Solarworld musste man fallen lassen, um das Solarpro­gramm zu retten

Zum Ersteren erschien auf Ruhrkultour ein gelungener Artikel: Mit der Insolvenz von Solarworld zerfließt auch ein grüner Traum, zum Letzteren ein paar eigene Ergänzungen.

Solarstrom-Selbsterzeugung mit Zwischenspeicher

Im Artikel: EIKE 18.05.2017: Rechnerisch lohnt sich die solare Eigenversorgung nicht wurde dargestellt, welche Kosten für eine eigenerzeugte kWh Solarstrom mit einem aktuell angebotenen Lösungspaket der Firma innogy wirklich entstehen. Sie liegt in der Größenordnung 60 … 80 ct / kWh, abhängig vom angenommenen Verschleiß der Akkusätze und Kapitalverzinsung, wie es unabhängige Studien vor über zwei Jahren bereits berechnet haben.
EIKE 18.06.2015: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)

Es scheint realistisch, bei Akkusystemen von Kosten im Bereich 0,3 bis 1 EUR / kWh für den zurückgespeisten Strom auszugehen ...
Das gilt natürlich nur für die Kurzzeitspeicherung. Für eine Langzeitspeicherung explodieren diese Kosten nochmals so kräftig, dass Darstellungen dazu tunlichst vermieden werden. Dafür kommt bei den erforderlichen Mengen deshalb ausschließlich Powert to Gas mit Rückverstromung in Frage, dessen Kosten bei Langzeitspeicherung wie folgt abgeschätzt sind:
Powert to Gas mit Rückverstromung
Saisonal-Betrieb: [1] Stromeinspeisungskosten von 29 €ct/kWh mit Strombezugskosten von 4,8 €ct/kWh
Dabei sind die 4,8 ct / kWh zu niedrig angenommen (aktuell liegt der Mittelwert bei 12,5 ct / kWh) und die Stromeinpeisungskosten netto zu sehen.
Die große Kostentreppe an Gebühren, Steuern und Durchleitungskosten bis er zum Verbraucher gelangt, kommt noch oben drauf. An der Steckdose sind dadurch 50 … 60 ct / kWh realistisch und nicht zu hoch gegriffen. Darin sind die Kosten des über-zu dimensionierenden Mittelspannungs-Netzausbaus und Regelbarer Mittelspannungs-Trafos, um den Überschussstrom zu den Speichern leiten zu können noch nicht enthalten.

Dies ist der Grund, warum alle seriösen Studien zu dem Schluss kommen: Die einzig sinnvolle Verwendung für den EEG-Überschussstrom ist, ihn nicht einzuspeisen, konkret: Ihn wegzuschmeissen – Neudeutsch: abzuregeln.

Obwohl selbst der einfach im Keller liegende Akkuspeicher mehr Kosten versursacht als die kWh aus der Steckdose, ficht es die Lobbyfirmen nicht an, den weit größeren (Kosten-Fresser)Unsinn, Strom im Elektroauto zwischenzuspeichern immer noch anzupreisen.
e.on:
Elektroautos als Energiespeicher
In den letzten Jahren und Jahrzehnten galt in der Energiewirtschaft: Ein Kraftwerk produziert nur dann Strom, wenn der Kunde ihn braucht – also nach Bedarf. Erneuerbare Energieträger wie Windkraft oder Photovoltaik funktionieren allerdings nicht auf Abruf, sie sind abhängig vom Wetter, konkret von Windintensität oder Sonnenscheindauer. Elektroautos könnten nun einen wichtigen energiewirtschaftlichen Beitrag zur Nutzung von Erneuerbaren Energien leisten. Die Akkus vieler Elektroautos bilden nämlich zusammen einen großen dezentralen Speicher, der einen Puffer für die wetterabhängig schwankende Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien bilden kann. Dazu müssen sie über eine intelligente Schnittstelle mit dem Stromnetz verbunden werden. Wenn viel Strom, beispielsweise aus Photovoltaikanlagen bei Sonnenschein, zur Verfügung steht, fließt er in die Batterien der Fahrzeuge. Dann kann er später entweder zum Autofahren dienen oder sogar aus dem parkenden Auto zurück ins Stromnetz fließen – wenn der Bedarf da ist.

Solarstrom-Selbsterzeugung ohne Zwischenspeicher

Selbst erzeugter Strom kostet ohne Zwischenspeicherung beim innogy-Paket auf 20 Jahre Lebensdauer gerechnet:
Bei jährlichen Zusatzkosten für Kapitalverzinsung, Wartung, Verschleiß (z.B. Wechselrichter) von 1 %:
Zwischen 15 … 18,3 ct / kWh
Bei jährlichen Zusatzkosten für Kapitalverzinsung, Wartung, Verschleiß (z.B. Wechselrichter) von 3 %:
Zwischen 22,5 … 27 ct / kWh

Bei einer aktuellen Einspeisevergütung 12,2 ct / kWh (Quelle: WIKIPEDIA) für eine Dachanlage bis 10 KWp oder 8,45 ct / kWh im Außenbereich rechnet sich das selbst mit einem Verzicht auf teure Zwischenspeicherung hinten und vorne nicht. Auch das Klima hat keinen Nutzen davon, zumindest berechnen lässt er sich nicht, weil er im Wetterrauschen vollkommen verschwindet.
Ausschließlich, wer nicht zwischenspeichert und den Strom immer dann, wenn die Sonne scheint, selbst vollständig (sinnvoll) verbrauchen kann, hat einen Vorteil.
Nur muss man das den Kunden ja nicht sagen. Nicht schwindeln dürfen nur die Autobauer.

Der investitionshemmenden Haltung kann mit Informations- und Aufklärungsmaßnahmen entgegengewirkt werden

Wer es noch kann, eine einfache Investitionsabschätzung zu machen und Zahlen richtig zu interpretieren, hat die falsche Schulbildung und ist noch nicht ausreichend im GREEN-Rechnen aufgeklärt.

Stadtwerke Hilden: … Es gilt: Je höher der Eigenverbrauch, desto höher die Kostenersparnis. Warum ist das so? Denn schließlich bekommen Sie doch auch ihren eingespeisten Solarstrom vergütet! Wie hängen Eigenverbrauch von Solarstrom und Einspeisevergütung also zusammen?
Deutschland gilt als Vorreiter der Energiewende, vor allem durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (
EEG). Das EEG unterstützt den Ausbau regenerativer Stromerzeugung und hat die Solartechnologie in Rekordzeit wettbewerbsfähig gemacht.
Argumente für die Gewinnung von Solarstrom
Sie sparen, je höher die Strompreise sind, da jede erzeugte Kilowattstunde günstiger ist als zugekaufte.
Sie bekommen für jede eingespeiste Kilowattstunde an Solarstrom eine auf 20 Jahre festgelegte Vergütung, da das EEG dezentrale Stromerzeugung belohnt.
Ein hoher Eigenverbrauch für hohe Ersparnisse
Mit jeder selbstgenutzten Kilowattstunde Solarenergie vom Dach sparen Sie sich den Kauf teureren Stroms. Der steigende Strompreis und die Erträge aus der Einspeisung machen Solarstrom vom eigenen Dach günstiger als Strom aus der Steckdose. Dabei gilt die Faustregel: Verbrauchen Sie so viel selbst erzeugten Solarstrom wie möglich!

Zumindest sind Parteien dieser festen Überzeugung. Wie (in der Politik) üblich, man hat doch die richtigen Argumente, nur der Bürger versteht diese nicht. Einmal geht die öffentliche Hand (ohne Rücksicht auf Kosten) doch beispielhaft voran und ansonsten sind die Nachteile nur durch negative Berichterstattung bewirkt.

Niedersächsischer Landtag Drucksache 17/7683 Fraktion der SPD Hannover, den 29.03.2017, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Solarenergie fördern: Photovoltaik weiterentwickeln und zusätzliche Potenziale heben
Der Landtag fordert die Landesregierung auf,
1. eine Zusammenführung der Informationsprogramme des Landes über die Niedersächsische Klimaschutz- und Energieagentur auf den Weg zu bringen, mit der Hausbesitzer über die verschiedenen Möglichkeiten eines wirtschaftlichen Betriebs von PV-Anlagen zum Eigenverbrauch und die entsprechenden Fördermöglichkeiten informiert werden,
2. vorrangig bei Neu- und Umbauten die Potenzialflächen für die Errichtung von PhotovoltaikAnlagen auf landeseigenen Gebäuden zu ermitteln und zu prüfen, ob und wie sich für diese Gebäude eine Eigenstromversorgung mit Solaranlagen realisieren lässt.
Dezentrale Solarstromanlagen zum Eigenverbrauch leisten einen sinnvollen Beitrag für die Energiewende. Hausbesitzer halten sich mit Investitionen in Photovoltaik-Anlagen gegenwärtig zurück.
Investitionen in PV-Anlagen werden vielfach als unwirtschaftlich und nicht mehr sinnvoll erachtet.
Aspekte wie Eigenstromnutzung sind häufig nicht präsent. In der Regel lohnt sich die Investition, wenn es gelingt, den selbst hergestellten Strom auch größtenteils selbst zu verbrauchen. Auch Mieterstrommodelle können sich rechnen, wenn der Bund die entsprechende Verordnung jetzt umsetzt. Die zugrundeliegende Verunsicherung dürfte insbesondere durch die negative Berichterstattung über Förderkürzungen bei der Photovoltaik hervorgerufen worden sein.
Der investitionshemmenden Haltung kann mit Informations- und Aufklärungsmaßnahmen entgegengewirkt werden.

Solarstrom ist nur „billig“, weil die Chinesen billige Module liefern

Um den Wunsch der Versorger und der Parteien nach einem weiterem Ausbau der Solarerzeugung zu erfüllen, haben im Kern zwei Akteure einen bedeutenden Anteil: Die Politik, indem sie den EEG-Strom weiterhin stark subventioniert und die Chinesen, indem sie die erforderlichen, billigen Module liefern. Ein dritter Teilnehmer – Lieferant teurer Module – hat da keinen Platz [3].
Folgerichtig musste Solarworld unerbittlich „sterben“, da seine Zeit abgelaufen war. Ein Vorgang, den die großen, konventionellen Versorger gerade vor sich haben, und der den Autobauern noch bevorsteht, wenn die Politik beim E-Auto das gleiche Szenario einleitet. Denn auch beim E-Auto ist die Techniktiefe (gegenüber bisherigen Autos) gering und Vieles auf andere Komponenten und Merkmale verlagert. Die Entwicklung und Produktion können deshalb neue Firmen (angeblich) mit vollkommen neuen Methoden durchführen (siehe dazu den Bericht auf klimaretter.info über das E-Auto der Zukunft, bei dem das Auto zur Nebensache wird und selbst diese teils aus dem 3D-Drucker kommt, das „Wichtige“ aber nur noch aus „Intelligenz“ besteht: „Watson von IBM. Der Supercomputer ist drahtlos mit dem Fahrzeug vernetzt. Mit seiner Hilfe sollen die Fahrgäste künftig auch mit dem Shuttle sprechen können – übers Wetter, die Route, das nächste Café“).

Niemand hätte jemals daran gedacht, dass sich solche Prozesse auch bei der Energie wiederholen. So wie die Asiaten einst die deutsche Unterhaltungsprodukte-Industrie, die Kommunikationstechnik und dann die Computerbauer durch billigere – aber nicht schlechtere – Produkte vernichteten, gelingt dies nun indirekt bei der Stromerzeugung durch (trotz enormer Strafzölle) billigere Solarmodule. Dass sie damit die die deutschen Hersteller in die Pleite treiben (können) – weil niemand deren teurere Module kauft -, zeigt nur, dass keiner der Solarprofiteure an eine „Weltrettung oder „an Deutschland“ denkt, sondern einfach nur möglichst viel Geld verdienen will.

Solarmodule Preistabelle Stand ca. 2014 … 2015. Vergleich Preise China / Deutschland. Quelle: energieexperten.org

[2] Chinesische Hersteller produzieren laut aktuellen Marktstudien etwa ein Viertel günstiger als europäische Firmen.
… Die EU-Kommission hatte Ende Dezember 2013 Antidumpingzölle in Höhe von knapp 48 Prozent der Preise für chinesische Solarzellen eingeführt, um europäische Hersteller zu schützen.

Da die Politik Solarstromausbau weiter fordert, müssen die Chinesen noch billiger liefern

Wie gezeigt, bestehen etablierte Parteien unbeirrt weiter auf den Solarausbau [4]. Nachdem die preistreibende Solarmodul-inlands-Herstellung bis auf kleine Nischen aus unserem Land verschwunden ist und sich eine Einschätzung der GRÜNEN somit (wieder) einmal nicht bewahrheitet hat:
Auszug aus dem Bundestags-Wahlprogramm von Bündnis90/Die Grünen vom 21.06.2005
… Wir sind energiepolitisch zu neuen Ufern aufgebrochen: Weg von den begrenzten Öl- und Uranvorräten, hin zu unendlicher Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme und zum Ausbau nachwachsender Rohstoffe.
Hunderttausende neuer Jobs und Firmen die zur Weltspitze gehören und internationale Exportschlager produzieren sind das Ergebnis dieses Erneuerungsbooms. Was heute der Chip ist, wird morgen die Fotozelle sein: Schlüsseltechnologie eines neuen, solaren Zeitalters. Statt wie CDU/CSU diese Erfolge aufs Spiel zu setzen, wollen wir Deutschlands Potenzial nutzen und seine Spitzenstellung ausbauen. So sorgen wir auch dafür, dass viele Milliarden Euro Wertschöpfung im Land stattfindet,
braucht man (endlich) keine Rücksicht mehr darauf zu nehmen und könnte die Chinesen nun beliebig billig Solarmodule nach Deutschland liefern lassen.

Die Kosten der Solarstrom-Herstellung würden sich mindestens halbieren (48 % Strafzoll fällt weg). Damit ist der Solarstrom zwar immer noch weit weg von „wettbewerbsfähig“, aber eben so viel billiger geworden, dass sich zumindest der politisch gewünschte Direktverbrauch (ohne Zwischenspeicherung) lohnt. Wenn es noch gelingt, das Gleiche bei den Akkuspeichern durchzuziehen: So stark subventionieren, dass sich die Über-Massenproduktion in Asien lohnt, wird der Solarstrom sogar insgesamt billiger und bei gleichzeitig – wie vorgesehen – drastischer Verteuerung konventioneller Energie bestimmt doch noch ein „Erfolgsmodell“.

Ist die Ökostromversorgung – für Betuchte – dann ein „gelöstes Thema“, können sich die Parteien endlich voll den Autobauern widmen und das bewährte Spiel wiederholen. Diese bieten den Vorteil, es auch zu wollen:
EIKE 23.12.2016: [5] Freunde, wollen wir trinken, auf die schöne kurze Zeit* … Ich bin für die Dekarbonisierung der Industriestaaten, und auch die Autobauer wollen die Transformation in die CO2-freie Zukunft,

Wenn Kinder eine Gruppe bilden und sich ein Anführer findet, machen sie manchmal mit Begeisterung gemeinsam etwas kaputt – was sie alleine nicht getan hätten. Auch Erwachsene sind nicht frei von solchen Neigungen. Die Gelegenheit dazu bietet sich der Politik nicht so oft – sie wird sie nutzen.

Herr Frey hatte erst kürzlich einen Artikel aus USA zum gleichen Thema übersetzt und eingestellt:
EIKE: Mehr Arbeitsplätze bei Solar sind ein Fluch, und kein Segen, dieser kommt im Kern zu den gleichen Schlüssen.

Quellen

[1] EIKE 18.06.2015: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)

[2] mdr aktuell: EU-Gericht bestätigt Solar-Schutzzölle

[3] EIKE 04.08.2016: Solarworld steigert Umsatz — Umsatzeinbruch in der Solarbranche: Rückgang von 2011 bis 2014 um 74,2 %

[4] Niedersächsischer Landtag Drucksache 17/7683 Fraktion der SPD Hannover, 29.03.2017, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Solarenergie fördern: Photovoltaik weiterentwickeln und zusätzliche Potenziale heben

[5] EIKE 23.12.2016: Freunde, wollen wir trinken, auf die schöne kurze Zeit* … Ich bin für die Dekarbonisierung der Industriestaaten, und auch die Autobauer wollen die Transformation in die CO2-freie Zukunft




Rundbrief des Heartland Institutes vom 23. Juni 2017

China und Indien übernehmen Klima-Führerschaft nach Trumps Paris-Rückzug

China hat seine staatlich festgelegten Ziele bzgl. neuer Solar-Installationen substantiell reduziert. Das Land hat für die heimische Installation vorgesehene Solarpaneele umgeleitet auf den Exportmarkt und flutet Europa und Amerika mit Solarpaneelen zu Dumping-Preisen, was dortige Hersteller aus dem Geschäft drängt. China setzt auch regelmäßig seine massiven Windparks offline, weil sich die Nachfrage nach Strom verringert hat. Es hat viele Turbinen errichtet, die nicht mit dem Netz verbunden sind; welche Strom erzeugen, der nach Nirgendwo geleitet und von niemandem genutzt wird. In dieser Hinsicht gleichen sie chinesischen Geisterstädten, welche gebaut wurden, um wirtschaftliches Wachstum künstlich voranzutreiben. Sie verunzieren jetzt die Landschaft, wo niemand wohnt, und werden nicht mehr repariert. Und übrigens: alle diese Geister-Windturbinen und Geisterstädte erfordern viel Beton und Stahl sowie fossile Energie für deren Bau, was sich zu den chinesischen CO2-Emissionen addiert.

Während der heimische Verbrauch von Kohle rückläufig ist, unterstützt China den Ausbau von Kohlekraftwerken in anderen Ländern, indem es große derartige Kraftwerke auf dem Afrikanischen Kontinent sowie in Indien, Indonesien, Iran, Mongolei, Pakistan, Türkei und Vietnam baut oder finanziert. Im Grunde exportiert China seine CO2-Emissionen, wird dafür aber nicht zur Verantwortung gezogen.

Unter dem Paris-Abkommen hat China keineswegs gesagt, dass es seine Emissionen reduzieren wird. Vielmehr hat man den Spitzenwert an Emissionen für das Jahr 2030 versprochen. Dieser Spitzenwert in China könnte auch eher erreicht werden, aber der Zeitpunkt ist nicht so wichtig wie das Niveau dieses Spitzenwertes. Falls sich Chinas CO2-Emissionen bis dahin verdoppeln oder vervierfachen, wären alle Emissions-Reduktionen anderer Länder hinsichtlich der CO2-Konzentration unbedeutend.

Wie kann der größte CO2-Emittent der Welt, welcher seine Emissionen weiterhin zunehmen lässt, als ein Führer bzgl. Emissions-Reduktionen angesehen werden? Das kann es nicht. Die Behauptung ist reines umweltaktivistisches und globales bürokratisches Wunschdenken kombiniert mit dem Hass auf Trump – absoluter Quatsch!

H. Sterling Burnett
Quellen: New York Times Scientific Alliance Manhattan Contrarian One News Now [paywalled] und Los Angeles Times

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Vorteile fossiler Treibstoffe lassen SCC verblassen

[SCC = Social Cost of Carbon]

Der Ökonom an der University of Essex Richard S. J. Tol, der vormals auch zum UN-Umweltprogramm und das IPCC beigetragen hatte, hat die seinen Angaben zufolge erste umfassende Berechnung der regionalen und globalen Vorteile pro Tonne emittierten Kohlendioxids durchgeführt.

Mittels Daten aus 66 Ländern berechnete Tol bei einem Preis von 38 bis 65 Dollar pro Tonne CO2, dass der private Vorteil von Kohlendioxid des Kohleverbrauches in der Industrie am geringsten ist. Der Gebrauch fossiler Treibstoffe für den privaten Stromverbrauch erbrachte den höchsten Wert mit einem globalen Mittel von 1877 Dollar pro Tonne CO2. Der private Vorteil von Kohlendioxid ist in Kasachstan mit 48 bis 67 Dollar pro Tonne CO2 am geringsten, in Norwegen mit 6241 bis 6277 Dollar pro Tonne CO2 am höchsten.

Die Energie-Dienstleistungen durch den Verbrauch von fossilen Treibstoffen erzeugen Vorteile von 411 Dollar pro Tonne Kohlenstoff im globalen Mittel. Das ist viel höher als die mittleren Schätzungen der sozialen Kosten von Kohlenstoff mit 12 Dollar pro Tonne CO2, wobei ein Diskontsatz von 3 Prozent zugrunde gelegt wurde, oder 98 Dollar pro Tonne CO2 für Studien mit einer extrem niedrigen 1%-Rate.

Quelle: University of Sussex

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Die dem Paris-Abkommen folgenden Staaten zahlen einen hohen Preis

[Das hier für die USA und deren Einzelstaaten beschriebene Szenario lässt sich wohl ohne Weiteres auch auf Europa und die Welt übertragen Anm. d. Übers.]

Über ein Dutzend [US-]Staaten und Puerto Rico haben sich zur US-Klima-Allianz zusammengeschlossen und dem Pariser Klimaabkommen zu folgen versprochen, aus welchem sich die USA zurückgezogen haben. Dabei wollen sie ihre eigenen Treibhausgasemissionen um 26 bis 28 Prozent unter das Niveau des Jahres 2005 drücken.

Zwanzig Staaten sowie Washington DC haben bereits ihre eigenen Ziele bzgl. Treibhausgas-Emissionen festgelegt, darunter Kalifornien und New York, deren Ziele noch über die Paris-Verpflichtungen hinausgehen.

Kalifornien hat sich bereits eine Reduktion von Treibhausgasen um 40% bis zum Jahr 2030 zum Ziel gesetzt im Vergleich mit dem Niveau des Jahres 1990. Bis zum Jahr 2050 will dieser Staat seine Emissionen um 80% unter das Niveau von 1990 drücken, was weit über die Paris-Verpflichtungen hinausgeht.

Im Jahre 2016 setzte der Staat New York ein Gesetz in Kraft, dem zufolge bis zum Jahr 2030 50% des Stromes aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Solar stammen müssen. Der Staat hat sich zum Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80% unter das Niveau von 1990 zu drücken.

Anwohner von Staaten und Städten, welche sich dem Paris-Abkommen oder sogar darüber hinaus gehend verschrieben haben, sollten zur Kenntnis nehmen, wie sich die Politik zur Ausgrenzung fossiler Treibstoffe auf ihre Stromrechnungen auswirken. Kalifornien und die Staaten im Nordosten, welche sich der regionalen Treibhausgas-Initiative angeschlossen haben, zahlen bereits die höchsten Strompreise der 48 Kernstaaten (siehe folgende Graphik):

In Europäischen Ländern, die sogar noch viel weiter gegangen sind als selbst die aggressivsten US-Staaten, zahlt man inzwischen Strompreise, die zwei- bis dreimal so hoch sind wie in den USA.

In einem Beitrag bei ICECAP heißt es: „Man hört die Demokraten schreien, dass der Ausstieg aus Paris die Armen schädigen wird, obwohl in Wirklichkeit das Befolgen des Paris-Abkommens die Strom- und Energiepreise signifikant steigen lassen wird, was tatsächlich die Armen und die Mittelklasse schädigt. 300.000 Haushalten in Deutschland wurde schon der Strom abgestellt, weil sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können, und 25 Prozent aller Bürger in UK leben in Energiearmut, viele davon im Pensionsalter. Dies wird demnächst auch hierzulande auf Städte und Staaten zukommen, welche unabhängig von Trump dem Paris-Abkommen zu folgen beabsichtigen“.

Quellen: Icecap und USA Today

Alles übersetzt von Chris Frey EIKE




„Siebenschläfer“ – ein Tag für Langfristprognosen?

Der Beitrag gliedert sich in

1. Allgemeines zu Bauernregeln

2. Allgemeines zu Rossby-Wellen

3. Witterungswechsel Ende Juni/Anfang Juli mit Bezug zum „Siebenschläfer“

(Bemerkung: Die „ – “ lasse ich im Folgenden mal weg.)

Vorbemerkung: Wetter ↔ Witterung

In diesem Beitrag geht es ausschließlich um Wetter und Witterung, NICHT um Klima. Dazu muss zunächst die unterschiedliche Bedeutung beider Begriffe eindeutig definiert werden.

Das Wetter ändert sich von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde.

Die Witterung beschreibt einen gleich bleibenden allgemeinen Zustand des Wetters über einen bestimmten Zeitraum. Das Wetter kann während dieses Zeitraumes durchaus sehr wechselhaft sein, es herrscht dann aber immer die gleiche, wechselhafte Witterung. Aktuelles Beispiel dieses Jahres: Ende Juni vor allem in Süddeutschland sehr warme bzw. heiße Witterung – das Wetter war aber ziemlich wechselhaft: Tage mit teils schweren Gewittern wechselten sich mit fast wolkenlosen Sonnentagen ab.

[Einschub: Meines Wissens gibt es für den Begriff ,Witterung‘ im Englischen kein Pendant. Auch unser Übersetzer Chris Frey ist da ratlos. Der LEO gibt als Übersetzung nur ,weather‘. Falls ein Leser einen englischen Begriff kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar. Ende Einschub]

1. Allgemeines zu Bauernregeln

Mancher sagt, alles Quatsch, andere sagen, die stimmen immer. Es gibt viel Literatur dazu, das Stichwort bei Amazon liefert Zahlreiches. Generell lässt sich sagen, dass Bauernregeln durchaus kein Quatsch, sondern das Ergebnis sehr sorgfältiger (und häufig aus fachlicher Sicht erstaunlich fachkundiger) Beobachtungen von Bauern im Mittelalter sind, die ihre Ernteaussichten damit abschätzen wollten.

Bauernregeln sind häufig auf bestimmte Tage fixiert, sog. Lostage, deren es im Mittelalter deutlich mehr gab als heute. Außerdem wurden die Regeln in Reime verpackt. Beides sollte die Merkbarkeit verbessern. Wendet man diese Bauernregeln jedoch heutzutage an, muss man drei wesentliche Einschränkungen beachten.

1) Entstehungszeit: Nahezu die gesamte Vielfalt der Bauernregeln ist im Mittelalter entstanden – mit zumeist anderen Klimabedingungen als heute. Etwa zwischen 900 und 1200 herrschte das sog. „Mittelalterliche Klimaoptimum“, in dem es im Mittel 1 bis 2 K wärmer war als heute. Sicher sind auch davor und danach Bauernregeln entstanden, dann in einem kälteren Klima als heute. Ob die Bauernregeln von damals in dem wärmeren Klima 1 zu 1 auf unser heutiges Klima übertragbar sind, ist meines Wissens bisher nicht untersucht worden.

Fazit: Es ist unklar, ob Bauernregeln unabhängig vom aktuellen Klima gültig sind.

2) Entstehungsort: Die Bauern des Mittelalters haben ihr gesamtes Leben auf ihrer Scholle verbracht. Fahrten in das nächste Dorf waren schon Tagesreisen, und solche in die nächste größere Stadt glichen schon Weltreisen. Die Bauern haben folglich das Wetter sehr genau an ihrem Wohnort betrachtet und aus dem Ablauf bestimmter Witterungen versucht zu erkennen, ob sich ein bestimmtes Muster immer wieder finden lässt. Kurz: Wenn das Wetter im Winter so und so war, welche Ernteaussichten bestünden dann für den kommenden Sommer.

Das große Herumreisen, so wie wir das heute tun, lag jedenfalls damals ferner als der Mond. Diese Ortsbezogenheit ist bei der Anwendung heutzutage aber ein ziemliches Hindernis! Eine Bauernregel, die im Allgäu entstanden ist, dürfte in Ostfriesland nur sehr beschränkt gültig sein, wenn überhaupt. Der Ursprung der jeweiligen Bauernregel lässt sich aber heute kaum noch feststellen.

Fazit: Bauernregeln gelten direkt nur für das Gebiet, in welchem die Bauern den Zusammenhang erkannten. Dies ist heute nicht mehr feststellbar.

3) Zeitverschiebung: Wie oben schon erwähnt, bezogen sich die Bauernregeln als Ausgangspunkt auf bestimmte markante Tage, so genannte „Lostage“. Grund: man konnte sie sich besser merken als einen x-beliebigen Tag. Diese Tage waren eine willkommene Unterbrechung des eintönigen Bauernlebens. Heute haben wir dafür Radio, Fernsehen und Internet – aber damals? Deshalb gab es auch viel mehr solcher Tage als heute. Außerdem hatte so die Kirche mit ihrem damaligen Absolutheitsanspruch viel mehr Gelegenheit, ihre Schäfchen zu kontrollieren.

Wie auch immer, die damals festgelegten Tage stehen auch heute noch im Kalender. Als Beispiel sei hier der Siebenschläfertag genannt, der kalendarisch auf den 27. Juni fällt. Dann kam jedoch die gregorianische Kalenderreform 1582, bei der 10 Tage einfach unter den Tisch fielen, um den Jahresverlauf wieder dem Sonnenstand anzupassen. Die Lostage hätten also diese Verschiebung mitmachen müssen – haben sie aber nicht! Der kalendarische Siebenschläfer würde also heute auf den 27.06. + 10 = 7. bzw. 8. Juli fallen. Und siehe da: jeder halbwegs erfahrene Synoptiker weiß, dass der Übergang von warmer, trockener Witterung im Juni (auch über den 26. Juni hinaus!) zu kühler, unbeständiger Witterung (nicht Wetter!) Anfang Juli fast immer längere Zeit kühle Witterung zur Folge hat. Oder im Synoptiker-Jargon: Anfang Juli wird der Sommer gebacken!

Fazit: Es kommt auf den Zeitpunkt einer Witterungsumstellung an.

Es bringt also nichts, die Siebenschläfer-Regel ebenso wie alle anderen Bauernregeln auf einen bestimmten Tag zu beziehen. Bei einem längeren trockenen und warmen Witterungsabschnitt bedeutet ein Gewitter, dass rein zufällig am Siebenschläfertag auftritt, egal ob kalendarisch oder meteorologisch, gar nichts. Es kommt nicht auf einen Wetterwechsel, sondern auf einen Witterungswechsel an. Witterung hängt aber direkt mit Position und Lage der sog. Rossby-Wellen zusammen, weshalb hier kurz auf diese eingegangen wird. Näheres zu diesen Rossby-Wellen findet sich hier.

Einschub: zwar sagt die Bauernregel nur etwas über Regen, aber wie im folgenden Abschnitt deutlich wird, gilt sie in beide Richtungen. Eine Umstellung von einem kühlen Juni auf heiße Witterung Anfang Juli bedeutet in der Regel länger anhaltendes sehr warmes oder heißes Wetter. Nur gibt es dabei irgendwann doch immer wieder Gewitter mit teils schweren Schäden für die Ernte, so dass die Bauern der damaligen Zeit den Zusammenhang nur in der einen Richtung erkennen konnten.

Ende Einschub

2. Allgemeines zu Rossby-Wellen

Von Belang sind im Zusammenhang dieses Beitrags die sog. langen Rossby-Wellen (Wellenzahlen 1 bis 5). Ein einmal eingefahrenes Muster dieser langen Rossby-Wellen hat häufig mehrere Wochen Bestand, bevor sich das gesamte Muster hemisphärenweit ändert und in einen Zustand kommt, der wieder einige Zeit anhält. Eine solche Umstellung des Langwellenregiments ist fast immer mit einem deutlichen Witterungswechsel verbunden, nicht nur bei uns, sondern auf der gesamten Hemisphäre.

Interessanterweise ist die grundlegende Umstellung eines Langwellenregiments statistisch nicht zufällig oder gleichmäßig über das Jahr verteilt, sondern erfolgt bevorzugt zu bestimmten Zeiten. Die Gründe hierfür sind völlig unklar, spielen im Zusammenhang hier aber auch keine Rolle. Am häufigsten findet eine solche Umstellung zu Beginn des meteorologischen Winters statt (erste Dezemberdekade), dicht gefolgt vom Zeitraum Anfang Juli. Im Hochsommer (etwa 10. Juli bis Mitte August) gab es im vorigen Jahrhundert fast niemals einen grundlegenden Wechsel, ebenso wie im Hochwinter (Anfang Januar bis Mitte Februar).

Wichtig in diesem Zusammenhang: Eine Umstellung zu statistisch bevorzugten Zeitpunkten wird fast immer längere Zeit Bestand haben. Die statistische Signifikanz nimmt bei zunehmendem zeitlichen Abstand von derartigen Zeitpunkten aber rasch ab.

3. Der Witterungswechsel Anfang Juli dieses Jahres 2017

Namentlich in Süddeutschland war die zweite Hälfte des Juni geprägt durch sehr warmes oder heißes Wetter, wobei es immer wieder zu Gewittern kam. Noch Ende Juni ging diese Witterung abrupt zu Ende mit einer deutlichen Abkühlung und ergiebigem Regen, wie es ihn abgesehen von punktuellen Schwergewittern in der Fläche lange nicht gegeben hat. Die mittefristigen numerischen Wettervorhersage-Modelle (7 bis 10 Tage im Voraus) nehmen mit Stand vom 27.6. sehr wechselhafte Witterung an, wobei kurze Einschübe warmer oder heißer Luft rasch wieder durch kühle Luft ersetzt werden. Es stellt sich demnach eine klassische Westlage ein, die zwar nicht besonders kühles, aber eben auch kein dauerhaft warmes und trockenes Wetter bringen würde.

Fazit: Man kann für den Juli 2017 mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit sehr wechselhafte Witterung annehmen. Einschübe warmer Luft dürften sich besonders in Süddeutschland auswirken, doch werden diese jedes Mal zumindest punktuell teils schwere Gewitter nach sich ziehen. Ein heißer, trockener Hochsommer ist damit statistisch recht unwahrscheinlich, aber solange sich der Langwellentrog nicht über Mittel-, sondern mehr über Westeuropa etabliert, wird sich auch keine besonders kühle Witterung einstellen.

Übrigens: Auf dem Blog des „Schneefans“ hat dieser bereits in einem Beitrag vom 24.6. in einer weiteren eindrucksvollen Zusammenstellung aller relevanten Graphiken auf diese Entwicklung hingewiesen.

Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt




And Finally: Battering The Bats

Bildinschrift:

Warum Windturbinen Fledermäuse gefährden

Forscher wissen schon seit einiger Zeit, dass Windturbinen für Fledermäuse eine größere Bedrohung darstellen als für Vögel. Etwa 90% der in der Nähe von Windturbinen getöteten Fledermäuse zeigen einer jüngst veröffentlichten Studie zufolge Anzeichen innerer Blutungen, verursacht durch rasche Änderungen des Luftdrucks. Dies ist bekannt unter der Bezeichnung Barotrauma.

1. Fledermäuse sollten eigentlich in der Lage sein, die Rotorblätter der Turbinen zu umfliegen mittels Echolot. Der Studie zufolge ist aber nur die Hälfte aller getöteten Fledermäuse von den Rotorblättern getroffen worden, vielleicht erst nach dem Auftreten innerer Blutungen.

2. Die sich drehenden Turbinen verursachen an den Spitzen der Rotorblätter Zonen tiefen Luftdrucks im Vergleich zur Umgebung. Dies kann kleine Blutgefäße durch Ausdehnung platzen lassen. Im Endeffekt explodieren die Lungen der Fledermäuse.

3. Die Auswirkung ist ähnlich wie bei einem Taucher, dessen Lungen schwer geschädigt werden, wenn sie keine Chance zum Druckausgleich mit dem Luftdruck an der Oberfläche hat. Vögel haben diese Probleme nicht. Ihre Lunge sind anders aufgebaut als die von Säugetieren.

Allerdings gibt es jetzt Hinweise darauf, dass sich Windparks sogar noch verheerender auf Fledermäuse auswirken als bisher gedacht. In einer neuen Studie im Journal Biological Conservation wird behauptet, dass die Auswirkungen so schlimm sein können, dass das gesamte Populationsniveau von Fledermaus-Spezies vermindert werden könnte:

OK, it’s a computer simulation, and we know how cautious you have to be about those, but governments and environmentalists need to note the risks that they may be taking.
Mittels Antworten von Experten auf unsere Fragen sowie Modellprojektionen der Population zeigen wir, dass die Sterblichkeit durch Windturbinen die Größe der Population drastisch reduzieren kann mit dem steigenden Risiko, dass diese Spezies aussterben. Zum Beispiel könnte die Population der Eisgrauen Fledermaus [hoary bat; siehe Bild oben] während der nächsten 50 Jahre um bis zu 90% abnehmen.

Nun gut, dass ist eine Computer-Simulation, und wir wissen ja, wie vorsichtig man diese betrachten muss. Aber Regierungen und Umweltaktivisten müssen erkennen, welche Risiken sie mit ihrer Politik eingehen.

Link: https://www.thegwpf.com/38191-2/




Ein GRÜNER Spitzen­politiker denkt heimlich – entlarvt den Unsinn der Elektro­autos und neben­bei noch Lügen der Partei­spitze

 Wäre es nicht Wirklichkeit, dann wäre es als Sketch ein Meisterstück davon

Video: „Ihr habt keine Ahnung!“ Kretschmann rechnet mit Hofreiter und Bundestagsfraktion ab .

 

Der vollständige Wort-Inhalt des Videos

Hofreiter lobt Tesla, die Firma des fast ununterbrochenen Verlustes und Subventionsabsahnung

Startsequenz, in der Herr Hofreiter Tesla als Vorbild lobt. Screenshot vom Video

Hofreiter: … glaubt irgendeiner … nur, weil diese unverantwortliche Bundesregierung versucht, einen Schutzzaun zu bauen, einen Schutzzaun zu bauen um unsere Autoindustrie dass Tesla plötzlich aufhört, Autos zu produzieren ...

Nach dieser Startsequenz mit Herrn Hofreiter schwenkt die Kamera und nimmt ein Tischgespräch von Herrn Kretschmann mit seinem Parteinachbarn auf.

Kretschmann hat den Unsinn des Elektroauto-Hypes erkannt

Kretschmann: … kommt der Hofreiter immer mit seiner tollen Story vom Tesla … jetzt überleg dir mal:
Es fahren 5 Millionen Elektroautos rum … wo tanken die? Jetzt erzählt er dann, wie er tankt und dass er dem sagt, wie er tanken soll. Jetzt nehmen wir mal eine ganz normale Tankstelle, wie wir sie heute haben. Wir haben an großen Tankstellen vielleicht Platz für zehn Autos, die da auf einmal tanken … So, jetzt dauert das aber bei denen zwanzig Minuten.
Jetzt: Wie soll das funktionieren? Ihr habt keine Ahnung! Aber die Leute sagen, ab
(dem Jahr) 2030 kann man das alles machen. Das sind doch Schwachsinns-Termine!
Wenn mich einer fragt: Erklären Sie mir mal, wie Sie das machen zu diesem Termin … das kann ich nicht ansatzweise
(erklären). Wie kann man denn so ein Zeug verzapfen? … ich weiß es nicht.
Vielleicht kommt es sogar noch schneller – keine Ahnung.

… und die Probleme, welche GRÜNE Ideologie generiert

Kretschmann: Aber wir müssen uns doch darum kümmern, dass es überhaupt funktioniert – und nicht radikale Sprüche ablassen.
Ihr könnt das machen. Macht das! Es ist mir egal! … Dann seid aber mit sechs Prozent oder acht einfach zufrieden.
Ich war im Parteirat. Da habe ich zehn Mal gesagt: Ist o.k. Könnt ihr so beschließen. Seid mit acht Prozent zufrieden. Dann jammert nicht rum und lasst mich in Ruhe! Und macht euren Wahlkampf selbst!
Ihr habt immer nur irgend was im Kopf, ohne dass man den Gesamtprozess sieht! … könnt ihr auch machen! Aber ich als MInisterpräsident mach das nicht!

Özdemir liefert ein Beispiel, wie das Wahlvolk belogen wird

Kretschmanns Nachbar: Winfried! Die unterschiedlichen Rollen sind mir völlig klar. Wir als Fraktion im Bundestag bedienen unser eigenes Klientel und versuchen, das zu vergrößern.

Nun schwenkt das Video zum Reporterstatement von Cem Özdemir, der (obwohl Herr Kretschmann erklärte: … Ich war im Parteirat. Da habe ich zehn Mal gesagt: Ist o.k. Könnt ihr so beschließen. Seid mit acht Prozent zufrieden. Dann jammert nicht rum und lasst mich in Ruhe! Und macht euren Wahlkampf selbst!) in die Kamera lügt, indem er mit Nennung von Herrn Kretschmann behauptet: „… alle unterstützen das .. .“.

Özdemir beim Abschlussstatement an Reporter. Screenshot vom Video

Cem Özdemir: „ … Wir haben es geschafft, dass wir bei der Verdichtung des Programms oder Zusammenfassung alles, was Rang und Namen hat in der Partei hinter uns versammeln konnten. Von Winfried Kretschmann …. C. Roth, bis zu Jürgen Trittin. Alle unterstützen das. Das zeigt: Die GRÜNEN sind einig und wissen, was sie wollen.

Kretschmann entlarvt damit auch die grüne Parteienkriecherei des CEO von Daimler, Herrn Zetsche

Mit seiner realistischen Betrachtung der Problematik von Elektroautos beweist Herr Kretschmann mehr Sachverstand und vor allem Mut, als das „Vorbild“ der sich politisch unterwürfig darstellenden, deutschen Autobauer, Herr Zetsche.
EIKE 23.12.2016: Freunde, wollen wir trinken, auf die schöne kurze Zeit* … Ich bin für die Dekarbonisierung der Industriestaaten, und auch die Autobauer wollen die Transformation in die CO2-freie Zukunft

Bild Daimler CEO Zetsche auf dem Parteitag der Linken. Quelle Screenshot YouTube Video

Man würde gerne zuhören, wenn sich Herr Kretschmann und Herr Zetsche das nächst mal treffen.