Meerenge von Hormuz: Die bittere Lektion für die Europäische Union

Dr. Samuel Furfari

Die Krise in der Straße von Hormus offenbart eine Wahrheit, die viele europäische Politiker ignoriert haben: Die Menschheit ist nach wie vor strukturell vom Öl abhängig. Diese Tatsache, die erstmals während der Ölkrise von 1973 deutlich wurde und durch die vom Iran ausgelöste Krise von 1979 noch verstärkt worden war, wird von bestimmten politischen Eliten weiterhin vernachlässigt oder sogar offen geleugnet.

Ein halbes Jahrhundert später besteht die Energieunsicherheit mit unverminderter Intensität fort. Doch bereits im Jahr 2000 betonte die Europäische Kommission die Notwendigkeit für die Europäische Union, die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten. Diese Warnungen wurden jedoch nicht beachtet, wurde doch stattdessen der Reduzierung der CO₂-Emissionen und der Förderung „erneuerbarer“ Energien Vorrang eingeräumt.

Als ehemaliger Beamter in der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission, in der ich 36 Jahre lang tätig war, habe ich die unermüdlichen Bemühungen zur Förderung sogenannter Alternativen zu Kohlenwasserstoffen und deren katastrophale Folgen miterlebt. Doch angesichts der aktuellen Krise weigert sich die EU immer noch, ihren dringenden Bedarf an fossilen Brennstoffen anzuerkennen.

Im Mai 2023 erklärte Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, das auf fossilen Brennstoffen basierende Wachstumsmodell sei „einfach überholt“. Die teilweise Blockade der Straße von Hormuz macht die Ironie dieser Aussage deutlich.

Dennoch behaupten die meisten politischen Entscheidungsträger weiterhin vereinfachend, der Ausbau von Wind- und Solarenergie werde uns von der Abhängigkeit von der Straße befreien.

Diese Ansicht ist nicht nur naiv, sondern auch falsch, weil sie auf einer grundlegenden Verwechslung zwischen Strom und Energie beruht. Windkraftanlagen und Solarmodule erzeugen Strom, aber sie erzeugen keine Wärme – den wesentlichen Antrieb für industrielle Prozesse, Transport und Heizung. Heute stammen rund 75 % des in der Europäischen Union verbrauchten Primärenergiebedarfs aus fossilen Brennstoffen, während der weltweite Anteil bei etwa 87 % liegt. Es ist illusorisch zu glauben, dass „erneuerbarer“ Strom den Grundbedarf decken kann.

Wind- und Solarenergie können nicht nur den gesamten Energiebedarf nicht decken, sondern verursachen zudem exorbitante – und gut dokumentierte – Kosten für Verbraucher und Unternehmen. Anstatt unzureichende Alternativen zu verfolgen, sollte die EU anerkennen, dass Erdöl noch sehr lange unverzichtbar bleiben wird, und ihr illusorisches „grünes“ Credo aufgeben.

Die EU muss die benötigten Kohlenwasserstoffe selbst fördern, anstatt sich weiterhin auf Importe zu verlassen. Derzeit wird diese Förderung durch gesetzliche Verbote und politische Entscheidungen eingeschränkt, die keinen Bezug zur geopolitischen Realität haben. In Frankreich beispielsweise verbietet das Hulot-Gesetz die Förderung von Kohlenwasserstoffen, obwohl das Land in diesem Bereich über ein erhebliches Potenzial verfügt.

Der äquatoriale Rand Südamerikas, der sich vom Norden Brasiliens bis nach Venezuela erstreckt, ist reich an Kohlenwasserstoffen. Guyana, östlich von Venezuela gelegen, etabliert sich – dank US-amerikanischer Unternehmen – als Öl-Eldorado von beeindruckendem Ausmaß.

Im Bewusstsein dieses Glücksfalls beschloss der brasilianische Präsident Lula da Silva, mit der Erkundung des Äquatorialrandes zu beginnen – in offenem Widerspruch zu Brasiliens eigener Rhetorik zur Klimapolitik.

Unterdessen bleibt Französisch-Guayana, obwohl es im Herzen dieser vielversprechenden Zone liegt, durch gesetzliche Verbote gelähmt. Ein französischer Minister versuchte kürzlich, die Frage erneut aufzugreifen, wurde jedoch von Präsident Emmanuel Macron zurechtgewiesen.

Die Unnachgiebigkeit Frankreichs gegenüber der Realität steht im Kontrast zum asiatischen Pragmatismus, der die heimische Energieentwicklung in vielfältiger Form vorantreibt und geopolitisches Geschick beweist. China, Indien und Japan haben sich bereits Zusicherungen der iranischen Revolutionsgarden gesichert, ihre Schifffahrt im Persischen Golf zu schützen.

Die EU muss anerkennen, dass die Welt in eine neue Ära der Energiegeopolitik eingetreten ist, die geprägt ist von der Fülle fossiler Brennstoffe, der Entschlossenheit neuer Akteure, sich in diesem sich wandelnden Umfeld zu behaupten, und vor allem von der Entschlossenheit der Schwellenländer, ihre Zukunft durch reichlich vorhandene und erschwingliche Energie zu sichern. Das ist die wahre Lehre aus der Hormuz-Meerenge.

In diesem Zusammenhang entpuppt sich die sogenannte Energiewende hin zu Wind- und Solarenergie als politische Illusion, die typisch ist für eine EU, die an allen Fronten unter Druck steht. Auf der Tagung des Europäischen Rates im März forderten mehrere Mitgliedstaaten die Abschaffung der CO₂-Steuer – getarnt unter dem Deckmantel des Emissionshandelssystems – und erreichten eine Überarbeitung dieses Systems in der Hoffnung, der wirtschaftlichen Selbstsabotage ein Ende zu setzen.

Die heimische Öl- und Gasförderung könnte zumindest einen wesentlichen Teil der Kohlenwasserstoffe ersetzen, welche die EU aus dem Persischen Golf importiert. Es ist an der Zeit, über vereinfachende Rhetorik hinauszugehen und einen realistischen, ausgewogenen Ansatz zu verfolgen. Wenn die Europäische Union die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen will, muss sie ihre eigenen Kohlenwasserstoffe sinnvoll nutzen und ihr vergebliches Streben nach Dekarbonisierung aufgeben.

Originally published in Washington Examiner on March 30, 2026.

Dr. Samuel Furfari is a professor of energy geopolitics in Brussels and London, a former senior official with the European Commission’s Directorate-General for Energy and a member of the CO2 Coalition. He is author of the paper, “Energy Addition, Not Transition,” and 18 books, including “Energy Insecurity: The organised destruction of the EU’s competitiveness.”

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/01/the-strait-of-hormuzs-bitter-lesson-for-the-european-union/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Was in dem Beitrag mit keinem Wort erwähnt wird, ist die Rolle der Medien. Diese sind es doch, die Politik und Gesellschaft wie eine Hammelherde vor sich her treiben. Solange die Medien dieser Ideologie folgen, sehe ich keinerlei Licht am Ende des Tunnels. Vielleicht ist er ja auch schon eingestürzt, und wir kommen nie wieder hinaus.




Interne Schwankungen und vulkanische Einflüsse haben in Grönland massive Klimaveränderungen ausgelöst

H. Sterling Burnett

Eine in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichte Studie legt nahe, dass großräumige vulkanische Aktivitäten über Zehntausende von Jahren hinweg in regelmäßigen Abständen rasche Klimaveränderungen, Temperaturschwankungen nebst anderen Veränderungen ausgelöst haben, die um Größenordnungen stärker und wesentlich schneller abgelaufen waren als der heutige Klimawandel, der auf menschliche Treibhausgasemissionen zurückgeführt wird.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern aus Dänemark, Norwegen, der Schweiz und Taiwan hat „realistische vulkanische Antriebe in ein großes Ensemble von Simulationen mit Atmosphären-Ozean-Modellen einbezogen, die an die Eiszeit gekoppelt sind. Diese Simulationen werden durch Sulfataufzeichnungen aus Eisbohrkernen ergänzt, die dabei helfen, den Zeitpunkt vergangener großer Eruptionen abzuschätzen.“

Konkret versuchten die Forscher, die Prozesse zu identifizieren, die zu den zahlreichen dramatischen Klimaschwankungen oder -veränderungen in Grönland im Zeitraum von vor etwa 80.000 bis 11.700 Jahren führten. Mit den Modellergebnissen abgeglichene Proxydaten deuteten darauf hin, dass es mehrfach zu Temperaturschwankungen von 10 °C bis 15 °C in beide Richtungen kam. Einige dieser Schwankungen hielten Jahrhunderte lang an und gingen gelegentlich mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 20 bis 40 Meter einher. Dennoch waren die CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre während dieser Zeiträume nur geringfügig höher als zuvor – nämlich um 10 bis 15 ppm während der Schwankung. Das liegt weit unter dem Anstieg von fast 150 ppm, den die Erde seit der industriellen Revolution erlebt hat. Es ist offensichtlich, dass CO₂ nicht der Auslöser für die beobachteten Veränderungen war, und der CO₂-Anstieg könnte eine Reaktion darauf gewesen sein.

In einer Zusammenfassung der Studie schreibt Pierre Gosselin auf „No Tricks Zone“: „Die abrupten Klimaveränderungen in Grönland wurden wahrscheinlich durch Verschiebungen in der Zirkulation der im Ozean gespeicherten Wärme ausgelöst, die mit der Atlantischen Meridionalen Umwälzströmung (AMOC) zusammenhängen und ihrerseits durch vulkanische Einflüsse sowie spontane, zufällige ‚interne Variabilität‘ oder ‚Rauschen‘ verursacht wurden.“

Man beachte, dass kein Anstieg der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen erforderlich war, um massive Klimaveränderungen auszulösen – Veränderungen, die weitaus größer waren als die heutigen und sogar als die, die von den extremsten Emissionsszenarien der Klimamodelle prognostiziert werden. Tatsächlich postuliert die Studie, dass „eine erhöhte interne Klimavariabilität oder ein erhöhtes Rauschen die Widerstandsfähigkeit des glazialen Klimasystems gegenüber einem abrupten

Zusammenbruch der AMOC stärken könnte“, von dem einige Forscher behaupten, dass sie sich aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels verlangsamt.

Quellen: Science Advances; No Tricks Zone

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-575-attribution-studies-are-built-on-flawed-logic-poor-assumptions/, zweite Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Klima-Untergangs-Inhalte, die sich an Kinder richten

Cap Allon

Soziale Medien entscheiden, was zu sehen ist, was verstärkt verbreitet wird und wer es sieht. In den letzten zehn Jahren wurden in diesen Netzwerken verstärkt Inhalte zum Thema Klima verbreitet, insbesondere an jüngere Nutzer gerichtet.

Es werden Worst-Case-Szenarien in den Vordergrund gestellt, langfristige Szenarien als unmittelbare Bedrohungen dargestellt, und die Botschaften drehen sich um Katastrophen und Unausweichlichkeit. Alternative Interpretationen und Unsicherheiten finden weitaus weniger Beachtung – und können in vielen Fällen sogar dazu führen, dass man gesperrt wird (hüstel).

Social-Media-Algorithmen sind darauf ausgelegt, die Nutzer-Interaktion zu maximieren. Inhalte, die starke emotionale Reaktionen hervorrufen – insbesondere Angst und Dringlichkeit –, erzielen bessere Ergebnisse. Infolgedessen werden sie mit größerer Wahrscheinlichkeit beworben, empfohlen und den Nutzern wiederholt angezeigt. Dadurch entsteht eine Rückkopplungsschleife. Inhalte, die Alarmstimmung verbreiten, verbreiten sich weiter, erzielen mehr Interaktion und werden dann erneut verstärkt.

Darüber hinaus stützen sich die Plattformen auf externe Partner (d. h. „Faktenprüfer“), um Inhalte, die als „irreführend“ gelten, zu kennzeichnen oder herabzustufen, insbesondere in Bereichen wie dem Klimawandel. Das bedeutet, dass bestimmte Narrative weiter verstärkt werden, während andere in ihrer Reichweite eingeschränkt werden.

Jugendliche und junge Erwachsene gehören zu den aktivsten Nutzern dieser Plattformen und sind zudem am anfälligsten für wiederholte negative Botschaften. Sie sind noch dabei, ihr Weltbild zu entwickeln, und eine anhaltende Konfrontation mit angstbasierten Narrativen kann dieses nachhaltig prägen.

Unternehmen wie Meta sind bereits wegen der Auswirkungen ihrer Plattformen auf die psychische Gesundheit in die Kritik geraten. Wenn Algorithmen konsequent Inhalte fördern, die zu Ängsten oder psychischen Belastungen beitragen, geht das Problem über redaktionelle Voreingenommenheit hinaus und wird zu einer Frage der Haftung.

Ein System, das darauf ausgelegt ist, das Engagement zu maximieren, wird Inhalte bevorzugen, die Nutzer dazu bringen zu reagieren. Angst funktioniert am besten, also dominiert sie. Gleichzeitig ist Angst ein mächtiges politisches Instrument – sie sorgt für Aufmerksamkeit (oder Ablenkung) und Gehorsam. Die Anreize stimmen überein. Was sich in den sozialen Medien am effektivsten verbreitet, ob organisch oder auf andere Weise, verstärkt zufällig auch die Botschaften, auf die Regierungen angewiesen sind.

Wenn Algorithmen systematisch Inhalte fördern, die zu Ängsten oder psychischen Belastungen beitragen, geht das Problem über redaktionelle Voreingenommenheit hinaus und wird zu einer Frage der Haftung.

[Hervorhebung im Original]

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-snow-for-aussie-alps-a-meter?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Direktor von BlackRock gibt Klima-Phantastereien zugunsten der Interessen von Investoren auf

Vijay Jayaraj

Larry Fink, CEO von BlackRock, hat öffentlich einen Kurswechsel hin zu dem vollzogen, was er als Energie-Pragmatismus bezeichnet, und eingeräumt, dass die Gesellschaft heute einen ausgewogenen Ansatz zur Deckung des Energiebedarfs fordert, anstatt an starren Klimazielen festzuhalten. Dies könnte ein entscheidender Moment für die globale Energiepolitik sein, da einer der mächtigsten Finanzakteure der Welt von jahrzehntelangen, unklugen „grünen“ Vorgaben Abstand nimmt.

Die Reichweite von BlackRock

BlackRock ist der weltweit führende Vermögensverwalter und kontrolliert ein Vermögen von mehr als 10 Billionen US-Dollar, das Märkte, Unternehmen und sogar Regierungen beeinflusst. Das Unternehmen stellt Risikoanalyse-Algorithmen bereit, die Unternehmen dabei unterstützen, Kapital zuzuweisen, Strategien festzulegen und Probleme anzugehen – von der Energieversorgung bis hin zur Unternehmensführung. BlackRock hat seine Finger in allem im Spiel, von Pensionsfonds bis hin zu Staatsfonds, wo seine Stimmrechte und Investitionen Entscheidungen lenken, die weite Teile der Gesellschaft betreffen.

Fink verweist auf China, das bei neuen Kernkraftwerken und riesigen Solaranlagen führend ist, gleichzeitig aber Rekordmengen an Erdgas und Öl importiert, um die steigende Nachfrage zu decken. „Die Gesellschaft hat sich in eine bessere Position bewegt, in der mehr Pragmatismus herrscht“, erklärt Fink, „und was Sie von mir hören, ist, dass ich wiedergebe, was wir von unseren Kunden hören.“ Besser, man hat Kunden und nicht Ideologen, die das Ruder in der Hand haben.

Die kostspieligen Auswirkungen von ESG

Finks Einschätzung deckt sich mit seinem früheren Bericht, wonach im Jahr 2023 4 Milliarden Dollar an ESG-gebundenen Vermögenswerten verloren gingen – eine Folge davon, dass Staaten wie Florida und andere aus Sorge vor politisierten Investitionen Gelder abzogen. BlackRock verzichtete Mitte 2023 auf das als „Waffe“ missbrauchte ESG-Label und schied im Januar 2025 angesichts kartellrechtlicher Untersuchungen und Gegenreaktionen seitens der Regierungen einzelner Bundesstaaten aus der Gruppe der „Net Zero Asset Managers“ aus.

Die Kunden zwangen Fink zum Handeln, nachdem BlackRock jahrelang ihr Geld eingesetzt hatte, um ESG- und damit verbundene Prioritäten voranzutreiben – oft mit Unterstützung linksgerichteter Manager öffentlicher Pensionsfonds wie dem von New York. Die treuhänderische Pflicht – die Maximierung der Anlegerrenditen – war in den Hintergrund getreten, während das Unternehmen bei Unternehmen für „woke“-Interessen lobbyierte, die von der Vielfalt in den Vorständen bis hin zur Senkung industrieller Emissionen reichten. Nun, da die Klagen zunehmen und die Bundesstaaten Milliarden abziehen, beruft sich Fink auf eben diese Pflicht, um Pragmatismus zu rechtfertigen.

Finks Kehrtwende entlarvt den Betrug. BlackRock setzte Billionen ein, um die Politik und die Richtlinien von Vorständen zu beeinflussen, und verriet dabei die Anleger zugunsten der Träume einer Clique. Nun zwingen genaue Überprüfung und Kapitalabflüsse die Wahrheit ans Licht. Finks Eingeständnis bestätigt zudem, was Skeptiker schon lange argumentierten: Klimanarrative übertreiben Risiken, um kostspielige Phantastereien voranzutreiben. Daten zeigen keinen Anstieg extremer Wetterereignisse, für die CO₂-Emissionen absurderweise verantwortlich gemacht worden waren. Hurrikane, Überschwemmungen und Dürren entsprachen den historischen Normen.

Die Begeisterung der Klimaalarmisten für Wind- und Solarenergie ist an die Realität der Physik gestoßen. Sogenannte „erneuerbare Energien“ versagen dort, wo es auf Zuverlässigkeit ankommt. Ihre Unbeständigkeit legt die Stromnetze in Zeiten von Spitzenbedarf lahm und treibt die Kosten für Familien und Fabriken in die Höhe. Im Gegensatz dazu sichern fossile Brennstoffe und Kernkraft den Wohlstand der Menschheit. Sie liefern die dichte, erschwingliche und zuverlässige Energie, welche die moderne Zivilisation benötigt.

Die Kampagne, diese Energiequellen abrupt durch Alternativen mit geringer Kapazität und wetterabhängigen Erträgen zu ersetzen, war von Anfang an mathematisch unmöglich. Eine Grundlage aus Kohle, Erdgas und Kernenergie ist notwendig, um einen modernen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund haben die asiatischen Industrienationen hinter einer Fassade „grüner“ Heuchelei kontinuierlich ihre Kapazitäten an fossilen Brennstoffen ausgebaut.

Betrachten wir die globalen Trends. Der Ausbau der Wind- und Solarenergie-Kapazitäten deckt nur einen kleinen Teil des steigenden Strombedarfs. China baut schneller als jedes andere Land Kernkraftwerke und verschlingt Öl- und Gasimporte, um Fabriken und Haushalte mit Energie zu versorgen. Trotz Netto-Null-Versprechen hat Indien die heimische Kohleproduktion beschleunigt und gleichzeitig kleine modulare Reaktoren erforscht, um seine 1,4 Milliarden Einwohner mit Strom zu versorgen und Wachstumsziele von 8 % zu erreichen.

Selbst europäische Länder, die einst für einen raschen Umstieg auf „erneuerbare Energien“ eintraten, begannen umzudenken, nachdem die Energiekrise von 2022 Schwachstellen offenbart hatte. In Deutschland mussten Fabriken schließen, und die Haushalte gerieten unter Druck, als die russischen Gaslieferungen zurückgingen und Wind- und Solarenergie bei Windstille oder bewölktem Himmel ausfielen.

Nach Jahren klimabedingter Experimente – erzwungen von verblendeten oder unehrlichen Politikern und Wirtschaftsmagnaten – wurden die Misserfolge zu zahlreich und zu folgenschwer, um ignoriert zu werden. Kein Wunder, dass Larry Fink sich von der Panikmache abgewandt und den Forderungen seiner Kunden nach strategischer Beratung zugewandt hat.

This piece originally appeared at Daily Caller on March 24, 2026 and has been republished here with permission.

Autor: Vijay Jayaraj is a Research Associate at the CO2 Coalition, Arlington, VA and writes frequently for the Cornwall Alliance. He holds a master’s degree in environmental sciences from the University of East Anglia, UK, and resides in India.

Link: https://cornwallalliance.org/blackrock-ceo-abandons-climate-delusion-for-investor-needs/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Explosionen in Batteriewerken in Kalifornien geben Anlass zu Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit

Bonner Cohen

Mehr als ein Jahr, nachdem eine gewaltige Explosion in der weltweit größten Lithium-Ionen-Batteriespeicheranlage im kalifornischen Monterey County ein tagelang wütendes Inferno ausgelöst hatte, planen die Behörden des Golden State den Bau weiterer solcher „Sauberenergie“-Anlagen und ignorieren dabei die Risiken, die Batteriewerke für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit darstellen.

Die Explosion schleuderte eine mit Tonnen von Schwermetallen, darunter Kobalt und Fluorwasserstoff, beladene schwarze Rauchwolke Hunderte Meter hoch in die Luft, was die Behörden dazu veranlasste, Anwohner zu evakuieren. Während die Ursache der Explosionen in der Batteriespeicheranlage von Vistra Energy in Moss Landing am 16. Januar 2025 noch untersucht wird, sind Wissenschaftler, welche die Luft und das Wasser in der Nähe des Standorts untersuchen, beunruhigt über das, was sie vorgefunden haben.

„Metalle aus dem Batteriebrand in Moss Landing sind nach wie vor in den Sedimenten und Nahrungsnetzen der Region vorhanden“, erklärt Ivano W. Aiello, Professor für Meeresgeologie an der San Jose State University. „Diese Metalle reichern sich biologisch an und sammeln sich entlang der Nahrungskette an: Die Metalle im Sumpfboden können von Würmern und kleinen Wirbellosen aufgenommen werden, die wiederum von Fischen, Krabben oder Küstenvögeln gefressen werden und schließlich von Spitzenprädatoren wie Seeottern oder Seehunden.“

Es war der vierte und mit Abstand größte Brand, der seit 2020 im Kraftwerk Moss Landing und der angrenzenden Batterie-Energiespeicheranlage von Pacific Gas & Electric ausgebrochen war. Moss Landing liegt 77 Meilen südlich von San Francisco an der Küste der Monterey Bay an der Mündung des Elkhorn Slough.

Batteriespeichersysteme sind ein wesentlicher Bestandteil der Bemühungen – die in Kalifornien nach wie vor mit großem Eifer vorangetrieben werden –, den Übergang von fossilen Brennstoffen zu intermittierender Wind- und Solarenergie zu vollziehen. Überschüssige Energie, die bei windigen oder sonnigen Bedingungen erzeugt wird, wird ins Netz eingespeist, wenn Wind- und Solarenergie keine ausreichenden Strommengen mehr liefern. Dies erfordert zahlreiche Backup-Speicheranlagen mit jeweils Tausenden von Batterien, und genau darin liegt die Brandgefahr.

Zwar mag das einzigartige Design der Anlage in Moss Landing sie anfällig für thermische Läuft-aus-Reaktionen gemacht haben, doch zeigen die acht Brände, die im vergangenen Jahr in kalifornischen Batteriespeicheranlagen ausgebrochen sind, dass das Potenzial für künftige Brände weit verbreitet ist, sagt der Physiker C. Michael Hogan, Ph.D., Gründer von Earth Metrics Inc., einem Umwelt-Thinktank.

Hogan erklärte kürzlich im Podcast „California Insider“, dass Sacramento, wo bereits der Bau von über 200 Batteriespeicheranlagen genehmigt worden ist, nun den Bau von mindestens 100 weiteren solchen Anlagen genehmigt. Der „Golden State“ tue dies jedoch „in großem Stil“, ohne „die Folgen“ seines Handelns „vollständig zu verstehen“. „Diese Anlagen sind ein Experiment“, merkte er an. Im Fall der Explosion in Moss Landing wurden giftige, scharfkantige Kobalt-Mikropartikel in die Luft geschleudert. Einmal eingeatmet, können diese Kobalt-Mikropartikel – „so breit wie ein menschliches Haar“ – die Lungenbläschen beeinträchtigen, wo Lunge und Blut während des Ein- und Ausatmens Sauerstoff und Kohlendioxid austauschen.

Neben der Gefahr für die menschliche Gesundheit durch die direkte Exposition gegenüber in der Luft schwebenden Schwermetallpartikeln sind die Kobaltwerte in den Böden der landwirtschaftlichen Region in der Nähe von Moss Landing 100- bis 1000-mal höher als normal, betont Hogan. „Und sie werden dort ein Jahrhundert oder länger verbleiben“, fügte er hinzu.

Die Anlage in Moss Landing, die bei der Explosion im letzten Jahr zerstört wurde, sei von den kalifornischen Steuerzahlern mit 500 Millionen Dollar subventioniert worden, so Hogan, um Notstrom für den geplanten Bau schwimmender Offshore-Windkraftanlagen des Bundesstaates bereitzustellen.

„Die Offshore-Windenergie spielt eine Schlüsselrolle bei dem Ziel des Bundesstaates, bis 2045 zu 100 % auf saubere Energie umzustellen“, heißt es in einem Informationsblatt zur Offshore-Windenergie in Kalifornien. Zu diesem Zweck arbeitet der Bundesstaat an einem „strategischen Plan zum Ausbau der Offshore-Windenergie um bis zu 25 Gigawatt in den Bundesgewässern vor der kalifornischen Küste“. Dafür „werden mehr als 1.600 schwimmende Offshore-Windkraftanlagen benötigt“, die „so hoch wie der Eiffelturm“ sein werden. Je mehr schwimmende Offshore-Windkraftanlagen installiert werden, desto mehr Batterie-Energiespeicheranlagen an Land werden benötigt, wodurch die umliegenden Gemeinden einem erhöhten Risiko künftiger Explosionen ausgesetzt werden.

Kalifornien ist einer von zwei Dutzend „blauen“ [= von den Demokraten regierten] US-Bundesstaaten, die gegen die Umweltschutzbehörde unter Trump klagen, die im vergangenen Monat die aus der Obama-Ära stammende „Gefährdungsfeststellung“ aufgehoben hat, wonach Treibhausgase aus fossilen Brennstoffen die öffentliche Gesundheit gefährden. Die Gefährdungsfeststellung diente unter anderem dazu, die Vorschriften der Biden-Regierung zu rechtfertigen, die den Ausstieg aus benzinbetriebenen Autos vorsehen und den Bau neuer Exportterminals für Flüssigerdgas (LNG) verbieten. Beide Maßnahmen wurden in Trumps zweiter Amtszeit rückgängig gemacht.

In seiner Ankündigung der Klage Kaliforniens am 20. März sagte Gouverneur Gavin Newsom (D) über die Politik Trumps: „Sie wollen die Umweltverschmutzung wieder groß machen.“ Er versäumte es, die durch seine eigene „saubere Energie“ verursachte Umweltverschmutzung zu erwähnen.

Link: https://www.cfact.org/2026/03/25/battery-plant-explosions-in-california-raise-public-health-concerns/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE