoud Pass.

Der Schneefall hielt bis Dienstag oberhalb von 3.000 m an, bevor er sich nach Norden in Richtung Wyoming verlagerte.

In den nächsten Tagen wird es vorübergehend trocken bleiben, aber Modelle deuten bereits auf eine weitere Schneefallrunde in den Bergen ab dem 29. September hin, wenn das nächste Tief aus dem pazifischen Nordwesten hereinzieht.

Schnee im September ist in Colorado nicht besonders selten, aber so erhebliche Schneemengen wie diese geben frühzeitig den Ton an. Das Hochland hat einen guten Start hingelegt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-snow-slams-mongolia-early-flakes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 25. September 2025:

Europa: Erster starker Schneefall in den Alpen und den Pyrenäen

Der erste bedeutende Schneefall der Saison hat die Berge Europas erreicht. Die Temperaturen in den Pyrenäen sind um mehr als 20 °C gefallen und haben sich fast über Nacht von spätsommerlicher Wärme zu klirrender Herbstkälte gewandelt. Dieser Wechsel brachte ordentliche Schneemengen auf die hohen Gipfel, darunter den Pic du Midi de Bigorre und auch La Mongie.

Ein derart weit verbreiteter Schneefall zu dieser frühen Jahreszeit gilt als ungewöhnlich, wobei die Bedingungen nicht auf die Pyrenäen beschränkt sind. In den Alpen wurde die ganze Woche über anhaltender Schneefall beobachtet, wobei sich die Schneemengen beispielsweise im italienischen Aostatal stark erhöhten.

Gleiches gilt auch auf der Zugspitze in Deutschland, wo bereits mit der Schneeräumung begonnen wurde:

Webcam auf der Zugspitze am 25. September, wo die Temperaturen -5 °C erreichten.

Selbst in Spanien bedeckten etwa 20 cm Schnee den Collado Jermoso in den Picos de Europa, das ist dort der stärkste Schneefall im September seit 1997.

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Frankreich: Historische September-Kälte

Es ist kein Wunder, dass sich in den europäischen Gebirgen bereits früher Schneefall ansammelt – derzeit herrscht in weiten Teilen des Kontinents eine historische Kältewelle. Frankreich verzeichnete am Mittwoch einen außergewöhnlich kalten Septembertag mit Höchsttemperaturen, die mit hundertjährigen Rekorden konkurrieren.

Paris (Montsouris) erreichte nur 10,9 °C und verzeichnete damit die viertniedrigste September-Höchsttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1873. Limoges kam nur auf 9,1 °C – die zweitniedrigste September-Höchsttemperatur seit 1973. Metz kämpfte sich auf 10,5 °C, die zweitniedrigste Temperatur seit 1936, während der Flughafen Paris Orly nur 11,1 °C erreichte, die zweitkälteste September-Höchsttemperatur seit 1949.

Und die Liste geht weiter: Nancy, Straßburg, Reims, Colmar, Grenoble und viele andere verzeichneten Tageshöchsttemperaturen im niedrigen Zehnerbereich und brachen damit langjährige Rekorde oder kamen ihnen sehr nahe.

Die landesweite Durchschnittstemperatur von nur 10,9 °C am Mittwoch ist einer der kältesten Septembertage, die jemals in Frankreich gemessen wurden, und steht damit auf einer Stufe mit den historischen Kälteeinbrüchen zu Beginn der Saison in den Jahren 1902, 1919 und 1942.

Anomaliekarten (GFS unten) bestätigen das Ausmaß der blauen und violetten Farben. Ein Großteil Westeuropas war am 24. September von winterlichen Bedingungen geprägt, wobei die Gipfel, wie beispielsweise der Mont Blanc, auf -19 °C abkühlten:

Link: https://electroverse.substack.com/p/first-heavy-snows-hit-the-pyrenees?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 26. September 2025:

Sibirien: Frostverschärfung auf –22,6°C

Die Kältewelle in Sibirien hat sich verstärkt und Russland die niedrigsten Septembertemperaturen seit vier Jahren beschert.

Am 25. September sank die Temperatur in Batagay-Alyta (Flughafen Sakkyryr) auf -22,6 °C und erreichte damit den niedrigsten Septemberwert in ganz Russland seit den -24 °C in Delyankir im Jahr 2021. Der nationale Rekord für September liegt weiterhin bei -27,6 °C in Ilirney im Jahr 1965.

Die brutalen Kälte in Russland im September deutet erneut auf eine zunehmende Ausbreitung der Kälte in Eurasien hin, was Auswirkungen auf den bevorstehenden Winter haben wird.

Darüber hinaus nimmt die außergewöhnliche Schneedecke Sibiriens zu Beginn der Saison weiter zu:

Und es wird noch viel mehr kommen.

Die Kälte breitet sich bereits nach Westen aus und wird sich voraussichtlich mit Beginn des Oktobers in Europa verstärken:

ECMWF 2m-Temperaturanomalien, 29. September bis 6. Oktober

Link: https://electroverse.substack.com/p/siberia-plunges-to-226c-87f-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 39 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 26. September 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Die psychologische Kriegsführung der Medien gegen skeptische Klimawissenschaftler

Vijay Jayaraj

Am 2. September wurde eine koordinierte Offensive mit Präzision gegen fünf Wissenschaftler gestartet, die das heiligste Schreckgespenst der populären Medien in Frage stellten – die Hypothese, dass durch vom Menschen verursachte Kohlendioxidemissionen eine Überhitzung des Planeten droht.

Die angegriffenen Wissenschaftler hatten einen Bericht verfasst, der im Juli vom US-Energieministerium (DOE) unter dem Titel „A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate” (Eine kritische Überprüfung der Auswirkungen von Treibhausgasemissionen auf das Klima der Vereinigten Staaten) veröffentlicht worden war.

Nahezu identische Darstellungen, in denen behauptet wurde, dass 85 „Klimaexperten” den DOE-Bericht diskreditiert hätten, waren bei CBS, NPR, ABC, CNN, The New York Times, Los Angeles Times, Reuters und Anderen erschienen.

Die Sprache in den Nachrichtenberichten war nahezu identisch, und der Fokus war der gleiche: eine Zahl („85” oder „Dutzende”), eine bestimmte Gruppe („Wissenschaftler” oder „Experten”) und ein Urteil („mangelhaft”, „unbegründet”, „voller Fehler”). Dies ist nicht die natürliche Varianz unabhängiger Redaktionen auf eine Story. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Pressemitteilung, einer gemeinsamen Quelle oder einer Hinterzimmervereinbarung, um eine gemeinsame Storyline voranzutreiben.

Es war eine Meisterleistung, die gleiche Melodie zu singen, auf die jedes Propagandaministerium stolz sein würde – ein abgestimmter Flashmob mit Klimafurcht erregenden Botschaften in einem explizit tendenziösen Ton.

Täuschung der Öffentlichkeit

Die erste Salve des Angriffs war eine klassische persönliche Attacke. Die Autoren des DOE-Berichts, fünf der weltweit renommiertesten und akademisch besten Forscher im Bereich Klimafragen, wurden sofort als Trump-Team gebrandmarkt.

Dies ist eine bewusst unehrliche Taktik. Die Autoren – Dr. John Christy, Dr. Judith Curry, Dr. Steven Koonin, Dr. Ross McKitrick und Dr. Roy Spencer – sind keine politischen Aktivisten. Sie sind Wissenschaftler mit jahrzehntelanger Erfahrung und Hunderten von begutachteten Publikationen.

Dr. Koonin war unter Präsident Obama als Staatssekretär für Wissenschaft im Energieministerium tätig, eine Tatsache, die in den meisten kritischen Medienberichten geflissentlich verschwiegen wird. Dr. Christy und Dr. Spencer sind weltweit bekannt für die Entwicklung des ersten globalen Temperaturdatensatzes aus Satelliten, für den sie die Medaille der NASA für außergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen erhielten.

Es wird nicht erwähnt, dass Ross McKitrick ein kanadischer Wissenschaftler ohne politische Verbindungen ist. Es wird nicht erwähnt, dass Judith Curry sich teilweise wegen der Politisierung der Klimaforschung aus der Wissenschaft zurückgezogen hat und zuvor wegen ihrer Forschungen zur Intensität von Hurrikanen sehr gefragt war.

Am kritischsten ist jedoch, dass die Autoren selbst erklärt haben, dass es während der Erstellung ihres Berichts keine Aufsicht oder Zwänge seitens irgendwelcher Regierungsstellen gegeben habe. Sie sagen, dass sie den Bericht unabhängig und ohne Einmischung von Energieminister Chris Wright verfasst hätten. Aber die Medien verschweigen dies. Stattdessen werden die Wissenschaftler als „Trump-Team” verunglimpft.

Im krassen Gegensatz zu den verunglimpften Autoren des DOE-Berichts wurden die 85 Unterzeichner des kritischen Schreibens als „Klimaexperten” und „führende Wissenschaftler” gepriesen. Die Liste der Unterzeichner enthält jedoch zahlreiche Personen, deren Fachgebiete, gelinde gesagt, nur am Rande mit den Kernfragen der Klimawissenschaft zu tun haben.

Die Strategie ist klar: Man versammelt eine Gruppe von Wissenschaftlern, bezeichnet sie als „Klimaexperten” und nutzt ihre schiere Anzahl, um den Eindruck eines überwältigenden wissenschaftlichen Konsens‘ gegen den DOE-Bericht zu erwecken.

Lügen verkaufen, Angst schüren mit einem „Black Mirror“

Zusätzlich zu diesem Theater hat die Nationale Akademie der Wissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Medizin (NASEM) eine Expertengruppe zur Überprüfung des DOE-Berichts angekündigt. Aber hier kommt die Wendung: Die Expertengruppe wird nicht von einem Klimawissenschaftler, sondern von einem Biologen geleitet. Nur wenige Mitglieder der Expertengruppe verfügen über direkte Fachkenntnisse in Atmosphärenwissenschaften. Dennoch wurde die Ankündigung so verkündet, als wären die besten Klimaexperten des Landes mobilisiert worden.

Katastrophenvorhersagen sind ein Geschäftsmodell der Medien. NPR warnte vor einem „unumkehrbaren“ Anstieg des Meeresspiegels im Jahr 2023 und ignorierte dabei die Aufzeichnungen von Pegelmessern, die keine Beschleunigung über die historischen Normen hinaus zeigen. Die Nachrichtenmedien berichten regelmäßig über „beispiellose“ Überschwemmungen, doch die Daten deuten nicht auf einen Anstieg der Überschwemmungen aufgrund des Klimawandels hin.

Falls alle davon überzeugt wären, dass die Auswirkungen des Klimawandels beherrschbar sind, würden die Argumente für umfassende CO2-Steuern, Verbote fossiler Brennstoffe und Subventionen für Wind- und Solarenergie zusammenbrechen. Deshalb ist der Bericht des DOE – der auf Prognoseunsicherheiten, Anpassungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Kompromisse hinweist – so bedrohlich. Er untergräbt die Erzählung von einer „existentiellen” Bedrohung oder einem bevorstehenden Zusammenbruch. Die Medien haben also nicht über die fünf Wissenschaftler diskutiert, sondern versucht, sie und ihren Bericht zu zerstören. Nicht mit Daten, sondern mit Etiketten.

Dies ist eine psychologische Operation, wie sie in der dystopischen Netflix-Serie „Black Mirror” dargestellt wird. Die Medien sind keine die realitätrefketierende Spiegel, sondern schwarze Bildschirme, die eine konstruierte Realität projizieren. Sie sind zu Instrumenten einer politischen Agenda geworden und opfern die journalistische Integrität, um eine bestimmte Sichtweise auf den Klimawandel durchzusetzen. Sie agieren nicht als einzelne Wachhunde, sondern als Wolfsrudel. Sie entscheiden, was Sie denken sollen, und versuchen, dies so lange unisono zu verbreiten, bis Sie es auch tun.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, den DOE-Bericht selbst zu lesen oder zumindest Gegenmeinungen dazu. Überprüfen Sie die Referenzen derjenigen, die ihn angreifen. Stellen Sie die schwierigen Fragen, die Journalisten nicht zu stellen bereit sind. Der schwarze Spiegel kann nur dann Macht über Sie ausüben, wenn Sie bereit sind, hinein zu blicken. Es ist an der Zeit, wegzuschauen und die Welt so zu sehen, wie sie ist, und nicht so, wie man Ihnen sagt, dass sie ist.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/09/22/the-medias-psyop-against-skeptical-climate-scientists/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




„Erneuerbare“: Trump spricht Klartext vor den UN bzgl. Europa – Beispiel China

Einführung des Übersetzers: In diesem Beitrag werden drei Kurzmeldungen zu den Ausführungen von Präsident Trump vor den UN thematisiert. Marc Morano hat auf seinem Blog die Kernaussagen von Trump zusammen gefasst. Auch Blogger Cap Allon hat in seinem Blog in seinem Bulletin vom 24. September dazu etwas geschrieben, das er am Ende noch mit einem aktuellen Beispiel untermauert. Ferner ist die Rede von Präsident Trump auf Deutsch beigefügt.(Mit Dank an die Weltwoche)

Hier also zunächst die Kernaussagen:

US-Präsident Trump vor den UN

Marc Morano

Trump vor der UNO: „Der Klimawandel ist der größte Betrug, der jemals an der Welt begangen wurde“ – Die beeindruckendste und wichtigste Rede seiner Präsidentschaft zum Thema Klima und Energie.

Seine Eckpunkte: 

„Der größte Betrug, der jemals auf der Welt begangen wurde.“

„Wenn Sie sich nicht von dem Betrug der grünen Energie distanzieren, wird Ihr Land scheitern.“

„Der CO2-Fußabdruck ist eine Lüge, die von Menschen mit bösen Absichten erfunden wurde, und sie begeben sich auf einen Weg der totalen Zerstörung.“

„In den USA gibt es immer noch radikalisierte Umweltschützer … sie wollen alle Kühe töten.“

„All diese Vorhersagen der Vereinten Nationen und vieler anderer, oft aus schlechten Gründen, waren falsch. Sie wurden von dummen Menschen gemacht, die ihrem Land das Vermögen gekostet und den gleichen Ländern keine Chance auf Erfolg gegeben haben. Wenn Sie sich nicht von diesem grünen Betrug distanzieren, wird Ihr Land scheitern, und ich bin wirklich gut darin, Dinge vorherzusagen, wissen Sie.

„Während des Wahlkampfs sagten sie tatsächlich, sie hätten einen Hut, den meistverkauften Hut. ‚Trump hatte in allem Recht.‘ Und ich sage das nicht, um anzugeben, aber es ist wahr. Ich hatte in allem Recht. Und ich sage Ihnen: Wenn Sie sich nicht von diesem Betrug mit der grünen Energie lösen, wird Ihr Land scheitern.“

„Der Haupteffekt dieser brutalen grünen Energiepolitik war nicht, der Umwelt zu helfen. Sondern die Verlagerung der Produktion und der industriellen Aktivitäten aus den entwickelten Ländern, die sich an die unsinnigen Regeln halten, in die umweltverschmutzenden Länder, die gegen die Regeln verstoßen und ein Vermögen verdienen. Die Stromrechnungen in Europa sind jetzt vier- bis fünfmal so hoch wie in China. Und zwei- bis dreimal so hoch wie in den USA. Und das alles im Namen der angeblichen Bekämpfung der globalen Erwärmung.“

Link: https://www.climatedepot.com/2025/09/23/trump-to-un-climate-change (offen)

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Trump konfrontiert die UN direkt

Cap Allon

Bei der UN-Generalversammlung bezeichnete Donald Trump den Klimawandel als „den größten Betrug, der jemals an der Welt begangen wurde“.

Er verspottete den „CO2-Fußabdruck“-Betrug, kritisierte Europa dafür, sich mit erneuerbaren Energien in den Ruin zu treiben, und warnte alle Nationen: „Wenn Sie sich nicht von diesem grünen Betrug distanzieren, wird Ihr Land scheitern.“

Im Juni sagte UN-Generalsekretär António Guterres: „Folgen Sie einfach dem Geld“ und prahlte damit, dass im letzten Jahr 2 Billionen Dollar in sogenannte saubere Energien geflossen seien – 800 Milliarden Dollar mehr als in fossile Brennstoffe. Er nutzte dies als Beweis dafür, dass die grüne Wende „nicht aufzuhalten“ sei.

Trump sagte, all diese Ausgaben würden die Wirtschaft ruinieren, und die CO2-Opfer des Westens seien bedeutungslos – Europas Emissionsreduktionen um 37 % würden allein durch den Anstieg in China zunichte gemacht. „Alles Grüne ist bankrott“, sagte er.

Trump hat die USA bereits aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen, Subventionen für Wind- und Solarenergie gestrichen und die Berichterstattungsvorschriften der EPA aufgehoben. An ihre Stelle treten Öl, Gas, Kohle und Kernkraft – echte Energie, keine Phantasterei.

Der UN-Gipfel in dieser Woche ist Theater. Die Staats- und Regierungschefs der Welt beugen sich einer nicht gewählten Bürokratie, die Angst, Versagen und Kontrolle verkauft. Trump hat ihnen ins Gesicht gesagt: Die Vorhersagen waren falsch, die Wissenschaft ist manipuliert, und die ganze Show ist ein Schwindel.

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Folgendes Beispiel bringt Cap Allon als Beleg (A. d. Übers.):

China verbrennt Rekordmenge Kohle

Um beim Thema zu bleiben: China hat gerade seinen höchsten monatlichen Kohleverbrauch aller Zeiten gemeldet.

Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes erreichte die Stromerzeugung aus thermischen Kraftwerken – fast alle davon Kohlekraftwerke – im August 2025 mit 627,4 TWh den höchsten jemals in einem Monat verzeichneten Wert.

Dies geschieht zu einer Zeit, in der Peking angesichts steigender industrieller Nachfrage und unregelmäßiger Erzeugung aus erneuerbaren Energien auf Kohle setzt, um sein Stromnetz zu stabilisieren.

Während westliche Regierungen sich damit brüsten, fossile Brennstoffe auslaufen zu lassen, bewegt sich der weltweit größte Energieverbraucher in die entgegengesetzte Richtung: Er baut seine Kohlekapazitäten aus, betreibt Bergwerke mit voller Auslastung und genehmigt neue Kraftwerke in einem bisher nie dagewesenen Tempo.

Weltweit befinden sich 1.214 Kohlekraftwerke entweder im Bau, sind genehmigt, vorläufig genehmigt oder angekündigt – und es ist nicht schwer zu erraten, wo sich die meisten davon befinden:

1214 Kohlekraftwerke sind in Planung, vor allem in Asien [globalenergymonitor.org]

Der Westen lähmt seine Wirtschaft mit teurer und unregelmäßiger Energieversorgung, während der Osten voranschreitet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-snow-slams-mongolia-early-flakes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Hier ein interessanter Link zu einem Artikel bei NIUS  von Redakteur Julius Böhm

Warum Klima-Ideologen in aller Welt Angst vor dieser Trump-Rede haben

Und hier was NIUS Redakteure zum sog. Faktencheck der Medien zu sagen hat.

So verzweifelt versucht die ARD, Trumps brillante Rede zu diskreditieren

Hier finden Sie die Rede von Trump in deutscher Übersetzung. Mit Dank an die WElTWOCHE, die das ermöglichte:

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Kann eine vollständig mit KI erstellte Wettervorhersage der Beginn einer Revolution der Vorsage sein?

Anthony Watts

Ein neues KI-Wettervorhersagesystem namens Aardvark Weather kann laut einer in Nature veröffentlichten Studie zehnmal schnellere und tausendmal weniger rechenintensive genaue Vorhersagen liefern als aktuelle KI- und physikbasierte Vorhersagesysteme.

Aardvark wurde von Forschern der Universität Cambridge mit Unterstützung des Alan Turing Institute, Microsoft Research und des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen entwickelt und liefert einen Entwurf für einen völlig neuen Ansatz zur Wettervorhersage, der das Potenzial hat, die derzeitigen Verfahren zu revolutionieren.

Die Wettervorhersagen, auf die sich die Menschen verlassen, werden derzeit in einem komplexen mehrstufigen Verfahren erstellt, das jeweils mehrere Stunden auf speziell dafür entwickelten Supercomputern dauert. Abgesehen vom täglichen Gebrauch erfordert die Entwicklung, Wartung und Bereitstellung dieser komplexen Systeme viel Zeit und große Expertenteams.

Jüngste Forschungen von Huawei, Google und Microsoft haben gezeigt, dass eine Komponente dieser Pipeline, der numerische Solver (der berechnet, wie sich das Wetter im Laufe der Zeit entwickelt), durch KI ersetzt werden kann, was zu schnelleren und genaueren Vorhersagen führt. Diese Kombination aus KI und traditionellen Ansätzen wird derzeit vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) eingesetzt.

Mit Aardvark haben Forscher jedoch die gesamte Wettervorhersage-Pipeline durch ein einziges, einfaches maschinelles Lernmodell ersetzt. Das neue Modell nimmt Beobachtungen von Satelliten, Wetterstationen und anderen Sensoren auf und gibt sowohl globale als auch lokale Vorhersagen aus. Dieser vollständig KI-gesteuerte Ansatz bedeutet, dass Vorhersagen nun innerhalb von Minuten auf einem Desktop-Computer erstellt werden können.

Obwohl Aardvark nur 10 % der Eingabedaten bestehender Systeme verwendet, übertrifft es bereits das nationale GFS-Vorhersagesystem der Vereinigten Staaten in vielen Variablen und ist auch mit den Vorhersagen des United States Weather Service konkurrenzfähig, die Eingaben aus Dutzenden von Wettermodellen und Analysen von erfahrenen Meteorologen verwenden.

Einer der spannendsten Aspekte von Aardvark ist seine Flexibilität und sein einfaches Design. Da es direkt aus Daten lernt, kann es schnell angepasst werden, um maßgeschneiderte Vorhersagen für bestimmte Branchen oder Standorte zu erstellen, sei es die Vorhersage von Temperaturen für die afrikanische Landwirtschaft oder von Windgeschwindigkeiten für ein Unternehmen für erneuerbare Energien in Europa.

Dies steht im Gegensatz zu herkömmlichen Wettervorhersagesystemen, bei denen die Erstellung eines maßgeschneiderten Systems jahrelange Arbeit großer Forscherteams erfordert.

Diese Fähigkeit hat das Potenzial, die Wettervorhersage in Entwicklungsländern zu revolutionieren, in denen der Zugang zu dem für die Entwicklung herkömmlicher Systeme erforderlichen Fachwissen und den erforderlichen Rechenressourcen in der Regel nicht gegeben ist.

Professor Richard Turner, leitender Forscher für Wettervorhersagen am Alan Turing Institute und Professor für maschinelles Lernen am Fachbereich Ingenieurwesen der Universität Cambridge, sagte: „Aardvark revolutioniert die derzeitigen Wettervorhersagemethoden und bietet das Potenzial, Wettervorhersagen schneller, kostengünstiger, flexibler und genauer als je zuvor zu machen, was dazu beiträgt, die Wettervorhersage sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern zu verändern.“

„Wichtig ist, dass Aardvark ohne die jahrzehntelange Entwicklung physikalischer Modelle durch die Community nicht möglich gewesen wäre, und wir sind insbesondere dem ECMWF für seinen ERA5-Datensatz zu Dank verpflichtet, der für das Training von Aardvark unerlässlich ist.“

Anna Allen, Hauptautorin von der Universität Cambridge, sagte: „Diese Ergebnisse sind nur der Anfang dessen, was Aardvark leisten kann. Dieser End-to-End-Lernansatz lässt sich leicht auf andere Probleme der Wettervorhersage anwenden, beispielsweise Hurrikane, Waldbrände und Tornados. Über das Wetter hinaus erstrecken sich seine Anwendungen auf umfassendere Vorhersagen zum Erdsystem, einschließlich Luftqualität, Ozeandynamik und Meereisvorhersagen.“

Matthew Chantry, strategischer Leiter für maschinelles Lernen bei ECMWF, sagte: „ Wir haben uns sehr über die Zusammenarbeit an diesem Projekt gefreut, das sich mit der nächsten Generation von Wettervorhersagesystemen befasst – Teil unserer Mission, operative KI-Wettervorhersagen zu entwickeln und bereitzustellen und gleichzeitig Daten offen zu teilen, um der Wissenschaft und der breiteren Gemeinschaft zu nutzen. Es ist unerlässlich, dass Wissenschaft und Industrie zusammenarbeiten, um technologische Herausforderungen anzugehen und neue Möglichkeiten zu nutzen, die KI bietet. Der Ansatz von Aardvark kombiniert Modularität mit einer durchgängigen Optimierung der Vorhersagen und gewährleistet so eine effektive Nutzung der verfügbaren Datensätze.“

Dr. Chris Bishop, Technical Fellow und Director bei Microsoft Research AI for Science, sagte: „Aardvark ist nicht nur eine wichtige Errungenschaft im Bereich der KI-Wettervorhersage, sondern reflektiert auch die Kraft der Zusammenarbeit und der Zusammenführung der Forschungsgemeinschaft, um KI-Technologie auf sinnvolle Weise zu verbessern und anzuwenden.“

Dr. Scott Hosking, Direktor für Wissenschaft und Innovation für Umwelt und Nachhaltigkeit am Alan Turing Institute, sagte: „Die Freisetzung des Potenzials der KI wird die Entscheidungsfindung für alle verändern, von politischen Entscheidungsträgern und Notfallplanern bis hin zu Branchen, die auf genaue Wettervorhersagen angewiesen sind. Der Durchbruch von Aardvark betrifft nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch den Zugang. Indem wir die Wettervorhersage von Supercomputern auf Desktop-Computer verlagern, können wir die Vorhersagen demokratisieren und diese leistungsstarken Technologien Entwicklungsländern und Regionen mit geringer Datenverfügbarkeit auf der ganzen Welt zugänglich machen.“

Die nächsten Schritte für Aardvark umfassen die Bildung eines neuen Teams innerhalb des Alan Turing Institute unter der Leitung von Professor Richard Turner, die Erforschung des Potenzials für den Einsatz von Aardvark im globalen Süden und die Integration der Technologie in die umfassendere Arbeit des Instituts zur Entwicklung hochpräziser Umweltvorhersagen für Wetter, Ozeane und Meereis.

Journal Nature Reference: Allen, A., et al. 2025. ‘End-to-end data-driven weather prediction’, Nature, DOI: 10.1038/s41586-025-08897-0 DOI 10.1038/s41586-025-08897-0 

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/09/20/could-a-fully-ai-driven-weather-prediction-system-start-a-revolution-in-forecasting/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers hierzu: Als Meteorologe mit über 40 Jahren Erfahrung im Bereich Wettervorhersage möchte ich dazu Folgendes betonen: Jede Vorhersage, egal ob beim Wetter oder anderswo, beruht auf einer genauen Analyse des Ausgangszustandes. Das globale Wettermeldenetz hat nun aber bekannte große Lücken. Diese lassen sich zwar mit technischen Mitteln (Radar, Satellit etc.) bearbeiten, aber es sind eben keine Messungen. Keine noch so gute KI kommt über dieses Problem hinweg.

Außerdem: Man muss bei der numerischen Simulation unterscheiden zwischen Basisfeldern (500-hPa-Niveau, Bodendruck usw.) und der modelleigenen Interpretation (Niederschlagsmenge, Windstärke usw.). Die Numerik kann diese Basisfelder inzwischen sehr gut simulieren, die modelleigene Interpretation hat aber ihre Schwächen. Hierbei kann eine KI vielleicht bessere Ergebnisse liefern, aber auch hier würde es mich wundern, wenn eine KI in verschiedenen Läufen trotz gleicher Basisfelder NICHT verschiedene Ergebnisse zeigen würde. Das gilt z. B. vor allem für die Vorhersage von Gewittern bevor sie sich bilden.

Dennoch, man soll ja offen für alles sein. Ich hoffe, dass sich irgendwann ein Beitrag zu Auswertungen dieser KI-Methode findet.

Dipl.-Met. Christian Freuer




In Grönland wird es seit 2010 kälter, Fortsetzung des Artikels vom 22.07.2022

Matthias Baritz, Josef Kowatsch

In der Klimaschau 115 wurde die Temperaturentwicklung in Grönland thematisiert. Hierbei zeigte die Arbeit von Shinji Matsumura et al. 2021, dass die Temperaturen der Grafik in den letzten ca. 10 Jahren stagnieren, bzw. leicht sinken. Dies ist erst einmal verwunderlich und steht im krassen Widerspruch zu dem Klima-Alarmismus. Wie im Video von 2021 erwähnt, wird diese Entwicklung in den Medien seit einem Jahrzehnt totgeschwiegen.

Screenshot Klimaschau 115 (Ausschnitt)

Betrachten wir nun obige Swiss Camp-Grafik. Die ersten 17 Jahre stiegen die Temperaturen auch noch, so dass SwissInfo 2007 eine erste Zwischenbilanz zog: „Die Eisdecke von Grönland schmilzt rapide und fließt ins Meer“. Wo allerdings die im Artikel behaupteten 5 Grad Erwärmung in diesem Zeitraum sein sollen, ist aus der obigen Grafik nicht zu erkennen. Und leider konnte auch eine 2.te Bilanz nicht mehr gezogen werden, denn das Swiss Camp existiert nicht mehr. „..Völlig zerstört und begraben unter einer meterhohen Schneedecke…“ schreibt das Schweizer Polarjournal am 1.10.2021, ‘wurde mit dem Abbau des Camps begonnen‘. Vielleicht spricht es sich auch bei den Alarmisten einmal herum, dass es in Grönland zeitweise kräftig schneien könnte.

Interessant ist es nun, die weitere Temperaturentwicklung in Grönland, also das 21. Jahrhundert zu untersuchen. Teil 1 steht hier.

In Grönland handelt es sich offensichtlich um eine langfristige Entwicklung, die periodisch zu Erwärmungen und Abkühlungen führt. Zur Bestätigung o.a. Ergebnisse sollen nun weitere Stationen in Grönland herangezogen werden und dessen Entwicklung im Vergleich zu 2022 zu sehen. Grönland ist deshalb wichtig, weil es sich um Festlandeis handelt und ein Abschmelzen bei einer Erwärmung würde zum Anstieg des Meeresspiegels führen. Wir wissen: Eine mögliche Meereisschmelze wie im Nordpolbereich behauptet, um uns zu ängstigen, ändert eh nichts am Meeresspiegel

Wir betrachten deshalb den Temperaturverlauf bei weiteren Stationen, und zwar in den Gegenden um Nuuk (Godthaab) an der Westküste Grönlands, Tasiilaq an der Ostküste Grönlands, die Humboldt Station sowie Summit Camp im Hochland von Grönland, also mittendrin im Land. Unsere Daten sind von KNMI Climate Explorer WMO, GC NET. GitHub sowie GISS-Daten. Betrachtet wurden die Sommerwerte und die Jahreswerte.

Abb. 1 a,b: Sommertemperaturen (blau) der gesamten Grönlandinsel, 10jähriges, gleitendes Mittel. Speziell für unseren Freund und Kritiker Cohnen wurde dieses Mittel zentriert, was er ja bei einem der letzten Kommentare kritisierte.

Man sieht: Grünland zeigt keine Erwärmung, ganz im Gegenteil: Sowohl das 10jährige Mittel (ab 2007) als auch die Temperaturtrendgerade (ab 2003) zeigen einen fallenden Verlauf! Es hat sich ausgewärmt um Grönland rum. Hat CO₂ seine Wirkung eingestellt?

Nehmen wir nun zwei Stationen, die an den Küsten Grönlands liegen: Nuuk an der Westküste und Tasiilaq an der Ostküste

 

Abb. 2 a,b: Die Sommertemperaturen der Monate Juni, Juli, August liegen an der Westküste Grönlands, in der Hauptstadt deutlich im Plus. Beim 10jährigen gleitenden Mittel steigt diese bis 2007, danach fällt sie. Beim linearen Trend ist die Temperaturtrendgerade schon ab 1999 fallend.

Fazit: Seit 2 Jahrzehnten werden die Sommer an der Westküste Grönlands wieder kälter

Nun zur Ostküste: Wetterstation Tasiilaq, Sommer

Abb. 3 a,b: An der Ostküste sind die Sommertemperaturen auch im Plus zeigen aber auch keine Erwärmung. Der lineare Trend ist seit 20 Jahren leicht fallend.

 

Eine Station in der geographischen Mitte Grönlands: Summit Camp

Abb. 4 a,b: Mitten im Land, auf 3000 m Höhe gibt es in den letzten 3 Jahren einen leichten Anstieg. Man beachte die Höhe, bzw. Tiefe der Sommertemperaturen: auch bei Rekord-Höchsttemperaturen von -12°C kann kein Inlandeis schmelzen. Von 2007 bis 2017 fällt das 10jährige gleitende Mittel. Der lineare Trend zeigt eine leicht fallende Tendenz ab 2003.

Als letztes nehmen wir die Station Humboldt im Nordwesten Grönlands auf fast 2000 m Höhe.

Abb. 5 a,b: Auch hoch im Norden Grönlands gibt es selbst im Sommer keine Erwärmung. Man beachte die Höchsttemperaturen, auch konstant im Sommer deutlich unter Nulll-Grad

Was soll man nun von Aussagen wie diesen halten, die in dieser oder ähnlichen Art ständig auf uns herein prasseln?

..Untersuchungen zeigen, dass der grönländische Eisschild sich im Vergleich zum 20. Jahrhundert um 1,5 Grad erwärmt hat und die Arktis viermal schneller als der Rest der Welt aufheizt. Diese Erwärmung führt zu einem verstärkten Schmelzen des Eises, was wiederum den Meeresspiegel ansteigen lässtz. Bsp.hier (oder einfach mal selbst googeln)

Wir haben eine Meinung: Unsere Untersuchungen beweisen das Gegenteil

Selbst bei einem Temperaturanstieg, wie es zum Beispiel bei summit camp in den letzten 3 Jahren der Fall ist, wird bei einer Rekordhöchsttemperatur im Sommer von -12 ° C kein Eis schmelzen. Im Frühling, Herbst und Winter schon gar nicht. Und seit den letzten ca. 15 Jahren haben wir in Grönland sogar fallenden Temperaturtrends. Wo ist denn hier das ‘verstärkte Schmelzen des Eises‘?

Betrachten wir nun die Jahrestemperaturen: Hier wurde jetzt das gleitende 10jährige Mittel und der lineare Trend in einer Grafik dargestellt.

Abb. 6,7,8,9,10: Selbst die Jahrestemperaturen zeigen kaum eine signifikante Erwärmung, ganz im Gegenteil: An den Küsten haben wir einen leicht fallenden Trend der Temperaturtrendgeraden. Für die komplette Insel gibt es seit über 20 Jahren eine konstante Trendgerade bzw. ein konstantes 10jähriges gleítendes Mittel. Nur innerhalb Grönlands, auf 2000- 3000 m Höhe gibt es eine leichte Erwärmung.

Der Jahrestemperaturverlauf ist natürlich noch um einiges kälter als die Jahreszeit Sommer. Aber auch die Jahrestemperaturen steigen mitten im Land seit 15 Jahren nur leicht, was für die Eisschmelze nicht relevant ist, da die Temperaturen im Minusbereich sind.

Fazit: Auch bei den Jahresdurchschnittstemperaturen ist die gleiche Tendenz zu erkennen: Bis ins Jahr, etwa, 2005 steigt die Temperatur, danach nicht mehr bzw. kaum noch

Fakt ist: Der neuzeitliche obere Temperaturwendepunkt ist überschritten. Grönland kühlt seit ca. 15 Jahren leicht ab! Der Trend ist aber noch nicht signifikant.

Was ist nun die Ursache dieser Erwärmungs-Stagnation bzw. der leichten Abkühlung seit 2010?

In der Arbeit von Matsumura wurde ja schon gezeigt, dass der zentralpazifische El Nino das arktische Klima beeinflusst. Sicherlich gibt es noch weitere erhebliche, aber auch weniger relevante Einflüsse. Wir wollten in diesem Artikel nur zeigen, dass seit über einem Jahrzehnt keine Eisschmelzgefahr von Grönland mehr ausgehen kann und damit auch kein Meeresspiegelanstieg.

Was sind die Gründe dieser leichten Abkühlung bei den aufgezeigten Wetterstationen? Das zu ergründen wäre jetzt Aufgabe der Forschung, hier Klarheit hinein zu bringen. Aber das passt ja nicht in unsere CO₂-Klimaerwärmung/-erhitzung/-katastrophe.

Vielleicht wissen die Leser noch mehr Gründe, weshalb die Temperaturen seit 2010 in Grönland leicht sinken

Unser Fazit: Wir werden von alimentierten Wissenschaftlern, die sich als seriös bezeichnen und den Medien grob angelogen, seit 15 Jahren ist die Eisschmelze in Grönland beendet, weil es dort im Sommer nicht mehr wärmer wird. Und die Tage mit der geringsten Meeres-Eisausdehnung der Arktis haben sich nach vorne verschoben. Vor 20 Jahren lagen die Jahrestiefpunkte des Meereseises noch in der Septembermitte, nun wie 2025 eine Woche früher. Auch ein Anzeichen, dass die Sommer in der gesamten Arktis und nicht nur in Grönland kälter werden.

Und eine weitere Tatsache sollte der Leser aus unserem Artikel mitnehmen: Es handelt sich um natürlichen Klimaschwankungen.

CO₂ ist unschuldig: Durch CO₂ hat sich Grönland bis etwa 2005 nicht erwärmt. Und natürlich danach auch nicht abgekühlt.

Das Leben auf diesem Planeten Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut, CO₂ ist das notwendige Transportvehikel. Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre und nicht weniger.

An dieser Stelle möchten wir insbesondere auf den Artikel von Herrn Wähner hinweisen, der die globale Abkühlung (NH), also auch Grönland, und die Erwärmung (SH) ab dem Zeitpunkt 10/2023 erwartet.. Wir werden die Entwicklung unter diesem Aspekt weiter verfolgen.

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und Klimaforscher.