BEHAUPTUNG: Der Klimawandel wirkte bis in die Vergangenheit hinein und führte zum Zusammenbruch der Zivilisationen der Bronzezeit

Anthony Watts

Vorbemerkung des Bloggers Anthony Watts: Aus der Rubrik „Gibt es irgendetwas, was der Klimawandel nicht kann, wenn Modelle im Spiel sind?“. Positiv zu vermerken ist, dass diese Studie verdeutlicht, welche Rolle natürliche Klimazyklen dabei gespielt haben.

Die klimatischen Ursachen für den Zusammenbruch der Zivilisationen der Bronzezeit entschlüsseln

Universität Stockholm

Den Ergebnissen einer in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichten neuen Studie der Universität Stockholm zufolge traten die schwersten Dürren im antiken östlichen Mittelmeerraum auf, als mehrere natürliche Klimazyklen zeitgleich auftraten. Die Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die klimatischen Bedingungen im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der späten Bronzezeit und könnten dazu beitragen, das Verständnis für künftige Dürrerisiken in einer sich erwärmenden Welt zu verbessern.

„Wir haben festgestellt, dass die extremsten Dürren nicht durch ein einzelnes klimatisches Ereignis verursacht wurden, sondern dann auftraten, wenn natürliche Klimazyklen zusammenfielen, die sich über unterschiedliche Zeitskalen erstreckten. Dies hilft zu erklären, warum die mit dem Zusammenbruch der späten Bronzezeit verbundene Dürre so schwerwiegend war“, sagt Katherine Power, Doktorandin am Institut für Physische Geographie der Universität Stockholm und Erstautorin der Studie.

Vor rund 3.200 Jahren erlebten viele der großen Zivilisationen des östlichen Mittelmeerraums, darunter die Mykener, die Minoer und das Hethiterreich, einen weitreichenden gesellschaftlichen Zusammenbruch. Obwohl schwere Dürren seit langem mit dieser Zeit in Verbindung gebracht werden, sind die diesen Ereignissen zugrunde liegenden klimatischen Prozesse nach wie vor unklar. Um dies zu untersuchen, nutzten Katherine Power und Qiong Zhang, Professorin für Paläoklimamodellierung am Institut für Physische Geographie der Universität Stockholm und Mitautorin der Studie, ein hochmodernes Klimamodell, um die Entwicklung des Mittelmeerklimas in den letzten 8.000 Jahren zu rekonstruieren.

Das östliche Mittelmeer trocknete im Rahmen eines umfassenderen Klimawandels aus; schwächer werdende Monsune und sich verändernde atmosphärische Zirkulationen führten zu einem Rückgang der Feuchtigkeit aus Afrika und der Niederschläge in der gesamten Region. Bild: Katherine Power/Universität Stockholm

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Region über Jahrtausende hinweg einen allmählichen Austrocknungstrend durchlief, der durch langsame Veränderungen der Erdumlaufbahn angetrieben worden ist. Überlagert von diesem langfristigen Trend fanden wir zudem kurzfristigere Schwankungen im Atlantik und in der Atmosphäre“, sagt Katherine Power.

Die Forscher fanden heraus, dass die schwersten Dürren auftraten, wenn mehrere natürliche Klimazyklen zusammenfielen, sich vorübergehend gegenseitig verstärkten und Dürren hervorriefen, die weitaus intensiver waren als der langfristige Austrocknungstrend allein.

„Das Zusammentreffen dieser Prozesse hat das östliche Mittelmeer über eine kritische hydroklimatische Schwelle hinausgetrieben, wodurch die Wasserverfügbarkeit verringert und der Druck auf die Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit in ohnehin schon gefährdeten Gesellschaften erhöht wurde“, sagt Katherine Power.

Diese Erkenntnisse verändern unsere Sichtweise auf vergangene Dürren, so die Forscher, und das Verständnis dieser Prozesse ist heute von großer Bedeutung:

„Der Mittelmeerraum ist einer der Hotspots des Klimawandels weltweit, und es wird prognostiziert, dass es in diesem Gebiet im Laufe des kommenden Jahrhunderts wärmer und trockener wird. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das zukünftige Dürrerisiko nicht nur von der langfristigen, vom Menschen verursachten Erwärmung abhängt, sondern auch davon, wie die natürliche Variabilität im Atlantik mit diesem Hintergrundtrend zusammenwirkt“, erklärt Katherine Power.

Indem diese Studie aufzeigt, wie verschiedene Klimaprozesse zusammenwirken und Dürren verstärken, kann sie laut den Forschern neue Erkenntnisse über die Risiken künftiger hydroklimatischer Extreme in einer sich erwärmenden Welt liefern.

Die Studie „Holocene ocean-atmosphere coupling and Mediterranean sensitivity to Atlantic circulation: Lessons from the Late Bronze Age collapse“ wurde in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht, und zwar hier: DOI: 10.1126/sciadv.aed5439.

Für diese Untersuchung wurde das Modell EC-Earth verwendet.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/27/claim-climate-change-reached-into-the-past-and-collapsed-bronze-age-civilizations/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Windrad-Abfälle werden zu einem immer größeren Problem

H. Sterling Burnett

Abfälle, bei industriellen Wind- und Solaranlagen allgegenwärtig ein Problem, häufen sich an oder werden überall verstreut. In diesem Beitrag lasse ich die Diskussion über die Abfälle außer Acht, die bei den Abbau-, Veredelungs-, Fertigungs- und Bauprozessen im Rahmen der Herstellung und Errichtung von Wind- und Solaranlagen entstehen.

Beschränke ich diese Diskussion auf Windkraftanlagen, so habe ich in früheren Beiträgen von „Climate Change Weekly“ das Problem des Verschleißes an den Vorderkanten der Turbinen beschrieben, der durch starke Winde, Regen, Hagel und andere Wetterphänomene verursacht wird. Diese tragen die Rotorblätter ab und führen dazu, dass Tonnen winziger Plastik-, Harz- und Polymerabfälle auf das Gelände rund um landgestützte Anlagen in Schottland und Schweden gelangen. Bei Offshore-Windkraftanlagen ist der Verschleiß an den Vorderkanten noch gravierender und verschmutzt das Meer sowie die Nahrungskette.

Der durch Windkraftanlagen verursachte Müll ist noch offensichtlicher und schädlicher, wenn die Turbinen explodieren oder einstürzen – was keine Seltenheit ist, wie zahlreiche Videos zeigen.

Ein kürzlich erschienener Artikel der „Washington Times“ beschrieb spezifische Probleme bei „Vineyard Wind“, dem ersten kommerziellen Offshore-Windpark des Landes.

Im Jahr 2023 brach vor der Küste von Massachusetts ein Turbinenblatt ab und zerfiel, was zur Schließung von Stränden führte, da die Trümmerteile die gewerbliche und Freizeitfischerei sowie Strandbesucher gefährdeten. Nach diesem katastrophalen Ausfall wurden alle Rotorblätter überprüft, wobei bei 68 von 72 Risse oder schwerwiegenden Mängel festgestellt worden waren, so dass sie ausgetauscht werden mussten. Zwischen Vineyard Wind und GE Vernova dauern die Rechtsstreitigkeiten darüber an, welches Unternehmen für die durch den Zusammenbruch verursachten Schäden in Höhe von fast 1 Milliarde Dollar aufkommen muss.

Obwohl neue Windkraftanlagen installiert und die Bauarbeiten abgeschlossen wurden, produziert Vineyard Wind weniger als die Hälfte der versprochenen Energie, weil 13 der mittlerweile 62 Windkraftanlagen derzeit außer Betrieb sind.

Fortlaufende und steigende Reparaturkosten sowie unvorhergesehene Betriebskosten drohen, die Industrieanlage in einen „Friedhof stillgelegter Windparks“ zu verwandeln, wie ein Sprecher von Vineyard Wind einräumte.

Das ist die Verschwendungsbilanz (in Bezug auf tatsächlich beschädigte Teile und verschwendete Ressourcen) bei nur einer einzigen Windkraftanlage.

Hinzu kommt das tatsächliche, immer größer werdende Verschwendungsproblem im Zusammenhang mit der industriellen Windenergie.

Das Material jeder Windkraftanlage hat einen Wert. Bei einer Wiederverwertung beträgt dieser Wert jedoch weniger als 10 Prozent der Kosten für die Stilllegung von Onshore-Anlagen und nur 3 Prozent der Kosten für die Stilllegung von Offshore-Anlagen. Und da die Materialien in den Rotorblättern noch weniger wert und so verbunden sind, dass sie schwer zu recyceln sind, stapeln sich Windkraftanlagen, Rotorblätter, Türme und Zusatzausrüstung wie Gondeln mit Getrieben und verschandeln in einigen Regionen des Landes riesige Flächen.

Es lassen sich leicht Bilder finden, die zerbrochene und verlassene Windkraftanlagen auf Hawaii zeigen, die vor sich hin rosten und zerfallen, nachdem sie seit Jahren aufgegeben worden waren. In Texas haben es die an der Stilllegung von Windkraftanlagen beteiligten Unternehmen als einfacher empfunden, anstatt die versprochene ordnungsgemäße Entsorgung und das Recycling durchzuführen die Trümmer auf offenem Gelände zu lagern, was zu einer illegalen, störenden Verschandelung der Landschaft und einer potenziellen Gesundheitsgefahr führt.

Dieser Praxis geht jedoch nun zu Ende. „USA Today“ berichtete kürzlich:

Ein texanisches Gericht hat dem Bundesstaat eine einstweilige Verfügung erteilt, um Windkraftanlagen-Recyclingunternehmen daran zu hindern, Lieferungen von Windkraftanlagenflügeln anzunehmen, und verpflichtet sie, mit der Sanierung von zwei Standorten in West-Texas zu beginnen, an denen Flügel illegal entsorgt worden sind.

Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton gab am Dienstag bekannt, dass seine Behörde eine einstweilige Verfügung gegen Global Fiberglass Solutions, Inc. und andere verbundene Unternehmen erwirkt habe. Die Verfügung verpflichtet das Unternehmen zudem, Tausende von entsorgten Windkraftanlagenflügeln an zwei Standorten in Sweetwater in Texas zu beseitigen.

„An diesen illegalen Standorten werden keine neuen Lieferungen von Windradflügeln mehr angenommen, und die Beklagten sind nun gesetzlich verpflichtet, mit der Beseitigung der Tausenden von weggeworfenen Flügeln zu beginnen, die sie in Sweetwater unverantwortlicherweise zurückgelassen haben“, erklärte Paxton in einer Stellungnahme. „Wir werden nicht zulassen, dass texanisches Land als illegale Mülldeponie missbraucht wird.“

Angesichts des geringen Werts der Materialien, aus denen Windkraftanlagen, Maschinen und Rotorblätter bestehen, und der hohen Stilllegungskosten könnten Global Fiberglass Solutions und andere Unternehmen, die sich zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Windkraftanlagen verpflichtet haben, bald in die Insolvenz geraten. Wenn die Energieerzeuger, die industrielle Windkraftanlagen errichten, betreiben oder in Auftrag geben, letztendlich die gesamten Lebenszykluskosten einschließlich der ordnungsgemäßen Entsorgung tragen müssen, werden die Kosten der Anlagen steigen, wodurch Windenergie – ohne Subventionen und Steuervergünstigungen – gegenüber herkömmlichen Stromerzeugungsquellen noch weniger wettbewerbsfähig wird, als sie es ohnehin schon ist.

Werden andere Bundesstaaten dem Beispiel von Texas folgen? Wer weiß? Doch es gibt zumindest Anzeichen dafür, dass der Abfallstrom der „grüner als alle anderen“-Windkraft zunehmend wahrgenommen wird – ein notwendiger erster Schritt, um ihn ordnungsgemäß zu bewältigen oder durch den Stopp neuer industrieller Windkraftanlagen gänzlich zu verhindern.

Quellen: USA Today; Washington Times (behind paywall)

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-586-wind-trash-is-a-problem-on-and-offshore/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Met Office: Die Station Lingwood (Klasse 5 – unterste Stufe) erfüllt internationale Standards!

Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT

Das Met Office kann nicht länger behaupten, eine seriöse, wissenschaftliche Organisation zu sein:

Ein neuer Tageshöchstwert für Juni in Großbritannien und England von 38 °C wurde vom Team für Standortwetterbewertung des Met Office bestätigt; dieser Wert liegt über dem zuvor gemeldeten Wert von 37,7 °C.

Der am 26. Juni 2026 gemessene Wert von 38 °C stammt von der gleichen Messstation – Lingwood – wie der zuvor gemeldete vorläufige Rekordwert. Im Rahmen des üblichen Überprüfungsverfahrens des Met Office stellte das Team für die Standortwetterauswertung fest, dass der ursprüngliche Wert fälschlicherweise als Durchschnittswert über einen bestimmten Zeitraum gemeldet worden war, anstatt als übliches Tageshöchstwert an diesem Standort. Im Rahmen des Verifizierungsprozesses wurde dies korrigiert und der Wert von 38 °C bestätigt, der gemäß den landesweit einheitlichen Verfahren des Wetterbeobachtungsnetzes gemeldet wurde.

Durch die Verifizierung des Wertes gilt nun 38 °C als neue höchste jemals im Juni in UK gemessene Temperatur, wobei der strenge Validierungsprozess diesen Wert bestätigt hat.

Dieser Prozess des nationalen Wetterdienstes umfasst eine Standortbegehung und eine Überprüfung der Ausrüstung. Darüber hinaus werden die gelieferten Daten einer Reihe von Qualitätskontrollen hinsichtlich ihrer meteorologischen Plausibilität unterzogen, darunter Vergleiche mit benachbarten Stationen und minutengenaue Analysen.

Wenn Stationen oder Messgeräte die hohen nationalen und internationalen Standards nicht erfüllen, werden vorläufige Messwerte abgelehnt und es findet ein Verifizierungsprozess am nächsthöherrangigen Standort statt.Quelle: https://www.metoffice.gov.uk/about-us/news-and-media/media-centre/weather-and-climate-news/2026/new-june-daily-temperature-records-heading-into-the-record-books

In wahrhaft Orwell’scher Manier erklären sie: „Wenn Messstationen oder Messgeräte die hohen nationalen und internationalen Standards nicht erfüllen, werden vorläufige Messwerte abgelehnt.“

Internationale Standards?

Nach eigenen Angaben ist Lingwood der schlechteste aller Standorte, ein minderwertiger Standort der Klasse 5, der KEINES der WMO-Kriterien für die Temperaturaufzeichnung erfüllt. Daher weist die WMO darauf hin, dass eine schlechte Standortwahl die tatsächliche Temperatur bis zu 5 °C erhöhen kann.

Graphik übersetzt von google translate

Lingwoods ursprünglicher Messwert lag bei 37,7 °C, was bedeutet, dass das Met Office nicht berechtigterweise behaupten kann, die Temperatur in der Umgebung habe mehr als 32,7 °C betragen.

Dann teilen sie uns aus unerklärlichen Gründen mit, dass sie beschlossen haben, den Wert auf 38 °C aufzurunden.

Ray Sanders hat dazu angemerkt:

„Das klingt, offen gesagt, unglaublich absurd. Der Datenlogger nimmt einfach vier aufeinanderfolgende PRT-Messwerte im Abstand von jeweils 15 Sekunden auf (0, 15, 30 und 45 Sekunden nach der vollen Minute) und bildet daraus den Durchschnitt. Wie ein automatisches Rechensystem dabei plötzlich so einen Fehler machen kann, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlicher ist, dass man sich dafür entschieden hat, die Messwerte einer ganzen Minute zu verändern, um den Durchschnitt nach oben zu korrigieren. Das klingt für mich alles viel zu unglaubwürdig.“

Wie vielleicht erinnerlich befindet sich Lingwood in einem privaten Hintergarten, der auf drei Seiten von hohen Hecken und auf der vierten Seite von einer dichten Baumreihe umgeben ist. Es ist ein perfekter Sonnenfang, genau die Art von Standort, die laut WMO für Temperaturaufzeichnungen nicht akzeptabel ist. Schlimmer noch: Die Wetterhütte steht in einem verwilderten Teil des Gartens.

Nicht gut genug für die WMO, aber okay für die Propaganda des Met Office!

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/07/31/met-office-say-class-5-lingwood-meets-international-standards/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Hitze ist ein Problem, aber der Klimawandel verschlimmert es nicht

H. Sterling Burnett

Vorbemerkung des Übersetzers: Auch in Deutschland gibt es aktuell eine Hitzewelle. Dazu wird es später wohl einen eigenen Beitrag geben. Vieles, was dazu zu sagen ist, schreibt das Heartland Institute bereits zu einer Hitzewelle in Teilen der USA. – Ende Vorbemerkung

„Governing“, eine seit fast 40 Jahren erscheinende Publikation, die sich auf die Information von politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Kommunalebene konzentriert, veröffentlichte einen Artikel, in dem der Klimawandel für die Zunahme extremer Hitze verantwortlich gemacht und Möglichkeiten für Stadtverwaltungen zur Bekämpfung der Hitze aufgezeigt wurden. Die Empfehlungen zur Minderung der Hitzebelastung der Bevölkerung und zur Begrenzung von Schäden sind durchaus gut, doch der ungerechtfertigte Ausflug in falsche Klimazuschreibungen lenkt vom wertvollen Teil des Artikels ab. Der Klimawandel verursacht nicht mehr Tage mit extremer Hitze, sondern die Ausweitung der städtischen Bebauung und der damit verbundene städtische Wärmeinseleffekt führen zu einem Anstieg der Nachttemperaturen, was in einigen Fällen Probleme für ältere Menschen, Obdachlose und gefährdete Bevölkerungsgruppen mit Vorerkrankungen verursacht.

In dem Artikel „A Toolkit for Surviving Extreme Heat“ (Ein Leitfaden zum Überleben extremer Hitze) in der Zeitschrift „Governing“ schreibt der Autor Carl Smith: „Gefährliche Hitze breitet sich in mehr Teilen des Landes aus als je zuvor.“

„Extreme Hitze … fordert mehr amerikanische Todesopfer als jedes andere Wetterereignis – mehr als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen“, fährt Smith fort. „Sehr heiße Tage gehören in allen Bundesstaaten des Landes zum Alltag, doch in den letzten Jahren gab es immer mehr davon.“

Fast jeder Satz, den Smith in seinen einleitenden Absätzen geschrieben hat, ist falsch.

Reale Daten, die von verschiedenen Behörden der US-Regierung erfasst wurden zeigen, dass extreme Hitze in den letzten Jahren weder häufiger noch intensiver geworden ist (siehe Grafik unten). In „Climate at a Glance: U.S. Heatwaves“ wird dargelegt:

• Die Daten zeigen, dass Hitzewellen weitaus seltener und weniger heftig waren als in den 1930er Jahren.

• Die höchsten jemals gemessenen Temperaturen in den meisten Bundesstaaten wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichnet.

• Das genaueste landesweite Messstationen-Netzwerk, eingerichtet 2005 zeigt, dass es in den Vereinigten Staaten zumindest seit 2005 keinen anhaltenden Anstieg der täglichen Höchsttemperaturen gibt:

Abbildung 1. Die jährliche durchschnittliche Anzahl der Tage mit einer Höchsttemperatur von ≥95°, ≥100° und ≥105° [35°C; 38°C; 41°C] an jeweils 828 NOAA-USHCN-Stationen, für die zwischen 1895 und 2023 tägliche Temperaturmessungen über einen Zeitraum von mindestens 100 Jahren vorliegen. Grafik von Chris Martz; Daten von der NOAA

Zwar sind die Durchschnittstemperaturen in den USA leicht gestiegen, doch ist dies auf höhere nächtliche Durchschnittstemperaturen zurückzuführen infolge des städtischen Wärmeinseleffektes in den wachsenden Städten und Vororten. Die Zahl der extrem heißen Tage nimmt nicht zu, und auch die Temperaturen an extrem heißen Tagen steigen nicht weiter.

Smiths Behauptung, dass „extreme Hitze … mehr Amerikaner tötet als jedes andere Wetterereignis – mehr als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen“, ist teilweise richtig, im Wesentlichen jedoch falsch. Zwar sind hohe Temperaturen jedes Jahr für mehr vorzeitige Todesfälle verantwortlich als Überschwemmungen, Hurrikane und Tornados zusammen, doch liegt die Zahl der hitzebedingten Todesfälle nach wie vor weit unter der Zahl der Menschen, die in den Vereinigten Staaten und weltweit jedes Jahr durch extreme Kälte ums Leben kommen. Forschungsergebnisse belegen eindeutig, dass kaltes Wetter jedes Jahr mehr Menschen tötet – je nach Studie 10- bis 17-mal mehr – als hohe Temperaturen. (Siehe die folgende Grafik:)

Kurz gesagt: Da die Temperaturen nicht extremer werden, kann der Klimawandel nicht für „gefährliche Hitze …, die mehr Teile des Landes als je zuvor heimsucht“ verantwortlich gemacht werden.

Trotz dieser grundlegenden Mängel bei der Zuordnung von extremer Hitze und hitzebedingten Todesfällen zum Klimawandel weist der Artikel doch einige positive Aspekte auf: vor allem die Empfehlungen, die er auf der Grundlage der Ratschläge der Federation of American Scientists (FAS) ausspricht. Die FAS empfiehlt beispielsweise, Klimaanlagen in Schulbussen vorzuschreiben und Kühlmaßnahmen zu verlangen, wenn bestimmte Schwellenwerte für die Innentemperatur überschritten werden, sowie von Kinderbetreuungseinrichtungen – und ich würde Pflegeheime und Rehabilitationseinrichtungen hinzufügen – zu verlangen, dass sie über Standards für die Innentemperatur und funktionierende Klimaanlagen verfügen, um eine Zulassung zu erhalten. Die FAS empfiehlt den Städten außerdem, Kühlzentren zu betreiben, Gesundheitschecks durchzuführen und sicherzustellen, dass kritische Infrastruktur wie Wasser-, Energie- und Verkehrseinrichtungen während extremer Hitzewellen betriebsbereit sind.

Die Öffnung geeigneter öffentlicher Einrichtungen für Obdachlose während Hitzeperioden und die Bereitstellung von Wasser, um Obdachlose, ältere Menschen, Mittellose und Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen besonders anfällig für Hitzestress sind, mit Flüssigkeit zu versorgen, können ebenfalls dazu beitragen, die Schäden für diejenigen zu mindern, die täglich extremer Hitze ausgesetzt sind. Einige Städte bemühen sich darum, mehr Wohnraum für Obdachlose zu schaffen, was – sofern die neuen Unterkünfte klimatisiert sind – wesentlich dazu beitragen würde, hitzebedingte Todesfälle zu reduzieren.

Der Punkt ist: Extreme Hitze ist und war schon immer eine Tatsache des Lebens und führt nach wie vor zu vorzeitigen Todesfällen – der Klimawandel hat an dieser Tatsache überhaupt nichts geändert. Aber es gibt mittlerweile Möglichkeiten, die tägliche Belastung durch extreme Hitze zu minimieren und abzumildern – wobei Klimaanlagen und die öffentliche Bereitstellung von Trinkwasser die wichtigsten sind. Auf Letzteres hätte sich „Governing“ beschränken sollen. Hätte das Magazin dies getan, hätten sich die Leser nicht erst durch eine falsche Klimanarrative kämpfen müssen, bevor sie zum Teil mit den Empfehlungen gelangten – was Letztere glaubwürdiger gemacht und die Wahrscheinlichkeit erhöht hätte, dass der Artikel von vielbeschäftigten Menschen vollständig gelesen wird.

Link: https://climaterealism.com/2026/07/heat-is-a-problem-governing-but-climate-change-isnt-making-it-worse/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 31 /2026

Vorbemerkung: Wieder taucht die Antarktis mehrfach in den Meldungen auf. Und wie es aussieht (und eigentlich zu erwarten ist) merkt man jetzt auf der gesamten Südhemisphäre die Auswirkungen dieser Kälte.

Die Hitzewelle in Mitteleuropa dominiert wie erwartet die Schlagzeilen der MSM, aber wenn man sich ansieht, wie weit verbreitet auf der Nordhalbkugel diese Hitze auftritt, wird der ganze Größenwahn deutlich, wenn man die Temperaturverhältnisse hierzulande als die ganze Welt umfassend darstellt. Zur Verdeutlichung dieses Umstands sei hier die folgende Graphik gezeigt:

Abweichung der Temperatur im 850-hPa-Niveau am Donnerstag, dem 30. Juli 2026 um 12 UTC (14 Uhr MESZ). Quelle: wetterzentrale.de

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Die Schlagzeilen der Woche

Chile: Über 5 m Neuschnee in Portillo

Antarktis: Weitere Verschärfung der Kälte

Innere Arktis: Bislang ein Jahr ohne Sommer

Patagonien: Schnee und extreme Kälte bis –20°C

Grönland: Daten zeigen keine Erwärmung im Juli

Innere Arktis: Sommer 2026 bislang der kälteste jemals

Antarktis: Erneut unter –80°C

Südliches Chile: Unter –20°C

Südhemisphäre: Intensivierung der Kälte

Anden: Massive Schneefälle

Meldungen vom 27. Juli 2026:

Chile: Über 5 m Neuschnee in Portillo

Ein neuntägiger Sturm hat im chilenischen Skigebiet Portillo 5,2 m Neuschnee gebracht, und es wird weiterer Schneefall erwartet.

Der Sturm erreichte seinen Höhepunkt mit 1,54 m Schneefall in nur 24 Stunden, gefolgt von anhaltenden täglichen Schneefällen von 30 bis 60 cm während eines Großteils der vergangenen Woche.

Portillo ist seit dem 14. Juli von der Außenwelt abgeschnitten. Die Zufahrtsstraße, die Pisten sowie der Boden- und Luftverkehr bleiben geschlossen; die Geschäftsführung bezeichnet die Dauer und Intensität des Sturms als „äußerst ungewöhnlich“.

Auch andere chilenische Skigebiete wurden schwer getroffen.

Valle Nevado verzeichnete während des Sturmzyklus‘ rund 3 m Neuschnee und gibt nach und nach Pisten wieder frei, während Einsatzkräfte den Tiefschnee räumen und die Lawinengefahr unter Kontrolle bringen. Der aktuelle Bericht gibt 157 cm Schneefall in sieben Tagen an; 30 von 45 Pisten sind in Betrieb.

Sowohl in Chile als auch in Argentinien wurde für eine Reihe von Gebieten, darunter Santa Cruz und Chubut, wegen extremer Kälte die „Warnstufe rot“ ausgerufen.

Der cilenische Winter hat es sogar auf die eher alarmistische Website von wetteronline.de geschafft (hier). A. d. Übers.

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Antarktis: Weitere Verschärfung der Kälte

Das Hochplateau der Antarktis verabschiedet den Juli mit einer weiteren extremen Kältewelle.

An der Amundsen-Scott-Südpolstation lagen die Temperaturen an acht Tagen unter -70 °C, darunter fünf Tage in Folge vom 15. bis zum 19. Juli.

Der Juli-Durchschnitt am Südpol liegt derzeit bei -63,4 °C und damit etwa 3,2 °C unter dem Normalwert der Station von -60,2 °C.

Weiter im Landesinneren ist eine noch stärkere Abweichung zu beobachten.

Der Juli-Durchschnitt in Wostok liegt derzeit bei -70,5 °C und damit 4,6 °C unter dem Normalwert. Am 15. Juli wurden an der Station -80,2 °C gemessen, während der jüngste Bericht das Tiefstwert vom 27. Juli mit -77,2 °C angibt. Ein Monatsdurchschnitt unter -70 °C ist nun wahrscheinlich, wodurch der Juli 2026 zu einem der kältesten Juli-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen zählen würde. Der kälteste Juli bleibt weiterhin der Juli 1983 mit einem Mittelwert von -73,8 °C.

Am Dome C II liegt der Durchschnitt in diesem Monat bei -69 °C, was ganze 6,4 °C unter dem Normalwert und nur 0,7 °C über dem kältesten Juli liegt, der an dieser Station jemals gemessen worden war (aufgestellt im Jahr 2010). Die am 18. Juli gemessene Tiefsttemperatur von -81,9 °C brach den Tagesrekord der Station. Im nahegelegenen Concordia sank die Temperatur an diesem Tag sogar noch tiefer und erreichte -84,1 °C, nur ein halbes Grad unter dem Rekordwert und rund 18 °C unter dem Tagesdurchschnitt.

Es war ein bitterkalter Juli am Ende der Welt.

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Innere Arktis: Bislang ein Jahr ohne Sommer

Schauen wir auf den anderen Pol: Der Sommer ist nördlich des 80. Breitengrades noch immer nicht eingekehrt.

Der Temperaturindex des DMI weist für den Juni 2026 einen Durchschnittswert von -2,2 °C aus – damit ist dies der kälteste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958:

Die Kälte hält nun bereits den ganzen Juli über an:

Bis zum 27. Juli liegt der Monatsdurchschnitt bei gerade einmal 0,01 °C: praktisch Gefrierpunkt.

Den ganzen Monat über sind die Temperaturen wiederholt unter 0 °C gesunken – und das in der Zeit, die eigentlich die wärmste des arktischen Jahres sein sollte, in der die Region regelmäßig 2 °C erreichen oder überschreiten sollte.

Die Kälte zeigt keine Anzeichen eines Nachlassens: Am 26. Juli wurden -0,35 °C gemessen, der bislang niedrigste Wert des Monats:

Quelle: DMI

Eine Auswertung des DMI-Archivs zeigt, dass es noch nie einen kälteren Sommer gab. Das Jahr 2026 liegt am unteren Ende der 69-jährigen Zeitreihe.

Für die Hocharktis entwickelt sich dieses Jahr zum Jahr ohne Sommer.

Link: https://electroverse.substack.com/p/portillo-buried-under-17-feet-antarctic

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Meldungen vom 28. Juli 2026:

Patagonien: Schnee und extreme Kälte bis –20°C

Ein erneuter antarktischer Kälteeinbruch lässt die Temperaturen in ganz Südpatagonien auf -20 °C sinken.

Der argentinische Wetterdienst hat für weite Teile des Landes, darunter auch die Provinz Santa Cruz, weiterhin die höchste „rote Kältewarnstufe“ ausgegeben. Der Zivilschutz der Provinz rechnet bis Donnerstag mit Tiefsttemperaturen bis -18 °C, wobei vereinzelt Werte unter -20 °C gemessen werden könnten.

Der jüngste Kälteeinbruch folgt auf mehrere Tage mit extremer Kälte. In El Calafate, Río Turbio und Gobernador Gregores sanken die Temperaturen auf rund -17 °C, während in Río Gallegos -14,5 °C gemessen wurden.

Am 27. Juli wurde für Gobernador Gregores eine Tiefsttemperatur von -16 °C gemeldet.

Schnee und Eis haben die Provinz Santa Cruz bereits dazu gezwungen, den Präsenzunterricht in der gesamten Provinz vom 27. bis zum 29. Juli auszusetzen, da vereiste Straßen und Gehwege das Fortbewegen zunehmend gefährlich machen.

Weiter nördlich bedeckte laut Einheimischen „historischer“ Schnee El Bolsón in Río Negro – eine Talstadt auf 420 m Höhe.

Der Bürgermeister berichtete, dass in den am stärksten betroffenen Gebieten in nur zwei Stunden fast 30 cm Schnee gefallen sei – der stärkste Schneefall im Stadtzentrum seit vielen Jahren, der ausreichte, um Straßen zu sperren, Fahrzeuge festzusetzen, Schneeketten erforderlich zu machen und in El Bolsón, Lago Puelo und El Hoyo Stromausfälle zu verursachen.

Die antarktische Luftmasse wird sich voraussichtlich bis zum Ende der Woche halten, wobei weiterer Schneefall vorhergesagt wird.

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Antarktis: Intensivierung der Kälte

Die Kältewelle am Südpol im Juli hält weiter an: Inzwischen sind bereits 10 Tage mit Temperaturen unter -70 °C verzeichnet worden…

Der Monat Juli wird voraussichtlich außergewöhnlich kalt ausklingen.

Unterdessen sank die Temperatur am 28. Juli in Wostok noch weiter und erreichte -78,7 °C.

Prognosen deuten auf Temperaturen unter -80 °C in den kommenden Tagen hin, wobei sich ein Juli-Durchschnitt unter -70 °C abzeichnet.

Striche

Grönland: Daten zeigen keine Erwärmung im Juli

Die längsten Messreihen Grönlands zeigen keinen anhaltenden Anstieg der Juli-Temperaturen.

In Tasiilaq stiegen die Juli-Temperaturen in den 1930er Jahren leicht, gingen in den folgenden Jahrzehnten zurück, erholten sich um die frühen 2000er Jahre und haben sich seitdem stabilisiert:

Ilulissat zeigt ein sehr ähnliches Bild.

Die heutigen Juli-Temperaturen liegen im Großen und Ganzen unter denen, die im Laufe des 20. Jahrhunderts gemessen worden sind, wobei der jüngste Trend einen starken Rückgang aufweist:

Auch die kürzere Messreihe für Nuuk ab Ende der 1950er Jahre zeigt eher Schwankungen über mehrere Jahrzehnte hinweg als eine kontinuierliche Erwärmung. Der Juli-Mittelwert stieg von einem Tiefpunkt in den 1980er Jahren, erreichte seinen Höchststand etwa zu Beginn der 2000er Jahre und ist nun wieder rückläufig:

Das vorherrschende Merkmal ist wie üblich die Zyklizität, verbunden mit einer Abkühlung in jüngster Zeit.

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Innere Arktis: Sommer 2026 bislang der kälteste jemals

Der Sommer 2026 verläuft kälter als jedes andere Jahr in den Datensätzen des DMI für die Hocharktis (nördlich von 80° N), die bis ins Jahr 1958 zurückreichen.

Die Durchschnittstemperatur im Juni lag bei -2,20 °C und übertraf damit den bisherigen kältesten Juni – den von 2014 mit -1,11 °C – bei weitem.

An jedem Tag des Monats lag die Durchschnittstemperatur unter dem Gefrierpunkt.

Am 1. Juni lag der Tagesdurchschnitt bei -5,30 °C – der niedrigste jemals in diesem Datensatz verzeichnete Tagesdurchschnitt im Juni. Am 2. Juni lag der Durchschnitt bei -5,26 °C, am 3. Juni bei -5,12 °C und am 4. Juni bei -4,90 °C – das sind der zweit-, dritt- und viertkälteste Tagesdurchschnitt im Juni seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958.

Der Juli hat kaum Entlastung gebracht.

Der Mittelwert für den Zeitraum vom 1. bis 27. Juli liegt bei -0 °C – technisch gesehen unter dem Gefrierpunkt und mit deutlichem Abstand die kältesten ersten 27 Tage eines Julis seit Beginn der Aufzeichnungen. Der bisherige Tiefstwert lag bei +0,55 °C aus dem Jahr 2010.

Am 26. Juli lag der Durchschnitt bei –0,35 °C und am 27. Juli bei –0,26 °C; beides sind die niedrigsten jemals für diese Tage gemessenen Werte.

Wie weit man das mit den Hundertstel Grad ernst nehmen muss, weiß ich nicht, aber das ändert nichts an der Tatsache der Rekordkälte. A. d. Übers.

Insgesamt lag der Durchschnitt vom 1. Juni bis zum 27. Juli bei -1,16 °C, womit 2026 der mit Abstand kälteste Sommer seit Beginn der 69-jährigen Aufzeichnungen ist. Der zweitkälteste Sommer war 2013 mit -0,22 °C – fast ein ganzes Grad wärmer.

Der kälteste abgeschlossene Sommer (Juni–August) bleibt weiterhin das Jahr 2013 mit -0,50 °C. Um diesen Rekord zu brechen, muss der Durchschnittstemperaturwert der verbleibenden 35 Sommertage lediglich unter +0,58 °C liegen, was so gut wie sicher eintreten wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/patagonia-plunges-to-20c-as-rare?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Arktis: Immer neue Kälterekorde

Die Hocharktis hat ihren rekordkalten Sommer mit drei Juli-Rekorden in Folge fortgesetzt.

Der Tagesmittelwert in der gesamten Region nördlich von 80° N sank am 26. Juli auf -0,35 °C – der tiefste Juli-Wert im Datensatz des DMI für den Zeitraum 1958 bis 2026

Darauf folgte am 27. Juli ein Wert von -0,26 °C, der zweitniedrigste Tagesmittelwert im Juli.

Am 28. Juli wurde dann mit -0,16 °C der bisherige Rekord für diesen Tag gebrochen; dieser Wert ist der viertniedrigste Juli-Wert in der 69-jährigen Zeitreihe.

Der Mittelwert für den Zeitraum vom 1. bis 28. Juli liegt nun bei -0,010 °C.

Zusammen mit dem Rekord-Minimum von -2,20 °C im Juni liegt der Durchschnitt des Sommers 2026 bis zum 28. Juli bei -1,14 °C und ist damit fast ein ganzes Grad kälter als das nächstkälteste vergleichbare Jahr.

Die -5,30 °C am 1. Juni dieses Jahres sind zudem der niedrigste jemals gemessene Tagesdurchschnitt im Juni.

In der Hocharktis lässt der Sommer weiterhin auf sich warten.

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Antarktis: Erneut unter –80°C

Wie erwartet hat die Antarktis erneut die Marke von -80 °C unterschritten.

Den vorliegenden Beobachtungsdaten zufolge lag die Tiefsttemperatur an der Vostok-Station am 28. Juli vorläufig bei -80,3 °C. Das tatsächliche Minimum könnte noch niedriger ausfallen, da die Daten zwischen 00Z und 12Z noch nicht veröffentlicht wurden und das öffentliche Tagesarchiv noch keinen vollständigen Eintrag für den 28. Juli bereitgestellt hat.

An der Südpolstation werden weiterhin anhaltende Anomalien verzeichnet, wo die Temperaturen im Juli wiederholt unter -70 °C gefallen sind. Der Monatsmittelwert liegt derzeit bei etwa -63,7 °C – 3,5 °C unter dem multidekadischen Referenzwert von -60,2 °C.

Sollte diese Abweichung bis zum Monatsende anhalten, wäre der Juli 2026 der neuntkälteste in der Aufzeichnungsgeschichte des Südpols seit 1957 und der kälteste seit 2016. Der Referenzwert bleibt der Juli 2004 mit einem Durchschnitt von etwa -67 °C.

Ein weiterer bemerkenswert kalter Monat in der Antarktis zeichnet sich ab.

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Südliches Chile: Unter –20°C

In Balmaceda in Chile sank die Temperatur am 28. Juli auf -20,5 °C und brach damit den bisherigen Rekord für diesen Tag von -15 °C aus dem Jahr 1976.

Der chilenische Wetterdienst berichtete, dass die Temperatur an der Messstation in Aysén ganztägig nicht über -4,6 °C stieg.

Starker Schneefall hat die Kälte begleitet und die Anden von Zentralchile bis nach Patagonien heimgesucht.

Portillo meldete mehr als 5 m Schnee, während jenseits der Grenze in Las Cuevas 3,3 m gemessen wurden und in Penitentes sowie Puente del Inca rund 2 m verzeichnet wurden.

Weiter südlich bedeckte eine Schneedecke von 1 m die oberen Hänge des Cerro Catedral in der Nähe von Bariloche, während das tiefer gelegene El Bolsón 15 cm Schnee erhielt – ein Ereignis, das weithin als „historischer Schneefall“ bezeichnet wurde.

Langzeitdaten

Weiter nördlich, auf der Robinson-Crusoe-Insel im Juan-Fernández-Archipel, reichen die Wettermessungen bis ins Jahr 1901 zurück.

Die Daten zeigen über den gesamten hundertjährigen Messzeitraum der Station hinweg keine anhaltende Erwärmung. Der gleitende Fünfjahresdurchschnitt erreichte zu Beginn und in der Mitte des 20. Jahrhunderts wiederholt Höchstwerte über 15,5 °C, während danach ein Abkühlungstrend zu verzeichnen war:

Graphik: Fünfjahres-Durchschnitt der jährlichen Temperatur auf Juan Fernández. Die Darstellung endet Anfang der 2010er Jahre, da die NOAA im Jahr 2019 GHCN-M v3 außer Betrieb genommen und die operative monatliche Temperaturberichterstattung auf GHCN-M v4 umgestellt hat; diese ältere v3-Grafik wurde daher nicht mehr aktualisiert.

An dieser abgelegenen Station im Südpazifik ist ein langfristiger Abkühlungstrend erkennbar.

Link: https://electroverse.substack.com/p/high-arctic-cold-records-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 30. Juli 2026:

Südhemisphäre: Intensivierung der Kälte

Für die kommenden zwei Wochen werden in der Antarktis, in Australien, Neuseeland, im südlichen Afrika und in Südamerika starke Schneefälle vorhergesagt, wobei in einigen Gebieten Rekordwerte erreicht werden könnten.

Eine aktuelle ECMWF-Prognose bis zum 12. August sagt für Aoraki/Mount Cook 340 cm voraus, wobei in weiten Teilen Neuseelands möglicherweise eine historische Schneeausdehnung erreicht wird.

Auch für Südamerika werden entlang der Anden starke Schneefälle vorhergesagt, die zu den bereits in den letzten Wochen in Chile, Argentinien und Patagonien gefallenen Metern hinzukommen.

Auch Südafrika ist betroffen. Der dortige Wetterdienst gab eine Warnung der Stufe 5 (orange) wegen behindernden Schneefalls im nordöstlichen Hochland des Ostkaps heraus, wobei weitere Warnungen für die Drakensberge in KwaZulu-Natal gelten.

Auch für Australien ist weiterer Schneefall im Anmarsch, doch hier sticht vor allem die Kälte hervor. Vom 27. bis 29. Juli wurden an sieben Messstationen mindestens neun vorläufige Tages-Tiefstwerte verzeichnet:

In Halls Creek sank die Temperatur an drei aufeinanderfolgenden Morgen auf 5,6 °C, 3,7 °C und 5,2 °C; in Lajamanu wurden 2,6 °C gemessen; in Daly Waters 4,5 °C; Roebourne 6,1 °C – allesamt vorläufige Tages-Tiefstwerte in Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1944 zurückreichen.

Die Antarktis hingegen bleibt weiterhin im Griff einer extremen Kältewelle.

In Wostok sank die Temperatur am 29. Juli auf –80,3 ° – bereits zum zweiten Mal in diesem Monat unter –80 °C. Der Durchschnitt für den Juli bis zum 29. liegt bei –71,2 °C – ganze 5,2 °C unter dem Normalwert.

Am Südpol lag der Durchschnitt bis zum 29. Juli bei -64 °C – 3,8 °C unter dem Normalwert. An der Station wurden nun an elf Tagen Temperaturen unter -70 °C gemessen, zuletzt heute, am 30. Juli, mit -71,5 °C.

Zunehmende Kälte und möglicherweise rekordverdächtige Schneefälle in der gesamten südlichen Hemisphäre.

Link: https://electroverse.substack.com/p/southern-hemisphere-freeze-deepens?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 31. Juli 2026:

Anden: Massive Schneefälle

Eine Reihe heftiger Winterstürme bedeckt die Anden weiterhin mit Schnee; in Argentinien wurden Hunderte aus eingeschneiten Fahrzeugen gerettet, während sich die chilenischen Skigebiete aus meterhohen Schneemassen freigraben.

In Catamarca saßen 211 Touristen fest, nachdem Dutzende Fahrzeuge auf Bergstraßen durch Schnee verschüttet worden waren.

Mehr als 200 Rettungskräfte waren im Einsatz, unterstützt von Spezialfahrzeugen, Planierraupen und anderen schweren Maschinen.

Die Behörden von Catamarca bezeichneten den Einsatz als „beispiellose Hochgebirgsrettung“.

Der 27-stündige Einsatz endete erfolgreich, alle Personen wurden gefunden, allerdings bleiben 39 weiterhin im Bergbaulager Tres Quebradas untergebracht, bis sich das Wetter für einen sicheren Abstieg bessert.

Das nahegelegene Portillo wurde aufgrund von zu viel Schnee geschlossen.

Der jüngste offizielle Sturmbericht des Skigebiets meldete mehr als 5 m. Der Zugang zu Land und aus der Luft ist seit dem 14. Juli gesperrt, wobei die Verantwortlichen erklärten, dass es aufgrund der ungewöhnlichen Dauer und Intensität des Sturms unmöglich sei, einen sicheren Zeitpunkt für die Wiedereröffnung zu bestimmen.

Die Kälte hat sich weit über die Gipfel hinaus ausgebreitet.

In Río Grande in Argentinien sank die Temperatur am 30. Juli auf -10,5 °C, gefolgt von El Calafate mit -10 °C, Perito Moreno mit -6,6 °C und Río Gallegos mit -6,2 °C. Und im gesamten Süden Chiles verzeichnete das automatische Messnetz des Landes am 30. Juli -12,3 °C in Villa Tehuelche, -12 °C in Balmaceda, -10,5 °C am Flughafen Puerto Natales und -10,1 °C in Río Serrano.

Link: https://electroverse.substack.com/p/andes-buried-as-211-tourists-rescued?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 32 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 31. Juli 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE