Kann das Grünenergie-Desaster in Deutschland Angela Merkel zu Fall bringen?

Deutschlands Projekt grüner Energie vor dem Aus: „Dass EEG-Einspeisegesetz ist gescheitert … und muss verschwinden!“

Angela Merkels Große Koalition mit der SPD wurde bei der Bundestagswahl massiv abgestraft, fielen doch sowohl die CDU/CSU als auch die SPD auf historische Tiefststände nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die SPD hat anschließend verkündet, nicht weiter an einer Großen Koalition interessiert zu sein und stattdessen in die Opposition zu gehen. Das komfortable Regieren mit nur geringer Opposition ist vorbei. Dies zwingt Merkel dazu, sich um neue Partner für eine Regierungsbildung zu bemühen. Ihre einzige Option: Bildung einer Koalition mit der industriefreundlichen FDP – und den umweltradikalen Grünen. Das wird in keiner Weise einfach.

Merkels Koalitionspartner hält nichts von Subventionen für Erneuerbare

Merkel hätte natürlich keinerlei Probleme, zusammen mit den Grünen zu regieren, und der massive staatliche [!] Medien-Apparat treibt dies schon jetzt vor sich her.

Aber es klaffen riesige Gräben zwischen den beiden potentiellen Koalitionsparteien bei einer ganzen Reihe von Themen, vor allem hinsichtlich Subventionen für Erneuerbare Energien.

Gestern schrieb FDP-Parteichef Christian Lindner einen Kommentar in der in Berlin erscheinenden Tageszeitung Der Tagesspiegel, in welchem er „das Ende des EEG-Einspeisegesetzes fordert“. Lindner zufolge hat sich Deutschland bisher mit religiöser Inbrunst dem Klimaschutz verschrieben anstatt bezahlbarer Preise und Versorgungssicherheit.

Viel zu lange schon sind Verbraucher und Industrie auf dem Altar des Klimatismus geopfert worden, und das ohne jedes Ergebnis.

Grüne Energie ist gescheitert!“

Lindner weiter: Das Jahrhundertprojekt Energiewende ist gescheitert. Keines der vereinbarten Ziele wird gegenwärtig erreicht: Der Klimaschutz kommt nicht voran, die Energiepreise steigen, belasten uns als Stromverbraucher genau so wie Industrie und Mittelstand. Nicht zuletzt wird es in den Wintermonaten immer schwieriger, eine sichere Stromversorgung zu garantieren.*

[*Aus dem Original. Keine Rückübersetzung!]

Schlimmer als im ehemaligen kommunistischen Ostdeutschland

Lindner fügt hinzu, dass sich Ostdeutschland kein noch schlimmeres System hätte ausdenken können. Dann griff Lindner die hohen Strompreise an sowie deren nachteilige Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und schrieb, dass viele unternehmen das Land bereits verlassen hätten.

Außerdem sind konventionelle Kraftwerke nicht mehr profitabel, werden aber trotzdem zum Weiterbetrieb gezwungen. Dies lässt die Preise noch weiter steigen, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Jährliche Belastungen in Höhe von 24 Milliarden Euro: Es ist an der Zeit, den Stecker zu ziehen

Lindner sagt auch, dass die Reformen der Regierung des Einspeise-Gesetzes außer Kontrolle geraten sind und dass dies die Verbraucher in Deutschland mit 24 Milliarden Euro pro Jahr zu stehen kommt – oder über 300 Euro pro Jahr für eine vierköpfige Familie.

Lindner fordert, das gegenwärtige Einspeise-Gesetz rückgängig zu machen und es vollständig und von Grund auf zu ersetzen. Gebraucht wird jetzt eine Europa-weite Energiepolitik und Stromnetz. Zweitens muss die Subvention Lindner zufolge aufhören und dass sich Europa genügend Zeit für die CO2-Reduktion lässt.

Lindner: „Das EEG funktioniert nicht, und es ist an der Zeit, den Stecker zu ziehen“.

Im Gegensatz dazu fordern die Grünen, dass grüne Energie sogar noch weiter expandieren soll und dass Dieselmotoren bis 2030 verboten werden. Der Graben zwischen den beiden potentiellen Koalitionsparteien scheint unüberbrückbar, und zwar in einem Ausmaß, dass die Tageszeitung Die Welt schreibt, dass Lindner kaltes Wasser auf den Gedanken an eine Koalitionsregierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP gegossen hat. Dies könnte bedeuten, dass die Tage von Angela Merkel gezählt sind – und jene der Energiewende auch.

Gas und Öl sind auch noch in Zukunft stark vertreten

Der Traum vom Erreichen von Null-CO2-Emissionen in Deutschland und weltweit sieht immer mehr aus wie ein frommer Wunschtraum. Ein Industriebündnis aus Industrie- und Energieunternehmen sowie der Gewerkschaft IG BCE schreibt hier, dass Öl und Gas selbst noch im Jahr 2050 den Markt dominieren werden. Obwohl auch das Bündnis ein gewisses Wachstum der Erneuerbaren erkennt, wird dieses im besten Falle mäßig ausfallen:

Erneuerbare Energieträger werden demnach ihren Anteil am Energiemix vergrößern, der Anteil von Öl und Gas an der weltweiten Energieversorgung werde aber von heute 53 Prozent bis 2050 nur um etwa neun Prozentpunkte auf 44 Prozent schrumpfen.*

[*Original aus dem Link. Keine Rückübersetzung!]

Mit anderen Worten, sollte sich die Weltwirtschaft bis zum Jahr 2050 verdoppeln, werden in jenem Jahr mehr fossile Treibstoffe verbraucht als heute [sofern bis dahin nicht die Kernkraft ihren erwarteten Siegeszug antritt! Anm. d. Übers.]

Link: http://notrickszone.com/2017/09/29/germanys-green-energy-project-close-to-death-eeg-feed-in-act-has-failed-has-to-go/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Aktualisierung vom 3. Oktober 2017: Wie einige Kommentatoren unten anmerken, gibt es ein Problem mit dem Zeitpunkt der Aussage von Lindner. Der Passus im Original bei Pierre Gosselin lautet:

Yesterday at the leftist, Berlin-based Tagesspiegel here, FDP party boss Christian Lindner left a commentary where he “demands the end of the EEG feed-in reform act“. According to Lindner, Germany’s focus has been “religiously excessive” on climate protection “instead of on price and supply stability“. For too long have the consumers and industry been sacrificed at the alter of Climatism, and done so with no results.
Green energies have failed”
According to Lindner:

The project of the century Energiewende [transition to green energies] has failed. None … [hier folgt das Zitat]

Wie man sieht, steht dort ausdrücklich ,yesterday‘. Ich kann aus Zeitgründen bei der Übersetzung aber unmöglich solche Angaben nachrecherchieren.
Aber zum Glück gibt es aufmerksame Kommentatoren…




September 2017: Leicht unterkühlt, oft schon wie der Oktober – wo bleibt die Klimaer­wärmung?

Die langfristige Entwicklung der Septembertemperaturen in Deutschland
Zunächst lohnt ein Blick auf die langfristige Entwicklung der Septembertemperaturen und deren Ursachen. Von 1881 bis 2016 erwärmte sich der September in Deutschland lediglich um etwa 1 Kelvin (1 Kelvin = 1°C) und damit weit weniger stark, als die meisten anderen Monate. Zwei mögliche Erwärmungsursachen, eine leichte Häufigkeitszunahme der Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil sowie die insgesamt gestiegenen AMO- Werte (ein Indexwert für die Wassertemperaturen im zentralen Nordatlantik), zeigt die folgende Grafik gleich mit. Eine dritte mögliche Ursache, die Verstädterung sowie die geänderte Landnutzung („Wärmeinseleffekte“ im weitesten Sinne) wurde hier bei EIKE schon oft erläutert und soll bloß erwähnt werden.

Abb. 1: Höhere Septembertemperaturen traten in Deutschland besonders während der AMO- Warmphasen zur Mitte des 20. Jahrhunderts und gegenwärtig auf. Die momentanen Werte erreichen aber bislang nur knapp das Niveau der vorigen Jahrhundertmitte. Außerdem nahm die Häufigkeit der Großwetterlagen mit Südanteil tendenziell mit den AMO- Werten zu, wobei Spitzenwerte bevorzugt am Ende der AMO- Warmphasen auftraten. Hier mussten Indexwerte berechnet werden, um die sehr unterschiedlichen Größen in einer Grafik darstellen zu können.


KOWATSCH hat das Temperaturverhalten in verschiedenen Zeitabschnitten genauer untersucht. Der größte Teil der bescheidenen Septembererwärmung fand bis etwa 1920 statt. Seit 1942, dem etwaigen Höhepunkt der vergangenen AMO- Warmphase, zeigt sich keinerlei Erwärmung:

Abb. 2: Keine Septembererwärmung in Deutschland seit über 70 Jahren, und das trotz stetig steigendem Wärmeinselanteil bei den DWD-Stationen. In diesem Zeitraum nahm die CO2- Konzentration in der Atmosphäre um etwa 90 ppm zu; das entspricht einer Steigerung um etwa 30%. Man achte auf die sehr warmen September 1947, 1949 und 1961. Erst 1999, 2006 und 2016 wurden deren Werte wieder erreicht, beziehungsweise knapp übertroffen.


Betrachtet man den Zeitraum ab 1980, so zeigen einzelne Stationen sehr unterschiedliche September- Temperaturtrends:

Abb. 3 und 4: Seit 1980 verhielten sich die Septembertemperaturen gebietsweise sehr unterschiedlich. Während es in Tempelhof (Berliner Innenstadt) milder wurde, was zumindest teilweise mit Wärmeinseleffekten erklärt werden kann, kühlte es sich auf dem Hohenpeißenberg (Südbayern) ab. Freilich ist auch diese Station nicht WI- frei, aber weniger WI-beeinflusst als die Berliner Innenstadt. Da an beiden Stationen die CO2- Konzentration seitdem stark anstieg, wird klar, dass diese CO2- Zunahme keine wesentliche Ursache für die Entwicklung der Septembertemperaturen in Deutschland sein kann.


Überhaupt zeigt sich der Monat September, über einen längeren Zeitraum betrachtet, sehr stabil. Ausgeprägte kalte bzw. warme Jahrzehnte treten kaum auf. Das zeigt die nächste Grafik vom Hohenpeißenberg seit Beginn der dortigen Messreihen vor über 230 Jahren. Bis 1934 stand die Wetterstation noch bei einem Kloster am höchsten Punkt des Berges, heute etwas tiefer gelegen in einem neu erbauten DWD-Wetterzentrum. Inzwischen ist der Berg touristisch gut erschlossen (siehe http://www.dwd.de/DE/forschung/atmosphaerenbeob/zusammensetzung_atmosphaere/hohenpeissenberg/start_mohp_node.html ).

Abb. 5: Das Temperaturverhalten des Monates September ist recht stabil. Zu Mozarts Zeiten war es allerdings etwas wärmer als heute. Der wärmste September im Alpenvorland war jedoch 1961. Eingezeichnet sind noch die kalten Jahre 1881, hier beginnt der DWD mit seinen Grafiken und das Jahr 1931, ein sehr kaltes Jahr, das der grüne Baden- Württembergische Umweltminister Untersteller gerne als Vergleichsjahr nimmt. Zweifellos war der relativ kühle September 2017 immer noch deutlich wärmer als 1931.


Septembertemperaturen in Zentralengland und Nordamerika – auch dort fehlt eine besorgniserregende Erwärmung
In Zentralengland liegen langfristige Temperaturaufzeichnungen seit mindestens 300 Jahren vor. Die Messreihe ist nicht WI- bereinigt, trotzdem zeigt sich dort eine nur unwesentliche September- Erwärmung:

Abb. 6: Im frühen 18. Jahrhundert war der September in Zentralengland fast genauso mild wie gegenwärtig; während er sich vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert dort kühler zeigte. Der lineare Erwärmungstrend von knapp 0,3 K ist kaum größer als der Messfehler bei Temperaturaufzeichnungen.


An der von Wärmeinseleffekten weitgehend verschonten, weil ländlichen Station Dale Enterprise in Virginia/USA gab es während der vergangenen 130 Jahre sogar eine minimale September- Abkühlung:

Abb. 7: keine langfristige September- Erwärmung trotz stark steigender CO2- Werte an der Station Dale Enterprise/USA.


Warum waren der September 2016 und 2017 so unterschiedlich?
Die astronomisch mögliche Sonnenscheindauer und die Sonnenstandhöhe fallen im Septemberverlauf vom Niveau Mitte April auf das von Mitte März zurück. Wenn es so spät im Jahr über viele Tage noch hochsommerlich heiß werden soll, müssen stets drei Voraussetzungen zugleich erfüllt sein, die auch 2016 gegeben waren; nämlich eine maximale Sonnenscheindauer von 10 bis fast 13 Stunden pro Tag, dazu eine Hochdruckwetterlage, bei der die Luftmasse absinkt und sich adiabatisch erwärmt (ein ähnlicher Effekt wie das warm werdende Ventil beim Aufpumpen eines Reifens), und eine Luftströmung mit Südanteil, welche eine subtropische oder gar tropische Luftmasse nach Deutschland führt. Der September ist der letzte Monat im Jahresverlauf, bei dem die Sonnenscheindauer das Verhalten der Lufttemperaturen wesentlich (signifikant) mitbestimmt:

Abb. 8: Die Varianz der Septembertemperaturen wird zu einem guten Drittel von der Sonnenscheindauer bestimmt. Der Zusammenhang ist schwächer als im Spätfrühling und Sommer, aber dennoch signifikant. Das PIK gibt die Sonnenscheindauer nicht als Monatssumme in Stunden, sondern als Stundenmittel je Tag, bezogen auf den ganzen Monat, an. Ein Stundenmittel von 8 (sehr sonnenscheinreich) entspricht einer Monatssumme von 240 Sonnenstunden.


Seit 1893 wird in Potsdam-Telegrafenberg die Sonnenscheindauer erfasst. Sie nahm etwas zu, was eine vierte Ursache für die geringe Septembererwärmung in Deutschland ist:

Abb. 9: Leicht zunehmende Sonnenscheindauer im September in Potsdam. Für ganz Deutschland fehlen leider langfristige Aufzeichnungen, doch dürfte auch im ganzen Land der September etwas sonniger geworden sein.


Mit fast 140% (215 Stunden) übererfüllte der September 2016 sein Monatssoll der Sonnenscheindauer deutlich; doch wie sah es mit den anderen zwei erforderlichen „Zutaten“ für die Septemberhitze aus? Die folgende Wetterkarte zeigt einen leichten Hochdruckeinfluss und eine südöstliche Strömung über Deutschland am 14. September:

Abb. 10: Am 14. September 2016 herrschte mit einer südöstlichen Strömung am Rande einer von Skandinavien zum Balkan reichenden Hochdruckzone noch perfektes, heißes Spätsommerwetter über Deutschland. Über der Bretagne lag bereits ein Tief, welches ostwärts zog und ab 16. September einen jähen Temperatursturz mit starken Regenfällen einleitete.


Doch 2017 dominierte eine ganz andere Luftdruckverteilung, welche besonders zur Monatsmitte maritime Subpolarluft (mP) mit Wind, Kälte und Regenschauern heranlenkte:

Abb.11: Genau ein Jahr später, am 14. September 2017, bestimmten Tiefdruckgebiete über Skandinavien unser Wetter. Stürmischer Südwestwind, wenig Sonne und häufige Regenfälle oder Schauer bei nur noch 13 bis 18°C dominierten in der feucht- kalten Subpolarluft für viele Tage. Nur im Raum Weimar- Erfurt blieben die Niederschläge, bedingt durch den Lee- Effekt des Thüringer Waldes, gering, so dass dort der September erheblich zu trocken ausfiel.


Außerdem schien die Septembersonne 2017 kaum 140 Stunden; auch das trug zu dem insgesamt unfreundlichen, kühlen Charakter dieses Septembers 2017 bei.
Stefan Kämpfe, unabhängiger Natur- und Klimaforscher
Josef Kowatsch, unabhängiger Natur-und Klimaforscher




Trinkstationen gegen den Klimawandel

Gäbe es nicht die Informationsseite zu Klima und Energie [3] und einen EIKE-Unterstützungsautor, der es sich zur Klimakasteiung ab und zu antut, dort hineinzusehen, hätten viele EIKE-Leser sicher nie etwas über diesen Meilenstein in der Klima-Stadtertüchtigung erfahren:
KLIMARETTER.INFO, 26. September: Trinkstationen gegen den Klimawandel
Das Berliner Projekt Kiezklima hat Bürger befragt, wie sie mit extremer Hitze in der Stadt umgehen. Herausgekommen sind überraschend gute Ideen für die Anpassung von Städten an den Klimawandel

Unsere Städte werden zu lebensgefährlichen Klimafallen …

KLIMARETTER.INFO: [1] Großstädte sind Wärmeinseln – und das kann gefährlich sein. In Berlin zum Beispiel, Deutschlands größter Stadt, sterben pro Jahr 700 bis 800 Menschen zusätzlich während Hitzewellen. Vor allem ältere und kranke Menschen sind gefährdet. Und die Zahlen dürften steigen, denn Klimaforscher erwarten für den Raum Berlin-Brandenburg, dass sich die jährliche Zahl heißer Tage mit über 30 Grad Celsius in diesem Jahrhundert vervierfachen und die der Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, sogar verfünffachen wird. Nicht nur in Dachgeschoss-Wohnungen könnte es für die Bewohner dann sehr ungemütlich bis lebensgefährlich werden.

… wovon die Natur nur nichts weiß

Wie eigentlich immer, wenn „Klimaforscher“ in den schlimmsten Farben ausmalen, lohnt es sich bei solchen Aussagen, die Messwerte aus der Natur zu „befragen“.
Wie Bild 1 zeigt, wurden die Sommertemperaturen seit dem Hoch kurz nach 1990 wieder niedriger und sind aktuell nicht höher als im Jahr 1911. Kein Wunder, dass die Zukunftsprojektionen schon aktuell meistens danebenliegen und für das Jahr 2100 eine Spanne von 6 Grad „bieten“, aus der sich jeder Klimafachmann das Gewünschte heraussuchen darf.

Bild 1 Berlin-Brandenburg, Verlauf der Sommertemperatur seit 1960. Mit Zufügungen vom Autor. Quelle: DWD Klimaatlas

Die „heißen Tage“ nahmen seit 1990 zu- Ein stetiger Trend zu „immer mehr“ ist aber nicht zu sehen.

Bild 2 Berlin-Brandenburg, Verlauf der „heißen Tage“ im Sommer seit 1960. Quelle: DWD norddeutscher Klimamonitor

Auch Tropennächte, welche „lebensgefährlich“ werden, zeigen keinen ansteigenden Trend, nur, dass diese Anzahl schon in den 70er Jahren von der heutigen Rentnergeneration „überlebt“ wurde.

Bild 3 Berlin-Brandenburg, Verlauf der „tropischen Nächte“ im Sommer seit 1960. Quelle: DWD norddeutscher Klimamonitor

In Deutschland ist es vor allem heiß, wenn es nicht regnet. Doch die Länge der Trockenperioden nimmt auch nicht zu.

Bild 4 Berlin-Brandenburg, Verlauf der „längsten Trockenperioden“ im Sommer seit 1960. Quelle: DWD norddeutscher Klimamonitor

Nur die Winter werden nicht mehr ganz so kalt. Fast könnte man sagen: Winter, wie bis zum ersten Weltkrieg schon einmal waren und ohne die folgenden, schlimmen Kältewellen bis 1970, als die Klimaforscher entnervt die kommende Eiszeit ausgerufen hatten.
Nachdem die „Alten“ jedoch entgegen den Angaben von Klimaretter weiterhin vorwiegend bei Kälte sterben:
EIKE 21.07.2015: Ruhestand im Süden kann tödlich sein – Wetterdienst glaubt Klimawandel tötet alte Menschen
ist auch das positiv und erspart sicher einigen Senioren, in den warmen Süden ziehen zu wollen, wo sie nach der Klimawandel-Zunft unweigerlich an Hitze noch frühzeitiger zu sterben hätten.

Bild 5 Berlin-Brandenburg, Verlauf der Wintertemperatur seit 1960. Vom Autor ergänzt. Quelle: DWD Klimaatlas

Der Stadtteil erwärmt sich um bis zu 10°C gegenüber dem Umland

Ein Umstand, den alle Großstädte haben und gegen dessen Größe jeglicher, denkbare Einfluss eines sich stetig wandelnden Klimas vollkommen in den Hintergrund tritt.
Berlin-Brandenburg hatte seit 1880 ca. +1,5 Grad Temperaturerhöhung. Davon sind angeblich 50 % vom Menschen verursacht, wären demnach CO2-bedingt maximal +0,75 Grad in fast 140 Jahren. Gegen den städtischen Wärmeinseleffekt von +10 Grad ist das nichts.
Für städtische Verwaltungen jedoch kein Grund, den minimalen Effekt nicht durch CO2-Minderung mit Unsummen an Steuergeldern „bekämpfen“ zu wollen:
EIKE 24.09.3017: [4] Ganz(?) München steht Kopf, denn die Stadt verfehlt ihre Ziele beim Kampf gegen den Klimawandel
EIKE 25.04.2017: [5] Wo Klimaschutzprogramme bestimmen, spielen Sinn und Geld überhaupt keine Rolle mehr (Berlin)
und viele, langwierige und teure Studien aufzusetzen:
KLIMARETTER.INFO: [1] … In dem bundesweit einmaligen Forschungsprojekt „Kiezklima“ wurde in den vergangenen drei Jahren untersucht, wie das Leben unter Klimawandel-Bedingungen verbessert werden kann … „Hier im Brunnenviertel wird es im Sommer bis zu zehn Grad heißer als im Berliner Umland„, sagt Eva Wiesemann von der privaten List-Stadtentwicklungsgesellschaft, die das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt zusammen mit sechs weiteren Partnern seit 2014 durchgeführt hat

Die Bewohner selbst spüren zwar nichts vom Klimawandel. Doch wenn man ihnen davon erzählt, erinnern sie sich, dass sie schon mal unkonzentriert waren…

Auch Berlin scheint das Problem zu haben, dass die Bewohner „klimadumm“ sind und erst durch „Fachpersonen“ darauf gestoßen werden müssen. Vergleichbar vielen Südsee-Atollbewohnern, die erst nach den „Einweisungen“ von NGOs und der Kenntnis um Klimaschutzgelder [6] darauf kamen, dass ihre Inseln untergehen.
KLIMARETTER.INFO: [1] … Wiesemann musste viel Aufklärungsarbeit leisten. „Wenn man die Leute fragt, ob sie etwas vom Klimawandel spüren, sagen sie meist: Nein„, erzählt sie. Doch wenn die Fragen konkret wurden, wenn die List-Mitarbeiterin zum Beispiel wissen wollte, wie die Bewohner in den Hitzeperioden zurechtkommen, sei das ganz anders gewesen. Sehr heiß sei es gewesen, hätten sie berichtet, man könne sich nicht gut konzentrieren, und viele Menschen fänden in den heißen Nächten kaum Schlaf.

Die Klima-Vulnerabilitätsforschung zeigt Erfolge und Lösungen, welche bisher niemand kannte

KLIMARETTER.INFO: [1] … Außerdem konnte Wiesemann Geschäfte im Viertel dafür gewinnen, ein Netz von „Trinkstationen“ aufzubauen, an denen man kostenlos ein Glas kaltes Wasser bekommen kann. Und seit Anfang des Sommers gibt es einen öffentlichen Trinkbrunnen auf dem Vinetaplatz mitten im Quartier, ein zweiter steht am Bahnhof Gesundbrunnen.

Ohne umfassendes Klimamanagement ist ein Stadtteil heutzutage praktisch hilflos …

Immer neu bestätigt sich die Überzeugung des Autors, dass „der Klimawandel“ im Wesentlichen eine weltweit angelegte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die sonst nicht verwendbare Akademikerschwemme ist.
KLIMARETTER.INFO: [1] Vorbild für Klimaanpassung
„Kiezklima“ arbeitet seit 2014 an einer Beteiligung der Bürger für den Aus- und Umbau des Berliner Brunnenviertels. Das Projekt erhebt Klimadaten, schlägt Anpassungsmaßnahmen etwa für Hitzewellen vor und bezieht die Anwohner in die Planungen ein. Das Viertel im Zentrum der Hauptstadt ist so zu einem „Modellgebiet für Klimaanpassungsmaßnahmen“ geworden. Dazu gehören auch die „Brunnengärten“. Im vergangenen Jahr zeichnete das Umweltbundesamt das Projekt mit dem „Blauen Kompass“ aus. In diesem Jahr ist es für den ZeitzeicheN-Preis für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen nominiert

Bild 6 Projektpartner „Kiezklima“

… wer käme sonst auf die Idee, gegen den Klimawandel in Hochbeeten Gemüse- und Gartenkräuter anzubauen

Dazu natürlich auch die wohl in Vergessenheit geratene Kenntnis, dass Beschattung gegen Sonnenstrahlung schützen kann.
KLIMARETTER.INFO: [1] Wohnhof bekommt Sonnensegel
Eine ganze Reihe Ideen sind in dem Kiezklima-Projekt gesammelt worden. Einige davon wurden schon in die Tat umgesetzt. So wurden in einem der Innenhöfe der Wohnblöcke der kooperierenden Berliner Wohnungsbaugesellschaft Degewo Hochbeete angelegt, in denen Mieter Gemüse und Gartenkräuter anbauen.

Mit Klimawandel hat das alles jedoch nichts zu tun, eher mit dem Unvermögen der bisherigen Verwaltung

Im Gegensatz zur Redaktion von Klimaetter kann der Autor nicht erkennen, dass ein sich stetig veränderndes Klima Anlass für solche Ma0nahmen geben könnte. Zumindest die Klimadaten geben dafür keinerlei Anhaltspunkt.
Sollten sich in diesem Wohnviertel wirklich herausstellen, dass Wohnungen bei bestimmten Wetterlagen „lebensgefährlich“ sind, sollte man vielleicht die Bausubstanzen und Isolierungen überprüfen und den zuständigen Aufsichtsbehörden und Vermietern gehörig „die Ohren langziehen“. Lösungen wie beim Auto, welche es inzwischen mit Klimaanlagen gibt, weil niemand mehr wie früher im Sommer ohne fahren will, wären denkbar. Zumindest käme der Autor ohne eine langwierige und teure Untersuchung darauf.
Nun handelt es sich laut dem Bericht wohl um einen Problemstadtteil [1]: „ …viele Sozialwohnungen, haben zu zwei Dritteln einen Migrationshintergrund …“.
Dies legt die Vermutung nahe, dass man Sanierungsanalysen und Stadtteilarbeit unter dem Deckmantel „Klima“ finanzieren lies, weil für vernünftige Direkt-Maßnahmen keine Fördermittel genehmigt wurden. Den „Ideologieschwund“ und übertriebenen Aufwand, sowie sinnlose Zusatzmaßnahmen nahm man wohl in Kauf.
Ob dieses Vorgehen wirklich so richtungsweisend ist, wie es die Redaktion von Klimaretter darstellt, wagt der Autor zu bezweifeln.
Vielleicht nehmen es aber die Stadtverwaltungen der noch viel „lebensgefährlicheren“ Städte im Rheingraben und schönen Freiburg zum Anlass, die Bewohner vorsorglich bis zur Gefahrenklärung „auszulagern“, wie es bei den wärmegedämmten Hochhäusern schon passiert ist.
In Freiburg waren es im Sommer immerhin zwei Grad mehr Hitze, während in Berlin-Brandenburg die Sommer-Mitteltemperatur seit 1880 um ca. 1,5 °C gestiegen ist.

Bild 7 Sommertemperaturverlauf 2017 Freiburg Flugplatz und Berlin-Tegel. Quelle: wetteronline

Nach der in Freiburg bereits erfolgten „Klimazeitreise“ von über 200 Jahren müsste die schöne und beliebte Stadt eigentlich schon den Klimatod gestorben sein.

Welch ein Glück, dass es ausreicht, erst in der fernen Zukunft mit dem „Klimaschutz“ anzufangen und den „Werkzeugkasten“ zu füllen, der sich anscheinend vorwiegend um Förderprogramme und Finanzierungsfragen kümmert.

Bild 8 Screenshot Quelle: FWTM Freiburg

Weiterbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“
15. Januar 2016 – 16. Juli 2016, berufsbegleitend
FWTM:
Durchgeführt von fesa e.V. in Kooperation mit dem Institut für Fortbildung und Projektmanagement ifpro
In 13 kompakten Modulen vom 15. Januar bis zum 16. Juli 2016 füllen die künftigen Klimaschutzmanager und andere regional Klimaschutzaktive ihren Werkzeugkasten mit allem, was es für die Umsetzung der Energiewende vor Ort braucht: Vom Kontext und den Grundlagen kommunalen Klimaschutzes geht es über die rechtlichen Rahmenbedingungen bis zu Förderprogrammen und Finanzierung. Der Kurs beinhaltet ebenso Basiswissen über Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Wärmenetze wie Informationen zu Energieeffizienz und Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften. Weitere Themenfelder sind Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung. Abgerundet und auf Praxisnähe zugeschnitten wird die Fortbildung durch eine Einführung in das Projektmanagement, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann auch im Rahmen eigener, kursbegleitender Projektarbeiten vertiefen und verfestigen.

Quellen

[1] KLIMARETTER.INFO 26. September 2017: Trinkstationen gegen den Klimawandel

[2] Kiezklima, Homepage

[3] EIKE 25. September 2017 : Das Interview!

[4] EIKE 24.09.3017: Ganz(?) München steht Kopf, denn die Stadt verfehlt ihre Ziele beim Kampf gegen den Klimawandel

[5] EIKE 25.04.2017: Wo Klimaschutzprogramme bestimmen, spielen Sinn und Geld überhaupt keine Rolle mehr

[6] EIKE 14.12.2015 (Tel 2 … 3): Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang




Häufig gestellte Fragen 9.1*: Eine Kritik

Im AR 5 des IPCC heißt es unter FAQ 9.1 (Seite 824):

Die Komplexität von Klimamodellen … hat seit dem AR 1 aus dem Jahr 1990 substantiell zugenommen. In dieser Hinsicht sind also gegenwärtige Modelle des Erdsystems deutlich ,besser‘ als die Modelle von damals.

Sie definieren „besser“ explizit als ,komplexer‘. Was die Politiker jedoch wissen müssen ist, ob diese Prophezeiungen präziser und zuverlässiger sind! Das heißt, sind sie überhaupt brauchbar?

Bei FAQ 9.1 heißt es weiter:

Ein wichtiger Gedanke ist, dass die Modellgüte nur evaluiert werden kann relativ zu Beobachtungen aus der Vergangenheit, wobei man die natürliche interne Variabilität berücksichtigen muss.

Dies stimmt nur dann, wenn die Modelle so angepasst werden, dass sie zum Wetter der Vergangenheit passen, besonders hinsichtlich Temperatur und Niederschlag. Allerdings ist dieses Pseudo-Modellverhalten kaum besser als das Anpassen einer Kurve mittels eines Polynoms höherer Ordnung. Was man tun sollte ist, den Verlass auf historische Daten zu minimieren, wobei man eher Grundsätzen folgen sollte als dem, was derzeit gemacht wird, nämlich eine Projektion zu simulieren und dann 5 bis 10 Jahre warten, um abzuschätzen, wie gut die projizierte Vorhersage zu tatsächlichen zukünftigen Temperaturen passt. So wie man es derzeit macht – trotz der Anwendung von Grundsätzen – dürfte es kaum besser sein als die Verwendung eines neuralen ,Black Box‘-Netzwerkes für Vorhersagen wegen der Stützung auf das, was Ingenieure „Toffee-Faktor“ [fudge factors] nennen bei der Anpassung an die Historie.

Weiter bei FAQ 9.1:

Um Vertrauen in die Zukunfts-Projektionen derartiger Modelle zu haben, muss das historische Klima – nebst dessen Variabilität und Änderung – gut simuliert sein.

Offensichtlich ist, dass falls die Modelle das historische Klima nicht gut simulieren man kein Vertrauen in ihre Fähigkeit zu Vorhersagen setzen würde. Allerdings reicht die Anlehnung an die Historie nicht aus, um zu garantieren, dass Projektionen korrekt sind. Polynom-Anpassungen der Daten kann hohe Korrelations-Koeffizienten haben, sind jedoch dafür bekannt, in das Nirwana zu entfleuchen, wenn man über die Datensequenz hinaus extrapoliert. Darum sage ich oben, dass der Wahrheits-Test darin besteht, die Modelle tatsächlich die Zukunft vorhersagen zu lassen. Ein anderes Verfahren, das man anwenden könnte wäre, die Modelle nicht an alle historischen Daten anzupassen, sondern nur an die Daten aus vorindustrieller Zeit oder vor dem Zweiten Weltkrieg. Dann lasse man sie laufen und begutachte, wie gut sie die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts simulieren.

Eines der Probleme bei der Anpassung an historische Daten ist, dass falls die bestehenden Modelle nicht alle Faktoren enthält, welche das Wetter beeinflussen (und das ist fast mit Sicherheit der Fall), dann wird der Einfluss der fehlenden Parameter ungeeignet durch andere Faktoren approximiert. Das heißt, falls es in der Vergangenheit eine ,Störung beim Forcing‘ unbekannter Natur und Größenordnung gegeben hat und man die Daten entsprechend korrigiert, wäre es erforderlich, die Variablen zu korrigieren, die in dem Modellen enthalten sind. Können wir sicher sein, dass wir alle exogenen Inputs bzgl. Klima ausgemacht haben? Können wir sicher sein, dass alle feedback loops mathematisch korrekt sind?

Unbequemerweise wird in Kasten 9.1 (Seite 750) angemerkt:

Zumindest für ein Modell wurde gezeigt, dass der Anpassungsprozess nicht notwendigerweise einen einzelnen, einheitlichen Satz von Parametern für ein gegebenes Modell ergibt, sondern dass verschiedene Kombinationen von Parametern gleich plausible Modelle ergeben können (Mauritsen et al. 2012)

Diese Modelle sind so komplex, dass es unmöglich ist vorherzusagen, wie eine Unendlichkeit von Parameter-Kombinationen die verschiedenen Outputs beeinflussen könnten.

Die Art der in modernen Daten verfügbaren meteorologischen Details steht für historische Daten nicht zur Verfügung, besonders in der Zeit vor dem 20. Jahrhundert! Folglich würde es eine voreilige Schlussfolgerung sein, dass fehlende Forcing-Informationen auf andere Faktoren übertragen werden, die in den Modellen sind. Klarer beschrieben: wir kennen die Zeitpunkte von fast allen Vulkanausbrüchen in der Vergangenheit. Allerdings kann die Dichte der vulkanischen Asche in der Atmosphäre im besten Falle nur geschätzt werden, während die Dichte von Asche und Aerosolen bei aktuellen Ausbrüchen gemessen werden kann. Historische Eruptionen in dünn bevölkerten Gebieten können auch nur Spekulation sein auf der Grundlage eines plötzlichen Rückgangs der globalen Temperaturen zumindest ein paar Jahre lang. Wir haben lediglich qualitative Schätzungen bzgl. außerordentlicher Ereignisse wie z. B. das Carrington-Ereignis, ein koronaler Massenauswurf im Jahre 1859. Wir können uns nur fragen, was alles eine solche massive Injektion von Energie in die Atmosphäre anrichten kann.

Jüngst wurden Bedenken laut, wie der Ozon-Abbau das Klima beeinflussen könnte. Tatsächlich waren Einige so kühn zu behaupten,, dass das Montreal-Protokoll einen unerwünschten Klimawandel verhindert hat. Wir können nicht sicher sein, dass einige Vulkane wie etwa der Mount Katmai in Alaska keinen signifikanten Effekt auf die Ozonschicht hatten, bevor wir überhaupt von Variationen des Ozons wussten. Dieser Vulkan ist bekannt für seine anomalen Emissionen von Salzsäure und Fluorwasserstoff (siehe Seite 4). Weiteres hierzu findet man hier.

Fortsetzung von FAQ 9.1:

Unvermeidlich machen sich einige Modelle hinsichtlich bestimmter Klima-Variablen besser als andere, aber kein Modell zeichnet sich eindeutig als das ,insgesamt beste Modell‘ aus.

Dies liegt zweifellos daran, dass die Modellierer unterschiedliche Hypothesen hinsichtlich Parametrisierungen zugrunde legen, und die Modelle werden an die Variable ihres Interesses angepasst. Dies zeigt, dass die Anpassung die Grundprinzipien außer Kraft setzt und die Ergebnisse dominiert!

Meine Vermutung wird gestützt durch die nachfolgende Anmerkung in FAQ 9.1:

…Klimamodelle basieren in erheblichem Umfang (Hervorhebung von mir [=dem Autor]) auf verifizierbaren physikalischen Grundsätzen und sind in der Lage, bedeutende Aspekte von externen Forcings in der Vergangenheit zu reproduzieren.

Man würde denken, dass dieses Anpassen eine erhebliche Schwäche ist bei den gegenwärtigen Modellierungs-Bemühungen zusammen mit der Notwendigkeit, Energie-Austauschprozesse zu parametrisieren (Konvektion und Wolken), welche räumlich zu klein sind, um direkt modelliert zu werden. Anpassen ist der ,Elefant im Raum‘, der kaum einmal beachtet wird.

Die Autoren von Kapitel 9 räumen in Box 9.1 (Seite 750) ein:

…die Notwendigkeit der Modellanpassung könnte die Modell-Unsicherheit zunehmen lassen.

Verschlimmert wird die Lage durch die Anmerkung in diesem gleichen Abschnitt (Box 9.1, Seite 749):

Mit sehr wenigen Ausnahmen beschreiben die Modellierer nicht detailliert, wie sie ihre Modelle anpassen. Daher ist eine vollständige Liste von Widersprüchen zu Beobachtungen, an welche ein bestimmtes Modell angepasst wird, allgemein nicht verfügbar.

Und schließlich stellen die Autoren eindeutig in Frage, wie das Anpassen den Zweck der Modellierung beeinflusst (Box 9,1, Seite 750):

Die Erfordernis von Anpassungen wirft die Frage auf, ob Klimamodelle für Klimaprojektionen der Zukunft überhaupt brauchbar sind.

Ich denke, dass es wichtig ist anzumerken, dass sich vergraben im Kapitel 12 des AR 5 (Seite 1040) das folgende Statement findet:

Insgesamt gesehen gibt es derzeit kein allgemein anerkanntes und robustes formales Verfahren, um quantitative Schätzungen der Unsicherheit zu liefern bzgl. zukünftiger Änderungen aller Klimavariablen … „

Dies ist wichtig, weil es impliziert, dass die unten gezeigten quantitativen Korrelationen nominelle Werte sind ohne Verankerung in inhärenter Unsicherheit. Das heißt, falls die Unsicherheiten sehr groß sind, dann sind die Korrelationen selbst mit großen Unsicherheiten behaftet und sollten zurückhaltend aufgenommen werden.

Auch das folgende Zitat sowie die nachfolgende Illustration aus FAQ 9.1 gilt dem Thema Zuverlässigkeit:

Ein Beispiel von Änderungen der Modellgüte mit der Zeit wird in FAQ 9.1 gezeigt und illustriert die stattfindende, wenn auch mäßige Verbesserung (Hervorhebung von mir [=dem Autor]).

Allgemein sollte man eine hohe, nicht lineare Korrelation zwischen Temperatur und Niederschlag erwarten. In Wüsten regnet oder schneit es nicht viel, ebenso wie an den Polen (effektiv Kältewüsten). Warme Gebiete, also z. B. die Tropen, sind gekennzeichnet durch gewaltige Verdunstung aus den Ozeanen und Feuchtigkeitsanreicherung durch die Vegetation. Sie stellen also gewaltige niederschlagbare Mengen von Wasserdampf zur Verfügung. Daher bin ich kaum überrascht, dass die folgenden Graphiken eine höhere Korrelation zwischen Temperatur und deren räumlicher Verteilung zeigen als für Niederschlag und dessen räumlicher Verteilung. Bzgl. Temperatur werden Gebiete gezeigt, in denen die modellierte Temperatur höher ist als die gemessenen Temperaturen, dann muss es aber auch Gebiete geben, in denen es kühler als gemessen ist, um den Anpassungen an das globale Temperaturmittel zu genügen. Daher bin ich nicht vollständig überzeugt von Behauptungen hoher Korrelationen zwischen Temperaturen und der räumlichen Verteilung. Könnte es sein, dass die „Oberflächen-Temperaturen“ auch die Wassertemperatur der Ozeane enthalten, und weil die Ozeane über 70% der Erdoberfläche bedecken und nicht die Temperaturextreme des Festlands aufweisen, und dass daher die Temperaturverteilung stark durch Wassertemperaturen gewichtet sind? Das heißt, würden die Korrelations-Koeffizienten fast genauso hoch sein als wenn man ausschließlich Temperaturen auf dem Festland heranzieht?

Bildinschrift: FAQ 9.1, Abbildung 1: Fähigkeit der Modelle, die jährliche mittlere Temperatur und die Verteilung von Niederschlag zu simulieren, illustriert durch die Ergebnisse von drei jüngeren Phasen der CMIP-Modelle (CMIP2 um das Jahr 2000, CMIP3 aus dem Jahr 2005 und CMIP5, die jetzige Modellgeneration). Die Abbildung zeigt die Korrelation zwischen gemessener und modellierter Temperatur (oben) und des Niederschlags (unten). Größere Werte deuten auf eine bessere Korrespondenz zwischen modellierten und beobachteten räumlichen Verteilungen. Die schwarzen Symbole deuten auf Korrelations-Koeffizienten individueller Modelle, und die großen grünen Symbole zeigen den Median-Wert (d. h. die Hälfte der Modellergebnisse liegt über, die andere Hälfte unter diesem Wert. Die Verbesserung des Modellverhaltens wird deutlich durch die Zunahme der Korrelation bei aufeinanderfolgenden Modell-Generationen.

Man sollte beachten, dass die behaupteten Korrelations-Koeffizienten sowohl für CMIP3 als auch für CMIP5 implizieren, dass lediglich 65% des Niederschlags vorhergesagt werden können durch den Ort oder die räumliche Verteilung. Falls Verteilungen des Niederschlags so schlecht erklärt sind im Vergleich zur mittleren Temperatur, gewinne ich kein Vertrauen, dass regionale Temperaturverteilungen Korrelations-Koeffizienten aufweisen, die so hoch sind wie das globale Mittel.

Der AR 5 des IPCC steht hier.

*Intergovernmental Panel on Climate Change, Fifth Assessment Report: Working Group 1; Climate Change 2013: The Physical Science Basis: Chapter 9 – Evaluation of Climate Models

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/09/27/frequently-asked-questions-9-1-a-critique-2/

Übersetzt durch Chris Frey EIKE




Es reicht! Hört auf, Harvey und Irma auszuschlachten!

Irma war tatsächlich ein sehr starker Hurrikan der höchsten Kategorie 5, als er über die Leeward Islands zog. Die Windgeschwindigkeit von 185 mph [ca. fast 300 km/h], ermittelt mit einem Hurrikan-Flugzeug in einer Höhe von 10.000 Fuß [ca. 3000 m], war wirklich eine der höchsten jemals in atlantischen Hurrikanen. Wie aber steht Irma im Vergleich zu anderen starken atlantischen Hurrikanen da? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst die Verfahren betrachten, mittels welcher die Stärke eines Hurrikans bestimmt wird, weil seit Anfang dieses Jahrhunderts ein anderes Verfahren angewendet wird.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Stärke eines Hurrikans zu bestimmen. Eine davon ist, die Windgeschwindigkeit mittels eines Flugzeuges zu messen. Die Air Force fliegt immer in Höhen um 10.000 Fuß, und empirische Beziehungen werden angewendet, um die Windgeschwindigkeit in 10.000 Fuß auf die Windgeschwindigkeit am Boden hochzurechnen. Die andere Methode ist, ein Barometer im Auge abzuwerfen und den Luftdruck zu messen. Da es eine direkte Relation zwischen Luftdruck [genauer: Luftdruckgradient, Anm. d. Übers.] und Windgeschwindigkeit gibt, kann man mit Kenntnis der einen Größe die andere Größe berechnen.

Historisch war der Kerndruck im Zentrum des Hurrikans der dominante Faktor bei der Bestimmung der Stärke eines Hurrikans. Nach Einführung der Saffir/Simpson-Hurrikan-Skala Anfang der siebziger Jahre wurden alle Hurrikane der Vergangenheit mittels ihres Kerndrucks in dieser Skala nach Stärke kategorisiert. Heute hat sich das geändert,und Hurrikane werden ausschließlich nach Windgeschwindigkeit kategorisiert. Darum war es möglich, Hurrikan Irma zum stärksten jemals im Atlantik beobachteten Hurrikan zu erklären mit der vom Flugzeug ermittelten Windgeschwindigkeit von 185 mph. Aber wie steht Irma hinsichtlich des Kerndrucks da?

Für alle, die mit der Größe Luftdruck nicht so vertraut sind: Eine der Standardeinheiten des Luftdrucks sind Millibar (mb). [In Europa ist die Einheit seit Jahren als Hektopascal hpa definiert. Da die Zahlenwerte beider Einheiten identisch sind, verwende ich in dieser Übersetzung im Folgenden die Bezeichnung hpa. Anm. d. Übers.] Der normale Luftdruck in den USA liegt gewöhnlich zwischen 1010 und 1030 hpa. Falls der Luftdruck in den Tropen unter 1000 hpa fällt, bedeutet dies allgemein, dass sich ein Hurrikan der Kategorie 1 entwickelt hat. Der Kerndruck in einem Hurrikan der Kategorie 3 liegt normalerweise um 950 hpa, und ein Hurrikan der Kategorie 5 liegt vor, wenn der Luftdruck unter 920 hPa fällt. Sinkt der Luftdruck gar unter 900 hPa, handelt es sich um einen Super-Hurrikan, der vergleichbar ist mit den stärksten Taifunen im Pazifik.

Wie steht nun Irma in dieser Hinsicht im Vergleich mit anderen starken Hurrikanen in der Vergangenheit da, wenn wir den Kerndruck zur Bestimmung der Stärke heranziehen anstatt die Windgeschwindigkeit? Der niedrigste Kerndruck von Irma betrug 914 hpa. Der tiefste Kerndruck jemals in einem atlantischen Hurrikan war 2005 im Hurrikan Wilma mit 882 hpa aufgetreten, als dieser die nordwestliche Karibik heimsuchte. Der niedrigste Kerndruck eines auf das [US-]Festland übergreifenden Hurrikans betrug 892 hpa, aufgetreten im Hurrikan von 1935, als dieser über die Florida Keys hinweg gezogen war. Es gab 10 Hurrikane mit einem Kerndruck unter 910 hpa, davon 5 sogar unter 900 hpa. In dieser Hinsicht schaffte es Irma nicht einmal in die Top 10 und war damit folglich nicht einmal annähernd der stärkste jemals im Atlantik aufgetretene Hurrikan.

Wenden wir uns jetzt dem Hurrikan Harvey zu. Harvey war als der regenreichste Hurrikan der Historie apostrophiert worden. Allerdings steht die Regenmenge von 50 Inches [ca. 1270 l/m²] nicht in Relation zur globalen Erwärmung. Der Grund für die hohe Regenmenge ist vielmehr, dass sich der Hurrikan drei Tage lang praktisch nicht von der Stelle bewegte, was unglücklicherweise gerade im Südosten von Texas der Fall war.

Die Regenmenge in einem tropischen Wettersystem ist nicht abhängig von der Windgeschwindigkeit, sondern von der Verlagerungsgeschwindigkeit. Bevor es ausgeklügelte numerische Modelle zur Simulation der Regenmenge in einem Wettersystem gab, verwendeten wir eine einfache empirische Gleichung, die gute Ergebnisse lieferte: Man berechne die Zuggeschwindigkeit und teile sie in 100 ein.

Verlagert sich ein tropisches Wettersystem mit 10 mph [ca. 16 km/h], erwarte man 10 Inches [254 l/m²]. Ein System mit einer Verlagerung von 5 mph [ca. 8 km/h] würde demnach 20 Inches [508 l/m²] bringen. Sollt die Verlagerungsgeschwindigkeit lediglich 2 mph betragen, erwarte man 50 Inches [1270 l/m²] Regen. Genau das war bei Harvey der Fall. Der Hurrikan bewegte sich 3 Tage lang mit etwa 2 mph und brachte in großen Gebieten vom südöstlichen Texas und dem südwestlichen Louisiana Regenmengen zwischen 40 und 50 Inches.

Es gibt zahlreiche Beispiele zum Stehen gekommener tropischer Systeme, wobei jedes Mal exzessive Regenmengen auftraten. Beispielsweise verharrte der Tropische Sturm Claudette 2 Tage an Ort und Stelle und brachte über 40 Inches [1016 l/m²] Regen in einem ausgedehnten Gebiet südlich der Innenstadt von Houston. Die 42 Inches [1069 l/m²] in Alvin innerhalb von nur 24 Stunden ist für diesen Zeitraum Rekordhalter in den USA. Ein Jahr zuvor brachte der Tropische Sturm Amelia 48 Inches [1220 l/m²] im zentralen Texas. Im Jahre 1967 erreichte der sich nur langsam bewegende Hurrikan Beulah das südliche Texas und brachte Regenmengen zwischen 30 und 40 Inches [762 bis 1016 l/m²] landeinwärts der Stadt Brownsville.

Falls es im Gebiet östlich der Bahamas ein Messgerät für Regenmengen gegeben hätte, wo der Hurrikan José vier Tage lang verharrte, dann bin ich sicher, dass dort über 60 Inches [über 1500 l/m²] Regen gemessen worden wären.

In den USA gibt es eine lange Historie verheerender Hurrikane. Im Folgenden sind einige der intensiven Hurrikane aufgelistet, zu welchen es zum Ende des 19. Jahrhunderts gekommen war, also lange, bevor es eine CO2-Zunahme gab:

Das aktivste Jahr auf das Festland übertretender Hurrikane war das Jahr 1886, als gleich 7 Hurrikane die Küste erreichten. Vier davon erreichten Texas, und zwei davon waren hoch kategorisiert. Der Hurrikan der Kategorie 4 im August 1886 zerstörte alles, was von der Stadt Indianola noch übrig geblieben war. Diese Stadt war Mitte der 1850-ger Jahre ein blühender Handelshafen an der Südküste der Matagorda Bay, bevor ein Kategorie-4-Hurrikan im Jahre 1875 die Stadt nahezu zerstörte. Man befand sich mitten im Wiederaufbau, als der Hurrikan 1886 zuschlug.

Im Jahre 1893 waren zwei Kategorie-4-Hurrikane aufgetreten. Der eine forderte in Louisiana 1800 Todesopfer auf einer der Küste vorgelagerten Insel. Der zweite forderte weitere 1800 Todesopfer, als eine 16 Fuß [ca. 4,90 m] hohe Flutwelle die Hilton Head Insel vor South Carolina zerstörte.

Der tödlichste Hurrikan in der US-Geschichte ereignete sich im Jahre 1900, als eine vom Sturm aufgeworfene Flutwelle über die Galveston Insel hinweg schwappte und 10.000 Menschen in den Tod riss.*

[*Die Flutwellen in einem Tropischen Wirbelsturm gehen nicht auf die Windgeschwindigkeit selbst zurück. Dazu ist die vom Orkan in einer Richtung überstrichene Meeresfläche zu klein. Ursache ist vielmehr der hydrostatisch durch den tiefen Luftdruck höhere Meeresspiegel im Auge des Sturmes. Anm. d. Übers.]

Der Hurrikan des Jahres 1900 war einer der Kategorie 4.

Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass die Hurrikane Harvey und Irma typische starke atlantische Hurrikane waren. Beide entwickelten sich aus aus Afrika auf den Atlantik hinaus ziehende Störungen während des Höhepunktes der Hurrikan-Saison. Die Stärke von Irma, wie sie sich aus dem Kerndruck ergibt, war konsistent mit einer ganzen Reihe anderer Hurrikane in der Vergangenheit. Der starke Regen im Zuge von Harvey war die Folge des zum Stehen gekommenen Sturmes und nicht die Folge einer höheren atmosphärischen Feuchtigkeit in Assoziation mit globaler Erwärmung.

Es gibt nichts an diesen beiden Hurrikanen, was die Dringlichkeit sofortiger Maßnahmen zur Begrenzung der globalen Erwärmung rechtfertigen würde. Es ist traurig, dass jene, die diese Maßnahmen fordern und unterstützen, so brutal und rücksichtslos gegen die zerrissenen Gefühle hunderttausender Menschen in Texas, Louisiana und Florida sind, haben diese doch soeben alptraumhafte Verluste erlitten – und jetzt werden sie für die Hurrikane verantwortlich gemacht, weil sie nicht die Maßnahmen zur Reduktion von CO2 unterstützt haben.

Da wir gerade von CO2 sprechen, es gibt eine intensive Debatte über die Gründe der Erwärmung der Erde. Diese erwärmt sich seit über 150 Jahren, das ist unstrittig. Strittig ist die Ursache. Ist CO2 für das „Wärmste“ verantwortlich, oder sind es andere natürliche Zyklen? Solarexperten in Asien, dem Nahen Osten und Teilen von Europa sehen die Sonne als Ursache. Während der letzten dreieinhalb Jahre haben sie über 400 Studien veröffentlicht, die das CO2 als Ursache verwerfen und stattdessen natürliche Zyklen der Sonne anführen. Falls dies so ist, warum gibt es dann den intensiven Druck, Milliarden über Milliarden Dollar für grüne Energie aufzuwenden? [Von den verheerenden Umweltschäden ganz zu schweigen. Anm. d. Übers.]

Zu was will sie das „Wärmste“ also bringen? Zuerst und am dringlichsten fordern sie, dem Pariser Klima-Abkommen vom Dezember 2015 zu folgen, dem 194 Länder zugestimmt haben. Präsident Trump hat die USA aus diesem Abkommen zurückgezogen, und das „Wärmste“ schäumt vor Wut. Das ausdrückliche Ziel des Abkommens ist es, CO2 zu reduzieren und grüne Energie zu entwickeln.

Eines der Ziele des Abkommens ist die Einrichtung eines Green Climate Fund, dessen Gelder an Entwicklungsländer verteilt werden sollen, um diesen beim Übergang zu grüner Energie zu helfen. Es ist beabsichtigt, bis zum Jahr 2020 100 Milliarden Dollar in diesem Fund zu haben. Woher soll das Geld kommen? Etwa 45 Nationen waren als Geldgeber ausersehen, was bedeutet, dass es rund 150 Empfängernationen gibt, darunter auch China.

Auf dem Pariser Treffen versprachen die Gebernationen 10 Milliarden Dollar, wovon über 80% aus 6 Nationen kommen sollten: England, Deutschland, Frankreich, Schweden, Japan und die USA. Die USA versprachen den größten Betrag mit 3,5 Milliarden Dollar, die anderen 5 Länder jeweils zwischen 1 und 1,5 Milliarden Dollar. Bis heute haben die USA 1 Milliarden Dollar als Anzahlung an die UN überwiesen, die anderen 5 Nationen jeweils rund 0,5 Milliarden Dollar. Die UN hat 156 Mitarbeiter eingestellt, um den Plan zu überwachen. Jährliche Lohnkosten: 29 Millionen Dollar.

Und das ist erst der Anfang. Christiana Figueires, Leiterin der Pariser Konferenz, sagte kürzlich, dass der Plan während der nächsten 3 Jahre über 1,5 Billionen kosten würde, falls jede Nation dem Programm folgt.

Sollte Präsident Trump wirklich seine Entscheidung widerrufen und die USA erneut in das Paris-Abkommen einfügen, würden wir den UN unserem Versprechen folgend augenblicklich 2,5 Milliarden Dollar schulden. Da wäre es höchstwahrscheinlich besser, mit diesem Geld den 150.000 Menschen zu helfen, deren Wohnungen in SE-Texas im Zuge von Harvey weggespült worden sind.

Noch eine letzte Anmerkung. Was ist der wirkliche Grund für das Paris-Abkommen? Eine der aufschlussreichsten Bemerkungen, die ich gesehen habe, stammt von einem führenden UN-Funktionär. Ottmar Edenhofer sagte: „De facto verteilen wir den Wohlstand der Welt völlig neu. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist“. Mit anderen Worten, es handelt sich um ein internationales Programm zur Umverteilung von Wohlstand. Wessen Wohlstand? Unser Wohlstand!

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/09/25/enough-is-enough-stop-hyping-harvey-and-irma/

Übersetzt von Chris Frey EIKE