5 Hurrikan-Graphiken, welche die Klima-Alarmisten uns vorenthalten wollen

In der Folge des katastrophalen Hurrikans Harvey und dem nächsten sehr starken Hurrikan Irma gab es einen endlosen Strom von Versuchen, natürliche Wetterereignisse mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel in Zusammenhang zu bringen.

Senator Bernie Sanders, sozialistisch-demokratischer Senator von Vermont und ehemaliger Präsidentschaftskandidat der Demokraten, sagte, dass es seiner Meinung nach „ziemlich töricht wäre“, nicht nach einem Zusammenhang zwischen den außerordentlichen Schäden durch Harvey einerseits und dem Klimawandel andererseits zu fragen.

Hier folgen fünf Graphiken, welche einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Hurrikan Harvey und dem allgemeinen Trend von Hurrikanen:

1. Neun der zehn tödlichsten atlantischen Hurrikane

Dr. Steven Goddard

Die historische Auflistung der tödlichsten atlantischen Hurrikane zeigt, dass es viele tausend Todesopfer gegeben hat durch Hurrikane, zu denen es in ungewöhnlich kalten Jahren gekommen war. Die Aufzeichnung bzgl. Wirbelstürmen auf dem Pazifik ist ähnlich.

Man rechnet mit Schäden in Höhe von 90 Milliarden Dollar in Texas und Louisiana durch den Hurrikan Harvey, und mindestens 40 Menschen sind tragischerweise dabei ums Leben gekommen [Stand 3. 9. 2017]. Es ist wichtig zu beachten, dass infolge der ökonomischen Entwicklung zusammen mit massiven Fortschritten hinsichtlich Kommunikation und Transportwesen die finanziellen Schäden durch Hurrikane zunehmen, während die dadurch verursachten Todesfälle drastisch abgenommen haben.

Eine umfassende Studie zeigt, dass Todesfälle durch Extremwetterereignisse seit dem Jahr 1900 um 98% abgenommen haben.

2. Tropische Zyklone global auf 45-Jahre-Tief

Dr. Ryan Mau/Twitter

Dr. Ryan Maue PhD, Meteorologe und Hurrikan-Experte zeigt, dass sich im globalen Maßstab die Anzahl tropischer Zyklone in einem 45-Jahre-Tief befindet, jedenfalls im April 2015 zusammengestellten Angaben zufolge. (Gemeint sind alle tropischen Zyklone. Sie haben in verschiedenen Gebieten verschiedene Bezeichnungen wie Taifune, Hurrikane usw., doch handelt es sich um ein und dasselbe Wetterphänomen.)

3. Globale Häufigkeit von Hurrikanen

Dr. Ryan Maue/Policlimate

Dr. Maue präsentiert Daten aus den letzten vier Jahrzehnten Hurrikan-Forschung. Darin zeigt sich kein wahrnehmbarer Anstieg der Anzahl globaler Hurrikane.

4. Akkumulierte Zyklon-Energie global und auf der Nordhemisphäre

Dr. Ryan Maue/Policlimate

5. Atlantische tropische Stürme mit einer Lebensdauer von mehr als 2 Tagen haben an Zahl nicht zugenommen

NOAA

Die National Oceanographic and Atmospheric Administration präsentiert einen längeren Datensatz zu atlantischen Stürmen bis zurück zum Jahr 1876.

Gabriel A. Vecchi und Thomas R. Knutson vom Geophysical Fluid Dynamics Laboratory/NOAA in Princeton, New Jersey, interpretieren den Trend wie folgt:

Wir kommen zu dem Ergebnis, dass es einen geringen nominellen Aufwärtstrend des Auftretens tropischer Stürme von 1878 bis 2006 gibt. Aber statistische Verfahren zeigen, dass dieser Trend so gering ist relativ zur Variabilität in der Reihe, dass er nicht signifikant unterscheidbar ist von Null.

Bill Read, der ehemalige Direktor des National Hurricane Center, sagte einem Star-Moderator bei CNN, welcher zuvor versucht hatte Hurrikan Harvey mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel in Zusammenhang zu bringen:

Ich würde das, was wir hier sehen, nicht dem Klimawandel zuordnen. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass sich Stürme im westlichen Golf von Mexiko bilden und verstärken. Das geht schon so lange, wie wir es verfolgen. Der Grund für den großen Regen ist die Stationarität. Der Umstand, dass der Sturm auf das Festland trifft und sich dann nicht weiter landeinwärts verlagert … das war auch schon einige Male der Fall, kommt aber nicht oft vor.

Es wird einige Individuen geben, die versuchen, nationale Krisen wie Hurrikan Harvey für politische Zwecke auszuschlachten. Aber das Wichtigste ist nun einmal, auf die Fakten zu schauen.

Link: https://www.thegwpf.com/5-hurricane-charts-climate-alarmists-dont-want-you-to-see/

Übersetzt durch Chris Frey EIKE




In Kenia kostet Ökostrom im Inselnetz heute schon so viel, wie bei uns in der Zukunft

Zwar hat sich durch die „Bescheidenheit“ der „keine Rechnung“ stellenden Sonnen- und Windstrom-Bürgerlieferungen der Strompreis deutlich erhöht, doch sollen auch daran die bösen Versorgerkonzerne schuld sein, welche den keine Rechnungen stellenden Ökostrom penetrant blockieren und dazu sogar die Leitungen mit ihrem konventionellen Strom „verstopfen“ [10].

Bild 1 Strompreisentwicklung Deutschland seit 1970

Vorstände lokaler (meist teilkommunaler) Versorger unterstützen dies [7], da es ihnen „Ehre“ und vor allem höhere Gehälter einbringt und der (unwichtige) Kunde damit beim Strombezug nicht mehr so leicht ausbüchsen kann. Die Industrie – und die sie beratenden Institute [9] – unterstützen es ebenfalls, da der dazu erforderliche Umbau der Stromversorgung für den Verkauf der erforderlichen Produkte wirkt, als hätten Terroristen (in Wirklichkeit natürlich rechtschaffende, von Energie allerdings keine Ahnung habende Politiker*innen [14] [8]) die deutsche Stromversorgung zerstört, welche nun neu aufzubauen ist.

Zwar sind bisher alle Inselnetzversuche kläglich an den Kosten gescheitert (Insel el Hierro, Pellworm in der Nordsee), doch EEG-Enthusiasten (und Lieferanten) ficht das nicht an. Visionen, mit denen sich viel Geld verdienen lässt, sterben nicht so schnell, vor allem wenn sie eine Ideologie befriedigen.
Wer bereits heute wissen will, was beim Strompreis passiert, wenn Bürger für ihre Mit-Bürger bürgernahen Strom direkt liefern, kann die Auswirkungen in Kenia schon heute sehen.

Strom dank Sonnenstrahlen in Kenia

Badische Zeitung: [1] Ein Unternehmen bringt mit deutscher Hilfe Elektrizität in abgelegene Regionen Kenias
Bei einem Pilotprojekt in der weitläufigen Masai Mara liefern Solarkollektoren in Talek, 250 Kilometer entfernt von Nairobi, den Strom, Batterien aus Nordrhein-Westfalen und ein Dieselgenerator für die Nachtstunden vervollständigen die Anlage. Das ist notwendig, weil die Spitzenlast abends zwischen 19 und 22 Uhr anfällt. Am Äquator aber ist die Sonne das ganze Jahr über um 18 Uhr verschwunden. „Aktuell haben wir 72 Kunden, davon sind 45 Geschäftskunden“, sagt George Ndubi von Powergen. Die Firma betreibt die Anlage. „Weil etliche der Kunden den Strom weiterverkaufen, sind es sogar 200 Abnehmer.“ Ausgelegt ist die Anlage für 300 Kunden.

Strom in „Bürgerhand“ – und eine einzige kWh kostet 0,7 EUR für Bürger mit 1,8 EUR Tageseinkommen

[1] … 130 000 Euro hat die GIZ für den Bau der Pilotanlage bereitgestellt, der Bezirk Naurok hat das Gelände beigesteuert und die Arbeiter für den Bau der Anlage, auch die Welthungerhilfe hat das Vorhaben unterstützt. Aus den Einnahmen werden Fonds gespeist, die für ähnliche Solaranlagen eingesetzt werden sollen. Das Projekt soll zeigen, dass solche Solar-Hybrid-Dorfstromanlagen nachhaltig und rentabel von privaten Firmen betrieben werden können, ganz im Sinne der G-20-Afrika-Initiative der Bundesregierung, die den Privatsektor stärker in die Entwicklungsarbeit einbinden will.
Deshalb ist der Strom alles andere als billig. Die Gebühr für den Anschluss an das Netz liegt bei umgerechnet 100 Euro, die Kilowattstunde Strom kostet 70 Schilling, etwa
60 Euro-Cent (Anmerkung: Im Bericht der Tageszeitung des Autors zu diesem Thema waren es 70 Cent). Damit sollen Investitions- und Betriebskosten abgedeckt und Rücklagen ermöglicht werden.

Wie will die GIZ weiter helfen?
Fünf weitere Anlagen sind derzeit im Bezirk Naurok geplant, im Norden von Kenia insgesamt 20. Die GIZ wird Bau und Betrieb privaten Betreibern überlassen, berät aber beim Bau der jetzt geplanten Anlagen.

Natürlich macht man das auch in Kenia völlig uneigennützig, denn man verdient auch dort gut daran:
GVEP International, developing Energy Enterprises in East Africa, booklet 2012: … Seiner Frau wurde vom Kenya Women’s Finance Trust ein Kredit von 200 Euro gewährt, den er nutzte, um ein 40 W Panel und eine Solarbatterie von 50 Ah zu kaufen. Durch diese Maßnahmen konnte er sein monatliches Einkommen von 20 Euro/Monat auf 72 Euro/Monat steigern und er brauchte nur 10 Monate, um seinen Kredit zurückzubezahlen …

Damit müsste ein Drittel der Kenianer über 30 % ihres Einkommens für eine einzige, tägliche kWh bezahlen

[1] … In Kenia lebt immer noch ein Drittel der 48 Millionen Kenianer in absoluter Armut und damit von weniger als 200 Schilling am Tag. Das sind rund 1,80 Euro.

Der Weg zur lokalen Versorgung führt zur Preisexplosion

In einer kleinen Sichtung hat der Autor den Energiepreis bei lokaler Versorgung abgeschätzt [10] und einen Gestehungspreis von 60 ct / KWh ermittelt – nicht anders, als die Gestehungskosten in Kenia, denen ja westliche Firmen zu westlichen Preisen die Anlagen liefern wollen [2]:
klimaretter.info: Afrika soll elektrifiziert werden – mit dem deutschen Mittelstand. Das jedenfalls ist die Vision des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft

Wie die Einspeisesätze in Kenia (Bild 2) zeigen, liegt es auch dort nicht so sehr an den Solarmodulen, sondern ist – wie in [10] gezeigt, eine Folge wenn man auch Grundlast liefern muss und damit die Speicherkosten dazu kommen. Ob die Lieferung der Grundlast „modern“ durch Akkus geschieht oder „veraltet“ durch Dieselgeneratoren, scheint sich dabei auf die Zusatzkosten nicht wesentlich auszuwirken.
Anmerkung: lt. [11] kostet die kWh Strom aus Dieselgeneratoren 0,2 EUR.

Die kenianische Regierung ist unwillig und will bezahlbaren Strom erzeugen

Es mag Sinn machen, in nicht erschließbaren Gegenden übergangsweise Strom für ein Handy zu 60 … 70 Cent / kWh an die Ärmsten zu liefern und noch eine LED-Birne zu versorgen. Bei diesem Energiepreis in Afrika eine auch nur im Ansatz moderne Infrastruktur zu ermöglichen, dürfte aber eine Illusion bleiben. Die kenianische Regierung hat das erkannt.

[1] Was tut die Regierung?
Die Regierung in Nairobi will allerdings lieber die Stromproduktion aus Kohle und Gas langfristig vorantreiben und denkt sogar an ein Atomkraftwerk. Derzeit kommen je 35 Prozent des Stroms aus Geothermie und Wasserkraft, daneben werden viele Dieselgeneratoren genutzt. Wind und Solar spielen eine untergeordnete Rolle – obwohl die Sonneneinstrahlung in Kenia doppelt so stark ist wie in Deutschland.

Bild 2 Aufteilung der Stromerzeugung in Kenia [3]

Bild 3 Erzeugungsabhängige Stromgestehungskosten in Kenia [2]

In mehreren Studien sind Gestehungskosten und Einspeisetarife gelistet.

Bild 4 Einspeisetarife für Ökostromerzeuger in Kenia [3]

Bild 5 Verbraucherpreise in Kenia (Auszug) [2]

Natürlich sind die Preise der Tabelle Bild 5 auch mit Subventionen versehen. Trotzdem geben sie einen Anhaltspunkt, welchen Unterschied die Möglichkeit, von einem Großversorger zu beziehen im Preis ausmacht.

Öko-Ideologie gegen lokale Vernunft

Obwohl alleine schon die Kosten zeigen, welches der bessere Weg wäre, wird der ideologische gegangen. Obwohl in der Geschichte fast alle ideologisch angeordneten, „großen Sprünge nach vorn“ schief gegangen sind und teils ganze Völker an den Rand des Untergangs brachten, wird ein solcher Weg wieder verordnet.

Kofi Annan, Vorwort im APP Bericht 2015: [13] … Africa has enormous potential for cleaner energy – natural gas and hydro, solar, wind and geothermal power – and should seek ways to move past the damaging energy systems that have brought the world to the brink of catastrophe.
Von google grob übersetzt: … Afrika hat ein enormes Potenzial für sauberere Energie – Erdgas und Wasserkraft, Solar-, Wind- und Geothermie – und sollte nach Wegen suchen, an den schädlichen Energiesystemen vorbei zu kommen, die die Welt an den Rand der Katastrophe gebracht haben …

Was für das Klima schädlich ist, weiß man in Deutschland auch und deshalb wird die Vision von K. Annan durch Deutschland unterstützt. Ein Land, welches sich drei Mal in der jüngeren Geschichte durch die „Vorreiterrolle“, teils auch „Supermacht“-gelüste in die Pleite getrieben hat, weiß, wie man das anderen Nationen beibringt:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: [6] Hoffnung und Chance: Afrika überspringt das Kohlezeitalter
Das BMZ unterstützt den massiven Ausbau der dezentralen Versorgung, damit Afrika das Kohlezeitalter überspringen kann. Es liegt damit auf der Linie von Kofi Annan, der als Vorsitzender des Africa Progress Panel 2015 sagte: „Ich glaube, dass die Zeit für Afrika gekommen ist, die globale Vorreiterrolle als erste kohlenstofffreie Supermacht einzunehmen.“

Dabei ist es nur Ideologie in Reinkultur. Und nach dieser soll nun das Energiesystem in Afrika aufgebaut werden. Umfangreich thematisiert wurde es in einer Kolumne auf Novo Argumente:
Novo Argumente für den Fortschritt, Thilo Spahl, 25.04.2016: [14] Energie für Afrika
… Den Ärmsten ist doch schon enorm geholfen, wenn sie nachts etwas Licht aus sauberen Solarlampen bekommen. Nein. Afrika braucht billige Energie im großen Maßstab – egal aus welcher Quelle …

Bei uns wird der gleiche Weg verfolgt

Die Geschichte erinnert etwas an die EEG-Parallele in Deutschland und gibt eine Vorahnung, wie die Preisgestaltung in nicht allzu ferner Zukunft in Deutschland aussehen wird, wenn sich die Visionen zu lokalen Inselnetzen durchsetzen sollten.

Nachtrag

In einigen Projekten wird in Inselnetzen mittels Solarstrom der Dieselverbrauch der Grundlastgeneratoren verringert (hybride Mini-Grids aus Diesel plus Wind und/oder PV). Dazu kommen Off-Grid-Anwendungen mit kleinen Solaranlagen (z. B. Solarleuchten, solare Heimsysteme) für die Bereitstellung grundlegender Energiedienstleistungen wie Beleuchtung und Handy-Ladeeinrichtungen für die Landbevölkerung, die nicht über einen Netzzugang verfügt.
Das mag eine wirkliche Unterstützung und auch nachhaltige Maßnahme sein. Dies sind aber nicht die wesentlichen, vom Westen forcierten Ökostrom-Projekte.
Schon gar nicht kann dies jedoch ein Vorbild für Deutschland sein, welches (bisher) über ein vollständiges Versorgungsnetz verfügt und mit der Auflösung den umgekehrten Weg einschlägt.

Kenia ist für afrikanische Verhältnisse schon ein entwickeltes Land. Die Strompreise in anderen afrikanischen Ländern sind für die dort noch ärmere Bevölkerung wesentlich höher.
In Hargeisa (Hauptstadt des seit 1991 de facto unabhängigen Somaliland) zahlt man pro kWh einen US-Dollar, Straßenhändler müssen für Kleinmengen zur Standbeleuchtung bis zu 10 US$ / kWh bezahlen (und haben keinen Ausschalter für die Lampe) [11] [12]:
Das gibt den GRÜNEN recht, die überzeugt sind, bei uns die Energie drastisch verteuern zu müssen. Und es zeigt auch, wie leicht es möglich ist, wenn man die Infrastruktur dazu zerstört.

Quellen

[1] Badische Zeitung, 24.07.2017: Strom dank Sonnenstrahlen

[2] AHK Kenia, Riverside Drive, Nairobi, 12.07.2013: Zielmarktanalyse Kenia Solar PV & Windkraft

[3] AHK Foliensatz, Oktober 2016: Hybride Inselnetze in Kenia Zielmarktanalyse

[4] EIKE 18.05.2017: Rechnerisch lohnt sich die solare Eigenversorgung nicht – so lange unser Versorgungsnetz stabil ist. Doch das wird sich ja ändern

[5] EIKE 15.06.2017: Fake News: Diesmal Klimaretter und Stadtwerke: Die Stromspeicherung kostet vielleicht ein oder zwei Cent

[6] BMZ: Fallstudie Kenia: Erneuerbare Energien Solarkraftwerke gegen die ländliche Armut

[7] EIKE 06.02.2016: Nachgefragt: Ein lokaler Versorger bricht die Macht der Stromgiganten

[8] EIKE 18.10.2016: Landkreis könnte energieautark werden: Wie eine lokale Politikerin dank ausreichendem Nichtwissen das Trassenproblem in Bayern löst

[9] Klimaretter.info, 29. Juni 2015: „Keine Eile beim Netzausbau

[10] klimaretter.info, 15. September 2009: Die Hälfte der Kraftwerke wird überflüssig

[11] IASS Potsdam: IASS STUDY Die Zukunft der Energieversorgung in Afrika

[12] Afrika.Info, 29.04.2013: Somaliland: Strompreise auf Spitzenniveau

[13] KLIMARETTER.INFO, 05. Juni 2015: Bericht fordert mehr Strom für Afrika

[14] APP: Africa Progress Report (APR) 2015

[15] Novo Argumente für den Fortschritt, Thilo Spahl, 25.04.2016: Energie für Afrika

[16] EIKE: Cem Özdemir versucht sich in Energie




Und wieder eine Erneuer­bare-Energien-Verschwen­dung von Steuer­geldern

Das Unternehmen möchte auf der Solarwelle mitreiten und viel Geld verdienen im Zuge der „net metering“-Politik, welche Einspeisetarife zu zahlen hat für den ins Netz eingespeisten Strom, wann immer er erzeugt wird und unabhängig davon, ob der Strom zu jener Zeit überhaupt gebraucht wird. Der von diesen Paneelen erzeugte Strom würde nicht vor Ort verkauft werden, sondern nach Virginia, Raleigh-Durham und zu anderen Örtlichkeiten exportiert werden.

Medienberichten im Februar zufolge haben sich Solarenergie-Installationen im Jahre 2016 gegenüber 2015 verdoppelt. Es gibt mittlerweile 1,3 Millionen Solar-Installationen in den gesamten USA mit einer kumulativen Kapazität von über 40 Gigawatt. Diese Kapazität, so heißt es, reicht aus, um 6.560.000 [6,56 Millionen] Haushalte mit Strom zu versorgen. Natürlich gibt es da Widersprüche.

Es gab im Jahre 2016 intensive Bemühungen, so viel Photovoltaik zu installieren wie möglich – getrieben von der Furcht, dass Steuervorteile nicht verlängert werden würden. Der Solaranteil stieg von 2015 mit 0,96% auf lediglich 1,37% in 2016. 65% des Stromes wird nach wie vor mit fossilen Treibstoffen erzeugt, 20% nuklear, 6,5% hydroelektrisch, 2,0% Biomasse und 5,6% Wind (welcher genauso unzuverlässig ist wie solar).

Der Faktor Zuverlässigkeit ist entscheidend. Die Kapazität, 6,56 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen, ist nicht gleich der tatsächlichen Stromerzeugung. Letzteres hängt davon ab, wie viel Strom die Paneele erzeugen können, wenn die Sonne mit ausreichender Intensität 24 Stunden lang an 7 Tagen in der Woche und 365 Tagen pro Jahr scheint. In Gebieten, in denen es die meiste Zeit des Jahres trocken und sonnig ist, kann das angehen – in anderen Regionen dagegen kaum.

Diese sowie weitere damit zusammenhängende Probleme müssen Grundlage für die Entscheidung sein, ob die Wilkinson-Fabrik Energie macht; ob sie ingenieurstechnisch, ökonomisch oder umweltlich sinnvoll ist für diese Gemeinde in North Carolina – oder in anderen Örtlichkeiten, wo ähnliche Entscheidungen getroffen werden müssen. Solar kann für Politiker, Unternehmen und Aktivisten erneuerbarer Energie vorteilhaft sein. Das sollte aber nicht über anderen Überlegungen stehen.

Ein Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk mit einer Kapazität von 600 MW läuft 90 bis 95% der Zeit. Deren tatsächlicher Output ist folglich 540 bis 570 MW – auf einer Fläche von 300 Acres (oder weniger) [ca. 1,2 km²], zuverlässig und bezahlbar.

Wilkinson würde theoretisch 74 MW auf einer doppelt so großen Landfläche erzeugen. Das sind 0,12 MW pro Acre – oder 8,1 Acres pro MW. Allerdings gibt es im Mittel in North Carolina nur 213 sonnige Tagen pro Jahr und vielleicht 9 Stunden geeigneten Sonnenschein.

Anstatt zu 90 bis 95% effizient zu sein, würde es Wilkinson nur zu einer Effizienz von 20% bringen. Die 288.120 Paneele würden Strom nur während etwa 20% des Jahres erzeugen. Das ist unvorhersagbare, unzuverlässige und unbezahlbare Energie.

Der reale Output wären rund 0,03 MW pro Acre oder 33 Acres pro MW! Wilkinsons geltend gemachte Fähigkeit, genug Strom für 12.500 Haushalte zu erzeugen, schrumpft auf 2750 Haushalte, wenn die Sonne scheint.

Wilkinson und Landwirte, welche zu Gelegentlich-Stromerzeugern geworden sind, werden immer noch große Summen Geldes einheimsen, via net-metering und politisch vorgegebenen Einspeisetarifen. Aber Ackerflächen und Wild-Habitate werden zu massiven Solarfabriken umgewandelt, während Nachbarn eine verschandelte Landschaft vorfinden ohne irgendwelche finanziellen oder anderen Vorteile.

Mit der Verbreitung von Solar-Verrücktheit und Solar-Ausbreitung würden Stromverbraucher erleben, wie ihre Rechnungen steigen: von den 9 Cent pro KWh, welche sie derzeit im Mittel in North Carolina und Virginia zahlen bis auf das Niveau wie derzeit in Connecticut, New York und California, wo Familien, Krankenhäuser, Schulen, Industrien, Bauernhöfe und Fabriken 16 bis 18 Cent pro KWh zahlen. Arme Familien und Minderheiten würden am härtesten getroffen.

Dann gibt es da noch den Komplex Überlebensfähigkeit. Seit 1879 ist North Carolina von zwölf Hurrikanen der Kategorie 3, einem der Kategorie 4 (1954) und zahlreichen Tropischen Stürmen [= Zyklone unter Hurrikan-Stärke] betroffen worden. Man stelle sich die umherfliegenden Glasscherben vor, welche sich von Solarpaneelen lösen und in alle Richtungen fliegen, wenn der nächsten Hurrikan unvermeidlich zuschlägt. Sich auszumalen, was dies für Menschen, Tiere und Eigentum bedeuten würde, ist unschön. Die schweren Regenfälle in Begleitung dieser Stürme würden Fluten durch die Installationen rauschen lassen und weitere Zerstörungen bringen.

Solar-Befürworter posaunen ständig die Vorteile von Energie, Beschäftigung und Klima-Stabilisierung hinaus – welche nicht existieren.

Jede Megawattstunde Solarenergie muss durch Kohle- oder Erdgas-Generatoren abgestützt werden. Anderenfalls gibt es nur Strom, wenn er zufällig gerade verfügbar ist anstatt wenn wir ihn brauchen. Anderenfalls werden unsere Büros, Krankenhäuser, Montagebänder, Fernsehgeräte und Internet fortwährend mal laufen, mal nicht laufen. So kann niemand leben.

Die Backup-Energie muss jederzeit auf Standby laufen – und augenblicklich auf volle Kraft hochgeregelt werden, wenn die Sonne zu scheinen aufhört. Dies beeinträchtigt drastisch deren Effizienz und lässt die Treibstoff- und Emissionskosten in die Höhe schießen. Jedweder Vorteil bzgl. Energie, Nachhaltigkeit und Klimavorteile verschwindet.

Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendein Solarfeld während seiner gesamten Lebensdauer genug Strom erzeugen kann, um die Energie auszugleichen, welche aufgewendet wurde zu Herstellung, Installation und Wartung der Paneele. Der Abbau der Rohmaterialien, diese zu Metallen zu verarbeiten, sowie die Herstellung anderer Komponenten, Transport und Installation – all das erfordert gigantische Mengen Motoröl, Koks und Strom. Das Gleichgewichtsniveau ist negativ.

Jetzt füge man noch hinzu, was man braucht, um die Backup-Kraftwerke zu errichten, anzutreiben und zu betreiben, und Solar ist bankrott.

Solarenergie erzeugt Arbeitsplätze. In Wirklichkeit enthüllen die Daten des US-Energieministeriums, dass die Erzeugung der gleichen Menge Energie einen Arbeiter bzgl. Kohle und zwei Arbeiter bzgl. Erdgas erfordert – aber 12 Arbeiter in der Windindustrie oder 79 Arbeiter bzgl. Solar. Das dürfte kaum der Weg zu einer produktiven Wirtschaft sein.

Noch schlimmer: Studien aus Spanien und anderen Ländern haben gezeigt, dass für jeden geschaffenen Arbeitsplatz im Bereich erneuerbare Energie zwei andere Arbeitsplätze in anderen Bereichen verloren gehen, sind diese doch gezwungen, mehr und immer mehr für immer unzuverlässigeren Strom zu bezahlen.

Preis und Zuverlässigkeit sind entscheidend in unserem digitalen Zeitalter, in dem Strom der Schlüssel ist zu modernem Lebensstandard, zu Gesundheit, Sicherheit und fast allem ist, was wir machen, essen und tun. Solarstrom lässt die Preise steigen und die Zuverlässigkeit sinken; deren wiederholte Strom-Flutwellen haben der Netzstabilität schon oft großen Schaden zugefügt.

Einige behaupten, dass der Verbrauch fossiler Treibstoffe – welche 82% der Energie erzeugen, die die moderne Zivilisation überhaupt erst ermöglicht – zu einem gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandel führt. Aber Hurrikan Harvey beendete soeben die fast 12 Jahre lange Pause der Übertritte von Hurrikanen der Stärke 3 bis 5 auf das US-Festland. Die mittleren planetarischen Temperaturen liegen jetzt nach dem Ende des El Nino von 2015/16 auf dem Niveau, wie es seit fast 20 Jahren besteht.

Diese und andere unbequeme Realitäten widersprechen vollkommen den Jahrzehnte langen Prophezeiungen der Klimaalarmisten. Und wie aus Obigem hervorgeht, lässt die sich ausbreitende Solarenergie den Verbrauch fossiler Treibstoffe nebst CO2-Emissionen zunehmen.

All dies unterstreicht, warum wir mehr Pipelines bauen müssen zwischen Gebieten, in denen dank Fracking viel Erdgas erzeugt wird. Egal ob ein Gaskraftwerk als primärer Stromerzeuger oder als Backup für Wind und Solar fungiert – neue Pipelines sind unabdingbar. Sie bestimmen, ob Familien, Krankenhäuser und Industrie bezahlbaren Strom haben, wenn sie ihn brauchen.

Unglücklicherweise blockiert eine Phalanx aus Gouverneuren, Bürgermeistern, Gesetzgebern und Aktivisten Pipeline-Projekte von den beiden Dakota-Staaten nach New York und darüber hinaus. Stattdessen treiben sie noch mehr Wund und Solar voran. Pipelines und Strom sind das Rückgrat unserer Wirtschaft, unserer Zivilisation, von Arbeitsplätzen und Lebensstandards. Man beschneide oder paralysiere dieses Rückgrat, und unsere Gesellschaft wird aufhören zu bestehen.

In öffentlichen Anhörungen muss lokalen Anwohnern und Energie-Experten die Gelegenheit gegeben werden, diese Themen anzusprechen und ihren Bedenken hinsichtlich Energie, Landverbrauch, Arbeitsplätze, wirtschaftlicher, umweltlicher und anderer Auswirkungen Ausdruck zu verleihen. Alles darunter ist eine Amtspflichtverletzung, welche nur einigen Wenigen Vorteile verschafft – auf Kosten aller anderen. Dies darf nicht länger geschehen.

Link: http://www.cfact.org/2017/09/01/north-carolina-solar-boondoggle/ und

https://www.heartland.org/news-opinion/news/yet-another-renewable-energy-boondoggle

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Diesel-Verteufelung: Krieg gegen das eigene Volk – Diesel: Wie die Politik das Volk irreführt

Bild 1. „Wir wissen, dass bis zu dreiviertel der Stickoxidwerte von den PKW ausgeht“ (Bild: [ZDF])

Die Präsidentin des Deutschen Städtetags, die CDU-Politikerin Eva Lohse, hat einen mustergültigen Beweis dafür abgeliefert, wie die Politik auf breiter Eben das Volk beim Thema Dieselabgase an der Nase herumführt. In der ZDF-Nachrichtensendung „Heute“ vom 2.9.2017 (Bild 1) behauptete sie sie zur besten Sendezeit um 19 Uhr, dass Umrüstungen an Diesel-PKW notwendig seien, weil sie für bis zu 75 % der Stickoxidwerte verantwortlich seien. Wörtlich: „Wir wissen, dass bis zu dreiviertel der Stickoxidwerte von den PKW ausgeht“ [ZDF].

Dreiste Fake-News

Diese Aussage kann man nur als ziemlich dreiste Fake-News bezeichnen. Sie steht in völligem Gegensatz zu den vom Umweltbundesamt veröffentlichten Daten, siehe Bild 2.

Bild 2. Nach Zahlen des Umweltbundesamtes sank der Anteil des Gesamtverkehrs an den NOx-Emissionen seit 1990 auf nur noch 40,1 % im Jahre 2014 (Grafik: [UBA]

Angesichts der klar anderslautenden Erkenntnisse des Umweltbundesamtes ist es schwer nachzuvollziehen, wieso eine derart hochrangige Vertreterin der Politik solche Aussagen tätigen kann. Auf unzureichenden Informationsstand kann sich jemand, der in dieser Position massivste Enteignungen von Bürgern (Dieselfahrern) und Industrie in Multi-Milliardenhöhe herbeizureden versucht, eigentlich nicht berufen. In diesem Falle wäre ihm nämlich die Eignung für das Amt abzusprechen. Anderenfalls müsste man jedoch von bewusster Falschbehauptung sprechen. Denn von den lediglich 40 % der NOx-Belastung, die überhaupt auf den Verkehr entfallen, geht nur ein kleiner Teil von etwa 10 % vom Diesel-PKW aus [MUEL]. Belegt wird dies durch Ergebnisse einer Untersuchung, die das Umweltbundesamt beim ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg in Auftrag gegeben hatte, Bild 3 und Bild 4.

Bild 3. NOx-Gesamtemissionen des Verkehrssektors bis 2011. Davon sind nur 75 % dem Straßenverkehr anzulasten (Grafik: [TREM])

Bild 4. Die Aufschlüsselung der Anteile der einzelnen Fahrzeugarten an den NOx-Emissionen des Straßenverkehrs bis 2011. Der Anteil der Diesel-PKW lag bei lediglich ca. 30 % (Grafik: [TREM])

Rechnet man die obigen Anteile durch, dann berechnet sich der Anteil der Diesel-PKW wie folgt:

Gesamtverkehrs-Anteil an den Gesamt-NOx-Emissionen 40 % Rechenfaktor 0,4

Straßenverkehrsanteil an den NOx-Emissionen des Gesamtverkehrs 75 % Rechenfaktor 0,75

Diesel-PKW-Anteil an den NOx-Emissionen des Straßenverkehrs 33 % Rechenfaktor 0,33

Daraus errechnet sich der Anteil der Diesel-PKW zu 0,4 x 0,75 x 0,33 = 0,1. Das entspricht gerade einmal 10 %.

Das Betrugskartell der etablierten Parteien

Beim sogenannten „Diesel-Skandal“ lässt sich nachweisen, dass alle Politiker der im Bundestag vertretenen Parteien das Volk betrügen. Für den Bürger ist es offensichtlich egal, welche der beiden „großen“ Parteien mit welcher Koalition ihrer „etablierten“ Koalitionspartner aus den Wahlen als Regierung hervorgehen wird: Nach der Wahl werden sie alle jegliche Versprechungen in den Wind schlagen und weiter das machen, was sie schon seit Jahren anstreben: Die Deindustrialisierung Deutschlands durch „Dekarbonisierung der Volkswirtschaft“. Der Diesel ist dabei nur das erste Opfer. Es wird danach weitergehen, und zwar alternativlos.

Fred F. Mueller

Quellen

[MUEL] https://eike.institute/2017/08/31/argumente-gegen-den-verbotsirrsinn-diesel-verteufelung-krieg-gegen-das-eigene-volk/

[TREM] Aktualisierung „Daten- und Rechenmodell: Energieverbrauch und Schadstoff-Emissionen des motorisierten Verkehrs in Deutschland 1960-2030“ (TREMOD, Version 5.3) für die Emissionsberichtserstattung

[UBA] https://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/stickstoffoxid-emissionen#textpart-1

[ZDF] ZDF Heute – Sendung vom 2.9.2017, Sendeminuten 03:55 bis 04:11




Freier Handel für euch, aber nicht für mich

Wir werden unablässig bombardiert mit Slogans und Belehrungen über fairen Handel, Menschenrechte, Nachhaltigkeit, Umwelt- und soziale Gerechtigkeit, kleine Leute gegen Große Unternehmen. Viele dieser subjektiven Schlagwörter reflektieren die Perspektiven und Agenden der politischen Linken und zielen darauf ab, jene Weltanschauungen zu verbreiten und Diskussionen darüber abzuwürgen. Aber die meisten ihrer sich bekennenden Anhänger schauen niemals unter die Oberfläche der Dinge, die sie selbst kaufen. Tatsächlich hätten sie keinerlei Standards, falls sie keine Doppel-Standards haben.

Man stelle sich einfach mal vor, was ein Elektrofahrzeug zum Kostenpunkt 35.000 bis 150.000 Dollar kosten würde, falls man „Fair Trade“-Metalle verbaut hätte. Wie teuer der schon jetzt kostspielige Wind- und Solarstrom wäre, falls die Hersteller „Fair Trade“-Standards folgen müssten, die vollen humanen und umweltlichen Kosten tragen müssten in Verbindung mit dessen Komponenten, und wenn sie den Arbeitern die source-country equivalents von „Fight $15“-Löhnen zahlen müssten. Was aber eine noch größere Herausforderung ist:

Was wäre, falls Wind-, Solar- und EV-Systeme dem „Vorsorgeprinzip“ folgen müssten – welchem zufolge ein Produkt nicht gehandelt werden darf, bis deren Promoter nachweisen können, dass ihre Technologien niemals Menschen oder die Umwelt schädigen?

Die Fair Trade et cetera-Vorschriften werden schon jetzt mit eiserner Faust gegen nicht-erneuerbare Produkte durchzusetzen versucht, und zwar seitens Gesetzgebern, Politikern, Nachrichtenmedien und erbosten College-Studenten. Zumeist sind es ausschließlich die von den Progressiven Linken bevorzugten, vermeintlich erneuerbaren und ökofreundlichen Energie-„Alternativen“ und Spielzeuge, die von allen Auflagen befreit sind.

ExxonMobile wurde im Jahre 2009 zu einer Geldstrafe von 600.000 Dollar verurteilt wegen des Todes von 85 Zugvögeln, die in offenen Ölabfall-Stellen landeten. Man vergleiche diese rund 7000 Dollar pro Vogel mit den minimalen oder Null-Strafen, welche Unternehmen von Big Wind für 85.000 tote Adler und 8,5 Millionen geschredderte [sliced and diced] andere Vögel und Fledermäuse während der letzten Jahre zahlen mussten. (Dies sind künstliche Lizenz-Zahlen, liegen aber sehr eng bei der Wirklichkeit [close to the mark {unbedingt mal anklicken! Anm. d. Übers.}]).

Die Lasst-es-im-Boden-Kampagnen gegen Öl, Gas und Kohle; die Bewegung zur Ausgrenzung fossiler Treibstoffe [fossil fuel divestment movement] an Hochschulen; das anti-Israel Boycott Divestment and Sanctions (BDS)-Gesindel; die unaufhörlichen Klagen und Kampagnen von EarthJustice, Greenpeace und World Wildlife Fund gegen Bergbau ignorieren all das und noch mehr.

Unmittelbar unter der Oberfläche von Smartphones, EVs, Computern, Wind-, Solar- und anderen Technologien befinden sich einige schockierende und unbequeme Wahrheiten. Diese Erzeugnisse bestehen nicht aus Elfenstaub oder Rohmaterialien, welche vom Raumschiff Enterprise herunter gebeamt worden sind. Alle erfordern Lithium, Seltene Erden, Eisen, Kupfer, Silizium, Petroleum sowie viele andere Materialien, welche aus der Erde gebuddelt werden müssen, was menschliche Arbeitskraft oder fossile Treibstoffe erfordert.

Petroleum allein ist die Grundlage für etwa 6000 Produkte neben Treibstoffen: Gemälde, Plastik, Pharmazeutika, Kosmetikartikel und vieles mehr. Lithium ist unabdingbar in Computern und EV-Batterien, Neodym in den NdFeB Generator-Magneten in Windturbinen, Cadmium in Solarpaneelen, auf Petroleum basierende Kunstharze in den Rotorblättern.

Die große Mehrheit dieser Mineralien und Metalle könnte möglicherweise in ökonomisch wiederherstellbaren oder sogar Weltklasse-Lagerstätten in den USA gefunden werden. Allerdings sind bekannte Lagerstätten mit Abgaben belegt, geregelt und juristisch in Vergessenheit geurteilt worden, während exzellente Möglichkeiten in westlichen Gebieten und Alaska durch den Kongress, durch Gerichte, Aktivisten und Gesetze unzugänglich gemacht wurden. Wir dürfen nicht einmal hinschauen.

Dies hat Bergbau-Unternehmen gezwungen, sich in Übersee umzusehen. Mit wenigen Ausnahmen zahlen amerikanische, kanadische, europäische und australische Unternehmen gute Löhne, begleitet durch Gesundheits- und Umweltvorschriften. Sie investieren stark in lokale Schulen, Büchereien, Krankenhäuser sowie Wasser-, Entwässerungs- und Stromsysteme. Aber sie werden immer noch an den Pranger gestellt durch radikale Gruppen in Peru, Guatemala und anderswo.

Roy Innis, Vorsitzender des Congress of Racial Equality [Kongress für Rassengleichheit] brachte es perfekt auf den Punkt, als er den WWF ob dessen brutaler Kampagne gegen eine geplante Mine in Madagaskar verurteilte.

„Diese Feinde der Armen gerieren sich als ,Bewahrer‘, welche eingeborene Völker und Dörfer ,erhalten‘ wollen“, beobachtete Mr. Innis. „Sie berücksichtigen niemals, was die wirklichen Bewahrer wollen – also die Menschen, welche tatsächlich in diesen verarmten Gemeinden leben und leben müssen mit den Konsequenzen schädlicher Kampagnen, welche auf der ganzen Welt losgetreten werden, was deren Möglichkeiten, Hoffnungen und Träume blockiert“.

Diese gut finanzierten, selbstgerechten Anti-Bergbau-Übergriffe hinterlassen Dorfbewohner zu oft in Arbeitslosigkeit und Armut, und die Welt bleibt abhängig von schäbigen, staatlich betriebenen Operationen wie die Minen Seltener Erden und Verarbeitungsstätten in Baotou, der Inneren Mongolei sowie von lokal betriebenen, oftmals illegalen „Kleinst“-Minen in Afrika und Asien. Die Umweltzerstörungen und die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit im Zusammenhang mit diesen Operationen sind horrend.

In den Gebieten nördlich von Baotou befinden sich 70% der globalen nachgewiesenen Reserven seltener Mineralien (REMs). Einst war dieses Gebiet produktives Ackerland. Aber wie Australia News, Business Insider, ABC News, der Guardian in UK, die BBC, die Daily Mail, und Andere dokumentiert haben, gibt es jetzt dort nur noch riesige tote Landflächen, auf denen gar nichts mehr wächst.

Erze werden extrahiert mittels Einleitung von Säure in den Boden, dann mittels weiterer Säuren und Chemikalien weiter verarbeitet. Eine Tonne REM setzen bis zu 420.000 Kubikfuß Gase, 2600 Kubikfuß Abwasser und 1 Tonne anderer Abfallstoffe frei – allesamt sauer, giftig und radioaktiv. Der daraus resultierende Schlamm – voller Säuren, Schwermetalle, Karzinogenen und anderer Materialien – wird in etwas geleitet, was zu einem faulen, stinkenden „See“ mit einem Durchmesser von sechs Meilen [ca. 10 km!!] geworden ist, bar jeden Lebens. Deren giftige Komponenten sickern in das Grundwasser und gelangen dann in den Gelben Fluss, welcher eine wichtige Quelle für Trinkwasser und zur Bewässerung für große Gebiete in Nordchina ist.

Bergleute und andere Arbeiter schuften bis zu 16 Stunden für ein paar Yuan oder Dollars unter Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltbedingungen, welche sehr wahrscheinlich in den USA, in UK und Europa schon vor einem Jahrhundert unerträglich waren. Schmutzige Verarbeitungswerke werden kaum oder gar nicht gewartet, es wird nie regelmäßig gereinigt oder repariert. Arbeiter und Anwohner leiden unter, Lungen-, Herz- und Darmkrankheiten, unter Osteoporose und Krebs, und zwar mit viel höheren Raten als vor Beginn des Bergbaus beobachtet und auch viel höheren Raten als in anderen Teilen des Middle Kingdom.

Inzwischen erzeugt Kongo in Afrika 60% des Kobalt-Lithium-Erzes der Welt. Über 70.000 Tonnen pro Jahr gehen mittels der Congo DongFang International Mining Company an Hersteller in China. Ganze Familien – einschließlich Kinder, teils schon im Alter von vier Jahren – schuften von morgens bis abends für einen oder zwei Dollar pro Tag, damit sich Kunden an Smartphones, Computer und Elektrofahrzeuge sowie anderen Geräten erfreuen können.

Generell ohne Genehmigungen, Gesundheits- und Sicherheitsstandards oder Rücksicht auf die Umwelt graben Eltern und Kinder mit Hacken, Schaufeln, Eimern und Säcken tiefe Löcher und große Gruben auf der Suche nach wertvollen Erzen. Einstürze und Schlammlawinen sind ein stets präsentes Risiko. Abhängig vom Wetter arbeiten sie in Staub oder Moorboden, wobei sie sich gefährliche Mengen von Kobalt, Blei, Uran und andere Schwermetalle in ihrem Gewebe, ihrem Blut und anderen Organen einfangen.

Handschuhe, Gesichtsmasken, Schutzkleidung und Duschen zum Abwaschen des giftigen Drecks am Ende des Tages sind ebenfalls nirgends vorhanden. Gebrochene Knochen, Erstickungen, Blut- und Atemwegserkrankungen, Geburtsschäden, Krebs und Paralyse sind allgegenwärtig. Dies berichten übereinstimmend der Guardian, die Washington Post, NPR und Menschenrechtsgruppen.

Vielleicht sind diese Übel besser als Prostitution von Müttern und Töchtern, als Drogenhandel und Verbrecherbanden von Vätern und Söhnen, oder Hunger und Tod für ganze Familien. Aber mit Sicherheit stinkt das nach Ausbeutung.

Wo sind die Rufe nach Gerechtigkeit einschlägiger Gruppen? Wo sind die Studentenproteste, Sit-Ins und Boykottaufrufe gegen Nokia, Samsung, Apple, Lenovo, Tesla, Vestas und Trina Solar? Wo sind die Forderungen, dass sich College-Stiftungen und Lehrer-Pensionsfonds von diesen Unternehmen abgrenzen? Wo sind die wütenden Studenten-Protestzüge in den USA und der EU zur Unterstützung der Arbeiter in Baotou und Peking?

Wo sind die Rufe, staatlich gelenkte und kleine Bergbau-Operationen zu ersetzen durch sozial und umweltlich verantwortungsbewusste westliche Bergbauunternehmen? Wo sind Ausgleichszahlungen des WWF an arme Dorfbewohner für die Löhne, den Strom, sauberes Wasser und verbesserte Lebensstandards, die sie haben könnten?

Bei Umweltpolitik geht es nicht einfach nur um Doppel-Standards. Egal wie Greenpeace oder der Sierra Club diese verzuckern oder verstecken – radikale grüne Politik und Kampagnen sind ungerecht, unethisch, unmenschlich, imperialistisch und rassistisch.

Es ist an der Zeit, Lebensstandards und Prinzipien der Umweltgerechtigkeit auch auf die Anti-Bergbau-, Anti-Menschen-Campaigner anzuwenden. Ihr Ziel ist es, die Dritte Welt in Armut zu halten, und das ist nicht hinnehmbar.

Link: http://www.cfact.org/2017/08/24/fair-trade-for-thee-but-not-for-me/

Übersetzt von Chris Frey EIKE