CO₂ revolutioniert den Ackerbau

Vijay Jayaraj

Die Welt wäre sicherer, wenn der Ausstoß von Kohlendioxid (CO₂) durch die Industrie gestoppt würde, so die Lehren vieler Schulen, die Regulierungspläne einiger Regierungen und die übertriebenen PR-Kampagnen des Klima-Industrie-Komplexes. Aber die Wahrheit ist erfreulicher: CO₂ ist eine unersetzliche Pflanzennahrung, die derzeit zunimmt.

Kohlendioxid – das als Staatsfeind Nummer eins gebrandmarkte Gas – zerstört den Planeten nicht. Das Gegenteil ist der Fall: es verbessert das Leben auf ihm. Überall auf der Welt kurbeln erhöhte CO₂-Werte das Pflanzenwachstum an und sorgen für reiche Ernteerträge in noch nie dagewesenem Ausmaß.

Warum ist das wichtig? Weil künftige Generationen davon profitieren könnten, wenn sie die Hysterie ablehnen und sich auf den gesunden Menschenverstand und bewährte Fakten verlassen.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre von etwa 300 ppm auf über 420 ppm gestiegen. Glaubt man einigen Schlagzeilen, so kommt dies einem Todesurteil gleich. Für Landwirte – oder Wissenschaftler, die sich mit Pflanzenphysiologie beschäftigen – ist dieser Anstieg jedoch ein Geschenk Gottes.

Studien zeigen, dass Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Salat und Getreide unter höheren CO₂-Konzentrationen schneller wachsen und mehr Ertrag bringen. Dieses Phänomen wurde durch Jahrzehnte lange Beobachtungen von Pflanzen in der ganzen Welt und in kontrollierten Umgebungen bestätigt.

Menschen, die sich dieses Wissen zunutze machen, haben zu einer landwirtschaftlichen Revolution beigetragen. Von der israelischen Negev-Wüste bis zum kenianischen Rift Valley beweisen die Landwirte, dass CO₂ kein Übeltäter, sondern ein Verbündeter bei der Ernährung einer wachsenden Bevölkerung ist.

Treibhausboom: Nahrung, wo es vorher keine gab

In der Gewächshaus-Landwirtschaft werden Pflanzen in zeltartigen Strukturen mit kontrollierter Umgebung angebaut. Im Gegensatz zur Landwirtschaft im Freiland, die den Risiken von Wetter und Schädlingen ausgesetzt ist, bieten Gewächshäuser stabile Ökosysteme, welche die Vegetationsperioden verlängern sowie Beleuchtung und Temperatur steuern. Außerdem kann in Gewächshäusern der CO₂-Gehalt künstlich auf ein Niveau angehoben werden, das zwei- bis dreimal so hoch ist wie die atmosphärischen Konzentrationen.

Diese Landwirte erreichen, was die Natur nicht kann – vorhersehbare, reiche Ernten in Wüsten, Tundra und Ballungsgebieten. Zu den Vorteilen gehören geringerer Wasserverbrauch, geringere Abhängigkeit von Pestiziden, ganzjährige Produktion und höhere Erträge.

In einer Studie bewerteten Forscher die Ausbreitung der Gewächshaus-Landwirtschaft in 119 Ländern, darunter 22 in Afrika. Gewächshäuser bedecken heute weltweit mehr als 12.950 km² Land, das ist das 40-fache der landwirtschaftlichen Fläche, die vor vier Jahrzehnten bedeckt war.

In China befinden sich 60 % der weltweiten Gewächshausbetriebe. Einige der größten befinden sich in Weifang, China, (82.155 Hektar) und Almeria, Spanien (35.117 Hektar).

Mit CO₂ angereicherte Gewächshäuser decken heute einen erheblichen Teil des städtischen Gemüsebedarfs in China, einem Land, das einst von Nahrungsmittelknappheit und Hungersnöten geplagt war. „Reis, Gurken, Auberginen und Tomaten versorgen außerhalb der Saison das ganze Land“, sagt die chinesische Forscherin Xiaoye Tong.

In der Präfektur Hotan in der Wüste von Xinjiang bauen Landwirte Tomaten, Gurken und Melonen in Gewächshäusern an, in denen die CO₂-Konzentration bis zu 1.200 ppm beträgt, das Dreifache der Konzentration im Freien.

Die Gewächshäuser in dieser Region haben die Entwicklung von Schnellreis ermöglicht, dessen Wachstumszyklus durch vertikalen bodenlosen Anbau und künstliche Lichtsteuerung auf nur 75 Tage verkürzt wurde. Das Wüstengewächshausprojekt in der Shawan-Oase in Xinjiang verfügt über 2.100 Einheiten, die jährlich etwa 19.000 Tonnen Gemüse und Obst in mehr als 30 Sorten produzieren können.

„Die Expansionsrate ist in China am dramatischsten, aber der Anstieg ist ein globales Phänomen“, sagt Tong. In Indien zum Beispiel wächst der Unterglas-Gartenbau jährlich um mehr als 6 %. Die indische Regierung fördert dieses Wachstum durch Subventionen im Rahmen der National Horticulture Mission, welche bis zu 50 % der Gründungskosten abdeckt.

Die Metrolina Greenhouses in Huntersville, North Carolina, umfassen 720.000 m² beheizte Innenanbaufläche und sind damit das größte beheizte Gewächshaus an einem Standort in den Vereinigten Staaten.

In Spanien baute Novagric die größten Einzelmodul-Gewächshäuser für den Anbau von ertragreichen Tomatenpflanzen. Die Produktion stieg von 21 Kilogramm Tomaten pro Quadratmeter auf einen Rekord von 30 Kilogramm Kirschtomaten, und es wird erwartet, dass der Ertrag weiter steigt.

Man braucht keinen Doktortitel, um den Schein zu durchschauen. Fragen Sie sich selbst: Wenn CO₂ so schädlich ist, warum pumpen Landwirte es dann in Gewächshäuser? Warum brechen die Ernteerträge bei steigenden CO₂-Werten Rekorde? Die Antworten liegen in der Biologie, nicht in der Ideologie.

Pflanzen haben sich entwickelt, als die CO₂-Werte fünfmal höher waren als heute. Die CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stellen das Kohlendioxid wieder her, das der Atmosphäre entzogen wurde, als Kohle, Erdöl und Erdgas vor Millionen von Jahren aus den Überresten von Flora und Fauna in Sümpfen und Meeren gebildet worden waren. Ein Mangel an atmosphärischem Kohlendioxid wird behoben.

In der Zwischenzeit wird die Treibhauslandwirtschaft, die mit diesem lebensspendenden Molekül betrieben wird, Teil einer vielversprechenden Zukunft ohne Hunger sein.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. 

This commentary was first published at CO₂ Coalition June 26, 2025.

Link: https://cornwallalliance.org/CO₂-sustains-greenhouse-farming-revolution/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Die Energie-Strategie von Louisiana weist den Weg

Chris Talgo

Eines der wichtigsten Merkmale des amerikanischen Systems ist, dass die Bundesstaaten, oder „die Laboratorien der Demokratie“, wie es der Richter am Obersten Gerichtshof Louis Brandeis formulierte, über ein beträchtliches Maß an Autonomie verfügen und daher als Testgelände für eine Vielzahl von Maßnahmen dienen können.

Dieses Attribut, das es in vielen Ländern nicht gibt, ist ein wesentliches Merkmal der Vereinigten Staaten.

Wie alle Dinge hat auch diese Eigenschaft ihre Vor- und Nachteile. Einerseits ermöglicht sie ständige Innovation und verhindert Zentralisierung. Andererseits kann es zu Chaos und einem Wettlauf nach unten führen, bei dem Staaten wie Kalifornien ihren wirtschaftlichen und politischen Einfluss nutzen, um belastende Vorschriften zu erlassen, die andere Staaten befolgen müssen.

In den letzten Jahren haben mehrere Staaten sehr unterschiedliche Ansätze in der Energiepolitik verfolgt.

Einige, wie der Golden State [Kalifornien], haben sich schon früh für den so genannten grünen Wandel eingesetzt. Dabei haben sie unglaublich komplexe Umweltvorschriften geschaffen, die das Wirtschaftswachstum bremsen. Kalifornien und viele andere Staaten haben auch auf Wind- und Solarenergie gesetzt und gleichzeitig perfekt funktionierende Kohle- und Kernkraftwerke vorzeitig stillgelegt.

Am anderen Ende des Spektrums steht Louisiana.

Kürzlich unterzeichnete der republikanische Gouverneur von Louisiana Jeff Landry den wegweisenden Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act (ARCESA).

Das Gesetz, das Erdgas korrekt als saubere Energiequelle definiert, wird voraussichtlich mehr als 300.000 Arbeitsplätze im Bundesstaat schaffen.

Darüber hinaus bietet das Gesetz „Transparenz für die Steuerzahler“, „gewährleistet die Gleichbehandlung aller Energiequellen, die zur Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit des Netzes beitragen“, „verbietet die Verwendung von Lieferketten, in denen Kinder- oder Sklavenarbeit vorkommt – wie die, die in China eingekauft wurden“, und „stärkt Louisianas Energiezukunft, indem es erschwinglichen, zuverlässigen und im Bundesstaat abrufbaren Strom aus Quellen wie Erdgas und Kernkraft in den Vordergrund stellt.“

Landry hat Recht, wenn er sagt, dass dieses Gesetz „die Bühne für eine Energie-Renaissance bereitet – nicht nur hier, sondern in ganz Amerika.“

Kurz gesagt, ARCESA ist das amerikanischste, vernünftigste Energiegesetz der letzten Jahre. Es stellt auch einen dringend benötigten und längst überfälligen Vorstoß der Bundesstaaten gegen die Klimaalarmisten dar, die wild entschlossen sind, amerikanische Energie unerschwinglich und unzuverlässig zu machen.

Trotz jahrelanger staatlicher Subventionen können Solar- und Windenergie nicht genug Grundlaststrom erzeugen, um die Nachfrage zu decken. Dies ist keine bloße Spekulation, sondern beruht auf empirischen Erkenntnissen.

Wie die American Energy Alliance feststellt, „sind die Stromausfälle in den Vereinigten Staaten in den letzten fünf Jahren um 93 Prozent gestiegen – in einer Zeit, in der die Solar- und Windenergie um 60 Prozent zugenommen hat. Texas, das bei der Windenergieerzeugung landesweit führend ist, und Kalifornien, das bei der Solarenergieerzeugung landesweit führend ist, hatten in diesen fünf Jahren landesweit die meisten Stromausfälle zu verzeichnen.“

Ich hoffe, dass mehr Staaten dem Beispiel Louisianas folgen, denn wir alle wollen und brauchen bezahlbare, zuverlässige und saubere Energie.

Chris Talgo is the editorial director at The Heartland Institute/InsideSources

Link: https://www.bostonherald.com/2025/07/13/talgo-louisianas-energy-strategy-shows-the-way/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Wenn man mal den üblichen US-Nationalismus weglässt, gilt das natürlich für alle Länder der Welt – auch und vor allem unser Land.

 




Hitzewellen 2025

Fernando del Pino Calvo Sotelo

Es ist schon zu einer Art Tradition geworden, mitten in einer sommerlichen Hitzewelle einen Artikel über den Klimawandel unter diesem Titel zu veröffentlichen. Es ist unsere Art, mit einer Prise Ironie gegen die übliche Klima-Alarmismus-Kampagne anzukämpfen, die im Winter einen Winterschlaf hält wie ein Bär, um dann jeden Sommer unter Ausnutzung der Hitzewellen der Saison (Sommer: „die heißeste Zeit des Jahres“) mit aller Macht wieder aufzutauchen.

Kreativität war noch nie der Kern der Klima-Ideologie, daher sind die Schlagworte bereits bekannt: Rekordtemperaturen, verheerende Waldbrände, Krankheiten übertragende Insekten, die ohne den Klimawandel nie aufgetaucht wären… kurzum, eine Aneinanderreihung von Unglücksfällen. Die Farbskala auf den Wetterkarten setzt ihre alarmistische Entwicklung fort: Von Blau, Orange und Rot ist sie zu einer Konstellation von Rottönen übergegangen, deren dunkelste Schattierungen praktisch braun sind.

Auch die Meerestemperaturen bleiben nicht verschont. Sommer für Sommer veröffentlichen die Medien den gleichen Artikel mit gefälschten Daten: Das Mittelmeer „kocht“. In Wirklichkeit ist es gar nicht so einfach, die Temperatur einer Flüssigkeit zu messen, die allen möglichen horizontalen und vertikalen Strömungen ausgesetzt ist und ein so großes Volumen hat. Die beste Schätzung liefert das Argo-Bojensystem, das erst seit etwa 20 Jahren zur Verfügung steht und demzufolge die Erwärmung des Mittelmeers (0-700 m Tiefe) 0,04 °C pro Jahr (4 Hundertstel Grad Celsius) beträgt [1]. Wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetzt, würde dies in einem Jahrzehnt eine Erwärmung von 0,4°C (vier Zehntel Grad Celsius) bedeuten, eine Zahl, die für Meereslebewesen oder Menschen absolut nicht wahrnehmbar ist. Viel Spaß beim Schwimmen!

Ein schlechtes Jahr für die Klima-Ideologie

In diesem Jahr sieht es für die Propagandisten des Klimawandels jedoch düster aus. Der Stromausfall im April hat die Unsinnigkeit und die Gefahr der Besessenheit mit grüner Energie deutlich gemacht, die unstetig, teuer und ineffizient ist. Auch die Dürre in Spanien, immer wieder als Klimaslogan benutzt, endete, ohne dass die AEMET (Spanische Meteorologische Agentur) in der Lage gewesen wäre, ihren Beginn oder ihr Ende vorherzusagen. So war der März 2025 als Höhepunkt der Niederschläge, die im letzten Herbst begannen, der drittniederschlagsreichste März seit 1961.

Bevor ich auf das Thema eingehe, möchte ich zunächst die guten Klimanachrichten verkünden, die normale Menschen glücklich machen und diejenigen verärgern, die vom Klimaalarmismus und ihren armen, gehirngewaschenen Opfern leben. In der Tat wurden in diesem Jahr einige interessante Studien veröffentlicht, welche die Klimapropaganda weiter entlarven.

Kürzlich berichtete die Zeitschrift Science über eine paläoklimatische Rekonstruktion der Temperaturen, die zeigt, dass „es im größten Teil Europas im vorindustriellen Holozän wärmer und feuchter war als heute“ [2]. In der Studie wird dies auf Schwankungen der Sonneneinstrahlung zurückgeführt, was von der Klimaideologie ignoriert wird, die von dem wunderbaren Gas CO₂ besessen ist, ohne das es kein Leben auf unserem Planeten gäbe. Darüber hinaus fördert der Anstieg von CO₂, der Hauptnahrungsquelle für Pflanzen, deren Wachstum: pro 100 ppm (0,01 %) CO₂-Anstieg steigt die pflanzliche Nahrungsmittelproduktion um 40 % [3].

Andererseits zeigt der jüngste Bericht des dänischen meteorologischen Instituts, das Grönland abdeckt (vorläufig, so Trump), dass die Temperaturen im westlichen Teil der Insel heute denen von vor fast einem Jahrhundert sehr ähnlich sind [4]:

Eine andere, vor einigen Monaten veröffentlichte Studie bestätigte, dass sich „der Verlust des arktischen Meereises in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich verlangsamt hat und die Ausdehnung des Meereises im September seit 2005 nicht mehr statistisch signifikant zurückgegangen ist“ [5]. Es sei daran erinnert, dass das arktische Eis quantitativ gesehen ziemlich irrelevant ist, da es nur 0,07 % des Eises auf der Erde ausmacht. Da es im Ozean schwimmt, hätte sein mögliches Schmelzen keinen Einfluss auf den Meeresspiegel (Archimedisches Prinzip).

Die wirklich relevante Eismasse auf dem Planeten (1.250 Mal größer als die der Arktis) befindet sich in der Antarktis, aber da die Eiskappe dort eine durchschnittliche Dicke von mehr als 2 km hat und durch eine durchschnittliche Lufttemperatur von -55 ºC (ja, unter Null) geschützt ist, scheint es, dass wir ruhig schlafen können. Tatsächlich hat die Antarktis eines der stabilsten Klimata der Erde, und ihre Temperatur ist seit Beginn der Aufzeichnungen konstant geblieben. Eine in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie deutet sogar darauf hin, dass die Temperatur auf dem Kontinent vor rund 1 000 Jahren (während der mittelalterlichen Warmzeit) höher lag als heute [6].

Zurück zum AEMET

In meinem vorangegangenen Artikel über den Klimawandel habe ich ausführlich aus dem Werk von Ignacio Font (1914-2003) zitiert, einem der angesehensten spanischen Meteorologen des 20. Jahrhunderts, der nach fast einem halben Jahrhundert auf diesem Gebiet, zunächst beim Nationalen Meteorologischen Dienst und dann beim Nationalen Institut für Meteorologie (heute AEMET), dem er später vorstand, in seinem großartigen Werk Climatologia de España y Portugal (Klimatologie Spaniens und Portugals) einen Anhang hinterlassen hat, der von großem Wert ist, um zu verstehen, warum das Problem der Klimavorhersage „unlösbar ist“ [7]. Damals war die AEMET noch nicht die Propaganda-Agentur, die sie heute ist, sondern eine seriöse wissenschaftliche Einrichtung.

In der genannten Arbeit hat Font den Mythos der unzuverlässigen mathematischen Modelle zur Klimavorhersage und die Anmaßung von Wissenschaftlern demontiert, die nur ein „prekäres“ Wissen über ein komplexes und multifaktorielles Problem wie das Klima haben. Dieses Thema ist von enormer Bedeutung, da diese Modelle die Grundlage für die Propaganda rund um die Ideologie des Klimawandels bilden, die in unserer szientistischen Gesellschaft den perfekten Nährboden gefunden hat, um als Wissenschaft auszugeben, was nichts anderes als Science Fiction ist, und um Scharlatane, die sich zweifelhaften Interessen (einschließlich ihrer eigenen) verschrieben haben, als ernsthafte Wissenschaftler auszugeben.

Man könnte meinen, dass die Schlussfolgerungen von Font, die im Jahr 2000 verfasst worden und damals völlig orthodox waren, ein Vierteljahrhundert später überholt wären. Dies ist jedoch nicht der Fall. In einem langen Artikel aus dem Jahr 2023 äußern Richard Lindzen, promovierter Harvard-Absolvent und 30 Jahre lang Professor für Atmosphärenforschung am MIT (jetzt emeritiert), und sein Kollege William Happer, emeritierter Physikprofessor an der Princeton University, dieselben Bedenken wie Font damals [8].

Der Artikel von Lindzen und Happer kritisiert zunächst die Politik der Null-CO₂-Emissionen und bezeichnet sie als „katastrophal für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt“, da sie „stickstoffbasierte Düngemittel eliminieren würde, die für die Ernährung der Hälfte der Menschheit unerlässlich sind, wodurch die Menge an Nahrungsmitteln auf der Welt verringert würde, insbesondere in den Gebieten, die am anfälligsten für Dürren sind, und die zuverlässigste, effizienteste und billigste Energiequelle eliminiert würde.“ Das ist es, was Font als „Zusammenbruch der Weltwirtschaft“ zusammenfasst.

Die zweite Gemeinsamkeit von Lindzen und Happer mit Font ist die Kritik an den mathematischen Modellen, die versuchen, das Klima vorherzusagen, und deren Ergebnisse den Medien als Prophezeiungen präsentiert werden, die sich unweigerlich erfüllen. Lindzen zitiert in diesem Zusammenhang andere renommierte Atmosphärenphysiker wie Christy und Koonin, die den Nagel auf den Kopf treffen: Die Vorhersagen der Modelle versagen, wenn sie mit den tatsächlichen Beobachtungen verglichen werden. Daher „sind sie als Klimaprognosen ungeeignet“. Font nannte dies „das unlösbare Problem der Klimavorhersage“.

Wie bereits erwähnt gilt: Je komplexer das Modell, desto schlechter seine Vorhersagekraft. In diesem Zusammenhang stellen Lindzen und Happer fest, dass „eines der überraschendsten Probleme“ darin besteht, dass die neuesten Modelle (die im AR6 des IPCC verwendet wurden) „tatsächlich unsicherer sind als die vorherigen“.

Font beschreibt in seinem Buch auch die vielen komplexen Faktoren, die das Klima unseres Planeten langfristig beeinflussen, von denen CO₂ nur einer ist. Lindzen und Happer gehen noch weiter und weisen darauf hin, dass paläoklimatische Beweise zwei sehr relevante Tatsachen zeigen.

Erstens ist der heutige CO₂-Gehalt in der Atmosphäre einer der niedrigsten in den letzten 600 Millionen Jahren. In diesem Zeitraum reichte die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre von einem Minimum von 0,02 % (unter 0,015 % gibt es kein pflanzliches Leben) bis zu einem Maximum von 0,7 %. Heute liegt er bei 0,04 % (fast 20-mal unter dem Höchstwert), ein Wert, der nur knapp über der Überlebensschwelle liegt, unter der es aufgrund von Nahrungsmangel kein pflanzliches oder menschliches Leben mehr geben würde. In diesem Sinne ist der Anstieg des CO₂ positiv und beruhigend.

CO steuert nicht die Temperatur des Planeten

Das zweite Element ist, dass die paläoklimatischen Belege – mit allen Einschränkungen – eine umgekehrte Beziehung zwischen CO₂ und Temperatur zu bestimmten Zeiten zeigen. Als die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre am höchsten war, lagen die globalen Temperaturen nahe ihrem Tiefststand. Zu anderen Zeiten in der Erdgeschichte stieg CO₂ in der Regel etwa 800 Jahre nach dem Temperaturanstieg. Dies würde auf eine zeitliche Korrelation hindeuten, die der von der Ideologie des Klimawandels behaupteten entgegengesetzt ist, d. h., dass der Temperaturanstieg fast ein Jahrtausend später einen Anstieg des CO₂ verursachen würde und nicht umgekehrt. Daher „stützen weder zeitgenössische Beobachtungen noch geologische Aufzeichnungen die Behauptung, dass CO₂ das steuernde Element des Erdklimas ist.“

Der IPCC selbst hat in seinem ersten Bericht (AR1, 1990) Temperaturdiagramme auf verschiedenen Zeitskalen beigefügt, die deutlich zeigen, dass die Temperatur auf der Erde deutlich höher lag als am Ende des 20. Jahrhunderts, obwohl die CO₂-Konzentrationen minimal waren [9]. Das erste Diagramm (ca. die letzten 10.000 Jahre) zeigt eindeutig das holozäne Maximum, während das zweite (ca. von 1000 n. Chr. bis heute) eindeutig die mittelalterliche Warmzeit zeigt, auf die aus noch unbekannten Gründen die kleine Eiszeit (ca. 1350-1850) folgte, von der wir uns glücklicherweise gerade erholen:

Diese letzte IPCC-Grafik wurde zwanzig Jahre später in einer bekannten Studie über die Temperaturen in der nördlichen Hemisphäre bestätigt (Ljungqvist, 2010) [10]:

Lindzen und Happer stimmen mit Font auch in zwei weiteren Punkten überein. Der erste ist, dass die globale Erwärmung, ob sie nun durch einen Anstieg der Treibhausgase verursacht wird oder nicht, in jedem Fall „gering und harmlos“ wäre, da die Geschichte zeigt, dass Perioden mit um einige Grad Celsius höheren Temperaturen „gut für die Menschheit waren“.

COSättigung

Der zweite Aspekt ist die so genannte „CO₂-Sättigung“, d. h. die Tatsache, dass CO₂ bei höheren Konzentrationen als Treibhausgas weniger wirksam wird: „Jede Erhöhung der atmosphärischen Konzentration um 50 ppm (0,005 %) bewirkt eine immer geringere Änderung des Strahlungsantriebs oder der Temperatur, so dass eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre (von 400 ppm auf 800 ppm) nur noch eine sehr geringe Erwärmung bewirkt. Dieses Sättigungsphänomen würde erklären, warum die Erdtemperaturen bei CO₂-Konzentrationen, die 10- und 20-mal höher waren als heute, nicht katastrophal hoch waren“. Font stellte die gleiche Behauptung auf: „Selbst wenn die Treibhausgas-Emissionen weiter zunehmen, wird die Erwärmung eine Grenze haben, und wenn diese erreicht ist (…) würde die globale Durchschnittstemperatur konstant bleiben, unabhängig von einem weiteren Anstieg der Konzentration dieser Gase“.

Schließlich stimmen Lindzen und Happer auch mit Font überein, was die Bedeutung der Wolken und die Schwierigkeit eines „komplexen und multifaktoriellen Systems“ wie des Klimas betrifft, das Lindzen zusammenfassend als „ein System, das aus zwei turbulenten Flüssigkeiten besteht, die miteinander interagieren (die Atmosphäre und die Ozeane) auf einem rotierenden, von der Sonne aufgeheizten Planeten“ bezeichnet.

Als die AEMET noch eine seriöse wissenschaftliche Einrichtung war und nicht eine Propaganda-Agentur konnte sie Wissenschaftler vom Kaliber eines Font hervorbringen. Das heute zu erwarten ist unmöglich.

Genießen Sie die sommerlich warmen Temperaturen, die wir im Winter so sehr vermissen, Ihre zuverlässigen und effizienten Autos mit fossilen Brennstoffen, die eine große Reichweite haben, und die gemütlichen Sommergrillabende. Ohne Schuldgefühle.

[1] Frontiers | Heat content and temperature trends in the Mediterranean Sea as derived from Argo float data
[2] Tree-ring stable isotopes from the European Alps reveal long-term summer drying over the Holocene
[3] MonetaryBenefitsofRisingCO₂onGlobalFoodProduction.pdf
[4] Greenland Temperature Updates – Watts Up With That?
[5] Surprising, but not unexpected, multi-decadal pause in Arctic sea ice loss
[6] A warming pulse in the Antarctic continent changed the landscape during the Middle Ages | Communications Earth & Environment
[7] https://www.fpcs.es/en/failed-forecasts/
[8] Happer-Lindzen-EPA-Power-Plants-2023-07-19.pdf
[9] ipcc_far_wg_I_chapter_07.pdf
[10] A NEW RECONSTRUCTION OF TEMPERATURE VARIABILITY IN THE EXTRA-TROPICAL NORTHERN HEMISPHERE DURING THE LAST TWO MILLENNIA on JSTOR

Link: https://www.fpcs.es/en/heat-waves-2025/ via CLINTEL

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen aus Klima und Energie – Ausgabe 25 / 2025

Meldung vom 17. Juli 2025:

Antarktis: Die Hysterie um den Thwaites-Gletscher

In den Medien wird der Thwaites-Gletscher in der Antarktis wieder hochgejubelt, wird er doch als „wichtigster“ Gletscher der Welt bezeichnet, als ‚riskantester‘ Gletscher, als „Gletscher des Jüngsten Gerichts“, und es wird behauptet, dass er Städte überfluten könnte, wenn er zusammenbricht. Aber die Zahlen stützen die Hysterie nicht.

Den Daten zufolge trägt der Thwaites-Gletscher nur 0,18 mm pro Jahr zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Bei dieser Rate würde es über 3.000 Jahre dauern, bis der schlimmste Fall eines Anstiegs von 65 cm erreicht ist. Und selbst die absurdesten Modelle sagen keinen Kollaps in diesem Jahrhundert voraus.

Schelfeis bricht ständig und kalbt. Das ist völlig normal. Das subglaziale Terrain unter dem Thwaites-Gletscher ist zerklüftet und weist Grate auf, die den Rückzug verlangsamen. Sein Zusammenbruch ist nicht unausweichlich, und selbst wenn die Front aufbricht, bedeutet das nicht, dass sie sich unkontrolliert auflöst.

Das Etikett „Weltuntergang“ ist nicht wissenschaftlich – es ist Effekthascherei.

Quelle: news.com.au

Die Medien verweisen auch auf das geringe antarktische Meereis als Beweis für die Krise. In Wirklichkeit hat das antarktische Meereis von 1979 bis 2015 zugenommen. Kurzfristige Rückgänge wie 2023 hängen mit Ozeanmustern und Winden zusammen, nicht mit Kohlendioxid.

Die Behauptung von den untergehenden Inseln ist ebenso wackelig. Studien zeigen, dass Orte wie Tuvalu und Kiribati an Landfläche gewonnen haben. Korallenatolle sind von Natur aus widerstandsfähig und passen sich mit der Zeit an.

Der Meeresspiegelanstieg ist langsam, natürlich und lokal unterschiedlich. Seit dem Ende der letzten Eiszeit – lange vor den heutigen Emissionen – ist der Meeresspiegel leicht gestiegen. Lokale Faktoren wie Landhebung, Absenkung, Meeresströmungen und Sedimentzufuhr spielen oft eine größere Rolle als globale Trends.

All dies auf CO₂ zu schieben, lässt wichtige Faktoren außer Acht.

Insgesamt kühlt die Antarktis ab. Vor allem die Ostantarktis. Nur vereinzelte Teile der Westantarktis – wie die Küste der Amundsen-See – haben sich leicht erwärmt, aber das ist eher auf Meeresströmungen und vulkanische Wärme unter dem Eis zurückzuführen als auf die globalen Lufttemperaturen.

Es ist kein Kollaps im Gange. Für Australien ist keine Flut im Anmarsch. Nur eine weitere Runde angstgetriebener Schlagzeilen, die von den Daten losgelöst sind.

Link: https://electroverse.substack.com/p/united-states-36f-below-average-thwaites?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Zwei Meldungen vom 18. Juli 2025:

Der Nordatlantik kühlt sich ab

Neue Studie in Weather and Climate Extremes: Der Nordatlantik kühlt sich seit fast 30 Jahren ab.

Der Nordatlantik treibt die AMOC (Atlantic Meridional Overturning Circulation) an, beeinflusst die Jetstreams und die Nordatlantische Oszillation (NAO), welche das Wetter in der nördlichen Hemisphäre bestimmt.

Die Meerestemperaturen des Nordatlantiks sind seit Mitte der 1990er Jahre zurückgegangen, und der Wärmeinhalt des Ozeans – ein tieferes Maß für die gespeicherte Energie – ist seit Anfang der 2000er Jahre gesunken.

Die Studie ergab, dass die Abkühlung des Nordatlantiks eine Schlüsselrolle bei der Unterdrückung sommerlicher Hitzewellen in Südkorea zwischen den späten 1990er und frühen 2010er Jahren spielte. Während dieses Zeitraums schwächte sich die NAO ab und wurde ungewöhnlich stabil. Diese Stabilität störte die üblichen planetarischen Wellenmuster, welche die Wärme von Westen nach Osten transportieren, und verhinderte so, dass die Hitze Ostasien erreichte.

Nach 2013 gewann die NAO jedoch wieder an Stärke und Variabilität. Infolgedessen kehrten die Hitzewellen nach Korea zurück – der Nordatlantik blieb jedoch kühl. Die erneute Wellenaktivität wurde durch andere Klimaprozesse verursacht, die die Abkühlung der Meere überlagerten (z. B. Verschiebungen in der Zirkulation in der oberen Atmosphäre). Diese zusammenwirkenden Faktoren veränderten den Jetstream und sorgten dafür, dass die Wärme trotz der anhaltenden Abkühlung des Atlantiks wieder nach Ostasien gelangte.

Die Ergebnisse zeigen, dass das Klimasystem von natürlichen Schwankungen und nicht von Treibhausgasen bestimmt wird.

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Erwärmungs-Stillstand in Australien

Trotz all der alarmistischen Modelle, der Rhetorik und der Nachbearbeitungsgymnastik des BOM weigert sich die australische Witterung mitzuspielen.

Von 2012 bis 2025 ist es auf dem Kontinent nicht wärmer geworden – eine flache Linie bei den 12-Monats-Mitteltemperaturen an der Oberfläche, obwohl die Kohlendioxidwerte am Mauna Loa um mehr als 30 ppm gestiegen sind.

Die schwarze Linie – die die angepassten, homogenisierten, von der BOM sanktionierten ACORN 2.5-Temperaturen Australiens darstellt – ist seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gestiegen. Die grüne Linie – CO₂, der angebliche planetarische Thermostat- steigt mit religiöser Beständigkeit.

Doch die erwartete thermische Reaktion bleibt völlig aus.

Die Klimaschützer suchen nach Ausreden: Maskierung durch Aerosole, Rückgang der schwefelproduzierenden Schiffe oder statistisches Rauschen. Doch die wahre Geschichte ist einfacher: Das Klimasystem ist komplexer und chaotischer, als man uns glauben macht, und es reagiert überhaupt nicht auf CO₂.

Der ACORN-Datensatz des Bureau of Meteorology wurde wiederholt überarbeitet, wobei die Vergangenheit immer kälter und die Gegenwart immer wärmer gemacht wurde. Doch trotz dieser Korrekturen weigert sich die Erwärmung, sich zu manifestieren. Trotz der besten Buchhaltungstricks des BOM ist es in Australien in den letzten 12 Jahren nicht wärmer geworden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-sweeps-parts-of-the-us?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




ENTHÜLLT: Von Climategate zum Gerichtssaal – Wie Klimaaktivisten die Justiz zu kapern versuchen

Anthony Watts

Lassen Sie uns kein Blatt vor den Mund nehmen: Was in diesem Fox News-Exposé „Unearthed chat sheds light on cozy ties between judges, climate activists, raising ethical concerns“ [etwa: Unbekanntes Gespräch wirft Licht auf vertraute Beziehungen zwischen Richtern und Klimaaktivisten und wirft ethische Bedenken auf] ans Tageslicht gekommen ist, ist nichts weniger als eine Blaupause dafür, wie Klimaaktivisten versucht haben, die amerikanische Justiz still und leise zu „erobern“, und zwar in einem Stil, der stark an die berüchtigte Climategate-Affäre von 2009 erinnert, über die wir hier auf dieser Website zuerst berichtet hatten. Wenn Climategate die Entlarvung von isoliertem Gruppendenken, Manipulation und Daten-Gatekeeping in der wissenschaftlichen Gemeinschaft war, so ist das, was wir hier sehen, die systematische Anwendung dieser Taktiken – dieses Mal mit Blick auf die Richter, die letztlich über Klima-relevante Klagen entscheiden.

Im Mittelpunkt dieses jüngsten Skandals steht das Climate Judiciary Project (CJP), eine Initiative, die 2018 vom Environmental Law Institute (ELI) ins Leben gerufen worden ist – selbbst eine linke Non-Profit-Organisation, die mit Geldern von Aktivisten überschwemmt wird, von denen einige angeblich nach China zurückverfolgt werden können. Die Aufgabe des CJP? „Maßgebliche, objektive und vertrauenswürdige Aufklärung über die Klimawissenschaft, die Auswirkungen des Klimawandels und die Art und Weise, wie die Klimawissenschaft im Recht auftaucht“. In der Praxis bedeutet dies, dass Richter in aller Stille über das „Konsens“-Klimanarrativ unterrichtet und darauf vorbereitet werden, kreativen aktivistischen Rechtsstreitigkeiten gegenüber wohlwollend zu sein – und siehe da, die gleichen Geldgeber finanzieren dann die Klagen, die vor diesen frisch indoktrinierten Richtern landen.

Senator Ted Cruz formulierte es treffend: „Das ist so, als würde man die Spieler für das Spiel bezahlen und den Schiedsrichter dafür, dass er das Spiel so leitet, wie man es will“.

Der Artikel beschreibt die Vorgehensweise: Im September 2022 startete das CJP einen „Listserv“ – eine E-Mail-Gruppe mit direkter, kontinuierlicher Kommunikation zwischen CJP-Führern und Richtern im ganzen Land. Im Juli 2024 waren es bereits 29 Mitglieder, darunter mindestens fünf amtierende Richter. Das Forum mit dem harmlosen Namen „Judicial Leaders in Climate Science“ (Richterliche Führungskräfte in der Klimawissenschaft) beinhaltete den privaten Austausch von Klimaklagen, Glückwunschnachrichten für Siege von Aktivisten und Anleitungen für andere Richter, wie sie ähnliche Programme in ihren Staaten durchführen können.

Ein Richter aus Delaware stellte sogar einen privaten YouTube-Link zu einer Präsentation ein, in der er schwindelerregend vorhersagte, dass Klimaklagen eines Tages die Kraftstoffindustrie in den Bankrott treiben könnten, mit der ausdrücklichen Warnung: „Bitte nicht ohne Rücksprache mit mir weiterleiten oder verwenden. Ich vermute, das versteht sich von selbst, aber die Mächtigen werden glücklicher sein, dass ich es gesagt habe.“ Die kumpelhafte Dynamik hinter verschlossenen Türen ist offensichtlich – und bezeichnend.

Das ist nichts anderes als Indoktrination, die sich als Bildung tarnt. Das CJP und seine Verteidiger bestehen natürlich darauf, dass ihr Zweck rein pädagogisch und objektiv ist. Sie behaupten, ihr Lehrplan sei „faktenbasiert und wissenschaftlich fundiert, basiert auf Konsensberichten und wurde in einem soliden Peer-Review-Verfahren entwickelt“. Aber seien wir ehrlich: Was als neutrale „Klimabildung“ ausgegeben wird, ist stark darauf ausgerichtet, ein bestimmtes Weltbild zu stärken, indem die schlimmsten Klimaszenarien als anerkannte Wissenschaft dargestellt werden und jede abweichende Meinung oder Nuance als Ketzerei dargestellt wird. Das Programm ermutigte die Richter sogar, die vorgefertigten Kurse „Klimawissenschaft 101“ und „Klimaprozess 101“ von CJP zu absolvieren und Feedback zu senden, um sie noch effektiver zu machen.

[Hervorhebung im Original]

Dabei gibt es einen ausgesprochen unschönen Aspekt: Die Leute, welche die Richter ausbilden, sind oft auch an der Ausarbeitung und Argumentation der Klagen beteiligt, die vor eben diesen Richtern verhandelt werden. Zu den „Experten“ des ELI und des CJP gehören Universitätsprofessoren und Anwälte, die zahlreiche Amicus-Briefe in Klimaprozessen eingereicht haben. Das Potenzial für Voreingenommenheit ist nicht nur vorhanden – es ist der springende Punkt.

Beschönigen wir es nicht: Was wir hier erleben, ist ein Versuch, nicht nur eine günstige Berichterstattung in der Presse oder in der Wissenschaft zu kaufen, sondern auch das Regelwerk und die Schiedsrichter selbst. Im Gefolge von Climategate haben wir gesehen, wie ein enger Kreis von Aktivisten den wissenschaftlichen Prozess verzerren kann, indem er abweichende Stimmen ausschließt und einen Konsens herstellt. Jetzt werden dieselben Methoden – Gatekeeping, Erzählkontrolle, selektive Weitergabe von „Beweisen“ – in einer Kampagne durch die Hintertür angewandt, um sicherzustellen, dass die Richter nur die „richtige“ Art von Klimawissenschaft und Prozesslogik zu hören bekommen.

Diese Methode könnte man als „Kaperung der Justiz“ bezeichnen, und Senator Cruz hat völlig zu Recht die Alarmglocken läuten lassen. Das Programm des CJP ist alles andere als eine harmlose Weiterbildungsmaßnahme, sondern eine systematische Kampagne, um Richter dazu zu bringen, „die Rechtsstaatlichkeit beiseite zu lassen und stattdessen nach einem vorgegebenen politischen Narrativ zu entscheiden“.

Die Parallelen zu Climategate sind frappierend:

Verschwiegenheit: Beide Skandale stützten sich auf private Kommunikationskanäle – E-Mail-Server, Listservs oder „Chats“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Durchsetzung des Konsens‘: Abweichende Stimmen werden unterdrückt, und nur die Parteilinie wird bestätigt.

Manipulation des Prozesses: Bei Climategate waren es Peer-Reviews und die Vergabe von Zuschüssen; hier ist es der Prozess der juristischen Ausbildung.

Verharmlosung von Voreingenommenheit: In beiden Fällen bestehen die Organisatoren darauf, dass ihre Motive objektiv sind, aber die Ergebnisse und Anreize sind es ganz offensichtlich nicht.

In dem Artikel wird hervorgehoben, dass sogar einige Richter ihr Unbehagen über die ethischen Implikationen zum Ausdruck brachten. Im Jahr 2019 wurde ein Bundesrichter, der auf eine Einladung zu einem ELI-Klimaseminar mit „reply all“ antwortete, von seinen Kollegen gerügt, von denen einige dies als Verstoß gegen die Berufsethik betrachteten. Andere sagten vorhersehbar, dass es hier nichts zu sehen gäbe. Doch wie Zack Smith, Senior Legal Fellow der Heritage Foundation, betont, ist der Trend, Richter über brisante Themen zu informieren, über die sie später den Vorsitz führen werden, an sich schon eine Einladung zur Voreingenommenheit und eine Verletzung der Unparteilichkeit.

Und dies geschieht nicht in einem Vakuum. Die Zunahme von Klimaprozessen in den letzten Jahren – einschließlich millionenschwerer Klagen gegen Ölfirmen und Bundesbehörden – fiel mit der verstärkten Schulung und Vernetzung von Richtern durch die CJP zusammen. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt.

Das CJP behauptet, dass sein Lehrplan mit „robuster Peer Review“ entwickelt wird und „den höchsten wissenschaftlichen Standards entspricht“. Wo haben wir das schon einmal gehört? Der gleiche Schwachsinn wurde verwendet, um die E-Mails und Manipulationen zu verteidigen, die im Rahmen von Climategate aufgedeckt worden waren – bis klar wurde, dass der Prozess alles andere als offen und objektiv war.

Die Realität ist, dass die so genannte „Konsenswissenschaft“ zum Klimawandel genau das ist, was hier als Waffe eingesetzt wird. Das Material des CJP stützt sich stark auf Regierungsberichte, in denen betont wird, dass „die Auswirkungen des Klimawandels in allen Regionen der Vereinigten Staaten zu spüren sind und dass sich diese Auswirkungen mit jedem Bruchteil eines Grades zusätzlicher Erwärmung voraussichtlich noch verschlimmern werden“ – wobei die massiven Unsicherheiten, die Rolle der natürlichen Variabilität und die wechselvolle Geschichte gescheiterter Vorhersagen ignoriert werden.

Warum ist das wichtig? Weil, genau wie bei Climategate, der Schaden weit über ein einzelnes Forum oder einen Gruppenchat hinausgeht, wenn Prozesse korrumpiert werden und die Objektivität verloren geht. Gerichtsentscheidungen, die auf aktivistischer „Ausbildung“ beruhen, können zu massiven Geldstrafen, politischer Übervorteilung und einer weiteren Erosion des öffentlichen Vertrauens in die Wissenschaft und die Justiz führen. Und immer geschieht dies unter dem Deckmantel der Rettung des Planeten – ungeachtet der wirtschaftlichen oder menschlichen Kosten.

Das von Fox News aufgedeckte geheime Netzwerk ist kein isolierter Ausrutscher; es ist ein Merkmal, kein Fehler, im Spielbuch der Aktivisten. Wenn ein und dieselbe Gruppe von Klimapartisanen die Richter ausbilden, die Klagen koordinieren und dann die ganze Zeit über Neutralität behaupten kann, haben wir den Bereich der legitimen politischen Debatte weit hinter uns gelassen. Das ist die heimliche Vereinnahmung der Justiz.

Wenn uns Climategate etwas gelehrt hat, dann, dass Sonnenlicht immer noch das beste Desinfektionsmittel ist. Nur wenn wir diese Netzwerke aufdecken und Transparenz fordern, können wir hoffen, sowohl der Klimawissenschaft als auch den Gerichten einen gewissen Anschein von Integrität zurückzugeben.

Nennen wir es, was es ist: keine Bildung, sondern Indoktrination – ein Versuch, die Justiz zu kaufen, eine „Schulung“ nach der anderen hinter verschlossenen Türen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/18/exposed-from-climategate-to-courtroom-how-climate-activists-tip-the-scales-of-justice/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Es wird spannend sein zu verfolgen, wann – und ob überhaupt – etwas davon in den hiesigen MSM erscheint.