Australien: Offener Brief auf Ihre Über­sicht über die Sicherheit des Nationalen Strom­marktes

Unehrlichkeit

Laut Abschnitt 137.1(1) des Criminal Code Act 1995 begeht eine Person eine Straftat, falls diese Informationen weitergibt an (i) eine Abteilung des Commonwealth oder an (ii) eine Person, welche Macht ausübt oder Funktionen unter bzw. im Zusammenhang mit dem Commonwealth ausführt UND wenn diese Person dies tut in dem Wissen, dass diese Information (i) falsch oder irreführend ist oder (ii) irgendetwas auslässt, was die Information irreführend macht.

Wie wir unten sehen werden, scheint Ihr Bericht alle diese Kriterien zu erfüllen. Nun weiß ich, dass Mitarbeiter der Regierung den gleichen gesetzlichen Standards unterliegen wie andere Bürger. Ich erkenne an, dass es der Premierminister und verschiedene Minister sowie andere Funktionäre enorm empörend finden würden, wenn der Autor Ihres Berichtes vor Gericht gebracht werden würde. Daher hege ich den Verdacht, dass die Chance, Sie zu verklagen, ziemlich gering sind.

Dies ändert nicht die Tatsache, dass Ihr Bericht ein Bruch von Abschnitt 137.1(1) des Gesetzes darstellt in einer Weise, welche für weniger privilegierte Sterbliche Strafen nach sich ziehen würde.

Nun also zu den Einzelheiten. Das Dokument ist falsch und irreführend in vielfacher Hinsicht, aber um es nicht ausufern zu lassen, beschränke ich mich auf Folgendes:

die Große Lüge des „Saubere-Energie-Zieles“

Auslassen einer genauen Erklärung, wie und warum für die Deckung des Bedarfs notwendige Kohlekraftwerke aus unserem Stromsystem entfernt werden

erheblich irreführende Aussagen hinsichtlich relativer Kosten verschiedener Formen der Stromerzeugung

Auslassen jedweder Erwähnung des minimalen Effektes, falls überhaupt einen, welchen Ihre Politik auf die Temperaturen in Australien und weltweit haben wird

Auslassen von Details der umfassenden sozialen und ökonomischen Auswirkungen und unterschiedliche Konsequenzen der Kosten der alternativen Arten der Energieerzeugung.

Die Große Lüge vom „Ziel Erneuerbarer Energien“

Das Wort „sauber“ [clean] taucht etwa 50 mal in Ihrem Report auf, besonders in Verbindung mit dem, was Sie das „Ziel Erneuerbarer Energien“ nennen [Clean Energy Target]. Auf diese Nomenklatur wäre ein Josef Goebbels stolz gewesen.

Eindeutig impliziert diese Wortwahl, dass die Alternativen, insbesondere unser auf Fossilen basierendes jetziges System, welches immer noch die Quelle des weitaus größten Teils der Stromerzeugung in Australien ausmacht, schmutzig ist und daher ersetzt werden muss.

Es heißt, dass Sie ein Wissenschaftler sind. Als solcher muss Ihnen bewusst sein, dass die Hauptemissionen aus fossil betriebenen Generatoren Wasserdampf und Kohlendioxid CO2 sind, und nicht das Element Kohlenstoff in molekularer oder partikulärer Form. Immerhin beruht die gesamte These der Anthropogenen Globalen Erwärmung auf den angeblichen Auswirkungen eines erhöhten Gehaltes von Kohlendioxid in der Atmosphäre, nicht auf erhöhten Gehalt von Kohlenstoff.

Als Wissenschaftler müssen Sie wissen, dass diese schlimme Substanz, in Ihrem Bericht implizit als „unsauber“ gebrandmarkt, tatsächlich nicht die Wäsche auf der Leine verschmutzt, dass sie nicht unsere physikalische Infrastruktur beeinträchtigt, dass sie nicht in ungünstiger Weise auf den Betrieb von Maschinen wirkt, dass sie keine schlechten Gerüche erzeugt, dass sie nicht den Himmel verdunkelt, dass sie nicht allergen auf Haut oder Augen wirkt, und dass sie nicht unsere Lungen oder andere Teile unseres Körpers schädigt. Kurz gesagt, die Substanz passt nicht einmal ansatzweise zu dem, was die Menschen normalerweise unter „unsauber“ oder „Verschmutzung“ verstehen.

Tatsächlich wissen Sie zweifellos, dass jeder Atemzug von Ihnen und jedem einzelnen von uns eine rund 100 mal höhere Konzentration von CO2 ausatmet als der Anteil in der Atmosphäre. Vielleicht war es Ihre Absicht zu behaupten, dass die gesamte Menschheit vor diesem Hintergrund unsauberen Atem ausstößt.

Ebenso wissen Sie zweifellos, dass es ohne Kohlendioxid keinerlei Leben auf der Erde geben würde, so wie wir es heute kennen; dass es essentiell für unser Leben genauso wichtig ist wie Wasser, Sauerstoff und Licht. Sie müssen wissen, dass es zusammen mit Licht und Wasser der entscheidende Grundpfeiler des Pflanzenlebens ist. Es wird in Kohlenstoff umgewandelt, wovon unser eigenes Leben dann abhängt.

Behaupten Sie, dass auch Wasser, Licht und Sauerstoff „unsauber“ sind?

Die einfache Tatsache lautet, dass Kohlendioxid in keiner Weise die Kriterien für „unsauber“ erfüllt, und Sie wissen, dass Sie mit voller Absicht eine falsche Beschreibung verwendet haben, um die große Mehrheit unserer Gesellschaft emotional in die Irre zu führen, darunter viele Politiker, hinsichtlich der wahren Natur unserer Emissionen aus fossil betriebenen Kraftwerken.

Auslassen des genauen Grundes, mit Kohle betriebene Generatoren auszusondern

Ihr Bericht bezieht sich auf die Schließung von Kohlekraftwerken und erwartet weitere Schließungen. Tatsächlich erkennen Sie, dass dies rapide immer katastrophalere Züge annimmt für das gesamte Stromsystem, weshalb Sie ein drakonisches Gesetz einbringen, dem zufolge den Betreibern derartiger Kraftwerke drei Jahre im Voraus die Schließung derselben verordnet wird – eine autoritäre Maßnahme, welche vor Gericht erhebliche Probleme machen wird.

Eindeutig erkennen Sie das Problem. Aber Sie können eine ordentliche Lösung nur anbieten, wenn Sie hinsichtlich des Grundes ehrlich sind. Und Sie wissen sicherlich, dass diese Schließungen dem RET-Programm geschuldet sind sowie den massiven Subventionen, welche dieses Programm unvorhersagbaren, immer wieder unterbrochenen Stromanlagen (IEDs) bietet (d. h. die Anlagen, die Sie altmodisch als VREs bezeichnen). In Ihrem Report geben Sie das nicht ehrlich zu.

Unter dem RET-Programm haben fossil befeuerte Generatoren nur eine einzige Einkommensquelle, nämlich das Geld, welches sie durch Stromverkäufe an das Netz einnehmen. IEDs haben zwei Einnahmequellen, Geld für den in das Netz eingespeisten Strom und Geld (ultimativ gezahlt vom Stromverbraucher) für die RECs, welche zu drucken die Regierung anordnet und welche die Stromanbieter zu kaufen verpflichtet sind.

Im vorigen Jahr betrug der mittlere AEMO NSW-Strompreis 51,60 Dllar pro MWh. (Im Jahre 2000 betrug er 28,27 Dollar, und bisher im Jahre 2017 81,40 Dollar)1. Während der letzten sechs Monate variierte der Spotpreis für Large-Scale Generation Certificates (LGC), vorgeschrieben von RET, um 85 Dollar pro MWh2.

Im Folgenden verwende ich zur Verdeutlichung gerundete Zahlen. Während dieses Zeitraumes kann also ein Kohlestrom-Generator, der seinen Strom zum Spotpreis in das Netz einspeist, etwa 80 Dollar pro MWh einnehmen. Ein IED jedoch würde den gleichen Spotpreis einnehmen PLUS weitere 85 Dollar aus dem Verkauf der von RET vorgeschriebenen LGC, welche für jede ins Netz eingespeiste MWh erzeugt werden muss. Für den Verkauf der gleichen Menge Strom erhält also ein Kohle-Generator 80 Dollar, ein IED dagegen 165 Dollar.

Natürlich wissen Sie genau, dass das System sogar noch stärker zugunsten IED gewichtet ist. Der Spotpreis variiert erheblich schon innerhalb eines Tages, aber auf eine Art und Weise, dass dem IED-Verkäufer immer mehr Geld bekommen wird pro MWh als der Fossil-Generator wegen jener LGC-Subvention, welche zu zahlen alle Stromverbraucher gezwungen sind.

Infolge der Kombination der Subventionen und der AEMO-Vorschriften für die Einspeisung von Strom in das Netz wird effektiv garantiert, dass IEDs in der Lage sind, allen von ihnen erzeugten Strom in das Netz zu verkaufen (wenn der Wind weht oder die Sonne scheint), während es fossil betriebene Generatoren lediglich gestattet ist, die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen – trotz ihrer Kapazität, 24 Stunden lang 7 Tage in der Woche zuverlässig Strom liefern zu können.

Dank der [AUS-]Bundesregierung und der Staatsregierungen haben wir eine Kombination von Marktstrukturen und Subventionen, die mehr Geld zahlen für Strom von den am wenigsten zuverlässigen und teuersten Generatoren, wobei diese Generatoren noch bevorzugt in das Netz einspeisen dürfen. Dies garantiert ihre wuchernde Ausbreitung, während es Fossil-Generatoren unwirtschaftlich macht. Je mehr IEDs dem Netz hinzugefügt werden, umso weniger wirtschaftlich werden Fossil-Generatoren. Dies treibt sie aus unserem Stromsystem hinaus und steigert sowohl den Preis für die Stromverbraucher als auch die Unzuverlässigkeit und Unsicherheit des Netzes.

Es dürfte sehr schwierig sein, ein noch perverseres System zu erfinden, falls es das Ziel ist, der australischen Bevölkerung eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu geringen Kosten anzubieten – wie Ihre Wortwahl bzgl. der Referenz spezifiziert.

Wenn diese Umstände in einem Bericht zur „zukünftigen Sicherheit des nationalen Strommarktes“ fehlen, ist dies eindeutig ein erheblicher Mangel mit dem Ziel der Irreführung und damit des Gesetzesbruches von Abschnitt 137.1(1) des Criminal Code Act 1995.

Irreführende Statements hinsichtlich der relativen Kosten verschiedener Arten der Stromerzeugung

Angesichts des Umstandes, dass Strompreise und Kosten für die Verbraucher und die Industrie Bestandteil ihrer Referenz-Wortwahl sind, erscheint es seltsam, dass Ihr Bericht die Historie der Strompreise in Australien ignoriert und sich stattdessen in Preis-Vorhersagen ergeht, obwohl die Historie der Prognosen häufig gravierend falsch war.

Vermutlich kennen Sie das allgemeine historische Bild der Strompreise für die Verbraucher, gezeigt in der Graphik unten. Sie zeigt reale Preise als Index für den Zeitraum 1955 bis 2018. Folgende Höhepunkte sind erkennbar:

Während der vier erfassten Jahrzehnte, in welchen die Regierungen der einzelnen Staaten unabhängig voneinander verantwortlich waren für Erzeugung und Verteilung des Stromes in ihren jeweiligen Staaten, fielen die realen Strompreise um etwa 45%, was einen großen Profit für Industrie und Verbraucher bedeutete.

Während der zwei Jahrzehnte seit Einführung des Nationalen Strommarktes [National Electricity Market], welches zu einem weiteren Preisrückgang führen sollte, gab es stattdessen in Australien eine Zunahme über 90% der realen Strompreise. Damit sind alle Gewinne aus dem Zeitraum zwischen den fünfziger und den neunziger Jahren ausgelöscht worden. Strom ist jetzt teurer als 1955 und scheint abzuheben „in Richtung Mond“.

Den größten Anstieg des realen Strompreises gab es im vorigen Jahrzehnt und korreliert stark mit der Zunahme der Erzeugung mittels IEDs.

Ich erkenne an, dass Korrelation nicht gleich Kausalität ist, aber normalerweise ist es in der Wissenschaft so, dass man beim Vorliegen einer Korrelation zumindest ernsthaft versucht zu bestimmen, ob es sich um eine unechte Korrelation oder um eine echte Relation handelt. In Ihrem Bericht haben Sie anscheinend absichtlich diese normale Praxis umgangen.

Die meisten Menschen, die die in der Graphik gezeigte Historie betrachten, würden zumindest die Hypothese evaluieren, dass die Stromversorgung, die Australien einst hatte im Zeitraum vor dem NEM und unregelmäßig fließender Energie, tatsächlich erheblich besser war als das, was derzeit besteht – hinsichtlich Preis, Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Und doch haben Sie sich gescheut, diese Informationen für Regierungen und Öffentlichkeit bekannt zu machen – Informationen, welche zu sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen als in Ihrem Bericht führen. Sie bieten keine Analyse, warum Australien daran gehindert wird, zu den Vorteilen geringer Kosten, zuverlässiger Stromversorgung und den Mitteln und Wegen zurückzukehren, mit welchen dieser Zustand erreicht worden ist.

Stattdessen geben Sie einfach ohne jede logische Argumentation oder Beweise vor, dass es „kein Zurück geben wird von den massiven industriellen, technologischen und ökonomischen Änderungen, vor denen unser Stromsystem steht“ (S. 3). Und dennoch sagen Sie uns in ihrem eigenen Bericht, dass im Jahre 2016 76% des Stromes im NEM von Kohle-Generatoren erzeugt worden war (S. 87).

Einschließlich von Hydro- und Gaskraftwerken, welche ebenfalls jederzeit die Nachfrage decken können, stammt über 90% der australischen Stromerzeugung nach wie vor aus nicht aussetzenden* Generatoren. Dennoch behaupten Sie, dass es unmöglich ist, das Eiltempo bei der Installation weiterer IEDs nach Art der Lemminge zum Halten zu bringen, weil „es kein Zurück gibt“.

Es ist nur zu offenkundig, dass falls Australien eine zuverlässige Stromversorgung zu niedrigen Kosten wiederhaben will, es in der Lage ist, das auch zu erreichen. Mit Sicherheit werden einige dieser Generatoren mit der Zeit ersetzt werden müssen. Das ist der Fall mit jeder industriellen Einrichtung, sogar mit Windturbinen.

[*Für den Terminus ,intermittent‘ wird keine Übersetzung angeboten, die wirklich passt. Dennoch wird wohl jeder wissen, was damit gemeint ist. Darum werde ich diesen Begriff im Folgenden unübersetzt und kursiv gesetzt übernehmen. Anm. d. Übers.]

Sie schreiben (Seite 91), dass die gewichteten Kapitalkosten für Kohlekraftwerke jetzt viel höher sind als für intermittent Generatoren. Das hat nichts mit der Technologie als solcher zu tun. Kapitalkosten sind immer mit Risiko behaftet. Die pro-intermittent und anti-fossile Politik von Regierungen zusammen mit wild oszillierenden Maßnahmen als Reaktion auf Emissions-Phantasien, welche fortwährend mit der Realität kollidieren, haben inzwischen ein extremes Risiko heraufbeschworen für jeden privaten Generator, der nicht durch Subventionen gestützt wird.

Unsere kohlebasierte Strom-Infrastruktur vor den NEM wies niedrige Kapitalkosten auf, weil sie mit geringem Risiko von der Regierung erhalten werden konnte.

Wegen der von den Regierungen hervorgerufenen Unsicherheit wird Australien nur dann weitere zuverlässige Generatoren zu niedrigen Kosten konstruieren, wenn dies entweder seitens der Regierung erfolgt oder mittels eines Take-or-pay-Vertrages mit der Regierung. Der einzige Weg für Australien zur Rückkehr zu einer kostengünstigen, zuverlässigen und sicheren Stromversorgung führt über die Art und Weise der Stromerzeugung in der Vergangenheit.

Natürlich bedeutet dies auch die Abschaffung der NEM und der massiven Armee gut bezahlter Bürohengste im Zuge der NEMs. Sie haben nichts zur Sicherheit der Stromversorgung in Australien beigetragen, sondern haben, wie die Daten belegen, die Stromkosten in Australien massiv aufgebläht. Sie sind selbst eine zusätzliche Ausgabe, die aufzubringen die Verbraucher gezwungen sind.

Die Tatsache, dass Sie es versäumt haben zu zeigen und zu erklären, wie Australien sicheren, kostengünstigen Strom mit allgemein sinkenden Preisen während der über vier Jahrzehnte vor den NEM angeboten hat, ist ein leuchtendes Beispiel für die Präsentation irreführender Informationen mittels Auslassen und folglich ein Bruch des Criminal Code Act 1995, Abschnitt s137.1(1).

Destruktive Komplexität und fehlende Haftung

Eine gesteigerte Komplexität neigt dazu, die Leistung herunterzufahren. Australiens Stromsystem vor NEM war viel einfacher als das, was heute besteht. In jedem Staat gab es eine einheitliche Organisation, welche verantwortlich war für die effiziente und sichere Stromerzeugung mittels einer geringen Anzahl von Hoch-Kapazitäts-Kraftwerken. Genauso war das Übertragungssystem relativ einfach und konzentrierte sich auf den Stromtransport von jener geringen Anzahl von Kraftwerken zu den Endverbrauchern. Außerdem gab es eine starke Rechenschaftspflicht seitens der Staatsregierungen, von denen jede einzelne vollständig zuständig war für Erzeugung und Verteilung des Stromes und die der Wählerschaft Rechenschaft ablegen musste für die Zuverlässigkeit und den Preis dafür.

Die NEM haben die Komponenten zur Herstellung zersplittert und dies mit multiplen anderen Organisationen überlagert, von der jede eine wechselseitige Rolle untereinander spielt und jede einzelne zur Komplexität der gesamten Industrie beiträgt.

Außerdem wurde das Vertrauen der Wähler zerstört. Die Industrie wird jetzt theoretisch von der COAG* beaufsichtigt – aber die COAG ist nicht Wahlen seitens der Bürger unterworfen, und die Erfahrungen, welche die Bürger machen, werden vorherrschend von den Mitgliedern der COAG bestimmt und nicht von ihren eigenen staatlichen gewählten Repräsentanten. Es gibt keine direkte Verantwortlichkeit gegenüber den Wählern seitens der multiplen Körperschaften, von denen jede im Stromsystem herumspielt, aber von denen keine einzige die Gesamtkontrolle ausübt.

[COAG = Council of Australian Governments. Falls das von Interesse ist, siehe hier. Anm. d. Übers.]

Die Stromversorgung ist inhärent ein Monopol oder ein Oligopol, vor allem in einer kleinen Ökonomie wie der von Australien. Vor den NEM gab es ein Staatsmonopol in den Händen jeder Regierung der einzelnen Staaten, welche gegenüber den Wählern verantwortlich war, und jene lokalen Monopole standen miteinander im Wettbewerb, um Industrien in ihre jeweiligen Staaten zu locken. Nach Einführung der NEM wurden jene lokalen Monopole aufgebrochen, aber sie überdecken jetzt als Oligopol die Nation und stehen nicht mehr unter Kontrolle der Wähler.

In Ihrem Bericht heißt es (S. 81): „Im Zeitraum 2009 bis 2017 haben die wesentlichen Händler ihren Anteil an der NEM-Erzeugungskapazität von 15% auf 48% erhöht“. Die Logik ihrer Maßnahmen ist aus ihrer Perspektive unangreifbar. Also befinden wir uns mitten in dem Prozess des Ersetzens von dem, was einst Staatsmonopole unter Kontrolle der Wähler waren, durch ein Oligopol mit drei Mitgliedern, welches nicht unter Kontrolle der Wähler steht. Wir gehen auf eine noch größere Konzentration der Kontrolle der Stromerzeugung zu, als wir finanziell haben, wobei jenes Oligopol auf Kosten seiner Inhaber ausgebeutet wird, mit größerer Kontrolle von außen anstatt Kontrolle durch die Bürger der Staaten.

In einem Kapitel mit der heroisch klingenden Überschrift Stärkere Regierungsgewalt beziehen Sie sich auf multiple Institutionen, welche eine „geteilte Verantwortung“ brauchen. Jeder mit nur ein wenig Verständnis für das Funktionieren von Organisationen weiß, dass dies ein Widerspruch in sich ist. „Geteilte Verantwortung“ heißt, dass niemand wirklich zur Verantwortung gezogen werden kann, d. h. für schlechte Ausführung bestraft werden kann. Das Eintreten für eine „geteilte Verantwortung“, um eine stärkere Regierungsgewalt zu erreichen, ist Frömmelei. Entweder gibt es eine definitive Partei mit Autorität, welche von den Wählern abgestraft werden kann, oder niemand ist verantwortlich.

Ihre „Lösung“ dieses Problem ist die Einrichtung noch weiterer Institutionen, welche das ganze System sogar noch komplexer machen und es noch weiter von der Kontrolle der Bürger entfernen.

Nötigung der Verbraucher

Ihre perverse „Lösung“ besteht teilweise darin, die Verbraucher dazu zu bringen, ihren Strombedarf an die Launen der Erzeugung mittels IEDs anzupassen. Vor Einführung der subventionierten IEDs in unser Stromsystem war dies vollkommen unnötig.

In einem Musterbeispiel Orwell’scher Prägung wie in 1984 behaupten Sie, „Verbraucher zu belohnen“ (Kapitel 6), obwohl es Ihnen mit Ihrem Plan in Wirklichkeit darum geht, Australier zu bestrafen, die Strom verbrauchen möchten, und darum, sie ein wenig schwächer zu bestrafen, falls sie Strom nur zu den Zeiten verbrauchen, welche zu den Launen Ihres Systems passen, dessen Ziel es ist, die Einrichtung weiterer IEDs zu befeuern.

Sie schreiben, dass „Ein zunehmender Anteil der Investitionen in neue Erzeugungs-Einrichtungen von individuellen Verbrauchern kommt“ (S. 137). Vielleicht hegen Sie die Vorstellung, dass die Verbraucher wild darauf sind, ihre Dächer mit Solarpaneelen zu pflastern.

Der wirkliche Grund, gezeigt in der Graphik weiter oben, ist aber natürlich die massive und immer weiter gehende Zunahme der realen Strompreise im Netz als Konsequenz der zahlenmäßigen Explosion von IEDs zusammen mit den Anreizen, welche die Regierung all denen bietet, die Solarpaneele tatsächlich installieren.

Dies wiederum führt zu einem ineffizienten Verbrauch der Infrastruktur der Verteilung des Stromes, welche aber dennoch bezahlt werden muss. Folglich muss unter dem Grand Plan von Finkel jeder mit dem Netz Verbundene rasant steigende Preise zahlen, um an das Netz angeschlossen zu bleiben, während Viele für die Selbsterzeugung Geld ausgeben wegen der unentwegt steigenden Preise für den Strom aus dem Netz.

Was die Australier von einem Stromsystem erwarten ist ziemlich einfach: Strom zu niedrigen Kosten, der immer verfügbar ist wenn gewünscht. Jahrzehnte lang beruhte unsere Stromversorgung auf dieser Grundlage, und wir wollen, dass das so bleibt.

Stattdessen bieten Sie ein autoritäres System an, in welchem Verbraucher und Industrie gezwungen werden, ihren Bedarf so zu gestalten, dass sie den Erfordernissen Ihres IED-Systems entsprechen, während fortwährend steigende reale Preise gezahlt werden müssen, die bereits jetzt doppelt so hoch sind wie die Preise, welche wir früher gezahlt haben. Dies wird angeboten durch ein faschistisches System eines starken Oligopols mit zunehmender ausländischer Beteiligung, welches Hand in Hand geht mit einer Unmenge von Regierungsagenturen und Bürokraten und dem Oligopol – und bar jeder demokratischen Kontrolle durch die Wähler entweder in individuellen Staaten oder der gesamten Nation. Es ist ein Gebäude, dass 1984 oder Mussolini würdig ist – und nicht der Gesellschaftsform, für die ich mich zusammen mit vielen anderen im Interesse Australiens eingesetzt haben.

Ihr Fetisch der Emissionen

Ihr Bericht ist gespickt mit den Begriffen Emissionen und Emissions-Reduktion, welche in Ihren Referenz-Termini nicht auftauchen.

Im Vorwort Ihres Berichtes heißt es: „Der COAD Energy Cuncil forderte das Review Panel auf, Erweiterungen des Nationalen Energiemarktes vorzuschreiben, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit zu optimieren, und das zu den geringstmöglichen Kosten“. Emissionen oder Emissions-Reduktion werden in dieser Aufgabe nicht erwähnt – aber beachten Sie die Referenz zu „geringstmöglichen Kosten“.

Sie wurden aufgefordert, das zu tun konsistent mit der National Energy Objective, welche da dem National Electricity Law zufolge lautet:

um eine effiziente Investition in sowie effizienten Betrieb von Stromanbietern für die langzeitlichen Interessen der Stromverbraucher zu fördern hinsichtlich Preis, Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Stromversorgung, und der Zuverlässigkeit und Sicherheit des nationalen Stromsystems.

Auch hier keinerlei Erwähnung von Emissionen oder Emissions-Reduktionen. Aber trotzdem rankt sich Ihr Bericht um die Reduktion von CO2-Emissionen.

Angesichts des Umstandes, dass dies in Ihrem Bericht eine so große Rolle spielt und dass es die gesamte, von Ihnen eingebrachte Struktur des Stromsystems antreibt, obliegt es Ihnen, öffentlich klarzustellen, welche tatsächlichen Vorteile für Australien und seine Bürger sich daraus ergeben, dass die CO2-Emissionen Ihren Vorstellungen zufolge sinken.

Es gibt mittlerweile massenhaft Beweise, dass selbst wenn die von Ihnen avisierten Ziele erreicht werden, die Konsequenzen hinsichtlich der Temperaturen in Australien und weltweit so winzig sind, dass sie effektiv nicht messbar sind. Es steht auch außer Frage, dass ihr Gesamtziel der Reduktionen für Australien in jedem einzelnen Jahr von gesteigerten Emissionen durch China und Indien weit überkompensiert werden, um nicht die gesteigerten Emissionen anderer unterentwickelter Länder mit rapidem Bevölkerungswachstum zu erwähnen.

Tatsächlich haben Sie bei einer Anhörung im Senat am 1. Juni dieses Jahres auf eine Frage von Senator Ian MacDonald geantwortet, dass der gesamte Abbau aller CO2-Emissionen in Australien hinsichtlich des Weltklimas praktisch keinen Unterschied machen würde. Diese Information dürfen Sie der Regierung und der Öffentlichkeit auf keinen Fall vorenthalten.

Und trotzdem hat diese fundamental wichtige Information und das damit verbundene Eingeständnis, dass die Restriktionen bzgl. der CO2-Erzeugung in Australien keinerlei materielle Vorteile für unser Land bringen, keinen Eingang in Ihren sich um Emissionen rankenden Report gefunden.

Das Verschweigen ehrlicher Informationen in dieser Angelegenheit, welches in das Zentrum des von Ihnen kolportierten IED-getriebenen Systems geht, scheint eine weitere materielle Auslassung zu sein, dessen Auswirkung die Irreführung ist und welche daher einen Bruch von Abschnitt s137.1(1) des Criminal Code Act 1995 darstellt.

Sicherheit wird ignoriert

In der oben beschriebenen National Electricity Objective ist enthalten, dass man Strom sicher herstellt und verbreitet. Sie müssen eigentlich wissen, dass es fortwährend Klagen über Schäden durch Windparks gibt seitens lokaler Gemeinden. Mit Sicherheit wissen einige Mitglieder Ihres Gremiums davon.

Ich sehe, dass dieses Problem immer noch Gegenstand von Diskussionen ist. Allerdings wird es von der NHMRC als bedeutend genug angesehen, um Studien hierzu in Auftrag zu geben, wie es auch auf der ganzen Welt der Fall ist.

Es wäre unvernünftig, von Ihnen zu diesem Punkt ein definitives Statement zu erwarten, aber ebenso sind Sie nicht in einer Position sicher zu sein, dass es keine Gesundheitsprobleme gibt, welche sich noch weiter ausbreiten dürften, falls Ihre IED begünstigende Politik weitergeführt wird und was diese Politik unhaltbar machen würde.

Ihr Bericht gleicht jemandem, der vor Jahrzehnten Baumaterialien evaluiert und die Vorteile von Asbestprodukten gepriesen hat, ohne zu erwähnen, dass es einige bekannte Hinweise darauf gab, dass diese Produkte gesundheitlich bedenklich sind.

Es ist vielsagend, dass Ihr Bericht mögliche Sicherheitsbelange erwähnt in Relation zur Batterie-Technologie, die Entwicklung von Gasvorräten und in Relation zu kleinen modularen Kernreaktoren; dass er aber nichts in Relation zu Windparks aussagt, und das trotz der Tatsache, dass die gesundheitlichen Auswirkungen der Emissionen von Windparks das einzige Thema ist, für das die NHMRC Forschungsgelder zur Verfügung gestellt hat.

Dies scheint mir eine willkürliche Entscheidung Ihrerseits zu sein, dass Sie nichts hierzu sagen, würde es doch Ihre Politik bedrohen. Folglich ist dies ein weiteres Beispiel der Irreführung durch Weglassen.

Verschweigen der ökonomischen Auswirkungen

Ihre Referenzen konzentrierten sich auf Kosten, Zuverlässigkeit und Sicherheit des australischen Stromsystems. Allerdings haben Sie die Reduktion von Emissionen zum Eckpfeiler Ihrer Bewertung gemacht. Dies impliziert, dass Sie bedeutende Vorteile hinsichtlich der Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen unterstellen, obwohl Sie offenbar keine Notwendigkeit erkennen, diese Auswirkungen zu erklären oder zu quantifizieren.

Falls Sie einmal ihren Blickwinkel erweitern würden, kann man vernünftigerweise erwarten, dass Sie die weiter gefassten ökonomischen und sozialen Auswirkungen Ihrer Politik diskutieren. Aber Sie haben sich offenbar entschlossen, dies zu ignorieren.

Die australische Wirtschaft und seine Bevölkerung waren Schauplatz sehr großer Vorteile durch die große Reduktion realer Strompreise von den fünfziger bis zu den neunziger Jahren, was auch der industriellen Entwicklung zugute gekommen war. Umgekehrt erfuhren sie einen sehr großen Nachteil während des vorigen Jahrzehnts, haben sich doch die realen Strompreise verdoppelt, das Land deindustrialisiert mit der Folge von Arbeitsplatzverlusten und verloren gehender Erfahrung sowie mit negativen Auswirkungen auf Lebenshaltungskosten.

Ihre Pro-IED-Politik wird die Strompreise unvermeidlich weiter steigen lassen und weitere australische Industrien und Arbeitsplätze vernichten.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt dieser Politik. Nicht nur, dass die Kosten von IED-Strom drastisch höher sind als die fossiler Treibstoffe, wie die Historie gezeigt hat, sondern auch, dass Strom aus intermittent Stromgeneratoren kapitalintensiver ist als Strom aus fossil betriebenen Generatoren. Da wir keine Generatoren herstellen und auch künftig dies nicht tun werden, müssen sie alle importiert werden.

Im Falle fossil erzeugten Stromes machen importierte Aggregate einen Teil der Kosten aus, ein anderer Teil resultiert aus lokal erzeugter Kohle und Gas, wovon Australien über große Vorräte verfügt. Im Falle von IEDs machen vorherrschend importierte Aggregate die Kosten aus. Als Konsequenz führen Letztere zu einem größeren Defizit ihrer Zahlungsbilanz, während Erstere gute Arbeitsplätze in Australien zur Folge haben durch Abbau und Verteilung des verwendeten Treibstoffes.

Diese wichtigen Auswirkungen nicht in irgendeiner Weise anzusprechen führt ebenfalls in die Irre hinsichtlich der wahrscheinlichen Konsequenzen der von Ihnen befürworteten Politik. Es scheint, dass Sie das Wohlergehen der australischen Bevölkerung den Interessen derjenigen unterordnen, die die IEDs unterstützen.

Summary

Ihr Report scheint Abschnitt 137.1(1) des Criminal Code Act in vielfacher, grundlegender Weise zu verletzen. Er hat zum Ziel, in die Irre zu führen, während er eine Politik stützen soll, bei der eine lange Historie von Belegen gezeigt hat, dass sie der australischen Bevölkerung Schaden zufügt und immer weitere Schäden hervorruft, je länger diese Politik noch betrieben wird.

Beispielhaft belegt wird dies durch die große Lüge hinsichtlich „sauberer Energie“, als ob unsere fossilen Energiequellen unsauber sind, wenn doch deren vorherrschende Emissionen Wasserdampf und Kohlendioxid sind, welche nicht „unsauberer“ sind als Sauerstoff und Stickstoff, die zusammen mit Wasserdampf und Kohlendioxid unsere Atmosphäre bilden.

Sie versagen eindeutig bei der Erklärung der perversen Natur des Systems, in welchem immer mehr Geld ausgegeben wird für die am wenigsten zuverlässigen und teuersten Generatoren (intermittent Wind und Solar) und dass der Strom dieser Generatoren bevorzugt in das Netz gespeist wird, was dessen Ausuferung garantiert, während die fossil betriebene Erzeugung unwirtschaftlich und aus unserem Stromsystem hinausgedrängt wird – und das trotz der Tatsache, dass es diese sind, welche zuverlässige Energie zu niedrigen Kosten bieten.

Sie versagen dabei, die Aufmerksamkeit auf die australische Historie der Stromversorgung und deren Implikationen zu lenken. Diese Historie war vier Jahrzehnte lang gekennzeichnet von einer Reduktion realer Strompreise um 45%, als die Regierungen der einzelnen [Aus-]Staaten verantwortlich waren für die Erzeugung und Verteilung von Strom. Dieser Periode folgte eine Verdoppelung der realen Strompreise seit Beginn der NM und besonders während des letzten Jahrzehnts, als IEDs zu einem grundlegenden, wenn auch kleinen Teil unseres Stromsystems wurden.

Sie bieten keinerlei Beweise dafür, dass diese Explosion von Preisen für die Verbraucher unter Ihrer Politik nachlassen wird. Tatsächlich haben wir gerade im vorigen Monat erlebt, dass die Preise um 15% oder mehr im Juli 2017 nach oben schießen werden, was Sie in Ihrem Bericht nicht vorhergesagt haben.

Dank der NEM haben wir bereits eine extrem komplexe Stromindustrie-Struktur, welche den Verbrauchern keinerlei Vorteile gebracht hat, und es ist undurchschaubar für die Wähler von Staaten und dem Land als Ganzes. Ihre Politik macht diese Struktur sogar noch komplexer und weniger durchschaubar, was eine Garantie dafür ist, dass die Struktur den Verbrauchern sogar noch mehr zum Nachteil gereicht.

Sie betreiben eine Politik, die nicht nur noch höhere Preise für Verbraucher und abnehmende Sicherheit für das System bedeutet, sondern auch eine erzwungene Anpassung an die Launen der Stromversorgung unter Ihrer IEDs verhätschelnden Politik.

Sie ignorieren potentiell entgegengesetzte Sicherheitsfolgen Ihrer Politik, vor allem hinsichtlich Windparks. Sie ignorieren des Weiteren die fortgesetzte Deindustrialisierung Australiens, getrieben durch diese Politik, und die ungünstigen Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz.

All dies wird ignoriert, weil Sie sich auf die Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen konzentrieren, welche nicht wirklich Teil Ihres Aufgabengebietes sind, und trotz der Tatsache, dass Sie offensichtlich unfähig sind, jedweden materiellen Vorteil für die australische Bevölkerung durch derartige Reduktionen zu quantifizieren.

Angesichts der Gelegenheit, der australischen Bevölkerung einen großen Dienst zu erweisen und den Bankrott der Energiepolitik der letzten beiden Jahrzehnte zu belegen, haben Sie es vorgezogen, weiter zu machen mit dem, was sich als so kläglich scheiternd herausgestellt hat. Sie verschleiern dies mit der Einrichtung weiterer Regierungsagenturen außerhalb der Kontrolle der Bürger, welche gezwungen werden, Sie dafür zu bezahlen, und damit Sie noch mehr Kontrolle über sie erlangen.

Kurz gesagt, Ihr Bericht ist eine Schande [a travesty] dessen, was zu tun man sie aufgefordert hat.

Vielleicht ist dies das Beste, zu dem Sie in der Lage sind. Oder Sie wurden von einem religiösen Wunsch übermannt, das atmosphärische Kohlendioxid zu limitieren ohne jede Betrachtung anderer Überlegungen. Oder vielleicht gab es den Wunsch, Mut zu haben, dem politischen Establishment zu erklären, warum die Strompolitik der letzten beiden Jahrzehnte so katastrophal war und sogar noch katastrophaler werden wird.

Dr. Michael Crawford

1 Quelle: https://www.aemo.com.au/Electricity/National-Electricity-market-NEM/Data-dashboard#average-price-table

2 Quelle: http://greenmarkets.com.au/resources/lgc-market-prices

Übersetzt durch Chris Frey EIKE

Bemerkung: Weil es sich hier um einen Brief handelt, kann kein Link zu einem Original angegeben werden. Der Brief ist als PDF im Original beigefügt.

EnergiepolitikAustralienOpenLetterCrawfordToChiefScientistFinkel




Das Energiewende-Debakel: Warum eine Energie­wende mit Windkraft nicht gelingen kann

Dass diese Energiewende nicht gelingen konnte, stand von Anfang an fest. Es wurde von einer unseligen Allianz aus Lobbyisten und universitären Profiteuren betrieben, die sich gegenseitig dabei übertroffen haben, die für jeden Naturwissenschaftler und Ingenieur offensichtlichen Probleme kleinzureden oder zu leugnen. Rund um die Energiewende ist, wie Frank Drieschner im Dezember 2014 in DIE ZEIT sehr treffend formuliert hat, ein öko-industrieller Komplex entstanden, dessen Interesse darin besteht, die Probleme lösbar erscheinen zu lassen, damit Subventionen weiter fließen. Das Energiewende-Debakel ist damit auch Ausdruck des Versagens unserer naturwissenschaftlichen und technischen Eliten.

Die Additionsregel für elektrische Ströme, dem Fachmann als Kirchhoff’scher Knotensatz bekannt, erzwingt, dass der Strom millisekundengenau im Augenblick des Verbrauchs erzeugt werden muss. Diese haarfein ausgeglichene Balance zwischen Leistungsangebot und Leistungsnachfrage wird von regelbaren Kraftwerken gewährleistet. Auf diesem Prinzip beruhen alle unsere stabilen Stromnetze. Gern wird mit den erzielten Produktionsmengen in Terawattstunden geprotzt – wie groß diese sind, ist völlig unerheblich. Es kommt nicht auf die Jahresproduktionsmengen an, sondern darauf, dass die Leistung der Produktion in jedem Augenblick mit der Leistung des Verbrauchs übereinstimmt. Ist es nun grundsätzlich möglich, elektrische Leistung in jedem Augenblick durch Wind- und Solarkraftwerke bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen?

Die Antwort auf diese Frage stand von Anfang an fest: Unsere Wetterstationen zeichnen seit Jahrzehnten die Windgeschwindigkeiten über ganz Deutschland verteilt auf. Jeder Physikstudent im Grundstudium ist in der Lage, aus diesen Windgeschwindigkeiten die zu erwartende elektrische Leistung der Stromerzeugung auszurechnen und natürlich schlummern solche Auswertungen in den Schubladen der einschlägig bekannten wissenschaftlichen Institute. Aus diesen Untersuchungen ist bekannt, dass die sicher zur Verfügung stehende Leistung bei exakt null liegen würde. Das gleiche gilt für Solarkraftwerke, schließlich liefern diese nachts keinen Strom.

Gesprochen wird darüber nicht. Übrigens tritt dieser Totalausfall der Windstrom-Produktion mehr oder weniger regelmäßig auf und ist längst Realität, z.B. als die Windstromerzeugung am 13. März 2014 auf 34 MW, entsprechend 0,1% der installierten Nennleistung, abgesunken ist. Da flächendeckende Hochdruckgebiete in Zentraleuropa häufiger auftreten, ist nichts anderes zu erwarten.

Abbildung 1: Häufigkeit von Windstrom- und Netzleistung heute und bei dreifacher Windstrom- Produktionskapazität (2014 x 3)

Wertet man aus, wie häufig welche Leistung aus Wind dargeboten wird, erhält man Verläufe wie Abb. 1: Niedrige Leistungen sind häufig, hohe Leistungen treten selten auf. Dieser Verlauf ergibt sich aus der räumlichen Verteilung der Windgeschwindigkeit über Deutschland und ist durch keine noch so intelligente Anordnung von Windrädern irgendwie zu beeinflussen. Deshalb ist es innerhalb Deutschlands prinzipiell unmöglich, die Häufigkeit des Dargebots mit der Häufigkeit des Bedarfs zur Deckung zu bringen. Ein Ausbau der Produktionskapazitäten bewirkt allenfalls eine Verschiebung des Dargebots zu höheren Werten hin. Angebot und Nachfrage sind folglich auch im langfristigen Mittel nicht zur Deckung zu bringen [3]. Der tiefere Grund dafür ist schlicht: Wenn im Norden Deutschlands viel Wind weht, ist das meist auch im Süden der Fall, für geringe Windgeschwindigkeiten gilt das in der gleichen Weise. Die Windstromproduktion über Deutschland ist hochgradig korreliert und auch diese Korrelation stand von Anfang an fest und war von Anfang an bekannt.

Gerade der Januar 2017 hat mal wieder gezeigt: Nicht virtuelle, sondern konventionelle Kraftwerke gewährleisten die sichere Stromversorgung in Deutschland. Wer Kernkraftwerke abschaltet, muss entsprechende Kohle-, Öl- oder Erdgaskraftwerke neu bauen, schließlich sind großtechnisch verfügbare Speichertechnologien Jahrzehnte entfernt.

Die einzige Möglichkeit, der wetterbestimmten Korrelation zu entgehen besteht darin, die Windstromproduktion über eine größere Fläche zu verteilen: Über sehr große Distanzen, wir reden hier von 3000km Abstand, ist die Leistungserzeugung dann kaum oder nicht mehr korreliert. Allein durch den ausreichend großen Abstand der Produzenten lässt sich der Verlauf der Dargebots- Häufigkeit beeinflussen. Diese Aussage ist erwiesen und wird durch einen fundamentalen Satz der mathematischen Statistik, den sogenannten „Zentralen Grenzwertsatz“ sichergestellt. Mit Blick auf die Windstromproduktion besagt er, dass sich die Häufigkeitsverteilung des Dargebots einer gaußschen Normalverteilung annähert, je größer die Zahl der nicht korrelierten Windstromproduzenten ist. Dann und nur dann ist es zumindest theoretisch denkbar, Dargebot und Nachfrage im statistischen Mittel wenigstens ungefähr zur Deckung zu bringen. Um zu einer ausreichend großen Zahl an nicht korrelierten Produzenten zu kommen, muss man eine entsprechende Fläche zur Produktion von Windstrom dann aber weit über Europa hinaus denken. Wie Abb. 2 eindringlich beweist,

Abbildung 2: Windwetterkarte von Europa am 21. November 2011

ist eine flächendeckende Windstille in ganz Europa ebenso Realität wie in Deutschland. Auch in Europa gibt es Situationen ohne Ausgleich. Diese Situationen sind zwar selten, aber nicht ausgeschlossen. Nicht einmal in ganz Europa weht der Wind immer irgendwo. Damit ist auch klar, dass selbst ein paneuropäisches Stromnetz ein hundertprozentiges (wie auch immer beschaffenes) Kraftwerks-Ersatzsystem bräuchte, um die Sicherheit der Stromversorgung in jedem Augenblick zu gewährleisten.

Aus heutiger Sicht ist ein Stromnetz, das Europa mit den Weiten Sibiriens, Nordafrikas und Saudi-Arabiens verbindet, politisch wie ökonomisch nicht mehr als eine Illusion. Ebenso illusionär ist die Vorstellung, außerhalb Europas Produktionskapazitäten zu schaffen, die ganz Europa mit Strom versorgen könnten.

Obgleich Jahrzehnte von einer Realisierung entfernt, wird allerorten über sogenannte Power To Gas- „Technologien“ philosophiert. Der Gedanke ist so alt wie simpel: Überschüssiger Strom wird durch Elektrolyse und durch einen nachgeschalteten chemischen Prozess zunächst in Wasserstoff- und dann in Methangas verwandelt. Das speicherbare Methangas soll dann als Brenngas in Gaskraftwerken dienen und in elektrische Energie zurückverwandelt werden. Energetisch gesehen hat dieses Verfahren ungefähr die Logik, einen Kraftwerkskessel mit einem Tauchsieder zu beheizen. Worüber nicht geredet wird: Die energetische Effizienz der Wandlung des Brenngases Methan in elektrische Energie ist durch den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik begrenzt. Für den Gesamtprozess der Speicherung sind Wirkungsgrade oberhalb von 30% eher Wunschdenken. Bei 70% Verlusten ist schon der Begriff Speicherung reiner Etikettenschwindel. Und jede Kilowattstunde elektrischer Energie, die bei der Energiewandlung als Abwärme verloren geht, erfordert entsprechende elektrische Ersatzkapazitäten. Aus diesem Grund ist überschüssiger Strom gerade nicht umsonst, sondern muss mit zusätzlichen Wind- oder Solarkraftwerken teuer bezahlt werden. Aufgrund der gewaltigen Verluste sind bis zu 100% zusätzliche Produktionskapazitäten erforderlich. Allein das bewirkt eine Verdoppelung der Kosten für die Stromproduktion.

Nicht die gesicherte Leistung null allein, sondern die Schwankungen der Windstromproduktion entpuppen sich inzwischen als unlösbares und technisch unbeherrschbares Problem.

Abbildung 3: Windstromproduktion Deutschland von 2011 bis 2016

Die Variabilität der deutschen Windstromproduktion ist um 70% größer als die Schwankungen der Augenzahlen beim Würfeln. Würden die deutschen Elektrizitätsversorger die Stromproduktion ihrer Kraftwerke täglich auswürfeln, würde der Strom gleichmäßiger fließen. [1]

Von Energiewende-Protagonisten wie dem Kasseler Fraunhofer IWES1 wird gern behauptet, ein Ausbau in der Fläche würde die Windstrom-Produktion glätten und damit das Kernproblem der extremen Leistungsschwankungen zumindest mildern. So heißt es in der IWES in Kassel verfertigten Studie „Potenzial der Windenergie an Land“ auf Seite 3 „Es existieren ausreichend Standorte, die in Verbindung mit modernen Windenergieanlagen eine gleichmäßige Stromeinspeisung durch eine hohe Auslastung versprechen.“ Dass eine gleichmäßige Stromeinspeisung erwiesenermaßen Wunschdenken ist, verdeutlicht Abb. 3, schließlich ist der Anstieg der Schwankungen eine ganz offensichtliche Tatsache [3].

Kann es überhaupt eine Glättung der Windstromerzeugung geben?

Die hohen Leistungsspitzen und die tiefen Leistungstäler der Stromerzeugung könnten theoretisch reduziert werden, wenn es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Stromproduktion an unterschiedlichen Orten gäbe: Immer wenn an einem Ort eine hohe Leistung zur Verfügung steht, müsste die Leistung an einem anderen Ort niedrig sein und umgekehrt. Es bedürfte einer ursächlichen, kausalen Verknüpfung der Stromproduktion an unterschiedlichen Orten. Dann wäre es möglich, die Leistungseinbrüche auszugleichen und die Spitzen zu glätten. Der Ausgleich der Leistungstäler erfordert also eine negative bzw. Antikorrelation. Und gerade diese negative Korrelation der momentanen Stromproduktion gibt es nicht!

In diesem Zusammenhang behauptet das Fraunhofer IWES im Windenergie Report Deutschland 2012 auf Seite 87, man erreiche „nur durch eine gleichmäßige geografische Verteilung über eine große Fläche eine Glättung der Netzeinspeisung.“ Diese Aussage wirft ein Schlaglicht darauf, wie die Öffentlichkeit von wissenschaftlichen Institutionen mutwillig und vorsätzlich getäuscht wird. Die weit verbreitete Behauptung, ein Ausbau der Produktionskapazitäten führe zu einer Glättung der Stromerzeugung, erweist sich als ein von der Windlobby gesteuerter Irrtum! Die genauen Zusammenhänge werden in [3] diskutiert und sind in einer brandaktuellen Studie [4] bestätigt worden.

Wie Abb. 3, 4 und 5 eindeutig beweisen, führt jeder Ausbau der Erzeugungskapazitäten ausnahmslos zu ansteigenden Ausschlägen und zu größeren Leistungsspitzen.

Abbildung 4: Windstromproduktion von 15 europäischen Ländern

Gern wird darauf verwiesen, Offshore- Windkraftwerke würden diese Probleme entschärfen weil der Wind auf See stetiger wehe. So schreibt das IWES in einer Studie unter dem Titel „Energiewirtschaftliche Bedeutung der Offshore-Windenergie für die Energiewende“ auf Seite 8 „Offshore-Windenergieanlagen haben schon heute sehr hohe Volllaststunden, die zukünftig auf über 4.800 ansteigen. Sie kommen damit auf deutlich über 8.000 Betriebsstunden jährlich; das entspricht einer Stromproduktion an rund 340 Tagen im Jahr. Zugleich schwankt ihre Produktion eher geringfügig.“

Warum sich wissenschaftlich vorgebildete Mitteleuropäer angesichts eines Leistungsverlaufs wie in Abb. 3, 4 und 5 dazu hinreißen lassen, hier von „Glättung“ oder „geringfügiger Schwankung“ zu sprechen, soll hier nicht weiter bewertet werden. Erwiesenermaßen ist das Gegenteil richtig. Gleichwohl wird der ökoindustrielle Komplex aus Lobbyisten wie AGORA, Hochschulinstituten wie das IWES in Kassel und politischen Gruppierungen nicht müde, die Öffentlichkeit mit ebenso unsinnigen wie unhaltbaren Aussagen zur Volatilität der Stromerzeugung aus Windkraftanlagen weiter zu täuschen. Einen solchen Verfall der guten wissenschaftlichen Sitten hat es seit den unseligen Zeiten der „Deutschen Physik“ in unserem Land nicht mehr gegeben. Damals wie heute haben sich Wissenschaftler aus rein ideologischen Motiven dafür hergegeben, eindeutige physikalische Erkenntnisse und offensichtliche Zusammenhänge ins glatte Gegenteil umzudeuten und umzuwerten.

Dass die Leistungsschwankungen der Windstromproduktion nur anwachsen können, stand von Anfang an fest: Ein zusammenhängendes Stromnetz fasst die Stromproduktion vieler einzelner, letztlich zufälliger Stromerzeuger zu einer Summe zusammen. Bei dieser Summenbildung addiert sich die Variabilität der einzelnen Erzeuger nach einer wohlbestimmten Gesetzmäßigkeit, die in der Statistik als Gleichung von Bienaymé bekannt ist. Sie besagt sinngemäß, dass die Volatilität einer Summe aus positiv korrelierten zufälligen Größen immer nur anwachsen kann. Konsequenz: Jeder Zubau an Erzeugungskapazitäten erhöht die Volatilität. Das Märchen von der Glättung der Windstromproduktion in der großen Fläche ist entweder das Werk von wissenschaftlichen Scharlatanen oder dreisten Betrügern.

Abbildung 5: Offshore Windstromproduktion von Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande und Dänemark

Die Folgen der anwachsenden Schwankungen sind verheerend: Weil wir zur Stabilisierung des Stromnetzes immer eine bestimmte Mindestzahl an konventionellen Kraftwerken am Netz halten müssen, exportieren wir inzwischen rund 30% des Stroms aus Wind- und Solarenergie ins Ausland (Abb. 6), für immerhin 5 Terawattstunden davon zahlen wir eine Entsorgungsgebühr, die im Energiewende-Neusprech gern als Negativpreis daher kommt.

Unsere elektrischen Nachbarn errichten inzwischen auf unsere Kosten Stromsperren an ihren Grenzen, um die Überflutung ihrer eigenen Stromnetze mit deutschem Überschussstrom zu kontrollieren. Die Kosten für die Stabilisierung des Stromnetzes lagen 2015 bei rund eine Milliarde € und noch immer gibt es Politiker, die uns eine Erhöhung der Produktionskapazitäten empfehlen und die gesetzlichen Voraussetzungen dafür schaffen.

Das Fazit ist bitter:

In der zentralen Frage der Versorgungssicherheit wird die Öffentlichkeit durch öffentliche Forschungseinrichtungen wie dem Kasseler IWES und von Lobbyorganisationen wie AGORA systematisch und absichtsvoll getäuscht und die Politik zu falschen Entscheidungen gedrängt.

Abbildung 6: Ansteigender Stromexport verursacht durch volatile Stromproduktion aus Wind und Solarenergie

Diese Energiewende ist eines Landes mit der naturwissenschaftlich-technischen Tradition Deutschlands geradezu unwürdig. Wir konnten es wissen, wenn wir ein bisschen nachgedacht hätten. Aber wer wollte es wissen?

Wir werden es erfahren, spätestens dann, wenn wir die Schuldigen für dieses Debakel suchen und die Politik versuchen wird, sich der Verantwortung für dieses Desaster zu entziehen. Unser ehemaliger Wirtschaftsminister ist den ersten Schritt vor einigen Monaten schon gegangen.

Anmerkungen

[1] Ahlborn, D.: Statistische Verteilungsfunktion der Leistung aus Windkraftanlagen in: World of Mining – Surface & Underground 67 (2015) No. 4

http://www.vernunftkraft.de/de/wp-content/uploads/2014/05/Ahlborn_415_Korr-1.pdf

[2] Ahlborn, D.; Jacobi, H.: Zwei Stromerzeugungssysteme kollidieren in: World of Mining – Surface & Underground 68 (2016) No. 5

http://www.vernunftkraft.de/kollisionskurs/

[3] Glättung der Windeinspeisung durch Ausbau der Windkraft? in: Energiewirtschaftliche Tagesfragen, 65. Jg., Heft 12, 2015

http://www.et-energie-online.de/Zukunftsfragen/tabid/63/Year/2015/NewsModule/413/NewsId/1600/Glattung-der-Windeinspeisung-durch-Ausbau-der-Windkraft.aspx

[4] Windenergie in Deutschland und Europa, Teil 1 in: VGB Power Tech, Heft 6, 2017 https://www.vgb.org/studie_windenergie_deutschland_europa_teil1.html

Zum Autor: Dr.-Ing. Detlef Ahlborn ist Maschinenbauingenieur mit einem besonderen Faible für mathematische Statistik. Er ist selbständiger Unternehmer und engagiert sich in seiner Freizeit bei vernunftkraft.de. Dort vertritt er den Fachbereich Technologie.

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Dieser Beitrag war zuerst bei Vernunftkraft.de erschienen. Wir danken Herrn Dr. Ahlborn für die freundliche Genehmigung, den Beitrag hier zu übernehmen. – EIKE-Redaktion

1 Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik




Deutschland hat den Klimaplan für den G20-Gipfel „massiv abge­schwächt“, um Trump zu besänftigen

Mit dem Aktionsplan sollte dem G20-Gipfel in Hamburg zur allgemeinen Zustimmung vorgelegt werden. Climate Home hat zwei Versionen vorliegen, jeweils eine vom März und vom Mai dieses Jahres. Letztere zeigt, bis zu welchem Ausmaß die deutsche Präsidentschaft dem Weißen Haus zu Willen war.

Unter den zahlreichen, im Mai-Entwurf nicht mehr auftauchenden Dingen im Vergleich zum März-Entwurf sind:

Ein Ultimatum für das Jahr 2025 für das Ende von Subventionen fossiler Energie,

Warnungen vor dem Risiko „fauler Zertifikate“,

Eine Aufforderung, „Ausrichtung öffentlicher Ausgaben sowie Planung der Infrastruktur an die Ziele des Paris-Abkommens anzupassen“,

Ein Anschub, Kohlenstoff zu verteuern

Eine Verpflichtung, Planungen zur Dekarbonisierung bis Mitte des Jahrhunderts bis zum nächsten Jahr vorzulegen,

Ein Versprechen, einen „profunden“ Klimaplan für multiple Entwicklungsbanken zu entwickeln,

sieben Referenzen zur Bewertung [review] 2018 der UN von national bestimmten Beiträgen

11 Referenzen zum Wegeplan bis 2050 bzgl. Null-Emissionen

16 Erwähnungen einer Dekarbonisierung der Infrastruktur

[Verdeutlichung: alle diese Punkte aus dem März-Entwurf FEHLEN im Mai-Entwurf! Anm. d. Übers.]

Die USA haben die Sprache im Bereich Energie des Aktionsplanes massiv abgeschwächt“, ließ eine Quelle aus Verhandlungskreisen verlauten, „sie [die USA] setzten sich stark für Referenzen zu ,sauberen‘ fossilen Treibstoffen ein und spielten herunter, dass die Energiewende auf Energieeffizienz und Erneuerbaren beruhen muss“.

„Sie deckten auch einige der anderen G20-Mitglieder – wie etwa die Saudis und Russland – einige Abschnitte bzgl. Klima in dem Dokument abzuschwächen, einschließlich des Versprechens, Subventionen für fossile Treibstoffe auslaufen zu lassen“.

Climate Home folgert aus zahlreichen gut informierten Quellen, dass der Mai-Text die jüngste Version des Planes ist. Diplomaten werden versuchen, einige Kompromissformeln aus dem Aktionsplan vor dem Gipfel am kommenden Freitag herauszustreichen. Aber aus Kreisen der deutschen Regierung heißt es, dass unklar ist, ob das Dokument überhaupt veröffentlicht wird.

US-Abgesandte könnten zu dem Ergebnis kommen, dass die Deutschen jetzt weniger fügsam sind. Seit das Dokument entworfen worden war, hat sich die politische Landschaft erheblich verändert durch die Wahl von Präsident Donald Trump und seinen Rückzug der USA aus dem Paris-Abkommen.

Die Maßnahme von Trump wurde von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert. Die beiden werden sich jedoch auf dem G20-Gipfel gegenüber sitzen. Es ist zu erwarten, dass das Thema Klima eine wesentliche Quelle von Spannungen zwischen den beiden ist. Letzten Donnerstag [29.6.] sagte Merkel, dass Trumps Entscheidung zum Rückzug sie zu einem „Jetzt-Erst-Recht-Erfolg“ des G20-Gipfels treibt.

Full Story

Übersetzt aus dem jüngsten GWPF-Rundbrief vom 30.6.2017 von Chris Frey EIKE




Zwei erklärte Atomkraft­gegner: …

Vollständiger Text des Podcast (Link)
Sprecher (3): Es ist die bislang teuerste Investitionsruine Deutschlands, der Schnelle Brüter in Kalkar am Niederrhein. Sieben Milliarden D-Mark, nach heutigem Wert sechs Milliarden EUR wurden investiert, bis 1991 kurz vor der Fertigstellung die Entscheidung fiel, dass die Brütertechnologie schlichtweg zu gefährlich ist.
Michael Sailer (1): „In Deutschland wurde nach ner langen Debatte in ner Bundestagskommission entschieden: Wir wissen nicht, wie schlimm der größtmögliche Unfall beim Brüter sein kann und deswegen wollen wir das Ganze nicht“.
Sprecher (3): Erinnert sich Michael Seiler, Nuklearexperte beim Ökoinstitut und langjähriges Mitglied der Reaktorsicherheitskommission. Ähnliche Projekte in Frankreich, den USA und Japan sind ebenfalls gescheitert.
Doch allen technischen und finanziellen Problemen zum Trotz, wird weiter am Brüter geforscht. Auch in Deutschland. Im Russischen Jekaterinburg treffen sich zurzeit auf Einladung der internationalen Atomenergiebehörde IAEA rund 700 Ingenieure, Wissenschaftler und Politiker aus 30 Ländern (2).
Es geht um die Zukunft der Atomkraft, die Reaktoren der vierten Generation, wie sie genannt werden, speziell den Schnellen Brüter. Unter den Teilnehmern auch zahlreiche deutsche Wissenschaftler unter anderem vom Forschungszentrum Jülich, dem Karlsruher Institut für Technologie KIT und dem Helmholzzentrum Dresden. Michael Sailer überrascht das nicht.
Michael Sailer (1): „Weil einige Kollegen immer noch davon träumen, irgendwann nochmal Reaktoren zu bauen. Aber in der Praxis ist das natürlich ein Anachronismus“.
Sprecher (3): Die Bundesregierung erklärte auf Anfrage: Man sei an dieser Tagung weder finanziell, noch personell beteiligt. Allerdings werden einige der dort anwesenden deutschen Wissenschaftler und ihre Forschungen durchaus auch mit Bundesmitteln gefördert.
So räumt das Wirtschaftsministerium gegenüber dem WDR ein, derzeit insgesamt fünf Vorhaben auf dem Gebiet der Generation 4 Reaktorkonzepte zu finanzieren. Das vom Bund mitfinanzierte KIT ist laut Auskunft des Forschungsministeriums an sechs solchen Programmen beteiligt. Hinzu kommt die indirekte deutsche Förderung über die EU, die IAEA und Euratom, und das alles, obwohl der deutsche Atomausstieg längst beschlossene Sache ist.
Michael Sailer (1): „Die Kollegen, die solche Forschungen machen, mögen den Ausstiegsbeschluss sowieso nicht. Ist aber unter dem Stichwort Wissenschaftsfreiheit natürlich zugelassen. Auf der anderen Seite ist es schon ne Frage, wieweit aus den Forschungsgeldern der Bundesrepublik solche Illusionen weiter finanziert werden sollen“.
Sprecher (3): Wirtschafts- und Forschungsministerium legen Wert auf die Feststellung, dass die deutschen Wissenschaftler nicht an der Entwicklung, sondern an der Erforschung der Sicherheit künftiger Atomreaktoren arbeiteten; eine Unterscheidung, die in der Praxis wohl kaum durchzuhalten und erst recht nicht zu kontrollieren sein dürfte.

(2) Symposium
Jun 26 Jun 29: Yekaterinburg: International Conference on Fast Reactors and Related Fuel Cycles: Next Generation Nuclear Systems for Sustainable Development

(3)Jürgen Döschner, WDR-Energieexperte
WIKIPEDIA: Studium Journalistik und Geschichte
Döschner hat sich vor allem als Berichterstatter und kritischer Kommentator zu Fragen der Energiewirtschaft einen Namen gemacht. Er ist dabei ein erklärter Gegner von „Risikotechnologien“ wie Atomkraft oder Fracking. Döschner unterstützt die Energiewende hin zu einer klimaschonenden Energiewirtschaft auf der Basis erneuerbarer Energien.
Wiederholt kritisierte Döschner öffentlich die Öl- und Gas-Konzerne und die großen Stromversorger für deren Preispolitik und für ihr Verhalten in der Energiewende.
Kontroverse
Im August 2015 befürwortete Döschner in einem Kommentar eine Protestaktion von Anti-Kohle-Aktivisten im Braunkohletagebau Garzweiler. Darin schrieb er u.a.: „Die Proteste […] mögen nicht immer legal gewesen sein, aber sie sind angesichts der Ignoranz von Geld und Macht und angesichts der Bedrohung, die es abzuwehren gilt, völlig legitim.“ Dieser Kommentar löste heftige Proteste von RWE und anderen Braunkohle-Befürwortern aus, was Döschner veranlasste, zu den Vorwürfen in einem offenen Brief Stellung zu beziehen.

(1) Michael Sailer
WIKIPEDIA: Michael Sailer … ist ein deutscher Diplom-Ingenieur für Technische Chemie, anerkannter Nuklearexperte und Sprecher der Geschäftsführung des Öko-Instituts e.V. sowie unter anderem Mitglied des Scientific & Technical Committee von EURATOM (STC) (2005–2013) und der deutschen Reaktorsicherheitskommission (1999–2014), deren Leitung er 2002 bis 2006 innehatte. Er gilt zugleich als einer der profiliertesten Kritiker der Kernenergie.
WIKIPEDIA: Das Öko-Institut e. V. (Institut für angewandte Ökologie) ist ein privates Umweltforschungsinstitut mit Hauptsitz in Freiburg im Breisgau
Es ist 1977 aus der Anti-Atomkraft-Bewegung hervorgegangen und umfasst heute rund 165 Mitarbeiter an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin. Das Institut ist als Verein organisiert und verfolgt die Ziele Förderung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung, was unter anderem durch wissenschaftliche Forschung, Beratung und Aufklärung der Öffentlichkeit erfolgen soll.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung besteht aus Michael Sailer als Sprecher sowie Susanne Fröschl und Rainer Grießhammer




K. G. Eckardt versucht sich auf dem GRÜNEN Parteitag mit „Klimawandel“ und zeigt dabei:…

Katrin Göring-Eckardt erzählt die ältesten, aufgewärmten Klimawandel-Kamellen und lässt sogar wieder den deutschen Hopfen sterben

Bei den Grünen wird jemandem, der auf der Rede-Kanzel steht, nicht widersprochen, sonst bekommt er „was auf die Fresse“:
Ruhrkultour:
Grünes Milljöh – “Einfach mal die Fresse halten” Wer nicht pariert, wird niedergemacht,
wie es auf dem Parteitag sogar der GRÜNE Tübinger OC, Boris Palmer erfahren musste.

Das muss die durch den Abbruch ihres Theologiestudiums für Kanzelpredigten prädestinierte K. G. Eckardt motiviert haben, auch eine Kanzelpredigt zu halten. Diese wäre im Nirwana der Geschichte verschwunden, wenn Frau Eckardt nicht noch der Meinung gewesen wäre, auch über den Klimawandel etwas sagen zu müssen.

Bundesparteitag B90/Grüne: Rede von Katrin Göring-Eckardt am 17.06.2017 YouTube Video eingebettet. Falls der Aufruf nicht klappt, der Link: https://www.youtube.com/watch?v=rZSeO261B6Y

 

Liebe Frau Katrin Göring-Eckardt. Wenn das Ihre Belege sind, dann haben Sie belegt, dass es keinen Klimawandel gibt

Video ab 13:28: Katrin Göring-EckardtDass entlang von Rhein und Ruhr und Elbe die Unwettergefahr steigt und Köln und Dresden immer wieder überflutet werden, oder dass selbst der deutsche Hopfen krank wird, weil es zu warm wird – ich meine, das Bier ist sogar in Gefahr – das ist relevant, liebe Freundinnen und Freunde …

Dass von diesen „Belegen“ nichts übrig bleibt, wenn man nur ein wenig nachsieht und nicht nur blind von irgendjemandem nachplappert, sei anbei gezeigt.

… entlang von Rhein und Ruhr und Elbe (steigt) die Unwettergefahr …

Unwettergefahren

Es ist schwierig, den Status von Unwettergefahren und seine Veränderung zu analysieren. Grund ist, dass die „amtlichen“ Informationsberichte, zum Beispiel des Umweltbundesamtes, zwar „Unwetter“ kennen, aber keine Daten dazu angeben. Der Grund ist einfach: Die Daten geben keinen Anstieg her, und da verzichten die amtlichen „Studien“ lieber auf „nicht klimawandelgerechte“ Darstellungen.

Im UBA Bericht mit 621 Seiten Umfang: [2] 24/2015 CLIMATE CHANGE Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel steht zum Beispiel Folgendes:
Nennung Unwetter: Zwei Mal, jedoch ohne Datenbezug
Nennung Unwettergefahr: Kein Eintrag

Angaben zu Extremereignissen sind nur in Möglichkeitsform gelistet und es wird zugegeben, dass auch diese nur auf unsichere Simulationen hin getroffen wurden: … Generell sind Aussagen zur zukünftigen Entwicklung von Extremereignissen mit hohen Unsicherheiten behaftet. Neben einer Zunahme von Temperaturextremen wird im Falle eines starken Wandels auch mit einer Zunahme von Starkregenereignissen und Hochwasserereignissen gerechnet. Für Hagel und Starkwind können dagegen keine belastbaren Aussagen getroffen werden. … Da jedoch zukünftige Klimawirkungen und das Auftreten von Extremereignissen aufgrund unsicherer Klimaprojektionen nur schwer abzuschätzen sind …
Das Wort „könnte“ steht im Bericht 533 Mal,
das Wort „unsicher“ 137 Mal.

Die nächste, umfangreiche, öffentliche Studie des Umweltbundesamtes: [3] 2015 Monitoringbericht Klimawandel, gibt gleich zu, dass es nichts (negatives) darüber sagen kann. Deshalb bringt es gar keine Daten dazu, sondern eine Statistik der Versicherungswirtschaft und ansonsten die „üblichen“ Vermutungen, dass es schlimm werden könnte, weil Simulationen es zeigen.

UBA 2015: [3] Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und steigenden Schäden durch Unwetter gilt noch nicht als gesichert, allerdings sprechen viele Indizien dafür. So wird für die Zukunft von häufigeren und extremeren Starkniederschlagsereignissen ausgegangen, die Überschwemmungen zur Folge haben können. Für die Entwicklung der Häufigkeit und Intensität von Stürmen lässt sich derzeit in Deutschland allerdings noch kein klarer Trend erkennen. Auch Projektionen in die Zukunft sind im Gegensatz zu Temperaturvorhersagen schwierig

Bild 1 Schadensquoten Deutschland 1976 – 2012. Quelle: UBA [3]

Auch in der Datenbank des weltgrößten Rückversicherers findet sich keine negative Hinterlegung,

Bild 2 Anzahl Winterstürme in Deutschland seit 1980 (leider gibt es keine Daten zu Sommerstürmen). Quelle: MuRe NatCat-Viewer

und andere, amtliche Daten weisen auch nichts aus, was die Aussagen von Frau Eckardt bestätigen könnte.

Bild 3 Mittlere Windspitzen in FfM und Kassel seit 1970. Quelle: [5] Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie (Wiesbaden, 2012)

Bild 4 Monatliche Extremtemperaturen FfM seit 1950 (horizontale Linien vom Autor ergänzt). Quelle: [5] Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie (Wiesbaden, 2012)

Fazit
Amtliche Dokumente zeigen für Deutschland keinen Anstieg von „Unwettern“ an.

Niederschlag

Ein Bestandteil von „Unwetter“ ist häufig extremer Niederschlag. Deshalb die Nachschau, ob dieser negative Anzeichen eines Klimawandels zeigt.

Der vom DWD veröffentlichte Klimaatlas Deutschland zeigt nichts Negatives. Weder aktuell, noch in der Projektion für die Zukunft. Im Jahr 2016 wies der Niederschlag genau den Stand zu Beginn der Messreihe (1881) aus.

Bild 5 Niederschlagsverlauf Deutschland 1881 – 2016 Monatsauflösung mit Projektionen bis 2100. Quelle: DWD Klimaatlas Deutschland

Aufgelöst auf Nordrhein-Westfahlen, wozu das speziell genannte Köln und das Ruhrgebiet gehören, findet der DWD-Klimaatlas ebenfalls nichts Ungewöhnliches. Ausgerechnet in diesem – laut Frau Eckardt besonders betroffenem Bundesland – ist die Zukunftsprojektion zum Jahr 2100 noch langweiliger geradlinig, als für das gesamte Deutschland.

Bild 6 Niederschlagsverlauf Nordrhein-Westfalen von 1991 – 2016. Quelle: DWD Klimaatlas Deutschland

Der DWD geht in seinem „Nationaler Klimareport Deutschland 2016“ direkt auf Tage mit hohen Niederschlägen ein und berichtet auch dazu nichts Negatives, weder für Deutschland, noch für die ganze Welt:
Report: … Wird die Anzahl der Tage von mindestens 10 mm Niederschlag ausgezählt, so werden bei gleichzeitig großen jährlichen Schwankungen im Mittel über ganz Deutschland 21 Tage beobachtet. Diese Zahl hat sich in den letzten 135 Jahren kaum verändert.
Für Niederschlagsmengen von
mehr als 20 mm pro Tag ist keine Änderung der Anzahl seit den 1950erJahren festzustellen.
Dem niederschlagsärmsten Winter mit 69 mm im Jahr 1890/91 steht der niederschlagsreichste Winter mit 304 mm im Jahr 1947/48 gegenüber. Normal sind 181 mm (Mittel 1961–1990).
Analysen der höchsten Tagesniederschläge je Jahr zeigen weltweit an vielen Stationen
minimale Anstiege der extremen Niederschlagssummen. Bei nur wenigen Stationen (< 10 %) sind diese Trends signifikant.

Eine Detailrecherche des CLI zu Extremniederschlägen fand auch nichts davon:
Climate Service Center, Daniela Jacob at al.: Ergebnisse und Auswertungen der Recherche zur Entwicklung von Extremwetterereignissen in Deutschland

Bild 7 Anzahl der Tage mit mindestens 30 mm Niederschlag pro Jahr: Es gibt keinen langfristigen Trend; die Anzahl der Tage bleibt konstant.

Und wieder weist auch die so gerne angezogene Datenbank der Münchner Rückversicherung keinen negativen Klimawandeleinfluss aus.
Es gibt starke Schwankungen, aber keine erkennbare Zunahme solcher Ereignisse. Im Datenbank-Viewer der MuRe kann man die Daten nur noch bis 1980 zurück anzeigen. Zufällig hatte der Autor noch eine Kopie vor dieser Umstellung ab 1970. Damit ergänzt, verschwindet jeglicher, auch nur denkbare – negative – Klimawandeleinfluss mindestens für den Zeitraum ab 1970 völlig.

Bild 8 Daten der Münchner Rückversicherungsgesellschaft zu hydrologischen und meteorologischen Ereignissen in Deutschland seit 1970. Vom Autor aus zwei Zeitspannen des NatCat-Viewer zusammengesetzt.

Bild 9 Daten der Münchner Rückversicherungsgesellschaft zu Wetter-bedingten Ereignissen in Europa seit 1980

Fazit

Diese nochmals ganz aktuell recherchierten Daten zeigen, dass in Deutschland beim Niederschlag und Unwettern ein AGW-Klimawandel-bedingter, negativer Trend anhand der Messdaten in keinem Fall belegbar, eher sogar ausgeschlossen ist und man dies sogar für ganz Europa annehmen kann.

Es bestätigen sich damit wieder die schon oft durchgeführten Analysen:
EIKE 14.06.2017: Fake News: Diesmal Pfingstunwetter um Hildesheim – neue Einschläge des Klimawandels?
IKE 24.01.2017: Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels

Einzig Computersimulationen und darauf basierende Vermutungen behaupten anderes – und denen wird geglaubt.

... und Köln und Dresden immer wieder überflutet werden

Köln und Dresden werden immer wieder überflutet. Das geschieht seit Beginn menschlicher Aufzeichnungen im Mittelalter. Von daher ist die Aussage der Frau Eckard immer richtig.
Frau Eckardt sagte es aber so, dass als würden sich diese regelmäßigen Überflutungen durch einen AGW-Klimawandel verstärken – und das ist eindeutig falsch!

Dresden und die Elbe

Ein Jeder wird sich an die Meldungen der letzten großen Überschwemmung von Dresen im Jahr 2002 erinnern. Kaum jemand aber daran, dass diese zwar ein selteneres, aber bei Weitem nicht einmaliges Ereignis war. So etwas kommt dort alle 50 … 100 Jahre vor.
Es kann also passieren, dass eine „Zwischengeneration“ davon verschont blieb und die inzwischen anstelle von Datenrecherchen übliche Befragung von Einheimischen [6] ergibt, dass so etwas (wie ein aktuelles Hochwasser) „noch nie in der Geschichte gewesen ist“.

Bild 10 Hochwassermarken der Elbe bei Meißen (27 km unterhalb von Dresden), Stadtmuseum. Quelle: [1]

Bild 11 Hochwassermarken der Elbe bei Pilnitz (ca. 14 km oberhalb von Dresden). Quelle: [1]

Dass Elbe-Hochwasser zyklisch sind und mit einem ominösen Klimawandel nicht zunehmen – sondern abnehmen – , zeigen neben den historischen Pegelmessungen auch Studien.

Bild 12 Hochwasserereignisdaten Elbe seit dem Jahr 1000.

Originaltext zu Bild 12: Figure 7. Occurrence of Elbe floods during winter (W; November–April) and summer (S; May–October), for all flood magnitudes (classes 1–3) and heavy floods only (classes 2–3). Kernel estimation (section 3.2.2.2) using a bandwidth of 35 years is applied to the flood dates (shown as bar charts), obtained from measurements and C. Weikinn’s documentary data (section 2.1) to calculate time-dependent flood risks,b l(t) (solid lines) with bootstrap 90% confidence band (shaded). Records before 1500 are likely not homogeneous (no confidence bands shown). Occurrence rates using documentary entries from database CLIMDAT for 1500–1799 are shown as dashed lines. Also shown are time periods of sunspot minima (SM, Spo¨rer Minimum; MM, Maunder Minimum; DM, Dalton Minimum) taken from Kurths et al. [1997] and the time period of major regulations of the river Elbe.
Quelle: M. Mudelsee Department of Earth Sciences, Boston University, Boston, Massachusetts, USA: Extreme floods in central Europe over the past 500 years: Role of cyclone pathway ‘‘Zugstrasse Vb’’

Bild 12 (Magnitude Elbe, S) und Bild 13 (Bild 13 mit vom Autor zugefügten Wassermenge von 2002) zeigen die extremen Schwankungen hydrologischer Ereignisse, vor allem jedoch eine stetige Abnahme seit dem Temperaturanstieg aus der kleinen Zwischeneiszeit (welche bereits um ca. 1600 begann) und einen Beleg, dass die in den Klimasimulationen programmierte Aussage: Mehr Wärme = mehr Überschwemmungsereignisse, falsch ist.

Bild 13 Elbe, Fließmengen. Wert der Flut 2002 von 4.700 m3 nach vom Autor nach den Angaben in der Studie ergänzt. Quelle: MUDELSEE ET AL.: EXTREME FLOODS IN CENTRAL EUROPE

Dazu noch die überschwemmten Flächen damals und heute:


Bild 14 Überschwemmte Flächen durch Hochwasser bei Dresden. Quelle: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. Dresden

Köln und Rhein

Der Autor hatte bereits vor Längerem die Hochwasser-Pegeldaten einer Langzeit-Messstelle von Köln in eine Grafik umgesetzt. Kann daran irgend jemand (außer einer GRÜNEN Vorzeige-Politikerin) eine Zunahme durch den ominösen AGW-Klimawandel erkennen? Entweder sind die historischen und auch aktuellen Daten falsch, oder Frau Eckardt ….

Bild 15 Hochwasserpegel Köln 1784 – 2013 lt. Daten der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR (Grafik aus den Tabellendaten vom Autor erstellt). Y-Achse: Rheinpegel (m).

Man stelle sich vor, die Kölner könnten noch einmal mit Booten „über ihre Stadtmauer fahren“, wie es 1342 möglich war. Der sofortige Weltuntergang würde ausgerufen werden.

Hochwasser Deutschland allgemein

DWD Klimastatusbericht 2003. Zur Temperatur- und Hochwasserentwicklung der letzten 1000 Jahre in Deutschland: Historische Hochwasser
“… Die Flut von 1501 kam, wie die von 2002, im August und wütete ebenfalls im Erzgebirge und in der Elb-Region. Für derartige Sommerfluten ist häufig dieselbe Wetterlage verantwortlich: Ein Atlantiktief lädt sich über dem Mittelmeer mit Wasserdampf auf, driftet dann nach Norden, wo es die Wassermassen über Mitteleuropa
ausklinkt.
Dieser Wetterprozess bewirkte nach Meinung des verstorbenen Meteorologen Rainer Roth von der Universität Hannover auch die „Sintflut“ von 1342, Magdalenen-Hochwasser“ genannt, da die Katastrophe am Sankt-Magdalenen-Tag, dem 21. Juli, auftrat. Das Zentrum der Niederschläge lag damals im Einzugsgebiet des Mains, also weiter westlich als beim Elbe-Hochwasser 2002. Würzburg, Frankfurt und Köln verzeichneten
Rekordmarken, die seitdem nicht wieder erreicht wurden. In Würzburg riss das Wasser alle Brücken fort. Die Kölner konnten mit Booten über die Stadtmauer fahren. Wenn man also überhaupt von einer Jahrtausendflut sprechen will, dann war es die von 1342. Dieser Meinung ist auch der Hydrologe und Buchautor Martin Schmidt. In seiner Analyse der historischen Hochwasser im deutschen Rheingebiet kommt er zu dem überraschenden Schluss: „Die verfügbaren Informationen und Daten lassen das 20. Jahrhundert als eines erscheinen, das nicht einmal ein Jahrhunderthochwasser gehabt hat.“…”11

Daraus noch Hochwassermarken des Mains. Man muss weit nach unten suchen, um ein jüngeres Datum (das jüngste ist 1970) zu finden.

Bild 16 Hochwassermarken in Eibelstadt am Main. Quelle: DWD Klimastatusbericht 2003 Zur Temperatur- und Hochwasserentwicklung der letzten 1000 Jahre in Deutschland

Der Klimamonitoringbericht 2015 des UBA beschreibt die Hochwasserlage und Tendenz für Deutschland:
UBA: … Obwohl es im Betrachtungszeitraum mehrfach großflächige Hochwasserereignisse gegeben hat, ist kein signifikanter Trend abzulesen.

Bild 17 [3] UBA Klimainformation Bild 26

Wieder Daten der MunichRe, die angeblich den schlimmen Klimawandel belegen (sollen). Wieder zeigen diese auch dazu keinenn Beleg.

Bild 18 Anzahl der Flutereignisse Deutschland seit 1980. Quelle MuRE NatCat-Viewer

Bild 19 Anzahl relevanter klimatischer Ereignisse in Europa seit 1980. Quelle MuRE NatCat-Viewer

Als Ergebnis lässt sich nur feststellen, dass auch Hochwasserereignisse an den genannten Orten nicht entfernt durch einen AGW-Klimawandel zugenommen haben, oder dabei wären, es zu tun.

Fazit

Sehr geehrte Frau K. G. Eckardt. Sofern Sie, oder einer ihrer Mitarbeiter*innen dies lesen sollten. Fällt Ihnen auf, dass die Überschwemmungen in Deutschland zur Kaltzeit wesentlich schlimmer waren und die (geringfügige) Erwärmung auch hierzu ihren Segen mit einer mindestens niedrigeren Wiederholrate, meist jedoch auch zusätzlich niedrigeren Pegeln brachte?
Sofern Sie meinen, das wären (noch) zu wenig Belege, dann sehen Sie in den weiteren Recherchen dazu nach. Andere, als die zwei von Ihnen genannten Flüsse in Deutschland bestätigen es teils noch deutlicher:
EIKE 09.06.2016: An den Unwettern ist der Mensch eher nicht schuld – aber ganz sicher an deren Folgen
EIKE 29.10.2015: Kann man den Klimawandel in Deutschland wirklich täglich spüren? Eine Suche mit überraschendem Ergebnis
EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?

Wie oft muss der Hopfen noch den (simulierten) Klimawandeltod sterben?

Es gibt wohl nichts, was eine*n GRÜNEN Vordenker*in dazu veranlassen könnte, sich an der Wirklichkeit zu orientieren.
Ein „Untergangsguru“, der zum Klimaalarmisten mutierte Professor H. Lesch, interpretierte eine Studie über Hopfen falsch:
EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?
-und schon ist diese – einfach nur falsche – „Erkenntnis“ bei den Grünen nicht mehr auszurotten.

Bei EIKE einfach einmal nachzusehen, was dort darüber recherchiert und zusammengetragen wurde, ist für GRÜNE (Ver)Führungskräfte wohl nicht zumutbar, da dann ihr so schön gezimmertes Trugbild zusammenfallen müsste.
EIKE 22.08.2015: Grüne Abgeordnete Barbara Höhn durch Fakten widerlegt: Der Hopfenertrag steigt trotz Klimawandel
EIKE 31.08.2016: Schlechte Erntejahre kommen ganz offenbar immer häufiger

In der freien Natur ging es dem Hopfen noch nie besser als heute

Mit dem Klimawandel ist der Ertrag nach Aussage des zuständigen Verbandes geradezu explodiert, während man um 1920 überlegte, den Anbau mangels Ertrag in Deutschland ganz einzustellen. Das jedenfalls zeigen die Ertragsgrafiken und sagte man auf einer Verbandstagung.

Bild 20 Hopfenertrag Deutschland (schwarz) mit 10-Jahres Mittelwert (rot) lt. Daten der LfL Jahresberichte Sonderkultur Hopfen (nur die von 2016 sind aus der Zeitung), ergänzt um die Differenz zum 10-Jahres-Mittelwert (gelb), rechte Achse (%)

Vortrag von Michael Doetsch, Paulaner Brauerei GmbH & Co. KG: [4] Verbesserung des Hopfenanbaus seit 1975
-Steigerung der Produktivität pro ha um das 8fache
-infolge des in Hüll entwickelten Prognosemodells zusammen mit den in Hüll gezüchteten Sorten (Magnum und Taurus als Beispiel) heute pro kg Alpha nur noch 4 % der Spritzmenge ausgebracht werden muss im Vergleich zu 1975. Bei Herkules sogar nur 3 %
-Infolge der Erhöhung des ha-Ertrages und der damit einhergehenden Reduzierung des Arbeitseinsatzes – dieser hat sich in dem Zeitraum von 1975 bis heute von 650 h/ha/Jahr auf rd. 200 h/ha/Jahr, d. h. rund 70 % reduziert! – war es möglich, in dem Wettbewerb mit den Billiglohnländern auf der einen Seite und dem fast schon industrialisierten Hopfenanbau in den USA auf der anderen zu bestehen, ja sogar die Nase vorn zu behalten.

Dass dies nicht nur für den Hopfen zutrifft, zeigt noch das folgende Bild.

Bild 21 Weizenertragsverlauf Deutschland seit 1961. Quelle: FAOSTAT

Doch gibt es einen möglichen Grund für in Zukunft sinkende Erträge: Der Übergang zu Niedrig-Gerüstsystemen [4]. Da man dafür andere Hopfensorten verwenden muss, sinkt dann zwar der Ertrag, aber noch deutlicher die Kosten, so dass es sich in Summe lohnen soll.
Nicht vergessen darf man, dass es der Hopfen im Sommer auch feucht liebt, ein Grund weshalb er in feuchteren, aber auch für Hagel anfällige Gegenden angebaut wird. Das Feuchte gefällt jedoch auch den Schadpilzen und Ungeziefer. Pestizide werden aber zunehmend verboten. Auch ein Problem, welches der Mensch, aber nicht der Klimawandel verursacht.
Wenn es so weit kommt, wird an der Ertragsminderung bestimmt der Klimawandel schuld sein.

Es könnte natürlich auch einmal sein, dass die Kälte wie um 1975 wieder kommt, als die „Wissenschaftler“ sich sicher waren, dass die nächste Eiszeit begonnen hat. Dann könnte der Hopfen wieder auf ein Achtel des aktuellen Ertrages zurück-geschrumpft sein. Die Hopfenbauern werden sich dann freuen, weil damit der von den GRÜNEN herbeigesehnte „natürliche Idealzustand“ erreicht ist.

… das ist relevant, liebe Freundinnen und Freunde

Dass (auch) die GRÜNE Führungsriege ihre Wähler nach Strich und Faden belügt, ist mit dem Video auf YouTube: „Ihr habt keine Ahnung, Kretschmann“ [7], in dem ein Tischgespräch von Herrn Kretschmann mit seinem Nachbarn auf dem Parteitag unbemerkt aufgenommen wurde, demonstrativ gezeigt (Özdemir erklärt in die Kamera, wie einig man sich Im Führungskreis auch mit Kretschmann gewesen sei. Im aufgenommenen Tischgespräch erzählte Herr Kretschmann seinem Tischnachbarn darüber jedoch genau das Gegenteil).

Das kann passieren (dass so etwas durch einen blöden Zufall bekannt wird), weil es bei allen Parteien so sein wird.

Nur, weil der neue SPD-Messias aus Würselen, verkündete:
DIE WELT – Freitag, 26. Mai 2017: M. Schulz: … „Keine politische Kraft darf zu keiner Zeit falsche Nachrichten verbreiten“
wird sich die Politik bestimmt nicht ändern. Falls sich Herr Schulz selbst in Zukunft daran halten würde, könnte sich die Anzahl solcher Politiker in Berlin aber wenigstens deutlich erhöhen.

… denn ohne Untergangsandrohungen hätte unsere Partei keine Inhalte und keine Berechtigung mehr

Die Rede von Frau Eckardt zeigt aber erneut, wie arrogant von der obersten politischen Kaste die Parteimitglieder und das Wahlvolk zum Narren gehalten werden. Frau Eckardt hat diese Rede mit Sicherheit gut vorbereitet, um ihre Pointe mit dem Bier setzen zu können. Bei Interesse an Fakten wäre sie dabei ganz schnell auf die Wirklichkeit gestoßen – und hätte darauf verzichten müssen.

So etwas macht man bei den Grünen jedoch nicht. Denn diese halten auf Parteitagen sogar mit den Fakten noch schlimmer umgehende Vorträge von Prof. H. Lesch aus:
EIKE 01.01.2016: Harald Lesch trägt vor den GRÜNEN zum Klimawandel vor: Der Klimawandel ist kein Thema, das man ernsthaft bezweifeln kann,
-zudem hat es die GRÜNE, Barbara Höhn ja auch schon so gemacht:
EIKE 22.08.2015: Grüne Abgeordnete Barbara Höhn durch Fakten widerlegt: Der Hopfenertrag steigt trotz Klimawandel.

Wenn es zur „Belegführung“ der Ideologie erforderlich ist, beauftragt man bei willigen Nicht-Fachpersonen Studien, die das Unwahre in Wahrheit verwandeln:
EIKE 28.8.2015: Wenn Politologinnen „Klimastudien“ machen – zur „Klimastudie“ von Bündnis 90/Die Grünen,
wenn zur Untermauerung der Ideologie die dilettantisch und oberflächlich durchgeführten „Analysen“ der politischen „Wahrheitsfabrik“ nicht ausreichen:
EIKE 19.08.2016: Teil II: Vom Wissenschaftlichen Dienst veröffentlichte Klimainformation für Abgeordnete Rezension: Teil 2 (und Teil1)

Quellen

[1] WEB-Seite: Historische Hochwassermarken

[2] Umweltbundesamt: 24/2015 CLIMATE CHANGE Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

[3] Umweltbundesamt: 2015 Monitoringbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

[4] Internationales Symposium: Hopfenanbau 2020 Wolnzach (5./6.5.2008; st)

[5] Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie (Wiesbaden, 2012), C. M. Weder: Erstellung einer Statistik über Extremereignisse und Klimaveränderungen in Hessen

[6] EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel

[7] EIKE, 26.06.2017: Ein GRÜNER Spitzenpolitiker denkt heimlich – entlarvt den Unsinn der Elektroautos und nebenbei noch Lügen der Parteispitze