Die Starkregen vom Juli 2017 in Deutsch­land sind (keine) Menetekel eines Klima­wandels

Damit nicht jemand im Blog süffisant nachfragt, „wer“ den bitte behauptet hat, diese Ereignisse waren vom Klimawandel verursacht, anbei als Vorspann die Information des Zwangs-GEZ finanzierten, grün gestrichenen, bayerischen Partei- und Propagandasenders:
BR.de, Rubrik Wissen, 26.07.2017: [1] Extremwetter durch Klimawandel Mehr Starkregen, Dürren, Hitzewellen und Orkane
Extreme Wetterphänomene treten weltweit immer häufiger auf, auch in Deutschland. Wissenschaftler machen auch die Klimaerwärmung dafür verantwortlich. Und sie zeichnen nach dem globalen Hitzerekord 2016 auch für 2017 ein düsteres Szenario.

… Im Juni und Juli 2017 hat es Teile Deutschlands erwischt: Ausnahmezustand wegen sintflutartiger Regenfälle, die das Leben nicht nur in Berlin zeitweise lahm legten. Auch Niedersachsen und Thüringen machte extremer Dauerregen zu schaffen, in Hildesheim musste ein ganzes Wohngebiet evakuiert werden. Der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif sieht auch den Klimawandel als Ursache für diese Wetterextreme.

Zwar haben nicht wenige Wetterpäpste das Thema richtiggestellt und auf natürliche Variabilitäten hingewiesen. Analysen (auch von eher klimawandel-affinen) Wissenschaftlern zeigen zudem, dass im Sommer die Starkniederschläge bisher abnahmen:
[8] … Eine Auswertung von mehr als 2000 westdeutschen Niederschlagsstationen zeigt eine deutliche Zunahme in den winterlichen Starkregenereignissen (abhängig von der Region bis zu über 10% pro Dekade) und eine deutliche Abnahme für die sommerlichen Ereignisse (Zolina et al. 2008)
[10] … Im Wintermonat Januar wie auch in den Monaten März und November der Übergangsjahreszeiten ist die Neigung zu extrem viel Niederschlag angestiegen, nicht dagegen in den Sommermonaten Juli und August …
[11] Im Sommer hingegen wurde ein Trend zu einer verringerten Variabilit¨at gefunden, wodurch auch extrem hohe monatliche und saisonale Niederschlagssummen in weiten Teilen Mitteleuropas in dieser Jahreszeit seltener geworden sind. Entsprechend haben Tage mit hohen (¨uber dem 10%-Perzentil) und auch extrem hohen (¨ uber dem 5%- und 2%-Perzentil) Niederschlagssummen im Sommer verbreitet abgenommen …

-doch sobald man einen M. Latif zitieren kann – der mit schlafwandlerischer Sicherheit zu jedem Wetterereignis die treffenden, klimaalarmistischen Worte findet -, ist man klima(hysterisch) auf der politisch sicheren Seite. Diese ist inzwischen auch in Bayern sorgfältig zu beachten, seitdem der Landesvater, Herr Seehofer, eine Koalition mit den Grünen nicht mehr ausschließt [2]. GRÜN kennt bei abweichender Meinung kein Erbarmen, und deshalb muss ein Staats-Propagandafunk darauf vorbereitet sein.

So viel Regen dürfte es eigentlich nicht geben, da es im Sommer trockener wird

Das sagen alle bisherigen Klimasimulationen [3] und der DWD:

Der DWD Klimaatlas zeigt den Sommerniederschlag. Der verhält sich seit 1881 so normal, dass es fast schon grausam ist.

Bild 1 Deutschland Niederschlag Sommer von 1881 – 2016. Quelle: DWD Klimaatlas

Der Niederschlagsverlauf im Monat Juli seit dem Jahr 1881 ist auch nicht alarmistischer. Einzig wird in seinem Bild deutlicher, wie hoffnungslos die Klimasimulationen daneben liegen und was Aussagen des ganz großen Klima(Alarm)Forschers, M. Latif wirklich „wert“ sind:
M. Latif: [1] … Forscher haben sich lange schwer getan, extreme Wetterverhältnisse in einen direkten Zusammenhang mit dem Klimawandel zu bringen. Doch neue Methoden der statistischen Auswertung, verfeinerte Klimamodelle und bessere Computertechnik machen Aussagen über Zusammenhänge heute eher möglich.
… denn nicht eine der vielen Simulationsversuche trifft derzeit den wahren Mittelwert.
Macht aber nichts. Mit diesen hoffnungslos falsch liegenden Simulationen wird vom DWD (auf des Bürgers Kosten) Deutschland in 25 Kilometer-Quadraten „klimaberechnet“. Die Kommunen sollen nach diesen Zufallsdaten ihre teuren „Klima“Investitionen budgetieren und natürlich auch ausgeben. Man liegt nicht weit daneben mit der Behauptung: Eine billige Glaskugel mit Sicht auf die historischen Daten wäre wohl nicht ungenauer, aber um Welten billiger [6] [7].

Bild 2 Deutschland Niederschlag Juli 1881 – Juli 2017. Die rote, horizontale Linie kennzeichnet den Wert vom Juli 2017 (vom Autor zugefügt). Quelle: DWD Klimaatlas

Nun noch der Niederschlagsverlauf Juli der zwei stark von den Unwettern betroffenen Bundesländer. Der Juliniederschlag war hoch, aber bei Weitem „noch nie dagewesen“ und auch nicht als sich verstärkender Trend erkennbar.

Bild 3 Niedersachsen Niederschlag Juli 1881 – Juli 2017. Die rote, horizontale Linie kennzeichnet den Wert vom Juli 2017 (vom Autor zugefügt). Quelle: DWD Klimaatlas

Bild 4 Thüringen Niederschlag Juli 1881 – Juli 2017. Die rote, horizontale Linie kennzeichnet den Wert vom Juli 2017 (vom Autor zugefügt). Quelle: DWD Klimaatlas 

Fazit

Der Niederschlag hat eine unglaublich hohe Variabilität – die sich ständig in beide Richtungen wiederholt -, aber immer neu „vergessen“ wird. Eine Erhöhung des Juliniederschlages durch einen Klimawandel ist nicht erkennbar. Und praktisch alle! Niederschlagssimulationen liegen hoffnungslos falsch.
Es ist kein Zufall, dass der dicke, „Deutsche Klimamonitoringbericht 2015“ des Umweltbundesamtes auf seinen 258 Seiten Starkregen zwar 30-mal zitiert, aber keinerlei Daten dazu listet. Auch dessen Verfasser*innen ist es nicht gelungen, beim Starkniederschlag Klimawandel-Einfluss zu belegen und sie haben deshalb die (Klimawandel-negierenden) Informationen lieber weggelassen, um die Bürger nicht zu verwirren.

Klimarückblick Juli

Die Extremwetter dürfte es nicht geben, da sie durch die zunehmende Wärme entstehen (sollen) die zu dem Zeitpunkt im Juli jedoch fehlte

Dass die häufig gebrachte, einfache Erklärung – mehr Wärme ist mehr Stark-Niederschlag – falsch ist, hat Herr Kowatsch bereits in [3] beschrieben.
Dazu eine Erklärung eines anderen Experten: [8] Allgemein sollte es in vielen Regionen durch die globale Erwärmung eine Abnahme von leichten und moderaten Regenfällen geben und/oder eine Abnahme in der Häufigkeit von Niederschlagsereignissen, aber häufigere und intensivere Starkregen. Diese theoretischen Überlegungen können jedoch bisher vor allem quantitativ weder durch Daten noch durch Klimamodellrechnungen hinreichend bestätigt werden

Nun steigt die Lufttemperatur im Sommer an (beziehungsweise verharrt seit ein paar Jahrzehnten auf hohem Niveau),

Bild 5 Deutschland Lufttemperatur Sommerquartal 1881 – 7.2017. Quelle: DWD Klimaatlas

… doch der Juli zeigt in der Langzeitdarstellung ein ganz sonderbares Bild, welches wohl niemand mit dem steigenden CO2-Eintrag erklären kann.

Im DWD-Bild, welches erst mit dem Jahr 1881 beginnt, fällt es noch kaum auf, dass der gerade vergangene Juli unter der Temperatur vom Jahr 1881 lag.

Bild 6 Deutschland Lufttemperatur Juli 1881 – 7.2017. Quelle: DWD Klimaatlas

In der Langzeitdarstellung mit den DWD-Daten ist es aber nicht mehr zu übersehen: Der vergangene Juli lag nicht nur unter der Temperatur im Jahr 1881, sondern hatte die des Jahres 1750. Auch lässt sich mit diesem Verlauf schön sehen, warum in Deutschland die Temperaturen (bisher) seit 1881 fast immer anstiegen.

Bild 7 Deutschland Lufttemperatur Juli 1750 – 7.2017. Rot gekennzeichnet der Beginn der DWD Datenbilder (1881). Roter Pfeil vom Autor hinzugefügt. Quelle: DWD Daten

Anhand dieser Daten lässt sich feststellen: Die „stetige Temperaturerhöhung“ durch einen AGW-Klimawandel kann nicht die Ursache der Juli Unwetter gewesen sein – vor denen man angeblich früher verschont war -, denn der vergangen Juli war so kalt wie der vom Jahr 1881 und kälter als der von 1750 (ziemlich sicher zumindest im ebenfalls stark vom Unwetter gebeutelten Berlin). Die Unwetter geschahen auch bei einer kühlen Wetterlage, denn zu dem Zeitpunkt bestand eine zirkulierende Nord-Strömung [3].

Bild 8 Wetterstation Brocken. Temperaturverlauf und Niederschlag übereinander gelegt. Daten: WetterOnline

Was sagen die Experten dazu:
[8]… Eine Auswertung von mehr als 2000 westdeutschen Niederschlagsstationen zeigt eine deutliche Zunahme in den winterlichen Starkregenereignissen (abhängig von der Region bis zu über 10% pro Dekade) und eine deutliche Abnahme für die sommerlichen Ereignisse (Zolina et al. 2008).

Ausgewählte Niederschlagsdaten aus von dem Unwetter stark betroffenen Gegenden

Erst wenn man sich Einzeldaten von Messstationen ansieht, erkennt man die unglaubliche Spanne der (täglichen und mehrtägigen) Regenmengen und deren chaotisches Verhalten, hinter denen man anhand der Bilder jedoch auch eine dominierende Zyklik vermuten würde. Der Autor hat aus stark betroffenen Gegenden ein paar Daten nahe liegender Messstationen mit längerem, historischem Verlauf herausgesucht um zu zeigen, wie und wie unterschiedlich die Trendverläufe von Extremereignissen zwischen verschiedenen Stationen ausfallen.

Berlin Tempelhof

Zuerst die Station Tempelhof aus dem im Juliunwetter fast „abgesoffenem“ Berlin. Man nehme die folgenden vier Bilder und überlege, ob bei diesem erkennbar chaotisch – zyklischem Verhalten Vorhersagen möglich sind, wenn aus dem „Nichts“ heraus und ohne irgend eine erkennbare Vorwarnung das Wasser plötzlich kübelweise vom Himmel schüttet.
Je nach betrachtetem Zeitbereich lässt sich jeder vermeintliche Trend „erkennen“, bis dieser plötzlich und ohne Vorwarnung vorbei ist.

Dazu noch die Anmerkung, dass man gerade Regen-Messdaten nicht blind vertrauen sollte: Die Messstation Simbach fiel beim großen Unwetter vor zwei Jahren zuerst einmal aus. Seitdem „fehlen“ dort diese Regenmengen. Warum soll so etwas nicht früher auch schon passiert sein und historische Datenspitzen niedriger machen?

Berlin Tempelhof

Bild 9 Berlin Tempelhof 1948 – 8.2017 Tagesniederschlag. Quelle: DWD, Station 433

Bild 10 Berlin Tempelhof 1948 – 8.2017 2-Tages-Niederschlagsmenge. Quelle: DWD, Station 433

Bild 11 Berlin Tempelhof 1948 – 8.2017 3-Tages-Niederschlagsmenge. Quelle: DWD, Station 433

Bild 12 Berlin Tempelhof 1948 – 2016 Jahressumme Starkregen-Ereignisse > 30 mm / Tag. Quelle: DWD, Station 433

Brocken Sorge

Bild 13 Brocken – Sorge Tages-Niederschlag 1951 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 351

Bild 14 Brocken – Sorge 2-Tages-Niederschlag 1951 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 351

Bild 15 Brocken – Sorge Jahressumme Starkregen-Ereignisse 1951 – 2016. Quelle: DWD Daten, Station 351

Helbedündorf

Bild 16 Helbedündorf Tages-Niederschlag 1951 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 2562

Bild 17 Helbedündorf Tages-Niederschlag 1951 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 2562

Bild 18 Helbedündorf Jahressumme Starkregen-Ereignisse 1951 – 2016. Quelle: DWD Daten, Station 2562

Einem DWD „Klimafachmann“ reichen 15 Jahre für eine Trendaussage

Es sei anbei an einen Beitrag auf kaltesonne erinnert, in dem das Problem der kurzfristigen Betrachtung anhand eines Beispiels thematisiert wurde. Ein DWD „Klimaexperte“ behauptete, anhand einer 15-jährigen Messreihe wäre es bereits möglich, beim Starkniederschlag Trendaussagen zu machen.:
kaltsonne, 1. Februar 2017: Starkregen in Deutschland ohne Langzeittrend: 15 Jahre sind kein Klima
„Das sind auch die Folgen des Klimawandels“, sagt der Diplom-Meteorologe [Andreas] Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach dezidiert … „Auf Basis unserer Radardaten flächendeckend über Deutschland haben wir ausgewertet, dass Stark-Niederschläge in den letzten 15 Jahren häufiger auftreten …

Zeigen die bisherigen Niederschlagsbilder schon deutlich, dass selbst über 60 Jahre Beobachtungszeit für eine Trendaussage nicht ausreichen, soll dies anhand von Messreihen mit weit über 100 Jahren bekräftigt werden.

Ganz lange DWD-Niederschlagsreihen zeigen das Risiko kurzfristiger Fortschreibungen und den extremen Zeitraum zur Trendermittlung

Es gibt in Deutschland Niederschlagsreihen, welche bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts zurückreichen. An solchen sei gezeigt, wie die Problematik der Fortschreibung von Niederschlags-Trendverläufen exemplarisch aussieht.

Viele „lange“ DWD Datenreihen von Deutschland beginnen so um 1941 … 1951.
Davor gab es, wie zu vermuten war, aber auch schon (Un)Wetter. Und das zeigt beispielhaft die Langzeit-Messreihe von Bild 19.

Startet man mit dem „typischen“ Beginn der DWD Langzeitreihen, stieg der Extremniederschlag bis 2003 immer nur an:
-Ein typischer „Klimawandelbeleg“.
Berücksichtig man auch die Zeit davor, dann nahm der Starkniederschlag von 1906 … 2003 immer nur ab:
-Ein Beleg des Gegenteils.
Nimmt man mit 30 Jahren Länge meteorologisch „ausreichen lange“ Zeiteinheiten, lassen sich beliebige Trends konstruieren.

Bild 19 Annaburg, Sachsen-Anhalt, Tagesniederschlag 1901 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 170

Bild 20 Annaburg, Sachsen-Anhalt, 2-Tagesniederschlag 1901 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 170

Betrachtet man für diese Station (und die weiteren) den Verlauf der Starkregenereignisse, zeigt sich am 30-Jahre-Mittelwert ein interessantes Bild, welches man so sicher nicht erwartet hätte.

Bild 21 Annaburg, Sachsen-Anhalt, Jahressumme Starkregen-Ereignisse und gleitende 30-Jahressumme 1901 – 2016. Quelle: DWD Daten, Station 170

Weitere Langzeit-Messreihen

Bild 22 Fürstenwalde – Spree, Tagesniederschlag 1893 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 1517

Bild 23 Fürstenwalde – Spree, 3-Tagesniederschlag 1893 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 1517

Bild 24 Fürstenwalde – Spree, Jahressumme Starkregenereignisse und gleitende 30-Jahressumme 1893 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 1517

Bild 25 Achim-Embsen Niedersachsen, Tagesniederschlag 1891 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 23

Bild 26 Achim-Embsen Niedersachsen, Jahressumme Starkregenereignisse und gleitende 30-Jahressumme 1891 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 23

Bild 27 Eisenbach Baden-Württemberg, Niederschlag Tageswerte 1901 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 1176

Bild 28 Eisenbach Baden-Württemberg, Jahressumme Starkregenereignisse und gleitende 30-Jahressumme 1901 – 8.2017. Quelle: DWD Daten, Station 1176

Beim Starkniederschlag lässt sich schwer etwas über Trends aussagen, leichter sind Wahrscheinlichkeiten anzugeben

Statistisch gesehen, steckt man beim Starkregen damit in einem Dilemma. Die „Klimawandler“ benötigen möglichst stabile Trends, um ihre Theorie zu belegen. Wie schwierig und widersprüchlich dies für Niederschlags-Extremereignisse ist – die keinerlei stabile CO2-Korrelation aufweisen, zeigten die bisherigen Verlaufsbilder und lässt sich in [11] nachlesen.
Deutlich ist auch erkennbar, dass die Starkregen-Ereignisanzahl (im 30-Jahres-Mittelwert) über die Belastung durch wirkliche Extremregenfälle nichts aus- oder vorhersagt.

Sehr stark vereinfachend kann man aus den Rohdaten jedoch zumindest grobe Häufigkeitsabschätzungen herauslesen (Hinweis: Um daraus weitere, statistische Ableitungen zu berechnen, wären die Häufigkeiten zuerst in die richtige Verteilung zu transformieren). Natürlich nur unter der Annahme, dass ein Auftreten zu jedem Zeitpunkt gleich Wahrscheinlich ist und sich die Verteilungsparameter über die Jahre nicht verändert haben (Hinweis: Laut [11] haben sich die Verteilungsparameter zu größeren Streuungen hin verändert).
Dann weiss man zwar nicht, wann ein Starkregen mit bestimmtem Pegel eintritt, man weiss aber ganz grob, ob innerhalb welcher Zeiträume es eintreten kann.

Um ein Gefühl für solche Ereignishäufigkeiten und Jahresabstände zu vermitteln, sind für die Messstelle Annaburg anbei die historischen Häufigkeiten des Tagesniederschlags im Bild 29 tabelliert.
Betrachtet man nur den vom DWD-Mitarbeiter genannten Zeitraum von 15 Jahren, dann sind mit diesem 99,97 % der Ereignisse abgedeckt. Das erscheint viel.
Wegen der extremen Ausläufer der Verteilung verstecken sich in den restlichen 0,02x % leider immer noch 13 Ereignisse, deren Niederschlagsextreme fast bis zur Verdopplung reichen und das alle 23 … 57 Jahre. Die möglichen Streuungen und Ereignishäufigkeiten aus der Verteilung zu berechnen, kann problemlos dicke Studien füllen [11]. Aber alleine die Tabelle zeigt, dass richtig schlimme Starkregen eine Generation auseinander liegen können, aber eben nicht müssen.
Die oft beim Klimawandel zitierten „Erlebnisaussagen“ von „Einheimischen“ [13 sind somit erkennbar wertlos.

Bild 29 Messstation Annaburg, Tagesniederschlag, Klassenhäufigkeiten 1901 – 8.2017

Ein Hinweis zur Niederschlagsanalyse Deutschland in [11] sei angemerkt:
In der Studie wird berechnet, dass sich die Verteilungsparameter der Starkniederschläge seit 1900 verändert haben und extremere Ereignisse damit wahrscheinlicher geworden sind. Wie die bisherigen Verlaufsbilder zeigen, kann man jedoch im Verlauf Zyklen vermuten. Sofern die zutrifft, wäre diese Aussage in der Studie nicht haltbar (man hätte dazu die zyklischen Verteilungs-Parameterveränderungen vergleichen müssen und nicht nur – wie geschehen – die Verteilungen um 1900 und aktuell. Auf dieses Thema ist die wirklich umfangreiche Untersuchung jedoch nicht eingegangen.

Eigentlich „entziehen“ sich Extremereignisse dem CO2-Einfluss

[8] … Das Wissen über Extremereignisse ist in vielerlei Hinsicht immer noch ungenügend. Weder sind die Ursachen von Niederschlagsextremen und ihre Beziehung zur globalen Erwärmung endgültig geklärt noch wissen wir genügend über regionale Trends im 20. und noch weniger über künftige Entwicklungen im 21. Jahrhundert. Dennoch spricht einiges für die Möglichkeit, dass die Hochwasser der jüngsten Vergangenheit, und eventuell auch die Hitzewellen, Dürren und Waldbrände, nicht nur eine Laune der Natur waren, sondern auch durch die globale Erwärmung infolge der gestiegenen Treibhausgaskonzentration mit beeinflusst wurden.
[11] … den Schluss nahe … dass das Elbe-Hochwasser 2002 ein seltenes Ereignis war, das sich nicht dem Trend beobachteter Klimaänderungen zuordnen lässt.

Auch in der umfangreichen (und gut darstellenden) Forschungsstudie [11] ist man sich der Problematik bewusst:
[11] … Die Ergebnisse sind überaus vielfältig und zeigen einmal mehr, dass komplizierte klimatologische Fragen nicht einfach mir ja oder nein beantwortbar sind. Das Klima ist in Deutschland im Beobachtungszeitraum somit je nach Klimaelement, Jahreszeit und Region teils extremer, teils aber auch weniger extrem geworden, und teils sind deutliche Änderungen gar nicht erkennbar
… Mit aller Vorsicht lässt sich aber sagen (vgl. dazu Kap. 1), dass bei der großräumigen Erwärmung der Klimafaktor Mensch dominiert (”anthropogener Treibhauseffekt“ ) und dass damit zusammenhängende Änderungen der Extremereignisse möglicherweise auch dieser Ursache zuzuordnen sind.

Und man muss den IPCC loben, der im letzten Sachstandsbericht (allerdings nur in der Langfassung) zugegeben hat, dass die in früheren Berichten angegebene „Sicherheit“ der Extremereignis-Zunahme durch einen AGW-Klimawandel für die meisten Fälle nicht mehr bestätigt werden kann [9].

Fazit

Bei solchen Datenvariabilitäten der wahren Natur wird klar, warum man sich beim „Klimawandel“ mit Belegen selbst im (angeblich) mit Klimadaten „vollversorgten“ Deutschland so schwer tut. Daran wird daran auch deutlich, dass Stark-Niederschlagstrends noch gar nicht erklärt werden können. Weltweit kann unbesehen ausgeschlossen werden, dass bessere Daten vorhanden wären.
Die Temperaturen zeigen da etwas mehr trendverhalten. Ein Grund, warum sich das ganze „Klimagezeter“ vorwiegend darauf konzentriert (obwohl die Temperaturen in langen Zeiträumen betrachtet, genau so unsicher sind [12]).

Anstelle sich jedoch damit auseinander zu setzen und die Schwächen zuzugeben, ist es viel einfacher, der CO2-Religion voll zu vertrauen und sich alleine auf CO2-Verhinderung zu konzentrieren. Dort gilt alles als Erfolg, was sich in CO2-Kilogramm-Äquivalenten ausdrücken lässt und Belege sind nicht erforderlich:
EIKE, 22.03.2017: Klimamönche*, alternativ: die Klimaelite unserer Behörden

Wie kann man mit ungenauen Daten Simulationen kalibrieren, die dann die ungenauen Daten „richtig“ berechnen

Die etwas sperrige Überschrift soll ein Phänomen beschreiben, welches sich in der „Klimawissenschaft“ findet. Wie es Herr Thüne in EIKE 10. August 2017: Hitzerekorde aus dem Computer! UN-Klimaschutzpolitik ändert nichts am weltweiten Wettergeschehen
kurz beschrieb, werden inzwischen die fehlenden und ungenauen Klimadaten historischer Zeiten durch Klimasimulationen rückberechnet und als die „wahren Daten“ erklärt.

Wer sich öfters Klimadaten ansieht merkt: Man kennt nicht einmal die kurzfristig-historischen Daten genau.
Mit diesen ungenauen Daten werden nun die Klimasimulationen „kalibriert“ und „können“ berechnen, wie die ungenauen Daten der weiteren Vergangenheit „wirklich“ gewesen seinen.
Dass sie es nicht einmal für den aktuellen Zeitraum können, zeigen die DWD Simulationsbilder am Anfang dieses Artikels.

In jeder Wissenschaft würde man darüber laut lachen – aber nicht beim AGW-„Klimaforschen“, wie es Herr Latif bestätigt.
M. Latif: [1] … Forscher haben sich lange schwer getan, extreme Wetterverhältnisse in einen direkten Zusammenhang mit dem Klimawandel zu bringen. Doch neue Methoden der statistischen Auswertung, verfeinerte Klimamodelle und bessere Computertechnik machen Aussagen über Zusammenhänge heute eher möglich …
Quellen

[1] BR.de, Rubrik Wissen, 26.07.2017: Extremwetter durch Klimawandel Mehr Starkregen, Dürren, Hitzewellen und Orkane

[2] DER TAGESSPIEGEL, 23.07.2017: Bundestagswahl : Horst Seehofer kann sich jetzt Koalition mit Grünen vorstellen

[3] EIKE 3. August 2017: Die reichlichen Sommer-Niederschläge 2017 in Deutschland stehen im Widerspruch zur gängigen CO2-Erwärmungstheorie

[4] Berlinjörg (Pseudonym) 17. August 2006: Die homogene 300jährige Berliner Klimareihe(lang!)

[5] EIKE 14.06.2017: Fake News: Diesmal Pfingstunwetter um Hildesheim – neue Einschläge des Klimawandels?

[6] EIKE 18.06.2016: Die Niederschlagsentwicklung in Deutschland und weltweit zeigt keinen Klimawandel-Einfluss

[7] EIKE 20.04.2016: Klimamodelle rekonstruieren Niederschlagsentwicklungen nur mit gröbsten Fehlern

[8] Warnsignal Klima, Kap3.1-3.1.13, Kasang, Kasper: Veränderung regionaler Niederschlagsextreme

[9] EIKE 25.11.2016: Das heißeste Jahr, aber die niedrigste Tornadorate – obwohl nach der Theorie beides gleichzeitig höher werden muss

[10] Christian-D. Schönwiese, Frankfurt/M: WIRD DAS KLIMA EXTREMER? EINE STATISTISCHE PERSPEKTIVE.

[11] Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben 201 41 254 im Auftrag des Umweltbundesamtes, Martin Jonas, Tim Staeger und Christian-D. Schönwiese, 2005: Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten von Extremereignissen durch Klimaänderungen – Schwerpunkt Deutschland –

[12] EIKE 11.05.2016: Die Problematik der Temperaturrekonstruktion Eine beispielhafte Sichtung dazu anhand des Projektes PAGES2k

[13] EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel




NYT ertappt: Dokumente aussortiert, um einen vermurk­sten Artikel zu Klima­wandel nicht zu gefährden

[Einschub des Übersetzers: Dies war am Mittwoch, dem 9. August, also nur einen Tag später, auch die große Titelschlagzeile in der „Süddeutschen Zeitung“, gefolgt von einem Artikel, der fast die ganze Seite eingenommen hat. Man sehe mir nach, dass ich diesen Unsinn nicht gelesen habe. Aber das ist wie im „Neuen Deutschland“ zu DDR-Zeiten oder in der „Prawda“ zu Sowjet-Zeiten: Man werfe der Gegenseite genau das vor, was man selbst tut! Offenbar haben die Redakteure der „Süddeutschen“ in der DDR-Kaderschmiede damals sehr gut aufgepasst!

Alles jetzt Folgende kann also direkt auch für die „Süddeutsche Zeitung“ angenommen werden. Und diese Zeitung wirbt mit dem Slogan „Seien Sie anspruchsvoll!“ für sich!

Ende Einschub.]

Die NYT berichtete, dass ihr ein unveröffentlichter Entwurf des National Climate Assessment NCA [vielleicht ,Bericht zur Klimalage der Nation‘] vorliege, der für das Jahr 2018 zur Veröffentlichung vorgesehen ist. Die Zeitung behauptete, dass der Entwurf „noch nicht öffentlich bekannt gemacht worden sei“ und folgert, dass „die Amerikaner die Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt spüren“.

Allerdings veröffentlichte die NYT einen „Entwurf dritter Ordnung“ [a ,third order draft‘] der NCA, welcher bereits seit Januar online geschaltet war. Die NOAA stellte den Entwurf im März online.

Die Zeitung druckte keine formelle Korrektur zu der Zeit, als der Artikel veröffentlicht wurde, und hat auch nicht auf die Nachfrage der The Daily Caller News Foundation DCNF geantwortet, ob noch eine Korrektur veröffentlicht werden würde oder nicht.

„Wir stellen in der Story eindeutig klar, dass dies von der NAS begutachtet worden ist und innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft kein Geheimnis war“, sagte NYT-Reporterin Lisa Friedman der DCNF hinsichtlich der Inkonsistenzen. „Der jüngste Entwurf war jedoch nicht öffentlich“.

Dann lud die NYT einen zuvor noch nie gesehenen „fifth order draft“ [etwa: Entwurf fünfter Ordnung] des NCA auf seine Website, jedoch ohne jede Korrektur oder Aktualisierung des Original-Artikels.

Ein genauer Blick auf den Artikel von Friedman zeigt immer noch den öffentlich zugänglichen „Entwurf dritter Ordnung“ als das, was durchgesickert war. Klickt man jedoch auf den Link, erhält man den „Entwurf fünfter Ordnung“.

Quelle: Screenshot der New York Times

„Es ist sehr enttäuschend zu erfahren, wenngleich es auch vollkommen vorhersehbar war, dass die NYT den Bericht eines Entwurfes abschreiben würde, ohne dass zuerst dessen Inhalt mit dem Weißen Haus oder irgendeiner direkt in Klima- und Energiepolitik involvierten Agentur verifiziert worden ist“, sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses der DCNF. „Wie schon von anderer Seite angemerkt – und das sollte die NYT mitbekommen haben – wurden Entwürfe dieses Reports schon vor Monaten veröffentlicht und weit verbreitet während des Zeitraumes der Kommentierung seitens der Öffentlichkeit. Das Weiße Haus wird sich eines Kommentars vor dem geplanten Termin der Veröffentlichung enthalten“. Soweit der Beamte des Weißen Hauses.

Nach all dem hat die NYT einen „durchgesickerten“ Report gebracht. Aber an der NCA beteiligte Klimawissenschaftler haben gesagt, dass es zwischen den beiden Entwürfen kaum substantielle Unterschiede gebe. Die endgültige Fassung wird nicht vor dem nächsten Jahr erwartet.

Die Washington Post fügte zu den Bemerkungen Hayhoes hinzu, dass „die Version beim Weißen Haus der fünfte Entwurf ist, aber Personen, die beide Versionen kennen sagen, dass es keinen substanziellen Unterschied gibt.“

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/08/09/nyt-caught-switching-out-documents-to-fix-botched-climate-change-article/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




ARTE-Film zum Senegal: Eine Insel versinkt – und mit ihr (wieder) jegliche Glaubwür­digkeit der Klima­wandel-Berichter­stattung. Deshalb eine Rezension mit sarkastischem Schluss

EIKE, 20.06.2017: Gegen Klimaflüchtlinge helfen nur noch C. Juncker und der Pariser Klimavertrag Alternativ: Nicht der Klimawandel bedroht uns, sondern unsere Politiker
Damit die Untertanen dies auch einsehen, werden sie durch unsere Medien und die Öffentlich-Rechtlichen verstärkt mit Klimawandel-Propaganda „informiert“. Da Masse (und Propaganda sowieso) oft an mangelnder „Klasse“ leidet, haben diese Sendungen ein „Niveau“ erreicht, in dem „alles“ vorkommt, nur keine belegende Information. Man gewinnt den Eindruck, unsere „Klimaintelligenz“ und deren mediale Vertreter sind überzeugt: Für ihre (das alles bezahlende) Untertanen muss es als Beleg reichen, wenn „Betroffene“ „Klimawandel“ laut aussprechen (können).
EIKE 08.08.207: Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T2 (2)
EIKE 12.06.2017: [11] Fake News: Zuerst der SWR, nun der BR: Ein Südseeparadies versinkt im Meer. Öffentlich-Rechtliche Klimawandel-Agitation in Endlosschleife

Auch das vom (Zwangs-)Gebührenzahler finanzierte ARTE (ARTE finanziert sich zu 95% über den in Frankreich und Deutschland erhobenen Rundfunkbeitrag) nimmt sich öfters des Klimawandels an. Zur Zeit ist Afrika in aller Munde [1] und so wiederholen sich regelmäßig schlimme Berichte von diesem Kontinent. Im Kern trage sie alle die gleiche Botschaft:
Dieser Kontinent litt früher unter den westlichen Kolonialherren und jetzt leidet er unter dem vom Westen verursachten Klimawandel. Weiteres zur afrikanischen Geschichte und von Afrikas Politikern wird in aller Regel nicht erwähnt. Denn Afrika will mindestens viel Geld vom Westen und westliche NGOS unterstützen sie tatkräftig dabei.

Der Klimawandel ist immer und überall, nur Trump will ihn nicht sehen

Arte, 27.07.2017:Video, Link Senegal: Eine Insel versinkt

[Hinweis: Das Video lässt sich aus urheberrechtlichen Gründen nicht einbetten. Bitte also den Link anklicken]

ARTE Begleittext: Wer noch am Klimawandel zweifelt, der soll in den Senegal fahren auf die sinkende Insel Carabane.
Der amerikanischen Präsident Donald Trump hätte auf seine Berater hören sollen, als er am 1. Juni den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verkündete. Aber er hält das alles ja für eine chinesische Verschwörung, die der Wirtschaft der USA schaden soll.
Dabei könnte er am gegenüberliegenden Ufer des Atlantiks sehen, wie etwa im Süden des Senegal das Meer steigt und es allmählich die Insel Carabane an der Mündung des Flusses Casamance verschlingt. Das Meer knabbert heftig an den Ufern, Häuser stürzen ein und Bäume fallen, das Grundwasser wird immer salziger. Die Ernten werden immer magerer, vor allem in den letzten drei Jahren haben sich die Lebensbedingungen der Menschen auf Carabane immer mehr verschlechtert. Der Senegal ist ein armes Land, deshalb scheitern hier sowohl der Bau von Deichen an den Kosten als auch die Aufforstung zur Befestigung der Ufer.

Die ARTE-„Reportage“

Herr Alioune, ein Unternehmer aus Dakar, reist mit dem ARTE-Fernsehteam an seinen Geburtsort, die Insel Carabane im Delta des Casamance. Dort zeigt und erzählt er dem Team, wie der vom Westen verursachte Klimawandel diese Insel zerstört. Im Laufe des Videos kommen noch ein paar andere Protagonisten zu Wort, wie auch ein junger Forscher, Herr Cherif Chamsidine Sarr, über dessen Forschungen und Fachgebiet google allerdings nichts finden kann.

Bild 2 Lage der Insel Carabane im Flussdelta an der Atlantikküste von Senegal

Schlimmes wird berichtet und kann man im Film sehen. Die Ufer leiden unter massiver Küstenerosion. Alles ist bedroht, Inseln verschwinden, aus Brunnen kommt brackiges Wasser.

Bild 3 Video-Screenshot zur Berichtsstelle: „da wo sie dieses Boot sehen, da, wo es gerade ankert: Da standen früher mal Häuser“

Herr Alioune zeigt in das Delta: „Da wo sie dieses Boot sehen, da, wo es gerade ankert: Da standen früher mal Häuser“. Auch der Dorfvorsteher kann den Klimawandel bestätigen: „ ... der starke Regen, er spült den Sand einfach weg. Die Insel sinkt einfach ab… manchmal kommt es zu großen Überflutungen ...“ … Eine Bäuerin berichtet: „Der Boden ist sandig … die Ernten seit zwei oder drei Jahren schlecht … früher ernteten wir viel mehr Tomaten – fette Tomaten … aber seit drei Jahren klappt das nicht mehr“.
„Alle“ Bewohner „spüren“, dass es ein Problem mit der Umwelt gibt, an dem der Westen schuld ist.
ARTE-Sprecher: … Sie hoffen, dass die Welt mit dieser Reportage sieht, was der Anstieg des Meeresspiegels anrichtet. Denn die Insel ist bedroht.

Nun darf der ehemalige Umweltminister des Senegal etwas sagen (der Einzige im Video, von dem man den Eindruck hat, Ahnung zu haben und zu wissen, wovon er redet): (Ehemaliger) Umweltminister (über die Abholzung, welche zu massiver Erosion führt): … Es heißt immer nur: Ich fälle, du fällst, er fällt, wir fällen, ihr fällt. Immerzu wird nur gefällt – und keiner pflanzt was an. Der Mensch sieht das doch. Und er passt sich mehr oder weniger an, an, indem er zurückweicht, oder sich gleich nach Europa einschifft. Aber ein globales Bewusstsein, für mittel- oder langfristige Lösungen gibt es nicht. Denn es gibt noch nicht mal die einfachsten Ansätze, um der Flut Einhalt zu gebieten – nämlich die Küstenregion wieder aufzuforsten. Eine andere Lösung wäre, das Abtragen des Sandes zu stoppen. Aber auch das wird nicht in Angriff genommen. Eine weitere Lösung wären geschützte Meeresgebiete. Und diese drei Lösungen kosten nicht viel. Sie sind ohne Weiteres machbar. Es liegt am politischen Willen. Es ist ein bestimmtes Umweltbewusstsein. Aber so weit sind wir noch nicht. So wie ich das sehe, ist die Umwelt zur Zeit nicht mehr, als eine Art Showbiz: Sie ist in aller Munde, aber niemand tut was.

Bild 4 Video-Screenshot. Holzsammlerinnen. Die wichtigste Energiequelle.

Als ob der ehemalige Umweltminister nichts gesagt hätte, gibt der ARTE-Sprecher gleich danach sein Schlussstatement: Es besteht kein Zweifel mehr: Der Planet hat sich verändert. Und die Schwächsten sind bedroht. Alioune kämpft für seine geliebte Insel Caraban.
Alioune: Das ist ein globales Phänomen. Caraban ist ja nur eine Insel von vielen. Caraban ist so bedroht, weil die Schutzbedürftigen und Mittellosen es sich nicht leisten können, etwas gegen diese Katastrophe zu unternehmen. Was wir also wollen, ist wirklich dringende Hilfe für diese schutzbedürftigen Völker, bevor es zu spät ist. Denn Völker wie diese, gibt es viele auf diese Erde.
ARTE-Sprecher: Alioune und seine Freunde aus Caraban hoffen, dass diese wenigen Minuten mit ihnen den Reichen dieser Erde zeigen, dass sie, wenn wir alle so weiter machen, bald verschwinden werden.

Kleine Faktenrecherche

Wer sich die Not auferlegt, öfters solche Klimawandel-Reportage-Videos anzusehen, bemerkt auch bei diesem wieder: Fakten werden sorgfältig vermieden und durch schlimme Berichte von Einheimischen ersetzt. Eine Methode, welche inzwischen schon seitens der EU unterstützt wird und als „Forschung“ anerkannt wurde, wie es das folgende Beispiel ganz demonstrativ zeigte:
EIKE 10.05.2017: [7] Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel

Ansonsten erinnert die Reportage an die vielen anderen, angeblich vom Klimawandel bedrängten Inseln:
EIKE 24.06.2017: [2] Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana
und [8], welche aus leichtem Flusssand bestehen und meistens ziemlich am Ende großflächiger, flacher Flussdeltas liegen, welche seit Urzeiten stetigen Sedimentveränderungen unterworfen sind. Auf diesen, für Siedlungen völlig ungeeigneten Stellen, wird – teils aus Landnot, teils aber auch aus völliger Unkenntnis – massiv gesiedelt und gebaut.
Macht dann der Schwemmsand, was er schon immer gemacht hat: Sich verlagern, ist es neuerdings der Klimawandel.

Vom Menschen verursachte Probleme gibt es viele

Bild 5 Video-Screenshot. Direkt bis an das Ufer reichende Bebauung. Die „Sandsäcke“ im Hintergrund gelten bereits als Küstenschutz (selbst solche wenige gibt es aber ganz selten, weil sich niemand Sandsäcke leisten kann – oder will).

Wie eigentlich immer bei solchen Berichten aus Afrika, erschreckt die Armut und fast vollkommen fehlende Infrastruktur mit allen daraus folgenden Problemen. Das kann aber nicht Anlass sein, sie dem Klimawandel zuzuschieben.
Das Video zeigt im Kern eine kleine Geschichte, aus der Probleme resultieren, welche auch vom Menschen – aber niemals vom anthropogenen CO2 – resultieren:
-Die Insel liegt in einer Bürgerkriegszone, weshalb dort viel zerstört ist und sicher manche Schutzmaßnahme nicht durchgeführt wurde (wird im Video nicht erwähnt),
-Brunnen versalzen (weil durch den Bevölkerungsdruck viel zu viel Wasser entnommen werden muss),
-es findet starke Entwaldung statt (weil Holz die einzige Energiequelle der Einheimischen ist – siehe Bild 5 – , im Video sieht man dazu noch, dass mit offenen Feuerstellen gekocht wird, welche unnötig viel Holz verbrauchen),
-es wird nichts an Küstenschutz und gegen die Entwaldung, welche auch die besonders zum Küstenschutz erforderlichen Mangroven betrifft, getan (siehe die kurze Stellungnahmen des ehemaligen Umweltministers),
-es werden „Fakten“ fabuliert, welche keinerlei Nachprüfung standhalten,
-diese „Fakten“ werden in der Reportage nirgens hinterfragt, sondern wie „Wahrheiten“ präsentiert.

Als Ausrede, und um an das westliche Geld zu kommen, wird erzählt, alles läge am vom Westen verursachten Klimawandel, was ihnen westliche NGOS (teils auch unserer Regierung [9]) „vorbeten“.

… doch geht die Insel wirklich unter, weil der Meerespegel steigt?

Seit der IPCC und das PIC (der Blog Klimaretter.Info unserer Klima-Regierungsberaterin natürlich auch) von einem Meerespegelanstieg fabulieren, der ausschließlich in Simulationen geschieht, hat sich dies so sehr als „Wahrheit“ „eingefressen“, dass sich selbst dazu beauftragte Reportagen nicht einmal mehr die Mühe machen, beim Pegelservice nachzuschauen. Dann müssten sie nämlich sofort sehen, dass die Aussagen der Einheimischen oft vollkommen aus der Luft gegriffen sind [10 [11]. Und so ist es auch in diesem Fall.

kaltesonne zeigt es bereits in [6], anbei der gesamte Pegelverlauf der (einzigen) bei PSMSL gelisteten Messstation des Senegal. Der Verlauf widerspricht wirklich allen im ARTE-Video dazu getätigten Aussagen:

Bild 6 Pegelverlauf Senegal, Dakar. Vom Autor aus den zwei original-Pegelverlaufsbildern der zwei Messstationen zusammengesetzt. Quelle: PSMSL-Viewer

Dass die Aufzeichnungen so lückenhaft sind, ist eine fast typische Erscheinung bei vom „Klimawandel-Pegelanstieg“ stark „betroffenen“ Gegenden, wie der Autor anmerken möchte. Wobei die Pegeldaten von Dakar eher als „besser als üblich“ bezeichnet werden können, da die Abschnitte wenigstens anreihbar sind keinen Versatz haben.

Auch wärmer – wurde es nicht

Der Klimawandel geht mit stetig steigenden Temperaturen einher. Ausgerechnet im Senegal ist das aber nicht sicher. Es hängt allerdings sehr vom betrachteten Zeitraum ab. In allen (gern gezeigten) Temperaturverläufen ab 1940, besser 1970 nimmt die Temperatur alarmistisch zu – sofern man nicht informiert ist, wie er vorher war.

Bild 7 Temperaturverlauf Senegal, Dakar ca. 1900 -2015. Rohdatenverlauf (Unadjusted) in Rot vom Autor nachgezeichnet. Quelle: NASA GISS

Stürme nehmen zu? Es finden sich dazu sonderbarerweise keine Daten

kaltesonne, 21. Januar 2016: [6] Senegal

… Sind die Stürme in Senegal wirklich in den letzten Jahrzehnten heftiger geworden? Auch nach intensiver Suche konnten keine Arbeiten gefunden werden, die dies belegen würden.

Der Niederschlag – ist seit 1960 gleich geblieben

kaltesonne, 21. Januar 2016: [6] Senegal

Bleibt die Behauptung, es würde im Senegal immer extremere Regenfälle geben. Hier gibt es aus der Wissenschaft ein ganz klares NEIN. Es gibt keine verlässlichen Trends in den Extremniederschlägen im Senegal. Sarr et al. 2015 fanden:
Comparison of downscaling methods for mean and extreme precipitation in Senegal[…] Projected changes in extreme precipitations are not consistent across stations and return periods. The choice of the downscaling technique has more effect on the estimation of extreme daily precipitations of return period equal or greater than ten years than the choice of the climate models.

Anbei der Niederschlagsverlauf von Senegal. Der Dorfvorsteher berichtete: „ … der starke Regen, er spült den Sand einfach weg. Die Insel sinkt einfach ab… manchmal kommt es zu großen Überflutungen ...“.
Bild 9 zeigt, dass vor ca. 1960 der Niederschlag scheinbar etwas höher war (kann natürlich auch messtechnisch bedingt sein), Bild 10 zeigt eindeutig, dass sich nach 1960 am monatlichen Niederschlag nichts veränderte.
Aber wenn das Wetter nicht wunschgemäß verläuft: Den Klimawandel als Ursache zu nennen, kann nie falsch sein, vor allem, wenn ein westlicher NGO danach fragt.

Bild 8 Senegal Niederschlagsverlauf monatlich 1901 – 2015. Quelle: World Bank Group, Climate Change Knowledge Portal

Bild 9 Senegal Niederschlagsverlauf monatlich 1960 – 2015. Quelle: World Bank Group, Climate Change Knowledge Portal

Die Ernten nehmen zu, nicht ab

Die im Video berichteten Ernteprobleme – dort vor allem durch brackiges Wasser, oft ein typisches Zeichen für zu viel Wasserentnahme – gelten für das Land nicht. Im Gegensatz zu manchen afrikanischen Ländern, denen (politisch bedingt) die Ernten massiv einbrechen [4], ist es im Senegal nicht so.

Bild 10 Senegal, Produktionsmenge Getreide 1961 – 2015. Quelle FAOSTAT

Warum dies jedoch bei Weitem nicht ausreicht, zeigt der Verlauf der explodierenden Bevölkerungsentwicklung.

Aber die Bevölkerung explodiert

Seit 1950 hat sich die Bevölkerung versechsfacht. Zum Vergleich: In Deutschland gab es seitdem lediglich eine Zunahme um den Faktor 1,2! Bei uns wird über Flächenfraß, Naturverlust und Umweltverschmutzung, auch zu wenig Wohnungen und Arbeit gejammert. Wie es dort damit zugeht, kann man sich gut vorstellen (und im Video teilweise sehen).
Und dann passiert, was der ehemalige Umweltminister im Video berichtete: Jeder kämpft nur noch ums Überleben. Alles Andere bleibt auf der Strecke.
Genau in diese Situation preschen unsere NGOs und erklären den Einheimischen, dass die Schuld dafür der vom Westen verursachte Klimawandel wäre. Für die dortigen Regierungen eine Steilvorlage, welche bei unserer Regierung, welche sich die bedingungslose Weltrettung auf die Fahne geschrieben hat, wiederum auf vollstes Verständnis trifft [1] [11] [12].

Bild 11 Senegal, Bevölkerungsentwicklung sei 1950. Quelle: factfish

Bald werden dies anerkannte Klimaflüchtlinge – und dürfen zu uns kommen

Sobald die EU und unsere Berliner Regierung Klimaflucht anerkennen [12]:
EIKE 09.06.2017: [14] Das Europäische Parlament: Durch Folgen des Klimawandels Vertriebenen soll ein spezieller, internationaler Schutzstatus gewährt werden,
wird ein Damm brechen. Dass Deutschland (angeblich) stark vom Klimawandel betroffen ist [16] und danach selbst Schutz oder Land für seine eigenen – künftigen – Klimaflüchtlinge von der Nordseeküste [17] benötigt, oder bald den Klimaflüchtlingen aus den Alpen Schutz bieten muss [18] (so man unseren Klimawandel-Simulierern glaubt), wird kaum helfen.

Es ist eher zu vermuten, dass ein Anspruch an Belegführung dann praktisch nicht vorhanden ist (wie es die NGO-Berichterstattungen und unsere Umweltministerin [19] regelmäßig beweisen) und durch den Glauben an einen „Klimawandel“ ersetzt werden kann [15]. Unsere „Rettungs-NGOs“ werden das nutzen und die Länder und deren Bewohner notfalls gerichtlich unterstützen.
Es stellen sich dann ja so wichtige Fragen wie: Muss der Beleg immer eine so „tiefgehende“ Wissensdokumentation wie beispielhaft die von ARTE sein, in der ein Dorfvorsteher auf Nachfrage für die Gegend den Fluchtgrund Klimawandel erwähnt? Reicht nicht schon die pauschale Aussage zu Afrika von Entwicklungsminister Müller
[1]? Oder gilt es nur für Regionen, welche von Frau Hendricks über deren (teils korrupten) Minister*innen zur Anspruchszone für Klimaschäden animiert und erklärt wurden [9]? Eine Heerschar an Advokaten wird es dann bestimmt klären (helfen).
TYCHIS EINBLICK:
Die unMigrationsindustrie wächst, Abschiebung? Schon 250.000 Klagen gegen Ablehnungsbescheid,

Die Vorbereitungen dazu laufen schon.
Ehemaliger Umweltminister von Senegal: … Der Mensch sieht das doch. Und er passt sich mehr oder weniger an, indem er zurückweicht, oder sich gleich nach Europa einschifft.

Die Anzahl sprengt jegliche Vorstellung

Alleine das kleine Land Senegal kann jedes Jahr problemlos 400.000 „Klimaflüchtlinge“ beisteuern. Über Afrika gesamt können es um die 21 Mio. pro Jahr, ab 2030 sein [13]. Dazu kommen noch die Millionen aus anderen Ländern, deren Armut und „Bedrohung“ nach gängiger Lesart vom westlichen Klimawandel verursacht werden.
Universität Hamburg, AlexAnder Proelss: Völkerrechtliche Instrumente für den Umgang mit Klimaflüchtlingen
Der Begriff »Klimaflüchtling« bezieht sich auf Menschen, die infolge von negativen Umweltveränderungen, deren Ursache die globale Erderwärmung bildet, künftig ihre Heimat werden verlassen müssen (vgl. JAkobeit & MethMAnn 2007).
Manche Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahre 2050 bis zu 200 Mio. Menschen infolge des klimawandelinduzierten Meeresspiegelanstiegs ihre angestammten Siedlungsgebiete verlassen haben werden (Biermann & Boas 2006: 10).

Untertanen, welche wissen, wie sie zu wählen haben, ficht so etwas nicht an. Sie wissen, wer wirklich vertrauenswürdig und kompetent ist:
RP ONLINE – Sonntag, 30. Juli 2017: … Die Deutschen halten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik zudem für deutlich kompetenter als SPD-Chef Schulz. 53 Prozent der Befragten sagten, die Kanzlerin habe auf diesem Feld die größere Kompetenz. Für Schulz sprachen sich hier nur 15 Prozent aus

Den restlichen Prozenten der Untertanen kann vor dieser „Kompetenz“, ob im eigenen Land oder der EU, nur noch Grauen.

Dabei sind die Vorteile unübersehbar: Es wird nochmals zu einem Überangebot an Arbeitsplätzen und der Meldung großer Jobwunder (im Klima-Refuges-Versorgungssektor, Vermietern und Unterkunftsbesorgern, der öffentlichen Verwaltung, und bei den Juristen) führen.
Genau der Ausgleich, den Deutschland nach der Zerschlagung seiner Energieversorgungs-, Kernkraft-, Agrarchemischen-, Autoindustrie und was danach noch alles kommen wird, dringend benötigt.

Man erkennt: Unsere große Einheits-Meinungspartei-Vorsitzende weiß immer genau, was sie tut. Ihr Vorgehen ist einfach alternativlos unersetzlich.
Passend dazu:
TYCHIS EINBLICK:
Halali zur IndustriejagdDas Marktversagen als Sündenbock der Politik oder Discipuli artium maleficorum (Lat: Die Zauberlehrlinge)

Ergänzung: Der Bericht von „kaltesonne“ über eine andere, an der Küste von Senegal ebenfalls „untergehende“ Insel

Nachdem bereits aus diesem Bericht von kaltesonne zitiert wurde, dieser in Auszügen anbei zur Ergänzung.

kaltesonne, 21. Januar 2016: [6] Senegal
Das ZDF feuerte im Vorfeld der Pariser Klimkonferenz aus vollen Rohren. In der Sendung Frontal21 betrieb der Sender lupenreinen Klimaalarm. Ab Minute 33 geht es um die Klimaapokalypse (Video hier). Das Meer fräße die Küste im Senegal weg, natürlich erst seit der Mensch so böse ist. Steigender Meeresspiegel, immer schlimmere Stürme und heftige Regengüsse wären der Beweis, dass der Klimawandel hier bereits zugeschlagen habe. Der Ort Sangomar wäre früher zu Fuß zu erreichen gewesen, heute muss man mit dem Boot übersetzen. Das Land wäre plötzlich überflutet worden, wegen des Klimawandels. Im Film heißt es aus dem Off gefährlich “Jeden Tag rückt der Ozean weiter vor”.

Auch die Küstenerosion mit von der Kante abbrechenden Häusern wäre natürlich eine Folge des Klimawandels. Zur Krönung des Beitrags dann der Auftritt des päpstlichen Klimaberaters Schellnhuber. Er warnt vor hunderten Milllionen Klimaflüchtlingen, die sich mit Gewalt in den Norden zu uns aufmachen. Eine Völkerwanderung. Er fabuliert, dass Menschen bald im Freien nicht mehr existieren könnten, weil es dann zu heiß wäre. Selbst wenn Sie nackig herumliefen, müssten Sie den Hitzetod sterben. Gemäß Schellnhuber-Theorie müssten dann aber alle Tuaregs der Sahara bereits heute tot sein.

Was sich Frontal21 hier leistet ist haarsträubend. Politisch verordnete Propaganda zur Einstimmung auf Paris. Wie sieht es im Senegal wirklich aus?
Der im Beitrag genannte Ort Sangomar, der angeblich durch den Klimawandel zur Insel geworden ist, hat sich durch einen ganz natürlichen Prozess vom Land getrennt. Ähnlich wie im Bereich der Ostfriesischen Inseln, herrschen an der senegalesischen Küste starke Strömungen, die Sandzungen aufbauen und nach einer Zeit wieder umschichten. Ein ganz und gar natürlicher Prozess. Viele Ostfriesische Inseln haben sich in den letzten Jahrhunderten kilometerweit verschoben.
Genau dies ist nun auch in Sangomar der Fall. Das hätte das ZDF ganz einfach auf Wikipedia nachlesen können:
The rupture in Sangomar is the result of a natural process for the past few thousand years, which has also been noticed by sailors. In 1891, it was found that the gap had widened from 25 to 30m since 1886. In the twentieth century, several breaks were reported including: 1909, 1928, 1960, 1970, etc. The latest occurred on 27 February 1987 at a place called Lagoba. A year later, the gap was reported to be 1 km wide, and ten years later, about 4 km.Several camps and buildings were destroyed. The fish packing plant at Djifer was closed in 1996. The village located 4 km north of the first breakpoint is increasingly threatened and authorities are considering the evacuation of its inhabitants to the new port of Diakhanor.Parallel to the phenomenon of erosion, occurs a process of sedimentation: the extremity of the new Southern Island of Sangomar increases by 100 m per annum to the south and, on the opposite bank, the outskirts of the villages of Niodior and Dionewar are silting considerably, reducing traffic of vessels and contributing to the isolation of populations.

Das hatten bereits Barusseau et al. 1995 in einer Arbeit beschrieben:
The development of sand barriers, such as the present Sangomar spit and also the Langue de Barbarie, occurs at a centennial rhythm. Higher probability events (at the decade scale) are likely to perturb this development by inducing gaps in the sand barrier and, as the river goes beyond the sand barrier, the latter becomes incorporated in the deltaic plain, forcing the littoral drift to build a new sand barrier further forward.

Die Sangomar-Klimaente stellt eine grobe Irreführung der Zuschauer dar. Wusste es der verantwortliche Redakteur wirklich nicht besser, oder hat er mit Gewalt nach einer Klimaalarmstory für Paris gesucht?
Stürme
Sind die Stürme in Senegal wirklich in den letzten Jahrzehnten heftiger geworden? Auch nach intensiver Suche konnten keine Arbeiten gefunden werden, die dies belegen würden.

Extreme Regenfälle
Bleibt die Behauptung, es würde im Senegal immer extremere Regenfälle geben. Hier gibt es aus der Wissenschaft ein ganz klares NEIN. Es gibt keine verlässliche Trends imn den Extremniederschlägen im Senegal. Sarr et al. 2015 fanden:
Comparison of downscaling methods for mean and extreme precipitation in Senegal[…] Projected changes in extreme precipitations are not consistent across stations and return periods. The choice of the downscaling technique has more effect on the estimation of extreme daily precipitations of return period equal or greater than ten years than the choice of the climate models.

Quellen

[1] EIKE, 26.06.2017: Das globale Klimami(ni)sterium des Entwicklungsministers Müller

[2] EIKE 24.06.2017: Wieder versinken ganze Küstenstreifen in den Klimafluten – diesmal in Ghana

[3] EIKE 07.01.2017: Drei-Königs Sternsinger Aktion 2017 gegen Klimawandel-Auswirkungen in Kenia: Seit 5000 Jahren besteht dort ein ununterbrochener Trend zum heutigen Klima, doch seit Kurzem ist der Westen daran schuld

[4] EIKE 18.04.2017: Leidet Simbabwe nur unter dem Klimawandel? Teil 2

[5] Arte, 27.07.2017:Video Senegal: Eine Insel versinkt

[6] kaltesonne, 21. Januar 2016: Senegal

[7] EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel

[8] EIKE 26.08.2016: Ein Inuit-Inseldorf in Alaska beschloss aus Furcht vor dem Klimawandel aufs Festland zu ziehen – sofern es andere bezahlen

EIKE 18.05.2017: Die Amis bleiben beim Klimawandel weiter reserviert, nur in Europa „rennt man damit offene Türen ein“ – oder: In den USA gibt es noch Klimavernunft bei Behörden

[9] EIKE 13. Juli 2017: Wie viele Unterschriften zum Klimavertrag wurden mit Geldversprechungen gekauft?

[10] EIKE 27. Juli 2017: G20 Klimafakten ohne Hysterie betrachtet Teil 2 (4): Die Meerespegel steigen und steigen …(aber keinesfalls unnatürlich)

EIKE 06.06.2017: Crashinformation zu den „untergehenden“ Pazifikinseln, Teil 1: Pegelinformationen

[11] EIKE 12.06.2017: Fake News: Zuerst der SWR, nun der BR: Ein Südseeparadies versinkt im Meer. Öffentlich-Rechtliche Klimawandel-Agitation in Endlosschleife

[12] EIKE, 20.06.2017: Gegen Klimaflüchtlinge helfen nur noch C. Juncker und der Pariser Klimavertrag Alternativ: Nicht der Klimawandel bedroht uns, sondern unsere Politiker

[13] Entwicklung der Weltbevölkerung, Bevölkerungsentwicklung der Länder und Gebiete der Erde: Nach UN World Population Prospects, the 2002 Revision

[14] EIKE 09.06.2017: Das Europäische Parlament: Durch Folgen des Klimawandels Vertriebenen soll ein spezieller, internationaler Schutzstatus gewährt werden

[15] EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt

[16] EIKE 29.10.2015: Kann man den Klimawandel in Deutschland wirklich täglich spüren? Eine Suche mit überraschendem Ergebnis

[17] EIKE 01.06.2017: Der Meerespegel steigt drei Mal so stark an – ohne dass sich an dessen Verlauf etwas verändert hat

[18] EIKE: Talsperren und deren tödliche Elektroenergie

[19] EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt




Neues Buch dokumen­tiert grandioses Scheitern einer Politik der nach­haltigen Entwick­lung

Rezension des Buches Outside the Green Box: Rethinking Sustainable Development, by Steve Goreham (New Lenox Books), 1. Mai 2017, 256 Seiten, ISBN-10: 0982499647, ISBN-13: 978-0982499641; 22,93 Dollar bei Amazon.com

Niemand hat härter oder auf intelligentere Weise daran gearbeitet, all die Mythen um eine vom Menschen verursachte gefährliche globale Erwärmung zu zerstreuen als Steve Goreham. In seinem dritten Buch dokumentiert Goreham die in den Gehirnen der Öko-Aktivisten lauernde Bosheit, den Schaden, den sie bisher schon angerichtet haben, und wie man diesen Schäden begegnen kann.

Die ersten sechs Kapitel beschreiben die von radikalen Umweltaktivisten verursachten Schäden einschließlich repräsentativer Zitate von Individuen wie Hillary Clinton, U Thant, Thomas Malthus, Bill Richardson und David Suziki. Die letzten vier Kapitel beschreiben, wie man alarmistischer Politik begegnen kann einschließlich erhellender Zitate von Bill Bryson, Thomas Jefferson, Peter Drucker und Paul Samuelson. Es ist angebracht, das Buch erst einmal nur auf diese Zitate durchzugehen, damit Begeisterung geweckt wird, es in Gänze zu lesen.

,Falsche Hypothesen und Begründungen‘

Wie das von Dr. John Dunn entworfene Cover prägnant ausdrückt, ist Gorehams Buch „ein umfassender Blick auf die ökonomischen, kulturellen, politischen und wissenschaftlichen Dinge; es werden falsche Hypothesen und Begründungen bloßgestellt hinsichtlich Nachhaltigkeit und grüner Projekte, wobei Mythen der Bevölkerung ebenso wie Angstmache bzgl. Pestiziden, Herbiziden und genverändertem Getreide widerlegt werden“.

Goreham zeigt auf, dass jedes große Unternehmen Ressourcen verschwendet in dem Versuch, grün dazustehen, einschließlich der Spenden gewaltiger Summen, um Nachhaltigkeitsberichte für Anteilseigner zu schreiben. Dies ist nicht nur eine Meinung: Goreham stützt jede einzelne Tatsache mit nackten Zahlen und Querverweisen. Damit zeigt er, dass die Welt über 1 Milliarde Dollar pro Tag für nutzlose erneuerbare Energie verschwendet, um nur ein Beispiel zu nennen. Zusätzlich zeigt Goreham, dass der Anschub für Biotreibstoffe zu einer massiven Fehlleitung von Ressourcen geführt hat.

Das Buch dokumentiert, wie grüne Kreuzzügler Regierungen überredet haben, Tausende Gesetze und Vorschriften zu erlassen, mit welchen Kohlendioxid-Emissionen von Industrie und Gesellschaft und sogar von individuellem Verbraucherverhalten eingeschränkt werden sollen. Diese Gesetze basieren auf mathematischen Gleichungen, die in ein ungültiges Computermodell gefüttert werden, welche widersprechende Daten ignorieren, um ein paar Grad zusätzlicher Erwärmung in 100 Jahren zu prophezeien. Und all das vor dem Hintergrund, dass ein lokaler Wetter-Prognostiker unter Verwendung ähnlicher Modelle noch nicht einmal das Wetter für die nächste Woche genau vorhersagen kann. Klima ist doch einfach nichts weiter als der Wetterverlauf mit der Zeit.

Die sehr deutlich erkennbare Handschrift der Regierung

Goreham beschreibt, dass Regierungsagenturen wie das Department of Energy and Agriculture, die National Oceanic and Atmospheric Administration, die NASA, die Environmental Protection Agency, die National Academy of Sciences sowie hunderte von Universitäten 10 Milliarden Dollar pro Jahr ausgeben, um das Narrativ am Leben zu halten, dem zufolge die Menschen das Klima kontrollieren und dass die Auswirkung durchweg nur schlecht ist. Goreham beschreibt die Wissenschaft, die herangezogen wird, um die Theorie der globalen Erwärmung voranzutreiben, sowie die Politik zum Kampf dagegen und zeigt sorgfältig auf, dass diese Wissenschaft betrügerisch ist und ausschließlich Geld- und Machtstreben dahinter steckt.

Das Buch argumentiert sehr überzeugend, dass der Lebensstandard und das individuelle Wohlergehen in den USA größer wäre als ohnehin schon, falls die Regierung nicht fortwährend in Landwirtschaft und Energiemärkte eingreifen würde.

Goreham erinnert daran, dass der Geologe M. King Hubbard, einer meiner Mentoren, schrecklich falsch lag mit seiner Prophezeiung aus dem Jahr 1956, dass der Welt ab dem Jahr 1970 das Öl ausgehen werde. Hubbard konnte sich nie die technischen Fortschritte vorstellen, welche die Prozesse des Auffindens, der Ausbeutung und Raffinierung dieser fast unbegrenzten Ressource verändert haben. Die Fracking-Revolution erschließt riesige Energie-Ressourcen zu immer niedrigeren Preisen, was die Bemühungen der Umweltaktivisten, fossile Treibstoffe zu verbannen, extrem starrköpfig erscheinen lässt.

Subventionen, Verzerrung

Falsche Prophezeiungen wie die von Hubbard sind teilweise dafür verantwortlich, dass Regierungen die so genannte erneuerbare Energie fördern in Gestalt von Wind- und Solarenergie. Wind und Solar werden aber ohne massive Subventionen und Vorschriften niemals signifikante Mengen Energie in das Stromnetz speisen. Diese Subventionen verzerren ökonomische Investitionen auf der ganzen Welt und lassen Millionen Menschen verarmen, weil diese sich die hohen Strompreise nicht mehr leisten können, welche durch die Regierungspolitik bzgl. Erneuerbarer so gewaltig aufgebläht werden, erklärt Goreham.

Falls man jetzt denkt, dass es irgendwelche Hoffnungen gibt, dass Wind oder Solar jemals signifikante Energie in das Stromnetz speisen, sollte Gorehams Buch einen von jener malerischen Denkweise befreien. Goreham schreibt: „Wind und Solar sind schwach, intermittierend und teuer“. Sie erfordern riesige Landflächen und brauchen zu 100% Backup durch konventionelle Kohle-, Erdgas- oder Kernkraftwerke.

Trotz dieser offensichtlichen Tatsachen hat die Europäische Union immer neue Wind- und Solar-Kapazitäten geschaffen zu gewaltigen Kosten für ihre Bürger. Dänemark beispielsweise hat 5200 Windturbinen errichtet, welche allesamt durch ein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzt werden könnten. Das Land hat damit die höchsten Strompreise in der entwickelten Welt verursacht.

Genauso zeigt Goreham trotz all der Lobhudeleien der Medien für Elektroautos, dass es bei der Batterietechnik kaum Verbesserungen gegeben hat, welche sie antreiben, was ihrer Reichweite enge Grenzen setzt. Befürworter von Elektroautos, deren Profiteure und die Medien scheitern auch daran, die hohen Kosten der Ersatzteile für diese Fahrzeuge anzusprechen. Gorehams Forschungen zeigen, dass der Ersatz einer Nissan Leaf-Batterie 5500 Dollar kostet, und der Ersatz einer Tesla S-85-Batterie schlägt mit atemberaubenden 44.000 Dollar zu Buche. Wie macht sich das auf einer Rechnung für Reparaturkosten eines Ersatzteils, welches wie bei konventionellen Fahrzeugen regelmäßig ausgewechselt werden muss?

Gegen die Landwirtschaft

Der normale Leser ist jetzt vielleicht überrascht zu hören, dass auch die Landwirtschaft von Linksextrem-Umweltaktivisten angegriffen wird, die sagen, dass Ackerbau den Planeten verschmutzt und das Klima zerstört. Ich habe keine Ahnung, wie diese Umweltaktivisten irgendwann einmal an ihre Nahrung kommen wollen, wenn sie erst einmal die Landwirte in den Bankrott gerieben haben mittels Begrenzung des Wasserverbrauchs und der Chemikalien, die sie verwenden, um die am wenigsten teuren Nahrungsmittel des Planeten herzustellen. Diese Chaoten sind nicht nur wahnsinnig, sie sind teuflisch böse.

Niemand hat diese Bosheit besser dargestellt als Goreham.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/new-book-documents-huge-flaws-in-sustainable-development-policies




Kinder-Bergar­beiter im Alter von vier Jahren erleben die Hölle auf Erden, damit SIE ein Elektro­auto fahren können

Sky News recherchierte in den Katanga-Minen und fand Dorsen, 8 Jahre alt, und Monica, 4 Jahre alt.

Das Paar schuftete in den riesigen Minen der Demokratischen Republik Kongo

Es sind zwei der 40.000 Kinder, die täglich in den Minen arbeiten, indem sie Felsen auf Kobalt untersuchen

Indem er sich durch einen Berg riesiger Felsen mit seinen kleinen nackten Händen wühlt, ist der erschöpfte kleine Junge einen Mitleid erregender Anblick.

Er heißt Dorsen und ist einer aus einer ganzen Armee von Kindern, einige davon gerade mal vier Jahre alt, die in den riesigen schmutzigen Minen der Demokratischen Republik Kongo arbeiten. Giftiger roter Staub brennt dort in ihren Augen, und sie sind der Gefahr von Hautkrankheiten und tödlichen Staubansammlungen in der Lunge ausgesetzt. Hier werden die Kinder für 8p pro Tag eingesetzt, um die Felsen auf Anzeichen für die schokoladenbraunen Adern von Kobalt zu untersuchen – eine absolut notwendige Zutat für die Batterien, welche Elektroautos antreiben sollen.

Und es wird befürchtet, dass tausende weitere Kinder in diese höllische tägliche Existenz getrieben werden – nach der historischen Versprechung seitens UK, den Verkauf von Benzin- und Dieselautos ab 2040 zu verbieten und nur noch Elektrofahrzeuge zuzulassen [siehe unten am Ende des Beitrags]

Abgebildet ist hier der achtjährige Dorsen, der sich unter der zum Schlag erhobenen Hand eines Aufsehers duckt. Dieser warnt ihn, ja keinen Felsen zu verlieren.

Damit soll eine Zukunft sauberer Energie frei von Verschmutzung eingeläutet werden – und es besteht kein Zweifel hinsichtlich der guten Absichten hinter der Demarche von Energieminister Michael Grove – doch bedeuten derartige Ideale nichts für die Kinder, die zu einem Leben in höllischem Elend verdammt sind in dem Bestreben, Groves Ziel zu erreichen.

Dorsen, gerade acht Jahre alt, ist einer von 40.000 Kindern, die täglich in den Minen der Demokratischen Republik Kongo (DRC) arbeiten. Der schreckliche Preis, den sie für unsere saubere Luft [?] bezahlen, besteht aus ruinierter Gesundheit und einem wahrscheinlichen frühen Tod.

Fast jeder große Motorbauer kauft sein Kobalt von diesem verarmten afrikanischen Staat – in dem Bestreben, Millionen Elektrofahrzeuge herzustellen. Das Land ist der größte Exporteur des Minerals und hält 60% aller Reserven weltweit.

Das Kobalt wird in ungeregelter Arbeit abgebaut und nach Asien transportiert, wo Batterie-Hersteller es verwenden, um ihre Produkte leichter, langlebiger und wieder aufladbar zu machen.

Der geplante Wechsel zu Fahrzeugen mit sauberer Energie [?] hat zu einer exorbitanten Steigerung der Nachfrage geführt. Während eine Smartphone-Batterie nicht mehr als 10 Gramm raffiniertes Kobalt benötigt, braucht ein Elektroauto 15 kg davon.

Dann bricht er fast zusammen unter dem Gewicht eines Sacks, den er durch strömenden Regen 60 Fuß [ca. 18 m] weit schleppen muss

Die Handelsbank Goldman Sachs nennt Kobalt ,das neue Benzin‘, aber es gibt keinerlei Anzeichen neuen Wohlstands in der DRC, wo die Kinder das Gestein aus von Hand gegrabenen Tunneln an das Tageslicht befördern.

Erwachsene Bergleute graben bis zu 600 Fuß [ca. 180 m] unter der Oberfläche unter Verwendung einfachster Werkzeuge, ohne Schutzkleidung oder moderne Maschinen. Manchmal werden die Kinder in kleine Behelfskammern geschickt, die ständig zu kollabieren drohen.

Kobalt ist eine solche Gesundheitsgefahr, dass danach sogar eine Lungenkrankheit danach benannt worden ist – die Kobaltlunge, eine Form der Lungenentzündung, die zu Husten, permanenter Krankheit und sogar zum Tode führt.

Selbst der Verzehr von lokal angebautem Gemüse kann zu Erbrechen und Durchfall führen, zu Schilddrüsenschäden und tödlichen Lungenkrankheiten, während Vögel und Fische in derartigen Gebieten nicht überleben können.

Niemand weiß, wie viele Kinder beim Abbau von Kobalt aus den Minen im Katanga-Gebiet im Südosten des Landes bereits gestorben sind. Die UN schätzen 80 pro Jahr, aber viele Todesfälle werden gar nicht aufgezeichnet, wobei die Körper einfach im Schutt eingebrochener Gänge begraben werden. Andere überleben mit chronischen Krankheiten, welche ihre jungen Leben ruinieren. Mädchen sind bereits im Alter von zehn Jahren sexuellen Übergriffen ausgesetzt, und viele werden schwanger.

Abgebildet sind hier Dorsen und der 11-jährige Richard. Nach dem Tod seiner Mutter lebt Dorsen mit seinem Vater im Busch, und die beiden müssen täglich in der Kobaltmine arbeiten, um Geld für Nahrung zu verdienen.

Als Sky News in den Katanga-Minen recherchierte, fand es Dorsen, der an einem Tag mit strömendem Regen neben einem kleinen Mädchen namens Monica arbeitete. Monica ist vier Jahre alt.

Monica, erst vier Jahre alt, arbeitet in der Mine an der Seite von Dorsen und Richard (Ausschnitt). Quelle

Dorsen schleppte schwere Säcke mit Gestein vom Eingang der Mine zu einem wachsenden Haufen 60 Fuß [ca. 18 m] entfernt. Ein prall gefüllter Sack wurde auf Dorsens Kopf gehievt, und er stolperte damit zu dem Haufen. Ein brutaler Aufseher stand über ihn gebeugt, brüllend und die Hand drohend zum Schlag erhoben, sollte er irgendwelche Steine verlieren.

Dorsens Freund Richard, 11 Jahre alt, sagte, dass ihm am Ende eines Arbeitstages ,alles wehtut‘.
In einem Land, in dem bei Bürgerkriegen Millionen Menschen ums Leben gekommen waren, gibt es keinen anderen Weg für Familien, um zu überleben. Das Department for International Development (DFID) in UK [etwa: Ministerium für Entwicklungshilfe] spendete zwischen Juni 2007 und Juni 2018 10,5 Millionen Pfund für die Steigerung der Transparenz und um verantwortungsbewusste Aktivitäten in großem und geringerem Umfang bei dem handwerklichen Bergbau zu stärken – ,damit die Armen in DRC davon profitieren‘.

Es gibt bislang keinerlei Anzeichen dafür, dass diese Bemühungen fruchten. Es gibt in der DRC ein Gesetz, das Kinderarbeit verbietet, aber niemand setzt es durch.

Die International Labour Organisation der UN haben den Kobalt-Abbau in der DRC wegen der Gesundheitsrisiken als ,eine der schlimmsten Formen von Kinderarbeit‘ beschrieben.

Bodenproben aus dem Bergbaugebiet, welche von Ärzten an der University von Lubumbashi, der nächsten größeren Stadt, genommen worden waren, wiesen das Gebiet als eines der zehn am stärksten verschmutzen Gebiete der Welt aus. Anwohner nahe den Minen im südlichen DRC hatten in ihrem Urin einen Kobaltgehalt, der 43 mal höher war als normal. Der Bleigehalt war fünf, der Kadmium- und Urangehalt vier mal höher.

Das weltweite Programm, Millionen Elektrofahrzeuge auf unsere Straßen zu bringen, hat jenen gigantischen Herstellern einen großen Vorteil eingebracht, welche diese Goldgrube haben kommen sehen und in die Entwicklung von batteriegetriebenen Elektroautos investiert haben, darunter General Motors, Renault-Nissan, Tesla, BMW und Fiat-Chrysler.

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Daraus auch dieser Einschub:

Verbot des Verkaufs von Benzin- und Dieselfahrzeugen von 2040 an

Befürworter von Elektroautos – welche man nach 2040 ausschließlich nur noch kaufen können wird – verweisen auf deren Vorteile, sind sie doch frei von Verschmutzern, und deren geringerer Kohlenstoff-Ausstoß wird dabei helfen, die Bedrohung der globalen Erwärmung zu mindern.

Aber die Fahrzeuge erfordern ein erheblich ausgeweitetes Netz von Ladestationen, um ihre Batterien aufzuladen. Diese Batterien benötigen zu ihrer Herstellung große Mengen Kobalt und Lithium.

Der Wechsel zu Elektrofahrzeugen in UK und auf der ganzen Welt wird zu einer außerordentlichen Steigerung der Nachfrage nach beiden Mineralien führen – mit potentiell verheerenden Konsequenzen für die Arbeiter in armen ändern, welche giftigen Materialien ausgesetzt sind und welche unter gefährlichen medizinischen Umständen leiden wie der ,Kobaltlunge‘.

Link: https://tinyurl.com/yasc29t5

Übersetzt von Chris Frey EIKE