Sechs unmögliche Dinge, die man uns glauben machen will

Javier Vinós
[Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.]

Wie die Weiße Königin in Alice im Wunderland wollen uns die europäischen und spanischen Behörden sechs unmögliche Dinge über den Klimawandel und die Energiewende glauben machen.

In „Alice hinter den Spiegeln“ sagt eine Figur von Lewis Carroll: „Man kann unmögliche Dinge nicht glauben“, worauf die Weiße Königin antwortet: „Als ich in deinem Alter war, glaubte ich manchmal schon vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge.“

Wie Alices Weiße Königin wollen die europäischen und spanischen Behörden, dass wir vor und nach dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge über den Klimawandel und die Energiewende glauben. Diese sechs unmöglichen Dinge, an die man glauben soll – und doch glauben viele Menschen, wie die Weiße Königin, daran – sind folgende:

Das erste ist der Glaube, dass Menschen einen gewissen Einfluss auf das Klima und das Wetter haben – oder in naher Zukunft haben könnten – und dass wir durch unser Handeln die Häufigkeit und Intensität von Hurrikanen, Überschwemmungen, Dürren oder dem Anstieg des Meeresspiegels verringern können. Wer daran glaubt, kann an alles glauben.

Der zweite Grund ist die Annahme, dass das Klima mit seiner außerordentlichen Komplexität und Hunderten – vielleicht sogar Tausenden – von Variablen von nur einer einzigen Variable gesteuert wird: den Veränderungen der Konzentration von Treibhausgasen. Die Theorie und die Modelle, die dies behaupten, basieren auf einem guten Verständnis der Eigenschaften von CO₂, aber einem schlechten Verständnis der anderen Klimavariablen. Und die Tatsache, dass trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung keine soliden Beweise für diese Theorie gefunden wurden, macht es sehr schwer, daran zu glauben.

Der dritte Irrglaube besteht darin, dass eine Energiewende stattfindet oder stattfinden wird. Es gibt keine Beispiele für Energiewenden. Wir verbrauchen mehr Biomasse, Kohle, Öl, Erdgas und Uran als jemals zuvor in der Geschichte, und wir fügen lediglich die sogenannten erneuerbaren Energien hinzu, die dank fossiler Brennstoffe installiert, gewartet und ersetzt werden. Unser Energieverbrauch wächst schneller als unsere Kapazitäten zur Installation erneuerbarer Energien. Die Energiewende ist ein Mythos, und jeder, der behauptet, daran zu glauben, lügt oder ist schlecht informiert.

Der vierte Punkt ist die Annahme, dass die Nutzung von Kohlenwasserstoff-Brennstoffen aufgegeben werden wird. Auf der jüngsten Klimakonferenz in Brasilien drängte eine Gruppe von Ländern darauf, darunter Spanien, dass das Abkommen einen Fahrplan für die Abkehr von diesen Brennstoffen enthalten sollte. Sie mussten jedoch zurückweichen, und Kohlenwasserstoff-Brennstoffe werden im endgültigen Abkommen nicht einmal erwähnt. 83 Regierungen unterstützten diesen Fahrplan, aber zusammen repräsentieren sie nur 13,6 % der Weltbevölkerung. Die restlichen 86,4 % zeigen keine Absicht, die Energiequelle aufzugeben, aus der die Menschheit 85 % ihrer externen Energie bezieht.

Es ist unvorstellbar, dass eine solche Abkehr stattfinden wird, hat doch 33 Jahre nach der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und 10 Jahre nach dem Pariser Abkommen die Unterstützung der Nationen für die Abkehr von fossilen Brennstoffen eher ab- als zugenommen.

Der fünfte Punkt ist die Annahme, dass es zu einer Verringerung der globalen CO₂-Emissionen kommen wird. Diese Emissionen stehen in Zusammenhang mit der menschlichen Entwicklung und dem Bevölkerungswachstum. Viele Regionen der Erde sind nach wie vor unterentwickelt, und die Weltbevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten weiter wachsen. Seit der ersten Klimakonferenz 1995 in Berlin, auf der strenge Verpflichtungen zur Emissionsreduzierung verabschiedet wurden – allerdings nur für „entwickelte” Nationen –, sind die globalen CO₂-Emissionen um 70 % gestiegen. Diese 30 Jahre sollten ausreichen, um jeden davon zu überzeugen, dass sie nicht aufhören werden zu steigen.

Der sechste Punkt ist der Glaube, dass Energie dekarbonisiert werden kann. Nur 23 % des Endenergieverbrauchs der EU entfallen auf Strom, und nur 70 % dieses Stroms stammen aus kohlenstofffreien Quellen. Ein Drittel davon stammt aus Kernenergie, die Spanien ablehnt und die im letzten Jahrhundert installiert wurde. Bislang ist es der EU in diesem Jahrhundert gelungen, weniger als 10 % der von ihr verbrauchten Energie zu dekarbonisieren. Der größte Teil der Welt versucht es nicht einmal.

Diese sechs Dinge sind unmöglich zu glauben, aber wenn wir uns weigern, auch nur eines davon zu glauben, entpuppt sich die gesamte Klima- und Energiestrategie der Europäischen Union und der spanischen Regierung als tragische Farce. Aufgrund dieser Unmöglichkeiten haben sich unsere nationalen und europäischen Regierungen zu einem Wandel verpflichtet, dessen Folgen wir bereits zu spüren bekommen: teurere Energie, rückläufige Industrieproduktion und Wettbewerbsfähigkeit, erhöhtes Risiko für das Stromnetz, Umweltpolitik mit tragischen Folgen, höhere Verschuldung und letztlich ein beschleunigter Niedergang Europas im Vergleich zum Rest der Welt.

[Diese letzte Hervorhebung vom Übersetzer]

Javier Vinós holds a PhD in science, is a scientist, an independent climate researcher, and president of the Asociación de Realistas Climáticos (Association of Climate Realists).

This article was published on 23 December 2025 at libertaddigital.com.

Link: https://clintel.org/six-impossible-things-to-believe/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Meine 20 Jahre der Beobachtung des Thermometers – und das Narrativ

Anthony Watts

Als ich im November 2006 „Watts Up With That?“ ins Leben rief, war die Idee ganz einfach: die Daten betrachten, die Instrumente überprüfen und hinterfragen, ob die gezogenen Schlussfolgerungen tatsächlich aus den Beweisen hervorgehen. Es war nie als Karriere in der Ketzerei gedacht. Es war zu dieser Zeit ein ganz normaler wissenschaftlicher Impuls, der von Neugierde geprägt war.

Fast zwanzig Jahre später braucht man für diesen Impuls einen Schutzhelm.

Da WUWT sich 2026 seinem zwanzigjährigen Jubiläum nähert, lohnt es sich darüber nachzudenken, wie der Klimawandel von einer Hypothese – einer von vielen konkurrierenden Erklärungen für beobachtete Veränderungen – zu einem vollwertigen Glaubenssystem geworden ist, komplett mit heiligen Texten (IPCC-Berichten), genehmigter Sprache und gelegentlicher Exkommunikation.

Das Klima hingegen hat sich weit weniger dramatisch verändert.

2006 bis 2008: Als Thermometer immer noch einfach Thermometer waren

Mitte der 2000er Jahre glich die Klimawissenschaft noch … nun ja, Wissenschaft. Es gab Meinungsverschiedenheiten. Es gab Debatten. Die Menschen diskutierten über Wolkenrückkopplungen, solare Einflüsse, Ozeanzyklen und die Zuverlässigkeit historischer Temperaturaufzeichnungen, ohne wegen Verbrechen gegen die Menschheit angeklagt zu werden.

Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“ kam 2006 wie eine Wanderausstellung des bevorstehenden Untergangs daher. Eisbären waren gestrandet, die Meere stiegen, und Hurrikane reihten sich offenbar in Formation auf. Der Film war raffiniert, emotional und voller Grafiken, die nur in eine Richtung gingen.

Zur gleichen Zeit geschah etwas Merkwürdiges vor Ort. Echte Thermometer – diese hartnäckigen analogen Geräte – wurden neben Wärmequellen, Asphalt und Gebäuden aufgestellt. Also unternahm WUWT etwas Radikales: Wir machten Fotos davon.

Dies erwies sich als überraschend umstritten, ja sogar als ketzerisch.

Anscheinend war das Fotografieren eines Thermometers neben einem Klimaanlagenauslass kein „konstruktives Engagement”. Wer hätte das gedacht?

2009: Climategate — Wenn Vertrauen zu Boden fällt

Dann kam Climategate.

Die E-Mails wurden nicht im Hollywood-Sinne gehackt, sondern veröffentlicht, gelesen und umgehend wegdiskutiert. Was sie zeigten, war keine große Verschwörung, sondern etwas viel Menschlicheres: Gruppendenken, Abwehrhaltung und eine alarmierende Bereitschaft, die Wahrnehmung statt der Daten zu manipulieren.

„Hide the decline” (den Rückgang verbergen) hielt Einzug in den öffentlichen Sprachgebrauch, und plötzlich erklärten Klimaforscher, dass dies nicht das bedeutete, wonach es klang. Was, wie es der Zufall so will, fast nie ein gutes Zeichen ist.

Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde die Klimawissenschaft eine dringend notwendige Kurskorrektur vornehmen. Transparenz! Offene Daten! Robuste Debatten!

Stattdessen bekamen wir Scheinuntersuchungen, die sich selbst untersuchten und sich für unschuldig befanden.

Die Lektion daraus: Das Problem war nicht das Verhalten – es war, dass Außenstehende es bemerkten.

2010 bis 2014: Der Stillstand, den es nicht gab (bis er da war)

Die nächsten Jahre brachten eine unerwartete Wendung: Der Planet weigerte sich, dem Drehbuch zu folgen.

Die globalen Temperaturen stagnierten. Modelle sagten eine stetige Erwärmung voraus, Beobachtungen stimmten damit nicht überein. Dies wurde als „Pause”, dann als „Hiatus” und schließlich – nach zahlreichen Leitartikeln – als „das, was nie passiert ist und nicht erwähnt werden darf” bekannt.

Dies war ein goldenes Zeitalter für klimatische Kreativität. Die Wärme versteckte sich in den Tiefen der Ozeane, wo sie nicht gemessen werden konnte, aber dennoch dafür verantwortlich gemacht werden konnte. Aerosole wurden zum Schweizer Taschenmesser der Erklärungen. Datenanpassungen nahmen zu.

Wenn Beobachtungen nicht mit Modellen übereinstimmten, wurden nicht die Modelle in Frage gestellt. Die Beobachtungen wurden „korrigiert“.

Etwa zu dieser Zeit wurde vielen von uns klar, dass sich die Hierarchie umgekehrt hatte. Modelle waren nun Realität. Die Realität war verhandelbar.

2015: Paris — Versprechungen, Versprechungen

Das Pariser Abkommen wurde als Wendepunkt gefeiert. Die Staats- und Regierungschefs der Welt kamen zusammen, um den Planeten zu retten, indem sie freiwillige, nicht durchsetzbare und sorgfältig formulierte Versprechen abgaben, die beeindruckend klangen, aber nur sehr wenig verpflichteten.

Es war ein Triumph des politischen Theaters.

Niemand fragte, wie intermittierende Energie die Industriegesellschaften mit Strom versorgen sollte. Niemand diskutierte über die Stabilität des Stromnetzes. Niemand erwähnte Energiearmut. Diese Details waren offenbar nicht hilfreich.

Von diesem Zeitpunkt an ging es in der Klimapolitik weniger um Ergebnisse als vielmehr um Optik. Wenn die Emissionen stiegen, war die Lösung mehr Ehrgeiz. Wenn die Kosten stiegen, war die Lösung mehr Engagement. Das Scheitern war der Beweis dafür, dass wir einfach nicht fest genug daran geglaubt hatten.

2018 bis 2019: Der Notfall-Knopf klemmte

Irgendwann um 2018 herum wurde das Wort „Notfall” zum Pflichtbegriff.

Uns wurde gesagt, wir hätten zwölf Jahre Zeit, um den Planeten zu retten. Dann zehn. Dann fünf. Die Frist rückte immer näher, wie auf einem kosmischen Laufband.

Kinder wurden zur Panik angestachelt. Erwachsene wurden dafür getadelt, dass sie Auto fuhren. Das Wetter wurde von einem Hintergrundgeräusch zu einer moralischen Anklage hochstilisiert.

Eine Hitzewelle? Klimawandel.

Eine Überschwemmung? Klimawandel.

Ein Kälteeinbruch? Der Klimawandel „stört den Jetstream“.

Kopf gewinne ich, Zahl leugnest du die Wissenschaft.

2020 bis 2022: Als ALLES zum Notfall wurde

Die Pandemiejahre haben gezeigt, wie leicht Gesellschaften durch Notverordnungen regiert werden können. Der Klima-Aktivismus hat sich dies sorgfältig notiert.

Lockdowns haben die Emissionen vorübergehend reduziert und damit ein für alle Mal bewiesen, dass die moderne Zivilisation tatsächlich stillgelegt werden kann – allerdings zu hohen menschlichen Kosten und mit minimalem Nutzen für das Klima.

Die Energiepolitik wurde jedoch unvermindert fortgesetzt. Zuverlässige Grundlastkapazitäten wurden abgebaut. Wind- und Solarenergie wurden eher wegen ihrer theoretischen Kapazität als wegen ihrer tatsächlichen Leistung gefeiert.

Als die Stromnetze ins Wanken gerieten und die Preise in die Höhe schossen, wurde uns gesagt, dies sei ein weiterer Beweis dafür, dass wir noch mehr investieren müssten.

Etwa zu dieser Zeit begann sich das Wort „Vertraue der Wissenschaft” stillschweigend zum Wort „Stell keine Fragen” zu wandeln.

2023 bis 2026: Die Ära absoluter Gewissheit

Jetzt, nach zwanzig Jahren, ist die Klimadiskussion ausgefeilt, institutionalisiert und bemerkenswert immun gegen Beweise.

Der Anstieg des Meeresspiegels schreitet mit einer Geschwindigkeit voran, die man am besten mit Pegelmessern und Geduld beurteilen kann. Extremwetterereignisse stehen weiterhin im Widerspruch zu apokalyptischen Behauptungen. Die Ernteerträge steigen. Die Anpassungsfähigkeit des Menschen weigert sich, mit Katastrophenmodellen zu kooperieren.

Aber all das spielt keine große Rolle mehr.

Die Klimapanik hängt nicht mehr davon ab, dass Vorhersagen eintreffen, sondern nur noch davon, dass die Dringlichkeit aufrechterhalten wird. Modelle überschätzen nach wie vor die Erwärmung, aber die Lösung ist immer dieselbe: anpassen, zuordnen und behaupten.

Abweichende Meinungen werden nicht diskutiert, sondern verurteilt.

Zwanzig Jahre später

Nachdem ich zwei Jahrzehnte lang diese Entwicklung beobachtet habe, lernte ich, dass das Bemerkenswerteste an der Klimapanik nicht ist, wie sehr sich das Klima verändert hat, sondern wie sehr sich die Regeln der Diskussion verändert haben.

• Im Jahr 2006 war Skepsis Teil der Wissenschaft.

• Im Jahr 2016 wird sie als Charakterfehler behandelt.

• Im Jahr 2026 scheint es, als würden die Menschen uns vielleicht zuhören.

WUWT hat sich behauptet, weil es weiterhin das Unmoderne getan hat: Daten zu betrachten, Unstimmigkeiten aufzuzeigen und gelegentlich die Stirn runzeln, wenn das neue Modell des Kaisers etwas zu warm lief.

Das Klima wird sich weiterhin verändern. Das war schon immer so. Die eigentliche Frage ist, ob die Gesellschaft den Wert der Skepsis wiederentdecken kann, bevor eine auf einem permanenten Notstand basierende Politik dauerhaften Schaden anrichtet.

Und wenn nicht – nun, zumindest werden die Modelle weiterhin sehr zuversichtlich sein. /sarc

Übrigens, falls Sie es noch nicht gesehen haben, schauen Sie sich unsere neu aktualisierte Zeitleiste der fehlgeschlagenen Klimaprognosen an.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/01/04/my-twenty-years-of-watching-the-thermometer-and-the-narrative/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Spuren des Carrington-Ereignisses des Jahres 1859 in Baumringen

Anthony Watts

Eine von der Universität Helsinki koordinierte Forschungsgruppe konnte einen Anstieg der Radiokohlenstoff-Konzentration in Bäumen in Lappland messen, der nach der Carrington-Eruption auftrat. Diese Entdeckung hilft bei der Vorbereitung auf gefährliche Sonnenstürme.

Das Carrington-Ereignis von 1859 ist einer der größten Sonnenstürme, die in den letzten zwei Jahrhunderten aufgezeichnet worden waren. Es zeigte sich in Form von weißen Lichtblitzen auf einer riesigen Sonnenfleckengruppe, Bränden in Telegrafenstationen und Störungen bei geomagnetischen Messungen sowie Polarlichtern sogar in tropischen Regionen.

In einer gemeinsamen Studie der Universität Helsinki, des Natural Resources Institute Finland und der Universität Oulu wurde erstmals in Baumringen ein Anzeichen für einen Anstieg der Radiokohlenstoff-Konzentrationen nach dem Carrington-Sturm festgestellt. Bisher wurden Radiokohlenstoffspuren nur bei weitaus intensiveren Sonnenstürmen nachgewiesen.

Entdeckung durch eine kosmische Markierung

Begegnungen zwischen stark magnetisierten Wolken geladener Teilchen, die von der Sonne freigesetzt werden und als Sonnenplasmaflüsse bekannt sind, und dem Erdmagnetfeld führen zu geomagnetischen Stürmen. Das Erdmagnetfeld lenkt die Teilchen des Sonnensturms hauptsächlich über die Polarregionen in die Atmosphäre. Die sichtbarste Folge dieses Phänomens sind Polarlichter.

In der oberen Atmosphäre können ausreichend hochenergetische Teilchen durch Kernreaktionen auch Radiokohlenstoff (¹⁴C) erzeugen, ein radioaktives Isotop des Kohlenstoffs. Im Laufe von Monaten und Jahren gelangt Radiokohlenstoff als Teil des atmosphärischen Kohlendioxids in die untere Atmosphäre und schließlich durch Photosynthese in Pflanzen. Der Prozess der Photosynthese bewahrt die im Kohlendioxid enthaltenen Informationen in den Jahresringen der Bäume.

Um die im Radiokohlenstoff enthaltenen Informationen zu gewinnen, werden Proben aus dem Holzmaterial entnommen, das im Laufe einzelner Jahre gewachsen ist. Die Proben werden zu Zellulose verarbeitet und die Zellulose durch Verbrennen und chemische Reduktion zu reinem Kohlenstoff. Der Anteil an Radiokohlenstoff im reinen Kohlenstoff wird mit einem Teilchenbeschleuniger gemessen.

„Radiokohlenstoff ist wie ein kosmischer Marker, der Phänomene im Zusammenhang mit der Erde, dem Sonnensystem und dem Weltraum beschreibt“, sagt Markku Oinonen, Direktor des Labors für Chronologie der Universität Helsinki, der die Studie leitete.

Kartierung von Sonnenstürmen

Ein dem Carrington-Ereignis in der heutigen Zeit entsprechender Sonnensturm würde Strom- und Mobilfunknetze stören und große Probleme für Satelliten- und Navigationssysteme verursachen, was beispielsweise zu Problemen im Flugverkehr führen würde. Aus diesem Grund ist eine genaue Kenntnis des Sonnenverhaltens für die Gesellschaft von Vorteil.

Sonnenstürme, die kleiner und häufiger sind als die Carrington-Stürme, können heutzutage mit Messgeräten und Satelliten studiert werden, während größere Stürme beispielsweise durch die Messung der Radiokohlenstoffkonzentration in Baumringen untersucht werden können.

Bislang war es nicht möglich, mittelgroße Stürme wie das Carrington-Ereignis, die in der heutigen Zeit nicht mehr auftreten, mit herkömmlichen Radiokarbon-Verfahren gezielt zu untersuchen. Diese aktuelle Studie eröffnet einen potenziellen neuen Weg zur Untersuchung der Häufigkeit von Stürmen in der Größenordnung des Carrington-Ereignisses, was dazu beitragen könnte, sich besser auf zukünftige Bedrohungen vorzubereiten.

Immer genauere Informationen zum Kohlenstoffkreislauf

Die Ergebnisse wurden anhand eines numerischen Modells zur Radiokohlenstoffproduktion und zum Radiokohlenstofftransport interpretiert, das von Forschern der Universität Oulu entwickelt worden war.

„Das dynamische Modell zum Kohlenstofftransport in der Atmosphäre wurde speziell entwickelt, um geografische Unterschiede in der Verteilung von Radiokohlenstoff in der Atmosphäre zu beschreiben“, erklärt die Postdoktorandin Kseniia Golubenko von der Universität Oulu.

Bedeutsam in der kürzlich veröffentlichten Studie war, wie sich der Radiokohlenstoffgehalt von Bäumen in Lappland von dem von Bäumen in niedrigeren Breitengraden unterschied. Die ersten Messungen wurden im Beschleunigerlabor der Universität Helsinki durchgeführt, während Wiederholungsmessungen in zwei anderen Laboren die bisherigen Unsicherheiten deutlich reduzierten.

Die Entdeckung kann zu einem besseren Verständnis der atmosphärischen Dynamik und des Kohlenstoffkreislaufs aus der Zeit vor den vom Menschen verursachten Emissionen fossiler Brennstoffe beitragen und die Entwicklung immer detaillierterer Kohlenstoffkreislaufmodelle ermöglichen.

„Es ist möglich, dass der durch die Sonneneruption verursachte Überschuss an Radiokohlenstoff entgegen der allgemeinen Auffassung über seine Bewegung in erster Linie über die nördlichen Regionen in die untere Atmosphäre transportiert wurde“, mutmaßt Doktorand Joonas Uusitalo vom Labor für Chronologie.

Andere Radiokarbon-Quellen

„Es ist auch möglich, dass die zyklische Veränderung der Radiokohlenstoffproduktion in der oberen Atmosphäre, verursacht durch die Schwankungen der Sonnenaktivität, zu den lokalen Unterschieden auf Bodenhöhe geführt hat, die wir in unseren Ergebnissen festgestellt haben“, fügt Uusitalo hinzu.

Laut Uusitalo wird der größte Teil des Radiokarbons durch galaktische kosmische Strahlung außerhalb des Sonnensystems erzeugt, auch wenn außergewöhnlich starke Sonnenstürme einzelne Ausbrüche des Isotops in der Atmosphäre verursachen. Die kosmische Strahlung wiederum wird durch den Sonnenwind abgeschwächt, einen kontinuierlichen Partikelstrom, der von der Sonne ausgeht und in 11-Jahres-Zyklen zwischen stärker und schwächer schwankt.

Das Thema erfordert weitere Untersuchungen. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass es auch in den Jahren 1730 und 1770 zu bedeutenden geomagnetischen Stürmen kam, weshalb deren Verfolgung wahrscheinlich als Nächstes im Mittelpunkt stehen wird.

Die kürzlich veröffentlichte Studie wurde als Gemeinschaftsprojekt des Labors für Chronologie und der Fakultät für Physik der Universität Helsinki sowie des finnischen Instituts für natürliche Ressourcen durchgeführt. Forscher der Universität Oulu, der Universität Nagoya, der Universität Yamagata und der ETH Zürich haben ebenfalls zu dieser Studie beigetragen. Die Studie wurde vom finnischen Forschungsrat, der finnischen Kulturstiftung und der Emil-Aaltonen-Stiftung finanziert.

Original-Artikel: Joonas Uusitalo, Kseniia Golubenko, Laura Arppe, Nicolas Brehm, Thomas Hackman, Hisashi Hayakawa, Samuli Helama, Kenichiro Mizohata, Fusa Miyake, Harri Mäkinen, Pekka Nöjd, Eija Tanskanen, Fuyuki Tokanai, Eugene Rozanov, Lukas Wacker, Ilya Usoskin, Markku Oinonen. Transient Offset in 14C After the Carrington Event Recorded by Polar Tree Rings. AGU, 2024. DOI: 10.1029/2023GL106632

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/01/03/finding-the-1859-carrington-event-in-tree-rings/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Erbse verstecken, neu aufgelegt: Das Szenario entfernen, das Ergebnis behalten*

Charles Rotter

[*Das ist eine Anspielung auf das betrügerische „Hütchenspiel“. A. d. Übers.]

Ein kürzlich in Nature Climate Change veröffentlichter Artikel mit dem Titel „Peak glacier extinction in the mid-twenty-first century” (Das Ende der Gletscher Mitte des 21. Jahrhunderts) präsentiert sich als sorgfältige, politikrelevante Analyse des globalen Gletscherschwunds unter verschiedenen zukünftigen Erwärmungsszenarien. Anstatt ihre Prognosen auf Emissionspfade zu stützen, ordnen die Autoren ihre Ergebnisse vier Temperaturergebnissen bis zum Jahr 2100 zu: +1,5 °C, +2,0 °C, +2,7 °C und +4,0 °C. Diese Entscheidung verleiht dem Artikel einen zeitgemäßen Charakter und deutet darauf hin, dass die Kontroversen überwunden wurden, die frühere szenariobasierte Wirkungsstudien umgaben.

Es ist wichtig, gleich zu Beginn klarzustellen: Die Studie erhebt nicht ausdrücklich den Anspruch, RCP 8.5 zu vermeiden oder zu korrigieren. Sie präsentiert sich weder als methodischer Fortschritt gegenüber früheren Arbeiten zu diesem Thema, noch geht sie auf die Debatten über die Plausibilität dieses Szenarios ein. RCP 8.5 wird einfach nicht namentlich erwähnt.

[Hervorhebung im Original]

Genau dieses Schweigen macht das Papier jedoch so aufschlussreich. Obwohl die Bezeichnung des Szenarios entfernt wurde, fließen die hochgesteckten Annahmen, die einst mit RCP 8.5 verbunden waren, unter einem anderen Rahmen stillschweigend wieder in die Analyse ein. Die dramatischsten Schlussfolgerungen dieser Arbeit – diejenigen, die sich auf Spitzenwerte bei der Gletscherschmelze von fast 4.000 Gletschern pro Jahr und einen fast vollständigen Verlust bis zum Ende des Jahrhunderts beziehen – basieren größtenteils auf einem +4,0 °C-Erwärmungsszenario, das aus SSP5-8.5- und SSP3-7.0-Simulationen konstruiert wurde. Das Ergebnis ist bekannt: Das Szenario ist verschwunden, aber das Signal bleibt bestehen.

Dieser Ansatz wird jedem sofort auffallen, der die Debatten der letzten zwei Jahrzehnte über die Rekonstruktion paläoklimatischer Proxies verfolgt hat. Steve McIntyre hat auf ClimateAudit.org ein wiederkehrendes Verfahrensmuster dokumentiert. Wenn sich eine bestimmte Proxy-Reihe als fehlerhaft erwies – oft weil sie invertiert, verkürzt, veraltet oder anderweitig methodisch unhaltbar war –, wurde sie entfernt. Die Autoren verkündeten dann, dass die Rekonstruktion „robust” sei, da sich das Gesamtergebnis nicht geändert habe. Was selten betont wurde war, dass stillschweigend ein anderer Proxy mit im Wesentlichen dem gleichen statistischen Signal eingeführt worden war, um seinen Platz einzunehmen.

Die Erbse war nicht entfernt, sondern nur verschoben worden.

Die Gletscherstudie folgt der gleichen Strukturlogik, übertragen von Proxy-Netzwerken auf die Szenarioerstellung.

RCP 8.5 ist politisch und rhetorisch unbequem geworden. Seine Annahmen über die langfristige Nutzung von Kohle, das Bevölkerungswachstum und die Emissionsintensität stimmen nicht mehr mit den beobachteten Energietrends überein, und seine fortgesetzte Verwendung hat selbst innerhalb der Mainstream-Klimaforschung Kritik hervorgerufen. Anstatt sich direkt mit dieser Kritik auseinanderzusetzen, weicht die Studie ihr aus. Das RCP-Rahmenwerk verschwindet. An seine Stelle treten SSPs. Die Analyse wird neu auf Temperatur-Endzustände ausgerichtet, wodurch die Verbindung zwischen den prognostizierten Auswirkungen und den sozioökonomischen Annahmen, die zu ihrer Erstellung erforderlich sind, aufgehoben wird.

Die Auswirkungen sind subtil, aber folgenreich. Indem sich das Papier auf Erwärmungsgrade statt auf Pfade konzentriert, behandelt es eine Welt mit +4,0 °C als politikrelevanten Vergleichswert und nicht als extremes bedingtes Ergebnis. An keiner Stelle wird gefragt, ob ein solcher Verlauf mit den beobachteten Trends bei der Stromerzeugung, den Brennstoffsubstitutionsraten oder dem historischen Rückgang der Energieintensität vereinbar ist. Das Szenario existiert, weil das Modellensemble es zulässt, und nicht weil sich die reale Welt nachweislich in diese Richtung bewegt.

An dieser Stelle ist eine Erinnerung hilfreich: Es geht nicht darum, was die Autoren behaupten, sondern worauf die Ergebnisse beruhen.

[Hervorhebung im Original]

Die emotional wirkungsvollsten Vergleiche der Studie – wie beispielsweise die Gleichsetzung der höchsten Aussterberaten mit dem „Verlust der gesamten Gletscherpopulation der europäischen Alpen in nur einem Jahr“ – beziehen ihre Kraft fast ausschließlich aus dem Szenario mit der höchsten Erwärmung. Bei +1,5 °C beträgt die prognostizierte höchste Verlustrate etwa die Hälfte dieses Wertes, bei +2,7 °C liegt sie dazwischen. Die große Bandbreite dieser Ergebnisse sollte zu Skepsis hinsichtlich politischer Schlussfolgerungen Anlass geben, doch die Studie behandelt die Obergrenze als aussagekräftigen Leitfaden für die Entscheidungsfindung.

Dies ist besonders auffällig, da die Autoren selbst die Fragilität der Messgrößen einräumen. Das „Aussterben“ von Gletschern wird nicht durch das physische Verschwinden im hydrologischen Sinne definiert, sondern durch eine Flächenschwelle von 0,01 km² oder einen Volumenrückgang unter 1 Prozent des Ausgangswertes. Die Studie räumt ein, dass die Anzahl der Gletscher sehr empfindlich auf die Auflösung des Inventars, die Wahl der Klassifizierung und die Behandlung kleiner Eiskörper reagiert und dass sie mit größerer Vorsicht interpretiert werden sollte als die Masse oder Fläche. Diese Vorbehalte sind technisch korrekt – nur um dann weitgehend außer Acht gelassen zu werden.

Was folgt, ist eine Wende von der bedingten Modellierung zur normativen Sprache. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ihre Ergebnisse „die Dringlichkeit einer ehrgeizigen Klimapolitik unterstreichen” und dass der Unterschied zwischen dem Verlust von 2.000 bzw. 4.000 Gletschern pro Jahr bis zur Mitte des Jahrhunderts „von den kurzfristigen politischen Maßnahmen und gesellschaftlichen Entscheidungen abhängt, die heute getroffen werden”. Dies ist nicht nur beschreibend, sondern auch präskriptiv und basiert eindeutig auf den gleichen hochgesteckten Annahmen, die lediglich umbenannt, aber nicht hinterfragt wurden.

Dies veranschaulicht eine methodische Kultur, die umstrittene Annahmen als austauschbare Komponenten behandelt, solange das bevorzugte Ergebnis erhalten bleibt. Die Gletschermodelle sind in sich konsistent. Die Statistiken sind kompetent ausgeführt. Aber die Stabilität des Schlagzeilen-Ergebnisses unter Substitution wird als Validierung behandelt, obwohl sie stattdessen die gleiche Frage aufwerfen sollte, die McIntyre wiederholt in einem anderen Zusammenhang gestellt hat: Robust in Bezug auf was genau?

In den Proxy-Debatten bedeutete Robustheit oft, dass die Entfernung einer kritisierten Reihe nichts änderte, weil eine andere, funktional ähnliche Reihe an ihre Stelle getreten war. In diesem Fall bedeutet Robustheit, dass die Entfernung einer diskreditierten Szenariobezeichnung nichts ändert, weil ihre High-End-Annahmen unter einem neuen Rahmen wieder auftauchen. Die Logik ist die gleiche. Nur die Objekte haben sich geändert.

Die Erbse ist wieder einmal nicht verschwunden. Sie wurde lediglich verschoben.

Und wie zuvor wird das Publikum dazu eingeladen, die Beständigkeit des Ergebnisses zu bewundern, anstatt zu untersuchen, wie sorgfältig die Becher angeordnet wurden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/28/hiding-the-pea-revisited-remove-the-scenario-keep-the-result/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzmeldungen aus Klima und Energie – Ausgabe 01 / 2026

Vorbemerkung: Hier kommt also die erste Ausgabe der „Kurzmeldungen“, wenngleich auch die erste Meldung noch vom Ende des vorigen Jahres datiert.

Meldung vom 30. Dezember 2025:

Die Mär vom Zusammenbruch der AMOC

Die Atlantic Meridional Overturning Circulation (AMOC) bricht nicht zusammen. Sie zeigt nicht einmal eine rückläufige Tendenz.

Drei unabhängige, von Fachkollegen begutachtete Studien kommen nun zu dem gleichen Ergebnis: In den Beobachtungsdaten ist keine nachweisbare langfristige Abschwächung der AMOC zu erkennen.

Eine im November 2025 veröffentlichte Studie in Ocean Science, die Argo-Floats, Satellitenaltimetrie und Gravimetrie kombiniert, findet keinen statistisch signifikanten Trend für die AMOC oder den Wärmetransport im Atlantik von 2004 bis 2020. Es gibt zwar Varfiabilität, aber keinen anhaltenden Rückgang.

Eine separate Rekonstruktion von Ocean Science, welche die Aufzeichnungen bis in die frühen 1980er Jahre zurückverfolgt, kommt zum gleichen Ergebnis. Unter Verwendung von RAPID-kalibrierter Hydrographie und unter ausdrücklicher Berücksichtigung tiefer Zirkulationsschichten zeigen die Autoren, dass die viel zitierte Verlangsamung von 2008 bis 2012 nur vorübergehend war und auf diese eine Erholung folgte. Über einen Zeitraum von 30 Jahren ist kein Netto-Rückgang zu verzeichnen.

Schließlich rekonstruiert ein 2025 in Nature veröffentlichter Artikel die Stärke der AMOC anhand der Luft-Meer-Wärmeflussbilanzen des Nordatlantiks, einem Verfahren, das durch die Energieerhaltung begrenzt ist. Das Ergebnis: Seit den 1960er Jahren keine Abschwächung der AMOC, nur moderate dekadische Schwankungen. Die Studie zeigt auch, dass die beliebten SST-basierten „Warming Hole”-Proxies unzuverlässig sind und unter der CMIP6-Prüfung versagen.

Unterschiedliche Verfahren. Unterschiedliche Datensätze. Gleiches Ergebnis. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden Behauptungen über einen bevorstehenden Zusammenbruch der AMOC durch Messungen nicht gestützt. Sie halten sich einfach deshalb, weil Modelle und Narrative eine gewisse Trägheit aufweisen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europe-to-freeze-this-weekend-sierra?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldung vom 1. Januar 2026:

Atmosphärischer Zustand wird bedrohlich

Tatsächlich deuten momentan atmosphärische Entwicklungen auf ein erhöhtes Risiko von Arktisausbrüchen in der gesamten nördlichen Hemisphäre hin.

Die Blockierung in hohen Breitengraden verstärkt sich gleichzeitig an allen drei kritischen Knotenpunkten und drängt kalte Luft in großem Umfang nach Süden.

Die Blockierung im Ural führt zu anhaltenden Tiefdruckgebieten in Ostasien. Die Blockierung in Alaska öffnet einen direkten Zugang zur Arktis im Osten Nordamerikas. Und die Blockierung in Grönland unterdrückt den Atlantikjet, sodass kalte arktische und kontinentale Luft nach Europa strömen kann.

Das ist die Dreifach-Kombination.

Wenn sich die Blockade gleichzeitig über alle drei Regionen erstreckt, sind Kälte und Schnee selten nur von kurzer Dauer. Sollte dies keine weitreichenden Auswirkungen auf die gesamte Hemisphäre haben, wäre ich sehr überrascht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-snow-buries-lake-louise-great?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 2. Januar 2026:

Innere Arktis hat sich seit 2016 um 1°C abgekühlt

In den letzten neun Jahren hat sich die Innere Arktis (Regionen nördlich von 80° N) um etwa 1 °C abgekühlt.

Wenn die sogenannte „Arktische Verstärkung” wirklich ein durch CO₂ verursachter Prozess wäre, dürfte dies nicht möglich sein. Der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre ist im gleichen Zeitraum stetig gestiegen. Nach der vorherrschenden Theorie müsste sich die Arktis erwärmen und sich nicht seit nunmehr einem Jahrzehnt abkühlen.

Der Öffentlichkeit werden keine Erklärungen für diese Abkühlung gegeben.

Stattdessen wird die Abkühlung, wenn sie überhaupt erwähnt wird, mit einem bekannten Begriff abgetan: „interne Variabilität”. In der Praxis ist dieser Begriff zu einer pauschalen Ausrede geworden – nicht um das Klimasystem zu verstehen, sondern um die Anerkennung nicht-anthropogener, multidekadischer Klimaveränderungen zu vermeiden.

Datensätze sowie zahlreiche Studien, darunter eine Studie aus dem Jahr 2015 in Geophysical Research Letters, machen das Problem deutlich. Die Temperaturschwankungen in der Arktis werden vor allem durch Veränderungen im Wärmetransport und nicht durch lokale Treibhausgasemissionen beeinflusst. Mit anderen Worten: Wenn die atmosphärische und ozeanische Zirkulation die Wärmezufuhr in die Arktis verringert, sinken die Temperaturen – unabhängig vom CO₂-Gehalt.

Auch die Sonnenvariabilität spielt durch ihren Einfluss auf großräumige Zirkulationsmuster und die Dynamik der Stratosphäre eine wichtige Rolle.

Diese Prozesse laufen über Jahrzehnte ab und können durchaus zu längeren Erwärmungs- oder Abkühlungsphasen in der Arktis führen.

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Satelliten zeigen, dass Wolken und nicht CO₂ für das Energie-Ungleichgewicht der Erde verantwortlich sind

Klimamodelle simulieren, dass steigende CO₂-Werte die Menge an Wärme reduzieren sollten, die ins All entweicht. Für den Zeitraum 2000–2020 gab der IPCC an, dass die ausgehende Langwellenstrahlung (OLR) um etwa -0,4 W/m² pro Jahrzehnt gesunken sein sollte, da Treibhausgase mehr Wärme speichern.

Satellitendaten zeigen jedoch das Gegenteil.

Unter Verwendung der CERES-Beobachtungen der NASA kommt eine Studie aus dem Jahr 2025 zu dem Ergebnis, dass die OLR seit 2000 tatsächlich leicht gestiegen ist, während die absorbierte Sonnenstrahlung (ASR) stark zugenommen hat – um etwa +0,37 W/m² pro Jahrzehnt. Dieser Anstieg der einfallenden Sonnenstrahlung und nicht die unterdrückte Wärmeabgabe erklärt fast den gesamten Anstieg des Energie-Ungleichgewichts der Erde. Die erwartete CO₂-bedingte Verringerung der OLR wurde nicht festgestellt.

Diese Graphik in deutscher Übersetzung (Google translate):

Die Studie zeigt, dass Schwankungen der Wolkendecke stark mit den Trends der ASR und OLR korrelieren (Korrelation ~0,85). Weniger oder dünnere Wolken reflektieren weniger Sonnenlicht zurück ins All, sodass mehr Sonnenenergie eindringen kann. Wenn sich die Oberfläche erwärmt, strahlt sie mehr Wärme nach oben ab, was die OLR erhöht und alle in diesem Zeitraum nachweisbaren Treibhaussignale überdeckt.

Nach Berücksichtigung von Wolken, Temperatur und Wasserdampf ist der verbleibende Trend, der auf Treibhausgase zurückzuführen ist, statistisch nicht signifikant.

Dies steht in direktem Einklang mit früheren CERES-basierten Arbeiten, die zeigen, dass Wolken und Oberflächen-Reflektivität die jüngste Erwärmung dominieren, während CO₂ als ein untergeordneter „anderer“ Faktor erscheint, dem ohne das damit verbundene politisierte Dogma keine Beachtung geschenkt werden würde.

Seit 2000 hat sich die Erde ein wenig erwärmt – hauptsächlich weil mehr Sonnenlicht absorbiert wird, nicht weil weniger Wärme entweicht.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-and-snow-intensify-in-turkey?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE