CEO von COP30: „Klimawandel ist unser größter Krieg“

Eric Worrall

Die Leitung der brasilianischen Klimakonferenz hat die Nase voll von Handels- und Schusskriegen, die von den Klimaverhandlungen ablenken.

Das Klima ist unser größter Krieg“, warnt der CEO von Cop30 vor dem UN-Gipfel in Brasilien. Verhandlungsführer zweifeln am finanziellen und ökologischen Engagement der Länder, während Militär- und Handelskriege die Aufmerksamkeit ablenken. – Fiona Harvey, Umweltredakteurin, 29. Juni 2025

„Das Klima ist unser größter Krieg. Das Klima ist für die nächsten 100 Jahre da. Wir müssen uns konzentrieren und … nicht zulassen, dass diese [anderen] Kriege unsere Aufmerksamkeit von dem größeren Kampf ablenken, den wir führen müssen.“

Ana Toni, die Geschäftsführerin von Cop30, dem UN-Klimagipfel, der im November in Brasilien stattfinden wird, ist besorgt. Nur vier Monate vor dem entscheidenden globalen Gipfel ist die Reaktion der Welt auf die Klimakrise in der Schwebe.

Weniger als 30 der 200 Länder, die in der amazonischen Stadt Belém zusammenkommen werden, haben die im Pariser Abkommen von 2015 geforderten Pläne ausgearbeitet, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwehren.

Derweil hat sich US-Präsident Donald Trump aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen und will die fossilen Brennstoffe ausbauen und die Bemühungen zur Senkung des Kohlenstoffs abbauen. Die EU ist in angespannte Auseinandersetzungen über ihre Pläne verwickelt. China, der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen, erwägt Gerüchten zufolge schwache Ziele, welche die Welt zu einer viel größeren Erwärmung verdammen würden.

Toni, eine angesehene brasilianische Wirtschaftswissenschaftlerin, sagte dem Guardian: „Es besteht kein Zweifel, dass die Kriege, die wir erlebt haben – militärische Kriege und Handelskriege … sehr schädlich sind – physisch, wirtschaftlich, sozial – und sie lenken die Aufmerksamkeit vom Klima ab.“

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Stehen wir endlich vor dem Ende des COP-Klimaprozesses?

Die Nationen kämpfen darum, ihre Hausaufgaben rechtzeitig zu erledigen, jeder will sehen, was die anderen tun, bevor er seinen eigenen zähneknirschenden Klimaplan vorlegt.

China rebelliert, die Genehmigungen für neue Kohlekraftwerke sind in die Höhe geschnellt:

Indien treibt seinen wirtschaftlichen Aufholprozess gegenüber China durch den Ausbau der Kohleinfrastruktur voran:

Afrika arbeitet sich von unten nach oben und baut riesige Projekte für fossile Brennstoffe, um seine Volkswirtschaften in die moderne Welt zu führen:

Die europäischen Länder sind wie immer absolute Heuchler – sie geben vor, sich um den Klimawandel zu kümmern, während sie gleichzeitig so viele fossile Brennstoffe wie möglich ausbeuten und importieren, um ihre gescheiterten erneuerbaren Systeme zu stützen. Lasst sie im Boden – es sei denn, ein europäisches Unternehmen oder eine Nation will sie haben:

Quelle

Sogar Brasilien, der Gastgeber der COP30-Klimakonferenz, beteiligt sich an der Klimaheuchelei, indem es einen großen Teil des Amazonas-Regenwaldes abholzt, um eine neue Autobahn zum Konferenzort zu bauen. Ich frage mich, ob die Konferenzteilnehmer in der Lage sein werden, Souvenirs aus den seltenen und gefährdeten Harthölzern zu kaufen, die für den Bau der Straße zur Klimakonferenz abgeholzt wurden.

Und über all dem thront die von den USA angeführte KI-Revolution, welche die Energienachfrage auf der ganzen Welt in die Höhe treibt – ein Nachfrageanstieg, der nicht durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann.

Die globale Klimabewegung ist eine wandelnde Leiche, wir müssen nur noch ein wenig warten, bis sie sich hinlegt und nicht mehr bewegt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/30/cop30-ceo-climate-change-is-our-biggest-war/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CO₂ unterstützt die Revolution der Landwirtschaft

Vijay Jayaraj

Die Welt wäre sicherer, wenn der Ausstoß von Kohlendioxid (CO₂) durch die Industrie gestoppt würde, so die Lehren vieler Schulen, die Regulierungspläne einiger Regierungen und die übertriebenen PR-Kampagnen des Klimaindustriekomplexes. Aber die Wahrheit ist erfreulicher: CO₂ ist eine unersetzliche Pflanzennahrung, die zunimmt.

Kohlendioxid – das als Staatsfeind Nummer eins gebrandmarkte Gas – zerstört den Planeten nicht. Im Gegenteil, es verbessert das Leben auf ihm. Überall auf der Welt kurbeln erhöhte CO₂-Werte das Pflanzenwachstum an und sorgen für reiche Ernteerträge in noch nie dagewesenem Ausmaß.

Warum ist das wichtig? Weil künftige Generationen davon profitieren könnten, wenn sie die Hysterie ablehnen und sich auf den gesunden Menschenverstand und bewährte Fakten verlassen.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre von etwa 300 ppm über 420 ppm gestiegen. Glaubt man einigen Schlagzeilen, so kommt dies einem Todesurteil gleich. Für Landwirte – oder Wissenschaftler, die sich mit Pflanzenphysiologie beschäftigen – ist dieser Anstieg jedoch ein Geschenk.

Studien zeigen, dass Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Salat und Getreide unter höheren CO₂-Konzentrationen schneller wachsen und mehr Ertrag bringen. Dieses Phänomen wurde durch jahrzehntelange Beobachtungen von Pflanzen in der ganzen Welt und in kontrollierten Umgebungen bestätigt.

Menschen, die sich dieses Wissen zunutze machen, haben zu einer landwirtschaftlichen Revolution beigetragen. Von der israelischen Negev-Wüste bis zum kenianischen Rift Valley beweisen die Landwirte, dass CO₂ kein Übeltäter, sondern ein Verbündeter bei der Ernährung einer wachsenden Bevölkerung ist.

Treibhausboom: Nahrung, wo es bisher keine gab

In der Gewächshaus-Landwirtschaft werden Pflanzen in zeltartigen Strukturen mit kontrollierter Umgebung angebaut. Im Gegensatz zur Landwirtschaft im Freiland, die den Risiken von Wetter und Schädlingen ausgesetzt ist, bieten Gewächshäuser stabile Ökosysteme, welche die Vegetationsperioden verlängern und die Beleuchtung und Temperatur steuern. Außerdem kann in Gewächshäusern der CO₂-Gehalt künstlich auf ein Niveau angehoben werden, das zwei- bis dreimal so hoch ist wie die atmosphärischen Konzentrationen.

Diese Landwirte erreichen, was die Natur nicht kann – vorhersehbare, reiche Ernten in Wüsten, Tundra und Ballungsgebieten. Zu den Vorteilen gehören ein geringerer Wasserverbrauch, eine geringere Abhängigkeit von Pestiziden, eine ganzjährige Produktion und höhere Erträge.

In einer Studie bewerteten Forscher die Ausbreitung des Gewächshausanbaus in 119 Ländern, darunter 22 in Afrika. Gewächshäuser bedecken heute weltweit mehr als 5000 Quadratmeilen (13.000 km²) Land, das ist das 40-fache der landwirtschaftlichen Fläche, die vor vier Jahrzehnten davon bedeckt war.

In China befinden sich 60 % der weltweiten Gewächshausfarmen. Einige der größten befinden sich in Weifang, China, (82.155 Hektar) und Almeria, Spanien (35.117 Hektar).

Mit CO₂-angereicherte Gewächshäuser decken heute einen erheblichen Teil des städtischen Gemüsebedarfs in China, einem Land, das einst von Nahrungsmittelknappheit und Hungersnöten geplagt war. „Reis, Gurken, Auberginen und Tomaten versorgen außerhalb der Saison das ganze Land“, sagt die chinesische Forscherin Xiaoye Tong.

In der Präfektur Hotan in der Wüste von Xinjiang bauen Landwirte Tomaten, Gurken und Melonen in Gewächshäusern an, in denen die CO₂-Konzentration bis zu 1200 ppm beträgt, das Dreifache der Konzentration im Freien.

Die Gewächshäuser in dieser Region haben die Entwicklung von Schnellreis ermöglicht, dessen Wachstumszyklus durch vertikalen bodenlosen Anbau und künstliche Lichtsteuerung auf nur 75 Tage verkürzt wurde. Das Wüstengewächshausprojekt in der Shawan-Oase in Xinjiang verfügt über 2100 Einheiten, die jährlich etwa 19.000 Tonnen Gemüse und Obst in mehr als 30 Sorten erzeugen können.

„Die Expansionsrate ist in China am dramatischsten, aber der Anstieg ist ein globales Phänomen“, sagt Tong. In Indien zum Beispiel wächst der Unterglas-Gartenbau jährlich um mehr als 6 %. Die indische Regierung fördert dieses Wachstum durch Subventionen im Rahmen der National Horticulture Mission, die bis zu 50 % der Gründungskosten abdeckt.

Die Metrolina Greenhouses in Huntersville, North Carolina, umfassen 8 Millionen Quadratfuß (72 ha) beheizte Anbaufläche und sind damit das größte beheizte Gewächshaus an einem Standort in den USA.

In Spanien baute Novagric die größten Gewächshäuser in Einzelmodulbauweise, in denen ertragreiche Tomatenpflanzen angebaut werden. Die Produktion stieg von 21 Kilogramm Tomaten pro Quadratmeter auf einen Rekord von 30 Kilogramm Kirschtomaten, und es wird erwartet, dass der Ertrag weiter steigt.

Man braucht keinen Doktortitel, um den Schleier zu durchschauen. Fragen Sie sich selbst: Wenn CO₂ so schädlich ist, warum pumpen Landwirte es dann in Gewächshäuser? Warum brechen die Ernteerträge bei steigenden CO₂-Werten Rekorde? Die Antworten liegen in der Biologie, nicht in der Ideologie.

Pflanzen haben sich entwickelt, als die CO₂-Werte fünfmal höher waren als heute. Die CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stellen das Kohlendioxid wieder her, das der Atmosphäre entzogen wurde, als Kohle, Erdöl und Erdgas vor Millionen von Jahren aus den Überresten von Flora und Fauna in Sümpfen und Meeren gebildet wurden. Ein Mangel an atmosphärischem Kohlendioxid wird behoben.

In der Zwischenzeit wird die Treibhauslandwirtschaft, die mit diesem lebensspendenden Molekül betrieben wird, Teil einer vielversprechenden Zukunft ohne Hunger sein.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/01/CO₂-sustains-greenhouse-farming-revolution/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Zwei Grad Hysterie

Cap Allon

„Wo die meisten Menschen leben, schwanken die Temperaturen zwischen den warmen und den kalten Monaten um mehr als 30°C… Sagen Sie mir noch einmal, wie 2°C den Planeten unbewohnbar machen sollen. Kein ehrlicher Wissenschaftler würde das je glauben.“ – Dr. Matthew M. Wielicki

Das Argument von Dr. Wielicki ist einfach: Der menschliche Körper, die menschliche Landwirtschaft und die menschliche Infrastruktur funktionieren bereits in großen Temperaturbereichen.

Die nachstehende Karte zeigt, dass in weiten Teilen der Welt – von Nordamerika bis Zentralasien – die saisonalen Temperaturschwankungen weit über 30 °C liegen:

Dennoch wird uns gesagt, dass ein allmählicher Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 2 °C innerhalb eines Jahrhunderts ausreicht, um die Zivilisation zu zerstören. Diese Behauptung hält dem Kontakt mit grundlegender Logik, beobachteten Ergebnissen oder historischen Präzedenzfällen nicht stand.

Im Folgenden gehe ich auf einige gängige Einwände der Panikmacher gegen diese Behauptung ein – und darauf, warum sie nicht zutreffen:

„Mittelwertbildung ist wichtiger als saisonale Schwankungen“

Wären die globalen Systeme wirklich anfällig für kleine Änderungen des Mittelwerts, würden wir nicht erleben, dass Menschen und Ökosysteme in Regionen mit jährlichen Temperaturschwankungen von 30-50 °C gedeihen. Eine Verschiebung des globalen Durchschnitts um 2 °C – über Jahrzehnte verteilt – ist im Vergleich dazu gering. Sie überschreitet nicht die natürliche Schwankungsbreite, in der wir bereits leben, und es gibt keine Hinweise darauf, dass sie die biologischen oder gesellschaftlichen Funktionen auf globaler Ebene beeinträchtigt.

„Globale Erwärmung treibt Extreme an“

Das ist die Theorie – aber die Daten sagen etwas anderes. Die Zahl der wetterbedingten Todesfälle ist seit den 1920er Jahren um 90 % zurückgegangen. Die globalen Daten zu Überschwemmungen, Dürren, Wirbelstürmen und Hitzewellen zeigen keinen steigenden Trend. Würden die klimabedingten Katastrophen wirklich zunehmen, dann würden wir auch zunehmende Schäden in der realen Welt sehen – und nicht nur aufgeblähte Versicherungsansprüche und Schlagzeilen-Hysterie. Sehen wir aber nicht.

„Die Landwirtschaft kann nicht mithalten“

Doch, kann sie. Und hat sie auch. Die Ernteerträge sind rekordverdächtig, was nicht zuletzt auf die steigenden CO₂-Werte zurückzuführen ist, die das Pflanzenwachstum ankurbeln. Wir schreiben das Jahr 2025 – der vorhergesagte Zusammenbruch der Landwirtschaft ist nicht eingetreten.

„Der Meeresspiegel wird katastrophal steigen“

Der antarktische Eisschild, der den größten Teil des Süßwassers der Erde enthält, ist seit Beginn der modernen Aufzeichnungen stabil geblieben oder hat sich abgekühlt. Das antarktische Meereis hat sich insgesamt als langfristig widerstandsfähig erwiesen, mit Phasen der Expansion. Das Schmelzen der Arktis führt nicht zu einem Anstieg des Meeresspiegels – wie ein Eiswürfel, der in einem Glas Wasser schmilzt, ist das Volumen bereits berücksichtigt.

Schlussfolgerung

Der Planet hat sich schon immer erwärmt und abgekühlt – auf natürliche Weise.

Die jüngste Erwärmungsphase steht in engem Zusammenhang mit den Sonnenzyklen, nicht mit CO₂. Die Fixierung und die Angstmacherei sind unwissenschaftlich und überholt.

Es sieht so aus, als würde die Natur jetzt einen Schaltvorgang vorbereiten.

Die Erwärmung hatte ihre Zeit. Sie brachte Rekordernten, weniger Todesfälle durch Katastrophen und einen Anstieg der Artenvielfalt – das Leben blühte auf. Wenn dieses Kapitel zu Ende geht, wie die Zyklen der Sonne vermuten lassen, dann heißt es Abschied nehmen vom Überfluss … und Begrüßung der KALTEN ZEITEN.

Link: https://electroverse.substack.com/p/south-americas-cold-chaos-polar-blast?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Auf dem Weg zu einem neuen Klima-Paradigma

Willis Eschenbach

Was hat mich vor einem Vierteljahrhundert dazu gebracht, mich mit der Klimawissenschaft zu beschäftigen? Es war die erstaunliche Stabilität der mittleren globalen Temperatur der Erde (GMST). Seit dem Jahr 1900, also seit eineinviertel Jahrhunderten, ist die Temperatur der Erde um 0,46 ± 0,07 Prozent gestiegen.

Ich sage es noch einmal: In eineinhalb Jahrhunderten hat sich die Erde um weniger als ein halbes Prozent erwärmt.

[Hervorhebung im Original]

Das Klimasystem der Erde ist eine seltsame Sache. Es ist eine riesige, von der Sonne angetriebene Wärmekraftmaschine. Eine Wärmekraftmaschine ist ein Gerät, das Wärme in mechanische Bewegung umwandelt. Im Falle des Klimas ist die mechanische Bewegung die endlose, unaufhörliche Bewegung des Ozeans und der Atmosphäre. Wie alle Wärmekraftmaschinen wird auch die Klima-Wärmekraftmaschine am heißen Ende erhitzt, und dann wird die Wärme an das kalte Ende übertragen und verlässt die Maschine.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht um herauszufinden, warum die Temperatur so stabil ist. Ja, ich weiß, dass sie aus unserer winzigen menschlichen Perspektive instabil zu sein scheint, aber für eine Wärmekraftmaschine ist eine Temperaturschwankung von weniger als einem halben Prozent über eineinviertel Jahrhunderte sehr stabil. Und Folgendes habe ich herausgefunden:

Wie alle Strömungssysteme, die nicht im Gleichgewicht sind, unterliegt das Klima dem Konstruktionsgesetz, einer der am meisten unterschätzten Entdeckungen der modernen Thermodynamik. Das Konstruktionsgesetz regelt die Entwicklung von Strömungssystemen.

Und wie es das Konstruktionsgesetz verlangt, entwickelt sich die Wärmekraftmaschine des Klimas ständig weiter, um die Strömung zu maximieren. Das Konstruktionsgesetz ist eine Art Zehn Gebote für alles, was fließt – Flüsse, Blut, Verkehr und, ja, auch das Klima selbst. Der Grundgedanke?

Alles, was sich bewegt, entwickelt sich ständig weiter und wandelt sich, um die Bewegung zu erleichtern. Das Leben, so stellt sich heraus, ist ein einziges großes Spiel mit der Frage: „Wie komme ich mit möglichst wenig Aufwand von hier nach dort?“ Das Konstruktionsgesetz ist der Grund, warum Flussdeltas wie die Äste eines Baumes aussehen, die wiederum wie die Alveolen in unserer Lunge aussehen. Sie alle werden durch das Konstruktionsgesetz gesteuert.

[Hervorhebung im Original]

Aus Sicht der Konstruktionsgesetze ist das Klima kein zerbrechliches, schwankendes System, das kurz vor dem Zusammenbruch steht, sondern eine gigantische, wärmebringende Rube-Goldberg-Maschine.

Die Sonne strahlt Energie auf die Tropen ab, die Pole sind das kalte Ende der Wärmemaschine, und die Atmosphäre und die Ozeane sind damit beschäftigt, all diese Wärme vom Äquator zu den Polen zu transportieren, wo sie viel leichter ins All entweicht als in den Tropen. Hier ist eine Karte, die zeigt, welche Gebiete durch diesen Fluss Energie verlieren oder gewinnen:

Abbildung 1. Durchschnittlicher Wärmestrom, der ständig von den Tropen zu den Polen exportiert wird, März 2000 bis Februar 2024.

Bejan zufolge maximiert das Klima nicht die Temperatur oder das CO₂ oder sogar die Anzahl der Klimakonferenzen in Paris.

Nein, was es wirklich maximiert – unerbittlich, erbarmungslos, jede Minute eines jeden Tages – ist der Fluss von Wärme von dort, wo es heiß ist, dorthin, wo es nicht heiß ist.

Stellen Sie sich die Erde als ein planetarisches HVAC-System vor, das sein Kanalsystem ständig neu anordnet, um die Arbeit schneller zu erledigen. Die Hadley-Zellen, die Jetstreams, die Meeresströmungen – all dies sind keine Zufälle oder das Ergebnis einer Ausschusssitzung. Sie sind die Art und Weise, wie das System sich selbst umgestaltet, um den polwärts gerichteten Wärmefluss zu maximieren. Die Grenzen zwischen den warmen und kalten Zonen, die Größe des tropischen Gürtels, die Geschwindigkeit der Passatwinde – all das sagt Bejans Mathematik voraus, und die Zahlen stimmen mit der realen Welt überein.

Und jetzt kommt der Clou: Wenn man das System auf maximalen Wärmetransport hin optimiert, ergeben sich eine ganze Reihe anderer Dinge von selbst. Die durchschnittliche Temperatur, der Temperaturunterschied zwischen dem Äquator und den Polen, die gesamte Wärmemenge, die nach Norden und Süden transportiert wird – Bejans Modell bringt sie alle auf den Punkt, ohne dass man sich um Ausweichfaktoren kümmern, mit der Hand herumwedeln oder an die Klimagötter appellieren muss.

Woher ich das weiß? Ich weiß es, weil ich das, wie ich glaube, erste realitätsnahe Exemplar von Bejans theoretischem Klimamodell auf meinem Computer erstellt und ausgeführt habe, und weil ich gesehen habe, wie erfolgreich es war. Der gesamte Prozess wird in diesem Beitrag beschrieben.

Was steht also unter dem Strich?

Das Klima ist keine zarte Blume, die immer kurz vor dem Verwelken steht. Es ist eine kräftige, sich selbst organisierende, Wärme bewegende Maschine, die ihre eigenen Rohrleitungen immer wieder neu anordnet, um den Fluss von heiß zu kalt zu maximieren. Sie kümmert sich nicht um unsere Politik, unsere Modelle oder unsere Kohlenstoffsteuern. Sie will einfach nur ihren Job erledigen, und sie wird sich so lange verändern, bis sie ihn erledigt hat.

Kurz gesagt: Wenn Sie das Klima verstehen wollen, sollten Sie aufhören, über das Gleichgewicht nachzudenken, und anfangen, über den Fluss in einer konstruktiv geprägten Welt nachzudenken. Das Klima der Erde ist eine Wärmemaschine mit einer Mission, und sie wird sich nicht von einer Kleinigkeit wie dem Gleichgewicht aufhalten lassen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/06/30/towards-a-new-climate-paradigm/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Mythos der Dekarbonisierung zerbricht, während der Verbrauch von Kohlenwasserstoffen zunimmt

Vijay Jayaraj

Man kann nicht die morgendlichen Schlagzeilen lesen oder durch den digitalen Äther scrollen, ohne von der feierlichen Verkündigung der globalen Medien überrollt zu werden: Die Gesellschaft löst sich langsam, aber sicher und unaufhaltsam von der tödlichen Umarmung der fossilen Brennstoffe.

Viele in der „aufgeklärten“ Fachwelt verzichten auf eine unabhängige Prüfung des Themas und wiederholen die Erklärung mit der energischen Überzeugung frisch bekehrter Anhänger. Heute haben wir es mit einem digitalen Amphitheater zu tun, das mit Hashtags und Halbwahrheiten überflutet ist, in dem die Wahrnehmung sich als Errungenschaft ausgibt und die Fehlinformation unter dem Banner der Unvermeidlichkeit marschiert.

Nehmen wir zum Beispiel China: Online-Posts über die unbestreitbare Abhängigkeit des Landes von der Kohle werden beschönigt oder falsch dargestellt. Der populären Berichterstattung zufolge hat Peking vermeintlich großes Interesse an „Netto-Null“, was durch die Installation von Solar- und Windenergieanlagen in Rekordhöhe belegt wird. Das Auf und Ab des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und die Investitionen in „erneuerbare“ Technologien werden herausgepickt, um zu behaupten, dass die Nutzung von Kohlenwasserstoffen in China abnimmt.

Der Energiesektor in China kümmert sich jedoch wenig um diese Phantasien. Peking hat im Jahr 2024 mit dem Bau von 94,5 Gigawatt (GW) neuer Kohlekraftwerke begonnen und zusätzlich 3,3 GW ausgesetzter Projekte wieder aufgenommen. Dies ist der höchste Stand der Bauarbeiten der letzten 10 Jahre!

Erst im Mai setzte China die weltweit größte Flotte fahrerloser Bergbau-Lkw ein, um den Betrieb zu beschleunigen und die schwierigen Bedingungen des strengen Winters in der Yimin-Kohlemine im Nordosten der Inneren Mongolei zu bewältigen.

Sowohl China als auch Indien investieren enorme Summen in Windturbinen und Solarzellen. Dennoch sollten wir diese eifrigen Aktivitäten nicht für einen Moment mit der eifrigen Ablehnung fossiler Brennstoffe verwechseln, die in einigen europäischen Ländern zu beobachten ist. Die asiatischen Länder verzichten nicht auf fossile Brennstoffe, sondern greifen nach jeder Energiequelle wie ein Hortungsunternehmen vor einer zu erwartenden Krise.

In einer Rede auf der Heartland International Conference im Jahr 2023 nannte ich dies die „Zwillingsstrategie“ – ein cleverer diplomatischer Pas de deux – bei dem Peking und Delhi fotogene „grüne“ Posen für die westliche Presse einnehmen, während sie im Stillen neue Kohlekraftwerke bauen und immer mehr Brennstoff dafür ausgraben und importieren.

Das Ergebnis? Beifall von Klimagipfeln und Megawatt aus Schornsteinen – ein brillanter Balanceakt aus Tugendhaftigkeit und strategischem Realismus. Der Westen nennt es Heuchelei, China und Indien nennen es einen weiteren Tag im Büro.

Klima-Untergangspropheten müssen das Narrativ der asiatischen Komplizenschaft in der zunehmend ausfransenden „grünen“ Agenda verbreiten, um den Mythos einer dekarbonisierenden Welt am Leben zu erhalten, der für die meisten vernünftigen Menschen ungefähr so glaubwürdig geworden ist wie der Osterhase.

Indiens Ziel, den Netto-Nullverbrauch zu erreichen, ist für das ferne Jahr 2070 angesetzt – 100 Jahre nach dem ersten Earth Day, dessen Begehung bis dahin ungefähr so relevant sein wird wie das Werfen von Jungfrauen in Vulkane. Dauerhafter ist das Engagement des Landes für wirtschaftliches Wachstum durch die Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas – ein Weg, der in Zukunft die höchste Steigerungsrate bei der Energienachfrage aufweisen wird.

Ähnlich verhält es sich in Dutzenden anderer Länder in Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika, wo neue Entdeckungen von Energiereserven und der Appetit auf wirtschaftlichen Fortschritt die Öl- und Gasindustrie boomen lassen.

Im Jahr 2024 wurden weltweit etwa 120 Öl- und Gasfunde gemacht, wobei bedeutende Bohrungen in Surinam, Zypern, Libyen und Südafrika erwartet werden. Etwa 85 % dieser Entdeckungen fanden in Offshore-Regionen statt, die größten davon in Kuwait und Namibia.

Rystad Energy prognostiziert, dass die Tiefseebohrungen im Jahr 2026 ein 12-Jahres-Hoch erreichen werden. Der britische Öl- und Gasmulti BP, einst das Aushängeschild der Klimabewegung, gibt seine Pläne zur Reduzierung der Produktion zugunsten von Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko auf. Das norwegische Unternehmen Equinor kündigte Anfang des Jahres an, dass „erneuerbare Energien“ in den Hintergrund treten würden, während die Offshore-Ölfelder des Landes wieder zum Leben erwachen.

Das Klimakommentariat, das bereits atemlos von seinen kreativen Verrenkungen zur Umgestaltung der Realität war, sieht sich nun durch Präsident Trumps Mittelkürzungen verunsichert, die dem klimaindustriellen Komplex den Hahn zugedreht haben.

In der Zwischenzeit bleibt das digitale Schlachtfeld eine Arena für das andauernde Tauziehen zwischen den Realitäten von Wirtschaft und Physik einerseits und der phantasievollen Rhetorik über eine Energiewende andererseits. Der Verbrauch fossiler Brennstoffe steigt dennoch weiter.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. 

This commentary was first published at BizPac Review June 20, 2025.

Link: https://cornwallalliance.org/decarbonization-myth-frays-as-hydrocarbon-use-grows/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE