Temperatureinordnung des Jahres 2025 – Teil 2

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Erster Teil hier.

In Teil 1 haben wir einige Gründe beschrieben, welche für die bei uns stattfindende plötzliche Klimaerwärmung ab 1987/88 in Teilen Europas verantwortlich sind.

Das waren: Plötzliche Änderung der Großwetterlagen auf mehr Südliche Richtungen, Zunahme der Sonnenstunden und Abnahme der Niederschläge. Wir setzen in Teil 2 die Suche nach den Ursachen fort mit einem menschverursachten Grund.

4) Stetige Zunahme der Wärmeinselflächen (WI) in Deutschland, dazu gehören:

4a) Die ständige weitere Bodenversiegelung und Asphaltierung einstiger Grünflächen, die Städte und Gemeinden fressen sich in die grüne einst kühlende nicht trockengelegte Landschaft hinein – derzeit 45 ha je Tag in Deutschland, siehe Versiegelungszähler, Stand: etwa 51 000 km2 von 358 000 km2, (Zähler derzeit nicht erreichbar)

4b) Die ständige flächenweite Trockenlegung Deutschlands in Feld, Wald, Wiesen und Fluren durch Drainagen und Entwässerungsgräben. Das Wasser der einst viel nässeren deutschen Sumpf-Landschaften landet im Meer, ein tatsächlicher Grund für den Meeresspiegelanstieg. Damit wird Deutschland im Sommer vielfach zu einer Steppenlandschaft. Es fehlt zunehmend die kühlende Verdunstung an heißen Sommertagen. Insbesondere die T-Max tagsüber steigen kontinuierlich. Die gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen seit 40 Jahren verstärken diesen Prozess der Erwärmung tagsüber, weil die Sonnenstrahlung energiereicher wurde.

Und ohne die Zunahme der Wärmeinseln um die DWD-Stationen – siehe Versiegelungszähler- wäre die Erwärmung vor allem seit 1988 bis heute viel moderater ausgefallen:

Was heißt viel moderater? Um wieviel weniger? Wir haben in der Gruppe versucht, all die verschiedenen wärmer machenden Effekte, die Verlegung der Stationen, die Änderung der Tagestemperaturerfassung, die Messmethodenänderung aus den DWD-Temperaturreihen ab 1988 herauszurechnen. Die von anthropogenen Einflüssen bereinigte Erwärmungskurve würde dann seit 1988 vermutlich so verlaufen, die nach Berechnungen von R. Leistenschneider korrigierte Kurve in grün:

Abb. 2a: Die grüne Kurve soll die wirkliche Erwärmung Deutschlands seit 1988 darstellen, (+/-10% Schwankungsbreite) unter der Voraussetzung, wenn Deutschland so unverändert geblieben wäre wie 1988, aber auch alle Wetterstationen noch dort stehen würden, wo sie standen und immer noch mit der englischen Wetterhütte nach der alten Messmethode die Temperaturen erfasst worden wären.

Beachte: Der Temperatursprung war von 1987 auf 1988, die Grafik 3a beginnt also nach dem Sprung und zeigt nur die Weitererwärmungen seit 1988, einmal nach den DWD-Originaldaten und die grüne von uns bereinigte Reihe.

Man sieht: auch der grüne Verlauf zeigt eine deutliche Erwärmung seit 1988

Raimund Leistenschneider hat versucht für all die Veränderungen im deutschen Stationsnetz einen Korrekturfaktor zu ermitteln und danach die DWD-Reihen seit Anbeginn neu zu berechnen. Von 1881 bis heute beträgt dieser Korrekturfaktor 1,4°C.

Und nun ab Beginn der Deutschlandmessreihen, ab 1881: Die grüne untere Verlaufslinie soll die korrigierten Deutschlandtemperaturen seit Messaufzeichnungsbeginn anzeigen. Der rote polynome Graph zeichnet die vom DWD veröffentlichen Temperaturwerte nach.

Abb. 2b: Der grüne Verlauf soll die reale und natürliche Temperaturentwicklung für das heutige Deutschland angeben. Sie will nur die immerwährenden Klimaänderungen berücksichtigen, ohne menschliche wärmende Veränderungen. Also wenn Deutschland so geblieben wäre, wie es 1881 war, mit denselben Wetterstationen wie damals, denselben Messmethoden, derselben Einwohnerdichte und demselben geringen Wohlstand. Also das Kaiserreich unverändert in die heutige Zeit versetzt. Dann wäre in etwa der grüne Verlauf richtig.

Auswertung: Die grüne Verlaufskurve zeigt nach 1987 gleichfalls die starke Erwärmung, jedoch nicht ganz so stark im Anstieg wie die vom DWD erhobenen und oft geänderten Messerfassungsmethoden. (in rot)

Und: das grüne 2025-Jahr wäre immer noch ein eher warmes Jahr

Zusätzlich für unsere Leser: Mit Temperatursprung sieht derselbe Verlauf so aus wie in der nächsten Grafik. Auffallend, der Temperatursprung wäre 1987/88 bei der korrigierten grünen Temperaturreihe genauso vorhanden.

Abb. 2c. Die grüne Kurve gibt den Verlauf der nach R. Leistenschneider korrigierten DWD-Temperaturreihen wider. Wäre Deutschland so unverändert geblieben wie 1881, und auch die Wetterstationen dort stehen würden, wo sie einst standen, dann hätten nur die natürlichen Einflüsse auf das Klima in Mitteleuropa gewirkt. Diese natürliche Änderung will der grüne Verlauf nachzeichnen. Dabei gibt R. Leistenschneider einen Schwankungsbereich von +/-10% an.

 

Gibt es eine solche Wetterstation in Deutschland, die all diese Bedingungen erfüllt wie unsere grüne Regressionslinie aus Grafik 2 und als WI-frei einzustufen wäre? Können wir den Verlauf überprüfen? Antwort Nein. So eine Wetterstation gibt es in ganz Deutschland nicht und schon gar nicht ab 1881.

Jedoch in anderen Teilen der Welt, z.B. in der Antarktis, aber dort auch nicht ab 1881

Die französische Station Dumont D’Urville, (66° 40′ südl. Breite. 140° 01′ östl. Länge) Temperaturverlauf seit 1980, also 45 Jahre und geographischer Standort.

Da diese Wetterstation einerseits WI-frei ist, andererseits aber auch die natürlich Umstellung der Wetterlagen in Europa von nördlichen auf vermehrt südliche Richtungen mit Sonnenstundenzunahme nicht mitgemacht hat, (wie auch?) zeigt diese Wetterstation auch einen gänzlich anderen Verlauf als die mittel- und westeuropäischen Wetterstationen.

Ergebnis: Keinerlei Korrelation zwischen Temperatur und CO₂-Konzentrationszunahme in den letzten 46 Jahren.

Die Station liegt auf der Karte rechts unten am Rande der Antarktis.

Abb.: 3a/b: Die Wetterstation Dumont D‘Urville in der Antarktis zeigt keinerlei Erwärmung seit 1980, im Gegenteil, es wird sichtbar kälter dort. Siehe negative Steigungsformel. Der Schnitt der Jahrestemperaturen liegt zwischen -10 und – 11 Grad. Die Stationen weiter dem Pol zu sind natürlich übers Jahr gesehen wesentlich kälter. Wir erkennen keinerlei Korrelation zwischen weltweiter CO₂-Zunahme und fallender Temperatur oder wirkt Kohlendioxid kühlend

Zwei Grundforderungen von uns Natur- und Umweltschützern:

Die werbe- und geschäftsmäßig geplante und regierungsgewollte CO-Klimaangstmache vor einer angeblichen Erdüberhitzung und Lebensbedrohung muss sofort eingestellt werden.

Wir sind deshalb gegen teure technische CO-Reduzierungsmaßnahmen, die dem Klima nichts nützen, sondern der Natur und Umwelt oft zusätzlich schaden. Wir lehnen auch jede Luftbesprühung aus Flugzeugen mit weißen Chemikalien-Staubwolken ab, um die Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Albedo wieder zu vergrößern. (Vorschlag aus den USA)

Was man gegen heiße Sommertage und gegen die Trockenlegung Deutschlands vorgehen sollte, haben wir hier in 15 Punkten beschrieben.

Aber diese Hilfsmaßnahmen, die tatsächlich helfen würden, würden der CO-Treibhaustheorie widersprechen, deshalb entscheidet sich die Politik lieber für die teure CO-Bodenverpressung oder CO₂ aus der Luft ausfiltern und andere vollkommen sinnlose und teure CO₂-Reduzierungsmaßnahmen. Dafür zahlen wir gesetzlich verordnet steigende CO₂-Steuern. Zuletzt gestiegen zu Jahresbeginn 2026. Und die Regierung, ja sogar der ADAC lobt diese völlig unnütze Verteuerung. Unsere Vorschläge im obigen link würden nicht nur helfen, sondern wären zugleich ein Beitrag zum Naturschutz, die Vielfalt der Arten und die Ökologie der Landschaft würde sich wesentlich verbessern.

Kohlendioxid ist Leben, Kohlendioxid ist Schöpfung.

Wir Menschen wie auch Tiere und Pflanzen bestehen neben einigen anorganischen Komponenten aus unzähligen und ganz unterschiedlichen organischen Molekülen, die in hochkomplexer Weise interagieren als läge dem ein göttlicher Bauplan zugrunde. Sämtliche organische Verbindungen basieren dabei auf Kohlenstoff. Und jedes einzelne dieser C-atome stammt letztlich von dem Spurengas CO₂!!! Leider viel zu wenig vorhanden, derzeit nur 426 ppm in der Luft, das ist zu wenig CO₂ für eine optimale Lebensentfaltung auf diesem Planeten. Es muss erstaunen, dass diese relative geringe CO₂-Konzentration in der Luft überhaupt ausreicht, soviel pflanzliche Biomasse zu erzeugen. Tatsächlich müssen sich Pflanzen einige Tricks einfallen lassen, um ausreichend CO₂ bei der Fotosynthese zu kriegen. Die meisten Pflanzen sind C-3 Pflanzen, bei denen hängt die Bindung von einem Enzym, namens Rubisco ab. Sie haben gelernt, sich mit weniger CO₂ zurecht zu finden.

Wir brauchen mehr CO₂ in der Atmosphäre

Eine positive Eigenschaft hat die CO-Zunahme der Atmosphäre. Es ist das notwendige Wachstums- und Düngemittel aller Pflanzen, mehr CO führt zu einem beschleunigten Wachstum, steigert die Hektarerträge und bekämpft somit den Hunger in der Welt. Ohne Kohlendioxid wäre die Erde kahl wie der Mond. Das Leben auf der Erde braucht Wasser, Sauerstoff, ausreichend Kohlendioxid und eine angenehm milde Temperatur. Der optimale CO-gehalt der Atmosphäre liegt etwa bei 800 bis 1000ppm, das sind 0,1%. Das ist auch die Konzentration in den Gewächshäusern für den Gemüseanbau. Nicht nur für das Pflanzenwachstum, also auch für uns eine Art Wohlfühlfaktor. Von dieser Idealkonzentration sind wir derzeit weit entfernt. Das Leben auf der Erde braucht mehr und nicht weniger CO in der Luft. Untersuchungen der NASA bestätigen dies (auch hier) Und vor allem dieser Versuchsbeweis.

Grafik 4: Noch ist die Flora und Fauna auf diesem Planeten nicht gerettet. Wir haben bisher erst die CO₂-Konzentrationsabnahme stoppen können. Ein deutlicher CO₂-Aufwärtstrend, eine Konzentrationszunahme auf den optimalen Wert für Flora und Fauna ist noch nicht erkennbar

Das Leben auf dem Raumschiff Erde ist auf Kohlenstoff aufgebaut und CO₂ ist das gasförmige Transportmittel, um den Wachstumsmotor Kohlenstoff zu transportieren. Wer CO₂ verteufelt und vermindern will, versündigt sich gegen die Schöpfung dieses Planeten. CO₂ ist kein Klimakiller, wer das behauptet, versündigt sich an der Schöpfung. Und solchen Falschaussagen müssen wir offensiv entgegentreten. Wir wollen keine Schöpfungszerstörer auf diesem Planeten dulden.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden und nicht das teure Geschäftsmodell Klimaschutz, das keinerlei Klima schützt, sondern über gesteuerte Panik- und Angstmache auf unser Geld zielt. Gegen die Terrorgruppe „letzte Generation“ muss mit allen gesetzlichen Mitteln vorgegangen werden, da die Gruppe keine Natur- und Umweltschützer sind, sondern bezahlte Chaosanstifter. Abzocke ohne Gegenleistung nennt man das Geschäftsmodell, das ähnlich wie das Sündenablassmodell der Kirche im Mittelalter funktioniert, nur raffinierter und durchdachter. Ausführlich hier beschrieben.

Diesem Geschäftsmodell Treibhauskirche, der Zerstörung der Schöpfung auf der Erde müssen wir vereint und offensiv entgegenwirken. Es gibt überhaupt keinen Klimanotstand, dieser ist frei erfunden und wird am Leben gehalten durch bezahlte NGOs und andere völlig unseriöse Scharlatane, die von den Bezahl-Medien auch noch hofiert werden. Schon mal was von der Terroreinheit „Vulkangruppe“ gehört? Eigentlich ein Klimairrenhaus, das uns täglich neu anlügt und bedroht. Wir müssen mithelfen, diesem schlimmen, vor allem in den letzten 15 Jahren entstandenem und gesetzlich abgeschirmtem Klimakartell ein Ende zu bereiten. Auf die Tagesschau und ZDF-Heute können wir uns nicht verlassen.

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt des politischen Handelns gestellt werden und nicht das Geschäftsmodell Klimaschutz. Letztlich geht es um die Bewahrung unserer Demokratie und den kulturellen Erhalt Deutschlands wie wir unser schönes Land kennen. Diesem Ablasshandelsmodell CO₂-Klimalüge muss ein Ende bereitet werden. Und jeder sollte mithelfen.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Naturschützer, unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Umweltschützer.

 




China ist kein Grünenergie-Staat!

Cap Allon

Westliche Medien und Politiker stellen China zunehmend als „grünen Vorreiter“ dar. Die Energiedaten stützen dies jedoch nicht.

China ist der weltweit größte Kohleverbraucher. Im Jahr 2024 wurden etwa 59 % der Elektrizität aus Kohle gewonnen, und China verbrauchte rund 56 % der weltweit verbrannten Kohle. Es wurden fast keine Kohlekraftwerke stillgelegt. Und fast 800 neue Kohlekraftwerke sind derzeit in Planung (zusätzlich zu den 3.269 bereits in Betrieb befindlichen).

Es handelt sich hierbei nicht um veraltete Infrastruktur. Neue Kohlekraftwerke versorgen die Aluminium-, Polysilizium-, Metallsilizium- und Kohlechemieproduktion. Dies sind energieintensive Industrien, die auf billiger, kontinuierlicher fossiler Energie basieren.

Kohle bleibt das Rückgrat der chinesischen Industrie. Satellitenbilder zeigen riesige Kohlespeicher neben Kraftwerken und Metallgießereien in Industriestädten.

Entlang der Küste entstehen neue petrochemische und Kunststoffkomplexe.

Gleichzeitig steigt Chinas heimische Gaserzeugung. LNG-Terminals werden ausgebaut. Pipeline-Projekte schreiten voran. China ist auf dem besten Weg, der drittgrößte Erdgasproduzent der Welt zu werden.

Chinas Dominanz im Bereich „Clean Tech“ beruht auf fossilen Energieträgern im Upstream-Bereich. Kohlebetriebene Schmelzwerke erzeugen über 90 % des weltweiten Magnesiums. Nickel für Batterien stammt zunehmend aus kohlebetriebenen Industrieparks in Indonesien, wo emissionsintensive Raffinerieverfahren zum Einsatz kommen. China produziert etwa 97 % der weltweiten synthetischen Graphit-Anoden, größtenteils in kohleintensiven Provinzen, in denen Strom am billigsten ist.

China ist nicht führend in der industriellen Elektrifizierung, wie leichtgläubige/gekaufte westliche Medien/Politiker behaupten. China verkauft saubere Endprodukte an den Westen, während es zu Hause eine fossile Industriebasis betreibt. Unabhängige Bewertungen zeigen, dass die Industrie weiterhin von Kohle abhängig ist, was direkt zum Wirtschaftswachstum beiträgt.

Diese Graphik in deutscher Übersetzung:

Dies als grünen Elektro-Staat zu bezeichnen ist eine Auslegung und keine Analyse.

Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-air-reclaims-northwest-snowy?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Falschinformationen-Inquisition: Wie Zensur anerkannte Narrative vor kritischer Prüfung schützt

Tilak Doshi aus Tilak’s Substack

Zum Jahresende haben die Hüter der Klimaorthodoxie erneut ihr rituelles Aufschreien der Empörung über die Maßnahmen der Trump-Regierung losgelassen. In einem Kommentar in The Guardian verglichen Bob Ward und Michael Mann – die Kampfhunde des alarmistischen Establishments – die Entscheidung der US-Regierung, das Nationale Zentrum für Atmosphärenforschung (NCAR) aufzulösen, mit Tyrannei, die von den Interessen der fossilen Brennstoffindustrie „bezahlt“ werde. Ihr Kommentar beginnt mit der erstaunlichen Behauptung, dass der sowjetische Diktator Josef Stalin Trumps Maßnahmen „verstanden und sogar geschätzt hätte“.

Sie werfen Präsident Trump vor, die Klimawissenschaft zu unterdrücken, und beschwören damit das Schreckgespenst des Lysenkoismus herauf, jener berüchtigten Episode, in der unter Stalins Regime Ideologie über empirische Forschung triumphierte. Die Ironie ist exquisit, auch wenn sie ihren Urhebern entgeht. Hier sind zwei Persönlichkeiten, die ihre Karriere damit verbracht haben, die Auslöschung von Andersdenkenden zu fordern, und nun ihre eigenen Sünden auf einen politischen Führer projizieren, der darauf bedacht ist, die Wissenschaft aus ideologischer Gefangenschaft zu befreien.

Eine Orwell’sche Bösartigkeit

Diese jüngste Salve ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern Symptom einer tieferen Krankheit. Die Klima-pessimistische Sichtweise, ähnlich wie ihr Pendant in der COVID-19-Hysterie, stützt sich auf einen Zensurkomplex, der jede Abweichung als „Fehlinformation” brandmarkt. Ward, eine feste Größe im Kreis der Umwelt-NGOs, hat sich seit langem auf persönliche Angriffe auf angesehene Wissenschaftler wie Richard Lindzen und Richard Tol spezialisiert und deren von Fachkollegen geprüfte Kritik als Ketzerei abgetan. Mann, berüchtigt für seine „Hockeyschläger”-Graphik, die historische Klimaschwankungen bequem ausblendet, um eine Krise zu konstruieren, wurde wegen seines prozesssüchtigen Eifers vor Gericht gerügt. In seinen Verleumdungsklagen haben Richter ihn und sein Anwaltsteam wegen irreführender Taktiken angeklagt und damit die Betrügerei seiner Behauptungen unterstrichen. Doch auf den Seiten des Guardian – diesem zuverlässigen Sprachrohr für grüne Ideologen – kehren die beiden die Realität um und stellen Trumps Kürzung der Mittel für aktivistische Institutionen als Zensur dar, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.

Betrachten wir einmal die wirtschaftlichen und institutionellen Realitäten, die dieser Farce zugrunde liegen. Nach über fünf Jahrzehnten hat sich das NCAR zu einer von Steuergeldern finanzierten Propagandamaschine entwickelt, die Modelle produziert, die apokalyptische Zukunftsszenarien prophezeien, während sie die hartnäckigen Fakten der Atmosphärenphysik und der menschlichen Anpassung ignoriert. Der Schritt der Trump-Regierung, das NCAR zu schließen, steht im Einklang mit einer umfassenderen Initiative zur Wiederherstellung der wissenschaftlichen Integrität, wie sie in der Verordnung „Gold Standard Science“ des Präsidenten dargelegt ist. Diese Verordnung schreibt Transparenz bei staatlich finanzierter Forschung vor und stellt sicher, dass Modelle und Daten reproduzierbar und frei von den Verzerrungen sind, die alarmistische Prognosen prägen. Weit entfernt von stalinistischer Unterdrückung handelt es sich hierbei um eine Rückeroberung der Wissenschaft aus den Fängen nicht gewählter Bürokraten und ihrer NGO-Verbündeten, die Milliarden in „Klimabildungs“-Stipendien stecken, die ausnahmslos einseitige Interessen vertreten. Die NOAA beispielsweise vergab regelmäßig Millionenbeträge an gemeinnützige Organisationen, die unter dem Deckmantel des Umweltschutzes grüne Dogmen verbreiteten.

Die Parallelen zum COVID-19-Debakel sind auffällig und zeigen, wie das Etikett „Fehlinformation” als stumpfes Instrument dient, um Debatten in wissenschaftlichen Bereichen zum Schweigen zu bringen. Genauso wie Klimaskeptiker als „Leugner“ gebrandmarkt werden, wurden COVID-Kritiker als Verbreiter von Unwahrheiten abgestempelt. Jay Bhattacharya von der Stanford University, ein führender Epidemiologe, hat kürzlich in einem Beitrag auf X auf diese Hybris hingewiesen: Die Vorstellung, dass eine Clique von Bürokraten und aktivistischen Wissenschaftlern in komplexen Fragen unfehlbar Wahrheit von Irrtum unterscheiden kann, ist nicht nur arrogant, sondern auch wahnhaft. Bhattacharya selbst wurde Opfer der Zensur durch Anthony Fauci, der zusammen mit anderen Vertretern der medizinischen Establishment Social-Media-Plattformen unter Druck setzte, Beiträge zu unterdrücken, die Lockdowns und Impfpflichten in Frage stellten.

Auf der anderen Seite des Atlantiks ist das Zensurregime der Europäischen Union unter der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen ein Beispiel für diese technokratische Übergriffigkeit. Die nicht gewählte Eurokratin rühmt sich damit, mit ihrem Gesetz über digitale Dienste die Meinungsfreiheit vor „schädlichen und illegalen Aktivitäten“ im Internet zu schützen. Damit sollen Medienplattformen eingeschränkt werden, die „Desinformation“ und kritische Meinungen zu Masseneinwanderung, dem Ukraine-Konflikt oder den ruinösen Kosten der grünen Agenda in Europa verbreiten.

In einer Tirade, die Orwell beeindrucken würde, spricht Frau Von der Leyen darüber, dass „Pre-Bunking“ dem „Debunking“ angeblicher Unwahrheiten vorzuziehen sei und dass angebliche „Fehlinformationen“ ein Virus seien:

„… müssen wir eine gesellschaftliche Immunität gegen Informationsmanipulation aufbauen, denn Untersuchungen haben gezeigt, dass Pre-Bunking viel erfolgreicher ist als Debunking. Pre-Bunking ist im Grunde das Gegenteil von Debunking. Kurz gesagt: Vorbeugen ist besser als heilen. Wenn man sich Informations-Manipulation als Virus vorstellt – anstatt eine Infektion zu behandeln, sobald sie sich festgesetzt hat, also Debunking –, ist es vielleicht viel besser, zu impfen, damit der Körper immunisiert ist.“

Wo haben wir diese Geschichte über Impfungen schon einmal gehört? Vielleicht sollten wir nicht auf die fehlenden SMS-Nachrichten von Frau Von der Leyen eingehen, die den EU-Deal über 1,8 Milliarden Dosen Corona-„Impfstoff” im Wert von 35 Milliarden Euro besiegelten, der mit Pfizer-CEO Albert Bourla ausgehandelt worden war.

In Neuseeland ging die ehemalige Premierministerin Jacinda Ardern noch weiter und erklärte Regierungsquellen zu den einzigen Schiedsrichtern der COVID-Wahrheit, wodurch sie legitime Kritik von skeptischen Ärzten und Wissenschaftlern effektiv kriminalisierte, weil diese ihren hippokratischen Eid einhalten. Diese Orwell’sche Haltung – bei der staatlich genehmigte Vorgaben unantastbar sind – findet sich auch im Klimabereich, wo das Hinterfragen von Netto-Null-Phantastereien den beruflichen Ruin bedeutet.

Der Trump’sche Gegenangriff

Der Digital Services Act der EU sieht vor, Social-Media-Giganten zu zwingen, Inhalte zu unterdrücken, die den Orthodoxien Brüssels widersprechen, was zu einer einschüchternden Wirkung auf den offenen Diskurs in der ganzen Welt führen würde. Anfang des Monats verhängte die Europäische Kommission gegen Elon Musks X eine Geldstrafe in Höhe von 140 Millionen Dollar wegen „Nichteinhaltung” der Vorschriften. Aber es ist jetzt eine Trump’sche Welt, welche die Eurokraten bis zum Äußersten frustriert. Das Bekenntnis der USA zu den Grundsätzen des Ersten Verfassungszusatzes steht im Widerspruch zu Europas Abgleiten in einen regulatorischen Autoritarismus. Der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses bezeichnet die digitalen Vorschriften als Zensur, die „weitgehend einseitig ist und fast ausschließlich politische Konservative ins Visier nimmt“.

US-Außenminister Marco Rubio konterte letzte Woche:

„Viel zu lange haben Ideologen in Europa organisierte Bemühungen unternommen, um amerikanische Plattformen dazu zu zwingen, amerikanische Standpunkte zu bestrafen, die ihnen nicht gefallen. Die Trump-Regierung wird diese ungeheuerlichen Akte extraterritorialer Zensur nicht länger tolerieren. Heute wird das Außenministerium Maßnahmen ergreifen, um führenden Persönlichkeiten des globalen Zensur-Industriekomplexes die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verweigern. Wir sind bereit und willens, diese Liste zu erweitern, wenn andere ihren Kurs nicht ändern.“

Die Sanktionen des US-Außenministeriums gegen NGO-Führungskräfte und einen ehemaligen EU-Beamten, die an diesen Bemühungen beteiligt waren, unterstreichen die geopolitische Kluft. Unterstaatssekretärin Sarah Rogers nannte die Namen der Personen und die Gründe für ihre Sperrung. Auf der Verbotsliste der USA stehen Imran Ahmed (Centre for Countering Digital Hate), Josephine Ballon und Anna-Lena von Hodenberg (HateAid), Thierry Breton (ehemaliger EU-Kommissar) sowie Clare Melford (Global Disinformation Index).

Sehen wir uns diese Zensoren einmal genauer an. Thierry Breton war einer der Hauptarchitekten des Digital Services Act. Im August 2024 verschickte er als EU-Kommissar für Binnenmarkt und digitale Dienste einen Brief, in dem er Elon Musk vor dessen Live-Stream-Interview mit dem Kandidaten Trump drohte, der für seine zweite Amtszeit kandidierte. Die Hybris eines EU-Beamten, Herrn Musk zu warnen, dass seine Plattform wegen der Verbreitung schädlicher Inhalte in der EU angeklagt werden könnte, kann nur als bizarr bezeichnet werden.

Unterstaatssekretärin Rogers beschuldigte den britischen Staatsbürger Imran Ahmed in einem Social-Media-Beitrag vom 23. Dezember, „mit den Bemühungen der Biden-Regierung, die Regierung gegen US-Bürger einzusetzen“, zu kollaborieren, und schrieb, dass seine Organisation den „berüchtigten ‚Disinformation Dozen‘-Bericht“ veröffentlicht habe, der eine Kampagne zur De-Plattformierung derjenigen ausgelöst habe, die die Sicherheit von COVID-19-Impfstoffen in Frage stellen, darunter der derzeitige Minister für Gesundheit und Soziales, Robert F. Kennedy Jr. „Aus durchgesickerten Dokumenten des CCDH geht hervor, dass die Organisation ‚Musk von Twitter verbannen‘ und ‚regulatorische Maßnahmen der EU und UK auslösen‘ als Prioritäten aufgeführt hat… Die Organisation unterstützt den Online Safety Act von UK und den Digital Services Act der EU, um die Zensur in Europa und weltweit auszuweiten.“

Anna Lena von Hodenberg ist die Leiterin und Gründerin von Hate Aid, einer deutschen Nichtregierungsorganisation, die nach den Bundestagswahlen 2017 gegründet worden ist, um konservativen Gruppen wie der AfD entgegenzuwirken. Frau von Hodenberg und ihre Nichtregierungsorganisation sind offizielle „vertrauenswürdige Melder” im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste.

Es ist interessant und kein Zufall, dass Imran Ahmeds CCDH von Morgan Sweeny gegründet worden war, dem Chefberater von Kier Starmer. Clare Melford ist die Gründerin des Global Disinformation Index, einer weiteren britischen NGO, die sich energisch für die Bekämpfung von „Hassreden” einsetzt und tatsächlich jeden verfolgt, der andere Ansichten als das offizielle Dogma zum Klimawandel vertritt, oder sogenannte Impfgegner. Ahmed ist der CEO des Center for Countering Digital Hate und Melford ist die Gründerin des Global Disinformation Index, beides Organisationen, die sich sehr aktiv gegen „Hassreden” einsetzen und tatsächlich jeden verfolgen, der andere Ansichten als das offizielle Dogma zum Klimawandel vertritt, oder sogenannte Impfgegner.

Moralischer Bankrott der Eurokraten

Von der Leyens Äußerungen zu „geimpften Informationen“ klingen angesichts der Deindustrialisierung Europas hohl, wo durch klimapolitisch motivierte Energiepolitik Fabriken geschlossen und Strompreise in die Höhe getrieben wurden sowie die Wettbewerbsfähigkeit untergraben haben. Die deutsche Energiewende, einst als Vorbild gepriesen, ist heute ein warnendes Beispiel für wirtschaftliche Selbstzerstörung, mit einem Einbruch der Produktionsanteile im verarbeitenden Gewerbe und stagnierendem BIP-Wachstum.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Im Zentrum dieses von der EU angeführten Zensurkomplexes steht ein moderner Lysenkoismus, bei dem Ideologie als Wissenschaft getarnt wird. Die heutigen Klima-Lysenkoisten lehnen empirische Unannehmlichkeiten ebenfalls ab: Satellitendaten, die keine Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs zeigen, historische Aufzeichnungen über global wärmere Perioden wie die mittelalterliche Warmzeit oder Wirtschaftsmodelle, die belegen, dass Netto-Null-Ziele Billionen kosten würden, während sie nur vernachlässigbare Klimavorteile bringen würden. Aber die Eurokraten verurteilen selbstverständliche Argumente als „Fehlinformationen”, dass billige, zuverlässige Energie die Grundlage für das Wohlergehen der Menschen ist. Man beachte den Aufstieg Asiens, wo Kohle, Öl und Gas über Jahrzehnte hinweg ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 7 % befeuert und die Armut in Regionen wie Ostasien von 60 % unter 5 % gesenkt haben.

Die institutionellen Anreize hinter dem Klimaalarmismus sind verhängnisvoll. Multilaterale Organisationen wie der IWF und die Weltbank sowie grüne Lobbygruppen verbreiten weiterhin den Mythos der „Subventionen für fossile Brennstoffe“, der die Märkte verzerrt, indem er Kohlenwasserstoffe benachteiligt und gleichzeitig intermittierende erneuerbare Energien weltweit mit jährlich 1,3 Billionen Dollar subventioniert. In Afrika ignoriert das Streben nach einem „Sprung in die Erneuerbarkeit“ den dringenden Bedarf des Kontinents an Grundlaststrom und verurteilt Millionen Menschen unter dem Banner der Klimagerechtigkeit zu Energiearmut. Westliche Eliten, die von den Folgen abgeschirmt sind, predigen „Degrowth“, während die Entwicklungsländer der BRICS+ einen solchen Masochismus ablehnen und sich für einen pragmatischen Energiemix entscheiden, der Wachstum vor moralischer Selbstdarstellung priorisiert.

Die Widersprüche der Zensoren von „Fehlinformationen“ sind offensichtlich: Alarmisten prangern „Fehlinformationen“ an, während sie Weltuntergangsszenarien propagieren, die sich nicht bewahrheiten – man denke nur an die 50 Jahre apokalyptischer Vorhersagen. Der rasante industrielle Niedergang Europas offenbart die Torheit, die Energiepolitik der Ideologie unterzuordnen. In den USA bröckelt die von Larry Fink von BlackRock und anderen vorangetriebene ESG-Investitionskampagne, die Billionen in unterdurchschnittlich rentable grüne Anlagen fließen ließ, weil die Renditen hinter den Erwartungen zurückbleiben und die Klagen wegen Verletzung der Treuhänderpflichten zunehmen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Ein Neujahrsgeschenk

Dennoch gibt es Grund zum Optimismus in dieser Dämmerstunde technokratischer Hybris. Die Wiederwahl von Präsident Trump signalisiert eine Hinwendung zu einer evidenzbasierten Politik, welche die Wissenschaft von der Inquisition der Fehlinformationen befreit. Durch die Streichung der Mittel für Aktivisten-Enklaven wie NCAR und die Durchsetzung von Transparenz per Durchführungsverordnung ebnet die Regierung den Weg für echte Forschung. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Debatten über Klimasensitivität, die Rolle von Sonnenzyklen oder die Kosten der Anpassung offen geführt werden, ohne Angst vor Zensur.

Jay Bhattarcharya erinnert uns daran, dass freie Meinungsäußerung und Reproduzierbarkeit als Maßstab für Wahrheit notwendige Voraussetzungen für das Gedeihen der Wissenschaft sind. Wir brauchen rationale Argumente und Daten, nicht die Zensur staatlich definierter „Fehlinformationen”. Dass das US-Außenministerium die Zensoren zensiert, ist eine gute Nachricht zum Jahreswechsel.

A version of this article was published in the Daily Sceptic https://dailysceptic.org/2025/12/31/the-misinformation-boondoggle-how-the-eu-led-censorship-industrial-complex-shields-approved-narratives-from-scrutiny/

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/01/01/the-misinformation-inquisition-how-censorship-shields-approved-narratives-from-scrutiny/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die NOAA setzt eine neue Generation von KI-gestützten globalen Wettermodellen ein.

Joe Bastardi

So also lautet die große Schlagzeile:

Die NOAA setzt eine neue Generation von KI-gesteuerten globalen Wettermodellen ein

Ich beobachte sie. Bislang sind sie ein Witz. Überall, wenig Konsistenz von Lauf zu Lauf. Kurz gesagt, sie ahmen das NOAA GEFS nach, das Flaggschiff der US-Modelle, für dessen Entwicklung im Laufe der Jahre Milliarden ausgegeben wurden, und liegen selbst am 5. Tag gegenüber dem europäischen (rot) und kanadischen (blau) Modell auf dem letzten Platz. Ich bin mir sicher, dass auch das UKMET noch besser ist.

Auch die Euro-Klimamodelle sind völlig uneinheitlich. Der jüngste Kälteeinbruch zwischen Thanksgiving und Weihnachten, den wir vorausgesehen und in unserer Winterprognose vom 29. August hervorgehoben hatten, wurde von den Modellen erst Mitte November simuliert. Selbst jetzt sind sie sich für Januar völlig uneinig. Aber glauben Sie es oder nicht, ich bin nicht hier, um sie wegen des Wetters zu kritisieren, sondern wegen etwas anderem, das ich herausgefunden habe.

Jedes Jahr im Dezember treffe ich mich mit einigen prominenten Klimaskeptikern (die ich zum Schutz ihrer Unschuld nicht namentlich nennen werde) an einem geheimen Ort, den wir immer geheim halten, um sicherzustellen, dass keine Klimafanatiker auftauchen und uns mit orangefarbener Sprühfarbe besprühen (okay, es ist ein Ort in der Nähe von Boston). Zwei von ihnen sind an einem großen Projekt beteiligt, um sicherzustellen, dass die KIs alle Klimainformationen erhalten, nicht nur das bestehende Paradigma. Im Grunde genommen tun sie in großem Stil das, was Sie mich in einigen Blogs tun gesehen haben. Ich ging also davon aus, dass, sobald die Korrektur vorgenommen ist und die KI zugibt, dass sie sich geirrt hat und etwas übersehen hat, dies Teil der Datenbank der KI wird.

FALSCH!

Meines Wissens nach wird hier offenbar nicht berücksichtigt, was korrigiert werden muss. Es erhält also einen kontinuierlichen Strom einseitiger Informationen, die selbst nach einer Korrektur nicht angepasst werden. Es kommt möglicherweise zu dem Schluss, dass dies der Fall ist, und die Schlussfolgerung kann das Gegenteil dessen sein, was es vor Ihrer Aufforderung war, sich auch andere Lösungen anzusehen, aber dann wird dies nicht berücksichtigt.

Es wird also mit Ihnen reagieren und sich selbst korrigieren, aber es wird dann seine Datenbank nicht ändern, um dies als Antwort für jemand anderen zu übernehmen.

Das finde ich ziemlich interessant. Die von Menschen gemachte Klimapolitik verschwindet nicht. Sie wird lediglich für den Tag umgestaltet, an dem die derzeit Verantwortlichen nicht mehr verantwortlich sind. Die Vorstellung meiner Mitstreiter, dass wir „gewinnen”, finde ich lächerlich. Das sollte Ihnen die Geschichte lehren. Eine kleine Gruppe von Eiferern, die überzeugt sind, die Antwort zu kennen, hat es immer geschafft, irgendwie die Kontrolle zu übernehmen, und für sie ist die Klimapolitik das ultimative Kontrollinstrument.

Die KI-Modelle sind ebenfalls ein Werkzeug. Ich vermute jedoch, dass die meisten von ihnen von Menschen programmiert werden, deren Weltanschauung stark von dem Szenario einer vom Menschen verursachten Klimakatastrophe geprägt ist. Und da dies in KIs so stark verankert ist, ist es eine gewaltige Aufgabe, ihnen eine ausgewogene Darstellung der Informationen zu liefern, die sie berücksichtigen können. Ihre Ausweichposition ist immer das, was ihnen eingegeben wurde, denn selbst wenn sie etwas zugeben, beziehen sie es offenbar nicht mit ein.

Ich weiß nicht, wie es meinen Meteorologen-Kollegen da draußen geht, aber wenn sie KI-Modelle so beobachten wie ich, werden sie feststellen, dass sie nur geringfügig besser sind. Das analoge Verfahren hat sie wie Scarlett O’Haras Maultier für die frühe Kälte geschlagen, und vor uns bahnt sich eine weitere große Schlacht an. Vor zwei Wochen sangen die Modelle noch das Lied „Der Winter ist vorbei“, und jetzt kommen sie zu unseren analogen Vorstellungen über den Januar zurück.

Natürlich ist ein Hilfsmittel großartig, das schnell Fakten zusammenstellt und eine Antwort vorschlägt. Man sollte jedoch vorsichtig sein, was einem hier vorgesetzt wird. Dazu gehören auch die Schlagzeilen der NOAA über ihre KI, aber vor allem muss man verstehen, dass nur weil eine KI Ihren Standpunkt bestätigt, dies nicht bedeutet, dass er auch in ihre Datenbank aufgenommen wird.

Jemand hat einmal gesagt: „Es kommt nicht darauf an, wer wählt, sondern wer die Stimmen zählt.“

Bei KI-Modellen kommt es wirklich darauf an, wer sie mit Informationen füttert. Vor allem angesichts von Aussagen wie denen, die der renommierte Klimagigant John Kerry gerade gemacht hat:

„Wissen Sie, es gibt derzeit viele Diskussionen darüber, wie man diese Instanzen einschränken kann, um sicherzustellen, dass man eine gewisse Rechenschaftspflicht in Bezug auf Fakten usw. hat. Aber sehen Sie, wenn die Menschen nur eine Quelle nutzen und diese Quelle krank ist und, wie Sie wissen, eine Agenda verfolgt und Desinformationen verbreitet, dann ist unser Erster Verfassungszusatz ein großes Hindernis, um sie einfach aus der Welt zu schaffen.“

Sie werden nicht verschwinden, und sie werden verdammt sicher dafür sorgen, dass sie die KI-Modelle kontrollieren. Das Ziel ist es, KI als Antwort zu propagieren (sei es durch Schlagzeilen der NOAA) und Sie dann dazu zu bringen, deren Autorität ganz selbstverständlich zu akzeptieren.

Die einzige Lösung: Fordern Sie die Autorität heraus!

Link: https://www.cfact.org/2025/12/30/noaa-deploys-a-new-generation-of-ai-driven-global-weather-models/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkungen des Übersetzers hierzu: Es ist eine Binsenweisheit, dass die Vorhersagegüte numerischer Wettermodelle linear abnimmt, je weiter sie in die Zukunft reichen. M. E. spielt es da überhaupt keine Rolle, ob diese Modelle durch KI oder sonst was gestützt werden. Erfahrene Prognostiker (von denen ich mir einbilde einer zu sein nach über 40 Jahren der Tätigkeit in diesem Bereich) werden die Modellergebnisse immer interpretieren und dabei ihre Erfahrungen einfließen lassen. Erfahrung ist aber ein anderes Wort für Statistik, wenngleich diese auch nicht in Tabellen und Graphiken gefasst ist.

Fazit: Jeder Prognostiker sollte den letzten Satz im obigen Beitrag beherzigen: Man hinterfrage grundsätzlich alle Ergebnisse von Modell-Simulationen! Und genau das habe ich während meiner gesamten beruflichen Tätigkeit getan!




Wenn alles nur „Hitzewelle“ und jede Änderung „Klima“ ist

Charles Rotter

Eine kürzlich in Science Advances veröffentlichte Studie trägt den vielsagenden Titel „Eine große Hitzewelle im Nordatlantik hatte weitreichende und dauerhafte Auswirkungen auf das Leben im Meer“. Die Formulierung ist vorsichtig, aber eindeutig. Es wird ein einzelnes physikalisches Ereignis beschrieben, dessen ökologische Folgen als weitreichend und dauerhaft dargestellt werden. Für Leser, die mit der Literatur zum Thema Klima-Ökologie vertraut sind, ist die Schlussfolgerung klar: Es kam zu einer extremen klimatischen Anomalie, die Ökosysteme reagierten darauf, und der Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen ist hinreichend belegt, um Vertrauen zu rechtfertigen.

Die Arbeit versteht sich sowohl als Synthese als auch als Analyse. Sie fasst physikalische Temperaturaufzeichnungen zusammen, untersucht eine Vielzahl ökologischer Indikatoren und kommt zu dem Schluss, dass das Jahr 2003 einen Wendepunkt darstellt – eine thermische Störung, die das maritime Ökosystem des Nordatlantiks neu organisiert hat. Das Ziel ist nicht bescheiden. Die Autoren katalogisieren nicht nur Beobachtungen, sondern entwickeln eine kausale Erzählung.

Zu Beginn der Arbeit wird die zentrale Prämisse klar formuliert:

„Hier untersuchen wir, ob dieser plötzliche und starke Temperaturanstieg als MHW einzustufen ist, untersuchen die physikalischen Ursachen dafür und untersuchen seine Auswirkungen auf maritime Ökosysteme.“

[MHW = Major Heat Wave. A. d. Übers.]

Dieser Satz leistet viel. Er behauptet die Existenz eines „plötzlichen und starken Anstiegs“, geht davon aus, dass die Einstufung als maritime Hitzewelle sinnvoll ist, und geht dann direkt zu den Auswirkungen über. Was er nicht tut, ist innehalten und fragen, ob die miteinander in Verbindung stehenden Größen – „die MHW“ und „maritime Ökosysteme“ – präzise genug definiert sind, um eine kausale Schlussfolgerung zu stützen. Diese Auslassung ist kein Zufall, sondern zieht sich durch die gesamte Arbeit.

Die erste Schwachstelle ist die maritime Hitzewelle selbst. Trotz der starken Konnotationen des Begriffs identifiziert die Studie keine einzelnen Hitzewellen-Ereignisse im Ozean in einem physikalisch intuitiven Sinne. Stattdessen wird eine Metrik auf der Grundlage von Schwellenwertüberschreitungen konstruiert. Temperaturen über dem 99. Perzentil eines historischen Referenzzeitraums werden über 88 verschiedene Zeitreihen hinweg gezählt und nach Jahren summiert. Das resultierende Aggregat wird als „MHW-Häufigkeit” bezeichnet.

Die Autoren beschreiben dies wie folgt:

„Wir definieren eine MHW als jede Temperatur, die über dem 99. Perzentil des Referenzzeitraums 1870–1969 liegt, und zählen die Anzahl der MHWs pro Jahr.“

Hier werden nicht Ereignisse gezählt, sondern Überschreitungen. Eine einzige Wärmeanomalie im gesamten Einzugsgebiet kann diese Zahl dramatisch in die Höhe treiben, wenn viele korrelierte Standorte gleichzeitig ihre Schwellenwerte überschreiten. Die Metrik reagiert daher nicht nur empfindlich auf die Temperatur, sondern auch auf die räumliche Abdeckung, die Datendichte und die Korrelationsstruktur. Die Bezeichnung „Häufigkeit“ suggeriert eine Zählung unabhängiger Vorkommnisse. Das ist jedoch nicht das Ergebnis dieses Verfahrens.

Dies ist wichtig, da Häufigkeit Wiederholung, Wiederkehr und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Auswirkungen impliziert. Was die Studie jedoch tatsächlich verfolgt, ist die räumliche Kohärenz der Wärme im Verhältnis zu einem ausgewählten Perzentil. Ein Jahr mit einer allgemeinen Erwärmung sieht aus wie viele Hitzewellen, auch wenn es sich physikalisch um ein einziges Phänomen handelt. Diese Unterscheidung wird im Verlauf der Darstellung verwischt und schließlich vergessen.

Die Konstruktion wird noch problematischer, wenn man die Temperaturdaten selbst untersucht. Die Studie kombiniert gerasterte Gebiete der Meerestemperatur mit punktbasierten Beobachtungen in einer Tiefe von etwa 100 Metern. Dies sind keine austauschbaren Messgrößen für „Hitze”. Sie reagieren auf unterschiedliche Prozesse, wirken auf unterschiedlichen Zeitskalen und interagieren unterschiedlich mit biologischen Systemen. Dennoch werden sie als gleichwertige Faktoren für einen einzigen Index behandelt.

Die ökologische Seite der Bilanz ist noch weniger klar definiert. Der Artikel bezieht sich wiederholt auf „Auswirkungen auf das Ökosystem“, „abrupte Veränderungen“ und „weit verbreitete Reaktionen“ und vermittelt damit den Eindruck einer gut etablierten Basislinie, von der aus Abweichungen gemessen werden können. In Wirklichkeit ist die Basislinie eine Zusammenstellung unterschiedlicher Beobachtungen aus inkompatiblen Quellen.

Die Studie selbst deutet auf diese Breite hin:

„Die Belege für Veränderungen im Ökosystem wurden aus einer Vielzahl von begutachteten Publikationen und Bestandsbewertungsberichten zusammengestellt, die mehrere trophische Ebenen umfassen.“

Diese Breite wird als Stärke dargestellt. Aber Breite ohne Standardisierung führt nicht zu einer Basislinie, sondern zu einem Mosaik. Bewertungen der Fischbestände, Planktonindizes, benthische Untersuchungen und fischereibezogene Daten unterliegen alle unterschiedlichen Annahmen, Stichprobenstrategien und menschlichen Einflüssen. Jede hat ihren eigenen impliziten Referenzzeitraum, der sich oft im Laufe der Zeit verschiebt. Die Studie gleicht diese Unterschiede nicht aus. Sie richtet sie zeitlich aufeinander aus und behandelt Übereinstimmung als Kohärenz.

Viele der beschriebenen Veränderungen sind qualitative Beurteilungen, die durch Wiederholung hervorgehoben werden. Begriffe wie „abrupt“, „plötzlich“ und „ausgeprägt“ tauchen in der zitierten Literatur immer wieder auf, doch formale Tests anhand von Nullmodellen der natürlichen Variabilität sind selten. Eine Veränderung, die innerhalb eines kurzen Beobachtungszeitraums auffällig erscheint, wird implizit als außergewöhnlich behandelt, obwohl der historische Rahmen der Variabilität nur unzureichend definiert ist.

Das Problem wird durch den retrospektiven Charakter vieler ökologischer Basislinien noch verschärft. Die „Ausbreitung“ von Arten wird oft eher aus der ersten Entdeckung als aus der systematischen Abwesenheit abgeleitet. Veränderungen in der Häufigkeit werden aus verbesserten Erhebungen im Vergleich zu früheren, weniger zuverlässigen Daten abgeleitet. Sobald ein Ereignis wie das von 2003 als klimatisch bemerkenswert identifiziert wird, werden ökologische Beobachtungen natürlich in seinem Schatten neu interpretiert.

Der Artikel stützt sich ausdrücklich auf diese Übereinstimmung:

„Die MHW von 2003 fiel mit abrupten Veränderungen des Ökosystems auf mehreren trophischen Ebenen zusammen.“

Zufälle spielen hier eine große Rolle. Zeitliche Überschneidungen werden als erklärend angesehen, obwohl die Zusammenhänge zwischen einer Temperaturabweichung auf Beckenebene und verschiedenen ökologischen Reaktionen nicht eindeutig nachgewiesen sind. Fischereidruck, regulatorische Änderungen, Neugestaltung von Erhebungen und Marktdynamik – alles Faktoren, die maritime Daten maßgeblich beeinflussen – werden nur am Rande erwähnt.

Nirgendwo wird dies deutlicher als bei der Behandlung von Fischereidaten. Bestandsveränderungen und Schwankungen der Bestandsgröße werden als ökologische Reaktionen dargestellt, obwohl Fischereisysteme zutiefst sozioökologisch geprägt sind. Änderungen bei Quoten, Fangstrategien und Ortungstechnologien können zu „abrupten” Verschiebungen in den gemeldeten Bestandsverteilungen führen, ohne dass eine biologische Umstrukturierung zugrunde liegt. Die Basislinie geht stillschweigend davon aus, dass die Fischereiproduktion die ökologische Realität reflektiert und nicht das menschliche Verhalten, das sich auf die Ökosysteme auswirkt.

Der Artikel geht noch weiter und verwendet Begriffe aus dem Bereich des Regimewechsels, die starke kausale Implikationen haben:

„Die beobachteten Veränderungen stimmen mit den Merkmalen von Regimewechseln überein, die zuvor in maritimen Ökosystemen festgestellt wurden.“

Es wird jedoch keine formale Erkennung von Regimewechseln durchgeführt. Es gibt keine Change-Point-Analyse, keine Zustandsraummodellierung, keinen statistischen Nachweis dafür, dass 2003 einen strukturellen Bruch darstellt und nicht nur einen auffälligen Punkt in einem verrauschten, sich entwickelnden System. Die Übereinstimmung mit einer Regimewechsel-Erzählung wird behauptet, aber nicht nachgewiesen.

Der vielleicht aufschlussreichste Moment kommt, wenn die Autoren eine Spannung anerkennen, die sie nicht auflösen. Spätere Zeiträume weisen ähnlich hohe Werte der Hitzewellenmetrik auf, doch die ökologischen Reaktionen scheinen weniger dramatisch oder weniger gut dokumentiert zu sein. Die Arbeit nimmt dies zur Kenntnis und fährt dann fort. Diese Beobachtung untergräbt jedoch die zentrale Behauptung. Wenn der gleiche „Antrieb“ zu unterschiedlichen Ergebnissen führt, ist entweder der Antrieb nicht gut charakterisiert oder er ist nicht der dominierende Treiber.

An keiner Stelle wird in der Studie ernsthaft die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die Basislinie selbst instabil ist. Die Ökosysteme des Nordatlantiks befanden sich vor 2003 nicht im Gleichgewicht. Sie reagierten bereits auf jahrzehntelangen Fischereidruck, Nährstoffveränderungen und Schwankungen in der Zirkulation. Das späte 20. Jahrhundert als stabilen Referenzzustand zu betrachten, ist eine narrative Bequemlichkeit, keine feststehende Tatsache.

Letztendlich bietet die Studie eine fesselnde Geschichte, aber keine stringente kausale Argumentation. Eine locker definierte maritime Hitzewelle wird mit einer locker definierten ökologischen Basislinie gepaart, und beide werden durch zeitliche Koinzidenz und selbstbewusste Sprache miteinander verbunden. Die Synthese wirkt objektiv, weil sie umfangreich und umfassend ist, nicht weil ihre Grundlagen sicher sind.

Was als Beweis für einen Kausalzusammenhang präsentiert wird, lässt sich besser als Plausibilität verstehen, die in eine Erzählung eingebettet ist. Diese Unterscheidung ist wichtig. Wenn schwach konstruierte Größen starke Behauptungen stützen dürfen, wird die Unsicherheit nicht verringert, sondern verschleiert.

Die Gefahr besteht nicht darin, dass dieser Artikel allein übertrieben ist. Die Gefahr besteht darin, dass diese Art der Argumentation zum Standard wird: Korrelation wird als Kausalität dargestellt, Basiswerte werden eher abgeleitet als festgelegt, und Skepsis wird durch Anhäufung ersetzt. So werden komplexe Systeme nicht verstanden. So werden Geschichten zu Doktrinen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/01/02/when-everything-is-a-heat-wave-and-every-change-is-climate/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE