CO2-Klima­sensitivität im Sinkflug: Neues aus der Fachlite­ratur

ECS: Equilibrium climate sensitivity

bis zu 6°C Proistosescu & Huybers 2017
Pressemitteilung hier; ein wirklich heftiges Alarmpaper, das es wohl darauf anlegt, im 6. IPCC-Bericht zitiert zu werden und den Mittelwert aller Studien nach oben zu ziehen. Nic Lewis hat das Ganze detailliert auf Climate Audit auseinandergenommen.

3,7°C  Brown & Caldeira 2017
Auch dies wohl eher ein Ausreißer nach oben. Das gibt kräftig Fördergelder.

2,8°C Cox et al. 2018; Eingrenzung auf 2.2-3.4°C
Pressemitteilung hier. Die deutsche Presse berichtete eifrig über diese Studie: FAZ, Tagesspiegel, Spektrum

1,79°C Mauritsen & Pincus 2017
Siehe auch Beitrag im Kalte-Sonne-Blog.

1,4°C Orssengo 2018

1,3°C Spencer 2018
Szenario, dass nur 70% der Erwärmung der letzten 150 Jahre anthropogenen Ursprungs sind. Die mögliche Klimawirkung der Sonne ist in den meisten Berechnungen der Klimasensitivität gar nicht enthalten.

0°C Nikolov & Zeller 2017
CO2 ohne Klimawirkung?

Zum Vergleich: In unserem Buch ‘Die kalte Sonne’ stellten wir ein 1,5°C-Szenario dar. Das liegt am unteren Ende der Spannbreite des IPCC AR5-Berichts, 1,5-4,5°C.

TCR: Transient Climate Response

1,32 °C Mauritsen & Pincus 2017
Kalte-Sonne-Beitrag dazu ist hier.

1,29°C Bosse 2017

1,10°C Christy & McNider 2017
Bericht hierzu auf WUWT.

Zum Vergleich: Der TCR Durchschnitt aller Klimamodelle im IPCC AR5-Bericht betrug 2.31 °C.

Alles deutet auf eine seismische Verschiebung im Verständnis der CO2-Klimasensitivität im gerade entstehenden 6. IPCC-Bericht hin. Der ‘beste Schätzwert’ wird sich auf jeden Fall deutlich nach unten bewegen. Das bereitet eingefleischten Klimakämpfern natürlich bereits jetzt schon Bauchschmerzen. Sie bereiten die Welt bereits auf die Veränderungen behutsam vor. So schrieben Knutti et al. 2017 in Nature Geoscience, dass man auf jeden Fall die Treibhausgasemissionen weiter einschränken müsse, egal ob der Wert der CO2-Klimasensitivität nun möglicherweise niedriger liegt:

Jenseits der Gleichgewichts-Klimasensitivität ECS

Die Gleichgewichts-Klimasensitivität charakterisiert die langzeitliche Reaktion der globalen Temperatur auf eine gestiegene atmosphärische CO2-Konzentration. Sie hat als Einzelzahl fast den Status einer Ikone erreicht als Maßzahl, wie ernst die Klimaänderung sein wird. Der Konsens der „wahrscheinlichen“ Bandbreite der Klimasensitivität von 1,5°C bis 4,5°C von heute ist die Gleiche, welche Jule Charney schon im Jahre 1979 genannt hatte, doch basiert sie heute auf quantitativen Beweisen aus dem gesamten Klimasystem und über die gesamte Klima-Historie. Der Kreuzzug bzgl. der Klimasensitivität hat bedeutende Einsichten in die Zeitmaßstäbe der Reaktion des Klimasystems vermittelt, der natürlichen Variabilität und Grenzen von Beobachtungen und Klimamodellen. Aber es ergaben sich auch Bedenken hinsichtlich der einfachen Konzepte, welche der Klimasensitivität und dem Strahlungsantrieb zugrunde liegen. Dies wiederum ebnet den Weg zu einem besseren Verständnis der Klima-Reaktion auf Antriebe. Schätzungen der Transient Climate Response TCR sind eher abhängig von der beobachteten Erwärmung und sind relevanter für die Prognose der Erwärmung während der kommenden Jahrzehnte. Neuere Verknüpfungen, welche globale Erwärmung in direkte Relation zum insgesamt emittierten CO2 setzen zeigen, dass wenn man die Erwärmung unter 2°C halten will man die zukünftigen CO2-Emissionen stark limitieren muss, unabhängig davon, ob die Klimasensitivität hoch oder niedrig ist.

[Übersetzt von Chris Frey EIKE]

Dabei verschleiern die Autoren, dass Werte am unteren Ende des Spektrums eine deutlich weniger dramatische Lage repräsentieren als die höheren Werte, die uns vielleicht wirklich in eine Klimakatastrophe gestürzt hätten. Die Zeit der Rechtfertigungen hat begonnen, “wir haben es ja nur gut mit Euch gemeint”. Ebenfalls erst vor ein paar Monaten mussten Millar et al. 2017 einräumen, dass die Klimamodelle wohl in der Tat viel zu heiß laufen und das 1,5-Gradziel auch mit der dreifachen Menge an CO2-Emissionen erreicht werden kann.  

Andere wollen die neuen Realitäten immer noch nicht wahr haben. Ein Team um Kate Marvel (darunter auch der bekennende Klimaaktivist Gavin Schmidt) behauptete im Februar 2018 in den Geophysical Research Letters, dass die reale Temperaturentwicklung der letzten Jahrzehnte gar nicht dazu taugt, die CO2-Klimasensitivität zu berechnen. Korrekt wären vielmehr die theoretischen Simulationen aus dem Computer. Das hinterlässt einen schon ziemlich sprachlos. Nic Lewis analysierte das Paper und entdeckte eine Vielzahl von Problemen. Die Vorphase zum 6. IPCC-Bericht treibt wundersame Blüten. Beide Seiten laufen zu Höchstleistungen auf, um ihre Sichtweise zitierbar zu dokumentieren. Da scheinen auch die absurdesten Publikationen jetzt durchzukommen, wenn Gutachter mit ähnlicher Gesinnung gefunden werden können.

Link: http://www.kaltesonne.de/co2-klimasensitivitat-im-sinkflug-neues-aus-der-fachliteratur/




Offshore-Wind-Fiasko: Nach kurzer Betriebs­zeit steht Erneuer­baren-Industrie vor Milliarden Dollar Reparatur­kosten

Der Eigentümer der Windturbinen will die Zahlen nicht nennen, sagt aber, dass die finanzielle Signifikanz „gering“ ist.

Auch Siemens Gamesa möchte keinen Kommentar bzgl. der Kosten abgeben, aber die dänische Tochtergesellschaft des Unternehmens hat jüngst 4,5 Milliarden dänische Kronen (ca. 750 Millionen Dollar) oder 16% seines Einkommens zurückgelegt, um seinen Garantie-Verpflichtungen nachkommen zu können. …

Die Probleme von Ørsted bedeuten unter Anderem, dass fast 300 Rotorblätter des Windparks bei Anholt nach nur wenigen Betriebsjahren abgebaut, an Land und zur Fabrik der Firma Siemens Gamesa in Alborg transportiert werden müssen.

Allerdings ist der Anholt-Windpark bei Weitem nicht der einzige betroffene Windpark. Die Rotorblätter vieler britischer Ørsted-Windparks müssen ebenfalls nach nur wenigen Jahren auf dem Wasser repariert werden.

Die Gesamthöhe der Rechnung ist unbekannt, aber Finans Information zufolge deckt die Garantie des Herstellers normalerweise die ersten fünf Jahre ab. Allerdings gab es Unstimmigkeiten zwischen Ørsted und Siemens Gamesa hinsichtlich der Frage, ob die aufgetretenen Probleme überhaupt von der Grantie abgedeckt oder einfach ein Fall normalen Verschleißes sind.

Der ganze Beitrag (auf dänisch)

Link: https://www.thegwpf.com/offshore-wind-fiasco-green-industry-faces-billions-in-compensation-for-early-repairs/

Anmerkung des Übersetzers: Dass das Thema keineswegs neu ist, zeigt dieser Beitrag, der in der Daily Mail bereits im Dezember 2012 erschienen ist.

—————————–

Ebenfalls bei GWPF wurde vor ein paar Tagen über ähnliche Probleme allgemein berichtet:

Chef von Iberdrola warnt: der Sektor Erneuerbare Energie steht global vor dem Kollabieren nach Art von Enron

Financial Times

Das Ende der Ära billigen Geldes dürfte dafür sorgen, dass viele Unternehmen in dem so hoch gehandelten Sektor erneuerbare Energie global vor einem Kollaps nach Art des Enron-Zusammenbruchs stehen. Dies sagt der Direktor von einem der größten Windenergie-Erzeuger der Welt.

Abbildung: Wie die Welt von grünen Phantasten zum Narren gehalten worden ist

Ignacio Galán, Direktor des spanischen Unternehmens Iberdrola sagte, dass neue, nicht industrielle Quer-Einsteiger mit wenig Erfahrung überaus aggressive Angebote unterbreiten für Verträge zur Einrichtung erneuerbarer Energie – in dem Glauben, es handele sich hier um ein finanzielles „El Dorado“.

„Weil Geld so billig ist, sind viele Leute ohne jede Fähigkeiten in dem Bereich mit einem extrem hohen Niveau der Verschuldung auf den Plan getreten“, sagte er der Financial Times. „Mit der Änderung der Raten wird es eine Bereinigung in diesem Sektor geben“.

Das Unternehmen gab kürzlich einen Anstieg von 3,6% des Gesamt-Profits über das ganze Jahr bekannt auf 2,8 Milliarden Euro und geplanten 32 Milliarden Euro an Investitionen während der nächsten fünf Jahre. Galán: „Ich denke, dass das, was Enron widerfahren ist, jederzeit wieder passieren kann. Enron war hoch verschuldet … und das Unternehmen hatte keine Gabe als Unternehmen oder Händler. Und was war geschehen? Das Unternehmen verschwand!“

Mr. Galán erhob keine Vorwürfe gegen irgendwelche Neulinge im Erneuerbaren-Sektor bzgl. der Bilanzfälschungen, welche den US-Energiehändler im Jahre 2001 kollabieren ließen. Vielmehr unterstrich er, wie billiges Geld einige Akteure in einen Geschäftsbereich drängt, von dem sie nichts verstehen.

In der Warnung ist implizit eine verbreitete Furcht enthalten vor einer potentiellen Störung globaler Unternehmen, leiten doch führende Bankiers die Rücknahme eines Experimentes im Wert von Multi-Billionen Dollar ein. Bedenken bestehen, dass einige verschuldete Investoren und Unternehmen vom Anstieg der Raten kalt erwischt werden.

Ganzen Beitrag lesen (Zahlschranke!)

Link: https://www.thegwpf.com/iberdrola-chief-says-global-renewable-sector-faces-enron-style-collapses/

Beide Beiträge übersetzt von Chris Frey EIKE




NOAA erneut ertappt: Datenmani­pulation, diesmal mit der Elimi­nierung einer Rekord-Kältewelle

Dieses Mal waren die Daten betroffen, welche die jüngste Rekord-Kältewelle im Nordosten der USA belegen. Die NOAA möchte diese Kältewelle aus der Historie entfernen.

Falls man die NOAA-Graphiken zum Maß aller Dinge macht, gibt es nichts besonders Ungewöhnliches hinsichtlich der Kälte dieses Winters, welche dazu geführt hat, dass Haie im Ozean erfroren sind und Leguane von den Bäumen fielen (hier).

Die NOAA-Graphik vom Januar 2018 für den Nordosten der USA sieht folgendermaßen aus (das Gebiet umfasst die Neuengland-Staaten sowie die angrenzenden Staaten NY, PA, NJ, DE und MD):

Man würde beim Betrachten dieser Graphik nie darauf kommen, dass es in diesem Gebiet jüngst zu einer Rekorde brechenden Kältewelle gekommen war, oder?

Das liegt daran, wie Paul Homewood entdeckt hat, dass die NOAA die Daten manipuliert hat. Wieder einmal hat die NOAA Temperaturen in der Vergangenheit nach unten korrigiert, um sie kälter aussehen zu lassen, als sie waren, während sie Temperaturen aus jüngster Zeit nach oben korrigiert hat, damit sie wärmer aussehen als sie waren. Gründe? Vermutlich haben die Gründe mehr mit Ideologie als mit Meteorologie zu tun.

Wir sprechen hier nicht über Grad-Bruchteile. Die Korrekturen addieren sich zu atemberaubenden ca. 1,7°C! Das liegt weit jenseits aller Fehlerbandbreiten oder einfacher Fehler und reicht tief in den Bereich Fiktion und politische Propaganda.

Aufmerksam wurde Homewood auf diese Manipulationen, als er die Datensätze von New York unter die Lupe nahm.

Vor allem irritierte ihn, wie die NOAA mit dem besonders kalten Winter umgegangen war, der New York 2013/14 heimgesucht hatte, was er hier beschreibt.

————————–

Die ganze Story von James Delingpole steht hier. Ich empfehle die Lektüre dringend. Er kommentiert ganz am Schluss:

Das ist ein Skandal! Die Klima-Wächter der NOAA sind politische Aktivisten, aber keinesfalls ehrliche Wissenschaftler. Der US-Steuerzahler darf deren Propaganda nicht länger finanzieren!

Legt den Sumpf endlich trocken!

Politik und Medien bei uns machen ja auch begeistert mit. Kann man da wirklich nichts machen außer immer wieder auf derartige Praktiken hinzuweisen? – Chris Frey, Übersetzer

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/02/20/noaa-caught-cooking-the-books-again-this-time-by-erasing-a-record-cold-snap/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Es geht jetzt seit 26 Jahren – und die gesamte ,Globale-Erwärmung-Politik‘ ist gescheitert!

Seitdem haben sich Diplomaten immer wieder auf UN-Gipfeln versammelt, um – manchmal erfolgreich – neue Verträge und Abkommen auszuhandeln, um Treibhausgas-Emissionen zu kappen. Jüngstes Beispiel hierfür war das Pariser Klima-Abkommen, welches von fast 200 Nationen unterzeichnet worden ist.

Das Paris-Abkommen trat 2016 in Kraft, aber nach einem Jahr waren die globalen Emissionen um zwei Prozent gestiegen, hauptsächlich wegen der ökonomischen Aktivitäten in China.

Die Washington Post schrieb kürzlich, dass die Länder hinter den im Paris-Abkommen eingegangenen Verpflichtungen „zurückblieben“. Die Post räumte ein, dass „die Euphorie von Paris mit der derzeitigen Realität auf Kollisionskurs ist“.

Auch enthält die Story in der Post die Erkenntnis, dass auch nach über zwanzig Jahren die 1992 festgesetzten Ziele der Framework Convention nicht erreicht worden sind.

Vor mehr als zwei Jahrzehnten ist die Welt überein gekommen, die Treibhausgas-Konzentrationen in unserer Luft zu stabilisieren, um gefährliche Klima-Entwicklungen zu vermeiden“, sagte der Energie- und Klimaexperte der Stanford University Rob Jackson. „Bis jetzt sind wir in dieser Hinsicht gescheitert“.

Der UN-Vertrag forderte „Stabilisierung von Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau, welches eine gefährliche anthropogene Interferenz mit dem Klimasystem verhindern sollte“.

Von 1992 bis 2017 jedoch, stiegen die globalen jährlichen Emissionen von etwa 22 auf 36,8 Gigatonnen pro Jahr – eine Zunahme um über 67%. Und das trotz zusätzlicher UN-Klimaverträge und politischer Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen.

Erst vor zwei Jahren haben Führer der Welt, darunter der ehemalige Präsident Barack Obama, das Paris-Abkommen als notwendig bezeichnet, um eine gefährliche Erwärmung anzuhalten. Jetzt sagen die UN, dass das Paris-Abkommen noch nicht weit genug geht.

Es geht nicht schnell genug, es ist nicht umfassend genug“, sagte Corinne Le Quéré vom Tyndall Center for Climate Change Research. „Die Maßnahmen reichen nicht aus“.

Dies sollte nun jedoch niemanden überraschen. Experten haben schon seit Jahren auf das Scheitern der Klimapolitik hingewiesen, welche die globalen Emissionen auf dem von den UN verlangten Niveau halten sollen.

25 Jahre Klimapolitik haben die meisten von uns ärmer gemacht“, sagte Umweltökonom Richard Tol im Jahre 2015. Tol war auch Leitautor beim IPCC-Bericht 2013.

Tol sagte, während Klimapolitik „einige Wenige von uns ein wenig reicher“ machte wegen der Subventionen für grüne Energie, ging es in der Politik mehr darum, „Alliierte mit Zuwendungen und Subventionen zu belohnen anstatt Emissionen zu reduzieren“.

Die CO2-Intensität in der Wirtschaft ist gesunken“, sagte Tol, der an der University of Sussex lehrt. „Aber man kann wirklich eine Trendwende im Jahre 1990 erkennen. Es scheint einfach so, dass die letzten 20 Jahre nichts weiter als eine Fortsetzung der 20 Jahre zuvor gewesen sind“.

In neuerer Zeit hat Prof. Roger Pielke von der University of Colorado einen Vortrag in Tokio gehalten, in welchem er darauf hinwies, dass Jahrzehnte der „Klima-Diplomatie“ es nicht vermocht haben, Emissionen zu ändern. „Klimapolitik ist geisteskrank“, sagte Pielke.

Das Problem ist natürlich, dass 25 Jahre der Klima-Diplomatie geringe oder überhaupt keine Auswirkungen auf die Zunahme von CO2-Emissionen zeitigten. Geisteskrankheit ist definitionsgemäß, wenn man wieder und immer wieder das Gleiche macht, aber jedes Mal unterschiedliche Ergebnisse erwartet. Klimapolitik ist geisteskrank.

pic.twitter.com/QyEoCrMnDR — Roger Pielke Jr. (@RogerPielkeJr) February 9, 2018

Tol bestätigend wies Pielke auch darauf hin, wie entscheidende Maßnahmen bzgl. Emissionen – Energie-Intensität und Kohlenstoff-Intensität – von der Klimapolitik völlig unbeeinflusst blieben.

Was ist also geschehen?

Es stellt sich heraus, dass die UN-Prophezeiungen bzgl. zukünftiger Energie auf einem Fudge Factor beruhen, welcher „Maßnahmen“ bzgl. globaler Erwärmung einfacher durchzuführen aussehen lässt als es tatsächlich der Fall ist.

Pielke war Mitautor einer Studie aus dem Jahr 2008, welche zu dem Ergebnis gekommen war, dass die „Dekarbonisierungs“-Schätzungen der UN jenseits aller Realität lagen. Im Grunde haben die UN angenommen, dass sich die Wirtschaft auf natürliche Weise mit einer höheren Rate „dekarbonisieren“ werde als je zuvor.

In einer kürzlich erschienenen Studie der University of Oxford bestätigen deren Autoren die Bedenken von Pielke. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Emissions-Intensität „im ersten Teil des 21. Jahrhunderts gestiegen ist trotz aller großen Klima-Projektionen, welche eine Abnahme angenommen hatten“.

Das IPCC hat sich wieder einmal neuen Szenarien (SSPs) zugewandt, und wieder einmal hat es heroische Hypothesen hinsichtlich spontaner Dekarbonisierung ausgegeben. Man halte mich einmal zum Narren, dann noch einmal – und auch noch ein drittes Mal?

https://t.co/tqCVQAflQF pic.twitter.com/WoIhicGxTh — Roger Pielke Jr. (@RogerPielkeJr) February 10, 2018

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/02/20/its-been-26-years-and-all-global-warming-policies-have-failed/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Report verknüpft Windtur­binen mit Gesundheits­problemen der Menschen

Der rapide Ausbau der Windenergie in den USA, zum größten Teil befeuert durch Subventionen der [US-]Bundesregierung sowie Vorschriften bzgl. Erneuerbarer der einzelnen US-Staaten, ging einher mit einer Flut von gesundheitlichen Beschwerden von Anwohnern von Oregon bis nach Massachusetts nahe den gigantischen, sich drehenden Turbinen.

In einem kürzlich erschienenen Bericht von GateHouse Media werden diese gesundheitlichen Probleme von Anwohnern und Landbesitzern untersucht. Das Ergebnis war ziemlich eindeutig: Ursache sind die Turbinen.

Der Bericht mit dem Titel „In the Shadow of Wind Farms” ist eine in die Tiefe gehende Untersuchung der Auswirkungen der Windindustrie vor allem auf ländliche Gemeinden, bei denen die Turbinen errichtet worden sind. Während der sechs Monate dauernden Untersuchung befragten die Autoren über 70 Familien, die in der Nähe von fast drei Dutzend Wind-Installationen wohnen. Sie sprachen auch mit 10 politischen Vertretern von Gemeinden und Staaten, durchforsteten hunderte Seiten von Aufzeichnungen über Windenergie-Projekte, begutachteten Gerichtsverfahren von sieben Verfahren mit Bezug zu Windenergie und inspizierten Mietverträge von mindestens acht Wind-Einrichtungen auf privatem Land.

Die Autoren durchkämmten auch öffentliche Dokumente und Berichte in den Medien, um die 400 Familien ausfindig zu machen, welche nahe industriellen Wind-Installationen wohnen und die sich über Flackerschatten, Lärm und Gesundheitsprobleme beklagt hatten, aber auch über irreführende Statements von Windunternehmen, welche Turbinen auf privatem Land errichten wollten.

Rapide wachsende, wohlhabende Industrie

Unter Verweis auf Zahlen der Energy Information Administration EIA beschreibt der Bericht das dramatische Wachstum der Windenergie in den USA während des vorigen Jahrzehnts. Waren es zunächst 300 Windpark-Standorte mit etwa 15.000 Turbinen, sind es jetzt über 1000 Installationen in 41 US-Staaten mit etwa 53.000 Turbinen.

Wurden die ersten Windparks noch in dünn besiedelten Gebieten errichtet wie etwa der Mojave-Wüste in Kalifornien, kann man heute tausende Turbinen in jeder Region des Landes finden – außer im Südosten, wo ungünstige Windbedingungen und fehlende staatliche Vorschriften (außer in North Carolina) das Wachstum der Industrie begrenzt haben.

An günstigen Standorten haben Windunternehmen den Gemeinden vielfältige Anreize versprochen, damit diese die Projekte genehmigen, zusätzlich zu den Steuernachlässen infolge dieser Multi-Millionen-Dollar-Installationen.

Vorteile für die Gemeinden

Einige Gemeinden erhalten feste jährliche Zahlungen anstelle von Steuernachlässen. In einem in dem Report genannten Beispiel, nämlich der Ortschaft Barber County in Kansas, erhält die Gemeinde 500.000 Dollar pro Jahr aus dem Flat Ridge Windprojekt plus zusätzliche 55.000 Dollar für jedes von dem Projekt erzeugte Megawatt Energie.

Windenergie-Unternehmen, die oft mit lokalen Einrichtungen zusammen arbeiten, fordern von Landbesitzern die Erlaubnis, Turbinen auf deren Land zu errichten. Landbesitzer, welche Verträge mit den Unternehmen unterzeichnen, können bis zu 14.000 Dollar pro Jahr und Turbine kassieren, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Die Verträge führen oftmals zu Konflikten. Die Untersuchung der GateHouse Media fand heraus, dass die Unternehmen Landbesitzer davon überzeugen, ihre seit Generationen erhaltenen Eigentumsrechte abzutreten, und zwar auf der Grundlage von Versprechungen potentieller Profite mit minimalen potentiellen Problemen durch die Windturbinen. Die Verträge gestatten es den Landbesitzern in der Regel nicht, das Abkommen zu befristen, selbst wenn sie nach Entlastung verlangen von etwas, das sie unzumutbare Bedingungen nennen, verursacht durch die Turbinen.

Klagen über gesundheitliche Probleme

Die mit Abstand größte Quelle von Konflikten zwischen Landbesitzern und Windenergie-Unternehmen sind Klagen über die gesundheitlichen Auswirkungen, welche die sich drehenden Turbinen auf all jene haben, welche diesen täglich ausgesetzt sind.

Klagen kommen von Landbesitzern mit Turbinen auf ihrem Eigentum sowie von deren Nachbarn, wie die Untersuchung ergab. Unter den am häufigsten genannten Problemen sind Schlagschatten, erheblicher Lärm, Schlafstörungen und niederfrequente Vibrationen, welche bereits Dutzende Familien aus ihren Wohnungen vertrieben haben.

Im ländlich geprägten Mason County beispielsweise sagen Cary und Karen Shineldecker, dass sie unter Angstgefühlen leiden sowie unter Kopfschmerzen, Ohrendruck, Tinnitus, Herzrasen und Schlafstörungen, seit die Firma Lake Winds Energy ihre 476 Fuß hohen Windturbinen [ca. 145 Meter] rund um ihr Haus in betrieb genommen hat. Nach einem gescheiterten Kampf gegen den Windpark verkauften sie ihr Eigentum mit einem Verlust, der sie gerade noch vor dem Bankrott bewahrte.

Ein ganzer Chor ähnlicher Klagen über die Shirley Wind Farm in Brown County, Wisconsin, veranlasste die lokale Gesundheitsbehörde, die Turbinen zu einem Gesundheitsrisiko zu erklären. Dutzende Anwohner von Falmouth, Massachusetts, beklagten sich über Übelkeit, Kopfschmerzen, Migräne und Angstgefühle, nachdem die Firma Notus Clean Energy eine Windturbine in ihrer Gemeinde errichtet hatte. In Calhan, Colorado, erzählten vier Familien den Autoren, dass sie ihre Häuser verlassen hätten und weggezogen wären, um dem Golden West Wind Energy Center zu entkommen. Hunderte Menschen in der ganzen Nation haben ähnliche Klagen vorgebracht.

Obwohl die Windindustrie allgemein leugnet, dass es gesundheitliche Beeinträchtigungen bei all jenen gibt, die in der Nähe dieser Monster wohnen, kam GateHouse Media zu dem Ergebnis, dass Windunternehmen sich in sechs Fällen mit Parteien einigten, die sich im Zusammenhang mit den Turbinen über Beschwerden beklagt haben.

Eine Vielfalt von Klagen

Jay Lehr, Ph.D., Wissenschaftsdirektor des Heartland Institute, sagt, dass Windparks Gesundheitsprobleme verursachen und Energiekosten steigen lassen.

„Es war überfällig, dass die schlimmen Auswirkungen von Windturbinen auf die Gesundheit endlich zur Sprache kommen“, sagte Lehr. „Zusätzlich zu den gesundheitlichen Risiken ist Windenergie zu 100 Prozent abhängig von fossilen Treibstoffen als Backup, wenn der Wind nicht weht, einschließlich deren Kosten. Als Folge der viel weiter verbreiteten Windenergie in Europa zahlt man dort drei mal so viel für Strom wie in Amerika“.

Craig Rucker, Direktor des Committee for a Constructive Tomorrow CFACT sagt, dass Windparks auch für Todesfälle der wildlebenden Fauna verantwortlich sind.

„Wir wissen seit Langem, dass Windturbinen hunderttausende Vögel und Fledermäuse pro Jahr töten. Jetzt gibt es auch immer mehr Beweise, dass auch Menschen durch diese Installationen gefährdet werden. Und trotzdem fahren wir damit fort, diesen gefährlichen Unsinn zu subventionieren!“

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/report-links-wind-turbines-to-human-health-problems

Die ganze Studie steht hier.

Übersetzt von Chris Frey EIKE