Der Waldzustand in Bayern ist schlechter, obwohl er besser wurde

Erfahren hat es der Autor, nachdem in der Samstagsausgabe vom 11.11.2017 „seiner“ Lokalzeitung gleich auf der ersten Seite die riesige Schlagzeile lautete: „Klimawandel vor der Haustüre“, worüber dann auf den Seiten 2; 5; 8 und 17 umfangreiche Berichte folgten. In einem fand sich auch ein GRÜNER Landtagsabgeordneter mit dem Aufbaustudium „kommunaler Klimaschutz“, welcher erwartungsgemäß das gesamte Schreckensvokabular zum Klimawandel auswendig konnte und die schlimmen Auswirkungen im Bayernland dem Redakteur diktierte:
„ … es wird wohl kaum einen Ort in Bayern geben, der ein echter Gewinner des Klimawandels ist …“,
„ … jetzt geht alles hundertmal schneller. Keine Pflanze, kein Tier kann sich daran anpassen … „
„ … aber nehmen Sie zum Beispiel den Wald. Dort stoßen wir an Grenzen … die Bäume können nicht einfach davonlaufen …
„ … Auch die Herz-Kreislauf-Probleme werden deutlich zunehmen … „
„ … Die Niederschläge im Sommer werden weniger, dafür regnet es im Winter mehr … „

„ … durch Spätfröste kann es deshalb zu heftigen Ernteausfällen kommen. In diesem Jahr waren es über 80 % Verlust … „
Bei so viel Niedertracht des Klimawandels gehen kleine Meldungen schnell unter, vor allem, wenn darin das Gegenteil steht. Und eine solche war der diesjährige Waldzustandsbericht Bayern.

Bayern Waldzustandsbericht 2017

Der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, stellte den Waldzustandsbericht im letzten Monat vor.
Wie es sich heutzutage „gehört“, zuerst schlimme Meldungen, inclusive dem obligatorischen Klimawandeleinfluss, zumindest was der Mainstream dazu erwartet, und ganz zum Schluss das (weniger) Wichtige: Der Wald ignoriert den Klimawandel.
München im Oktober 2017: [3] Bayern, Waldzustandsbericht
… Witterungsextreme und Schädlinge stellten in den vergangenen Jahren die Wälder und ihre Besitzer vor hohe, ja teilweise vor extreme Herausforderungen. Stürme, Trockenheit, Hitze und Waldbrände machen unseren Wäldern und Waldbesitzern genauso zu schaffen wie Massenvermehrungen heimischer Borkenkäfer. Invasive neue Schadorganismen wie der Asiatische Laubholzbockkäfer oder das Eschentriebsterben gefährden klimatolerantere Baumarten, die wir für den Waldumbau dringend benötigen. Gleichzeitig zeigten die Starkregen, wie dringend intakte Wälder zum Schutz von Leib und Leben, Hab Gut benötigt werden … Nach wissenschaftlichen Prognosen müssen wir uns auch zukünftig auf vergleichbare oder sogar noch kritischere Situationen einstellen …
Insgesamt
… Die Kronenzustandserhebung zeichnet ein stabiles Bild unserer Waldbestände. Positiven Trends wie beim Zustand von Buche und Tanne stehen Zunahmen aggressiver Schädlinge und Wetterunbilden gegenüber. Die Ergebnisse belegen jedoch, dass unsere Wälder in einem guten Zustand sind und unsere Erhaltungs- und Umbaumaßnahmen Früchte tragen.

Insekten und Pilzkrankheiten verursachen die meisten Schäden

Es gibt inzwischen wirklich nichts, an dem der Klimawandel nicht schuld wäre. Werden aus fernen Ländern Schadinsekten und Pilze eingeschleppt, war es der Klimawandel, zumindest kann nur er es sein, der deren Überleben zulässt – die „Wissenschaft“ ist sich da ganz sicher. Dass heimische Baumarten gegen solche Invasoren nur keinen eigenen Schutzmechanismus haben (wie beim Pilz, der das Eschensterben verursacht) wäre eine zu einfache Erklärung. Es ist wie beim Unglück von Fukushima: Ideologisch falsch Gestorbene nutzen (der Hysterieverbreitung) nichts, wie es C. Roth einst belegte und sind deshalb ideologisch „auswertbar“ umzubetten [5].
[3] Bayern, Waldzustandsbericht DER ZUSTAND DES WALDES
Sorge bereiten eine Reihe neuer Krankheiten aus anderen Erdteilen. So hat das Eschentriebsterben, das von einem aus Asien stammenden Pilz ausgelöst wird, inzwischen fast das gesamte natürliche Verbreitungsgebiet der Esche durchdrungen. Als Folge der Krankheit stirbt inzwischen ein erheblicher Anteil der erkrankten Eschen ab.
Das Auftreten neuer Schädlinge, die Häufung von Stürmen und außergewöhnlichen Witterungsereignissen wie ungewöhnliche Hitze- und Trockenphasen werden von der Wissenschaft inzwischen deutlich als Folgen des Klimawandels betrachtet.

Die Schäden liegen damit wieder auf dem Niveau von 2015

… lies der Minister in der Pressemitteilung verkünden [6]. Anscheinend traute er sich so kurz vor der Welt-Klimakonferenz in Bonn nicht, den bayerischen Untertanen die Wahrheit mitteilen zu lassen. Auch Bayern gibt viel Geld für Klimaforschung sowie die klimagerechte Ertüchtigung des Freistaates aus und das muss schließlich begründet werden.

Dem Wald geht es schlechter als im Jahr 1997

… kann man aus dem aktuellen Waldzustandsbericht ersehen (Bild 1). Es hängt stark vom betrachteten Zeitraum ab, doch zu Beginn der Messreihe ging es ihm besser.

Bild 1 Bayern Waldschadenszustandsbericht 2017, Schäden gesamt [3]. Vom Autor mit Hilfslinien ergänzt.

Es geht dem Wald aber besser als im Jahr 1991

Die Aussage ändert sich jedoch, sobald man auch in ältere Waldzustandsberichte schaut. Obwohl die Daten seit dem Jahr 1983 zur Verfügung stehen – wobei diese erst ab dem Jahr 1991 methodisch mit den aktuellen vergleichbar sind – werden die Anfangsjahre inzwischen nicht mehr mitgeführt, als ob deren Daten unwichtig wären (die Müncher Rückversicherung macht es in ihrem NATCAT Schadensviewer ebenso und lässt die öfters schlimmere Vergangenheit „auslaufen“).
Ergänzt man die fehlenden Anfangsdaten aus früheren Berichten, kehrt sich die Aussage auf einmal um:
-Mit den Daten des Waldschadensberichtes 2017 alleine, haben die Schäden seit dem Jahr 1997 (leicht) zugenommen.
-Mit den vorhergehenden Daten ergänzt, haben die Schäden seit Beginn der (einheitlichen) Erhebung im Jahr 1991 abgenommen.
Warum legt ein Ministerium keinen Wert darauf, dass „seine Untertanen“ die vollständigen Daten erfahren?
Vielleicht, weil das Volk dann eher sehen würde, dass der (angebliche) Klimawandel nicht einmal dem Wald schadet. Nachdem die eingeschleppten Insekten und Schadpilze so stark wüten, muss man sogar davon ausgehen, dass ohne diese durch den (angeblichen) Klimawandel sogar eine noch weitergehende Verbesserung eingetreten wäre.

Bild 2 Bayern Waldzustand 1983 – 2017, vom Autor zusammengesetzt aus den Berichtsdaten 2017 [3] und 2007 [1] und mit Hilfslinien ergänzt

Der Trockenstress

Ergänzend Daten zum Niederschlag in Bayern zu den wichtigen Jahreszeiten, nachdem die bayerischen Wälder laut Aussage des GRÜNEN Landtagsabgeordneten mit Zusatzausbildung, unter Klimawandel-bedingtem, natürlich negativ verändertem Niederschlagsverhalten leiden und es auch im Waldzustandsbericht Erwähnung findet.
[6] … Trotz Stürmen und Schädlingsbefall: Bayerns Wäldern geht es heuer wieder besser. Sie erholen sich allmählich von den Folgen des extrem trockenen Sommers 2015 …
Bild 2 zeigt, dass auch extremere Trockenheit im Sommer schon früher vorkam – ausgerechnet gehäuft während der kleinen Kälteperiode 1950 … 1970, als die kommende Eiszeit vorhergesagt wurde-, und somit bei Weitem nicht unbekannt ist. Der Mittelwert zeigt sogar, dass es gerade zu Beginn der Messreihe im Sommer weniger Niederschlag gab. Nicht einmal die Simulationen (welche beim Niederschlag sowieso hilflos sind), sagen eine sommerliche „Austrocknung“ vorher.

Bild 3 Niederschlag Bayern, Sommer. Quelle: DWD Klimaatlas


Nicht auszudenken, der Redakteur wäre zum Thema vorbereitet gewesen und hätte den bayerischen Sprecher der GRÜNEN für Energie und Klima auf die Diskrepanz seiner Aussagen und der Messergebnisse hingewiesen. Hoffentlich basiert dessen „kommunales Klimaschutzkonzept für Ansbach“ nicht auch auf solchen „Datenkenntnis-Mängeln“.
Dass sich am Niederschlag in Bayern seit dem Jahr 1881 praktisch gar nichts verändert hat zeigen auch die weiteren Bilder vom Deutschen Wetterdienst. Bei den großen – üblichen – Niederschlagsdifferenzen war jeder Niederschlag der letzten Jahrzehnte vollkommen normal und wirkliche Trendkanäle sind überhaupt nicht zu sehen.

Bild 4 Niederschlag Bayern, Frühling. Quelle: DWD Klimaatlas


Bild 5 Niederschlag Bayern, Winter. Quelle: DWD Klimaatlas

Wo GRÜN wirkt, ist das selbstverständlich

Selbst der Alpenprawda, oder GRÜNEN Parteizeitung mit Bezahlpflicht, blieb das nicht verborgen. Allerdings weniger für Bayern (der Autor hat über googl keine SZ-Meldung zum Waldzustand Bayern 2017 gefunden), sondern diesmal Hessen. Das muss auch so sein: Nur wo GRÜN verantwortlich ist, kann es dem Wald besser gehen. Man könnte meinen, „der Wald“ erkennt, von welcher Partei er regiert wird [8].
SZ 27. Oktober 2017: Dem Wald in Hessen geht es besser
… Wiesbaden (dpa/lhe) – Der Gesundheitszustand des hessischen Waldes hat sich trotz schwieriger klimatischer Rahmenbedingungen in diesem Jahr günstig entwickelt. Bei den meisten Baumarten habe sich die Belaubung und die Benadelung wieder erholt, erklärte Umweltstaatssekretärin Beatrix Tappeser (Grüne) am Freitag in Wiesbaden bei der Präsentation des Waldzustandsbericht 2017. Vor allem der Zustand der älteren Buchen sei besser geworden. Bei älteren Kiefern und Fichten habe es eine stabile Entwicklung gegeben.

Spätfröste

Auch wenn der GRÜNE „Fachmann“ dem gläubigen Redakteur auf seine Befragung erklärt:
Redakteur: „ … Die Vegetationsperiode wird immer länger. Ist das kein Vorteil?“,
GRÜNE „Fachperson“: „ … Nur bedingt, denn es verschiebt sich dadurch sehr viel in der Natur und kommt aus dem Rhytmus. Die Apfelblüte setzt im Schnitt 16 Tage früher ein als 1960. Durch Spätfröste kann es deshalb zu heftigen Ernteausfällen kommen. In diesem Jahr waren es über 80 Prozent Verlust“,
muss dies nicht die vollständige Wahrheit sein.
Selbstverständlich waren die diesjährigen Spätfröste – vorwiegend für die Süddeutschen Apfelbauern (und in Teilen von Österreich) eine schlimme Zäsur. Aber die (automatische) Ableitung, es wäre eine Auswirkung des Klimawandels, lässt sich nicht begründen; oder genauer gesagt: Es gibt seriöse Studien, welche das Gegenteil ausweisen, nachzulesen im folgenden Artikel des Autors:
EIKE 17.10.2017 (Auszug): Der Frankenwein wird teurer, weil sich das Klima zurückwandelt
Agro-biotechnologien (EVA) in Belvaux Luxemburg: Spätfrostschäden im Weinbau
Ein Blick in alte Weinchroniken zeigt, dass in unseren Breiten Frühjahrs- oder Spätfröste seit jeher eine existenzielle Bedrohung für den Weinbau und die von ihm lebenden Winzer darstellen.
Insgesamt hat sich demnach die Wahrscheinlichkeit von Frostschäden in den letzten Jahrzehnten eher reduziert
… bis zum Ende des 21. Jahrhunderts ist in den Weinbergen des oberen Moseltals mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Frostereignisse nach dem Austrieb, im Vergleich zum Referenzzeitraum 1961 bis1990, zu rechnendie Wahrscheinlichkeit von Frostereignissen nach dem Austrieb nimmt ab
Auch die Daten der Obstbauern geben Entwarnung
[3] Hessisches Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:
Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben Auswirkungen von Klimaveränderungen auf den Obstanbau in Hessen
Die Möglichkeiten zur Aussage, welche Veränderungen auf den Obstanbau in Zukunft zukommen, sind also nur sehr schwer und zurzeit nur sehr begrenzt möglich. Das mittlere Blühdatum wird sich aber vermutlich bis zum bearbeiteten Zeitraum 2031-2060 im Verhältnis zu den letzten zwei Jahrzehnten nur noch wenig nach vorne verschieben.
Bei der Gefahr von Spätfrösten zur Blüte ist für diesen Zeitraum im Vergleich zu den letzten 50 Jahren keine große Veränderung zu erkennen.
Zudem ersehnt man partout die frühere Kälte – auf Grund deren es auch bei uns noch wirkliche Hungersnöte aufgrund von Missernten gab – ein dank der Erwärmung seit der kleinen Zwischeneiszeit heute bei uns unbekanntes Thema:
EIKE 07.05.2017: Nun muss man nicht mehr nur die Dritte Welt für die Erwärmung entschädigen, sondern auch die heimischen Bauern wegen der gewünschten Kälte
EIKE 04.05.2017: Es darf ruhig noch kälter und schlimmer werden – der April war immer noch zu warm
Nur die Biobauern erleben in manchen Jahren, was der Rückfall in dieses „ersehnte“ und mit CO2-Reduktion zu erzwingende, vorindustrielle Klima wirklich bedeuten würde:
EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht
EIKE 27.07.2016: Biobauern darben ohne Klimawandel (und extremen Subventionen) Bei der normalen Landwirtschaft hängt es von der Veranstaltung ab

Wir wissen nicht, was wir berichten, aber das konsequent

Seit der Ausrufung des Klimawandels wird alles monitort und controllt. Ein riesiges Beschäftigungsprogramm für kommunale Angestellte und sonst überflüssige „Klimawissenschaftler“, um den Untertanen zu zeigen, wie die politischen Eliten um sie besorgt sind. Dabei ist der Nutzen oft vollkommen nebensächlich, Hauptsache, es lassen sich viele Berichte und Statistiken generieren.
Früher, als einzelne Medien noch kritisch berichteten, viel es noch auf:
[4] Spiegel 17.12.2001: UMWELT Sterben für die Statistik
Der neue Waldzustandsbericht erklärt fast ein Viertel der deutschen Bäume für krank. Eine Bergwald-Studie zieht die Zahlen in Zweifel und klagt über Mängel bei der Datenerhebung.
… Mitarbeiter der bayerischen Staatsforstverwaltung stellen diesem Waldstück oberhalb von Schloss Elmau eine katastrophale Diagnose aus. Die krüppeligen Fichten seien Opfer des Waldsterbens. Die Schuld trage der rücksichtslose Kreuzzug der Industriekultur gegen die schutzlose Natur, so kondolieren die Umweltschutzverbände.
… Zwei Forscher jedoch wollen sich der Trauer nicht anschließen. „Ich bewundere diese Bäume“, sagt Karl-Eugen Rehfuess mit bebender Stimme. Der Münchner Professor für Bodenkunde marschiert einen Schotterweg stramm bergauf. An seiner Seite läuft Jörg Ewald, Professor für Botanik an der Fachhochschule Weihenstephan.
An einer Böschung greift Rehfuess zum Spaten. Zwei, drei Mal rammt er ihn in den Boden und trägt die nur dünne Humusschicht ab. Kaum 40 Zentimeter unter dem Boden kommt heller Fels zum Vorschein. „Das ist Kalkgestein, noch kaum verwittert. Dieser Untergrund bietet den Bäumen nur wenig wichtige Mineralstoffe zum Wachsen“, erklärt Rehfuess, und Ewald pflichtet ihm bei: Die staatlichen Statistiker hätten sich in diesem Wald regelrecht verrannt. „Die Bäume an diesem nährstoffarmen Standort sind nicht krank, sondern von Natur aus eher kärgliche Exemplare. Außerdem sind sie wahre Greise, die es auf 150 bis 300 Jahre bringen.“
Unlängst haben die beiden Bodenkundler eine Studie vorgelegt, bei der sie ein 350 Quadratkilometer großes Gebiet im Werdenfelser Land rund um Garmisch-Partenkirchen auf so genannte neuartige Waldschäden untersucht haben. Die Ergebnisse der Analyse im Auftrag des bayerischen Umweltministeriums passen gar nicht in das Klischee vom kränkelnden Wald. Vielmehr heißt es, der alpine Bergwald erfreue sich den Umständen entsprechend guter Vitalität. „Lichte Baumkronen sind kein Krankheitsbild, sondern Folge unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit“, lautet das Fazit der Studie.
Der bayerische genauso wie der bundesweite Waldzustandsbericht – letzterer wird an diesem Montag vom Landwirtschaftsministerium vorgestellt – sprechen eine gänzlich andere Sprache. Der alpine Bannwald zähle zu einem „Hauptschadensgebiet“; ein Drittel aller Bäume sei krank.
… Schon seit Beginn der Waldschadensdebatte war Rehfuess skeptisch, ob die eingängigen Thesen vom großen Sterben der Bäume nicht zu vorschnell aufgestellt wurden. Die Bergwaldstudie, seine letzte Arbeit vor der Emeritierung, habe ihn in seinen Zweifeln bestärkt: „Die Wissenschaftler sind häufig mit Scheuklappen in den Wald gelaufen, haben sich eine Hypothese herausgegriffen und dann mit hohem technischem Aufwand versucht, Belege dafür zu finden“, sagt er.
Viele Interessen seien im Spiel gewesen. Nicht nur die Waldbesitzer, die den maximalen Nutzen aus ihren Ländereien erwirtschaften wollten und die falschen Bäume an den falschen Stellen gepflanzt hätten. Auch die Öffentlichkeit mache sich falsche Vorstellungen vom Wald. „Die Menschen hängen einem romantizistischen Traum nach, von einem dichten, undurchdringlichen Wald mit kerngesunden, kerzengeraden Bäumen“, klagt Rehfuess.
„Warum denkt jeder, der einen schütteren Baum erblickt, sofort: ,Der ist krank‘? Bei einem Mann mit schütterem Haar kommt doch auch niemand gleich auf eine solche Idee“, wundert sich Rehfuess und streicht sich über sein lichtes Haupt.

Panik funktioniert immer, um schnell (medial) erfolgreich zu werden

Um das aktuelle Geschehen um den Klimawandel einzuordnen, ist ein Rückblick zum „Waldsterben“ hilfreich. Eine Zeitung hat es einstmals umfassend beschrieben (sollte man unbedingt ungekürzt im Originalartikel lesen):
ZEIT ONLINE 9. Dezember 2004: Chronik einer Panik
Ein Vierteljahrhundert Waldsterben – oder wie ein deutscher Mythos entstand, sich verfestigte und allmählich zerbröckelt. Beobachtungen aus dem Bundesforschungsministerium
Am Anfang war der Frost. Wiederholt hatte harter Witterungsstress die deutschen Wälder gegen Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre getroffen. Zur Jahreswende 1978/79 sackte in Süddeutschland das Thermometer innerhalb weniger Stunden um fast 30 Grad. Forstleute wussten, Frostschäden im Wald waren unausweichlich. Zur gleichen Zeit zeigten verschiedene Baumarten andere Schadsymptome, die auf Nährstoffmangel hindeuteten. Zunehmend wurde darüber berichtet, und manche begannen, an eine gemeinsame, böse Ursache zu glauben.
Eine passende Erklärung lieferte 1979 der Göttinger Bodenforscher Bernhard Ulrich. Er diagnostizierte Luftverunreinigungen, insbesondere Schwefeldioxid und den sauren Regen, als wahrscheinliche Ursache von Waldschäden und stellte 1981 die extreme Prognose, dass »die ersten Wälder schon in fünf Jahren sterben« würden. Sie seien nicht mehr zu retten. Seither galten die Luftschadstoffe als Hauptverdächtige.
Das Panikwort »Waldsterben« setzten Forstleute selbst in die Welt
Ulrichs wichtigster Mitstreiter war der Münchner Forstbotaniker Peter Schütt. Er entdeckte 1981 im Forstamt Sauerlach für ihn unerklärliche Baumschäden, die er als »neuartige Waldschäden« bezeichnete. Dass ein Professorenkollege diese Schäden als altbekannte Pilzerkrankung diagnostizierte, konnte den Siegeszug der neuartigen Waldschäden nicht mehr aufhalten. Sie wurden zur Bezeichnung für alle möglichen realen und vermeintlichen Baumschäden, für die man die Industriegesellschaft verantwortlich machte.
Die Ironie der Geschichte wollte es, dass die Forstleute selbst – in ihrem Fachjargon hieß jede Baumkrankheit »Sterben« – den Paniknamen »Waldsterben« in die Welt setzten. Eine PR-Bombe von ungeheurer Wirkung. Für Laien war jetzt klar: Der ganze Wald stirbt.

Die Politik geriet ins Trommelfeuer der aufgeregten Presse und der Umweltverbände, sie musste handeln. Die Bundesregierung ließ vom Landwirtschaftsministerium (BML) ein Sofortprogramm »Rettet den Wald« verkünden, das Bundesforschungsministerium (BMFT) startete ein großes Programm »Waldschadensforschung«. Und die Franzosen, die deutsche Ängste seit je nicht ganz ernst nehmen, fügten ihrem Vokabular le waldsterben hinzu.
Nun mussten erst einmal die Waldschäden bilanziert werden. Aber was war eigentlich ein Waldschaden? Es wurde ein Expertenkreis gebildet und ein provisorischer Vorschlag diskutiert: Man könnte die Verluste der Bäume an Nadeln oder Blättern zum Maßstab von Schädigungen machen und dies für alle Baumarten in allen Regionen in so genannten Schadstufen zusammenfassen – zunächst versuchsweise für ein Jahr. Vielen Fachleuten erschien diese Methodik oberflächlich, ungenau, mehrdeutig und daher unbrauchbar. Auch bot sie keine Chance zur Feststellung der Ursachen. Aber die Politik brauchte sofort eine Generaldiagnose der Wälder, sei sie auch noch so grob. Also wurde das Verfahren angewendet.
Die erste bundesweite Erhebung von 1984 zeigte jedoch unerwartete Wirkung. Ihr böse aussehender Befund wirkte in der Öffentlichkeit wie ein Paukenschlag. Zu spät bemerkte die Regierung, dass dieses Verfahren nicht nur ungenau war. Viel schlimmer: Es lieferte systematisch viel zu hohe Zahlen über angebliche Schäden. Die Kritik der Wissenschaftler erwies sich als nur zu berechtigt. Aber der Versuch, nun – wie geplant – ein besseres Verfahren einzuführen, stieß auf vehemente Proteste der Umweltverbände und Medien, die darin den Versuch der Politik witterten, »den sterbenden Wald gesundzulügen«. Die Regierung kapitulierte, erhob die provisorische Blatt-Nadel-Verlust-Methode zum Regelverfahren – und entließ unliebsame kritische Forstwissenschaftler aus dem BML-Expertenkreis. Seither liefert das Ministerium Jahr für Jahr einen Bericht ab, der das stets traurige Ergebnis aller Blatt- und Nadel-Verlust-Zahlen zusammenfasste …
…. Der Geldregen aus
Bonn für die Wissenschaft hatte seltsame Wirkungen. Einem Forscher gelang zum Beispiel 1984 das Kunststück, zwei der beliebtesten Presse-Horrorthemen zu verknüpfen: Waldsterben und Atomkraftwerke. Dieser Professor Reichelt verortete das KKW Würgassen als Quelle der Waldvernichtung – das Medienecho war enorm. Als ihm der Forschungsbeirat Waldschäden bereits ein Jahr darauf Fehler über Fehler nachwies und seine These verwarf, nahm die Presse dies nicht zur Kenntnis. Die Grünen starteten 1990 eine Kleine Anfrage im Parlament: »Zu den Problemen von Waldsterben … durch Einwirkung von Richtfunk und Radarwellen«. Es erwies sich ebenfalls als Unsinn ....
(Weiterlesen im Original)
Quellen
[1] Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten: Waldzustandsbericht 2007
[2] Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten: Waldzustandsbericht 2001
[3] Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten: Waldzustandsbericht 2017
[4] Spiegel 17.12.2001: UMWELT Sterben für die Statistik
[5] Claudia Roth am 11. März 2013 um 06:33 Facebook-Post
[6] Bayerisches Ministerium für Forsten, 08. November 2017 Pressemitteilung: Bayerns Wälder erholen sich langsam
[7] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?
[8] EIKE 22.12.2016: Der Wald muss wegen der Ideologie weiter leiden: Macht DIE LINKE den Wald in Thüringen kaputt und gar nicht der Klimawandel?
EIKE 05.08.2015: Nicht ewig leiden die Wälder– Wie der deutsche Wald innerhalb von drei Monaten genesen ist
[9] EIKE 03.11.2017: Das Wochenende, an dem die Welt (wieder) begann unterzugehen




Die Börsen entdecken wieder die Kernenergie: Götter­dämme­rung für die Erneuer­baren?

Bei den meisten Politikern entsteht der Eindruck, dass sie bei den Wahlen darum wetteifern, wer am besten lügen kann, um hinterher dann ungeniert weiter das zu tun, was man für richtig hält. Risiken gehen sie kaum ein, und für die Kosten kommt der Steuerzahler auf. Besondere Meisterschaft beweist auf diesem Gebiet eine allseits bekannte Bundeskanzlerin, deren Kurventauglichkeit bei abrupten Wenden selbst die eines Formel-1-Boliden weit in den Schatten stellt.
Anders verhält es sich dagegen bei Börsianern. Man mag von dieser Spezies alles andere als begeistert sein, aber sie unterliegen einer gnadenlosen Auslese, wenn es darum geht, gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends richtig einzuschätzen. Die Regel ist einfach: Wer auf das falsche Pferd setzt, verliert. Und genau deshalb geben sich diese Kreise größte Mühe, wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Entwicklungen genau zu beobachten und möglichst zur richtigen Zeit auf das richtige Pferd zu setzen.
Dabei spielen auch Förderungen und Subventionen eine Rolle, denn Branchen, die sich im warmen Regen staatlicher Förderungen alimentieren dürfen, versprechen langfristig sichere Gewinne. Das Problem dieser Unternehmen beginnt jedoch dann, wenn die politische Stimmung, der sie ihre Förderung verdanken, kippt. Und genau das scheint sich im Moment anzudeuten.
Hierzu ein paar dürre, aber bezeichnende Fakten: Siemens, die bereits vor Jahren aus der Kernenergie ausgestiegen sind und kräftig in Wind investierten (u.a. Übernahme des spanischen WEA-Herstellers Gamesa), gaben heute massiv nach: Gegen 16.30 Uhr lag das Defizit an der Frankfurter Börse bei über 3,2 %. Vestas, der dänische Marktführer bei Windenergieanlagen, notierte zum gleichen Zeitpunkt an der Kopenhagener Börse sogar um fast 20 % tiefer. Ein ungewöhnlich tiefer Sturz. Hintergrund scheinen Nachrichten über Bestrebungen in den USA zu sein, die bisher üppigen Fördergelder in Form von Steuervorteilen für die Windenergie zurückzufahren.
Das wäre an sich noch nicht weiter bemerkenswert, wenn es dazu nicht noch eine kontrastierende Gegenbewegung gegeben hätte. Die Aktien von Uranminen, die seit einem kurzen Zwischenhoch im Februar ihren jahrelangen post-Fukushima-Abwärtstrend fortgesetzt hatten, schossen an den Börsen in den USA und Kanada innerhalb kürzester Zeit um teilweise mehr als 20 % nach oben. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass maßgebliche Finanzkreise beginnen, Kapital aus den „Erneuerbaren“ abzuziehen und stattdessen in die lange gemiedene Kernenergie zu pumpen. Noch ist es zu früh um beurteilen zu können, ob dieser Gegentrend längerfristig anhalten wird. Eins ist jedoch bereits jetzt eindeutig festzustellen: Die Börsianer halten die Kernenergie offensichtlich nicht für ein Auslaufmodell, sonst wäre die Bewegung nicht so massiv ausgefallen. Ihnen ging es offensichtlich darum, nicht zu spät auf einen anfahrenden Zug aufzuspringen.

Kostensteigerungen für Offshore-Windfarmen (Grafik: GWPF)


Von Interesse sind in diesem Zusammenhang noch zwei weitere Meldungen: Die Aktie von Tesla, die von der Börse schon länger misstrauisch beäugt wird, nachdem Hr. Musk es bisher nicht geschafft hat, seine vollmundigen Versprechungen bezüglich des Ausstoßes von Modell 3-Fahrzeugen einzulösen, fiel heute zeitweilig unter die 300-$-Marke. Und die Schlangenölverkäufer des dänischen Windparkbetreibers Ørsted, früher Dong Energy, haben es geschafft, zwei dänischen Pensionsfonds für rund 2 Milliarden britische Pfund Anteile eines gigantischen Offshore-Windparks aufzuschwatzen, der in der Irischen See entstehen soll. Preisvergleiche zeigen, dass die Pensionsfonds bis zu 20 % mehr zahlen müssen als bisher für solche Projekte üblich. Geht die Sache schief, dann werden sich dänische Rentner Gedanken machen müssen, wie sie wieder an ihre „ethisch“ investierten Renten kommen. Irgendwie erinnert das Ganze ein wenig an Prokon oder Solarworld…
Fred F. Mueller




Es ist sehr schwer, bei COP23 irgend­welche guten Nach­richten zu finden

[*Unübersetzbares Wortspiel: ,enviro-crats‘]

Hinsichtlich dieses Rahmenwerkes haben die Länder nur sehr wenig versprochen.

Nichts davon sollte jemanden überraschen angesichts dessen, was das Paris-Abkommen tatsächlich enthält im Gegensatz zu dem, was man es verkündet hat. „Dieses Abkommen ist ambitioniert, wobei sich jedes Land seine eigenen spezifischen Ziele setzt und diese zu erreichen versucht“, sagte Präsident Obama im Jahre 2015. Das war damals. Jetzt, so erklärt die New York Times, „bleiben viele der in Paris abgegebenen Versprechungen ziemlich undurchsichtig, und die meisten Nationen haben sich nur sehr verschwommen ausgedrückt, welche spezifische Politik zum Erreichen dieser Ziele sie verfolgen wollen. Es gibt kein offizielles Verfahren, diesen Fortschritt zu quantifizieren“.

Im Jahre 2015, als die Staatenlenker das Abkommen signierten, waren sie guter Hoffnung, dass der Impuls und das gute Gefühl von Paris die Lücken zwischen Rhetorik und Realität füllen würden. Obama zufolge „sendet das Abkommen ein mächtiges Signal, dass sich die Welt fest zu einer Low-Carbon-Zukunft verpflichtet“, welche helfen würde, „Investment und Innovation freizusetzen in einer Größenordnung, die wir noch nie erlebt haben“. Aber auch Investoren konnten in dem Abkommen lesen. Im Jahre 2016 sanken global die Investitionen in saubere Energie um 18 Prozent, das war das schlechteste Ergebnis jemals. In Entwicklungsländern betrug der Rückgang 27 Prozent. Und Investitionen aus der Ersten Welt in Ländern der Dritten Welt, welche entscheidend für globalen Fortschritt angesehen werden, sanken um 26 Prozent.

Offensichtlich lautet der Plan, mit dem Stochern im Schlamm fortzufahren. Ein Ziel von Bonn ist es, das Regelwerk endgültig festzuklopfen, welchem die Länder freiwillig folgen (oder auch nicht) mit ihren freiwilligen Versprechungen. Ein weiteres Ziel ist es, „einen ,unterstützenden Dialog‘ in Gang zu bringen, und zwar planmäßig im nächsten Jahr 2018“, schreibt die Washington Post. „Der unterstützende Dialog wird eine vorläufige Zustandsbeschreibung sein … Man sollte also von den Bonner Verhandlungen erwarten, einen Konsens bzgl. der Struktur dieses ersten entscheidenden Schrittes zu erzielen“. Sollte der unterstützende Dialog im nächsten Jahr seine Ziele nicht erreichen – wie auch immer diese aussehen – ist eine „globale Bestandsaufnahme“ bereits für das Jahr 2020 angedacht.

Aber noch ist nicht alles verloren: Syrien ist endlich mit im Boot. Der von Kriegen zerrüttete, gescheiterte Staat, die einzige Nation, die das Paris-Abkommen noch unterzeichnen muss, hat angekündigt, dies zu tun. „Mit der Entscheidung Syriens ist die kompromisslose Verpflichtung der Weltgemeinschaft, bzgl. Paris zu liefern, klarer denn je“, posaunte Paula Caballero vom World Resources Institute hinaus. „Die Isolierung der USA sollte für Trump ein Anlass sein, noch einmal nachzudenken“. ThinkProgress, eine mit dem Center for American Progress verbundene Website erklärte, dass „ein Land mitten im Bürgerkrieg bzgl. des Klimawandels besser dasteht als die USA“.

Syrien hat gar nichts versprochen, aber Versprechungen spielen ohnehin keine Rolle. Bashar Al-Assad hat ganz offensichtlich keinerlei Interesse daran, dem Klimawandel entgegenzutreten oder den Kohlenstoff-Fußabdruck seines Landes zu reduzieren – außer seinen Bürgern die Energieversorgung zu erschweren oder die Bevölkerungszahlen zu dezimieren. Aber er unterschrieb; er spielt mit bei dem Spiel. Und es war eine gute Gelegenheit, Präsident Trump eins auszuwischen. Aber ist das nicht sowieso schon alles, um das es bei Maßnahmen gegen den Klimawandel geht?

Der gesamte Beitrag steht hier.
Oren Cass ist ein führendes Mitglied des Manhattan Institute.
Link: https://wattsupwiththat.com/2017/11/11/good-news-is-hard-to-find-at-cop23/




Wie kommt es, dass Verleug­nung umso wuchtiger zuschlägt, je mehr…

Klimawandel“ und wieso man sich als Psychoanalytiker damit beschäftigen kann

Frau D. H. Kohlen hat vor einiger Zeit etwas zum Klimawandel geschrieben. Es ist eine (klitze)kleine Studie:
Psychoanalyse aktuell 05.10.2013, Delaram Habibi-Kohlen: [1] „Klimawandel“ und wieso man sich als Psychoanalytiker damit beschäftigen kann
Auszüge und die Ableitungen davon, leider nicht die Details, sind in [1] hinterlegt. Vorab dazu noch die Information, dass sich zur Klimawandel-Kompetenz dieser Fachfrau ansonsten per googel rein gar nichts Weiteres finden lässt. Ihre sonstigen – recht sporadischen – Spuren zu Kompetenzen weisen auf ganz andere Gebiete [3] [4] [5].

Umgang mit dem Klimawandel, Zeichen einer umfassenderen Krise unserer Zivilisation?

In der „Studie“ [1] interviewte Frau D. H. Kohlen 15 Psychologie-Studenten im Alter zwischen 21 und 44 Jahren, als Versuch:
festzustellen, wie „Klimawandel“ als eigenes Thema, als Untersuchungsgegenstand, als Problem in seiner Wirkungsweise auf Menschen verstanden werden kann
im Rahmen
[7] einer Untersuchung mit tiefenpsychologischen Interviews zum Thema „Umgang mit dem Klimawandel“ „
um die Fragestellung
Ist unser Umgang mit dem Klimawandel Zeichen einer umfassenderen Krise unserer Zivilisation? Wie gehen wir mit unserem Wunsch nach mehr und der Notwendigkeit von Verzicht um?
zu klären.

Der Klimaleugner schützt sich mithilfe der Verleugnung vor unerträglichen Ängsten

Weshalb dazu ausgerechnet Psychologiestudenten (er-)lösende Aussagen beibringen sollten, lässt sich aus der Studie nicht entnehmen. Es ging aber auch nicht um den Klimawandel an sich. Erkennbar ist Frau D. H. Kohlen felsenfest davon überzeugt, dass der Klimawandel genau so, wie es die Medien und Klimafachpersonen berichten, Fakt ist. Bei ihr erzeugt dies erkennbar schlimmste Zukunfts-Ängste und anstelle sich davon (zum Beispiel durch Wissen) zu „befreien“, projiziert sie ihre Ängste auf andere. Dabei sucht sie keine Lösung, sondern eine Erklärung, warum die Anderen ihre Ängste nicht haben, noch dazu unter der Prämisse, dass wer ihre Klima-Angst nicht teilt, selbstverständlich „auf die psychoanalytische Couch gehört“ und „umgedreht“ werden muss, Beispiel:
[1] Interessanterweise sinkt mit wachsender Bestätigung der Daten zum Klimawandel die Anzahl der Menschen, die an die Existenz des (anthropogenen) Klimawandels glauben. Wie kann man das erklären? …
… Wie kommt es, dass Verleugnung umso wuchtiger zuschlägt, je mehr wir durch die Medien mit immer schlimmeren Bestätigungs-Meldungen zum Klimawandel konfrontiert werden?
Frau D. H. Kohlen hat erkennbar kein tiefer gehendes Wissen vom Klima und seinem stetigen Wandel, sondern den hysterischen Gedanken aus dem AGW-Konstrukt übernommen, den sie als Wissen auslegt.
Damit ist Frau D. H. Kohlen aber nicht mehr neutral in ihren Interpretationen und bekommt genau das als Ergebnis, was sie erwartet hat:
Sie findet einen Gruppenteil der eher Klimawandel-Gläubigen:
[1] … einige Probanden weinten z.B., als sie sich die Erde ausmalten wie eine verletzte Mutter. Wunsch-Phantasien von einem gelungenen Zusammenschluss der Menschen kamen auf. Verbindungen zu  anderen Menschen wurden gesucht, es gabt ein Bedauern darüber, keine Verbindung zur Natur mehr zu spüren, sie auch nicht zu kennen
und einen Gruppenteil, der es eher nicht ist und unterschiedlich artikuliert, was sie auf ihre Art interpretiert und ausmalt:
[1] … Die andere Gruppe lehnt die Wahrnehmung jeglicher Form von Abhängigkeit eher ab, die bei einigen Probanden bis zur bewussten Ablehnung jeder Vorstellung von Verantwortung für die nachfolgenden Generationen geht. Kinder werden eher als lästig erlebt, als Belastung für die eigene Lebensgestaltung. Die Interviews sind hier eher geprägt von einem kühl-sachlichen Ton. Die Probanden sind vorwiegend pragmatisch orientiert und Klimawandel wird entweder als nicht-existent eingeschätzt oder aber als etwas, für das man Lösungen braucht wie z.B. „Häuser weiter oben hin bauen“ (als Schutz vor Hochwasser). Klimawandelskeptiker können gut relativieren und sich sogar Vorteile vorstellen, z.B. könne Deutschland dann ein Urlaubsland werden, während die Malediven untergingen, was aber nicht schlimm sei, denn da kämen die Leute eh nur zum Tauchen hin, wie ein Proband ausführte. Klimawandel wird hier gesehen als etwas, an das man sich gewöhnen kann und für das man technologische oder pragmatische Lösungen finden wird bis hin zum „Leben unter einer Kuppel“: Die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen wird klein geredet (verleugnet). In dieser Gruppe gelten die zu erwartenden Effekte dann als normal, die Menschen „kennen das ja dann nicht anders.“ Hier gibt es eine Ersparnis von Bedauern, das übersprungen und rationalisiert wird. Trotzdem kann das häufige und von vielen zitierte Bild des ertrinkenden Eisbären in dieser Gruppe Bedauern auslösen, aber eben nur ein punktuelles, das in Kauf genommen wird und nicht mit größerem Artensterben in Verbindung gebracht wird: „Das ist eben der Lauf der Dinge“.
Zum Schluss weiß sie sich wohl nicht mehr zu helfen. Es bleibt ihr unerklärlich, wie Probanden „furchtlos“ mit dem Klimawandel umgehen können und findet nur eine tiefenpsychologische Erklärung dafür:
[1] … Der Klimaleugner schützt sich mithilfe der Verleugnung vor unerträglichen Ängsten
Die Idee, dass es umgekehrt sein könnte, und vielleicht sie „auf die Couch“ gehören würde, bleibt ihr verschlossen.
Beim Durchlesen und Erarbeiten des Inhalts kann man eine Parallele ziehen und meint streckenweise die Psyche einer Bundesministerin, Frau Hendricks zu lesen.
Fazit
Etwas unerklärlich bleibt dem Autor, welche besondere, wissenschaftliche Reputation „Das Erste“ veranlasst hat, Frau D. H. Kohlen in der Reportage zum Klimawandel zu „bringen“. Der „Erkenntnisgewinn“ aus der (klitzekleinen) Studie erscheint ihm relativ unbedeutend, vor allem nicht einleuchtend. Dabei würde eine unvoreingenommene, psychoanalytische Betrachtung mit Sicherheit viel Stoff hergeben, vor allem unter dem Gesichtspunkt, wer sich auf welcher Seite der Couch befindet.
Unter dem Gesichtspunkt, Sendezeit zu „besetzen“ und dabei auf gar keinen Fall eine klimawandel-kritische Bemerkung zu riskieren, war es jedoch bestimmt eine gute Wahl.
Für einen technisch orientierten bleibt die Erkenntnis, dass auch Geisteswissenchaftler*innen nicht automatisch mehr Kenntnis erlangen, oder dazu beitragen helfen.
Quellen
[1] Psychoanalyse aktuell 05.10.2013, Delaram Habibi-Kohlen: „Klimawandel“ und wieso man sich als Psychoanalytiker damit beschäftigen kann“
[2] EIKE 7. November 2017: Der Klimareport im Ersten – Objektive Information versprochen – Propaganda geliefert! Oder: Täuschen, tricksen, Bauernfänger, das Lückenmedium ARD und seine willigen Vollstrecker“
[3] VHS Frankfurt 5. September 2016, 25 Jahre Frankfurter Psychoanalytische Freitagsrunde, Dipl.-Psych. Delaram Habibi-Kohlen, Bergisch-Gladbach: Mikroprozesse in der Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamik aus intersubjektiv-postkleinianischer Sicht
[4] Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V., Delaram Habibi-Kohlen, Vortrag vom 9.4.2013: „Ich hasse dich – ich kann nicht ohne dich“ Zum psychoanalytischen Verständnis der perversen Paardynamik
[5] Katholisches Bildungswerk Erzbistum Köln, Schulungsveranstaltung Fr., 10.11.2017 Delaram Habibi-Kohlen Dafür sind Sie doch da! – Auftrag und Angebot der Telefonseelsorge
[6] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur
[7] IDPAU 14.01.2013, Delaram Habibi-Kohlen: Vortrag Psychoanalytische Überlegungen zum Klimawandel




Klima-Kriegsfront erreicht Schulen in New Mexico

Ende September schien das PED noch nicht dem NGSS-Klimadogma zu folgen, und merkte an, dass der jüngste Temperaturanstieg nicht ungewöhnlich ist, sondern sich einreiht in unser wissenschaftliches Verständnis historischer Temperatur-Fluktuationen. Dabei ist der kürzliche Anstieg und der nachfolgende Stillstand historisch nicht ungewöhnlich. Im Gegensatz dazu übernimmt die Abteilung Klima-„Wissenschaft“ im NGSS unkritisch das falsche Narrativ, dem zufolge die Wissenschaft settled ist, dass Wissenschaftler darin übereinstimmen, dass menschliche Aktivitäten einen gefährlichen Klimawandel zur Folge haben, dass Kohlendioxid ein die menschliche Gesundheit und die Umwelt gefährdender Verschmutzer ist und dass wir die Myriaden von Faktoren allesamt verstehen, welche den Klimawandel treiben, sowie deren Wechselwirkungen untereinander.

Das National Center for Science Education (NCSE) opponiert unablässig gegen die Bemühungen der Schulgremien und der Legislative, ein ordentliches und ausgeglichenes Verständnis zum Stand der Klimawissenschaft zu vermitteln. Das trügerisch sich so nennende NCSE besteht nicht aus Wissenschaftlern oder Naturkunde-Lehrern, sondern aus Aktivisten, welche sich teilweise dem Dogma der globalen Erwärmung verschrieben haben: Die Menschen verursachen Klimawandel; die Folgen werden katastrophal sein; und Regierungen müssen ihre Untertanen zwingen, weniger Energie zu verbrauchen und „einfacher“ zu leben, um eine Katastrophe zu verhindern. Das Interesse des NSCE und radikaler Umweltaktivisten ist, wenn es um Klimawandel geht, ausschließlich auf Lehrbücher gerichtet, die den Schülern und Studenten vorgeben, was sie zu denken haben, und nicht, wie sie denken sollen.

Während Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und die Menschen irgendeinen Einfluss auf das Klima der Erde genommen haben mögen, bleiben die wichtigsten Fragen unbeantwortet. Sind Menschen oder natürliche Bedingungen ursächlich für den größten Teil der Erwärmung im vorigen Jahrhundert? Wäre eine globale Erwärmung alles in allem schlecht oder gut für die Menschheit? Falls die Menschen verantwortlich sind und die Folgen allgemein schädlich sind, wie sollte man am besten vorgehen? Zu jedem dieser Punkte herrscht weit verbreitet Uneinigkeit, und jeder, der etwas anderes sagt, der lügt!

Offenheit für Beweise und unablässige Nachfragen sind die Eckpfeiler wissenschaftlicher Entdeckungen, aber das ist offensichtlich nicht das, was das PED von New Mexico zu lehren beabsichtigt.

Weil sie die politische, einseitige Natur der NGSS-Standards erkannt haben, haben fast alle anderen US-Staaten es abgelehnt, diese Standards zu übernehmen. Einige Staaten haben versucht sicherzustellen, dass wenn Klimawissenschaft auf dem Lehrplan steht, die Lehrer auf die bedeutende, andauernde Debatte innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu den Gründen und Folgen des Klimawandels hinweisen.

Im April 2015 beispielsweise hat die Schulbehörde von West Virginia die nationale Wissenschafts-Standardsprache bzgl. Klimawandel modifiziert. Während nach diesen Original-Standards die Studenten aufgefordert werden, ausschließlich Fragen zum Anstieg der globalen Temperaturen zu stellen und Temperaturrückgänge zu ignorieren, fordert sie der neue Standard auf, über „Änderungen“ zu diskutieren, einschließlich Temperaturzu- und -abnahme oder deren Nicht-Änderung. Zusätzlich fordern die geänderten Standards auch Diskussionen über „natürliche Kräfte“ als Studiengebiet und deren möglichen Einfluss auf Klimawandel.

Die Klimawissenschafts-Standards in West-Virginia wurden so überarbeitet, dass sie „sicherstellen, dass Schüler und Studenten Fähigkeiten entwickeln, alternative oder gegensätzliche Behauptungen zu erkennen und voneinander unterscheiden und Argumente bewerten zu können … mit Beweisen, und dass sie über mit der Wissenschaft zusammenhängende Themen in klarer und objektiver Manier reden können“.

Später, nämlich in diesem Jahr 2017, genehmigte der Gesetzgeber von Idaho neue staatsweite Wissenschafts-Standards für die K-12-Bildung, in welchen jedwede Erwähnung des Menschen als Ursache von Klimawandel eliminiert worden ist. Der Gesetzgeber wies alle fünf Paragraphen zurück, in denen die original enthaltenen Standards beschrieben waren, weil darin nicht auf die andauernde Debatte über die Rolle der Menschheit beim Klimawandel eingegangen worden ist. Das Bildungsministerium (DOE) genehmigte im Mai aktualisierte Standards, in denen es heißt: „Menschliche Aktivitäten können Konsequenzen (positive und negative) auf die Biosphäre haben, wobei manchmal Habitate verändert werden, wodurch andere Spezies aussterben“.

Klimawandel findet tatsächlich statt. Das Klima ändert sich immer. Allerdings gibt es eine weit verbreitete wissenschaftliche Debatte darüber, ob menschliche Aktivitäten der einzige Grund, ein zusätzlicher Grund oder grundlos sind am jüngsten Klimawandel. Außerdem stimmen die Wissenschaftler keineswegs darin überein, ob ein wärmeres Klima zu gefährlicherem Wetter oder zu einer allgemeinen Verbesserung in einer wärmeren Welt führen. Wissenschaftliche Standards sollten diese Unsicherheiten reflektieren.

Schulkinder in New Mexico und überall verdienen es, die Wahrheit zu hören. Sie können damit umgehen. Und bzgl. der Ursachen und möglichen Konsequenzen des Klimawandels lautet die wissenschaftliche Wahrheit, dass es noch viel zu viel gibt, das wir nicht wissen. Traurigerweise scheint das PED auf den Zug der antiwissenschaftlichen Agenda der Klima-Radikalen aufzuspringen – zum Nachteil der Jugend des Staates.

SOURCES: U.S. News & World Report; ARS Technica; Breitbart.com und NIPCC
Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/climate-battlefront-comes-to-new-mexico-schools
Übersetzt von Chris Frey EIKE