GRÜNE Energie­expertin: Das Netz fungiert als Speicher

Nun hat die Fachperson der Grünen für Klima und Energie (Anmerkung: Studium: Politikwissenschaft und Öffentliches Recht) in diesen See einen Stein geworfen, in der festen Überzeugung, dass dieser ganaz tief sinken möge.

Können sich solche Experten irren?

Deutschlandfunk, Sendung vom 21.01.2018: [2] Annalena Baerbock im Gespräch mit Barbara Schmidt-Mattern
Titel: Kandidatin für den Parteivorsitz der GrünenIch bin leidenschaftliche Europäerin“
Schmidt-Mattern: Ein beliebtes Argument der Gegner eines schnellen Kohleausstiegs lautet ja immer wieder, dass man sagt, wenn Deutschland allzu schnell aus der Kohle aussteigt, sind wir im Zweifel an Tagen, wo nicht genug Sonne und Wind herrscht, angewiesen auf Stromimporte aus dem Ausland, sprich Atomstrom zum Beispiel aus Frankreich. Wie wollen Sie dieses Argument entkräften?
A. Baerbock: Das ist ein Dreiklang. Und es ist aber so – und das ist einfach Fakt, da kommt man nicht drum herum – wir haben massiv Stromexporte. Wir exportieren ein Zehntel unseres Stroms ins Ausland, in andere Länder. Die osteuropäischen Staaten haben schon gesagt: ‚So geht das nicht weiter, ihr verstopft unsere Netze.‘ Deswegen haben wir gesagt, diese zehn Prozent Export die können wir an Kohle vom Netz nehmen. Und natürlich gibt es Schwankungen. Das ist vollkommen klar. An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren. Die Bundesnetzagentur, das Bundeswirtschaftsministerium war mit dabei in den Sondierungsgesprächen, als Experten geladen, haben das durchgerechnet. Das ist machbar.

Frage an Frau Baerbock: Hätten Sie nicht doch Lust, wenigstens für EIKE diese erklärte Machbarkeit zu belegen?

Sehr geehrte Fachfrau für Klima und Energiefragen einer Oppositionspartei. Der Autor (und nicht nur er) hat schon mehrmals Aussagen der GRÜNEN und die Auswahl der „Experten“, welche von den GRÜNEN gerne gehört werden, kritisiert – man darf ruhig sagen: Auch schon öfter „durch den Kakau gezogen“ [3] [4] [5].
Nun wäre eine gute Gelegenheit für Sie, Paroli zu bieten und ihre im Interview als GRÜNE Fachperson getätigten Aussagen: „ … Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher … „ zu belegen, ergänzend mit den Daten der Experten, welche es für die damaligen Sondierungsgespräche bereits so positiv durchgerechnet hatten.

Mailen Sie einfach die Informationen an EIKE, und sie werden veröffentlicht. Da EIKE das weltweit meistgeklickte, deutschsprachige Informationsportal ist, ergäbe sich damit gleichzeitig die Möglichkeit einer Werbungstat für GRÜNE Fach-Kompetenz, welche durch ein etwas unglücklich verlaufenes Interview von Herrn Özdemir:
[5] EIKE 15.08.2017: Cem Özdemir versucht sich in Energie
man darf es doch sagen, mehr als gelitten hat.

Der Autor jedenfalls freut sich, dass Fachpersonen aus Parteien und Ministerien bereits belegt haben (wollen), wie die in den beispielhaft gelisteten Artikeln so bitter beschriebenen Probleme:
EIKE 22. Januar 2018: Am 11. Januar 2018 brach das EEG-System Deutschlands das erste Mal in der Geschichte vollständig in sich zusammen
EIKE 14.01.2018: Am Neujahrsmorgen hat sich Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte komplett mit Ökostrom versorgt
EIKE 7. Januar 2018: Ministerin Hendricks: Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse
gar nicht entstehen können, in der Zukunft mit Sicherheit ausbleiben und sich als das entlarven, was sie ja sein müssen: Falschdarstellungen von „Besserwissern“ die nur schlecht reden, was Politik und deren Fachberater*innen längst gelöst haben.

Darin stimme ich Ihnen jedenfalls schon einmal voll zu: Man soll etwas nicht „besser wissen“, sondern es reicht, das Richtige zu wissen. Das des Autors können Sie nachlesen, Ihres fehlt (hier) noch.

Quellen

[1] Stadtwerke München: Das Modell des Stromsees

[2] Deutschlandfunk Sendung vom 21.01.2018, Annalena Baerbock im Gespräch mit Barbara Schmidt-Mattern
Titel: Kandidatin für den Parteivorsitz der Grünen „Ich bin leidenschaftliche Europäerin“

[3] EIKE 11. September 2017: Die GRÜNEN: Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen

EIKE 01.07.2017: K. G. Eckardt versucht sich auf dem GRÜNEN Parteitag mit „Klimawandel“ und zeigt dabei:…

EIKE 09.09.2017: Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klimawandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?

EIKE 26.08.2017: Holen sich die GRÜNEN ihre „Kernkompetenz“ zum Klimawandel von der Bundesregierung?

EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2

[4] EIKE 01.01.2017: Harald Lesch trägt vor den GRÜNEN zum Klimawandel vor: Der Klimawandel ist kein Thema, das man ernsthaft bezweifeln kann

[5] EIKE 15.08.2017: Cem Özdemir versucht sich in Energie




Deutschlands Politiker reden hinsicht­lich der Klima­ziele 2030 nur Blödsinn

Das dümmste Versprechen derzeit ist, dass Deutschland 65% seines Stromes aus Erneuerbaren decken will – innerhalb von nur 12 Jahren. Gegenwärtig sind es etwa 32%*, so dass dies ein gewaltiger Sprung ist.

[*Auch diese „32%“ sind ja reine Schönsprecherei. Mal sind es weit über 100%, mal weniger als 1%. Anm. d. Übers.]

Tatsächlich ist es etwas mehr als eine Verdoppelung, und zwar aus zwei Gründen. Erstens, dank einer starken Wirtschaft steigt auch der Stromverbrauch stark. Folglich sind die versprochenen 65% eine andere Größenordnung als die derzeitigen 32%.

Und dann ist da noch der Umstand, dass ein großer Teil dieser 32% der Verbrennung von Holz geschuldet ist, was ebenfalls CO2 erzeugt. Falls also die versprochene Steigerung ausschließlich durch Wind und Sonne kommen soll, ist es mehr eine Vervierfachung als eine bloße Verdoppelung. Dies oder irgendetwas in der Art innerhalb von nur 12 Jahren zu erreichen ist praktisch unmöglich.

Versprochen wurde auch eine massive Reduktion von CO2-Emissionen insgesamt, was mit Sicherheit unmöglich ist, weil die Einsparungen zumeist aus dem Transportsektor kommen müssten. Menschen müssen fahren und fliegen, und Güter müssen per Zug und Lastwagen transportiert werden.

Man erinnere sich, die Grünen wollen interne Verbrennungsmotoren verbieten, aber dies ist unmöglich innerhalb von nur 12 Jahren machbar. In dieser Hinsicht bedeutet die Elektrifizierung des Transportsektors nichts weiter als dessen Energiequelle zu verschieben, was potentiell zu einer weiteren Verdoppelung des Strombedarfs führen wird. Dem gesunden Menschenverstand zufolge [aber wo gibt es den noch hier in D, außer beim EIKE und einigen wenigen anderen? Anm. d. Übers.] sind diese Zahlen einfach unerreichbar. Man kann von hier aus nicht dorthin kommen.

Aber hier spricht noch nicht einmal die deutsche Regierung. Es ist lediglich Wunschdenken eines Nachtsitzungs-Marathons von drei Parteien, die die nächste Regierung bilden können oder auch nicht.

Die letzte und immer noch amtierende Regierung von Deutschland war tatsächlich eine Koalition von drei unterschiedlichen politischen Parteien. Nach dem für sie verheerenden Ergebnis der letzten Wahlen im vorigen September versuchen diese drei, widerwillig eine neue Regierung zustande zu bringen. Es ist zu diesem Zeitpunkt [der Beitrag datiert vom 18.1.2018, Anm. d. Übers.] keineswegs sicher, dass das gelingt, und darum sind diese wilden 2030-Versprechungen nichts als Makulatur – und Futter für Schlagzeilen.

Der Joker in diesen Koalitions-Spielchen sind die Sozialisten. Deren Vorstand zögert, den beiden Merkel unterstützenden Parteien beizutreten, und diese Frage dürfte noch viele Monate lang einer Antwort harren.

Es würde uns allen besser gehen, falls die Sozialisten sich aus dieser Sache heraushalten. Deren Chef hat Präsident Trump einen „Diktator“ genannt und hinzugefügt: „Wir leben in der Welt von US-Präsident Trump, vom russischen Präsidenten Wladimir Putin und vom türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan. Wir leben in einer Welt von Diktatoren, welche mit ihren verrückten Ideen die Welt den Atem anhalten lassen“ [Rückübersetzung aus dem Englischen].

Diese deutschen Sozialisten verstehen eindeutig gar nichts hinsichtlich der US-Regierung [die „Süddeutsche Zeitung“ mit Sicherheit auch nicht! Anm. d. Übers.]. Ihre bisherige Regierungsbeteiligung hat Deutschland viele der gegenwärtigen Probleme eingebrockt. Ihr Fernbleiben würde Hoffnung auf ein geistig etwas gesünderes Deutschland wecken.

Link: http://www.cfact.org/2018/01/18/might-be-german-leaders-talk-crazy-about-2030-climate-targets/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Rechtspo­pulisten, Markt­radikale und Klimawandel-Leugner

Die GRÜNEN fordern die Erfüllung der deutschen Klimaziele sowie einen stärkeren Ausbau der Windenergie

Dieser Antrag der GRÜNEN im Bundestag führte zu einer Bundestagsdebatte. Wie üblich, gibt es dazu unterschiedliche Meinungen (gerade auch auf EIKE und [9] viele in letzter Zeit) und solche wurden von verschiedenen Rednern vorgetragen.
In Deutschland gibt es aber Meinungen, die man nicht haben darf. Und wer eine solche vertritt, den trifft zum Beispiel gnadenlos die Inquisition der Klimakirche. Diese Klimakirche und ihre Anhänger treten inzwischen immer aggressiver auf und sie machen genau das, was alle Religionen mit absolutem Wahrheitsanspruch machen: Sie diffamieren und verfolgen anders-Denkende [4] [5].

KLIMA-LÜGENDETEKTOR, Rainer Kraft (AfD): Im Leugnertum verheddert

Titelte deshalb der KLIMA-LÜGENDETEKTOR und ließ eine Breitseite auf die Rede des AfD-Abgeordneten los, welche darin gipfelte, ihn ungehemmt – da in Deutschland so üblich, wenn Argumente fehlen – erst einmal als: … Rechtspopulisten, Marktradikalen und Klimawandel-Leugner … „ „einzusortieren, um von vornherein klarzustellen, dass sich alleine damit eine Diskussion eigentlich erübrigt, der „LÜGEDETEKTOR“ jedoch gnädiger Weise noch etwas in diesem „Rechten Sumpf“ herumwühlt, um den Teufelsgeruch zumindest weiter zu verbreiten.

Da fängt doch jemand zu Denken an und wagt es auszusprechen …

Video nicht mehr verfügbar
Video der Rede: YouTube. (Anmerkung: Interessant die ausschließlich zustimmenden Kommentare darunter)
[2] KLIMA-LÜGENDETEKTOR: Rainer Kraft ist seit der Wahl im vergangenen September Bundestagsabgeordneter der Alternative für Deutschland (AfD) … Als „politische Ziele/Mission“ gibt der studierte Chemiker auf der Parteiwebsite an: „Abschaffung des EEG; für den Erhalt des dieselgetriebenen Pkw; Ablehnung der Dekarbonisierung; für preiswerten, verlässlichen und sicheren Strom in Deutschland; Abschaffung der Genderlehre“ …
… Gestern Abend hielt Kraft seine erste Rede im Plenum. Er sprach zu zwei Anträgen der bündnisgrünen Fraktion, in denen diese die Erfüllung der deutschen Klimaziele sowie einen stärkeren Ausbau der Windenergie fordert.
[2] Der Abgeordnete Kraft versuchte dabei, richtig witzig zu sein. Ironisch dankte er den Grünen für ihre Anträge. Er mokierte sich über eine angebliche Unfähigkeit der Grünen, mit dem Taschenrechner umzugehen. Er führte die Übernahme hiesiger Unternehmen, etwa des Augsburger Roboterspezialisten Kuka durch einen chinesischen Konzern, auf vermeintlich zu strenge Klimaauflagen für deutsche Unternehmen zurück. Äh, Moment, nein – das war nicht ironisch oder spöttisch gemeint, sondern sollte ein ganz ernsthaftes Argument sein.
Er warf dann – wie es
unter Rechtspopulisten, Marktradikalen und Klimawandel-Leugnern ziemlich beliebt ist – den Grünen vor, Klimaschutzmaßnahmen seien in Wahrheit doch nur ein „Werkzeug“, um „eine öko-sozialistische Planwirtschaft“ zu errichten. Wenn es ihnen ernst wäre, meinte Kraft, müssten die Grünen doch eigentlich für CO2-arme Atomkraftwerke sein …

Wer aber 15 Euro ausgibt, um einen zu sparen, ist ein Narr

Was der „Lügendetektor“ gleich zu Anfang verschweigt ist, was mit dem Taschenrechner-Vergleich ausgeführt war:
[3] Deutscher Bundestag, Sitzungsprotokoll 18. Januar 2018: (Dr. Kraft) … Diese Unfähigkeit beginnt bereits bei der einfachen Bedienung eines Taschenrechners . Da wird der volkswirtschaftliche Schaden, der in Deutschland durch die sogenannte Klimakrise über einen Zeitraum von 44 Jahren verursacht wurde, auf 90 Milliarden Euro beziffert. Gleichzeitig hat die im rot-schwarz-grünen Katechismus fest verankerte Energiewende in einem Drittel dieser Zeit mehr als 500 Milliarden Euro verschlungen . Das ist mehr als das Fünfzehnfache der genannten Schadenssumme . Wer aber 15 Euro ausgibt, um einen zu sparen, ist ein Narr …

Das klingt nicht mehr „nach angeblicher Unfähigkeit der Grünen“ [2], sondern ist wirklich eine.

Jetzt tritt der Autor einmal nach und formuliert im Stil des (preisgekrönten) „Lügendetektors“:
In der Dissertation von Herrn Hofreiter [5] findet sich (auf 101 Seiten) nicht eine Formel oder Berechnung, welche über das Niveau „B = 1 cm“ oder „Die Chromosonenzahl ist x = 9 bei Bomarea s.str,“ hinausreicht und zeigt damit, dass man mit dem mathematischen Wissen der Grundschul-Anfangsjahre in Deutschland problemlos eine Promotion – hier in Biologie – (aus-)füllen kann. Gut, der aktuelle „Retter der SPD“ zeigt, dass man noch leichter weit mehr Geld verdienen kann, wenn man es früh genug erkennt und den richtigen Karriereweg für Personen ohne Abschlüsse einschlägt.
Man kann solche, durch das deutsche Bildungssystem verursachte Fälle, nicht verhindern. Um im Gustus der Kanzlerin zu sprechen „ … jetzt sind sie nun eben mal da … “. Nur, warum muss Deutschland von solchen „Mangelerscheinungen“ unbedingt auch noch regiert werden?

Das Thema Massenmigration sollte man in diesem Zusammenhang eher meiden

[2] KLIMA-LÜGENDETEKTOR: …. An einem Punkt seiner Rede verhedderte sich Kraft dann aber im Gestrüpp des Klimawandel-Leugnertums. Er versuchte, die AfD-typische Ausländerfeindlichkeit mit Öko-Bashing zu verweben und warf den Grünen vor, sie nähmen es mit ihren Klimazielen „selbst gar nicht so ernst“. Und dann:

Bild 2 [2]

Das stenografische Protokoll der Bundestagssitzung vermerkt an dieser Stelle „Beifall bei der AfD“ sowie mehrere Zwischenrufe, unter anderem von der Parlamentarischen Geschäftsführerin der Bündnisgrünen, Britta Haßelmann: „Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!“

Ob es klug war, die Massenmigration mit dem Thema Klimapolitik in dieser Form zu verbinden, sei dahingestellt. Oft ist es einfach besser, in „öffentlichen Verlautbarungen“ konsequent beim Thema zu bleiben. Wer Ironie nicht verstehen will – und das ist bei den etablierten Bundestagsparteien immer so, die nur ihre eigenen für besonders gelungen hält „Ab morgen kriegen sie in die Fresse[7] – findet daran nur Ansatzpunkte für das inzwischen übliche Bashing politischer Gegner, egal ob diese über dem großen Teich oder im eigenen Land gesehen werden.

Doch auch hier verschweigt der „Lügendetektor“ vorsichtshalber, welches brisante „Körnchen Wahrheit“ sich dahinter verbirgt. Genau diese Argumentation wird von „Vordenkern“ der „großen Transformation“ angezogen, nur viel konsequenter: Um die Klimawelt zu retten, muss der Westen so arm wie Afrika (oder der Rest der Welt) werden.
[8] Hans-Peter Gensichen (Anmerkung: Gründungskurator der Deutschen Bundesstiftung Umwelt):
Armut wird uns retten:
These 5 (Arme leben zukunftsfähig): Die Seligkeit der Armen und Randexistenzen – ArmSeligkeit – holt die Zukunft des Reiches Gottes in die gesellschaftliche Gegenwart.
Das gegenwärtige Leben der Armen ist zukunftsfähig und zukunftsträchtig.
These 10 (Ein gemeinsamer Wohlstand): Südliche Theorie der Befreiung aus der Armut und Nördliche Theorie der Befreiung zur Armut und aus dem Reichtum heraus sind verwandt, allerdings über Kreuz. Eine akzeptierte und gestaltete Süd-Nord-Annäherung der Entwicklungsniveaus drückt diese Verwandtschaft aus: Eine dortige Befreiung aus der Armut und eine hiesige Bef
reiung in die Armut haben ein gemeinsames Ziel: Einen globalen Wohlstand etwa auf dem Niveau von Chile bzw. Slowenien.

Wenn eine Frau Britta Haßelmann (Anmerkung: studierte Sozialarbeiterin) dazu zwischenruft: „Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!“, muss diese sich schon die Frage stellen lassen, auf wen es zu schmeissen wäre. Jedenfalls kennt diese Frau die gängige Literatur zum Thema nicht. So etwas war früher, als auf Bildung noch Wert gelegt wurde, ein „No go“.
Auf jeden Fall ein Thema, welches diskutiert werden muss, sich wegen der Komplexität aber schlecht als „Bonmot“ eignet.

Wer CO2 nicht verteufelt, ist der Teufel

[2] KLIMA-LÜGENDETEKTOR: … Wir finden, der Herr hätte an dieser Stelle lieber ein Exemplar des AfD-Grundsatzprogramms vom Himmel werfen sollen. Offenbar hat Rainer Kraft im Eifer des Gefechts die offizielle Position seiner Partei zu Kohlendioxid vergessen. Im Grundsatzprogramm heißt es nämlich (auf Seite 79):

Bild 3 [2]

Und ein paar Zeilen später:

Bild 4 [2]

Die AfD-Position zu Kohlendioxid ist natürlich wissenschaftlich hanebüchen. Aber ein Mindestmaß an Konsistenz darf man von einer Partei und einem Bundestagsabgeordneten doch verlangen!?

Dazu verlinkt der „Lügendetektor“ auf eine klimaalarmistische Seite (Klimafakten.de), welche mit vielen Worten erklärt, dass CO2 zwar notwendig und gut ist, es aber nicht sein darf. Dazu keine Belege, aber viele „mögliche Folgen“.
Klimafakten.de: ... Zwar stimmt es, dass Kohlendioxid unverzichtbarer Bestandteil der natürlichen Kreisläufe auf der Erde ist – doch das bedeutet mitnichten, dass CO2 nicht auch schädlich sein kann. Salopp gesagt: Zucker ist ebenso ein unverzichtbarer Baustein des Lebens, aber zu viel davon ist problematisch für Menschen.
Eine höhere CO2-Konzentration in der Atmosphäre verstärkt erwiesenermaßen den natürlichen Treibhauseffekt und führt so zu einem Temperaturanstieg auf der Erde. Eine weitere Folge ist, dass die Ozeane mehr CO2 aufnehmen, was den pH-Wert des Meerwassers sinken lässt („Versauerung“) – mit möglichen drastischen Folgen für Korallen und viele andere Meerestiere wie auch für die Welternährung.
Ebenso falsch ist die Behauptung, die positive Wirkung von Kohlendioxid auf das Pflanzenwachstum würde unterschlagen – vielmehr ist dieser sogenannte „CO2-Düngeeffekt“ seit vielen Jahren bekannt und Gegenstand zahlreicher Studien. Daher ist er selbstverständlich auch Thema im aktuellen IPCC-Bericht, dort wird er beispielsweise auf Seite 502 von Band 1 (Kapitel 6) oder auch auf Seite 499 von Band 2 (Kapitel 7) detailliert behandelt.
Falsch ist weiterhin, dass das Pflanzenwachstum proportional zum CO2-Gehalt der Atmosphäre zunehme. Vielmehr wachsen Pflanzen ab einem bestimmten Niveau bei höherem CO2-Angebot nicht mehr stärker. Zudem wird die wachstumsfördernde Wirkung des CO2 durch das Angebot an Nährstoffen und Wasser begrenzt, das die jeweilige Pflanze zur Verfügung hat.
In der Summe, so der Stand der Wissenschaft, wird der CO2-Düngeeffekt in der Praxis durch die limitierenden Faktoren (Nährstoffe, Wasserangebot) und durch die negativen Folgen des Klimawandels (v.a. häufigere Wetterextreme) begrenzt

Sogar die Europäische Kommission ist anderer Überzeugung

Geradezu lächerlich, wie diese Argumentation als gegenteiliger „Beleg“ dienen soll. Darin steht: Klimafakten.de: „ … Falsch ist weiterhin, dass das Pflanzenwachstum proportional zum CO2-Gehalt der Atmosphäre zunehme … Vielmehr wachsen Pflanzen ab einem bestimmten Niveau bei höherem CO2-Angebot nicht mehr stärker. Zudem wird die wachstumsfördernde Wirkung des CO2 durch das Angebot an Nährstoffen und Wasser begrenzt, das die jeweilige Pflanze zur Verfügung hat .. „.
Herr Kraft hat nirgens von einem linearen Zusammenhang gesprochen. Im „Beleg“ wird dazu immer davon gesprochen, dass CO2 wegen „ … durch die limitierenden Faktoren (Nährstoffe, Wasserangebot) … wenig bringt. Was aber, wenn beides vorhanden ist? Das überaus positive Ergebnis ist weltweit sichtbar [11] und wurde von der Europäischen Kommission auch explizit festgestellt und so publiziert:
EIKE 09.05.2016: Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass CO2 ein Pflanzengift ist – allerdings erst ab 5.000 ppm Konzentration
… The concentration of carbon dioxide in the atmosphere has reached 400 parts per million (ppm) for the first time in recorded history1. As well as driving climate change, elevated levels of CO2 have important effects on agriculture — although these may not necessarily be negative.
a review of over 400 observations showed CO2 enrichment increased yield by an average of 36%
[Übersetzung von Chris Frey]: Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre hat 400 ppm erreicht, zum ersten Mal in der aufgezeichneten Historie. Ebenso wie als Klimaantrieb haben erhöhte CO2-Niveaus bedeutende Auswirkungen auf die Landwirtschaft – obwohl diese nicht unbedingt negativ sein müssen.]
Das Problem lag jedoch nur daran, dass man in der Vergangenheit nicht weit über 1200 ppm CO2 Konzentration hinaus gekommen war (aktuell hat die Atmosphäre ca. 400 ppm CO2-Anteil, wenn es gelänge alle vermuteten Ressourcen der Welt zu verbrennen, könnte man vielleicht 800 ppm erreichen).
Eine richtungsweisende Studie prüfte nun endlich bis zu 5.000 ppm Konzentration und konnte damit erstmals belegen, dass darüber eine Gefahr für Pflanzen durch CO2 nicht mehr ausgeschlossen werden kann.
Yuming Fu at al.[x]
CO2 concentrations between 1 000 and 3 000 µmol/mol increased both yield and antioxidant content, compared to ground level CO2 (400 µmol/mol). This was expected by the researchers, as it is in line with the findings of previous studies. More surprisingly, they found that concentrations between 3 000 to 5 000 µmol/mol decreased both yield and antioxidant content, suggesting that very high atmospheric CO2 levels may impede the growth and quality of plants.

[Übersetzung von Chris Frey]: CO2-Konzentrationen zwischen 1000 und 3000 µmol/mol würde die Ernte deutlich zunehmen lassen, verglichen mit dem derzeitigen CO2-Niveau von 400 ppm. Dies war von den Forschern erwartet worden, liegt es doch auf einer Linie mit Ergebnissen früherer Studien. Überraschender war das Ergebnis, dass bei Konzentrationen zwischen 3000 und 5000 ppm die Ernten wieder abnehmen würden, was zeigt, dass sehr hohe atmosphärische CO2-Konzentrationen Qualität und Wachstum von Pflanzen erschweren würden.]

Was die EU in Studien ermittelt hat, ist also „ ... natürlich wissenschaftlich hanebüchen“ [2], weil ein Abgeordneter der AfD sich traut, solche Tatsachen den Abgeordneten im Deutschen Parlament „vorzuwerfen“ und damit die bisher so bequeme, parlamentarische Einheitsmeinung [10] zu stören.

Niveau, niveaulos, Bundestag

Dass einige Abgeordnete*innen aus der Niveaulosigkeit der parlamentarischen Einheitsmeinung (nach untern) heraushängen und sich trauen, dies offen zur Schau zu stellen, zeigen viele Zwischenrufer*innen.
Auch Vizepräsident Thomas Oppermann wollte zum Schluss mit einem Beleg weltmännischer Klugheit nicht nachstehen und ergänzte mit einem „inhaltsschweren“ Abschluss-Statement:
[3] Für das Präsidium stelle ich fest, dass wir nach wie vor in einer Welt leben. (Britta Haßelmann [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Von mir aus kann er in seiner bleiben!) Daran können die Reden in diesem Haus nichts ändern

Es lohnt sich, die Rede im Protokoll nachzulesen oder im Video anzusehen.
[3] Deutscher Bundestag: Sitzungsprotokoll 18. Januar 2018 (ab Seite 75). Rede: YouTube

Und so bleibt als Fazit nur die Anmerkung:
Ein Bundestag und Minister*innen, welche mit diesem erschütternd niedrigen Argumentationsniveau einer Regierungsberater*in (der Herr vom PIK gehört natürlich auch dazu) weiterhin zufrieden sind, können nicht klüger werden (wollen). Unabhängig davon, ob alles in der Rede glücklich gewählt war: Sie war und ist einfach notwendig geworden.
Und die Reaktionen waren ein Lehrbeispiel, warum unsere Kanzlerin dieses Parlament in wichtigen Dingen gar nicht erst befragt.

Ein Lichtblick?

Wer im Sitzungsprotokoll weiterliest, stellt in der nachfolgenden Rede der FDP einen gewissen Realitätssinn und Gemeinsamkeiten fest.
Wenn nun die FDP noch ihr Problem mit der CO2-Gläubigkeit ablegt.
EIKE 08.09.2017: Die Generalsekretärin der FDP geriet in die Fänge des KLIMA-LÜGENDETEKTORS – anbei ein Rettungsversuch,
könnte es der Beginn einer von vielen erhofften, erstarkenden Opposition im Berliner Politikzirkus werden:
[6] Berliner Zeitung, Sonntag, 21. Januar 2018: AfD will mit FDP zusammenarbeiten

Quellen

[1] KLIMARETTER.INFO: Nachricht

[2] KLIMA-LÜGEDETEKTOR 19. Januar 2018: Rainer Kraft (AfD): Im Leugnertum verheddert

[3] Deutscher Bundestag,: Sitzungsprotokoll 18. Januar 2018 (ab Seite 75)

[4] EIKE: Das juristische Verfahren der Kinder gegen die Kinder

[5] EIKE 23. Dezember 2017: Und ist es Wahnsinn, so bekommt er zunehmend Methode. Zur Klage: Armer, peruanischer Bauer gegen RWE (Teil 2)

[5] Anton Hofreiter, Dissertation: Die infragenerische Gliederung der Gattung Bomarea Mirb. und die Revision der Untergattungen Sphaerine (Herb.) Baker und Wichuraea (M. Roemer) Baker (Alstroemeriaceae)

[6] Berliner Zeitung – Sonntag, 21. Januar 2018: AfD will mit FDP zusammenarbeiten

[7] ZEIT ONLINE, 27. September 2017: Andrea Nahles: „Ab morgen kriegen sie in die Fresse“

[8] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur

[9] Ruhrkultour: Können Wind- und Sonnenenergie die konventionellen Kraftwerke ablösen?

[10] EIKE 04.10.2016: Klimavertrag von Paris im Bundestag erreicht 100 % Zustimmung. Die DDR Volkskammer lässt grüßen
[11] EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel




Dezember: Nur zehn Stunden Sonne auf deutsche Solarpaneele

Die Lichter, Heizungen, Züge, Fernseher und Telefone wurden mit deutscher Kohleenergie betrieben, mit französischer Kernkraft, russischem Gas und skandinavischer Wasserkraft – plus von unvorhersagbaren Schüben jener wenigen Windturbinen, die nicht eingefroren waren, im Sturm abgeschaltet werden mussten oder sonstwie abgeregelt wurden.

Deutschland stand lange Zeit hinter zwei unvereinbaren Gedanken: Ingenieurskunst und grüner Totalitarismus. Die Unterstützung des Klima-Alarmismus‘ seitens Angela Merkel, während sie gleichzeitig Energieeffizienz predigt, setzen diese dissonante Tradition fort.

Aber König Winter hat die Schwachstelle der deutschen Energiepolitik bloßgestellt. Kaiserin Merkel steht jetzt ohne Kleider vor einem feindlichen politische Klima.

Der Rückzug grüner Energie hat begonnen – im Herzland der Grünenergie-Bewegung.

[Hoffentlich!!! Anm. d. Übers.]

Weitere Beiträge:

Germany gets 10 hours of Sunshine for December 2017:
http://notrickszone.com/2018/01/03/dark-days-for-german-solar-power-country-saw-only-10-hours-of-sun-in-all-of-december/#sthash.JBk2C8XQ.dpbs

Germany’s climate change hypocrisy:
http://dailysignal.com/2018/01/11/germany-becomes-new-poster-child-climate-change-hypocrisy/  [Auf Deutsch beim EIKE hier]

Wind Turbines produce Zero Global Energy:
https://www.spectator.co.uk/2017/05/wind-turbines-are-neither-clean-nor-green-and-they-provide-zero-global-energy/

Mugged by Reality – German Climate Consensus Collapsing:
http://mailchi.mp/thegwpf.org/germanys-climate-consensus-is-collapsing?e=e1638e04a2

Link: http://www.cfact.org/2018/01/18/just-ten-hours-of-sun-on-german-panels-in-december/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Am 11. Januar 2018 brach das EEG-System Deutsch­lands das erste Mal in der Geschichte vollständig in sich zusammen

Dunkelflaute“ herrscht im EEG-System länger als das halbe Jahr

Das mit dem „das erste Mal in der Geschichte“ stimmt natürlich nicht und ist nur eine Anlehnung an die Pressemeldungen zum Neujahrstag [1]. Dieser EEG-Zusammenbruch passiert nämlich nicht selten. Letztmals am 22.09.2017 „erzeugte“ das EEG ähnliche, katastrophale Verhältnisse [4].
Erweitert man den Begriff „Dunkelflaute“ auf das Unterschreiten von 20 % der Nennleistung (konventionelle Kraftwerke schaffen 85 … 90 % der Nennleistung über das gesamte Jahr), dann herrscht eine solche im EEG zu mehr als 50 % der Zeit des Jahres [3].

Das ganze Geschwafel von „zu viel Energie“ entpuppt sich (wieder) als reine Träumerei

Der besagte 11. Januar im Ganglinien-Bild:

Bild 1 Bereitstellung von Leistung durch Solar und Wind am 11.01.2018. Quelle: Agora Viewer

Ein bisschen beschönigt wurde dieses Energiedesaster noch durch Wasserkraft und Biogas, welche einen stabilen Sockel bilden. Doch wird dieser Sockel beim vorgesehenen – nur mit Solar und Wind möglichem – weiteren EEG-Ausbau relativ betrachtet, immer kleiner.

Bild 2 Bereitstellung an EEG Gesamtleistung am 11.01.2018 (Biogas, Wasserkraft, Windkraft, Solar). Quelle: Agora Viewer

Die Datentabellen zu diesem Ereignis:

Bild 3 Installierte Leistungen konventionelle Kraftwerke (Zahlen von 2016 … 2017, deshalb ca.-Angaben)

Bild 4 Installierte Leistungen EEG (Zahlen von 2016 … 2017, deshalb ca.-Angaben) und Daten am 22.02.3028 um 08 Uhr und 12 Uhr. Quelle der Energiedaten: Agora Viewer

Die orientierende Auswertung zum Donnerstag, dem 11. Januar zeigt:

Um 08 Uhr:
– Die Windkraft lieferte 1,1 % der Anschlussleistung und 1,4 % Anteil an der benötigten Leistung
– EEG gesamt lieferte 9,5 % der Anschlussleistung und 13,6 % Anteil an der benötigten Leistung
– Ohne die Braunkohle-Kraftwerke standen noch 95 % der benötigten Leistung zur Verfügung
– Ohne die Kohle-Kraftwerke gesamt standen noch 61 % der benötigten Leistung zur Verfügung
Um 12 Uhr:
– Die Windkraft lieferte 6.6 % der Anschlussleistung und 8,1 % Anteil an der benötigten Leistung
– EEG gesamt lieferte 14,3 % der Anschlussleistung und 19,8 % Anteil an der benötigten Leistung
– Ohne die Braunkohle-Kraftwerke standen noch 98,5 % der benötigten Leistung zur Verfügung
– Ohne die Kohle-Kraftwerke gesamt standen noch 65,7 % der benötigten Leistung zur Verfügung

Alleine ohne Braunkohle fehlt jeglicher Puffer, beziehungsweise es herrsch zeitweise Mangel. Nun noch die Kernkraft wie geplant abgeschaltet, und der regelmäßige Strommangel ist wie in einem Entwicklungsland gesichert.
Kein Wunder, dass Deutschland bereits in Windeseile mit Smart-Grid ausgerüstet wird, um die dann erforderlichen Zwangs-Lastabwürfe beim Verbraucher vornehmen zu können:
EIKE 02.11.2016: Verwundert, weil ihr Stadtteil dank EEG zeitweise keinen Strom bekommt?

Bedenkt man nun noch, dass auf deutsches Anraten die EU das EEG-Desaster mitmachen soll [1] und damit in solchen Flautezeiten auch das Ausland eher nach Strom schreit, als dass es Überschüsse zur Rettung zur Verfügung stellen kann, wird die mit dem EEG eingeleitete Sabotage unseres Energiesystems deutlich.

Sind diese „Experten“ wirklich so dumm, oder steckt ein System zur Zerstörung dahinter?

Wenn man überlegt, dass für diese „Erkenntnis“ einfachste Prozentrechnung und ein Blick in den übersichtlichen Agora-Viewer ausreichen (sofern man es sich nicht gleich detailliert auf EIKE oder einem anderen, kritischen Portal erklären lässt), also etwas, für das bereits die verkorkste Schulbildung des aktuellen SPD-Vorsitzenden genügt, muss man sich fragen, ob die erkennbar mutwillige Zerstörung des bewährten, deutschen Energiesystems nicht mit Methode und bewusst gegen besseres Wissen betrieben wird.
Dazu eine Listung von (typischen) Meldungen solcher „Experten“, die man mit der Realität vergleichen sollte:

[9] Die GRÜNEN: Deutschland kann 100 Prozent Ökostrom.
… Dank dieses Engagements kann Deutschland jetzt die Stromversorgung mit 100 Prozent Ökostrom gewährleisten … Der erste Schritt ist, dass die alten, unflexiblen Kraftwerke vom Netz gehen. Die Atommeiler werden bis 2022 abgeschaltet. Doch sehr schnell müssen jetzt auch die alten Kohlekraftwerke raus aus der Produktion. Das schützt nicht nur das Klima, sondern bringt auch den Strommarkt wieder in Ordnung. Die Dinosaurier aus der alten Energiewelt müssen wir dann durch Erneuerbare sowie flexible und umweltfreundliche Kraftwerke oder Speicher ersetzen. So sieht die Stromwelt der Zukunft aus.

[2] Focus 11.12.2017: Windkraft auf See ergiebiger und zuverlässiger als erwartet (dpa)
Windkraftwerke auf dem Meer erzeugen nach einer Studie des Instituts Fraunhofer IWES mehr und zuverlässiger Strom als bislang angenommen. Die Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee produzieren an 363 Tagen des Jahres Energie, teilte die Stiftung Offshore Windenergie als Auftraggeberin der Studie mit. Bei der Vorgängerstudie hatte dieser Wert noch bei 340 Tagen gelegen … Die Anlagen lieferten somit relativ konstant Strom ...

[3] 29.12.2017 Umweltministerin, Frau Hendricks, Pressemitteilung Nr. 391/17 Endlagerprojekte: Hendricks: Wichtiger Schritt beim Atomausstieg
Auch für die Stromversorgung ist das schrittweise Abschalten der Atomkraftwerke richtig. Anders als von einigen prophezeit wurde, leiden wir in Deutschland nicht unter einer Stromlücke. Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse. Unsere Stromversorgung ist sicher, daran wird auch die Abschaltung von Gundremmingen B nichts ändern.“

[4] Professor Quaschning (Klimaretter.Info): „Wind und Sonne decken in Deutschland (theoretisch) … und fast 90 % der tatsächlich benötigten Leistung“

[6] Annalena Baerbock (GRÜNE): … „Am Kohleausstieg führt kein Weg vorbei. Nicht nur aufgrund unserer klimapolitischen Verpflichtungen, sondern auch wegen des bevorstehenden Desasters am Strommarkt, wenn wir so weitermachen wie bisher. Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen. Es mangelt an der Bereitschaft, aus der Kohle auszusteigen. Deshalb kommen wir bei der Energiewende nicht richtig voran.“

[8] Richard Mergner (Anm.: Landesbeauftragter des Bundes Naturschutz in Bayern, verkehrspolitischer Sprecher des Bundesverbandes BUND, Mitglied der Kirchlichen Umweltkonferenz (KUK) der Evangelisch-Lutherischen Kirche):
… und am ersten Tag dieses Jahres habe, so Mergner bereits der gesamte Strombedarf in ganz Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt werden können …
… Biogas hat einen großen Anteil daran. Es wird dezentral erzeugt, sorgt für Wertschöpfung … „ … Jetzt ist die Staatsregierung gefragt, um dieser sicheren und nachhaltigen Stromversorgung weiter eine Change zu geben“, betonte der BN-Ladesbeauftragte. Die sei nämlich bedroht, weil zu viele Kohlekraftwerke den Markt mit klimaschädlichem Strom überschwemmen.

[5] In einem SZ Interview erklärte der bayerische Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN als „Energieexperte“:
Auszüge: Dass Grafenrheinfeld nun umstandslos verzichtbar ist, liegt vor allem daran, dass Deutschland Strom im Überfluss produziert. … Zwar führt die Abschaltung von Grafenrheinfeld zu einer Exportdelle. Schließlich braucht Deutschland seinen Exportstrom nun vermehrt selbst. Aber die Delle dürfte nur kurz anhalten und klein sein. Einige Experten rechnen sogar damit, dass Deutschland seine bisherigen Exportrekorde bald erneut bricht. Die Ursache ist der Erfolg der Windkraft und der Photovoltaik.
Windkraft und Solarstrom kompensieren den Wegfall des Atomstroms
…..Diese gigantischen Zuwächse sind der Grund, warum es kaum Verschiebungen geben wird in dem Kraftwerkspark, der künftig zum Einsatz kommt. Kritiker der Energiewende führten lange an, mit jedem AKW, das vom Netz geht, würden vermehrt alte Kohle- oder Gasanlagen reaktiviert. Das wird nicht geschehen, zumindest nicht in spürbarem Ausmaß. Windkraft und Solarstrom haben das Potenzial, den Wegfall des Atomstroms aus Grafenrheinfeld zu kompensieren.

[7] C. Özdemir in einem Interview
Sprecher: Kritiker sagen: Dann geht in Deutschland entweder das Licht aus, oder der Strom wird viel teurer. Sehen Sie das auch so?

C. Özdemir: Ach wissen Sie, wir kennen die Argumente. Die Argumente sind ja nicht ganz neu. Im Spitzenlastbereich, also nicht im Normallastbereich. Dann wenn der Energieverbrauch am Höchsten in Deutschland ist, ungefähr mittags zwischen 11 und 12, verbrauchen wir ungefähr 80 Gigabyte. Wir produzieren aber ungefähr 140 Gigabyte. Das heißt, das anderthalb-Fache dessen haben wir immer noch übrig, was wir brauchen. Selbst wenn wir die sieben ältesten Meiler abschalten würden, hätten wir immer noch mehr Strom als wir selbst im Spitzenlastbereich gebrauchen.

manager magazin 07.11.2017: … Mehr als 50 Unternehmen fordern raschen Kohleausstieg
Mit einem eindringlichen Appell an die künftige Bundesregierung haben sich mehr als 50 deutsche Unternehmen in die Debatte um Klimaschutz und Energiewende eingeschaltet. Wie die „Stiftung 2 Grad – Deutsche Unternehmer für den Klimaschutz“ mitteilte, fordern die Unterzeichner des Schreibens, das am Dienstag veröffentlicht wurde, unter anderem den Abschied aus der Kohleverstromung über „einen verlässlichen und sozialverträglichen Ausstiegspfad“.

[10] KLIMARETTER.INFO 22. Juni 2016, Prof. C. Kemfert: EEG-Systemwechsel ist falsches Rezept
Fakt ist: Wir haben in Deutschland einen Stromangebotsüberschuss, weil noch immer zu viel konventioneller Strom im System ist …“,
Münchner Stadtwerke: Christian Vogt, Leiter des Beteiligungsmanagements der Stadtwerke München:
… Bis 2025 wollen wir so viel Ökostrom erzeugen, wie ganz München verbraucht. Eine ganz wesentliche Bedeutung bei der Umsetzung hat die Windkraft, insbesondere Offshore. Sie hat das größte Potenzial und ist sogar grundlastfähig.

Der „Fachintelligenz“ ist nur wichtig, dass die Zerstörung „verlässlich“ abläuft

Daran, den Energiezustand von Dritte-Welt-Ländern zu erreichen, stört sich nicht einmal unsere „Fachintelligenz“, zu der neben den Wissenschaftsbetrieben sicher auch ein Teil der im Energiesektor arbeitenden Industrie gezählt werden kann. Und wie man es aus der deutschen Geschichte gewohnt ist, unterstützt diese „Intelligenz“ auch Zerstörungen, sofern man daran verdienen kann. Allerdings kommt inzwischen als Zusatzwunsch dazu, dass dies bitte „verlässlich“ ablaufen soll. Als schlimmstes Übel wird wohl angesehen, ein oppositionelles „Attentat“ könnte in Deutschland doch einmal gelingen und irrsinnige, politische Entscheidungen doch einmal rechtzeitig stoppen.
manager magazin 07.11.2017: … Mehr als 50 Unternehmen fordern raschen Kohleausstieg
Mit einem eindringlichen Appell an die künftige Bundesregierung haben sich mehr als 50 deutsche Unternehmen in die Debatte um Klimaschutz und Energiewende eingeschaltet. Wie die „Stiftung 2 Grad – Deutsche Unternehmer für den Klimaschutz“ mitteilte, fordern die Unterzeichner des Schreibens, das am Dienstag veröffentlicht wurde, unter anderem den Abschied aus der Kohleverstromung über „einen verlässlichen … Ausstiegspfad“.

Zuverlässigkeit? Nur, wenn das Wetter passt

Die Bahn demonstriert inzwischen schon fast regelmäßig, dass die Infrastrukturversorgung vom Wetter abhängig gemacht wird:
berliner-kurier – Berliner Kurier – Donnerstag, 18. Januar 2018: Überall Chaos wegen „Friederike“… Am Vormittag stellte die Deutsche Bahn den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett ein – Fernzüge aus dem Westen fahren also auch nicht mehr nach Berlin!

Dabei blieb es nicht. Wenn es die Bundesbahn nicht für erforderlich hält, braucht ganz Deutschland nicht zu reisen:

msn Nachrichten:

Wegen des Sturmtiefs „Friederike“ hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr bundesweit vollständig eingestellt. Fernverkehrszüge bleiben in den Abfahrtsbahnhöfen stehen oder werden in Unterwegsbahnhöfen gestoppt, wie eine Sprecherin des Konzerns am Donnerstag sagte … Der Bahnverkehr wird am Donnerstag nicht mehr aufgenommen und ist bis zum Betriebsschluss um 03.00 Uhr früh eingestellt.
Man kann das fast als „Testbetrieb“ werten, mit dem ein (halbstaatliches) Unternehmen für die Politik prüft, wie weit die Bevölkerung Verhältnisse wie in einem Dritte-Welt-Land akzeptiert, ohne zu murren. Was die Bahn bereits macht, werden unsere „Versorger“ auch bald „üben“. Diese haben dazu den Vorteil, keine Fahrkarten zurücknehmen müssen. Und in aller Regel haben sie einen Zweitbetrieb, der Stromspeicher verkauft [11]. Ein Geschäftsteil läuft also immer.

Quellen

[1] EIKE 14.01.2018: Am Neujahrsmorgen hat sich Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte komplett mit Ökostrom versorgt

[2] EIKE 27.12.2017: Offshore lieferte jeden Tag Strom und onshore gab es im Jahr 2016 deutschlandweit keine einzige Stunde ohne Windstromerzeugung

[3] EIKE 7. Januar 2018: Ministerin Hendricks: Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse

[4] EIKE 03.10.2017: Deutschland ohne Erneuerbare Energien – Energiewende im Faktencheck

[5] Süddeutsche Zeitung Nr. 139. Artikel: „Die Lichter brennen weiter“, bzw. „Was das Aus für Grafenrheinfeld bedeutet“.

[6] EIKE 11. September 2017: Die GRÜNEN: Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen

[7] EIKE 15.08.2017: Cem Özdemir versucht sich in Energie

[8] Print-Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten, 13.01.2018: Gefahr für die Produktion des sauberen Biogases

[9] Bündnis 90 Die Grünen, 05.01.2018: Deutschland kann 100 Prozent Ökostrom

[10] KLIMARETTER.INFO 22. Juni 2016: „EEG-Systemwechsel ist falsches Rezept