Die dunkle Seite der Windkraft: Vogel-Massen­grab, Rotoren­schrott, fragwürdige nationale Allein­gänge

Der VGB hat nun eine wichtige Übersicht zur Windkraft in Deutschland und Europa vorgelegt. Der VGB ist als internationaler Fachverband für die Erzeugung und Speicherung von Strom und Wärme eine non-profit-Organisation und ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen der Kraftwerksbetreiber und -hersteller. Thomas Linnemann und Guido Vallana beleuchteten darin Status quo, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Elektrizität, sowie die Entwicklungen in Deutschland seit dem Jahr 2010. Hier die Zusammenfassung von der VGB-Webseite, wo auch das pdf des Komplettberichts abgerufen werden kann:

Die installierte Nennleistung sämtlicher Windenergieanlagen in Deutschland hat sich in den letzten 16 Jahren, von Anfang 2001 bis Ende 2016, auf 50.000 Megawatt (MW) verachtfacht. In 18 betrachteten europäischen Ländern, die Windenergie heute nutzen, erhöhte sich die Nennleistung im gleichen Zeitraum um das Zwölffache auf mehr als 150.000 MW.

Eine wesentliche physikalische Eigenschaft der Windenergie ist ihre starke raumzeitliche Variation aufgrund der Fluktuationen der Windgeschwindigkeit. Meteorologisch betrachtet wird die aus Windenergieanlagen eingespeiste elektrische Leistung durch Wetterlagen mit typischen Korrelationslängen von mehreren hundert Kilometern bestimmt. Im Ergebnis ist die aufsummierte eingespeiste Leistung der europaweit über mehrere tausend Kilometer sowohl in Nord-Süd-als auch Ost-West-Richtung verteilten Windenergieanlagen hoch volatil, gekennzeichnet durch ein breites Leistungsspektrum.

Die intuitive Erwartung einer deutlichen Glättung der Gesamtleistung in einem Maße, das einen Verzicht auf Backup-Kraftwerksleistung ermöglichen würde, tritt allerdings nicht ein. Das Gegenteil ist der Fall, nicht nur für ein einzelnes Land, sondern auch für die große Leistungsspitzen und -minima zeigende Summenzeitreihe der Windstromproduktion 18 europäischer Länder. Für das Jahr 2016 weist die entsprechende Zeitreihe (Stundenwerte) einen Mittelwert von 33.000 MW und ein Minimum von weniger als 6.500 MW auf. Dies entspricht trotz der europaweit verteilten Windparkstandorte gerade einmal 4 % der in den betrachteten 18 Ländern insgesamt installierten Nennleistung. Windenergie trägt damit praktisch nicht zur Versorgungssicherheit bei und erfordert 100 % planbare Backup-Systeme nach heutigem Stand der Technik.

Im derzeit in der Vorbereitung befindlichen Teil 2 der Studie wird die gesamteuropäische Situation analysiert.

Ein nüchterner Artikel, der die Windkraft in Deutschland in realistischer Weise darstellt: Windenergiekapazität 50 000 MW, gesicherte Leistung 100 MW. 37 mal im Jahr ist Dunkelflaute.

Die Gewinner der Windkraft sind klar: Die Besitzer und Investoren der Anlagen, die sich Bau und Betrieb fürstlich bezahlen lassen. Der Hinweis auf die große Bedeutung in der “ökologischen” Transformation erstickt jegliche Kritik im Keim. Aber wie ökologisch und naturnah ist diese Energiegewinnung wirklich? Einen Hinweis darauf finden wir in einer Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung vom 23. Juni 2017:

Neues Bundesnaturschutzgesetz legalisiert Tötung von Wildtieren
Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert: Bauvorhaben und Windkraft stehen künftig über Artenschutz

Wenn Windkraftanlagen ohne Rücksicht auf geschützte Arten wie Fledermäuse und Rotmilan errichtet werden, kommen sie unter die Räder. Denn Natur- und Artenschutz stören häufig, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Mit der gestern am späten Abend beschlossenen Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hat die Bundesregierung kurz vor der parlamentarischen Sommerpause Tatsachen geschaffen: Auf Betreiben des Bundesumweltministeriums wurde eine Neuregelung beschlossen, die bei Baumaßnahmen wie z.B. von Windkraftanlagen geltendes Gesetz zum Schutz von Arten aufweicht. Viele Arten stehen aufgrund der intensiven Landnutzung in Deutschland ohnehin schon enorm unter Druck – nun verschärft sich die Situation weiter. Tote Adler unter Windenergieanlagen, Feldhamster unter Beton eingeschlossen – in Zukunft kaum mehr ein Problem.

Wie rücksichtslos diese Ziele verfolgt werden, zeigt die Neuregelung im Rahmen des Paragraph 44 des Bundesnaturschutzgesetzes: „Es wurde mit einem Federstrich gegen Natur- und Artenschutz entschieden”, kritisiert Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Fakt ist: Es ist jetzt legal, wenn z.B. durch den Betrieb von Windkraftanlagen Wildtiere getötet werden! Besonders der neue Ausdruck der „Signifikanz” ist problematisch. Erst ab dieser undefinierten Schwelle soll das bisherige Tötungsverbot wirken. Doch wer entscheidet, wie viele tote Tiere signifikant sind? Das geltende EU-Recht für geschützte Arten kennt diesen Begriff ebenfalls nicht.

“Im Interesse der Windkraftlobby setzen sich Bundesregierung und Bundestag mit dieser Entscheidung über das Tötungs- und Verletzungsverbot von Wildtieren hinweg”, bedauert Professor Dr. Vahrenholt. Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren. Der Raum wird knapp. Besonders im windarmen Süden Deutschlands werden die Anlagen daher zunehmend auch in Wäldern gebaut, wo der ökologische Schaden oft beträchtlich ist. Der Tod von Schwarzstorch, Wespenbussard und seltenen Fledermäusen wird nun als unvermeidbar dargestellt und damit quasi legalisiert.

„Wir können nur hoffen, dass dieser ungeheuerliche Angriff auf den Naturschutz in der nächsten Legislaturperiode wieder rückgängig gemacht wird und protestieren aufs Schärfste”, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung.

Die Änderung des Naturschutzgesetzes im Wortlaut

„….Zudem kann auch für Vorhaben privater Träger die Ausnahmevorschrift des § 45 Absatz 7 Satz 1 Nummer 5 in Anspruch genommen werden, wenn zugleich hinreichend gewichtige öffentliche Belange ihre Realisierung erfordern. Zu diesen Belangen gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien.”

Siehe auch Beitrag von Dirk Maxeiner auf achgut.com “Die große Koalition macht Tiere töten leicht” (englisch hier). Im August 2017 veröffentlichte Fritz Vahrenholt dazu auch in der Welt einen Beitrag:

Tierschützer warnt: Bis kein Storch mehr fliegt

Tausende Vögel werden Opfer von Windrädern. Investoren zerstören sogar Nester geschützter Arten, die dem Geschäft im Wege stehen. Dagegen hilft ein Mittel, das schon gegen die Mafia erfolgreich war.

Die Entwicklung der Artenvielfalt in Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass Tiere, die durch Jagd und industrielle Verschmutzung bedroht waren, zurückkehren. Jagdverbote und der Umweltschutz zeigen Erfolg. Zu diesen Rückkehrern gehören viele prominente Vogelarten: Seeadler, Fischadler, Wanderfalke, Uhu, Schwarzstorch, Kranich.

Jetzt droht diese positive Tendenz bei den Greifvögeln wieder zu kippen. Schuld daran ist das Ausufern der Energiewende in die größte Landschaftsveränderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Greifvögel geraten in die Zange von 28.000 Windkraftanlagen, davon mittlerweile 1200 in Wäldern. Mais-Monokulturen wachsen auf 2,5 Millionen Hektar, einer Fläche so groß wie Sizilien.

Weiterlesen in der Welt.

Die Freie Welt griff das Thema am 9. August 2017 auf:

Schattenseite der Ökopolitik: Windkraft wird zunehmend zum Massengrab beliebter Vogelarten

Die Umweltpolitik der Grünen erweist sich als ökonomisches und paradoxerweise auch als ökologisches Desaster

Eine Partei, die in den 80er-Jahren angetreten war, um die Natur zu retten, wandelte sich zur Sachwalterin großflächiger Naturzerstörung“, heißt es zusammenfassend in einem Artikel von Fritz Vahrenholt, der in der ‘Welt’ unter dem Titel: „Bis kein Storch mehr fliegt“ erschienen ist.

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt war einst Umweltsenator in Hamburg und hatte mit ‚Seveso ist überall’ eines der wirkmächtigsten Bücher der damals neu aufkommenden Umweltbewegung geschrieben. Nun warnt er eindringlich vor einem massiven Vogelsterben durch einen weiteren Ausbau der Windenergie und berichtet von zunehmendem Widerstand.

Weiterlesen in der Freien Welt

Kenneth Richard besprach auf Notrickszone zwei neue Papers, die das Müllproblem ausgedienter Altanlagen analysieren:

Unsustainable: 43 Million Tonnes Of Wind Turbine Blade Waste By 2050
Despite an explosion in installed wind capacity since 1990, wind power had achieved just 0.39%of the world’s total energy consumption as of 2013. Germany has assumed a leading role in promoting the consumption of renewable energy.  And yet even in Germany the share of energy consumption from wind power reached only 2.1% in 2016. Despite its extremely limited infiltration as a world energy source, it is assumed that a rapid expansion of wind power will ultimately be environmentally advantageous both due to its reputation as a “clean” energy and because of the potential to contribute to reduced CO2 emissions. Recently, however, the austere environmental impacts and health risks associated with expanding wind energy have received more attention. For example, scientists have asserted that wind turbines are now the leading cause of multiple mortality events in bats, with 3 to 5 million bats killed by wind turbines every year.   Migratory bats in North America may face the risk of extinction in the next few decades due to wind turbine-related fatalities.

Nicht nachhaltig: 43 Millionen Tonnen Windturbinen-Abfall bis zum Jahr 2050

Trotz einer Explosion der installierten Windkapazität (hier) seit dem Jahr 1990 erreichte Windenergie gerade mal 0,39% des weltweiten Gesamt-Energieverbrauchs bis zum Jahr 2013. Deutschland hat vermutlich eine führende Rolle beim Vorantreiben des Verbrauchs erneuerbarer Energie. Und dennoch, selbst in Deutschland erreichte der Energieverbrauch durch Windkraft im Jahre 2016 gerade mal 2,1% (hier). Trotz dieser extrem begrenzten Infiltration als Energiequelle nimmt man an, dass eine rapide Ausweitung von Windenergie ultimativ umweltlich vorteilhaft ist, sowohl durch deren Ruf als eine „saubere Energiequelle“ als auch wegen des Potentials, zur Reduktion von CO2-Emissionen beizutragen. In letzter Zeit jedoch ist den ernsten Umweltauswirkungen und Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der Ausweitung der Windenergie immer mehr Aufmerksamkeit zuteil geworden. Beispielsweise haben Wissenschaftler vermutet, dass Windturbinen inzwischen der Hauptgrund für die multiplen Sterbefälle von Fledermäusen (hier) mit 3 bis 5 Millionen durch Windräder getöteten Fledermäusen pro Jahr (hier). Zug-Fledermäuse in Nordamerika stehen vor dem Risiko des Aussterbens während der nächsten Jahrzehnte, weil sie von Windrädern zerschmettert werden.

[Übersetzung: Chris Frey, EIKE]

Zitate aus Ramirez-Tejeda et al. (2017):

“If the industry cannot come up with more sustainable manufacturing and disposal processes, public acceptance of wind energy would decline if the public becomes aware of these issues”

Falls die Industrie nicht mit nachhaltigerer Herstellung und Entsorgung aufwarten kann, wird die öffentliche Akzeptanz von Windenergie abnehmen, falls der Öffentlichkeit diese Umstände bekannt werden.

[Übersetzung: Chris Frey, EIKE]

Ganzen Artikel auf Notrickszone lesen.

Die Volatilität ist ein großes Problem der Windkraft. Nationale Alleingänge machen dabei wenig Sinn, fand eine Studie der ETH Zürich vom 17. Juli 2017 (Pressemitteilung):

Einseitige Planung verschärft Schwankungen

Würden die Länder Europas bei der Windenergie besser zusammenarbeiten, würde die Windstromproduktion weniger stark schwanken. Das sagt eine Gruppe von Energie- und Klimaforschern der ETH Zürich und des Imperial College London, die für Europa erstmals Großwetterlagen mit Stromproduktionszahlen kombiniert untersuchten.

Der Ausbau erneuerbarer Energien steht wegen der wetterabhängigen Stromproduktion massiv in der Kritik. Eine neue Studie zeigt, dass das weniger am Wetter als an mangelnder Berücksichtigung der gesamteuropäischen Wetterverhältnisse in der Planung liegt. Denn etliche Länder Europas folgen für den Ausbau der Windenergiekapazitäten einseitig ihren nationalen Strategien, ohne über ihren eigenen Gartenzaun zu schauen.

Besser wäre es aber, die Länder würden zusammenarbeiten und auch den Ausbau der Kapazitäten in anderen Regionen Europas fördern, wo Windkraft derzeit kaum genutzt wird. Denn nur so ließen sich die extremen Schwankungen, die heute aufgrund der wechselnden Wetterverhältnisse in der Windstromproduktion auftreten, auf einem vergleichsweise tiefen Niveau halten. Zu diesem Schluss kommt eine Gruppe von Klima- und Energieforschern der ETH Zürich und des Imperial College London in ihrer neusten Studie, die soeben in der Fachzeitschrift «Nature Climate Change» erschienen ist.

Premiere für kombinierte Analyse

Für ihre Studie kombinierten die Forscher erstmals für ganz Europa Daten über großräumige Wetterverhältnisse der vergangenen 30 Jahre mit Wind- und Solarstromproduktionsdaten. Dabei verwendeten sie die an der ETH Zürich entwickelte Plattform Renewables.ninja, um die Wind- und Solarstromproduktion in Europa realistisch zu simulieren.

Mit Hilfe dieser Daten modellierten sie unter anderem, wie sich die Windstromproduktion in Bezug auf sieben in Europa vorherrschende Wetterregime verhält und mit dem weiteren Ausbau der Windenergiekapazität zukünftig ändern wird. Solche Wetterregime erklären, weshalb Schwankungen über mehrere Tage in der europäischen Windstromproduktion auftreten.

Einige Regime sind von Tiefdruckgebieten über dem Atlantik geprägt, welche starken Wind in Westeuropa verursachen, gleichzeitig aber mit ruhigeren Verhältnissen weiter östlich einhergehen. Während anderer Regime ist das Wetter über dem Atlantik und in Westeuropa ruhiger, zur gleichen Zeit herrscht jedoch stärkerer Wind in Südeuropa und Nordskandinavien. «Es gibt kaum eine Wettersituation, in der auf dem ganzen Kontinent gar kein Wind weht und damit ganz Europa gar kein Potential für Windenergie hätte» erklärt Erstautor Christian Grams vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich.

Die Windparks sind jedoch schon heute einseitig über Europa verteilt, vor allem in Ländern um die Nordsee. Das lässt die Windstromproduktion schwanken, weil die meiste Kapazität in Nachbarländern mit ähnlichen Wetterbedingungen installiert ist. Herrscht also über der Nordsee während einiger Tage oder gar Wochen wegen eines stabilen Hochdruckgebiets Flaute, wie im Winter 2016/17, sackt die gesamteuropäische Windenergieproduktion drastisch ab.

Kooperation würde Schwankungen ausgleichen

Verschärft wird dieses Problem dadurch, dass die Länder meist ihren eigenen Strategien für den weiteren Ausbau der Windkraft folgen. Dadurch werden noch mehr Kapazitäten im Nordseeraum konzentriert. Das wird künftig noch extremere Schwankungen zur Folge haben: Die Differenz zwischen hoher Produktion bei günstigen Windverhältnissen und tiefer Produktion bei Flaute wäre bei besonders ungünstigen Verhältnissen bis zu 100 Gigawatt. Dies entspricht in etwa der Kapazität von 100 Atomkraftwerken, die innerhalb weniger Tage zusätzlich bereitgestellt respektive gedrosselt werden müssten.

Würden europäische Länder hingegen kooperieren und künftige Standorte von Windparks anhand der Wetterregime festlegen, ließen sich die Schwankungen auf dem heutigen Niveau von rund 20 Gigawatt stabilisieren. In Frage kommen etwa der Balkan, Griechenland, der westliche Mittelmeerraum und Nordskandinavien.

An diesen Standorten weht der Wind nämlich dann genügend stark, wenn im Nordseeraum ein Hochdruckgebiet für Windstille sorgt. Umgekehrt kann ein stabiles Hochdruckgebiet über dem Mittelmeer die Windstromproduktion dort zum Erliegen bringen, dafür produzieren dann die Windparks im Nordseeraum genügend Strom.

«Deshalb könnte Windstromkapazität in Ländern wie Griechenland oder Bulgarien als wertvoller Ausgleich im gegenwärtigen europäischen Windpark dienen. Das erfordert allerdings einen Paradigmenwechsel in den Planungsstrategien der Länder, in denen Windkraft Potenzial hat», betont Mitautor Iain Staffell vom Imperial College London.

Stromspeicherung nicht machbar

Den Strom für mehrere Tage zu speichern, um die mehrtägigen Schwankungen abzufedern, etwa mit Batterien oder Pumpspeicherseen in den Alpen, ist laut Autoren schwierig, da eine solche gigantische Speicherkapazität auch in absehbarer Zeit nicht verfügbar sein wird. Bislang verfügbare Speichertechnologien eignen sich vor allem zum Ausgleich kürzerer Schwankungen innerhalb weniger Stunden bis Tage.

Vielmehr erfordert eine größere räumliche Verteilung von Windparks auch den Ausbau des Übertragungsnetzes. Solch ein gesamteuropäisch erneuerbares Energiesystem könnte der Schweiz dennoch die Chance bieten ihre Wasserkraftkapazitäten wieder wirtschaftlicher zu nutzen, um kurzfristige Schwankungen auszugleichen.

Politischer Wille und Netzausbau nötig

Auch mit Solarenergie lässt sich eine allfällige Lücke über mehrere Tage höchstens regional füllen. Um die Schwankungen europaweit ausgleichen zu können, müsste gemäss den Forschern die Solarenergiekapazität verzehnfacht werden. «Oft scheint zwar die Sonne, wenn es windstill ist», erklärt Mitautor Stefan Pfenninger vom Institut für Umweltentscheidungen der ETH Zürich. «Aber im Winter reicht die Sonneneinstrahlung in Mittel- und Nordeuropa oft nicht aus, um mit Solarpaneelen genügend Strom zu gewinnen.» Es sei daher wenig sinnvoll, mit einem massiven Ausbau der Solarkapazität die Schwankungen bei der Windenergie ausgleichen zu wollen.

Die Forscher hoffen nun, dass Energieproduzenten und Netzbetreiber, aber auch Regierungen und Politiker, von diesen neuen Erkenntnissen Wind bekommen und die Planung und den Netzausbau europaweit besser koordinieren.

Literaturhinweis: Grams, C.M., R. Beerli, S. Pfenninger, I. Staffell, and H. Wernli, 2017:  Balancing Europe’s wind power output through spatial deployment informed by weather regimes. Nature Climate Change, Advanced Online Publication 17th July 2017, doi: 10.1038/nclimate3338

Dieser Beitrag war zuerst im Blog „Die Kalte Sonne“ erschienen.

Link: http://www.kaltesonne.de/die-schattenseiten-der-windkraft-vogel-massengrab-rotorensondermull-fragwurdige-nationale-alleingange/




Rundbrief der GWPF vom 28. August 2017

Warum die Überschwemmungen in Houston kein Zeichen von Klimawandel sind

Roy W. Spencer

Es gab schon viele Überschwemmungskatastrophen in der Region um Houston, auch schon Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Gegend noch sehr dünn besiedelt war. Im Dezember 1935 war es zu einer massiven Überflutung im Bereich des Stadtzentrums gekommen, als der Pegel bei Buffalo Bayou in Houston das Rekordniveau von 54,4 Fuß [ca. 16,5 m] erreichte. Zum Vergleich: um 6.30 Uhr [Ortszeit] am Montag Morgen lag der Pegelstand an der gleichen Stelle bei 38 Fuß [ca. 11,5 m], also immer noch 16 Fuß [fast 5 m] unter dem Niveau von 1935. Ich bin sicher, dass der Pegel noch steigt. Es gibt keinen Aspekt in der Theorie der globalen Erwärmung, dem zufolge sich die Regen bringenden Wettersysteme langsamer verlagern, wie es derzeit in Texas der Fall ist. Das ist einfach eine Zufallsverteilung. Roy W Spencer 28 August 2017

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Hurrikan Harvey im Zusammenhang

Judith Curry

Wer auch immer Hurrikan Harvey mit globaler Erwärmung in Zusammenhang bringt, hat keine Grundlage.

Der Zeitraum von 12 Jahren, ohne dass ein starker Hurrikan auf das US-Festland übergetreten ist, ist beendet, mit katastrophalen Auswirkungen in Texas. Vorhersagen von Hurrikan Harvey illustrieren Erkenntnisse erweiterter und langfristiger Hurrikan-Vorhersagen.

Dieser Beitrag analysiert die Vorhersagen bzgl. Hurrikan Harvey, ausgegeben von meinem Unternehmen Climate Forecast Applications Network (CFAN) und auch diejenigen des National Hurricane Center. (…)

Harvey im Zusammenhang

Ich bin sicher, dass Sie nicht überrascht sind zu hören, dass Mancher Harvey mit globaler Erwärmung in Zusammenhang bringt. Wie ungewöhnlich war Harvey? Nun, mit Sicherheit wird er in die Annalen eingehen als der Hurrikan, welcher die rekordlange Zeit ohne ein solches Ereignis beendet hat.

Phil Klotzbach hat eine Liste der Hurrikane Kategorie 4 und 5 zusammengestellt, die auf das US-Festland übergetreten waren:


Diese Liste erinnert uns, wie schlimm es schon einmal war. Abgesehen der furchtbaren Jahre 2004 und 2005 haben wir während der letzten Jahrzehnte ziemliches Glück gehabt.

Die Verbindung von Harvey mit globaler Erwärmung, wer auch immer diesen herzustellen versucht, entbehrt jeder Grundlage.

Harvey wird in die Annalen eingehen für seine fast unglaublich hohen Regenmengen. Die endgültigen Mengen sind noch nicht gefallen, und unglücklicherweise wird es wohl noch einige Tage in Texas regnen, wobei sich die bisher gefallenen Mengen potentiell verdoppeln können. Während riesige Mengen Wasserdampf in Harvey kondensierten, gehen die extrem hohen Regenmengen darauf zurück, dass sich Harvey kaum noch verlagert hat. Dabei liegt er immer noch nahe genug an der Golfküste, um weitere Feuchtigkeit aufzunehmen.

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Party in Paris anstatt Vorsorge in Houston

Ron Clutz

Während gewählte Bürokraten über „Null-Kohlenstoff-Fußabdrücke“ schwafeln, wird nichts getan, um sich auf Wetterereignisse vorzubereiten, die es schon immer gegeben hat und zu denen es immer wieder kommen wird. Internationale Abkommen und Konferenzen wie jüngst in Paris leisten nichts, aber auch gar nichts für verwundbare Orte wie Houston.

Man betrachte beispielsweise diesen Beitrag mit dem Titel [übersetzt] „Ein Nachrichtenportal in Texas hat eine Katastrophe vorhergesagt. Jetzt ist sie eingetreten“ (hier). Auszüge daraus:

Die TEXAS TRIBUNE und PROPUBLIKA haben im vorigen Jahr eine mehrteilige Untersuchung veröffentlicht, in der sie unter die Lupe genommen hatten, was passieren würde, falls Houston von einem starken Hurrikan betroffen werden würde.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Reporter taten sich mit Wissenschaftlern von verschiedenen Universitäten in Texas zusammen, um Simulationen verschiedener Sturm-Szenarien* durchzuspielen für die viertgrößte Stadt mit seiner rapide wachsenden Bevölkerung, gewaltigen Öl- und Erdgaslagern sowie einer Haupteinrichtung der NASA.

[*Das amerikanische Wort „storm“ lässt sich nicht einfach mit Sturm übersetzen, denn damit sind alle irgendwie extremen Wettervorgänge gemeint. Auch Dauerregen oder im Winter Glatteisregen oder Schnee wird als „storm“ bezeichnet, auch wenn dabei keinerlei Wind aufgetreten war. Der Einfachheit halber bleibe ich aber hier bei der Übersetzung mit „Sturm“. Anm. d. Übers.]

Ergebnis: Die Stadt und ihr Umland sind schrecklich unvorbereitet auf einen starken Hurrikan. Die Infrastruktur für Evakuierungen und Flutkontrolle ist unzureichend. Ein schwerer Sturm würde katastrophale Schäden verursachen und zu einem „ökonomischen und ökologischen Desaster“ führen. Die Serie wurde mit Preisen ausgezeichnet, hat aber keinerlei politische Änderungen oder große neue Investitionen in die Infrastruktur nach sich gezogen.

Houston ist die viertgrößte Stadt des Landes. Der größte Raffinerie- und petrochemische Komplex befindet sich dort, wo Milliarden Gallonen Öl und gefährliche Chemikalien gelagert werden. Und sie ist potentielles Opfer des nächsten großen Hurrikans. Lesen Sie, warum Texas nicht darauf vorbereitet ist. – 3. März 2016

Ein Haus ist in Flammen aufgegangen, nachdem Wasser und Wellen Häuser auf der Galveston-Insel überschwemmt haben. So geschehen durch den Hurrikan Ike am 12. September 2008.

Jetzt starren die gleichen Journalisten nervös auf die Annäherung von Harvey an die texanische Küste. Der Übertritt auf das Festland wird zwischen den Städten Corpus Christy und Houston erwartet [was eingetroffen ist, Anm. d. Übers.], und das Worst-Case-Szenario kann immer noch eintreten.

„Unglücklicherweise könnte es einer Katastrophe bedürfen, bevor Texas aufwacht und erkennt, dass man ein wenig echtes Geld aufbringen muss, um einen der größten Häfen des Landes zu schützen, wo wir das Meiste unseres Öls und unserer Chemikalien lagern“, sagt einer der Autoren, und weiter: „Falls Houston irgendwann von einem Sturm der Stärke von Harvey betroffen wird, könnten die Umweltschäden über diejenigen bei der Havarie der Ölplattform ,Deepwater Horizon‘ hinausgehen“.

Nachdem die Serie erschienen war, traten die Reporter an die gesamte Kongress-Delegation des Staates heran sowie an beide seine US-Senatoren, von denen einer, Ted Cruz, sich als Präsidentschaftskandidat in Stellung brachte. „Keiner dieser Herrschaften kann also von sich behaupten, dass niemand dieses Unheil voraussehen konnte, welches ein großer Sturm für ihre jeweiligen Wahlbezirke heraufbeschwören könnte“, schrieben die Autoren. „Ike sollte eigentlich dieser Weckruf sein, in diesem Zusammenhang endlich tätig zu werden. Alles, was ich mir erhoffe ist, dass hier und jetzt ein neuer Weckruf erschallt und Texas mehr Maßnahmen fordern wird vor dem ,Big One’“.

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Warum hat Harvey keine größeren Auswirkungen auf die Energiepreise? Stichwort: Schiefer!

Liam Denning, Bloomberg

Die schockierenden Bilder, wie sich die Hauptstraßen von Houston in Kanäle verwandelt haben im Zuge von Hurrikan Harvey (hier) erinnern an ähnliche Bilder der Fluten der Hurrikane Katrina und Rita vor 12 Jahren an der Golfküste.

Wie alles andere auch ist die Energieindustrie, die sich in diesem Gebiet so konzentriert hat, hart getroffen worden, sowohl damals als auch jetzt. Und dennoch, während das volle Ausmaß der Schäden erst nach diesen Wettervorgängen hervortreten wird, kann es sein, dass die Hurrikan-Saisons 2005 und 2017 zu Marksteinen einer Transformation im US-Energiesektor werden.

Selbst wenn sie es mit noch existenzielleren Problemen zu tun haben, sind Energie-Händler auch mit der Tatsache konfrontiert, dass die Märkte im Großen und Ganzen weitgehend ungestört scheinen.

Die Preise für Benzin und andere Raffinerie-Produkte sind nach oben geschnellt – ein logisches Ereignis angesichts des Umstandes, dass etwa ein Sechstel der US-Raffinierungs-Kapazität zum Stillstand gekommen ist. Und dennoch, die Preise für Öl und Erdgas blieben entweder gleich oder waren bis Montag Morgen sogar gesunken.

Dies ist ein markanter Gegensatz zur Lage vor 12 Jahren. Erdgas illustriert den Punkt. Als Katrina und Rita die Golfregion heimsuchten, sind die Erdgaspreise sprunghaft auf zweistellige Zahlen gestiegen. Heute dagegen liegt der Preis bei weniger als 3 Dollar pro Million BTU.

Noch erstaunlicher allerdings sind die völlig unterschiedlichen Erwartungen hinsichtlich der Auswirkungen, wenn man die Marktlage damals und heute vergleicht. Im Jahre 2005 geschah Folgendes:

Nach den Hurrikanen des Jahres 2005 wurden in den Himmel schießende Preise für Erdgas erwartet, nicht nur unmittelbar nach dem Ereignis, sondern auf Jahre hinaus.


Und hier folgt, wie es sich in diesem Monat entwickelt hat. Man beachte den Unterschied:

Die Auswirkung von Hurrikan Harvey hat sich in den Märkten bzgl. der Zukunft von Benzin kaum bemerkbar gemacht, vor allem im weiteren Verlauf der Kurve:

Indifferent

Der Schlüsselfaktor ist der Schiefer-Boom. In der Anfangsphase bekam er Rückenwind durch stark steigende Erdgaspreise, sowohl infolge des Handels-Superzyklus im Jahrzehnt vor 2014 und Preisspitzen in Verbindung mit Katastrophen wie im Sommer und Herbst 2005. Man erkennt dies in den dramatischen Verschiebungen der Ursprünge der heimischen Gasversorgung.

Zurück auf das Land

Der Schiefer-Boom beschleunigte sich in Texas und Louisiana nach dem Jahr 2005, wobei Appalachia nach dem Jahr 2009 den Stab übernahm. Die Offshore-Erzeugung ist inzwischen eingebrochen.

Die Verschiebung weg von den durch Hurrikane bedrohten Gewässern am Golf von Mexiko bedeutet, dass selbst ein katastrophales Ereignis wie Harvey derzeit kaum Auswirkungen auf die Preisentwicklung hat. Tatsächlich hat sogar die Onshore-Erzeugung in Texas und Louisiana während der letzten Jahre an Bedeutung verloren als Anteil an der heimischen Erdgas-Erzeugung in den USA, nachdem die erste Welle des Schiefer-Booms abgeebbt ist und das Wachstum sich anderswohin verlagert hat, besonders nach Appalachia.

Falls überhaupt belastet Harvey die Erdgasversorgung vor Ort, welche an Bedeutung im vorigen Jahrzehnt nichts verloren hat:

Nachfrage

Während der Anteil von Texas und Louisiana zusammen mit den Offshore-Aktivitäten im Golf von Mexiko an der US-Erdgaserzeugung abgenommen hat, ist der Anteil der Nachfrage relativ konstant geblieben:

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Harveys weit reichende Zerstörung testen US-Schiefer

The Wall Street Journal

Dieser Sturm ist der Stärkste, welcher den Bereich nach Beginn der Schiefer-Bohrungen vor einem Jahrzehnt heimgesucht hat, und es könnte dauern, bis sie sich wieder erholt.

HOUSTON – Der Tropensturm Harvey, der stärkste Sturm in Texas seit Langem, hat einen bedeutenden Anteil der Schiefer-Erzeugung des Staates zum Erliegen gebracht, was die Versorgung der USA um 15% zurückgehen ließ.

Jetzt, angesichts des ersten starken Sturmes, welcher ein Test für US-Schiefer ist, lautet die große Frage, wie schnell der Sektor ein Comeback hinlegen kann.

Vor Übertritt von Harvey auf das Festland haben viele große Schiefergas-Erzeuger in den Schieferformationen bei Corpus Christi in Texas alle ihre Öl- und Gasbohrlöcher geschlossen. Erste Schätzungen der Verluste wegen der zum Erliegen gekommenen Produktion belaufen sich auf 400.000 bis 500.000 Barrel pro Tag.

Nachdem die verbreiteten Schäden klarer hervorgetreten waren, sagen viele Analysten, dass es fast sicher ist, dass ein großer Teil, wenn nicht die gesamte Ausbeutung der 1,4 Millionen Barrel pro Tag in der Region zum Erliegen gekommen ist. Schiefer-Produzenten stützen sich auch auf ein riesiges Netzwerk von Energie-Infrastruktur im Wert von Multimilliarden Dollar – von Häfen über Eisenbahnlinien bis zu Pipelines – welches sich während der letzten Jahre entlang der texanischen Küste entwickelt hat. Viele Teile dieses Netzwerkes scheinen ebenfalls ertränkt worden zu sein.

Der Bedarf jener Infrastruktur könnte die Fähigkeit des Schiefers, sich zu erholen, behindern. In der Vergangenheit haben Hurrikane ein Loch in die Energieindustrie von Texas geschlagen, indem sie Offshore-Plattformen im Golf von Mexiko versenkten; aber in vielen Fällen konnten viele dieser großen Installationen schon bald ihren Betrieb wieder aufnehmen, nachdem der Sturm erst einmal abgezogen war.

„Die Auswirkung auf Schiefer könnte sich hinziehen angesichts des Ausmaßes und der Ausdehnung der Überschwemmungen, welche der Schiefer-Logistik zusetzen“, sagte Benny Wong, ein Analyst bei Morgan Stanley.

Der durch Fracking induzierte Boom in Texas hat die Rolle des Staates in der US-Ökonomie gestärkt, was bedeutet, dass falls die Ölfelder und die umgebende Infrastruktur längere Zeit ausfallen, dies außerordentliche ökonomische Auswirkungen auf den Staat haben kann, sagt Joe Brusuelas, Chefökonom einer Beraterfirma.

Das Schieferfeld Eagle Ford in Texas erzeugt 1,4 Millionen Barrel Öl pro Tag, das ist der zweitgrößte Output des Staates nach dem Permian Basin in West-Texas. Seit Beginn der Schiefer-Bohrungen vor einem Jahrzehnt gab es keinen Sturm dieser Größenordnung.

Unternehmen waren am Montag bereits damit beschäftigt, die Schäden an ihren Einrichtungen im Eagle Ford-Feld zu erfassen, welche direkt von Harvey betroffen worden waren. Aber die Ausdehnung des Sturms, der am Samstag vom Hurrikan-Status herabgestuft worden war, sowie der weiter fallende Regen in einigen Gebieten haben diese Bemühungen behindert.

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Übersetzt von Chris Frey EIKE




Argumente gegen den Verbotsirrsinn: Diesel-Verteufelung: Krieg gegen das eigene Volk

Seit der Erfindung des Faustkeils und der Entdeckung des Feuers hat uns die Zivilisation erhebliche Annehmlichkeiten beschert: Schutz vor Regen, Kälte und Raubtieren, ausreichende und gesunde Nahrung sowie die moderne medizinische Versorgung. Dafür mussten wir jedoch von den naturbestimmten Lebensgewohnheiten der Urmenschen zu langen Arbeitszeiten, hohen körperlichen Belastungen sowie dem Umgang mit teilweise schädlichen Substanzen übergehen. So atmet der Mensch seit der Erfindung des Feuers mit dessen Rauch gesundheitsgefährdende Gase und Stäube ein. Dies gilt auch für die kontrollierten Feuer, die Kraftwerke und Automobile antreiben und unsere Wohnungen heizen. Denn Annehmlichkeiten haben stets ihren Preis. Man kann nicht alles haben, die Luftqualität einer Südseeinsel und die uneingeschränkten Vorteile der Zivilisation. Die Frage kann daher nur sein, welche Kompromisse man einzugehen bereit ist. Da wir inzwischen dank unserer technischen Zivilisation auch Umweltprobleme immer besser in den Griff bekommen, stellt sich zudem die Frage, welche Prioritäten dabei zu setzen sind. Alles zum Nulltarif wird jedoch weiterhin nicht zu haben sein.

Unsere Luft wird immer sauberer

Es besteht kein Zweifel daran, dass z.B. die Emissionen des Verkehrs, ohne den unsere Zivilisation nicht auf dem jetzigen Niveau aufrechterhalten bleiben könnte, schädliche Bestandteile enthalten. Ebenso kann man jedoch auch feststellen, dass die seit langem dagegen ergriffenen Maßnahmen wirken und die Belastung seit Jahrzehnten ständig weiter sinkt. Dies zeigt auch eine europaweite Untersuchung der Europäischen Umweltagentur EEA, Bild 1.

Bild 1. Eine europaweite Untersuchung der Emissionen des Transportsektors zeigt, dass diese seit Jahren stetig zurückgehen. Dies gilt auch für die NOx-Emissionen (Grafik: [THAL])

Dieser stetige Rückgang der Belastung durch Abgase trifft auch für Deutschland zu. So hat das Umweltbundesamt seit 1990 einen Rückgang der Stickstoffoxid(NOx)-Emissionen des Straßenverkehrs sowohl absolut (von 1,46 auf 0,491 Mio. t) als auch prozentual (von 50,7 auf nur noch 40,1 %) dokumentiert, Bild 2.

Bild 2. Untersuchungen des Umweltbundesamtes belegen den kontinuierlichen Rückgang der verkehrsbedingten NOx-Emissionen seit 1990 (Grafik: [UBA]

Somit erhebt sich die Frage, warum sich Politik und Medien zurzeit überhaupt so intensiv mit den Emissionen der Diesel-PKW beschäftigen. Wird aktuell die Gesundheit der Bevölkerung plötzlich so stark gefährdet, dass man sich jetzt daranmachen muss, der Automobilindustrie in kürzester Zeit milliardenteure finanzielle Belastungen für die Umrüstung von Fahrzeugen aufzubürden? Liegen gerade die Emissionen der Diesel-PKW so stark über denjenigen der anderen verkehrsbedingten Luftschadstoffe, dass hier derartige Hauruckaktionen als unumgänglich eingestuft werden müssen? Werfen wir hierzu zunächst einen Blick auf die Analysen der Europäischen Umweltagentur EEA, Bild 3.

Bild 3. Prozentualer Anteil der städtischen Bevölkerung in der EU, der Schadstoffbelastungen oberhalb der Grenzwerte der EU bzw. der WHO ausgesetzt ist (Grafik: [THAL])

Diese von der EEA für den Zeitraum 2012-2104 ermittelten Daten belegen, dass NOx-Emissionen in ganz Europa im Prinzip ein Nicht-Problem darstellen. Die zusammengenommenen Überschreitungen aller NOx-Quellen betreffen sowohl nach den Kriterien der EU als auch nach denen der Weltgesundheitsorganisation der UNO (WHO) lediglich einen sehr kleinen Teil (7-9 %) der städtischen Bevölkerung, die ihrerseits einen noch wesentlich kleineren Anteil der Gesamtbevölkerung ausmacht. Nach den Kriterien der WHO sind die Überschreitungen bei allen anderen Luftschadstoffen wesentlich höher und erreichen in der Spitze bis zu 98 % Ein wirklicher Grund zur Sorge wäre statt des NO2 am ehesten das krebserregende BaP (Benzo-a-Pyren). Auch bei Zugrundelegung allein der EU-Kriterien ist nur ein einziger Luftschadstoff unkritischer als NOx, und zwar das Schwefeldioxid. Das ist nicht verwunderlich, denn bei der Erdölraffination wird der Schwefel inzwischen nahezu flächendeckend aus Kraft- und Brennstoffen wie Benzin, Diesel, Heizöl und Flugzeugkerosin entfernt. Das SO2-Problem kann man in Deutschland bereits seit 2004 als dauerhaft erledigt einstufen.

Welche Schadstoffe emittieren moderne Diesel?

Angesichts der regelrechten Hetzkampagne, die in den letzten Jahren und Monaten in der Presse und seitens der Politik gegen den Diesel losgetreten wurde, stellt sich zunächst die Frage, welche Schadstoffe denn für moderne Dieselfahrzeuge überhaupt relevant sind. In den häufig äußerst mangelhaft recherchierten Beiträgen der Medien werden die verschiedenen Aspekte immer wieder durcheinandergeworfen, beispielsweise was die angebliche Krebsgefahr durch Feinstaub angeht. Realistisch betrachtet emittieren moderne Diesel nur zwei wesentliche Schadstoffe: Sehr wenig Feinstaub – und Stickstoffoxide.

Feinstaub ist kein Problem des Diesels

Feinstaub entsteht nicht nur im Straßenverkehr, sondern aus einer Vielzahl von Quellen. In Innenräumen ist die Belastung meist viel höher als im Freien, in U-Bahn-Bahnhöfen ebenfalls. Auch beim Verkehr muss zwischen Emission aus dem Auspuff, Aufwirbelung vorhandenen Feinstaubs durch den Fahrtwind sowie Emissionen durch Abrieb von Reifen und Bremsen unterschieden werden. Bis auf die Motoremissionen treffen alle diese Faktoren übrigens auch auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge zu.

Das Thema Feinstaub kann man bei modernen Dieselfahrzeugen ab der Einführung des Rußpartikelfilters mit der Euro-Stufe 5 (2009) als bereits erledigt abhaken, Bild 4 [KOCH].

Bild 4: Beim Abgas moderner Dieselmotoren spielt nur noch NOx eine Rolle (DPF=Dieselpartikelfilter) (Grafik: [KOCH])

Dass dies selbst im Verkehrsmix mit älteren Dieselfahrzeugen bereits zutrifft, wird durch Erkenntnisse der EEA bestätigt, siehe Bild 5.

Bild 5. Der Anteil des Straßenverkehrs an den Gesamt-Feinstaubemissionen PM2.5 (Partikelgrößen von weniger als 2,5 µm) liegt bei lediglich 13 %. Diese Zahl umfasst Fahrzeuge aller Größenklassen, Altersstufen und Antriebsarten (Grafik: [THAL])

Die Untersuchung der EEA bei den als besonders kritisch geltenden Feinstaubemissionen PM2.5 (Partikelgrößen von weniger als 2,5 µm) zeigt, dass der gesamte Straßenverkehr hierzu nur 13 % beiträgt. Davon müsste man zudem noch die Anteile des Lastverkehrs sowie der benzinbetriebenen PKW abziehen. Die motorischen Emissionen von Diesel-PKW liegen demnach vermutlich bei weniger als 5 % und taugen deshalb in keinster Weise als Begründung für Fahrverbote ausgerechnet und selektiv nur für Diesel-PKW. Feinstaub hat viele Quellen wie Reifenabrieb, Bremsenabrieb, Fahrbahnabrieb, Feuerungsanlagen, Industrieanlagen oder auch Motorabgase. Zum Vergleich: Ein Dieselmotor emittiert aus dem Auspuff 0,2 – 0,5 mg/km Partikel, und

damit 5 bis 10 mal weniger als ein Fahrrad durch Bremsenabrieb [KOCH]. Die Hauptverursacher sitzen ganz woanders und nicht zuletzt in den Haushalten, Stichwort Kamine.

Gefährlichkeit von Feinstäuben nicht geklärt

Zudem sind die derzeit ermittelten Messdaten – Masse aller Partikel unterhalb von 10 µm – nach Ansicht von Wissenschaftlern wie Prof. Dr. Joachim Heyder vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF), dem ehemaligen Direktor des Instituts für Inhalationsbiologie, falsch angesetzt: „Wir haben die Hypothese, dass diese Partikel eine Gesundheitsgefährdung darstellen könnten. Es gibt aber noch keine abschließenden Beweise und ist nach wie vor in der Diskussion….Wissenschaftliche Studien, die einen eindeutigen Zusammenhang zwischen diesen Partikeln und Atemwegserkrankungen, Lungenkrebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen belegen, gibt es (noch) nicht…. Während man lange Zeit glaubte, große Partikel seien für den Organismus gefährlicher als kleine, hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass gerade ultrafeine Partikel mit weniger als 0,1 Mikrometer Größe das größte Gefährdungspotenzial besitzen könnten…. Mir ist völlig unbekannt, dass Feinstaub-Partikel – außer denen im Zigarettenrauch natürlich – Lungenkrebs verursachen. Aber dass Feinstaub-Partikel in den Konzentrationen, wie sie in der Umwelt vorliegen, karzinogen sein sollen – davon ist mir nichts bekannt…. wenn diese ultrafeinen Teilchen tatsächlich die Gefahr sein sollten, brauchen wir völlig neue Grenzwerte….Wir sind inzwischen der Meinung, dass die Partikeloberfläche der kritische Faktor ist. Es stellt sich immer mehr heraus, dass die Partikel-Oberfläche der Parameter ist, um die Qualität der Luft zu beurteilen. Wenn dem so ist, messen wir momentan das Falsche. Dann können wir messen so viel wir wollen, aber selbst wenn wir dann die EU-Grenzwerte einhalten, ist damit das Gefährdungspotenzial unserer Luft nicht kleiner geworden“, so Kernaussagen von Prof. Heyder in einem Interview aus dem Jahre 2005 [HEYD].

Für eine angebliche „Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung durch Feinstaub“ gibt es – auch nach Meinung weiterer Fachleute – keine hieb- und stichfesten wissenschaftlichen Beweise [KOCH]. Als Begründung für Fahrverbote ausgerechnet für Diesel-PKW kann das Feinstaub-Argument daher keinesfalls dienen, Bild 6. Dies gilt sowohl medizinisch als auch juristisch. Auf dieses Thema wird in weiteren Folgen des Berichts noch näher eingegangen.

Bild 6. Auch eine detaillierte Analyse des Feinstaubs PM10 in Deutschland belegt, wie vernachlässigbar gering der Anteil der Diesels ist (Grafik: [KOCH])

Stickoxide – NO, NO2, NOx

Bezüglich der Schadstoffemissionen ist der einzige Minuspunkt des modernen Diesels gegenüber dem Benzinmotor der höhere Ausstoß von Stickoxiden. Dies eine Folge der höheren Verbrennungstemperaturen und des prinzipbedingten Sauerstoffüberschusses des Diesels [HOEH]. Im Motor entsteht in erster Linie NO, das an der Atmosphäre später im Lauf einiger Stunden zu NO2 umgewandelt wird. Beide Gase werden häufig gemeinsam gemessen und der entsprechende Wert als NOx-Wert zusammengefasst. NO2 ist die für den Menschen schädlichere Verbindung. Beide Gase kommen bei bestimmten Berufsgruppen – z.B. Bergleute, Tunnelbauer, Schweißer, Chemische Industrie – in der Atemluft vor, ihre Wirkung wurde daher schon seit Jahrzehnten umfassend untersucht. In der entsprechenden Arbeitschutz-Gesetzgebung sind daher Grenzwerte in Form der Maximalen Arbeitsplatzkonzentration (MAK) festgelegt. Seit einigen Jahrzehnten gibt es darüber hinaus auch Bestimmungen über den zulässigen Gehalt des NO2 bzw. NOx in Büro- und Privaträumen sowie im Freien.

Sowohl NO als auch NO2 sind bei Konzentrationen unterhalb des MAK-Wertes – und nur um diesen Bereich geht es bei der Diskussion über den Diesel – nicht giftig, sie wirken höchstens reizend auf die Lunge. Eine krebsfördernde Wirkung ist nicht belegt, wird allerdings in sogenannten epidemiologischen Studien häufig behauptet. Dies ist jedoch im Prinzip Panikmache, denn solche Studien sind nur aussagefähig, wenn dies auch durch toxikologische Untersuchungen belegt werden kann. Dies ist bei NOx jedoch nicht der Fall. Auch auf diesen Aspekt wird in weiteren Folgen dieses Berichts noch näher eingegangen.

Anteil von Diesel-PKW an Stickoxiden der Luft

Wenn es, wie in der Diskussion um Fahrverbote für Diesel-PKW immer wieder behauptet, um den Schutz der Bevölkerung vor NOx-Emissionen ginge, dann sollte die logische Konsequenz ebenso wie beim Feinstaub die sein, dass man zunächst die Hauptverursacher feststellt, um sich dann Gedanken darüber zu machen, wie man deren Emissionen verringern könnte. Bei der Suche nach diesen Hauptquellen stößt man dann jedoch auf einige massive Ungereimtheiten. Zunächst ist hier das bekannte und häufig konsultierte „Wissensportal“ Wikipedia zu nennen. Dort findet sich zum Stichwort „NO2“ die Aussage: „In Europa werden mehr als 50 %, in einigen Städten bis zu 75 % der NOx-Emissionen durch den Verkehr verursacht“ [WIK1]. Das ist definitiv falsch, siehe auch Bild 2. Mit dieser „Fake-News“ beweist Wikipedia einmal mehr, dass es in entscheidenden Bereichen, nämlich da, wo es um die Falschinformation der Bevölkerung zu Umwelt-, Klima- und Energiefragen geht, von den „grünen Männchen“ in seinen Redaktionsteams manipuliert wird. Bei genauer Betrachtung gibt es bei der von Wikipedia verwendeten Formulierung allerdings eine Eigentümlichkeit, die sofort die Alarmglocken schrillen lassen sollte: Es stellt sich die Frage, was denn unter „durch den Verkehr verursacht“ zu verstehen ist?

Diese Formulierung soll offensichtlich verschleiern, dass Diesel-PKW ja nur einer von vielen Teilnehmern an diesem „Verkehr“ sind. Dazu zählen neben den Diesel-PKW ja auch die Benziner und außerdem noch Lieferwagen, Handwerkerfahrzeuge, Autobusse, LKW, Traktoren, Militär, Lokomotiven, Schiffe und Flugzeuge. Im Prinzip sollte man als steuerzahlender Bürger erwarten dürfen, dass entsprechende Aufschlüsselungen hierzu bei regierungsamtlichen Stellen wie dem Bundesumweltministerium (BMUB) oder bei dem ihm unterstellten Umweltbundesamt (UBA) verfügbar gemacht werden. Da die Umweltministerin Hendricks zu den laustärksten Rufern nach drastischen Maßnahmen gegen die deutschen PKW-Hersteller gehört, sollte man annehmen, dass sie ihre Haltung auch solide mit Zahlen untermauern kann. Leider wird man diesbezüglich jedoch auf den Webseiten sowohl des BMUB als auch des UBA enttäuscht: Dort sind Emissionen stets nur unter dem Stichwort „Verkehr“ zusammengefasst.

BMUB und UBA verschweigen wesentliche Informationen

Sind Hendricks und dem UBA tatsächlich keine detaillierteren Zahlen bekannt? Schon eine kurze Recherche im Internet bringt zutage, dass beiden Behörden sogar sehr detaillierte Zahlenwerke über die einzelnen Anteile der verschiedenen Verkehrsträger an Emissionen sowie der bisherigen und zukünftig erwarteten Trends vorliegen. Schon ein kurzer Blick genügt, um zu erkennen, warum man diese Erkenntnisse behördlicherseits verschweigt: Denn diese Zahlen belegen, dass die von beiden Behörden betriebene einseitige Prügelei gegen den Diesel-PKW völlig ungerechtfertigt ist. Werfen wir deshalb einen genaueren Blick auf etwas, das man vor uns verbergen will: Auf die Ergebnisse einer Studie [TREM], welche BMUB und UBA selbst in Auftrag gegeben hatten, und zwar beim ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg, Bild 7 und Bild 8.

Bild 7. Gesamtheit der NOx-Gesamtemissionen des Verkehrssektors bis 2011 (Grafik: [TREM])

Bild 8. Aufschlüsselung der Anteile der einzelnen Fahrzeugarten an den NOx-Emissionen des Straßenverkehrs bis 2011 (Grafik: [TREM])

Wertet man die einzelnen Anteile zusammen mit den Zahlen der UBA-Grafik zur Entwicklung der Gesamt-NOx-Emissionen (Bild 2) aus, so stellt man fest, dass der Anteil der Diesel-PKW an den NOx-Emissionen im Jahre 2011 bei lediglich 10 % lag. Seither wurde der Bestand an Diesel-PKW durch Stilllegung alter Fahrzeuge mit schlechten Emissionswerten und Zuwachs an neuen Fahrzeugen mit besserem Emissionsverhalten kontinuierlich verjüngt. Diese Tendenz dürfte sich nach den Trendprognosen des Berichts auch in den kommenden Jahren verstärkt fortsetzen, Bild 9.

Bild 9. Entwicklung und Trendprognosen der Verbesserung des Emissionsstandards bei PKW (alle Kategorien) bis 2030 (Grafik: [TREM])

Zu einem sehr ähnlichen Wert von 8 %, was den Anteil des Diesel-PKW an den Stickoxidemissionen angeht, kommt auch eine weitere Untersuchung auf europäischer Ebene von R. Leistenschneider [LEIS, LEIS2], Bild 10. Diese sehr gute Übereinstimmung ist ein Beleg für die Stimmigkeit beider Berechnungen.

Bild 10. Anderer Ansatz, sehr ähnliches Ergebnis: Die Analyse von R. Leistenschneider zum Anteil der Stickstoffdioxidemissionen von Diesel-PKW auf europäischer Ebene (Grafik: [LEIS2])

Angesichts dieser Tatsachen ist die derzeitige Kampagne gegen den Diesel und damit gegen die gesamte deutsche KFZ-Industrie nicht zu rechtfertigen. Es gibt keinerlei Grund, dem Diesel-PKW Fahrverbote aufzuerlegen, denn er ist nicht der Hauptschuldige.

Ein klarer Fall von Betrug am Volk

Wir haben es demnach bei der ganzen Dieselverteufelung mit einer regierungsamtlich unterstützten Kampagne gegen das eigene Volk und gegen die eigene Industrie zu tun. Die Abgase von Diesel-PKW sind nicht die Hauptverursacher der Schadstoffbelastung in unserer Atemluft, und ihre Schädlichkeit ist bei weitem nicht so hoch, wie durch die in der Presse ständig wiederholten Horrormeldungen über Zigtausende Tote durch Dieselabgase behauptet wird. Regierungsstellen wie das BMUB und das UBA kennen die wahren Zahlen, verschleiern bzw. verschweigen sie jedoch offensichtlich bewusst und fahren stattdessen rüde Attacken gegen die Automobilindustrie [HEND]. Von Seiten der für das „Problem“ eigentlich verantwortlichen Politiker – auch hierauf wird in weiteren Teilen des Berichts noch eingegangen – will man dabei von den eigentlichen Ursachen ablenken: Es ist die angebliche „Klimaschutz“-Politik. Alle etablierten Parteien haben sich der praktisch vollständigen „Dekarbonisierung“ Deutschlands zum Zwecke der „Klimarettung“ verschrieben. In diesen Zukunftsplänen ist kein Platz für den Verbrennungsmotor, egal ob Benzin, Diesel oder Gas. Um dies zu erreichen, wurden sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene grotesk überzogene Emissionswerte festgeschrieben, die alle Verbrenner über kurz oder lang ins Aus treiben sollen. Dies ist der Grund für die Hartnäckigkeit und Verlogenheit, mit der die derzeitige Kampagne gefahren wird. Die abgehobenen Politiker all dieser Parteien haben kein Interesse am Rentner, der sich kein neues Auto mehr leisten kann, am Pendler, der nicht in die teure Stadt ziehen kann, oder am „Karle vom Band“, dessen Job auf dem Spiel steht. Sowohl Schulz als auch Merkel versuchen, die verunsicherten Verbraucher gegen die KFZ-Hersteller aufzuhetzen, indem sie Sammelklagen befürworten [ZDF]. Merkel beweist dabei erneut ihre besondere Wendigkeit: Am 27.8. behauptete sie im ARD/ZDF-Interview, Verbrenner hätten als „Brückentechnologie“ noch Jahrzehnte vor sich [ZDF]. Ganz anders dagegen am 9.6. in einer Rede vor Studenten in Argentinien: „Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.“ Es werde das autonome Fahren geben [WEME].

Für den Bürger ist es egal, welche der beiden „großen“ Parteien mit welcher Koalition aus den Wahlen als Regierung hervorgehen wird: Nach der Wahl werden sie alle Versprechungen in den Wind schlagen und weiter das machen, was sie schon seit Jahren anstreben: Die Deindustrialisierung Deutschlands durch „Dekarbonisierung der Volkswirtschaft. Alternativlos.

Fred F. Mueller

Quellen

[HEYD] http://www.stern.de/panorama/wissen/natur/feinstaub–vielleicht-messen-wir-das-falsche–3553812.html

[HOEH] http://www.c-c-netzwerk.ch/index.php/themen/energie/ein-plaedoyer-fuer-den-dieselmotor

[KOCH] https://www.ifkm.kit.edu/downloads/Focus_Antworten_v2.0.pdf Institut für Kolbenmaschinen Prof. Dr. sc. techn. Thomas Koch Der Dieselmotor: Nüchterne Bewertung der Emissionsthematik

[LEIS] https://eike.institute/2017/08/20/das-kartell-der-dummheit-irrenhaus-deutschland-wie-wir-mit-dem-diesel-unsere-grundfesten-demontieren-teil-1-stickoxide-der-grosse-anteil-natuerlichen-ursprungs/

[LEIS2] https://eike.institute/2017/08/21/das-kartell-der-dummheit-irrenhaus-deutschland-wie-wir-mit-dem-diesel-unsere-grundfesten-demontieren-teil-2-stickoxide-die-fehler-des-umweltbundesamtes-der-t/

[THAL] European Environment Agency EEA Report No28/2016 Air Quality in Europe – 2016 report https://www.eea.europa.eu/publications/air-quality-in-europe2016

[TREM] Aktualisierung „Daten- und Rechenmodell: Energieverbrauch und Schadstoff-Emissionen des motorisierten Verkehrs in Deutschland 1960-2030“ (TREMOD, Version 5.3) für die Emissionsberichtserstattung 2013 (Berichtsperiode 1990-2011) ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH

[UBA] https://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/stickstoffoxid-emissionen#textpart-1

[HEND] http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diesel-affaere/umweltbundesamt-stellt-wirksame-nachruestung-von-dieselautos-infrage-15170393.html

[WEME] https://www.welt.de/politik/deutschland/article165359594/Als-Merkel-in-die-Zukunft-blicken-soll-lacht-das-Auditorium.html

[WIK1] https://de.wikipedia.org/wiki/Stickoxide

[ZDF] Interview mit Merkel und Schulz, Heute-Sendung des ZDF vom 27.8.2017, 19.00 Uhr




Merkel tadelt Trump bzgl. Klima und Energie, aber Deutsch­land wird von seiner Politik profitieren

Deutschland hat den Ruf, eine Supermacht bzgl. grüner Energie zu sein, aber in vielfacher Hinsicht ist diese Etikettierung übertrieben. Es stimmt zwar, dass Deutschland im Jahre 2016 29 Prozent seines Stromes mittels Erneuerbarer erzeugt hat, aber Wind und Solar machen nur einen sehr kleinen Anteil am Gesamtenergieverbrauch aus.

Im Jahre 2016 wurden 34 Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie durch Öl erzeugt, 23,6 Prozent durch Kohle, 22,7 Prozent durch Erdgas, 7,3 Prozent durch Biomasse, 6,9 Prozent aus Kernkraft, 2,1 Prozent durch Wind und 1,2 Prozent durch Solar. Abfall, Geothermie und Wasserkraft rundeten das Bild auf 100 Prozent ab.

Alles in Allem erzeugte Deutschland 80,3 Prozent seiner verbrauchten Energie durch fossile Treibstoffe. Das sind schlechte Nachrichten für ein Land, das zu 97,2 Prozent von Öl-, zu 88 Prozent von Erdgas- und zu 87 Prozent von Kohle-Importen abhängig ist (hier).

Die gute Nachricht für die Deutschen lautet, dass sie gewaltig von einem US-Präsidenten profitieren werden, welcher die heimische Energieerzeugung fördert ebenso wie den Export amerikanischer Energie-Ressourcen nach Übersee.

Mit seiner Bevorzugung von Öl, Erdgas und Kohle in den USA, mit der Aufhebung von Vorschriften, die von seinem Vorgänger erlassen worden sind, und der Beschleunigung des Genehmigungsverfahren für Flüssiggas-Terminals beschleunigt, unternimmt Trump bedeutende Schritte um sicherzustellen, dass diese Energiequellen billig bleiben und auch in Zukunft verfügbar sind. Weil Deutschland so schwer von Energieimporten abhängig ist, werden niedrigere Preise eine Wohltat für die deutschen Bürger sein.

Beispielsweise gaben die Deutschen im Jahre 2013 73,5 Milliarden Dollar für Ölimporte aus, als der Preis für die Sorte Brent im Mittel bei 108 Dollar pro Barrel lag. Seitdem hat hydraulisches Brechen in den USA eine Flutwelle amerikanischen Rohöls in den Markt gespült, was die globalen Ölpreise auf 47 Dollar pro Barrel abstürzen ließ. Ein wenig Bierdeckel-Mathematik zeigt, dass die Deutschen jetzt 29,3 Milliarden Dollar pro Jahr für ihre Ölimporte zahlen müssen, was im Mittel Einsparungen von rund 1958 Dollar für jeden der 37,5 Millionen deutschen Haushalte bedeutet.

Im Gegensatz dazu hat die Klima- und Energiepolitik von Merkel dazu geführt, dass die Strompreise in Deutschland seit dem Jahr 2006 um etwa 47 Prozent gestiegen sind. Das macht pro Jahr für einen normalen deutschen Haushalt etwa 380 Dollar pro Jahr zusätzlich aus. Die höheren Preise sind weitgehend einer Zunahme der Abgaben für erneuerbare Energie um das Zehnfache geschuldet, damit den Garantien für die Profite der Wind- und Solarindustrie genügt werden kann. Diese Aufschläge machen inzwischen 22 Prozent der Stromrechnungen für deutsche Familien aus.

Obwohl die Deutschen zusätzlich zehner Milliarden Dollar durch höhere Strompreise gezahlt haben, haben sie kaum etwas dafür bekommen, weil die an sich beabsichtigte Reduktion von CO2-Emissionen praktisch Null ist (hier).

Inzwischen kam es in den USA während der Jahre 2015 und 2016 zu einen stetigen Rückgang der CO2-Emissionen, und zwar um 14 Prozent seit 2005. Ermöglicht wurde dies durch das hydraulische Brechen, allgemein „Fracking“ genannt – ein Verfahren, welches in Deutschland unter Merkel verboten worden ist. Fracking hat es der Erdgas-Industrie ermöglicht, wettbewerbsmäßig auf eine Art und Weise mit Kohle mitzuhalten, die früher nicht möglich war, was die Kosten für alle sinken ließ.

Merkel mag politisch punkten, wenn sie Trump schilt, weil dieser bei den Deutschen extrem unpopulär ist, aber Deutschlands Haushalte werden weit mehr von seiner Politik der amerikanischen Energieerzeugung und Exporte profitieren als von der teuren und ineffizienten Politik, die Merkel in Kraft gesetzt hat.

[Originally Published at the Wall Street Journal]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/merkel-chides-trump-on-climate-and-energy-but-germany-will-benefit-from-his-policies

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Beim Kauf eines Zweitwagens ist ein elektrischer Antrieb quasi patriotische Pflicht

Bayernkurier 04.12.2015: [5] Claudia Roth auf Abwegen
Harte Kritik an Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat der CSU-Landtagsabgeordnete Florian Herrmann geäußert. Sie ist Ende November bei einer Anti-AfD-Demonstration mitmarschiert, bei der „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ und „Deutschland verrecke“ skandiert wurde. Obwohl sie das auch gehört haben muss, hat sie sich bisher nicht davon distanziert – im Gegensatz zu anderen Beteiligten.
Die GRÜNE Europaabgeordnete Rebecca Harms nannte den Nationalstaat eine „gefährliche und hochriskante Idee“, die man dem Volk über die EU austreiben müsse [9].
Und Frau Göring Eckhardt will anscheinend gar nicht wissen, was unser Staatsgebiet umfasst und listet die „Ossis“ (zwischen denen sie selbst geboren wurde) immer noch nicht zu den wirklichen Bürgern, sondern nach den Migranten, wohl weil dieser Bevölkerungsanteil von Deutschland ihre Ideologie nicht überall bedingungslos mitträgt:
Frankfurter Rundschau, 11.09.2015 : Ossi-Kommentar sorgt für Aufruhr
… „30 Prozent der Kinder und Jugendlichen heute haben bereits einen Migrationshintergrund und dabei hab ich die Ossis jetzt noch nicht mitgerechnet.“ Dieser Satz von Katrin Göring-Eckardt (Grüne), in der Generaldebatte im Bundestag am Mittwoch sorgt für Aufregung im Netz …

Die GRÜNEN entdecken die Liebe zum Vaterland

Doch nun ist unser Vaterland wie selten zuvor bedroht: Dieselfahrzeuge vergiften das einheimische Volk [2]. In dieser Phase der höchsten Not erinnern sich GRÜNE an bisher in ihrem Innersten verdrängten Gefühle und appellieren an den Patriotismus der Bürger, um das Land vor der schlimmsten Gefahr zu bewahren:
Stuttgarter Zeitung: [1] Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (GRÜNE) stand Rede und Antwort beim Gespräch vor dem Rathaus. Ein großes Thema: Mobilität in der Landeshauptstadt.
Redakteur: Was macht die Debatte um das Kernprodukt dieser Stadt … das Auto …
Fritz Kuhn: … Die Luft muss sauberer werden, lasst uns das Know-how für die Transformation der Automobilgesellschaft nutzen. Das kann ich nur unterstützen und sagen: Tempo, bitte! Und ich sage: Jeder kann etwas dazu beitragen. Es ist quasi eine patriotische Pflicht, dass derjenige, der einen Zweitwagen kauft, sich für ein Elektroauto entscheidet. Der Stuttgarter muss etwas für seine Stadt tun, nicht nur für sein Gärtle.

Wer diesem Appell nicht direkt folgen kann, weil vielleicht ein Zweitauto im Budget nicht vorgesehen ist, kann seinen patriotischen Rettungsanteil natürlich auch mit weniger praktizieren.
Homepage der Grünen in Bad Vilbel: [6] Verkehrswende ist Kopfsache
… Doch auch das Zweirad mit Elektroantrieb hat sich zu einer ernsthaften Alternative zum Auto entwickelt. Über die moderne Fortbewegung auf E-Bikes klärte Stefan Trauth von Biketempel auf. Sein mobiles Angebot richtet sich an Berufspendler und Studenten … Und selbst bei größeren Einkäufen muss man nicht mehr auf das Fahrrad verzichten. Klaus Grund präsentiert das Angebot der mietbaren Lastenräder, mit denen sich eine Ladung von 100 kg gut transportieren lässt.
Stefan Trauth berichtet, dass dem Verkehrschaos im Berufsverkehr und der Parkplatznot am besten mit dem Fahrrad entgangen werden kann … Der grüne Politiker nutzt statt einem Dienstwagen ein Dienstfahrrad.

Davon wäre die Idee, GRÜNEN Politikern nur noch Dienstfahrräder – auch bei Regen und im Winter – zuzugestehen, nicht schlecht. Es würde den Spuck wohl schnell beenden. So lange sich die „Einschränkungen“ angeblich klimabewusster Umweltminister*innen nur auf das Zufügen von Elektromotoren und einem Akkublock im oberen Premiumsektor beschränken [8], ist ein Überdenken ideologischer Positionen nicht zu erwarten.

Ob die GRÜNEN da nicht die Liebe zum Vaterland mit der Hörigkeit für ihre Parteiideologie verwechselt haben

Das soll in der deutschen Geschichte schon vorgekommen sein. Und auch der „GRÜNE“ Patriot*in“ macht das, was die unfehlbare Partei vorgibt, die unsere Welt mit einem Satz erklären kann.


Bildquelle: GRÜNE NRW Homepage

Wer kein patriotisches Elektroauto kauft oder alternativ mit dem Fahrrad fährt, jedoch genügend „Kreuzfahrerblut“ und Erlebnishunger in seinen Adern spürt, kann seinen Patriotismus auch anders belegen. Nicht nur in Deutschland, sogar auf der ganzen Erde.
GRÜNE JUGEND zur Aktion „Ende Gelände“(2): Riesenerfolg für Anti-Braunkohle-Protest
Am Wochenende fand im Tagebau Garzweiler die Baggerbesetzung des Bündnis „Ende Gelände“ statt. Die GRÜNE JUGEND ist Teil dieses Bündnis und hat auch selbst bei der Besetzung teilgenommen. Ziel des Bündnisses war es die größte CO2-Verursacher – das rheinische Braunkohlerevier – lahnzulegen und damit auf die Dringlichkeit des Klimawandels und der Untätigkeit der Regierenden hinzuweisen.
Theresa Kalmer, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND
(3), erklärt:
„Die Baggerbesetzung war ein Riesenerfolg. Ziviler Ungehorsam war an dieser Stelle dringend nötig, um auf die globalen Folgen des Braunkohleabbaus im Rheinland aufmerksam zu machen. Durch diese Aktion haben wir es geschafft gesellschaftliche Stillschweigen über den Braunkohleabbau zu brechen und eine Debatte über die Nutzung von Braunkohle loszutreten.
Jetzt kommt es darauf an diese erfolgreiche Aktion in den nächsten Monaten und Jahren weiterzuführen – im Rheinland, in Deutschland und auf dieser Erde. Als GRÜNE JUGEND werden wir selbstverständlich an dieser Bewegung beteiligen.

Wie sich Patriotismus über dem großen Teich vom Patriotismus in Deutschland unterscheidet

Trump wird (bei uns) vorgeworfen, zu viel „Amerika first“ zu posaunen und sich aus globalen Themen eher etwas zurückzuziehen. Bei uns ist es schick, das Umgekehrte zu tun und es (wieder) die Untertanen bezahlen zu lassen.
Ein
Beitrag von Theresa Kalmer (GRÜNE) zur Aktionswoche Energie: Die Farce der schwarzen Energiepolitik
… Auch hier ist die Politik und richtige Anreize gefragt. Auch wenn wir „den Kapitalismus“ nicht von heute auf morgen abschaffen können, können wir versuchen seine Folgen minimal zu halten. Wir brauchen Politik, die nicht weiter auf den Wohlstand Deutschlands setzt, sondern global Verantwortung übernimmt.
Gibt es bei dagegen eine Opposition? Nein, den Plan einer Koalition [11].

Hinweis: Die Information kam von Achgut: [3] Patriotismus jetzt auch grün-kompatibel
(1)Person, die ihr Vaterland liebt und dafür eintritt.
(2)Hinweis: Beschrieben werden Besetzungen der vergangenen Jahre

(3)Theresa Kalmer war Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND von 2013 bis 2015

Quellen

[1] Stuttgarter Zeitung 16. August 2017: Oberbürgermeister Kuhn „Bei Zweitwagen ist elektrischer Antrieb patriotische Pflicht“

[2] EIKE 24. August 2017: Deutschlands Autoindustrie: Mord auf offener Straße?-Ein perfides Spiel mit Klimaangst und fiktiven Abgas-„Todesopfern“ (2)

[3] Achgut 27.08.2017: Patriotismus jetzt auch grün-kompatibel

[4] TICHYS EINBLICK 9. Dezember 2015: Deutschland: Für die Bundestagsvizepräsidentin ein „mieses Stück Scheisse“?

[5] Bayernkurier 04.12.2015: Claudia Roth auf Abwegen
Metropolico: Polizeigewerkschaft kritisiert Claudia Roth

[6] Homepage der Grünen in Bad Vilbel: Verkehrswende ist Kopfsache

[7] Höchster Kreisblatt: Stefan Trauth betreibt eine rollende Fahrrad-Werkstatt

[8] EIKE 19.08.2017: Tesla-E-Auto mangels Reichweite für Umweltministerin nicht geeignet

[9] vimeo, Video: Rebecca Harms und die transnationale Demokratie

[10] MSW: Nie wieder Deutschland- Die Doppelzüngigkeit deutscher Politiker

[11] DER TAGESSPIEGEL 23.07.2017 : Bundestagswahl : Horst Seehofer kann sich jetzt Koalition mit Grünen vorstellen