Monumentale, untragbare Auswir­kungen auf die Umwelt

Fossile Treibstoffe durch erneuerbare Energie zu ersetzen würde massive Schäden der Landschaft, der Natur und an Ressourcen heraufbeschwören.

Forderungen, wonach die Welt fossile Treibstoffe durch Wind-, Solar- und Bio-Energie ersetzen soll – um vermeintliche Katastrophen verursacht durch anthropogene globale Erwärmung und Klimawandel zu verhindern – ignorieren drei fundamentale Schwachpunkte:

1) In der realen Welt außerhalb des Geltungsbereiches von Computer- Modellen finden die noch nie da gewesene Erwärmung und die Katastrophen einfach nicht statt: hinsichtlich Temperatur, steigendem Meeresspiegel, Extremwetter oder anderen vermeintlichen Problemen.

2) Der Prozess, Öl, Kohle, Gas und Kohlendioxid-Emissionen für Klima-Kataklysmen verantwortlich zu machen, war unwissenschaftlich und unaufrichtig. Dabei wurden Fluktuationen der Sonnenstrahlung, kosmische Strahlen, Meeresströme und vielfältige andere mächtige natürliche Faktoren ignoriert, welche das Erdklima seit Beginn aller Zeiten bestimmt haben. Diese Kräfte marginalisieren jedwede Rolle, die CO2 dabei gespielt haben könnte. Es wurden die enormen Vorteile der auf Kohlenstoff basierenden Energie ignoriert, welche die moderne Welt erst möglich gemacht haben und welche diese immer noch mit Energie versorgen. Außerdem bringt diese Energie Milliarden Menschen aus Armut, Krankheit und frühem Tod.

Es wird ausschließlich über die Kosten von CO2-Emissionen geredet, wobei ignoriert wird, wie sehr ein steigender Gehalt dieses Pflanzen düngenden Moleküls Wüsten kleiner werden lässt und wie sehr dadurch Wälder, Savannen, Widerstandsfähigkeit gegen Dürre, Ernteerträge und Nahrungsmittel gedeihen und gesteigert werden. Auch werden die gewaltigen Kosten der Anti-Kohlenstoff-Restriktionen ignoriert, welche die Energiepreise kräftig steigen lassen, Arbeitsplätze vernichten und die Ärmsten am härtesten treffen, ebenso wie Arbeiterfamilien in industrialisierten Nationen. Ignoriert werden auch die Verewigung von Armut, Elend, Krankheiten, Mangelernährung und früher Tod in Entwicklungsländern.

3) Die Befürworter erneuerbarer Energie widmen dem erforderlichen Landverbrauch und den Rohmaterialien keinerlei Aufmerksamkeit, ebenso wenig wie den damit verbundenen Umweltauswirkungen bei der Einrichtung von Wind-, Solar- und Biotreibstoff-Programmen in einer Größenordnung, welche den gegenwärtigen und weiter zunehmenden Energiebedarf der Menschheit decken kann, vor allem, wenn es darum geht, den Lebensstandard in Entwicklungsländern zu erhöhen.

Wir bestehen zu Recht auf multiplen detaillierten Untersuchungen hinsichtlich Öl, Gas, Kohle, Pipelines, Raffinerien Kraftwerken und anderen Projekten fossiler Energie. Bis jetzt jedoch dürfen selbst die absurdesten Behauptungen über katastrophale Klimaänderungen als Grund für die Programme hinter Erneuerbaren, Vorschriften und Subventionen nicht hinterfragt werden.

Was genauso schlimm ist: Klima-Campaigner, Regierungs-Agenturen und Gerichte haben niemals den Landverbrauch, die verwendeten Rohstoffe, Energie, Wasser, Natur, menschliche Gesundheit und andere Auswirkungen der vermeintlichen Alternativen zu fossilen Treibstoffen untersucht – Wind, Solar, Biotreibstoffe und Batterien – oder die Auswirkungen von Überlandleitungen und anderen Systemen, welche gebraucht werden, um Strom sowie Flüssiggas und gasförmige erneuerbare Treibstoffe Tausende Kilometer weit in Städte und zu Bauernhöfen zu leiten.

Es ist unabdingbar, dass wir jetzt rigorose Studien durchführen, bevor man weiter macht. Die EPA, das Energie- und das Innenministerium sollten sofort damit beginnen. [US-]Staaten, andere Nationen, Privatunternehmen, Denkfabriken und NGOs können und sollten ihre eigenen Analysen durchführen. Die Studien können unvoreingenommen abschätzen, ob diese teuren, intermittent und vom Wetter abhängigen Alternativen tatsächlich fossile Treibstoffe ersetzen können. Aber es müssen dazu die Umweltauswirkungen abgeschätzt werden.

Unternehmen erneuerbarer Energie, Industrien und Befürworter sind berüchtigt dafür, Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu verschleiern, zu minimieren oder falsch darzustellen. Sie fordern und bekommen Ausnahmen von den Gesetzen zum Schutz der Gesundheit und gefährdeter Spezies, welche für andere Industrien uneingeschränkt gelten. Sie geben Versprechungen ab, die sie nie halten können, dass sie nämlich in der Lage seien, fossile Treibstoffe sicher zu ersetzen, obwohl diese derzeit über 80% des Energiebedarfs der USA und der Welt decken.

In einigen Artikeln wurden einige der ernsten umweltlichen Auswirkungen angesprochen, von giftigem/radioaktivem Müll, hinsichtlich der menschlichen Gesundheit und Kinderarbeit,, welche inhärent auftreten durch den Abbau Seltener Erden und Kobald/Lithium-Lagerstätten. Allerdings brauchen wir jetzt quantitative Studien – detailliert, rigoros, ehrlich, transparent, in aller Vollständigkeit und begutachtet.

Die dann folgenden groben Berechnungen ergeben eine Schablone. Ich kann mich für keine davon erwärmen. Sondern unsere Regierungen müssen vollständige und grundlegende Studien durchführen – bevor sie uns dazu verurteilen, Billionen Dollar für Programme erneuerbarer Energie zu bezahlen sowie für Vorschriften und Subventionen, welche ganze Kontinente mit Windturbinen, Solarpaneelen, Ackerbau für Biotreibstoffe und Batteriefirmen zupflastern; welche Habitate und Wildnis zerstören, Arbeitsplätze vernichten, Familien verarmen und Ökonomien bankrott gehen lassen; die außerdem unsere Lebensweise, unsere Lebensstandards und unsere Freiheiten beeinträchtigen; und die unser Leben unter die Kontrolle nicht gewählter staatlicher und internationaler Machthaber stellen – ohne auch nur eine Ahnung davon zu haben, ob diese vermeintlichen Alternativen im Gegenzug ökonomisch oder nachhaltig sind.

Äthanol aus auf 40 Millionen Acres angebautem Mais bedeutet derzeit das Äquivalent zu 10% des US-Benzins – und der Anbau verschlingt Millionen Gallonen [1 Gallone ~ 4 Liter] Wasser und bedarf gewaltiger Mengen Dünger und Energie. Was würde man brauchen, um US-Benzin zu 100% zu ersetzen? Um die Motortreibstoffe der ganzen Welt zu ersetzen?

Die Solarpaneele auf dem Luftwaffen-Stützpunkt Nellis in Nevada erzeugen 15 Megawatt Strom während vielleicht 30% des Jahres auf 140 Acres. Das Kernkraftwerk Palo Verde in Arizona erzeugt 900 mal mehr Strom auf weniger Land zu etwa 95% des Jahres. Diese Strommenge zu ersetzen durch die Technologie in Nellis würde eine Landfläche erfordern, die zehn mal größer ist als die Fläche von Washington D.C. – und würde immer noch unplanbaren Strom während nur 30% der Zeit erzeugen. Jetzt wende man diese Zahlen auf die 3,5 Milliarden Megawattstunden an, welche im Jahr 2016 landesweit erzeugt worden sind.

Moderne Kohle- und Gaskraftwerke brauchen weniger als 300 Acres land, um 600 MW zu 95% der Zeit zu erzeugen. Der 600 MW-Windpark in Fowler Ridge in Indiana überdeckt 50.000 Acres und erzeugt Strom während etwa 30% des Jahres. Man berechne die Erfordernisse an Turbinen und Landverbrauch für 3,5 Milliarden MWH Windstrom.

Schaut man noch etwas genauer, würde die Erzeugung von 20% des Stromes in den USA bis zu 185.000 1,5-MW-Turbinen erfordern sowie 19.000 Meilen [über 30.500 km] Überlandleitungen, 18 Millionen Acres und 245 Millionen Tonnen Beton, Stahl, Kupfer, Fiberglas und Seltene Erden – plus fossil betriebene Backup-Generatoren für die 75% bis 80% des Jahres, zu der der Wind landesweit kaum weht und die Turbinen keinen Strom erzeugen.

Der Energie-Analyst David Wells hat berechnet, dass das Ersetzen von 160.000 Terawattstunden des gesamten globalen Energieverbrauches durch Windenergie 183.400.000 Turbinen erfordern würde, für welche folgende Materialien aufgewendet werden müssten: 461 Milliarden Tonnen Stahl für die Masten, 46 Milliarden Tonnen Stahl und Beton für die Fundamente, 59 Milliarden Tonnen Kupfer, Stahl und Legierungen für die Turbinen, 738 Millionen Tonnen Neodym für die Magnete in den Turbinen, 14,7 Milliarden Tonnen Stahl und komplex zusammengestellter Materialien für die Gondeln, 11 Milliarden Tonnen komplexer, auf Petroleum basierender Kunststoffe für die Rotorblätter und riesige Mengen anderer Rohmaterialien – welche allesamt abgebaut, entwickelt und hergestellt werden müssen zu den Endprodukten. Dazu kommt dann noch der Transport um die Welt.

Nimmt man pro Turbine einen Landverbrauch von 25 Acres [10 ha] an, würde man für die Turbinen 4,585 Milliarden Acres [1,8555 Milliarden Hektar] Land brauchen – das ist 1,3 mal die Landfläche von Nordamerika! Wells fügt hinzu: Der Transport allein des Eisens zur Errichtung der Turbinen würde fast 3 Millionen Fahrten in riesigen Schiffen bedeuten, welche 13 Milliarden Tonnen Schweröl dabei verbrauchen würden. Und konvertiert man das Erz zu Eisen und Stahl, wären 473 Milliarden Tonnen Fettkohle erforderlich, welche wiederum weitere 1,2 Millionen Seefahrten erfordern mit dem Verbrauch weiterer 6 Milliarden Tonnen Schweröl.

Für Nachhaltigkeits-Apostel: Hat die Erde überhaupt genug Rohmaterialien für diese Transformation?

Es ist aber noch schlimmer: In diesen Zahlen sind noch nicht die ultralangen Überlandleitungen enthalten, welche erforderlich sind, um Strom von windreichen Standorten in entfernt liegende Städte zu leiten. Außerdem hat Irina Slav errechnet, dass Windturbinen, Solarpaneele und solarthermische Installationen nicht genug Hitze erzeugen können, um Silizium, Eisen oder andere Metalle zu schmelzen – und sie können garantiert nicht auf zuverlässige Weise die erforderliche Energie erzeugen, die zum Betrieb von Hochöfen und Fabriken erforderlich ist.

Windturbinen und Solarpaneele haben eine Lebensdauer von 20 Jahren oder so (in einer Salzwasser-Umgebung weniger), während Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke eine Lebensdauer von 35 bis 50 Jahren haben und weit weniger Land und Rohmaterialien verbrauchen. Dies bedeutet, dass wir „Erneuerbare“-Generatoren zweimal so oft abreißen, entsorgen und ersetzen müssen; dass wir ihre Komponenten einlagern oder recyceln müssen (ebenso wie deren giftige oder radioaktive Abfälle) und dass wir viel mehr Erze abbauen, aufbereiten und transportieren müssen.

Und schließlich, deren intermittent Strom-Output bedeutet, dass sie nicht garantieren können, dass man ein Ei kochen kann, ein Montageband laufen lassen kann, dass man im Internet surfen oder eine Herztransplantation durchführen kann, wenn man das will oder muss. Also speichern wir deren Output in massiven Batterien, heißt es. OK, dann müssen wir noch Landverbrauch, Energieaufwand und Rohmaterialien dafür berechnen. Dabei können wir auch gleich die Erfordernisse des Baus und des Betriebs von 100% Elektrofahrzeugen errechnen.

Dann gibt es da noch die Todesfälle bei Vögeln und Fledermäusen, zerstörte Wildnis durch Vernichtung der Habitate sowie Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit durch den Lärm von Windturbinen und deren Flacker-Schatten. Auch diese müssen untersucht werden – vollständig und ehrlich – zusammen mit den Auswirkungen in den Himmel schießender Energiepreise bei jedem Aspekt dieser Transition und unseres Lebens.

Aber für ehrliche, unparteiische Wissenschaftler bei der EPA und anderswo, Modellierer und Gesetzgeber, welche zuvor mit alarmistischen und verzerrenden Klimachaos-Studien befasst waren, werden diese Analysen eine gewisse Arbeitsplatz-Sicherheit bedeuten. Fangen wir also an!

Link: http://www.cfact.org/2017/07/02/monumental-unsustainable-environmental-impacts/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Rundbrief der GWPF vom 3. 7. 2017

Vergesst Paris, vergesst G20, vergesst Trump: Weltweit werden derzeit 1600 neue Kohlekraftwerke gebaut

Hiroko Tabuchi

1600 neue Kohlekraftwerke in 62 Ländern sind weltweit geplant oder im Bau. Siehe hierzu das Bild oben: Quelle

Als China seine Pläne für über 100 neue Kohlekraftwerke auf Eis legte, selbst als Donald Trump lauthals „Kohle zurück nach Amerika“ gerufen hatte, schien der Kontrast Pekings neue Rolle als Führer des Kampfes gegen den Klimawandel zu bestätigen.

Aber neue Daten über die größten Entwickler von Kohlekraftwerken zeichnen ein völlig anderes Bild: Chinas Energie-Unternehmen werden fast die Hälfte aller neuen Kohlekraftwerke weltweit während des nächsten Jahrzehnts in Betrieb nehmen.

Diese chinesischen Unternehmen planen oder errichten über 700 neue Kohlekraftwerke im eigenen Land, aber auch weltweit, darunter einige in Ländern, in denen heute nur wenig oder noch gar keine Kohle verbrannt wird. Dies geht aus Auswertungen von Urgewalt hervor, einer in Berlin ansässigen Umweltgruppe. Viele dieser Kraftwerke stehen in China, aber nach Kapazität befindet sich etwa ein Fünftel dieser neuen Kohlekraftwerke in anderen Ländern.

Urgewalt zufolge sind alles in allem 1600 neue Kohlekraftwerke weltweit geplant. Die Gruppe wertete Daten des Global Coal Plant Tracker Portals aus. Die neuen Kraftwerke würden die mit Kohle erzeugte Kapazität der Welt um 43% zunehmen lassen.

Die Flotte neuer Kohlekraftwerke würde es praktisch unmöglich machen, die im Paris-Abkommen gesetzten Klimaziele zu erreichen. Diese zielen darauf ab, den Anstieg der globalen Temperatur unter 1,5°C verglichen mit dem vorindustriellen Niveau zu halten.

Aus fossilen Treibstoffen wie Kohle erzeugter Strom leistet den größten Einzelbeitrag zum globalen Anstieg der Kohlenstoff-Emissionen, welcher der übereinstimmenden Meinung von Wissenschaftlern zufolge den Temperaturanstieg auf der Erde verursacht [???].

Sogar heute noch werden weitere Länder in den Kreislauf der Abhängigkeit von Kohle gebracht“, sagte Heffa Schücking, Direktorin von Urgewalt.

Auch die USA könnten bald auf die Bühne zurückkehren. Jüngst sagte Mr. Trump, dass er die von Obama verhängten Restriktionen auf amerikanische Unterstützung für Kohleprojekte im Ausland aufheben werde als Teil einer Energiepolitik, welche sich auf Exporte konzentriert. „Wir haben für fast 100 Jahre Erdgas- und für über 250 Jahre saubere, schöne Kohle-Ressourcen. Wir werden dominant sein. Wir werden amerikanische Energie in die ganze Welt exportieren“.

Full story

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Kohle auf dem Vormarsch in China, Indien und den USA

Associated Press

Peking – Die größten Kohleverbraucher – China, Indien und die USA – haben dem Kohleabbau im Jahre 2017 einen großen Schub verliehen und damit eine abrupte Kehrtwende von dem rekordhohen globalen Rückgang des stark verschmutzenden Treibstoffes [???] vollzogen. Es war ein Rückschlag für Bemühungen, Klimawandel-Emissionen einzuschränken.

Associated Press vorliegenden Daten zum Bergbau zufolge war die Erzeugung in diesen drei Ländern im Mai um mindestens 121 Millionen Tonnen gestiegen, das sind 6%im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vorigen Jahr. Am dramatischsten war diese Zunahme in den USA, wo der Kohlebergbau während der ersten fünf Monate dieses Jahres um 19% gestiegen ist, wie aus Daten des US-Energieministeriums hervorgeht.

Die Kohle schien noch vor weniger als zwei Wochen einen neuen Tiefstand erreicht zu haben, als der britische Energiekonzern BP verkündete, dass die Tonnage im Jahre 2016 weltweit um 6,5% gesunken war, das ist der größte Rückgang jemals. China und die USA waren für fast den gesamten Rückgang verantwortlich, während in Indien eine leichte Zunahme verzeichnet wurde.

Zu den Gründen für die Kehrtwende in diesem Jahr gehören politische Veränderungen in China, Änderungen der Energiemärkte in Amerika und die fortgesetzten Bemühungen Indiens, seinen Armen mehr Strom zur Verfügung zu stellen. Die Rolle von Präsident Trump als der führende Promoter von Kohle hat höchstens eine geringe Rolle gespielt.

Die Popularität des Treibstoffes schwächte sich während der letzten Jahre immer mehr ab zugunsten von erneuerbarer Energie und Erdgas. Außerdem unternahm China Anstrengungen zur Auflösung gefährlicher Smogglocken über Städten aufgrund der Verbrennung von Kohle.

Ob das Comeback der Kohle sich als dauerhaft herausstellt, wird bedeutende Implikationen für langfristige Ziele von Emissions-Reduktionen haben – und für die Hoffnungen von Umweltextremisten, dass sich China und Indien zu Führern im Kampf gegen den Klimawandel entwickeln.

Während Analysten glauben, dass sich die Kehrtwende der USA bzgl. Kohle als vorübergehend herausstellen wird, stimmen sie in der Einschätzung überein, dass der Kohleverbrauch in Indien weiterhin steigen wird. Uneinig sind sie sich hinsichtlich der Entwicklung in China während des kommenden Jahrzehnts.

Full story [ACHTUNG! Die Meldung ist von Associated Press übernommen. Aber unter diesem Link kommt nur die t-online-Navigationshilfe. Kann es sein, dass Associated Press diesen Artikel wegen politischer Incorrectness wieder entfernt hat? Oder vielleicht wegen des extrem tendenziösen Tonfalls dieser Meldung? – Anm. d. Übers.]

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Kurzmeldungen:

Nordamerika macht die OPEC irrelevant

Eine Koalition aus OPEC-Mitgliedern und anderen Petrostaaten einigte sich darauf, bis zum nächsten März die kollektive Erzeugung um 1,8 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen. Aber die rasant steigende Förderung von Rohöl in den USA droht, diese Kürzungen effektiv auszuhebeln. Wie die Financial Times berichtet, wird Öl aus kanadischen Ölsanden demnächst sprunghaft steigen, wurden doch Projekte schon lange vor dem Verfall der Rohölpreise während der nächsten eineinhalb Jahre auf den Weg gebracht. Es wird erwartet, dass die Ölerzeugung der USA und Kanada kombiniert im nächsten Jahr um über eine Million Barrel pro Tag steigen wird im Vergleich zu dem Zeitpunkt, an dem diese nordamerikanischen Länder gestanden hatten, als die Kürzungen der Petrostaaten zum ersten Mal erwähnt worden sind. Dies annulliert über die Hälfte jenes Produktionsrückganges der Petrostaaten. Dies alles kulminiert in einer Wahrheit, welche der Öl-Historiker Daniel Yergin im vorigen Jahr aussprach: „Die Ära der OPEC als entscheidende Kraft in der Weltwirtschaft ist vorbei“. The American Interest, 2. Juli 2017

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Die „unaufhaltbare“ Erneuerbare-Energie-Revolution kommt weiter ins Stocken

Von Solar, Wind und Elektrofahrzeugen wird gesagt, dass sie einen solchen Schub bringen, dass sie einen Höhepunkt der Öl-Nachfrage innerhalb von nur fünf Jahren mit sich bringen werden. Dies geht aus den optimistischsten Projektionen hervor. Die Kosten sind bis zu einem Punkt gesunken, an dem sich die Financial Times veranlasst sah, einen Artikel unter der Überschrift „The Big Green Bang: How renewable energy became unstoppable“ zu schreiben. Unglücklicherweise ist die Realität eine böse Hexe, und die hochfliegenden Träume beginnen zu zerplatzen. Fall für Fall brechen die Verkäufe ein, wenn Subventionen oder andere Hilfen gestrichen werden. Neue Solar-Installationen in Europa sind 2016 um ein Drittel gesunken, da verschiedene Länder hohe Preise für verbrauchte Energie senkten. Ein Ende hoher Subventionen und begünstigender Vorschriften muss nicht gleich zum Verschwinden dieser Industrien führen, aber eine ernste Einschränkung ist eine reale Möglichkeit. Es verwirrt, dass so Viele dies als unmöglich einschätzen. – Michael Lynch, Forbes, 29. Juni 2017

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Beweise für die Unwirk­samkeit von CO2 bei der Klima-Entwick­lung

Bild 1 zeigt den Vergleich der Klimamodell-Vorhersagen(rote Kurve) und die Realität (Grün = Satellitendaten, Blau = Ballonmessungen).

Bild 1: Klimamodell-Projektionen und die Realität (Michaels).

Seitdem die Theorie von der Klimaerwärmung durch CO2 entstand und vom IPCC aus dem Charney-Report von 1979 übernommen wurde ( 3°C Temperaturanstieg bei Verdoppelung des CO2-Gehaltes) haben die Medien daraus einen „Klimakiller“, eine „Klimakatastrophe“ und gar den drohenden Untergang der Menschheit verkündet.

Und wie sieht die Realität aus ?

Um mit dem angeblichen Einfluss von CO2 im kurzfristigen Zeitraum anzufangen:

In den letzten 20 Jahren (1997 bis 2016) stiegen die anthropogenen CO2-Emissionen von 25 auf 36 Milliarden Tonnen pro Jahr und erreichten damit den Rekordwert von insgesamt über 500 Milliarden Tonnen in diesem Zeitraum. Und was geschah mit der Globaltemperatur ?

NICHTS

Sie legte nach dem Anstieg zwischen 1970 und 1998 eine der seltenen Pausen ein, den so genannten „Hiatus“. Einen noch besseren Beweis für die Unwirksamkeit von CO2 auf die Globaltemperatur als diesen „Großversuch“ kann es nicht geben. Diese Tatsache des konstanten Temperaturtrends in den letzten 20 Jahren wurde jedoch von den Medien völlig unterdrückt, denn das würde natürlich der künstlichen Klima-Hysterie schaden. Und dort gilt nach wie vor der alte journalistische Grundsatz „nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“.

Als Nächstes erhebt sich die Frage nach der mittelfristigen Wirksamkeit von CO2 auf die Klima-Entwicklung . Hier ist der globale Temperaturverlauf der letzten 3000 Jahre interessant: (Bild 2) Im Rahmen des natürlichen 1000-Jahreszyklus‘ gab es vor 1000 und 2000 Jahren jeweils ein Temperaturmaximum, ein Phänomen, das schon seit mindestens 9 000 Jahren, seit dem Ende der Eiszeit und dem Beginn des jetzigen Holozän-Interglazials auftritt.

Das Diagramm zeigt jeweils Maximaltemperaturen, die gleich hoch oder höher waren als das Maximum der letzten zwei Jahrzehnte. Die Daten dazu stammen von den Eiskern-Analysen in Grönland und der Antarktis. Als Beispiel zeigt Bild 3 das GISP2 Ergebnis. Besonders interessant dabei ist die Tatsache, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre vor

2000, bzw. 3000 Jahren nur 280 ppm betrug. Also hätte man nach der CO2-Theorie bei heute 400 ppm deutlich höhere Temperaturen als früher erwarten müssen – was aber nicht der Fall war. Einfluss von CO2 : Fehlanzeige.

Bild 2: Der globale Temperaturwandel der letzten 3200 Jahre: die Warmzeiten mit wirtschaftlichem Wachstum und die Kaltperioden mit Hungersnöten, Epidemien und Völkerwanderungen.

Das Temperaturmaximum des Holozäns trat vor 8000 Jahren auf. Seitdem gibt es einen kontinuierlichen Abwärtstrend von bis heute um ca. 1,5°C. Und das ist sehr erstaunlich, denn der CO2-Gehalt der Atmosphäre ist in diesem Zeitraum von 260 auf 400 ppm angestiegen. Wiederum kann man alles Andere als einen CO2-Einfluss erkennen.

Bild 3: Temperaturverlauf in Grönland in den letzten 4000 Jahren: Abkühlung trotz CO2-Anstieg (GISP-2-Daten von R.B.Alley)

Bild 4: Die globale Temperatur-Entwicklung im Holozän mit dem Maximum vor ca. 8000 Jahren.

Die farbigen Kurven zeigen verschiedene Klima-Rekonstruktionen von der Nord- und Südhalbkugel, mit der schwarzen Linie als globalem Mittelwert

Bild 4 zeigt, dass Klimaschwankungen um +/- 1 °C eine normale Erscheinung sind, die

oft in der Vergangenheit aufgetreten sind, ganz unabhängig vom CO2-Gehalt der Atmosphäre. Maßgeblich sind hier Variationen der Solarenergie.

Bild 5: CO2-Gehalt der Atmosphäre und Globaltemperatur der letzten 570 Millionen Jahre (nach Scotese). Der CO2-Gehalt erreichte mehrfach 4000-6000 ppm (heute mit 400 ppm nahe am Minimum)

Auch die globale Temperaturhistorie unseres Planeten in den letzten 570 Millionen Jahren (Bild 5) zeigt keinen kausalen Zusammenhang zwischen CO2-Anstieg und Temperatur. Sicher ist nur, dass ein Temperaturanstieg zur Ausgasung von CO2 aus den Ozeanen führt, und eine globale Abkühlung zu einem Rückgang des CO2 in der Atmosphäre, da dann das Wasser der Ozeane mehr CO2 speichern kann.

Es lässt sich zwar spektroskopisch im Labor ein Effekt von +1,1 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2 Konzentration nachweisen, aber das beweist noch nicht, dass der CO2-Anteil von nur 0,04% in der Atmosphäre (!) eine Auswirkung auf die Temperatur der Atmosphäre oder gar der Erdoberfläche hat. Auch wenn C02 einen geringen wärmenden Einfluss auf die (ruhende) Atmosphäre hätte, wird diese Wärme weitgehend wieder in den Weltraum abgestrahlt, unterstützt durch die starken horizontalen und vertikalen Windströmungen (die in der Theorie nicht dargestellt und daher nicht berücksichtigt werden können).

Wie hier gezeigt wurde, widersprechen die historischen Fakten eindeutig einem nennenswerten Einfluss des CO2-Gehaltes der Atmosphäre auf die Globaltemperatur.

Leider sind aber die Kenntnisse der Politiker und der meisten Journalisten und sogar Klimatologen über die Klima-Vergangenheit unseres Planeten minimal oder gar nicht vorhanden. Sonst hätte es nicht zu der Klima-Hysterie der letzten Jahre kommen können.

Kritik an diesen Fakten und den Schlussfolgerungen ist gerne willkommen.

Dr. Dietrich E. Koelle (dekoelle@t-online.de)

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Was ist richtig ? Immer und auf jeden Fall: der produktive Zweifel. Der freie Austausch von Ideen und Hypothesen. Die Entflechtung von Politik, Moral und Wissenschaft. Klimatologen versuchten offenbar, die Veröffentlichung von kritischen Thesen und Fakten zu unterbinden, selbst der Diskussion der kontroversen Ideen verweigerten sie sich. (Wirtschaftswoche vom 16.8.2016)

FRANCKEs Lexikon der Physik“ stellte schon 1959 nüchtern fest: „CO2 ist als Klimagas bedeutungslos“.

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Eine weitere neue Studie ordnet Variationen von Temperatur und Niederschlag eindeutig Variationen der Sonnenaktivität zu


Kenneth Richard.

Wissenschaftler führen Klimaänderungen auf solare Antriebe zurück – ohne einen Beitrag von CO2.
Während der letzten Monate sind Dutzende Studien in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht worden, in welchen Variationen von Temperatur und Niederschlag (Klima) auf korrespondierende Variationen der Sonnenaktivität zurückgeführt werden.

www.eike-klima-energie.eu/2017/05/25/eine-weitere-neue-studie-ordnet-variationen-von-temperatur-und-niederschlag-eindeutig-variationen-der-sonnenaktivitaet-zu/




Der Juni war mit dem vom vergange­nen Jahr endlich wieder wärmer als das 30-jährige Mittel, erreichte aber wieder nicht die Tempe­ratur der Jahre 1755 /56, welche seit 1930 nur einmal über­schritten wurde

wetteronline: Der Juni geht als einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Klimageschichte ein
Deutscher Wetterdienst: DWD Einer der wärmsten Juni-Monate seit 1881 … Die Durchschnittstemperatur von 18,0 Grad Celsius (°C) lag um 2,6 Grad über dem Klimawert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Selbst gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war es um 2,2 Grad wärmer. Damit ist dieser Juni, nach 2003, 1930 und 1917 der viertwärmste seit 1881, dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungen.

Den unbedarften Leser wollen die „Klimaexperten“ damit wohl informieren, dass der Klimawandel nun in Deutschland massiv zuschlägt, nachdem er sich bisher zumindest in Deutschland nicht hat sehen lassen und nur von klimahysterisch veranlagten und zu viel Untergangsliteratur lesenden Personen vor-„gefühlt“ wurde [1].

Ein Blick auf den amtlichen Temperaturverlauf seit 1750 zeigt jedoch, dass der Juni zwar warm, aber immer noch kälter als in den Jahren 1755 und 1756 war. Vor zwei, vier und fünf Jahren lag er sogar unter der Mittelwerttemperatur von 1783. Wieder zeigt sich lediglich, dass die Monats-Temperaturspannen enorm sind, sich aber auch die Junitemperatur bisher einem klimaalarmistischen Trend zur Überhitzung entzieht.

Bild 1 Deutschland, Junitemperatur 1750 – 2017. Quelle: DWD

Im vergangenen Mai war es noch schlimmer. Der war zwar schon so warm wie der von 1772, zeigt aber eher einen Kältetrend der Maximalwerte.

Was das bei den aktuell noch moderaten Temperaturen für die Landwirtschaft bereits bedeutet, kam in den Nachrichten:
inFranken.de: Schlechteste Kirschenernte seit der Wiedervereinigung droht, starker Nachtfrost in der Blütezeit hat zu teilweise riesigen Ausfällen bei der Kirschenernte gesorgt.

Den Obstbauern ging es kaum besser, nachdem auch der April etwas kälter als üblich war:
RemsZeitung, Schwäbisch Gmünd, Donnerstag, 20. April 2017: Obsternte 2017: Totalausfälle durch die Frostnacht

Weil Kälte aber herbei-erzwungen werden muss – ohne dass die „Klimapäpste“ sagen, wie dann die so propagierte, „nachhaltige“, vorwiegend lokale Versorgung funktionieren soll, wenn die Ernten wieder so gering und einseitig werden, wie vor 100 Jahren – , liest sich auch der im Vergleich zum Juni etwas kühlere Mai wie eine Überhitzung:
wetteronline: … Der Mai war in diesem Jahr so warm wie seit fünf Jahren nicht mehr.
„vergessen“ wurde nur, zuzufügen: … aber um fast 2 Grad kälter als im Jahr 1890.

Was „ … seit fünf Jahren nicht mehr“ beim Verlauf bedeutet – nämlich eine Aussage zur Verdummung der Leser – sieht man beim Betrachten des Verlaufs mit seinen extremen, kurzfristigen Streuungen.

Bild2 Deutschland, Maitemperatur 1755 – 2017. Quelle: DWD

Kurz noch zum Überblick eine Gesamtschau auf Jahrestemperaturen.
Selbst das im heißen Franken liegende Nürnberg zeigt keine Klimawandel-bedingte Überhitzung an. Weder bei den Tages-Mittelwerten, noch bei den Tages-Maxima. Wer ein Maximum-Thermometer Ende 1950 in seinem Wetterhäuschen vergessen hatte und die Werte von damals für heute mitteilt, würde ob seiner präzisen Messungen gelobt werden.

Bild 3 Nürnberg Tageswerte 1950 – 31.06.2017. Quelle: DWD

Bild 4 Nürnberg Tages-Maximum / -Minimum 1950 – 31.06.2017. Quelle: DWD

Quellen

[1] EIKE 29.10.2015: Kann man den Klimawandel in Deutschland wirklich täglich spüren? Eine Suche mit überraschendem Ergebnis

[2] EIKE, 3. Juni 2017: Mai in Deutschland: Weniger wonnig als zu Mozarts Zeiten – keine Klimaerwärmung feststellbar




Agora Denkfabrik: Auch im Jahr 2050 ist konven­tionelle Energie billiger als die vom EEG

    Agora: Eine „Denk“Fabrik, die politische Vorgaben als „von Fachleuten belegt“ zurückliefern kann

Agora Energiewende – von dem viele nur das „Agorameter“ kennen (Headerbild) – ist so ein Thinktank. Aufgabe ist alleine die „Ideen-Reinwaschung“ vom ursprünglichen, politischen Einfluss mit Rücklieferung als „wissenschaftlich“ belegte Vorlage. Benötigt die Politik einen „Beleg“ für eine Idee oder Entscheidung, fragt sie bei Agora nach. Dort sitzen sie dann selbst im Gremium und „bestätigen sich mit Wissenschaft“, was sie vorher angefragt haben.
Um zu zeigen, wie das gelingt, muss man nur die Liste der Gremiumsmitglieder ansehen. Man findet darin eine Ansammlung überzeugter Vertreter des EEG aus der Politik und klimaalarmistischen NGOs (öfters auch davon in die Politik gewechselt), in der absoluten Überzahl. Die vorwiegende Fachausbildung betrifft Ökonomie und Politik und seltestn eine zur Energie, wie man es von einem fachlich zum EEG ausgerichteten Thinktank erwarten würde.

WIKIPEDIA
Die Agora Energiewende gGmbH ist eine Denkfabrik, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, nach mehrheitsfähigen Kompromiss-Lösungen beim Umbau des Stromsektors innerhalb der Energiewende zu suchen. Der Name Agora nimmt Bezug auf den gleichnamigen griechischen Versammlungsplatz. Im Gegensatz zu diesem Vorbild tagt das Hauptgremium der Agora Energiewende, der „Rat der Agora“, hinter verschlossenen Türen. Die Agora Energiewende hat sich innerhalb weniger Jahre einen Namen als einer der wichtigsten Akteure auf dem Gebiet der Energiepolitik gemacht.

Arbeitsweise
Die ca. 20 Mitarbeiter der Agora Energiewende vergeben Studien an Forschungs-Institute und erarbeiten eigene Analysen und Studien. Diese Arbeits-Ergebnisse dienen als Diskussionsvorlage für den Rat der Agora. Erklärtes Ziel der Agora Energiewende ist die Herausbildung einer gemeinsamen Sichtweise, wie ein auf Erneuerbaren Energien basierendes Stromsystem gestaltet werden kann.

Rat der Agora (Anmerkung: Die jeweilige Ausbildung wurde vom Autor, soweit recherchierbar ergänzt)
Vorsitzende:
Klaus Töpfer, zugleich Geschäftsführer (Volkswirtschaftler)
Patrick Graichen – Präsident Agora Energiewende (Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften)
Mitglieder (nicht vollständig):
Rainer Baake – Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (Diplom-Volkswirt, Anm.: Gründungsdirektor von Agora)
Jochen Flasbarth – Staatssekretär im Bundesumweltministerium (Volkswirtschaft, Politikwissenschaft und Philosophie)
Ulrich Kelber – Staatssekretär im Bundesjustizministerium (Informatik und der Biologie)
Christian Pegel – Landesminister für Energie (Mecklenburg-Vorpommern) (Jurist)
Franz Untersteller – Landesminister für Umwelt (Baden-Württemberg) (Landschaftsarchitekt, von 2002 bis Mai 2011 Vorstandsmitglied des Öko-Instituts)
Claude Turmes – EU-Parlament (Sportlehrer)
Mechthild Wörsdörfer – EU-Kommission (Ökonomie)
Jochen HomannBundesnetzagentur (Volkswirtshaftslehre)
Wolfgang LembIG Metall (Universalfräser, Studium bei der Akademie der Arbeit: Sozialpolitik, Wirtschaft und Arbeitsrecht, Abschluss: Nicht angegeben)
Michael VassiliadisIG BCE (Chemielaborant)
Regine GüntherWWF (Geschichte und Politikwissenschaften, inzwischen Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Berliner Senat)
Boris Schucht – 50Hertz Transmission (Stromnetz-Betreiber) (Maschinenbau)
Thorsten Heyen – Wacker Chemie (Physiker)
Martin Iffert – Trimet Aluminium (Elektrotechnik)
Lothar Schulze – Windwärts Energie (Ingenieurstudium)
Vera Brenzel – E.ON (Master in Business Administration)
Stefan KapfererBundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (Verwaltungswissenschaften, ehemals Staatssekretär im Bund)
Holger KrawinkelMVV Energie (Verwaltungswissenschaften)
Ottmar Edenhofer – u.a. Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) (Ökonom)

Trotz der überdeutlichen „Trendbelegung“ der Agora-Ratsmitglieder fand sich eine (klimaalarmistische) Institution, welche Agora eine „ausgewogene“ Arbeitsweise bescheinigte. Mit einer Begründung, wonach Trump und Merkel zu den „ausgewogensten“ Politiker*innen gehören.
WIKIPEDIA: … Der Verlängerung der Finanzierung ging eine Evaluation durch das Kölner NewClimate Institute voraus, in der festgehalten wurden, dass „die Arbeitsweise offensichtlich in den meisten Fällen ausgewogen erfolgte, da sowohl die Industrie als auch die Umweltverbände gleichermaßen unzufrieden mit den Vorschlägen sind.
*NewClimate Institute: … generates ideas on climate change and drives their implementation. We raise ambition for action against climate change and support sustainable development through research, policy design and knowledge

Agora Studie: Auch im Jahr 2050 ist konventionelle Energie billiger als die vom EEG

Diese „Denkfabrik“ hat nun von einem mehr als befreundeten Institut eine Studie zu den Kosten des EEG erstellen lassen und im Januar 2017 als Agora-Studie veröffentlicht:
Studie: Stromwelten 2050 Erneuerbare vs. fossile Stromsysteme: ein Kostenvergleich
ERSTELLT VON: AGORA ENERGIEWENDE, DURCHFÜHRUNG DER ANALYSE: Öko-Institut Berlin
(Man sehe nach: Durchgeführt hat die Analyse das Institut, bei dem Herr Untersteller vom „Rat der Agora“ lange Zeit Vorstandsmitglied war).

Das Interessante an dieser Studie ist das ermittelte Ergebnis. Das Institut musste leider mitteilen, dass die EEG-Energien selbst im Jahr 2050 teurer sind, als die konventionellen.
Natürlich wurde dies anders herum publiziert und dargestellt: Wenn die Politik die konventionellen Energien durch massiv erhöhte CO2-Besteuerung wesentlich teurer macht, kann es gelingen, dass Ökostrom billiger, als der künstlich verteuerte, konventionelle Strom wird.
Beim aktuellen Zertifikatepreis von 5 EUR / Tonne ist es hoffnungslos. Er muss sich mindestens vervierfachen, um in die Nähe einer Preisparität zu kommen.

Bild 1 Kostenverhältnis im Jahr 2050. Screenshot aus der Studie [1]

Bild 2 CO2-Zertifikatepreis (EUR / Tonne). Quelle: WIKIPEDIA

 

Wichtigste Begründung des EEG: Der CO2-Ablasshandel

Der Rest in der Studie ist relativ uninteressant, bis auf einen Blick zu den Bewertungsannahmen:

Bild 3 Screenshot aus der Studie [1]

Es ist (für den Autor) immer neu erschütternd, mitzuerleben, wie sich Ideen, welche man alleine im mittelalterlichen Denken verankert sah, immer neu durchsetzen können, nur weil sie „Ehre“ und vor allem auch Posten und Geld bringen.
Die Deklarierung des natürlichen Atmosphärenbestandteils und für alle Grünpflanzen absolut lebensnotwendigen Pflanzendüngers CO2 durch die Päpste der Ökokirche als Schadstoff, der durch Gebührenablass neutralisiert werden muss, gehört dazu. Ein Papst (wie zum Beispiel Herr Schellnhuber oder über dem großen Teich Al Gore) reichen natürlich nicht. Man benötigt auch die willigen Mithelfer. Und wie ein alleine gelassener Diktator niemals ein Problem würde, ist es auch beim EEG und der Klimarettung die willige „Intelligenz“, welche mithilft, das deutsche Energiesystem kaputt zu schlagen und die Kosten für die Bürger in vorher ungeahnte Höhen zu treiben.

Die „Berechnungen“ des Ökoinstituts sind teils abenteuerlich

Viel Arbeit hat sich das Ökoinstitut mit der Studie nicht gemacht. Um auf das gewünschte Ergebnis zu kommen, wurde alles angenommen, was in Wünschen, aber nicht unbedingt in der Wirklichkeit vorkommt. Betriebskosten gibt es kaum und die Invest-Lebensdauern von Batterien betragen zum Beispiel 25 Jahre. Dass selbst damit das Ergebnis so ernüchternd (Ökoenergie-negativ) ausfiel, lässt ahnen, wie es bei einer realistischen Abschätzung ausgegangen wäre.

Bild 4 Screenshot aus der Studie [1]

Bild 5 Screenshot aus der Studie [1]

Nach der Zerschlagung der grundlastfähigen Atomkraft, dann der Kohle, wird der Aufbau eines dritten Grundlastsystems mit Gas vorgeschlagen

Das Handelsblatt berichtete darüber. Während in der Überschrift noch politisch „EEG-konform“ dargestellt wird, wird der Redakteur in der Ausführung dann doch noch ehrlicher, ohne es (das Speicherproblem) allerdings wirklich zu durchdenken.
Handelsblatt: [2] Strom aus Erneuerbaren vs. fossilen Energien: Die Energiewende gewinnt den Kostenvergleich
… Eine genauerer Blick auf die Szenarien offenbart, unter welchen Bedingungen im Jahr 2050 eine fossile Stromwelt deutlich billiger wäre als die Energiewende-Welt: Im Fall des Kohlestromsystems gilt dies dann, wenn man die CO2-Kosten sehr niedrig ansetzt (20 Euro pro Tonne CO2) und im Fall einer Gas-Stromwelt nur dann, wenn man niedrige Gaspreise und gleichzeitig niedrige bis mittlere CO2-Kosten erwartet.
In allen betrachteten Szenarien wurde einer sehr guten Versorgungssicherheit hohe Priorität eingeräumt. Während dies in den Kohle- und Gasszenarien über die fossilen Kraftwerke gewährleistet wird, wurde im Energiewende-Szenario dazu mit großen Mengen an Speichern und Gaskraftwerken gerechnet, die bei Flaute oder Dunkelheit mit aus Erneuerbaren Energien erzeugtem Gas befeuert werden (Power-to-Gas).

Nachdem in der gesamten Studie der Begriff „Wirkungsgrad“ nur ein einziges Mal vorkommt, besteht der Verdacht, dass der äußerst geringe Wirkungsgrad von Powert to Gas mit Rückverstromung (aktuell 21,3 %, in der Zukunft werden 36 % erhofft) in den Kostenabschätzungen nicht adäquat berücksichtigt wurden.

Lösung: Die Politik muss weiter „aktiv gestalten“

Trotzdem ist das herausgekommen, was man „hineingeschickt“ hat: Die Politik muss weiter „aktiv gestalten“, heißt, subventionieren, verbieten und „falsch“ erzeugte Energie künstlich verteuern. Dann bleibt die Welt in Öko-Ordnung und alle (Mehr-)Kosten sind unvermeidbar, aber zielführend ausgegeben.

Agora: [1] … Wenn sich die Preisbildung in den internationalen Brennstoffmärkten weitgehend der politischen Einflussnahme entzieht, können robuste, das heißt von bestimmten Brennstoffreis-Konstellationen zumindest teilweise unabhängige Emissionsminderungsstrategien nur im Zusammenspiel von CO₂-Bepreisung und aktiver Gestaltung der Kraftwerksflotte umgesetzt werden

Die Energiekosten können im Zweifel auch deutlich höher ausfallen als ursprünglich erwartet

Während unsere an Unbedarftheit unübertreffbare Umweltministerin im Reportagevideo [3] noch von den „kostenlosen“, neuen Energien schwafeln lässt, lässt der Agora-Direktor vorsichtshalber schon einmal die Katze aus dem Sack und stimmt in der Studie, welche doch die billige EEG-Zukunft vorhersagt, auf die wirklich zu erwartende (Kosten-)Zukunft ein:
Dr. Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende: [1] Vorwort… Deutlich wird mit diesem Gedankenexperiment aber eines: Keine Energiewende zu machen, bedeutet nicht, keine Energiekosten mehr zu haben – sondern andere. Und die können im Zweifel auch deutlich höher ausfallen als ursprünglich erwartet.

Im Kern ist das Agora-Konstrukt ein Beleg, wie perfekt es gelungen ist, in Deutschland eine GRÜN-ideologisch dominierende pseudo-„Wissenschaft“ zu errichten

Beim Nachsehen der Agora-Struktur, der dahinter stehenden Finanzierung und den Ratsmitgliedern wird einem klar, warum in Deutschland zum EEG und Klima keine sachlich neutrale Diskussion mehr möglich ist. Die angeblich neutralen „Prüfinstanzen“ bestehen direkt aus den vorgebenden, politischen Instanzen. Es sind nicht einmal mehr nur Verflechtungen, sondern direkte, reine Doubles.

Weil es so gut funktioniert, wird das (schon in der ehemaligen DDR bewährte Prinzip) ausgebaut

Kein Wunder, dass man dieses bewährte Konzept nun auch bei der Verkehrswende nutzt.


Bild 6 Screenshot (Auszug). Homepage Agora Verkehrswende

Rat
Der Rat der Agora Verkehrswende ist das zentrale Forum für den Diskurs zur Transformation des Verkehrssystems mit dem Ziel der vollständigen Dekarbonisierung bis 2050.

Anbei ein Auszug der Ratsmitglieder (Listung nicht vollständig wiedergegeben)

Bundespolitik
Bartol, Sören, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion, SPD
Bomba, Rainer, Staatssekretär, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
Flasbarth, Jochen, Staatssekretär, Bundesministerium BMUB,

Hofreiter, Dr. Anton, Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion, Bündnis 90/Die Grünen
Hoven, Ingrid – Gabriela, Abteilungsleiterin, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Lindner, Walter J., Staatssekretär, Auswärtiges Amt (AA
Machnig, Matthias, Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Landespolitik
Herrmann, Winfried, Minister, Ministerium für Verkehr Baden-Würtemberg (VM), MdL
Samson, Mathias, Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wirtschaft (HMWEVL)
Kommunalpolitik
Horn, Burkhard, Abteilungsleiter Verkehr, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin
Jung, Burkhard, Oberbürgermeister, Stadt Leipzig
Europäische Union
Runge-Metzger, Dr. Artur, Abteilungsleiter, Generaldirektion Klimapolitik (GD-Klima), Europäische Kommission
Bundesbehörden
Krautzberger, Maria, Präsidentin, Umweltbundesamt (UBA)
Umwelt-und Verbraucherverbände
Todts, William, Executive Director, Transport & Environment
Hilgenberg, Jens, Projektleiter Infrastruktur und Verkehr, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Möller, Alexander, Geschäftsführer, ADAC e.V.
Oeliger, Dietmar, Leiter Verkehrspolitik, Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Streese, Ingmar, Leiter Verbraucherpolitik, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)

Quellen

[1] AGORA ENERGIEWENDE Januar 2017Studie: Stromwelten 2050 Erneuerbare vs. fossile Stromsysteme: ein Kostenvergleich
[2] Handelsblatt:
Strom aus Erneuerbaren vs. fossilen Energien: Die Energiewende gewinnt den Kostenvergleich

[3] EIKE 27.03.2017: Nee, bei uns gibt´s keine Klimaleugner