Konsens-Klima­tologie kurz gefasst: Verrat der Integrität

Am 3. November postete Anthony einen Beitrag über ein neues statistisches Verfahren der Evaluierung von Klimamodellen (hier), veröffentlicht im „Geoscientific Model Development” (GMD), einem mir bis dahin unbekannten Journal. Leser bei WUWT werden sich an meinen kürzlichen Beitrag* erinnern über nicht erfolgreiche Versuche, etwas zu Fehlerfortpflanzung und Zuverlässigkeit der Klimamodelle zu veröffentlichen. Also dachte ich bei mir, „ein neues Journal, um es noch einmal zu versuchen“. Copernicus Publications veröffentlicht GMD unter der European Geosciences Union.

[Dieser Grundlagen-Beitrag steht auf deutsch beim EIKE hier. Der Beitrag wird im Folgenden noch ein paarmal verlinkt, dabei beschränke ich mich aber nur auf die Verlinkung zum Original. Anm. d. Übers.]

Das Journal wirbt für sich selbst so: „ein internationales wissenschaftliches Journal, welches sich Veröffentlichungen und öffentliche Diskussionen auf die Fahnen geschrieben hat, ebenso wie Beschreibung, Entwicklung und Evaluierung numerischer Modelle des Systems Erde und dessen Komponenten“. Es werden Studien willkommen geheißen, worunter auch solche über „neue Verfahren für die Bewertung von Modellen einschließlich Arbeiten zur Entwicklung neuer Metriken enthalten sind zur Bewertung der Güte der Modelle sowie neuer Wege des Vergleichs zwischen Modellergebnissen und beobachteten Daten“.

GMD ist das perfekte Journal für das neue Verfahren der Modell-Evaluierung durch Weitergabe von Kalibrierungsfehlern. Also versuchte ich es und reichte mein Manuskript ein. Es trug den Titel [übersetzt] Weitergabe von Fehlern und die Verlässlichkeit von Projektionen der globalen Lufttemperatur“ (hier als PDF mit 13,5 mb). Copernicus beauftragte einen „Themen-Editor“ mittels Bezug auf Schlüsselworte im Manuskript.

Mein Einreichen dauerte keine 24 Stunden. Das Manuskript wurde postwendend abgelehnt und von der Website des Journals entfernt. Der thematische Herausgeber war Dr. James Annan, ein Klimamodellierer. Folgendes schrieb er:

Topical Editor Initial Decision: Reject (07 Nov 2017) by James Annan

Kommentar an den Autor:

Dieses Manuskript ist dumm, und ich ärgere mich, dass ehrbare Wissenschaftler ihre Zeit verschwenden mit der Begutachtung desselben. Der triviale Fehler des Autors besteht in der Hypothese, dass der Fehler von 4 W/m² beim Wolken-Antrieb auf jährlicher Basis entsteht. Nirgendwo wird in dem Manuskript erklärt, warum der jährliche Zeitmaßstab herangezogen wird und nicht ein Zeitmaßstab von Stunden, Tagen und Jahrhunderten, was hinsichtlich der Ergebnisse einen gewaltigen Unterschied ausmachen würde. Der 4 W/m²-Fehler ist in Wirklichkeit unabhängig von der Zeit, und folglich ist der Zeitmaßstab tatsächlich unendlich, falls jemand versucht, dieses Verfahren anzuwenden. Natürlich ist es dies, was die Verwendung von Anomalien für die Abschätzung von Änderungen unterstreicht anstatt absolute Temperaturen zu verwenden. Ich bin sicher, dass der Autor dies bereits bei zahlreichen Gelegenheiten hat verlauten lassen, und die Wiederholung dieses Prozesses im GMD hat keinen nützlichen Zweck.

Bevor ich die inkompetente Herrlichkeit der Ansichten von Dr. Annan zerpflücke, will ich eine sehr relevante Exkursion in die ethischen Richtlinien von GMD hinsichtlich Interessenkonflikte durchführen.

Aber falls man meine Kompetenz-Abschätzung jetzt gleich lesen möchte, ziehe man die 12 Standardfehler der Begutachter heran (12 standard reviewer mistakes). Dr. Annan hat es fertig gebracht, viele ignorante Ausfälle in diesem einen kurzen Abschnitt unterzubringen.

Aber was die Ethik-Richtlinien für die Herausgeber betrifft, findet sich bei GMD unter Anderem:

Ein Herausgeber sollte alle zur Veröffentlichung eingereichten Manuskripte einer neutralen Bewertung unterziehen…

Die Herausgeber sollten Situationen realer oder wahrgenommener Interessenkonflikte vermeiden, durch welche die Beurteilung von Manuskripten verzerrt werden könnten“.

Copernicus Publications geht noch weiter und hat eine spezielle „Competing interests policy“ für Herausgeber:

Ein Interessenkonflikt liegt vor, wenn es irgendeine Interferenz gibt mit der objektiven Entscheidungsfindung seitens eines Herausgebers oder einer objektiven Begutachtung durch den Beurteiler. Derartige sekundäre Interessen können finanzieller oder persönlicher Art sein oder in Beziehung zu irgendeiner Organisation stehen. Falls Herausgeber oder Beurteiler ihren eigenen Interessenkonflikt bemerken, müssen sie dies offenlegen und – falls notwendig – sich aus der Begutachtung des jeweiligen Manuskriptes zurückziehen.

Es ist eine wunderbare Ironie, dass ich in meinem Begleitbrief an die Leitende Herausgeberin Dr. Julia Hargreaves genau diese Beobachtung gemacht habe, und forderte:

Unglücklicherweise ist es erforderlich, Ihre Aufmerksamkeit auf den sehr klaren professionellen Interessenkonflikt zu lenken, der sich für jedweden potentiellen Begutachter ergibt, welcher sich zu Forschungszwecken auf Klimamodelle stützt. Gleiches gilt für einen Begutachter, dessen Forschung sich auf den Konsens hinsichtlich des klimatologischen Einflusses von CO2 bezieht.

Daher wird gefordert, dass die Wahl des Begutachters nur unter Wissenschaftlern erfolgt, die nicht von derartigen Konflikten betroffen sind.

Ich verstehe, dass diese Studie einen ernsthaften Test der professionellen Integrität präsentiert. Nichtsdestotrotz habe ich Vertrauen in Ihre Überzeugung der vollen Präzision der Wissenschaft.

Es stellt sich heraus, dass Dr. Annan Ko-Chef von Blue Sky Research, Inc. Ltd. ist, einem profitorientierten Unternehmen, welches Klimamodellierung zum Mieten anbietet, und dass er mindestens einen körperschaftlichen Vertrag (hier) hat. Kann man daraus schließen, dass Dr. Annan einen finanziellen Interessenkonflikt mit einer entscheidend negativen Bewertung der Zuverlässigkeit von Klimamodellen hat?

Ist des Weiteren die Vermutung angebracht, dass er möglicherweise eine stark negative, sogar reflexive zurückweisende Einstellung bzgl. einer Studie hat, welche definitiv zu dem Ergebnis kommt, dass Klimamodelle keinen prognostischen Wert haben?

Im Lichte dieser nur zu offensichtlichen Interessenkonflikte – hat der Editor Dr. Annan sich selbst wegen Befangenheit angesichts der aktuellen ernsten und drohenden Untauglichkeit als Begutachter zurückgezogen? Nein!

Aber es kommt sogar noch besser.

Dr. Julia Hargreaves ist Leitende Herausgeberin und Direktorin von GMD. Ich habe ihr die E-Mail-Korrespondenz mit dem Journal per CC zukommen lassen. Es liegt in ihrer Verantwortlichkeit, darauf zu achten, dass die ethischen Richtlinien des Journals eingehalten werden.

Hat sie Dr. Annan aus der Begutachtung zurückgezogen? Nein!

Ich habe die finanziellen und professionellen Interessenkonflikte von Dr. Annan Copernicus Publications zukommen lassen. Der Verleger ist der ultimative Administrator der Ethik des Journals.

Hat der Verleger eingegriffen, um Dr. Annan zu entschuldigen? Nein!

Es stellt sich außerdem heraus, dass die Leitende Verlegerin von GMD Dr. Julia Hargreaves die andere Ko-Direktorin von Blue Sky Research, Inc. Ltd. ist. Sie unterliegt also dem gleichen Interessenkonflikt wie Dr. Annan.

Julia Hargreaves und James Annan sind außerdem ein zusammen lebendes Paar, vielleicht sogar verheiratet. Man kann nicht anders als sich zu fragen, ob es da vielleicht ein Gespräch am Mittagstisch gegeben hat.

Ist Julia in der Lage, mit dem offensichtlichen finanziellen Interessenkonflikt von James umzugehen? Offenbar nicht mehr als es James selbst ist. Ist Julia in der Lage, mit ihrem eigenen offensichtlichen Interessenkonflikt umzugehen? Kann James bei GMD schalten und walten wie er will? Es liegt auf der Hand, die Antworten lauten nein und ja.

Sollten die finanziell in Konflikten steckenden Julia und James überhaupt irgendwelche verlegerische Verantwortung haben bei einem seriösen Journal, welches sich angeblich der kritischen Bewertung von Klimamodellen verschrieben hat?

Sowohl Dr. Annan als auch Dr. Hargreaves legen auch einen Forschungsschwerpunkt auf Klimamodellierung. Jedwede Geldzuwendung hängt von der wahrgenommenen Qualität der Klimamodelle ab. Sie haben damit einen separaten professionellen Interessenkonflikt bei jeder kritischen Studie zu Klimamodellen, welche zu negativen Schlussfolgerungen kommt.

So viel zu Interessenkonflikten.

Kommen wir jetzt zu den technischen Bemerkungen von Dr. Annan. Das werde ich kurz machen. Wir können seinen äußerst unprofessionellen ersten Satz mitleidig übergehen.

Er schrieb: „… Fehler von ~4 W/m² beim Wolken-Antrieb…“ außer dass es ±4 W/m² heißen muss und nicht wie Dr. Annan es schreibt +4 W/m². Offensichtlich gilt für Dr. Annan, dass ± = + ist.

Und ±4 W/m² ist eine Kalibrierungs-Fehlerstatistik und nicht ein energetischer Antrieb. Dieser Satz allein macht die Fehler 2, 4 und 6.

Wie kann es sein, dass ein PhD in Mathematik nicht rms (root-mean-square) versteht und nicht unterscheiden kann zwischen einem ± und einem +? Wie kommt es, dass ein PhD-Mathematiker unfähig ist, eine physikalisch reale Energie von einer Statistik zu unterscheiden?

Weiter. „…die Hypothese, dass der Fehler auf jährlicher Basis errechnet wird“.

Jene „Hypothese“ ist stattdessen eine Demonstration. Ganze zehn Seiten im Manuskript sind der Tatsache gewidmet, dass der Fehler aus den Modellen entsteht, dass er ein systematischer Kalibrierungsfehler ist und notwendigerweise stufenweise voranschreitet.

Hier hat Dr. Annan die Ehre, die Fehler 4 und 5 zu machen.

Weiter. „Nirgendwo wird in dem Manuskript erklärt, warum der jährliche Zeitmaßstab herangezogen wird und nicht ein Zeitmaßstab von Stunden, Tagen und Jahrhunderten…“. Aber genau dieses warum wurde im Manuskript im Abschnitt 2.4.1 (Seiten 28 bis 30) begründet, und die gesamte Herleitung steht in der Unterstützenden Information im Abschnitt 6.2.

Dr. Annan verdient eine spezielle Auszeichnung für außerordentlich schlampiges Durchlesen.

Weiter zu „der 4 W/m²-Fehler ist tatsächlich zeitlich invariabel…“

Wie Mr. UndDannIstDaNochDiePhysik, Nick Stokes und Dr. Patrick Brown versteht Dr. Annan offensichtlich nicht, dass ein zeitliches Mittel eine statistische Förderung [conveying] ist, mittlere Magnitude pro Zeiteinheit“. Dieses Konzept wird im PhD offenbar nicht abgedeckt.

Und dann: „der korrekte Zeitmaßstab ist tatsächlich unendlich“

Außer dass er nicht unendlich ist (siehe oben), aber Dr. Annan hat eine eigennützige Interpretation gewählt. Dr. Annan schrieb tatsächlich, dass seine +4 W/m² „zeitlich invariant“ sind, was auch konsistent ist mit einem unendlich kurzen Zeitraum. Die sich fortpflanzende Unsicherheit ist dann ebenfalls unendlich. Gute Arbeit, Dr. Annan!

Vorletzter Punkt: „Dies ist es, was die Verwendung von Anomalien für die Abschätzung von Änderungen stützt…“. Hier geht Dr. Annan wieder davon aus, dass die ±4 W/m²-Statistik ein konstanter physikalischer +4 W/m²-Ausgleichs-Fehler ist, womit er erneut die Fehler 4, 6, 7 und 9 begeht.

Und es macht immer Spaß, mit einer Ironie zu enden: „Ich bin sicher, dass der Autor dies bereits bei zahlreichen Gelegenheiten hat verlauten lassen…“

Hier schließlich hat Dr. Annan nun recht (außer grammatisch, versorgt er doch ein Substantiv im Singular mit einem Pronomen im Plural).

Ich warte immer noch darauf, einem einzigen Klima-Modellierer zu begegnen, der versteht, dass:

● „±“ nicht gleich „+“ ist;

eine Fehlerstatistik physikalisch keine Energie ist;

die Verwendung von Anomalien nicht physikalische Unsicherheit beseitigt

dass Modelle überhaupt kalibriert werden können

oder dass sich ein systematischer Kalibrierungsfehler auch nachfolgende Berechnungen durchzieht.

Dr. Annan ist jetzt Mitglied in diesem Chor.

Die Vorherrschaft von Mathematikern wie Dr. Annan unter den Klimamodellierern erklärt, warum die Klimamodellierung derartig vor sich hin torkelt. Die Liste der Veröffentlichungen von Dr. Annan illustriert das Problem. Nicht eine einzige Studie betrifft die Einführung einer neuen physikalischen Theorie in ein Modell. Bei Klimamodellierung geht es ausschließlich um Statistik.

Man muss kaum erwähnen, dass Statistik keine Physik ist. Aber jene absolut entscheidende Differenzierung ist offensichtlich den Klimamodellierern verloren gegangen und sogar auch den Konsens-Wissenschaftlern.

Keiner dieser Herrschaften ist ein Wissenschaftler. Keiner von ihnen weiß, wie man wissenschaftlich denkt. Sie haben das gesamte Modellierungs-Unterfangen zu einem warmen kleinen Pool von platonischem Idealismus gemacht, unbeeinflusst von den kalten, unablässigen Strömungen der Wissenschaft und deren schrecklich unpersönlichen Tests mittels Experimenten, Messungen und physikalischer Fehler.

In ihren Händen wurden die Klimamodelle vervollkommnet, sind aber keineswegs genauer geworden. Tatsächlich scheinen sie unabhängig von der Theorie von Lindzen und Choi keinen irgendwie gearteten Fortschritt in der physikalischen Theorie des Klimas seit mindestens 1990 gebracht zu haben. Dies ist der unheilvolle Einfluss der Wissenschaft auf zwanglosen mathematischen Idealismus.

Die gesamte Antwort des Journals steckt voller Fake-Ethik und arroganter Inkompetenz. Meiner Ansicht nach hat sich die GMD-Ethik als ein Deckmäntelchen erwiesen für ein Haus, das der Korruption verfallen ist; ein Betrug. Ebenfalls meiner Ansicht nach steht diese eine Episode sinnbildlich für die gesamte Konsens-Klimawissenschaft.

In meinen Antworten an das Journal wies ich auf Dr. Annans Interessenkonflikte ebenso hin wie auf offensichtliche Fehler. Auf dieser Grundlage forderte ich, das Manuskript wieder zu akzeptieren.

Das Journal blieb bisher still, trotz der klaren Verletzungen seiner eigenen ethischen Verpflichtungen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/11/12/consensus-climatology-in-a-nutshell-betrayal-of-integrity/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Die Kür Macrons zum neuen Klima­präsidenten kann Deutsch­land zusätzlich (mindestens) 22,5 Milliarden EURO pro Jahr kosten

Macron ist der neue Klimapräsident

So schnell verblassen Titel. War bisher unsere politische Leitfigur in Berlin fast unangefochten „die Klimakanzlerin“, musste sie diesen honorigen Titel der globalen Weltretterin schon wieder abgeben. Nichts hat es genutzt, dass Deutschland neben vielen anderen Ausgaben zur Weltrettung seine Atomkraftwerke stilllegt und gegen eine sündhaft teure, dafür aber absolut unstabile EEG-Versorgung eintauscht – versehen mit einer fast „läppischen“ Zuzahlung von ca. 25 Milliarden EUR im Jahr, welche die privaten Stromkunden alleine fürs EEG zahlen müssen.
Nun hat sie allerdings die vielen NGOs, Interessenverbände und künftige Klimaschutzgeld-Empfänger mit ihrer Rede beim Klimagipfel [3] tief enttäuscht, während gleichzeitig – fast wie aus dem Nichts – eine neue Leitfigur auftauchte, zu der die Bewunderung der „Klimaschützerintelligenz“ mit wehenden Fahnen hinübergeflogen ist.
Auch unsere Klimaberaterin, C. Kemfert , ist deshalb wohl von unserer sonst fast gottgleichen Kanzlerin abgefallen und hat einen harschen Nachruf auf sie und eine enthusiastische Krönungsrede auf den Neuen geliefert, beziehungsweise durch ihr Redakteursteam schreiben lassen.
KLIMARETTER.INFO 15. November 2017: [2] Macron ist der neue Klimapräsident
Tag zehn beim Klimagipfel in Bonn: Der französische Präsident stellt die frühere Klimakanzlerin in den Schatten …

Die Reformation der Klimareligion ist vertagt, dafür ein neuer Klimapapst gekürt

Dabei hat unsere Kanzlerin nur etwas gemacht, was sie sonst ganz, ganz selten wagt, da es ihr im Innersten ein Gräuel ist: Sie hat nachgedacht und danach gehandelt, zumindest wenigstens ein kleines, kleines bisschen. Bei der klimareligiösen Gemeinde kam dies jedoch einer Offenbarung des Bösen gleich und entsprechend waren die Reaktionen.
KLIMARETTER.INFO: [2] … Die Hoffnungen auf ein Zeichen aus Deutschland in Sachen Kohleausstieg waren groß, aber unrealistisch. Eingezwängt ins enge Korsett der Sondierungen, sprach die Bundeskanzlerin am heutigen Mittwochnachmittag auf dem Klimagipfel in Bonn über „harte Diskussionen“ beim Klimaschutz. „Ich weiß, wie schwer das im eigenen Land ist“, so Angela Merkel. „Die Industriestaaten müssen einen großen Beitrag leisten“, gestand sie ein. „Aber das bringt auch erhebliche Konflikte mit sich, die wir lösen müssen.“
Nichts steht in der Rede unserer (ehemaligen) Klimakanzlerin [3] von auch nur einem leisen Zweifel am menschengemachten Klimawandel und dass Deutschland nicht weiterhin beim Retten der Welt führend sein soll. Es steht lediglich, dass sie in ihrem Land inzwischen etwas Probleme mit einer Opposition dagegen hat und sie nicht mehr so vollkommen unangefochten an der Spitze steht, um jeden Alleingang und die Kosten dafür gnadenlos „durchdrücken“ zu können.
Ihr Zeitpunkt war jedoch unglücklich gewählt. Wer – der ca. 25.000 zum Klimakampf nach Bonn gereisten Klimawandelkämpfer – konnte auch der neuen Heilsfigur Macron widerstehen, welche ihr Anliegen erkannt hat und versprach, davon „besessen“ zu sein und die Wünsche „obsessiv“ umzusetzen. Dazu einen Zeitplan „sofort“, der wirklich keine Zweifel zulässt. Einfach kein Vergleich mit der in ihren Reden nicht immer ausdrucksstarken, schon gar nicht aufwühlenden, deutschen Kanzlerin.
KLIMARETTER.INFO: [2] … Die einst gefeierte Klimakanzlerin überließ Applaus und Lorbeeren des Auditoriums dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron: Der preschte nach der ernüchternden Rede der Kanzlerin mit klaren Worten vor. „Wir sind besessen davon, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren“, erklärte Macron unter tosendem ApplausFrankreich habe nur eine Obsession– endlich zu handeln, und zwar sofort …
Macron stellte auch klar, dass er sofort Erfolge sehen will. „Unser Planungshorizont ist: jetzt.“

Macron will in den nächsten Monaten einen europäischen CO2-Zertifikatepreis von 30 Euro pro Tonne einführen

Wie rettet man die Welt nun vor dem sich immer schon wandelnden Klima? Einfach und alleine mit den drei Zeichen – der klimareligiösen Dreifaltigkeitsformel – CO2. Man nehme den Pflanzen ihren lebensnotwendigen Luftdünger weg – und schon ist man ein Retter. Weil das Wegnehmen nicht so einfach ist, natürlich nur im ersten Zwischenschritt, dem teurer machen, eine banale Standardübung für „große“ Politiker.
KLIMARETTER.INFO: [2] … Während Merkel vor allem von Konflikten spricht, will Macron in den nächsten Monaten einen europäischen CO2-Preis von 30 Euro pro Tonne einführen …
Dafür vergessen die Klimaenthusiasten, dass praktisch alle Staaten mit weniger CO2-Ausstoß, sofern sie nicht durch die Natur mit viel Wasserkraft gesegnet sind (oder kaum Industrie haben) ihre Reduzierungen nur dank viel Atomkraft erreichen.
Frankreich, als Atomkraft-Vorreiter in Europa gewinnt 80 % seiner Elektroenergie aus dieser, angeblich doch latent „tödlichen“ Kraft der Kernspaltung, welche im Merkelland deshalb abgeschaltet wurde und bald endgültig auch wird.

Frankreichs Stromproduktion nach Erzeugungsart; Grafik R. Schuster


Aber am falschen Ort ist Kernkraft-Gefahr für die Weltrettungs-NGOs unwichtiger als der daraus resultierende CO2-Segen. Und Kohle, welche Deutschland infolge der KKW-Abschaltungen deshalb notgedrungen als einzige mittelfristige Alternative verbrennen muss, mutiert eben zum Hauptteufel [5]. Und gefallene Teufel muss man strafen.
Leider kostet diese Strafe, welche Herr Macron zur sofortigen Rettung des Klimas ausspricht, den deutschen Untertanen dann jährlich schlappe 22,5 Milliarden EUR an zusätzlichen Kosten:
Daten Umweltbundesamt für 2015:
CO2 Emission: 902 Mt. Bisherige Zertifikatekosten: ca. 5 EUR / t, somit 4,51 Milliarden EUR jährliche Kosten.
Beim von Herrn Macron geforderten Zertifikatepreis von 30 EUR / t sind es insgesamt 27,057 Milliarden EUR, also 22,55 Milliarden EUR jährlich mehr.
Damit bezahlt Deutschland mindestens übergansweise jährlich die 25 Milliarden EUR EEG-Kosten und zusätzlich 22,5 Milliarden erhöhte Zertifikatekosten, in Summe 47,5 Milliarden EUR Mehrkosten (zuzüglich der 5 EUR / Tonne CO2 die bisher schon anfallen), absolut damit 640 EUR jährlich pro Untertan.

Deutsche Interessenverbände wollen es dann als Klimaschutzsteuer für die Ökokirche (in der jeder Untertan Zwangsmitglied sein muss) erweitern

Selbstverständlich ist das der Anfang und nicht das Ende. Wer davon einen Vorteil hat, kann gar nicht genug fordern. Wo es doch vor allem gegen das Klima und die schlimmen, es zerstörenden Konzerne – und nur ein bisschen einem selbst – nutzt:
Solarenergie Förderverein Deutschland E.V.: [5] CO2-Steuer jetzt!
… Die fossilen Energieträger werden uns (ebenso wie die nuklearen) als „billig“ angepriesen, doch die meisten der von ihnen verursachten Kosten stehen nicht auf der Rechnung, sondern sind „externalisiert“: Sie werden nicht von ihren Urhebern, sondern von der Allgemeinheit bezahlt . Das bezieht sich auch auf die Treibhausgase, allen voran: CO2. Die Konzerne – Shell oder RWE, um zwei Beispiele zu nennen – können nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn z.B. ein im Rahmen des Klimawandels entstandener tropischer Wirbelsturm philippinische Inseln verwüstet.

Mit 75 EUR je Tonne C02 wird es für den deutschen Michel dann planungssicher erweitert

Solarenergie Förderverein Deutschland E.V.: [5] … Im Kampf gegen den Klimawandel kommt der „Dekarbonisierung“ der Energieerzeugung – also dem Abschied von den fossilen Energiequellen – eine Schlüsselrolle zu. Dieser Prozess kann nur durch den mutigen Ausbau Erneuerbarer Energien – vor allem Solarenergie und Windenergie, zusammen mit den geeigneten Speichertechniken – geschafft werden. Angesichts der verheerenden Klimawandel-Folgen sind entschiedene politische Schritte nötig, um diesen bereits angelaufenen Umbau zu beschleunigen.
Grundzüge einer CO2-Steuer in Deutschland
1. Die Freisetzung von CO2 wird in Deutschland mit einer mengenbezogenen Steuer belegt. Als Zielmarke dieser Steuer wird ein Betrag von 75 Euro je Tonne CO2 festgelegt. Die Steuer wird zunächst mit einem Betrag von 30 Euro je Tonne eingeführt und steigt dann jährlich um 5 Euro pro Tonne, bis sie im zehnten Jahr die Zielmarke erreicht. Durch diese Sukzessiv-Einführung haben alle Akteure Planungssicherheit, um sich auf die sich verändernde Anreizstruktur einzustellen.
2. Solange der EU-Emissionszertifikatehandel besteht, werden die
Kosten für die Zertifikate vollständig auf die CO2-Steuer angerechnet. Eine Doppelbelastung wird so vermieden.

Dieses allumfassende Zahlsystem für den Entzug der Grünpflanzen von ihrem Luftdünger – einbezogen die klimatödlichen „Abgase“ aus den Hintern bäuerlicher Tiere – kostet jeden einzelnen, deutschen Untertanen vom Greis bis zum Kind dann bald um die 1.500 EUR im Jahr, die Zusatzkosten sind dabei natürlich weggelassen. Da ein Teil des Geldes an die (Potentaten der) Untertanen armer Länder verschenkt wird, kommt bestimmt ausreichend Dank an die „lieben, deutschen Klimaschutzgeld-Spender“ zur Kompensation zurück.

Wenn keine Kohle mehr verbrannt wird, wird es wieder billiger?

Stellen sich wohl viele der 86 % vor (sofern diese überhaupt über Kosten und Nutzen nachdachten), welche zustimmten, dass alle Verbraucher einen Beitrag zum Klimaschutz leisten sollten (Quelle: Statista). Dann gibt es ja keine Zertifikatekosten mehr und der Energiepreis kehrt wieder zu den alten, niedrigen Werten zurück. Um die Illusion zu erkennen, muss man jedoch nur die Forderungsdeklarationen der Interessenverbände genauer lesen. Die Zertifikatekosten sind die Kosten, welche die alternativen CO2-Vermeidungswege haben und dienen nur dazu, frühzeitig eine Kostenparität herzustellen, damit die Alternativenergie so „billig“ wie die künstlich verteuerte wird. Auch sollte man nicht außer Acht lassen, dass Gebühren und Steuern seltenst nach dem sie „überflüssig“ wurden, wieder abgeschafft werden. Zu viele haben sich an den Geldregen gewöhnt und gerade der Staat – und hier ist die geldhungrige EU-Bürokratie noch mit beteiligt – hat noch nie begonnen, durch Sparen Zusatzeinnahmen überflüssig zu machen.

Es muss schnell gehen, denn die bayerische Umweltministerin kann dem Klimawandel bereits beim Arbeiten zusehen

Wenn die deutschen Hofberichts-Zeitungen Mitglieder des politischen Hochadels befragen, fragt man sich immer öfters, ob man lachen, oder weinen soll, oder beides gleichzeitig, so schlimm ist das Niveau gesunken. Bald kommt ja noch die Pflicht zur „Leichten Sprache“ dazu und dann haben wir uns an internationales Niveau angepasst.
An sich ist es jedoch unwichtig, wer die bayerische Umweltministerin befragt. Die Antworten sind sowieso immer die einer Sprechpuppe von Frau Hendricks. Wie Frau Hendricks den Klimawandel „täglich spüren kann“, so konnte ihn Frau Scharf in Bayern erweitert „mit den Händen greifen“ und nun sieht sie ihm bereits beim Arbeiten zu. Mit Halluzinationen kann man heutzutage – sofern man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist – entscheiden, geht man in die Klapsmühle, oder wird man damit nicht besser Umweltminister*in.

Bild Frau Ministerin Scharf eröffnet die Bayerische Klimawoche 2015. Bildquelle: CSU Landtag Aktuelles 17.07.2015


Man erinnere sich. Die von Frau Hendricks „ausgebildeten“ Klimabotschafter*innen wurden informiert, dass kein Beitrag zu klein wäre:
[8] heißt uns Bundesumweltministerin Barbara Hendricks per Videobotschaft willkommen … am Ende betont sie: „Welchen Beitrag Sie auch immer bereit sind zu leisten: Kein Beitrag ist zu klein“.
Den Autor hätte es gewundert, wenn diese Ministerin auf Landesebene diese Vorgabe nicht aufgenommen und selbst als Ratschlag umgesetzt hätte:

Augsburger Allgemeine 07. Dezember 2017: [6] Was Umweltministerin Ulrike Scharf beim Klimagipfel erreichen will
Frau Scharf, Sie fliegen nicht, sondern fahren mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV nach Paris. Ist das ein Signal für die Klimakonferenz?...
Ministerin Scharf: Ich will, dass Klimaschutz zum Mitmach-Projekt wird. Jeder kann etwas gegen die Erderwärmung tun. Und sei es nur, einmal öfter auf das Fahrrad umzusteigen. Es gibt ganz viele Möglichkeiten. Jeder kann seinen Beitrag leisten und sich klimaschonend verhalten. Das gilt auch für meine Fahrt nach Paris….
Ministerin Scharf: Es geht um die Zukunft der Welt. Und es geht auch um die Zukunft unserer Heimat. Wir können dem Klimawandel beim Arbeiten zusehen
… Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die uns alle betrifft. Für mich ist es wichtig, regionale Produkte zu kaufen, das spart Transportwege. Und ich verzichte zum Beispiel auf Plastiktüten. Aus vielen kleinen Schritten wird ein großer….
Wie vorbildlich unsere modernen Vordenker*innen sind: Sie fahren absolut unbequem zur Klimabuße mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV erster Klasse auf Spesen nach Paris und verzichten dazu auch noch auf Plastiktüten. Mehr Kasteiung fürs Klima ist kaum möglich.

Bundespräsident Steinmeier liebt es theatralischer, aber ohne Selbstkasteiung

Ausschnitte aus der Rede des Bundespräsidenten Frank Walter Steimeier auf der 23. Weltklimakonferenz in Bonn.
Sie trägt seinen unverkennbaren, gestelzten Ausdruck und besteht in Wirklichkeit nur aus einer Listung von sachlichen Fehlern – welche auf einer Konferenz mit 25.000 „Fachpersonen“ aber von niemandem (negativ) bemerkt wird:
F. W. Steinmeier, Redeausschnitt: Wir wissen um die Dramatik und spüren die Folgen schon heute.
Wir spüren sie, wenn wir auch im Winter durch leere Alpentäler wandern – Täler, die vor fünfzig Jahren noch randvoll mit Gletschereis standen.
Wir spüren sie, wenn das Meer immer öfter über das Land kommt und zugleich, weit entfernt, ganze Städte im Wüstensand verschwinden.
Und wir spüren sie, wenn im Atlantik der Golfstrom erlahmt und zugleich am Schelfrand der Polkappen immer größere Eisberge kalben.
Am drängendsten spüren wir die Folgen des Klimawandels aber dann, wenn Umweltveränderungen und extreme Wetterereignisse Jahr für Jahr die Heimat tausender Menschen zerstören. Wenn verheerende Dürren und Hungersnöte die Bevölkerung ganzer Landstriche in die Flucht treiben.
Und wenn all dies dann immer häufiger auch zur Ursache von Krisen und blutigen Konflikten wird.
Mir jedenfalls bleibt kein Zweifel: Diese Dramatik, diese Dringlichkeit – sie mahnt uns alle zu großer Eile – und zu entschlossenem Handeln!
Hinweis: Diesen Redeteil kann man mit ergänzendem Kommentar (der die sachlichen Fehler beschreibt) versehen auf:

SCIENCE SCEPTICAL BLOG: Klimagipfel in Bonn: Rede zum Klimawandel von Bundespräsident Steinmeier mit Kommentaren lesen.
Quellen
[1] EIKE: Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle
[2] KLIMARETTER.INFO 15. November 2017: Macron ist der neue Klimapräsident
[3] Achgut, Rede der Bundeskanzlerin auf der Klimakonferenz: Der Klimawandel ist für unsere Welt eine Schicksalsfrage
[4] TYCHIS EINBLICK 16.11.2017: Messungen von Schrottwert Klimagipfel – Bonn, Fidschi und der Meeresspiegel
[5] Solarenergie Förderverein Deutschland E.V.: CO2-Steuer jetzt!
[6] Augsburger Allgemeine 07. Dezember 2017: Was Umweltministerin Ulrike Scharf beim Klimagipfel erreichen will
[7] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?
[8] EIKE 19.10.2017: Die junge Klimagarde mit der Weltrettungsbibel von Frau Hendricks auf dem Weg zum Train to Bonn
[9] Klima schützen Kohle stoppen

Bild Trägerkreis von [7]

 




Globale Tempera­turen – Erfindung von Daten mit Erwär­mung dort, wo es gar keine gibt

Dies ist ein gutes Mittel, welches ausgezeichnete Gelegenheiten bietet, Temperaturanomalien rund um den Globus zu plotten. Schaut man aber genauer auf das Gitternetz, erheben sich jedoch einige Fragen.

Abbildung 1: Plot der Arktis und des Nordatlantiks für Oktober 2017

Abbildung 1 zeigt die Daten des Monats Oktober 2017 mit der Ostküste von Grönland im Zentrum. Es zeigt sich, dass ganz Grönland eine Temperaturanomalie aufweist, die relativ hoch ist. Wenn man das Gitternetz jedoch zugrunde legt, wird offensichtlich, dass dies ausschließlich das Ergebnis der Dichte der Gitterpunkte ist und des Mittelungs-Verfahrens bei der Erstellung der Plots. Dies kann man in Abbildung 2 erkennen, wenn man auf Grönland zoomt:

Abbildung 2: Plot vom Oktober 2017. Er zeigt das Gitternetz und die Lage der Datenpunkte um Ostgrönland.

Abbildung 2 zeigt die gleichen Daten wie Abbildung 1, aber mit hinzugefügtem Gitternetz und Datenpunkten. Falls wir Grönland unter die Lupe nehmen, wird nur zu offensichtlich, dass die Temperatur in den meisten Gebieten über dem Inlandeis in diesem Modell bestimmt wird durch eine Messung an der Ostküste des Landes und einer Reihe von Messpunkten in der Mitte der Baffin Bay zwischen der Westküste des Landes und dem nordöstlichen Kanada. Keinerlei Notiz wird genommen von den Temperaturen im Inneren von Grönland, welche oftmals erheblich unter den Temperaturen an der Küste liegen.

Abbildung 2 zeigt auch, dass es dort einen großen Teil des Arktischen Ozeans gibt ohne jeden Messpunkt, so dass die wenigen Messpunkte darum herum im Endeffekt die geplotteten Werte im gesamten Gebiet festlegen.

Ähnliche Effekte sind auch aus den südlichen Extremitäten des Planeten bekannt, wie Abbildung 3 zeigt. Es gibt nur zwei Messpunkte im Inneren der Antarktis und relativ wenige Punkte um die Küste. Für den größten Teil der Antarktischen Halbinsel, von wo wir oft Geschichten über abnormale Erwärmung hören, gilt eindeutig, dass die dort geplotteten Temperaturanomalien abgeleitet sind aus einem Messpunkt nahe dem Südpol und zwei Punkten in einiger Entfernung nördlich der Halbinsel im Meer. Das kann keinen genauen Eindruck der wahren Verteilung der Temperatur (-Anomalie) über diesem sensitiven Gebiet vermitteln.

Abbildung 3: Gitternetz und Lage der Datenpunkte in der Antarktis im Oktober 2017

Eine andere geographische Region mit sehr wenigen echten Messungen und gewaltigen Abständen, über welche die Daten gemittelt werden, ist Afrika, wie aus Abbildung 4 hervorgeht. Es gibt einen breiten Korridor von Ägypten und Libyen an der Nordküste bis nach Südafrika ohne einen einzigen Datenpunkt. Mittelwerte für dieses Gebiet werden aus den relativ wenigen Messpunkten in den umgebenden Gebieten ermittelt. Gleiches gilt für die meisten Gebiete von Südamerika und China (wo die meisten Messpunkte in dicht bevölkerten Gebieten zu liegen scheinen).

Abbildung 4: Daten und Gitternetz in Afrika im Oktober 2017

Auf der Grundlage der Repräsentation dieser Daten wird offensichtlich, dass es riesige Gebiete gibt, in denen die Seltenheit von Daten und Mittelungsverfahren falsche Ergebnisse liefern. Oftmals werden die Temperaturanomalien dieser Gebiete, besonders Grönland und die Östliche Antarktische Halbinsel herangezogen, um zu zeigen, dass diese sensitiven Gebiete des Globus‘ Schauplatz einer außerordentlichen Erwärmung sind, die unsere gesamte Lebensweise bedroht. Derartige Schlussfolgerungen sind ungültig und ausschließlich das Ergebnis des sehr dünnen Vorhandenseins guter Daten und statistischer Verfahren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/11/10/meshing-issues-on-global-temperatures-warming-data-where-there-isnt-any/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der Train to Bonn ist ange­kommen – Abschluss­information

EIKE 19.10.2017: Die junge Klimagarde mit der Weltrettungsbibel von Frau Hendricks auf dem Weg zum Train to Bonn
Inzwischen sind diese Klimabotschafter*innen dort angekommen und mit Elan aktiv. Über die „Klimakampf-Erlebnisse“ von Zweien (von insgesamt 24) berichteten die Nordbayerischen Nachrichten. Als Abschluss der „Berichterstattung“ anbei daraus etwas Information.

Luiza und Christina kämpfen für das Klima

titelt die Überschrift: „Das Weltklima – um nicht mehr und nicht weniger geht es seit Montag auf der Weltklimakonferenz in Bonn … „ und „Die Studentinnen aus Bayern reden beim Weltklimagipfel in Bonn mit – Virtueller Besuch auf den Fidschi-Inseln“, „ … als deutsche Jungendbotschafterinnen haben sie ein Wörtchen mitgeredet“,
heißt es weiter im Text.

Darauf sind sie bestens vorbereitet. Im Gepäck haben die beiden Studentinnen den deutschen Jugendreport

Im ersten Artikel wurde über dessen Erarbeitung und Zusammenstellung berichtet. Die wichtigsten Forderungen daraus sind wiederholt:
1. Anreize für Klimaschutzmaßnahmen schaffen – zum Beispiel sollte es weniger, aber dafür teurere Zertifikate zum Emissionshandel geben“
„ 2. Bessere Aufklärungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit für Klimaschutzprojekte leisten“
„ 3. Den öffentliche Nahverkehr attraktiver gestalten und den Güterverkehr auf die Schiene verlagern“
„ 4. Jugendliche in die Länderdelegation Deutschlands bei der Klimakonferenz aufnehmen“
Eine Kenntnis sei nicht verschwiegen: „ Unsere Forderungen bestehen aus vielem, das bereits bekannt ist … Mit dem Jugendreport wollen wir vor allem betonen, wie wichtig es ist, jetzt zu handeln“ wusste eine der Klimabotschafterinnen.

Zum Ende hin dann eine kleine Ernüchterung. Eine der Jugendbotschafterinnen beklagt sich, dass sich unter den Zuhörer*innen selten „wichtige“ Personen fanden.
Im weiteren Verlauf kommen – wie sollte es anders sein -, erbauliche Geschichten und ergreifende Momente prosaisch aneinander gereiht, die belegen (sollen), wie (überlebens-)wichtig der Klimakampf ist.

Investigatives Betrachten: Weiterhin vollkommen Fehlanzeige

Bereits im ersten Artikel wurde versucht, wenigstens im Ansatz so etwas wie eine kritische Reflexion zu diesem schwierigen Thema zu entdecken – es gelang nicht. Liest man den Zeitungsartikel zum zweiten Teil mit den Erlebnissen der Klimabotschafterinnen im Zug (Train to Bonn) und auf der (Klimazirkus-)Veranstaltung in Bonn durch, zeigt sich, dass nicht nur den minderjährigen Teilnehmer*innen (wo man es entschuldigen kann) investigatives Interesse vollkommen fremd ist, sondern auch denen, welche sich bereits in einem Studium befinden. Immer neu (in der deutschen Geschichte) schein sich zu bestätigen: Je dümmer sich die politische Ebene präsentiert und agiert, umso leichter ist die Masse – und auch die „angehende Intelligenz“ davon zu überzeugen.

Beispiel

Reinste Suggestion wird als Wahrheit angenommen:
Zeitungsartikel: „ Als (die Klimabotschafterin) Ihre VR-Brille abnimmt, braucht es einen Augenblick, bis die Realität sie wieder einholt. Sie befindet sich auf dem Klimagipfel in Bonn, im Pavillon des Inselstaates Fidschi. Genau dort war bis vor wenigen Sekunden noch, zumindest virtuell. Zwei Kinder führten sie durch ihr Dorf und erzählten, wie ein Sturm ihr Zuhause zerstört hat
Wer sich nur ein bisschen mit Propaganda und der zugrundeliegenden Psychologie auskennt, erkennt anhand dieser wenigen Sätze sofort die standardisierte, betont emotionale Konstruktion der Präsentation des Staates Fiji. Und sie scheint auch voll ihre Wirkung erzielt zu haben. Jedenfalls waren die Klimabotschafterin (und die Redakteurin) davon beeindruckt. Auf die Idee, wie Kinder über wissenschaftlich umstrittene, klimatische- und physikalische Sachverhalte etwas beitragen sollten, aber trotzdem als „Zeugen“ dienen, wurde (zumindest im Artikel) nicht nachgedacht.
Für die Protagonistinnen war damit jedoch abschließend bestätigt: „Zuversicht brauchen die Bewohner auch, denn das kleine Land mitten im Pazifik leidet schon jetzt unter den Folgen des Klimawandels … „
Man muss dem Veranstalter „Fidschi“ zubilligen, die Propagandaklaviatur hervorragend spielen zu können. Um diese zu perfektionieren, haben sich die Inselregierungen dieser Pazifikstaaten (mit Unterstützung von Frau Hendricks) auch zusammengeschlossen.
Der (inzwischen verstorbene) ehemalige Außenminister der Marshall-Inseln, Tony de Brum, spielte diese Klaviatur der Opfer(re)präsentation und Forderung durch psychologische Schuldzuweisung mit Bravur [1]. Und am Beispiel von Frau Hendricks führte er vor, wie leicht sich mit etwas Psychologie, eine von Kenntnissen zum Thema weitgehend unbelastete Personen mit ausgeprägten Schuldkomplexen und daraus resultierender „Weltrettungsmanie“ geplagt, von allem überzeugen lässt und dabei ganz vergaß, nach Belegen zu fragen.
Aus einem Zeitungsartikel:

Und dieses Vorgehen funktioniert auch weiterhin, wenn der eine Partner genau weiß, was er haben will und die gegenüber sitzende weiterhin nur umfassende Unkenntnis, ein latentes Schuldgefühl und die Überzeugung, etwas gutmachen zu müssen, besitzt.
Klimabotschafterin: „Am Beeindruckendsten fand ich das Gespräch mit den zwei Klimazeugen aus Fidschi … Die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu beschränken, ist für den Inselstaat überlebensnotwendig“.

Warum benötigt es in Bonn 25.000 „Fachpersonen“, wenn eine reichen würde?

Die berühmte Frage von Einstein bewahrheitet sich bei jedem Klimagipfel neu. Während die Klimabotschafter*ìnnen zur (angeblichen) Information reisen und sich dort in ihrem Nichtwissen alleine durch gekonnte Suggestion schon bestätigt finden, reichen wenige, virtuelle Blicke mit google nach Fiji, um sehen zu können, dass diese Atolle gar nicht daran denken, wegen eines AGW-Klimawandels im Meer zu verschwinden. Wenn es 25.000 „Fachpersonen“ aber nicht auffällt, genauer: Sie es gar nicht sehen wollen, warum sollen es dann ausgerechnet Klimabotschafter*innen „entdecken“, welche von einer Ministerin in ihrer Videobotschaft im Wesentlichen übermittelt bekamen, dass Taten, aber auf keinen Fall selbständiges Denken erwartet wird, wozu man sich an ihr ein Beispiel nehmen könne.

Und immer wiederholt: Die wirklichen Daten zu Fiji

Inzwischen liegt die aktuelle Studie von Professor (emeritus) N.A. Möller über den Pegelverlauf Fiji vor [2] [4].
Der Autor hat zu dem daraus resultierenden, ganz aktuellen Pegelstatus von Fidji eine kleine Zusammenfassung geschrieben (war bei Fertigstellung dieses Artikels noch nicht hochgeladen):
Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle
Eine weitere Information findet sich bei „kaltesonne“ 14. November 2017: Fidjigate
Die Klimakonferenz (COP23) von Bonn war eigentlich auf den Fiji-Inseln geplant. Damit die ca. 25.000 Vertreter (!) aus aller Herren Länder jedoch einigermaßen komfortabel an-und abreisen konnten, einigte man sich auf Bonn als Durchführungsort. Im Spiegel wurde darüber berichtet wie die Inseln dem Meer zum Opfer fallen. Der Autor Axel Bojanowski verweist am Anfang des Artikels kurz auf den Anstieg des Meeresspiegels, er verlinkt auf eine NOAA- Website. Im weiteren Verlauf des SPON-Artikels ist dann nicht mehr die Rede vom Klimawandel-Versinken der Inseln. Völlig zu Recht betont Bojanowski, dass die bedeutendsten Ursachen für die Erosion der Inseln im Verhalten der Inselbewohner selbst liegt. Die wilden Rodungen verminderten die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen die SeeWas also bleibt übrig von den Klimawandel- Horrorstories in Verbindung mit den Fiji-Inseln? Im Artikel kommt eine heute 40-jährige Frau zu Worte die in ihrer Jugend (also um 1990) das Wasser als Freund kennenlernte und heute (2017) ist es ein Feind. Was doch netto ca. 8 cm Pegelerhöhung (nicht die oft zitierten 17 cm, das war 2011/12 durch eine starke LaNina erzeugt) in 27 Jahren so anrichten sollen, bei Wellen von 3m Höhe! Der Klimawandelbeitrag zur Erosion der Insel ist sicher von den Einwohnern kaum bemerkbar. Zur Öffentlichkeitsarbeit scheint er sich jedoch glänzend zu eignen um Geld einzusammeln..

Die Darstellungen vergleiche man mit dem, was der Veranstalter des diesjährigen Klimawandelzirkus in Bonn unwidersprochen vor ca. 25.000 Klimawandel-Spesenrittern, die sich als Fachpersonen tarnen, präsentiert und uns unsere Medien daraus weismachen wollen.
Mit Bezug darauf ist es immer neu erschütternd, mit ansehen zu müssen, wie leicht sich auch „Intelligenz“ mit etwas Psychologie „um den Finger“ wickeln lässt und wie schwer es ist, Wahrheit – und seien es nur wenige Pegeldaten – ans Licht und in Diskussion zu bringen, obwohl man diese mit wenigen Klicks übers Internet jederzeit finden und verifizieren kann.
Quellen
[1] EIKE 18.10.2016: Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?
[2] Nils-Axel Mörner October 09, 2017: Our Oceans-Our Future: New Evidence-based Sea Level Records from the Fiji Islands for the Last 500 years Indicating Rotational Eustasy and Absence of a Present Rise in Sea Level
[3] EIKE 05.11.2017: Eilmeldung zu COP 23: Fidji geht doch nicht unter (wegen des westlichen CO2), es war nur ein alter Datensatz
[4] EIKE 11. November 2017:11. Internationale Klima- und Energiekonferenz erfolgreich beendet – Ein Kurzbericht




Nochmals Fidji, die eher aufstei­genden, als unterge­henden Atolle

Den Klimabotschafter*innen, siehe dazu, EIKE 19.10.2017: Die junge Klimagarde mit der Weltrettungsbibel von Frau Hendricks auf dem Weg zum Train to Bonn
welche inzwischen auf der Konferenz angekommen sind, wurde es gezeigt (ein kleiner Bericht dazu folgt noch). Sie waren von den Darstellungen erschüttert und wurden endgültig davon überzeugt, dass der böse Westen alleine mit seiner CO2-Emission am Untergang Schuld ist und helfen muss:

Quelle: Zeitungsartikel: „ Als (die Klimabotschafterin) Ihre VR-Brille abnimmt, braucht es einen Augenblick, bis die Realität sie wieder einholt. Sie befindet sich auf dem Klimagipfel in Bonn, im Pavillon des Inselstaates Fidschi. Genau dort war bis vor wenigen Sekunden noch, zumindest virtuell. Zwei Kinder führten sie durch ihr Dorf und erzählten, wie ein Sturm ihr Zuhause zerstört hat“
Klimabotschafterin: „Am Beeindruckendsten fand ich das Gespräch mit zwei mit den zwei Klimazeugen aus Fidschi … Die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu beschränken, ist für den Inselstaat überlebensnotwendig“.

Dazu haben ein Zeichner und eine Autorin gerade noch rechtzeitig ein Buch darüber herausgebracht. Die Tageszeitung des Autors berichtete sofort darüber:
Lokalausgabe der Nordbayerischen Nachrichten vom 13.11.2017: Eine ganze Inselwelt versink im Meer
Beim Weltklimagipfel, der derzeit in Bonn stattfindet, führt mit Fidschi zum ersten Mal ein Südpazifikstaat den Vorsitz. Eine der buchstäblich vom Untergang bedrohten Fidschi-Inseln ist Kiribati. Viele Experten gehen davon aus, dass dieses Land das erste Land der Erde sein wird, das wegen des Klimawandels im Meer versinkt. Was das für die Menschen dort im Einzelnen bedeutet, kann man sich kaum vorstellen.
Der italienische Architekt und Zeichner … und die Autorin … machen das Drama, in ihrem ebenso originellen wie bewegenden Reisetagebuch „Kiribati“ anschaulich.

Erkennbar – und erfolgreich – läuft die Propagandamaschine auf Hochtouren. Obwohl es relativ einfach ist, gibt es im so sonst (angeblich) so klugen Westen scheinbar wirklich niemanden, der sich fragt, ob das Berichtete wirklich stimmt und wenigstens ein bisschen die Behauptungen aus Fidji* kritisch recherchiert … außer einem kleinen Häuflein, welches auf EIKE darüber publizieren.

Dank neuer Daten aus Fiji sind verlässlichere Aussagen möglich

Ein aktueller Überblick über die (angebliche) Klimawandelkatastrophe wurde bereits im Artikel:
EIKE 05.11.2017:[3] Eilmeldung zu COP 23: Fidji geht doch nicht unter (wegen des westlichen CO2), es war nur ein alter Datensatz
vermittelt. Auf Achgut erschien parallel eine lesenswerte Ergänzung:

Achgut 05.11.2017: Der Fidschi-Report: Schnorchelkurs für Barbara Hendricks
Und nun liegt auch noch eine ganz aktuelle Studie darüber von Herrn Professor Mörner vor [2], welche auf der gerade beendeten, 11. Internationale EIKE Klima- und Energiekonferenz von ihm präsentiert wurde. Diese ergänzt die bisherigen Daten aus den nur über wenige Jahrzehnte verfügbaren Pegelangaben erstmals um Proxianalysen der letzten 500 Jahre.

Fidji denkt weiterhin nicht daran, aufgrund eines (angeblichen) AGW-Klimawandels unterzugehen.

Führt man diese Informationen zusammen, sagen sie weiterhin nur eines aus: Fidji denkt weiterhin nicht daran, aufgrund eines angeblichen AGW-Klimawandels unterzugehen. Wenn es untergeht, liegt es vielleicht auch am Menschen, der dort seine Natur direkt zerstört und verkauft [4], aber nicht am westlichen CO2-Ausstoß. Ganz deutlich hat es Prof. Mörner im Abstrakt seiner aktuelle Studie beschrieben.
Nils-Axel Mörner (ganz grobe Übersetzung): [2] Pegelstudie Fiji Abstrakt
Zuvor gab es keine Studie auf den Fidschi-Inseln über die Meeresspiegeländerungen der letzten 500 Jahre. Keine ernsthafte Vorhersage kann gemacht werden, wenn wir die Meeresspiegeländerungen heute und in den vergangenen Jahrhunderten nicht gut verstehen. Deshalb schließt diese Studie eine Lücke und liefert echte Beobachtungsdaten, um die Frage der gegenwärtigen Meeresspiegeländerungen zu bewerten.
Es liegen keine Daten vor, die den gegenwärtigen Anstieg des Meeresspiegels unterstützen. Im Gegenteil zeigen alle verfügbaren Fakten die gegenwärtige Meeresspiegelstabilität an. In der Jahrhundertwende gab es im 16. und 17. Jahrhundert ein 70 cm hohes, im 18. Jahrhundert ein 50 cm tiefes und im 19., 20. und frühen 21. Jahrhundert eine gewisse Stabilität (mit einigen Oszillationen). Das ist fast identisch mit den Meeresspiegelveränderungen, dokumentiert auf den Malediven, Bangladesch und Goa (Indien). Es scheint eine gegenseitige, treibende Kraft zu sein.
Die aufgezeichneten Meeresspiegeländerungen anti-korrelieren mit den großen Klimaveränderungen während der letzten 600 Jahre. Daher kann Gletscher-Eustasie
(Zufügung: Eustasie ist die Schwankung des Meeresspiegels, wenn große Wassermengen verlagert werden) nicht die treibende Kraft sein. Die Erklärung scheint rotierende Eustasie zu sein, mit Beschleunigungsphasen während Grand Solar Minima, die Ozeanwassermassen in die äquatoriale Region befördern, und Verlangsamungsphasen während Grand Solar Maximas, die Ozeangewässer dazu bewegen, sich vom Äquator zu den Polen zu verlagern.

Der bei NOAA hinterlegte Pegelverlauf ist fehlerhaft [2]

Die neue Studie hat endlich das Rätsel gelöst, warum der bei NOAA hinterlegte Pegelverlauf (Bild 1) mit seinem vergleichsweise starken Anstieg so vollkommen von denen der Umgebung (welche keine Anstiege zeigen) abweicht. Dieser Pegelverlauf seit 1970 – leider der einzige langfristige dieser Atollgruppe – ist falsch (Bilder 1 und 2). Grund: Der Verlauf stammt nicht homogen von einer Station, sondern setzt sich aus Pegelwerten von drei verschiedenen Stationen zusammen, die beim Zusammensetzen nicht mit ausreichender Sorgfalt homogenisiert wurden. Erst die Werte ab1990 sind durchgängig homogen.

Bild 1 Fiji Nach Bild 2 [2] aus drei Segmenten zusammengesetztes, nicht homogenisiertes und damit falsches Pegelbild. Quelle NOAA Tides and Currents

Bild 2 Fiji, Segmentierung und Weiterführung des NOAA-Pegels (Bild 1) in der Studie [2]

Nur die Pegeldaten nach 1990 sind homogen und verwendbar

Damit ist der von der australischen Behörde seit 1991 angegebene Pegelverlauf (Bild 3) aktuell der einzig brauchbare aus Messwerten. Wahrscheinlich kannten die Australier das Problem hinter den NOAA Pegeldaten und haben deshalb auf eine Übernahme verzichtet. Man darf gespannt sein, ob diese falschen NOAA-Pegeldaten verschwinden, oder korrigiert werden. Wenn überhaupt, wird es bestimmt nicht schnell passieren. „Man“ verlöre damit nämlich eine wichtige Basis der Klimaalarm-Belegführung [3].

Bild 3 Fiji, Detailverlauf seit 1992. Quelle: Australien Government,Bureau of Meteorology, Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics


Zur Sicherheit noch die Temperaturverläufe von Fiji, um nachzusehen, ob und wie sich diese Weltgegend erhitzt (Bild 4).

Bild 4 Fiji, Verlauf der Lufttemperaturen seit 1992. Quelle: Quelle: Australien Government,Bureau of Meteorology, Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics

Nach der neuesten Analyse war der Pegel vor 50 … 60 Jahren um
10 … 20 cm höher als aktuell

Noch etwas ergaben die jüngsten Analysen von Professor Mörner vor Ort: Der Pegel bei den Malediven war vor 50 … 60 Jahre eher um 10-20 cm höher als der aktuelle:
[2] … In the last 50-60 years, there might have been a 10-20 cm sea level lowering, judging from the di ference between dead Patella shells and living Patella shells on shore blocks at Denarau on Viti Levu [13], and the forced conditions for corals on Yasawa Islands to grow into microatolls dated as younger than AD 1955.
Natürlich ist das ein schlimmer Affron an die Klimawandel-Gläubigen und die NGOs, welche vor Ort die Schulkinder lehren, wer an ihrem Unglück Schuld zu sein hat. Die Studie von Herrn Mörner wird deshalb ziemlich sicher dank vollständiger Ignoranz durch die Fachwelt keinen ideellen Schaden anrichten.

Auch Kiribati versinkt nicht (wegen westlichem CO2)

In der Einleitung wurde das Buch erwähnt, welches den Untergang von Kiribati mit vielen zeichnerischen Darstellungen beschreibt. Aus diesem Grund anbei der Pegelverlauf von Kiribati (Bild 5). Der Autor wird das Buch nicht kaufen um nachzusehen, wie eine Insel (wegen westlichem CO2-Eintrag) untergehen kann, wenn die Tidenpegel nicht zunehmen.

Bild 5 Fiji, Kiribati, Pegelverläufe seit 1992. Quelle: Australien Government,Bureau of Meteorology, Pacific Sea Level Monitoring Project Monthly Sea Level and Meteorological Statistics

In historischer Zeit gab es ohne CO2-Einfluss viel größere, kurzzeitige Pegelschwankungen, als die AGW-alarmistischen des IPCC

Die Pegelproxis der letzten 500 Jahre zeigen, dass auch in der (nach AGW-Leermeinung) nicht von CO2-Veränderungen beeinflussten Historie Pegeländerungen in größerem Ausmaß vorkamen, als sie das IPCC als alarmistischen CO2-Änderungseinfluss zum Jahr 2100 prognostiziert (IPCC: bis zum Jahr 2100 ca. 20 … 60 cm Anstieg).

Bild 6 Fiji, Pegelproxi über die letzten 600 Jahre [2]. Bild vom Autor ergänzt

Offener Brief von Professor (emeritus) Mörner an COP21

Herr Mörner ist einer der wenigen, welche sich trauen, ihre – vom Mainstream abweichenden, oft kritischen – Ergebnisse den direkt „Betroffenen“ mitzuteilen und öffentlich in Diskussion mit deren anders lautenden Aussagen zu stellen.
Dies machte er mit einem Präsidenten der Malediven, welcher damals behauptete, sein Land würde bereits untergehen:
Stockholm, Sweden, October 20, 2009 Nils-Axel Mörner: Open Letter to President Mohamed Nasheed of the Maldives
und nun auch mit seinem neuen Ergebnis der Pegelanalysen von Fiji:

WUWT November 13, 2017, Frank Bainimarama by Nils-Axel Mörner: Open Letter to Honorable Prime Minister of Fiji and President of COP23

 
 
Mr. President,
The community assembled at the COP23 meeting in Bonn badly wants temperature to rise according to models proposed (but never verified, rather seriously contradicted) and sea level changes that may pose serious flooding threats to low lying coasts provided sea level would suddenly start to rise at rates never recorded before (which would violate physical laws as well as accumulated scientific knowledge over centuries).
We have been in your lovely country and undertaken a detailed sea level analysis, which beyond doubts indicates that sea level is not at all in a rising mode, but has remained perfectly stable over the last 50-70 years. Hence all threats of an approaching general sea level flooding is totally unfounded.
Whatever economy, politics and project agendas may want to put in the center, the true scientific community must insist that only facts as revealed in nature itself and in laboratory experiments can provide trustworthy results.
These are the facts
-Sea level has remained virtually at the present level over the last 200 years.
-In the last 50-70 years sea level has remained perfectly stable in Fiji
-This stability is indicated by the growth of corals (stopped to grow vertically, and forced to grow laterally into microatolls) – and corals do not lie

[Hinweis: Der gesamte Brief von Prof. Mörner erscheint demnächst in deutscher Übersetzung auf dieser Website]

Probleme lassen sich nur wirksam angehen, wenn man die wahren Ursachen (er)kennt

Noch etwas konnte Herr Mörner aus Fiji berichten: Die Zerstörung der Atolle durch die Einheimischen [4]. Dies allerdings, da schon öfters (auch von anderen Atollen) berichtet, ist kein unbekanntes und neues Thema.
Zur Erinnerung Darstellungen aus „alten“ Recherchen [5]:
In einem Leserkommentar auf Donner + Doria stand im Dezember 2012 der folgende Blogeintrag:
Ich kenne mich auf den Inseln von Kiribati sehr gut aus und habe unter anderem das ganze Jahr 2011 auf Tarawa verbracht. Vorher bereiste ich binnen drei Jahren auch die Inseln Makin, Beru und Nonouti in der Gilbertgruppe. Es geht den I-Kiribati (so nennt sich der Volksstamm selbst) nur und ausschließlich um Geld. Sie haben im neunzehnten Jahrhundert ihre kulturelle Identität durch die christliche Missionierung verloren und leben nun nach den kruden Moralvorstellungen der Missionare. Dadurch (und durch andere Faktoren, wie z.B. eine völlig unzureichende Bildung) sind die westlichen Industrienationen der Buhmann und der Geldesel. Die Insel Nonouti wird seit Jahrunderten alle fünf bis zehn Jahre einmal überspült. Wenn dann aber der Chiefcounsiler (Inselhauptmann) ein Fernsehteam der BBC einlädt, das mit ernsten Mienen die Folgen der Klimaerwärmung just zum Zeitpunkt der höchsten Flut dreht, dann geht es dem Chief schlicht nur darum, soviel Geld wie möglich im Ausland locker zu machen durch diese Berichterstattung. Ich habe es selbst erlebt und das Feixen des Chief noch gut vor Augen. Die I-Kiribati könnten in Frieden und Glück leben, wenn sie nicht so geldgeil geworden wären. Was natürlich unter anderem an den wenigen Ausländern liegt, die auf Tarawa all die Dinge der westlichen Zivilisation verhökern, die hier eigentlich kein Mensch braucht. Aber: Ich will auch haben! Weil, das ist ja so chic… Also muss ich einen I-Matang (so nennt man in Kiribati die Weißen) abzocken, um an Geld zu kommen. Traurig, dies zu sagen – aber ich weiß wirklich wovon ich rede.

DER SPIEGEL 22.12.2001 Buse, Uwe: EINE MELDUNG UND IHRE GESCHICHTE Die Südsee-Ente
Wie der Pazifikstaat Tuvalu unterging – beinahe
Leider ist der Artikel nur zur Verlinkung freigegeben. Er beschreibt, wie die Meldung über den angeblichen Untergang von Tuvalu entstand.

Listung aus dem Buch „Klimawandel im Pazifik“: Kapitel: Die Inseln Tegua und Vanuatu
Im Weltatlas des Klimawandels steht: „Der Anstieg des Meeresspiegels zwang die 100 Einwohner von Tegua, einer Insel der Vanuatu-Inselgruppe, ihre Inseln im Dezember 2005 zu verlassen“.
Das Buch schreibt dazu: „…. Viel wesentlicher ist jedoch die Tatsache, dass die Schilderung der Situation der Situation auf Tegua wie sie im Weltatlas des Klimawandels wiedergegeben wird, jeder Grundlage entbehrt. Sie wurden im Rahmen eines Hilfsprojekts zur Anpassung an den Klimawandel vielmehr bei dem Vorhaben unterstützt, von er Küste weg in eine höhere Region überzusiedeln. Im Hinblick darauf ist auch die Kategorie „Verlassene Inseln“ unzutreffend   … so kann auch hier von einer dringlichen Fluchtbewegung nicht die Rede sein.
Dazu kommt noch eine ergänzende Information:

„… nachdem die Inselbewohner ihre Hilfsgelder aus einem Klimafonds kassiert hatten, wollten sie nicht einmal innerhalb des Atolls auf eine höhere Geländestufe umziehen“. Eine neuere Studie weist darauf hin, dass die Probleme auf Tegua weniger mit dem Klimawandel, als vielmehr mit Erdbeben und vertikalen, tektonischen Bewegungen in der Region zu tun haben.
*Anmerkung:
Es wird nicht behauptet, dass die Pazifikinseln keine Probleme mit Taifunen und Hochwassern haben. Bei der explodierenden Bevölkerung und den daraus resultierenden Umweltzerstörungen können solche Probleme nicht ausbleiben, müssen sich sogar verschlimmern. Es wird aber angezweifelt, dass es die Klimaeinflüsse früher nicht gab, die aktuell berichteten im historischen Kontext eine Verstärkung bedeuten und eine wesentliche Auswirkung von anthropogenem CO2-Eintrag wären.
Quellen
[1] EIKE 18.10.2016: Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?
[2] Nils-Axel Mörner October 09, 2017: Our Oceans-Our Future: New Evidence-based Sea Level Records from the Fiji Islands for the Last 500 years Indicating Rotational Eustasy and Absence of a Present Rise in Sea Level
[3] EIKE 05.11.2017: Eilmeldung zu COP 23: Fidji geht doch nicht unter (wegen des westlichen CO2), es war nur ein alter Datensatz
[4] EIKE 11. November 2017:11. Internationale Klima- und Energiekonferenz erfolgreich beendet – Ein Kurzbericht
[5] EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven
EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang