Die Trump-Regierung spricht sich für Kernkraft aus

Ronald Stein

Während die Kernenergie in den Vereinigten Staaten gerade im letzten Jahr eine rasche Akzeptanz und Weiterentwicklung erfahren hat, haben die jüngsten Durchführungsverordnungen von Präsident Trump die Kernenergie zusätzlich nachdrücklich befürwortet.

Bei der Lektüre dieser Durchführungsverordnungen wird deutlich, dass es klare Verpflichtungen gibt, die Hindernisse zu beseitigen, die den Fortschritt im Namen der Sicherheit bremsen.

Das größte Hindernis war in den letzten 50 Jahren die Nuclear Regulatory Commission (NRC) mit ihren 3.000 Mitarbeitern. Zusätzlich zu den im Bundeshaushalt bereitgestellten 1 Milliarde Dollar werden mindestens 80 % des NRC-Budgets durch Gebühren finanziert, die von den Antragstellern für die Erteilung einer Genehmigung gezahlt werden und sich auf 300 Dollar pro Stunde belaufen.

Der Tenor der Anordnung ist, die NRC zu veranlassen, Verfahren einzuführen, die sicherstellen, dass Anträge für neue Reaktoren innerhalb von 18 Monaten (oder weniger) und Anträge auf Erneuerung innerhalb von 12 Monaten (oder weniger) bearbeitet werden. Dies sind ehrgeizige kulturelle Veränderungen für die Organisation, zumal sie dazu aufgefordert wird, während gleichzeitig Personal abgebaut werden soll. Keine Behörde der US-Regierung baut gerne Personal ab, und in der Tat wird die NRC behaupten, dass eine solche Leistung zu schwer zu erreichen sei. Das ist nichts Neues. Es bleibt abzuwarten, ob die Durchführungsverordnung auch konsequent durchgesetzt wird.

Die sieben Jahrzehnte währende Sicherheitsbilanz der Marine mit nuklear erzeugter Elektrizität zur Unterstützung der nationalen Sicherheit begann vor der Gründung der Nuclear Regulatory Commission (NRC) und dem darauf folgenden Regelwerk. Kommerzielle Kernkraftwerke arbeiten mit Leichtwasserreaktoren, die von der US Navy entwickelt wurden. Alle U-Boote und Flugzeugträger werden mit Kernenergie betrieben. Mit mehr als 80 Schiffen mit Nuklearantrieb ist die US-Marine derzeit die stärkste Seestreitkraft der Welt.

Kernkraftwerke sind nach wie vor die mit Abstand sicherste Industrie in den USA und in der ganzen Welt. Tatsächlich ist in fast sieben Jahrzehnten beim normalen Betrieb eines kommerziellen Kernkraftwerks nirgendwo auf der Welt ein Mensch zu Schaden gekommen (bei den Unfällen von Three Mile Island und Fukushima wurde niemand verletzt, und Tschernobyl befand sich nicht im „Normalbetrieb“, als es zu einem katastrophalen Ausfall kam).

Angesichts dieser Sicherheitsbilanz scheint es für die NRC ein Leichtes zu sein, ein Verfahren zur Zertifizierung von Systemen einzuführen, die bereits so sicher sind. Es stellt sich die Frage, warum wir die NRC überhaupt brauchen. Der Punkt ist, dass die nukleare Sicherheit unter dem Blickwinkel eines langjährigen sicheren Betriebs betrachtet werden sollte, und nicht unter der kurzsichtigen Sichtweise, die uns auferlegt wurde, als nur sehr wenige Betriebsdaten verfügbar waren. Dies gilt insbesondere in einer Zeit, in der viele Menschen behaupten, „saubere Luft“ zu wollen, und in der gleichzeitig die Nachfrage nach zuverlässiger Elektrizität auf ein noch nie dagewesenes Niveau steigen soll. Wir werden nun die erste der kürzlich veröffentlichten Durchführungsverordnungen zur Kernenergie erörtern.

NuScale, das einzige Unternehmen, dem es gelungen ist, eine Lizenz für einen kleinen modularen Reaktor (SMR) zu erhalten, hat 10 Jahre und 500 Millionen Dollar für die Erteilung einer solchen Lizenz aufgewendet. Dieser Stillstand des Fortschritts sollte jeden entsetzen.

Seit mehreren Jahrzehnten ist klar, dass die schwerfälligen Vorschriften und die fast unlösbare Aufgabe, eine Genehmigung für den Bau und Betrieb von Kernreaktoren zu erhalten, die US-Regierung als Haupthindernis für die Kernkraftbranche ausgemacht haben.

Änderungen der Vorschriften und Verzögerungen bei den Genehmigungen haben zu enormen Kostenüberschreitungen geführt. Dennoch bieten die beiden in diesem Bereich fertig gestellten Reaktoren Vogtle 3 und 4 in Georgia Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen für das Netz an.

Die Beseitigung der Hindernisse, welche die US-Regierung dem Fortschritt in den Weg stellt, scheint daher der Weg zu noch billigerem Strom durch Kernkraft zu sein. Eine weitere, noch nicht beschlossene Entwicklung ist die Öffnung des Strommarktes für die freie Wirtschaft. Die Kostensenkungen durch den Wettbewerb auf diesem Markt sind enorm, was darauf hindeutet, dass ein solcher Schritt als nächstes anstehen könnte. Wir ermutigen die Regierung auf jeden Fall, sich weiter zurückzuziehen und die Elektrizität aus ihrem derzeitigen monopolistischen Rahmen zu deregulieren.

In der Durchführungsverordnung wird zu Recht das Strahlenschutzmodell, das Linear No-Threshold (LNT)-Modell, als eine weitere kostspielige Auflage für Kernkraftwerke ohne zusätzlichen Sicherheitsgewinn bezeichnet. Eine tiefergehende Analyse dieses Themas und ein vernünftigeres Modell namens Sigmoid, No-Threshold (SNT) findet sich in Jack Devannys hervorragendem Buch „How We Can Make Nuclear Cheap Again“.

Der Punkt hier ist, dass wir, wenn wir die Sicherheit übermäßig regulieren, erhebliche, jedoch unnötige Kosten für Produkte verursachen, die nichts zur Verbesserung der Sicherheit beitragen. Auch hier sollte uns das die hervorragende Bilanz der Kernkraftwerke über 7 Jahrzehnte hinweg zeigen.

Wenn wir ähnliche Sicherheitsbeschränkungen für Automobile einführen würden (ohne Schaden für die Menschen), hätten wir am Ende ein Auto, das 4500 kg wiegt, ca. 1 km pro Liter schafft und auf der Straße nicht schneller als 16 km/h fahren darf. Dennoch nehmen die Bürger die über 40.000 Todesfälle in Kauf, die jährlich in den USA durch den Betrieb von Autos verursacht werden, um in den Genuss ihrer Vorteile zu kommen.

Dennoch haben Kernkraftwerke im Normalbetrieb keine Todesfälle zu beklagen und unterliegen den strengsten Sicherheitsvorschriften aller Industrien. Auch die Umweltschäden sind äußerst gering. Eine Lockerung des Nationalen Umweltschutzgesetzes (NEPA) wird also auch nicht zu einer erhöhten Umweltgefährdung führen.

Wenn man also billigeren, saubereren und zuverlässigeren Strom will, sollte man den Unternehmen, die versuchen, viel billigeren und saubereren Strom zu liefern, diese Bürokraten vom Hals schaffen. Diese Durchführungsverordnung erkennt diese Realität an und sorgt für den Abbau dieser unnötigen und teuren Vorschriften.

Die Verfügung sieht vor, die Kernenergie bis 2030 um 300 GW zu erhöhen (von 20 % des derzeitigen Strombedarfs in den USA auf 80 %). Das ist eine große Aufgabe, aber Amerika hat in den 1960er Jahren einen Mann mit Hilfe der Schieberegler-Technologie auf den Mond gebracht, also können die USA dieses Ziel sicherlich erreichen. Wir müssen einfach zu fairen Marktprozessen und freiem Unternehmertum zurückkehren. Die Unternehmen sind vorhanden, und die Technologie ist vorhanden, um dies zu tun. Wir müssen sie nur in die Freiheit entlassen. Auch dazu wird in dieser Verfügung aufgerufen.

Und schließlich fordert die Anordnung eine Straffung der NRC-Genehmigungsverfahren, die weniger Personal erfordern. Wenn wir kluge Köpfe in der Kernkrafttechnologie haben, sollten wir sie dann nicht besser einsetzen, um die Technologie voranzubringen, anstatt sie zu stoppen? Wie bereits erwähnt, haben wir es hier mit der sichersten Industrie der Welt der letzten sieben Jahrzehnte zu tun. Schon allein deshalb sollte der Bedarf an Kontrollen deutlich geringer sein.

Der Präsident hat also seine Prioritäten festgelegt (es gibt drei weitere Teile dieser Reihenfolge, die wir in künftigen Artikeln behandeln werden). Die Regierung soll dem Fortschritt aus dem Weg gehen und die freie Wirtschaft soll uns billige, saubere Energie liefern. Er fördert auch das Recycling von leicht verbrauchtem Kernbrennstoff (SUNF). Wie bereits in früheren Artikeln erwähnt, könnte der derzeitige Bestand an SUNF die USA bei ihrem derzeitigen Strombedarf 270 Jahre lang mit Energie versorgen, wenn schnelle Reaktoren eingesetzt würden.

In der Tat sollte der schnellstmögliche Weg zur Entsorgung dieses Materials gefördert werden, und es gibt derzeit keinen Plan, dieses Material in den USA zu entsorgen. Eine Beschleunigung des Prozesses würde weit mehr Strom erzeugen, als wir heute und in Zukunft benötigen, so dass (mehr Angebot als Nachfrage) der Einzelhandelspreis für Strom auf wenige Cent pro kWh oder weniger gedrückt würde. Die Atomkraftgegner haben ihre Rhetorik seit Jahrzehnten nicht verbessert und bieten immer noch dieselbe Propaganda an, die sie schon immer übertrieben haben, ohne einen Vergleich mit der Sicherheitsbilanz dieser Industrie und ohne Berücksichtigung ihrer Vorteile.

Vielleicht ist es an der Zeit, die Vorteile gegen die Risiken abzuwägen. Wenn wir das tun, ist die Kernkraft anderen Stromerzeugungsmethoden weit voraus. Diese Durchführungsverordnung ist zumindest ein Schritt in diese Richtung. Wir müssen sicherstellen, dass sie durchgesetzt und gestärkt wird, um eine Verbesserung der Lebensqualität zu Kosten von wenigen Cent pro kWh Strom für alle Menschen auf der Welt zu ermöglichen.

This article originally appeared at America Out Loud

Link: https://www.cfact.org/2025/07/02/the-trump-administration-advocates-for-nuclear-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Warum ein EV nicht in fünf Minuten aufgeladen werden kann

Willis Eschenbach

Wichtiger Hinweis des Übersetzers vorab: Laut Mitteilung des EIKE-Vorstands unterliegen Bilder aus Beiträgen von Willis Eschenbach offenbar unbekannten Regeln des Copyrights. Daher werden in Übersetzungen seiner Beiträge keine Abbildungen mehr gezeigt, sondern auf den Link zum Original verwiesen. Ende Hinweis

Nun, es ist wieder passiert. Die Tech-Presse ist in heller Aufregung, die Twitterati jubeln in den digitalen Gängen, und die Batterie-Jungs von Huawei stolzieren herum, als hätten sie gerade das Feuer neu erfunden.

„Festkörperbatterie! 1800 Meilen Reichweite! Fünf-Minuten- Aufladung!“

[Hervorhebung im Original]

{Abbildung, in der ein solches Fahrzeug gezeigt wird}

Die Schlagzeilen schreiben sich praktisch von selbst. Wenn man dem Hype Glauben schenkt, werden wir bald mit einer einzigen Akkuladung über die Kontinente rasen und nur lange genug anhalten, um einen Kaffee zu trinken, während unser Auto genug Energie für ein kleines Krankenhaus verbraucht. Huawei behauptet Folgendes:

Der chinesische Technologieriese Huawei hat vor kurzem in der Elektrofahrzeugbranche mit Behauptungen über eine bahnbrechende Festkörperbatterie für Aufsehen gesorgt, welche die Zukunft des Verkehrs neu definieren könnte.

Laut Berichten von TechRadar behauptet Huawei, dass diese neue Batterietechnologie eine erstaunliche Reichweite bis 1800 Meilen [2900 km] mit einer einzigen Ladung erzielen kann, während eine vollständige Aufladung in weniger als fünf Minuten möglich ist. Wenn sich diese Angaben bestätigen, könnte Huawei im Rennen um Elektroauto-Batterien eine herausragende Rolle spielen und etablierte Marktführer wie Tesla, BYD und CATL herausfordern.

Aber wie immer versteckt sich die Realität im Kleingedruckten und drückt sich vor dem Scheinwerferlicht, während die PR-Maschine ihre Siegesrunde dreht. Niemand will über Physik reden. Niemand fragt, wie genau man die Niagarafälle durch einen Gartenschlauch gießen soll.

Fangen wir mit der Chemie an, denn das ist es, was die Schlagzeilen bestimmt. Huawei, CATL, BYD und jedes Batterie-Startup mit einem Logo und einer LinkedIn-Seite wetteifern darum, Laborergebnisse mit festen Elektrolyten, stickstoffdotierten Sulfid-Elektroden und Energiedichten vorzuweisen, die einen Tesla erröten lassen würden. Ja, das ist beeindruckend. Ja, das ist echte Wissenschaft. Ja, die Batterien existieren wahrscheinlich, wenn auch nur in Laborversionen.

Aber die Chemie ist nur die Hälfte der Geschichte – die einfache Hälfte, um ehrlich zu sein. Der schwierige Teil ist das, was danach kommt: die ganze Energie in und aus der Batterie zu bekommen, ohne die Umgebung zu schmelzen. Rechnen wir ein wenig nach, was ich am liebsten tue.

{Abbildung mit einem Cartoon, der Obiges auf den Punkt bringt}

Eine 600-kWh-Batterie in 5 Minuten aufzuladen, ist kein „nice to have“-Problem. Es ist eine Situation, für die man die Leistung eines kleinen Wasserkraftwerks benötigt.

Energie ist gleich Leistung mal Zeit. Also: 600 kWh geteilt durch (5/60) Stunden sind 7.200 kW – 7,2 Megawatt – pro Auto. Das ist kein Tippfehler. MEGAwatt. Pro Auto. Das ist die Art von Last, bei der Ihr lokales Umspannwerk in Nesselsucht ausbrechen würde.

Und es geht nicht nur um das Stromnetz. Sie werden brauchen:

– Hochspannungskabel, die dicker sind als Ihr Handgelenk

– Transformatoren von der Größe eines Schiffscontainers

– Stromkabel mit aktiver Kühlung, sonst schmelzen sie wie ein billiges Verlängerungskabel bei einem Grillfest am 4. Juli

– Pufferbatterien, damit das Netz nicht jedes Mal zusammenbricht, wenn jemand sein neues Wunderauto anschließt

Und lassen Sie mich nicht mit „grünem Strom“ anfangen. Die Phantasterei geht dahin, dass wir die ganze Show mit Wind- und Sonnenenergie betreiben, aber wenn Sie nicht vorhaben, in jeder Stadt einen Solarpark von der Größe Luxemburgs zu bauen, dann träumen Sie. Schnelles Laden in diesem Umfang ist mit dem derzeitigen „grünen“ Netz nicht vereinbar und wird es auch in den nächsten Jahrzehnten nicht sein – wenn überhaupt. Ein paar Ladesäulen und ein paar Paneele auf den Dächern werden nicht ausreichen. Wir sprechen hier von Kraftwerken im industriellen Maßstab, und selbst dann ist man schon am Rande des Möglichen.

Hier ist die kalte Hand der Physik: Autobatterien haben etwa 400 Volt oder so. 7,2 Megawatt geteilt durch 400 Volt ergibt 18.000 Ampere. Pro Auto. Das typische US-Haus hat einen 90-Ampere-Stromanschluss, der über große Freileitungen oder Erdkabel zugeführt wird. Ich bin mir sicher, dass Sie das Problem erkennen können …

Um 18.000 Ampere pro Auto zu liefern, braucht man Stecker, die eher wie Feuerwehrschläuche aussehen als wie etwas, das man an einer Tankstelle gesehen hat. Diese Stromkabel müssen aktiv gekühlt werden, sonst verwandeln sie sich in moderne Kunst. Kabel werden nach ihrer „Strombelastbarkeit“ eingestuft, d. h. danach, wie viele Ampere Strom sie sicher übertragen können, ohne zu überhitzen. Nach den NEC-Strombelastbarkeitstabellen hat die größte Standard-Kupferdrahtgröße, 2000 kcmil, eine Strombelastbarkeit von nur 750 Ampere bei 90 °C, und wir brauchen eine Strombelastbarkeit von 18.000 Ampere. (Ein „cmil“ ist ein kreisförmiges mil, das ist die Fläche eines Kreises mit einem Durchmesser von 1/1000 Zoll. Ein „kcmil“ ist ein Tausend cmil. Und nein, ich weiß nicht, wie viele cmils in einem Scheffel sind …)

Ein Kabel mit 2000 kcmil hat einen Durchmesser von etwa 3,8 cm (eineinhalb Zoll). Ein einzelnes 2000-kcmil-Erdkabel für die direkte Erdverlegung sieht so aus … und man bräuchte 24 davon, um 18.000 Ampere zu bewältigen:

{Abbildung, in der ein solches Kabel im Querschnitt gezeigt wird}

Das Problem ist, dass das Kabel schmilzt, wenn mehr Ampere Strom durch das Kabel fließen und die Strombelastbarkeit des Kabels überschritten wird. Deshalb braucht man ein ernsthaftes Kühlsystem für Ladekabel, wenn sie eine brauchbare Größe haben sollen … und wenn die Kühlung ausfällt, möchte man nicht in der Nähe des Kabels sein.

Und wenn ein paar hundert Autos auf einmal ohne Puffer angeschlossen werden? Begrüßen Sie einen sofortigen Stromausfall.

Den Batterieherstellern ist das egal. Ihr Job ist die Chemie. Der Rest ist „das Problem von jemand anderem“ – also von Ihnen. Oder das Ihrer Stadt. Oder das Ihres Versorgungsunternehmens.

Wer wird für den Netzausbau, die Transformatoren, die Pufferbatterien, das Land, die Kühlsysteme, die riesigen Steckdosen, die Wartung und die Versicherung aufkommen? Wenn Sie kein Elektroauto besitzen, sind Sie dann bereit, für die Fünf-Minuten-Aufladung Ihres Nachbarn höhere Steuern oder Strompreise zu bezahlen? Und wenn Sie ein Elektroauto besitzen, sind Sie dann bereit, 500-600 Dollar pro Ladung auszugeben, nur um die Infrastruktur zu finanzieren?

Fazit: Schnellladestationen sind ein Labortraum, keine reale Lösung für E-Fahrzeuge. Technisch gesehen, funktioniert es durchaus. Praktisch gesehen ist es ein Flop. Für die meisten Menschen wird das Aufladen immer noch eine Angelegenheit von 30-90 Minuten sein – wenn nicht sogar länger. Vielleicht ist das der Grund, warum Toyota, BMW und Mercedes leise auf Wasserstoff, Hybride und teure E-Treibstoffe aus Wasserstoff und CO₂ zurückgreifen.

Die Elektroauto-Revolution ist da, aber die wirkliche Revolution, die nötig ist, findet nicht in der Batterie statt, sondern in der Erde, in den Kabeln, in den Umspannwerken, in den Kabelkühlsystemen, im Netz, in den Generatoren, in den Transformatoren und in der kalten, harten Ökonomie der Energieversorgung. Bevor Sie also das Auto mit „Fünf-Minuten-Aufladung“ kaufen, sollten Sie sich fragen: Wer baut das Netz? Wer kühlt die Kabel? Und wer genau zahlt für diese Party?

Denn solange niemand diese Fragen beantwortet, wird in fünf Minuten nur Ihre Kreditkarte belastet.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/04/why-your-ev-wont-fill-up-in-five/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kohle – ja bitte!

Vijay Jayaraj

[Überschrift im Original: „Big Beautiful Coal“]

Als Junge, der neben den indischen Eisenbahnlinien aufwuchs, fand ich das metallische Donnern der vorbeifahrenden Züge magisch. Ab und zu rollten mit schwarzer Kohle beladene Güterwagen vorbei. Am gleichen Abend erloschen unsere Lichter.

Dann saß ich still in der Stille einer stromlosen Nacht, starrte in die warme Dunkelheit und fragte mich, warum der Strom so schwer zu finden war. Stunden zuvor war die Antwort vorbeigerattert: Kohle, deutlich sichtbar, aber unerreichbar.

Damals gab es in Indien noch keine umfangreichen Kohleabbau- und Stromerzeugungsanlagen. Heute jedoch ist Kohle das Rückgrat der Energieerzeugung und liefert über 70 % des indischen Stroms. Die dunklen Abende meiner Kindheit wurden aufgehellt.

Andere Entwicklungsländer haben von China und Indien gelernt, wie Kohle die Wirtschaft ankurbelt und Millionen Menschen aus der Armut befreit. Jetzt stehen auch sie Schlange, um ihren Anteil an dem Brennstoff zu bekommen, der die industrielle Revolution ausgelöst hat.

Die weltweite Kohleproduktion erreichte im Jahr 2024 mit fast 9 Milliarden Tonnen ein Allzeithoch. Die chinesische und indische Produktion ist weiter gestiegen, und Indonesien hat einen Exportrekord aufgestellt.

Indien ist auf dem besten Weg, doppelt so viel Kohle zu verbrauchen wie die USA und Europa zusammen – möglicherweise noch in diesem Jahr – während China mit einem um 30 % höheren Kohleverbrauch als alle anderen Länder zusammen bereits einen großen Sprung nach vorn gemacht hat.

Mit einem Wachstum von fast 12 % im Jahr 2024 wird die indische Produktion voraussichtlich über 1 Milliarde Tonnen im Jahr 2025 steigen – eine Ausbeute, die den amerikanischen Spitzenwert von 2008 übertreffen würde.

In dieser Woche investierte Adani Power 2 Milliarden Dollar in ein ultra-wichtiges Kohlekraftwerk mit einer Leistung von 1.500 Megawatt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, um eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt zu versorgen.

Die Kohlelieferungen nach Südostasien steigen stetig, wobei Länder wie Vietnam und die Philippinen die Nachfrage anführen. Die jährlichen Einfuhren in der Region werden voraussichtlich um fast 3 % steigen.

Die steigende Produktion von Rohstahl in Südamerika wird die Nachfrage nach Hüttenkohle erhöhen, die in Koks umgewandelt wird, der zur Herstellung von Stahl aus Eisen benötigt wird. Der Kontinent produzierte im März 3,7 Millionen Tonnen Stahl, 6,5 % mehr als im Vorjahr, wobei Brasilien fast 80 % der Gesamtmenge beisteuerte.

Da die afrikanische Energieproduktion zunimmt, bleibt Südafrika der größte Kohleproduzent und -verbraucher des Kontinents. Der staatliche Stromversorger Eskom nutzt Kohle für die Erzeugung von mehr als 70 % seines Stroms und hat vor kurzem 800 Megawatt an Kapazität hinzugefügt, um das Stromnetz zu stabilisieren.

Sambia und Simbabwe nehmen Kohlekraftwerke wieder in Betrieb und treiben neue Kohleprojekte voran, um ihre Energiesicherheit inmitten von Stromkrisen zu verbessern. Sambias größte Kohlemine Maamba Collieries soll erweitert werden.

Sogar die britische Regierung, die immer noch mit ihrer „Netto-Null“-Bilanz prahlt, beschafft Kokskohle, um British Steel in Scunthorpe am Leben zu erhalten. Möglicherweise importiert Großbritannien den Brennstoff aus Japan oder Australien, vermutlich weil der Abbau von Kohle aus den einheimischen Lagerstätten Großbritanniens skandalöser ist als die Heuchelei seiner absurden Klimapolitik.

In den USA hat Präsident Trump der Kohle im Rahmen einer neuen Durchführungsverordnung Vorrang eingeräumt und Projekte wie die Blue-Creek-Mine von Warrior Met in Alabama beschleunigt, welche die Produktion von metallurgischer Kohle für die Exportmärkte um 60 % steigern wird. Außerdem genehmigten die USA die Erweiterung der Spring Creek Mine in Montana, wodurch in den nächsten 16 Jahren fast 40 Millionen Tonnen Kohle abgebaut werden können.

Der weltweite Kohlekraftwerkspark wird bis 2024 um weniger als 19 Gigawatt wachsen, der niedrigste Nettozuwachs seit zwei Jahrzehnten. Dies ist auf die Stilllegung von Kohlekraftwerken in Europa und den Übergang zu moderneren Kohlekraftwerken in Asien zurückzuführen. Auch die Kohlepreise haben sich in den letzten Monaten nur schleppend entwickelt.

Dennoch werden das anhaltende Wachstum und die Nachfrage in den bestehenden Kohlemärkten Asiens und den aufstrebenden Märkten Afrikas und Südostasiens die Produktion und den Verbrauch in der ganzen Welt weiter vorantreiben. Im Jahr 2024 wird der Anteil der Kohle an der weltweiten Stromerzeugung 35 % betragen und damit den höchsten Anteil aller Energieträger ausmachen.

Es wird erwartet, dass die Kohle den Energiesektor noch mindestens drei Jahrzehnte lang dominieren wird, sofern sie nicht durch rasche Innovationen wirtschaftlich verdrängt werden kann. Auch bei der Eisen- und Stahlerzeugung wird das Mineral weiterhin eine entscheidende Rolle spielen, solange keine brauchbare Alternative entwickelt wird.

Anderslautende Vorhersagen sind nur heiße Luft – vor allem von denjenigen, die eine Erwärmung der Atmosphäre nicht wollen.

Autor: Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, VA and writes frequently for the Cornwall Alliance. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK, and resides in India.

Link: https://cornwallalliance.org/big-beautiful-coal/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




BBC- Beschwerdeführer nimmt sechsmonatige Auszeit, um zu lernen, wie man die „Klimakrise“ fördert

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Der BBC-Direktor für Beschwerden Colin Tregear hat sich für den „Green Grooming“-Kurs angemeldet, der vom Oxford Climate Journalism Network (OCJN) als sechsmonatiges Seminar angeboten wird. Der Kurs wird vom Green Blob finanziert und zielt darauf ab, die „Klimakrise“ zu einem zentralen Element im Journalismus der Teilnehmer zu machen. Tregear soll bei der BBC für Klimabeschwerden zuständig sein. Warum der britische TV-Steuerzahler diese aktivistische Spielerei für einen Mann finanzieren soll, der sich unabhängig mit Themen befassen soll, die oft umstrittene Bereiche der Wissenschaft betreffen, ist nicht sofort klar. In der Vergangenheit wurden die Zuhörer aufgefordert, darüber nachzudenken, dass Früchte wie Mangos aufgrund des Klimawandels nicht mehr so schmackhaft sind wie vor einem Jahr. Ein früherer Redner gab zu Protokoll, dass er über die Notwendigkeit von „Geld- und Gefängnisstrafen für diejenigen spekulierte, die ihre Skepsis gegenüber der „gut belegten“ Wissenschaft zum Ausdruck bringen.

Zu Tregear gesellt sich Maeve Campbell, eine TV-Klimareporterin bei Channel 4 in Großbritannien. Ihre Teilnahme ist weniger überraschend, da sie eine Aktivistin ist, die genau weiß, wie wichtig die Angstmacherei ist, um die Net-Zero-Phantasterei zu unterstützen. Sie sollte gut in das OCJN passen. Kürzlich schrieb sie, dass auf der ganzen Welt „fruchtbares Land allmählich trocken, unfruchtbar und unfähig wird, Pflanzen, Tiere oder Menschen zu ernähren, da der Klimawandel die Temperaturen ansteigen lässt“. Auf die Gefahr hin, ins Gefängnis zu kommen, wäre es vielleicht nett, wenn jemand sie darauf hinweisen würde, dass der jüngste leichte Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxids zu einer massiven „Begrünung“ des Planeten, zu einer erheblichen Verringerung der Wüstenbildung und zu Rekorderträgen bei Grundnahrungsmitteln auf der ganzen Welt geführt hat.

Das OCJN wird vom Reuters Institute geleitet, das von der Thompson Reuters Foundation finanziert wird. Den Vorsitz des Lenkungsausschusses hat Alan Rusbridger inne, der in seiner Zeit als Herausgeber des Guardian dazu beigetragen hat, die Zeitung zu einem hysterischen Verkünder einer kommenden Klima-Apokalypse zu machen. Die direkte Finanzierung des Kurses, der Journalisten auf der ganzen Welt beeinflussen soll, wurde von der European Climate Foundation (ECF) und der Laudes-Stiftung bereitgestellt. Die ECF wird maßgeblich von dem Extinction Rebellion-Finanzier Sir Christopher Hohn unterstützt, während Laudes im Jahr 2024 eine Million Pfund beisteuert, um die Indoktrinations-Aktivitäten des Netzwerks bis 2027 zu unterstützen.

Die Geldgeber von Green Blob sind im OCJN-Beirat gut vertreten, der sich angeblich der „Verbesserung der Qualität und der Wirkung des Klimawandel-Journalismus‘ weltweit“ verschrieben hat. Katy Hartley ist Direktorin für Strategie, Innovation und Narrative und gehört zum Managementteam von Laudes. In einem früheren Job war sie Teil eines „inter-disziplinären Teams, das untersuchte, wie alle philanthropischen Einrichtungen auf den Zusammenbruch des Klimas reagieren könnten“. Weitere interessante Berater sind Leo Hickman, der Herausgeber von Carbon Brief, einem von der ECF finanzierten Aktivisten-Blog, und Dr. Friederike Otto, die am Imperial College London eine von Green Blob finanzierte pseudowissenschaftliche Einrichtung für Wetterattribution betreibt. Regelmäßige Leser werden sich natürlich daran erinnern, dass Otto eine der führenden Anstifterinnen in der berüchtigten Alimonti-Affäre war, als eine Gruppe von Aktivisten und Journalisten Nature dazu zwang, einen Artikel zurückzuziehen, in dem ein Klimanotstand behauptet wurde, der nicht durch die Fakten gestützt wurde – die Fakten waren größtenteils die des IPCC. Otto behauptete, die Autoren hätten „natürlich“ nicht in gutem Glauben geschrieben. Der angesehene Wissenschaftsjournalist Dr. Roger Pielke Jr. stellte später fest, dass „in der Klimawissenschaft weiterhin Unfug getrieben wird, indem sich einflussreiche Wissenschaftler mit Journalisten zusammentun, um die Peer-Review zu korrumpieren“.

Es ist kaum zu glauben, dass so etwas im OCJN geplant wird. Aber die Überlegungen und der unerbittliche Agitprop werden Colin Tregear hoffentlich helfen, wenn er sich mit all den unverschämten Beschwerden aus der Öffentlichkeit über die einseitige Berichterstattung der BBC über den Klimawandel auseinandersetzen muss. Er ist gut darin, Debatten zu unterdrücken. Im Februar 2014 erklärte Nigel Lawson, ein prominenter konservativer Minister in der Regierung von Margaret Thatcher, in der Sendung Today auf BBC Radio 4, dass die globalen Temperaturen im letzten Jahrzehnt nicht weiter gestiegen wären. Als Antwort auf den Beschwerdeführer antwortete Tregear: „Ich hoffe, Sie nehmen meine Entschuldigung im Namen der BBC für den von Ihnen festgestellten Verstoß gegen die redaktionellen Standards an“. Tatsächlich war die Pause, auch wenn sie höchst unangenehm war, zu diesem Zeitpunkt wohlbekannt, und das Met Office verfasste darüber sogar eine Studie mit dem Titel „The Recent Pause in Global Warming“. Innerhalb kürzester Zeit ging die BBC dazu über, alle skeptischen Kommentare zu einer als „settled“ erklärten Wissenschaft zu unterbinden – ein Verbot, das bis heute streng durchgesetzt wird.

In der Zwischenzeit schlägt Ihr Korrespondent für seinen „Mango“-Beitrag Folgendes vor: Lassen Sie sich von der künstlichen Intelligenz erklären, warum der Geschmack der Mango aufgrund des Klimawandels nachgelassen hat, und Sie haben innerhalb von Sekunden einen medienwirksamen Text. Fragen Sie die KI, wie ich es getan habe, nach einer alternativen Meinung, dass Mangos jetzt besser schmecken als früher, und noch bevor Sie Bananen sagen können, erscheint ein plausibler Artikel. Wenn die Mainstream-Medien einfach nur darauf getrimmt werden, Texte innerhalb strikter vorgegebener narrativer Richtlinien zu verfassen, wozu dann überhaupt noch Journalisten einstellen? Die gesamte überbesetzte Klimaredaktion der BBC könnte geschlossen und Herr Grok damit beauftragt werden, einen nicht enden wollenden Strom von „Wissenschaftler sagen…“-Propaganda zu liefern, die darauf abzielt, die Massenangst vor dem Klima zu schüren und die breite Öffentlichkeit dazu zu bringen, die elitäre Phantasterei der Kontrolleure von Net Zero zu akzeptieren.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/03/bbc-complaints-director-takes-six-month-sabbatical-to-learn-how-to-promote-climate-crisis/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Plötzlich fehlen 1,5 Millionen km² Meereis nahe der Antarktis – und alle Klimamodelle lagen falsch

Jo Nova

Um die Antarktis herum geschieht etwas Gewaltiges, und die Experten haben es nicht kommen sehen!

Mehr als eine Million Quadratkilometer Eis sind verschwunden:

Seit 2015 hat der Kontinent so viel Meereis verloren wie die Fläche Grönlands. Forscher bezeichnen dies als die größte Umweltveränderung, die in den letzten Jahrzehnten auf der Erde festgestellt worden ist. Earth.com

Alles an der Antarktis hat sich den Experten verweigert. Jahrelang dehnte sich das antarktische Meereis aus, obwohl es das nicht sollte. Dann, im Jahr 2016, begann das Meereis um die Antarktis plötzlich dramatisch zu schrumpfen, und auch das sollte nicht passieren. Die Wissenschaftler fragten sich damals, ob es sich nur um eine vorübergehende Erscheinung handelte, aber dann wurde es noch kleiner. Zum ersten Mal seit Mitte der 1970er Jahre sind Löcher im Meereis „so groß wie die Schweiz“ aufgetaucht.

Eine neue Studie legt nahe, dass sich der Salzgehalt des Oberflächenwassers verändert hat, um dieses (selten erwähnte) Mysterium zu erklären. Dabei geht es nicht nur um ein kleines Stück Ozean, sondern um alles südlich von 50° Breite. Jahrzehntelang wurde die Oberfläche des Südpolarmeeres weniger salzig – eine „erwartete Reaktion auf die Erwärmung des Klimas“, so die Forscher, die etwa 1980 einsetzte, „dieser Trend kehrte sich jedoch nach 2015 abrupt um“.

Während also diese Woche die Nachricht durchsickert, dass es eine „gefährliche Rückkopplungsschleife gibt, bei der das schrumpfende Eis den Ozean erwärmt, sollten Sie bedenken, dass die Experten auch zugeben, dass dies „völlig unerwartet ist, was ihre Art ist zu sagen, „die Modelle lagen falsch“. Es war nicht vorgesehen, dass Kohlendioxid dies bewirkt.

Höchstwahrscheinlich hat ein großer natürlicher Zyklus das Ruder herumgerissen. Stetig steigendes CO₂ hat den Anstieg des Meeresspiegels vor 2015 nicht verursacht, und auch den Rückgang danach nicht. Es sind größere Kräfte am Werk, und wir wissen nicht, welche das sind…

Graphik: Climate4You

Wenn die eingefleischten Gläubigen darauf hinweisen, dass die Antarktis „nur aufholt“ und dass sie immer gesagt haben, dass das antarktische Meereis schrumpfen würde, erinnern Sie sie daran, dass Turner et al. 2013 sagten: „Die Zunahme des antarktischen Meereises bleibt eines der großen ungelösten Rätsel der Klimawissenschaft.“ Jetzt haben sie eine neue Theorie: „Der Salzgehalt hat sich verändert“ – aber was hat das verursacht? Sie wissen es nicht. Wenn es um die Vorhersage des Klimas geht, können sie genauso gut den Kaffeesatz lesen.

Jahrelang ging man davon aus, dass sich die Antarktis doppelt so schnell erwärmen würde wie der Rest der Welt (erinnern Sie sich an die polare Verstärkung?), aber die ganze Idee, dass die Erwärmung an den Polen doppelt so schlimm sein würde, hing von Rückkopplungen ab. Im Katastrophenszenario würde der dunkle, hungrige Ozean mehr Wärme absorbieren, wenn die reflektierende weiße Eiskönigin schmilzt, wodurch noch mehr Eis schmelzen würde.

Leider können die Modellierer immer noch nicht die Meeresströmungen, die Wolken oder den Regen erklären. Die schlechte Nachricht ist, dass wir auf einem Wasserplaneten leben und ihre Modelle kein Wasser vorhersagen können.

Ist das Salz ursächlich?

Zehn Jahre nach Beginn der mysteriösen Verschiebung lautet die neue post hoc-Erklärung: Salz. Man war sich sicher, dass mit dem katastrophalen Abschmelzen der Antarktis und der damit verbundenen Zufuhr von Süßwasser in die Ozeane das Wasser in der Nähe weniger salzig werden würde. Sie gingen davon aus, dass sich dadurch eine stabile Oberflächenschicht bilden würde, die verhindert, dass das tiefere, salzhaltigere und dichtere Wasser aufsteigt und sich vermischt. Stattdessen wurde das Oberflächenwasser nach 2015 salziger, die sauberen Schichten, die sich eigentlich schichten sollten, begannen sich zu bewegen, und das warme Wasser von unten begann, das Eis von unten zu schmelzen.

Das ist eine ziemlich große Verschiebung, von der die Modellierer des Erdsystems keine Ahnung hatten, dass sie kommen würde….

Die Klimamodellierer müssen inzwischen ziemlich verängstigt sein. Vor zehn Jahren hat das antarktische Meereis begonnen, sich in einer Weise zu verhalten, die sie nicht erklären können, und das ist offensichtlich nicht auf unsere steigenden Emissionen zurückzuführen.

Aber sie sind nicht ehrlich genug zu sagen, dass sie vierzig Jahre lang ihre Modelle und ihre Gewissheit völlig überbewertet haben, während die Welt darunter litt, und Billionen auf ihre Vermutungen gesetzt haben. Sie haben keine Ahnung, wie sie die katastrophalen Rückkopplungsschleifen vorhersagen sollen, die es vielleicht gar nicht gibt, und dass das alles vielleicht gar nichts mit CO₂ zu tun hat.

Und jetzt versuchen einige, den Wandel, den sie nicht kommen sahen, als weiteren Beweis dafür darzustellen, dass „es schlimmer ist, als wir dachten“.

Der Ozean in der Antarktis kippt: Satelliten erfassen plötzliche Salzwelle, die das Eis von unten schmelzen lässt

ScienceDaily (Link)

Rund um die Antarktis vollzieht sich ein massiver und überraschender Wandel. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Südliche Ozean salziger wird und das Meereis in Rekordgeschwindigkeit schmilzt, so dass es der Größe Grönlands entspricht. Diese Veränderung hat einen jahrzehntelangen Trend umgekehrt und lässt verborgene Wärme an die Oberfläche steigen, wodurch das Eis von unten her schmilzt. Eines der dramatischsten Anzeichen ist die Rückkehr eines riesigen Loches im Eis, das seit 50 Jahren nicht mehr zu sehen war. Die Folgen sind global: stärkere Stürme, wärmere Ozeane und ernsthafte Probleme für Pinguine und andere polare Wildtiere.

Seit 2015 hat die Antarktis so viel Meereis verloren wie Grönland – die größte Umweltveränderung, die es in den letzten Jahrzehnten auf der Erde gegeben hat. Auch der Südliche Ozean wird immer salziger, und diese unerwartete Veränderung verschlimmert das Problem.

Jahrzehntelang wurde die Oberfläche des Ozeans frischer (weniger salzig), was das Wachstum des Meereises begünstigte. Jetzt haben die Wissenschaftler festgestellt, dass sich dieser Trend deutlich umgekehrt hat.

Anhand von europäischen Satellitendaten haben Forscher unter der Leitung der Universität Southampton einen plötzlichen Anstieg des Salzgehalts an der Oberfläche südlich von 50° Breite festgestellt.

Dies fiel mit einem dramatischen Rückgang des Meereises um die Antarktis und dem Wiederauftauchen der Maud-Rise-Polynja im Weddellmeer zusammen – einem riesigen Loch im Meereis, das fast viermal so groß ist wie Wales und seit den 1970er Jahren nicht mehr aufgetreten war.

Die Ergebnisse wurden am 30. Juni in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Dr. Alessandro Silvano von der University of Southampton, der die Forschung leitete, sagte: „Je salziger das Oberflächenwasser ist, desto leichter kann die Wärme aus der Tiefe aufsteigen und das Meereis von unten schmelzen. Das ist eine gefährliche Rückkopplungsschleife: Weniger Eis führt zu mehr Wärme, die wiederum zu noch weniger Eis führt.

Die Rückkehr der Maud-Rise-Polynja zeigt, wie ungewöhnlich die derzeitigen Bedingungen sind. Wenn dieser salzige, eisarme Zustand anhält, könnte er das Südpolarmeer – und damit den Planeten – dauerhaft verändern. Die Auswirkungen sind bereits global: stärkere Stürme, wärmere Ozeane und schrumpfende Lebensräume für Pinguine und andere ikonische Tierarten der Antarktis.“

In diesen polaren Gewässern überlagert kaltes, frisches Oberflächenwasser wärmeres, salzigeres Wasser aus der Tiefe. Im Winter, wenn die Oberfläche abkühlt und sich Meereis bildet, schwächt sich der Dichteunterschied (Schichtung) zwischen den Wasserschichten ab, so dass sich diese Schichten vermischen und Wärme nach oben transportiert wird, wodurch das Meereis von unten schmilzt und sein Wachstum begrenzt wird.

Seit Anfang der 1980er Jahre hatte sich die Oberfläche des Südlichen Ozeans mit Süßwasser angereichert, und die Schichtung hatte sich verstärkt, wodurch die Wärme im Inneren des Ozeans zurückgehalten und die Meereisbedeckung verstärkt wurde.

Nun zeigen neue Satellitentechnologien in Verbindung mit Informationen von schwimmenden Robotern, die in der Wassersäule auf und ab wandern, dass sich dieser Trend umgekehrt hat. Der Salzgehalt an der Oberfläche nimmt zu, die Schichtung wird schwächer, und das Meereis hat mehrere Rekordtiefststände erreicht, wobei große Öffnungen des offenen Ozeans im Meereis (Polynyas) zurückkehren.

Es ist das erste Mal, dass Wissenschaftler diese Veränderungen im Südlichen Ozean in Echtzeit beobachten konnten.

Im Gegensatz zu den neuen Erkenntnissen wurde allgemein erwartet, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die Eisbedeckung des antarktischen Meeres in den kommenden Jahren aufrecht erhalten würde.

Aditya Narayanan, Postdoktorandin an der University of Southampton und Mitverfasser der Studie, erklärt: „Wissenschaftler erwarteten zwar, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel schließlich zu einem Rückgang des antarktischen Meereises führen würde, doch der Zeitpunkt und die Art dieser Veränderung blieben ungewiss.

Frühere Prognosen betonten eine verstärkte Oberflächen-Entsalzung und eine stärkere Schichtung des Ozeans, was eine anhaltende Meereisbedeckung hätte unterstützen können. Stattdessen kam es zu einem raschen Rückgang des Meereises – einem wichtigen Reflektor der Sonnenstrahlung – was die globale Erwärmung möglicherweise beschleunigt.“

Geben Sie Prof. Garabeto einen Orden, denn er gibt wenigstens zu, dass sie die Zukunft nicht vorhersagen können:

Professor Alberto Naveira Garabato, Mitautor der Studie und Regius-Professor für Meereswissenschaften an der Universität Southampton, fügte hinzu: „Die neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass unser derzeitiges Wissen möglicherweise nicht ausreicht, um künftige Veränderungen genau vorherzusagen.“

Not far from the southern pole,
Melting sea ice has left a great hole,
A polar opposite trend,
To what alarmists portend,
By their climate-change rigamarole.

— Ruairi

[Unweit des Südpols,

Das schmelzende Meereis hat ein großes Loch hinterlassen,

Ein polarer Gegentrend,

Zu dem, was Alarmisten mit ihrem Klimawandel-Getue vorhersagen]

REFERENCE

Alessandro Silvano, Aditya Narayanan, Rafael Catany, Estrella Olmedo, Veronica Gonzalez; Gambau, Antonio Turiel, Roberto Sabia, Matthew R. Mazloff, Theo Spira, F. Alexander Haumann, Alberto C. Naveira Garabato. (2025)  Rising surface salinity and declining sea ice: A new Southern Ocean state revealed by satellites. Proceedings of the National Academy of Sciences, 2025; 122 (27) DOI: 10.1073/pnas.2500440122

Link: https://www.joannenova.com.au/2025/07/suddenly-2-million-square-km-of-sea-ice-is-missing-near-antarctica-and-all-the-climate-models-were-wrong/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE