Grönland: Immer mehr sommerlicher Schnee- und Eiszuwachs

Cap Allon

Die grönländische Eiskappe verzeichnete am 23. Juli erneut einen Nettozuwachs an Oberfläche und legte mitten in der Schmelzsaison um 0,095 Gigatonnen – 95 Millionen Tonnen – zu. Das ist zwar kein großer Zuwachs, aber die Tatsache, dass es überhaupt einen Zuwachs gab, ist die eigentliche Nachricht – schließlich ist Hochsommer!

Die aktuelle Karte zeigt weitreichenden Zuwachs, wobei sich kleine Verluste weitgehend auf zwei Küstenabschnitte im Südwesten und Nordosten beschränken:

Die kumulierte Oberflächen-Massenbilanz (SMB) für den Zeitraum 2025–26 liegt nun bei 573 Gt und damit deutlich über dem Mittelwert von 1981–2010:

Die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) misst die Schnee- und Eisakkumulation im Verhältnis zum Schmelzwasserabfluss, zur Sublimation und zur Verdunstung; sie berücksichtigt weder das Kalben von Eisbergen noch das Schmelzen unterhalb des Eisschildes. Dies ist ein Gegenargument, das oft von Alarmisten angeführt wird. Gut. Aber selbst wenn man alles berücksichtigt, zeigt die Gesamt-Massenbilanz (TMB) in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Erholungstrend:

Graphik: Jährliche Massenbilanz des grönländischen Eisschilds, gemessen von den GRACE/GRACE-FO-Satelliten. Die Gesamtbilanz erholt sich.

Ein Hinweis zur Einordnung für die Panikmacher: Grönland verfügt über etwa 2,7 Millionen Gt Eis. Satellitenaufzeichnungen beziffern den durchschnittlichen Nettoverlust zwischen 1992 und 2020 auf 169 Gt pro Jahr – das entspricht etwa 0,006 % der Eisdecke jährlich.

Proportional gesehen ist der in den Schlagzeilen angeführte Rückgang verschwindend gering.

[NSIDC und Otosaka et al. (2023)]

Um das Ganze weiter zu relativieren: Die Gletscher und Eiskappen Grönlands sind heute größer als während eines Großteils des Holozäns. Vor etwa 8.000 bis 3.700 Jahren waren mindestens 75 % der rekonstruierten Gletscher kleiner als heute oder fehlten gänzlich. Während der wärmsten Phase vor etwa 6.800 bis 5.900 Jahren lag dieser Anteil bei 94 %. (Studie).

Larocca und Axford, Climate of the Past (2022), Abbildung 5b-c.

Die Temperaturen in der Hocharktis zeichnen ein ähnlich (für Alarmisten) beunruhigendes Bild.

Nördlich von 80° N lag der Tagesmittelwert am 23. Juli immer noch bei etwa 0 °C – unter dem Durchschnitt der Jahre 1958–2002.

Nach den rekordkalten Monaten Mai und Juni blieb es in der Region auch im Juli besonders kalt:

Die Befürchtungen, das heutige Klima sei in irgendeiner Weise „katastrophal heiß“, werden durch die Daten nicht gestützt. Die australische Geologin Vivian Richard Forbes sagte dazu:

„Es gibt viele Geologen, die meinen Klimakreuzzug unterstützen, weil sie sich ein wenig mit Geologie- und Klimageschichte beschäftigt haben und wissen, dass das heutige Klima nichts Neues ist. Es gibt nichts Extremes. Die Schwankungen sind sehr gering. Die Temperatur ist sehr moderat. Und selbst wenn es ein wenig wärmer wird, werden wir wahrscheinlich davon profitieren.“

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-adds-more-summer-mass-freeze?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 30 /2026

Vorbemerkung: In diesem Kältereport gibt es Meldungen von beiden Polen der Welt. Das stützt die Aussage, dass es zumindest in diesem Jahr an beiden Polen besonders kalt ist.

Die Schlagzeilen der Woche:

Antarktis: Abkühlung auf -84,1 °C (gemessen!) – die niedrigste Temperatur auf der Erde seit 2012

Russland: Rekord-Kälte

Europa: Vorstoß von Meeresluft arktischen Ursprungs

Antarktis: Zehn Tage nacheinander unter –100° F (–73,3°C)

Grönland: Oberflächen-Massenbilanz 100 Milliarden Tonnen über dem Mittelwert

Alaska: Neue Kältewelle

Anden: 5 m Schnee und Kälte bis –27°C

Australien: Frosteinbruch im Süden

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Meldungen vom 20. Juli 2026:

Antarktis: Abkühlung auf -84,1 °C (gemessen!) – die niedrigste Temperatur auf der Erde seit 2012

Die extreme Kälte in der Antarktis hat sich am Wochenende weiter verschärft.

Am 18. Juli sank die Temperatur an der Concordia-Station am Dome C um 6:25 Uhr UTC auf -84,1 °C – die niedrigste gemessene Lufttemperatur auf der Erde seit dem Wert von -84,2 °C, der im September 2012 in Wostok gemessen worden war.

ClimAntartide bestätigte den Messwert – der drittniedrigste an der Concordia-Station seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 2005 (der Rekord liegt weiterhin bei -84,7 °C, gemessen am 13. August 2010). Die Tageshöchsttemperatur der Station lag bei gerade einmal -76,9 °C.

Hierbei muss natürlich berücksichtigt werden, dass die Sonne in der dortigen Polarnacht kaum scheint und demzufolge auch kein nennenswerter Tagesgang der Temperatur auftritt. A. d. Übers.)

Auch am Dome Fuji wurden Tagesrekorde gebrochen. Am 17. Juli sank die Temperatur an dieser Messstation auf -80,4 °C und übertraf damit den bisherigen Tagesrekord von -79,8 °C aus dem Jahr 1999. Am 18. Juli sank die Temperatur auf -81,9 °C und übertraf damit den bisherigen Rekord von -78,9 °C ebenfalls aus dem Jahr 1999.

Die Kälte erfasste das gesamte antarktische Plateau. Automatische Wetterstationen verzeichneten -72 °C in Henry, -75 °C in Nico – beide in der Nähe des Südpols – und -81 °C am Dome CII in der Nähe von Concordia.

Die Amundsen-Scott-Südpolstation verzeichnete am 17. Juli eine Höchsttemperatur von nur -70,8 °C, am folgenden Tag lag die Höchsttemperatur bei lediglich -71 °C. Die Tiefsttemperatur am Samstag lag bei -76,2 °C und brach damit den am 18. Juli 2006 aufgestellten Tagesrekord von -75,7 °C. Das Wochenende war die kälteste mehrtägige Periode am Südpol seit dem 2. und 3. August 2019.

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Russland: Rekord-Kälte

Russland verzeichnete zwischen dem 17. und 19. Juli mindestens neun Tiefsttemperatur-Rekorde, als sich die diesjährige Hochsommerkälte über das ganze Land ausbreitete.

Am 17. Juli…

In Staraya Russa sank die Temperatur auf 6 °C und brach damit den 1977 aufgestellten Rekord von 6,9 °C (laut Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1936 zurückreichen). In Bologoe wurden 5,6 °C gemessen, was unter dem Wert von 5,8 °C aus dem Jahr 1995 lag (Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1959 zurück). In Wologda sank die Temperatur auf 4,5 °C und unterbot damit den Wert von 4,9 °C aus dem Jahr 1956 (in einer seit 1891 geführten Tagesreihe). Und in Balaschow wurden 9,8 °C gemessen, womit der Wert von 10,2 °C aus dem Jahr 1977 (seit 1948) unterschritten worden ist.

Die Kälte verlagerte sich am 18. Juli nach Süden und Osten…

In Kologriv sank die Temperatur auf 4,3 °C und unterbot damit den Rekord von 4,7 °C aus dem Jahr 2015 (seit 1959). In Gigant wurden 11,2 °C gemessen, womit der Wert von 12,5 °C aus dem Jahr 1977 (bis 1939) unterboten wurde. In Remontnoye sank die Temperatur auf 11,3 °C und übertraf damit die ebenfalls 1977 gemessenen 11,6 °C (zurück bis 1948).

Der gleiche Kälteeinbruch erreichte die Ukraine, wo die Temperatur in Tschernihiw am 18. Juli auf 7 °C sank und damit den bisherigen Tagesrekord der Stadt von 7,7 °C aus dem Jahr 1989 brach (die tägliche Messreihe reicht bis ins Jahr 1924 zurück).

Am 19. Juli folgten mindestens zwei weitere russische Rekorde…

In Egvekinot, Tschukotka, sank die Temperatur auf 0,9 °C und brach damit den bisherigen Rekord von 2,5 °C aus dem Jahr 2022 (die täglichen Aufzeichnungen reichen hier bis ins Jahr 1948 zurück). Und Gigant stellte seinen zweiten Rekord in Folge auf, erreichte 11,6 °C und übertraf damit die 11,7 °C aus dem Jahr 1967.

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Europa: Vorstoß von Meeresluft arktischen Ursprungs

Mit Blick nach Westen hat eine Luftmasse arktischen Ursprungs ebenfalls Tages-Kälterekorde in ganz Nordeuropa gebrochen, wobei sich der Kälteeinbruch nun weiter nach Mitteleuropa und auf den Balkan ausbreitet.

Am 19. Juli sank die Temperatur in Kautokeino in Norwegen auf 1,9 °C und brach damit den bisherigen Tagesrekord von 3 °C aus dem Jahr 1972. Im benachbarten Schweden sank die Temperatur in Kiruna auf den Gefrierpunkt von 0 °C und übertraf damit den bisherigen Rekordwert für den 19. Juli von 0,8 °C aus dem Jahr 1958.

Weiter südwestlich, in Schottland, sank die Temperatur in Edinburghs Stadtteil Gogarbank auf 6,6 °C und unterbot damit den bisherigen Tiefstwert der Stadt für den 19. Juli von 7,8 °C aus dem Jahr 1968.

Die Kälte wird nun durch einen sich verstärkenden atlantischen Höhenrücken und eine tiefe Tiefdruckrinne über Nord- und Osteuropa weiter nach Süden getrieben. Nordwinde sollen die Temperaturen bis Donnerstag, den 23. Juli, in Mittel- und Osteuropa auf 8 °C unter den Durchschnitt drücken.

Die stärksten Abweichungen werden in Norditalien, Österreich, Slowenien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei und Polen erwartet, bevor die Kaltfront am Freitag und Samstag den südlichen Balkan, Süditalien und Griechenland erreicht.

Dort werden die Temperaturen voraussichtlich verbreitet 12 °C unter dem Normalwert liegen.

In weiten Teilen des Kontinents hat sich das Wetterbild umgekehrt – auch wenn die Medien dem natürlich kaum Sendezeit widmen werden.

Hintergrund dieser Kälte ist natürlich die in diesem Sommer offenbar besonders kalte Arktis, was in anderen Kältereports schon wiederholt angesprochen worden ist. A. d. Übers.

Link: https://electroverse.substack.com/p/antarctica-hits-841c-1194f-earths?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 21. Juli 2026:

Antarktis: Zehn Tage nacheinander unter –100° F (–73,3°C)

In der Antarktis, genauer gesagt an der Concordia-Station, herrscht weiterhin extreme Kälte: Am 20. Juli lagen die Temperaturen dort bereits den vierten Tag in Folge unter -80 °C.

Die Messreihe begann am 11. Juli bei -73,6 °C, gefolgt von -75,5 °C am 12. Juli, dann von -76 °C am 13. und 14. Juli, -79,4 °C am 15. Juli, -79,6 °C am 16. Juli, -82,8 °C am 17. Juli und -84,1 °C am 18. Juli. Concordia verzeichnete dann am 19. Juli -82,7 °C, bevor am 20. Juli vorläufig -80,7 °C gemessen worden sind. Damit lagen die Temperaturen zehn Tage in Folge unter -100 °F und vier Tage in Folge unter -112 °F.

Der Wert von -84,1 °C am 18. Juli war der drittniedrigste in Concordia seit Beginn der lückenlosen Aufzeichnungen im Jahr 2005 und die niedrigste gemessene Lufttemperatur weltweit seit Vostok im September 2012 -84,2 °C erreichte.

Für die kommenden Tage wird eine leichte Erwärmung vorhergesagt. Doch das Ausmaß und die Dauer der Kältewelle, die Concordia gerade erlebt hat, sind außergewöhnlich: Vom 16. bis 20. Juli lag der Durchschnitt der fünf täglichen Tiefstwerte bei -82 °C – der drittniedrigste Fünftagesdurchschnitt in der Beobachtungsgeschichte von Concordia. Nur der Zeitraum vom 19. bis 23. Juni 2017 mit einem Durchschnitt von -82,6 °C und der Zeitraum vom 20. bis 24. Juni 2017 mit -82,1 °C waren noch kälter.

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Grönland: Oberflächen-Massenbilanz 100 Milliarden Tonnen über dem Mittelwert

Seit September 2025 hat die Oberfläche Grönlands rund 580 Milliarden Tonnen Eis und Schnee dazugewonnen – deutlich mehr als der Durchschnitt der Jahre 1981–2010 für diesen Zeitpunkt der Saison.

Normalerweise erreicht die akkumulierte Oberflächen-Massenbilanz Grönlands Ende Mai oder Anfang Juni ihren Höchststand, bevor sie im Juli und August stark zurückgeht, da Schmelze und Abfluss die Neuschneemenge übersteigen.

Dieser Rückgang ist im Jahr 2026 kaum eingetreten.

Die tägliche Zu- und Abnahme der Eisoberfläche liegt seit Mitte Juni im Durchschnitt bei etwa null, sodass die kumulierte Gesamtmenge nahe ihrem saisonalen Höchststand und etwa 100 Milliarden Tonnen über dem langfristigen Mittelwert liegt.

Bislang ist in diesem Jahr kaum Eis von der Oberfläche Grönlands abgeschmolzen, und die Saison dauert nur noch einen Monat.

Anmerkung des Übersetzers: Bevor jetzt wieder irgendwelche Alarm-Agitatoren mit Leseschwäche aufjaulen – hier ist tatsächlich wieder nur die Oberflächen-Massenbilanz erwähnt. Demnächst erscheint hier ein Hintergrundbericht über die Verhältnisse in und um Grönland, in dem alle Aspekte zur Sprache kommen. Aber bereits vor über einem Jahr, genauer im Kältereport Nr. 15 / 2025 habe ich den Unterschied zwischen Oberflächen- und Gesamt-Massenbilanz zur Sprache gebracht!

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Alaska: Neue Kältewelle

Die Mittsommerkälte hat im Süden Alaskas vieljährige Temperaturrekorde gebrochen und eingestellt.

In Cold Bay sank die Temperatur am 20. Juli auf 3,9 °C und brach damit den bisherigen Tagesrekord von 4,4 °C aus dem Jahr 1971. Die Tageshöchsttemperatur erreichte lediglich 9,4 °C, die Tagesdurchschnittstemperatur lag bei 6,7 °C – beide Werte lagen 4,4 °C unter dem Normalwert.

Auch in Kodiak sank die Temperatur auf 3,9 °C und erreichte damit den Rekordwert vom 20. Juli 1965. Die Tiefsttemperatur lag 6,7 °C unter dem Normalwert.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf diese beiden Messstationen. In King Salmon wurden nur 12,2 °C gemessen, 6,1 °C unter dem Normalwert; in Anchorage lag die Höchsttemperatur bei 13,3 °C, 5,6 °C unter dem Normalwert; und auf St. Paul Island wurden nur 7,2 °C erreicht, 3,9 °C unter dem Normalwert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/ten-straight-days-below-100f-greenland?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 23. Juli 2026:

Anden: 5 m Schnee und Kälte bis –27°C

Ein schwerer Wintersturm hat die Anden in Chile und Argentinien unter außergewöhnlich großen Schneemengen begraben.

Im chilenischen Skigebiet Portillo sind mehr als 4,5 m Schnee gefallen; die Behörden bezeichnen die Dauer und Intensität des Sturms als „äußerst ungewöhnlich“. Alle Straßen- und Flugverbindungen bleiben ebenso wie das Skigebiet selbst gesperrt, da sich der Schnee weiter ansammelt.

Der Grenzbeamte Osvaldo Valle sagte: „Wir befinden uns mitten in einem historischen Schneefall“, nachdem in Las Cuevas 4 m und sowohl in Los Libertadores als auch in Portillo jeweils mehr als 3 m Schnee gefallen waren. Prognosen gehen von insgesamt 5 m aus, bevor der Sturm abklingt. Valle sagte, dieses Ereignis übertreffe bisherige große Winterereignisse, darunter auch den verheerenden Schneesturm vom Juli 1984.

Auf argentinischer Seite melden Behördenvertreter etwa 4 m Schnee, davon mehr als 2 m in Puente del Inca und bis zu 1 m in tiefer gelegenen Gebieten. In der Nähe von Los Penitentes akkumulierte der Schnee so hoch, dass Anwohner, Touristen und Arbeiter evakuiert werden mussten, gingen doch die Vorräte an Lebensmitteln und Heizmaterial zur Neige. Ein Rettungsfahrzeug musste jedoch umkehren, nachdem es auf 2 Meter hohe Schneeverwehungen gestoßen war.

Weiter nördlich in Catamarca meldete das hochgelegene Bergbaulager Tres Quebradas Temperaturen von -27 °C, Windgeschwindigkeiten von über 170 km/h und Schneehöhen von mehr als 1 m.

Am Salar del Hombre Muerto soll sich der Schnee stellenweise bis zu 4 m hoch aufgetürmt und ein Fahrzeug mit vier Bergleuten vollständig verschüttet haben. Alle vier konnten schließlich mit Unterkühlungserscheinungen gerettet werden; einer von ihnen soll bereits „angefangen haben zu gefrieren“.

Die Kälte breitete sich über ganz Patagonien aus.

Der argentinische Wetterdienst verzeichnete am 22. Juli an mindestens 22 Orten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. In El Calafate wurden -16,2 °C gemessen, in Gobernador Gregores -13,5 °C, in Perito Moreno -12,8 °C und in Paso de Indios -10,3 °C.

Jenseits der Grenze verzeichnete Chile am 22. Juli offiziell -15,9 °C in Balmaceda und -10,6 °C in Coyhaique, wo die Tageshöchsttemperatur nicht über den Gefrierpunkt stieg.

Bezieht man die offiziellen Daten ein, so machen Portillos offizielle Gesamtmenge von 4,5 Metern, die Aussicht auf mehr als 5 m in Los Libertadores und die schiere geografische Ausdehnung des Ereignisses dies zu einem der größten Schneefälle in den Anden seit Jahrzehnten.

Chile und Argentinien wurden von einem transandinen Wintereinbruch heimgesucht, der 4½ m Schnee, Temperaturen von -27 °C, orkanartige Winde, verschüttete Fahrzeuge, geschlossene Grenzen und groß angelegte Rettungsaktionen mit sich brachte.

In den Medien kommt natürlich kein Wort davon.

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Eine Meldung vom 24. Juli 2026:

Australien: Frosteinbruch im Süden

Luft antarktischen Ursprungs ist über Australien hinweggefegt und hat in allen Bundesstaaten und Territorien mit Ausnahme des Northern Territory für Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gesorgt.

Bis Freitagmorgen waren die Temperaturen in sechs Verwaltungsbezirken auf -3 °C oder darunter gefallen.

Die Thredbo Top Station erreichte -7 °C, der Mount Ginini -6 °C, der Mount Hotham -5,7 °C, der Mount Wellington -4,7 °C, Salmon Gums -4,4 °C sowie Yunta und Yongala -3,4 °C.

Auch in den tief gelegenen Küstengebieten kam es zu Frost.

In Richmond im Sydney-Becken sank die Temperatur auf -0,5 °C, während am Flughafen Moruya an der Küste von New South Wales -0,6 °C gemessen wurden.

Salmon Gums lieferte den herausragenden Messwert. Die dort gemessenen -4,4 °C lagen um beachtliche 9,1 °C unter dem durchschnittlichen Tiefstwert für Juli und nur 0,3 °C über dem Juli-Rekordwert der Station von -4,7 °C, der im Jahr 2025 aufgestellt worden war. Die Aufzeichnungen an dieser Station reichen bis ins Jahr 1932 zurück.

In Tasmanien fiel Schnee bis in Höhenlagen von 300 m hinab, wobei es in den höheren Lagen zu starken Akkumulationen kam.

Am Mount Wellington wurde eine gefühlte Temperatur von fast -19 °C gemessen, während die Windböen Geschwindigkeiten über 100 km/h erreichten.

Für Anfang nächster Woche werden weitere Schneeschauer vorhergesagt. Laut BoM liegen die Temperaturen am Mount Buller nahe dem Gefrierpunkt, wobei bis Dienstag Schnee erwartet wird und für Mittwoch und Donnerstag Tiefstwerte von -3 °C prognostiziert werden.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 31 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 24. Juli 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Der Wasserdampf von „Hunga Tonga“ befindet sich weiterhin in der Stratosphäre

Cap Allon

Der Ausbruch von Hunga Tonga–Hunga Haʻapai im Januar 2022 schleuderte 150 Millionen Tonnen Wasserdampf direkt in die Atmosphäre und erhöhte damit die Gesamtmenge von Wasserdampf in der Stratosphäre um etwa 10 % – die größte jemals verzeichnete Veränderung.

Wasserdampf ist das in der Atmosphäre am häufigsten vorkommende Treibhausgas und trägt am stärksten zum natürlichen Treibhauseffekt der Erde bei. In der unteren Atmosphäre wirkt er weitgehend als Rückkopplungsprozess und steigt und fällt mit der Temperatur. Hunga Tonga schleuderte Wasser direkt in die Stratosphäre, wo es die Strahlung, die Ozonchemie und die atmosphärische Zirkulation verändern kann.

Diese Veränderung ist im Juli 2026 noch immer vorhanden.

Satellitenbeobachtungen zeigen, dass bis Anfang 2025 rund 75 Millionen Tonnen – etwa die Hälfte des ursprünglichen Überschusses – abgebaut worden waren. Der Rest baut sich mit einer geschätzten E-Halbwertszeit von drei Jahren ab und wird voraussichtlich um das Jahr 2030 wieder den Wert vor dem Hunga-Tonga-Ausbruch erreichen.

Diese zusätzliche Feuchtigkeit führte zu einer Zunahme der nach unten gerichteten Infrarotstrahlung.

Selbst die NASA erklärte, dass nach dem Ausbruch ein vorübergehender Erwärmungseffekt möglich sei.

Es lässt sich logischerweise annehmen, dass der Ausbruch das regionale Wetter beeinflusst, doch der genaue Beitrag zu einzelnen Ereignissen lässt sich natürlich nur schwer isoliert bestimmen. Die Attributionswissenschaft wird beispielsweise mit hoher Sicherheit behaupten, dass „die CO₂-Emissionen des Menschen die jüngste Hitzewelle in Westeuropa 300-mal wahrscheinlicher gemacht haben“, wird aber auch einräumen, dass etwaige Auswirkungen von Hunga Tonga nicht quantifiziert werden können.

Die Atmosphäre nach Januar 2022 war nicht mehr die gleiche wie zuvor: Es war eine rekordverdächtige natürliche Einbringung von Treibhausgasen hinzugekommen, die sich über beide Hemisphären ausbreitete und auch im Jahr 2026 noch in der Stratosphäre verbleibt. Jede ernsthafte Klimadiskussion muss dies berücksichtigen.

Graphik: Wasserdampf in der Stratosphäre im Jahr 2021 (vor dem Ausbruch) im Vergleich zu fünf Jahren später, in der ersten Hälfte des Jahres 2026.

Link: https://electroverse.substack.com/p/hunga-tongas-water-vapor-remains?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




USA: Die Reform des alarmistischen Nationalen Klimaberichts hat begonnen

David Wojick

Seit 25 Jahren ist der regelmäßig erscheinende Bericht „National Climate Assessment“ (NCA) das Aushängeschild des amerikanischen Alarmismus‘. Es sieht so aus, als würde sich das nun ändern, hat doch ein Realist das Ruder übernommen.

Die Berichte werden von einer kleinen Bundesbehörde namens „U.S. Global Change Research Program“ (GCRP) erstellt, die – ironischerweise – gar keine Forschung betreibt. Sie erstellt lediglich einen Jahresbericht über die klimabezogene Forschung von 13 großen Bundesbehörden. Seine Hauptaufgabe ist die Erstellung der NCAs. Der erste Bericht erschien 2001, der fünfte wird 2023 veröffentlicht.

Die Trump-Regierung hatte das GCRP gestrichen, doch nun wird es wiederbelebt, und zwar unter der Leitung des führenden Skeptikers Matt Wielicki. Es zeichnet sich also ein skeptischer NCA-Bericht ab.

Wielicki steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Er hat eine riesige Aufgabe vor sich und hat möglicherweise noch nie zuvor ein derart dringliches Bundesprojekt geleitet. Die alarmistische NCA ist ein riesiges Dokument mit endlosen alarmierenden Grafiken und beängstigenden Texten, das über einen Zeitraum von mehreren Jahren von Hunderten von Menschen erstellt wurde. Ihr gesamter irreführender Fokus liegt darauf, wie der vom Menschen verursachte Klimawandel den Amerikanern schadet.

Logistisch gesehen ist es unwahrscheinlich, dass die Alarmisten, die Erfahrung mit der Erstellung eines früheren NCA haben, an einer realitätsnahen Version arbeiten wollen, so dass ein völlig neues Team aufgebaut werden muss. Der ICF-Unterstützungsvertrag, über den ein Großteil der nicht-bundeseigenen Mitarbeiter bezahlt wurde, ist gekündigt worden. Dies sind komplexe Hindernisse, die Wielicki überwinden muss.

Er könnte einen einfachen Ansatz wählen, weil die alarmistischen Auswirkungen gar nicht existieren, mit denen diese früheren Berichte gespickt waren. Somit sind die früheren Berichte als Vorlage unbrauchbar. Hier sind einige erste Überlegungen zu einem skeptischen Dokumententwurf, der leicht umzusetzen sein könnte.

Erstens könnte der Bericht das Konzept des Klimawandels erörtern. Das Klima schwankt naturgemäß auf einer Vielzahl von Zeitskalen, von Jahren bis zu Jahrhunderten. Angesichts dieser natürlichen Variabilität kann es schwierig sein festzustellen, ob sich das Klima an einem bestimmten Ort langfristig tatsächlich verändert. Kurzfristig verändert sich das Klima ständig. Dies ist die heikle Verwirrung, die entsteht, wenn nicht zwischen Variabilität und Trend unterschieden wird – ein Problem, in dem sich frühere Berichte verstrickt haben.

Zweitens könnte der Bericht erläutern, dass der Klimawandel größtenteils natürlichen Ursprungs und nicht vom Menschen verursacht ist. Der städtische Wärmeinseleffekt (Urban Heat Island, UHI) bildet dabei eine offensichtliche Ausnahme. Frühere Berichte scheinen davon auszugehen, dass alle Veränderungen vom Menschen verursacht oder verschlimmert werden.

Drittens gibt es das Thema der positiven Veränderungen, das in früheren Berichten weitgehend außer Acht gelassen worden ist. Dazu könnten Aspekte wie die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität oder der Rückgang der Todesfälle durch extreme Kälte gehören. Auch die Vorteile einer „Begrünung“ durch steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre (gut für die weltweite Nahrungsmittelversorgung) könnten erörtert werden.

Viertens könnte der neue Bericht auch auf die gängigen Irrtümer eingehen, die diesen früheren NCA-Berichten zugrunde liegen. In diesen extrem alarmistischen Berichten findet sich viel pseudowissenschaftlicher Unsinn.

Im Folgenden finden sich einige Links für diejenigen, die sich mit dem jüngsten Alarmismus des GCRP auseinandersetzen wollen, den Wielicki umkehren möchte.

Hier eiene gute Übersicht vom GCRP des Congressional Research Service.

Es gibt eine Tabelle mit den Fördermitteln nach Förderinstitutionen, aus welcher der rasante Anstieg der verschwenderischen Ausgaben für alarmistische Forschung hervorgeht.

Anscheinend ist die GCRP-Website nicht mehr erreichbar, aber hier findet man den jüngsten Nationalen Klimabericht (den ich die Nationale Angstmache nenne).

Es sei darauf hingewiesen, dass das GCRP das Klimaforschungsprogramm der US-Bundesregierung nicht koordiniert, wie oft fälschlicherweise berichtet wird. Es sammelt lediglich jährliche Ausgaben- und Projektdaten der rund 13 Forschungsbehörden und erstellt einen Jahresbericht mit dem Titel „Our Changing Planet“. Seltsamerweise scheint die letzte Ausgabe das Geschäftsjahr 2023 zu betreffen, in dem die Ausgaben 4 Milliarden Dollar überstiegen. Siehe hier.

Wie sich die große Herausforderung entwickeln wird, eine realitätsnahe nationale Klimabewertung zu erstellen, bleibt abzuwarten.

Link: https://www.cfact.org/2026/07/19/reforming-the-alarmist-national-climate-assessment-has-begun/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Waldbrände sind ein ernstes Problem – den Klimawandel dafür verantwortlich zu machen ist jedoch abwegig

Anthony Watts

Die weltweite Waldbrandaktivität ist auf dem tiefsten Stand seit Jahren – warum suggerieren die Medienberichte dann eine Krise?

Jeder Sommer scheint nach dem gleichen vorhersehbaren Medienszenario abzulaufen.

Irgendwo in Nordamerika brechen Waldbrände aus. Der Rauch zieht Hunderte oder sogar Tausende von Meilen weit. Es werden Luftqualitätswarnungen ausgegeben. Fernsehsender füllen den Bildschirm mit dunstigen Skylines. [Hervorhebungen und Links hinzugefügt {vom Blog-Admin}]

Noch bevor die Ermittler überhaupt festgestellt haben, wie die Brände entstanden sind, beginnen die Schlagzeilen bereits, den Rauch mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen.

Bei den aktuellen Bränden in Frankreich und Spanien ist es natürlich genauso. A. d. Übers.

Auch in diesem Jahr war es nicht anders.

Als sich der Rauch der kanadischen Waldbrände über Teile des Mittleren Westens und des Nordostens ausbreitete, verlagerte sich ein Großteil der Berichterstattung schnell von der Darstellung der Brände hin zu deren Darstellung als Beweis für eine sich verschärfende Klimakrise.

Dabei wurde jedoch oft eine entscheidende Tatsache außer Acht gelassen: Viele der für den Rauch verantwortlichen Brände wurden durch Blitzeinschläge ausgelöst – eine natürliche Ursache, die es schon so lange gibt wie es Wälder gibt.

Blitze sind nichts Neues. Von vorherrschenden Winden verwehte Rauchwolken sind nichts Neues. Neu ist jedoch die zunehmende Tendenz, jeden rauchverhangenen Himmel als Beweis für den Klimawandel zu werten.

Dieser unlogische Schluss lässt sich nicht durch Beweise stützen.

Eine der eindrucksvollsten Grafiken, die ich je gesehen habe, zeigt etwas, das Sie in den Nachrichten wahrscheinlich noch nicht gesehen haben. Daten des Global Wildfire Information System der Europäischen Kommission zeigen, dass im Jahr 2026 die kumulierte Brandfläche in ganz Amerika die geringste seit mindestens einem Jahrzehnt war.

Eine zweite Grafik auf der Basis der gleichen globalen Datenbank zeigt, dass alle bewohnten Kontinente in diesem Jahr unter ihrem jüngsten Durchschnitt bei der verbrannten Fläche liegen, wobei Afrika, Amerika und Europa Rekord-Tiefstände verzeichnen.

Das sind bemerkenswerte Zahlen. Sie bedeuten nicht, dass Waldbrände verschwunden sind oder dass Rauch kein ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt. Sie zeigen jedoch, dass sich das Gesamtbild der Waldbrände stark von dem unterscheidet, das oft in den täglichen Nachrichten gezeichnet wird.

Wenn die weltweit verbrannten Flächen ungewöhnlich gering sind, warum gibt es dann so viele Berichte, die von einer eskalierenden Waldbrandkrise sprechen und diese auf den Klimawandel zurückführen?

Ein Teil der Antwort liegt darin, wie wir Nachrichten konsumieren. Reporter berichten naturgemäß über Brände, die gerade wüten, und nicht über Wälder, in denen es nicht brennt. Dramatische Bilder von rauchverhangenen Städten ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Karten, die unterdurchschnittlich große Brandflächen zeigen, tun dies selten.

Das Ergebnis ist eine Art Selektionsverzerrung: Die Öffentlichkeit sieht ständig aktuelle Katastrophen, erhält aber kaum Hintergrundinformationen zu längerfristigen Trends. Es ist eine Abwandlung des alten Nachrichtenmotto: „If it bleeds, it leads.“

Die Historie verschafft noch weitere Perspektiven.

Eine weitere aufschlussreiche Grafik stammt aus einer von der Royal Society veröffentlichten Brandstudie. Auf der Grundlage von Daten aus mehr als 800 Standorten mit Brandspuren im Westen Nordamerikas zeigt sie, dass große Waldbrände vor 1900 wesentlich häufiger auftraten als heute.

Die Brandaktivität nahm mit Veränderungen in der Landbewirtschaftung, der Viehweidewirtschaft, den Siedlungsmustern und der organisierten Brandbekämpfung ab. Mit anderen Worten: Die heutigen Wälder brennen nicht in einem historisch beispiellosen Ausmaß.

Die wissenschaftliche Fachliteratur im weiteren Sinne bestätigt dies. Kapitel 12 des Sechsten Sachstandsberichts des IPCC kam zu dem Schluss, dass die Zuverlässigkeit der beobachteten globalen Trends hinsichtlich der Brandwetterbedingungen und der verbrannten Flächen gering ist.

Die gelb hervorgehobenen Themen zeigen, dass der Klimawandel weder jetzt noch in Zukunft mit diesen Wetterereignissen in Zusammenhang steht. Quelle

Der IPCC berichtet zudem mit hoher Sicherheit, dass die weltweit von Bränden betroffene Landfläche in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Das ist eine weitaus vorsichtigere Einschätzung, als viele Medienberichte vermuten lassen.

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass das Klima keinen Einfluss auf das Verhalten von Waldbränden hat. Das Wetter hat Brände schon immer beeinflusst, und sich ändernde klimatische Bedingungen können in einigen Regionen das Brandrisiko beeinflussen.

Waldbrände werden jedoch von vielen miteinander wechselwirkenden Faktoren angetrieben: Zündquellen wie Blitzeinschläge, Unfälle und sogar Brandstiftung, Wind, Luftfeuchtigkeit, Brennstoffansammlung, Insektenschäden, Waldbewirtschaftung, jahrzehntelange Brandbekämpfung und schlichtes Pech.

Wenn man jeden Waldbrand darauf zurückführt, dass er irgendwie durch den Klimawandel verursacht wurde, lässt man die meisten Faktoren außer Acht, die tatsächlich darüber entscheiden, wie ein Feuer entsteht und sich ausbreitet. Der Rauch selbst verrät noch weniger.

Rauch wird durch die normale atmosphärische Zirkulation verfrachtet. Selbst eine relativ moderate Brandsaison kann zu schweren Rauchereignissen führen, wenn der Wind die Rauchwolke über dicht besiedelte Gebiete treibt. Umgekehrt finden riesige Brände in abgelegenen Regionen möglicherweise kaum Beachtung, wenn sich der Rauch harmlos in andere Richtungen verflüchtigt.

Rauch über Chicago, Milwaukee oder Buffalo verrät uns, aus welcher Richtung der Wind wehte. Er sagt uns jedoch weder, warum das Feuer ausgebrochen ist, noch beweist er, dass der Klimawandel die direkte Ursache war.

Guter Journalismus sollte den Lesern sowohl aktuelle Nachrichten als auch den historischen Kontext vermitteln. Leider folgt die Berichterstattung über Waldbrände zunehmend einem vorhersehbaren Schema: Rauch taucht auf, der Klimawandel wird zum Schuldigen erklärt, und die umfassenderen Beweise des Gegenteils fließen selten in die Diskussion ein.

Die Öffentlichkeit verdient weitaus Besseres als eine dem vorgegebenen Drehbuch folgende Berichterstattung.

Waldbrände sind eine ernste Angelegenheit. Rauch birgt echte Gesundheitsrisiken. Diese Tatsachen erfordern weder Übertreibungen noch eine selektive Berichterstattung. Bevor jeder rauchige Sommer als weiteres Kapitel einer unvermeidlichen Klimakatastrophe dargestellt wird, haben die Leser ein Recht darauf, das Gesamtbild zu erfahren – einschließlich der Aspekte, die nicht in das vorherrschende Narrativ passen.

Denn gute Wissenschaft stützt sich auf Beweise, und das sollte auch für guten Journalismus gelten.

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Link: https://climatechangedispatch.com/wildfire-smoke-climate-change/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE