Globale Temperatur 2017: Kein Wiederauf­leben der globa­len Erwär­mung

Demnächst werden NOAA, NASA und das UK Met Office das Ausmaß der Wärme verkünden. Das Jahr wird keine Rekorde brechen, aber es wird sich unter den Top-Fünf befinden. Und schon werden erste Kommentare hinsichtlich der Ursache der Wärme laut. Schließlich sind die Rekord-Temperaturen aufgrund des El Nino 2015/16 vorbei – also warum ist es so warm geblieben?

Den üblichen Verdächtigen zufolge ist die Ursache klar: Das Wiedereinsetzen der globalen Erwärmung. 2017 war das wärmste Nicht-El Nino-Jahr jemals und könnte eine dramatische Zunahme der globalen Erwärmung darstellen – nachdem sich rund 20 Jahre lang bzgl. der Temperatur kaum etwas getan hat. Der Guardian sagt, dass Klimawissenschaftler den rapiden Anstieg der globalen Temperatur im Jahre 2017 prophezeit hatten.

Pech für den Guardian, denn so einfach ist es nicht. Erstens, es ist ziemlich verdächtig, dass auf ein Rekorde setzendes El-Nino-Jahr unmittelbar ein weiteres Rekorde setzendes Jahr aus anderen Gründen folgt. Es gibt unbeantwortete Fragen darüber, wie viel der Wärme durch den El Nino 2015/16 verteilt worden ist, vor allem hinsichtlich des Umstands, dass das Ereignis in vieler Hinsicht einmalig war. Wir verstehen bislang nur wenig hinsichtlich derartiger Extrem-Ereignisse. Im Jahr 2017 war es besonders kompliziert, traten doch ein kleines La Nina-Abkühlungs-Ereignis und Anzeichen für einen weiteren El Nino auf. Das ist die Story und die Antwort auf die Frage, warum es so warm war. Der Grund ist die eigenartige Art und Weise des Verschwindens eines Monster-El Nino und nicht eine dramatische Aufwallung der globalen Erwärmung. Um dazu mehr sagen zu können, müssen wir mehr als ein Folgejahr lang die Daten sammeln.

Die Vorhersage von El Ninos und La Ninas befindet sich noch im Frühstadium, und man kann guten Gewissens sagen, dass die Wissenschaftler nur sehr bescheidene Erfolge diesbezüglich haben. Schaut man zurück auf den borealen Sommer des Jahres 2012, so wurde damals ein El Nino-Ereignis prognostiziert – nur um dann erleben zu müssen, dass der schon warme Ozean im östlichen äquatorialen Pazifik plötzlich zu neutralen Bedingungen zurückfiel. Ähnliches ereignete sich im borealen Sommer des Jahres 2014. Damals war ein außerordentlich starkes El Nino-Ereignis prognostiziert worden. Aber das anomale Auftreten einer rapiden Erwärmung im zentralen und östlichen tropischen Pazifik kam während des Sommers dramatisch zum Stillstand, und ein neuer El Nino entwickelte sich nicht vor dem Ende jenes Jahres.

Es war keine Überraschung, dass die Vorhersage dessen, was nach dem Monster von 2015/16 geschehen würde, ebenfalls ein Problem war. Seit April 2016 hat das National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) Climate Prediction Center (CPC) wiederholt verkündet, dass es im folgenden Winter zu einem La Nina-Ereignis kommen würde. Dem war tatsächlich so, jedoch erreichte die La Nina nicht die erwartete Stärke und war kurzlebig. Die von dem El Nino übrig gebliebene Wärme konnte sich so nicht auflösen.

Comeback eines El Nino?

Nach dem schwachen La Nina-Ereignis Ende 2016 geschah etwas Bemerkenswertes. Es gab starke Anzeichen, dass sich erneut ein El Nino entwickeln würde. Nationale Prognostiker sagten, dass die Wahrscheinlichkeit dafür 50% betrage und die globale Temperatur im Zuge dessen erneut steigen würde. Die NOAA bezifferte die Wahrscheinlichkeit mit 50% bis 60%. Außerdem hieß es zu jener Zeit, dass falls sich ein weiterer El Nino nicht manifestiert, dann wäre es erst das zweite Mal in den Aufzeichnungen, dass der Pazifik von der Warmphase eines El Nino in die Kaltphase einer La Nina und dann wieder zu einem El Nino innerhalb von nur drei Jahren übergehen würde. Es wurde hinzugefügt, dass die relativ begrenzte Natur jener Aufzeichnungen bedeutet, dass die Forscher sich nicht sicher sein konnten, ob ein solches Ereignis wirklich so selten vorkommt.

Aber der Anstieg kam zum Stillstand kurz bevor der Anstieg technisch die Verkündigung eines El Nino rechtfertigte, obwohl einige japanische Wissenschaftler sagten, es gäbe ihn und die Referenz in einer der El Nino-Regionen diesen tatsächlich zeigte. Es war ein Erwärmungs-Ereignis, wozu die Schwäche der La Nina bei der Verteilung der Wärme 2017 beitrug.

Quelle: @JKempEnergy Link.

Wir wissen wenig über El Nino-Ereignisse, soweit es deren Timing und Stärke betrifft. Wissenschaftler klassifizieren verschiedene Typen eines El Nino im östlichen und im zentralen Pazifik auf der Grundlage der Region mit den höchsten Wassertemperaturen. Alle La Ninas und moderate El Ninos neigen dazu, als Ereignisse im zentralen Pazifik klassifiziert zu werden. Der El Nino 2015/16 scheint eine Mischung beider Typen gewesen zu sein. Dies zeigt, dass El Ninos eine große Bandbreite hinsichtlich ihres Ablaufes zeigen. Einige Wissenschaftler postulieren, dass das jüngste Ereignis den Einfluss der Erwärmung der Ozeane zeigte. Es gibt einige Hinweise darauf, dass sie sich in ihrem Charakter verändert haben, seit wir sie detailliert während der Satelliten-Ära beobachten. Zum Beispiel zeigen immer mehr El Nino-Ereignisse nach dem Jahr 2000 eine räumliche Verteilung mit dem Zentrum im zentralen Pazifik. Das unterscheidet sich von jenen klassischen El Nino-Ereignissen mit Zentrum im östlichen Pazifik. Ob dies signifikant, zyklisch oder mit globaler Erwärmung in Beziehung steht, ist unbekannt.

Wo also stehen wir jetzt? Im Oktober erklärte das U.S. Climate Prediction Center das Vorhandensein einer La Nina, und man nimmt an, dass sich diese während der ersten Hälfte dieses Jahres fortsetzt. Diese La Nina ist jedoch schwach, und einige Wissenschaftler sowie Wetterämter bestreiten deren Existenz sogar.

Die Aussage, dass die Wärme des Jahres 2017, einem „Nicht-El-Nino-Jahr“ auf die globale Erwärmung zurückzuführen ist, lässt sich nicht aufrecht halten. Die Temperatur-Struktur des Jahres spricht dagegen. HadCRUT4 zeigt dies ziemlich eindeutig:

Abbildung: Die globalen Temperaturdaten von HadCRUT4 (2014 bis 2017) widerlegen die Aussage, dass die Wärme des Jahres 2017 einem Wiederaufleben der globalen Erwärmung geschuldet ist. Die Welt hat sich vielmehr abgekühlt.

Außerdem kann eine solche Behauptung wie erwähnt nur anhand von Daten über mehr als ein Jahr aufgestellt werden. Falls der Gedanke eines Wiederauflebens der globalen Erwärmung zutreffend wäre, müsste dieses Signal in den Temperaturreihen der nachfolgenden Jahre hervortreten. Aber die ersten Hinweise darauf stehen auf sehr wackligen Beinen. Die Prognose des UKMO für das Jahr 2018 ist kein neuer Wärmerekord – aufgrund einer La Nina. Dies ist konsistent mit den Ursachen, warum das Jahr 2017 so warm war.

Link: https://www.thegwpf.com/2017s-global-temperature-not-a-resurgence-of-global-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimaskeptiker haben sehr gute Gründe, die vom Menschen verur­sachte Erwär­mung in Frage zu stellen.

Dabei gibt es viele gute Gründe, die Theorie auf den Prüfstand zu stellen, der zufolge der Mensch für Klimawandel verantwortlich ist. Um zu demonstrieren, warum diese Angelegenheit alles andere als klar ist, stellen wir hier eine grundlegende Klimafrage zum Nachdenken: Wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre steigt, nimmt dann dessen Aufnahmefähigkeit für Wärme zu oder ab oder bleibt sie gleich?

[Angesichts der Propaganda] werden viele Menschen vermuten, dass die Antwort „zunehmen“ lautet. Schließlich ist CO2 ein „Treibhaus“-Gas. Fügt man der Atmosphäre mehr dieses Spurengases hinzu, sollte das bedeuten, dass mehr Wärme „eingefangen“ wird.

Die korrekte Antwort lautet jedoch abnehmen!

Woher wissen wir das? Weil das UN-eigene und Al-Gore-freundliche IPCC höchstselbst in seinen Berichten eingeräumt hat, dass CO2 seine Fähigkeit zur Wärme-Absorption mit steigender Konzentration verliert. Das IPCC erklärt, dass CO2 einer „logarithmischen Abhängigkeit“ folgt. Das bedeutet dass sich der CO2-Anteil jeweils verdoppeln muss, um die gleiche Menge Wärme in der Atmosphäre zu absorbieren [It takes ever-doubling amounts of CO2 to keep adding the same amount of heat absorption in the atmosphere]. Tatsächlich absorbiert CO2 nur ein bestimmtes enges Spektrum der Infrarotstrahlung, und das IPCC stellt fest, dass die Mitte dieses Fensters bereits „gesättigt“ ist.

Menschen, die sich über die vom Menschen verursachte Erwärmung aufregen, dürften es schwer fallen zu glauben, dass CO2 seine Fähigkeit zum „Einfangen“ von Wärme tatsächlich verliert. Aber sie sollten wissen, dass selbst das ach so Klima-besorgte IPCC derartige Limits einräumt. Sie argumentieren dann jedoch immer noch, dass wir die vom Menschen verursachte Erwärmung fürchten müssen. Und sie geben dafür den einfachen Grund an, dass ihrem Glauben nach jede zusätzlich von CO absorbierte Wärme erheblich verstärkt wird durch Wasserdampf-Rückkopplung.

Das wirft die Frage auf … haben sie recht? Die Antwort lautet „Nein!“.

Wasserdampf ist das primäre Treibhausgas in der Atmosphäre – und verantwortlich für den größten Teil der Erwärmung, der die Erde bewohnbar macht. Um aber seinen Standpunkt zu untermauern, theoretisiert das IPCC, dass jedwede zusätzliche Erwärmung durch CO2 mehr Wasserdampf in die Atmosphäre bringt. Und dieser Wasserdampf wird mehr Wärme einfangen, was die Temperaturen weiter steigen lässt. Es ist dieser „Rückkopplungs-Loop“, welcher zur Rechtfertigung der Prophezeiungen einer katastrophalen zukünftigen Erwärmung herangezogen wird.

Das ist zwar ein interessantes Konzept, das jedoch ein inhärentes Problem enthält. Der Atmosphäre hinzugefügter Wasserdampf führt unvermeidlich zur Wolkenbildung. Und Cumulus-Wolken reflektieren nicht nur Solarstrahlung zurück in den Weltraum, sondern erzeugen auch Regen. Und Regen kühlt nicht nur die Luft an der Erdoberfläche, sondern wäscht auch CO2 aus der Atmosphäre. Aus diesen Gründen wird die Wasserdampf-Rückkopplung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft heftig diskutiert, und sogar das IPCC gibt zu, dass „große Unsicherheit erwächst aus unserem begrenzten Wissen über Wolken und deren Wechselwirkung mit Strahlung“.

Eines jedoch findet unsere allgemeine Zustimmung, nämlich dass sich die Erde während der letzten 150 Jahre erwärmt hat, und zwar um etwa 0,85°C. Aber diese Erwärmung kann sehr gut auch der signifikanten Zunahme der Sonnenaktivität während dieses Zeitraumes geschuldet sein. Im Jahre 2016 berichteten die norwegischen Wissenschaftler Harald Yndestad and Jan-Erik Solheim, dass der solare Output im 20. Jahrhundert sein höchstes Niveau seit 4000 Jahren erreicht hatte. Ebenfalls im Jahre 2016 waren mindestens 132 begutachtete Studien veröffentlicht worden, welche einen solaren Einfluss auf das Klima nachwiesen.

Das IPCC weist jedoch Behauptungen bzgl. der solaren Variabilität zurück, und zwar mit dem Argument, dass Änderungen der solaren „Strahlung“ [irradiance] relativ gering sind. Aber neue Forschungsergebnisse des dänischen Physikers Henrik Svensmark zeigen, dass Variationen des solaren Outputs auch das solare Magnetfeld und den Sonnenwind beeinflussen – was direkt die Ionisierung in der Troposphäre und damit die Wolkenbildung beeinflusst.

Und bereits in seinem ersten Zustandsbericht 1990 hat das IPCC festgestellt, dass das globale Klima der letzten Jahrtausende „um bis zu 2°C fluktuierte im Zeitmaßstab von Jahrhunderten oder mehr“. Es ist sehr gut möglich, dass die gesteigerte Sonnenaktivität des vergangenen Jahrhunderts die jüngste globale Erwärmung ausgelöst hat. Daher gibt es sehr stichhaltige Gründe, die Theorie des vom Menschen verursachten Klimawandels zu hinterfragen und auf noch stärkere Forschung in diesem Bereich zu pochen.

Dieses Op Ed von CFACT erschien in den oben genannten Zeitungen und noch weiteren Organen.

Link: http://www.cfact.org/2018/01/12/climate-skeptics-have-valid-reasons-to-question-manmade-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Was mir an diesem Beitrag unabhängig vom Inhalt auffällt ist der sehr sachliche und konstruktive Ton. Davon sind Alarmisten in ihren Beiträgen und auf ihren Websites Lichtjahre entfernt!




Deutschland wird zum neuen Aushänge­schild für Klima­wandel-Heuchelei

Es ist für mich keine Überraschung, dass Deutschland, an vorderster Front der Kritiker stehend, welche die US-Entscheidung zum Rückzug aus dem Paris-Abkommen bejammern, sich darauf vorbereitet, seine Klimaziele 2020 aufzugeben (auch hier).

Starkes Wirtschaftswachstum ist ein entscheidender Grund, warum Deutschland sein Ziel höchstwahrscheinlich verfehlen wird. Das Land hat einen aggressiven Plan, seine Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent unter das Niveau des Jahres 1990 zu drücken. Im November vorigen Jahres sickerte ein Dokument des Umweltministeriums an die Öffentlichkeit des Inhalts, dass das Land diese Marke ohne zusätzliche Maßnahmen um 8 Prozent verfehlen werde.

Mit anderen Worten, selbst mit den großzügigen Subventionen für erneuerbare Energie würden die Deutschen irgendeine eine die Wirtschaft behindernde Politik ergreifen müssen, um die Emissionen zu kürzen. So viel zum Mantra „werde grün und lasse die Wirtschaft wachsen“.

Der Umweltminister sagte, dass ein Scheitern „eine Katastrophe für Deutschlands Ruf als Klima-Führer wäre“. Normale Menschen würden denken, dass eine stärkere Wirtschaft ein Grund zum Feiern wäre, und nicht ein Grund für Dämonisierung.

Deutschlands aufgegebene 2020-Ziele sind der jüngste Dominostein der internationalen Klimapolitik, der fällt. Viele Befürworter von Maßnahmen argumentieren, dass selbst obwohl das Paris-Abkommen nicht bindend ist dieses doch ein wichtiger erster Schritt ist, ohne dass Ländern, die ihre nationalen Ziele nicht erreichen, daraus Nachteile erwachsen.

Die Unterzeichner des Paris-Abkommens legen eine merkwürdige Weise an den Tag zu zeigen, dass sie sich dem verpflichtet fühlen. Trotz der Verurteilung der Entscheidung der Trump-Regierung, sich aus dem Paris-Abkommen zurückzuziehen, sind alle industriellen Länder drauf und dran, ihre jeweiligen Ziele nicht zu erreichen.

Deutschland steht in der Europäischen Union also nicht allein. In einem von Nature.com im vorigen Sommer veröffentlichten Artikel heißt es, dass die EU „vor einer gewaltigen Kluft steht zwischen Worten und Taten“.

Selbst wenn die USA und die übrige entwickelte Welt ihre geplanten Ziele erreichen würden, hätte dies keinen bedeutsamen Einfluss auf die globalen Temperaturen. CO2-Reduktionen der Entwicklungsländer, in denen viele Menschen immer noch mit einer unzuverlässigen Energieversorgung auskommen müssen, sind erforderlich, um die Klima-Nadel in Bewegung zu bringen.

Allerdings haben die Entwicklungsländer ihre Ziele so lax gesetzt, dass sie ihr Verhalten gar nicht ändern müssen. Paris-Befürworter können noch so sehr damit prahlen, dass China die Führung bzgl. Solarenergie übernimmt. Dabei sind sie blind gegenüber der massiven Neuerrichtung von Kohlekraftwerken in China, Indien und den übrigen Entwicklungsländern – und manchmal auch in entwickelten Ländern.

In der Financial Times war jüngst zu lesen: „Zwischen Januar 2014 und September 2017 vergaben internationale Banken 630 Milliarden Dollar an die 120 größten Unternehmen, welche den Bau neuer Kohlekraftwerke auf der ganzen Welt planen. Dies geht aus Forschungen von Kampagnen-Gruppen hervor, darunter das Rainforest Action Network, BankTrack und Friends of the Earth.”

Und doch, diejenigen, die eine stringente Klima-Abschwächung wollen sagen, dass die Paris-Ziele nur etwa ein Drittel dessen ausmachen, was erforderlich ist, um die globale Erwärmung vermeintlich unter Kontrolle zu halten.

Die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was man als positive Maßnahmen bzgl. Klima ansieht (z. B. Paris, Subvention von Erneuerbaren), während man gleichzeitig die Realitäten neuer Kohlekraftwerke, den Rückbau von Kernkraftwerken und das wirtschaftliche Wachstum auf der ganzen Welt ignoriert, ist eine merkwürdige Strategie.

„Tut, was ich sage, aber achtet nicht darauf, was ich tue“ ist das Markenzeichen der Klimawandel-Politik. Die Trump-Regierung machte es anders und nannte Paris das, was es ist: eine ebenso kostspielige wie bedeutungslose Nicht-Lösung.

Full Post

Link: https://www.thegwpf.com/germany-becomes-the-new-poster-child-for-climate-change-hypocrisy/




Elektrifi­zierung – der Weg zu höheren Energie­preisen

Befürworter von Elektrifizierung beabsichtigen, das Transportwesen sowie Heizungs- und Kühlsysteme mit Strom zu betreiben und den Verbrauch von Kohlenwasserstoff-Treibstoff zu eliminieren. Elektrische Autos, elektrische Öfen und Warmwasserbereiter sowie Wärmepumpen müssen Benzin-Fahrzeuge und andere, mit Gas betriebene Einrichtungen ersetzen. Außerdem müssen Wind- und Solarsysteme den Strom liefern, nicht Kohle- oder Gaskraftwerke, um Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Der Klimawandel-Aktionsplan von Kalifornien aus dem Jahr 2017 fordert bis zum Jahr 2030 eine Reduktion von Treibhausgasen um 40% und bis 2050 um 80%. Die Ziele belaufen sich auf 4,2 Millionen Elektro- und Hybridautos auf Kaliforniens Straßen bis zum Jahr 2030; heute sind es etwa 300.000.

Utility Southern California Edison (SCE) verlangt ein sogar noch aggressiveres Vorgehen. Der „Clean Power and Electrification Pathway”-Plan fordert bis zum Jahr 2030 7 Millionen E-Fahrzeuge auf Kaliforniens Straßen und dass ein Drittel der Einwohner des US-Staates ihre Gasöfen und andere, mit Gas betriebene Geräte ersetzen.

Neun andere US-Staaten fördern E-Autos als Teil eines breit angelegten Elektrifizierungs-Programms. Die Neu-England-Staaten [im Nordosten der USA, Anm. d. Übers.] erkunden eine „strategische Elektrifizierung“, um strengen Zielen der Reduktion von Emissionen zu genügen. Bei fast allen diesen Bemühungen wird kaum über die Kosten für die Verbraucher gesprochen.

Elektrifizierung ist zu einem globalen Kreuzzug geworden. Die Niederlande, Deutschland, Norwegen und UK fördern einen Verkaufsstopp von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bis zum Jahr 2040. Die niederländische Regierung fördert die Eliminierung von Gas als Heiz- und Kochquelle in allen Wohnungen bis zum Jahr 2050. Die Städte Amsterdam, Rotterdam und Utrecht bekundeten ihre Intentionen, zu einer „gasfreien Landschaft“ zu werden.

Elektrifizierung wird teuer werden. Die meisten Amerikaner wollen keine E-Autos haben. Erhebliche Subventionen seitens des Steuerzahlers sowie Vorschriften für Autobauer und Verbraucher werden erforderlich sein, um den Kauf jener Fahrzeuge zu beschleunigen. Öfen und andere Geräte, betrieben durch Wärmepumpen, Solar und Strom sind fast immer deutlich teurer als der Gebrauch von Erdgas- oder Propan-Geräten.

Eine Studie der New York State Energy Research and Development Authority kam im Jahr 2017 zu dem Ergebnis, dass nur vier Prozent der Öfen, Ventilations- und Air Conditioner kosteneffektiv auf Wärmepumpen umgerüstet werden können. Die Studie verlangt nach Vorschriften, Geschäfte und Verbraucher zu verpflichten, „einen gewissen Anteil des Stromes für Heizung und Kühlung aus erneuerbaren Quellen zu beziehen“.

Den Befürwortern der Elektrifizierung zufolge muss der Strom von Erneuerbaren stammen, um Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Daher fördern alle Elektrifizierungs-Programme Wind- und Solarerzeugung, gestützt durch Batterie-Speicherung.

Die USA sind derzeit mit sehr niedrigen Strompreisen gesegnet. Im Jahre 2016 betrug der Strompreis, also der an die Erzeugungs-Unternehmen gezahlte Preis zwischen 2,3 Cent pro kWh im Nordwesten bis 3,6 Cent pro kWh in den Neuengland-Staaten. Kohle, Erdgas, Kern- und Wasserkraft, unsere traditionellen Energiequellen, lieferten über 90% dieses preisgünstigen Stromes. Nur 6,4 Prozent des Stromes kamen im Jahr 2016 von Wind und Solar.

Die tatsächlichen Kosten von Wind- und Solarsystemen werden der Öffentlichkeit zumeist vorenthalten, können aber abscheulich hoch sein. Die kalifornische Sonnen-Farm, welche in der Mojave-Wüste nördlich von Los Angeles im Jahre 2014 in Betrieb ging, liefert Strom zu Preisen über 15 bis 18 Cent pro kWh, also mehr als das Vierfache des Marktpreises. Die Erweiterung von Solar in Massachusetts im Jahre 2013 war die Folge einer Subvention in Höhe von 25 Cent pro kWh für kommerzielle Solar-Generatoren, was den Gesamtpreis für Solar auf fast 30 Cent pro kWh trieb.

Aber das Deepwater Wind Block Island-Projekt von Rhode Island nimmt den ersten Platz ein hinsichtlich skandalöser Kosten für erneuerbare Energie. Das aus fünf Turbinen bestehende Offshore-System ging 2016 in Betrieb zu einem vertraglich vereinbarten Preis von 23,6 Cent pro kWh mit einer jährlichen Steigerung um 3,5 Cent. Damit ergibt sich zukünftig ein Preis von über 40 Cent pro kWh. Wer möchte einen Preis bezahlen, der zehn Mal so hoch ist wie der Marktpreis?

Der Energy Information Administration EIA zufolge sind die Strompreise in den USA während der acht Jahre von 2008 bis 2016 um weniger als 5 Prozent gestiegen. Aber im gleichen Zeitraum haben die Preise in neun der zwölf Top-Wind-Staaten um 13 bis 37 Prozent angezogen, also bedeutend stärker als im nationalen Mittel. Kommerzielle Wind- und Solarsysteme werden in der Regel weit von Städten entfernt errichtet, was neue Übertragungsleitungen erfordert, deren Kosten ebenfalls den Stromverbrauchern aufgebürdet werden. Falls Elektrifizierung dieser Art in den gesamten USA eingeführt wird, erwarte man explodierende Strompreise.

Elektrifizierung macht eine massive gesellschaftliche Transformation erforderlich von Benzin- zu Elektrofahrzeugen, von traditionellen Kraftwerken zu Wind- und Solar-Generatoren und von Heizen mit Gas zu Heizen mit Strom und Wärmepumpen-Systemen. Es gibt keinen Beweis dafür, dass diese Transition irgendeine messbare Auswirkung auf die globalen Temperaturen hat. Aber die Elektrifizierung wird garantiert zu erheblich höheren Energiepreisen führen.

[Originally Published at Master Resource]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/electrificationthe-road-to-higher-energy-prices

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Warum eine niedrige Sonnen­flecken-Aktivität auf eine längere Klima-Kaltphase hinweist

[In Deutschland muss man auf dieses Medien-Wunder wohl noch warten. Anm. d. Übers.]

Kendra Pierre-Louis schrieb herablassend in der New York Times: „Tatsächlich wird es an der Ostküste in manchen Gebieten rekord-tiefe Temperaturen geben. Für New York sind die kältesten Neujahrs-Temperaturen seit den sechziger Jahren vorhergesagt. Aber Mr. Trumps Tweet enthielt den allgemein begangenen Fehler, lokale Wettervorgänge zu betrachten und daraus Erkenntnisse für das globale Klima abzuleiten“.

Ja, Kendra hat wie auch die NYT jedes Mal lauthals Alarm geschrien, wenn irgendein bestimmtes Jahr, ein Monat oder ein Tag nahezu überall „der/das Wärmste war seit …“ Und dann belehrt uns Kendra nachdenklich: „Klima bezeichnet das Verhalten der Atmosphäre über einen langen Zeitraum, während man mit Wetter alles bezeichnet, was im Kurzfrist-Zeitraum passiert. In gewisser Weise ist Klima die Summe langer Wetterperioden“.

Wie wahr! Da sind beispielsweise die letzten zwei Jahrzehnte, in welchen Satelliten einen völlig flach verlaufenen Temperaturgang gemessen haben. Das ist zwar noch kein voller Klimazyklus, aber noch ein Jahrzehnt, und der Vorgang ist qualifiziert für diese ziemlich willkürliche Unterscheidung.

Vielleicht erinnert sich mach einer noch daran, dass vor der jüngsten Erwärmung die gleiche New York Times das Hereinbrechen der nächsten Eiszeit hinausposaunt hat nach drei Jahrzehnten der Abkühlung seit Mitte der vierziger Jahre.

Andererseits – was ist, wenn jene gute alte globale Erwärmung, zu der es kurzzeitig von Ende der siebziger bis zu den neunziger Jahren gekommen war, nicht wieder einsetzt und weitere zwei, drei Jahrzehnte dauert? Sie glauben, das kann nicht passieren? Eine beobachtete Sonnenaktivität so schwach wie seit 200 Jahren nicht mehr weist jedenfalls zusammen mit neuen, intensiven Forschungen in die andere Richtung.

Wichtige Relationen zwischen Sonnenaktivität, Wolkenbedeckung und Temperaturen werden erklärt in einem jüngst von Nature Communications veröffentlichten Report. Leitautor Henrik Svensmark von der Technical University of Denmark stellt fest, dass Klimamodelle diese natürlichen Einflüsse drastisch unterschätzt haben, während sie die Bedeutung des atmosphärischen CO2 genauso drastisch überschätzt haben.

Sonnenflecken zeigen magnetische Änderungen auf der Sonnenoberfläche an, welche die Stärke des Sonnenwindes beeinflussen. Dieser wehrt kosmische Strahlung ab – hoch energetische Partikel von Supernovae, welche in der gesamten Galaxis diffundieren. In Perioden geringer Sonnenfleckenzahl (also schwachem Sonnenwind) erreicht mehr dieser kosmischen Strahlung den inneren Bereich unseres Sonnensystems.

Kosmische Strahlen, die es bis zum Auftreffen auf die Erdatmosphäre schaffen, schlagen aus den Luftmolekülen Elektronen heraus und erzeugen Ionen (elektrisch positive und negative Moleküle). Diese Ionen wiederum helfen Aerosolen (Clustern zumeist aus Schwefelsäure- und Wassermolekülen), mittels eines Kernbildung [nucleation] genannten Prozesses bei der Wolkenbildung.

Kurz gesagt: weniger Sonnenflecken (schwächerer Sonnenwind) lässt mehr kosmische Strahlung die Erdatmosphäre erreichen, welche die Aerosol-Moleküle ionisiert, die dann wiederum zu Kondensationskernen für Wolken anwachsen, die Abkühlung verursachen. Mehr Sonnenflecken haben den gegenteiligen Effekt – weniger Wolken – höhere Temperaturen.

Henrik Svensmark und sein Kollege Nir Shaviv berichten, dass die Ergebnisse ihrer neuen Studie allen in der Öffentlichkeit viel zu stark akzeptierten theoretischen und numerischen Modellprojektionen diametral widersprechen, dass nämlich kleine Aerosole wieder verschwinden, bevor sie groß genug werden, um als Kondensationskerne zu fungieren. Der Nachweis in einer Wolkenkammer zeigt: „Wechselwirkungen zwischen Ionen und Aerosolen können das Wachstum beschleunigen, indem sie Material den kleinen Aerosolen hinzugefügt wird, die damit groß genug für die Wolkenbildung werden“.

Einer weiteren Studie von Valentia Zharkova aus dem Jahr 2015 zufolge kann durchaus erwartet werden, dass eine weitere multi-dekadische „Kleine Eiszeit“ auf dem Zeitplan der Natur steht. Sie prognostiziert, dass sich das Aktivitätsniveau des derzeitigen Zyklus‘ Nr. 24, welches ohnehin schon das schwächste Niveau seit dem Sonnenzyklus von vor 6200 Jahren aufweist, noch weiter abschwächt bis zu einem „Maunder Minimum“ (lange Perioden mit Minima der Sonnenflecken), welche zuletzt vor 370 Jahren aufgetreten waren.

Zharkovas Modell geht von Dynamo-Effekten in zwei Schichten der Sonne aus – eine dicht unter der Oberfläche und die andere tief innerhalb der Konvektionszone. Beide haben eine Frequenz von etwa 11 Jahren, zeigen jedoch einen geringen Unterschied und sind auch zeitlich verschoben. Ihr Modell prognostiziert, dass das Wellenpaar während des Zyklus‘ Nr. 25, welcher im Jahre 2022 seinen Höhepunkt erreicht, zunehmend zeitverschoben auftritt.

Während des Sonnenzyklus‘ Nr. 26, also in der Dekade von 2030 bis 2040, werden die Wellen exakt asynchron werden und zu einer sogar noch stärkeren Reduktion der Sonnenaktivität führen. Im Sonnenzyklus 26 werden die Wellen genau spiegelbildlich zueinander daherkommen – mit ihrem Maximum gleichzeitig, aber auf den gegenüber liegenden Hemisphären der Sonne.

Wie auch immer dem sei, ob sich die gegenwärtige Abkühlung fortsetzt oder nicht – gibt es irgendeinen Grund für Panik? Nein, und im gleichen Atemzug: wenn jene gute alte globale Erwärmung wieder einsetzt – was zweifellos irgendwann der Fall sein wird – wollen wir die jetzigen Bedingungen doppelt dankbar begrüßen.

Link: http://www.cfact.org/2018/01/08/why-low-sunspot-activity-portends-prolonged-climate-chill/

Übersetzt von Chris Frey EIKE