Windunternehmen in Schottland macht pleite, nachdem die UK-Regierung Subventionen gekürzt hat

Das Unternehmen verlagerte seinen Betrieb vor sieben Jahren von Schottland nach Dänemark. Es hatte Kunden in verschiedenen Ländern, darunter Tonga, Australien und Italien.

Vor ein paar Tagen hat der einstweilige Insolvenzverwalter, das in Aberdeen ansässige Unternehmen Meston Reid and Co. gesagt, dass man nach einem Käufer suche in dem Bemühen, das gesamte Unternehmen oder Teile desselben zu erhalten und 12 Arbeitsplätze zu sichern.

In einer Verlautbarung von Michael Reid von der Firma Meston Reid and Co.heißt es, dass Kürzungen von Subventionen für Erneuerbare, eingeführt von Westminster im Jahre 2015, sowie das Ende der Subventionierung von Windparks auf dem Land dem Unternehmen Probleme beschert.

In der Verlautbarung liest man: „Obwohl Gaia-Wind eine lange und erfolgreiche Historie in dem Industriebereich hat, sorgte der Wettbewerbsdruck in Dänemark für einen Rückgang der Verkäufe im vorigen Jahr. Die Kürzungen seitens der UK-Regierung während der letzten Jahre taten ein Übriges.

Obwohl ein Ende 2017 vorgelegter Masterplan eine durchführbare Grundlage zum Überleben darstellte, haben die kürzlich erfolgten drastischen Subventions-Kürzungen seitens der Regierungen in Japan und Italien für kleinere Windturbinen zu einem dramatischen Einbruch bei den Auftragsbüchern für jene Märkte geführt. Vor den Herausforderungen dieser Umstände in jedem einzelnen Marktbereich musste der Vorstand die unglückliche Entscheidung treffen, dass dem Unternehmen keine andere Option bleibt als den Handel einzustellen“.

Johnnie Andringa, Direktor von Gaia-Wind sagte, die Berufung eines Insolvenzverwalters war der „letzte Ausweg“.

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Link: https://www.thegwpf.com/scottish-wind-company-goes-bankrupt-as-uk-govt-cuts-green-subsidies/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Experimen­telle Verifi­kation des Treibhaus­effektes Teil 1: Die gegen­seitige Beein­flussung von Wolken und Treibhaus­gasen

Einführung

(an english version is provided hereEN – Experimental verification of the greenhouse effect)
Die ersten Erklärungsversuche des CO2-Treibhauseffektes wurden von der IR-Absorptions-Spektroskopie abgeleitet. Bei dieser Messmethode wird ein IR-Lichtstrahl aus einer Strahlungsquelle hoher Energiedichte durch eine mit CO2 gefüllte Küvette geleitet, wobei eine Schwächung seiner Intensität festgestellt wird. Dabei führt die von CO2 absorbierte Energie zu einer leichten Erwärmung der Küvette. Überträgt man diese Messmethode auf die Erde, ist die Erdoberfläche die Strahlungsquelle und die Atmosphäre ist die Küvette mit einem gewissen CO2-Gehalt.
In der Klimaforschung ist es üblich, die Atmosphäre als Ganzes zu betrachten und mit einem Emissions-Spektrometer von einem Satelliten (Upwelling Radiance, TOA = top of the atmosphere) die atmosphärische IR-Ausstrahlung zu messen. Bei der Interpretation dieser Spektren darf jedoch nicht übersehen werden, dass rund 60 % der Erdoberfläche von Wolken oder Dunst bedeckt sind und sie die größten Unsicherheiten bei der Klimamodellierung verursachen (1).
Wolken behindern die IR-Ausstrahlung der Erde durch Reflektion, Streuung, Absorption und Re-Emission. Zusätzlich können Energieströme durch Phasenübergänge (latente Wärme), Turbulenzen, Luftströmungen, Fall- und Aufwinde beeinflusst werden. Eine Laborapparatur wird all diese Einflussgrößen nicht simulieren können, sollte aber zumindest zwei Flächen mit verschiedenen Temperaturen, für die Erdoberfläche und für eine Wolkenschicht, enthalten. Einfache Vorrichtungen, die wie ein Gewächshaus von außen bestrahlt wurden, werden dieser Anforderung nicht gerecht. Transparente aber geschlossene Räume erwärmen sich bei Sonnenbestrahlung, weil sie hauptsächlich das Entweichen der erwärmten Innenluft verhindern (2), (3).
Eine Wolkenschicht ist in der Regel kälter als die Erdoberfläche und kann deswegen Energie von der Erde durch IR-Strahlung, Wärmeleitung, Konvektion und Evapotranspiration empfangen. Das neue Konzept zur Verifikation des Treibhauseffektes orientiert sich an der Energieübertragung, die durch IR-Strahlung erfolgt. Die Versuchsapparatur enthält als IR-Sender eine warme und als IR-Empfänger eine kalte Fläche mit den gleichen Temperaturen, die auch typisch für Erde und Wolken sind. In dieser ersten Mitteilung wird nur die IR-Strahlung von der kalten zu der warmen Fläche untersucht. Da diese Strahlungsrichtung dem vorherrschenden Energietransport von warm nach kalt widerspricht, wird sie auch als Gegenstrahlung bezeichnet. Die warme Fläche, Erd-Platte genannt, wird von dieser IR-Bestrahlung (Gegenstrahlung) beeinflusst und steht im Mittelpunkt der Untersuchung. Die Apparatur simuliert eine Erdoberfläche unter Wolken und kann somit als ein Modell der erdnahen Atmosphäre betrachtet werden. Wird die Röhre mit IR-aktiven Gasen gefüllt, kann ein möglicher Treibhauseffekt dieser Gase unter naturnahen Bedingungen untersucht werden.
Eine völlig andere Methode zum experimentellen Nachweis des Treibhauseffektes geht vom Aufbau eines IR-Spektrometers aus (4). Schon der Titel „Absorption thermischer Strahlung durch atmosphärische Gase“ verrät, dass hier nicht die IR-Strahlung, sondern nur die Absorption der Treibhausgase studiert wird, die durch eine Erwärmung charakterisiert ist. Diese bei vielen Experimenten beobachtete Erwärmung CO2-haltiger Luft war ursprünglich eine „einfache“ Erklärung für die relativ hohen Erd-Temperaturen. Das hat sich allerdings weitgehend gewandelt. Die Erkenntnis, dass der größte Teil der IR-Ausstrahlung in das Weltall nicht von der Erdoberfläche, sondern von der Atmosphäre ausgeht, führte zu einem neuen Verständnis der Wärmeströme. Heutige Klimamodelle gehen von einer IR-Ausstrahlung von 240 W/m2 am Oberrand der Atmosphäre (TOA) aus (5). Nach dem IPCC hat CO2 diese Strahlungsbilanz beeinflusst, was als Strahlungsantrieb, eine von außen wirkende Kraft (radiative forcing, RF), bezeichnet wurde. Die Veränderung dieses Strahlungsantriebs dF wurde durch ein logarithmisches Verhältnis der CO2-Konzentration C (in ppm) zu einer vorindustriellen Konzentration C0 von 280 ppm beschrieben.
Gleichung 1: CO2-Strahlungsantrieb: dF = 5,35 ∙ ln(C/C0) W/m2
Nach der differentiellen Form des Stefan-Boltzmann Gesetzes (dT = dS/S/4 ∙ T) errechnet sich eine Temperaturerhöhung von 1,11 K pro CO2-Verdoppelung (IPCC-Basiswert = CO2-Klimasensitivität), allerdings ohne Berücksichtigung von Wolken, Wasserdampf und Rückkopplungen (6).
Gleichung 2: CO2-Klimasensitivität: dT = 5,35 ∙ ln(2)/240/4 ∙ 288 = 1 ,11 K
NASA-Satelliten messen oberhalb der Atmosphäre (TOA) neben der IR-Strahlung von 240 W/m2 eine Sonnenreflektion von 101 W/m2 (= 30 % der 341 W/m2 Sonneneinstrahlung, Albedo=0,3). Diese Werte führten zu der These, dass eine Erde ohne Atmosphäre eine Temperatur von – 18 °C hätte (Abbildung 1, A) und angeblich durch Treibhausgase um 33 K auf eine Temperatur von + 15 °C erwärmt wird1.

Abbildung 1: Energiebilanzen (W/m²) und Erd-Temperaturen (°C): Sonnenstrahlung (rot), IR-Strahlung (blau), Wasserverdunstung (grau) mit/ohne Wolken; Albedo 101 (A – C) bzw. 51 (D) W/m²


Eine Rechnung mit einem Schönheitsfehler, die „nackte“ Erdoberfläche hat nur eine Albedo von 0,15 = 51 W/m2 (7), (8), (9). Die 30%ige Reflektion (sphärische Albedo, gemessen vom Satelliten) wird nur zusammen mit den Wolken erreicht. Die Bezeichnung „Erde ohne Atmosphäre“ erweist sich als falsch und müsste korrekt „Erde mit Wolken“ heißen. Mit Hilfe der Wolken konnte man die Erd-Albedo (Erdkühlung) von 51 auf 101 W/m2 verdoppeln, wodurch der Erd-Input auf 240 W/m2 reduziert wurde und – 18 °C nach Fußnote 1 erhalten wird. Wenn man schon die „kalte“ Seite der Wolken in die Strahlungsrechnung mit aufnimmt, sollte man aber auch ihre IR-Emissionen, ihre erwärmende Seite, berücksichtigen. Ein Gedankenexperiment (Abbildung 1, B + C) zeigt, die Fragwürdigkeit eine „Erde mit Wolken, Albedo = 0,3“ berechnen zu wollen. Folgt man nur der Logik eines reinen Strahlungsaustausches nach Abbildung 1 B, so hätte eine Erde, die vollständig von Wolken bedeckt ist eine Temperatur von 30 °C (vorausgesetzt man billigt einer Wolkenschicht von -18 °C eine IR-Strahlung von 240 W/m2 zu, die sie in alle Richtungen gleichmäßig aussendet). Diese Rechnung ist unrealistisch, da sie als reine Strahlungsrechnung die Energieströme ignoriert, die zur Bildung von Wolken aber dazugehören. Ein realistischer Wert für eine „Erde mit Wolken“ wäre + 8 °C, wenn Wasserverdunstung und Wolkenbedeckungsgrad berücksichtigt werden2!
Die Strahlungsrechnungen offenbaren aber auch eine Überraschung! Wolken haben ein ähnliches Strahlungsverhalten wie Treibhausgase (9)! Sie lassen rund 85 % des Sonnenlichtes passieren (15 % werden reflektiert, Wolkenalbedo = 0,15; Absorption soll vernachlässigt werden, rote Pfeile), aber nicht das IR-Licht, das sie viel stärker absorbieren, streuen und emittieren (blaue Pfeile). Wolken und IR-Gase sind gemeinsame Komponenten des Treibhauseffektes mit vergleichbaren aber auch unterschiedlichen Eigenschaften. IR-Gase absorbieren nur bestimmte Wellenlängen des IR-Lichtes, dafür sind sie aber gleichmäßiger in der Atmosphäre verteilt. Wolken, die nur einen Teil der Erde bedecken, können jedoch als Schwarz-Strahler alle Wellenlängen des IR-Lichtes absorbieren. Im Unterschied zu IR-Gasen bewirken sie durch eine Reflektion der Sonnenstrahlen aber auch eine Kühlung der Erde, was ihre Beurteilung so schwierig macht.
Das Gedankenexperiment zeigt, dass für eine „Erde mit Wolken “ (Abbildung 1, B + C) verschiedene, aber vor allem sehr hohe Temperaturwerte erhalten werden. Die Rechnung nach Abbildung 1, A ist eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit mit der Absicht, den Treibhausgasen eine möglichst große Wirkung von 33 K zuzuschreiben.
Dabei wäre eine ehrliche, eindeutige Rechnung mit der „nackten Erde“ durchaus möglich gewesen, denn ihre Albedo = 0,15 (51 W/m2) ist bekannt (9) und hätte einen Temperaturbereich von – 3 °C (ε = 0,96) bis – 6 °C ergeben (ε = 1, Abbildung 1, D). Die tatsächliche, rund 20 K höhere Erd-Temperatur von + 15 °C ist die Folge verschiedener Einflussgrößen eines Wasserplaneten mit seinen Wolken, Treibhausgasen, seiner Wasserverdunstung und Strömungen der Atmosphäre. Der Beitrag der Treibhausgase an dieser Temperaturerhöhung ist noch zu bestimmen, ist aber auf jeden Fall deutlich kleiner als 20 K3.
Üblicherweise wird der CO2-Anstieg als Ursache und nicht als Folge einer Erderwärmung erklärt. Wird das aber in Fragegestellt, ergeben sich andere Interpretationen. So wurden auch Wolkenveränderungen durch kosmische Ereignisse als primäre Ursache von Temperaturschwankungen angenommen (10). Ebenfalls könnte auch ein geringerer, vom Menschen verursachter Wolkenbedeckungsgrad (Feinstaubminderung durch Rauchgasfilter) eine Erwärmung ausgelöst haben (11). In diesen Fällen wäre die CO2-Zunahme seit 1750 auch als Folge dieser Erderwärmung zu erklären.

Beschreibung des Versuchsaufbaus

Die verwendete Apparatur besteht aus einer senkrecht stehenden Aluminiumröhre mit einem Volumen von 107 Litern und zwei domartigen Enden (Abbildung 2). In ihr befinden sich zwei 1,11 m entfernte Platten unterschiedlicher Temperatur. Die obere Platte (Erd-Platte) ist sowohl IR-Sender als auch Empfänger einer IR-Bestrahlung (Gegenstrahlung) und wird durch eine elektrische Heizfolie auf konstante 16,1 °C geregelt. Während eines Versuches wird die elektrische Leistung aufgezeichnet, die für eine konstante Temperatur der Erd-Platte benötigt wird.
Die untere Platte (Aerosol-Platte) kann durch eine integrierte Kühlschlange und ein externes Kälteaggregat bis -20 °C gekühlt werden. Diese Platte ist der Empfänger der IR-Ausstrahlung am Ende der Röhre und simuliert gleichzeitig die IR-Strahlung von Wolken/Aerosolen. Auf ihr befinden sich 5 Peltier-Elemente, die die IR-Ausstrahlung registrieren. Beide Platten besitzen einen Temperatursensor, dessen Werte über einen A/D-Wandler an einen Computer weitergeleitet werden.
Die warme und die kalte Fläche befinden sich in einer Aluminiumröhre, deren Wand zu einer dritten, unerwünschten Strahlungsfläche wird. Die Atmosphäre hat für diese Fläche keine Entsprechung. Dadurch entstand zunächst die Aufgabe, den Einfluss dieser Wand, ihre Wechselwirkung mit den anderen Strahlungsflächen zu verstehen, bevor mit den Messungen der IR-Gas-Strahlungen begonnen werden konnte. Aus Sicht der Erd-Platte ist die Wand der Aluminiumröhre ein Vordergrund-Strahler und die kalte Aerosol-Platte ist eine Wolkenschicht, die eine Hintergrund-Strahlung erzeugt.
Die Wand der Röhre und des oberen Doms ist mit Schläuchen umwickelt, die von zwei unabhängigen Thermostaten mit konstanter Wassertemperatur versorgt werden. Die Erd-Platte befindet sich dadurch in einer Wärmezone ähnlicher Temperaturen, die den körperlichen Wärmefluss von der Erd-Platte zu ihrer Umgebung minimiert. Die Temperatur des Innenraumes der Röhre wird alle 25 cm, beginnend mit Tp1 im oberen Dom, mit vier digitalen Einstichthermometern (Tp1 -Tp4) gemessen und wird manuell protokolliert. In diesem Bereich bildet sich von oben nach unten ein negativer Temperaturgradient von ca. 1 °C. Dadurch wird eine Thermik (Konvektion) der Innenluft in der senkrechtstehenden Apparatur verhindert.

Abbildung 2: Links: Schematischer Aufbau des Experimentes; Rechts: von oben nach unten: Erd-Platte, Aluminiumröhre und Aerosol-Platte


Abbildung 3: Heizfolie unter der Erd-Platte; thermische Isolierung oberer Dom und Seitenwand; Schlauchumwicklung der Röhre

Das Strahlungsverhalten aller beteiligten Flächen

Der Innenraum der Versuchsapparatur enthält drei Flächen, Erd-Platte, Seitenwand und Aerosol-Platte, die IR-Strahlen aussenden können. Grundsätzlich gilt, dass jeder Punkt dieser Flächen IR-Strahlung in einem Raumwinkel von 0 – 180° aussendet1. Alle drei Flächen tauschen untereinander IR-Strahlen (Photonen) aus, wodurch Energie übertragen wird.
Abbildung 4 zeigt die Bestrahlung der Erd-Platte durch die Aerosol-Platte, wobei Erd-Platte und Wand immer die gleiche Temperatur haben. Die Aerosol-Platte ist ein Hintergrund-Strahler mit der IR-Ausstrahlung MH. Seine Photonen können die Erd-Platte auf direktem Wege oder durch (mehrfache) Reflektion an den verspiegelten Wandflächen erreichen. Ein Teil der HG-Strahlung MH wird jedoch von der Wand absorbiert (Strichlinie) und erreicht nicht die Erd-Platte. Die Aerosol-Platte trägt nur mit einem Teil ihrer Ausstrahlung MH zur Bestrahlung der Erd-Platte bei. Dieser Anteil wird effektive Hintergrund-Strahlung EH genannt.
In Abbildung 4 A ist die Aerosol-Platte (blau) kälter als die Wand (TpH < TpV). Die IR-Strahlung der Wand EV (roter Pfeil) ist größer als die absorbierte Energie von der Aerosol-Platte (blauer Strichpfeil). Die Wand ist hier ein Vordergrund-Strahler (Buchstabe „V“) und muss zusätzlich von außen geheizt werden (Wandheizung QV, Energie für den Vordergrund), um den Energieverlust auszugleichen2.
In Abbildung 4 B haben alle drei Flächen die gleiche Temperatur. Es gilt das Kirchhoffsche Gesetzt, wonach die absorbierte Strahlung der Aerosol-Platte (rot) und die emittierte Strahlung der Wand EV gleich groß sind. Die Bestrahlung der Erd-Platte durch die Aerosol-Platte wird de facto nicht behindert (adiabatischer Strahlungstransport). Die Wand benötigt keine Energiezufuhr, sie ist energetisch neutral.

1Die IR-Ausstrahlung dieser Flächen wird im Folgenden mit „M“ und die Bestrahlung mit „E“ bezeichnet.
2Der Energiestrom der von Thermostaten regulierten Wandheizungen QV wurde nicht bestimmt.

Abbildung 4: Bestrahlung der Erd-Platte durch die Aerosol-Platte: A: TpH < TpV; B: TpH = TpV


Es soll die Energiebilanz der Erd-Platte ermittelt werden. Jeder feste (und flüssige) Körper mit einer Temperatur > 0 K sendet IR-Strahlen aus, die sich nach Stefan-Boltzmann berechnen lassen. Die IR-Ausstrahlung der Erd-Platte ME ist mit einem Energieverlust verbunden. Für eine konstante Temperatur muss der Erd-Platte die gleiche Energiemenge wieder zugeführt werden, die sie durch ihre IR-Emission verloren hat. Die Energiezufuhr erfolgt durch IR-Bestrahlung EG („G“ = Gegenstrahlung = Summe der IR-Strahlungen von Wand EV(Wand) und Aerosol-Platte EH) und Heizung der Erd-Platte QE (Gleichung 3).
Gleichung 3: Energiebilanz der Erd-Platte: ME = EG + QE; EG = EV(Wand) + EH ; ME = EV(Wand) + EH + QE

Die effektive Hintergrundstrahlung der Aerosol-Platte EH

Die Bestrahlung der Erd-Platte durch die Aerosol-Platte soll durch ein Abkühlungs-Experiment (Response-Versuch) untersucht werden.
Versuchsbeschreibung: Die Temperaturen der beiden Thermostate und des Kühlaggregates für die Aerosol-Platte wurden auf 16 °C eingestellt. Die Erd-Platte zeigte dabei eine Temperatur (TpE) von 16,09 °C an. Die elektrische Heizung QE (Indikator der Gegenstrahlung) und die elektrische Spannung der Peltier-Elemente UH (Indikator der Ausstrahlung der Röhre) waren nahezu Null. Danach wurde die Temperatur des Kühlaggregates in fünf Schritten auf -24 °C gesenkt, wodurch sich die Temperatur der Aerosol-Platte TpH auf -19,58 °C verringerte. Die Heizung der Erd-Platte QE musste kontinuierlich erhöht werden, um eine konstante Temperatur der Erd-Platte TpE sicherzustellen (Tabelle 1).
Tabelle 1: Response-Versuch (Nr. 145) ohne IR-Gase

TpE, TpH = Temperaturen der Erd-, Aerosol-Platte und der Wandthermometer Tp1 bis Tp4
QE = Heizung der Erd-Platte, UH = Spannung, die von den Peltier-Elemente auf der Aerosol-Platte erzeugt wird

Abbildung 5: Ermittlung der effektiven HG-Strahlung der Aerosol-Platte EH (blaue Linie)


Auswertung (Abbildung 5): Die Temperatur der Aerosol-Platte wird als X-Achse in der Form von T4/108 aufgetragen6. Die theoretische IR-Ausstrahlung der Aerosol-Platte MH (schwarze Linie) wird nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz (ε = 1) berechnet. Beim Abkühlen der Aerosol-Platte von TpH = + 16 auf -20 °C wurde die elektrische Heizung QE(TH) fünfmal erhöht (rote Linie). Sollte die Aerosol-Platte weiter abgekühlt werden (rote Strichlinie), ließe sich aus der Trendlinie QE = -4,2319 ∙ TH + 294,87 die hierzu nötige Heizung der Erd-Platte QE berechnen. Bei TH = 0 K (absoluter Nullpunkt) müsste die Heizung QE demnach 295 W/m2 betragen. Da bei dieser Temperatur die Aerosol-Platte keine IR-Strahlung erzeugt, lässt sich nun Gleichung 3 in Gleichung 4 überführen und die Vordergrund-Strahlung der Wand EV zu 102,0 W/m2 (grüne Linie) berechnen. Dabei wurde eine IR-Ausstrahlung der Erd-Platte ME nach Stefan-Boltzmann zu 397 W/m2 zugrunde gelegt.
Gleichung 4: Strahlung der Wand EV (TH = 0 K): ME = EV + QE(TH=0)
EV = ME – QE(TH=0)
EV = 396,87 – 294,87 = 102,0 W/m2
Die effektive HG-Strahlung der Aerosol-Platte EH(TH) (blaue Linie) wird nach Gleichung 5 aus dem Anstieg der Trendlinie dQE/dTH berechnet.
Gleichung 5: Effektive HG-Strahlung EH(TH): ME = EH(TH) + EV + QE(TH)
EH(TH) = ME – EV – QE(TH)
EH(TH) = dQE /dTH ∙ TH
Von der theoretischen Ausstrahlung der Aerosol-Platte MH erhält die Erd-Platte nur einen gewissen Anteil EH (die effektive HG-Strahlung), da ein Teil der Photonen von der Wand absorbiert wird (schwarze vs. blaue Linie).
Das Experiment zeigt aber auch, dass die Erd-Platte von der Aerosol-Platte Energie EH erhält, obwohl letztere eine kleinere Temperatur TpH < TpE hat. Die Bestrahlung der Erd-Platte durch die Aerosol-Platte ist keine Verletzung des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik, da letztlich der totale Wärmestrom weiterhin stets von der warmen Erd-Platte zur kalten Aerosol-Platte fließt, was an Heizung bzw. Kühlung beider Platten erkannt werden kann.
Es liegt in der Natur der „Response-Versuche“, dass die umgekehrte Strahlungsrichtung, die IR-Bestrahlung der Aerosol-Platte, nicht ausgewertet werden kann. Durch die schrittweise Abkühlung der Aerosol-Platte überlagern sich Bestrahlung und mechanische Wärmeströme (Diffusion und Wärmeleitung) und werden nur als Summe UH von den Peltier-Elementen auf der Aerosol-Platte angezeigt. Die Bestrahlung der Aerosol-Platte lässt sich jedoch ermitteln, wenn die Emissionsgrade von Treibhausgasen bei konstanten Temperaturen aller beteiligten Flächen bestimmt werden. Worüber gesondert berichtet werden soll.

Die effektive Hintergrundstrahlung EH in Gegenwart von Propan

Um die gemeinsame IR-Strahlung von Wolken und erdnahen IR-Gasen zu erforschen, wurden zwei Response-Versuche in Gegenwart von 1,3 bzw. 60 Vol.-% Propan (IR-aktives Modell-Gas) durchgeführt (Abbildung 6). In Gegenwart von Propan verringert sich die notwendige Heizung der Erd-Platte QE (rote Linien). Aus den beiden Trendlinien QE werden, wie im Kapitel Die effektive Hintergrundstrahlung der Aerosol-Platte EH beschrieben, die VG-Strahlung EV (grüne Linien, nach Gleichung 4) und die effektive HG-Strahlung der Aerosol-Platte EH (blaue Linien, nach Gleichung 5) erhalten.
Die Erhöhung der Propan-Konzentration verursacht gegenläufige Veränderungen. Einerseits erhöht sich die VG-Strahlung EV von 130 auf 272 W/m2 (grüne Linien)7, und andererseits verringert sich die effektive HG-Strahlung der Aerosol-Platte dEH/dTH von 3,88 auf 1,81 (blaue Linien). Propan absorbiert die Photonen der Aerosol-Platte (HG-Strahlung) und ersetzt sie durch eigene IR-Emissionen. Der tatsächliche Einfluss der Aerosol-Platte (blaue Linie) auf die Heizung der Erd-Platte QE verringert sich, obwohl ihre eigentliche Ausstrahlung MH (schwarze Linie) unverändert ist. Aus Sicht der Erd-Platte wird die Hintergrund- von der Vordergrund-Strahlung des Propans verdeckt.
Dieses Phänomen ist die Ursache, dass der Weltklimarat glaubt, dass der Beitrag der Wolken zum erdnahen Treibhauseffekt nur 30 W/m2 beträgt (9). Dabei wurde die tatsächliche, fast zehnmal stärkere HG-Strahlung der Wolken MH übersehen. Das hat letztlich dazu geführt, dass die Relativierung des Treibhauseffektes durch Wolken nicht erforscht wurde8.

Abbildung 6: Verringerung der effektiven HG-Strahlung der Aerosol-Platte E<sub>H</sub> durch Propan

Tabelle 2: Response-Versuch (Nr. 212) in 1,3 Vol.-% Propan

Tabelle 3: Response-Versuch (Nr. 156) in 60 Vol.-% Propan

Die Relativierung der Propan-Strahlung
Die gemeinsame Bestrahlung der Erd-Platte EG von nunmehr drei Strahlungsquellen (Wand, Propan und Aerosol-Platte) ergibt sich aus der Summe der beiden VG-Strahler (EV(Wand) und EV(Propan)) und der effektiven HG-Strahlung der Aerosol-Platte EH(TH) (Gleichung 6).
Gleichung 6: Bestrahlung der Erd-Platte EG: EG = EV(Wand) + EV(Propan) + EH(TH)
Durch die zusätzliche VG-Strahlung des Propans EV(Propan) erhöht sich die Bestrahlung der Erd-Platte EG (Abbildung 7, rote Linien), wodurch sich die Strahlungskühlung der Erd-Platte PE (die Differenz von ihrer IR-Ausstrahlung ME und ihrer IR-Bestrahlung EG) verringert (Gleichung 7).
Gleichung 7: Strahlungskühlung PE: PE = ME – EG
Setzt man in Gleichung 7 für ME den Ausdruck EG + QE (aus Gleichung 3) ein erhält man Gleichung 8.
Gleichung 8: PE = EG + QE – EG; => PE = QE
Die Übereinstimmung von Strahlungskühlung PE und Wärmezufuhr QE ist ein grundlegendes Prinzip für den Gleichgewichtszustand einer warmen Fläche, die IR-Strahlung abgibt. Eine Fläche kann im Gleichgewicht nur so viel Energie durch IR-Strahlung abgeben wie ihr auf anderem Wege zugeführt wird (PE = QE). Verringert sich die Strahlungskühlung PE (wie bei den Propan-Versuchen) muss für eine konstante Temperatur der Erd-Platte die Wärmezufuhr QE adäquat verringert werden.
Setzt man aber bei der realen Erde eine konstante Wärmezufuhr QE durch Sonneneinstrahlung voraus, würde eine stärkere Bestrahlung der Erdoberfläche EG (durch Treibhausgase) zunächst PE verkleinern. Die Erde müsste sich erwärmen um nach Gleichung 7 durch einen Anstieg der Erd-Ausstrahlung ME die Gleichheit von PE und QE wieder herzustellen9.
Mit dem Propan-Versuch wurde somit nachgewiesen, dass IR-aktive Gase die Bestrahlung der Erdoberfläche EG erhöhen und grundsätzlich einen Treibhauseffekt haben, der die Strahlungskühlung PE beeinflusst.

Abbildung 7: Verringerung der Strahlungskühlung PE (Treibhauseffekt) durch Propan

Abbildung 7 zeigt, dass die Strahlungskühlung PE sowohl von der Propan-Konzentration als auch von der Temperatur der Aerosol-Platte abhängt. Daraus ergibt sich eine Relativierung (Abschwächung) des Propan-Treibhauseffektes, wenn die Temperatur der Aerosol-Platte TH berücksichtigt wird.
Bei der Aerosol-Platten-Temperatur TH = 0 K wird die Strahlungskühlung PE nur vom Propan und seiner Konzentration beeinflusst. Der Abstand der blauen Linien zur grauen Linie (PE ohne Propan) markiert bei dieser Temperatur den maximalen, theoretischen Treibhauseffekt des Propans. Mit zunehmender Temperatur der Aerosol-Platte TH verringert sich der reale Propan-Treibhauseffekt (die Abstände der Linien verkleinern sich). Bei TpH = 16 °C ist die Strahlungskühlung PE bei allen Versuchen null, unabhängig ob Propan vorhanden ist oder nicht. Erd- und Aerosol-Platte haben hier die gleiche Temperatur, und die von Propan absorbierte und emittierte Energie ist gleich groß (adiabatischer Strahlungstransport, siehe auch Abbildung 4, B).
Tabelle 4 zeigt diese Verringerung (Relativierung) des Treibhauseffektes10 als Faktor Feff, der aus dem Verhältnis des realen zum theoretischen Treibhauseffekt für beide Versuche errechnet wurde. Der Effektivitäts-Faktor Feff ist offensichtlich nicht von der Konzentration des Propans (seinem Treibhauseffekt), sondern nur von seiner Temperatur und der Hintergrund-Temperatur abhängig. Der reale Treibhauseffekt eines IR-aktiven Gases errechnet sich somit aus dem Strahlungsantrieb RF (seinem theoretischen Wert) durch Multiplikation mit dem Feff Faktor.
Tabelle 4: Verringerung des Propan-Treibhauseffektes in Abhängigkeit von der Temperatur der Aerosol-Platte TpH

Der erdnahe Treibhauseffekt hängt (wie beim Propan-Versuch) von einer HG-Strahlung, nämlich der IR-Strahlung der Wolken ab. Wolken bestehen aus Wassertropfen bzw. Eiskristallen, die wegen ihrer großen Oberfläche einem Schwarzstrahler nahe kommen, und wie die Aerosol-Platte die Wirkung der IR-aktiven Gase relativieren. Diese Relativierung des Treibhauseffektes durch Wolken wurde vom Weltklimarat bisher nicht berücksichtigt. Werden Wolken aber berücksichtigt, beträgt die reale CO2- Klimasensitivität nur rund 0,35 K, etwa ein Drittel des IPCC-Wertes von 1,11 K11.
Die Relativierung des Treibhauseffektes betrifft auch die Wasserdampf-Strahlung und damit die umstrittene CO2-Wasser-Rückkopplung. Hinzukommt, dass bei einer Erhöhung der Wolkenbedeckung (durch mehr Wasserdampf in der Atmosphäre) die Strahlung durch Wolken zunimmt, wodurch der Effektivitätsfaktor Feff kleiner wird.
Aber auch bei klarem Himmel ergibt sich eine unerwartete Abschwächung des Treibhauseffektes. Die Energie für die Propan-IR-Strahlung wird gemeinsam von der HG-Strahlung MH und der Wandheizung QV geliefert (Abbildung 4). QV ist ein verborgener Wärmestrom, der bei dem Experiment nicht quantifiziert wurde und mit abnehmender Temperatur der Aerosol-Platte ansteigt. Er lässt sich aber am Temperaturrückgang von Tp1 beim Abkühlen der Aerosol-Platte erkennen (Tabelle 2 und Tabelle 3). Bei der Erde bedeutet dieser Wärmestrom QV eine Zunahme der Konvektion von der Erdoberfläche zu den bodennahen IR-Gasen, wodurch die Erdoberfläche gekühlt wird.
Dass Wolken den erdnahen CO2-Treibhauseffekt verringern, ist keine neue Erkenntnis (1), (6), (12), (13) , (14). Auch direkte Messungen der atmosphärischen Gegenstrahlung in der Nähe von Barrow, Alaska (71.325 N, 156.615 W) bei verschiedenen Bewölkungsgraden zeigen diesen Zusammenhang (15).
Die Testung der Apparatur mit Propan zeigt, dass die Versuchsanordnung geeignet ist, das Strahlungsvermögen (Emissionsgrade) von Treibhausgasen aber auch ihre Relativierung (Abschwächung) durch eine HG-Strahlung zu bestimmen. Einzige Ausnahme ist die Wasserdampf-Strahlung, die mit dieser Apparatur nicht untersucht werden kann, da Wasserdampf auf der kalten Aerosol-Platte kondensieren bzw. gefrieren würde.

Zusammenfassung

Wolken und Treibhausgase tragen beide zum Treibhauseffekt der Atmosphäre mit ähnlichen aber auch unterschiedlichen Strahlungseigenschaften bei. In Gegenwart von Wolken kommt es zu einer Verstärkung der erdnahen Gegenstrahlung aber auch zu Überlagerungen. Einerseits verdecken die Treibhausgase den größten Teil der Wolken-Strahlung, aber andererseits relativieren Wolken die Wirkung der IR-aktiven Gase. Maßgeblich für die Abschwächung des Treibhauseffektes der IR-aktiven Gase sind Höhe (Temperatur) der Wolken und ihre optische Dichte.
Modell-Versuche mit Propan zeigen, dass sein tatsächlicher, realer Treibhauseffekt unter Wolken nur rund ein Drittel seines theoretischen Wertes betragen würde. Diese Relativierung, die alle Treibhausgase und auch die umstrittene CO2-Wasser-Rückkopplung betrifft, wurde vom Weltklimarat bisher nicht berücksichtigt, wodurch seine Berechnungen und Prognosen zu hoch ausfallen und korrigiert werden sollten.
Die Untersuchungen dienten der Testung einer neuen Apparatur, mit der die Strahlung der atmosphärischen Treibhausgase aber auch ihre Relativierung durch Wolken quantifiziert werden können.

Danksagung

Ich bin meiner Frau, Dr. Renate Schnell, für Geduld, Verständnis und Beistand zu großem Dank verpflichtet. Dipl.-Ing. Peter Dietze, Prof. Dr. Jörg Gloede, Dipl.-Ing. Michael Limburg, Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, Dr. Heinz Hug, Dr. Gerhard Stehlik, Dr. Fritz Theil danke ich für ihr Interesse, rege Diskussionen und wertvolle Hinweise.

Anhang

Literaturverzeichnis

1. Zellner, Reinhard. Klimaforschung, Die Fakten und ihre Wahrnehmung. Nachrichten aus der Chemie. 2017, Bde. 65, S. 662 – 666, Juni 2017.
2. Anthony Watts. Anthony Watts Thrashes Al Gore’s Climate Change Experiment. [Online] 20. 11 2011. [Zitat vom: 12. 01 2018.] https://shortlittlerebel.com/2011/10/20/anthony-watts-thrashes-al-gores-climate-change/.
3. Nahle, Nasif S. Repeatability of Professor Robert W. Wood’s 1909 experiment on the Hypothesis of the Greenhouse Effect. [Online] [Zitat vom: 14. 01 2018.] http://www.biocab.org/Experiment_on_Greenhouses__Effect.pdf.
4. Stephan Sirtl. Absorption thermischer Strahlung durch atmosphärische Gase. [Online] 12. 11 2010. [Zitat vom: 15. 01 2018.] http://hpfr03.physik.uni-freiburg.de/arbeiten/diplomarbeiten/sirtl_staatsexamen_2010.pdf.
5. Claußen, Martin. http://www.t-y-a.at/docs/070918_Absorptionsspektren-H2o+Co2.pdf. [Online] [Zitat vom: 01. 02 2018.]
6. Peter Dietze. Berechnung der CO2-Klimasensitivität. [Online] 19. 10 2016. [Zitat vom: 21. 01 2018.]
7. Schönwiese, Christian-Dietrich. Klimatologie. Stuttgart : Eugen Ulmer GmbH, 1994.
8. NASA. Measuring Earth’s Albedo. [Online] 21. 10 2014. [Zitat vom: 11. 02 2018.] https://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=84499.
9. Wolken im Klimasystem. [Online] 08. 03 2018. [Zitat vom: 08. 03 2018.] http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Wolken_im_Klimasystem.
10. Henrik Svensmark. [Online] 20. 02 2017. [Zitat vom: 24. 01 2018.] https://de.wikipedia.org/wiki/Henrik_Svensmark.
11. Graßl, Hartmut. Was stimmt? Klimawandel Die wichtigsten Antworten. Freiburg im Breisgau : Verlag Herder, 2007.
12. Moll, Udo. Klimawandel oder heisse Luft? Hamburg : Tredition GmbH, 2016.
13. Lindzen, Richard S. How Cold Would We Get Under CO2‐Less Skies? PhysicsToday. 1995, Bde. 48, 2, S. 78-80.
14. Wagner, Thomas. thomas.wagner@iup.uni-heidelberg.de. [Online] [Zitat vom: 13. 01 2018.] http://www.mpic.de/fileadmin/user_upload/pdf/Physik_der_Atmosphaere_Lecture_Wagner.pdf.
15. Christopher J. Cox, Penny M. Rowe, Steven P. Neshyba, and Von P. Walden. A synthetic data set of high-spectral-resolution infrared spectra for the Arctic atmosphere. [Online] Earth Syst. Sci. Data, 8, 199–211, 2016, 18. 01 2016. [Zitat vom: 23. 01 2018.] https://www.earth-syst-sci-data.net/8/199/2016/essd-8-199-2016.pdf.

1 Bei diesen Energiebilanzen wird die Erd-Temperatur aus der Inputenergie errechnet; Tp = (Input ∙ 108/(5,67037 ∙ ε))0,25 + 273,15 (Stefan-Boltzmann, ε = 1 als vereinfachter Emissionsgrad der Erdoberfläche).
2 Will man eine realistische Temperatur einer „Erde mit Wolken“ ermitteln, muss man zusätzlich zu den Strahlungsbilanzen wenigstens noch die Wasserverdunstung von 80 W/m2 berücksichtigen (Abbildung 1 C, grauer Pfeil). Bei 100 % Wolkenbedeckung wäre dann die Erd-Temperaturen +17 °C. Bei einem Wolkenbedeckungsgrad von 60 % könnte eine „Erde mit Wolken“ eine ungefähre Temperatur von + 8 °C haben (40 % A + 60 % C).
3 Geht man von der 1/3 Relativierung des Treibhauseffektes durch Wolken aus (Kapitel Die Relativierung der Propan-Strahlung), könnte 7 K die Temperaturerhöhung der Treibhausgase sein. Dieser Wert würde auch zu Fußnote 2 (8 °C + 7 K = + 15 °C) passen.
Die IR-Ausstrahlung dieser Flächen wird im Folgenden mit „M“ und die Bestrahlung mit „E“ bezeichnet.
5 Der Energiestrom der von Thermostaten regulierten Wandheizungen QV wurde nicht bestimmt.
6 Der Ausdruck T4/108 ist der Stefan-Boltzmann-Gleichung entnommen, wodurch eine lineare Funktion zwischen Strahlung und Temperatur in Kelvin (T = TpH + 273,15) mit dem Anstieg 5,670367 (σ ∙ 108) hergestellt wird.
7 EV 1,3 % = 130 W/m2 = 397 (ME) -267 (QE(0 K)); EF 60 % = 272 W/m2 = 397 (ME) -125 (QE(0 K))
8 Das gleiche gilt auch für die nichtsichtbaren Aerosole, die ebenfalls HG-Strahler sind.
9 Vorausgesetzt, weitere relevante Kühlungs-Prozesse wie Erd- und Wolken-Albedo, Wasserverdunstung oder Konvektion sind konstant geblieben.
10 Die Relativierung des Treibhauseffektes ergibt sich aus der gegenläufigen Veränderung von Vordergrund- und Hintergrund-Strahlung, wenn bei einer Erde mit Wolken ein Treibhausgas hinzukommt oder entfernt wird (Kapitel Die effektive Hintergrundstrahlung EH in Gegenwart von Propan). Zwar vergrößert/verkleinert sich dann der Beitrag des Treibhausgases EV(IR-Gas) aber dieser Effekt wird durch eine entgegengesetzte Veränderung der effektiven HG-Strahlung EH abgeschwächt (Gleichung 6).
11 Eine ausführliche Beschreibung der CO2-Strahlung und des CO2-Treibhauseffektes erfolgt in der nächsten Mitteilung.



Klimalegenden: Warum die Arktis wärmer wird

Anthropogenic greenhouse gas emissions have increased since the pre-industrial era, driven largely by economic and population growth, and are now higher than ever. This has led to atmospheric concentrations of carbon dioxide, methane and nitrous oxide that are unprecedented in at least the last 800,000 years. Their effects, together with those of other anthropogenic drivers, have been detected throughout the climate system and are extremely likely to have been the dominant cause of the observed warming since the mid-20th century. {1.2, 1.3.1}
In Abbildung SPM.3 werden dort die Auslöser für den Temperaturanstieg zwischen 1951 und 2010 dargestellt, der im Wesentlichen auf anthropogenen Ursachen basieren soll. Natürliche Ursachen, wie beispielsweise die Schwankung der Sonneneinstrahlung, sind dort nicht zu erkennen bzw. halten sich nach den Vorstellungen des IPCC die Waage, und zwar in etwa der gleichen Größenordnung, wie der Unsicherheitsbalken für die Summe der anthropogenen Klimaantriebe.


Nach den vom IPCC in Abbildung SPM.3 dargestellten Klimaeinflüssen sollen ausgerechnet die Polarregionen ganz besonders vom anthropogenen Klimawandel betroffen sein. Das IPCC warnt uns also konkret davor, dass die Auswirkungen des menschengemachten globalen Klimawandels insbesondere die Polarregionen der Erde treffen werden. Zitat mit Hervorhebungen aus dem IPCC Synthesis Report AR5 (2014) (Summary for Policymakers), Seite 10 unten:
The increase of global mean surface temperature by the end of the 21st century (2081–2100) relative to 1986–2005 is likely to be 0.3°C to 1.7°C under RCP2.6, 1.1°C to 2.6°C under RCP4.5, 1.4°C to 3.1°C under RCP6.0 and 2.6°C to 4.8°C under RCP8.59. The Arctic region will continue to warm more rapidly than the global mean (Figure SPM.6a, Figure SPM.7a). {2.2.1, Figure 2.1, Figure 2.2, Table 2.1}
Die IPCC-Abbildung SPM.7a zeigt dann auch ganz deutlich, dass nach den vorliegenden IPCC-Modellen bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine Erwärmung der Arktis von mehr als 7 Grad Celsius zu erwarten sei:

Weiter heißt es dort auf Seite 12 unten, Zitat mit Hervorhebungen:
Year-round reductions in Arctic sea ice are projected for all RCP scenarios. A nearly ice-free11 Arctic Ocean in the summer sea-ice minimum in September before mid-century is likely for RCP8.512 (medium confidence). {2.2.3, Figure 2.1}
It is virtually certain that near-surface permafrost extent at high northern latitudes will be reduced as global mean surface temperature increases, with the area of permafrost near the surface (upper 3.5 m) projected to decrease by 37% (RCP2.6) to 81% (RCP8.5) for the multi-model average (medium confidence). {2.2.3}
The global glacier volume, excluding glaciers on the periphery of Antarctica (and excluding the Greenland and Antarctic ice sheets), is projected to decrease by 15 to 55% for RCP2.6 and by 35 to 85% for RCP8.5 (medium confidence). {2.2.3}
Das IPCC sieht also ganz klar die sogenannten anthropogenen Klimatreiber als Ursache für den prognostizierten Klimawandel, wobei zunächst ungeklärt bleibt, warum dieser Klimawandel ganz besonders die Polarregionen betreffen sollte, also ausgerechnet diejenigen Regionen, in denen am wenigsten anthropogene Klimagase erzeugt werden und die im jeweiligen Winterhalbjahr die geringste Strahlungsmenge von der Sonne erhalten. Denn da die sogenannten Klimagase ihre Energie von der infraroten Rückstrahlung der Erdoberfläche beziehen müssen, sollte in den Polargebieten unserer Erde der anthropogene Klimaeinfluss durch CO2 eigentlich am geringsten sein.
Was uns dieser IPCC-Bericht für Entscheidungsträger also verschweigt, ist die wissenschaftliche Begründung für einen überproportionalen anthropogen verursachten Temperaturanstieg in der Arktis. Unter dem Begriff „Polare Verstärkung“ werden wir dagegen bei Wikipedia fündig, Zitat mit Hervorhebungen:
„Für die Polare Verstärkung spielen je nach Jahreszeit unterschiedliche physikalischer Prozesse eine Rolle.
Die Eis-Albedo-Rückkopplung wird als der wichtigste Prozess angesehen: Schnee- und Eisflächen reflektieren bis zu 90 % der eingestrahlten Sonnenenergie ins Weltall. Das Abschmelzen der Schnee- und Eisflächen bringt die darunter liegenden Land- und Wasseroberflächen zum Vorschein, die mit ihrer dunkleren Farbe einen großen Teil der Sonnenenergie absorbieren. Die Oberfläche wird hierdurch zusätzlich erwärmt.“
Anmerkung: Diese Beschreibung ist ein typischer Zirkelschluss. Es wird nämlich nicht etwa zwingend nachgewiesen, warum die Schnee- und Eisflächen in Zukunft abschmelzen werden, sondern lediglich beschrieben, was daraus folgt, wenn sie tatsächlich abschmelzen würden. Ein Abschmelzen der Schnee- und Eisflächen wird hier also zwingend vorausgesetzt, aber nicht nachgewiesen.
Und nun weiter im Wikipediatext:
Klimasimulationen zeigen jedoch, dass dies nur der der zweitwichtigste Effekt ist; die polare Verstärkung ist auch ganz ohne den Einfluss der Albedoänderung beobachtbar. Die wichtigsten Effekte sind hierbei der in der Arktis veränderte atmosphärische Temperaturgradient und die erhöhte Abstrahlung bei höheren Temperaturen. Da die Atmosphäre an den Polen flacher als in niedrigen Breiten ist, muss auch weniger Masse aufgeheizt werden. Aufgrund des Stefan-Boltzmann-Gesetzes steigt die Abstrahlung mit der vierten Potenz der Temperatur, gemessen in Kelvin. Um dieselbe Energiemenge abzustrahlen, ist bei einer Ausgangstemperatur von -30°C (=243 K) eine Temperaturerhöhung um 0,31 K, bei einer Ausgangstemperatur von +30 °C (=303 K) jedoch nur eine Erwärmung um 0,16 K nötig.“
Anmerkung: Auch die Aussage über eine erhöhte Abstrahlung bei höheren Temperaturen in der Arktis ist wieder ein Zirkelschluss. Denn diese Aussage impliziert, dass ein Temperaturanstieg ohne Albedoänderung aus sich selbst heraus möglich sei. Bewiesen wird diese Aussage vordergründig durch ein Rechenbeispiel mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz, das sich auf eine imaginäre Temperaturdifferenz von 60 Grad Celsius stützt. Es wird hier aber wiederum nicht erklärt, woraus sich eine solche polare Temperaturerhöhung primär ableiten sollte, sondern diese Temperaturerhöhung wird als gegeben vorausgesetzt.
Erst im englischsprachigen Wikipedia findet sich dann unter „Polar Amplification“ ein Verweis auf den aktuellen IPCC-Bericht „Near-term Climate Change: Projections and Predictability (2013). Und dort findet sich dann auf Seite 982 der Hinweis auf eine „pronounced polar amplification“, deren Verweis „see Box 5.1“ wiederum in einem ganz anderen PDF-Kapitel 5 des AR 5 (ab Seite 396) angesiedelt ist. Dort heißt es dann, Zitat mit Hervorhebungen:
Some external climate forcings have an enhanced radiative impact at high latitudes, such as orbital forcing (Section 5.2.1.1), or black carbon (Section 8.3.4). Here, we focus on the latitudinal response of surface temperature to CO2 perturbations
Box 5.1, Figure 1 illustrates the polar amplification phenomenon for three different periods of the Earth’s climate history using temperature reconstructions from natural archives and climate model simulations for: (i) the Early Eocene Climatic Optimum (EECO, 54 to 48 Ma) characterised by CO2 concentrations of 1000 to 2000 ppm (Section 5.2.2.2) and the absence of continental ice sheets; (ii) the mid-Pliocene Warm Period (MPWP, 3.3 to 3.0 Ma), characterized by CO2 concentrations in the range of 350 to 450 ppm (Section 5.2.2.2) and reduced Greenland and Antarctic ice sheets compared to today (see Section 5.6.1), (iii) the Last Glacial Maximum (LGM, 21 to 19 ka), characterized by CO2 concentrations around 200 ppm and large continental ice sheets covering northern Europe and North America.”
Argumentativ wird hier also vom IPCC mit einem „natürlichen“ CO2-Klimaantrieb argumentiert, der sich angeblich aus Temperatur-Rekonstruktionen ableiten lässt und eine „Polare Verstärkung“ des anthropogenen Klimasignals beweisen soll. Nun gibt es aber noch einen ganz anderen Ansatz für den natürlichen Klimaantrieb. Vor knapp 100 Jahren erschien das Buch „Die Klimate der geologischen Vorzeit“ von Wladimir Köppen und Alfred Wegener (Bornträger 1924), das inzwischen als Faksimile-Nachdruck der deutschen Originalausgabe mit kompletter englischer Neuübersetzung vorliegt.
Zitat aus der Einleitung von Köppen&Wegener (Seiten 3 und 4) mit Hervorhebungen:
„… Bei der Verwendung seiner [Milanković‘]Rechnungsergebnisse für die Klimafrage sind wir davon ausgegangen, dass stärkerer Sonneneinstrahlung auch höhere Temperatur entspricht, und daß kalte Sommer, nicht kalte Winter, die Entwicklung des Inlandeises fördern – zwei fast selbstverständliche und dennoch von einigen Autoren angefochtene Annahmen! Nähere Ausführungen hierüber wird man im Abschnitt Quartär finden.
Unter diesen Voraussetzungen gewinnt die Kurve der sommerlichen Strahlungsmengen für ie letzten 650 000 Jahre den Charakter einer absoluten Chronologie des Eiszeitalters. Ihre Einzelheiten stimmen, wie gezeigt werden wird, in weitgehendem Maße mit den Annahmen der hervorragensten Eiszeitforscher überein, so daß es unnötig erscheint, nach weiteren Ursachen für Klimaänderungen in dieser Zeit zu suchen.
Von den zahlreichen sonstigen Hypothesen, die zur Erklärung von Klimaänderungen aufgestellt worden sind, wird daher in diesem Buche nicht die Rede sein. Insbesondere erblicken wir in dem System der fossilen Klimazeugen keinen empirischen Anhalt für die Annahme, daß die von der Sonne ausgehende Strahlung sich im Laufe der Erdgeschichte geändert habe.
Desgleichen fehlt es an Tatsachen, welche durch Änderung der Durchstrahlbarkeit der Atmosphäre (Arrhenius) oder des Weltalls (Nölke) zu erklären wären; denn diejenigen Tatsachen, zu deren Erklärung diese Theorien gewöhnlich herangezogen werden, finden bereits durch das heutige Klimasystem ihre Erklärung, wenn man seine in der Vorzeit geänderte Orientierung berücksichtigt, und können meist auch schon deshalb nicht als Beweise für sie in Frage kommen, weil sie nicht für die ganze Erde, sondern nur für bestimmte Teile gelten…“
Hier noch einmal die Kernaussage von Köppen und Wegener, in der Ross und Reiter klar und deutlich benannt werden:Unter diesen Voraussetzungen [dass stärkerer Sonneneinstrahlung auch höhere Temperatur entspricht, und daß kalte Sommer, nicht kalte Winter, die Entwicklung des Inlandeises fördern] gewinnt die Kurve der sommerlichen Strahlungsmengen für die letzten 650 000 Jahre den Charakter einer absoluten Chronologie des Eiszeitalters.“
Und hier ist die entsprechende Abbildung aus dem Buch von Köppen und Wegener (Seiten 258/259), „Sonnenstrahlung des Sommerhalbjahres in höheren Breiten im Quartär seit 650 000 Jahren“:

Wikipedia: Die Schutzdauer für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei.
Es ist schon ganz erstaunlich, Köppen und Wegener stellten also bereits im Jahre 1924 aufgrund der Berechnungen von Milanković fest, dass die veränderliche sommerliche Sonneneinstrahlung in höheren Breiten der Motor des natürlichen Klimawandels ist und mit den Klimaschwankungen der vergangenen 650 000 Jahre korreliert. Und das IPCC stellt im Jahr 2014 fest, dass ausgerechnet diejenigen Regionen, in denen am wenigsten anthropogene Klimagase erzeugt werden und die im jeweiligen Winterhalbjahr die geringste Strahlungsmenge von der Sonne erhalten, am stärksten von einem Klimawandel durch anthropogene Klimatreiber betroffen sein werden, und zwar ebenfalls ausgehend von Temperaturproxys aus der geologischen Vergangenheit unserer Erde, die vom IPCC allerdings vordergründig mit dem CO2-Gehalt der Atmosphäre verknüpft werden.
Frage: Könnte es vielleicht sein, dass es sich bei der ominösen „Polaren Verstärkung“ des IPCC tatsächlich um die orbital verursachte Veränderung der sommerlichen Sonneneinstrahlung in höheren Breiten nach Köppen, Wegener und Milanković handelt?
Zumindest scheint beim IPCC in Abbildung SPM.3 mit den Beiträgen zur Temperaturveränderung eine gewisse Ignoranz bezüglich der Klimawirksamkeit einer schwankenden natürlichen Sonneneinstrahlung vorzuliegen. Insbesondere, wo es im IPCC AR5 (2013) in Kapitel 5 „Information from Paleoclimate Archives” auf Seite 388 ausdrücklich heißt, Zitat mit Hervorhebungen:
5.2.1.1 Orbital Forcing: The term ‘orbital forcing’ is used to denote the incoming solar radiation changes originating from variations in the Earth’s orbital parameters as well as changes in its axial tilt. Orbital forcing is well known from precise astronomical calculations for the past and future (Laskar et al., 2004). Changes in eccentricity, longitude of perihelion (related to precession) and axial tilt (obliquity) (Berger and Loutre, 1991) predominantly affect the seasonal and latitudinal distribution and magnitude of solar energy received at the top of the atmosphere (AR4, Box 6.1; Jansen et al., 2007), and the durations and intensities of local seasons. Obliquity also modulates the annual mean insolation at any given latitude, with opposite effects at high and low latitudes. Orbital forcing is considered the pacemaker of transitions between glacials and interglacials (high confidence), although there is still no consensus on exactly how the different physical processes influenced by insolation changes interact to influence ice sheet volume (Box 5.2; Section 5.3.2). The different orbital configurations make each glacial and interglacial period unique (Yin and Berger, 2010; Tzedakis et al., 2012a). Multi-millennial trends of temperature, Arctic sea ice and glaciers during the current interglacial period, and specifically the last 2000 years, have been related to orbital forcing (Section 5.5).”
Anmerkung: Die Literaturzitate des IPCC im Kapitel „5.2.1.1 Orbital Forcing“ enthalten keinen Hinweis auf die originäre und bahnbrechende Arbeit von Köppen und Wegener (1924) zu diesem Thema. Kann das vielleicht an deren eindeutiger Aussage zu Arrhenius liegen, der ja heute als einer der „Väter“ eines „natürlichen“ atmosphärischen Treibhauseffektes gefeiert wird?
Am Ende ist also eigentlich alles ganz einfach. Ein Entscheidungsträger kann darauf verzichten, den gesamten IPCC AR5-Bericht durchzulesen und sich in einer speziellen Zusammenfassung des IPCC für Entscheidungsträger umfänglich informieren. Wenn man in diesem IPCC-Bericht vielleicht irgendetwas doch nicht verstehen sollte und dort auch keine ausreichenden Bezüge hergestellt werden, beginnt man eine entsprechende Internetrecherche. Und wenn man dann ein zufällig gefundenes Schlüsselwort ins Englische übersetzt, kann man im englischsprachigen Wikipedia wiederum einen Hinweis zum IPCC finden. Diesem Hinweis folgt man über verschiedene singuläre PDF-Kapitel des ausführlichen IPCC-AR5-Berichtes, lässt sich durch massive Verweise auf einen „natürlichen“ CO2-Klimaantrieb nicht irritieren und landet am Ende tatsächlich bei der Aussage des IPCC, dass die natürlichen Übergänge zwischen Warm- und Kaltzeiten durch die zyklischen Veränderungen der Erdumlaufbahn (Milanković -Zyklen) verursacht werden.
Fazit: Die Menschheit lebt seit dem Ende der letzten Eiszeit in einem warmen Interglazial. Das bedeutet aber, dass diejenigen klimawirksamen Kräfte, die den Unterschied zwischen einer solchen klimatisch vorteilhaften Periode und einem Eiszeitalter mit wesentlich niedrigeren Durchschnittstemperaturen ausmachen, aktuell immer noch wirksam sein müssen. Eine Darstellung der möglichen Einflussfaktoren auf das globale Klima für den Zeitraum 1951-2010, wie sie das IPCC in seiner AR5-Zusammenfassung für Entscheidungsträger (2014) vorlegt, greift also viel zu kurz. Das sogenannte „orbitale Klimaforcing“ ist vielmehr der wirkliche Schlüssel zum Klimageschehen in unserer aktuellen Warmzeit und verdient daher unsere volle Aufmerksamkeit.
IPCC Copyright mit Hervorhebungen: “Reproduction of limited number of figures or short excerpts of IPCC material is authorized free of charge and without formal written permission provided that the original source is properly acknowledged, with mention of the complete name of the report, the publisher and the numbering of the page(s) or the figure(s). Permission can only be granted to use the material exactly as it is in the report. Please be aware that figures cannot be altered in any way, including the full legend. For media use it is sufficient to cite the source while using the original graphic or figure. In line with established Internet usage, any external website may provide a hyperlink to the IPCC website or to any of its pages without requesting permission.”




Die elemen­taren physika­lischen Fehler, welche zur Globale-Erwärmungs-Angst führten

Der Richter: Richter William Haskell Alsup, welcher den Vorsitz führen wird in der Causa „People of California“ vs. British Petroleum plc et al. darf man nicht unterschätzen. Er darf als leitendes Mitglied des Northern California Bench (was er seit fast zwei Jahrzehnten war) die Fälle aussuchen, die für ihn am interessantesten aussehen. Er ist kein gewöhnlicher Jurist mit Pudding-Gesicht. Bevor er sich der Jura zuwandte (wo er der Bürgerrechtsbewegung helfen wollte) legte er einen B.S. [Bachelor of Science] im Ingenieurswesen an der Mississippi State University ab.

Spielt nicht mit mir: Richter Alsup hebt ein Traktat seines Mentors hervor, dem Obersten Gerichtshof, an dem er einst als Gerichtsdiener arbeitete.


Vor sechs Jahren stritten sich die beiden Silicon-Valley-Riesen Oracle und Google in einer erbitterten Anhörung über neun Zeilen in einem Computer-Code, von dem Oracle sagte, dass Google diesen Code von Oracle gestohlen hat. Zur Vorbereitung hat Oracle 15 Millionen Zeilen des Android-Code getestet und herausgefunden, dass gerade mal neun Linien – eine Subroutine mit der Bezeichnung rangeCheck – Zeile für Zeile kopiert worden ist. Oracles Klage lautete, dass diese neun Zeilen des Codes ein entscheidendes Element im System waren, obwohl sie gerade mal 0,00006% der gesamten Android-Software ausmachten. Richter Alsup hat ihnen dieses Argument nicht abgenommen.

Um große Männer ranken sich Gerüchte. Hinter vorgehaltener Hand sagen Personen über Richter Alsup, dass er sich selbst die Programmiersprache Java beigebracht habe, so dass er in der Causa rangeCheck entscheidungsfähig war. Tatsächlich ist er mit Java nicht vertraut, aber er schreibt Computer-Programme mittels qBasic, welche normalerweise mit MS-DOS einhergeht. …

Damit ist er ein technisch erfahrener Richter – eine sehr seltene Kombination. Und er hat – was lobenswert, aber ebenfalls sehr selten ist – sich die Mühe gemacht und beiden Seiten neun wissenschaftliche Fragen zum Thema Klimawandel gestellt, was er als „Lehrstunde“ zum Thema verstanden wissen wollte.

Nachdem ich von diesem Verfahren sowie von Bill Alsups Rolle dabei gehört hatte, fragte ich mich, welche Argumentationskette einen wissenschaftlich gebildeten Richter davon überzeugen könnte, dass die Kläger, also zwei kalifornische Städte, die von den fünf weltgrößten Ölgesellschaften Geld haben wollen, um sich an den steigenden Meeresspiegel anzupassen, keinen Grund für einen Alarm bzgl. einer vom Menschen verursachten globalen Erwärmung haben.

Richter Alsup könnte die Klage der beiden Städte verwerfen unter der Voraussetzung, dass die Beklagten in der Lage sind, definitiv klarzumachen, dass Befürchtungen bzgl. einer globalen Erwärmung drastisch übertrieben worden sind.

Dazu zwei Vorschläge: Falls die folgenden zwei Vorschläge befolgt werden, könnte Richter Alsup entscheiden – und jeder außer ein paar Irredentisten* würden überzeugt werden und dem zustimmen – dass globale Erwärmung kein Problem war und dass die Angstmache vorbei ist.

[*Falls jemand – wie ich selbst – nicht weiß, was Irredentismus ist, steht hier bei Wikipedia etwas dazu. Anm. d. Übers.]

1. Man kann beweisen, dass ein elementarer physikalischer Fehler die einzige Ursache des Alarms um die globale Erwärmung ist – elementar deshalb, weil anderenfalls Nicht-Klimatologen es nicht begreifen würden.

2. Man kann mit Bezug auf diesen elementaren Fehler beweisen, dass die gegenwärtigen mittelfristigen Schätzungen der Gleichgewichts-Sensitivität bzgl. anthropogener Aktivitäten mindestens zweimal das sind, was es sein sollte.

Regelmäßig hier Lesende werden wissen, dass ich hier im vorigen Jahr seltener Beiträge gepostet habe. Grund hierfür ist, dass ich die Ehre hatte, ein Team von bedeutenden klimatologischen Forschern zu leiten, die im Stillen, aber sehr fleißig untersuchten, wie viel globale Erwärmung wir verursachen könnten. Bekannt ist dies als die „Gleichgewichts-Sensitivitäts“-Frage.

Wir können jetzt beide oben angesprochenen Punkte beweisen, und wir haben ausführlicher als gewöhnlich mittels multipler empirischer Verfahren gestützt, was wir zuvor mit einem theoretischen Verfahren gezeigt hatten. Alle sechs Verfahren kommen zur gleichen Abschätzung.

Drei Tage, bevor Richter Alsup seine Fragen zur Klimawissenschaft bekannt gegeben hat, hatte mein Team eine Studie mit unseren Ergebnissen einem führenden klimatologischen Journal zugeleitet (die Konvention verpflichtet mich, nicht vor der Veröffentlichung zu sagen, welches Journal das ist).

Frage des Richters:

Als mir die achte Frage des Richters vor Augen kam, die da lautet: „welches sind die Haupt-Wärmequellen, welche für den Temperaturanstieg auf der Erde verantwortlich sind?“, kontaktierte ich meine acht Ko-Autoren. Diese stimmten allesamt zu, eine amicus curiae oder „friend-of-the-court”-Antwort einzureichen.

Unsere Antwort:

Unsere amicus-Antwort, für uns übergeben von einem guten Freund des so wertvollen Heartland Institutes, schließt mit der ehrerbietigen Empfehlung, dass das Gericht die Klage abweisen sollte und dass es auch die Ölunternehmen dazu verurteilen sollte, ihre eigenen Kosten zu benennen, weil ihre öffentlichen me too-Statements mit der Aussage, dass globale Erwärmung ein „Problem“ ist, welchem man entgegen treten muss, auf genau dem gleichen elementaren Fehler beruhen wie die Klage der Kläger.

Tatsächlich haben die Ölgesellschaften zu juristischen Verfahren wie diesem eingeladen um zu klären, weshalb sie für die Kosten ihrer Sünden übernehmen sollten in Übereinstimmung mit dem historischen Prinzip volenti non fit injuria – falls sie ihre Haut zeigen und jemanden dazu auffordern, sie zu schlagen, soll man sich nicht beklagen, falls sie von jemandem getroffen wird.

Der Richter hat das Recht, die Antwort anzunehmen oder zurückzuweisen. Darum fügten wir unserer Antwort den üblichen kurzen Antrag an das Gericht bei, es zur Veröffentlichung anzunehmen. Da die Regeln des Gerichts verlangen, die Antwort als einen Anhang an dem Antrag bekannt zu machen, ist die Antwort in jedem Falle Teil der Gerichtspapiere. Sie wurde allen Parteien zugestellt und ist jetzt von der Öffentlichkeit einsehbar bei PACER, der Datenbasis für die Öffentlichkeit.

Darum kann ich jetzt endlich enthüllen, was wir entdeckt haben. Es gibt in der Tat einen elementaren physikalischen Fehler im Zentrum der Berechnungen der Gleichgewichts-Sensitivität seitens der Modelle. Nach der Korrektur dieses Fehlers und unter der großzügigen Annahme, dass die offizielle Klimatologie keinen anderen Fehler begangen hat außer dem, den wir entdeckt haben, wird die globale Erwärmung nicht 3,3 ± 1,2 K betragen, sondern lediglich 1,2 ± 0,15K. Und das können wir beweisen.

Der Beweis:

Diesen Beweis möchte ich jetzt umreißen. Beginnen wir mit dem Abstract der zugrunde liegenden Studie. Sie besteht aus lediglich [im englischen Original] 70 Wörtern, weil der Fehler wirklich erstaunlich elementar ist (obwohl ich etwa ein Dutzend Jahre gebraucht habe, um ihn dingfest zu machen):

Abstract: In einem dynamischen System induziert selbst ein nicht verstärktes Eingangssignal eine Reaktion auf jedwede Rückkopplung. Bislang jedoch wurde die große Rückkopplungs-Reaktion auf die Emissions-Temperatur fälschlich der Erwärmung durch die natürlich auftretenden, nicht kondensierten Treibhausgase zugeordnet. Nach der Korrektur konnte gezeigt werden, dass der theoretisch abgeleitete vorindustrielle Rückkopplungs-Anteil mit dem empirisch abgeleiteten Wert aus der industriellen Ära zusammenhängt, und zwar um eine Größenordnung unter den vorherigen Schätzungen, was die Reduktion der projizierten Charney-Sensitivität von 3,3 ± 1,2 K auf 1,2 ± 1,5 K erfordert.

Gleichungen: um das Folgende nachvollziehen zu können, brauchen wir drei Gleichungen:

Die Null-Dimensions-Modellgleichung (1) besagt, dass die Gleichgewichts-Sensitivität oder finale Erwärmung ΔTeq das Verhältnis ist der Referenz-Sensitivität oder der initialen Erwärmung ΔTref zu (1 – f ) ist, wobei f der Rückkopplungs-Anteil ist, d. h. der Anteil von ΔTeq,welcher von der Rückkopplungs-Reaktion von ΔT(ref) auf ΔTref repräsentiert wird. Der gesamten Differenz zwischen Referenz und Gleichgewichts-Sensitivität wird durch die Rückkopplungs-Reaktion ΔT(ref) Rechnung getragen (der eingeklammerte Term zeigt eine Rückkopplungs-Reaktion).

ΔTeq = ΔTref / (1 – f ). (1)

Das null-dimensionale Modell findet in den Allgemeinen Zirkulations-Modellen keine explizite Anwendung. Allerdings ist es der einfachste Ausdruck für die Differenz zwischen Gleichgewichts-Sensitivität vor Berücksichtigung der Rückkopplung sowie der Gleichgewichts-Sensitivität nach Berücksichtigung der Rückkopplungen. Gleichung (1), eine vereinfachte Form der Rückkopplungs-Verstärkungs-Gleichung, welche ihren Ursprung in der elektronischen Netzwerk-Analyse hat, kann allgemein angewendet werden, wenn man die Rückkopplungs-Reaktionen in allen dynamischen Systemen ableitet, welche Rückkopplungen enthalten. Die Modelle müssen dies notwendigerweise reflektieren.

Gleichung (1) wird diagnostisch angewendet, und nicht nur zur Ableitung der Gleichgewichts-Sensitivität (d. h. der finalen Erwärmung) aus offiziellen Eingangssignalen beizutragen, sondern auch zur Ableitung derjenigen Gleichgewichts-Sensitivität, welche die Modelle prophezeien würden, falls die Eingangssignale (wie etwa der Rückkopplungs-Anteil f) variiert werden. Wir führten eine sorgfältige Kalibrierung durch, um bestätigen zu können, dass die offizielle Referenz-Sensitivität und das offizielle Intervall des Rückkopplungs-Anteils tatsächlich das offizielle Intervall der Gleichgewichts-Sensitivität zeigt, falls sie in Gleichung (1) eingehen.

Die Gleichung des Rückkopplungs-Anteils (2): Falls die Referenz-Sensitivität ΔTref und die Gleichgewichts-Sensitivität ΔTeq spezifiziert werden, ergibt sich der Rückkopplungs-Anteil f durch die Formulierung von Gleichung (1) als Gleichung (2):

f = 1 – ΔTref / ΔTeq. (2)

Die Gleichung der Referenz-Sensitivität (3): Die Referenz-Sensitivität ΔTref ist das Produkt eines Strahlungsantriebs ΔQ0 in W/m² und des Planck’schen Referenz-Sensitivitäts-Parameters λ0 in K/W/m².

ΔTref = λ0 ΔQ0. (3)

Der Planck’sche Parameter λ0 wird gegenwärtig mit etwa 0,3125 oder 3,2–1 K W–1 m2 geschätzt (Soden & Held 2006; Bony 2006, Appendix A; IPCC 2007, p. 631 fn.). Der CO2-Strahlungsantrieb ΔQ0 beträgt 3,5 W/m² (Andrews 2012). Damit ergibt sich aus Gleichung (3) eine Referenz-Sensitivität ΔTref bei einer Verdoppelung der CO2-Konzentration von etwa 1,1 K.

Der „natürliche Treibhauseffekt“ beträgt nicht 32 K: Von der Differenz von 32 K zwischen der natürlichen Temperatur TN (= 287.6 K) im Jahre 1850 und der Emissionstemperatur TE (= 255.4 K) ohne Treibhausgase oder Temperatur-Rückkopplungen stellte man sich bislang vor, dass sie eine Grunderwärmung ΔTB von 8 K (25%) umfasst, direkt getrieben durch natürlich vorkommende, nicht kondensierende Treibhausgase sowie eine Rückkopplungs-Reaktion von 24 K (75%) ΔT(B) to ΔTB, was einem vorindustriellen Rückkopplungs-Anteil von f ≈ 24 / 32 = 0.75 (Lacis et al., 2010) entspricht.

Ähnlich ist es bei der mittelfristigen Referenz-Sensitivität der CMIP 3/5-Modelle ΔTS (= 3.5 x 0.3125 = 1.1 K) und der Charney-Sensitivität ΔT (= 3.3 K). Dabei ist die Charney-Sensitivität die Gleichgewichts-Sensitivität bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes. Hier wird ein Rückkopplungs-Anteil von f = 1 – 1.1 / 3.3 = 0.67 (Gleichung 2) in der industriellen Ära impliziert.

Der Fehler: Klimatologen haben jedoch den schweren Fehler begangen, nicht zu erkennen, dass die Emissionstemperatur TE (= 255 K) selbst eine substantielle Rückkopplung induziert. Um diesen seit Langem bestehenden Fehler zu korrigieren, haben wir konkretisierend angenommen, dass die Rückkopplungs-Anteile f als Reaktion auf TE und ΔTB identisch seien. Dann haben wir f abgeleitet, indem wir die Delta-Werte ΔTref, ΔTeq in Gleichung 2 einfach ersetzt haben durch die zugrunde liegenden gesamten Quantitäten Tref, Teq, wobei wir Tref = TE + ΔTB und Teq = TN (Eq. 4) setzen:

f = 1 –Tref / Teq = 1 – (TE + ΔTB) / TN

= 1 – (255.4 + 8) / 287.6 = 0.08. (4)

Man vergleiche diesen wahren vorindustriellen Wert f = 0,08 mit der gegenwärtigen mittelfristigen Schätzung von f = 1 – 1.1 / 3.3 = 0.67 (Gleichung 2) seitens der CMIP5-Modelle und mit dem Wert f = 0,75, wie er von Lacis et al. (2010) nicht nur auf den „gesamten natürlichen Treibhauseffekt“ von 32 K, sondern auch auf das „gegenwärtige Klima“ angewendet worden ist.

Verifikation: Wir haben uns sehr viel Arbeit gemacht, um mit multiplen empirischen Verfahren das durch das theoretische Verfahren in Gleichung 4 abgeleitete Ergebnis zu verifizieren.

Test 1: Das best estimate des IPCC (IPCC 2013, Abb. SPM.5) lautet, dass etwa 2,29 W/m² des gesamten anthropogenen Antriebs während der industriellen Ära bis 2011 auftraten. Das Produkt dieses Wertes und dem Planck-Parameter ist die Referenz-Erwärmung von 0,72 K (Gleichung 3).

Jedoch wurde eine Erwärmung von 0,76 K beobachtet (als linearer Trend der monatlichen globalen mittleren Temperaturanomalien nach HadCRUT4 von 1850 bis 2011).

Daher ist der Rückkopplungs-Anteil f gleich 1 – 0.72 / 0.76. oder 0.05 (Gleichung 2). Das liegt nahe dem vorindustriellen Wert f = 0,08, jedoch um eine Größenordnung (d. h. um das Zehnfache) unter dem Modellwert von 0,67 oder dem Wert von Lacis 0,75.

Es gibt kaum eine Änderung, dass einige Rückkopplungen nicht in vollem Umfang aktiv waren. Die vom IPCC für die Ableitung der Gleichgewichts-Sensitivität als relevant gelisteten Rückkopplungen (2013, S. 818, Tabelle 9.5) werden vom IPCC (2013, S. 128, Abb. 1.29) mit folgender Dauer beschrieben: Wasserdampf- und Temperaturgefälle-Rückkopplung [lapse-rate feedback] mit Stunden, Wolken-Rückkopplungen mit Tagen und Oberflächen-Albedo-Rückkopplung mit Jahren.

Die neue Charney-Sensitivität: Die Charney-Sensitivität beträgt folglich nicht 1.1 / (1 – 0.67) = 3.3 K (Gleichung 1), wie es sich die CMIP5-Modelle ihrer mittelfristigen Schätzung nach vorgestellt haben (Andrews 2012). Stattdessen, egal ob f = 0,05 oder 0,08 ist, die Charney-Sensitivität ΔTeq = 1.1 / (1 – f ) beträgt 1,2 K (Gleichung 2). Dieser neue Wert [headline value] ist viel zu klein, um sich darüber Sorgen machen zu müssen.

Test 2: Wir stellten Mainstream-Schätzungen des gesamt-anthropogenen Antriebs über zehn verschiedene Zeiträume in der industriellen Ära zusammen und konvertierten jede einzelne davon mittels Gleichung 3 zu der Referenz-Sensitivität. Danach berechneten wir den Rückkopplungs-Anteil f für jeden Zeitraum mittels Gleichung 2.

Das Mittel der zehn Werte von f betrug 0,12, das ist um Einiges höher als der Wert von 0,05 auf der Grundlage der mittelfristigen IPCC-Schätzung von 2,29 W/m² des gesamt-anthropogenen Antriebs in der industriellen Ära. Die Differenz kam zustande durch drei Ausreißer [high-end outliers] in unserer Tabelle der zehn Ergebnisse. Wie auch immer dem sei, die Charney-Sensitivtät für f beträgt lediglich 1,25 K.

Test 3: Wir untersuchten, wie stark die Erwärmung seit 1950 war, als dem IPCC zufolge unser Einfluss auf das Klima erkennbar war. Die mittelfristige Vorhersage der Charney-Sensitivität seitens der CMIP5-Modelle bei 3,3 K ist gleich der ursprünglichen mittelfristigen Vorhersage der globalen Erwärmung im 21. Jahrhundert in IPCC 1990, S. xiv). Dort wird eine Erwärmung von 1,8 K vorhergesagt, verglichen mit der vorindustriellen Ära (äquivalent mit 1,35 K Erwärmung im Vergleich zu 1990) für den 40-jährigen Zeitraum von 1990 bis 2030. Dies ergibt eine Erwärmungsrate von 1,35 / (40 / 100) = 3,3 K pro Jahrhundert..

Diese Kongruenz der Werte erlaubt es uns, die aus f (0,05; 0,12) in Gleichung 4 abgeleitete Charney-Sensitivität zu vergleichen mit dem linearen Regressionstrend kleinster Quadrate in den monatlichen globalen mittleren Temperaturanomalien nach HadCRUT4, und zwar während der 68 Jahre von 1950 bis 2017. Die Jahrhundert-äquivalente Erwärmung betrug 1,2 K pro Jahrhundert:

Die Jahrhundert-äquivalente Erwärmungsrate von 1950 bis 2017 betrug 1,2 K pro Jahrhundert

Test 4: Wir verifizierten, dass die Jahrhundert-äquivalente Erwärmungsrate während der ersten 17 Jahre des 21. Jahrhunderts (ein Sechstel des Jahrhunderts) nicht signifikant größer war als die Rate seit 1950. Wir mittelten die monatlichen globalen mittleren Temperaturanomalien an der Oberfläche und in der untere Troposphäre aus den HadCRUT4 und UAH-Satelliten-Datensätzen und leiteten den linearen Regressionstrend kleinster Quadrate ab (die blaue Linie in der nachfolgenden Graphik).

Die Satellitendaten wurden mit übernommen, weil sie einen 8 km hohen Teil der Atmosphäre unmittelbar über der Oberfläche erfassen, und außerdem ist die räumliche Abdeckung größer als die der terrestrischen Messungen. Es ergab sich ein Trend von 0,22 K, äquivalent mit 1,3 K pro Jahrhundert:

Test 5: Um zu bestätigen, dass wir die Rückkopplungs-Theorie richtig verstanden haben, hörte einer meiner herausragenden Ko-Autoren, ein praktischer Elektronik-Ingenieur, von unseren Ergebnissen und konstruierte einen Aufbau, mit dem wir in der Lage waren, das Eingangssignal (d. h. die Emissionstemperatur TE) zu spezifizieren als ein Potential, ebenso wie den direct-gain-Faktor μ unter Beachtung der direkten natürlichen oder anthropogenen Antriebe sowie des Rückkopplungs-Anteils β (wir nutzen die präzisere Form von Gleichung 1, was bei einer elektronischen Netzwerk-Analyse normal ist). Dann war es eine ziemlich einfache Angelegenheit, das Ausgangssignal direkt zu messen (d. h. die Gleichgewichts-Sensitivität ΔTeq).

Das entscheidendste aller Experimente, welche wir mit diesem Aufbau durchführten war es, μ einheitlich zu setzen, was überhaupt keinen Treibhaus-Antrieb impliziert. Wir setzten den Rückkopplungs-Anteil β auf einen Wert ungleich Null und verifizierten dann, dass das Ausgangssignal um das erwartete Ausmaß über das Eingangssignal hinausging. Darüber waren wir in keiner Weise überrascht. Dieses Experiment bewies, dass die Emissionstemperatur allein eine Rückkopplungs-Reaktion induzierte, welche die Klimatologie bislang völlig übersehen hatte.

Das war der elementare Fehler der Klimatologen, den diese ein halbes Jahrhundert lang begingen und der seine verheerenden Auswirkungen hatte. Man betrachte noch einmal Abbildung 1. Das Eingangssignal fehlt vollständig. Obwohl es akzeptabel ist, mittels Gleichung 1 die Gleichgewichts-Sensitivitäten aus den Referenz-Sensitivitäten abzuleiten, war es der Fehler der Modellierer anzunehmen, wie es auch auch Lacis et al. 2010 und viele andere angenommen haben, dass die gesamte Differenz von 32 K zwischen der natürlichen Temperatur TN im Jahre 1850 und der Emissions-Temperatur TE dem natürlichen Treibhauseffekt zugeschrieben worden war unter Einbeziehung einer direkten Treibhaus-Erwärmung ΔTB = 8 K und einer sehr hohen Rückkopplungs-Reaktion ΔT(B) = 24 K auf ΔTB.

In Wirklichkeit jedoch – und das ist der entscheidende Punkt – induziert die Emissions-Temperatur TE (= 255 K) selbst beim Fehlen jedweder Treibhausgase eine starke Rückkopplungs-Reaktion ΔTE. Diese Rückkopplungs-Reaktion auf das Eingangssignal ist bei einer elektronischen Netzwerk-Analyse völlig unstrittig ebenso wie in der Regelungs-Technik allgemein. In der Klimatologie haben wir jedoch keinerlei Hinweise darauf gefunden, dass sie existiert.

Genau wie Lacis (2010) haben die Modellierer angenommen, dass der Rückkopplungs-Anteil der industriellen Ära in jeder Einzelheit genauso hoch sein muss wie der vorindustrielle Rückkopplungs-Anteil, den sie fälschlich aufgebläht haben mittels Hinzufügung der großen, von der Emissionstemperatur induzierten Rückkopplungs-Reaktion zu der geringen, von der Präsenz natürlicher Treibhausgase induzierten Rückkopplungs-Reaktion.

Es war diese Hypothese, welche die Modellierer dazu gebracht hat anzunehmen, dass es irgendwelche sehr stark positive Rückkopplungen geben muss, unter denen die größte die Wasserdampf-Rückkopplung ist. Obwohl jedoch die Clausius-Clapeyron’sche Gleichung zeigt, dass der von der Atmosphäre eingenommene Raum bei Erwärmung nahezu exponentiell mehr Wasserdampf aufnehmen kann, ist damit jedoch nicht gesagt, dass sie das muss.

Nehmen wir einmal an, es gäbe tatsächlich eine so große Wasserdampf-Rückkopplung wie die Modelle annehmen. (Diese haben eine sehr große Rückkopplung nur deswegen angenommen, weil sie versucht haben zu erklären, dass der hohe, aber fiktive Rückkopplungs-Anteil ihrer irrigen Annahme einer Emissionstemperatur von 255 K überhaupt keine Rückkopplungs-Reaktion induziert, während die nächsten 8 K Erwärmung auf magische Weise eine Rückkopplungs-Reaktion von 24 K induzieren). In diesem Falle verlangt die atmosphärische Dynamik, dass es einen tropischen mitteltroposphärischen „Hot Spot“ geben muss (ich hatte die Ehre, diese Bezeichnung einzuführen), in welchem die Erwärmungsrate zwei- bis dreimal so hoch sein sollte wie an der tropischen Erdoberfläche. Allerdings wird dieser „Hot Spot“ in der realen Welt nicht gefunden (siehe unten), außer in einem verdächtigen Datensatz, den Dr. Fred Singer vor einigen Jahren eingehend überprüft und dann nachgewiesen hatte, dass er falsch war.

Modelle prophezeien einen tropischen mitteltroposphärischen „Hot Spot“ (oben nach Santer 2003; links nach Lee et al. 2008; rechts nach Karl et al. 2006).


Dieser „Hot Spot“ ist in der gemessenen Wirklichkeit jedoch nicht aufzufinden (siehe unten). Unsere Ergebnisse zeigen den Grund dafür. Der „Hot Spot“ ist ein Artefakt des Fehlers der Modellierer, die von der Emissionstemperatur induzierte substantielle Rückkopplungs-Reaktion zu der von den natürlich auftretenden Treibhausgasen induzierten sehr geringen Rückkkopplungs-Reaktion hinzuzufügen.

Der von den Modellen prophezeite „Hot Spot“ ist in Wirklichkeit nicht existent (Karl et al. 2006)


Test 6: Sogar noch nachdem wir unseren eigenen Testaufbau konstruiert und betrieben haben, waren wir nicht zufrieden damit, dass irgendetwas anderes als ein unter rigorosen Bedingungen durchgeführter Test in einem Laboratorium der Regierung weithin akzeptiert werden würde. Soweit wir wissen ist dies das erste Mal, dass jemand versucht hat, die klimatologische Rückkopplungs-Theorie empirisch zu testen anstatt sie einfach nur zu modellieren.

Außerdem konstruierten wir auf der Grundlage unserer Ergebnisse im bisherigen Testaufbau eine ausgeklügeltere Spezifikation für einen neuen Testaufbau, zusammen mit unseren vier Testgruppen, welche 23 Sätze von drei Quantitäten umfassen – das Eingangssignal, der direct-gain-Faktor und der Rückkopplungsanteil. Mit dieser Spezifikation beauftragte ich ein Laboratorium der Regierung mit der Durchführung der Experimente.

Jedoch tauchte augenblicklich ein Problem auf – tatsächlich war es ein Problem, mit dem schon unser eigener Ingenieur gekämpft hatte. Die von der schon lange etablierten Regelungs-Theorie vorhergesagten Rückkopplungs-Reaktionen waren so gering, dass selbst die Gegenwart des Operators im gleichen Raum wie der Testaufbau dazu neigte, die Ergebnisse zu verzerren.

Außerdem arbeitete ich ein paar Monate lang mit einem geduldigen und liebenswerten Wissenschaftler des Laboratoriums zusammen. Indem ich die spezifizierten Werte des Ausgangszustandes der 23 Sätze etwas veränderte, war ich in der Lage, dem Wissenschaftler Werte präsentieren zu können, welche die Ergebnisse bis auf die geforderte Präzision genau berechnen konnte, aber ohne Einschränkung der experimentellen Integrität.

Nach angemessener Zeit ging der Bericht des Labors ein, und die Ergebnisse aller 23 Tests lagen bis auf ein Zehntel Kelvin genau bei den Werten, die wir theoretisch vorhergesagt hatten. Auch hier ergaben sich die wichtigsten Ergebnisse in der Testgruppe, in welcher der direct-gain-Faktor einheitlich gesetzt war. Damit konnten wir uns versichern, dass die Regelungs-Theorie korrekt war hinsichtlich der Prognose, dass selbst ein nicht verstärktes Eingangssignal bei Gegenwart eines Rückkopplungs-Anteils ungleich Null eine Rückkopplungs-Reaktion zeigt, welche es entweder verstärken oder es dämpfen würde.

Dann ergab sich eine andere Schwierigkeit. In meiner ursprünglichen Anfrage an das Laboratorium hatte ich nicht erwähnt, dass die Forschung irgendetwas mit Klimawandel zu tun hat, weil alles, was ich wollte war, festzustellen, ob wir die relevante Regelungs-Theorie richtig verstanden hatten.

Nach dem Bericht des Laboratoriums sandte ich demselben einen Entwurf unserer Studie, in welche dessen Ergebnisse Eingang gefunden hatten. Das Laboratorium geriet in Panik und sagte, dass wir den Bericht des Laboratoriums nicht verwenden dürfen.

Allerdings hatte ich in den Vertrag einen Terminus untergebracht, dem zufolge wir beabsichtigten, die Ergebnisse des Laboratoriums sowie eine Diskussion über dieselben in eine akademischen Studie einfließen zu lassen. Ein Kompromiss wurde erzielt, dem zufolge wir die Ergebnisse in unserer Studie nach Belieben anführen dürfen, solange wir nur weder den Namen des Laboratoriums noch den Namen des Wissenschaftlers nennen, welcher den hoch spezifizierten Testaufbau für uns konstruiert und betrieben hatte.

Das Laboratorium bestätigte freundlicherweise auch, dass wir die Ergebnisse ausgewogen in unserer Studie verwendet und daraus gerechtfertigte Schlussfolgerungen gezogen haben. Außerdem beförderte es den Wissenschaftler, der uns assistiert hatte, worüber wir uns sehr freuten. Er schrieb uns einen freundlichen Brief des Inhalts, dass er nicht zugelassen hatte und auch nie zulassen würde, dass sich die Politik in die Arbeit einmischt, welche er für uns gemacht hat.

Mit diesen Ergebnissen eines nationalen Laboratoriums (wir dürfen nicht einmal erwähnen, wo es lag) waren wir endlich zufrieden, weil wir eine hinreichend untermauerte Schlussfolgerung gezogen hatten.

Das wahre Bild: Wie sollte die Differenz von 32 K zwischen Emissions-Temperatur und natürlicher Temperatur aufgeteilt werden? Angenähert sind etwa 23,4 K dieser 32 K der Rückkopplungs-Reaktion der Emissions-Temperatur geschuldet, 8 K ist die direkt getriebene Erwärmung durch die natürlichen Treibhausgase, und lediglich 0,7 K sind die Rückkopplungs-Reaktion auf jene 8 K Erwärmung (Tafel B):

(a) Falsche Aufteilung der 32 K-Differenz zwischen natürlicher Temperatur im Jahre 1850 und Emissions-Temperatur beim Fehlen von Treibhausgasen, nach Lacis et al. 2010.

(b) Korrigierte Aufteilung der 32 K unter Berücksichtigung der Rückkopplungs-Reaktion (blau) auf die Emissions-Temperatur, die direkt getriebene Erwärmung durch die natürlich vorhandenen, nicht kondensierenden Treibhausgase (gelb) und die Rückkopplungs-Reaktion auf jene Treibhaus-Erwärmung (rot).

Nimmt man einmal die andere Sichtweise an, dann würde die Emissions-Temperatur der Erde von 255,4 K eine Rückkopplungs-Reaktion von 766,2 K induzieren, falls der Rückkopplungs-Anteil wirklich so groß wäre wie von Lacis et al. 2010 angenommen, also 0,75. Dann würden die 8 K Treibhauserwärmung eine Rückkopplungs-Reaktion von 24 K induzieren. Damit hätte die vorindustrielle oder natürliche Temperatur im Jahre 1850 255,4 + 766,2 + 8 + 24 ≈ 1054 K betragen müssen, das ist dreieinhalb mal so viel wie der wahre Wert von 287,6 K.

Wir berücksichtigten außerdem, ob Nicht-Linearitäten in individuellen Rückkopplungen unsere Ergebnisse vielleicht beeinträchtigen. Um jedoch die vom IPCC prophezeite Minimum-Charney-Sensitivität zu erhalten, müsste man den empirisch abgeleiteten Rückkopplungs-Anteil f = 0,05 der industriellen Ära mindestens mit fünf multiplizieren.

Der Grund dafür, warum selbst eine sehr große Nicht-Linearität in der Summe der Rückkopplungen und als Konsequenz davon im Rückkopplungs-Anteil kaum einen Unterschied der Gleichgewichts-Sensitivitäten bewirkt ist, dass die Kurve der Gleichgewichts-Sensitivitäten beim Vorhandensein verschiedener Rückkopplungs-Faktoren hyperbolisch verläuft (siehe unten). Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Berechnung der Sensitivität nicht wie jetzt ziemlich nahe der Singularität f = 1 durchgeführt worden ist (man beachte, dass für f > 1 in Gleichung 1 Abkühlung vorhergesagt wird). Stattdessen wird die Berechnung am linken Rand der Kurve durchgeführt, wo die Sensitivität nur sehr langsam mit f zunimmt.

Die hyperbolische Kurve der Charney-Sensitivitäten als Reaktion auf Rückkopplungs-Anteile f, welche die gegenwärtigen Vorhersagen mit dem korrigierten Ergebnis vergleicht.


Was könnte nun vor Gericht herauskommen? Was wird der Richter aus all dem machen? Meine Vermutung ist, dass er unseren gutachterlichen Bericht zulassen wird. Mit seinem Hintergrund als Ingenieur wird es nicht schwierig für ihn sein zu verstehen, wenn wir sagen, dass die Brandmarkung einer globalen Erwärmung als ,katastrophal‘ anstatt als ,moderat‘ ihren Ursprung in dem elementaren physikalischen Fehler hat, den wir entdeckt haben.

Darum hoffen wir, dass der Richter alle beteiligten Parteien zu formalen Erwiderungen auf unseren Bericht auffordert. Egal wie man es betrachtet, es erhebt sich einfach die ernste Frage, ob die globale Erwärmung überhaupt irgendeine Rolle spielt – eine Frage, die nicht nur im Zentrum des Prozesses liegt, sondern auch für zahlreiche andere Verfahren gilt, zu denen es jetzt in der Rechtsprechung allgemein kommt – und die eine sorgfältige Koordination beweist.

Die beteiligten Parteien dürften kaum in der Lage sein, unser Ergebnis einfach vom Tisch zu wischen. Um es zu widerlegen, müssten sie zeigen, dass unser vorindustrieller Rückkopplungs-Anteil f = 0,08 falsch ist, den wir theoretisch aus der Mainstream-Regelungs-Theorie abgeleitet hatten; dass unser Wert von f = 0,05 aus der industriellen Ära ebenfalls falsch ist, den wir empirisch aus der IPCC-Abschätzung des gesamt-anthropogenen Antriebs und aus HadCRUT4 abgeleitet haben; dass unsere Kampagne mit zehn empirischen Berechnungen falsch ist, aus denen sich ein Rückkopplungs-Anteil f = 0,12 ergeben hatte; dass die Rate der gemessenen Erwärmung während der letzten 68 Jahre entweder falsch oder irrelevant ist; dass die Rate der gemessenen Erwärmung in diesem Jahrhundert bis heute ebenfalls falsch oder irrelevant ist; dass die Ergebnisse unseres Testaufbaus nicht anwendbar sind; dass die Ergebnisse eines Regierungs-Laboratoriums ebenfalls nicht anwendbar sind; und – über allem –, dass es gerechtfertigt ist anzunehmen, dass die Regelungs-Theorie falsch ist und dass eine Emissionstemperatur von 255,4 K überhaupt keine Rückkopplung erzeugt, während die nächsten 8 K Erwärmung plötzlich wie von Zauberhand eine Rückkopplung von 24 K verursachen soll.

Wir glauben nicht an Zauberei.

Schlussfolgerung: Die anthropogene globale Erwärmung, die man erwarten kann, wird gering sein, allmählich erfolgen und sogar insgesamt vorteilhaft sein. Sie wird in diesem Jahrhundert nur etwa 1,2 K betragen, ebenso wie 1,2 K durch CO2-Verdoppelung. Falls es den Parteien nicht gelingt zu zeigen, dass wir falsch liegen, und falls der Richter akzeptiert, dass wir unsere Ergebnisse hier zum ersten Mal öffentlich und detailliert bewiesen haben, dann beruht die Angstmache bzgl. der globalen Erwärmung tatsächlich auf einem atemberaubenden elementaren physikalischen Fehler.

Die von Regierungen und internationalen bürokratischen Institutionen viel zu schnell übernommene alarmistische Position hat zur ungeheuerlichsten Fehlleitung von Ressourcen in der Geschichte geführt.

Meine Damen und Herren, wir fordern ein Ende eines 50 Jahre alten Betrugs, in welchem eine kleine Zahl korrupter und politisierter Wissenschaftler, bezahlt von wissenschaftlich ahnungslosen Regierungen, die wiederum von fragwürdigen Lobbygruppen in Panik versetzt worden sind; Lobbygruppen, finanziert von zweifelhaften Milliardären und auswärtigen Regierungen, die Interesse am Niedergang des Westens haben und begleitet von plumpen und zunehmend totalitären Medien – all diese haben konspiriert, um eine einzelne Lüge voranzutreiben: das die Wissenschaft settled sei.

Nun, das ist sie nicht.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/03/19/global-warming-on-trial-and-the-elementary-error-of-physics-that-caused-the-global-warming-scare/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag ging einige Mal bis an die Grenzen des Verständnisses des Übersetzers. Außerdem geht aus den Schlussabsätzen hervor, dass Lord Monckton von einer Erwärmung durch CO2 ausgeht, wenn auch von einer geringen. Oder habe ich das falsch verstanden? – C. F.




Interview mit Patrick Moore – Teil 3: Energie und Gesellschaft

Grégoire Canlorbe: Nach den Worten des Ökonomie-Historikers E. A. Wrigley hat die Industrielle Revolution, zu der es auf der Grundlage fossiler Treibstoffe gekommen war, die Entstehung einer „Welt erlaubt, welche nicht mehr dem Rhythmus von Sonne und Jahreszeiten folgt; eine Welt, in welcher das Schicksal der Menschheit zum großen Teil davon abhängt, wie sie selbst die Wirtschaft lenkt und sie nicht von den Launen von Wetter und Ernte lenken lässt; eine Welt, in der Armut in den Stand einer Option geraten ist anstatt notwendige Grenzen menschlicher Produktivität zu reflektieren“. Der Ökonom Deepak Lal, Spezialist für vergleichende Studien von Zivilisationen, hat dies „promethisches Wachstum“ genannt als Gegensatz zum „Smith’schen Wachstum“, welches darauf aufbaut, wie stark das Ausmaß von Arbeitsteilung zunimmt.

Würden Sie so weit gehen, dass wenn man den Horizont des Ökologismus verteidigt, dies genau zu einem traditionellen Wachstum nach Smith zurückführt auf der Grundlage der Arbeitsteilung und einher gehend mit einer Ökonomie organischen Typs (also eine Landwirtschafts-Ökonomie), begrenzt durch das verfügbare urbare Land und gestützt durch Geburtenkontrolle?

Patrick Moore: Das sind sehr gute Fragen. Nun, einer der Widersprüche der grünen Umweltbewegung besteht darin, dass sie all diese moderne Technik von Internet und sozialen Medien benutzen und dass sie dafür die Energie verbrauchen, die jeden Tag ihres Lebens aus fossilen Treibstoffen erzeugt worden ist. Sei es, Energie zur Herstellung des Fahrrades, das sie benutzen oder sei es der Bildschirm, auf den sie starren. Sie nutzen all diese Früchte der modernen Zivilisation, während sie gleichzeitig genau diese moderne Zivilisation verdammen. Das werde ich nie verstehen. Ich meine, es ist doch völlig sinnfrei, und eine Art und Weise, dies zum Ausdruck zu bringen ist, dass man Scheinheiligkeit als Zivilverbrechen einstuft. Falls man dann nachweisen kann, dass man sehr häufig genau das macht, gegen das man kämpft, könnte man sich schuldig machen, und es muss einem verboten werden, das weiter zu tun.

Beispiel: Falls Sie an einer Tankstelle Ihr Auto betanken, sollten Sie vielleicht zuerst eine Frage beantworten: „Unterstützen Sie die Raffinerien und Pipelines und Ölfelder, welche diesen Treibstoff zu dieser Tankstelle bringen mit Rohrleitungen, Tankwagen und so weiter?“ Falls Sie antworten „Nein, ich bin gegen die Pipeline, ich bin gegen das Bohren“, dann sollte man Sie von der Tankstelle verweisen und eventuell Ihr Auto konfiszieren und es jemandem geben, der Benzin darin haben möchte. Für mich ist das eine hochgradig unehrliche Lage, dass wir es mit einer Bewegung zu tun haben, die behauptet, rechtschaffen zu sein und gleichzeitig heuchlerischer ist als man sich überhaupt vorstellen kann, ihr Leben in der Praxis so zu leben, wie sie es tun. Sie erinnern sich an die Pariser IPCC-Konferenz – wo fand sie statt? Direkt neben dem größten Privatflughafen der Welt, so dass alle Leute und deren Jets zu dieser Konferenz kommen konnten. Wie kann man das rechtfertigen? Warum sollten die Menschen jemandem zuhören, der sagt „Der Ölverbrauch muss gestoppt werden!“, und der dann mit seinem Privatjet zu einer Konferenz fliegt, welche sich gegen den Verbrauch von Öl richtet? Das scheint mir ziemlich offensichtlich.

Geht man zurück zum malthusianischen Denken, prophezeite Malthus natürlich, dass es zu Massen-Hungersnöten schon vor Jahrhunderten gekommen wäre, weil seiner Ansicht nach die Erzeugung von Nahrungsmitteln linear ist, während das Bevölkerungswachstum exponentiell ist. Nun, die Wahrheit ist, dass dies inzwischen genau umgekehrt ist. Die Bevölkerung wächst nicht mehr exponentiell; tatsächlich schwächt es sich hinsichtlich einer Exponentialkurve ab. Während die Erzeugung von Nahrungsmitteln exponentiell geworden ist hinsichtlich der Fähigkeit, die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren – und genau das sehen wir ja mit unserem Wissen über Genetik und vielleicht noch ein wenig Erwärmung sowie mit viel mehr CO2 in der Atmosphäre – wird die Landwirtschaft auch ohne Schwierigkeit zehn Milliarden Menschen ernähren können.

Gerade heute Vormittag habe ich gelesen, was Richard Lindzen gesagt hat, dass nämlich die Temperatur während der letzten 150 Jahre um etwa 1°C gestiegen ist. Während dieser Zeit hat sich jeder einzelne Aspekt des menschlichen Wohlergehens verbessert, einschließlich Umweltqualität, vor allem in wohlhabenden Ländern, wo wir es uns die Technologie leisten können, die Luft in den Schloten der Kohlekraftwerke oder die Abgase unserer Autos zu reinigen. Was heutzutage aus dem Auspuff eines Autos herauskommt, ist fast durchweg nur Wasser und Kohlendioxid, und beides ist für das Leben unabdingbar. Was ich also sagen will, obwohl die meisten Leute dabei nach Luft schnappen – Tatsache ist, dass fossile Treibstoffe, Kohle, Petroleum, Erdgas zu 100% organisch sind – in der wissenschaftlichen Bedeutung von organisch. Organische Chemie ist die Chemie vom Kohlenstoff, mit anderen Worten, die Chemie des Lebens, und alle fossilen Treibstoffe stammen von Lebewesen, also sind sie zu 100% organisch. Sie sind zu 100% aus Sonnenenergie entstanden. Das war die einzige Energiequelle dafür.

Kohlendioxid und Wasser und Photosynthese sowie die vielen anderen Mineralien, die das Leben auf unserer Erde formen, lassen aus Chlorophyll im Sonnenlicht Zucker entstehen und damit die Basis aller Energie für das Leben auf der Erde. Das ist das Faktum: CO2 ist kein Verschmutzer! Das ist die Ur-Grundlage des Problems, dass man Kohlendioxid als Verschmutzer brandmarkt, als gefährlich für die Zukunft, obwohl es doch die Grundlage des Lebens selbst ist. Das Wichtigste, was also derzeit geschehen muss ist, auf globaler Basis diese Hysterie über CO2 und Klimawandel zu stoppen. Die USA müssen ihr endangerment finding der EPA verwerfen, in welchem CO2 ganz offiziell als „Verschmutzung“ gelistet ist, obwohl es in Wirklichkeit Pflanzendünger ist. Das ist es, was man der Welt klar machen muss.

Ich tue nicht so, als ob ich die Zukunft der menschlichen Zivilisation vorhersagen kann. Ich meine, es gab Katastrophen in der gesamten Historie, es gab und gibt Kriege, Krankheiten, Pestilenz und viele, viele schreckliche Dinge im Verlauf der menschlichen Zivilisation. Klimawandel gehört nicht dazu, aber zu anderen weiteren könnte es in einigen Gebieten kommen. Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, dass über zehn mal mehr Menschen in dieser Welt durch Kälte als durch Wärme sterben. Über zehn mal mehr. Sollte einen nicht schon diese eine Tatsache denken lassen, dass es vielleicht doch etwas wärmer sein sollte? Dann würden weniger Menschen durch Kälte sterben. Das ist doch nur zu offensichtlich.

Die meisten Menschen verstehen nicht einmal, dass wir Menschen eine tropische Spezies sind. Wir entwickelten uns am Äquator in einem warmen Klima. Daher kamen wir, daran haben wir uns angepasst. Darum heizen wir unsere Wohnungen in Frankreich und Kanada. Weil es draußen für uns zu kalt ist, würden wir sonst sterben. Nur mittels Feuer, Kleidung und Schutz in Wohnungen können Menschen außerhalb der Tropen leben. Wie viele Menschen wissen eigentlich, dass man bei +18°C im Schatten an Unterkühlung sterben würde, falls man nackt dort liegen würde?

Darum brauchen wir Wärme so dringend. Wir sind keine Kälte-resistente Spezies; wir haben kein Fettpolster und kein Fell, um uns vor der Kälte zu isolieren, wie es bei Seehunden oder Eisbären der Fall ist. Wenn doch die Menschen endlich aufhören würden, diesen Gedanken so grotesk zu übertreiben, dass es auf der Erde zu warm wird. Vor Millionen Jahren gab es weder am Nord- noch am Südpol Eis. Es gab kein Eis. Wir leben in der ersten Eiszeit seit 250 Millionen Jahren. Vor 250 Millionen Jahren gab es die vorige Eiszeit, aber dazwischen war es warm auf der Erde. Viel wärmer als heute. Jede einzelne heute auf der Erde lebende Spezies hat Vorfahren, die in einer viel wärmeren Zeit lebten. Je länger Spezies auf der Erde leben, und je mehr sich alles verändert, umso belastbarer wird das Leben.

Dann gibt es da die Behauptung eines Konsens‘ von 97% unter Wissenschaftlern, dass die Menschen einen gefährlichen Klimawandel verursachen. Um es gleich zu sagen, das ist eine Lüge, weil es hinsichtlich einer kontroversen Debatte niemals eine Unterstützung von 97% geben kann und wird. Die ureigene Definition einer kontroversen Debatte ist eine, bei der die Menschen geteilter Meinung und sich nicht fast einig sind; sonst gäbe es keine Fragen. Die Tatsache, dass so viele Menschen diese so genannte „Wahrheit“ eines gefährlichen Klimawandels hinterfragen ist in sich schon ein Beleg, dass es keinen Konsens gibt. Damit kommen wir zu dem wirklich wichtigen Punkt: Konsens ist kein wissenschaftlicher Terminus, sondern ein politischer und sozialer, und man darf diesen Terminus im Bereich der Wissenschaft niemals verwenden. Fast alle bedeutenden Entdeckungen in der Wissenschaft wurden von Individuen gemacht, von Sokrates bis Einstein. Alle diese Individuen stellten sich gegen den jeweiligen Konsens zu ihrer Zeit, häufig der Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt.

Meiner Erfahrung nach sind es immer die an der vordersten Front stehenden Menschen, die Fortschritten den Weg bahnen, welche geschmäht und kritisiert werden. Dieser 97%-Konsens stammt von Leuten, die so blasiert und selbstsicher hinsichtlich ihrer Rechtschaffenheit sind, dass es nichts mit Wissenschaft zu tun hat. Es ist vielmehr eine anmaßende und scheinheilig tugendsame Bewegung, welche sämtliche anderen Aspekte der Diskussion verwirft, ganz so, als ob sie Götter wären, obwohl in Wirklichkeit der Terminus „der Kaiser hat ja gar nichts an!“ der richtige wäre für diese Situation. Darum bringt Donald Trump so frischen Wind in diese Sache. Ich bin kein Politiker und habe keine Meinung zu all den ökonomischen und sozialen Belangen, aber ich habe eine sehr feste Meinung beim Thema Klima, und die geht sehr stark in die gleiche Richtung wie Präsident Trump. Ich kann nur hoffen, dass die Welt diese lächerlichen Untergangsszenarien rund um Kohlendioxid bald ausmerzt, ist dieses Gas doch das wichtigste Nahrungsmittel für das gesamte Leben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/03/13/a-conversation-with-patrick-moore/
Übersetzt von Chris Frey EIKE