Steht ein großes Dürrejahr bevor?

Christian Freuer

Angesichts des sehr trockenen Spätwinters und Frühjahrs in Mitteleuropa waren im Bekanntenkreis schon Äußerungen zu hören, dass „der Regen dann im Sommer nachgeliefert werden würde“. Dem Autor war aber klar, dass so einfache Zuordnungen bzgl. Wetter einfach nicht möglich sind. Aber es war ihm erinnerlich, dass der „Jahrtausendsommer“ des Jahres 1540 bereits im Vorlauf während des Spätwinters und Frühjahrs durch anhaltende Trockenheit in Mitteleuropa Fahrt aufnahm.

Betrachten wir diesen Präzedenzfall (auf den sich der Titel dieses Beitrags bezieht) mal etwas genauer. Dieser Jahrtausendsommer ist durch historische Chroniken und Aufzeichnungen gut belegt.

Bereits im Jahre 2014, genauer im Juli, hat Axel Bojanowski einen ausführlichen und gut recherchierten Artikel im „Spiegel“ dazu geschrieben. Die Lektüre desselben wird ausdrücklich empfohlen. Im aktuellen Zusammenhang ist daraus nur eine Passage relevant:

Das Vorspiel

Klimamodelle können solch extreme Phasen der Witterung nicht darstellen, haben die Experten entdeckt. Auch die Jahresringe von Bäumen fallen als Indikatoren aus – denn Hitzestress stoppe das Pflanzenwachstum. Das 32-köpfige Forscherteam hat nun aber erstmals Daten aus mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa zusammengeführt, etwa Aufzeichnungen von Landwirten, Kirchen oder Schleusenwärtern – sie enthüllen Europas größte Naturkatastrophe.

Dass das Jahrtausenddesaster bereits 1539 Schwung aufnahm, blieb nördlich der Alpen unbemerkt. In Spanien hielten die Menschen seit Oktober Bittprozessionen für Regen ab. Und im Winter war es in Italien trocken und warm „wie im Juli“, heißt es in einer Wetterchronik. Heute wissen Meteorologen, dass Trockenheit im Süden oft Vorbote für andauernde Hitze im Norden des Kontinents ist.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hitze-und-duerre-1540-katastrophe-in-europa-im-mittelalter-a-978654.html

Dieser „Vorbote für andauernde Hitze im Norden des Kontinents“ fällt diesmal aber aus – der vergangene Winter zeichnete sich im gesamten Mittelmeer durch sehr viel Regen aus – aktuell sogar bis in die Sahara hinein. Im Februar lag der Schwerpunkt der regenreichen Witterung im zentralen und östlichen, aktuell mehr im westlichen Mittelmeer. Für den Autor ist das zunächst einmal beruhigend, kann er doch Hitze und Dürre nicht leiden.

Aber halten wir mal nach anderen Quellen Ausschau. Eine solche recht vielversprechende Quelle ist ein Beitrag von Dr. Ludger Laurenz von vor einem Jahr unter dem Titel „Über den Zusammenhang zwischen dem Rekordniederschlag der letzten 12 Monate und der Sonnenaktivität – wie zwei natürliche Zyklen das Wetter der letzten Jahre geprägt haben“. Hier ein Auszug:

Der 22-jährige Hale-Zyklus der Sonne hinterlässt tiefe Spuren in der 166-jährigen Datenreihe der monatlichen Niederschlagssumme von Münster.

• Die Dürre 2018 und die hohe Niederschlagssumme 2023/2024 korrelieren mit der zyklischen Variation der Sonnenaktivität.

• Die Niederschlagsextreme 2018 und 2023/24 hätten auf Basis heutiger Erkenntnisse zum solaren Einfluss schon mehrere Jahre vorher prognostiziert werden können. Die auf solarem Einfluss basierte Langfristprognose von Niederschlagssummen bietet großes ökonomisches Potential für verschiedene Wirtschaftsbereiche.

• Die extreme Variabilität des Wetters der letzten 7 Jahre mit Dürre und Nässe sowie hohem Temperaturniveau wird immer wieder als Argument für Klimaschutzmaßnahmen benutzt, die meist mit wirtschaftlichem Schaden und Wohlstandsverlusten verbunden sind. Dabei beruht die Variabilität und der Charakter des Wetters der letzten 7 Jahre in Deutschland primär auf zwei natürlichen Zyklen, dem ca. 65-jährigen Temperaturzyklus des Nordatlantiks und dem ca. 22-jährigen Hale-Zyklus der Sonne.

Der solare Einfluss wirkt periodisch, wobei eine Periode ein Jahr dauert. Diese beginnt im Juli und endet im Juni des Folgejahres. Der solare Einfluss auf die Jahresniederschlagssumme zeigt sich in Zeiträumen über den Jahreswechsel stärker als in dem klassischen Jahreszeitraum von Januar bis Dezember, wie ich bereits in meinem letzten Beitrag abgeleitet habe. Als Jahresniederschlagssumme wird deshalb im Folgenden der Zeitraum von Juli bis Juni des folgenden Jahres gewählt.

Solarer Einfluss auf die 12-Monats-Niederschlagssumme Juli bis Juni des Folgejahres in Münster:

Das Diagramm zeigt Phasen mit chaotischem und gebündeltem Kurvenverlauf.

• Aus den Phasen mit gebündeltem Kurvenverlauf um die Zyklusjahre 9 und 14 kann solarer Einfluss abgeleitet werden. Die sich in den Zyklusjahren 9 und 14 ausbildenden Minima und Maxima bilden ein typisches Wiederholungsmuster des Hale-Zyklus als Beleg für solaren Einfluss, der sich im Rhythmus von ca. 22 Jahren wiederholt.

• 10 der seit 1858 niederschlagsärmsten 20 Jahre (s. gelbe Markierung) konzentrieren sich auf die Zyklusjahre 7 und 9. Diese Konzentration liefert ebenfalls ein Hinweis auf solaren Einfluss, der sich im Rhythmus von 22 Jahren wiederholt.

• Aufgrund der Häufung der 20 niederschlagsärmsten Jahre auf die 1858 und 2011 beginnenden Zyklen ist zu vermuten, dass auch längere Sonnenzyklen mit einer Phasenlänge von 150 bis 200 Jahren Einfluss auf die Niederschläge in Deutschland haben.

• Im Zyklusjahr 14 (rote Säule) wurde seit 1858 in 6 von 7 Zyklen eine weit überdurchschnittliche Niederschlagssumme gemessen. Deshalb war für 2023/24 eine hohe Niederschlagssumme sehr wahrscheinlich und prognostizierbar. Offensichtlich beruht die extrem hohe Niederschlagssumme 2023/2024 auf der zyklischen Variation der Sonnenaktivität.

• Das geordnete Auf und Ab der Kurven kann für Prognosen genutzt werden. Die Dürre 2018 und die hohe Niederschlagsaktivität von Juli 2023 bis Juni 2024 waren schon Jahre früher prognostizierbar. Für die Zeit von Juli 2024 bis Juni 2025 ist eine hohe Niederschlagssumme weniger wahrscheinlich, bevor von Juli 2025 bis Juli 2026 erneut mit überdurchschnittlicher Niederschlagssumme zu rechnen ist. Von 2026 bis 2029 sinkt die Niederschlagssumme tendenzielle, bevor ab Juli 2029 wieder eine höhere Niederschlagssumme wahrscheinlich ist.

• Obwohl die Sonnenaktivität während des 22-jährigen Hale-Zyklus losgelöst von den irdischen Kalenderjahren variiert, ist erstaunlich, wie sich die Variation der Sonnenaktivität in den Zyklusjahre 9 und 14 so zuverlässig in den extrem unterschiedlichen Niederschlagssummen widerspiegelt.

Soweit aus dem Artikel von Dr. Laurenz. Der Autor bedankt sich bei Josef Kowatsch für den Hinweis auf diesen Beitrag. Sein Kommentar dazu: „Das Regenmodell von Ludger Laurenz sagt für die erste Hälfte des Jahres wenig Regen voraus, berechnet nach dem 22-jährigen Hale-Sonnenzyklus und dem 65jährigen AMO-Zyklus, die sich gegenseitig ergänzen oder aufheben. Wir sind im 15. Jahr des Hale-Zyklus’ zusammen mit Jahren von 2002, 1982, 1960, 1940. Laut der Graphik oben hat seine Vorhersage für das vorige Jahr 2024 gestimmt.“

Fazit hiernach: Bis einschließlich Juni sollte bei uns Trockenheit vorherrschen, danach soll es nasser werden.

Vom Phänologie-Experten Stefan Kämpfe gibt es den Hinweis, dass eine Frühjahrstrockenheit in Mitteleuropa statistisch gesehen ein weiterhin trockenes Frühjahr und einen heißen Sommer 2025 wahrscheinlich macht.

Nun gut, schauen wir jetzt mal, welche Wetterlagen eine solche Witterung bestimmen könnten. Am besten lässt sich so etwas mit der Rossbywellen-Theorie beschreiben.

Der Autor bekennt, dass er keine Vorstellung hat, welche Konstellation von Rossby-Wellen zum „Jahrtausendsommer“ 1540 geführt haben könnte. Klar ist nur, dass es ein außerordentlich stabiles Muster gewesen sein muss, geprägt von hohem Luftdruck über weiten Teilen Mitteleuropas. An sich gehört dazu rege Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeer, so wie es im vergangenen Winter ja auch der Fall war. Im angelsächsischen Sprachgebrauch hat man dafür der Terminus „High over Low“ geprägt.

Im Jahre 1540 muss diese Zyklonalität im Mittelmeer aber vollständig gefehlt haben. Wie oben schon erwähnt fällt dieser Umstand als Vorbote einer Dürre in diesem Jahr 2025 aus.

Fazit aus alldem: Vorhersagen sind ungenau, sofern sie die Zukunft betreffen. An Langfrist-Vorhersagen haben sich schon viele Leute versucht, durchweg auf statistischer Grundlage. Die erfolgreichste Bilanz in dieser Hinsicht weisen in früheren Jahren die Arbeiten von Stefan Kämpfe auf, siehe seine Bemerkung oben.

Unter dem Strich: Der Autor ist nicht in der Lage, die Frage aus dem Titel dieses Beitrags zu beantworten.

Schlussbemerkung: Für den Rest dieses Monats März 2025 simulieren die numerischen Modelle zumindest in Teilen Mitteleuropas Niederschläge, die jedoch das allgemeine Defizit nicht ausgleichen dürften. Überreichliche Regenmengen werden dagegen weiterhin für das Mittelmeergebiet angenommen, was schon wenig südlich der Alpen seinen Anfang nehmen soll:

Numerische Simulation der Niederschlagsmenge vom 9. März 00 UTC bis zum 19. März 00 UTC. Quelle: wetterzentrale.de

Fehlt in diesem Beitrag nicht noch was? Ach ja, der Terminus „Kohlendioxid“ ist nicht ein einziges Mal aufgetaucht…




Michael Mann verliert (wieder einmal)

Cap Allon

In einer weiteren demütigenden Niederlage hat der Klimaalarmist und professionelle Prozessverlierer Michael E. Mann seine einstmals hohe (und unzulässige) Strafschadenersatzforderung von 1.000.000 Dollar gegen Mark Steyn auf 5.000 Dollar reduziert gesehen.

Das Urteil erging am 4. März, als Richter Alfred S. Irving, Jr. Manns Phantasie von finanzieller Vergeltung einen Strich durch die Rechnung machte.

Aber das ist nicht das Schlimmste für Mann.

Weit davon entfernt, mit einem Sieg davonzukommen, findet er sich nun unter Bergen von Rechtsschulden begraben. Seine frühere Niederlage gegen National Review bedeutet, dass er ihnen nun 530.820,21 Dollar an Prozesskosten schuldet. Und dann ist da noch sein demütigendes Scheitern vor Gericht gegen den verstorbenen Tim Ball, bei dem er nun rund 1 Million Dollar an Balls Nachlass schuldig ist.

Rechnen wir mal den Schaden zusammen:

💰 Mann schuldet National Review $530.820,21 (NRO)

💰 Mann schuldet dem Nachlass von Tim Ball rund 1 Million Dollar

💰 Manns Schadensersatzforderung von 1.000.000 $ gegen Steyn wurde auf 5.000 $ reduziert.

Dieses Urteil ist ein Sieg für die Meinungsfreiheit und eine schallende Ohrfeige für Manns unnachgiebige Versuche, seine Kritiker durch Gerichtsverfahren zum Schweigen zu bringen. Die Entscheidung des Gerichts, den Schadenersatz auf Kleingeld zu reduzieren unterstreicht, wie unbegründet und rachsüchtig Manns Klage gegen Steyn war.

Während Mark Steyn ein wenig aufatmen kann, könnte es für Mann noch schlimmer kommen.

Teil zwei seiner ursprünglichen Klage aus dem Jahr 2012 (Teil eins war Mann gegen NRO und Steyn) richtete sich gegen das Competitive Enterprise Institute (CEI). Deren Autor Rand Simberg verglich Mann mit dem verurteilten Kinderschänder Jerry Sandusky (eine zugegebenermaßen dumme Metapher, die auf Korruption in der Klimawissenschaft hinweisen sollte). Manns gescheiterter juristischer Kreuzzug hat ihn bereits über eine Million Dollar gekostet, aber es gibt keinen Grund, warum das CEI nicht noch mehr Geld für ihn ausgeben sollte, indem es auch die Anwaltskosten zurückverlangt.

Manns Ruf war bereits ramponiert, allein sein berüchtigtes „Hockeyschläger“-Diagramm entlarvte ihn als Agenda-getriebenen Schreiberling, aber diese jüngste Niederlage vor Gericht zementiert sein Vermächtnis – nicht als Verfechter der Klimawissenschaft, wie er sich selbst oft darstellt, sondern als verbitterter Prozessgegner, dessen Argumente durchweg jeder Prüfung nicht standhalten.

Die globale Erwärmung ist von Mann fabriziert.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-at-647c-845f-record-breaking?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Teil 2: Der Februar in aller Welt – Keine CO₂-Treibhauswirkung erkennbar

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • Weltweit drittwärmster Februar seit 1881. Kann das stimmen?
  • Keine Korrelation mit dem CO₂-Anstieg, keine Treibhauswirkung erkennbar

Vorweg die Überraschung: Copernicus, die von der EU-Kommission und damit von uns finanzierte Erdbeobachtungsüberwachung meldet keinen wärmsten Februar aller Zeiten, nur der drittwärmste: Insgesamt war der Februar laut Copernicus im Durchschnitt 1,59 Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter…. Jeder von uns weiß, dass es überhaupt keine globalen Temperaturmessungen, die mit den heutigen vergleichbar wären, im vorindustriellen Zeitalter gab. Aber alimentierte Wissenschaftler erfüllen halt ihren politischen Auftrag, Hauptsache das Geld fließt weiter auf ihr Monatskonto. Quelle der Lügenaussagen, z.B. hier:

Nun von Deutschland in alle Welt:

Die Februartemperaturentwicklung bei uns wurde ausführlich im Teil 1 behandelt. Beginnen wir zur mit der Februartemperaturentwicklung in Deutschland seit 1943, also die letzten 83 Jahre und vergleichen mit den vielen Stationen aus aller Welt.

Abb. 1: Die Februarmitteltemperaturen des Deutschen Wetterdienstes seit 1943 bis 2024, 82 Jahre:

Wir erkennen mindestens 3 Teilabschnitte:

  1. deutliche Abkühlung im ersten Abschnitt bis 1987
  2. Temperatursprung von 1987 auf 1988 von 2 Grad
  3. Weitererwärmung seit 1988 bis heute laut DWD um fast 0,3 Grad/Jahrzehnt.

Die CO₂-Konzentrationszunahme in der Atmosphäre: Starker Anstieg:

Abb. 2: Steiler und stetiger CO₂-Anstieg in der Atmosphäre bis Ende Febr. 2025

Wir gehen von einer erheblichen CO₂-Konzentrationszunahme von 110 ppm seit 1943 aus, ob diese jedoch ausschließlich anthropogenen Ursprunges ist, wollen wir nicht diskutieren, sondern lediglich die vom PIK-Potsdam und vom Weltklimarat behauptete hohe CO₂-Klimasensitiviät anhand des Artikels in Frage stellen.

Merke: Die CO₂-Kurve der Konzentrationszunahme zeigt im Vergleich zur Entwicklung der deutschen Februartemperaturen keinerlei Ähnlichkeit. Ab 1988 bis heute handelt es sich um eine Zufallskorrelation.

Wir fragen uns: Ist vielleicht Deutschland in den letzten 38 Jahren eine Ausnahme oder gar ein Sonderfall? Wird nur bei uns der Februar in den letzten 38 Jahren wärmer? Wir werfen einen Blick nach Zentralengland:

Abb. 3: Wie in Deutschland (vergleiche Abb.1) deutliche Februarabkühlung ab 1943, Temperatursprung 87/88 ca. 1,5 K, dann weiterer Temperaturanstieg nach Formel

Abb. 4: Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden ein ähnliches Bild.

Und nun zum Vergleich das ganze restliche Westeuropa in den angegebenen Koordinaten

Abb. 5: Der Februar im angegebenen Koordinatenraum zeigt zunächst keine Temperaturzunahme, dann ab 1987 den plötzlichen Temperatursprung und ab 1988 die auch von Deutschland gewohnte Temperaturzunahme

Skandinavien und Nordeuropa.

Weiter nördlich in Europa wird der Februar ab 1988 teilweise sogar kühler:

Abb. 6a/6b/6c: Je weiter nördlich, desto größer der Temperatur-Sprung. Danach keine Weitererwärmung, es ähnelt unseren Bergstationen über 1000 m Höhe

Nun zu Skandinavien in den angegebenen Koordinaten sowie die russische Wetterstation Murmansk, der einzige eisfreie Hafen, östlich der norwegischen Grenze ganz oben im Norden.

Abb. 7a/b: Der Februarverlauf von Skandinavien ähnelt dem von Mitteleuropa. In Murmansk ist der Temperaturabfall von 1943 bis 1987 auffällig und dann der plötzlich und sehr kräftige Temperatursprung von fast 3 Grad auf ein höheres Temperaturniveau.

Fazit von Nordeuropa:

  1. der Februartemperaturverlauf ähnelt sehr stark dem von West- und Mitteleuropa.
  2. Mit der CO₂-Zunahmekurve – siehe Grafik 2 – besteht absolut keine Korrelation

Merke: Mittel- West- und Nordeuropa ist ein relativ großes Gebiet, in diesem Gebiet ist der Februarverlauf ähnlich. Die Erwärmung erfolgte durch einen Temperatursprung im Jahre 1987/88. Vorher keine und nach dem Sprung auch keine Weitererwärmung.

CO₂ kann somit nicht der Haupttemperaturregler sein wie die politische Agenda mit ihren eigens bezahlten und damit gekauften Klimawissenschaftlern in diversen Instituten behaupten.

Auch in Teilen Ostasiens (beispielhaft hier Sapporo) und in Teilen der USA blieb seit 1988 eine Februar-Erwärmung aus. Siehe dazu die vielen Kälteberichte auf EIKE aus aller Welt, insbesondere aus Zentralasien. z.B. hier.

Abb. 8: Februartemperaturen Sapporo/Japan mit Temperatursprung 87/88 von ca. 1,4K

USA und Grönland

Und die älteste Wetterstation in Virginia/USA, seit 1880 bei einer Farm gelegen, also fast ohne die Zusatzerwärmung des sich stark entwickelten Amerikas. Natürlich sind die Gebäude inzwischen erweitert, die Heizungen und der Energieverbrauch vervielfacht und vor der Farm führt ein vierspuriger Highway vorbei. Zudem hat sich die einst weit entfernte Bezirkshauptstadt Harrisonburg mit den Vortorten bis nah an die Farm ausgebreitet.

Abb.9: Die Station liegt bei einer Farm auf dem Land. Trotz starker CO₂-Zunahme seit 1880 hat sich der Monat Februar seit 145 Jahren kaum erwärmt. Der Verlauf über die Jahrzehnte ist jedoch anders als in Deutschland. Vor allem gibt es 1987 auf 1988 keinen Temperatursprung.

Und schließlich Grönland, die Temperaturaufzeichnung der Hauptstadt-Wetterstation.

Abb. 10: Keinerlei Februarerwärmung in der Hauptstadt Grönlands seit fast 90 Jahren. Ähnlich wie in Virginia fehlt auch in Grönland der Temperatursprung.

Unser Stationsvergleich liefert bisher folgendes Ergebnis:

1) In Mittel-West- und Nordeuropa wurde der Februar durch einen plötzlichen Temperatursprung im Jahre 1987auf 1988 wärmer. Auf diesem höheren Niveau hält sich der Februar bis heute

2) Auf Grönland und dem amerikanischen Kontinent wurde der Februar gar nicht wärmer, weil es keinen Temperatursprung gab.

Kleine Anmerkung. In den USA zeigen die Februartrendlinien in stark wachsenden Gebieten und Städten aufgrund des wachsenden Wärmeinseleffektes schon nach oben. Auffallend ist das besonders bei der Bundeshauptstadt Washington, eine deutliche, vom Menschen erzeugte Februarerwärmung aufgrund des stark angestiegenen Energieverbrauchs.

Diese anthropogene Wärmeinsel-Zusatzerwärmung führt zu höheren Temperaturen und nicht die gleichzeitige CO₂-Zunahme, denn 100 km westlich von Washington in Virginia, siehe Dale-Enterprise verzeichnet dieselbe CO₂-Zunahme wie in Grafik 2

Ein kleiner Ausflug, die DWD-Wetterstation Neumayer in der Antarktis

Da diese Wetterstation einerseits WI-frei ist, andererseits aber auch die natürliche Umstellung der Wetterlagen von nördlichen auf vermehrt südliche Richtungen mit Sonnenstundenzunahme nicht mitgemacht hat, (wie auch?) zeigt diese Wetterstation auch einen gänzlich anderen Februar-Verlauf seit 1988 als die mittel- und westeuropäischen Wetterstationen:

Abb. 11: Die DWD-Wetterstation Neumayer in der Antarktis zeigt keinerlei Erwärmung seit 1984. Der Schnitt der Februartemperaturen liegt bei knapp – 8 Grad. Es gab auch keinen Temperatursprung von 1987 auf 1988. Wärmer heißt weniger als – 8 Grad, in der Grafik wäre das weiter nach oben zu 0 C hin. Bei einer solchen Kälte wird kein Antarktiseis wegschmelzen. (Februar ist der letzte Sommermonat in der Antarktis) Dabei liegt die Station am Rande des Kontinents, bereits auf dem Schelfeis. Die Stationen weiter dem Pol zu sind natürlich wesentlich kälter.

Damit erkennen wir zugleich: Hätte es in Mittel- in West- und in Nordeuropa nicht diesen hohen und plötzlichen Temperatursprung gegeben, dann hätte sich auch der Februar bei uns nicht erwärmt. Der Temperatursprung im Jahre 1987 auf 1988 wurde vor uns bereits von einer holländischen Wissenschaftlergruppe beschrieben.

Kohlendioxid bewirkt keine erkennbaren Temperaturerhöhungen, wer oder was dann?

Was die plötzliche erwärmende Änderung des Klimas ab 1987 in Mittel- und Westeuropa herbeiführte, das haben wir öfters schon beschrieben, z.B. hier.

In aller Kürze nochmals wiederholt: Zeitraum 1987/88 bis heute

(In Kürze, weil es zu jedem Einzelpunkt von uns oder von anderen Autoren in den letzten Jahren ausführliche Artikel gab).

1) Die Umstellung der Luftzufuhr von NW auf SW-Wetterlagen, also auf vermehrt südliche Windrichtungen in ganz Mittel- und Westeuropa, damit könnte man den Temperatursprung 87/88 erklären, bzw. die plötzliche Änderung der Trendlinien.

2) Laut DWD die Zunahme der Sonnenstunden seit 1988 und wegen den wirkenden Luftreinhaltemaßnahmen die Zunahme der Strahlungsintensität, siehe hier.

3) Die ständige weitere Trockenlegung Deutschlands, dadurch verringert sich die Verdunstungskälte der Landschaft. Die Tage werden vor allem tagsüber wärmer. Zunahme der Tmax-Temperaturen vor allem in den Sommermonaten.

4) Stetige Zunahme der Wärmeinselflächen (WI) in Deutschland, nicht nur mehr Heizung und Autos, sondern auch: Die ständige weitere Bodenversiegelung und Asphaltierung einstiger Grünflächen, die Städte und Gemeinden fressen sich in die grüne einst kühlende, einst nicht trockengelegte Landschaft hinein – derzeit 50 ha je Tag in Deutschland, siehe Versiegelungszähler, Stand: etwa 51 000 km² von 358 000 km², tägliche Zunahme etwa 45 ha. (Zähler derzeit nicht erreichbar)

5) Die AMO-Warmphase, die aber auch zyklisch ein Ende finden wird.

6) Laut DWD und des Physikochemikers Dr. Hans Rolf Dübal die Abnahme der Bewölkungsdichte, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=ONZZGrw62SQ&t=1339s

7) Die Verringerung der Albedo seit 30 Jahren, dadurch wird weniger Sonnenenergie ins Weltall zurück reflektiert.

8) Die statistische Erhöhung der DWD-Temperaturreihen durch Stationstausch. (Das dazugehörige Video ist nicht mehr aufrufbar)

9) Die gänzliche neue Erfassungsmethode der Tagestemperatur – Wetterhütte und Mannheimer Stunden seit 2000 allmählich abgeschafft- die digitale Einheit muss nun frei und ganztägig in der Sonne stehen mit einer genormten Abschirmung. Näheres hier.

Und die Treibhausgase erwärmen nichts nachweisbares, deshalb gilt: Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff aus der Werbebranche, der uns Angst einflößen soll, genauso wie diese völlig falsche UN-Definition von Klimawandel: Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Bewahrung der Schöpfung: CO₂ ist Leben

Die Schöpfung dieser Erde basiert auf dem Element Kohlenstoff und CO₂ ist das notwendige Transportmittel, um das C-atom in die organischen Zellen zu transportieren. Wer CO₂ bekämpfen will, versündigt sich an der Schöpfung, an der ökologischen Vielfalt des irdischen Lebens. Irgendwann muss das auch mal den Kirchen mitgeteilt werden.

CO₂ ist ein lebensnotwendiges Gas, genauso wie Sauerstoff und Wasser. Ohne CO₂ wäre die Erde kahl wie der Mond. Mehr CO₂ in der Atmosphäre wäre wünschenswert, denn es beschleunigt die Fotosynthese und lässt die Nahrungspflanzen schneller wachsen. CO₂ erhöht die ökologische Vielfalt dieser Erde. Kohlendioxid ist Leben!!

Wir haben zu wenig CO₂ in der Atmosphäre

Es mag erstaunen, dass die relativ geringe CO₂-Konzentration in der Luft überhaupt ausreicht, so viel pflanzliche Biomasse zu erzeugen. Der grüne Anteil der Flora soll übrigens um den Faktor 1000 höher sein als der der Fauna, welche sich ausschließlich aus Pflanzen ernährt.

Tatsächlich mussten die Pflanzen einige Tricks entwickeln, um mit diesem geringen Lebensangebot CO₂ überhaupt zurecht zu kommen. So haben die C3-Pflanzen ein Enzym mit dem Namen Rubisco entwickelt, das die Fotosynthese unterstützt.

Also: CO₂ bewirkt keine Temperaturerhöhungen, ist aber das notwendige Schöpfungsgas für die Erde.

Klimaschutz und Naturschutz sind nicht dasselbe

Wirklicher Natur- und Umweltschutz will die Vielfalt der Arten und der Lebensräume für die Flora und Fauna erhalten. Und das geht nicht durch Verminderung des CO₂-Angebots. Der Erhalt der natürlichen Lebensräume muss endlich in den Mittelpunkt des politischen Handelns gerückt werden. Umweltschutz bedeutet Saubere Luft und sauberes Wasser und beides sind Grundrechte aller Lebewesen. Das Geschäftsmodell Klimaschutz ruiniert unsere Natur und Landschaft, Klimaschutz greift in das Privatleben der Bürger ein. Eine Gefahr für die Demokratie.

Die Februartemperaturreihen des Deutschen Wetterdienstes beweisen: Es gibt keinen Klimanotstand, nirgendwo auf dieser Welt. Deshalb muss auch keine drohende Klimagefahr bekämpft werden. CO₂ ist kein Giftgas und kein Klimakiller, sondern das notwendige Lebensgas. Eine Klimakatastrophe ist weit und breit nicht in Sicht.

Wie lange lassen wir uns dieses Geschäftsmodell Klimanotstand durch Zunahme der Treibhausgase noch bieten?

Quellen: Abb. 1, 11 https://www.dwd.de/DE/Home/home_node.html

Abb. 3 https://www.metoffice.gov.uk/

Abb. 5, 7a https://climatereanalyzer.org/

Abb. 6 a,b,c, 7a, 8, 10 https://www.giss.nasa.gov/

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer




Falscher Anschein der Energiewende: Viele Zahlen, wenig Wahrheiten

Gordon Tomb

Während sie viele Hindernisse aufzählen, die der Abkehr von fossilen Brennstoffen zugunsten „grüner“ Energie im Wege stehen, übergehen drei Autoren in der Zeitschrift Foreign Affairs eine wichtige Wahrheit: Die einst angepriesene, jetzt aber zum Scheitern verurteilte „Energiewende“ war und ist unnötig und unerwünscht.

Stattdessen suggeriert der Titel des Artikels „The Troubled Energy Transition: How to Find a Pragmatic Path Forward“ (Wie man einen pragmatischen Weg nach vorne findet), dass (1) die so genannte Energiewende legitim ist und (2) dass sie trotzdem irgendwie stattfinden sollte. Beides ist falsch.

Bei den Verfassern handelt es sich um angesehene Männer: Daniel Yergin, ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Energiehistoriker; Peter Orszag, Vorsitzender und CEO von Lazard; und Atul Arya, Chef-Energiestratege bei S&P Global. In ihrem 5000 Wörter umfassenden Beitrag werden die Themen ausführlich erörtert, aber die Sprache ist nicht sehr direkt und geht am Kern vieler Fragen vorbei.

So vergleichen die Autoren beispielsweise den Wechsel von fossilen Brennstoffen zu „grüner“ Energie mit der Ersetzung von Holz durch Kohle, die im 18. Jahrhundert begann und in den 1900er Jahren ihren Höhepunkt erreichte, sowie mit der Ablösung der Kohle durch Öl in den 1960er Jahren. Sie stellen fest, dass die ersetzten Energiequellen bis weit in die Übergangszeit hinein genutzt wurden, ebenso wie die fossilen Brennstoffe auch während der Einführung der heutigen Alternativen weiter genutzt wurden – und sogar noch an Menge zunahmen.

In dem Artikel kommt jedoch die Energiedichte zu kurz, d. h. die Frage, wie viel Arbeit aus einer Einheit einer Energiequelle gewonnen werden kann. Bei früheren Umstellungen waren die nachfolgenden Energieträger in weitaus geringeren Mengen erforderlich als die zu ersetzenden Formen, um die gleiche Menge an Arbeit zu verrichten – Kohle besser als Holz, Öl besser als Kohle sowie Uran, das alles in den Schatten stellt.

Was den vermeintlichen Übergang von heute betrifft, so heißt es in dem Artikel lediglich, dass „verbesserte Funktionalität und niedrigere Kosten … noch nicht in einem Großteil des gesamten Energiesystems vorhanden sind.“

Das bedeutet, dass Wind, Sonne, grüner Wasserstoff usw. völlig unbrauchbar sind, um große Bevölkerungsgruppen mit zuverlässiger, erschwinglicher Energie zu versorgen, und dass Physik und Chemie keine glaubwürdigen Beweise für ihre Fähigkeit liefern, diese Rolle jemals auszufüllen. Wind- und Solarkraftwerke zum Beispiel benötigen ein Vielfaches an Land und Material, um die gleiche Menge an Strom zu erzeugen wie Kohle- und Kernkraftwerke. Das ist der Grund, warum die grüne Energie selbst mit massiven Subventionen scheitert.

Über die Schwierigkeit, grüne Träume zu finanzieren, schreiben die Autoren: „Ein Teil des Problems sind die schieren Kosten: viele Billionen Dollar, mit großer Ungewissheit darüber, wer sie bezahlen soll.“ Es fehlt an Anreizen für private Investitionen, staatlich auferlegte Kohlenstoffsteuern sind problematisch, und die Bevölkerung weder der reichen noch der armen Länder kann es sich leisten, dafür zu bezahlen.

Nicht erwähnt wird, dass frühere Umstellungen von Erfindern, Investoren, Ingenieuren, Mechanikern und Handwerkern vorangetrieben wurden, die neue Brennstoffe einsetzten, um mit neuen Maschinen und Verfahren effizienter zu arbeiten. Die neuen Energiequellen wurden organisch entwickelt, sie folgten den Gesetzen der Natur und der Wirtschaft und nicht den Diktaten der von der Regierung geförderten verblendeten Machtbesessenen.

Die dummdreiste „Klima“-Politik der nationalen Regierungen hat die Dinge durcheinander gebracht. Energie ist in Ländern wie Deutschland und Kalifornien teurer und weniger verfügbar geworden, was zu einer vorhersehbaren wirtschaftlichen Zerstörung geführt hat. Das ist eine Wahrheit, die laut gesagt werden muss, immer und immer wieder von mehr klugen Leuten.

Der grundlegendste Fehler der Autoren ist ihre Behauptung, dass die Abkehr von fossilen Brennstoffen, um „Netto-Null-Emissionen“ zu erreichen, eine lohnende Aufgabe sei, für die nur „ein pragmatischer Weg nach vorn“ gefunden werden müsse. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Berge von geologischen und historischen Beweisen und moderne Forschungen der Atmosphärenphysik zeigen das:

– Der Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxids seit der industriellen Revolution hat das Gas auf ein für das Pflanzenwachstum optimales Niveau gebracht. Die Pflanzenproduktion hat sich verbessert, und die globalen Ökosysteme sind grüner geworden. Wir sollten mehr CO₂ in die Luft blasen, nicht weniger.

– Die heutige Erwärmung ist weder ungewöhnlich noch beispiellos. Vor 1000 Jahren bauten die Wikinger auf Grönland Getreide an, und vor 2000 Jahren züchteten die Römer in Nordengland Zitrusfrüchte. Heute ist es an beiden Orten zu kalt, um beides zu tun.

– Die Angstmacherei über den „Treibhauseffekt“ basiert auf Übertreibungen des Erwärmungspotenzials von CO₂ und anderen Gasen sowie auf fehlerhaften Computermodellen, die durch reale Daten wiederholt widerlegt wurden. Aufgrund des Phänomens der abnehmenden Erträge würde selbst eine Verdoppelung der CO₂-Konzentration gegenüber dem heutigen Stand nur zu einer bescheidenen, positiven Erwärmung führen.

Wir werden nicht erraten, warum so renommierte Autoren diese wohlbekannten Fakten übersehen, während sie die falsche Prämisse eines jahrzehntelangen Desasters in der öffentlichen Politik aufrechterhalten. Aber es gibt keinen „pragmatischen Weg nach vorn“ für eine Schein-Energiewende, und die Autoren sollten es eigentlich besser wissen.

This commentary was first published at American Thinker on March 3, 2025.

Link: https://cornwallalliance.org/false-pretense-of-energy-transition-long-on-facts-short-on-truth/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 10 / 2025

Vorbemerkung: Es ist schon eigenartig: dieser Tage posaunte die politische Agitations-Institution der EU „Copernicus“ hinaus, wie ach so warm die letzten beiden Jahre gewesen seien und dass das Eis an beiden Polen immer schneller schmelze. Abgesehen davon, dass zwei Jahre nichts mit Klima, sondern nur mit Wetter zu tun haben, zeigen die auch in diesem Kältereport mehrfach auftretenden Meldungen zumindest aus der Antarktis, dass dieses Gerede wohl nicht so ganz den Tatsachen entspricht.

Meldungen vom 3. März 2025:

Grönland: Eisschild ausgedehnter als im Mittel

Am Wochenende wurden auf Grönland mehrfach beträchtlicher Schnee- und Eiszuwachs verzeichnet, wodurch die SMB-Werte über den Durchschnittswerten von 1981-2010 lagen.

In den vergangenen 3 Tagen haben sich ca. 17 Gts angesammelt…

…was die kumulierten SMB-Werte der Saison über den Mittelwert von 1981-2010 steigen ließ. Das Eisschild trotzt weiterhin den katastrophistischen Unkenrufen.

Er verschwindet nirgendwohin.

————————————

Kanada: Februar war kälter als im Mittel

Der Februar 2025 war für weite Teile Kanadas ein kalter Monat.

Die Prärieprovinzen, einschließlich Alberta und Saskatchewan, erlebten strengen Frost mit Temperaturen, die mehr als 6 °C unter dem Durchschnitt von 1991-2020 lagen. Städte wie Regina (-6,5 °C) und Calgary (-6,1 °C) wiesen einige der größten Negativ-Abweichungen von der Norm auf.

Im hohen Norden, z. B. in Resolute und Alert, wurden dagegen überdurchschnittlich milde Februartage registriert.

Anmerkungen des Übersetzers dazu: Dies deutet auf eine Wetterlage hin, die in Kanada seltener auftritt als in Europa, nämlich eine Blockierung, bei der ein (mildes) Hochdruckgebiet im Norden und ein (kalter) Tiefdruckwirbel südlich davon liegt. Rudimentär war das im Februar auch in Europa so, doch war das südlich des Hochdruckgebietes über Skandinavien liegende Tiefdruckgebiet nicht wie sonst mit arktischer Kaltluft angefüllt, da es vom Atlantik kommend herein driftete. Deshalb verschonte uns strenger Frost, auch wenn es einige bitterkalte Nächte im vergangenen Monat gab. – Ende Anmerkungen]

Hier eine Schneefall-Statistik von Vancouver:

Die Kälte in Kanada hält bis in den März hinein an.

In Ontario und Quebec wurden am Sonntag ungewöhnlich niedrige Werte gemessen. Z. B. meldete Schefferville -41,9°C, Lac-Benoît -39,3°C und La Grande IV -39,1°C.

Die Großstädte erlebten die tiefsten Märztemperaturen seit Jahren. Ottawa erreichte mit -21,3°C den tiefsten Stand seit sechs Jahren, Montreal mit -20,0°C den kältesten Stand seit acht Jahren und Toronto mit -16°C den niedrigsten Märzwert seit zehn Jahren.

In der ersten Märzhälfte wird es in weiten Teilen Kanadas weiterhin sehr kalt bleiben.

————————————

Nordindien: Lawine verschüttet Arbeiter

Die anhaltenden Schneefälle in Nordindien haben zu weitreichenden Behinderungen und einer steigenden Zahl von Todesopfern geführt.

Am Freitag wurde eine Baustelle im indischen Bundesstaat Uttarakhand von einer Lawine heimgesucht, die 57 Arbeiter verschüttete.

Die Lawine war in der Nähe einer Autobahn in der Region Chamoli nach heftigen Schneefällen und schneesturmähnlichen Bedingungen abgegangen. Das Arbeitslager der Border Roads Organisation (BRO), in dem 57 Arbeiter in acht Containern und einem Schuppen untergebracht waren, wurde verschüttet.

Starker Wind und unaufhörlicher Schneefall behinderten die Rettungsarbeiten am Samstag und Sonntag. „Die Straßen sind blockiert. Wir haben Schneefräsen eingesetzt“, sagte Deepam Seth, der Polizeichef von Uttarakhand.

In den Medien wird der „Klimawandel“ für diese Tragödie verantwortlich gemacht und behauptet, dass der Klimawandel das Wetter verschärft und zu mehr Lawinenabgängen führt (also mehr Schneefall?). Der Zug ist in dieser Hinsicht sicher abgefahren, und nur sehr wenige glauben das, was sie da verkaufen.

Die Temperaturen lagen in letzter Zeit im gesamten Himalaya weit unter dem Durchschnitt.
In Nyoma wurde es -30°C kalt, Padum verzeichnete -32°C, Korzok -33°C, Rangdum registrierte -36°C, More Plains erreichte -41°C, aber es waren Kyagar und Kyun Tso, die mit anomalen -45°C den Tiefstpunkt markierten.

————————————

China: Höchste Schneefall-Warnstufe

Massive Schneestürme haben den Osten Chinas am Wochenende heimgesucht und die Provinz Shandong unter sich begraben.

In der Provinzhauptstadt Jinan steckten die Bewohner in dicken Mänteln und Stiefeln, während Arbeiter den Schnee von den Straßen schaufelten.

Die Behörden gaben zwei rote Warnungen wegen Straßenglätte und Schneestürmen aus. In mehreren Bezirken fiel am Montag der Schulunterricht aus. Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken kam es zu ungewöhnlichen Verspätungen.

————————————

Meldung von AP: Es ist kalt, weil es warm ist!

All die Kälte und der Schnee seien auf die globale Erwärmung zurückzuführen, heißt es in einem herausragenden Bericht der Associated Press. Für diese Behauptung werden keine Beweise vorgelegt, der Artikel stützt sich lediglich auf die Gedanken und Gefühle einiger beliebiger Amerikaner.

[Hervorhebung im Original]

Einer der Befragten kam zu dem Schluss, dass es sich um den Klimawandel handeln müsse, „es ist einfach offensichtlich“, wobei er keine Daten, sondern nur seine Gefühle anführte.

Die Umfrage ergab, dass 8 von 10 Amerikanern sagen, sie hätten „extremes Wetter“ erlebt, wobei die Hälfte von ihnen strenge Kälte angibt. Drei Viertel der Befragten machen die Erwärmung für die Abkühlung verantwortlich. Und warum? Weil die MSM in den letzten Jahren mit dieser Verbindung auf Werbetour waren und die Realität zurechtgebogen haben, um die Erzählung pflichtbewusst zu verbreiten (und ihre Auftraggeber zu beruhigen).

Ein Meinungsforscher gab zwar zu, dass es „kontraintuitiv“ sei, eine Verbindung zwischen rekordverdächtiger Kälte und katastrophaler Erwärmung herzustellen, aber er akzeptierte es trotzdem. Beweise wurden nicht vorgelegt. Eine andere, die aus Louisiana stammt, führte ihre unwiderlegbaren persönlichen Beweise an: Die Sommer fühlen sich heißer an, die Winter kälter, und einmal ist sie bei der Arbeit im Schnee stecken geblieben.

Das ist keine Klima-Wissenschaft. Das ist assoziierte Propaganda.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-ice-sheet-above-average?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldungen vom 4. März 2025:

Süd-Korea: Starke Schneefälle

Südkorea wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag von Schneefällen heimgesucht, die den Reiseverkehr behinderten und zu Sicherheitsbedenken führten. Ab Dienstag wird landesweit ein weiterer starker Schneefall erwartet.

In Seoul, Gyeonggi, Gangwon und Chungcheong schneite es bis Montagmorgen kräftig. Gangwon war mit 49,6 cm bis 6 Uhr morgens am stärksten betroffen. Goseong-gun folgte mit 39,2 cm.

Die Behörden reagierten auf eine Vielzahl von Verkehrsunfällen und liegen gebliebenen Fahrzeugen, und 20 Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert (wahrscheinlich mehr). Über 80 Fähren wurden gestrichen, ebenso wie eine Vielzahl von Flügen. Auch Nationalparks und Straßen wurden geschlossen.

Für Dienstag wurde für Gangwon, Chungcheong, Gyeongsang und das südliche Gyeonggi eine starke Schneefallwarnung ausgegeben.

Die Vorhersagen sagen für Gangwon weitere 40 cm voraus. In Nord-Gyeongsang und in den Bergen von Jeju könnten ebenfalls weitere 40 cm fallen, während in Seoul und Incheon noch ein paar Zentimeter hinzukommen werden.

————————————

Japan: Schnee in Tokio

Ein starker Wintersturm wird ab Dienstagnachmittag in den Bergregionen Zentral- und Ostjapans weitere heftige Schneefälle bringen. Die JMA warnt, dass sich sogar im südlichen Kanto, einschließlich Tokio, Schnee ansammeln könnte.

Wenn das Tiefdruckgebiet nach Osten zieht und bis Mittwochmorgen die Pazifikküste der Tokai-Region erreicht, ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, da sich in einigen Gebieten 20 bis 50 cm Schnee ansammelt.

Diese jüngste Schneerunde wird den ohnehin schon rekordverdächtigen Winter in Japan noch verstärken. Die Schneehöhen in den Skigebieten des Landes sind selbst für japanische Verhältnisse gigantisch: In mehreren Skigebieten, darunter Tengendai Kogen, haben sich über 700 cm angesammelt.

————————————

Michigan, USA: Eindrucksvolle Schneemassen

Dieser Winter wird mit mehreren Rekorden in die Annalen Michigans eingehen.

In Gaylord registrierte das NWS bis Ende Februar 470 cm Schnee und brach damit den Rekord aus dem Jahr 2006-07 (die offiziellen NWS-Daten für Gaylord reichen nur bis 1998 zurück, der „inoffizielle“ Rekord von 1996-97 mit 527 cm bleibt unangefochten).

Michigans See-Effekt-Schneemaschine ist in dieser Saison auf Hochtouren gelaufen und hat in den Skigebieten des Bundesstaates historische Schneemengen abgeliefert. Caberfae Peaks hat bisher 390 cm gesehen und damit den bisherigen Rekord von 380 cm aus dem Jahr 2013/14 übertroffen; Crystal Mountain steht bei 420 cm, Tendenz weiter zunehmend; während Mt. Bohemia bereits 612 cm erreicht hat, mit einer Chance, den Allzeitrekord von 815 cm aus dem Jahr 2021-22 zu brechen.

————————————

Kälte in Indien und China

Die Einwohner von Udaipur, Indien, erwachten am Dienstag mit einem plötzlichen Kälteeinbruch, als starke Nordwinde über die Stadt fegten.

Nach den Anzeichen des Frühlings in den letzten Tagen wurden die Einwohner am Dienstag von den eisigen Winden überrascht. Morgenspaziergänger am Fatehsagar-See trotzten der klirrenden Kälte, die bis in den Vormittag anhielt. Der Windchill-Faktor ließ die Temperaturen noch niedriger erscheinen.

Ähnlich sieht es in ganz China aus, wo die Temperaturen stellenweise um 30 Grad gesunken sind, wie etwa im Becken des Jangtse-Flusses, so dass der Winter in vollem Umfang wieder Einzug gehalten hat. Rekordtiefe Märztemperaturen und Schnee haben viele Regionen heimgesucht ( Aktualisierung folgt).

————————————

Antarktis-Kälte: –61,5°C

Die Antarktis kühlt ab, und das schon seit Jahrzehnten.

Am 3. März sank die Temperatur an der Concordia-Station unter -60 °C, Tendenz weiter sinkend. Der letzte Tiefstwert an diesem Tag lag bei -61,5 °C, was den niedrigsten Wert auf dem Planeten und eine deutliche Anomalie für diese Jahreszeit darstellt. Auch in Wostok wurde mit -60,3 °C die Schwelle von -60 °C unterschritten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/heavy-snow-sweeps-south-korea-flakes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldungen vom 5. März 2025:

Kanarische Inseln: Seltener Schnee in höheren Lagen

Die Kanarischen Inseln, eine spanische Inselkette vor der Nordwestküste Afrikas, wurden von einem seltenen Schneesturm heimgesucht.

Der Berg Teide auf Teneriffa verwandelte sich diese Woche in einen schneebedeckten Vulkan, der normalerweise von der Sonne verwöhnt wird.

Die spanische Wetterbehörde Aemet gab eine seltene Schneewarnung für Teneriffa und La Palma heraus. Die Behörden schlossen sogar den Zugang zum Teide-Nationalpark* wegen vereister Straßen und Schnee, was ebenfalls nur selten vorkommt.

[*Der Nationalpark liegt im Schnitt 2000 m hoch. A. d. Übers.]

————————————

USA: Neuer Wintersturm

In dieser Woche sorgt ein heftiger Wintersturm für starke Winde, heftigen Schnee im März und brutale Kälte von den Rocky Mountains bis zum Mittleren Westen. Der Wind ist eisig, das Reisen tückisch und Stromausfälle sind weit verbreitet.

Heftige Schneefälle und Winde von mehr als 90 km/h suchen Colorado, Nebraska und die Dakotas heim. Die Sicht geht gegen Null, die Straßen sind unpassierbar und die Stromleitungen ausgefallen. An der Palmer Divide und im östlichen Colorado bilden sich riesige Schneeverwehungen, während in Denver ein Regen-Schnee-Gemisch zu Eis wird.

Der Sturm fegte am Dienstag über die Plains und brachte in einigen Gebieten über 30 cm Schnee.

————————————

Antarktis: Rapide Abkühlung

In der Antarktis ist ein deutlicher Temperaturrückgang zu verzeichnen, bei dem die Tiefstwerte auf für die Jahreszeit ungewöhnliche Tiefstwerte sinken.

Concordia verzeichnete am 4. März einen Tiefstwert von -61,6 °C, während Vostok sogar noch weiter auf -62,3 °C abkühlte. Dome Fuji AWS registrierte mit -61°C ebenfalls einen Tiefstwert unter -60°C.

Der 4. März war auch der erste Tag des Jahres, an dem die Höchsttemperaturen unter -50 °C blieben. In Wostok wurde ein Höchstwert von nur -51,6 °C gemessen – eine extreme Anomalie.

Die Abkühlung in der Antarktis im März ist deutlich und setzt den sich verstärkenden Trend der letzten Jahre fort.

Link: https://electroverse.substack.com/p/rare-snow-blankets-canary-islands?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldungen vom 6. März 2025:

Antarktis: Wostok registriert –64.7°C

Die Temperaturen am südlichen Ende der Welt sinken weiter. An mehreren Orten in der Antarktis wurden für diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrige Temperaturen gemessen.

AGO-4 AWS fiel auf -60,8°C, Dome Fuji AWS erreichte -62,7°C, während Vostok mit -64,7°C den Höhepunkt setzte. Dies sind extreme Bedingungen für den März und verdeutlichen die anhaltende Kälte, die den Kontinent heimsucht.

Die Antarktis kühlt ab.

————————————

China: Rekorde brechende Winterstürme

Eine historische März-Kältewelle hat Zentral- und Ostchina erfasst und rekordverdächtige Schneefälle, eisige Temperaturen und schwere Stürme mit sich gebracht.

Die Provinz Shandong hat die Hauptlast des extremen Wetters zu tragen: Die Stadt Zibo ist unter tiefem Schnee begraben, und in Jinan wurde wegen starker Schneefälle und vereister Straßen wiederholt die Alarmstufe Rot ausgerufen. Grund- und Mittelschulen in der gesamten Provinz mussten geschlossen werden.

Es handelte sich um einen der stärksten Schneestürme im März seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Messungen der Schneemengen ergaben seltene Häufungen, und das Meteorologische Observatorium von Zibo erhöhte seine Warnung vor starkem Schneefall auf die höchste Stufe.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-at-647c-845f-record-breaking?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Meldungen vom 7. März 2025:

Antarktis: Eines des kältesten Zeitraumes Anfang März jemals

Die Antarktis erlebt derzeit einen der kältesten Märzanfänge aller Zeiten.

Ausgehend von Wostok ist dieser Zeitraum Anfang März von 1984 und 2023 mit einem Durchschnitt von -64°C bzw. -63,8°C in den ersten 5 Tagen weiterhin der Spitzenreiter. Aber der frühe März 2025 kam mit einem Durchschnitt von ca. -62°C sehr nahe.

Dazu trug auch der 5. März bei, der mit -64,7 °C zwar historisch kalt, aber nicht ganz rekordverdächtig war.

Die Höchsttemperaturen der ersten fünf Tage in diesem Jahr sind ebenfalls beeindruckend: der 1. März mit -45,4°C, der 2. März mit -47,9°C, der 3. März mit -49°C, der 4. März mit -51,6°C und der 5. März mit einem Tageshöchstwert von nur -52,9°C.

Die Antarktis kühlt sich ab.

————————————

Michigan, USA: Upper Peninsula versinkt im Schnee

Die Upper Peninsula von Michigan erlebte gerade einen beeindruckenden Frühlings-Schneesturm mit starkem Wind, der fast zu einem Whiteout führte. In einigen Gebieten fielen bis 60 cm Schnee.

[Upper Peninsula ist der nördliche Teil dieses US-Staates. A. d. Übers.]

Der örtliche Wetterdienst NWS in Marquette verzeichnete am Regionalflughafen Marquette/Sawyer fast 12 Stunden lang Schneesturmbedingungen. Am 5. März stellte das NWS-Büro mit 53 cm einen neuen Tagesschneerekord auf und übertraf damit den bisherigen Rekord von 40 cm aus dem Jahr 2021.

Die Schneemengen beeindruckten in der gesamten Region. Negaunee wurde unter 60 cm begraben, während Mount Arvon 50 cm sah, Houghton County meldete fast 40 cm und Ironwood 38 cm.

Link: https://electroverse.substack.com/p/one-of-antarcticas-coldest-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

————————————

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 11 / 2025

Redaktionsschluss für diesen Report: 7. März 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE