Kurzbeiträge zu neuen Forschungs-Ergebnissen aus Klima und Energie – Ausgabe 27 / 2025

Meldung vom 24. Juli 2025:

Net Zero in der EU: 100 Billionen (trillions) Euro für 0,08°C!

Der Netto-Null-Plan der EU wird bis 2050 jährlich über 3,3 Billionen Euro kosten – bis zum Ende des Jahrhunderts summiert sich das auf mehr als 100 Billionen Euro.

Was ist der Ertrag dieses monumentalen Opfers? Nach dem Klimamodell der Vereinten Nationen beträgt die Auswirkung derzeit null, bis 2050 0,02 °C und bis 2100 nur unbedeutende 0,08 °C. Mit anderen Worten: Niemand, der heute lebt, und auch nicht seine Enkelkinder, werden etwas davon bemerken.

Dennoch besteht Brüssel darauf, die ohnehin schon durch die weltweit höchsten Energiepreise geschwächte europäische Wirtschaft zu ruinieren, um diesen bedeutungslosen „Sieg“ zu erringen.

Das ist natürlich keine Klimapolitik. Es ist ein fortgesetzter Vermögenstransfer – einer, der normale Europäer kalt und pleite zurücklässt, während unvorstellbare Summen in die Hände von Politikern, ihren Freunden aus der Wirtschaft und den Drahtziehern an der Spitze fließen.

Wenn Sie glauben, dass es hier um die Rettung des Planeten oder der Schmetterlinge geht, haben Sie nicht aufgepasst.

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Eine Meldung vom 25. Juli 2025:

NASA-Daten sind „verschwunden“

Das Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA hat still und leise seinen gesamten Temperaturdatensatz der Version 2 (V2) entfernt.

Dies ist von Bedeutung, da V2 weniger „angepasste” Stationsdaten enthielt als die neueste Version 4 (V4) – sie war nicht ganz so geglättet, homogenisiert und an die Erzählung vom „immer wärmer werdenden Klima” angepasst worden.

Einige wenige Fragmente – zufällig archivierte Grafiken – sind im Internetarchiv erhalten geblieben, aber die zugrunde liegende Datenbank ist nicht mehr verfügbar. Zehntausende von Stationsaufzeichnungen sind von den Servern der NASA verschwunden. Sie haben einfach die Vergangenheit gelöscht.

Historische Temperaturdaten sollten unveränderlich sein. Stattdessen sind sie zu einem dynamischen Dokument geworden, das je nach Bedarf angepasst wird. Die Botschaft der NASA ist klar: Die Vergangenheit ist nicht das, was sie war. Sie ist das, was wir sagen, dass sie ist. Das Gleiche gilt für das BOM und das Met Office.

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Meldung vom 28. Juli 2025:

Globale Temperaturen sinken weiter

Die globalen Temperaturen sinken rapide.

Daten des NCEP – ein Produkt der NOAA, das globale Temperaturanomalien (2 Meter) im Vergleich zum WMO-Durchschnitt von 1981 bis 2010 erfasst – zeigen einen starken Rückgang von etwa 0,7 °C seit Beginn des Jahres 2025, eine massive Veränderung innerhalb weniger Monate:

Mit Blick auf die Zukunft zeigt die neueste NCEP-Analyse, dass sich dieser Abkühlungstrend (mindestens) bis Anfang August fortsetzen wird. Bis dahin wird die Abweichung von der Basislinie voraussichtlich nur noch 0,25 °C betragen – gegenüber etwa 0,9 °C zu Beginn des Jahres.

Das ist kein Ausrutscher. Es handelt sich um einen anhaltenden Rückgang, der fast drei Viertel dieser „globalen Erwärmungs”-Anomalie in nur sieben Monaten ausgleicht – eine unbequeme Realität, welche die Medien mit aller Kraft zu umgehen versuchen.

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Meldung vom 30. Juli 2025:

Neue Studie: Antarktis war im Mittelalter wärmer als heute

Forscher, die den Boulder Clay Glacier (Victoria Land, Ostantarktis) untersuchten, fanden Hinweise auf eine massive Schmelzperiode vor etwa 1.000 Jahren während der mittelalterlichen Warmzeit (MWP).

Mithilfe von Bodenradar und Eisbohrkernen entdeckten sie einen 4 Kilometer langen Schmelzwasserkanal, der sich tief in die Oberfläche des Gletschers eingegraben hatte, sowie eine deutliche Sedimentschicht, die durch fließendes Wasser abgelagert worden war. Die Radiokarbondatierung von im Gletscher begrabenem Moos ergab, dass dieses Ereignis vor etwa 900 bis 1.000 Jahren stattgefunden hatte. Teile der Ostantarktis waren damals warm genug, um fließendes Wasser zu erzeugen – nicht nur Oberflächenmatsch, sondern eine Schmelze, die stark genug war, um Kanäle durch das Grundgestein zu schneiden und den Gletscher umzuformen. Alarmisten sollten beachten: Die gleichen Gletscher schmelzen heute nicht.

[Hervorhebung im Original]

Die Autoren der Studie schreiben:

„Unter den derzeitigen klimatischen Bedingungen gibt es trotz einiger Auswirkungen des jüngsten Klimawandels keine Anzeichen für Schmelzwasser auf dem Boulder Clay Glacier, und die Oberfläche ist dauerhaft mit Schnee bedeckt.“

Dies ist ein vernichtender Schlag für die Vorstellung, dass die moderne Erwärmung „beispiellos“ sei.

Die mittelalterliche Warmzeit, einst weithin anerkannt, wurde vom IPCC systematisch heruntergespielt, seitdem sie durch die berüchtigte „Hockeyschläger“-Kurve abgeflacht worden war. Aber hier ist sie, konserviert im Eis der Ostantarktis: eine Erwärmungswelle, die groß genug war, um Schmelzwasser über eine der stabilsten, gefrorenen Landschaften des Planeten zu treiben – bei vorindustriellen CO₂-Werten von etwa 280 ppm.

Das bedeutet:

Die natürliche Klimavariabilität allein war in der Lage, die Antarktis weitaus stärker zu erwärmen, als wir es heute beobachten können.

• Die heutige Antarktis ist kälter als in Zeiten der jüngsten Vergangenheit (vor 900 bis 1.000 Jahren).

• Behauptungen, dass die letzten Jahrzehnte die „wärmsten seit 125.000 Jahren” seien, sind bestenfalls politische Rhetorik.

Die Ergebnisse dieser Studie werden es nicht in die Abendnachrichten schaffen, da sie die sorgfältig kuratierte Geschichte der Klima-Außergewöhnlichkeit auf den Kopf stellen. Der Weltklimarat (IPCC) hat sein Narrativ aufgebaut, indem er historische Extreme – Megadürren, vergangene Warmzeiten, massive natürliche Schwankungen – heruntergespielt hat, welche die Vorstellung einer modernen, einzigartigen, durch CO₂ verursachten Katastrophe in Frage stellen.

Aber die Geschichte ist hartnäckig – sie lässt die Wahrheit immer wieder durch die Ritzen sickern.

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Zusammengestellt und Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 30 / 2025

Meldungen vom 28. Juli 2025:

Australien: Schnee-Saison enttäuscht nicht

Nach den düsteren Aussichten in der Vorsaison drehen die australischen Alpen jetzt auf. Eine Reihe von Juli-Schneestürmen hat die Basiswerte auf den höchsten Stand seit Jahren gebracht.

In Skigebieten wie Hotham fielen allein durch das jüngste System (bis zur Nacht auf Sonntag) mehr als 40 cm, was die Gesamt-Schneehöhe dort auf ein Saisonhoch von 123 cm trieb.

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Nordamerika: Rekord-Kälte im Norden

Arktische Luft ist über das Wochenende in Teile der USA und Kanadas eingedrungen und hat dort Rekorde aufgestellt.

Im gesamten nördlichen Mittleren Westen und in den kanadischen Prärien fielen die Tagesrekorde, als die kalte Luft nach Süden drängte.

Calgary zum Beispiel meldete am Samstag nur 14,3 °C – der kälteste 26. Juli seit mehr als 90 Jahren.

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Europa: Historische Tiefstwerte und bis 30 cm Schnee in den Alpen drohen

So viel zum „heißen Sommer“. Noch vor wenigen Wochen schrien die Schlagzeilen, dass Europa 45 Grad Celsius ertragen müsste – doch jetzt sind wir hier, und die Prognosen sagen bis zu 30 cm Neuschnee in den Alpen voraus mit weit unter den Durchschnitt sinkenden Temperaturen.

Laut Das Wetter wird sich in ganz Deutschland und teils auch darüber hinaus eine Luftmasse arktischen Ursprungs durchsetzen.

In den Alpen warnt der Meteorologe Johannes Habermehl vor einem Absinken der Schneefallgrenze auf 2.500 Meter oder tiefer, wobei in den höheren Lagen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen können.

Von dieser aktuellen Kältewelle in Europa wird man wohl an den nächsten Tagen noch mehr hören. A. d. Übers.

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Meldungen vom 29. Juli 2025:

Europa: „Hundstage“ fühlen sich wie Herbst an

Europas im Mittel wärmster Abschnitt des Jahres erweist sich als Enttäuschung.

Am 28. Juli fielen die Bodentemperaturen in Nordrhein-Westfalen in den einstelligen Bereich, so eine Analyse des WDR. Das sind Werte wie mitten im Herbst, nicht im Hochsommer.

Herbst oder Sommer?“ fragt der Schneefan auf seinem Blog.

Die Vorhersagen des ECMWF und des GFS zeigen kaum Besserung. Die neuesten Modelle prognostizieren weit verbreiteten Regen und Temperaturanomalien von 6-12°C unter der Norm bis weit in den August hinein – in weiten Teilen Europas.

Der jüngste Kälteeinbruch erreichte Dienstag früh auch den Alpenbogen.

Am Colle Major im Mont-Blanc-Massiv sanken die Temperaturen im Morgengrauen des 29. Juli auf -14,5°C, wie Thermographendaten zeigen – bemerkenswert für einen Zeitpunkt, der eigentlich der Höhepunkt des Sommers sein sollte, und ein noch kälterer Einbruch als der der letzten Woche.

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Australien: Schnee in West-Australien, während Kakadus in den viktorianischen Alpen erfrieren

In weiten Teilen Australiens ist es sehr kalt.

Die Stirling Range in Westaustralien hat in acht Tagen drei Schneestürme verzeichnet. Auf dem Bluff Knoll, dem mit 1.099 Metern höchsten Gipfel des Bundesstaates, schneite es am 21., 24. und 28. Juli. 2025 war damit bislang einer der schneereichsten Winter seit Jahren.

Im 125 km entfernten Katanning wurde der kälteste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet – nur 8,5 °C – und in Perth wurde mit 0,3 °C der niedrigste Wert seit 15 Jahren gemessen.

Auf dem Weg zu den viktorianischen Alpen war die Kälte brutal genug, um Kakadus aus dem Himmel zu holen. Die vom Aussterben bedrohten Papageien wurden mit erfrorenen Flügeln und Schwänzen am Boden gefunden. Freiwillige Helfer in Falls Creek haben die Vögel – die meisten von ihnen Jungtiere – in einem der härtesten Winter seit Jahren gerettet, wie sie sagen.

Die in der ABC zitierten Klima-„Experten“ machen „sich verändernde Klimamuster“ verantwortlich und vermuten, dass sich die Vögel an die letzten milden Winter angepasst haben und von diesem Winter überrascht wurden. Aha!

Schnee in Westaustralien ist zwar nach wie vor selten, aber seine zunehmende Häufigkeit auf Bluff Knoll sollte jedem zu denken geben, der sich noch immer an das Märchen von der gleichmäßigen Erwärmung klammert. Für den Kakadu war es bis jetzt ein tödlich kalter Winter.

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Eine Meldung bzgl. der Kältewelle in Mitteleuropa vom 30. Juli 2025:

Europa: Weiterer Schnee in den Alpen, anhaltende Kälte in Europa

Wie vorhergesagt wurden die Hochalpen von einem hochsommerlichen Wintersturm heimgesucht, bei dem am 29. Juli Frost und Schnee registriert wurden.

Webcams von der deutschen Zugspitze zeigen eine Szene, die eher an November erinnert.

Die neuesten Modelle sagen weiterhin weit verbreiteten Regen und für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrige Temperaturen in ganz Europa voraus, wobei die Temperaturen in Deutschland, Frankreich und Italien um 4°C bis 12°C unter dem Normalwert liegen.

Der „heiße, höllische Sommer“, der von gekauften Rednern und Pop-Wissenschaftlern gleichermaßen angepriesen worden ist, war alles andere als das – in Wahrheit war es ein einziger kurzer Hitzeschub, der von einer Kaltfront nach der anderen abgelöst wurde, und jetzt liegt der Sommerschnee hoch oben.

Das GFS sieht eine Fortsetzung der Kälte bis in den August hinein.

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Meldungen vom 31. Juli 2025:

Südhemisphäre: Verbreitet ungewöhnliche Kälte und Schnee

Die Skisaison auf der südlichen Hemisphäre ist nach einer Flaute Mitte Juli mit voller Wucht zurückgekehrt. Von der neuseeländischen Südinsel über die australischen Alpen bis hin zu den Anden und sogar Lesotho haben Stürme große Mengen Schnee gebracht.

Australien wurde schwer getroffen.

In Hotham fielen diese Woche 60 cm, und auch Falls Creek und Thredbo durchbrachen die Ein-Meter-Marke. In Hotham sind alle Lifte in Betrieb – eine Seltenheit zu diesem frühen Zeitpunkt – obwohl böige Winde den Betrieb zeitweise stoppten. Das Dorf Falls Creek hat sich in eine „Schneekugel“ verwandelt, und die Tageshöchsttemperaturen steigen kaum über den Gefrierpunkt.

Es ist ein harter, kalter Winter, wie es ihn in Australien seit Jahren nicht mehr gegeben hat, heißt es vor Ort.

Neuseeland

Mt Hutt hat jetzt die höchste Schneedecke in der südlichen Hemisphäre: 160 cm auf dem oberen Berg, wobei über 95 % der Skigebiete geöffnet sind. Cardrona, Coronet Peak und The Remarkables sind ebenfalls nahezu voll ausgelastet. Die nächtlichen Tiefstwerte auf der Südinsel bewegen sich um die -10°C.

Zur anderen Seite des Pazifiks: Argentinien

Die Stürme brachten in den wichtigsten Skigebieten 50 cm oder mehr Neuschnee und veränderten den bis dahin eher ruhigen Juli. Cerro Castor hat jetzt fast einen Meter Schnee, und drei Viertel seines Geländes sind geöffnet.

In Chile hat sich Nevados de Chillán in Neuschnee eingegraben, und die nördlichen Skigebiete wie Portillo und Valle Nevado verfügen über eine solide Basis, bevor an diesem Wochenende ein weiterer Meter Schnee fallen könnte.

Lesotho, Südafrika

Das einzige Skigebiet in Lesotho, Afriski, hält sich wacker und hat mit nächtlichen Tiefstwerten von -10°C seine einzige offene Piste erhalten.

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Europa: Kälte vor allem in den Alpen

In den europäischen Alpen fühlt man sich eher wie im Herbst als im Sommer.

Die Frostgrenze ist bis 2.500 m gesunken, und die unbeständigen Bedingungen haben in der letzten Woche zu einer beachtlichen Neuschneemenge von 40 cm oberhalb von 3.000 m geführt.

Ein Großteil davon ist auf den hohen Gletscherhängen gefallen, wobei Saas-Fee, Zermatt und Hinterlux Ende Juli beeindruckende Gesamtzahlen vorweisen können, wobei letzterer 18 km an befahrbarem Gelände bietet.

Die Bedingungen in den Höhenlagen werden für die Jahreszeit untypisch kalt bleiben. Die Vorhersagen sagen nächtliche Tiefstwerte bis -12°C auf den Gletschern voraus, und auch die Tageshöchstwerte bleiben oberhalb von 2.500 m unter dem Gefrierpunkt.

Meteorologen sprechen von einer „winterlichen Wendung im Herzen des Sommers“ – und das nicht nur auf den Gipfeln, sondern in weiten Teilen Europas:

GFS 2m Temperatur-Anomalien am 31. Juli 2025 [tropicaltidbits.com].

Anmerkung des Übersetzers zu dieser Graphik: Das ist ja keine Modellsimulation, sondern ein tatsächlicher Zustand. Was hier auffällt: War nicht in den MSM jüngst etwas von einer „katastrophalen Hitzewelle“ in Südeuropa zu lesen?

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Kenia, Afrika: Kälte treibt Energie-Nachfrage auf Rekordhöhen

Kenia hat soeben seinen Rekord bei der Stromnachfrage gebrochen – wegen der Kälte.

Kenya Power meldete, dass die Spitzennachfrage am 23. Juli 2025 bei 2.362 Megawatt lag. Damit wurde ein weiterer Rekord gebrochen, der Anfang des Monats aufgestellt worden war (2.325 MW am 2. Juli), und der Höchstwert vom Februar (2.316 MW) wurde in den Schatten gestellt.

Der Stromversorger führte den Anstieg auf die „vorherrschende kalte Jahreszeit“ zurück, die den Heizbedarf in die Höhe treibt.

Der geschäftsführende Direktor von Kenya Power Joseph Siror sagte, dass zusätzlich zur Kälte im vergangenen Geschäftsjahr neue Kunden ans Netz gegangen seien, was die Nachfrage seit Februar um 46 MW erhöht habe. Ungünstig war auch der anhaltende Schub für Elektrofahrzeuge.

Link: https://electroverse.substack.com/p/southern-hemisphere-slammed-into?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 1. August 2025:

USA: 2025 bisher ein kaltes Jahr

In diesem Jahr ist der Prozentsatz der Tage mit Temperaturen über 32,2°C (die 90°F-Marke) in den USA der 26-niedrigste seit 1895. Das geht aus den Daten des NOAA Historical Climatology Network für die Monate Januar bis Juli hervor:

Wie bereits erwähnt: Im Gegensatz zu homogenisierten „Durchschnittstemperatur“-Produkten – die routinemäßig angepasst, aufgefüllt und neu berechnet werden – sind die Zählungen der heißen Tage binär: Entweder hat die Temperatur 90 F erreicht oder nicht. Dadurch sind sie viel schwerer zu manipulieren. Ja, einzelne Messwerte können immer noch nach oben korrigiert werden, und der Effekt der städtischen Wärmeinsel bleibt unangetastet – aber da UHI die nächtlichen Tiefstwerte stärker anhebt als die Tageshöchstwerte sind seine Auswirkungen auch hier begrenzt.

Die Grafik verdeutlicht es: Der Höhepunkt der extremen Hitzetage wurde in den 1930er Jahren erreicht, wobei das Jahr 1934 mit 18,3 % hervorsticht – eine Zahl, die in der modernen Ära der „heißesten Jahre aller Zeiten“ nicht mehr erreicht worden war. Tatsächlich liegt der heutige Wert deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 11,5 %.

Es ist schwer, dies zu verdrehen: Trotz der Rhetorik erleben die Amerikaner weniger extreme Hitzetage als viele Male im vergangenen Jahrhundert.

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Australien: Kälte und Schnee in Perth und Sydney

In den letzten Wochen zogen mehrere Kaltfronten über Australien hinweg und ließen die Temperaturen auf ein Niveau sinken, das seit Jahren nicht mehr erreicht worden war.

Westaustralien hat gerade einen der kältesten und feuchtesten Julitage der jüngeren Vergangenheit hinter sich gebracht – und der August wird wohl ähnlich beginnen.

Perth verzeichnete am 25. Juli den kältesten Morgen seit 15 Jahren, mit einem Tiefstwert von 0,3°C. Mandurah erreichte mit 3,9 °C einen neuen Rekord, während Wiluna mit -3,1 °C den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1898 verzeichnete. Die Tageshöchsttemperatur in Katanning betrug gerade einmal 8,5 °C, der kälteste Juli-Tag seit Beginn der Aufzeichnungen.

Es ist nicht nur sehr kalt geworden, sondern es hat auch viel geregnet.

Die monatliche Niederschlagsmenge in Perth erreichte fast 175 mm und lag damit weit über dem Juli-Durchschnitt von 147 mm. In Busselton Aero wurde die Norm mit 286 mm mehr als verdoppelt – es war der nasseste Monat seit 30 Jahren. Straßen in Gracetown wurden von den Fluten verschluckt, und in Busselton fielen innerhalb von nur 24 Stunden 120 mm (4,7 in).

Das Bureau of Meteorology (BOM) sagte einen trockenen und warmen Winter voraus. Damit lagen sie völlig falsch. Die leitende BOM-Meteorologin Jessica Lingard sagte, es sei schon eine Weile her, dass WA einen so kühlen Juli erlebt habe.

Und dann kam der Schnee.

Auf dem Bluff Knoll in den Stirling Ranges gab es einen der schneereichsten Juli-Monate aller Zeiten. Auch auf anderen Gipfeln in den Stirling und Porongurup Ranges gab es beeindruckende Schneefälle.

Blick nach Osten

Luftmassen antarktischen Ursprungs bescherten Sydney den kältesten Julitag seit Jahrzehnten. In Bankstown war es mit 11,2 °C der kälteste Julitag seit 35 Jahren, während Canterbury und Terrey Hills mit 10,2 °C und 12,5 °C ebenfalls neue Rekorde aufstellten.

Das eisige System treibt nun ein komplexes Küstentief an, das über der Great Dividing Range (hauptsächlich NSW) weitere Schneefälle auslösen wird, und zwar bis unter 1.000 m, wobei in Städten wie Guyra, Armidale, Glen Innes und Walcha mit Flocken zu rechnen ist.

Der australische Winter zeigt keine wirklichen Anzeichen eines Nachlassens.

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 31 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 1. August 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Skeptiker gewinnen, „Endangerment Finding“ aufgehoben – Die Wahrheit siegt endlich im Klimakrieg

H. Sterling Burnett

Während die Mainstream-Medien wie USA Today mit der Schlagzeile „Trumps EPA hebt Feststellung auf, dass Klima-Verschmutzung die menschliche Gesundheit gefährdet“ und NBC News mit „EPA hebt Feststellung auf, die die derzeitigen Grenzwerte für die Treibhausgas-Verschmutzung durch Autos, Fabriken und Kraftwerke untermauert“ die Entscheidung anprangern, erreichen sie nicht ganz das Niveau der Absurdität dieser Schlagzeile: „Entfesselte Umweltverschmutzung: Wie Trump die EPA gegen die Amerikaner aufrüstet“.

Die Entscheidung der Environmental Protection Agency, das „Carbon Dioxide Endangerment Finding“ aufzuheben, stellt einen entscheidenden Wandel in der amerikanischen Klimapolitik dar – einen, der auf Beweisen und nicht auf Ideologie beruht. Jahrelang diente diese „Feststellung“ als rechtliche Rechtfertigung für eine Reihe kostspieliger, weitreichender Vorschriften, die alles betreffen, von den Kraftwerken unseres Landes bis hin zu den Autos, die wir fahren, und den Energierechnungen, die wir bezahlen. Ihre Aufhebung ist eine unmittelbare Reaktion auf die zunehmenden Beweise dafür, dass die Grundlage für diese Vorschrift immer mehr auf spekulativen Modellierungen und politischen Manövern beruhte als auf solider Wissenschaft. In diesem Video kann man die Ankündigung verfolgen:

Die 2009 erstmals erlassene Feststellung der Gefährdung durch Kohlendioxid beruhte auf der Behauptung, dass steigende CO₂-Werte eine ernste Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen darstellen. Diese Behauptungen, verbreitet von alarmistischen Stimmen in Medien und Bürokratie, stützten sich in hohem Maße auf Computermodelle, die sich seither als chronisch ungenau erwiesen haben und durchweg eine stärkere Erwärmung vorhersagten als tatsächlich beobachtet wurde. In den vergangenen Jahren haben wir eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen den düsteren Prognosen und der Realität festgestellt: Die globalen Temperaturen sind nicht dem vorhergesagten „Ausreißer“ gefolgt, und extreme Wetterereignisse bleiben – trotz atemloser Berichterstattung – innerhalb der historischen Variabilität.

Doch während sich die USA in regulatorische Knoten verstrickten, bauten China und andere große Emittenten ihre Kohleverstromung weiter aus und machten damit jeden hypothetischen Nutzen der selbst auferlegten amerikanischen Beschränkungen zunichte. Nach Angaben mehrerer unabhängiger Quellen hat China seine jährlichen CO₂-Emissionen seit 2005 um über 70 % erhöht und verbrennt nun mehr Kohle als der Rest der Welt zusammen. Die Vorstellung, die USA könnten „mit gutem Beispiel vorangehen“ und den Rest der Welt zu ähnlichen Opfern überreden, wurde durch die Fakten vor Ort gründlich demontiert.

Die realen Auswirkungen des Endangerment Finding waren nicht im Klima, sondern in den amerikanischen Haushalten und Unternehmen zu spüren. Die Energiepreise stiegen, Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe wurden ins Ausland verlagert, und die Bürger trugen die Last teurer, symbolischer Gesten, die nichts an der Entwicklung des Klimas änderten. Das amerikanische Volk verdient eine Politik, die messbare Ergebnisse bringt, und nicht noch mehr von dem gleichen kostspieligen Theater.

Mit der Aufhebung des Endangerment Finding signalisiert die EPA eine längst überfällige Rückkehr zu einer rationalen, evidenzbasierten Politik. Mit dieser Maßnahme wird anerkannt, dass CO₂ kein Schadstoff im wissenschaftlichen Sinne ist, sondern ein grundlegender Bestandteil des Lebens auf der Erde – einer, der bei den derzeitigen Konzentrationen in der Atmosphäre nachweislich Vorteile für das Pflanzenwachstum und die Landwirtschaft hat. Bei der Änderung geht es nicht darum, den Umweltschutz zu vernachlässigen. Vielmehr geht es darum, unproduktive Maßnahmen zu verwerfen und sich auf echte Lösungen zu konzentrieren, die auf Fakten, Innovationen und der wirtschaftlichen Realität beruhen.

Die Rolle von WUWT und Klimaskeptikern in den letzten 25 Jahren, um diesen Punkt zu erreichen

Die heutige Ankündigung ist nicht in einem Vakuum entstanden. Sie ist in vielerlei Hinsicht ein Beweis für die Beharrlichkeit und Integrität der Klimaskeptiker, die jahrzehntelang den sogenannten „Konsens“ in Frage gestellt haben. Seit mehr als 25 Jahren haben Stimmen von außerhalb des Mainstreams – Wissenschaftler, Meteorologen, Ingenieure und informierte Bürger – berechtigte Fragen zur Gewissheit und Richtung der Klimawissenschaft und zur Weisheit der daraus abgeleiteten Politik aufgeworfen.

Watts Up With That (WUWT), gegründet im Jahr 2006, hat bei diesen Bemühungen eine Schlüsselrolle gespielt. WUWT hat eine öffentliche Plattform für datengestützte Untersuchungen, ausführliche Zitate aus Quellenmaterial und offene Debatten über Klimabehauptungen geschaffen, die oft als „anerkannte Wissenschaft“ dargestellt wurden. Im Laufe der Jahre haben sich Millionen von Lesern an WUWT gewandt, um ehrliche Analysen und transparente Diskussionen zu erhalten, statt alarmistischer Dogmen und politischer Posen. Durch seine detaillierten Beiträge und die lebhaften Kommentarsektionen hat WUWT eine Generation von Klimarealisten dazu befähigt, schwierige Fragen zu stellen, Rechenschaft zu fordern und sich den Einschüchterungstaktiken derjenigen zu widersetzen, die auf den Status quo setzen.

Diese Rolle spielen hierzulande das EIKE und andere Klima-realistische Blogs! A. d. Übers.

Vielleicht veranschaulicht nichts die Notwendigkeit dieser Skepsis besser als der Climategate-Skandal von 2009, bei dem eine Sammlung von E-Mails prominenter Klimawissenschaftler eine als Wissenschaft getarnte Scharade aufdeckte. Die Mitteilungen enthüllten Versuche, Daten zu manipulieren, abweichende Meinungen zu unterdrücken und Forderungen nach Transparenz abzublocken – alles im Dienste der Verteidigung eines Narrativs und nicht der Förderung des Verständnisses. Climategate bestätigte, was viele Skeptiker schon lange vermutet hatten: dass der so genannte Konsens durch Politik und nicht durch Beweise durchgesetzt wurde und dass offene Untersuchungen oft eher als Bedrohung denn als Voraussetzung für die Wissenschaft betrachtet wurden.

Von Anfang an wurden Klimaskeptiker als „Leugner“ abgetan und als Ausreißer dargestellt, selbst als sie Daten und Analysen vorlegten, die den die Schlagzeilen beherrschenden Weltuntergangs-Phantastereien widersprachen. Sie stellten in Frage, dass man sich zu sehr auf Modelle mit schlechter Erfolgsbilanz verließ, und wiesen darauf hin, dass Temperaturdaten manipuliert und herausgepickt wurden, dass die Forschungsfinanzierung politisiert wurde und dass Wetter und Klima unablässig in einen Topf geworfen wurden. Diesen Herausforderungen wurde oft nicht mit einer wissenschaftlichen Debatte begegnet, sondern mit persönlichen Angriffen und Versuchen, abweichende Meinungen zum Schweigen zu bringen.

Doch genau diese Skepsis – die Weigerung, sich dem Gruppendenken zu beugen – hat die wissenschaftliche Integrität bewahrt und weit schlimmere politische Fehler verhindert. Die unermüdliche Arbeit unabhängiger Analysten, Blogger und Organisationen wie The Heartland Institute hat Fehler im Umgang mit Klimadaten aufgedeckt, Interessenkonflikte offengelegt und Transparenz bei der Überprüfung und Veröffentlichung von Klimaforschung gefordert. Skeptiker haben immer wieder darauf hingewiesen, dass das Klima ein ungeheuer komplexes, schlecht verstandenes System ist und keine einfache Maschine, die von einem einzigen Spurengas gesteuert wird.

Im Laufe der Zeit haben sich viele der von den Skeptikern vorgebrachten Argumente als richtig erwiesen. Das Versagen der Klimamodelle bei der genauen Vorhersage von Temperaturtrends, das Ausbleiben der „Hockeyschläger“-Katastrophe, die ständigen Korrekturen der Schätzungen der CO₂-Sensitivität des Klimas nach unten – all dies hat eine vorsichtigere, kritische Herangehensweise an die Klimawissenschaft gerechtfertigt. Wichtig ist, dass das Beharren der skeptischen Gemeinschaft auf offenen Daten und Reproduzierbarkeit einen zähneknirschenden Wandel hin zu mehr Transparenz in der Mainstream-Klimaforschung erzwungen hat.

Heute, da die EPA eine der grundlegenden Regeln der amerikanischen Klimapolitik zurücknimmt, kann die Bedeutung dieser skeptischen Stimmen nicht länger ignoriert werden. Die politischen Entscheidungsträger beginnen zu begreifen, dass echter Fortschritt die Konfrontation mit unbequemen Fakten erfordert, anstatt sie zu unterdrücken. Das Narrativ hat sich von der unhinterfragten Akzeptanz alarmistischer Vorhersagen hin zu einer reiferen, datengestützten Diskussion über Klima und Energie verschoben. Genau die Argumente, die einst als „Randgruppen“ verspottet wurden, finden nun in den Hallen der Regierung und der öffentlichen Politik ein Echo.

Zumindest in den USA ist da so. Hierzulande wird es wohl noch etwas dauern., bis wir auch so weit sind. A. d. Übers.

All dies wäre nicht möglich gewesen ohne diejenigen, die es wagten, ihre Stimme zu erheben und das Narrativ in Frage zu stellen, oft unter großen persönlichen und beruflichen Opfern. Ich bin stolz darauf, einer der vielen zu sein, die aufgestanden sind und aktiv dagegen gearbeitet haben. Ich bin dankbar für die ermutigenden Worte und die Zusagen, WUWT durch Spenden und Abonnements zu unterstützen, sowie für die Unterstützung großzügiger privater Spender (Sie wissen, wer Sie sind), die es uns ermöglicht haben, den Kampf fortzusetzen. Die Aufhebung des Endangerment Finding ist in vielerlei Hinsicht ein Sieg für diejenigen, die an wissenschaftliche Strenge, eine offene Debatte und eine Politik glauben, die dem öffentlichen Interesse dient – und nicht nur der politischen Zweckmäßigkeit.

Auf unserem Weg nach vorne ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass Skepsis nicht der Feind der Wissenschaft ist, sondern ihr Motor. Nur durch offene Untersuchungen, ständiges Hinterfragen und die Bereitschaft, sich mit Dogmen auseinanderzusetzen, können wir sicherstellen, dass die Klimapolitik auf dem Boden der Realität bleibt und wirklich den Bedürfnissen der Nation dient.

Die von Heartland veröffentlichte Presseerklärung steht hier.
Link: https://climaterealism.com/2025/07/skeptics-win-endangerment-finding-axed-truth-finally-prevails-in-the-climate-wars/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Neue Studie: Laut Physik ist Net Zero eine Sackgasse

Cap Allon

Zwei der weltweit angesehensten Physiker – Richard Lindzen vom MIT und William Happer von Princeton – haben kürzlich eine unverblümte Einschätzung veröffentlicht, die der gesamten Net-Zero-Agenda die Maske vom Gesicht reißt. Die Reduzierung des Kohlendioxids, so argumentieren sie, wird den Planeten nicht retten. Sie wird die Volkswirtschaften zerstören, die Armen verhungern lassen und nichts Messbares für das Klima erreichen.

[Hervorhebung im Original]

Die zentrale Behauptung ihrer Studie lautet wie folgt:

Kohlendioxid ist ein schwaches Treibhausgas. Seine wärmende Wirkung folgt einem Gesetz des abnehmenden Ertrags. In der unteren Atmosphäre sind die Wellenlängen, in denen CO₂ Wärme einfängt, bereits stark gesättigt. Eine weitere Zugabe bringt kaum noch etwas. Eine Verdopplung der Konzentrationen von heute 425 Teilen pro Million auf 850 würde die globalen Temperaturen um weniger als ein Grad Celsius erhöhen – ein zu geringer Betrag, um Besorgnis zu rechtfertigen, geschweige denn eine völlige Neuordnung der Zivilisation.

Das MAGICC-Modell der EPA, das oft zur Unterstützung drastischer Klimamaßnahmen angeführt wird zeigt, dass die Umstellung der gesamten Vereinigten Staaten auf „Net Zero“ die prognostizierte Erwärmung um etwa zwei Hundertstel Grad Fahrenheit reduzieren würde. Selbst ein globaler Netto-Nullpunkt würde – falls er erreicht wird, was ein Hirngespinst ist – die Erwärmung um kaum einen Bruchteil eines Grades abschwächen. Billionen von Dollar, entkernte Industrien und zerstörte Volkswirtschaften – und das alles für eine Temperaturänderung, die man ohne ein Laborthermometer nicht messen könnte.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

CO₂ steuert das Klima nicht

In den letzten 600 Millionen Jahren war der Kohlendioxidgehalt zehn- bis zwanzigmal höher als heute. Das Leben blühte. Tatsächlich bewegte sich die Temperatur oft in die entgegengesetzte Richtung des CO₂-Gehalts.

Vor tausend Jahren bauten die Grönländer dort Gerste an, wo heute Eis herrscht – ein Boom fossiler Brennstoffe war nicht nötig. Während der kleinen Eiszeit zwischen 1250 und 1850 schoben sich die Gletscher über Europa, während die Menschheit nichts Fortschrittlicheres als Holz und Walöl verbrannte.

600 Millionen Jahre CO₂-Gehalt und Temperaturdaten. Es zeigt sich häufig eine umgekehrte Beziehung zwischen CO₂ und Temperaturen.

Aus der Studie:

– Als der CO₂-Gehalt mit etwa 7.000 ppm ein Rekordhoch erreichte, waren die Temperaturen fast rekordverdächtig niedrig.

– Der CO₂-Gehalt war niedrig, als die Temperaturen auf dem höchsten Stand jemals waren, also vor etwa 60 Millionen Jahren.

– Der CO₂-Gehalt war in den letzten 300 Millionen Jahren relativ niedrig und ist in den letzten 145 Millionen Jahren von 2.800 ppm auf heute 420 ppm gesunken.

– In den meisten der 600 Millionen Jahre war es wärmer als heute, und das Leben blühte auf.

Die menschlichen Kosten von Net Zero wären „unmittelbar und verheerend“.

Kohlendioxid ist Pflanzennahrung, und mehr davon erhöht die Ernteerträge. Wenn man es einschränkt, sinkt die weltweite Nahrungsmittelproduktion. Verbietet man die aus Erdgas hergestellten Stickstoffdünger, verhungert die Hälfte des Planeten. Nimmt man die Kohlenwasserstoffe weg – die Brennstoffe, die Milliarden Menschen warm, satt und am Leben halten – werden diese Milliarden Menschen mit Holz kochen oder bei dem Versuch sterben. Lindzen und Happer nehmen kein Blatt vor den Mund: Diese Politik zerstört die westlichen Volkswirtschaften, verarmt die Arbeiterklasse, verdammt Milliarden Menschen zur Armut und bereichert unsere geopolitischen Rivalen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

„Falsche Darstellungen, Übertreibungen, Rosinenpickerei oder regelrechte Lügen decken so ziemlich alle sogenannten Beweise ab, die zur Unterstützung der Netto-Null-Theorie angeführt werden.“

„Settled Science“

In den Studien wird darauf hingewiesen, dass die IPCC-Berichte, die immer wieder als Stimme der Vernunft zitiert werden, nicht von Wissenschaftlern verfasst, sondern von politischen Funktionären Zeile für Zeile umgeschrieben wurden. Die Modelle, mit denen die künftige Erwärmung prognostiziert wird, sind regelmäßig um den Faktor zwei oder drei zu hoch angesetzt und können nicht einmal die Vergangenheit reproduzieren. In jedem anderen ehrlichen Bereich würden solche Modelle in den Papierkorb wandern. In der Klimawissenschaft aber diktieren sie die globale Politik.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

„Wissenschaftliche Erkenntnisse werden durch wissenschaftliche Verfahren bestimmt, nicht durch die Meinung der Regierung“.

Schlussfolgerung

Kohlendioxid ist keine Katastrophe. Und Net Zero ist kein Plan zur Rettung des Planeten. Es ist ein Plan zum Abbau von Wohlstand, zur Verarmung von Milliarden von Menschen und zur Bezeichnung von Gutmenschentum.

Lindzen und Happer haben Recht: Lassen wir uns von der Wissenschaft leiten – nicht von der Politik.

Die vollständige Studie steht hier.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-dog-days-feel-like-autumn?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CERES-Satellitendaten zeigen geringe Klima-Sensitivität

Anthony Watts

Aus dem Friends of Science Society Newsletter:

Das Projekt „Clouds and the Earth’s Radiant Energy System“ (CERES) liefert satellitengestützte Beobachtungen des Strahlungshaushalts und der Wolken der Erde. CERES-Instrumente auf mehreren Satelliten messen die langwellige und kurzwellige Strahlung der Erde. Die langwellige Strahlung ist die Strahlung, die von der Erdoberfläche und den Wolken nach oben in den Weltraum abgegeben wird. Die nach oben gerichtete kurzwellige Strahlung ist die reflektierte Sonnenstrahlung, die nicht in das Klimasystem gelangt. Wenn die ausgehende langwellige Strahlung geringer ist als die absorbierte Sonnenstrahlung, entsteht ein positives Strahlungsungleichgewicht (Ungleichgewicht) an der Obergrenze der Atmosphäre, so dass die globale Durchschnittstemperatur steigt.

Graphik: Die Gleichgewichtsklimasensitivität (ECS) ist ein Maß dafür, um wie viel die globale durchschnittliche Temperatur der Erde letztendlich als Reaktion auf eine Verdopplung der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre steigen wird. Bild von Anthony Watts

Willis Eschenbach verwendete die CERES-Datenbank, welche die monatlichen Strahlungsflüsse in jedem 1° Breitengrad mal 1° Längengrad ab März 2000 angibt, um die Gleichgewichts-Klimasensitivität (ECS) gegenüber Treibhausgasen zu berechnen. Er erstellte ein Diagramm des Ungleichgewichts im Vergleich zur Temperatur in jedem 1° Breitengrad mal 1° Längengrad mit einem Zeitdurchschnitt über 24 Jahre. Eschenbach wandte eine Lowess-Anpassung auf die Daten an. Er berechnete die Steigung dieser Anpassung und berechnete das flächengewichtete Ungleichgewicht pro Grad Temperaturänderung. Eschenbach fragt: „Um wie viel muss sich die Erde erwärmen, um das Ungleichgewicht der TOA-Strahlung von 3,7 Watt pro Quadratmeter (W/m²) wiederherzustellen, das angeblich durch eine Verdopplung des CO₂-Gehalts (2xCO₂) entsteht?“ Willis sagt, dass die zur Wiederherstellung des Ungleichgewichts erforderliche Erwärmung als ECS bezeichnet wird, aber ich glaube, dass das nicht richtig ist. Das Ungleichgewicht befindet sich nicht im Gleichgewichtszustand, sondern ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Anstiegs der Treibhausgase.

Die transiente Klimareaktion (TCR) ist die Temperaturänderung nach einer Verdopplung des CO₂-Gehalts bei einem konstanten Anstieg von 1 % pro Jahr, was zu einer Verdopplung in 70 Jahren führen würde. Der tatsächliche durchschnittliche CO₂-Anstieg von 2000 bis 2024 betrug 0,567 % pro Jahr. Willis berechnet das Ungleichgewicht mit 6,6 W/m² pro °C Temperaturänderung. Dies entspricht einem TCR von 3,7/6,6 = 0,56 °C, welches der TCR bei einem CO₂-Anstieg von 0,567 % pro Jahr ist. Ich nenne dies den „slowTCR”, um ihn vom normalen TCR mit einem CO₂-Anstieg von 1 % pro Jahr zu unterscheiden. Unter Verwendung eines einfachen 1-D-Klimamodells, das auf 3-D-Modelle abgestimmt ist, mit einem CO₂-Anstieg in der tatsächlichen Rate, habe ich berechnet, dass der slowTCR von 0,56 °C einem ECS von 0,68 °C entspricht, was im Vergleich zu anderen beobachtungsbasierten Schätzungen viel zu niedrig erscheint.

Ich habe eine ähnliche Berechnung mit den gleichen CERES-Daten durchgeführt. Jeder Datenpunkt entspricht 1° Breite und 4° Länge. Ich habe eine Polynom-Anpassung 4. Ordnung auf die durchschnittlichen Daten von 25 Jahren (16200 Datenpunkte) angewendet, wie in diesem Diagramm dargestellt. Ich habe ein weiteres Diagramm der Steigung der angepassten Kurve erstellt und ein globales durchschnittliches Ungleichgewicht von 3,95 W/m² pro °C Temperaturänderung berechnet, was einer langsamen TRC von 0,94 °C und einer ECS von 1,14 °C entspricht. Die Lowess-Anpassung berücksichtigt weiter vom Mittelwert entfernte Daten nur in geringem Maße, um Ausreißer auszuschließen. Die Polynom-Anpassung ist möglicherweise besser, da alle Daten von gleich hoher Qualität sind. Die Änderung des besten Verfahrens dieser Art hat einen großen Einfluss auf die Ergebnisse.

Mehrere Studien, siehe hier und hier, argumentieren, dass sich die Wolkendecke aufgrund von Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation verändern kann, die wiederum durch Temperaturänderungen verursacht werden. Die Analyse von Eschenbach und mir unter Verwendung von zeitlich gemittelten CERIS-Daten berücksichtigt diesen möglichen Effekt nicht und geht davon aus, dass potenzielle temperaturbedingte Veränderungen der Zirkulation die Beziehung zwischen Ungleichgewicht und Temperatur in den nächsten Jahrzehnten des Klimawandels nicht wesentlich verändern werden. Daher habe ich die gleiche Berechnung mit den vier kältesten Jahren der CERES-Daten (2000, 2001, 2008, 2011) und den vier wärmsten Jahren (2018, 2019, 2023, 2024) durchgeführt. Der globale Temperaturunterschied zwischen diesen Jahresgruppen beträgt 0,68 °C. Wenn die Veränderungen in der Zirkulation zu einer stärkeren Erwärmung führen würden, würde das Ergebnis der warmen Jahre eine geringere Ungleichgewichtsänderung pro Temperaturänderung zeigen als die kalten Jahre. Tatsächlich weist die Analyse der warmen Jahre eine etwas geringere Änderung von 0,13 W/m²/°C auf, sodass dieser Effekt offenbar zu einer stärkeren Erwärmung führt. Daher ist das von uns zur Schätzung der ECS verwendete Verfahren wahrscheinlich ungenau. Die Schätzung der ECS ist keine einfache Aufgabe.

Link: https://wattsupwiththat.com/2025/07/27/ceres-satellite-data-suggests-low-climate-sensitivity/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE