Schocker: National Geographic gibt zu, bzgl. eines Videos über einen „verhun­gernden Eisbären“ unrecht gehabt zu haben

National Geographic ist beim Zeichnen eines definitiven Zusammenhangs zwischen Klimawandel und einem einzelnen verhungernden Eisbär zu weit gegangen, und zwar in der Anfangs-Sektion unseres Videos über das Tier. Wir sagten damals „so sieht der Klimawandel aus“. Während die Wissenschaft festgestellt hat, dass es einen starken Zusammenhang gibt zwischen schmelzendem Polareis und Eisbären-Schwund, gibt es keine Möglichkeit, mit Sicherheit zu ergründen, warum dieser Bär dem Tode nah ist. Wir bringen eine aktualisierte Version des Videos.

Dr. Susan Crockford sagt in einem Beitrag:

Erinnert man sich noch an das Video eines ausgemergelten Eisbären auf Baffin Island (hier), welches im Dezember vorigen Jahres um die Welt ging? In einem unerwarteten Folgebeitrag („Starving-Polar-Bear Photographer Recalls What Went Wrong“; Ausgabe August 2018 in National Geographic) äußert die Photographin Cristina Mittermeier einige erstaunliche Eingeständnisse, welche einen krank machen können.

Es stellt sich heraus, dass sie dem sterbenden Bär nicht an dem Tag begegnet waren, an welchem sie ihn gefilmt haben. Er war vielmehr mindestens zwei Tage zuvor bereits entdeckt worden, und zwar von Paul Nicklen. Er musste ein Satelliten-Handy dabei gehabt haben, als er den Bären entdeckte, aber der einzige Anruf, den er tätigte, war einer an sein Filmteam – er machte keinen Versuch, einen Beamten des Naturparks zu finden, der den Bär hätte einschläfern können. Dabei wäre das das Richtige gewesen.

Der ausgemergelte, dem Tode nahe Zustand des Bären* war einfach zu verlockend, um ihn links liegen zu lassen (ein Video muss ,Action‘ zeigen: ein ausgemergelter toter Bär wäre nicht annähernd so effektiv gewesen). Mittermeier behauptet, dass sie beim Filmen schon wussten, dass der Bär krank oder verwundet war, aber Nicklen stellte ihn nichtsdestotrotz als ein Opfer des Klimawandels dar. Mittermeier sagt jetzt, dass National Geographic einfach „zu weit gegangen war“ mit dieser Video-Betitelung („So sieht Klimawandel aus!“) und dass sie und Nicklen „die Kontrolle des Narrativs verloren hätten“.

Was sie wirklich verloren hatten, war ihre Menschlichkeit.

* Wie ich in meinem Eisbären-Zustandsbericht (hier; Crockford 2018) beschrieben habe, kann Krebs genau die Art von Muskelschwund hervorrufen, dem dieser Eisbär zum Opfer gefallen war. Muskelschwund ist mehr als nur einfach nicht genug zu essen zu haben: vielmehr verbraucht sich der Körper selbst. Er zieht sämtliche Energiereserven heran, um die Krankheit zu bekämpfen zu versuchen.

Hier folgen einige Auszüge (Hervorhebungen von mir {Watts}):

Der Photograf Paul Nicklen und ich folgten einer Mission, um Bilder zu erhaschen, welche die Dringlichkeit des Klimawandels belegen. Die Dokumentation von dessen Auswirkungen auf Flora und Fauna war nicht einfach. Mit diesem Bild dachten wir einen Weg gefunden zu haben, den Menschen eine Vorstellung davon nahe zu bringen, wie die Zukunft des Klimawandels aussehen könnte. Vielleicht waren wir naiv. Das Bild ging um die Welt – und die Leute nahmen es als absolute Wahrheit.

Paul entdeckte den Bären vor einem Jahr auf einer Erkundungsreise zu einer isolierten kleinen Bucht auf Somerset Island in der kanadischen Arktis (August 2017). Er forderte mich sofort auf, unser SeaLegacy SeaSwat Team zusammen zu rufen. Die Organisation SeaLegacy, welche wir im Jahre 2014 ins Leben riefen, verwendet Fotos, um die Botschaft der Erhaltung der Ozeane zu verbreiten. Das SeaSweat-Team ist eine einsetzbare Einheit von Geschichtenerzählern, welche sich über dringende Angelegenheiten auslassen. Am Tag nach seinem Anruf flog unser Team zu einem Dorf der Inuit an der Resolute Bay. Wir wussten nicht sicher, ob wir den Bären dort finden würden oder ob er noch am Leben war.

Erst als er seinen Kopf hob, konnten wir ihn am Boden liegend entdecken. Er lag da wie ein ausrangierter Teppich, nahezu leblos. Seiner Körperform nach musste es sich um ein großes männliches Tier handeln.

Wir mussten näher heran. Dazu stiegen wir in ein Motorboot und fuhren hin. Starke Winde und Gerüche umwaberten uns. Aus dem Schutz von einem der leerstehenden Gebäude heraus beobachteten wir den Bären. Fast eine Stunde lang bewegte er sich nicht. Als er endlich aufstand, musste ich den Atem anhalten. Paul hatte mich bezüglich des Zustandes des Bären gewarnt, aber nichts hätte mich auf das vorbereiten können, was ich sah. Das einst weiße Fell des Bären war gemausert und schmutzig. Seine einst respektable Gestalt bestand nur noch aus Haut und Knochen. Jeder seiner Schritte war langsam und von Schmerzen gezeichnet. Wir merkten, dass er krank oder verwundet war und dass er hungerte. Wir konnten sehen, dass er vermutlich seine letzten Tage erlebte.

Ich machte die Fotos, und Paul drehte das Video.

Als Paul das Video auf Instagram postete, schrieb er: „So sieht Verhungern aus“. Er verwies auf den Verdacht von Wissenschaftlern, dass Eisbären im nächsten Jahrhundert aussterben würden und fragte sich, ob die globale Population von 25.000 Eisbären auf die gleiche Art und Weise zugrunde gehen würde wie dieser Bär hier…

National Geographic übernahm das Video und fügte Untertitel hinzu. Es wurde zum meistgesehenen Video auf der Website von National Geographic – jemals. … Die Mission war ein Erfolg, aber es ergab sich ein Problem: Wir hatten die Kontrolle über das Narrativ verloren. In der ersten Zeile des Videos hatte National Geographic geschrieben: „So sieht Klimawandel aus“, wobei der Terminus „Klimawandel“ im grellen Gelb des Journals erschien. Rückschauend ist National Geographic hiermit zu weit gegangen.

Vielleicht haben wir einen Fehler gemacht, als wir nicht die ganze Story erzählten – dass wir nach einem Bild suchten, welches in die Zukunft weisen würde.

Wir hatten ein herzzerreißendes Bild in die Welt gesetzt. Wir hätten vielleicht nicht überrascht sein sollen, dass die Menschen nicht die Nuancen erkannt haben, welche wir damit aussenden wollten. Dennoch waren wir über die Reaktion geschockt.

Der Rest steht hier.

Was sind das für Menschen, die tagelang herumsitzen in dem Wissen, dass ein Tier einem qualvollen, langsamen Tod entgegen geht, und nichts anderes zu tun haben als zu planen, wie man dieses leidende Tier ausschlachten könne, um Geld zu machen? Es sind gefühllose und arrogante Menschen.

Nicht nur, dass Nicklen und Mittermeier kaltblütig ein hilfloses, leidendes Tier ausbeuteten, ohne einen Gedanken zu verschwenden, wie man dessen Leiden beenden könnte, sondern auch, dass sie immer noch glauben, dass ihr Tun nobel und aufopferungsvoll war (sie befanden sich „auf einer Mission“). Sie glauben offenbar, dass ihr Eintreten für Klimawandel sie von ihrer Verantwortung befreite, menschlich zu sein.

Sie verstehen einfach immer noch nicht, dass viele Menschen durch ihre Gefühllosigkeit genauso angewidert sind wie durch den Film selbst. Die Menschen waren auch erbost, weil Nicklen und Mittermeier die Lage falsch darstellten: ihrem eigenen Eingeständnis zufolge wussten sie, dass der Bär krank war, aber dennoch suggerierten sie ihre Bilder als eine Klimawandel-Tragödie.

Ihre Reaktion auf die öffentlichen Proteste („National Geographic ist zu weit gegangen“) war einfach nur lächerlich. Sie begreifen es einfach nicht: Ihr Tun fügte ihrer Causa echte Schäden zu.

Unter dem Strich: Ein Eisbär starb einen langsamen, elenden Tod, weil herzlose Klimawandel-Propagandisten nichts besseres zu tun hatten als es auszuschlachten, und es machte die Menschen wütend.

REFERENCES

Crockford, S.J. 2018. State of the Polar Bear Report 2017. Global Warming Policy Foundation Report #29. London. pdf here.
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Dr. Crockford hat auch in einem sehr lesenswerten Beitrag zusammengefasst, warum sterbende Eisbären zumeist Fake News sind: Cooling the polar bear spin
Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/26/shocker-national-geographic-admits-they-were-wrong-about-starving-polar-bear-video/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimawandel vor Gericht: Alarmisten auf breiter Front gescheitert

Gerichte: ,Hockeyschläger‘-E-Mails müssen veröffentlicht und die Verfahrenskosten übernommen werden

H. Sterling Burnett

Das Energy and Environment Legal Institute (E&E Legal) und die Free Market Environmental Law Clinic (FMELC) verurteilten jüngst Angriffe der Regierung im Griff von Klimaalarm-Verrückten in zwei Gerichtsverfahren. Im ersten Fall gab das Appellationsgericht von Arizona eine knappe, sieben Wörter umfassende Entscheidung bekannt: „motion for Stay Pending Appeal is DENIED“ [etwa: Aufschub des Urteils ist ABGELEHNT!]. In dem Fall hatte Ende 2017 Richter James Marner vom Kammergericht Arizona die University von Arizona (UA) dazu verurteilt, die E-Mails der Forscher zu veröffentlichen, welche mit dem Klimagate-E-Mail-Skandal in Verbindung stehen. Die bislang veröffentlichten Klimagate-E-Mails zeigen, wie Forscher an Universitäten auf der ganzen Welt darüber sprachen, wie man am besten Daten zurückhalten könne, was Fragen aufwarf hinsichtlich der Beweise zur Stützung der Behauptung, dass die Menschen Klimawandel verursachen, und wie man wissenschaftliche Journale zwingen könnte, keine Artikel von Klimarealisten zu veröffentlichen.

E&E legal kämpfte schon lange vor Gericht gegen das Board of Regents der UA, weil dieses die E-Mails von verschiedenen UA-Professoren seit sechs Jahren nicht bekannt machen wollte.

Auf Geheiß der beteiligten Professoren lehnte es die UA ab, diese E-Mails zu veröffentlichen. Aber E&E konnte vor Gericht erfolgreich argumentieren, dass die UA illegal gehandelt hatte, dem Geheiß der Professoren stattzugeben. Da alle angeforderten E-Mails in Bezug zu den Arbeiten der Professoren standen, welche aus Steuergeldern finanziert worden sind, urteilte das Gericht, dass alle E-Mails veröffentlicht werden müssen. Die UA forderte das Kammergericht auf, das Urteil vorerst nicht zu vollstrecken, während die Entscheidung angefochten wird. Die UA argumentierte, dass wenn die Dokumente erst einmal veröffentlicht seien, „der Geist nicht zurück in die Flasche könnte“, falls das Urteil des Gerichts aufgehoben werden würde. Das Kammergericht lehnte diesen Antrag ab, und nach über sechs Jahren juristischen Streits und der Verschwendung von Millionen Dollar öffentlicher Gelder wird der Öffentlichkeit endlich gestattet, die Klima-Dokumente einzusehen, wozu sie von Anfang an das recht hatte.

Im zweiten Fall ordnete die Richterin am Kammergericht Vermont Mary Miles Teachout an, dass das Büro des General-Staatsanwaltes (AG) 66.000 Dollar Anwaltskosten an E&E Legal und FMELC zu zahlen habe für Kosten, die sie für ein Gerichtsverfahren aufbringen mussten, um das Büro dazu zu zwingen, der Öffentlichkeit dem Gesetz zufolge Dokumente zugänglich zu machen, in welchen es um den Umgang von Vermont mit dem diskreditierten ehemaligen General-Staatsanwalt von New York Eric Schneiderman ging bei dessen Klage gegen verschiedene Ölunternehmen. In dem betreffenden Verfahren war es darum gegangen, große Ölunternehmen zu zwingen, sich an den Kosten des Staates bzgl. des angeblichen Klimawandels zu beteiligen. E&E Legal und FMELC hatten die Veröffentlichung der Dokumente unter dem Informationsfreiheits-Gesetz von Vermont verlangt, aber der AG lehnte dies ab.

Bei Liberty Headlines liest sich das so: „Die Wurzel des Streits sind Bemühungen mehrerer US-Staaten vor vielen Jahren, bei denen AGs der Demokraten sowie deren Alliierte mit tiefen Taschen, ExxonMobil anzugreifen, weil das Unternehmen vermeintlich um den Klimawandel gewusst und diesen geleugnet hatte“

Nachdem man ihnen Einsicht in die Dokumente verwehrt hatte, haben E&E legal und FMELC jetzt nach einem für sie erfolgreichen Verfahren Zugang zu ihnen erhalten.

Historisch durften Gerichte in Vermont Bußgelder und Gerichtskosten Klägern auferlegen, welche erfolgreich den Staat verklagt hatten wegen des Zurückhaltens öffentlicher Dokumente. Die Gerichte waren dazu aber nicht verpflichtet. Das bedeutete, dass die Kläger die Rechnung zahlen mussten für Klagen, um der Öffentlichkeit Zugang zu Dokumenten zu gewähren, wozu sie berechtigt war. Dies wurde durch eine Gesetzesänderung im Jahre 2011 geändert.

Wegen der ablehnenden Haltung von AG Sorrell, öffentliche Dokumente auszuhändigen, wozu er laut Gesetz verpflichtet war, war E&E Legal gezwungen, vor die Gerichte in Vermont zu ziehen“, sagte Craig Richardson, Präsident von E&E Legal. „Wir haben an allen Fronten gewonnen, was sich manifestiert hat durch die jüngsten Urteile der Gerichte, uns Kosten und Abgaben zu ersetzen, haben wir doch in vielen Fällen ,substantiell gesiegt’“.

Quellen: Watts Up With That Liberty Headlines

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Klima-Alarmisten vor Gericht erneut gescheitert – es ist an der Zeit, das gesetzliche Affentheater zu beenden

H. Sterling Burnett

Bundesrichter John F. Keenan am US-Bezirksgericht für den Südlichen Distrikt von New York verwarf die Klage von New York City (NYC) gegen fünf große Ölunternehmen. Mit der Klage wollte NYC die Unternehmen zwingen, sich an den angeblichen Kosten bei dem Umgang mit dem Klimawandel zu beteiligen.

Keenans Urteil markiert die zweite große Schlappe innerhalb nur eines Monats für kommunale Regierungen, welche die Judikative einspannen wollte, um Probleme anzugehen, deren vermeintliche Ursache der Klimawandel ist. Die erste Schlappe mussten sie in San Francisco hinnehmen, als Richter William H. Alsup vom Bundesgericht in San Francisco eine ähnliche Klage, eingereicht von den Städten Oakland und San Francisco gegen die gleichen fünf Unternehmen – BP, Chevron, ConocoPhillips, ExxonMobil und Royal Dutch Shell – bereits verworfen hatte.

In seiner 23 Seiten starken Urteilsbegründung zur Abweisung der Klage von NYC schrieb Keenan, dass dem Klimawandel seitens der Exekutive und des Kongresses begegnet werden muss und nicht seitens von Gerichten.

Obwohl der Klimawandel „eine Lebenstatsache“ ist, wie Keenan schrieb, „ist es nicht Sache von Gerichten, die dadurch verursachten ernsten Probleme zu lösen. Globale Erwärmung und diese betreffende Lösungen müssen durch die beiden anderen Bereiche der Regierung angegangen werden“.

Keenan urteilte, dass die Behauptungen von New York State nicht zulässig sind unter dem Clean Air Act. Er sagte, dass es „unlogisch“ sei und gegen Präzedenz-Urteile des Obersten Gerichtshofes der USA verstoßen würde, wenn die Klage zugelassen worden wäre – vor dem Hintergrund, dass „Gerichte zu dem Ergebnis gekommen sind, dass dies Angelegenheiten der [US-]Bundesregierung seien, die an die Exekutive delegiert worden sind, obwohl sie eine einheitliche nationale Lösung erfordern … und der Clean Air Act ist nicht der richtige Ort, um Ausgleichszahlungen für heimische Treibhausgas-Emissionen in Vergangenheit und Zukunft zu verlangen“.

Zusätzlich urteilte Keenan, dass die Klage von NYC ungerechtfertigt sei, weil die Stadt selbst Kohlendioxid-Emissionen verzeichnet und von den Vorteilen des Verbrauchs fossiler Treibstoffe profitiert habe.

„Man kann nicht sagen, dass die Erzeugung fossiler Treibstoffe seitens der Beklagten und die daraus resultierenden Emissionen eine ,ungesetzliche Invasion‘ in NYC gewesen sind, profitiert doch die Stadt selbst vom verbrauch fossiler Treibstoffe und beteiligt sich daran, und das schon seit vielen Jahrzehnten“, schrieb Keenan.

Trotz der Eindeutigkeit der Gesetzeslage ist Klimapolitik allein eine Angelegenheit der Legislative und der Exekutive der Regierung. Das haben zwei Bundesrichter, der eine von Reagan, der andere von Clinton ernannt, umfangreich in ihren schriftlichen Urteilen dargelegt. Andere Staaten und Städte scheinen die Absicht zu haben, sich ihre Köpfe an dieser gesetzlichen Steinmauer einzuschlagen. Am 2. Juli, gerade mal eine Woche, nachdem Bundesgerichte eine Klimaklage der Städte Oakland und San Francisco verworfen hatten, reichte Rhode Island eine Klage gegen Ölunternehmen ein, um Kosten durch die Schäden des Klimawandels zurückzubekommen. Am 20. Juli, gerade mal einen Tag, nachdem Keenan die Klage von NYC verworfen hatte, verklagte die Stadt Baltimore Ölunternehmen auf Erstattung von Klimawandel-Kosten vor dem Gericht von Maryland. Zusätzlich haben NYC, Oakland und San Francisco jeweils angedeutet, gegen das Urteil in ihren Fällen in Berufung zu gehen.

Diese Städte und Staaten haben entweder keine ernsten Probleme, für die sie tatsächlich die Verantwortung tragen – wie Kriminalität, Wohnraum und Bildung – für welche die für diese Verfahren erforderlichen finanziellen Ressourcen viel besser angelegt wären, oder deren Führern ist es egal, ob sie Steuergelder verschwenden für sinnlose Gerichtsverfahren, einfach weil es nicht ihr Privatvermögen ist, das hier verbrannt wird. Oder, was auch sein kann, all jene, die diese Verfahren anstrengen, sind so gefangen im Griff der Klima-Verrücktheit, dass sie es einfach nicht lassen können, Gesetze hin oder her.

Vielleicht sind all diese Verfahren in Wirklichkeit ein Versuch, eine Industrie mit tiefen Taschen zu erpressen, wobei die Städte hoffen, dass die Unternehmen ultimativ Gerichtsverfahren vermeiden wollen und der Zahlung von Milliarden Dollar an die Städte zustimmen, wenn diese im Gegenzug versprechen, in Zukunft nicht mehr gerichtlich gegen sie vorzugehen, und ihre Investitionen nicht mehr in fossile Treibstoffe, sondern in politisch erwünschte grüne Energiequellen leiten. Ölunternehmen waren jedoch bislang nicht willens, sich so zu verhalten, und mit ihrer fortgesetzten Profitabilität und tatsächlich ihrer bloßen Existenz, die auf dem Spiel steht, (und mit zwei gewonnenen Gerichtsverfahren im Hintergrund) scheint es doch sehr unwahrscheinlich, dass die Unternehmen den Forderungen der Städte Folge leisten werden.

Es ist längst überfällig, dieses Spiel legaler Unsinnigkeiten zu beenden. Falls Keenan und Alsup die Städte dazu verurteilen, die Verfahrens- und Anwaltskosten sowie andere Ausgaben zu übernehmen, sollten lokale und staatliche Kläger, die nach dem großen Klima-Zahltag trachten, ihre Klagen zurückziehen und zu ihrem gesetzlichen Auftrag zurückzukehren, ihrer Bevölkerung ein besseres Leben zu ermöglichen innerhalb ihrer legalen Zuständigkeiten.

Quellen: The New York Times NYC Climate Decision

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Zur Überprüfung der Übersetzung:

courts




2018- bislang ein Jahr mit ungewöhn­lichen Großwetter­lagenhäu­figkeiten

Bislang wenige Südwestlagen 2018 – endet das aktuelle Zeitalter der Südwestlagen?
Südwestlagen (SWA und SWZ nach der von HESS/BREZOWSKY erarbeiteten Klassifikation der Großwetterlagen) gehörten ursprünglich nicht zu den besonders häufigen Lagen im Jahresverlauf. Im Mittel 1881 bis 2017 traten sie an lediglich 19 Tagen im Jahr auf; doch ab der Mitte des 20. Jahrhunderts nahm deren Häufigkeit merklich zu; außerdem zeigt sich ein Gleichklang mit dem Verlauf der AMO (AMO = Atlantische Mehrzehnjährige Oszillation, ein Index für die gemittelten Meeresoberflächentemperaturen im zentralen Nordatlantik):

Abbildung 1: Seit 1881, dem Beginn der Erstellung halbwegs verlässlicher Wetterkarten, hat sich die Häufigkeit der in Deutschland stark erwärmend wirkenden Südwestlagen merklich erhöht. Außerdem erwärmte sich der Nordatlantik, wobei es eine schwächere Warmphase um 1900, eine stärkere um 1945 und eine aktuelle gibt. Die Kurvenverläufe der gleitenden Mittelwerte (fette Kurven) ähneln sich; wobei die AMO fast 20% der Häufigkeitsvariabilität der SW- Lagen erklärt. Fast alle Jahre ganz ohne SW- Lagen traten vor 1950 auf; danach war nur 1991 frei von SW- Lagen.


Im Jahr 2018 gibt es hinsichtlich der Großwetterlagenhäufigkeiten also eine erste Besonderheit- Südwestlagen waren bislang, im Einklang mit etwas niedrigeren AMO- Werten als in den Vorjahren, sehr selten. Ob das schon das Ende der aktuellen AMO- Warmphase und damit vermutlich auch das Ende der besonders warmen Jahre in Deutschland ist, kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden.
Ungewöhnlich rascher Temperaturanstieg im Frühjahr 2018- warum?
Zwischen März und April sind die Lufttemperaturen, hier dargestellt am Beispiel der täglichen Maximum-Werte für den Flughafen Erfurt/Weimar, ungewöhnlich rasch gestiegen – um mehr als 30 Grad in etwa 4 Wochen:

Abb. 2: Rasche Frühlingserwärmung ist in unserem subkontinentalen Klima nicht selten; aber um gut 30 Grad in nur 4 Wochen- das gibt es nur selten und erinnert sehr stark an die klimatischen Verhältnisse in Russland. Quelle: www.wetteronline.de


Die Großwetterlagenhäufigkeiten wirken mit Ausnahme der fast stets erwärmenden Südwestlagen im Jahresverlauf sehr unterschiedlich auf das Temperaturverhalten. Für die enorme Kälte im Spätwinter und die große Hitze und Trockenheit ab Mitte April sind nämlich ganz ähnliche Wetterlagen verantwortlich – so genannte Ostwetterlagen, die sich oft durch ein markantes Hochdruckgebiet über Nordeuropa auszeichnen und die ab Ende Februar 2018 sehr häufig aufgetreten sind. Zwei Wetterkartenbeispiele mögen das verdeutlichen:

Abb. 3a und 3b: Vom tiefsten Winter in den Frühsommer in nur 3 Wochen. Beide Wetterkarten zeigen ein in seiner Lage fast identisches Hoch über Nordeuropa. Aber während am 17. März auch tagsüber mäßiger Dauerfrost herrschte, konnte man am 10. April bei fast 20 Grad schon das T-Shirt anziehen, und danach ging der Temperaturanstieg noch weiter. Kartengrundlage Met.Office (UKMO), nachträglich ergänzte Ausschnitte.


Im Folgenden soll einmal der von den Witterungsanomalien betroffene Zeitabschnitt (ab Februar) näher betrachtet werden, soweit die Daten vorliegen. Langfristig zeigt sich da die auch im Gesamtjahr und zu allen Jahreszeiten eingetretene Deutschland- Erwärmung; aber wie sah es in den letzten 30 Jahren aus?

Abbildung 4: Nur leichte Deutschland-Erwärmung im Zeitraum von Februar bis Juni seit 1989. Im Jahr 2018 lag dieser Zeitraum mit nur 9,3°C lediglich im oberen Mittelfeld; weit entfernt von den wärmsten Werten.


Aber so richtig spannend wird es erst, wenn man diesen Zeitraum splittet – in einen Zeitraum für den Vorfrühling (Februar und März) und in einen für den Frühling/Frühsommer (April bis Juni):

Abbildungen 5a und 5b: Gegensätzliche Temperaturverläufe in Deutschland seit 1989. Im Vorfrühling (5a, oben) merkliche Abkühlung; 2018 war der drittkälteste Vorfrühling. Im Frühling/Frühsommer merkliche Erwärmung; 2018 war nicht nur der wärmste seit 30 Jahren, sondern auch seit Aufzeichnungsbeginn 1881.


Der erstaunte Leser mag sich nun fragen, ob CO2 mal abkühlend oder mal erwärmend wirkt – naheliegender ist eine Betrachtung der Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen. Im Februar/März wirken Westlagen noch stark erwärmend, alle meridionalen Lagen, besonders die mit nördlichem und östlichem Strömungsanteil, aber stark kühlend. Ihre langfristige Häufigkeitsentwicklung zeigt die nächste Grafik:

Abbildung 6: Um 1990 herum erreichten Lagen mit Westanteil (violett) ein markantes Häufigkeitsmaximum seit Aufzeichnungsbeginn (das „endbetonte“ Gleitmittel wirkt verzögernd). In dieser Zeit war es extrem mild; die kühlenden Großwetterlagen mit nördlichem und /oder östlichem Strömungsanteil traten selten auf. Doch danach näherten sich deren Häufigkeiten wieder denen der Westlagen, was die 30ig-jährige Abkühlung erklärt. Im Spätwinter erklären die Häufigkeitsverhältnisse der Lagen mit Westanteil gute 34% der Temperaturvariabilität (DWD- Mittel); die der Nord- und Ostlagen gar fast 40%.


Im Zeitraum mit starker Erwärmung (April bis Juni) wurden langfristig alle Großwetterlagen mit südlichem Strömungsanteil und Zentralhochlagen markant häufiger, welche stark erwärmend wirken; für die letzten 30 Jahre bietet sich ein Blick auf die Objektive Wetterlagenklassifikation des DWD an:

Abbildung 7: Die besonders erwärmend wirkenden, in der Höhe antizyklonalen Lagen wurden tendenziell über Deutschland von April bis Juni seit 1989 häufiger. Ihre Häufigkeit erklärt beachtliche 51% der Temperaturvariabilität des DWD- Mittels in diesem Zeitraum. Die enorme Wärme 2018 vermögen sie allein mit nur leicht überdurchschnittlichen 59 Tagen jedoch nicht zu erklären; dies gelingt, wenn man die im Frühling/Frühsommer enorm hohe Sonnenscheindauer in die Betrachtungen einbezieht.


Der Mai 2018 erzielte mit 25 Tagen des Großwettertyps Ost einen neuen Häufigkeitsrekord; die „alten“ Rekordhalter 1911 und 1936 mit je 23 Tagen wurden abgelöst; mit 13,2 und 12,4°C waren jene aber viel kühler, als der 2018er Mai mit 16°C. Damals „fehlte“ der südliche Strömungsanteil völlig (1911), während er 1936 an nur 5 Tagen vertreten war, trat er 2018 an 12 Tagen auf; darunter an 9 Tagen mit sehr warmem Südostwetter. Außerdem war der Mai 2018 sehr sonnenscheinreich. Im Juli 2018 setzte sich die sehr warme Witterung fort; auch hier nahm die Häufigkeit südlicher und zentraler Hochdruckwetterlagen im Einklang mit der Sonnenscheindauer sowohl kurz- als auch langfristig stark zu. Im Juli 2018 fällt außerdem die sehr geringe Zahl der Westlagen insgesamt und besonders der mit zyklonalem Anteil auf; diese korreliert aber sehr stark mit den Juli-Temperaturen in Deutschland; was den recht warmen Juli 2018 erklärt:

Abbildung 8: In Julimonaten mit wenigen zyklonalen Westlagen nach der Objektiven Wetterlagenklassifikation des DWD ist es tendenziell wärmer; der Zusammenhang ist eng (signifikant).


Beeinflusst die Sonnenaktivität die Großwetterlagen-Häufigkeiten?
Leider stehen für langfristige Analysen nur die beobachteten Anzahlen der Sonnenflecken zur Verfügung, welche die Sonnenaktivität nur sehr grob abbilden. Damit lassen sich die Schwankungen der Häufigkeitsverhältnisse der Großwetterlagen nur in wenigen Fällen signifikant erklären; zum Beispiel treten im Jahresmittel tendenziell mehr Großwetterlagen mit nördlichem Strömungsanteil in Phasen mit geringerer Sonnenaktivität auf:

Abbildung 9: Langfristig treten in Mitteleuropa mehr nördliche Großwetterlagen auf, wenn die Sonnenfleckenanzahl geringer ist – so auch gegenwärtig. Aber nur im Frühling und Herbst sind fast alle diese Lagen zu kalt; im Winter sind sie bis auf die zu kalten HN- und NE- Lagen eher normal temperiert, NW eher zu mild, und im Sommer können die antizyklonalen Varianten, so wie auch 2018, mehr oder weniger deutlich zu warm ausfallen, das gilt besonders für HN-, HB- und NE-Lagen.


Für die ungewöhnliche Häufung der Ostwetterlagen zwischen Februar und Juni 2018 bedarf es einer anderen Erklärung. Hierfür bietet sich der Zonalwind in der mittleren Troposphäre (Höhe der 500hPa- Druckfläche) an. Der Zonalwind ist der breitenkreisparallele Teil des Windvektors, meist in m/s angegeben, wobei positive Werte für West- und negative für Ostwind stehen. Die Werte sind seit 1948 monatsweise verfügbar und lassen wichtige Rückschlüsse auf die Intensität der in unseren Breiten dominierenden Westströmung zu; je höher positiv sie sind, desto intensiver ist die Westströmung. Auf den Westlagen- dominierten Januar 2018 traf das noch zu, doch seit Februar sind sie markant unterdurchschnittlich; im Mai waren sie gar negativ, was seit Aufzeichnungsbeginn nur noch 1980 beobachtet wurde; auch der damalige Mai wies überdurchschnittlich viele Ostwetterlagen auf. Doch während damals zum Sommer ein rascher Umschwung auf West mit deutlicher Geschwindigkeitszunahme erfolgte, blieben die Werte in diesem Jahr auch in den Folgemonaten unterdurchschnittlich. Betrachtet man das Zonalwindmittel seit 1948 für den Zeitraum Februar bis Juni, so zeigt sich eine recht gute Übereinstimmung mit dem Verlauf der Sonnenfleckenhäufigkeiten, bedingt auch mit der AMO:

Abbildung 10: Sonnenfleckenmittel (Index, dunkelgelb), Zonalwindmittel in m/s in der mittleren Troposphäre (rot) und AMO- Index (grün) für den Zeitraum Februar bis Juni 1948 bis 2018 am Gitterpunkt 50°N und 10°E, was etwa der Mitte Deutschlands entspricht.


Während der letzten dreißig Jahre nahm das Zonalwindmittel deutlich ab:

Abbildung 11: Seit 30 Jahren wird der Zonalwind schwächer und erreichte in diesem Betrachtungszeitraum seinen niedrigsten Wert im Extremwetterjahr 2018.


Auch im Juli 2018 änderte sich an diesen zu schwachen Zonalwinden nichts; und die schwächelnde Westströmung ließ Mittel- und Nordeuropa weiter unter Hitze und Dürre stöhnen.
Weitere mögliche Ursachen der bisherigen Witterungsanomalien 2018
Die Meeresoberflächentemperaturen beeinflussen die Zirkulationsverhältnisse über Europa in vielfältiger Weise; die AMO fand schon Erwähnung. Recht ungewöhnlich war die Wassertemperaturverteilung im Nordatlantik ab Mai; stellvertretend für einen längeren Zeitraum, sei hier die Situation von Mitte Mai gezeigt:

Abbildung 12: Ausschnitt der Anomalie- Karte der Meeresoberflächentemperaturen für Mitte Mai (Quelle: NOAA). Blau bedeutet, gemessen am Langjährigen Mittelwert, zu kalte, gelb-rot zunehmend zu warme Wassertemperaturen. Bezugszeitraum ist die CLINO-Periode 1981 bis 2010. Ein riesiges, zu kaltes Seegebiet erstreckte sich bogenförmig vom nordäquatorialen Atlantik nach Westafrika, weiter nach Südwesteuropa und bis kurz vor Ostkanada/Grönland. Eine solche Anomalieverteilung ist selten und scheint die Westwind-Zirkulation zu schwächen, weil sie das Temperaturgefälle zwischen Südwest und Nordost vermindert. Diese Situation hielt sich auch im Juli noch, wobei aber der „kalte Bogen“ westlich von Spanien/GB verschwunden war.


Als weitere Ursache kommt die QBO in Betracht. Die quasi-zweijährige Schwingung (kurz: QBO vom englischen „quasi-biennial oscillation“), auch quasi-biennale Oszillation, ist eine quasi-periodische atmosphärische Welle des zonalen Windes in der äquatorialen Stratosphäre der Erde. Näheres dazu hier bei Wikipedia. Die aktuelle, diesmal besonders stark ausgeprägte Ostwind-Phase der QBO könnte bis in tiefere Atmosphärenschichten wirken, für den frühzeitigen Zusammenbruch des Polarwirbels mitverantwortlich sein und die Zonalzirkulation in der mittleren Troposphäre schwächen. Eindeutige, statistische Zusammenhänge zwischen QBO und den Wetterlagenhäufigkeiten fehlen jedoch; lediglich zur Häufigkeit der XX-Lagen zeigt sich eine schwache, negative Korrelation; in Negativphasen der QBO scheinen diese unbestimmten Wetterlagen häufiger aufzutreten, so, wie auch 2018 (folgende Grafik):

Abbildung 13: Die QBO ist der Zonalwind der Stratosphäre der Tropen; hier sind die Verhältnisse in der 40 hPa- Druckfläche dargestellt. Die Windstärke wird in 1/10 m/s angegeben. Weil die QBO verzögert wirken kann, sind hier die QBO- Mittelwerte des Monats Januar zu den Häufigkeiten der Wetterlagen mit unbestimmter Anströmrichtung (XX- Lagen) im Folgezeitraum Februar bis Juni in Relation gesetzt.


Und schließlich muss noch ein Blick auf die momentan geringe Ausdehnung des Arktis- Meereises geworfen werden. Dieses ist, entgegen den alarmistischen Prognosen mancher „Klimaforscher“ jedoch nicht im Sommer verschwunden und macht auch 2018 keine Anstalten, dies zu tun. Aber seine Ausdehnung beeinflusst die Stärke des Temperaturgefälles zwischen niederen und hohen Breiten und damit die Zirkulationsverhältnisse. Nennenswerte Zusammenhänge fanden sich in der ersten Jahreshälfte allerdings nur für den April:

Abbildung 14: Tendenziell gibt es in Aprilmonaten mit geringer Ausdehnung des Arktischen Meereises weniger meist kalte, höhenzyklonale Großwetterlagen nach der Objektiven Großwetterlagen- Klassifikation in Deutschland.


Etwas deutlichere Zusammenhänge zeigten sich für den Herbst, besonders hinsichtlich der Schwächung der Westlagen. Dies gilt sowohl für die Häufigkeit der Westwetterlagen nach der Objektiven, besonders aber für die von HESS/BREZOWSKY verwendeten subjektiven Großwetterlagenklassifikation:

Abbildung 15: War die Arktische Meereis- Ausdehnung im Sommer gering, so wie auch 2018, dann gab es im Herbst tendenziell weniger Westwetterlagen (GWT West, bestehend aus WA, WZ, WS und WW nach der HESS/BREZOWSKY- Klassifikation).


Deutet sich also ein zu Extremwetter neigender, an Westlagen armer Herbst 2018 an? Für sichere Prognosen ist der gefundene Zusammenhang leider zu unsicher.
Zusammenfassung: Zwischen dem Spätwinter und dem Sommer 2018 kam es zu schweren, so nur selten auftretenden Zirkulationsstörungen über Europa. Diese äußerten sich in einem kalten Spätwinter, einem sehr warmen Frühling/Sommer und einer anhaltenden Dürre in Teilen Deutschlands, einhergehend mit einer stark überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer. Herausragend war der fast nur von Ostwetterlagen dominierte Mai; doch auch in allen anderen Monaten waren die zyklonalen Westwetterlagen seltener als normal. Als Ursachen deuten sich die abklingende AMO- Warmphase, die sehr geringe Sonnenaktivität, eine Anomalie der Wassertemperaturverteilung im Nordatlantik und die geringe Ausdehnung des Arktischen Meereises an. Wie lange diese Zirkulationsstörungen noch anhalten, ist nicht sicher vorhersagbar; doch sind sie im Zuge der weiterhin geringen Sonnenaktivität in naher Zukunft wohl häufiger zu erwarten.
Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Graphik der Woche: USA mit Abstand führend bei Reduktion von CO2-Emissionen

1. Die globalen Emissionen von CO2 aus der Energieerzeugung stiegen im Jahr 2017 um 1,6% (bzw. 426,4 Millionen Tonnen, siehe die Daten hier). Während der Jahre 2014 bis 2016 stagnierten die Zahlen. 2017 ging der Anstieg noch über das 10-Jahre-Mittel einer Steigerung von 1,3% hinaus.

2. Bei der Abnahme der CO2-Emissionen im Jahre 2017 waren die USA mit Abstand führend (-0,5%, siehe Graphik oben). Dies ist das neunte Mal in diesem Jahrhundert, dass in den USA der stärkste Rückgang der Emissionen weltweit registriert worden ist. Es war auch das dritte Jahr in Folge mit einer Abnahme der US-Emissionen, obwohl die Abnahme diesmal die geringste der letzten drei Jahre war.

3. Kohlenstoff-Emissionen durch den Energieverbrauch in den USA sind die niedrigsten seit 1992, also seit dem Jahr, an dem das United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) aus der Taufe gehoben worden ist. Die zweitgrößte Abnahme verzeichnete die Ukraine (-10,1% bzw. 28,1 Tonnen).

4. Die stärkste Zunahme der Kohlenstoff-Emission im Jahre 2017 verzeichnete China (1,6% bzw. 119 Tonnen). Das ist eine Umkehrung der Verhältnisse der letzten drei Jahre, als Indien die stärkste Zunahme von Emissionen verzeichnete. Die Emissionen Chinas waren 2017 um 0,3% höher als beim Spitzenwert zuvor aus dem Jahr 2014. In China waren die größten Zunahmen von Kohlenstoff-Emissionen in jedem Jahr dieses Jahrhunderts aufgetreten, mit Ausnahme der Jahre 2000 sowie 2014 bis 2016. Die zweitstärkste Zunahme gab es in Indien, wo die Emissionen um 4,4% bzw. 93,2 Millionen Tonnen gestiegen waren (Graphik oben), lagen damit jedoch unter dem 10-Jahre-Mittel des Landes (6% pro Jahr).

5. Zusammen waren China und Indien zusammen verantwortlich für fast die Hälfte der Zunahme der globalen Kohlenstoff-Emissionen verantwortlich (212,2 Millionen Tonnen bzw. 426,4 Millionen Tonnen). Die Emissionen der EU waren ebenfalls gestiegen, und zwar um 1,5% oder 42,4 Millionen Tonnen (Graphik oben). Spanien hatte daran den Löwenanteil mit 44% der Zunahme der EU-Emissionen. Unter den anderen EU-Ländern verzeichneten UK und Dänemark die geringsten Kohlestoff-Emissionen in ihrer Geschichte.

MP: Für diese eindrucksvolle „Ergrünung“ von Amerika können wir den Erdgas-Ozeanen im Untergrund unter den USA danken. Diese sind jetzt zugänglich infolge der revolutionären Verfahren der Bohrung und der Extraktion mittels hydraulischem Brechen und horizontalen Bohrungen. Dieses Erdgas ersetzt zunehmend die Kohle bei der Stromerzeugung für die Nation.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/16/chart-of-the-week-the-us-is-a-leader-in-co2-reduction/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) das ZDF über­nommen? Teil 2: Das ZDF und seine Nachrichten­sprecher/-innen

Da gibt es so Tage, die man so schnell nicht vergisst. Der 14. Juli diesen Jahres ist so ein Tag. Da verlautbart ein ZDF-Wetterfrosch Absonderliches (hier), dass sich der Eindruck erweckt, in Tolkins Traumwelten versunken zu sein. Nicht anderes vorher, bei Frau Gerster und „Ihren“ Heute-Nachrichten im ZDF zur besten Sendezeit um 19:00 Uhr.
Nachrichtensprecher, welche Qualifikation braucht man eigentlich dafür? Nun, eine klare und verständliche Aussprache, ‚ordentliches‘ Erscheinungsbild, mit dem sich der sog. Durchschnittsbürger identifizieren kann und damit bei den vielen Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms Vertrauen erweckt wird. Intelligenz muss nicht unbedingt vorhanden sein. Liest doch der Nachrichtensprecher / die Nachrichtensprecherin ausschließlich vom Blatt ab, was vorher andere, in Abstimmung mit diversen Stellen, geschrieben haben. Heute ist dies kein Blatt mehr, sondern ein Laptop / Teleprompter (Abb.2).

Abb.2, Quelle: Screenshot aus ZDF-Heute-Nachrichten (19:00 Uhr). Petra Gerster am 14.07.18 beim Ablesen der Nachrichten (aufgeklappter Laptop im Vordergrund) zu einem vermeintlich weiteren Betrugsfall beim Diesel. Diesmal soll Opel uns Autofahrer betrogen haben. Zumindest soll dieser Eindruck entstehen: „Verdacht der Abgasmanipulation“ ist da zu lesen. Also schon wieder. Diese „böse“ Autoindustrie. Wer wirklich „böse“ ist, sehen wir gleich!


Man beachte den „bösen“, vorwurfsvollen Blick bei Frau Gerster (Mund und Augen beachten) in Abb.2, als Sie vorliest: „Jetzt geht das Kraftfahrtbundesamt Hinweisen nach,…es droht massiver Ärger.“ Schon das Wording eine unzulässige Vorverurteilung und Manipulation des Zuschauers. Da ist von „droht“ und „massiver Ärger“ zu hören. Das ist Stammtisch-Vokabular aber nicht Vokabular einer seriösen Sendung. Hinzu kommt der böse Blick von Frau Gerber, mit der der Zuschauer „belehrt“ werden soll. An Frau Gerber ist doch eine (schlechte) Lehrerin verloren gegangen (siehe auch Abb.3 und Abb.4).

Abb.3, Quelle wie Abb.2


Abb.4, Quelle wie Abb.2


Man sieht förmlich, wie Frau Gerster beim Vorlesen der Meldung über angebliche Diesel-Abgasmanipulationen bei Opel aufblüht und in vorverurteilender Gestik versucht, den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen, ihn mit manipulierender Gestik versucht einzufangen. In Anbetracht der (schlechten) Mimik: Soll der Autor Frau Gerster nun „Gesten-Petra“ oder besser gleich „Clown-Petra“ nennen – in Anbetracht des Comedy-Charakters der Sendung. Aber was hat es denn mit der vermeintlichen Meldung auf sich?
„Jetzt geht das Kraftfahrtbundesamt Hinweisen nach,…“ Na, also schon wieder, jetzt Opel. Die böse Autoindustrie, die direkt und indirekt mehreren Millionen Menschen in unserem Land Arbeit gibt, damit ihren Familien einen sicheren Platz in der Gesellschaft bietet, deren Kindern eine Kindheit ermöglicht, an den Errungenschaften der Moderne (Smartphone, Wunschkleidung, Schul-und Studium – bekanntlich nicht ganz billig u.v.m.) teilzuhaben, den jährlichen Urlaub in schöne Welten (sich diesen leisten zu können), unserem Land seine Spitzenposition in der Welt schafft, technologisch, wie wirtschaftlich… Also diese böse Autoindustrie.
Da ist von Hinweisen die Rede. Wer kann denn diese Hinweise geben? Na, jeder. Aha, also auch solche, die damit versuchen für sich und deren politische Strömungen Vorteile zu erhaschen, zu Lasten von Millionen Menschen in unserem Land und zum Schaden unseres Landes. Doch dazu später mehr. Zuerst die Meldung selbst.
Von Opel wurde in der Heute-Meldung eingeblendet: „Opel liegt kein Bescheid des Kraftfahrtbundesamtes vor. Offene Verfahren, die vor mehr als zwei Jahren begonnen haben, können wir nicht kommentieren.“ Donnerwetter, die Story ist gar keine Story, ist ein alter Hut, wird indes von ZDF-Heute als aktuelle Sensationsmeldung verkauft: „Jetzt geht“… So ist bei Fokus zu lesen: „Im Kern geht es bei dem Verfahren um die Frage, wie wirksam die Abgasreinigung bei bestimmten Fahrzeugen ist, in welchen Bereichen diese voll zum Einsatz kommt“. Und daraus bauscht ZDF-Heute eine Meldung auf und Frau Gerster untermalt diese mit Ihrer „Böse-Mimik“.
Schlimmer noch, denn im Netzt ist weiter zu lesen (hier oder beim Spiegel hier): „Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen gegen Opel ein“ und der Hessische Rundfunk berichtet, „die Ermittler hätten mehrere Monate lang Dokumente ausgewertet, unter anderem Akten des Abgas-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags. Daraus hätten sich keine Hinweise auf Straftaten wie Betrug oder Verstöße gegen das Umweltstrafrecht ergeben. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen nach einer Strafanzeige der Deutschen Umwelthilfe aufgenommen.
Ach sieh mal einer an, die dubiose „Deutsche Umwelthilfe“, die, stimmen die Angaben des NABU, ungefähr so viel mit Umwelthilfe zu tun hat, der Autor möchte dies so ausdrücken: Wer glaubt, dass die deutsche Umwelthilfe der Umwelt hilft, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Siehe hier, hier oder hier.
Und welch Wunder, hatte doch Jürgen Resch, Geschäftsführer oder kurz Chef der Deutschen Umwelthilfe nach „Clown-Petra“ und ihrer Mimik seinen großen Auftritt und was für einen. Zuerst schwenkte die Kamera auf ein vermeintlich schlichtes Gebäude (Abb.5).

Abb.5, Quelle wie Abb.2, zeigt das Domizil der Deutschen Umwelthilfe und von Jürgen Resch in Radolfzell am Bodensee. Die Kameraeinstellung ist bewusst so gewählt, zeigt sie doch ein schlichtes Gebäude mit Barackencharakter.


Die Wirklichkeit soll damit offensichtlich verschwiegen werden, denn die sieht ganz anders aus (Abb.6).

Abb.6, Quelle, zeigt einen Teil der Vorderansicht der Anlage aus Abb.5. Baracke? Weit gefehlt! Sieht schon eher wie eine Schlossanlage oder zumindest eine Kuranlage aus.


Da wird es doch sofort verständlich, dass Herr Resch die Bürde auf sich nehmen muss und mit vielen „klimaschädlichen“ Abgasen zwischen seinem Hauptsitz am schönen Bodensee und seinem Hauptstadt-„Büro“ für unser „Gemeinwohl“ zu pendeln. Wer möchte schon freiwillig solch eine Art Schlossanlage aufgeben? Die Süddeutsche hierzu „Und so pendeln Resch und seine Kämpen beständig zwischen dem DUH-Hauptsitz in Radolfzell am Bodensee, Berlin und Brüssel, um im Sinne der Umwelt und der Verbraucher Einfluss auf die große Politik zu nehmen.“ Anmerkung: Der Autor sucht nach einem Taschentuch. Und mal ehrlich, wer möchte denn nicht in einem Urlaubsparadies „arbeiten“ (Abb.7).

Abb.7 Quelle: Wikipedia, Peter Stein, CC BY-SA 3.0, zeigt den Kur-und Ausflugsort Radolfzell. Mal ehrlich, wer möchte dort nicht zu Hause sein oder zumindest eine Heimstätte haben? Sicherlich eine große Bürde für Herrn Resch und seine „Mannen“ dort zu „arbeiten“ und sich für unser „Gemeinwohl“ einzusetzen.


Abb.8, Quelle: Google Earth, zeigt das Hauptstadtdomizil von Herrn Resch und seiner Deutschen Umwelthilfe. Nun, ein luxuriöses Anwesen in einer erstklassigen Berliner Gegend. Man lässt es sich offenbar recht gutgehen, bei der Deutschen Umwelthilfe. Davon können die Malocher in unserem Land, bei den heutigen Mietpreisen, deren Arbeitsplätze vernichtet werden sollen, nur von träumen.


Nach dem kurzen Schwenk in Abb.5 dann das Eigentliche. Eine Schmierenkomödie könnte nicht anders sein (Abb.9).

Abb.9, Quelle wie Abb.2, zeigt einen überaus seriösen Herrn Resch, natürlich stehend, wie er gerade ein wichtiges Gespräch, natürlich für unser Gemeinwohl, zum Schutze der Umwelt und unserer Gesundheit, führt.


Merkwürdig nur, dass der Schreibtisch vor ihm so leer ist. Nicht mal ein Laptop zu sehen. Das Standartwerkzeug eines jeden Büroangestellten, wie Managers, der etwas (Sinnvolles) tut. Aber es kommt noch besser (Abb.10).

Abb.10, Quelle wie Abb.2, Wouwww, Staatspräsidenten lassen sich so vor ihrer Flagge abbilden. Ein Psychologe hätte seine wahre Freude an diesem Auftreten, zeigt es doch aus Sicht des Autors die Hybris von Herrn Resch, sein Verhalten, das an Größenwahn zu grenzen scheint.


Apropos „Größenwahn“. Ist unseren Lesern etwas in Abb.9 aufgefallen? Nicht? Dann möchte der Autor die Frage beantworten (Abb.11).

Abb.11.a. Wieder Herr Resch in seinem Arbeitszimmer und was hat er als persönliches dort an der Wand hängen? Keine Löwen, auch kein Löwenrudel, für dessen Schutz man sich stark machen könnte, nein, das Großporträt eines Löwenpaschas.


So sieht sich offenbar Herr Resch. Als Alphatier, als Führer (hatten wir doch schon mal), als König – der Pascha gilt im Tierreich als König der Löwen! Nein, dies ist offensichtlich kein Thema für die ZDF-Heute Nachrichten, an einem Samstag, zur besten Sendezeit um 19:00 Uhr, sondern ein Thema für einen Psychiater. So schreibt die FAZ über Herrn Resch: „Ein Missionar gegen Vieles“ (hier). In diesem Zusammenhang betrachte man auch das Bild von Herrn Resch im FAZ-Artikel.
Ebenso beachte man die weit aufgerissenen Augen in Abb.11.a. Vergrößerung in Abb.11.b.
 

Abb.11.b: Weit angerissene Augen beim gestellten Telefonat.


Aber eines muss man Herrn Resch lassen, Geschmack hat er. Ein wirklich schöner Anzug mit Krawatte und ein schickes Büro mit Naturholzschreibtisch. Der Arbeitsplatz vom Karle oder der Katja vom Band, deren Arbeitsplätze mit Hilfe des ZDF vernichtet werden sollen, ist dagegen schlichter gehalten (Abbildungen 12 und 13).

Abb.12, Quelle. Keine schmucke Arbeitskleidung à la Jürgen Resch, auch kein Naturholzschreibtisch, geschweige denn ein Paschabild an der Wand.


Da ist gar keine Zeit dazu, das Bild zu betrachten und sich beim Anblick des Bildes in Träume zu versetzen….

Abb.13, Quelle. Beim Artikel zu diesem Bild ist im Netz vermerkt „VW-Betriebsrat erwartet Arbeitsplatz-Verlust“.


Und die nächste „Sau“ hat bereits Panorama (auch ein öffentlich, rechtlicher Sender!) im Koffer. Und wieder dieselbe Masche: Angstmache mit Scheinmeldungen und angeblichen Toten und Gesundheitsgefahren, die einer näheren Betrachtung nicht standhalten. Diesmal sind es, passend zum Sommerloch, die Ausdünstungen im Auto.
Panorama: „Giftige Abgase: Die Gefahr im Auto.“ Auch hier soll diffamiert werden, in der Hoffnung, irgendwas wird schon hängen bleiben. Da ist zu hören: „Die Luft in Großstädten ist bekanntermaßen mit Stickstoffdioxid verpestet.“ „Verpestet“, da sollte jedem klar ein, was erreicht werden soll und welchen Wahrheitsgehalt die Sendung hat. Ist das Wort doch mit Tod und Verderben behaftet, was die Luft bekanntlich in keiner Stadt ist. Auch nicht in Hamburg. Auch hier bei den öffentlich, rechtlichen bei Panorama: Tendenziöse Berichterstattung, mit dem Ziel der Manipulation und Angstmache.
Da ist z.B. zu lesen „Bei Testfahrten im Stadtverkehr zwischen Düsseldorf und Köln lag die durchschnittliche Stickstoffdioxid-Belastung bei 84,7 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.“ Donnerwetter, was für eine Meldung. Beim Grillen mit Holzkohle ist der Griller einer Belastung ausgesetzt, die bis zu 5.000-mal so hoch ist, ohne jegliche Gesundheitsgefährdung! Siehe den Artikel des Autors hier. Und der Autor hat noch keinen Griller gesehen, der beim Grillen tot umgefallen wäre. Nichts als Angst- und Panikmache also. Den Machern von Panorama empfiehlt der Autor diesen Link.

Abb.14, Text und Collage: R. Leistenschneider, stammt aus dem EIKE-Artikel des Autors: „Das Kartell der Dummheit – Irrenhaus Deutschland„. Das Kartell der Dummheit wird in den Medien immer größer.


Nach diesem kleinen Exkurs zurück zu Herrn Resch. Nicht genug mit seinem Auftrittes am 14.07. zur besten Sendezeit in ZDF-Heute, hatte der „Hoffnungsträger der Nation“ oder doch besser „Retter der Nation“ am Dienstag den 17. Juli 2018 wieder einen Auftritt zur besten Sendezeit in den ZDF-Heute-Nachrichten um 19:00 Uhr (Abb.14).

Abb.15, Quelle: Screenshots aus ZDF-Heute-Nachrichten (19:00 Uhr) am 17.07.18 (auch hier: Weit aufgerissene Augen).


Diesmal ging es nicht um die bösen Autobauer, sondern um die bösen Landwirte, die angeblich unser Trinkwasser vergiften. Auch hier kommt Hilfe in „letzter Sekunde“, nach der Inszenierung des ZDF, von der Deutschen Umwelthilfe und dessen Alpha-Tier, nein, dessen Geschäftsführer, Herrn Resch, wie er selbst im Beitrag von sich gibt: „Wir versuchen nun auf dem gerichtlichen Wege…ähnlich wie wir dies bis jetzt erfolgreich mit …“
Der Autor geht jetzt nicht davon aus, dass Herr Resch deswegen so viel nach Brüssel und Berlin unterwegs ist, um sich als Lobbyist für niedrige Grenzwerte stark zu machen und diese mit Hilfe von NGOs und deren politischen Parteien durchsetzt, um anschließend klagen zu können und sich und „seine“ politischen Parteien als Retter in Szene zu setzen. Dies alles dann zu Lasten von Millionen von Dieselfahrern, deren Diesel weniger Wert werden und zig hunderttausenden von Arbeitsplätzen.
Angstmache in der Bevölkerung
Also schon wieder Grenzwerte. Diesmal beim Nitrat. Zuerst zur Begriffserklärung. Da existieren die EU-Grundwasserrichtlinie, die in die deutsche Grundwasserverordnung überging, sowie die EU-Trinkwasserrichtlinie, die in die deutsche Trinkwasserverordnung überging. Auch wenn beide denselben Grenzwert von 50 mg/l haben, beschreiben beide vollkommen andere Dinge, die voneinander völlig unabhängig sind, d.h. das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Im ZDF-Heute-Beitrag ging es um die EU-Grundwasserrichtlinie.
Nun trinken wir unser Wasser bekanntlich nicht aus Pfützen oder Sulen, sondern Wasser aus den Wasserleitungen. Sollten die Nitratwerte im Grundwasser zu hoch sein, werden diese durch die Wasserversorger reduziert, so dass wir einwandfreies Wasser trinken. Der Beitrag vermittelte indes den Eindruck (da wurden gleich mehrere Güllesprinkler gezeigt und denen viel Sendezeit eingeräumt, ein Schelm, der Böses dabei denkt), die Landwirte würden sich als Brunnenvergifter an unserer Gesundheit vergehen, was vollkommener Unsinn ist. Einzig der Wasserpreis kann geringfügig steigen, müssen zu hohe Nitratwerte aus dem Grundwasser reduziert werden. Unsere Gesundheit ist nicht betroffen.
Um was geht es Herrn Resch? Dazu lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Wir haben in Deutschland im europäischen Vergleich die niedrigsten Lebensmittelpreise. Und das hat eine Auswirkung natürlich auf die Landschaft. Denn wir produzieren viel zu intensiv. Und einer der Leidtragenden ist eben das Grundwasser, das bei uns einfach rekordmäßig vergiftet ist.“ (Quelle). Auch hier scheint man den Unterschied zwischen Grund- und Trinkwasser nicht zu kennen.
So, so, dem „Retter der Nation“ sind also unsere Lebensmittelpreise zu niedrig und sollen teurer werden. Die Deutsche Umwelthilfe wird doch wohl nicht auch mit Spenden vom Einzelhandel bedient, wie mit Spenden von Toyota, die bekanntlich keine Diesel bauen?
Ihm und seinen Grünen geht es aber wohl noch um etwas anderes. Im Netz ist hier zu vernehmen:
„Vor allem Franken und Niederbayern belastet“. Aha, beide Gebiete sind in Bayern und in Bayern sind im Herbst Landtagswahlen. Sollen etwa mit der Angstmache in der Bevölkerung den Grünen wieder einmal Wählerstimmen zugetrieben werden? Was sind eigentlich Nitrate und von wo stammen sie?
Nitrate sind Teil des Stickstoffkreislaufs der Erde. Dieser Kreislauf hat seine Hauptursache im dem Austausch des atmosphärischen Stickstoffs mit dem Boden. 99% des Stickstoffs, der zur Nitratbildung notwendig ist, stammen aus der Atmosphäre. Dazu die Uni Bayreuth (Abb.15).

Abb.16, Quelle. „Der Gesamtstickstoffgehalt der Erde beläuft sich auf 1015 Tonnen und findet sich zu 99% in der Atmosphäre (78% der Luft). Weniger als 1% kommt, vor allem als Salpeter bzw. Chilesalpeter, gebunden in der Lithosphäre vor, der Rest verteilt sich auf Hydrosphäre und Biosphäre. Stickstoff ist Bestandteil der Aminosäuren, der DNS sowie Vitaminen und daher unverzichtbar für alle Lebewesen!“


Herr Resch ist bekanntlich als Vielflieger bekannt. Die Umweltbelastung schert ihn dabei wenig*, ist er doch zur Rettung der Menschheit und für unser Gemeinwohl unterwegs und nimmt all die Pein, die damit verbunden ist auf sich.
* Im Netz ist zu vernehmen: Herr Resch ist Mitglied des sog. HON Circles bei der Lufthansa. Diesen höchsten Vielfliegerstatus erhält derjenige, der innerhalb von zwei Jahren 600.000 Meilen fliegt. Dies sind ca. 28,5 Erdumrundungen. Damit gehört Jürgen Resch zu einem kleinen und erlauchten Kreis von knapp 3.000 Lufthansa-Vielfliegern. Wer die begehrte schwarze Karte besitzt, wird vor und nach dem Flug in exklusiven Topkunden-Lounges verwöhnt und auf Wunsch sogar in einem Porsche-Cayenne direkt zum Flugzeug gebracht. Was für Unannehmlichkeiten.
600.000 Meilen, sind 924.000km. Pro Flugkilometer und Passagier (bei vollausgelasteten Flugzeugen) beträgt der CO2-Ausstoß 0,3 kg/km (die Daten schwanken zwischen 211 und 380 g). Dies ergibt die Menge von:
Allein durch seine Vielfliegerei belastet Herr Resch unsere Umwelt mit 924.000 x 0,3kg CO2 = 277.200 kg CO2. Wohl bemerkt: Mindestens!

Abb.17 zeigt Herrn Resch und seine politischen Wegbereiter. Jürgen Resch, der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, auf dem Parteitag der Grünen, mit donnerndem Applaus und Standing Ovation. Quelle, Collage: R. Leistenschneider.


Siehe hierzu auch hier.
ZDF-Heute, Gülle, Jürgen Resch und seine Deutsche Umwelthilfe?? Passt doch irgendwie zusammen! Natürlich passt das zusammen, sonst wäre es doch nicht zusammen gesendet worden. Was hat es mit „der Sau“ auf sich, die diesmal „durchs Dorf gejagt“ wird, hat der Autor gerade dargelegt.
Schon eigenartig, wie ZDF-Heute die Deutsche Umwelthilfe als die Institution zur Rettung unserer Nation hochspielt. Ist sie doch für viele andere (siehe die diversen Links im Artikel) bestenfalls ein Abmahnverein, schlimmstenfalls ein Lobbyisten-Verein für ihren Großspender Toyota. Das ZDF:

  • Hat das seinen Sitz in Mainz? Ja!
  • Ist Mainz nicht die Hauptstatt von Rheinland-Pfalz? Ja!
  • Ist dort nicht die Partei mit in der Regierung und hat über den Fernstehrat, bzw. den Verwaltungsrat unmittelbaren, bzw. mittelbaren Einfluss, was beim ZDF gesendet und wer dort eingestellt wird, denen jedes Mittel recht zu sein scheint, Wählerstimmen zu erhaschen? Nein.

Da sind doch die Grünen mit in der Regierungsverantwortung und die Grünen sind doch die Gutmenschen. Ach so. Und überhaupt, sind der Fernsehrat und ganz besonders der Verwaltungsrat des ZDF politisch unabhängige Einrichtungen. So, so. Dem Verwaltungsrat sitzt doch die Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin vor. Schauen wir doch mal rein.
Fernsehrat des ZDF
Der ZDF-Fernsehrat hat 60 Mitglieder und besteht aus einer „bunten“ Mischung von Parteimitgliedern der CDU, SPD, Die Linke und Grünen, Vertreter aus Religionsgemeinschaften, sowie aus Vertretern diverser Gesellschaftsgruppen, u.a. vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) und NABU (Naturschutzbund Deutschland). U.a. berät der Fernsehrat den Intendanten im Hinblick auf die Programmgestaltung. Er ist das oberste Gremium in der Programmkontrolle und wählt die Vertreter des Verwaltungsrates.
Der NABU ist doch die Vereinigung, die sich auf ihrer Web-Seite so über die Zuwendungen der Deutschen Umwelthilfe von 250.000€ jährlich für Natur-und Umweltschutzprojekte freut. EIKE berichtete darüber hier: „1975 wurde die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gegründet. Die DUH gibt im Schnitt über 250.000 Euro im Jahr für die Förderung einer Vielzahl von kleinen und mittleren Natur- und Umweltschutzprojekten aus.“ Wird jetzt dieser Link hier betätigt, der letztes Jahr, vor der Veröffentlichung in EIKE, zu der NABU-Aussage führte, wird heute die Seite nicht mehr gefunden.
Von besonderem „Interesse“ über die Zusammensetzung des ZDF-Fernsehrates ist deren Vorsitzende, Frau Marlehn Thieme. Neben Ihrer Tätigkeit als Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates ist sie Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Rat wurde 2001 unter Gerhard Schröder (damals waren die Grünen mit in der Regierung) gegründet und berät die Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit. Weitere Aufgabe des Rates ist, in der Bevölkerung die Politik der Nachhaltigkeit zu verankern.
Abb. 18 wegen Unklarheit bzgl. Copyright hier nicht gezeigt
Abb.18, siehe Quelle, zeigt die Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates und die Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung.
Nun ist Nachhaltigkeit nichts schlechtes, ganz im Gegenteil. Jeder Landwirt, der seine Felder bestellt, betreibt damit nachhaltiges Wirtschaften. Und wer will ernsthaft behaupten, die Landwirte sind nicht eine tragende Säule unseres Landes. Verlässt man indes die praktische Ebene und begibt sich in die politische, sieht das Ganze leider nicht mehr schön aus.
Unter den 15 Mitgliedern des Rates gehören die Präsidenten, bzw. Vorsitzende des NABU und des BUND. Hoppla, NABU und BUND, die sind doch auch im ZDF-Fernsehrat. Wie klein doch die Welt ist und wie „schön“ sich der Kreis schließt. Da braucht sich jetzt niemand mehr zu wundern, warum das ZDF in seinen Heute-Nachrichten tendenziöse Meldungen verbreitet, seltsamen Personen eine Plattform zur Selbstdarstellung bietet, die Autoindustrie kaputt machen will, dem Karle vom Band seinen Job wegnehmen will, die Landwirte als Kriminelle versucht hinzustellen,… und mit seiner tendenziösen Berichterstattung weite Teile der Bevölkerung manipuliert.
Fazit

  • Das ZDF verbreitet in seinen Heute-Nachrichten tendenziöse Meldungen, die nichts mit den Realitäten zu tun haben.
  • Im ZDF wird der Zuschauer über Bilder, Texte und Mimik der Nachrichtensprecher/in manipuliert. Eine objektive Berichterstattung ist nicht erkennbar.
  • Die Geschehnisse beim ZDF-Heute vom 14.07.2018 sind ein Thema für den ZDF-Fernsehrat. Anmerkung: Bei der Vorsitzenden und der „Vetterles Wirtschaft“ indes ein Witz, dies dort untersuchen zu lassen. Ungefähr so, als würden die Windkraftbetreiber gefragt, ob die Windräder stillgelegt werden sollen.
  • Das ZDF betreibt offensichtlich unerlaubte Wahlwerbung für die Partei der Grünen.

Da ist auf der einen Seite die deutsche Autoindustrie, mit fast 2 Millionen Beschäftigten (direkt und indirekt). Gut 6 Millionen Menschen (Familie einberechnet). Die Wirtschaftswoche schreibt hier:
„Der deutschen Autoindustrie ist etwas Seltenes gelungen: Seit dem Startschuss Ende des 19. Jahrhunderts, als Carl Benz in Mannheim das Automobil erfand, fährt sie ununterbrochen vorne mit, beim Absatz wie bei der Leistungsfähigkeit der Autos. Heute hat die Autoindustrie in keiner anderen Volkswirtschaft der Welt einen so großen Anteil an der heimischen Wertschöpfung wie in Deutschland.“
Weiter auf dieser Seite, die deutsche Landwirtschaft (unsere Bauern) mit fast 1,3 Millionen Beschäftigen – mehr als 3 Millionen Menschen (Familie eingerechnet) – die dafür sorgen, dass wir täglich unsere Lebensmittel, in der von uns erwarteten Qualität, erhalten.
Weiter auf dieser Seite, über 80 Millionen Verbraucher, also Menschen, denen ihr Geld aus der Tasche gezogen werden soll.
Auf der anderen Seite, ein Verein, der sich Deutsche Umwelthilfe nennt, stimmen die Angaben des NABU, mit Umwelt ungefähr so viel zu tun hat, wie ein Schneeschauer in Berlin im Juli:

  • Dem unsere Lebensmittelpreise zu niedrig sind. Wir also alle mehr zahlen sollen oder nicht mehr das essen dürfen, was uns schmeckt.
  • Dessen Geschäftsführer sich keinen feuchten Kehricht um die Umweltbelastung schert, die er durch seine Vielfliegerei verursacht.
  • Ein Verein, der offensichtlich als Lobbyisten Verein unterwegs ist (Stichwort Toyota).
  • Ein Geschäftsführer, der hoffentlich nicht seine vielfältigen Reisen nach Brüssel dafür nutzt, um unsinnig niedrige Grenzwerte zu schaffen, damit er sich und „seine“ Grünen als vermeintlichen Retter in Szene setzen kann.
  • Dessen Geschäftsführer womöglich irre ist.
  • Der lediglich das Mandat für 243 Mitglieder (Stand 2016) hat, das sind weniger als 0,0003% der Bevölkerung

Ebenfalls auf der anderen Seite gibt es einen öffentlich, rechtlichen Sender, der mit Hilfe tendenziöser und manipulierender Berichterstattung ein Klima schaffen will, um mit falschen Propheten politische Richtungen, zum Schaden unseres Landes und seiner Menschen, durchsetzen will.
Ebenfalls auf der anderen Seite gibt es eine Partei, die mit Hilfe von Angst-und Panikmache Wählerstimmen zu gewinnen sucht.

Abb.19: Der falsche Heilige. Collage: R. Leistenschneider, In Anlehnung an Hossein Kazem, Quelle.


Und auch auf der anderen Seite, eine Clique von Großverdienern, bei der Umweltbehörde in Brüssel, die nie etwas rechtes gearbeitet hat, aber dem Karle vom Band mit unsinnigen Grenzwerten seinen Job nehmen will und Millionen ihr Geld aus der Tasche ziehen wollen. Was es mit deren Umweltverständnis auf sich hat, soll eine kleine Rechnung zeigen.
Die veranstalten doch immer mal wieder sog. Umweltkonferenzen zum Schutz unseres Planeten. Die letzte in unserem Land fand in Bonn statt.
Die Klima-Konferenzteilnehmer kamen aus der ganzen Welt. Demnach beträgt die mittlere Flugstrecke 10.000 km, nur hin, hin und zurück also 20.000 km. Bei 25.000 Teilnehmern also 500.000.000 Passagierkilometer. Pro Flugkilometer und Passagier (bei vollausgelasteten Flugzeugen) beträgt der CO2-Ausstoß 0,3 kg/km. Dies ergibt die Menge von 150.000.000 kg.
Der EU-CO2-Grenzwert liegt derzeit für ein Fahrzeug bei 95g/km. Damit rechnen wir. Die durchschnittliche Fahrstrecke liegt bei ca. 10.000km/Jahr. Die Klimakonferenz dauerte ca. 2 Wochen. In dieser Zeit fährt also ein Durchschnittsfahrer 10.000km/26 = 384,6 km.
Auf dieser Strecke werden 384,6 km x 0,095 kg/km = 36,5 kg CO2 ausgestoßen.
Mit dem oben errechneten Wert von 150.000.000 kg CO2-Ausstoß der 25.000 Teilnehmer in 2 Wochen, könnten demnach 150.000.000 kg / 36,5 kg = 4.109.589 Fahrzeuge fahren. Oder in der Sprache der Konferenzteilnehmer ausgedrückt:
Die Klimakonferenz entspricht dem CO2-Äquivalent von über 4,1 Millionen Fahrzeugen. Sieht bei Stickoxiden ähnlich aus.
Aber den Diesel wollen die kaputt machen und anschließend kommt der Benziner dran….
Der Autor überlässt es unseren Lesern, wo die Good Guys zu finden sind und wo die Bad Guys?
Raimund Leistenschneider – EIKE