Was geschah mit den Lehn­sessel-Umwelt­aktivisten und Klima-Alarmisten, als die Hurrikane zu­schlugen?

Natürlich, wenn man an Al Gore oder Leonardo DiCaprio denkt – diese folgen einem Energie fressenden Lebensstil jenseits aller Vorstellungen derer, die sie verdammen. Dabei gehen sie so weit, das Leben anderer Menschen, die Wirtschaft und Gemeinden zu zerstören. Trump spricht vom Verlust von Industriezweigen, muss aber dazu sagen, dass vieles davon den Aktivitäten der Umweltaktivisten und von Politikern auf allen Ebenen geschuldet ist.

Wo war Greenpeace während der letzten Hurrikane? Ich klickte auf die Website von Greenpeace America, um herauszufinden, was sie tun, um den jüngst von den Hurrikanen betroffenen Menschen zu helfen. Auf ihrer Website findet sich nichts über Hilfen. Ich hätte gedacht, dass ein Menüpunkt „Was wir tun“ auflisten würde, wo man spenden kann sowie Pläne zur Versorgung und andere Rettungsmaßnahmen. Aber nichts dergleichen! Stattdessen werden sechs Dinge gelistet wie „Kampf gegen globale Erwärmung“ und „Rettet die Arktis!“. Die einzige Aufforderung hinsichtlich Bezahlen fand sich in einer Schlagzeile unter dem Bild eines Speichertanks von ExxonMobile, die da lautet: „Man lasse Unternehmen fossiler Treibstoffe für die Hurrikan-Zerstörungen zahlen!“ Dies impliziert, dass sie glauben, dass menschliches CO2 hauptsächlich aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe für die Hurrikane verantwortlich ist. Sie präsentieren keinerlei Beweis für diese Behauptung. Das können sie natürlich auch nicht, weil ein solcher Beweis gar nicht existiert.

Die Website erwartet, dass Sie ihnen Geld senden, aber nicht, damit sie betroffenen Menschen helfen. Stattdessen zeigen sie in ihren städtischen Lehnstühlen sitzend mit dem Finger auf Energieunternehmen, welche den Menschen den Treibstoff lieferten, mit dem sie auf den Autobahnen aus der Gefahrenzone fliehen konnten. Während reale und hart arbeitende Menschen Bemerkenswertes geleistet haben, um Leben zu retten und anderen zu helfen, fordert Greenpeace Geld, um deren Wirtschaft zu untergraben und ihr Leben noch weiter zu zerstören. Das Problem dabei ist, dass Greenpeace damit nicht alleine steht. Die meisten Umweltgruppen tun kaum mehr als Geld zu sammeln, mit dem sie damit fortfahren, Arbeitsplätze zu vernichten und die Wirtschaft zu zerstören.

Sie werden unterstützt durch politische Führer auf allen Ebenen und jeder Couleur. Diese Politiker erfüllen die Beobachtung von H. L. Mencken, dass

…es das ganze Ziel praktischer Politik ist, die breite Masse im Alarmzustand zu halten (damit sie Beifall klatschen, wenn man sie in Sicherheit bringt) mittels einer endlosen Reihe von Kobolden, die allesamt imaginär sind.

Man beachte, dass der einzige Führer, der maßgeblich und effektiv agiert hat, das Weiße Haus war. Alles, was die Kritiker tun konnten war, sich über die Schuhe von Melania lustig zu machen, und selbst diese Story haben sie nicht verstanden. Ein wirklicher Gradmesser des Erfolgs des Weißen Hauses war, dass es praktisch keine Stories über die Auswirkung der Hurrikane gab oder über Menschen, die mehr gelitten haben als unvermeidlich. Das war so, weil man sonst hätten berichten müssen, wie erfolgreich die Bemühungen waren.

Trump ist einer der wenigen Führer, der den Betrug erkannt hat, den viele das Pariser Klima-Abkommen nennen. Er zieht auch den Stecker aus allen verschwenderischen und unnötigen Ausgaben anderer Politiker, welche sich bei Gruppen wie Greenpeace Lieb Kind machen wollen. Hier folgt ein klassisches Beispiel der Ignoranz, Arroganz und Falschheit in einem kürzlich erschienenen Report darüber, wie gut urbane Gebiete in den USA auf die globale Erwärmung vorbereitet sind:

In einem Artikel unter der Überschrift „Die besten US-Städte, in denen man leben kann, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels auszuweichen“ schreibt der Autor:

Unter dem Strich: es wird überall schlimm werden“, schrieb Bruce Riordan, Direktor des Readiness Institute an der University of California Berkeley. „Es kommt darauf an, wie man dazu steht“. Immer noch gibt es ein paar Städte, in denen man eine bessere Chance hat, den Widrigkeiten eines wärmeren Planeten zu widerstehen, sagte Vivek Shandas, ein Stadtplanungs-Professor an der Portland State University. „Es gibt Orte, an denen die Auswirkungen des Klimawandels zumindest abgemildert werden“.

-und-

Das Gebiet Pacific Northwest ist insgesamt das beste Gebiet, um der Hauptlast des Klimawandels zu entkommen, sagte Shandas. Die Städte in dem Gebiet sind nicht perfekt – „dort gibt es andere Herausforderungen“ – doch fügte er hinzu: „Die Infrastruktur dieser Städte ist neuer und widerstandsfähiger gegen große Erschütterungen. Das ist ausschlaggebend, wenn es darum geht, mit Hitze und steigendem Wasser fertig zu werden. Seattle ist eine der ,am besten positionierten‘ Städte“, sagte Shandas.

-und-

Portland war die erste Stadt in den USA, die mit einem Plan zur Vorbereitung auf den Klimawandel aufwartete. Der historische Climate Action Plan der Stadt aus dem Jahr 1993 ist ein Konglomerat von politischen Maßnahmen und Anreizen zur Reduktion der Kohlenstoff-Emissionen der Stadt. Ziel ist eine Reduktion dieser Emissionen um 40% bis zum Jahr 2030 und um 80% bis zum Jahr 2050.

Ich vermute mal, dass Seattle besser auf einen Anstieg des Meeresspiegels vorbereitet ist als Denver, oder sie sind vorbereitet auf eine Ausdehnung der Hitze Kaliforniens bis dorthin. Diese Kommentare sind lediglich ihrer vollständigen Ignoranz wegen beachtenswert.

Ich habe sehr viel gelernt über diese urbanen Guerillas während meiner über 40 Jahre langen Arbeit mit primären Erzeugern wie Landwirten, Förstern und Fischern. Nein, ich würde politisch nicht korrekt sein und sie Fischer nennen. Vernünftige, intelligente Menschen wissen, dass dies ein verallgemeinernder Terminus ist. Meiner Erfahrung zufolge gibt es kaum Gruppen, die sich mehr um Umwelt und Klima kümmern als diese Menschen. Es betrifft ihren Alltag, ihre Wohnungen, Kinder und ihr Einkommen.

Trump redet von dem Washingtoner Sumpf, aber für die meisten Primärerzeuger auf dem Land ist jedes städtische Gebiet ein undankbarer, ignoranter Sumpf. Wir können den Washington Beltway [ein Autobahnring um Washington, mehr dazu siehe hier bei Wikipedia] als die Distanz definieren, welche Sumpfbewohner sehen können. Maurice Strong wusste, was er tat, als er den Betrug der globalen Erwärmung mittels derjenigen Bürokraten in die Welt setzte, die im Sumpf leben. Die Verzerrungen, zu denen dies führt, treten in den täglichen Wetterberichten zutage. Regelmäßig hört man von Sonnenschein und Wärme in den Vorhersagen, wenn die Äcker und Landwirte Kühle und Regen brauchen. Dazu war es diesen Sommer gekommen, als sich alles nur um die Notlage der Stadtbewohner drehte, die vor den Hurrikanen zu flüchten gezwungen waren. Derweil wissen nur Wenige etwas über die Dürre, welche die Ernteerträge und alles andere auch in den nördlichen zentralen USA betroffen hat. Ich kann mich an einen Sommer in Manitoba erinnern, als sich Stadtbewohner bitter über das Wetter beklagt hatten. Es war unter der Woche durchweg sonnig, während an den Wochenenden der Regen kam. Dies führte zu Witzen wie „Wie nennt man es nach zwei Tagen Regen?“ Antwort: „Montag“. „Wie nennt man es, wenn es am Montag regnet?“ Antwort: „Ein langes Wochenende“. Landwirte liebten den Sommer, konnten sie doch auf ihren Feldern arbeiten und die Wochenenden mit ihren Familien zu hause verbringen, als der Regen ihre Felder ernährte.

Städter kritisieren Primärerzeuger ob ihrer Änderung und Schädigung der Umwelt. Dabei ist die einzige Stelle auf der Erde, wo man eine vom Menschen induzierte Erwärmung zuordnen und messen kann, der städtische Wärmeinsel-Effekt UHI. Sie werfen den Landbewohnern Verschmutzung und übermäßigen Gebrauch von Chemikalien vor. Das Problem ist jedoch, dass die höchsten Niveaus und Müll-Konzentration in den städtischen Gebieten angetroffen und umgebende Ackerflächen als Deponien für gefährliche Stoffe benutzt werden in klassischer Not-In-My-Backyard-Manier (NIMBY; etwa: Nicht vor meiner Hintertür). Tatsächlich ist es so, dass die Landwirte in den meisten Gebieten nicht die aus dem Boden entnommenen Chemikalien ersetzen und den Städtern als Nahrungsmittel zusenden. Les Henry, ein Erdboden-Spezialist in Saskatchewan, sagte mir, dass sie in den Kanadischen Prärien nicht 50% des Stickstoffes ersetzt haben, den sie aus dem Boden geholt haben*. Der Grund ist teilweise in den Kosten zu suchen, aber einen großen Teil machen falsche Bedenken aus, hervorgerufen von den Städtern mittels deren Vorwurfes, zu viel Chemikalien einzusetzen.

[*Ich habe inhaltlich nicht verstanden, was hiermit gemeint ist. Anm. d. Übers.]

Die größte Heuchelei ist aber Folgende: Städtische Gebiete konnten sich nur entwickeln, weil im Umland ein Überschuss an Nahrungsmitteln erzeugt wurde. Es ist der Ursprung der Zivilisation, aber jetzt, da sie vom Produktionsprozess separiert werden, werden sie weniger zivilisiert. Mit unserer Verstädterung haben die meisten Menschen vergessen, dass die Gesellschaft nur aufgrund dieses Überschusses existiert. Vor vielen Jahren brachte ich das so auf den Punkt: „Es gibt keine Landwirtschaft in den Städten, aber keine Städte ohne Landwirtschaft“.

Im Jahre 2000 hielt ich vor etwa 1000 Landwirten in Lloydminster an der Grenze zwischen Saskatchewan und Alberta eine Rede. Deren Bedenken war eine ihre Ernten dezimierende Dürre, was Viele zwang, ihr Vieh zu schlachten, das sich nicht mehr füttern konnten. Politiker und Städter hörten nicht zu oder die Misere der Landwirte war ihnen nicht einmal bewusst. Ich wies darauf hin, dass 60 Prozent aller Menschen in Toronto nicht einmal in Kanada geboren worden sind. Sie repräsentieren eine größere Gruppe von Wählern als die Landwirte in den Prärien. Es ist ein weiterer Beleg für die Genialität der US-Gründungsväter, die diese Unfairness erkannten und das Electoral College [= das den Präsidenten wählende Wahlmänner-Gremium] ins Leben riefen. Kanada hat es immer noch mit dem monarchistischen System zu tun, welches alle Macht in die urbanen Gebiete bringt.

Ein Landwirt erhob sich und fragte mich, was sie meiner Meinung nach tun sollten. Ich erwiderte, das Problem erfordert eine Lösung, die sie niemals in Betracht ziehen würden, weil sie sind, was sie sind und mit was sie sich beschäftigen. Sie müssen zusammenkommen und verkünden, dass sie kein Saatkorn mehr ausbringen oder keine Tiere oder Nebenerzeugnisse mehr in die urbanen Gebiete liefern würden. Die Ironie dabei ist, dass die Gesellschaft die Landwirte als konservativ einstuft, aber sie tragen die größten Risiken. Jedes Mal bei der Aussaat sind sie abhängig von der Gnade der Unwägbarkeiten des Wetters und der Natur.

Im Jahre 1786 drückte Thomas Jefferson den Unterschied zwischen Primärproduzenten und den Stadtbewohnern so aus:

Ein industrialisierter Landwirt besetzt eine ehrwürdigere Stellung in der Rangfolge der Menschen, egal ob moralisch oder politisch, als ein Faulenzer, der sich selbst oder seine Familie schätzt, der zu stolz zum Arbeiten ist und der eine miserable Existenz an den Tag legt, indem er jenen Überschuss aus der Arbeit Anderer isst,obwohl diese Arbeit die heilige Grundlage der hilflosen Armen ist“.

Jeffersons Beschreibung ist fast identisch mit der Definition eine Parasiten in einem derogatory dictionary [?]:

Parasit: Eine Person, die sich gewohnheitsmäßig auf andere verlässt oder diese ausbeutet, ohne im Gegenzug irgendetwas zu erbringen“

Ich beobachtete und war auch direkt involviert darin, was geschah, als sich Greenpeace ein Thema vornahm, dass ihrer Ansicht nach inakzeptabel war. Eine unserer Aufgaben bei der Überwachung des Meeresgebietes vor der Prince Edward-Insel bzgl. fremder U-Boote war die Überwachung der jährlichen Jagd auf Seehunde im St-Lorenz-Golf. Diese Jagd auf Seehunde für Nahrung und Kleidung gibt es schon seit Jahrhunderten und ist ein extrem gefährlicher und miserabler Job für extrem wenig Lohn. Es war die einzige Einkommensquelle für hunderte der in Neufundland und Labrador lebenden Menschen.

Die Methode geht so: Man lasse ein Schiff im Eis festsetzen und führe dann täglich Jagden über das Eis durch. Greenpeace beschloss, dass dies ein Ende haben muss und trat eine Kampagne los mit gestellten Videos der Jagdmethode, um nicht das Fell zu beschädigen. Neben Behinderungen der Jagden, welche sorgfältig überwachte und Lebensgrundlagen erbringende Ereignisse waren, haben sie mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Beispiel: Sie liefen auf das Eis hinaus und sprühten Flecken mit grünem Farbstoff auf die Seehunde, um ihre Felle wertlos zu machen. Das Problem dabei war, dass sie damit auch die Tarnung der Seehunde zerstörten. Möwen waren sofort zur Stelle, um ihnen die Augen auszupicken und sie damit zu töten. Ich beobachtete Orcas, die unter dem Eis heran schossen und die Seehunde packten.

Die Neufundländer reagierten mit großer Erfahrung und Humor, wie es gewöhnliche arbeitende Menschen tun. Greenpeace behauptete, dass sie die Seehunde verteidigten. Die Neufundländer sagten, dass die Seehunde den Kabeljau fraßen und dass jemand benötigt wurde, den Kabeljau zu verteidigen. Sie bildeten eine Gruppe mit der Bezeichnung Codpiece. Um den Kampf gegen die Jagd noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken, organisierte Greenpeace einen Besuch von Brigitte Bardot, damit diese sich aus erster Hand ein Bild von den Geschehnissen machen konnte. Die Neufundländer boten auf ihre freundliche Art Hilfe an. Und was geschah, als das Flugzeug dann landete? Sie sagten, dass Ms. Bardot angemessene Kleidung gegen die kalten, nassen und glitschigen Bedingen vor Ort brauche. Erst als sie von dem Eis zurückkam, informierten sie die Dame darüber, dass ihre Schuhe und ihre Kleidung aus Seehundfell bestand.

Ich habe es mir angewöhnt zu fragen, wo der Sierra Club war, als die Wälder brannten. Genauso fragte ich jetzt, wo Greenpeace war, als die Hurrikane zuschlugen. Üblicherweise sitzen sie in ihren Lehnstühlen und machen jene schlecht, welche sich des Problems annehmen, oder sie planen noch mehr Zerstörung. Aber auf der Grundlage dessen, was ich gesehen habe, sowie sie involviert waren, sollten sie besser zu hause bleiben. Was wir tun müssen ist, genau wie die Menschen in Neufundland und Labrador, ihre Falschinformationen bloßzustellen und ins Lächerliche zu ziehen; ihr fehlendes Wissen anzuprangern und die enormen Schäden zu dokumentieren, welche sie Wirtschaft und Leben zufügen, indem sie andere Menschen niederdrücken.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/09/30/what-happened-to-the-armchair-environmentalists-and-climate-alarmists-when-the-hurricanes-hit/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Das Ergebnis der Bundes­tagswahl lag am Klima­wandel!

Im Originaltext: Obradovich sets out to substantiate the idea that climate change, by threatening feelings of wellbeing, will lead to a quicker turnover of politicians and political parties“ …
… warmer than normal temperatures in the year prior to an election produce lower vote shares for parties already in power, driving quicker rates of political turnover”.

Und genau diese – für Wahlentscheidungen so wichtige – Konstellation traf auch für die aktuelle Bundestagswahl zu (Bild 2):
-Genau ein Jahr vor der Wahl (Sept. 2016: 16,9 °C) war es sehr heiß und die Änderungsrichtung dahin extrem schnell (Sept. 2015: 13 °C, also eine Steigerung um +3,9 °C)
-und auch in Deutschland (nach den USA) wurden auf diese Temperaturkonstellation hin die etablierten Parteien ein Jahr danach „abgewatscht
“.
Zufall kann das nicht mehr sein. Die statistischen Vertrauensbereiche – sorgfältig und unwiderlegbar genau vom Computer berechnet – sprechen eindeutig dagegen.
Der Autor gibt zerknirscht zu, dass er die Genialität der Studie damals nicht erkannt hat und sie ziemlich „durch den Kakau“ zog. Aber was stimmt, das stimmt, zum Schluss gibt immer der Erfolg recht.
Jetzt weiß man auch, warum Frau Merkel als die einzige, wirkliche Klimafachfrau im Berliner Politikzirkus zum Wahlausgang keine Wimper verzog und erklärte: „Es geht nicht darum andere Politik zu machen, denn mein Kurs war und ist richtig. Es geht darum mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommunizieren, damit sie verstehen lernen, dass unser Kurs richtig ist ... „
und meinte damit wohl, dass bald jeder Untertan zur Nachschulung antreten muss, sonst verliert er wie Diesel mit falscher „Softwareintelligenz“ das Bleiberecht. Schließlich kennt sie aus ihrer alten Heimat so den Umgang mit nicht stabil staatstreuen Bürgern.
Nur die (auch zum Klima) unwissende SPD und CSU hadern mit dem Ergebnis, an dem sie gar nichts ändern konnten und welches beim nächsten Temperaturumschwung schon wieder vollkommen anders werden kann.
Wer könnte auch glauben, dass ein Kanzlerkandidat, der von den Politprofis seiner Partei mit 100 % als die herausragende Spitzenkraft gekürt wurde, ein solch schlechtes Ergebnis einfährt. Dafür müssen andere Mächte verantwortlich sein. Und CO2 ist schließlich an jedem Übel auf der Welt irgendwie schuldig.
Doch nun, mit dem Wissen der Studie gewappnet, sind Ergebnisse nicht mehr in einer Glaskugel verborgen, sondern wissenschaftlich fundiert vorhersagbar! Ein Vorschlag des Autors dazu ist auf jeden Fall, bei der Terminsetzung einer eventuellen Neuwahl darauf zu achten.
Weil man damit schon bei der Septembertemperatur ist, soll zu dieser gleich noch etwas Ergänzung nachgetragen werden. Zwar hat (wie üblich) das Duo Kämpfe / Kowatsch ihren Monatsrückblick schon gebracht. Aber doppelte Information hält besser, vor allem, wenn sie sich auch mit Aspekten beschäftigt, über die sonst wenig berichtet wird. Diesmal hat der Autor dazu extra weit „über den Tellerrand“ hinaus analysiert und will die überraschenden Vorab-Ergebnisse (das zwingend erforderliche Peer-Review steht leider noch aus) den EIKE-Lesern nicht vorenthalten.

Puh, im September ist Deutschland an der Überhitzung gerade noch einmal vorbeigeschrammt

Manchen wird noch die Darstellung von Herrn Prof. Lesch (der sich inzwischen als oberbayerisches Al-Gore Double positioniert [5]) in einem seiner Klimaalarm-Videos in Erinnerung sein [1]. Obwohl das wirkliche Temperaturbild vom GISS bereits damals überholt war, zeigte er bewusst den Stand, als die (El Nino-bedingte) Temperaturspitze am höchsten – und die danach folgende Abkühlung noch nicht zu sehen war.
Inzwischen sieht man, dass auch in der Natur nichts einfach „unendlich“ weiter in den Himmel wächst.

Bild 1 Video Das AfD Programm wissenschaftlich geprüft von Harald Lesch, Screenshot. Aktuelle Globaltemperatur
Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man den gerade vergangenen September in Deutschland betrachtet. Von einem Spitzenwert im letzten Jahr ist er direkt wieder auf den Wert der letzten Jahrhunderte herabgesunken und liegt bei der Temperatur der Jahre 1750 … 1751.

Bild 2 Deutschland, Temperaturverlauf September 1750 … 2017. Grafik anhand der DWD-Werte vom Autor erstellt
Nicht einmal dem DWD fiel dazu noch wirklich alarmistisches ein:
DWD Deutschlandwetter im September: 2017 Erheblich kühler als im Vorjahr
Im Vorjahr hatte Deutschland mit 16,9 Grad Celsius im Mittel (°C) und bis zu 8 Tagen über 30 Grad einen der wärmsten September seit Beginn der Messungen erlebt. Ein völlig anderes Bild zeigte der September des Jahres 2017: Mit 12,7 °C lag er um 0,6 Grad unter dem Soll der int. Referenzperiode 1961 bis 1990.
Nicht auszudenken, der September wäre wieder warm gewesen. Aber wenn er nicht einmal seinen Sollwert schafft (seit wann gibt es das beim Klima? der Texter beim DWD ist erkennbar „Gehirngewaschen“) und auf dem Wert von 1750 liegt, will man es den Untergebenen ja nicht gleich auf die Nase binden.

Der Sommer 2017: Kühler als im Jahr 1766

Der Sommer war warm, aber keinesfalls heiß und hatte die Temperatur, welche früher wahrscheinlich als „toller Sommer“ begrüßt wurde. Legt man den Verlauf ab 1881 aus dem DWD Klimaatlas über den langfristigen Datensatz des DWD seit 1750 – wie es der Autor gemacht hat -, sieht man:
-Der Sommer 2017 hatte den Temperaturwert des Jahres 1759,
-diese Temperatur ist „normal“ und kam seit 1750 regelmäßig vor,
-die Klimasimulationen liegen bereits aktuell wieder hoffnungslos falsch und „bieten“ für 2100 eine Spanne von 5,5 Grad.
Besser lässt sich kaum noch belegen, wie unbrauchbar und unglaubwürdig die Klimasimulationen sind,
-ein alarmistischer, stetiger Anstieg ist nicht erkennbar, nur die Simulationen meinen einen zu wissen.

Bild 3 Deutschland, Temperaturverlauf Sommer 1750 … 2017 und Simulationsläufe bis 2100. Grafik anhand der DWD-Bilder und DWD Daten vom Autor zusammengestellt

Ist der Kampf gegen das Klima in Wirklichkeit ein Kampf gegen die Alterspyramide? …

Man könnte es meinen. Im folgenden Langfristverlauf der Globaltemperatur Deutschlands zeigt sich nochmals, dass die (leichte) Erwärmung bereits weit vor Beginn der Industrialisierung begonnen hat. Auch „überhitzt“ sich Deutschland keinesfalls und wird bestimmt nicht durch einen Klimawandel „lebensgefährlich“ [3].
Ganz im Gegenteil: Betrachtet man die eingetragenen Lebenserwartungen, dann explodieren diese geradezu. Doch CO2-Simulations-Gläubige kämpfen dagegen bereits an, denn: Wer soll bei einer (vielleicht) weiter gehenden Erwärmung noch die Renten und Pensionen bezahlen?

Bild 4 Deutschland, Temperaturverlauf global 1750 … 2017. Zugefügt Daten zur Lebenserwartung in Deutschland. Grafik anhand der DWD-Werte vom Autor erstellt
Ähnlich ist es mit dem Weizenertrag. Erst gegen 1930, als es seit der Zwischenkaltzeit (Minimum ca. 1850) schon wieder deutlich wärmer war, begann dem Weizen das Klima wieder zu „gefallen“ und er „zeigt“ es seitdem mit steigenden Erträgen.

Bild 5 Zusammenhang zwischen Globaltemperatur und USA-Weizenertrag. Grafik vom Autor aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt
Selbst in Ländern, welche angeblich massiv vom Klimawandel „getroffen“ sind, gefällt das neue Klima der Population und führt zu einer zunehmenden „Fruchtbarkeitsfreude“, welche mit jeder Temperaturerhöhung zunimmt, wie es das Beispiel der Bevölkerungsentwicklung von Kenia zeigt (Bild 6).

Bild 6 Bevölkerungswachstum von Kenia seit 1960 und GISS Globaltemperatur übereinander kopiert

Die offiziellen Informationen sollen davon nur ablenken

Im vorhergehenden Absatz wurde es anhand von Bild 4 mit den eingetragenen Lebenserwartungen und Bild 6 bereits angesprochen: Der (angebliche) Klimawandel führt nicht nur zur Bevölkerungsexplosion, wie es beispielsweise jeder Bericht über Afrika neu zeigt [4], er scheint auch die Ursache der schlimmen Alterspyramide und Bevölkerungsentwicklung zu sein, welche die westliche Länder (Bild 4) und vor allem afrikanische (Bild 6) so „plagt“. Geradezu bilderbuchhafte Korrelationen – wie sie sonst nur noch zwischen dem anthropogenen CO2-Eintrag und der GISS-Globaltemperatur zu finden sind -, weisen es eindeutig aus.
Unsere Behörden lenken durch gezielte Desinformation davon ab. Man erinnere sich an den Bericht aus Berlin:
EIKE 30. September 2017:[3] Trinkstationen gegen den Klimawandel,
in dem über angebliche, schlimme Klimawandelfolgen und Mortalitäten berichtet wird, welche der Klimawandel dort verursachen soll.
In Wirklichkeit hat Berlin ein ganz anderes Problem: Die Einwohner sterben nicht mehr „wie sie eigentlich sollten“.
Berlin.de: Sinkende Sterberate: Immer mehr Platz auf Berlins Friedhöfen*
Auf Berlins Friedhöfen gibt es immer mehr freie Flächen … die Sterberate in der Hauptstadt sinkt. Starben 1991 noch 43 654 Menschen in Berlin, waren es 2010 nur noch 32 234, heißt es in der Statistik der Friedhofsverwaltung. Die Bevölkerungszahl blieb in dieser Zeit relativ konstant bei rund 3,4 Millionen. Der Rückgang hat Konsequenzen. So schrumpft auch die Zahl der Berliner Friedhöfe seit Jahren. Derzeit gibt es in der Hauptstadt 221 Begräbnisstätten, 39 davon sind allerdings geschlossen.
Diese eindeutigen Daten lassen doch nur einen Schluss zu: Der angebliche Kampf gegen die „Klimaüberhitzung“ kann in Wirklichkeit nur ein (heimlicher) Kampf gegen die Überbevölkerung und Alterspyramiden sein.
Hinweis: Die im Artikel abgeleiteten Aussagen ergeben sich einzig durch statistische Korrelation. Ob sie der Wirklichkeit entsprechen, wurde nicht überprüft, da dies bei Analysen zum Klima und EEG eigentlich nicht üblich ist..
*Ein Dank auf den Hinweis dazu im Leserblog
Quellen
[1] EIKE 24.08.2016: Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?
[2] EIKE 30.11.2016: Ist die Wahl von Trump eine Auswirkung des Klimawandels? Wenn es wärmer ist, werden die etablierten Parteien abgewählt, wie eine Studie belegt
[3] EIKE 30. September 2017: Trinkstationen gegen den Klimawandel
[4] EIKE 07.01.2017: Drei-Königs Sternsinger Aktion 2017 gegen Klimawandel-Auswirkungen in Kenia
[5] KALTE SONNE 1. Oktober 2017: Vereint im festen Glauben an die Klimakatastrophe: Komikerin Annette Frier unterstützt fragwürdiges Harald-Lesch-Manifest




Zitat der Woche: Was es kostet zu wagen, über Klima zu schreiben

Ridley bezog sich auf eine Studie aus dem Jahr 2016 von Wissenschaftlern aus China, den USA, UK und vielen anderen Ländern, worin eine Zunahme grüner Vegetation um 14% zwischen 1982 und 2011 nachgewiesen wird; 70% dieses Aufblühens gehen auf das Konto höherer CO2-Konzentrationen. Zaichun Zhu, einer der Ko-Autoren der Studie, erklärt, dass „die in dieser Studie dargelegte Ergrünung der letzten 33 Jahre äquivalent ist mit dem Hinzufügen eines grünen Kontinents, der doppelt so groß ist wie das US-Festland und der die Fähigkeit hat, die Kreisläufe von Wasser und Kohlenstoff im Klimasystem fundamental zu verändern“. Wir haben größere landwirtschaftliche Flächen, Prärien und Wälder als in den achtziger Jahren. „Klar gesagt: Ich halte das für eine großartige Nachricht“, erklärte Ridley vor dem Auditorium, „Zusätzliche grüne Vegetation vom Ausmaß eines neuen Kontinents – in nur einer einzigen Menschheits-Generation!“.

Aus National Review: Matt Ridley: Climate Change’s Rational Optimist

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/09/28/quote-of-the-week-the-cost-of-daring-to-write-about-climate/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Deutschland ohne Erneuer­bare Energien – Energie­wende im Fakten­check …

Mein Lehrstuhl ist von Fördermitteln abhängig. Wie schlimm man sich dafür auch in Deutschland inzwischen „verbiegen“ muss, will ich anbei zeigen

Während früher über die oft durch reine Fabulierkünste gelungenen „Entdeckungen“ an Unis vor allem in den Staaten gelacht wurde, weil diese immer rechtzeitig zu den Terminen der Fördermittelvergaben der Stiftungen „gelangen“, ist man in Deutschland inzwischen auch so „weit“ gekommen.
Worum geht es: Das Fraunhofer Institut Erlangen veranstaltet über das Jahr eine Vortragsreihe zu technischen Themen.
Am 19. September ging es dabei unter anderem auch um die Neuen Energien.

Bild 1 Startbild des Vortragsfoliensatzes [1]

Der Vortrag dazu wurde vom Leiter des Lehrstuhls für Energieverfahrenstechnik gehalten, der laut Homepage vor allem an: „… neuen Technologien und Konzepten für eine CO2-arme Energieversorgung …“ forscht und behandelte die Themen:
19. SEPTEMBER 2017, 16:00 Uhr, Deutschland ohne Erneuerbare Energien? Prof. Dr.-Ing. Jürgen Karl: Die deutsche Energiewende im Faktencheck
Die energiewirtschaftliche Bedeutung erneuerbarer Energien und der bundesdeutschen Energiewende werden zunehmend kontrovers diskutiert. Beklagt werden hohe Kosten, Arbeitsplatzverluste und eine zunehmende Gefährdung der Versorgungssicherheit. Der Beitrag greift die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen auf und diskutiert anhand konkreter Energie wirtschaftlicher Daten Chancen und Risiken der deutschen Energiewende auch im internationalen Kontext. Reflektiert werden insbesondere notwendige Entwicklungsschwerpunkte für künftige Energiesysteme und aktuelle Forschungsarbeiten für innovative Speichertechnologien am EnergieCampus Nürnberg EnCN.

Der Vortrags-Foliensatz [1] ist auf der Homepage des Instituts als .pdf-Dokument hinterlegt FAU IIS Vortragsfoliensatz (Anmerkung: nicht das Diskussionspapier, sondern den Vortrag am Ende laden). Diese Rezension orientiert sich daran.

Der moderne Ablasshandel heißt Klimaschutz. Von dem vielen Geld wollen wir Forscher auch etwas haben. Also unterstützen wird den Handel

Mit dieser „Message“ fängt der Vortragsfoliensatz an. Dieses „Prozedere“ hat man anscheinend von der ehemaligen DDR abgeschaut, wo auch zu jedem technischen Skript als Vorspann eine „Staatsideologie-bejahende Erklärung“ erwartet wurde.

Bild 2.1 Screenshot-Blatt aus dem Vortrag [1]

Diese „Ergebenheitsbekundung“ soll wohl mitteilen, dass der Vortragende sorgfältig abwägt, welche Erwartungshaltung die Politik an seine Forschung stellt und er sich nicht „erdreisten“ wird, die Politik oder Fakten zu hinterfragen oder gar in Frage zu stellen.
Es erinnert direkt an das, was kürzlich auf EIKE dazu (aus den USA) geschildert wurde.
EIKE: Wie man zum Skeptiker wird – an der Universität
Auch in Deutschland wurde es inzwischen „Quasi-Standard“, technischen Ausführungen zum EEG und Klima vorab bebilderte Zitate aus der „Ökobibel“ voran zu stellen. C. Kemfert macht es, Prof. H. Lesch, und Professor M. Sterner von der OTHR Regensburg [3] ebenfalls:

Bild 2.2 Screenshots aus einem Vortragsfoliensatz von Prof. Sterner [4]

Herr Quaschning (Professor für Regenerative Energiesysteme, der inzwischen als „neuer Forscherstern“ oft auf Klimaretter.info publiziert) erklärt es ganz frei heraus:
Volker Quaschning, Buch: Erneuerbare Energien und Klimaschutz
Vorwort: Die Energie- und Klimaproblematik ist endlich dort angekommen, wo sie hingehört: in der breiten Öffentlichkeit… Schon Ende der 1980er-Jahre erklärte die damalige deutsche Bundesregierung Klimaschutz zum Regierungsziel … die dafür nötigen Schritte erfolgten allerdings bestenfalls halbherzig. Dabei lässt sich das Klimaproblem nicht aussitzen.
Von Jahr zu Jahr wird immer deutlicher erkennbar, dass der Klimawandel bereits eingesetzt hat. Die Prognosen der Klimaforscher sind verheerend. Gelingt es uns nicht, die Notbremse zu ziehen, werden die katastrophalen Folgen des Klimawandels unsere heutigen Vorstellungsgrenzen weit überschreiten. Die Verleihung des Friedensnobelpreises im Jahr 2007 an den Klimapolitiker Al Gore und den Weltklimarat, die seit Jahren eindringlich vor den Klimafolgen warnen, sind eher ein Zeichen der Hilflosigkeit als einer nahenden Lösung des Problems. … und schnellstmöglich andere Alternativen erschlossen werden müssen. Die Lösung ist dabei recht simpel. Sie lautet: regenerative Energien …
Referiert Prof. Quaschning vor den Zuhörern einer Volkshochschule über die Energiewende, darf für die „Kinder“ der böse Klimawolf, der anstelle der Großmutter ganz Deutschland „frisst“, nicht fehlen:

Bild 2.3 Screenshots aus der Einleitung von Prof. Dr. Volker Quaschning, im Vortragsfoliensatz VHS Köln 12. Dezember 2016:


Zurück zum Vortrag.

Das EEG ist über die Maßen erfolgreich

Jedes Forschungsinstitut ist stolz, wenn es auf einem gesellschaftlich wichtigem Gebiet arbeitet. Und so wird es im Foliensatz präsentiert.

Bild 3 Screenshot-Blätter aus dem Vortrag [1]

Damit beginnen die Angaben zum EEG und die Listung von Daten. Und diese seien anbei etwas genauer betrachtet.
Im Vortragsbild 3 steht: „Wind und Sonne decken in Deutschland (theoretisch) … und fast 90 % der tatsächlich benötigten Leistung“.
Im Vortrag ist der Ganglinienverlauf am Muttertag im Jahr 2015 als Beleg gezeigt. Im Bild 4 hat der Autor dazu den Eispeiseverlauf zusätzlich mit den daneben liegenden Tagen aus dem Agora-Viewer kopiert.
Die Neuen Energien lieferten (kurzzeitigst) einen erheblichen Anteil der Elektroenergie. Wie man auch sieht, allerdings mit extremer Einspeiseschwankung.

Bild 4 Daten vom 01. — 23. Mai 2015. Quelle: Agora-Viewer


Nach zwei Jahren weiterem EEG-Zubau sah dieser „Einspeiseerfolg“ vor kurzem wie folgt aus: Wind und Solar „lieferten“ weniger als 1 % der installierten Leistung Bild 5)

Bild 5 Daten vom 22.09.2017, 19 h und Zeitraum 10. … 26.09. Quelle: Agora-Viewer


Nun die Daten der Bilder tabelliert (Bild 6). Von dem im Folienbild3 gezeigten „Erfolg“ bleibt nichts übrig. Wenn man bedenkt, dass nur noch Wind und Solar weiter ausbaufähig sind, ahnt man bei <1 % möglichem „Anteil“ über mehrere Stunden jedoch das Desaster der künftigen EEG-Versorgung.

Bild 6 EEG-Daten am 08.05.2015, 11 h und am 22.09.2017, 19 h. Quelle: Agora-Viewer


Im Artikel:
EIKE 18.09.2017: Kleine Energierückschau 2016, oder: Was ist Zappelstrom
wurde es kürzlich detailliert ausgeführt.
Daraus ein paar Daten:
– über 268 Tage des Jahres 2016 lieferten Solar + Windkraft lediglich zwischen fast 0 und maximal 20 % der installierten Leistung.
– Über 144 Tage waren es gar nur zwischen fast 0 und maximal 10 %.
-Selbst am bisher ertragreichsten EEG-Tag, dem 13.09.2017, 13 h, erreichten die Werte nur kurzzeitig:
EEG gesamt: 77 %, Solar + Windkraft: 65,4 % vom Verbrauch.
– Die Leistungsdeckung der gesamten EEG-Einspeisung im Jahr 2016 betrug laut BMWi: 29 %,
der Anteil Solar und Wind waren 17,8 %.
Was einen Professor für Energietechnik bei diesen wirklichen Daten (Anteil Wind + Solar: 17,8 %) und Ganglinien-Verläufen veranlasst, zu texten: „Wind und Sonne decken in Deutschland … fast 90 % der tatsächlich benötigten Leistung“ und sich zu trauen, es einem Publikum zu zeigen (und auf der Homepage zu hinterlegen) ist dem Autor ein absolutes Rätsel.

Bild 7 Screenshot-Auszug aus dem Vortrag mit Hervorhebung vom Autor [1]

Herrn Özdemir (GRÜNE) hat einstmals ähnlich argumentiert und dabei die Anschlussleistung mit der wirklich abgegebenen verwechselt [2]. Ihm kann man noch absolute, selbst nicht erkannte Unwissenheit unterstellen. Bei einem Professor für Energietechnik ist diese „Ausrede“ nicht denkbar. Da muss man Schlimmeres vermuten.

Mit dem EEG sinken die Strompreise …

Wenn man für etwas viel Geld bekommt (um dafür zu forschen), soll es sich für den Geldgeber auch rechnen. Der wirkliche Geldgeber beim EEG ist der Bürger. Dargestellt wird der Nutzen jedoch wie folgt:

Bild 8 Screenshots aus dem Vortrag [1]

Dazu die Analyse: Zuerst fällt auf, dass der private Stromkunde nicht vorkommt, sondern nur „privilegierte Verbraucher“, womit der Teil der Industrie gemeint ist, welcher Strom verbilligt beziehen darf. Weiter ist der Börsenpreis angezogen, obwohl dieser mit dem Preis, den der private Stromkunde bezahlen muss, überhaupt nichts zu tun hat. Er hat auch nichts mit einem liberalen „Strommarkt“ zu tun, da es diesen in Deutschland aufgrund der EEG-Vorrangeinspeisung nicht mehr gibt und somit der Satz: „Fehlen von Wind und PV hätte Nachfrage erhöht … „ keinen preisbestimmenden Sinn ergibt.
Alleine diese Falsch-Darstellung (welche auch die Professorin C. Kemfert gerne benutzt) ist eine Rüge wert.
Was der private Kunde bezahlt und für einige Bürger für Folgen hat, zeigt das folgende Bild.

Bild 9 Entwicklung des Haushalts-Strompreises seit 1998 und Stromsperrungen seit 2011. Vom Autor aus zwei Quellen übereinandergelegt.


Damit hat Deutschland den zweithöchsten Strompreis für Privatkunden in Europa. Höher liegt er nur noch in Dänemark. Dieses bezeichnet sich auch als „Ökochampion“ [9] und hat bereits ca. 40 % Windenergie-Anteil. Allerdings liegt Dänemark wesentlich windreicher als das deutsche Inland und müsste demnach vom überall gemeldeten, billigen Windstrom überproportional profitieren.

Bild 10 Strompreise für Privatkunden in Europa


Der Professor geht jedoch noch weiter. Im folgenden Vortragsbild versteigt er sich zur Behauptung, der Strom würde nach Abschaltung der verbleibenden Kernkraftwerke noch billiger werden.

Bild 11 Screenshot Blatt aus dem Vortrag [1]

Als Grund ist der berühmte „Merit-Order-Effekt“ angegeben. Eine dialektische Preisbildungstheorie, mit welcher sich „unwiderlegbar“ erklären lässt, warum etwas, das in Wirklichkeit immer teurer wird, „preisideologisch“ betrachtet billiger wurde.
Diesen Effekt gibt es allerdings schon heute:

Bild 12 Verlauf Börsenstrompreis (Abschnitt). Quelle: R. Schuster


Immer, wenn durch die bedingungslose EEG-Einspeisung Überangebot herrscht, fällt der Börsenstrompreis und wird sogar negativ, da der Überschussstrom nicht gespeichert werden kann und somit entsorgt werden muss. Würde man es nicht machen, brächen die Netze zusammen. Die Entsorger – in der Regel das Ausland – bekommen dann noch Geld für das Abnehmen des Stromes.
Im Bild 12 ist ein Extremfall davon (rote Negativ-Preisspitze) gut zu sehen.
Alternativ wird abgeregelt. Dies bedeutet: Der EEG-Strom wird gar nicht erst ins Netz eingespeist – also bereits beim Erzeugen weggeworfen, aber an den „Erzeuger“, der ihn ja hätte liefern können, trotzdem voll vergütet. Dieses Vorgehen wurde bereits ausführlich beschrieben:
EIKE 11. September 2017: Die GRÜNEN: Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen
Der „kleine“ Nachteil an beiden Verfahren ist nur: Der private Stromkunde hat nichts davon. Er muss jede kWh auch nicht gelieferten, oder ans Ausland „abgeschobenen“ Strom an den EEG-Erzeuger voll bezahlen.
Um welche Summen es sich dabei handelt, ist Im folgenden Bild beispielhaft für den Juli 2017 dargestellt. Die Differenz von EEG-Zwangs-Vergütung und Börsenpreis betrug alleine in diesem Monat ca. 1,6 Milliarden EUR, selbstverständlich vom privaten Stromkunden zu bezahlen.

Bild 13 Differenz EEG-Vergütung zum Börsenpreis für den Juli 2017. Quelle: R. Schuster


Deshalb nochmals wiederholt: Für den privaten Stromkunden gilt einzig und alleine die aktuelle EEG-Vergütung (Bild 14). Je niedriger der Börsenstrom ist – weil der Überschussstrom nichts Wert ist – umso größer wird die Differenz zwischen dem, was er zwangsweise immer bezahlen muss und dem, was mit dem „Energieabfall“ erlöst werden konnte.

Bild 14 Verlauf der Zwangs-Vergütung für EEG-Strom seit 2000

Mit der Abschaltung der Atomkraftwerke „sinkt“ der Strompreis weiter

Warum der Strompreis (für Privatkunden) sinken soll, wenn die restlichen Kernkraftwerke abgeschaltet werden, bleibt dem Autor ebenfalls ein Rätsel. Niedrige Strompreise haben Länder, welche entweder viel Kernkraftanteil haben (Extrembeispiel Frankreich), oder sonst wenig EEG-Anteil. Bei diesem Vergleich darf man Wasserkraft nicht als wirkliche EEG-Energie zählen, da sein Vorkommen durch die zufällige Geologie des jeweiligen Landes bestimmt ist und nicht durch Vorgaben der Politik.

Bild 15 Ländervergleich Energieträger und Stromkosten 2015. Quelle: R. Schuster


Wenn, wie es Frankreich fordert, die CO2-Zertifikategebühren massiv auf 30 EUR / t angehoben werden, wird dieses Verhältnis noch ungünstiger.
Während Frankreich durch seinen hohen Kernkraftanteil (und Wasserkraft) fast nicht davon berührt würde, muss Deutschland dann seine Grundlast im Wesentlichen aus CO2-emittierendem Gas generieren (oder weiterhin mit Kohle, was die GRÜNEN aber nicht zulassen werden). Gas ist jedoch ein vergleichsweise teurer Energieträger und in Verbindung mit den zusätzlichen CO2-Kosten würden die Strompreise in Deutschland – nicht in Frankreich – dann noch weiter steigen (müssen). Ein kluger Schachzug von Herrn Macron, um Deutschland wirtschaftlich zu schwächen und sich von den Geschwächten noch bejubelt zu lassen (am 30.09. kam ein zustimmender Kommentar in „meinem“ Lokalblatt für diese, von Macron erdachte „Klimaschutzmaßnahme“ und die erwartete Zustimmung von Frau Merkel).

Bild 16 CO2-Emissionen verschiedener Stromerzeuger. Quelle: Statista


Ein kleines „Körnchen Wahrheit“ steckt natürlich in den Angaben. Der reine Zwangs-Vergütungssatz für die EEG-Erzeuger nimmt ganz langsam ab (Bild 14) und betrug im Jahr 2015 nur noch 24,4 % vom Gesamtpreis. Leider steigen jedoch die von der EEG-Struktur erzwungenen Zusatzkosten für Netzausbau, Speicher, offshore-Risikokosten, Smart-Grid Ausbau, Netzstabilisierungsmaßnahmen, Vorhalten der Backup-Kraftwerke und und und überproportional an. Dadurch wird der reine EEG-Erzeuger-Vergütungssatz als Preisbestandteil eher nebensächlich.

Was haben Biobauern und das EEG gemeinsam

Die Argumentation mit dem Börsenpreis lässt sich persiflieren:
Wie (nicht allen) bekannt, erhalten die Biobauern in Deutschland ihr Einkommen vorwiegend durch Subventionen und weniger durch den Warenverkauf, der eigentlich nur noch ein Hobby ist.
EIKE 27.07.2016: Biobauern darben ohne Klimawandel (und extremen Subventionen)
Novo Argumente: „90 Prozent des Gewinns eines Ökobetriebs stammen aus staatlichen Transferleistungen“
… Kapitel 2.3.4. des Agrarberichts zeigt zum Beispiel, was in vergleichbaren Bio- und konventionellen Betrieben erwirtschaftet wird. Konventionelle Landwirte kommen auf knapp 40.000 Euro Einkommen im Jahr, ihre Öko-Kollegen liegen 5000 Euro, also 13 Prozent, darunter. Besonders interessant: Der Gewinn der Öko-Bauern beträgt nach der amtlichen Statistik rund 650 Euro pro Hektar. An Subventionen erhalten diese Landwirte 600 Euro pro Hektar. 90 Prozent ihres Gewinns stammen damit aus staatlichen Transferleistungen …
Wenn es nun an den Tafeln (kostenlose Lebensmittel-Ausgabestellen für Bedürftige) auch Biolebensmittel umsonst gibt, lässt sich wie beim EEG-Börsenstrom argumentieren:
Die Bioerzeuger belegen, dass Lebensmittel, welche bio-nachhaltig erzeugt werden, nichts kosten und deshalb die industriell erzeugte, teure Ware vom Markt verdrängt.

Die Netzstabilität nimmt zu …

Zum Ende hin wird der Vortragsfoliensatz wirklich nur noch lachhaft. Man fragt sich, ob der Professor vor seinen Zuhörern ausloten will, wie weit man Unsinn vortragen kann, bevor er bemerkt wird oder zu Protesten führt.
Im Vortragsbild 17 wird allen Ernstes behauptet, seit Einführung des EEG würde die Stromversorgung in Deutschland zuverlässiger –und zwar aufgrund des weiteren EEG-Ausbaus.

Bild 17 Screenshot Blatt aus dem Vortrag [1]Bild 17 Screenshot Blatt aus dem Vortrag [1]

Die gezeigte Korrelationslinie stimmt natürlich, nur nicht die Ableitung daraus. Ein Bilderbuch-Beispiel, wie eine zufällige Korrelation zur falschen Aussage missbraucht wird.
Begründung: Zum ganz großen Glück gelingt es den Netzbetreibern noch – weil genügend konventionelle Kraftwerksreserve und in der letzten Not auch noch das Ausland- zur Verfügung stehen [3], das Netz stabil zu halten.
Das kostet inzwischen allerdings schon richtig Geld – so ca. 1 Milliarde EUR im Jahr – mit steigender Tendenz

Bild 18 Kosten des Engpassmanagement Deutschland von 2015 – 2017. Quelle: R. Schuster


Bild 19 Kosten Engpassmanagement Deutschland, Schätzungen (zum Glück in der Höhe noch nicht eingetroffen) [4]

Da es damit – nicht mit den Kosten, sondern der Stabilität – bald ein Ende haben wird, hat der Gesetzgeber in weiser Voraussicht bereits ein Gesetz erlassen, wie bei den kommenden Netz-Unstabilitäten zu verfahren ist:
EIKE 02.11.2016: Verwundert, weil ihr Stadtteil dank EEG zeitweise keinen Strom bekommt? Auf unserer Homepage wurde doch darüber informiert!
Damit es nicht zu früh dazu kommt und das ganze EEG-Desaster für die Bürger zu schnell offensichtlich wird, wird als Notmaßnahme inzwischen in großem Umfang abgeregelt.
Windkraft-Journal: [8] KIEL. Aufgrund drohender Überlastungen im Stromleitungsnetz sind in Schleswig-Holstein 2015 knapp 3.000 Gigawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien abgeregelt worden. … Die aus den Abregelungen resultierenden Entschädigungsansprüche von Betreibern von Erneuerbaren-Energien-Anlagen stiegen nach Abschätzung der Netzbetreiber auf rund 295 Millionen Euro im Jahr 2015.
Dass unser Netz (noch) stabil ist, ist alleine der Ingenieurskunst, schlimmsten Notmaßnahmen und hohen Kosten zu verdanken, niemals jedoch dem EEG-Zubau. Ursache und Wirkung wurden hier bewusst verdreht.

… und Blackouts werden dank dem EEG-Zubau verhindert

ist der Professor bei den GRÜNEN und LINKEN in die Lehre gegangen? Zumindest seine Argumentationsrhetorik ließe darauf schließen. Auf die Idee muss man kommen – und sich trauen, sie zu präsentieren:
Dass das EEG eine Liberalisierung des Strommarktes bedeutet,
-dadurch die konventionellen Kraftwerke überaltern
-und das EEG als Folge Blackouts verhindert.

In der ehemaligen DDR war die „staatstragende“ Dialektik beim Verdrehen von Tatsachen jedenfalls nicht schlimmer.
Weiteren Kommentar zu dieser abstrusen Darstellung erspart sich der Autor.

Bild 20 Screenshot Blatt aus dem Vortrag [1]

Ein „bisschen“ Speicher ist nötig, aber kein Problem: Es gibt bereits Vorschläge

… zwar nicht in Deutschland: „Die strategische Speicherung in Deutschland großer Energiemengen wird (im Bilanzkreis Deutschland) wohl nie wirtschaftlich“, aber irgendwo anders sicherlich schon.

Bild 21 Screenshot Blatt aus dem Vortrag [1]

Dazu wieder das Ergebnis der Sichtung:
Batterien (Akkus) als grundlastfähige Speicher zu bezeichnen (Bild 21) ist rein technisch nicht falsch. Schließlich ist jeder Speicher der nicht zu viel zeitliche Eigenverluste hat „grundlastfähig“. Unter grundlastfähig bezeichnet man deshalb nur Speicher, welche Deutschland für mehrere Tage, genau genommen mindestens 2 Wochen bei 50 % Aufladung, mit Strom voll-versorgen könn(t)en (saisonaler Speicher) und gleichzeitig bezahlbar bleiben. Darunter fallen Akkuspeicher nicht im Entferntesten (siehe Bild 22), auch nicht Druckluftspeicher und nicht Pumpspeicher; es bleibt alleine Power to Gas mit Rückverstromung übrig [10]. Oder man löst es in der Not mit Backup-Gaskraftwerken (mit der Konsequenz, die immer mehr werdenden EEG-Stromspitzen weiterhin „wegzuschmeissen“). Wer im Detail wissen möchte, warum das technisch bedingt so ist, kann es in einer extra dazu verfassten Artikelserie nachlesen:
EIKE 18.06.2015: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)
An den damaligen Aussagen zur Speicherproblematik hat sich bisher nichts geändert, sie wurden nur immer neu bestätigt.
Aus dem Teil2 dieser Artikelserie ein Bild zu Speicherkosten.

Bild 22 Übersicht Speicherkosten aus Hartmann et al. 2012. Beachten, dass es die Nettokosten der Speicherung sind, also ohne Strombezugskosten. Mobile Batteriespeicher (E-Autos als Backup) sind am teuersten.

Die Basislösung fehlt noch, aber die Nachfolgelösung erzähle ich schon mal

Powert to Gas ist noch nirgens im erforderlichen Großmaßstab gelöst oder in Sicht, schon gar nicht zu sinnvollen Preisen (wenn man davon absieht, dass nach GRÜNER Lesart nur hohe Energiepreise sinnvoll sind).
Lösung? Natürlich bekannt (Bild 23). Das Einfache ist zwar noch in weiter Ferne (Power to Gas mit Rückverstromung im Großmaßstab und bezahlbar), aber den nächsten Schritt können wir schon als Lösung versprechen.

Bild 23 Screenshot Blätter aus dem Vortrag [1]

Eine kleine Überschlagsrechnung zum im Vortragsbild gezeigten LOHC-Speicher zeigt:
Die Speicherung von Wasserstoff mit Speicherdichten bis 1 kWh/l erfordert für einen Tagesbedarf Elektroenergie (ca. 1.920 GWh) in etwa das Volumen des Chiemsees. Es werden jedoch mindestens 14 Tage bei halbvollem Speicher benötigt.

Die Firmen sterben, die Arbeitsplätze (angeblich) nicht

Bild 24 Screenshot Blatt aus dem Vortrag [1]

Es gibt nichts, was es beim EEG nicht gibt, also gibt es auch viele neue Arbeitsplätze. Etwas Anderes wäre auch schlimm, denn irgend einen Nutzen der jährlich zu zahlenden Kosten von ca. 25 Milliarden EUR erwartet der Bürger.
Allerdings: Die im Foliensatz gelistete, hohe Anzahl der EEG-Arbeitsplätze zerfließt bei genauerer Betrachtung des Nettoeffektes fast bis zur nicht mehr messbaren Unkenntlichkeit. Das Verhältnis könnte sich natürlich in der Zukunft wieder angleichen, wenn es gelungen ist, die deutsche Autoindustrie mit dem Elektroauto-Zwang kaputt zu machen.
Nicht einmal das zuständige Ministerium schafft es, dieses EEG-Beschäftigungsdesaster zu beschönigen und auch eine Studie für den Lobbyverband WindEnergie e.V [6] nicht. Dabei war damals Deutschlands größte Solarfirma noch nicht in Konkurs.
Studie des BMWi zum Thema Beschäftigungswirkung im Energiesektor: [5] … Der Umstieg in der Stromerzeugung von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern reduziert die Energieimporte. Der Ausbau erneuerbarer Energien lässt neue Arbeitsplätze entstehen, die mit der Produktionstätigkeit und mit Dienstleistungen für Wartung und Instandhaltung der EE-Anlagen verbunden sind. Unter Berücksichtigung der wachstumsschwächenden Effekte durch die höheren Preise geht die Zahl der Beschäftigten (Netto-Effekte) allerdings um bis zu 53.000 zurück (Abbildung 5-10). Damit zeigt sich, dass ceteris paribus der starke EE-Ausbau der Jahre 2010 bis 2012 langfristig über höhere Strompreise Beschäftigung kostet.

Bild 25 Beschäftigungseffekt der Energiewende bis 2020 [6]

Studie für WindEnergie e.V: [6] … Bisherige Untersuchungen deuten auf schwache, aber positive gesamtwirtschaftliche Nettobeschäftigungseffekte der Energiewende für Deutschland hin. Diese Entwicklung ist auch für die Zukunft zu erwarten. So werden Schätzungen zu Folge im Zuge der Energiewende bis zum Jahr 2020 durchschnittlich 18.000 neue Arbeitsplätze pro Jahr geschaffen. Gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist der zu erwartende, gesamtwirtschaftliche Beschäftigungsgewinn relativ klein …
Frankfurter Allgemeine 19.08.2014: Blaues Wunder mit grünen Jobs
Mit der Energiewende sollten viele neue Arbeitsplätze entstehen. Die Grünen sprachen gar von einer Million. Zumindest bislang aber ist die deutsche Energiewende alles andere als ein Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt.
Dazu eine kleine Abschätzungen zum EEG-Jobwunder:
Anzahl Arbeitsplätze Deutschland: ca. 44 Mio. 18.000 pa an zusätzlichen EEG-Jobs sind davon 0,041 %.
Diese 18.000 zusätzlichen Arbeitsplätze kosten den privaten Stromkunden ca. 25 Milliarden EUR / pa., also ca. 1,4 Mio. EUR pro Arbeitsplatz. Einen solchen Job (so man das Geld bekäme und es nicht in die Taschen der für einen freundlicher weise die Welt mit-rettenden Bürger wandern würde) würde sich wohl fast jeder wünschen.
Mögen diese Zahlen auch ziemlich daneben liegen, zeigen sie doch die Größenordnung der Jobwunder-Subventionierung und dessen Misserfolg auf.

Eine Kleinigkeit stimmt jedoch

Bild 26 Schlussstatement des Vortrags [1], Hervorhebung durch den Autor Link: Vortragsfoliensatz

Dem Teil-Statement im Vortag: „Die Erneuerbaren Energien kosten“, kann man zustimmen. Leider, muss man allerdings sagen.
EIKE 23. September 2017: Öko-Terror mit erneuerbarer Energie
Die deutschen Stromkunden haben über die EEG-Umlage bereits über 150 Milliarden Euro für die „Energiewende“ gezahlt und werden in den kommenden zehn Jahren weitere 400 Milliarden Euro zahlen müssen. Zurzeit kostet die deutsche „Energiewende“ jedes Jahr 25 Milliarden Euro, d.h. umgerechnet über 300 Euro je Kopf (Babys und Greise eingeschlossen).

Nebenthemen?

Beim Vortrag selbst soll auch gesagt worden sein, dass durch den Netzverbund über größere Distanzen der EEG-Strom deutlich geglättet würde und die Batterien von Elektroautos als Speicher dienen könnten.
Obwohl die Daten eindeutig das Gegenteil belegen:
EIKE 11.01.2017: Der Wind weht überhaupt nicht immer irgendwo: Ein Nachtrag zum Märchen von der Wind-Grundlastfähigkeit ,
wird das Gegenteil weiterhin von Fachleuten behauptet. So etwas hielt man früher in der Technik – da es anhand von Messdaten eindeutig sichtbar ist – für nicht vorstellbar.
Ähnlich ist es mit Elektroautos als Speicher. Selbstverständlich gibt es mit viel (öffentlichem) Geld bezahlte Pilotprojekte und Studie dazu. Aber die Argumentation, dass ein Akku der „nackt“ als Speicher bereits viel zu teuer ist, in einem Auto eingebaut und mit viel Steuer- sowie rückspeisefähiger Ladetechnik ergänzt, „nützlicher“ würden würde, dürfte sich ebenfalls nur wenigen, bedingungslosen EEG-Befürwortern erschließen.

Was veranlasst einen Professor für Energietechnik, einen solchen Vortrag zu halten?

Der Autor weiß es nicht. Oder eher, das Aufgabengebiet verrät es „… neuen Technologien und Konzepten für eine CO2-arme Energieversorgung …“ . Würde sich die CO2-Hysterie als überflüssig herausstellen, wäre auch sein Institut unwichtig, bis überflüssig.
Und als Fazit lässt sich ergänzen: Es ist erschütternd zu erfahren, wie ein Professor bei einer Fach-Vortragsreihe so hemmungslos zeigt, was er von seinen Zuhörern hält: Nichts.
Quellen
[1] Prof. Dr.-Ing. Jürgen Karl, Chairman of Energy Process Engineering Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Germany. Vortragsfoliensatz: Deutschland ohne Erneuerbare Energien? – Die deutsche Energiewende im Faktencheck
[2] EIKE 15.08.2017: Cem Özdemir versucht sich in Energie
[3] EIKE 02.07.2015: Der Wind bläst stetig– die Sonne steht still – wenn mein starker Arm es will oder warum gehen in Bayern die Lichter (noch) nicht aus
[4] Professor Dr. Ing. Michael Sterner at al.: Die Bedeutung und Nutzung von Windgas für das Gelingen der Energiewende
[5] Studie des BMWi zum Thema Beschäftigungswirkung im Energiesektor, Projekt Nr. 31/13: Endbericht Gesamtwirtschaftliche Effekte der Energiewende
[6] Dehnen, N., Mattes, A., & Traber, T. (2015). Die Beschäftigungseffekte der Energiewende: Eine Expertise für den Bundesverband WindEnergie e.V. und die Deutsche Messe AG. DIW
[7] EIKE: Wie man zum Skeptiker wird – an der Universität
[8] Windkraft-Journal: Westküstenleitung: Rückgang der Windstrom-Abregelung in Schleswig-Holstein ab 2017 erwartet
[9] Wirtschaftswoche 13. Januar 2015: Öko-Champion Dänemark: 40 Prozent des Stroms liefert der Wind
[10] EIKE 18.06.2015: Elektro-Energiespeicherung, Notwendigkeit, Status und Kosten. Teil 3 (Abschluss)




Kann das Grünenergie-Desaster in Deutschland Angela Merkel zu Fall bringen?

Deutschlands Projekt grüner Energie vor dem Aus: „Dass EEG-Einspeisegesetz ist gescheitert … und muss verschwinden!“

Angela Merkels Große Koalition mit der SPD wurde bei der Bundestagswahl massiv abgestraft, fielen doch sowohl die CDU/CSU als auch die SPD auf historische Tiefststände nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die SPD hat anschließend verkündet, nicht weiter an einer Großen Koalition interessiert zu sein und stattdessen in die Opposition zu gehen. Das komfortable Regieren mit nur geringer Opposition ist vorbei. Dies zwingt Merkel dazu, sich um neue Partner für eine Regierungsbildung zu bemühen. Ihre einzige Option: Bildung einer Koalition mit der industriefreundlichen FDP – und den umweltradikalen Grünen. Das wird in keiner Weise einfach.

Merkels Koalitionspartner hält nichts von Subventionen für Erneuerbare

Merkel hätte natürlich keinerlei Probleme, zusammen mit den Grünen zu regieren, und der massive staatliche [!] Medien-Apparat treibt dies schon jetzt vor sich her.

Aber es klaffen riesige Gräben zwischen den beiden potentiellen Koalitionsparteien bei einer ganzen Reihe von Themen, vor allem hinsichtlich Subventionen für Erneuerbare Energien.

Gestern schrieb FDP-Parteichef Christian Lindner einen Kommentar in der in Berlin erscheinenden Tageszeitung Der Tagesspiegel, in welchem er „das Ende des EEG-Einspeisegesetzes fordert“. Lindner zufolge hat sich Deutschland bisher mit religiöser Inbrunst dem Klimaschutz verschrieben anstatt bezahlbarer Preise und Versorgungssicherheit.

Viel zu lange schon sind Verbraucher und Industrie auf dem Altar des Klimatismus geopfert worden, und das ohne jedes Ergebnis.

Grüne Energie ist gescheitert!“

Lindner weiter: Das Jahrhundertprojekt Energiewende ist gescheitert. Keines der vereinbarten Ziele wird gegenwärtig erreicht: Der Klimaschutz kommt nicht voran, die Energiepreise steigen, belasten uns als Stromverbraucher genau so wie Industrie und Mittelstand. Nicht zuletzt wird es in den Wintermonaten immer schwieriger, eine sichere Stromversorgung zu garantieren.*

[*Aus dem Original. Keine Rückübersetzung!]

Schlimmer als im ehemaligen kommunistischen Ostdeutschland

Lindner fügt hinzu, dass sich Ostdeutschland kein noch schlimmeres System hätte ausdenken können. Dann griff Lindner die hohen Strompreise an sowie deren nachteilige Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und schrieb, dass viele unternehmen das Land bereits verlassen hätten.

Außerdem sind konventionelle Kraftwerke nicht mehr profitabel, werden aber trotzdem zum Weiterbetrieb gezwungen. Dies lässt die Preise noch weiter steigen, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Jährliche Belastungen in Höhe von 24 Milliarden Euro: Es ist an der Zeit, den Stecker zu ziehen

Lindner sagt auch, dass die Reformen der Regierung des Einspeise-Gesetzes außer Kontrolle geraten sind und dass dies die Verbraucher in Deutschland mit 24 Milliarden Euro pro Jahr zu stehen kommt – oder über 300 Euro pro Jahr für eine vierköpfige Familie.

Lindner fordert, das gegenwärtige Einspeise-Gesetz rückgängig zu machen und es vollständig und von Grund auf zu ersetzen. Gebraucht wird jetzt eine Europa-weite Energiepolitik und Stromnetz. Zweitens muss die Subvention Lindner zufolge aufhören und dass sich Europa genügend Zeit für die CO2-Reduktion lässt.

Lindner: „Das EEG funktioniert nicht, und es ist an der Zeit, den Stecker zu ziehen“.

Im Gegensatz dazu fordern die Grünen, dass grüne Energie sogar noch weiter expandieren soll und dass Dieselmotoren bis 2030 verboten werden. Der Graben zwischen den beiden potentiellen Koalitionsparteien scheint unüberbrückbar, und zwar in einem Ausmaß, dass die Tageszeitung Die Welt schreibt, dass Lindner kaltes Wasser auf den Gedanken an eine Koalitionsregierung aus CDU/CSU, Grünen und FDP gegossen hat. Dies könnte bedeuten, dass die Tage von Angela Merkel gezählt sind – und jene der Energiewende auch.

Gas und Öl sind auch noch in Zukunft stark vertreten

Der Traum vom Erreichen von Null-CO2-Emissionen in Deutschland und weltweit sieht immer mehr aus wie ein frommer Wunschtraum. Ein Industriebündnis aus Industrie- und Energieunternehmen sowie der Gewerkschaft IG BCE schreibt hier, dass Öl und Gas selbst noch im Jahr 2050 den Markt dominieren werden. Obwohl auch das Bündnis ein gewisses Wachstum der Erneuerbaren erkennt, wird dieses im besten Falle mäßig ausfallen:

Erneuerbare Energieträger werden demnach ihren Anteil am Energiemix vergrößern, der Anteil von Öl und Gas an der weltweiten Energieversorgung werde aber von heute 53 Prozent bis 2050 nur um etwa neun Prozentpunkte auf 44 Prozent schrumpfen.*

[*Original aus dem Link. Keine Rückübersetzung!]

Mit anderen Worten, sollte sich die Weltwirtschaft bis zum Jahr 2050 verdoppeln, werden in jenem Jahr mehr fossile Treibstoffe verbraucht als heute [sofern bis dahin nicht die Kernkraft ihren erwarteten Siegeszug antritt! Anm. d. Übers.]

Link: http://notrickszone.com/2017/09/29/germanys-green-energy-project-close-to-death-eeg-feed-in-act-has-failed-has-to-go/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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Aktualisierung vom 3. Oktober 2017: Wie einige Kommentatoren unten anmerken, gibt es ein Problem mit dem Zeitpunkt der Aussage von Lindner. Der Passus im Original bei Pierre Gosselin lautet:

Yesterday at the leftist, Berlin-based Tagesspiegel here, FDP party boss Christian Lindner left a commentary where he “demands the end of the EEG feed-in reform act“. According to Lindner, Germany’s focus has been “religiously excessive” on climate protection “instead of on price and supply stability“. For too long have the consumers and industry been sacrificed at the alter of Climatism, and done so with no results.
Green energies have failed”
According to Lindner:

The project of the century Energiewende [transition to green energies] has failed. None … [hier folgt das Zitat]

Wie man sieht, steht dort ausdrücklich ,yesterday‘. Ich kann aus Zeitgründen bei der Übersetzung aber unmöglich solche Angaben nachrecherchieren.
Aber zum Glück gibt es aufmerksame Kommentatoren…