Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen – Ausgabe 23 / 2025

Meldung vom 25. Juni 2025:

USA: Geringste Zahl von Tagen mit Tmax 90°F oder höher

[90°F = 32°C. A. d. Übers.]

Trotz des unablässigen Trommelfeuers der Medien untergraben die tatsächlichen Daten weiterhin die Darstellung bzgl. Klima.

Nach den eigenen Temperaturaufzeichnungen der NOAA ist der Prozentsatz der Tage mit Temperaturen über 32,2 °C in den USA in diesem Jahr (1. Januar bis 23. Juni) der sechzehntniedrigste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1895.

Das direkt vom Historical Climatology Network stammende Diagramm zeigt deutlich, dass die Hitze zu Beginn der Saison nicht zugenommen hat. Tatsächlich liegen die Jahre mit der höchsten Häufigkeit von Tagen mit über 32 Grad Celsius schon lange zurück: 1911, 1934, 1925 und 1933:

Die rote Linie stellt den gleitenden 10-Jahres-Durchschnitt dar. Nach einem Höchststand in den 1930er Jahren ist sie seitdem rückläufig.

Die heutigen Zahlen bewegen sich im Rahmen der historischen Schwankungen – un #d zwar am unteren Ende.

Die Daten sprechen für sich selbst: Es gibt keine Klimakrise!

[Hervorhebung im Original]

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Der 18,5-Billionen-Dollar-Klimaschwindel

Nach Angaben von Bloomberg Intelligence haben die Regierungen seit dem Jahr 2000 18,5 Billionen Dollar für klimabedingte Katastrophen ausgegeben. Allein in den USA wurden allein in den letzten 12 Monaten fast 1 Billion Dollar verpulvert.

Man sagt uns, dies sei der Preis des „Klimawandels“. Aber die Katastrophen werden nicht schlimmer – wohl aber die Kosten!

Wirbelstürme treten nicht häufiger auf. Die Zahl der Waldbrände ist nicht gestiegen. Was explodiert ist, sind die Kosten – und diese Kosten sind jetzt eine boomende Industrie. Bauunternehmen, Versicherer, Berater und politisch engagierte Firmen scheffeln das Geld, während die Steuerzahler die Rechnung bezahlen.

Bloomberg nennt es einen „heimlichen Zoll auf Verbraucherausgaben“. Eine versteckte Steuer. Ihre Versicherungsprämien schießen in die Höhe, Ihre Energierechnungen steigen, und Ihre Gemeindeverwaltung gibt plötzlich „“Klima-Anleihen„“ aus, um Schlaglöcher zu reparieren.

All dies wird in den offiziellen Inflationszahlen nicht berücksichtigt, aber Sie zahlen trotzdem dafür.

Nach Ausgaben in Höhe von 18,5 Billionen Dollar sollte man meinen, wir seien „widerstandsfähiger“. Stattdessen wird die Rechnung nur noch höher.

Diese so genannte „Klima-Ökonomie“ macht inzwischen 36 % des US-BIP-Wachstums seit 2000 aus. Mehr als ein Drittel des Wachstums entfällt auf katastrophenbedingte Ausgaben – den Wiederaufbau dessen, was bereits mit exorbitanten Kosten errichtet worden ist.

Die Gewinner sind eine handverlesene Gruppe von Unternehmen aus der Versicherungs-, Bau- und Einzelhandelsbranche, die laut Bloomberg den Aktienmarkt um 7 % pro Jahr übertreffen – und das alles dank dieser endlosen Flut von Krisengeldern.

Hier geht es nicht darum, dass das Wetter schlechter wird. Es geht um einen Vermögenstransfer.

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Meldung vom 30. Juni 2025:

Als Bäume das Nordpolarmeer berührten

Noch vor 5.000 Jahren sah die Arktis ganz anders aus. Während des so genannten Thermischen Maximums des Holozäns waren die Sommertemperaturen in der nördlichen Hemisphäre um einiges höher – bis zu 3 °C im Vergleich zu heute – und das Leben gedieh.

Diese Wärme war nicht gleichmäßig über den Globus verteilt, aber in der Arktis war sie besonders stark zu spüren.

Infolgedessen blühte die Artenvielfalt hier auf: Bäume wie Birken und Fichten dehnten ihr Verbreitungsgebiet dramatisch aus und wuchsen bis an die Ränder des Arktischen Ozeans in Gebieten wie Nordsibirien und Alaska.

Mehrere Studien, bei denen alte Pollen, Makrofossilien und Bodendaten ausgewertet wurden bestätigen, dass diese Wälder einst in Gebieten wuchsen, die heute als karge Tundra gelten. Es handelte sich auch nicht um isolierte Flecken – die Beweise zeigen eine anhaltende Waldbedeckung und eine aktive ökologische Sukzession, was bedeutet, dass die Bäume nicht nur überlebten, sondern auch gediehen.

Der „Permafrost“ war damals entweder schwach, lückenhaft oder fehlte in weiten Regionen ganz. An vielen Orten, an denen der Permafrost später den Boden festhielt, bildeten sich Torfmoore – ein Zeichen dafür, dass der Boden saisonal lange genug nicht gefroren war, um reiche, lebendige Bodensysteme zu unterstützen.

Die Rückkehr kälterer und feuchterer Bedingungen vor etwa 5.000 Jahren markierte den Beginn der Neoglazialzeit. Die Bäume zogen sich zurück, der Permafrost breitete sich aus, und die Arktis verwandelte sich allmählich in die gefrorene, vergleichsweise leblose Fläche, die wir heute sehen.

Doch diese alte Wärme ist dem Land noch immer eingeschrieben – vergrabene Baumstämme, konservierte Samen und tiefe Torfschichten erzählen die Geschichte einer Zeit, als der hohe Norden grüner, wärmer und lebendiger war.

Eine unbequeme Wahrheit wird von den heutigen Erzählungen und Ideologien ignoriert: Das Klima ändert sich immer – und Wärme ist gut.

[Hervorhebung im Original]

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Meldung vom 3. Juli 2025:

Erkennt den UHI-Effekt!

Diese Temperaturgraphik aus Südengland sagt mehr aus, als es ein Klimamodell je könnte:

Inmitten des gelben Meeres stechen zwei Hotspots in Rot hervor: London und Southampton.

Während die umliegenden ländlichen Gebiete vergleichsweise angenehme nächtliche Tiefstwerte zwischen 13 und 17 Grad Celsius aufweisen, ist es in London mit 19,5 Grad Celsius und in Southampton mit 19,7 Grad Celsius ganze 5 Grad wärmer als auf dem Land.

Dies ist der Effekt der städtischen Wärmeinsel (UHI).

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Meldung vom 7. Juli 2025:

Indonesien: Ausbruch des Vulkans Lewotobi Laki-Laki

Der Vulkan Lewotobi Laki-Laki in Ostflores in Indonesien brach am Montag, dem 7. Juli, aus und schleuderte eine Aschesäule bis 19 584 m hoch in die Stratosphäre.

Damit ist dies der bisher höchste Ausbruch des Jahres 2025 – und damit auch der klimarelevanteste.

Das Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) Darwin gab eine rote Luftfahrtwarnung heraus, wobei die Himawari-9-Satellitenbilder die Höhe der Wolke bestätigten.

Die Explosion erfolgte um 11:05 WITA (03:05 UTC). Die Asche driftet weiterhin mit 30 Knoten in Richtung Westen [ca. 55 km/h], und es liegen noch keine Daten über die Ausbreitung vor – ein Hinweis auf eine anhaltende Eruption oder auf Schwierigkeiten bei der Modellierung einer so hohen Wolke.

In diesen Höhen wird Schwefeldioxid (SO₂) direkt in die Stratosphäre geblasen, wo es reflektierende Sulfataerosole bildet, das Sonnenlicht verdunkelt und zu einem globalen Temperaturabfall führt – ein Prozess, der nach Tambora (1815), Krakatoa (1883), El Chichón (1982) und Pinatubo (1991) am dramatischsten war.

Der VEI (Volcanic Explosivity Index) wurde zwar noch nicht offiziell zugewiesen, aber eine Eruption, die Asche bis in eine Höhe von 20.000 m schickt, deutet stark auf mindestens einen VEI 4 hin, wobei ein VEI 5 nicht außer Frage steht, je nach Auswurfvolumen. Ein Ereignis dieser Größenordnung ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern global.

Wenn die SO₂-Daten eine signifikante Injektion in die Stratosphäre bestätigen, könnten wir in den kommenden Monaten mit einem Abkühlungssignal rechnen. Wie immer ist der Planet nur einen VEI 7+ von einer sofortigen Rückkehr zu den Bedingungen der kleinen Eiszeit entfernt. Eine Reihe von VEI 5 oder 6 könnte uns ebenfalls dorthin bringen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/eruption-to-64000-feet-at-lewotobi?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 6. Juli 2025:

Neue Studie: Spitzbergen war 9°C wärmer als heute – als das CO₂ nur 260 ppm betrug

Eine neue Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Communications Earth & Environment, demontiert die Kernaussage des modernen Klimaalarmismus‘.

Sie zeigt, dass das arktische Spitzbergen während des frühen Holozäns (vor 11,7-8,2 Jahrtausenden) bis zu 9°C wärmer war als heute – und das bei einem atmosphärischen CO₂-Gehalt von nur 260 ppm.

Außerdem kühlte sich Spitzbergen in den nächsten 8.000 Jahren ab, während das CO₂ stetig zunahm. Kein Kipppunkt. Keine unkontrollierte Schmelze. Tatsächlich überlebten die Gletscher auf Spitzbergen und wuchsen sogar weiter, wahrscheinlich aufgrund der erhöhten Schneefälle, die durch die wärmeren, feuchteren Bedingungen verursacht wurden.

Heutige Klimamodelle – insbesondere das diskreditierte RCP 8.5-Szenario – prognostizieren für Spitzbergen die gleiche Erwärmung von 8 °C bis zum Jahr 2100, ignorieren aber, dass die Gletscher einst unter genau diesen Bedingungen gewachsen sind.

Die Autoren dieser Studie geben sogar zu, dass die Zukunft der Region der Vergangenheit folgen könnte: Die Erwärmung könnte durch mehr Schneefall ausgeglichen werden, wodurch sich einige Gletscher stabilisieren oder sogar wachsen. Dennoch gehen die gängigen Klimamodelle immer noch von einem linearen, CO₂-getriebenen Abschmelzen aus.

Die Klimamodellierung weist einen fatalen Fehler auf: Sie stimmt nicht mit der historischen Realität überein! Wenn die Vergangenheit der eigenen Theorie widerspricht, hat die Theorie ein Problem – nicht die Vergangenheit. Ein weiterer Fehler: Die Mainstream-Wissenschaft übersieht oft die natürlichen Regulations-Prozesse der Erde.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-to-110f-new-study-svalbard?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Klima-Oszillationen: Atlantic Meridional Mode (AMM)

Andy May

Der Atlantic Meridional Mode Index (AMM) beschreibt die meridionale Variabilität im tropischen Atlantik. Das Gebiet von Interesse ist das Meeresgebiet zwischen 32°N und 21°S und von 75°W bis zur westafrikanischen Küste (~15°E). Manchmal werden die Grenzen wie folgt angegeben: 22°S-32°N und 74°W bis zur westafrikanischen Küste. Dies ist die Region, in der die innertropische Konvergenzzone (ITCZ) existiert, die sich im Laufe der Jahreszeiten nach Norden und Süden bewegt (Chiang & Vimont, 2004).

Es gibt ein mögliches schwaches Analogon im Pazifik, aber der Pazifik wird so sehr von ENSO dominiert, dass es sich möglicherweise nicht um einen echten meridionalen Modus handelt, der mit den Bewegungen der ITCZ zusammenhängt (Chiang & Vimont, 2004). Grundsätzlich kann die AMM als weltweit einmalig angesehen werden (Chang, Ji, & i, 1997).

Die AMM-Region überschneidet sich mit den Regionen AMO und WHWP. Die Tatsache, dass diese drei Oszillationen zu den sechs wichtigsten gehören, die gut mit HadCRUT5 korrelieren, und dass sie zusammen 74 % der Variabilität in HadCRUT5 erklären, bedeutet entweder, dass die atlantische Region bei der Bestimmung der globalen mittleren Temperatur (GMST) sehr wichtig ist, oder dass die Messungen der globalen Temperatur in Richtung Nordatlantik verzerrt sind. Ich nehme an, dass beides möglich ist. Abbildung 1 zeigt die beste Regression der drei atlantischen Oszillationen (AMO, WHWP und AMM) gegen HadCRUT5:

Abbildung 1. Eine Regression der drei besten atlantischen Oszillationen gegen HadCRUT5. Die Oszillationen sind die AMO, AMM und WHWP. Das R² der Regression beträgt 0,74.

Die AMM kann entweder als Windanomalie oder als SST-Anomalie (Meeresoberflächentemperatur) in ihrer Region ausgedrückt werden. Wir werden hier hauptsächlich die SST-Anomalie verwenden, aber die Windanomalie ist ähnlich, wie in Abbildung 2 dargestellt. Es sind sowohl Ganzjahres- als auch Winteranomalien aufgetragen. Die enge Beziehung zwischen Wind und SST in dieser Region ist in Abbildung 2 gut zu erkennen:

Abbildung 2. Die AMM-Wind- (links) und SST-Anomalien (rechts) für das gesamte Jahr (oben) und nur für den Winter (unten). Daten NOAA.

Im Allgemeinen ist die negative AMM-Phase mit kühlen Anomalien auf der Nordhemisphäre und warmen Anomalien auf der Südhemisphäre des tropischen Atlantiks verbunden, und die positive Phase ist das Gegenteil (Patricola, Saravanan, & Chang, 2014). Sie stellt einen Äquator-übergreifenden SST-Gradienten dar, der von negativ zu positiv und umgekehrt umschlägt. Er hat ein starkes dekadisches bis multidekadisches Signal. Jährlich hat die SST AMM einen positiven Spitzenwert im Oktober und ihren niedrigsten negativen Wert im April. Sowohl der negative als auch der positive Modus sind mit Verschiebungen der ITCZ und den damit verbundenen Winden und Stürmen verbunden. Die AMM wird durch eine positive Rückkopplung zwischen Wind, Verdunstung und Meeresoberflächentemperatur angetrieben, wobei die Windanomalien den SST-Anomalien um ~2 Monate voraus sind (Xia, Zuo, Sun, & Liu, 2023). Diese Luft-Meer-Wärmeflüsse können durch thermodynamische und dynamische Prozesse (d. h. Wind) erklärt werden (IPCC, 2021, S. 2168), (Chang, Ji, & i, 1997) und (Patricola, Saravanan, & Chang, 2014).

Die Beziehung zwischen AMM und Hurrikanen

Die AMM wirkt im Zusammenspiel mit ENSO auf die Aktivität der tropischen Wirbelstürme im Atlantik ein wie in Abbildung 3 dargestellt. Es gibt noch andere Faktoren, die die Hurrikanaktivität beeinflussen und zumindest teilweise von der AMM und ENSO unabhängig sein können, wie Saharastaub, afrikanische Easterly Waves und die nicht damit zusammenhängende Temperatur der oberen Troposphäre, aber die AMM und ENSO haben einen sehr starken Einfluss auf die atlantische Hurrikanaktivität (Patricola, Saravanan, & Chang, 2014). Ein neutraler oder El-Niño-ENSO-Zustand und eine negative AMM erzeugen die geringste Anzahl größerer Hurrikane und die geringste ACE (akkumulierte Zyklonenenergie). Der letzte aktuelle ENSO-Zustand (Mai 2025) ist neutral und die aktuelle AMM (Mai 2025) ist negativ, was darauf hindeutet, dass es in diesem Sommer weniger und schwächere Hurrikane im Atlantik und in der Karibik gibt als normal. Ein starkes La Niña und eine stark positive AMM erzeugen die meisten Hurrikane und den größten ACE. Der AMM-Zustand hat einen stärkeren Einfluss auf die Aktivität und Stärke der Hurrikane, aber auch der ENSO-Zustand spielt eine Rolle.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Abbildung 3. Statistiken über atlantische Hurrikane (HURDAT2) nach ENSO-Kategorie und AMM-Phase. Das linke Diagramm zeigt die akkumulierte Wirbelsturmenergie (ACE) in Einheiten der prozentualen Abweichung vom Mittelwert; ein „x“ im Kreis zeigt die statistische Signifikanz auf dem 10 %-Niveau an (Student’s t-Test). Das rechte Diagramm ist eine Zählung, und die Einheiten sind die Anzahl der größeren Wirbelstürme über oder unter dem Mittelwert von 2,7. Quelle: (Patricola, Saravanan, & Chang, 2014).

Während der positiven Phase der AMM verschiebt sich die atlantische innertropische Konvergenzzone (ITCZ) nach Norden, was im Nordosten Brasiliens häufig zu Trockenheit führt. Die brasilianischen Niederschläge sind stärker mit der AMM korreliert als mit ENSO (Chang, Ji, & Li, 1997).

Eine Schlüsselkomponente der AMM ist die positive Rückkopplung zwischen der Meeresoberfläche und der Atmosphäre. Während einer positiven Phase der AMM wird die SST im tropischen Nordatlantik höher als normal und im tropischen Südatlantik niedriger als normal. Der Luftdruck reagiert auf die SST-Anomalien, indem er über den anomal kalten SSTs der Südhalbkugel höher als normal und über den anomal warmen SSTs der Nordhalbkugel niedriger als normal wird. Die Druckunterschiede beeinflussen die Windverhältnisse, was wiederum die Veränderungen der SST verstärkt. Die AMM-Wind- und SST-Anomalien sind für die Region in Abbildung 3 dargestellt, die ein positives AMM-Muster veranschaulicht:

Abbildung 4. Die AMM-Region und ein positives AMM-Muster. Dieses Muster verschiebt die ITCZ nach Norden, erwärmt den Teil der nördlichen Hemisphäre und kühlt den Teil der südlichen Hemisphäre ab. Es stärkt die Ostwinde auf der Südhalbkugel und schwächt sie im Norden ab. Quelle NOAA.

Modellierung der AMM

Die AMM steht in engem Zusammenhang mit der saisonalen Hurrikanaktivität im Atlantik sowohl auf dekadischen als auch auf interannualen Zeitskalen (Vimont & Kossin, 2007). Vimont & Kossin sagen uns, dass die AMO die AMM auf dekadischen Zeitskalen anregt und durch die AMM einen dekadischen Einfluss auf die Hurrikanaktivität hat. Die AMM ist im Vergleich zu anderen Oszillationen recht gut verstanden. Sie lässt sich auch sehr leicht in Wetterdaten beobachten.

Wir haben bereits erörtert, dass die AMO in den CMIP6-Modellen des IPCC nur schwach modelliert ist (IPCC, 2021, S. 504). AR6 berichtet auch, dass die CMIP6-Modelle der AMO „Low Performance“ sind (IPCC, 2021, S. 115). AR6 stellt fest:

„… es gibt geringes Vertrauen in die prognostizierten Veränderungen der tropisch-atlantischen Variabilität (TAV), da die Klimamodelle im Allgemeinen nicht in der Lage sind, wichtige Aspekte dieser Variabilität zu simulieren, wie etwa die nach Norden verschobene ITCZ.“

Die CMIP5-Modelle haben bei der AMM schlechte Arbeit geleistet, und in Bezug auf den Wind schneiden die CMIP6-Modelle etwas besser ab. Aber sowohl die CMIP5- als auch die CMIP6-Modelle reproduzieren die SSTs in der AMM-Region schlecht (Xia, Zuo, Sun, & Liu, 2023). Dieses SST-Problem in den Tropen ist ein allgemeines und anhaltendes Problem bei allen Klimamodellen (IPCC, 2021, S. 444). Die schlechte Übereinstimmung zwischen Beobachtung und Modell-SST in den Modellen ist global, aber am offensichtlichsten in den Tropen, insbesondere in der tropischen mittleren Troposphäre (McKitrick & Christy, 2020), (McKitrick & Christy, 2018) und (IPCC, 2021, S. 444). Die Wind/SST-Prozesse, welche die AMM antreiben, sind in den meisten CMIP6-Modellen nicht sehr gut modelliert, und einige würden sagen, dass fast alle Modelle schlecht sind. Xia et al. nennen diesen Prozess die Wind-Verdunstungs-SST- oder „WES“-Rückkopplung und schlagen vor, dass dies der Teil der AMM ist, den die CMIP6-Modelle falsch darstellen (Xia, Zuo, Sun, & Liu, 2023). Es gibt einige wenige Einzelmodelle, die gute Arbeit leisten, z. B. E3SM1 und ESM1, aber die Variabilität bei der Reproduktion der AMM in den Modellen ist groß, und zwischen den Modellen gibt es häufig ungelöste regionale Widersprüche (IPCC, 2021, S. 1393-1394). Weitere Einzelheiten über die Übereinstimmung der Modelle mit den Beobachtungen oder deren Fehlen sind in Xia, et al. (Xia, Zuo, Sun, & Liu, 2023) und im AR6 WGI zu finden, insbesondere in Abschnitt 10.3.3, Seite 1393, Abbildung 10.6 ist brutal. Wir sehen in AR6 WGI:

„Die Leistung der Modelle variiert stark von Modell zu Modell, aber auch zwischen verschiedenen Ensembles. Diese Verzerrungen sind ein Ausdruck von Modellfehlern, die zu falsch dargestellten Phänomenen und Prozessen führen und somit das Vertrauen in zukünftige Projektionen des regionalen Klimas einschränken.“ (AR6, S. 1395)

Ich wünschte, ich hätte das geschrieben.

Diskussion

Eine positive AMM mit einer gleichzeitigen La Niña signalisiert eine starke Hurrikansaison, aber wenn die Modelle die AMM nicht simulieren, wie können sie dann die Hurrikanaktivität vorhersagen? Ich glaube nicht, dass wir Modellprognosen über mehr Hurrikane in der Zukunft ernst nehmen sollten, solange nicht sowohl die AMO als auch die AMM richtig modelliert werden können.

Etwa die Hälfte der CMIP6-Modelle kann das beobachtete räumliche Muster der AMM grob wiedergeben (siehe Abbildung 4). Die Beobachtungen zeigen, dass die Windanomalien den SST-Anomalien um etwa zwei Monate voraus sind, wie in Abbildung 5 dargestellt. Beachten Sie, dass die Y-Achse in Abbildung 5 nicht die Anomalie selbst, sondern die Varianz darstellt.

Abbildung 5. Die Wind- und SST-Varianz nach Monat. Beachten Sie, dass die Windanomalie der SST-Anomalie vorausgeht, was dem AMM-WES-Rückkopplungsprozess entspricht. Quelle: (Xia, Zuo, Sun, & Liu, 2023). Nur sehr wenige CMIP6-Modelle können dieses Muster erfolgreich reproduzieren.

Vielen Modellen gelingt es, eine Windspitze im Frühjahr zu reproduzieren, aber die meisten reproduzieren nicht die sehr logische SST-Spitze, die darauf folgen sollte, oder wenn sie es doch tun, dann ist die Zeitdifferenz falsch. Bei einigen Modellen wie NorCPM1 und ACCESS-ESM1-5 ist die Abweichung spektakulär. Xia untersuchte die Modelle, die sich bei der WES-Rückkopplung irrten, und stellte fest, dass sie eine dickere ozeanische Mischschicht aufwiesen. Die dickere Mischschicht führte zu einer schwächeren Ozean-Atmosphären-Kopplung und einer schwächeren Reaktion der SST auf den Windantrieb, was die Abstände zwischen den Wind- und SST-Änderungen durcheinander brachte. Xia und seine Kollegen waren nicht in der Lage herauszufinden, warum einige der Modelle nicht einmal das räumliche Muster der AMM reproduzieren konnten.

Aus physikalischer und thermodynamischer Sicht ist die AMM eine der einfacheren und offensichtlichsten Schwingungen und weist ein regelmäßiges Muster über das Kalenderjahr auf. Man sollte meinen, dass sie einfacher zu modellieren sein sollte als die anderen. Die Tatsache, dass sowohl die CMIP5- als auch die CMIP6-Modelle so große Schwierigkeiten damit haben, ist bezeichnend.

Ein weiterer wichtiger Punkt, über den ich schon früher geschrieben habe ist, dass es wenig sinnvoll ist, Modell-Ensembles zu erstellen und diese zu mitteln, was als Modell-Demokratie bezeichnet wurde (IPCC, 2021, S. 226). Dieses Verfahren wird noch dadurch verschlimmert, dass AR6 und CMIP6 nicht in jedem ihrer „Modell-Ensembles“ die gleichen Modelle verwenden. Manchmal wählen sie Modelle auf der Grundlage ihrer „Leistung“ (IPCC, 2021, S. 226) aus, was in der Regel bedeutet, wie gut jedes einzelne Modell im Vergleich zu den Beobachtungen abschneidet. Der Ensemble-Ansatz erlaubt es den Modellierern also, die Ergebnisse auszuwählen und zu bestimmen. Es ist bemerkenswert, dass die Sensitivität der Ergebnisse auf die Modellauswahl „selten durchgeführt“ wird (IPCC, 2021, S. 1425).

Man kann mehrere Modelle untersuchen und Kriterien für ihre Bewertung aufstellen, aber wenn man dasjenige gefunden hat, das am besten mit den Beobachtungen übereinstimmt, gibt es keinen Grund, dessen Ergebnisse mit denen minderwertiger Modelle zu mitteln und ein Klimamodell-Ensemble zu erstellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Mitglieder der verschiedenen verwendeten Ensembles ändern.

Alle Modelle sind mit Fehlern behaftet und stimmen nicht mit den Beobachtungen überein; die Ergebnisse werden durch die Mittelung verschiedener Modelle nicht besser. Die Mittelung verschiedener Modellläufe des gleichen Modells mit unterschiedlichen Parametern und Initialisierungen ist sinnvoll, die Mittelung verschiedener halb-unabhängiger Modelle nicht. All dies gilt insbesondere für die in dieser Serie diskutierten Klimaschwankungen, vor allem für die AMM. Sie sind gut dokumentierte Klimaeigenschaften, und nur die Modelle, die sie richtig reproduzieren können, sollten berücksichtigt werden, und das Klimamodell, das für die IPCC-Bewertungen verwendet werden soll, sollte das beste sein, das der Realität am nächsten kommt.

Weitere Beiträge:

Musings on the AMO

The Bray Cycle and AMO

Climate Oscillations 1: The Regression

Climate Oscillations 2: The Western Hemisphere Warm Pool (WHWP)

Climate Oscillations 3: Northern Hemisphere Sea Ice Area (in deutscher Übersetzung hier)

Climate Oscillations 4: The Length of Day (LOD)

Climate Oscillations 5: SAM

Referenzen

Chang, P., Ji, L., & Li, H. (1997). A decadal climate variation in the tropical Atlantic Ocean from thermodynamic air-sea interactions. Nature, 385, 516-518. doi:10.1038/385516a0

Chiang, J. C., & Vimont, D. J. (2004). Analogous Pacific and Atlantic Meridional Modes of Tropical Atmosphere–Ocean Variability. Journal of Climate, 17(21), 4143 – 4158. doi:10.1175/JCLI4953.1

IPCC. (2021). Climate Change 2021: The Physical Science Basis. In V. Masson-Delmotte, P. Zhai, A. Pirani, S. L. Connors, C. Péan, S. Berger, . . . B. Zhou (Ed.)., WG1. Retrieved from https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/

McKitrick, R., & Christy, J. (2018, July 6). A Test of the Tropical 200- to 300-hPa Warming Rate in Climate Models, Earth and Space Science. Earth and Space Science, 5(9), 529-536. doi:10.1029/2018EA000401

McKitrick, R., & Christy, J. (2020). Pervasive Warming Bias in CMIP6 Tropospheric Layers. Earth and Space Science, 7. doi:10.1029/2020EA001281

Patricola, C. M., Saravanan, R., & Chang, P. (2014). The Impact of the El Niño–Southern Oscillation and Atlantic Meridional Mode on Seasonal Atlantic Tropical Cyclone Activity. Journal of Climate, 27(14), 5311-5328. doi:10.1175/JCLI-D-13-00687.1

Vimont, D. J., & Kossin, J. P. (2007). The Atlantic Meridional Mode and hurricane activity. Geophysical Research Letters, 34(7). doi:10.1029/2007GL029683

Xia, F., Zuo, J., Sun, C., & Liu, A. (2023). The Atlantic Meridional Mode and Associated Wind–SST Relationship in the CMIP6 Models. Atmosphere, 14(2). doi:10.3390/atmos14020359

Link: https://andymaypetrophysicist.com/2025/07/03/climate-oscillations-6-atlantic-meridional-mode-amm/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klimaerwärmung seit 1988 ja, aber nicht durch CO₂! Das zeigt uns der Deutsche Wetterdienst beim Monat Juni

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Der Juni ist der Monat, der sich seit der im Jahre 1988 beginnenden Erwärmung am meisten erwärmt hat. Der Grund dafür sind die Zunahme der Sonnenstunden. Das werden wir im Artikel anhand von Grafiken zeigen

Zunächst die deutschen Junitemperaturen laut Deutschem Wetterdienst (DWD).

Abb. 1: Über 100 Jahre zeigt der Juni in Deutschland laut Temperaturreihen des DWD überhaupt keine Erwärmung, wobei ab 1947 bis 1987 die Temperaturen sogar leicht gesunken sind. Im Jahre 1987/88 begann dann der Klimawandel im Mitteleuropa. Seitdem wird der Juni angenehm wärmer in Deutschland. Der Juni wird zu einem echten Sommermonat. Bitte beachten, die Junitemperaturen sinken aber wieder nach dem Höhepunkt im Jahre 2019. Ob damit die Juni-Sommerwärme ausgereizt ist, lässt sich noch nicht sagen.

Diese Grafik 1 zeigt zugleich, dass Kohlendioxid kaum einen Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben kann. Denn CO₂ kann nicht einen Dauerschlaf halten bis 1987 und dann ab 1988 plötzlich wie mit einem Zeitzünder versehen explodieren und eine starke Erhitzung herzaubern. Auf keinen Fall ist CO₂ der Temperaturregelknopf wie er von den Klimahysterikern in den Medien hingestellt wird. CO₂ wirkt allerhöchstens versteckt und völlig unwesentlich in homöopathischen Dosen mit.

Merke: CO₂ ist kein Temperaturregelknopf! Die CO₂-Treibhauslehre der bezahlten Klimawissenschaft ist falsch. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell.

Doch was hat nun tatsächlich zur plötzlich Erwärmung seit 1988 in Mitteleuropa geführt?

Die Gründe sind a) natürliche Klimaursachen und b) vom Menschen verursachte. Wir beschreiben nun die wichtigsten

  1. Hauptursache der natürlichen Änderungen: Die Zunahme der Sonnenscheindauer und die Luftreinhaltemaßnahmen. Diese erhöhten die Sonnenintensität.

Abb. 2: Leider erfasst der DWD die Sonnenstunden erst seit 1951. Bis 1987 ist die Juni- Sonnenscheindauer rückläufig, ab 1988 erfolgt ein steiler Anstieg.

Erkenntnis: Zwischen Sonnenscheindauer und Temperaturzunahme besteht eine hohe Korrelation, R = 0,81! Da die Sonne aber nur tagsüber scheint, müssten vor allem die Temperaturen am Tage zugenommen haben.

Das zeigt uns tatsächlich die nächste Grafik, in welcher die tagsüber festgestellten T-Max und die nächtlichen T-min mit aufgeführt sind. Herr Baritz hat von den 536 vom DWD- angebotenen Stationen – mehr gibt es nicht seit 1947 – die T-max und T-Min Schnitte für jeden Monat erst ausrechnen müssen. Der DWD macht das nicht und die nächste Grafik findet man auch nirgendwo, außer bei uns.

Natürlich auch die Gesamttagesschnitte und die weichen, weil es nur 536 Stationen sind, leicht aber völlig unmerklich ab vom DWD-Junischnitt in Grafik 1. Vergleiche Steigungsformel in Grafik 1.

Abb. 3: Oben in grau die Höchsttemperaturen tagsüber, ganz unten in der Farbe Blau die T-min Temperaturen, die im Sommer meist kurz vor Sonnenaufgang auftreten.

Ergebnis: Wie zu erwarten

Aufgrund der Sonnenscheinzunahme haben auch die T-Max Temperaturen tagsüber am stärksten zugenommen, siehe Steigungsformel. Und die Schere zwischen Tag- und Nacht geht im Juni seit dem Klimawandel 1988 deutlich auseinander. Das dürfte laut CO₂-Treibhauslehre nicht sein.

Weiter mit den natürlichen Klimaänderungen: Der Niederschlag, bzw. die Bewölkung.

Als weiteres natürliches Wetterelement, welches den wärmer gewordenen Juniklimawandel herbeigeführt hat, sind die seit 1988 leicht abnehmenden Niederschläge.

Abb. 4: bis 1987 nahm der Juniniederschlag laut DWD leicht zu, ab 1988 bis 2025 nimmt er leicht ab.

Vom Menschen verursachte Erwärmungen

Die ständig anhaltende Asphaltierung Deutschlands und die großflächige Trockenlegungen einstiger Grün-Freiflächen in Feld, Wald und Wiesen.

Das hat Folgen, auf die wir noch näher in einem weiteren Artikel eingehen werden. Die Folgen sind bereits nach 14 Tagen einer Juni-Schön-Wetterperiode sichtbar. Das grüne Gras wird gelb, Deutschland beginnt zu versteppen. Dadurch fehlt sommers zunehmend die Verdunstungskälte, welche tagsüber aus dem Boden für zusätzliche Kühlung sorgte. Das erhöht den Wärmeinseleffekt der Wetterstationen, die laut DWD im Grünen außerhalb der Städte stehen und als UHI-frei bezeichnet werden. So werden auch vermeintlich ländliche Wetterstationen im Sommer zu WI-starken Stationen, zumal die Sonne von Sonnenaufgang bis Untergang das nur mit einer Pilzhaube abgeschirmte Digitalthermometer aufheizt. Die einstige schützende Wetterhütte wurde abgeschafft.

Die Folgen zeigen wir an ausgewählten Beispielen:

Die ländliche Wetterstation Hof in Grenznähe zu Sachsen:

Abb. 5: Nach der Wende wurde die einst ländliche Wetterstation Hof, die außerhalb der Stadt liegt, in ein Gewerbegebiet eingemauert. Unmittelbar davor die neue vierspurige B 22, die zugleich als Autobahnzubringer dient. Man beachte die Steigungsformel, (R = 0,65) die deutlich über dem DWD-Schnitt – siehe Grafik 1- liegt. (Stationsplatz siehe gelber Marker bei der Bundesstraße)

Die Wetterstation Weiden in der Oberpfalz:

Auch diese Wetterstation lag einst außerhalb der Kleinstadt mit steigenden Einwohnerzahlen, inzwischen hat sich die Stadt ausgebreitet und eine Bundesstraße führt an der DWD-Wetterstation vorbei, die sich just in Stationsnähe auf vier Spuren verbreitet hat. Die intensive Landwirtschaft mit den Trockenlegungen und der sommerlichen Versteppung beginnt unmittelbar daneben.

Abb. 6: Die Wetterstation Weiden zeigt in den Sommermonaten seit 1988 besonders starke Erwärmungen (R = 0,65).

Die Wetterstation Neukirchen-Hauptschwenda in Nordhessen:

Diese absolut ländliche Wetterstation wurde im kleinen Teilort Hauptschwenda vor einigen Jahren zum großen Bauernhof mit viel Asphaltflächen verlegt, die sich tagsüber durch die Junisonne stark aufheizen. Und über einem Backofen ist es immer wärmer.

Abb. 7: Diese ländliche DWD-Wetterstation zeigt eine deutliche stärkere Erwärmung (R = 0,64) als der DWD-Schnitt

Wetterstation München in der Stadtmitte und Wetterstation Holzkirchen im südlichen Speckgürtel der Stadt mit stark wachsenden Anteilen an Asphaltierung und Bebauungen.

Abb. 8: Junitemperaturentwicklung von München (Stadtmitte) oben und Holzkirchen unterer grüner Grafikverlauf. Holzkirchen erwärmt sich schneller und holt allmählich auf.

Erklärung: Die Stadtmitte von München (R = 0,54) ist insgesamt wärmer, d.h. größerer städtischer Wärmeinseleffekt (UHI) als Holzkirchen (R = 0,64). Deshalb ist der rote Grafikverlauf über dem grünen. München hat eine ähnliche Steigungsformel wie der DWD-Schnitt in Grafik 1. Aber Holzkirchen wächst schneller und damit ist die Zunahme des WI-Effektes auch größer: Folge: Holzkirchen holt München bei den Junitemperaturen allmählich ein.

Als Ergänzung zu WI-arme Stationen, drei Nordsee-Inselstationen im Vergleich.

Abb. 9: Auch die DWD Stationen auf den Nordseeinseln sind WI-arm. Hier sind, neben den zunehmenden SSH, die leicht steigenden sea-surface-Temperaturen (0,04 K/Jahr) der Nordsee für die Erwärmung verantwortlich.

Zusammenfassung:

  1. Wir haben im Artikel anhand der DWD- Juni-Temperaturreihen gezeigt, dass die neuzeitliche Klimaerwärmung nicht 1881 begann, sondern erst 1988.
  2. Der Juni hat den stärksten Temperaturanstieg aller Monate seit 1988, weil die Sonnenstunden im Juni am kräftigsten wirken, deswegen ist auch der Temperaturanstieg tagsüber am stärksten, in der Nacht viel geringer.
  3. Der steigende Wärmeinseleffekt aller deutschen DWD-Stationen wirkt bei der sommerlichen Erwärmung seit 1988 besonders mit.
  4. Nur Privatstationen, in deren Umgebung sich wenig verändert hat und die auch noch am selben Platz stehen wie 1988 (oftmals keine ganztägige Sonnenbestrahlung) und nach den alten Normen die Temperaturen erfassen, bei denen ist die Junierwärmung weniger ausgeprägt als bei den DWD-Stationen.

Als Beispiel die Privatstation Amtsberg, sie erfüllt die heutigen neuen DWD-Normen nicht, weil sie unverändert dort steht, wo sie einst hingestellt wurde. Die Junisonnenstunden erreichen nicht ganztägig die Station, aber das war schon immer so. Nur das Thermometer wurde durch ein DWD-genormtes Digitalthermometer ersetzt. Deshalb sind die Temperaturen sehr gut über einen längeren Zeitraum mit sich selbst vergleichbar, da die Veränderungen insgesamt viel geringer sind als bei den DWD-Wetterstationen.

Abb. 10: Wi-arme Stationen wie die Privatstation Amtsberg (R = 0,46) erwärmen sich nicht so stark wie der DWD-Schnitt.

Merke: Die treibhausbasierte Klimahysterie mit dem Glauben an den regulierenden CO₂-Klimaregler, der von Deutschland aus das Klima der Welt einstellen kann, ist eine Wissenschaft des finstersten Mittelalters. Da geht’s nur ums Geld und einen CO₂-Ablasshandel. Diese Irrlehre dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen. Wir werden in die Irre geführt.

Wir brauchen mehr CO in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1200ppm, das sind etwa 0,1%. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, sondern auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier und vor allem dieser Versuchsbeweis).

Kohlenstoffdioxid ist überhaupt kein Klimakiller und schon gar kein Giftstoff. Derartige Behauptungen sind eine bewusste Lüge. Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten.

Natur- und Umweltschutz bleibt das Ziel unseres Bemühens. Der Erhalt der natürlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren sollte ein vorrangiges Ziel sein und nicht diese unseriöse Panikmache von Medien im Verbund mit gut verdienenden Klimaangst-Schwätzern wie z.B. die Professoren Quaschnig/Lesch/Rahmstorf/Schellnhuber/Latif und anderen von uns in der Politik agierenden und teuer bezahlten fabulierenden Märchenerzählern. Einen auf Angst schwadronierenden Wetter-Terli brauchen die Deutschen nicht. Wir wollen Wetterfrösche, die uns die heißen Sommertage positiv verkünden. Endlich können wir im eigenen Land Sommerurlaub machen und Wärme für den Winter tanken.

Wir alle sind aufgerufen, jeder auf seinem Weg und nach seinem Können die derzeitige Klima-Panikmache und die Verteufelung des lebensnotwendigen Kohlendioxids zu bekämpfen. Ein Umdenken in der Bevölkerung und bei den Kirchen ist schnellstens erforderlich, um den völlig unsinnigen CO₂-Reduzierungsmaßnahmen der weltweit verlogenen linksgrünen Klimapolitik ein Ende zu bereiten. Dieses „Grün“ hat nichts mit einer notwendigen Naturschutz- und Umweltpolitik zu tun. Die Klimapolitik will unser Land und unsere Kultur zerstören.

Sauberes Wasser, saubere Luft, eine erholsame Landschaft mit einer intakten Fauna und Flora mit ausreichend Kohlendioxid ist lebensnotwendig. Der optimale CO₂-Konzentationsbereich für den Erhalt der Schöpfung Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, Naturschützer und unabhängiger Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Die Flut in Texas – eine Tragödie, die niemals wieder vorkommen sollte

Roger Pielke Jr.

Tragödie! Quelle: @KathrynProciv [10 inch ≅ 254 l/m²; 15 inch ≅ 380 l/m²; 19,2 inch ≅ 488 l/m²]

Dies ist das gefährlichste Flusstal in den Vereinigten Staaten. . . Wir haben kein Warnsystem.“ Richter Rob Kelly, Kerr County, Texas, 4. Juli 2025

Während ich dies schreibe, übersteigt die Zahl der Todesopfer der Sturzfluten in Texas inzwischen die Zahl von 70, und 12 Menschen werden noch vermisst, darunter 11 Mädchen und ein Camp-Betreuer. Es ist eine herzzerreißende und entsetzliche Tragödie.

Viele haben sich beeilt, die Tragödie zu politisieren, um die Agenda zu unterstützen, die sie vor der Katastrophe verfolgten – Klimawandel, Haushaltskürzungen bei der DOGE, die Arbeit des Nationalen Wetterdienstes, die Biden-Regierung. Die einzige politische Konsequenz, die ich aus der Katastrophe ziehen möchte, ist die Forderung nach der Einrichtung eines U.S. Disaster Review Board, wie sie Mike Smith im März letzten Jahres hier bei THB vorgebracht hat.

Heute möchte ich einige Daten und Zusammenhänge zu diesem Ereignis für diejenigen aufzeigen, die nicht nur versuchen wollen, tragische Todesfälle zu instrumentalisieren, um online parteipolitische Punkte zu sammeln. Beschämend.

Bevor ich zu den relevanten Daten und Forschungsergebnissen komme, meine Meinung: Diese Tragödie ereignete sich an einem Ort, der landesweit eines der größten Risiken für Sturzfluten birgt, an dem bereits Kinder in Sommercamps in den Tod gerissen wurden und an dem es (anscheinend und auf unglaubliche Weise) keine Warnsysteme gibt. Diese Tragödie hätte sich nie ereignen dürfen, und sie sollte sich nie wiederholen.

Hintergrund: Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn habe ich am National Center for Atmospheric Research den Einsatz von Wettervorhersagen und -warnungen untersucht, darunter auch Hochwasserwarnungen. Insgesamt haben die USA enorme Fortschritte bei Vorhersagen, Warnungen und Evakuierungen gemacht, und die Zahl der Todesfälle durch Überschwemmungen ist langfristig gesunken. Die Tragödie dieser Woche zeigt jedoch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.

Wo kam es zu der Flut?

Die Überschwemmung ereignete sich in einer Region von Texas, die seit langem als „Flash Flood Alley“ bezeichnet wird und auf dem Bild oben aus einem Artikel von Accuweather aus dem Jahr 2022 zu sehen ist. In diesem Artikel wird erklärt:

Regelmäßig auftretende Sturzfluten haben die Behörden dazu veranlasst, einen Teil des Bundesstaates „Flash Flood Alley“ zu nennen, eine geografische Region, die sich durch viele der großen texanischen Ballungsgebiete zieht, darunter San Antonio, Dallas, Austin und Waco.

Der gekrümmte Balken, der ungefähr parallel zur Interstate [Autobahn] 35 verläuft, markiert die Lage der Flash Flood Alley. Die inaktive Verwerfungszone bildete eine Erhöhung der Topografie in diesem Gebiet, so dass dort bei entsprechenden Wetterlagen durch Stau mehr Regen fällt als anderswo.

„Wir bewegen uns von den Küstenebenen direkt ins Hügelland. Es gibt einen Höhenunterschied von mindestens 500 Fuß [~150 m]“, sagte Pete Rose, Meteorologe bei der Lower Colorado River Authority, gegenüber AccuWeather National Reporter Bill Wadell.

„Dazu kommen die vielen Hügel und Täler, die zu dieser Art von Topographie gehören, und diese Hügel enthalten nicht viel Boden; sie haben sehr dünnen Boden. Wenn also Regen auf sie trifft, kann nicht viel davon versickern“, so Rose, der darauf hinweist, dass das Wasser die Täler hinunterfließt und sich in Bächen und Flüssen staut.

Warme, feuchte Luft aus dem Golf von Mexiko trägt ebenfalls zur Entstehung von Gewittern bei und gibt ihnen reichlich Feuchtigkeit, um in kurzer Zeit viel Regen über den staubigen texanischen Boden zu schütten.

Wenn es einen Ort gibt, an dem man auf Sturzfluten vorbereitet sein sollte, dann ist es die „Sturzflutallee“.

War die Flut ungewöhnlich oder beispiellos?

Laut Hoyt und Langbein (1940) gehört Süd-Zentral-Texas zu den Regionen in den Vereinigten Staaten mit dem größten Überschwemmungsrisiko.

Die Überschwemmungen waren sicherlich extrem, aber sie kamen historisch gesehen nicht unerwartet. Die dokumentierten Aufzeichnungen über extreme Überschwemmungen in „Flash Flood Alley“ reichen mehrere Jahrhunderte zurück, wobei paläoklimatische Aufzeichnungen diese Aufzeichnungen um Tausende von Jahren in die Vergangenheit verlängern.

Die obige Abbildung aus einem klassischen historischen Text über Überschwemmungen in den USA aus dem Jahr 1940 zeigt, dass die gleiche Region in Texas, in der die Überschwemmungen dieser Woche auftraten, schon lange als Sturzflutgebiet bekannt ist. Tatsächlich erlebte Texas fast ein Jahrhundert vor Hoyt und Langbein einen der größten Verluste an Menschenleben in der Geschichte der USA im Zusammenhang mit extremen Wetterbedingungen.

1846, in den Monaten, nachdem Texas ein US-Bundesstaat geworden war, verschärften massive Überschwemmungen die vielen Probleme, mit denen Tausende von Einwanderern aus Deutschland konfrontiert waren, die sich in New Braunfels in Texas niedergelassen hatten, das von den Überschwemmungen in dieser Woche stark betroffen war.

In einem zeitgenössischen Bericht aus dem Jahr 1846, der in einer fantastischen Dissertation von William Keith Guthrie von der University of Kansas aus dem Jahr 2006 über Überschwemmungen in Texas zitiert wird, liest man:

Der Guadalupe [Fluss] stieg nach diesen schweren Regenfällen oft fünfzehn Fuß [~4,5 m] über seinen normalen Stand und riss in seinem reißenden Strom eine Reihe großer Bäume mit sich, die weiter oben in den Hügeln entwurzelt worden waren. Kleinere Bäche, die normalerweise kein fließendes Wasser führten, wurden zu reißenden Strömen, die man nur schwimmend überqueren konnte.

Newsweekerinnerte diese Woche an ein unheimlich ähnliches Ereignis, an dem Sommercamper aus dem Jahr 1987 beteiligt waren:

Die Katastrophe erinnert an eine Überschwemmung im Jahr 1987, bei der 10 Camper eines nahe gelegenen christlichen Camps ums Leben kamen, so die örtliche Meteorologin Cary Burgess gegenüber Newsweek am Sonntag per E-Mail. . .

Sie wies darauf hin, dass Überschwemmungen wie diese zwar „nicht oft vorkommen“, aber „in den letzten 50 Jahren mindestens viermal in großem Umfang aufgetreten sind.“

„Bei einem Ereignis im Juli 1987, bei dem 10 Camper flussabwärts verloren gingen, hatte Kerrville sogar einen höheren Scheitelwert von 37,4“ [~ 95 cm], so Burgess gegenüber Newsweek. Der Scheitelpunkt ist der höchste Pegel des Hochwassers, bevor es wieder zurückgeht.

Sie fügte hinzu: „Dieses Hochwasser ähnelte all diesen früheren Ereignissen, obwohl wir heute eine viel höhere Bevölkerung haben als vor 40 oder 50 Jahren.“

Während der Überschwemmung 1987 fielen etwa 280 l/m² Regen auf das Gebiet, so dass Busladungen von Jugendlichen aus dem Pot O‘ Gold Christian Camp in der Nähe von Comfort, Texas, ins Wasser gespült worden sind. Die Rettungskräfte retteten Dutzende, aber 10 Teenager starben.

„Jedes Überschwemmungsereignis dieses Ausmaßes hat sich im Juni, Juli oder August ereignet und hat in der Regel irgendeine Art von tropischen Merkmalen“, stellte Burgess fest und fügte hinzu, dass „Überreste des ehemaligen Tropensturms Barry, der letzte Woche in Mexiko an Land ging und dessen Zirkulation heute noch über Texas zieht“….

Burgess wies gegenüber CNN auch darauf hin, dass der Guadalupe River nicht aus Schlamm, sondern aus Kalkstein besteht, „so dass er sich wie Beton oder eine Straße verhält“. Der Fluss, der etwa 250 Meilen [400 km] lang ist, hat normalerweise eine schnelle Strömung, da er über Kalkstein fließt.

Das Ereignis dieser Woche war also nicht wirklich überraschend gekommen.

Sind extreme Niederschläge oder Überschwemmungen in der „Flash Flood Alley“ häufiger geworden?

Die obige Abbildung zeigt für den Zeitraum von 1981 bis 2022 zwei Messwerte (ERA5 oben und CHIRPS unten) einer Kennzahl für die Entwicklung des extremen Niederschlags für die kontinentalen USA – R95p, „jährlicher Niederschlag an den Tagen oberhalb des 95sten Perzentils des Gesamtniederschlags“. Die blaue Einfärbung weist auf einen zunehmenden Trend hin, die rote auf einen abnehmenden Trend. Die Schraffierung zeigt an, dass der Trend statistisch signifikant ist.

Die Daten zeigen beträchtliche Schwankungen innerhalb der USA, aber auch keinen Hinweis auf eine Zunahme dieser Kennzahl für „Flash Flood Alley“ während dieser 42-jährigen Analyse. Tatsächlich gibt es mit Ausnahme des Südwestens (abnehmender Trend) und Teilen der Appalachen und des Ohio River Valley (zunehmender Trend) insgesamt wenig Hinweise auf signifikante Trends bei der R95p-Metrik für extreme Niederschläge.

Der IPCC AR6 WG1 kam zu folgenden Schlussfolgerungen bezüglich der Überschwemmungen in den USA:

Es gibt nur wenige Belege und eine geringe Übereinstimmung über die beobachteten Einflüsse des Klimawandels auf Flussüberschwemmungen in Nordamerika (Abschnitt 11.5). Die Trends bei den Flussabflussindizes sind uneinheitlich und lassen sich nur schwer von flussbaulichen Einflüssen trennen. Es gibt große Veränderungen, aber wenig räumliche Kohärenz in den USA, so dass es schwierig ist, Trends mit Sicherheit zu identifizieren …

Auf der Grundlage der von Fachleuten überprüften Literatur und der Beobachtungsdaten gibt es kaum eine empirische Grundlage für die Behauptung, dass extreme Niederschläge in der „Flash Flood Alley“ (oder im größten Teil Nordamerikas oder der Welt) zugenommen haben. Ebenso wenig gibt es eine Grundlage für die Behauptung, dass Überschwemmungen häufiger oder schwerer geworden sind.

Haben sich Vorbereitung und Reaktion auf Überschwemmungen verbessert?

Blaue Rauten = Todesopfer durch Überschwemmungen, gestrichelte Linie = gleitender Zehnjahresdurchschnitt, grüne Linie = linearer Trend der Todesopfer, normiert auf die Bevölkerung. Quelle: Paul et al. 2018.

Die obige Abbildung zeigt, dass die Gesamtzahl der Todesopfer bei Überschwemmungen ziemlich konstant blieb, während die Bevölkerung von Texas von ~9,2 Millionen im Jahr 1958 auf ~28,6 Millionen im Jahr 2018 gestiegen ist, was bedeutet, dass die Todesfallrate um etwa zwei Drittel sank.

Diese Daten deuten stark darauf hin, dass die Maßnahmen zur Verringerung der Überschwemmungsrisiken – durch bessere bauliche Schutzmaßnahmen, verbesserte Vorhersagen und Warnungen usw. – sehr wirksam waren. Die Tendenz, dass die Sterblichkeitsrate bei Überschwemmungen in Texas zurückgeht, wurde auch weltweit dokumentiert.

Die Zeitreihe zeigt auch, dass die Überschwemmungstragödie von 2025 im Hinblick auf die Zahl der Todesopfer im jüngsten historischen Kontext außergewöhnlich ist.

Ich schließe wie ich begann

Diese Tragödie ereignete sich an einem Ort, der landesweit zu den am stärksten von Sturzfluten bedrohten Gebieten gehört, an dem bereits Kinder in Sommercamps in den Tod gerissen worden waren und an dem (offensichtlich und unglaublicherweise) keine Warnsysteme vorhanden sind. Diese Tragödie hätte sich nie ereignen dürfen, und sie sollte sich nie wiederholen.

Wenn es jemals ein Thema gab, bei dem Politiker zusammenkommen sollten, um Maßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass diese Art von Tragödie nie wieder passiert – dann ist es dieses.

Link: https://rogerpielkejr.substack.com/p/the-texas-flash-floods

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Aktualisierung: Bei Cap Allon findet sich diese für sich sprechende Graphik von der CO2 Coaltion:




Die „Klimakrise“ gegen die ECHTE Krise, mit der die Amerikaner konfrontiert sind: Journalistisches Fehlverhalten in den Nachrichtenmedien

Russell Cook via Cornwall Alliance

[Natürlich sind nicht nur die Amerikaner damit konfrontiert! A. d. Übers.]

Bei all den Nachrichten über „wütende Waldbrände“ / „schmelzende Gletscher“ / „zunehmend extreme Wetterverhältnisse“ / „heißester jemals aufgezeichneter Monat“ ist es nicht verwunderlich, dass sich dies in Nachrichten über „Klimaangst“ verwandelt, die Jugendliche von Kindern bis hin zu jungen College-Studenten betreffen. Vermeintlich wohlmeinende Journalisten nehmen dann Artikel über die „Bewältigung der Klimakrise“ in ihr Repertoire auf. Darüber hinaus wird die christliche Gemeinschaft beschworen, dem „religiös-moralischen Imperativ zur Rettung des Planeten“ vor einer bösen, profitgierigen und den Planeten zerstörenden Industrie für fossile Brennstoffe zu folgen.

Die Berichterstatter der herkömmlichen Nachrichtenmedien stellen nichts davon in Frage, auch nicht die lautstarken Aufrufe von Umweltschützern, dass die Öffentlichkeit darüber aufgeklärt werden muss, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe den Planeten gefährlich aufheizt. Dieser Aufruf findet sich in den Forderungen des jüngsten „ExxonKnew“-Prozesses, in dem Big Oil für die Hitzewelle verklagt wird, die angeblich zum Tod einer Frau führte. Die Tochter der Frau fordert nicht nur Schadensersatz, sondern auch „eine öffentliche Aufklärungskampagne, um die jahrzehntelange Fehlinformation der Beklagten zu korrigieren.“

Was die Notwendigkeit öffentlicher Bildung angeht, stimme ich voll und ganz zu … aber in die entgegengesetzte Richtung.

Ich möchte meinen Standpunkt anhand einer amüsanten Szene aus dem Science-Fiction-Film „Men in Black“ von 1997 erläutern, in welcher der aggressive MIB-Agent Explosivgeschosse auf einen fliehenden Außerirdischen abfeuert, weil er glaubt, dass diese Kreatur um jeden Preis aufgehalten werden muss. Sein Vorgesetzter ermahnt ihn:

„Es gibt immer einen arquillianischen Schlachtkreuzer oder einen corillianischen Todesstrahl oder eine intergalaktische Seuche, die alles Leben auf diesem elenden kleinen Planeten auslöschen wird, und die einzige Möglichkeit für diese Menschen, mit ihrem glücklichen Leben weiterzumachen, ist, dass sie nichts davon wissen!!!

[Hervorhebung im Original]

Unwissenheit ist hier ein Segen. Zurück in der realen Welt könnte die Öffentlichkeit mit ihrem glücklichen Leben weitermachen, wenn sie über alle Fakten des Klimaproblems umfassend informiert wäre. Die Menschen leiden unter „Klimaangst“, weil sie die wissenschaftlich fundierten Einschätzungen skeptischer Klimaforscher nicht kennen!

[Hervorhebung im Original]

Die Nachrichtensendung PBS NewsHour hat skeptische Klimawissenschaftler vollständig aus ihrem Programm ausgeschlossen, um Einschätzungen des IPCC zu widerlegen. Der Direktor für Forschung und Bildung der Cornwall-Allianz, der promovierte Klimawissenschaftler Dr. David Legates, könnte den IPCC-, NASA- und NOAA-Wissenschaftlern, die in der NewsHour zu Gast sind, kompetent widersprechen und sie möglicherweise in Verlegenheit bringen. Das ist der Grund, warum Wissenschaftler wie er dort gemieden werden.

Eine besonders lächerliche Behauptung der Nachrichtenmedien, die ich seit Jahren höre ist, dass die Öffentlichkeit nicht stärker über die „Klimakrise“ beunruhigt sei, weil die Reporter sich an den Grundsatz der „Ausgewogenheit“ des Journalismus hielten und skeptischen Wissenschaftlern zu viel Gewicht beimaßen. Aber wann hat man das letzte Mal gesehen, dass skeptische Wissenschaftler oder andere Experten zu diesem Thema so behandelt wurden? Die PBS NewsHour verstößt seit über 25 Jahren gegen ihre eigenen Richtlinien für eine ausgewogene Berichterstattung.

Darin liegt die eigentliche Krise in der Klimafrage. Es ist nicht das aus dem Ruder laufende Klima selbst. Es ist das Fehlverhalten der etablierten Nachrichtenmedien, die nicht über alle Fakten berichten.

[Hervorhebung im Original]

Schüler und Studenten könnten landesweit befragt werden, wie viele von ihnen schon einmal von der globalen Abkühlung der 1970er Jahre gehört haben, und dann, wie viele noch nie etwas Genaueres darüber gehört haben, bevor sie die erste Frage gehört haben. Man könnte sie nach ihrer Reaktion auf einen Videoclip von Marc Morano von ClimateDepot.com aus dem Jahr 2016 auf Fox News fragen, der ein Gürteltier mitbrachte, um zu veranschaulichen, wie dieses Tier in den 70er Jahren vor der globalen Abkühlung nach Süden flüchtete.

Die entscheidende Frage, die sich jeder stellen sollte lautet, wie um alles in der Welt „Exxon“ schon in den 50er/60er/70er Jahren wissen konnte, dass seine Produkte eine katastrophale Erwärmung verursachen, und das angesichts all der Schlagzeilen, die von einer bevorstehenden Abkühlung sprachen.

Bei all den Nachrichtenberichten über eingereichte „ExxonKnew“-Klagen stellt kein Reporter jemals diese knallharte Frage. Es ist eine sichere Wette, dass die PBS NewsHour Marc Morano nie in ihre Sendung lassen würde, um zu enthüllen, dass Legionen von Berichten über die globale Abkühlungskrise aus der Zeit vor 1980 so weit verbreitet waren, dass sie sogar in einer Folge der Sitcom „Barney Miller“ aus dem Jahr 1977 vorkamen.

Das ist nur einer der Hauptfehler bei den „ExxonKnew“-Klagen. In diesen wird behauptet, dass die Industrie nicht nur von den schädlichen Auswirkungen der globalen Erwärmung durch die Verwendung von Erdöl „wusste“, sondern auch, dass sie der Öffentlichkeit durch irreführende PR-Kampagnen vorgaukelte, dass es keine Schäden gäbe, um den „wissenschaftlichen Konsens“ über die Gewissheit zu untergraben, dass fossile Brennstoffe die globale Erwärmung verursachen.

In meinem Blog GelbspanFiles gehe ich ausführlich darauf ein, dass die in den Klagen erhobenen zentralen Anschuldigungen völlig unbegründet sind; die beiden getrennten Gruppen von „durchgesickerten Industriememos betreffen Pläne, die nie umgesetzt wurden; der Wissenschaftler, der angeblich von Exxon mit mehr als einer Million Dollar bestochen wurde, hat nie eine solche Zahlung erhalten und wurde auch nicht angewiesen, wissenschaftliche Berichte zu verfassen, die die Zustimmung von Führungskräften fossiler Brennstoffunternehmen fanden; bestimmte Kopien von „Zeitungsanzeigen“, die als direkter Beweis für Täuschungskampagnen der Industrie angeführt werden, wurden nie veröffentlicht.

Die Journalisten haben das nicht getan.

Sie würden die selbsternannte „Expertin für Desinformationskampagnen der Industrie“ Naomi Oreskes nie fragen, welche Informationen sie dem verstorbenen Papst Franziskus übermittelt hat, die es ihr ermöglichten, die Einleitung zu seiner Enzyklika über den Klimawandel aus dem Jahr 2015 zu verfassen; der Absatz in der Biografie der Enzyklika unterstellt ihr geradezu, dass skeptische Klimawissenschaftler die Öffentlichkeit über das Thema belogen haben.

Das ist einer der heimtückischsten Aspekte des Klimaproblems – wie Umweltaktivisten versuchen, die Güte der Christen auszunutzen, indem sie das Klimaproblem als „moralischen Imperativ zur Rettung des Planeten vor den bösen großen Ölkonzernen und ihren “angestellten Lügnern“, den skeptischen Wissenschaftlern, darstellen. Die kritische Frage, die sich hier stellt, ist elementar:

Was ist die größere Sünde: das Versäumnis, etwas gegen die globale Erwärmung zu unternehmen, ein Thema, bei dem sich immer mehr herausstellt, dass es auf zweifelhaften wissenschaftlichen Aussagen beruht … … oder der Verstoß gegen das Gebot, kein falsches Zeugnis über bestimmte Personen abzulegen, die auf die Probleme mit diesen zweifelhaften Aussagen hinweisen?

Das Klimaproblem ist heute immer noch aktuell, weil sich die Mainstream-Nachrichtenmedien vor langer Zeit ihrer Verantwortung entzogen haben, die Öffentlichkeit über alle Fakten zu informieren. Das Thema kann den Tod der tausend Schnitte sterben, wenn die Öffentlichkeit begreift, dass sie die Möglichkeit hat, den Autoritäten, denen sie begegnet – Lehrern, Journalisten, politischen Entscheidungsträgern – schwierige Fragen zu stellen. Ich bin alt genug, um mich an die Zeit zu erinnern, als die Bösewichte vor Reportern flohen, die ihnen Fragen stellten, die sie nicht beantworten konnten. Die Öffentlichkeit muss das gleiche Bild gegen die etablierten Nachrichtenmedien verwenden.

Link: https://cornwallalliance.org/the-climate-crisis-vs-the-real-crisis-facing-americans-news-media-journalism-malfeasance/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE