Die Börsen entdecken wieder die Kernenergie: Götter­dämme­rung für die Erneuer­baren?

Bei den meisten Politikern entsteht der Eindruck, dass sie bei den Wahlen darum wetteifern, wer am besten lügen kann, um hinterher dann ungeniert weiter das zu tun, was man für richtig hält. Risiken gehen sie kaum ein, und für die Kosten kommt der Steuerzahler auf. Besondere Meisterschaft beweist auf diesem Gebiet eine allseits bekannte Bundeskanzlerin, deren Kurventauglichkeit bei abrupten Wenden selbst die eines Formel-1-Boliden weit in den Schatten stellt.
Anders verhält es sich dagegen bei Börsianern. Man mag von dieser Spezies alles andere als begeistert sein, aber sie unterliegen einer gnadenlosen Auslese, wenn es darum geht, gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends richtig einzuschätzen. Die Regel ist einfach: Wer auf das falsche Pferd setzt, verliert. Und genau deshalb geben sich diese Kreise größte Mühe, wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Entwicklungen genau zu beobachten und möglichst zur richtigen Zeit auf das richtige Pferd zu setzen.
Dabei spielen auch Förderungen und Subventionen eine Rolle, denn Branchen, die sich im warmen Regen staatlicher Förderungen alimentieren dürfen, versprechen langfristig sichere Gewinne. Das Problem dieser Unternehmen beginnt jedoch dann, wenn die politische Stimmung, der sie ihre Förderung verdanken, kippt. Und genau das scheint sich im Moment anzudeuten.
Hierzu ein paar dürre, aber bezeichnende Fakten: Siemens, die bereits vor Jahren aus der Kernenergie ausgestiegen sind und kräftig in Wind investierten (u.a. Übernahme des spanischen WEA-Herstellers Gamesa), gaben heute massiv nach: Gegen 16.30 Uhr lag das Defizit an der Frankfurter Börse bei über 3,2 %. Vestas, der dänische Marktführer bei Windenergieanlagen, notierte zum gleichen Zeitpunkt an der Kopenhagener Börse sogar um fast 20 % tiefer. Ein ungewöhnlich tiefer Sturz. Hintergrund scheinen Nachrichten über Bestrebungen in den USA zu sein, die bisher üppigen Fördergelder in Form von Steuervorteilen für die Windenergie zurückzufahren.
Das wäre an sich noch nicht weiter bemerkenswert, wenn es dazu nicht noch eine kontrastierende Gegenbewegung gegeben hätte. Die Aktien von Uranminen, die seit einem kurzen Zwischenhoch im Februar ihren jahrelangen post-Fukushima-Abwärtstrend fortgesetzt hatten, schossen an den Börsen in den USA und Kanada innerhalb kürzester Zeit um teilweise mehr als 20 % nach oben. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass maßgebliche Finanzkreise beginnen, Kapital aus den „Erneuerbaren“ abzuziehen und stattdessen in die lange gemiedene Kernenergie zu pumpen. Noch ist es zu früh um beurteilen zu können, ob dieser Gegentrend längerfristig anhalten wird. Eins ist jedoch bereits jetzt eindeutig festzustellen: Die Börsianer halten die Kernenergie offensichtlich nicht für ein Auslaufmodell, sonst wäre die Bewegung nicht so massiv ausgefallen. Ihnen ging es offensichtlich darum, nicht zu spät auf einen anfahrenden Zug aufzuspringen.

Kostensteigerungen für Offshore-Windfarmen (Grafik: GWPF)


Von Interesse sind in diesem Zusammenhang noch zwei weitere Meldungen: Die Aktie von Tesla, die von der Börse schon länger misstrauisch beäugt wird, nachdem Hr. Musk es bisher nicht geschafft hat, seine vollmundigen Versprechungen bezüglich des Ausstoßes von Modell 3-Fahrzeugen einzulösen, fiel heute zeitweilig unter die 300-$-Marke. Und die Schlangenölverkäufer des dänischen Windparkbetreibers Ørsted, früher Dong Energy, haben es geschafft, zwei dänischen Pensionsfonds für rund 2 Milliarden britische Pfund Anteile eines gigantischen Offshore-Windparks aufzuschwatzen, der in der Irischen See entstehen soll. Preisvergleiche zeigen, dass die Pensionsfonds bis zu 20 % mehr zahlen müssen als bisher für solche Projekte üblich. Geht die Sache schief, dann werden sich dänische Rentner Gedanken machen müssen, wie sie wieder an ihre „ethisch“ investierten Renten kommen. Irgendwie erinnert das Ganze ein wenig an Prokon oder Solarworld…
Fred F. Mueller




Es ist sehr schwer, bei COP23 irgend­welche guten Nach­richten zu finden

[*Unübersetzbares Wortspiel: ,enviro-crats‘]

Hinsichtlich dieses Rahmenwerkes haben die Länder nur sehr wenig versprochen.

Nichts davon sollte jemanden überraschen angesichts dessen, was das Paris-Abkommen tatsächlich enthält im Gegensatz zu dem, was man es verkündet hat. „Dieses Abkommen ist ambitioniert, wobei sich jedes Land seine eigenen spezifischen Ziele setzt und diese zu erreichen versucht“, sagte Präsident Obama im Jahre 2015. Das war damals. Jetzt, so erklärt die New York Times, „bleiben viele der in Paris abgegebenen Versprechungen ziemlich undurchsichtig, und die meisten Nationen haben sich nur sehr verschwommen ausgedrückt, welche spezifische Politik zum Erreichen dieser Ziele sie verfolgen wollen. Es gibt kein offizielles Verfahren, diesen Fortschritt zu quantifizieren“.

Im Jahre 2015, als die Staatenlenker das Abkommen signierten, waren sie guter Hoffnung, dass der Impuls und das gute Gefühl von Paris die Lücken zwischen Rhetorik und Realität füllen würden. Obama zufolge „sendet das Abkommen ein mächtiges Signal, dass sich die Welt fest zu einer Low-Carbon-Zukunft verpflichtet“, welche helfen würde, „Investment und Innovation freizusetzen in einer Größenordnung, die wir noch nie erlebt haben“. Aber auch Investoren konnten in dem Abkommen lesen. Im Jahre 2016 sanken global die Investitionen in saubere Energie um 18 Prozent, das war das schlechteste Ergebnis jemals. In Entwicklungsländern betrug der Rückgang 27 Prozent. Und Investitionen aus der Ersten Welt in Ländern der Dritten Welt, welche entscheidend für globalen Fortschritt angesehen werden, sanken um 26 Prozent.

Offensichtlich lautet der Plan, mit dem Stochern im Schlamm fortzufahren. Ein Ziel von Bonn ist es, das Regelwerk endgültig festzuklopfen, welchem die Länder freiwillig folgen (oder auch nicht) mit ihren freiwilligen Versprechungen. Ein weiteres Ziel ist es, „einen ,unterstützenden Dialog‘ in Gang zu bringen, und zwar planmäßig im nächsten Jahr 2018“, schreibt die Washington Post. „Der unterstützende Dialog wird eine vorläufige Zustandsbeschreibung sein … Man sollte also von den Bonner Verhandlungen erwarten, einen Konsens bzgl. der Struktur dieses ersten entscheidenden Schrittes zu erzielen“. Sollte der unterstützende Dialog im nächsten Jahr seine Ziele nicht erreichen – wie auch immer diese aussehen – ist eine „globale Bestandsaufnahme“ bereits für das Jahr 2020 angedacht.

Aber noch ist nicht alles verloren: Syrien ist endlich mit im Boot. Der von Kriegen zerrüttete, gescheiterte Staat, die einzige Nation, die das Paris-Abkommen noch unterzeichnen muss, hat angekündigt, dies zu tun. „Mit der Entscheidung Syriens ist die kompromisslose Verpflichtung der Weltgemeinschaft, bzgl. Paris zu liefern, klarer denn je“, posaunte Paula Caballero vom World Resources Institute hinaus. „Die Isolierung der USA sollte für Trump ein Anlass sein, noch einmal nachzudenken“. ThinkProgress, eine mit dem Center for American Progress verbundene Website erklärte, dass „ein Land mitten im Bürgerkrieg bzgl. des Klimawandels besser dasteht als die USA“.

Syrien hat gar nichts versprochen, aber Versprechungen spielen ohnehin keine Rolle. Bashar Al-Assad hat ganz offensichtlich keinerlei Interesse daran, dem Klimawandel entgegenzutreten oder den Kohlenstoff-Fußabdruck seines Landes zu reduzieren – außer seinen Bürgern die Energieversorgung zu erschweren oder die Bevölkerungszahlen zu dezimieren. Aber er unterschrieb; er spielt mit bei dem Spiel. Und es war eine gute Gelegenheit, Präsident Trump eins auszuwischen. Aber ist das nicht sowieso schon alles, um das es bei Maßnahmen gegen den Klimawandel geht?

Der gesamte Beitrag steht hier.
Oren Cass ist ein führendes Mitglied des Manhattan Institute.
Link: https://wattsupwiththat.com/2017/11/11/good-news-is-hard-to-find-at-cop23/




Wie kommt es, dass Verleug­nung umso wuchtiger zuschlägt, je mehr…

Klimawandel“ und wieso man sich als Psychoanalytiker damit beschäftigen kann

Frau D. H. Kohlen hat vor einiger Zeit etwas zum Klimawandel geschrieben. Es ist eine (klitze)kleine Studie:
Psychoanalyse aktuell 05.10.2013, Delaram Habibi-Kohlen: [1] „Klimawandel“ und wieso man sich als Psychoanalytiker damit beschäftigen kann
Auszüge und die Ableitungen davon, leider nicht die Details, sind in [1] hinterlegt. Vorab dazu noch die Information, dass sich zur Klimawandel-Kompetenz dieser Fachfrau ansonsten per googel rein gar nichts Weiteres finden lässt. Ihre sonstigen – recht sporadischen – Spuren zu Kompetenzen weisen auf ganz andere Gebiete [3] [4] [5].

Umgang mit dem Klimawandel, Zeichen einer umfassenderen Krise unserer Zivilisation?

In der „Studie“ [1] interviewte Frau D. H. Kohlen 15 Psychologie-Studenten im Alter zwischen 21 und 44 Jahren, als Versuch:
festzustellen, wie „Klimawandel“ als eigenes Thema, als Untersuchungsgegenstand, als Problem in seiner Wirkungsweise auf Menschen verstanden werden kann
im Rahmen
[7] einer Untersuchung mit tiefenpsychologischen Interviews zum Thema „Umgang mit dem Klimawandel“ „
um die Fragestellung
Ist unser Umgang mit dem Klimawandel Zeichen einer umfassenderen Krise unserer Zivilisation? Wie gehen wir mit unserem Wunsch nach mehr und der Notwendigkeit von Verzicht um?
zu klären.

Der Klimaleugner schützt sich mithilfe der Verleugnung vor unerträglichen Ängsten

Weshalb dazu ausgerechnet Psychologiestudenten (er-)lösende Aussagen beibringen sollten, lässt sich aus der Studie nicht entnehmen. Es ging aber auch nicht um den Klimawandel an sich. Erkennbar ist Frau D. H. Kohlen felsenfest davon überzeugt, dass der Klimawandel genau so, wie es die Medien und Klimafachpersonen berichten, Fakt ist. Bei ihr erzeugt dies erkennbar schlimmste Zukunfts-Ängste und anstelle sich davon (zum Beispiel durch Wissen) zu „befreien“, projiziert sie ihre Ängste auf andere. Dabei sucht sie keine Lösung, sondern eine Erklärung, warum die Anderen ihre Ängste nicht haben, noch dazu unter der Prämisse, dass wer ihre Klima-Angst nicht teilt, selbstverständlich „auf die psychoanalytische Couch gehört“ und „umgedreht“ werden muss, Beispiel:
[1] Interessanterweise sinkt mit wachsender Bestätigung der Daten zum Klimawandel die Anzahl der Menschen, die an die Existenz des (anthropogenen) Klimawandels glauben. Wie kann man das erklären? …
… Wie kommt es, dass Verleugnung umso wuchtiger zuschlägt, je mehr wir durch die Medien mit immer schlimmeren Bestätigungs-Meldungen zum Klimawandel konfrontiert werden?
Frau D. H. Kohlen hat erkennbar kein tiefer gehendes Wissen vom Klima und seinem stetigen Wandel, sondern den hysterischen Gedanken aus dem AGW-Konstrukt übernommen, den sie als Wissen auslegt.
Damit ist Frau D. H. Kohlen aber nicht mehr neutral in ihren Interpretationen und bekommt genau das als Ergebnis, was sie erwartet hat:
Sie findet einen Gruppenteil der eher Klimawandel-Gläubigen:
[1] … einige Probanden weinten z.B., als sie sich die Erde ausmalten wie eine verletzte Mutter. Wunsch-Phantasien von einem gelungenen Zusammenschluss der Menschen kamen auf. Verbindungen zu  anderen Menschen wurden gesucht, es gabt ein Bedauern darüber, keine Verbindung zur Natur mehr zu spüren, sie auch nicht zu kennen
und einen Gruppenteil, der es eher nicht ist und unterschiedlich artikuliert, was sie auf ihre Art interpretiert und ausmalt:
[1] … Die andere Gruppe lehnt die Wahrnehmung jeglicher Form von Abhängigkeit eher ab, die bei einigen Probanden bis zur bewussten Ablehnung jeder Vorstellung von Verantwortung für die nachfolgenden Generationen geht. Kinder werden eher als lästig erlebt, als Belastung für die eigene Lebensgestaltung. Die Interviews sind hier eher geprägt von einem kühl-sachlichen Ton. Die Probanden sind vorwiegend pragmatisch orientiert und Klimawandel wird entweder als nicht-existent eingeschätzt oder aber als etwas, für das man Lösungen braucht wie z.B. „Häuser weiter oben hin bauen“ (als Schutz vor Hochwasser). Klimawandelskeptiker können gut relativieren und sich sogar Vorteile vorstellen, z.B. könne Deutschland dann ein Urlaubsland werden, während die Malediven untergingen, was aber nicht schlimm sei, denn da kämen die Leute eh nur zum Tauchen hin, wie ein Proband ausführte. Klimawandel wird hier gesehen als etwas, an das man sich gewöhnen kann und für das man technologische oder pragmatische Lösungen finden wird bis hin zum „Leben unter einer Kuppel“: Die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen wird klein geredet (verleugnet). In dieser Gruppe gelten die zu erwartenden Effekte dann als normal, die Menschen „kennen das ja dann nicht anders.“ Hier gibt es eine Ersparnis von Bedauern, das übersprungen und rationalisiert wird. Trotzdem kann das häufige und von vielen zitierte Bild des ertrinkenden Eisbären in dieser Gruppe Bedauern auslösen, aber eben nur ein punktuelles, das in Kauf genommen wird und nicht mit größerem Artensterben in Verbindung gebracht wird: „Das ist eben der Lauf der Dinge“.
Zum Schluss weiß sie sich wohl nicht mehr zu helfen. Es bleibt ihr unerklärlich, wie Probanden „furchtlos“ mit dem Klimawandel umgehen können und findet nur eine tiefenpsychologische Erklärung dafür:
[1] … Der Klimaleugner schützt sich mithilfe der Verleugnung vor unerträglichen Ängsten
Die Idee, dass es umgekehrt sein könnte, und vielleicht sie „auf die Couch“ gehören würde, bleibt ihr verschlossen.
Beim Durchlesen und Erarbeiten des Inhalts kann man eine Parallele ziehen und meint streckenweise die Psyche einer Bundesministerin, Frau Hendricks zu lesen.
Fazit
Etwas unerklärlich bleibt dem Autor, welche besondere, wissenschaftliche Reputation „Das Erste“ veranlasst hat, Frau D. H. Kohlen in der Reportage zum Klimawandel zu „bringen“. Der „Erkenntnisgewinn“ aus der (klitzekleinen) Studie erscheint ihm relativ unbedeutend, vor allem nicht einleuchtend. Dabei würde eine unvoreingenommene, psychoanalytische Betrachtung mit Sicherheit viel Stoff hergeben, vor allem unter dem Gesichtspunkt, wer sich auf welcher Seite der Couch befindet.
Unter dem Gesichtspunkt, Sendezeit zu „besetzen“ und dabei auf gar keinen Fall eine klimawandel-kritische Bemerkung zu riskieren, war es jedoch bestimmt eine gute Wahl.
Für einen technisch orientierten bleibt die Erkenntnis, dass auch Geisteswissenchaftler*innen nicht automatisch mehr Kenntnis erlangen, oder dazu beitragen helfen.
Quellen
[1] Psychoanalyse aktuell 05.10.2013, Delaram Habibi-Kohlen: „Klimawandel“ und wieso man sich als Psychoanalytiker damit beschäftigen kann“
[2] EIKE 7. November 2017: Der Klimareport im Ersten – Objektive Information versprochen – Propaganda geliefert! Oder: Täuschen, tricksen, Bauernfänger, das Lückenmedium ARD und seine willigen Vollstrecker“
[3] VHS Frankfurt 5. September 2016, 25 Jahre Frankfurter Psychoanalytische Freitagsrunde, Dipl.-Psych. Delaram Habibi-Kohlen, Bergisch-Gladbach: Mikroprozesse in der Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamik aus intersubjektiv-postkleinianischer Sicht
[4] Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V., Delaram Habibi-Kohlen, Vortrag vom 9.4.2013: „Ich hasse dich – ich kann nicht ohne dich“ Zum psychoanalytischen Verständnis der perversen Paardynamik
[5] Katholisches Bildungswerk Erzbistum Köln, Schulungsveranstaltung Fr., 10.11.2017 Delaram Habibi-Kohlen Dafür sind Sie doch da! – Auftrag und Angebot der Telefonseelsorge
[6] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur
[7] IDPAU 14.01.2013, Delaram Habibi-Kohlen: Vortrag Psychoanalytische Überlegungen zum Klimawandel




Klima-Kriegsfront erreicht Schulen in New Mexico

Ende September schien das PED noch nicht dem NGSS-Klimadogma zu folgen, und merkte an, dass der jüngste Temperaturanstieg nicht ungewöhnlich ist, sondern sich einreiht in unser wissenschaftliches Verständnis historischer Temperatur-Fluktuationen. Dabei ist der kürzliche Anstieg und der nachfolgende Stillstand historisch nicht ungewöhnlich. Im Gegensatz dazu übernimmt die Abteilung Klima-„Wissenschaft“ im NGSS unkritisch das falsche Narrativ, dem zufolge die Wissenschaft settled ist, dass Wissenschaftler darin übereinstimmen, dass menschliche Aktivitäten einen gefährlichen Klimawandel zur Folge haben, dass Kohlendioxid ein die menschliche Gesundheit und die Umwelt gefährdender Verschmutzer ist und dass wir die Myriaden von Faktoren allesamt verstehen, welche den Klimawandel treiben, sowie deren Wechselwirkungen untereinander.

Das National Center for Science Education (NCSE) opponiert unablässig gegen die Bemühungen der Schulgremien und der Legislative, ein ordentliches und ausgeglichenes Verständnis zum Stand der Klimawissenschaft zu vermitteln. Das trügerisch sich so nennende NCSE besteht nicht aus Wissenschaftlern oder Naturkunde-Lehrern, sondern aus Aktivisten, welche sich teilweise dem Dogma der globalen Erwärmung verschrieben haben: Die Menschen verursachen Klimawandel; die Folgen werden katastrophal sein; und Regierungen müssen ihre Untertanen zwingen, weniger Energie zu verbrauchen und „einfacher“ zu leben, um eine Katastrophe zu verhindern. Das Interesse des NSCE und radikaler Umweltaktivisten ist, wenn es um Klimawandel geht, ausschließlich auf Lehrbücher gerichtet, die den Schülern und Studenten vorgeben, was sie zu denken haben, und nicht, wie sie denken sollen.

Während Kohlendioxid ein Treibhausgas ist und die Menschen irgendeinen Einfluss auf das Klima der Erde genommen haben mögen, bleiben die wichtigsten Fragen unbeantwortet. Sind Menschen oder natürliche Bedingungen ursächlich für den größten Teil der Erwärmung im vorigen Jahrhundert? Wäre eine globale Erwärmung alles in allem schlecht oder gut für die Menschheit? Falls die Menschen verantwortlich sind und die Folgen allgemein schädlich sind, wie sollte man am besten vorgehen? Zu jedem dieser Punkte herrscht weit verbreitet Uneinigkeit, und jeder, der etwas anderes sagt, der lügt!

Offenheit für Beweise und unablässige Nachfragen sind die Eckpfeiler wissenschaftlicher Entdeckungen, aber das ist offensichtlich nicht das, was das PED von New Mexico zu lehren beabsichtigt.

Weil sie die politische, einseitige Natur der NGSS-Standards erkannt haben, haben fast alle anderen US-Staaten es abgelehnt, diese Standards zu übernehmen. Einige Staaten haben versucht sicherzustellen, dass wenn Klimawissenschaft auf dem Lehrplan steht, die Lehrer auf die bedeutende, andauernde Debatte innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu den Gründen und Folgen des Klimawandels hinweisen.

Im April 2015 beispielsweise hat die Schulbehörde von West Virginia die nationale Wissenschafts-Standardsprache bzgl. Klimawandel modifiziert. Während nach diesen Original-Standards die Studenten aufgefordert werden, ausschließlich Fragen zum Anstieg der globalen Temperaturen zu stellen und Temperaturrückgänge zu ignorieren, fordert sie der neue Standard auf, über „Änderungen“ zu diskutieren, einschließlich Temperaturzu- und -abnahme oder deren Nicht-Änderung. Zusätzlich fordern die geänderten Standards auch Diskussionen über „natürliche Kräfte“ als Studiengebiet und deren möglichen Einfluss auf Klimawandel.

Die Klimawissenschafts-Standards in West-Virginia wurden so überarbeitet, dass sie „sicherstellen, dass Schüler und Studenten Fähigkeiten entwickeln, alternative oder gegensätzliche Behauptungen zu erkennen und voneinander unterscheiden und Argumente bewerten zu können … mit Beweisen, und dass sie über mit der Wissenschaft zusammenhängende Themen in klarer und objektiver Manier reden können“.

Später, nämlich in diesem Jahr 2017, genehmigte der Gesetzgeber von Idaho neue staatsweite Wissenschafts-Standards für die K-12-Bildung, in welchen jedwede Erwähnung des Menschen als Ursache von Klimawandel eliminiert worden ist. Der Gesetzgeber wies alle fünf Paragraphen zurück, in denen die original enthaltenen Standards beschrieben waren, weil darin nicht auf die andauernde Debatte über die Rolle der Menschheit beim Klimawandel eingegangen worden ist. Das Bildungsministerium (DOE) genehmigte im Mai aktualisierte Standards, in denen es heißt: „Menschliche Aktivitäten können Konsequenzen (positive und negative) auf die Biosphäre haben, wobei manchmal Habitate verändert werden, wodurch andere Spezies aussterben“.

Klimawandel findet tatsächlich statt. Das Klima ändert sich immer. Allerdings gibt es eine weit verbreitete wissenschaftliche Debatte darüber, ob menschliche Aktivitäten der einzige Grund, ein zusätzlicher Grund oder grundlos sind am jüngsten Klimawandel. Außerdem stimmen die Wissenschaftler keineswegs darin überein, ob ein wärmeres Klima zu gefährlicherem Wetter oder zu einer allgemeinen Verbesserung in einer wärmeren Welt führen. Wissenschaftliche Standards sollten diese Unsicherheiten reflektieren.

Schulkinder in New Mexico und überall verdienen es, die Wahrheit zu hören. Sie können damit umgehen. Und bzgl. der Ursachen und möglichen Konsequenzen des Klimawandels lautet die wissenschaftliche Wahrheit, dass es noch viel zu viel gibt, das wir nicht wissen. Traurigerweise scheint das PED auf den Zug der antiwissenschaftlichen Agenda der Klima-Radikalen aufzuspringen – zum Nachteil der Jugend des Staates.

SOURCES: U.S. News & World Report; ARS Technica; Breitbart.com und NIPCC
Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/climate-battlefront-comes-to-new-mexico-schools
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Blindspiegel: Wo der Einäugige König ist

Der Spiegel hat in seiner Ausgabe 45/2017 erneut durch falsche Berichterstattung versucht, gezielte Meinungsmache zu betreiben und damit die deutsche Politik zu beeinflussen, indem er den Weg für „seine“ Partei mit dem Thema Energiepolitik, ebnen will und die sachlichen Koalitionsverhandlungspartner in Berlin in Zugzwang versetzen möchte. Einmal mehr strotzt ein Spiegel-Artikel nur so von Verdrehungen, falschen Behauptungen und dümmlichen Einlagen von vermeintlichen Sachverständigen. Konkret gemeint ist der Spiegel-Artikel „Klima des Kleinmuts“ und weiter „Die Jamaikaverhandler kommen bei dem Versuch, Ökologie und Ökonomie zu versöhnen, nicht voran. Dabei könnte der Umweltschutz zu einem Markenzeichen ihres Bündnisses werden.“
Um es vorweg zu nehmen: Mit dem im Artikel genannten Themenfeld „Umweltschutz“, basierend auf sog. „erneuerbaren Energien“, wird in Summe nicht ein einziger Arbeitsplatz geschaffen und nicht ein einziger Euro vom sog. Bruttosozialprodukt erhöht, da die dort beschriebenen „Umweltschutzmaßnahmen“ immer zu Lasten von bestehenden Arbeitsplätzen gehen und dieser „Umweltschutz“ nur* Geld kostet (Abb.2), welches vorher zuerst durch wettbewerbsfähigeArbeitsplätze in Industrie, Wirtschaft und Handel verdient werden muss.
* Die Umweltbelastung wird dabei lediglich verlagert und zwar in die Länder, die die Herstellungsmaterialien schaffen.

Abb.2 zeigt den volkswirtschaftlichen Schaden durch sog. erneuerbare Energien am Beispiel der EEG-Umlage. Mittlerweile 25.000.000.000 €/Jahr. In Worten: 25 Milliarden €/Jahr.


Insgesamt weit über 100 Milliarden € und ein Ende ist nicht abzusehen und soll nach dem Spiegel sogar noch ausgebaut werden! Alles zu Lasten der Stromverbraucher, der Energiewirtschaft und damit der Verlust tausender Arbeitsplätze. Dazu schreibt Der Spiegel verharmlosend:“ Diese jährlich rund 25 Milliarden Euro sind das Lehrgeld für die Energierevolution.“ Unglaublich! „Revolution“ schafft bekanntlich nichts, sondern sie vernichtet. So auch hier, das schwer erwirtschaftete Volksvermögen und tausende von Arbeitsplätze und deren Kaufkraft, mit weiteren Folgen auf Wirtschaft und Handel.
Dass die sog. Energiewende und die „Erneuerbaren Energien“ ein Jobkiller par Excellence ist, zeigt sich wieder einmal am jüngsten Beispiel in der deutschen Industrielandschaft, bei Siemens und deren Energiesparte. Aktuell an der Schließung des traditionsreichen Siemens-Turbinenwerkes in Görlitz. Aus der Presse (Leipziger Volkszeitung vom 04/05. Nov.) ist zu vernehmen:
„Der Konzern will in der Kraftwerkssparte, bei Prozessindustrie und Antrieben wohl mehrere tausend Stellen streichen. Bis zu elf Werken droht Berichten zufolge die Schließung oder der Verkauf. Auf der Kippe stehen vor allem das Dampfturbinenwerk in Görlitz, das Genera-torenwerk in Erfurt – und laut Betriebsrat auch die Turbomaschinenfabrik in Leipzig-Plagwitz.“ Nicht etwa verschuldet durch die Beschäftigten oder das Management, sondern einer verfehlten Energiepolitik und dem Trommeln von Teilen dümmlicher deutscher Journalisten, denen Beeinflussung, zugunsten eigener Parteiklientel, wichtiger als das Schicksal tausender von Familien ist.
Die einzig verbliebenen Garanten in unserem Land für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung: Die Geschäftsleitungen und Gewerkschaften dürfen nun (einmal mehr) versuchen, das Schlimmste für die Beschäftigten zu verhindern, was in einem Umfeld von Dummheit, Dreistigkeit und Ignoranz zunehmend schwieriger wird. Zumal immer mehr wettbewerbstragende Säulen unserer industriellen Entwicklung und damit unserer Gesellschaft wegbrechen.
Mit welcher Dreistigkeit der Irreführung und Falschmeldungen vorgegangen wird, wird bereits im ersten Abschnitt des erwähnten Spiegel-Berichtes deutlich: „Von 8760 Stunden, die das Jahr hat, läuft das hochmoderne Gaskraftwerk mitunter lediglich ein Zehntel der Zeit“ Der Grund dafür liegt aber nicht in den mit Polemik (Meiler) belegten Kohlekraftwerken, sondern an den vielen (unnützeren und damit unnötigen) Wind- und Solaranlagen.
Jedem ist sofort klar, dass mit zunehmender Dunkelheit, Solarkraftwerke einen Nullbeitrag an der Stromerzeugung liefern. Windräder können nur in einem geringen Windstärkefenster betrieben werden – bei zu wenig Wind, laufen die Rotoren nicht und bei zu viel müssen sie abgeschaltet werden, weil sie sich sonst zerlegen (zerstört werden). Außerhalb dieses Fensters ist deren Beitrag ebenfalls eine Nullnummer. Und jeder, der sich halbwegs mit Mathematik auskennt, der weiß: Ganz gleich, wie viele Wind- und Solaranlagen ich aufstelle Null mal irgendeine Zahl ergibt immer Null.
Anmerkung: Nicht zu verwechseln, mit den vielen „Nullen“ in diversen Politik- und Pressekreisen. Dort ist es offensichtlich anders, die scheinen sich gegenseitig zu potenzieren.
Der mittlere Wirkungsgrad (über das Jahr) der Onshore-Windanlagen liegt bei ca. 16%. Der Wert nützt dem Verbraucher bloß rein gar nichts, weil der Wind weht, wann er will und nicht, wenn er den Strom braucht. Für eine sichere Energieversorgung muss daher der Minimalwert betrachtet werden, also der Wert, den die sog. Erneuerbaren immer liefern, und der liegt unter 1% (Abb.3).

Wie Abb.3 zeigt, liegt die garantierte Einspeiseleistung aller sog. Erneuerbaren, bei kleiner 1%. Das heißt nichts anderes, dass jedes Windrad 1 zu 1 durch ein herkömmliches Kraftwerk gepuffert werden muss (EIKE berichtete darüber). Dies geht jedoch vorrangig ausschließlich mit Gaskraftwerken, weil vor allem diese schnell genug hochgefahren werden können, wenn Strom und damit Leistungsbedarf besteht. Wäre dies nicht der Fall, säße der deutsche Michel annähernd jeden Tag im Dunkeln = Blackout, Abb.4
Dass solche „Lückenbüßer“ – laut deutschen Energiegesetz muss der Strom von den sog. Erneuerbaren vorrangig von den Netzbetreibern abgenommen werden – niemals wirtschaftlich zu betreiben sind, ist jedem, der sich halbwegs mit Betriebswirtschaft beschäftigt, sofort klar.

Abb.4: Zur verteufelten Kernenergie hat sich mittlerweile die Energie aus fossilen Energieträgern gesellt. Die Steinzeit rückt somit immer näher.


Eine verfehlte Energiepolitik vernichtet hunderttausende Arbeitsplätze, weil durch die teure Energie Industrie und Wirtschaft nicht mehr in Deutschland produzieren können, da deren Produkte dadurch immer teurer werden und nicht mehr wettbewerbsfähig sind. So liegt in Schlüsselindustrien der Energiekostenanteil bei 10% und mehr. Nicht umsonst baut China* in seiner Planung bis 2020, nein, nicht die Erneuerbaren Energie aus, sondern billig erzeugte Energien aus Kohle- und Kernkraft.
*Wie EIKE bereits informierte, (hier ) baut China nach seinem aktuellen Fünf-Jahresplan bis 2020 (!) allein 368 Kohlekraftwerke (zu den geplanten Kernkraftwerken), Indien 370. Für China bedeutet dies: 2 Kohlekraftwerke die Woche! Befremdlich, wenn die deutsche Umweltministerin, Frau Hendricks, wie folgt redet oder sollte der Autor besser sagen „dümmlich fabuliert“: „Es kann ja nicht im Interesse Europas sein, China die Führungsrolle im Klimaschutz allein zu überlassen“. Sehr geehrte Frau Ministerin, da Sie und Ihr UBA offensichtlich des Rechnens nicht mächtig sind, der obige Fünf-Jahresplan China, bedeutet in Zahlen:
China derzeit 7,7t CO2/Kopf, EU derzeit 6,9t CO2/Kopf. In 2030 sollen die Europäer mit dem CO2– Ausstoß pro Kopf runter auf 4t und China darf von derzeit 7,7t CO2/Kopf auf 14t/Kopf erhöhen, USA soll runter auf etwa 10t/Kopf. Letzteres haben nun die USA, auch mit Hinweis auf China, in Frage gestellt. Denn, Frau Ministerin: Wer die Mathematik beachtet, der redet in der Öffentlichkeit auch kein dummes Zeug daher. Zurück zum Spiegel.
Weiter im Bericht wird ein sog. Sachverständiger wieder gegeben, dass „Kraftwerke, die Wind und Sonne in Elektrizität umwandeln, lassen sich mittlerweile zu gleichen Kosten errichten wie Kohlekraftwerke.“ Dies ist eine glatte Falschaussage. Es gibt kein anderes Wort dafür. Diese Aussage basiert auf einem „Äpfel / Birne-Vergleich“.
So sind Kohlekraftwerke in der Lage, eine zuverlässige Stromversorgung das ganze Jahr, rund um die Uhr, zu garantieren. Wind- und Solar-„Kraftwerke“ können das nur unter Inanspruchnahme von konventionellen Kraftwerken oder von (nicht verfügbaren) Speichern! Erst nach Einbeziehung dieser Anlagen sollte die Rechnung gemacht werden. Die wird nur niemand von den Manipulierern machen, da dann eine abnorme Schieflage zuungunsten der sog. Erneuerbaren heraus kommt.
Mit seiner abermals dargelegten tendenziellen Berichterstattung zugunsten einer (grünen) Splittergruppe in unserer Gesellschaft und zum Schaden abertausender Beschäftigten und deren Familien, zeigt der Spiegel einmal mehr, was von ihm und seinem Geschreibe zu halten ist. Von seiner investigativen Zeit aus den 1970ern ist von diesem Blatt nichts, aber rein gar nichts übrig geblieben. Deren Zielgruppen, so scheint es, sind einzig Möchtegern-Intelektuelle, grüne Rattenfänger und ein paar Dumme. Der jüngste Spiegel-Artikel, mit der verfehlten Meinungsmache und Beeinflussung der derzeitigen Vierergespräche in Berlin, erinnert den Autor irgendwie an Franz-Josef Degenhardt mit seiner Ballade „Vatis Argumente“: Hat er nicht gemerkt, dass ihn keiner mehr ernst nimmt.
Raimund Leistenschneider – Eike