Mai in Deutschland: Weniger wonnig als zu Mozarts Zeiten- keine Klimaer­wärmung feststell­bar

Der Mai wird wieder kälter, der Frühling kommt später als noch vor 25 Jahren und die Eisheiligen in der Monatsmitte sind wieder deutlich wahrnehmbar. Auch der Mai 2017 hat diesen Trend zur Abkühlung nicht aufhalten können. Aber auch über lange Zeitabschnitte will der Monat nicht wärmer werden. Für dieses Thema nehmen wir Zeiträume von 220 Jahren, 100 Jahre und kürzer. Betrachten wir zunächst den liebsten Monat der Deutschen in den letzten 100 Jahren. Ebenfalls muss die Zunahme der Wärmeinseleffekte bei den Stationen und deren Größenabschätzung in eine seriöse Maiabhandlung mit einfließen.

Grafik 1: Über die letzten 100 Jahre zeigt der Monat Mai ein deutliche Kältedelle in der Mitte des letzten Jahrhunderts, erst ab 1965 stiegen die Temperaturen wieder bis zu einem weiteren Wendepunkt kurz vor dem Jahr 2000.

Aber wo stehen wir 2017? Die Antwort gibt die Grafik 1: Wie im Mai zu Zeiten des Ersten Weltkrieges.

Wir halten fest, die Maitemperaturen sind im letzten Jahrhundert erst einmal gesunken bis über die Jahrhundertmitte hinaus. Dann wurde der Monat wärmer, nach erfolgter Aufwärtstendenz zeigt sich seit 25 Jahren wieder eine deutliche Abkühlung. Im ganzen Zeitraum sind die CO2-Werte kontinuierlich angestiegen und in den letzten 25 Jahren sogar verstärkt. Die Maitemperaturen halten sich aber nicht an die weiter steigenden CO2-Konzentrationen, das zeigt die nächste Grafik des Deutschen Wetterdienstes.

Grafik 2: Bereits vor der Jahrtausendwende wurde der Mai wieder deutlich kälter, die Trendlinie zeigt knapp zwei Zehntel Kelvin Abkühlung pro Jahrzehnt über die letzten 25 Jahre.

Wir fragen uns, seit wann zeigt der Mai eine ausgeglichene Trendlinie? Die Antwort gibt die nächste Grafik 3

Grafik 3: Seit 1985 zeigt der Mai im DWD-Deutschland – das ist mehr als eine Klimaeinheit – nahezu einen Gleichstand der Temperaturen. Die Trendlinie ist seitdem kaum mehr steigend und die Temperaturen verharren auf diesem Niveau.

Anmerkung: Wir arbeiten mit den Originaltemperaturen des Deutschen Wetterdienstes und diese sind nicht wärmeinselbereinigt. Der Großteil der DWD-Stationen steht nun mal dort, wo die Menschen leben und arbeiten und der Mensch bringt durch seine Lebensweise Wärme in die Umgebung der Messstationen, aber auch in die gesamte Landschaft ein, welche von den Thermometern der Messstationen automatisch mit erfasst werden. Es findet eine schleichende Urbanisierung der einstigen freien Fläche Deutschlands statt und diese schreitet täglich voran. Naturschützer nennen das Naturzerstörung, die natürlichen Lebensräume Deutschlands werden täglich minimal kleiner, das Land wird insgesamt durch diesen Prozess wärmer, insbesondere jedoch in und um die Städte.

Mit Amtsberg-Dittersdorf steht uns eine fast wärmeinselfreie Wetterstation zur Verfügung, welche nur wenig anthropogene Zusatzwärme seit ihrem Bestehen mitbekommen hat. Lediglich der Straßenbau und der Autoverkehr haben zugenommen. Die nächste Grafik zeigt, seit wann die WI-arme Station Amtsberg am Fuße des Erzgebirges in Sachsen eine ausgeglichene Trendlinie hat.

Grafik 4: Seit 1979 ist die Trendlinie von Amtsberg ausgeglichen. Die derzeitigen Maitemperaturen sind wegen der 25-jährigen Abkühlung wieder auf dem Stand vom 1979 angekommen.

Eine Erkenntnis aus Grafik 4 wäre, dass in der freien Natur Deutschlands, das sind 85 bis 90% der Gesamtfläche genau diese Trendlinie von Amtsberg gilt. Also ein Erwärmungsstillstand des Monates Mai seit fast 40 Jahren in Deutschland.

Aus Grafik 1 heraus betrachtet, müssten wir eigentlich schlussfolgern, der Temperaturstillstand der letzten 4 Jahrzehnte in ländlichen Gegenden und in der freien Landschaft wäre auf einem hohen Niveau. Doch nehmen wir nun längere Zeitreihen, um diese letzten 40 Mai-Jahre einzuordnen.

Frage: Wo ist das letzte Wärmeplateau des Monates Mai in einem sehr langen Zeitraum einzuordnen?

Der Hohenpeißenberg (HPB) gibt die Antwort

Der Berg ist 988 m hoch und liegt im Voralpenland, 50 km nördlich der Zugspitze. Schon über 200 Jahre betrieben die Mönche im dortigen früher fast unbeheizten Kloster eine Wetterstation, die ab 1934 an einen wärmeren und etwas tiefer gelegenen Standort verlegt wurde, der inzwischen zu einem kleinen DWD-Messzentrum ausgebaut ist. Wir schätzen die menschengemachte Wärmeinselzugabe aufgrund des Standortwechsels auf etwa 0,3 bis 0,5 C ab dem Jahre 1970 ein, d.h. die gemessenen Temperaturen müsste man entsprechend nach unten korrigieren, was wir nicht getan haben, denn die Grafik 5 ist auch so eindeutig zur Beantwortung der obigen Frage

Grafik 5: Die Grafik zeigt deutlich, dass die warmen Maimonate, als die deutschen Maienlieder entstanden sind, vor 200 Jahren waren. Das momentane Temperaturplateau des Wonnemonates Mai liegt etwa in der Mitte. Nebenbei sei noch erwähnt, dass der DWD alle seine Aufzeichnungen im Jahre 1881 beginnen lässt, im Tiefpunkt der kalten Jahre

Und: Die warmen Mai-Jahre lagen alle in früheren Jahrhunderten.

Die Aussage gilt nicht nur für den Hohenpeißenberg, wir verwenden für die nächste Grafik die Deutschlanddaten aus Wikipedia seit 1811, seit 1881 sind es die offiziellen DWD-Daten.

Die wärmsten Maimonate Deutschlands in Form einer Bundesligatabelle. Man achte auf die Jahreszahlen der warmen Maimonate. Der Mai 2017 ist ein Absteiger aus der ersten Liga.

Grafik 6: Unser Dichter Johann Wolfgang Goethe lebte noch zu den Zeiten des drittwärmsten Maimonats (1811) in Deutschland. Der Mai 2017 ist keineswegs an 14. Stelle, er wurde auf dieser Grafik nur im Vergleich zu den 13 wärmsten eingezeichnet.

Mit dieser Grafik 6 ist die Frage beantwortet: Das momentane Wärmeplateau des Monates Mai ist keineswegs ein hohes Niveau seit Beginn der Temperaturmessungen in Deutschland.

Antwort: Auch ohne Wärmeinselbereinigung der Temperaturdaten befindet sich der Mai derzeit in Deutschland lediglich auf einem mittleren Temperaturniveau seit über 200 Jahren.

Das hätte auch unser Dichter J.W. Goethe festgestellt, würde er noch leben, denn er war gleichfalls ein guter Naturbeobachter mit entsprechenden Vegetationsbeschreibungen.

Und so können auch wir als gute Naturbeobachter auf unsere Vegetationsbeobachtungen zurückgreifen und die Grafiken, die allesamt auf DWD-Messungen beruhen, bestätigen:

In der freien Fläche Deutschlands, also außerhalb der wärmenden Städte und Ansiedlungen ist in den letzten Jahren der eigentliche Wonnemonat Mai fast wieder so kalt wie um die Jahrhundertmitte des letzten Jahrhunderts und wie aus Grafik 5 ersichtlich war dieses letzte Kälte-Wellental vor 60 Jahren kälter als zu Mozarts Zeiten. Und das jetzige Wärmeplateau? Alle Lieder und Naturbeschreibungen von damals aus der Endzeit der Klassik und aus der Romantik, die den Mai besingen, passen jedoch exakt für den Monat Mai der letzten Jahre und geben den Vegetationsstand in der freien Fläche Deutschlands, weitab aller flächenhaften Wärmeregionen bestens wieder. Als Beispiel sei genannt: „Komm lieber Mai und mache, die Bäume wieder grün“. https://www.youtube.com/watch?v=M_j1il65RY0

Ein noch älteres Lied aus dem 16. Jahrhundert, dem Tiefpunkt der kleinen Eiszeit in Europa, beschreibt den Mai ähnlich: „Grüß Gott du schöner Maien, da bist du wiederum hier: https://www.youtube.com/watch?v=GZG0gqbIG7w

Vergleichen wir die Inhalte und Beschreibungen der Lieder und Maiengedichte der kleinen Eiszeit mit heute, dann erhalten wir ein erstaunliches Ergebnis für den heutigen Vegetationszustand in der freien Fläche: In den letzten 250 Jahren scheint sich – vor allem nach der Abkühlungsphase der letzten 25 Jahre – nicht viel geändert zu haben.

Vegetationsbeweise: Das zeigt auch unsere abschließende Bildfolge aus dem Frankenbachtal in Süddeutschland zwischen den beiden Städten Aalen und Ellwangen, Fotos der Vegetation aufgenommen mitten in der freien Fläche Deutschlands im kalten Mai 2016 und 2017 am selben Standort

Bilder 1 und 2. Vergleich desselben Standortes: oben 10. Mai 2017, unten 13.Mai 2016. Mitten in den Eisheiligen (11. – 15.Mai) zeigt die Vegetation Deutschlands einen deutlichen Rückstand zur Vegetation in den Städten. Erst am 25.Mai, also im letzten Drittel hatte der Mai die Bäume gänzlich grün gemacht.

Merke: Am 1. Mai sind die Bäume in der freien Fläche Deutschlands weitab der wärmenden Städte noch weitgehend kahl. Der Mai macht tatsächlich immer noch die Bäume grün, das zeigen diese Bilder.

Ein abschließender Blick nach Zentralengland- auch dort blieb eine wesentliche Mai- Erwärmung aus.

In Zentralengland lassen sich die Maitemperaturen sogar bis zum Höhepunkt der „Kleinen Eiszeit“ im 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals war das Klima weltweit kälter; es gab häufige Missernten in West- und Mitteleuropa. Doch obwohl die Reihe in dieser vermutlich kältesten Epoche der letzten 2000 Jahre beginnt, fällt die seitdem eingetretene Mai- Erwärmung mit etwa 0,5K sehr bescheiden aus, zumal auch diese Daten nicht ausreichend wärmeinselbereinigt sind:

Grafik 7: Nur wegen der außerordentlich kalten Phase am Beginn dieser Reihe gab es in dreieinhalb Jahrhunderten eine geringfügige Mai- Erwärmung. Der wärmste Mai in Zentralengland liegt aber schon fast 200 Jahre zurück. Abermals sei erwähnt, die Daten sind nicht wärmeinselbereinigt. Wo ist die behauptete gefährliche Erwärmung?

Aufgrund der geschilderten Tatsachen muss der Schluss gezogen werden, dass sogenannte Treibhausgase wie Kohlendioxid entweder gar nicht erwärmungswirksam sind oder eine nur sehr unbedeutende Wirkung auf die irdischen Temperaturen haben. Rein statistisch betrachtet sind die Maitemperaturen in den letzten 25 Jahren etwas gefallen, die CO2-Konzentrationen aber gestiegen. Die einzig logische Schlussfolgerung aus der Statistik wäre: Eine CO2 Zunahme bewirkt eine Abkühlung.

Bei der angeblichen Klimaerwärmung mit den dazugehörigen Panikvorhersagen aufgrund des angeblichen Klimakillers CO2 handelt es sich schlichtweg um ein neues deutsches Märchen. Die zentrale deutsche Anlaufstelle der Klimamärchen befindet sich in Potsdam unter Führung der selbsternannten Klimagralshüter Schellnhuber und Rahmstorf, welche von uns teuer bezahlt werden. Die nächste Stufe der Märchenerzähler sind dann bereits im Umweltbundesamt beschäftigt. Auch die Führungsriege des DWD argumentiert oft gegen die eigenen Daten, gegen die eigenen Fakten, auf denen die Grafiken des Artikels aufgebaut sind.

Es wird höchste Zeit, den Umwelt- und Naturschutz anstelle eines fragwürdigen und wissenschaftlich nicht konsensfähigen Klimaschutzes, der sich auf getürkte Messdaten, Stichwort “Climategate“, oder selbst geschriebene Computer-Erwärmungsprogramme stützt, weltweit in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Saubere Luft, sauberes (Meer)Wasser, ein intaktes Ökosystem kommen den Menschen heute und zukünftig zugute. Umwelt- und Naturschutz sind notwendig, Klimaschutz dagegen ist ein erfundenes und völlig überflüssiges Geschäftsmodell, deren Auswirkungen immer mehr die Natur zerstören.

Es wird Zeit, dass sich die Naturschutzverbände endlich von dieser falschen Klimaerwärmungspropaganda distanzieren und wieder echten Naturschutz betreiben. Die Schmetterlinge, Fledermäuse, Vögel und Bienen sterben in Deutschland nicht wegen des Klimawandels, sondern hauptsächlich wegen des Pestizideinsatzes und der Zerstörung der ursprünglichen Landschaftsvielfalt sowie der massiven Windkraftanlagen.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und neutraler Klimawissenschaftler

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Presse­erklärung des GWPF: Scheitern von Paris war unver­meidlich

Der Direktor des GWPF Dr. Benny Peiser sagte:

Das Pariser Klima-Abkommen wurde gegen den erklärten Willen der gewählten Repräsentanten der USA durchgedrückt. US-Führer und Kritiker haben internationale Führer wiederholt gewarnt, dass der US-Senat Obamas Deal zurückweisen wird und dass ein republikanischer Präsident das Abkommen in Stücke reißen würde. Jetzt steht das Paris-Abkommen vor genau dem gleichen Schicksal wie das Kyoto-Protokoll, welches ebenfalls in grandiosem Scheitern endete.

Der Vorsitzende des GWPF Lord Lawson sagte, dass die Entscheidung der USA zunehmend Druck auf die Regierung von UK ausüben werde, es den USA gleichzutun:

Die US-Industrie erfreut sich bereits jetzt an einem gewaltigen Vorteil bzgl. der Energiekosten im Vergleich zu UK und den anderen EU-Ländern. Darum macht die US-Entscheidung es für uns in Europa nur noch schwieriger. Die nächste Regierung muss einen langen und intensiven Blick darauf werfen, ob wir uns unseren eigenen Climate Change Act noch länger leisten können. Es ist klar, dass die der britischen Industrie und den Haushalten in UK auferlegten Kosten jetzt vollständig unhaltbar sind“.

Link: https://www.thegwpf.com/gwpf-failure-of-paris-climate-deal-was-inevitable/




Rundbrief der GWPF vom 29. Mai 2017

1) Während der letzten 20 Jahre ist Afrika sehr viel grüner geworden

Wissenschaftler haben zum ersten Mal quantifiziert, wie sich die Vegetation in ganz Afrika während der letzten 20 Jahre verändert hat. 36% des Kontinents wurden grüner, während es auf 11% der Fläche weniger grün wurde. Die Studie stellt in Frage, dass Afrika unter einem fortgesetzten Verlust von Bäumen und Buschland leidet. – Kristian Sjøgren, Science Nordic, 28. Mai 2017

2) Erholung des arktischen Meereises
Global Warming Policy Forum, 26. Mai 2017
Die Eisausdehnung in der Arktis ist in diesem Jahr um 800.000 km² größer als im vorigen Jahr zur gleichen Zeit:

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3) Versuche von Klimawissenschaftlern, Trumps EPA-Leiter zu diskreditieren, endeten mit dem Beweis, dass dieser recht hatte

Eine Studie sollte eine Behauptung von Scott Pruitt, dem von Präsident Trump berufenen Leiter der Umweltbehörde EPA, widerlegen, welche er bei der Anhörung anlässlich seiner Bestätigung erhoben hatte. Statt dessen erreichte die Studie das Gegenteil – sie wies nach, dass Pruitt recht hatte. Pruitt hatte behauptet, dass „die Erwärmung während der letzten 2 Jahrzehnte aufgehört habe“. Die Studie sollte nachweisen, dass diese Behauptung von aus Satellitenbeobachtungen abgeleiteten Temperaturwerten nicht gestützt werde, messen diese doch die unteren paar Kilometer der Atmosphäre. Auf der Grundlage dessen jedoch, was Pruitt tatsächlich im Januar vor dem Kongress ausgesagt hatte, weist die Studie im Wesentlichen nach, dass Pruitt recht hatte. Der Meteorologe Ryan Maue wies auf Twitter darauf hin, dass die in der Studie präsentierten Daten eine Verlangsamung der Erwärmung während der letzten 20 Jahre zeigen. Maue merkte auch an, wie die Autoren viele Studien zu dem „Stillstand“ als Referenzen nannten, es aber ablehnten, diesen Terminus auch in ihrer Studie zu verwenden. – Michael Bastasch, Daily Caller, 25. Mai 2017

4) Fürs Erste lehnt Trump es ab, klein beizugeben, endete doch der G7-Gipfel ohne Klima-Abkommen

Präsident Trump hat es abgelehnt, vor dem Druck der Führer der Welt bzgl. Klimawandel einzuknicken, und besteht darauf zu tun, „was das Beste für die USA ist“. Donald Trump sagt, dass er in dieser Woche seine ,letztendliche Entscheidung‘ treffen werde, ob die USA im Pariser Klima-Abkommen bleiben oder nicht. Die überraschende Ankündigung des Präsidenten erfolgte via Twitter Sonnabend früh, dem letzte Tag seiner ersten Auslandsreise. „Ich werde nächste Woche meine endgültige Entscheidung bzgl. des Paris-Abkommens treffen“, schrieb Trump. Zuvor hatte es der Präsident abgelehnt, einen Kommentar dazu abzugeben, als er dem intensiven internationalen Druck widerstand. Daily Mail, 27. Mai 2017

6) Klima-Essay des Papstes wird Trump nicht überzeugen. Er überzeugte nicht einmal Katholiken

Während des in gespannter und frostiger Atmosphäre verlaufenden Treffens von Präsident Trump mit dem Papst hat dieser dem Präsidenten ein Trennungs-Geschenk [a parting gift] überreicht: nämlich seine 165 Seiten starke Enzyklika Laudato Si, in welcher er seine Verpflichtung zu Maßnahmen gegen den Klimawandel umreißt. Aber Trump war niemals die Zielgruppe. Die entscheidende Frage lautet, ob die päpstliche Enzyklika, welche zwei Jahre vor der Pariser Klimakonferenz veröffentlicht worden war, während dieser zwei Jahre die Meinung unter den Katholiken geändert hat. Und unglücklicherweise lautet die Antwort „wahrscheinlich nicht“. Drei große US-Studien waren zu dem Ergebnis gekommen, dass liberale Katholiken durch die Enzyklika weitaus stärker motiviert und inspiriert worden sind als konservative Katholiken. Noch überraschender ist jedoch das Ergebnis, dass die Enzyklika die Polarisierung sogar noch hat zunehmen lassen. Forschungen der Yale University fanden heraus, dass nach der Veröffentlichung der Enzyklika die Anzahl der Katholiken, welche dem Papst als eine Informationsquelle zur globalen Erwärmung vertraut hatten, um ein Viertel zugenommen hat. Aber die Anzahl der Katholiken, die ihm erheblich misstrauten, hat sich verdoppelt. – George Marshall, Climate Home, 26. Mai 2017




Robuste natürliche Variabilität der Meeres­spiegel­anstiegs­rate bestätigt: Keine Korre­lation mit CO2-Antrieb

Allerdings haben Messungen der Meeresspiegel-Trends nicht mit diesem Narrativ kooperiert.

Tidenmessungen zeigen, dass es insgesamt eine substantielle Reduktion der Rate des Meeresspiegelanstiegs gegeben hat anstatt der erwarteten Beschleunigung.

Beispielsweise fand der UK-Ozeanograph Simon Holgate eine Abnahme der globalen Rate des Anstiegs um 29%, wobei die Rate während der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts (1904 bis 1953) deutlich höher lag als während der zweiten Hälfte desselben (1954 bis 2003).

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Holgate, 2007: Es stellte sich heraus, die Rate der Änderung des Meeresspiegels während der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts mit 2,03 ± 0,35 mm pro Jahr von 1904 bis 1953 deutlich höher lag im Vergleich mit der zweiten Hälfte des Jahrhunderts mit 1,45 ± 0,34 mm pro Jahr von 1954 bis 2003.

Eine kleine Stichprobe regionaler Ergebnisse von Tidenmessungen (Südwestpazifik, Japan) bestätigen die Verlangsamung des Anstiegs seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Damit bestätigen sie, dass die höchsten Raten des Anstiegs aufgetreten waren, bevor menschliche CO2-Emissionen stark zu steigen begannen.

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Gehrels et al., 2012: Zwischen den Jahren 1900 und 1950 stieg der Meeresspiegel mit einer mittleren Rate von 4,2 ± 0,1 mm pro Jahr. Während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts betrug die rekonstruierte relative Rate des Anstiegs 0,7 ± 0,6 mm pro Jahr. Unsere Studie ist konsistent mit einer ähnlichen Situation der relativen Änderung des Meeresspiegels, welche für das südliche Neuseeland rekonstruiert worden war.

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Sasaki et al., 2017: Die Variabilität des Meeresspiegels um Japan von 1906 bis 2010 wurde untersucht mittels eines regionalen Ozean-Modells zusammen mit gemessenen Daten und den historischen Simulationen der CMIP5-Modelle. Das regionale Modell reproduziert die beobachtete Variabilität des Meeresspiegels von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, z. B. den hohen Meeresspiegel um das Jahr 1950, einen niedrigeren Meeresspiegel während der siebziger Jahre sowie einen Anstieg des Meeresspiegels während der letzten drei Jahrzehnte entlang der japanischen Küste. … Dass der wind-induzierte Anstieg entlang der japanischen Küste um 1950 genauso hoch war wie der jüngste Anstieg, unterstreicht die Bedeutung der natürlichen Variabilität bzgl. des Verständnisses regionaler Änderungen des Meeresspiegels im Zeitmaßstab von Jahrzehnten.

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Parker and Ollier, 2015: Die nominale Bestimmung des absoluten globalen Meeresspiegels mittels altimeter-basierter Satellitenbeobachtungen ist tatsächlich eher eine berechnetes Ergebnis als eine direkte Messung. Man erhält es durch Korrektur des Rohsignals der Satelliten-Altimeter-Messungen mittels Algorithmen, welche viele Gemeinsamkeiten mit Klimamodellen aufweisen. Unabhängig von irgendwelchen Problemen bei der Modellierung haben Carter et al. 2014 darauf hingewiesen, dass Schätzungen der Änderungen des Meeresspiegels mittels von Satelliten ermittelter Daten problematisch bleiben wegen der vielen Unsicherheiten bei der Datengewinnung und -verarbeitung. Im besonderen besteht eine Inkonsistenz zwischen den von verschiedenen Forschungsgruppen abgeleiteten Daten, wobei alle Ergebnisse abhängig sind von der Genauigkeit komplexer Adjustierungen, wobei Einigen eine unabhängige Verifikation fehlt, sowie von dem ernsten Problem, dass das erwünschte Signal im Rauschen der verwendeten Daten untergehen könnte. Viele Korrekturen an allen Satelliten-Altimeter-Messungen des Meeresspiegels seit 2003 hatten den Effekt, eine Meeresspiegel-Aufzeichnung zu verändern, die entweder gar keinen oder nur einen geringen Trend zeigte im Gegensatz zu Verfahren, die hohe Anstiegsraten projizierten.

Eine Aktualisierung der jüngsten PSMSL-Tabelle der säkularen Trends des relativen Meeresspiegels vom 14. Februar 2014 (www.psmsl.org) vergleicht die relativen Anstiegsraten, berechnet aus 2133 Tidenmessungen verschiedener zeitlicher Länge (Maximum 183 Jahre, Minimum 21 Jahre) mit den jüngeren, kürzesten Ablesungen, zumeist in Gebieten mit Absinken [der Landmasse] und einer sehr uneinheitlichen geographischen Abdeckung. Die mittlere Rate des Anstiegs aus den 2133 Tidenmesspunkten beträgt 1,04 ± 0,45 mm pro Jahr.

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Von der NOAA angenommene Rate des jüngsten Anstiegs aus Tidenmessungen: 1,7 bis 1,8 mm pro Jahr:

NOAA.gov

Hinzufügung der von der NOAA ,angenommenen‘ Rate des jüngsten Anstiegs im Vergleich mit dem Trend der langzeitlichen Rate:

Trends der menschlichen CO2-Emissionsraten (GtC/Jahr):

Keine Korrelation: Raten des Meeresspiegelanstiegs & CO2-Emissionsraten:

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Yndestad and Solheim, 2017: Deterministische Modelle auf der Grundlage der stationären Perioden bestätigen die Ergebnisse durch eine enge Korrelation mit lange bekannten solaren Minima seit dem Jahr 1000 und zeigen eine Periode des Modernen Maximums von 1940 bis 2015. Das Modell berechnet ein neues Sonnenflecken-Minimum vom Dalton-Typ etwa für die Jahre von 2025 bis 2050 sowie eine neue Periode des TSI-Minimums vom Dalton-Typ von etwa 2040 bis 2065. … Perioden mit wenigen Sonnenflecken sind verbunden mit geringer Sonnenaktivität und kalten Klimaphasen. Perioden mit vielen Sonnenflecken sind verbunden mit hoher Sonnenaktivität und warmen Klimaphasen.

Abbildung: Rekonstruierte Trends der solaren gesamt-Einstrahlung von 1700 bis 2003.

Abbildung: Offensichtliche Korrelation: TSI und (verzögerte) Änderungen der Rate des Meeresspiegelanstiegs

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Stoffel et al., 2015

Offensichtliche Korrelation: TSI und Temperaturverlauf auf der Nordhemisphäre

Link: http://notrickszone.com/2017/05/25/robust-natural-variability-affirmed-in-global-sea-level-rise-rates-no-correlation-with-co2-forcing/#sthash.MZAZMVKQ.dpbs

Übersetzt von Chris Frey EIKE




GWPF-Rundbrief vom 30. Mai 2017

Staaten Osteuropas revoltieren gegen das Pariser Klima-Abkommen

Die EU-Staaten Osteuropas zetteln hinter den Kulissen eine Revolte gegen das Pariser Klima-Abkommen an. Sie blockieren grundlegende Maßnahmen, welche zu ergreifen erforderlich ist, um das vor 18 Monaten unterzeichnete Versprechen einhalten zu können. Europa hatte dabei versprochen, seine Emissionen bis zum Jahr 2030 um 40% zu reduzieren, zumeist durch Überarbeitung bestehender Klimagesetze bzgl. Erneuerbarer, Energie-Effizienz und das Flaggschiff Emissions Trading System (ETS; = Zertifikate-Handel). Aber Dokumente, die Climate Home einsehen konnte, zeigen, dass die Visegrad-Staaten (siehe Bild unten) versuchen, all diese Bemühungen zu zerpflücken, zu blockieren oder zu verwässern – alles nach Art eines Rückzugsgefechtes, welches das Zurückfahren der Klimapolitik seitens Präsident Trump spiegelt. – Arthur Neslen, Climate Home, 29. Mai 2017

Klimapolitik der EU bedroht das, was von der europäischen Stahlindustrie noch übrig ist

Stahlkocher in Europa haben an die Führer der EU geschrieben und diese gedrängt, die Industrie nicht mit zusätzlichen Kosten bzgl. Kohlenstoff-Emissionen zu belasten. Diese würden sie nicht mehr wettbewerbsfähig gegenüber ausländischen Konkurrenten werden lassen und die Gefahr von Arbeitsplatz-Verlusten und Schließungen von Werken heraufbeschwören. Ein Entwurf zur Reform des ETS der EU nach dem Jahr 2020, dem das Europaparlament schon zugestimmt hat, zielt auf noch größere Einschnitte bei Treibhausgasen ab mit Schutz der energieintensiven Industrien. Die Direktoren von 76 Stahlproduzenten, darunter Arcelor-Mittal, Thyssen-Krupp in Deutschland und Voestalpine in Österreich sagen, dass die Reformen in dieser Form zu unauffangbaren Kosten führen werde sowie dazu, dass Verschmutzer von Herstellern in anderen Regionen erzeugt werden. Reuters, 29. Mai 2017

UK-Regierung strebt ,schwächere Klima-Vorschriften‘ an

Die Regierung von UK hat versucht, die EU dazu zu bringen, Klima- und Energie-Vorschriften abzuschwächen, als Theresa May offiziell die Brexit-Verhandlungen eröffnete. Dies geht aus Dokumenten hervor, welche Greenpeace einsehen konnte. Die Intervention einer Britischen Delegation unter Leitung des EU-Austrittsministers David Davis könnte darauf hindeuten, dass die Regierung Klimavorschriften der EU abschwächen werde, wenn diese nach dem Austritt des Landes in UK-Gesetze übergeführt werden, sagte Greenpeace. – renews, 29. Mai 2017

Die ,Geschäftsgrundlage‘ für Paris hat sich in Luft aufgelöst

Die ökonomischen Auswirkungen des Paris-Abkommens stellen sich ganz anders dar, wenn man sie in aller Vollständigkeit betrachtet. Die bizarre Prämisse der Klimawandel-Befürworter lautet, dass sich ökonomische Fortschritte daraus ergeben, dass man den Zugang zu reichlichen, zuverlässigen und bezahlbaren Energiequellen beschneidet. Da spielt es keine Rolle, dass dies den Erfahrungen vieler Europäischer Nationen widerspricht, die stark in erneuerbare Energie investiert haben. Nach der „aggressiven und rücksichtslosen Ausweitung von Wind und Solar“ in Deutschland erklärte beispielsweise das Magazin Der Spiegel im Jahre 2013, dass Energie zu einem „Luxus-Gut“ geworden sei. Offensichtlich ist es diesmal anders. Einige Staaten haben gedroht, die USA zu bestrafen, falls diese sich aus den Bemühungen zurückziehen. Länder, die ihrer eigenen Industrie Kosten auferlegen im Zuge des Paris-Abkommens beklagen, dass sie im Nachteil seien, falls die USA nicht Gleiches tun. Offensichtlich ist die Botschaft bei ihnen nicht angekommen, wonach grüne Energie eine ökonomische Wohltat für jedermann ist, der darin involviert ist. – Cliff Forrest, The Wall Street Journal, 30. Mai 2017 (paywalled)

EU-Kommission: Kohlenstoffpreis muss um das zehn- bis zwanzigfache steigen, um die in Paris gemachten Versprechungen zu erfüllen

Das EU-Ministerium für das Management Schönen Wetters sagt, dass der künstliche Preis von Kohlenstoff-Zertifikaten um eine oder zwei Größenordnungen steigen muss, falls man eine Chance haben will, die „Klimaziele“ zu erreichen. In gewisser Weise hat es recht – der Preis für Kohlenstoff muss sehr stark steigen, um die Menschen dazu zu bewegen, sich anderen Energiequellen zuzuwenden, weil diejenigen Energiequellen, die Kohlendioxid erzeugen, so glückselig billig sind. Andererseits hätte dies zur Voraussetzung, dass die IPCC-Modelle richtig sind und die Weltwirtschaft dieses brutale Management überleben würde. Es wird nicht erwähnt, welche Auswirkungen so etwas auf die Strompreise haben würde. Jo Nova, 30. Mai 2017

Die Erzeuger, nicht die Verbraucher, kontrollieren jetzt das Stromsystem in UK

Eine kürzlich herausgegebene Pressemitteilung des UK-Netzbetreibers TSO zeigt, dass das Interesse der Verbraucher nicht mehr die treibende Kraft ist. Das System wird jetzt betrieben zur Bequemlichkeit und zum Vorteil der Stromerzeuger. Bislang waren die Prognostiker damit beschäftigt vorherzusagen, „wie viel Strom gebraucht werden wird“. Aber mit dem Aufkommen eines von Erneuerbaren dominierten Netzes sind sie jetzt damit beschäftigt vorherzusagen, wie viel Strom erzeugt werden wird. Die Bedeutung dieser Änderung kann gar nicht zu hoch überschätzt werden. Der Verbraucher ist erst in zweiter Linie von Interesse, und die Interessen der Erzeuger stehen jetzt im Brennpunkt der Aufmerksamkeit des Nationalen Netzes. Falls UK wieder aufblühen soll, muss die nächste Regierung in UK diese irrige Umkehrung der Prioritäten ansprechen. – John Constable, GWPF Energy, 29. Mai 2017

Übersetzt von Chris Frey EIKE