UK: Zwei-Milliarden-Pfund-Wasserstoff-Kraftwerk gestrichen

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Der Telegraph berichtet über den jüngsten Rückschlag für die grüne Betrugs-Industrie:

Der weltgrößte Wasserstoffproduzent hat seine Pläne zum Bau einer 2 Milliarden Pfund teuren Fabrik für grüne Energie in Großbritannien aufgegeben und damit dem Versuch der Regierung, ausländische Investitionen anzuziehen, einen Schlag versetzt.

Das US-amerikanische Unternehmen Air Products hat das geplante Projekt für grünen Wasserstoff in Humberside wegen angeblicher Verzögerungen durch die Regierung zurückgezogen, während die Unternehmensleitung das „mangelnde Engagement“ der Minister angriff.

Air Products hatte vor drei Jahren erstmals Einzelheiten zu der geplanten Anlage in Immingham bekannt gegeben, die importiertes Ammoniak in grünen Wasserstoff umwandeln und rund 3000 Menschen beschäftigen sollte.

Damals erklärte das Unternehmen, es befinde sich in „positiven Gesprächen“ mit Ministern und Beamten und gelobte, „einen wichtigen Beitrag zu den Plänen der Regierung zu leisten, um Großbritannien zu einem weltweit führenden Unternehmen für kohlenstoffarmen Wasserstoff zu machen“.

In einem Brief an Martin Vickers, Tory-Abgeordneter für Immingham, den die Times einsehen konnte, teilte Air Products jedoch mit, dass das Unternehmen aus Protest gegen die mangelnde Unterstützung durch die Minister aus dem Projekt aussteigt.

Suzanne Lowe, die Chefin des Unternehmens in UK schrieb: „Die derzeitige Regierungspolitik unterstützt eine Reihe von Verfahren zur Herstellung von blauem und grünem Wasserstoff, schließt aber ausdrücklich die Wasserstoffherstellung aus importiertem erneuerbarem Ammoniak aus.

Die Entscheidung, wichtige Unterstützungsmaßnahmen für unseren Wasserstoffproduktionsweg nicht zu öffnen, lässt uns keinen gangbaren Weg zum Bau und Betrieb einer großtechnischen Wasserstoffproduktionsanlage in Großbritannien.“

Die Entscheidung bedeutet das Ende des Projekts, für das im Februar scheinbar grünes Licht gegeben wurde, als die Baugenehmigung für ein dazugehöriges Terminal erteilt wurde.

Allerdings hat Air Products das Projekt nur wenige Monate nach dem Ausstieg aus drei weiteren grünen Wasserstoffanlagen in den USA zurückgezogen.

https://www.msn.com/en-gb/money/other/hydrogen-giant-abandons-2bn-british-factory-plans-labour-refused-to-back/ar-AA1GRxBr

Um es ganz klar zu sagen: Wenn sie das Wort „Fördermaßnahmen“ benutzen, meinen sie in Wirklichkeit Subventionen.

Wenn es einen funktionierenden Markt für ihr Produkt gäbe, würden sie ihre Fabrik sowieso bauen. Dies wird durch die Tatsache bestätigt, dass sie sich auch aus den Wasserstoffwerken in den USA zurückgezogen haben.

Die ganze Sache ist sowieso ein riesiger Schwindel. Sie verwenden unsinnige Worte wie „grüner Wasserstoff“, aber wie wird ihr Ammoniak-Rohstoff überhaupt hergestellt?

Die einzige Massenproduktion von Ammoniak erfolgt nach dem Haber-Bosch-Verfahren, bei dem Stickstoff und Wasserstoff kombiniert werden. Die einzige Massenquelle für Wasserstoff ist natürlich die Dampfreformierung von Erdgas, ein Prozess, der zu massiven CO₂-Emissionen führt!

In dieser verkehrten Welt von Net Zero stellen wir also Wasserstoff aus Erdgas her, wobei viel CO₂ ausgestoßen wird, und kombinieren ihn dann in einem weiteren energieintensiven Prozess mit Stickstoff, um Ammoniak herzustellen. Dieser wird dann um die halbe Welt transportiert, wo der Wasserstoff in einem weiteren energieintensiven Prozess wieder aufgespalten wird, damit wir ihn genauso verbrennen können, wie wir es mit dem Erdgas getan hätten!

Aber anscheinend wird dadurch der Planet gerettet. Ich schätze, sogar der verrückte Miliband hat diesen Schwindel durchschaut!

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/19/2-billion-uk-hydrogen-plant-cancelled/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Schmelzen des antarktischen Eisschilds führt zu großflächiger Abkühlung und Meereisausdehnung

Kenneth Richard

Wissenschaftler haben entgegen der Intuition festgestellt, dass ein schmelzender antarktischer Eisschild die globale Erwärmung abmildern kann.

Das erwartete beschleunigte Abschmelzen des antarktischen Eisschildes (AIS) wird dazu führen, dass in den nächsten hundert Jahren enorme Mengen an Süßwasser in den Südlichen Ozean (SO) gelangen werden.

Laut einer neuen Studie, die sich auf eine Reihe von SOFIA-Modellen (Southern Ocean Freshwater Input from Antarctica) stützt, wird ein schmelzender AIS den SO und die Antarktis abkühlen (letztere um 1°C oder mehr) und zu einer weiteren Ausdehnung des Meereises auf der Südhalbkugel führen.

Genauer gesagt wird sich die gesamte Region zwischen 40 und 70°S im nächsten Jahrhundert infolge des Abschmelzens des antarktischen Eisschildes um ~0,7°C abkühlen und das Meereis wird sich um etwa 2 Millionen km² ausdehnen (siehe Abbildung S1 der Studie). Der Hauptautor hat bereits 2022 eine Arbeit veröffentlicht, die belegt, dass „die Meerestemperatur des Südlichen Ozeans (50°S-70°S) im Zeitraum 1982-2020 einen signifikanten und robusten Abkühlungstrend aufweist“, so dass der Abkühlungstrend bereits seit über 40 Jahren anhält.

Die Autoren der vorliegenden Studie behaupten, dass die Reaktion auf die zunehmende Ausdehnung des antarktischen Meereises und die Abkühlung der Ozeanoberfläche globale Auswirkungen auf die Atmosphäre hat, und nicht nur lokale oder regionale Auswirkungen. Die Auswirkungen der SO-Kühlung umfassen insbesondere (a) eine Verringerung der globalen Erwärmungsrate, (b) eine troposphärenweite Abkühlung, (c) eine Abkühlung des östlichen tropischen Pazifiks, (d) eine Verzögerung der erwarteten Abschwächung der AMOC, (e) eine Verschiebung der ICTZ (innertropischen Konvergenzzone) nach Norden und (f) eine „Abschwächung des Jetstreams an seiner äquatorwärts gerichteten Flanke in beiden Hemisphären“.

Mit anderen Worten: Der Schlüssel zur Verringerung des „Problems“ der globalen Erwärmung und ihrer mutmaßlichen Nebenwirkungen könnte darin liegen, ein beschleunigtes Abschmelzen der AIS im nächsten Jahrhundert zu bejubeln (oder darauf zu hoffen).

„Da die meisten dieser Reaktionen entgegengesetzt zu den Prozessen der globalen Erwärmung wirken, die in Modellexperimenten ohne antarktisches Süßwasser diagnostiziert wurden, unterstützen unsere Ergebnisse die Vorstellung einer potenziellen Verzögerung des anthropogenen Klimawandels durch SO [Southern Ocean] Prozesse.“

Denjenigen, die behaupten, dass ein beschleunigtes Abschmelzen des antarktischen Eisschildes in Zukunft zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen wird, halten Wissenschaftler entgegen, dass sich dieses „Problem“ auch selbst korrigieren könnte.

Laut IPCC und Klimamodellen würde die Erwärmung der Antarktis (die in den letzten 70 Jahren nicht stattgefunden hat) dem antarktischen Eisschild mehr Niederschlag und damit Eismasse zuführen (IPCC AR4, Krinner et al., 2007, Palerme et al., 2017). Die wärmungsbedingte Ausdehnung der Eismasse trägt zu einer Verringerung des Beitrags der Antarktis zum Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 bei. Genauer gesagt, verringert eine Erwärmung der Antarktis den Meeresspiegelanstieg um -1,2 mm/Jahr.

Eine Erwärmung der Antarktis führt also zu einer Zunahme der Eismasse und einer Verringerung des Meeresspiegelanstiegs, während ein schmelzender Eisschild zu einer weit verbreiteten Abkühlung und einer Zunahme des Meereises führt. In beiden Fällen verliert die alarmistische Darstellung.

Quelle: IPCC AR4

 

Link: https://notrickszone.com/2025/06/16/new-study-antarctic-ice-sheet-melt-will-lead-to-widespread-cooling-sea-ice-expansion/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




USA: Net Zero kollabiert!

Steve Goreham, MasterResource

Von New York bis Kalifornien brechen die Träume der US-Bundesstaaten von erneuerbaren Energien zusammen. Die Stromnachfrage steigt, während die US-Regierung die Mittel und die Unterstützung für Wind- und Solarenergie sowie für Netzbatterien kürzt. Erneuerbare Energien können nicht genug Strom liefern, um die Revolution der künstlichen Intelligenz zu unterstützen. Die Umstellung auf „Net Zero“-Strom scheitert in den Vereinigten Staaten.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben die Regierungen der US-Staaten Maßnahmen ergriffen, die darauf abzielen, Kohle- und Erdgaskraftwerke durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen. Dreiundzwanzig Staaten haben Gesetze oder Durchführungsverordnungen erlassen, um bis 2050 auf 100 % Netto-Null-Strom umzustellen. Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen, Solaranlagen und Dachanlagen sowie netzgebundene Batterien wurden von den Staaten und den meisten Bundesbehörden stark gefördert.

Der New York State Climate Action Scoping Plan von 2022 forderte einen Anteil von 70 % erneuerbarer Energie bis 2030 und 100 % bis 2040. Im Jahr 2024 stammten jedoch 49,7 % der Elektrizität des Staates aus Gas, gegenüber 47,7 % im Jahr 2023. Eine von Präsident Trump im Januar erlassene Durchführungsverordnung stoppte die Bundespachtverträge für den Bau von Offshore-Windenergieanlagen. New York, neun andere Ostküstenstaaten und Kalifornien setzten auf die Offshore-Windenergie, um den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung auf 100 % zu erhöhen, aber neue Offshore-Windprojekte liegen nun auf Eis.

Wind- und Solarenergie haben seit 1992 von Steuergutschriften, Darlehen und Zuschüssen des Bundes profitiert. Doch die Trump-Regierung arbeitet nun daran, die staatliche Unterstützung für diese Technologien zu kürzen. Der One Big Beautiful Bill Act (OBBB) wurde am 22. Mai vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Der Gesetzentwurf sieht die Streichung von Produktions- und Investitions-Steuergutschriften für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien vor, die später als 60 Tage nach der Verabschiedung des Gesetzentwurfs in Betrieb genommen werden, oder für Projekte, deren Bau nicht bis Ende 2028 abgeschlossen ist. Der Gesetzentwurf stoppt auch den Verkauf von Steuergutschriften für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Wenn der Senat den Gesetzentwurf verabschiedet, werden diese Maßnahmen grüne Energieprojekte abwürgen, die sich seit Jahrzehnten auf Bundesmittel verlassen haben.

Wind- und Solarbefürworter greifen das OBBB an und warnen, dass der Gesetzentwurf ein „Alptraumszenario“ für die saubere Energie in den USA schaffen würde. Die gleichen Befürworter behaupten, dass Wind- und Solarenergie die kostengünstigsten Stromerzeuger sind, fordern aber gleichzeitig, dass die enormen staatlichen Subventionen fortgesetzt werden müssen.

Neben den Kürzungen auf Bundesebene treibt die Revolution der künstlichen Intelligenz (KI) nun das nationale Stromsystem an und unterbricht die Umstellung auf erneuerbaren Strom. Microsoft, Meta, Google, Amazon und andere riesige Unternehmen bauen neue Rechenzentren und modernisieren bestehende Rechenzentren, um KI zu betreiben. KI-Prozessoren laufen seit Monaten rund um die Uhr, damit Computer wie Menschen denken können. Wenn Server zur Unterstützung von KI aufgerüstet werden, verbrauchen sie 6- bis 10-mal mehr Strom als bei der Verwendung für Cloud-Speicher und das Internet. Anfang 2024 verbrauchten Rechenzentren 4 % des Stroms in den USA, in den nächsten zehn Jahren wird ihr Verbrauch jedoch voraussichtlich auf 20 % steigen.

Künstliche Intelligenz sorgt für einen massiven Anstieg der Stromnachfrage. Jahrelang zwangen die staatlichen Gesetzgeber die Netzbetreiber, Kohle- und Erdgaskraftwerke im Zuge der Umstellung auf erneuerbare Energien zu schließen. Mehr als 200 Kohlekraftwerke wurden geschlossen. Doch nun sind viele Staaten mit einem Mangel an Stromerzeugungskapazitäten konfrontiert. Virginia hat die weltweit höchste Konzentration von Rechenzentren, deren Stromverbrauch sich bis 2040 voraussichtlich verdreifachen wird. Der Electric Reliability Council of Texas schätzt, dass die Stromnachfrage in Texas von einem Rekordwert von 85,5 Gigawatt im Jahr 2023 bis 2031 auf 218 GW steigen wird.

Im Dezember kam die North American Electric Reliability Corporation zu dem Schluss, dass in mehr als der Hälfte Nordamerikas in den nächsten zehn Jahren aufgrund der steigenden Nachfrage und der Stilllegung von Kohle- und Gaskraftwerken Stromengpässe drohen. Die Netzbetreiber schrecken nun vor der Umstellung auf Wind- und Solarenergie zurück. Die Schließung von Kohlekraftwerken wurde in Georgia, Indiana, Illinois, Tennessee, Utah, West Virginia und anderen Staaten verschoben. In Michigan und Pennsylvania werden Kernkraftwerke wieder in Betrieb genommen. Doch der große Gewinner wird Erdgas sein.

Mehr als 200 Gaskraftwerke sind geplant oder im Bau. Gaskraftwerke können in etwa drei Jahren in Betrieb genommen werden, während es bei Kernkraftwerken zehn Jahre dauert. Gaskraftwerke können in der Nähe von Städten gebaut werden, oft an ehemaligen Kraftwerksstandorten, und erfordern weniger neue Übertragungsleitungen als Wind- und Solarsysteme.

Der neueste Trend ist BYOP (bring your own power). KI-Firmen bauen ihre eigenen Gaskraftwerke zur Versorgung von Rechenzentren. Die Kapazitäten der Hersteller von Gasturbinen sind bereits seit Jahren ausverkauft. Der Anteil von Gas an der Stromerzeugung wird von 43,6 % des US-Verbrauchs im Jahr 2024 auf ein viel höheres Niveau steigen. Die KI-Stromnachfrage und der Druck auf Gas machen die Pläne der Bundesstaaten für den Übergang zu grünem Strom zunichte.

Kalifornien, Massachusetts, Michigan, New York, Texas und andere Staaten installieren netzweite Batterien, um die Schwankungen der Wind- und Sonnenenergie auszugleichen. Riesige Lithiumbatterien sollen überschüssige Wind- und Sonnenenergie speichern, wenn der Wind weht und die Sonne scheint, und dann Strom abgeben, wenn die Wind- und Sonnenenergie gering ist. Bei Lithiumbatterien handelt es sich jedoch um eine unerprobte Technologie, die sich leicht selbst entzünden kann, wodurch große Brände entstehen, die schwer zu löschen sind und die Anwohner gefährden.

In den letzten zwei Jahren kam es in Kalifornien zu vier Bränden von Netzbatterien, die jeweils in weniger als fünf Jahre alten Anlagen entstanden. Die Speicheranlage Otay Mesa in der Nähe von San Diego brannte mehr als eine Woche lang und flammte dreimal wieder auf. Die Batterieanlage in Moss Landing, südlich von Santa Cruz, fing im Januar Feuer. Vierzig Prozent von Moss Landing, einer der größten netzgekoppelten Batterieanlagen der Welt, wurden durch das Feuer zerstört. Die Anwohner haben geklagt, um die Wiederinbetriebnahme von Moss Landing zu verhindern. Auch in New York gab es in den letzten 18 Monaten drei Brände von Netzbatterien. Bei Batteriebränden werden giftige Gase freigesetzt, Evakuierungen und Schulschließungen erzwungen und Gemeinden gestört.

Darüber hinaus sind Netzbatterien sehr teuer. Um eine Wind- oder Solaranlage 24 Stunden lang zu stützen, sind Batterien erforderlich, die etwa zehnmal so viel kosten wie die Wind- oder Solaranlage selbst. Aber ohne Netzbatterien können Wind- und Solaranlagen die Stromerzeugung aus Kohle, Gas oder Kernkraft nicht ersetzen und trotzdem zuverlässig Strom liefern.

Die Kosten für Wind- und Solaranlagen sowie für Batterien beeinträchtigen die Umstellung auf erneuerbare Energien. Die Strompreise in Kalifornien, dem Epizentrum der grünen Energie [in den USA], sind in den letzten 16 Jahren um 116 % gestiegen, mehr als dreimal so stark wie der nationale Durchschnitt von 33 %. Die Strompreise für Privathaushalte in Kalifornien liegen inzwischen bei über 30 Cent pro Kilowattstunde und sind damit die zweithöchsten im ganzen Land. Connecticut, Hawaii, Massachusetts und Rhode Island vervollständigen die Top Five der höchsten US-Stromkosten – alles Staaten mit aggressiven Ökostromzielen.

Die von vielen Bundesstaaten seit mehr als einem Jahrzehnt befürwortete Umstellung auf eine Netto-Null-Stromversorgung scheitert in den Vereinigten Staaten. Wind- und Solarenergie sowie Batterien leiden unter der Streichung von Offshore-Windkraftanlagen, der Kürzung staatlicher Subventionen, der Unfähigkeit, die Nachfrage der Revolution der künstlichen Intelligenz zu befriedigen, Bränden in Netzbatterien und hohen Kosten. Ein Zusammenbruch der grünen Energie ist im Gange. Die Staaten werden gezwungen sein, zu einer vernünftigen Energiepolitik zurückzukehren.

Steve Goreham is a speaker on energy, the environment, and public policy and author of the bestselling book Green Breakdown: The Coming Renewable Energy Failure. His prior posts at MasterResource are here.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/16/net-zero-is-collapsing-in-u-s-states/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Spaniens unmöglicher Traum von „grüner“ Energie

Paul Driessen

Tausende von Windturbinen und Millionen von Sonnenkollektoren erzeugten einen massiven Stromausfall!

Der aktualisierte Text von Der Mann von La Mancha könnte lauten: „Um den unmöglichen Traum von sauberem, grünem Nullstrom zu träumen, um den unbesiegbaren Feind der vom Menschen verursachten Klimakatastrophen zu bekämpfen, müssen wir dorthin laufen, wohin sich die Mutigen nicht trauen.“

Don Quijote sah Windmühlen als bösartige und gefährliche Drachen an. Spaniens Regierende sehen sie aus der chinesischen Perspektive: wohlwollende und magische Drachen.

Sie haben über 22.000 gigantische Windmühlen errichtet, um den Wind zu nutzen und Strom zu erzeugen. Portugal hat fast 3.000. Bei optimalen Bedingungen können sie zusammen fast 38 Gigawatt erzeugen.

Wie Cervantes‘ Held wollen auch die Eliten „den unerreichbaren Stern erreichen“ – oder zumindest die Energie von einem Stern einfangen: der Sonne. Spanien und Portugal verfügen zusammen über 38 GW an photovoltaischen Solarzellen.

Die Nachbarn von der Iberischen Halbinsel haben jedoch lange Zeit die dunklen Seiten der Kräfte ignoriert, die sie in ihre Gewalt bringen wollen.

Diese Windturbinen, Solarpaneele und Übertragungsleitungen erstrecken sich über etwa 800.000 Hektar spanischer und portugiesischer Landschaften, Lebensräume und Anbauflächen. Das ist so groß wie Delaware und Rhode Island zusammen.

Sie töten Adler, Trappen, Geier und andere Greifvögel und Vögel. Ihr Bau erfordert Bergbau, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit in historisch beispiellosem Ausmaß. Außerdem werden Solarmodule leicht durch Stürme zerstört.

Das Schlimmste ist, dass sie unregelmäßigen, wetterabhängigen Strom liefern, der teure Reservestrom-Versorgung erfordert und das Stromnetz instabil macht. Wie instabil das ist, wurde kürzlich auf dramatische Weise demonstriert.

Am 16. April erzeugte Spanien zum ersten Mal für einige Minuten 100% seines Stroms mit Wind-, Sonnen- und Wasserkraft.

Vierzehn Tage später, am 28. April, stürzte ein lang anhaltender Stromausfall Iberia ins Chaos. Licht, Fernseher, Kühlschränke, Handys und Ampeln fielen aus. In Zügen, U-Bahnen und Aufzügen saßen die Fahrgäste fest. Flughäfen sagten Flüge ab. Die Notstromversorgung in den Krankenhäusern reichte nur für die Grund- und Notversorgung.

Der Stromausfall betraf sogar Teile Frankreichs und Belgiens. Es war der bisher größte Stromausfall in Europa. Hätte Frankreich nicht seine Verbindung zu Spaniens kaskadenartigen Problemen abgeschaltet, hätte ganz Europa betroffen sein können.

Nur eine Woche später kam es auf den spanischen Kanarischen Inseln zu einem weiteren Stromausfall.

Stromausfälle sind nichts Neues. Aber die Stromausfälle in Spanien und Portugal unterstreichen die grundlegenden Probleme des angeblich „unvermeidlichen Übergangs“ von Kohle-, Öl-, Erdgas- und Nuklearstrom zu Wind-, Solar- und Batteriestrom.

Sie zeigen, dass häufigere und schwerwiegendere Stromausfälle unvermeidlich sind – aufgrund unserer steigenden Abhängigkeit von Elektrizität … politischer Entscheidungen, zuverlässige Stromerzeugungssysteme einzumotten oder zu zerstören … und ideologischer Bekenntnisse zu „grüner“ Energie.

Uns wird praktisch gesagt: Ihr werdet Strom haben, wenn er verfügbar ist – nicht unbedingt, wenn ihr ihn braucht. In diesem modernen technologischen Zeitalter ist das absurd, empörend, untragbar und gefährlich.

Eine grundlegende Realität muss alle anderen Überlegungen überlagern: Moderne Industriegesellschaften benötigen enorme Mengen an konstantem, synchronem Wechselstrom, rund um die Uhr – mit der präzisen Frequenz von 50 Hertz in Europa und 60 Hz in den Vereinigten Staaten. Ohne diesen Strom kommt das Leben zum Erliegen, die Gesellschaft versinkt im Chaos, und die Menschen sterben.

Frequenzen, die um mehr als 0,2 Hz über oder unter dieser Frequenz liegen, können schwere Notfälle auslösen. Eine Abweichung von nur ±0,5 Hz kann zu systemweiten kaskadenartigen Stromausfällen führen.

Im Falle Spaniens, dessen Strom zu 80 % aus erneuerbaren Energien stammt, verfügte das Land einfach nicht über genügend zuverlässige, sofort verfügbare Energie, um das Netz vor einem Zusammenbruch zu bewahren, wenn eine Störung in der Stromerzeugung auftrat.

Das Baker Institute der Rice University erklärte, wie eine Störung in zwei spanischen Solarkraftwerken das weit verbreitete Chaos auslöste:

„Um ca. 12:30 Uhr Ortszeit in Spanien – nur wenige Minuten vor dem Zusammenbruch des Netzes – machten erneuerbare Energien 78 % der Stromerzeugung im iberischen Netz aus, wobei allein die Solarenergie fast 60 % beitrug. Im Gegensatz dazu machten konventionelle Technologien wie Gas- und Kernkraftwerke nur etwa 15 % des gesamten Erzeugungsmixes aus….

Dann kam es im Südwesten Spaniens zu zwei aufeinanderfolgenden Stromausfällen, an denen wahrscheinlich große Solaranlagen beteiligt waren…. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit konventioneller Stromerzeugung führten diese unerwarteten Ausfälle in Verbindung mit der geringeren Unterstützung durch benachbarte Systeme – die Instabilität löste eine Trennung vom französischen System aus – zu einem „perfekten Sturm“ für einen massiven Stromausfall.

In nur fünf Sekunden fielen in Spanien etwa 15 GW Leistung aus, was 60 % des nationalen Strombedarfs entspricht. Die verbleibende Stromerzeugung reichte nicht aus, um die Nachfrage zu decken, so dass es zu einem kaskadenartigen Ausfall im gesamten Netz kam. Verschiedene Kraftwerksblöcke wurden automatisch abgeschaltet, um die Infrastruktur zu schützen, und die Kernkraftwerke wurden gemäß den Sicherheitsprotokollen ebenfalls abgeschaltet.“

Das war alles, was es brauchte. Innerhalb eines Wimpernschlags gab es auf der Iberischen Halbinsel und darüber hinaus einen massiven Stromausfall.

Wenn Amerikas „Net Zero“-Politiker und Energieversorgungsunternehmen nicht aufwachen, stehen mehrere US-Bundesstaaten – und ganze Regionen – vor ähnlichen vermeidbaren (ja praktisch unvermeidlichen) Katastrophen. Die gleichen alptraumhaften Realitäten stehen auch anderen Ländern weltweit bevor.

Erstens, weil Bundes-, Landes- und Kommunalregierungen Energieversorgungsunternehmen unter Druck gesetzt oder angewiesen haben, Kohle-, Gas-, Kern- und sogar Wasserkraftwerke abzuschalten, die noch Jahre oder Jahrzehnte in Betrieb sind. Andere Energieversorger haben dies freiwillig getan, um ihren guten Ruf in Sachen Klima und grüne Energie zu demonstrieren.

Zweitens, weil dieselben Regierungen auch Subventionen, Kreditbürgschaften, Steuererleichterungen, schnelle Genehmigungen und Ausnahmen von gefährdeten Arten und anderen Umweltvorschriften bereitstellen, um den Versorgungsunternehmen Anreize für den Bau von immer mehr Wind-, Solar- und Batterieanlagen anstelle von herkömmlichen Kraftwerken zu bieten.

Drittens, weil die gleichen Unternehmen bzgl. der Stromerzeugung eine stetige Umstellung von Benzin und Erdgas auf „Erneuerbare“ fordern und diese oft auch subventionieren. Fahrzeuge, Haus- und Wohngebäudeheizungen, Herde und Öfen, Warmwasserbereiter, Rasenmäher, Laubbläser und vieles mehr müssen mit Strom betrieben werden – um den Planeten vor dem vom Menschen verursachten Klimawandel zu bewahren -, selbst wenn die Stromerzeugung und die Zuverlässigkeit abnehmen.

Diese kurzsichtige ideologische Einmischung der Regierung in Entscheidungen, die sich am Markt, an der Realität und an der Zuverlässigkeit der Elektrizität orientieren sollten, gefährdet unser Netz, unsere Gesellschaft und unser Leben.

Reichlich vorhandene, zuverlässige und erschwingliche Elektrizität ist das Lebenselixier der Zivilisation des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Moderne Industriegesellschaften können einfach nicht funktionieren oder gar überleben, wenn sie gezwungen sind, sich auf Land fressende, teure, unzureichende und intermittierende Elektrizität zu verlassen.

Und doch wurden in den letzten zehn Jahren weltweit 9 Billionen Dollar für Wind- und Solarenergie, Elektrofahrzeuge, Energiespeicherung, elektrifizierte Heizungen und Anpassungen der Stromnetze ausgegeben, und zwar größtenteils aufgrund unangebrachter Klimaängste (z. B. über vom Menschen verursachte Dürren und eine „durstigere Atmosphäre“).

Der Kongress, die Gouverneure und Gesetzgeber der Bundesstaaten, die Trump-Regierung, unsere Gerichte und die Energieversorgungsunternehmen müssen schnell und entschlossen handeln, um diese verschwenderischen Ausgaben zu beenden und unser fragiles Stromerzeugungssystem und -netz zu reparieren. Die Medien und die Wissenschaft müssen aufhören, die Schlagworte „Klimakrise“ und „erneuerbare Energien“ nachzuplappern, und damit beginnen, die Komplexität und die Realitäten dieser Themen darzustellen.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy, climate change, environmental protection and human rights.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/17/spains-impossible-dream-of-green-electricity/

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Zu diesem Thema gibt es auch bei Cap Allon eine Meldung – bedeutsam, aber natürlich von den MSM totgeschwiegen:

Spanien veröffentlicht in aller Stille einen 182-seitigen Bericht über den Blackout…

Cap Allon

Der Stromausfall in Spanien am 28. April war ein regelrechter Kollaps, der zum großen Teil durch ein System der erneuerbaren Energien ausgelöst wurde, das einfach nicht in der Lage ist, das Gewicht einer modernen Industrienation zu tragen.

Gestern Abend um 23 Uhr veröffentlichte die spanische Regierung in aller Stille einen 182-seitigen „nicht vertraulichen“ Bericht. Er ist stark redigiert – ganze Seiten wurden geschwärzt, ganze Abschnitte fehlen – aber was bleibt, ist ein Hammerschlag für die erneuerbaren Energien und den grünen Kreuzzug.

In der Mitte (am Ende von Seite 96 und Anfang 97) kommt die eigentliche Enthüllung. Das System war nur begrenzt in der Lage, die Spannung zu kontrollieren. Jede Abschaltung der erneuerbaren Energien löste durch mindestens zwei Mechanismen Spannungsspitzen aus: eine Verringerung der Blindleistungsaufnahme und einen Rückgang der Netzlast.

Jede Abschaltung – unabhängig von der Art der Abschaltung – brachte das System näher an einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gab und das Fehlen von Mitteln zur Aufnahme von Blindleistung eine Kettenreaktion auslöste. Das ist kein kleiner Softwarefehler. Es handelt sich um eine strukturelle Schwachstelle, die in die Architektur eines Netzes mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien eingebettet ist.

Das Blatt wendete sich schnell: Es lag nicht an den erneuerbaren Energien, hieß es. Es lag an der fehlenden Wärmeerzeugung. Es waren private Unternehmen, die ihre Anlagen schützten. Es war einfach Pech. Aber wenn man die Ausreden weglässt, kommt man um die Wahrheit nicht herum. Der Wegfall der erneuerbaren Energien hat einen Dominoeffekt ausgelöst. Die Trägheit verschwand. Die Spannung schnellte in die Höhe. Die Reservesysteme sprangen nicht schnell genug an.

Herkömmliche Stromerzeuger, die diese Erschütterungen einst abfederten – Gas, Kohle, Kernkraft – wurden auf die Seite gelegt, eingemottet oder verteufelt. Ohne sie steht das Netz auf Messers Schneide, ist eine Geisel des Wetters und anfällig für einen sofortigen Zusammenbruch.

Fünfzehn Gigawatt – 60 % der landesweiten Last – fielen in fünf Sekunden aus. Die Frequenz sank. Die Spannung stieg an. Die Betreiber standen hilflos da. Der Stromausfall breitete sich über ganz Spanien und bis nach Portugal aus.

Gestern Abend veröffentlichten die Behörden in aller Stille einen zensierten Bericht, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass die Öffentlichkeit nicht die offensichtliche Frage stellt: Warum ersetzen wir bewährte, zuverlässige Stromerzeuger durch intermittierende Technik, die nicht einmal das Licht am Brennen halten kann?

Der grüne Traum wurde immer mit Hoffnung und Ideologie verkauft – nicht mit Logik und schon gar nicht mit Technik. Aber man kann sich nicht aus der Physik herauswinden. Solar- und Windkraftanlagen fehlt es an Trägheit, Stabilität und Stoßdämpfung. Sie brechen unter Druck zusammen.

Dieser Stromausfall war eine Warnung an den Westen vor der Abschaffung der konventionellen Grundlast – ein rücksichtsloser Schachzug, der Hunderte von Millionen Menschen in die Dunkelheit zu stürzen droht. Die Regierungen entscheiden sich für die Schaffung brüchiger Systeme. Und wozu? Um willkürliche Klimaziele zu erreichen und auf UN-Konferenzen Tugendpunkte zu sammeln?

Unsere Politiker sind rückgratlose, leere Marionetten – mehr nicht.

Meine Erkenntnis daraus:

Die Verantwortlichen, die die Fäden ziehen können, haben diesen Bericht sicherlich gelesen. Wenn sie weiterhin auf eine „Umstellung“ auf erneuerbare Energien drängen, dann destabilisieren sie wissentlich das Stromnetz und riskieren echten Schaden für ihre Bürger. Sie sind nicht fehlgeleitet – sie sind bösartig. Das ist nicht länger Inkompetenz. Es ist Sabotage.

Link: https://electroverse.substack.com/p/major-eruption-at-lewotobi-laki-laki?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Beide Beiträge übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Kohlenstoff-Isotopen-Fingerabdruck wurde gerade verwischt …

… und ich schulde einigen von euch eine Entschuldigung

Charles Rotter

[Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.]

Angesichts der jüngsten Nature-Studie, die ich gestern in „Settled Science Springs a Leak“ besprochen habe, ist es an der Zeit, eine Position zu überdenken, die ich seit langem vertrete – und die, wie sich herausgestellt hat, nun einer Korrektur bedarf. Konkret geht es um die seit langem bestehende Annahme, dass die Kohlenstoffisotopenverhältnisse (δ¹³C und Δ¹⁴C) einen eindeutigen Beweis dafür liefern, dass der Anstieg des atmosphärischen CO₂ fast ausschließlich anthropogen bedingt ist.

Seit Jahren behaupte ich, dass jeder, der den anthropogenen Ursprung des CO₂-Anstiegs in Frage stellt, auf das Isotopen-Fingerprint-Argument eingehen muss, bevor seine Arbeit ernst genommen werden kann. Beiträge, die sich nicht mit dem Δ¹⁴C- oder δ¹³C-Beweis auseinandersetzten, wurden abgelehnt, oft ohne weitere Diskussion. Dieses Vertrauen, das erkenne ich jetzt, war unangebracht.

Die jüngste Studie „Old carbon routed from land to the atmosphere by global river systems“ hat den Kontext grundlegend verändert, in welchem die Argumente für die Isotopenzuordnung funktionieren. Den Autoren zufolge stammen 59 % der globalen CO₂-Emissionen aus Flüssen von altem Kohlenstoff, d. h. von Kohlenstoff aus tiefen Böden, Sedimenten oder Gesteinsverwitterung, der mehrere Jahrtausende alt ist, und nicht von kürzlich photosynthetisierter Biomasse.

Diese Emissionen sind Radiokarbon-tot, ihnen fehlt das Δ¹⁴C-Signal, und sie sind oft an δ¹³C verarmt – genau die isotopischen Merkmale, die lange Zeit der Verbrennung fossiler Brennstoffe zugeschrieben wurden. Bisher wurden diese natürlichen Beiträge in den Modellen des Kohlenstoffkreislaufs nicht berücksichtigt und in der Zuordnungslogik weitgehend ignoriert.

„Diese bisher unerkannte Freisetzung…entspricht 1,2 ± 0,3 Pg C Jahr-¹… und 41 ± 16% der CO₂-Emissionen aus Flüssen…könnten rezenten, anthropogenen Kohlenstoff enthalten.“

Die Folgerung ist eindeutig: Genau die Isotopen-Signaturen, die verwendet werden, um die anthropogene Dominanz des atmosphärischen CO₂ zu behaupten, entstehen jetzt auch durch neu erkannte natürliche Prozesse auf globaler Ebene. Diese Flüsse atmen im Wesentlichen Geister aus – Kohlenstoff, der dem Industriezeitalter Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende vorausgeht – unnd zwar in Mengen, die den großen biosphärischen Flüssen in nichts nachstehen.

Das Isotopenargument wird immer diffuser

Das Vertrauen in die Isotopenzuordnung beruhte auf der Vorstellung, dass nur fossile Brennstoffe für die beobachtete Abnahme von δ¹³C und Δ¹⁴C verantwortlich sein könnten. Die vorliegende Arbeit widerlegt diese Annahme, indem sie zeigt, dass die Erde über eine eigene große, kontinuierliche natürliche Quelle von isotopisch ähnlichem Kohlenstoff verfügt.

Bisher wurde die isotopenbasierte Zuordnung wie eine Übereinstimmung von Fingerabdrücken behandelt: Der Kohlenstoff am Tatort sah aus wie der Kohlenstoff aus fossilen Brennstoffen, und die Emissionen fossiler Brennstoffe entsprachen den steigenden Werten in der Luft. Fall abgeschlossen.

Aber jetzt wissen wir, dass es einen weiteren Verdächtigen gibt. Und der läuft schon die ganze Zeit im Freien herum – wir haben nur die Flüsse nicht getestet.

Ein zweiter, schon lange überfälliger Blick

Dies beweist natürlich nicht, dass der Anstieg des atmosphärischen CO₂ nicht anthropogen ist. Aber es bedeutet, dass die Beweiskraft von Isotopendaten als einziger oder vorherrschender Indikator für diesen Ursprung jetzt wesentlich schwächer ist.

Die Klimawissenschaft hat sich immer stark auf Isotopenverhältnisse gestützt, weil sie einen Anschein von mathematischer Sicherheit boten. Da die Kohlenstoff-Massenbilanz sehr unsicher ist und die Modelle mit willkürlichen Annahmen gespickt sind, boten die Isotope etwas, das solide aussah.

Jetzt steht auch das in Frage.

An diejenigen, deren Beiträge ich mit der Begründung abgelehnt habe, dass sie nicht ausreichend auf das Isotopenargument eingegangen sind: Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.

Sie haben in gutem Glauben Einwände erhoben. Viele von Ihnen hatten den Verdacht, dass die natürlichen Prozesse komplexer sind und unterschätzt werden, als es die Modelle zulassen. Diese Arbeit hat bewiesen, dass dieser Verdacht zutrifft. Sie brauchten die Δ¹⁴C-Erzählung nicht vollständig zu widerlegen; Sie brauchten einfach nur, dass die Wissenschaft sich dieser Frage annimmt.

Das hat sie gerade getan.

Vertrauen erfordert Bescheidenheit

Diese Studie erinnert uns eindringlich daran, dass Vertrauen in die Wissenschaft kein Ersatz für Bescheidenheit im Angesicht von Unsicherheit ist. Das gilt für Redakteure ebenso wie für Modellierer, Aktivisten oder politische Entscheidungsträger. In diesem Fall bestand der Fehler nicht darin, Strenge zu fordern, sondern davon auszugehen, dass sie bereits erreicht wurde.

Kohlenstoff-Isotopen-Verhältnisse sind nach wie vor wertvolle Instrumente, aber sie sind keine unanfechtbaren Zeugen mehr. Sie sind Teil eines umfassenderen, weitaus unsichereren Bildes davon, wie sich Kohlenstoff durch das Erdsystem bewegt – ein Bild, von dem wir jetzt wissen, dass ein wichtiges, von Flüssen gespeistes Kapitel fehlte.

Abschließende Bemerkungen

Die Schlussfolgerung ist einfach: Niemand kann behaupten, dass die Wissenschaft feststeht, wenn sie gerade umgeschrieben wurde.

Jeder Forscher, unabhängige Denker oder hartnäckige Einsender, der alternative Ansichten vorbrachte und mit der Standardwiderlegung – „Kommen Sie wieder, wenn Sie sich mit den Isotopenverhältnissen befasst haben“ – konfrontiert wurde, hätte mehr Offenheit verdient, als er erhielt.

Dafür entschuldige ich mich ausdrücklich, klar und vorbehaltlos.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/17/the-carbon-isotope-fingerprint-just-got-smudged-and-i-owe-some-of-you-an-apology/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE