Die Lösung des Lade­säulen­problems ist erfunden – der Strom radelt zum Auto

Dank moderner App kommt der Strom für Elektroautos per Fahrrad

Es ist einfach so: in Deutschland bleibt kein Problem lange ohne Lösung. Der deutsche Erfindergeist – so er ausreichend mit Fördermitteln gespeist wird – zieht alle Probleme immer wieder an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf.

Vor knapp einem Jahr berichtete der Autor über eine Innovation in der Schweiz
[3] EIKE 20.03.2017: Lastenfahrradchauffeur, der neue Zukunftsjob
welche die deutschen Städte im Flug erobert hat. Und nun sieht man die „Industrie 4.0“-Lösung davon in Berlin bereits als eigenständige Weiterentwicklung radeln: Der Fahrradtransport von Strom zum Elektroauto.

Bild 1 Mobile Chargery Funktion. Quelle: CHARGERIE: Homepage

Damit wurden schlagartig alle Sorgen über mangelnde Ladesäulen gerade in Ballungszentren, gelöst und der strikten, politischen Umsetzung zu 100 % Elektroautodichte alle Hindernisse aus dem Weg geräumt.

High-Tech kombiniert mit bewährter Dienstleistungsidee

Moderner und bequemer geht nicht.
Eine App, ein DV-technisches Bestell- und Bezahlsystem, zur Lieferung ein super-ökologisches Transportmedium, darauf eine Kiste mit modernsten Akkus, welche die einzige, bald nur noch geduldete Energieform „Strom (in Ah)“ direkt zum Kunden bringt. So löst man schon heute das Problem, auf der Straße keine Steckdose zu haben. Und billiger, als die bisher angedachten Ladesäulen ab ca. 25.000 EUR wozu man auch noch die Straße „aufbuddeln“ muss, ist sie auch. Der massenhaften Verbreitung kann nichts mehr im Wege stehen.
Man beachte auch einen bisher schmerzlich vermissten Vorteil: Der Strom „ruht“ nicht mehr die meiste Zeit nutzlos hinter einer Steckdose, sondern kommt zum Wunschtermin nur, wenn er wirklich gebraucht wird.

(Beschreibung auf der Homepage) [1] Wie funktioniert’s?
-Einfache Bestellung per Chargery App oder Anbindung an Ihr System
-Wunschtermin für die Ladung mitteilen
-Standort und Kennzeichen werden automatisch übermittelt
-Gesamter Vorgang wird durch uns abgewickelt

Kein Wunder, dass BMW bereits zu den Kunden gehört: [5] Zu den ersten Kunden zählt das Carsharing-Unternehmen DriveNow des Automobilherstellers BMW.

Vorteile, welche bisher unerreichbar waren

Beim Lesen der Vorteile (Bild 2) erkennt man sofort: Da wurde wirklich an alles gedacht.
Sogar scheinbare „Nebensächlichkeiten“, wie das Kernproblem des Strommixes, der wirklich GRÜNEN schlaflose Nächte durch unvermeidbare Mitverwendung falschen Stromes bereitet, kann man dank Transportkiste lösen. Der Autor denkt da gleich weiter und vergäbe Gutscheine, mit denen man sich den einzig wirklich reinen Strom als Kiste schenken und unter den Weihnachtsbaum legen kann. Oder reduzierte Varianten, mit denen das Mobile sicher GRÜN geladen werden kann (natürlich nicht mit UPS versendet, sondern ebenfalls per Fahrrad überbracht.
Das mit den speziellen Fahrradkurieren versteht er allerdings (noch) nicht: Sind das welche, die weniger Atmen gelernt haben, um ihren unvermeidbaren „Strampel-CO2-Ausstoß“ zu verringern?

Bild 2 Vorteile von Mobile Chargery. Quelle: CHARGERIE: Homepage

Kleine Anfangsprobleme sind unvermeidbar

Bild 3 Mobile Chargery Ladebox. Quelle: CHARGERIE: Homepage

Die Box hat laut Beschreibung eine Kapazität von 24 kWh [1]. Ein Elektrosmart hat 17,6 kWh und moderne Elektroautos sollen bis zu 60 kWh Akkukapazität bekommen [4].
Der Autor mag nicht immer alles „verulken“, aber er sieht da Probleme. Alleine um eine Straße mit zum Beispiel 100 Autos zu „versorgen“ muss eine wahre „Chargery Fahrradkurier Kuli Karawane“ tätig werden, welche zwischen Elektroauto und Aufladestation pendelt. Dabei „transradelt“ einer ca. 150 kg Zusatzgewicht. Das kostet Kraft und auch bei Mindestlohn Geld. Und nicht daran zu denken, die treten in eine Gewerkschaft ein und streiken, vielleicht sogar gerade dann, wenn über der Nordsee ein Sturm bläst und dieser reinste Ökostrom eigentlich „in die Töpfe“ fließen sollte [4].

Eine Auszeichnung dafür wäre doch wahrlich verdient

[5] … Für ihr umweltbewusstes Konzept einer mobilen Lademöglichkeit für Elektroautos wurde das Start-up Chargery für den Greentec Award 2018 in der Kategorie Mobilität nominiert. Die Greentec Awards sind eine internationale Preisverleihung für die weltweit innovativsten Projekte für Umweltschutz und Green Lifestyle. Natürlich hoffen die Gründer auf den Gewinn des Preises.
Und dürfen sich dann (so er gewonnen wird), mit anderen, „weltweit innovativsten Projekten“ wie nachhaltig hergestellten Kondomen präsentieren.

Bild 4 Homepage. Quelle: CHARGERIE: Homepage

Hinweis: Der Anlass zu diesem Artikel kam von Ruhrkultour Februar 3, 2018: [2] Fenster in eine neue Welt des Konsums
Dort lasen sich weitere Infos und Hintergründe erfahren.
[2] Stillstand in der geistigen Entwicklung
Das Augenmerk der Öffentlichkeit ist fälschlicherweise auf die Partei der Grünen gerichtet. Die Grünen inszenieren, experimentieren, provozieren, loten aus, was in der Gesellschaft politisch durchgesetzt werden kann und erfüllen damit die Funktion des Trendscouts und zugleich Trendsetters für Großunternehmen. Sie beherrschen vor allem durch eine vorgetäuschte Nähe zur Bevölkerung und ihr Repertoire an Mitteln der Werbung und Propaganda zurzeit die Kirchen, Gewerkschaften und Nicht-Regierungsorganisationen. Parteien, Medien, Verwaltungen und Verbände haben sich die Ideen der Grünen mittlerweile so sehr zu eigen gemacht, dass es nur wenig nennenswerten Widerstand gegen die menschenfeindliche Ideologie der “marktkonformen Demokratie” gibt.

Quellen

[1] CHARGERIE: Homepage

[2] Ruhrkultour Februar 3, 2018: Fenster in eine neue Welt des Konsums

[3] EIKE 20.03.2017: Lastenfahrradchauffeur, der neue Zukunftsjob

[4] EIKE 2. Januar 2018: Das Elektroauto erzeugt nur Gewinner – und man verdient sogar Geld damit

[5] Berlin BOXX: Mobile Ladestationen für Elektroautos




Über die Kosten von Offshore-Windparks

In der vorigen Woche warnte Lamprell Plc, eine internationale Konstruktions-Firma, die Märkte, dass man einen Verlust von etwa 80 Millionen Dollar erwarte (hier) hinsichtlich des Anteils dieser Firma an der Errichtung der ScottishPower Renewables, dem East Anglia ONE Offshore Wind-Projekt, welches gerade in den britischen Gewässern vor der Küste von Suffolk im Gange ist.

Der Verlust ist groß genug, um das Unternehmen insgesamt zu treffen, was auch unumwunden in der Ankündigung ausgesprochen wird, ebenso wie in der nachfolgenden Diskussion, um Marktängste abzumildern:

„Wie die Dinge laufen hinsichtlich des EA1-Projektes wird die Profitabilität der Gruppe im Jahre 2017 signifikant beeinträchtigt, wobei sich der Gesamtverlust des EA1-Projektes bis zur Vollendung auf etwa 80 Millionen Dollar belaufen wird. Die zusätzlichen Kosten des Projektes wurden verursacht durch eine Anzahl variabler Faktoren einschließlich Investitionen in weitere, nicht geplante Erweiterungen der Arbeitskräfte und der Ausrüstung ebenso wie bedeutende Zusatzkosten für Transport und Subunternehmer. In diesen vorhergesagten Verlust bzgl. des Projektes gehen noch nicht irgendwelche potentielle Abwicklungs-Kosten ein. Wir bleiben in konstruktiven Gesprächen mit unserem Kunden und sind zuversichtlich, dessen Erwartungen hinsichtlich der Lieferungsverpflichtungen zu erfüllen“.

Die Schwierigkeiten waren zwar kaum vorherzusehen, sind aber beileibe keine Überraschung. East Anglia ONE will 102 Windturbinen mit einer Gesamt-Kapazität von 714 MW liefern, was die Turbinen zu den größten derzeit verfügbaren Turbinen macht. Jede einzelne Turbine hat eine Kapazität von 7 MW, eine Höhe von insgesamt 197 Metern und einem Durchmesser der Rotoren von 154 Metern. Die Fundamente allein sind jeweils 65 Meter hoch und wiegen 845 Tonnen. Dies ist Bauingenieurswesen in einem extrem großen Maßstab und unter sehr schwierigen maritimen Bedingungen. Irgendetwas kann dabei immer schwer schief gehen und wird auch schief gehen (Daten von 4C Offshore.)

Eindeutig hat dies Implikationen für die Schätzungen der Kapitalkosten des Windparks, dem Vernehmen nach 2,7 Milliarden Pfund, aber die Größenordnung der Unterschätzung ist bis jetzt unklar. Lamprell ist nicht für das gesamte Projekt verantwortlich, sondern den Kosten nach vielleicht nur zu einem Viertel, und bislang hat noch kein anderer Subunternehmer Schwierigkeiten hinsichtlich dieses oder irgendwelcher anderer Projektes vermeldet. Aber der kürzlich erfolgte Kollaps von Carillion gibt Grund, sich zu fragen, ob Lamprell einfach nur ehrlicher ist als andere Unternehmen in diesem Bereich.

Tatsächlich war Carillion selbst bis zu seinem Kollaps ein bedeutender Teilnehmer am Offshore-Windsektor. Es war verantwortlich für die Front-End Engineering Design (FEED)-Studien hinsichtlich der Verkabelung der Offshore-Windparks und Anderes, was damit im Zusammenhang steht. Zum Beispiel war es vertraglich verpflichtet, die Netzanbindung zu konstruieren für das 1,3 Milliarden Pfund teure Rampion Offshore-Windprojekt (hier), ebenso wie für einen 30 Millionen Pfund-Vertrag bezüglich des Dudgeon Offshore-Windparks, welcher im November 2017 in Betrieb ging. Natürlich war Carillion auch in anderen Bereichen aktiv. U. A. war es involviert in drei großen Arbeiten für das nationale Netz (hier) einschließlich einer Netzverbindung für das Horizon-Kernkraftwerk in Wylfa. Eines der vielen interessanten Dinge, die sich aus der Carillion-Untersuchung ergeben könnten wird sein, ob eine aggressive und unrealistische Unterbietung der Netz-Infrastruktur in Relation zu Offshore-Windprojekten Teil der Schwierigkeiten war, und falls ja, was das für die allgemein optimistischen Abschätzungen der Kosten bedeutet, UK mit neuen Fernleitungen zu überziehen, um einen hohen Anteil an Wind- und Solarenergie aufzunehmen.

Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass eine Unterschätzung der Kosten und damit ein unrealistisches Angebot ein drückendes und sehr reales Problem für Lamprell ist, so dass einige von dessen Anteilseignern, bisher nur eine kleine Gruppe, fragt, ob die Kapitalkosten für Offshore-Wind wirklich rückläufig sind (hier). Es wäre interessant zu erfahren, was ScottishPower Renewables daraus macht, aber vielleicht misst man dem dort nicht so viel Bedeutung bei. Wie das Beispiel der notwendigen Erwähnung „potentieller Abwicklungs-Schäden“ und der hoffnungsvollen Erwähnung „konstruktiver Diskussionen mit unserem Kunden“ seitens Lamprell zeigt, können Dinge wie Kostenexplosionen und verspätete Zulieferung, soweit es den Entwickler betrifft, die Probleme Anderer sein.

Link: https://www.thegwpf.com/lamprell-carillion-and-offshore-wind-costs/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




In Zukunft sorgt die EU für die Sicher­heit von Deutsch­lands Stromver­sorgung

Der „Blick nach vorne“ soll die Fehler der Vergangenheit lösen

Auch wenn es nicht gesagt werden darf, machen sich unsere politischen Führungskräfte wohl doch Sorgen um das EEG [3]. Zumindest für ein Ministerium war es wohl der Anlass, darüber zu diskutieren und das Ergebnis in einer Publikation zu fassen [5].
Beschrieben ist darin, wie man mit „dem Blick nach vorne“ (wohl eine Anlehnung an Maos „großen Sprung nach vorn“ der im totalen Desaster endete) ein Problem lösen will, welches man selbst verursacht hat, dessen Ursachen – falsche Basisentscheidungen – aber nicht korrigiert werden dürfen.

BMWi Homepage: [5] „Strom 2030 – Langfristige Trends, Aufgaben für die kommenden Jahre“
Schon heute sind erneuerbare Energien unsere wichtigste Stromquelle. Spätestens 2050 wollen wir unser Land weitgehend mit sauberer Energie versorgen. Diese Modernisierungsstrategie nennen wir „Energiewende“. Mit der Energie wende beschreiten wir den Weg in eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Zukunft der Energieversorgung und tragen damit zu Wachstum und Beschäftigung bei. Wir wollen die Klimaschutzziele erreichen und die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten vermindern …

Und wieder muss man daran erinnern: Der Hauptgrund ist alleine der sich selbst auferlegte – inzwischen hysterisch betriebene – Zwang zur CO2-Vermeidung (Frau Merkel und Frau Hendricks, ihr habt es angeordnet, wir folgen euch [6]) und die ebenfalls selbst veranlasste Abschaltung der grundlastfähigen, konventionellen Kraftwerke.

BMWi Strategiepapier Strom 2030

BMWi, Publikation: [1] „Strom 2030 – Langfristige Trends, Aufgaben für die kommenden Jahre“
Deutschland hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2050 wollen wir Treibhausgasemissionen weitgehend vermeiden. Auf diesem Weg ist die Zeit bis 2030 entscheidend. Mit „Strom 2030“ hat das BMWi daher den Blick nach vorne gerichtet und eine Diskussion geführt, welche energiepolitischen Aufgaben anstehen, um langfristig die Klimaziele zu erreichen und eine sichere und kostengünstige Stromversorgung zu gewährleisten.
Im Ergebnispapier „Strom 2030“ zieht das BMWi in Texten und Grafiken Schlussfolgerungen aus der Diskussion …

Diese Publikation liest sich (für den Autor) wie eine Weihnachtswunschkarte elektrotechnisch Unbedarfter, unter dem Einfluss daran partizipierender – ansonsten skrupelloser – Interessenvertreter.

In der Not wird fabuliert, zur Energieversorgung Deutschlands die EU verantwortlich zu machen …

In der erkennbaren Not wird zum Beispiel fabuliert, zur Energieversorgung Deutschlands die EU verantwortlich zu machen: Ein Wunsch, der dem Versuch, die EU in das EEG zu zwingen [9], diametral entgegensteht.
BMWi: [1] … Erzeugungskapazitäten in den Nachbarstaaten darauf zu überprüfen sind, ob sie im Ernstfall auch für die nationale Versorgungssicherheit grenzübergreifend zur Verfügung stehen …

… Wind ausgleicht und Wasserkraft Grundlast und Speicher ersetzt

Was trotz Aussagen angeblicher „Experten“ wettertechnisch nicht funktioniert: Der Windkraft Grundlastfähigkeit „beizubringen“ [5] [6], soll nun als Lösung im großen Stil „in den Sand gesetzt“ werden.
BMWi: [1]
… Wenn der Wind in Norddeutschland schwach ist, kann es etwa einen Ausgleich mit kräftigeren Windverhältnissen in anderen europäischen Ländern geben …
Dazu die Vorstellung, dass der Grundlast- und Speicherbedarf so nebenbei durch Wasserkraft gelöst werden könnte und das Ausland dafür bereitsteht.
… Die großen Wasser- und Pumpspeicherwerke in Deutschland, den Alpen und Skandinavien können den Strom bedarfsgerecht ein- und ausspeisen.

Zitate aus dem BMWi Strategiepapier

Die konkreten Ziele der Bundesregierung für den Energiesektor

… Bis 2050 sollen die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent im Vergleich zu 1990 und der Primärenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 2008 zurückgehen.

Der Weg dahin: Mehr Wind und Sonne, mehr Flexibilität, mehr Europa

… Europäische Kapazitäten gewährleisten Versorgungssicherheit gemeinsam. Aus diesem Grund wird der Austausch von Strom zwischen den europäischen Staaten immer wichtiger. Deshalb müssen wir Versorgungssicherheit europäisch – und nicht mehr nur national – buchstabieren.

Strom aus Wind und Sonne senkt die CO2-Emissionen von Fahrzeugen, Gebäuden und Industrie

… Für Wärme, Verkehr und in der Industrie werden heute noch überwiegend fossile Energiequellen wie Öl oder Gas eingesetzt. Um unsere Klimaziele zu erreichen, ist es unerlässlich, dass auch diese Sektoren weniger CO2-Emissionen verursachen …

Stromnetze, flexible Kraftwerke, flexible Verbraucher und Speicher gleichen die wetterabhängige Einspeisung aus Wind und Sonne kostengünstig aus

Wie viel Strom aus Wind und Sonne zur Verfügung steht, hängt vom Wetter ab. Ihre Einspeisung schwankt deshalb im Tagesverlauf und innerhalb des Jahres. Trotz dieser Schwankungen muss die Stromversorgung immer sicher und bezahlbar bleiben – bei steigenden Anteilen erneuerbarer Energien eine zunehmende Herausforderung. Welche Möglichkeiten gibt es, die Schwankungen flexibel auszugleichen? Stromnetze sorgen dafür, dass etwa kostengünstiger Windstrom aus Nord- und Ostdeutschland oder Dänemark die Nachfrage in den großen Verbrauchszentren in Süddeutschland deckt. Großes Potenzial liegt zudem auf der Verbrauchsseite, die sich an die Schwankungen flexibel anpassen kann. Großverbraucher in der Industrie oder Kühlhäuser können – wenn es für sie betriebswirtschaftlich sinnvoll ist – bei einer Windflaute ihren Strombedarf verschieben. Daneben können auch flexible Kraftwerke und Speicher die Schwankungen ausgleichen. Die Kraftwerke reagieren flexibel und werden je nach Verfügbarkeit von Wind- und Sonnenstrom hoch- oder herunterfahren. Die großen Wasser- und Pumpspeicherwerke in Deutschland, den Alpen und Skandinavien können den Strom bedarfsgerecht ein- und ausspeisen.

Grüne Technologien „Made in Germany“ eröffnen Export- und Wachstumschancen

Die Energiewende eröffnet der deutschen Wirtschaft neue Chancen. Sie ist das Schaufenster für innovative, grüne Technologien aus Deutschland.

Europäische Märkte weiter integrieren und flexibilisieren

Mehr europäischer Wettbewerb an den Strommärkten sorgt für geringere Preise. Darum ist es richtig, die Integration des europäischen Stromgroßhandels zügig zu vollenden. Regionale Kooperationen bringen die Integration der europäischen Strommärkte voran. Flexible europäische Strommärkte reagieren auf die fluktuierende Einspeisung von Wind und Sonne. Wenn der Wind in Norddeutschland schwach ist, kann es etwa einen Ausgleich mit kräftigeren Windverhältnissen in anderen europäischen Ländern geben.

Versorgungssicherheit europäisch bewerten

In den letzten Jahren haben wir große Fortschritte bei der Bewertung von Versorgungssicherheit gemacht. Die zunehmende europäische Vernetzung macht klar: Rein nationale Analysen sind im Strom-Binnenmarkt nicht mehr zeitgemäß. Darum ist es konsequent, Versorgungssicherheit „state of the art“ zu bewerten, das heißt europäisch. Umgekehrt ist es aber auch so, dass in diesem Rahmen Erzeugungskapazitäten in den Nachbarstaaten darauf zu überprüfen sind, ob sie im Ernstfall auch für die nationale Versorgungssicherheit grenzübergreifend zur Verfügung stehen.

Forscher fordern Umerziehungsprogramme und staatliche Agenten

Man kann seelenruhig abwarten, wie die vom BMWi diskutierte EEG-Strategie an der Physik, am Wetter und an der EU scheitern wird und rigorose Maßnahmen erforderlich werden.
Nun ist nicht nur Deutschland verrückt geworden. Die Schweiz als Insel in der EU ist inzwischen auch vom Nachhaltigkeits- und damit auch dem EEG-Virus befallen. Und man lache nicht, Deutschland dabei in manchen Dingen schon voraus.
In der Schweiz wurde vorausschauend bereits das Thema „Energienot“ beleuchtet und nicht physische, sondern psychische Lösungen (mit bekanntem Strickmuster) gefunden (Anm.: Auf EIKE in [7] bereits kurz dargestellt).
Basler Zeitung 29.01.2018: [7] Das dicke Ende der Energiewende, Forscher, deren Arbeit vom Bund finanziert wird, fordern Umerziehungsprogramme und staatliche Agenten
Wie die über 550 zwischenzeitlichen Kommentare dazu zeigen, scheint es einigen Schweizer Bürgern nicht wirklich zu gefallen. Man kann aber davon ausgehen, dass sich damit ein Trend vorzeichnet, den China inzwischen begonnen hat:
Frankfurter Allgemeine: [8] Nationales Punktesystem : China plant die totale Überwachung,
und von dem unsere Politikkaste in Berlin zur „Rettung“ ihres EEG-Systems sicher Anleihen übernehmen wird.

Der Bürger hat gar kein Anrecht auf individuelle Energie

Vor allem das Postulat, dass der einzelne Bürger gar kein Anrecht auf individuelle Energie hat, öffnet den Weg für „Lösungen“ und ergänzt den Gedanken der „großen Transformation“:
EIKE 03.02.2017: Die große Transformation – wo sie heute schon gelebt wird! Oder..

Anbei Zitierungen aus dem Originalartikel der Basler Zeitung:
Basler Zeitung 29.01.2018: [7] Das dicke Ende der Energiewende,
… Vor wenigen Tagen hat nun eine Gruppe von Psychologen, Ökonomen und Marketingforschern ein sogenanntes Weisspapier veröffentlicht, in dem sie Empfehlungen geben, wie der Energiekonsum von Haushalten durch gezielte Beeinflussung der Bevölkerung verringert werden kann …
… Die bisher unternommenen Bemühungen zur Effizienzsteigerung reichen (…) nicht aus, um eine substanzielle Reduktion des Energieverbrauchs zu erzielen …
… Um die Ziele der Energiestrategie zu erreichen, seien darum Anstrengungen notwendig, «die weit über diejenigen hinausgehen, die bisher im Gesetz formuliert sind». Die Schweiz müsse auf «Reduktionsprogramme» setzen, wird im Papier gefordert. Es werden Möglichkeiten diskutiert, um die Bevölkerung zu manipulieren, damit sie Energie spart …
… Es gebe «Grenzen» punkto individueller Lebensweisen, denn die Energieversorgung sei «wenigstens partiell ein öffentliches Gut». Das legitimiere den Staat, auf eine Reduktion des Energieverbrauchs in den Haushalten hinzuwirken, steht im Papier …

Wer nicht schon reich ist, darf vom Staat daran gehindert werden, Begründung: Es macht nicht wirklich glücklicher

Basler Zeitung: [7] …Mit der Reduktion des Verbrauchs verringere sich «nicht zwingend» die Lebensqualität, schreiben die Autoren … Zudem zeige die Forschung, «dass ein Mehr an monetärer bzw. materieller Ausstattung ab einem gewissen Niveau die Menschen nicht wirklich glücklicher macht»…

Der Staat wiederholt es so lange, bis er es umsetzen kann

Basler Zeitung: [7] ..Vielleicht ist die Warnung der Gegner des Energiegesetzes, nach einem Ja könnte der energieintensive Import von Bananen verboten werden, doch nicht aus der Luft gegriffen.
Es handelt sich beim Weisspapier nicht um den ersten Versuch, die Umerziehung der Bevölkerung mit Bundesmitteln zu propagieren. Vor drei Jahren hat der Schweizerische Nationalfonds auf Geheiss des Bundesrats das millionenschwere Nationale Forschungsprogramm «Steuerung des Energieverbrauchs» (NFP 71) gestartet. Auch dort wird «erforscht», mit welchen Psychotricks die Bevölkerung dazu gebracht werden kann, Energie zu sparen. Es geht im NFP 71 unter anderem um Informationskampagnen, preisliche Anreize und den Einsatz von Gruppendruck.

Den Weg dahin zeigen unsere „Eliten“ ebenfalls bereits auf, beziehungsweise fordern ihn schon:
[4] EIKE: Den Klimaschutz vorantreiben und gleichzeitig den Industriestandort Deutschland stärken

Quellen

[1] BMWi, Publikation: „Strom 2030 – Langfristige Trends, Aufgaben für die kommenden Jahre“

[2] Basler Zeitung 29.01.2018: Das dicke Ende der Energiewende, Forscher, deren Arbeit vom Bund finanziert wird, fordern Umerziehungsprogramme und staatliche Agenten.

[3] EIKE: Zu viel Strom ist eines der Kernprobleme der Energiewende

[4] EIKE: Den Klimaschutz vorantreiben und gleichzeitig den Industriestandort Deutschland stärken

[5] EIKE 27.12.2017: Offshore lieferte jeden Tag Strom und onshore gab es im Jahr 2016 deutschlandweit keine einzige Stunde ohne Windstromerzeugung

[6] EIKE 11.01.2017: Der Wind weht überhaupt nicht immer irgendwo: Ein Nachtrag zum Märchen von der Wind-Grundlastfähigkeit

[7] EIKE: Schweiz: Das dicke Ende der Energiewende

[8] Frankfurter Allgemeine 22.11.2017: Nationales Punktesystem : China plant die totale Überwachung

[9] TICHYS EINBLICK 6. Januar 2018: Augen zu und durch EU – Energierat hat beschlossen: Planwirtschaft




Wer immer mehr versichert, muss auch mehr für Schäden bezahlen Extrem­wetter­daten Deutsch­land

BR24 04.01.2018 Versicherungen Rekordschäden durch Naturkatastrophen 2017
Die Branche muss aufgrund zahlreicher Naturkatastrophen Rekordsummen ausbezahlen. Das zeigt der entsprechende Jahresbericht des weltweit größten Rückversicherers, der Munich Re. 2017 war demnach das bisher teuerste Naturkatastrophenjahr für die Branche.
Und selbstverständlich fand der BR auch einen Klimafachmann, welcher sofort wusste, was die (wie immer gleiche) Ursache dafür ist.
Mojib Latif: „Man muss einfach die Statistik der vergangenen Jahre betrachten, wie sich die Gesamtheit der Extreme entwickelt hat. Da sehen wir einen eindeutigen Trend nach oben und das sagen uns auch die Klimamodelle, dass genau das passieren wird …

Dem Geschäftsergebnis der MuRe tut es wenig Abbruch

Bevor auf Extremwetterdaten eingegangen wird, anbei die „schlimmen“ Auswirkungen, welche diese „Rekordschäden“ auf die Geschäftszahlen der MuRe haben.

Bild 1 Darstellung der Aktionärsrendite der MuRe. Quelle: WIKIPEDIA

Bild 2 MuRe Operatives Ergebnis 2005 – 2016. Grafik vom Autor erstellt. Quelle operatives Ergebnis: WIKIPEDIA

Wobei das nächste Bild zeigt, warum es MuRe trotzdem so gut geht.

Bild 2.1 Schadenssummen weltweit (blau: versichert) 1980 – 2016. Quelle MuRe NatCat Viewer

Auch in Deutschland häufen sich die Klimaschäden …

Nun ist der BR nur ein Beispiel für die deutschen Medien. Auch die taz nahm die Pressemeldung der MuRe auf und erläuterte ihren Lesern den schlimmen Inhalt und traurigen Auswirkungen.
taz 4. 1. 2018: [4] Hohe Kosten durch Klimawandel Eine neue Normalität
Naturkatastrophen wie Hurrikans kosteten Versicherer im Jahr 2017 weltweit 135 Milliarden US-Dollar.
Auch in Deutschland häufen sich die Klimaschäden.
MÜNCHEN dpa … Der weltgrößte Rückversicherer sieht in den Naturkatastrophendaten zwar keinen Beweis, aber doch starke Indizien für die Auswirkungen des Klimawandels.

… während sie gleichzeitig unterdurchschnittlich sind

Dabei „zeigte“ die taz am Ende des Artikels, dass irgend etwas daran nicht stimmen kann.
taz 4. 1. 2018: [4] … In Deutschland waren Naturereignisse wie Stürme, Hagel und Starkregen 2017 für unterdurchschnittliche Schäden von 2 Milliarden Euro verantwortlich. Dies hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ausgerechnet. Laut GDV wüteten im vergangenen Jahr nur wenige, regional begrenzte Unwetter.

Bayerischer Rundfunk und M.Latif in der Apokalypse vereint

Im kürzlich erschienenen Artikel:
EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst
wurden anhand von Daten weltweit (wieder) gezeigt, dass es keine belegbaren Zunahmen von weltweit, klimawandel-bedingten, Extremereignissen gibt.

Während ein „Experte“ auf Nachfrage jedoch sofort die Antwort weiß:

Bild 3 BR24: [1] Zitat von Mojib Latif

muss ein Laie erst einmal die Daten nachsehen. Anbei ein Ergebnisauszug.

Extremereignisdaten Europa und Deutschland

Der DWD als ein Sprachrohr der sogenannten Klimawissenschaft, schrieb (was der Autor zugegebenermaßen auch gerne macht), eine reißerische Überschrift und dann einen anderen Inhalt. Er konnte nämlich keine wirklichen Extreme finden und beschränkte sich nach einer Listung der „üblichen“ Unwetter-Ereignisse auf eine ja nicht nachprüfbare Zukunftsaussage.
DWD 29.12.2017: Bilanz für 2017: Ein extremes Wetter-Jahr
Überdurchschnittlich warm und mit ungewöhnlichen Ausreißern. So lässt sich das Wetter 2017 zusammenfassen. Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass Deutschland in Zukunft häufiger Extremwetter erleben wird.

Temperatur und Niederschlag

Dass es in Deutschland nach der für die Agrarwirtschaft katastrophalen, kleinen Zwischeneiszeit, welche offiziell ungefähr um 1850 endete (in Wirklichkeit allerdings eher bereits um 1600 … 1700 [6]), zum Glück etwas wärmer geworden ist, dürfte Fakt sein.

Bild 4 Jahrestemperaturen Deutschland 1750 – 2017. Quelle DWD (Daten vom Autor als Grafik dargestellt)

Ob dies als Katastrophe, oder als ein Segen wirkt, hängt von der Betrachtungsweise ab:
EIKE 19.09.2016: Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht
EIKE 27.07.2016: Biobauern darben ohne Klimawandel (und extremen Subventionen) Bei der normalen Landwirtschaft hängt es von der Veranstaltung ab

Und wie sich „überdurchschnittlich warm“ zum Beispiel im besonders von der Hitze betroffenen Franken wirklich darstellt, zeigt eine private Wetterstation. Kann man vor solcher, „stetig fortschreitenden Überhitzung“ Angst bekommen?

Bild 5 Temperaturdaten einer privaten Wetterstation in Franken seit 2003 (Wochenauflösung). Quelle: Wetter Rosstal

Der DWD lebt auch immer mehr von seinem Wissen über die Zukunft, welches man ja immer genauer simulieren kann,
DWD 29.12.2017: Bilanz für 2017: … Die Meteorologen erwarten für die Zukunft mehr Extremwetterlagen. Vor allem heftige Niederschläge im Sommer seien zu befürchten. „Außerdem werden die Winter kürzer und nasser“, sagt DWD-Vizepräsident Paul Becker voraus …,
obwohl die Simulationsbilder eher belegen, dass schon der aktuelle Zustand von den Simulationen grandios verfehlt wird. Man kennt es aber von der Wettervorhersage: Mehr als 14 Tage vorhersagen, geht nicht (außer beim stabilen Sommerwetter im Mittelmehrraum), weil das Wetter unberechenbar ist, die nächsten 100 Jahre seien aber kein Problem, denn das Klima verhalte sich „stabil“ nach Algorithmen.
Frankfurter Allgemeine 18.03.2013: [7] Klimamodelle: Unsicherheiten : Wer die Welt simuliert, hat die Wahrheit nicht gepachtet

Bild 6 Deutschland Niederschlag Winter ab 1881. Quelle: DWD Klimaatlas

Bild 6a Deutschland Niederschlag Sommer ab 1881. Quelle: DWD Klimaatlas

Daten von Versicherungen

Ergänzend zum diesem Thema vorhergehenden Artikel:
EIKE 31.01.2018: [2] Endlosschleife Klimaangst,
anbei weitere, relevante Grafiken – diesmal mehr Europa betreffend – (fast) ohne Kommentar.

Bild 7 Weltweit Opferzahlen 1970 – 2016. Quelle: Swiss Re 2/2017: Natural catastrophes and man-made disasters in 2016: a year of widespread damages

Europa

Bild 8 Europa: Anzahl Sturm Schadenereignisse 1980 – 2015. Quelle: MuRe NatCat Viewer

Bild 9 Europa: Anzahl klimatologische Schadenereignisse 1980 – 2015. Quelle: MuRe NatCat Viewer

Deutschland

Immer neu fragt sich der Autor, wie Frau Umweltministerin Hendricks den (AGW-)Klimawandel „täglich spüren“ kann und die (ihr in nichts nachstehende) bayerische Frau Scharf, sogar „mit Händen greifen“.
Diese Personen müssen eine „besondere Beziehung“ zu ihm haben. Der Autor meint nämlich weiterhin, die Daten sprächen dagegen.

Bild 10 Deutschland: Anzahl Natur-Schadensereignisse 1980 – 2015. Quelle: MuRe NatCat Viewer

Bild 11 Deutschland: Anzahl extremer Fluten 1980 – 2015. Quelle: MuRe NatCat Viewer

Bild 12 Deutschland: Aktualisierung der Hochwassergefahren-Einstufung 2016. Quelle: GDV

Bild 13 Deutschland: Ernteschäden durch Wetterextreme 1990 – 2013. Quelle: GDV

Bild 14 Deutschland: Schadensaufwendungen 1990 – 2016. Quelle: GDV

Bild 15 Deutschland: Schadensaufwendungen durch Blitzereignisse und Überspannungen 2007 – 2016. Quelle: GDV

Leitungswasserschäden sind viel höher als die durch das sich schon immer verändernde Klima

Bei diesen Daten wundert es nicht, dass Leitungswasserschäden die deutschen Versicherungen viel mehr kosten als das Klima (sofern man die Kosten für Heizung nicht auch dem Klima zuordnet).

Der Autor hat aber noch keinen Bürgermeister gefunden, der öffentlich gegen Leitungswasserschäden „kämpft“. Für jedes Kilogramm CO2-Vermeidung „seiner“ Stadt oder Gemeinde (mit dem Geld der Bürger) kämpfen aber viele.

Bild 16 Deutschland: Verteilung Schadensaufwendungen 2014. Quelle: GDV

Lohnt“ es sich, wegen dem schlimmen Klimawandel vorsichtshalber „Selbstmord“ zu machen?

Immer wieder bleibt die Fragestellung, wo sich die „schlimmen Auswirkungen“ des AGW-Klimawandels zeigen. In Klimasimulationen „natürlich“. Jedoch weniger in wirklichen Daten:

Bild 17 Deutschland: Lebenserwartung 1971 – 2017. Quelle: GDV

Wer jedoch einen „Beleg“ möchte, dass es doch „sinnvoll“ sein könnte, kann einen solchen bei KLIMARETTER in der von dieser Homepage gewohnten, überaus „investigativen“, gruseligen Art nachlesen:

KLIMARETTER.INFO: [5] 2017: Der Jahresrückblick in Bildern
… Auch 2017 ist wieder ein Jahr der traurigen Rekorde. Den ersten gibt es schon im Januar: An beiden Polen ist die von Meereis bedeckte Fläche auf einen neuen Tiefstand gesunken, zeigt die Datenerhebung der US-Wetterbehörde NOAA … Der Eisschwund an den Polen ist so dramatisch, dass US-Forscher von der Arizona State University einen ungewöhnlichen Plan entwickelt haben, wie zumindest die Arktis „wieder vereist“ werden könnte. Zehn Millionen windbetriebene Pumpen sollen, so die Idee, im arktischen Winter Wasser auf die Eisdecke pumpen. Das Wasser würde gefrieren und damit die Eisdecke um einen Meter anwachsen lassen … würde man den Klimawandel in der Region quasi um 17 Jahre zurückdrehen, haben die Wissenschaftler errechnet. Die Kosten beziffern sie auf 500 Milliarden US-Dollar …

Hinweis: Die Idee zum Artikel und wesentliche Datenhinweise wurden von Kaltesonne übernommen:
Kaltesonne 29. Januar 2018: [3] Deutsche Naturgefahrenbilanz 2017 fällt mit 2 Milliarden Euro Versicherungsleistung erneut unterdurchschnittlich aus

Quellen

[1] BR24 04.01.2018: Versicherungen Rekordschäden durch Naturkatastrophen 2017

[2] Eike: EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[3] Kaltesonne 29. Januar 2018: Deutsche Naturgefahrenbilanz 2017 fällt mit 2 Milliarden Euro Versicherungsleistung erneut unterdurchschnittlich aus

[4] taz 4. 1. 2018: Hohe Kosten durch Klimawandel Eine neue Normalität

[5] KLIMARETTER.INFO: 2017: Der Jahresrückblick in Bildern

[6] EIKE 11.05.2016: Die Problematik der Temperaturrekonstruktion Eine beispielhafte Sichtung dazu anhand des Projektes PAGES2k

[7] Frankfurter Allgemeine 18.03.2013: Klimamodelle: Unsicherheiten(1) : Wer die Welt simuliert, hat die Wahrheit nicht gepachtet




Klimawissen­schaft und der Prozess orthodoxen Verstärkung

Als Beispiele relativ ausgewogener Kommentare zu diesem Punkt möchte ich hier zwei von einem Mann namens Steven Wangsness hervorheben. Auszüge:

Ich würde gerne wissen, warum 95% oder mehr der Klimawissenschaftler weltweit, von denen die meisten Benzinfahrzeuge fahren und möglicherweise Ölaktien besitzen, in eine massive, weltweite Konspiration verwickelt sind, um das Narrativ der globalen Erwärmung voranzutreiben. Welchen Anreiz gibt es für all diese vermutlich ganz normalen, gut gebildeten Leute, um sich in einem solchen verderblichen Betrug zu engagieren? …

Sie schreiben außerdem, dass Tausende von Ph.D.s auf der ganzen Welt in eine massive Konspiration verwickelt sind und dass nicht einer von ihnen ausgebrochen ist und den Betrug offengelegt hat.

Es scheint für Mr. Wangsness – und auch viele andere – einfach unvorstellbar zu sein, dass eine solche „Konspiration“ überhaupt zustande kommen kann. Aber dann denke man einmal an die Prozesse, mittels welcher Orthodoxien erzeugt und verstärkt werden. Es gibt viele, viele Beispiele unter den Menschen mit einer großen Anzahl von Menschen – sogar bis zu Milliarden – die bis ins Detail einem komplexen Glaubenssystem folgen, allgemein Orthodoxie genannt. Eindeutig ist, dass der Prozess auch spezielle Belohnungen oder Bestrafungen vorsieht, verhängt von den Betreibern der Orthodoxie. Aber ich habe den Eindruck, dass ein weit größerer Teil dessen, was Orthodoxien am Leben hält, der universelle Wunsch der Menschen ist, einfach akzeptiert zu werden. Wenn man nicht mit unserem offiziellen Glaubenssystem konform geht, werden wir Sie ächten!

Man denke einmal über das nach, was unzweifelhaft ein archetypisches Beispiel eines strikt durchgesetzten Orthodoxie-System ist, nämlich die katholische Kirche. Hier sollte ich erwähnen, dass ich als Katholik aufgewachsen bin. Ich habe nach wie vor viele Freunde, die praktizierende Katholiken sind, und ich respektiere sie sowohl als Mensch als auch für ihren Glauben. Ich habe auch Hochachtung vor der katholischen Kirche als Institution (nicht so sehr jedoch für das derzeitige Oberhaupt). Ich halte Katholiken nicht für dumm oder böse, nur weil sie sich der Orthodoxie der Kirche verschrieben haben. Aber hier haben wir – was absolut eindeutig ist und dem man zustimmen muss – eine irgendwie eigenartige Orthodoxie, der sich rund 1,2 Milliarden Menschen bis ins Detail verschrieben haben.

Die Bischöfe der Anfänge der katholischen Kirche kamen im Jahre 325 in Nicäa zusammen und vereinbarten etwas, das man Glaubensbekenntnis nennt und dass die fundamentalen Glaubensgrundsätze der Religion festlegt. Mit einigen kleinen Modifikationen in späteren Jahren (zumeist im Jahre 384) rezitiert jeder Katholik diese Liste der Glaubensgrundsätze in jeder Messe unter der Leitung eines Pfarrers. Glauben all diese Menschen wirklich jedes Detail dieser Festschreibung? Sie sagen mit Sicherheit, dass sie das tun, mindestens einmal pro Woche. Es ist eine grundlegende Erfordernis, wenn man praktizierender Katholik ist.

Für alle Nicht-Katholiken möchte ich hier einige Beispiele aus dem Glaubensbekenntnis nennen. Ich nenne auch den relevanten lateinischen Text ebenso wie die englische Übersetzung [die im Folgenden durch die deutsche Übersetzung ersetzt wird, Anm. d. Übers.]:

Ich glaube an den einen Gott“ (Credo in unum Deum). Das ist eine monotheistische Religion.

Oh, es ist aber ein Gott in drei Manifestationen, Heiligen Dreieinigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ist das ein Widerspruch? Wir alle stimmen überein, dass das nicht der Fall ist.

Der Sohn war ursprünglich „geboren von dem Vater (ex patre natum) zu einer Zeit „vor allen Zeiten“ (ante omnia saecula) durch einen Prozess beschrieben als „ohne Zeugung“ (genitum non factum).

Später wurde der Sohn „Fleisch“ ([flesh] incarnatus est) durch einen Prozess, in welchem der Heilige Geist eine Jungfrau befruchtet (de Spritu Sanctu ex Maria Virgine).

Der Heilige Geist „geht nicht nur vom Vater aus“, sondern auch vom Sohn. (Et in Spiritum Sanctum … qui ex Patre Filioque procedit). Das Diktum über den Heiligen Geist, der „auch vom Sohn“ ausgeht, ist die Grundlage der Spaltung zwischen der römisch-katholischen und der ost-orthodoxen Kirche. Der Osten besteht darauf, dass der Heilige Geist nur vom Vater „ausgeht“.

Es gibt noch viele andere Dinge. Versteht und glaubt jeder Katholik in vollem Umfang jeden dieser Grundsätze? Es spielt eigentlich keine Rolle. Als Belohnung, diesem Glauben regelmäßig Ausdruck zu verleihen, dürfen sie an dieser Religion teilhaben, einschließlich Mitglied in einer Gemeinschaft von Familien, Freunden und Gönnern zu sein, an Zeremonien und Sakramenten teilnehmen zu dürfen und des Versprechens eines glücklichen Daseins im Jenseits.

Die Belohnungen sind fast ausschließlich mentaler und geistiger Natur, nicht materiell. Und auf dieser Basis folgen ihr etwa 1,2 Milliarden Menschen. Im Falle der Pfarrer wird die Befolgung der Orthodoxie verstärkt durch eine Hierarchie, welche Zugang zu Arbeitsplätzen ebenso wie Beförderungen zu Bischöfen, Erzbischöfen usw. kontrolliert. Falls man eine Änderung des Glaubensbekenntnisses fordert, kann man kein Pfarrer sein. Punkt!

Die katholische Kirche ist ja nur ein Beispiel einer detaillierten Orthodoxie, der eine riesige Menschenmenge folgt. Der Islam ist ein anderes Beispiel vergleichbarer Größenordnung, aber ich kenne nicht die Details, welche die Muslime als ihre Orthodoxie festgelegt haben.

Jetzt wollen wir einmal die Prinzipien der Orthodoxie, nämlich Schöpfung und Durchsetzung [enforcement] auf den Bereich „Klimawissenschaft“ übertragen. Ein Kommentator zu Wangsness brachte es so auf den Punkt: „Die Antwort ist einfach. Man folge dem Geld!“ Ich sage nicht, dass da nichts dran ist, aber man beachte, dass im Falle der katholischen Kirche (und in dieser Hinsicht auch des Islam oder jeder anderen Religion) Geld wenig oder gar nichts damit zu tun hat, warum die Menschen ihr folgen, und das in riesigen Massen. Die Hauptfaktoren sind reiner Druck und Akzeptanz; ein weiterer Hauptfaktor ist der zwangsweise Ausschluss von Häretikern. Also überlege man sich, was einen umgibt, wenn man sich heute im Bereich „Klimawissenschaft“ tummelt:

Um überhaupt anfangen zu können, muss man einen Job an einer akademischen Institution bekommen. Falls dieser Institution bekannt wird, dass man auch nur geringfügig skeptisch bzgl. der „Klimawissenschaft“ ist, wird man als Häretiker gebrandmarkt und aller Wahrscheinlichkeit nach nie eine Anstellung bekommen.

Um in der Akademia voranzukommen, muss man Artikel in angesehenen akademischen Journalen veröffentlicht haben. Die prestigeträchtigsten Journale im Bereich Wissenschaft sind Science und Nature. Während der letzten Jahre wurden diese beiden Journale kontrolliert von Zeloten der globalen Erwärmung, die es sich zur zentralen Aufgabe gemacht haben zu verhindern, dass auch nur geringfügig skeptische Artikel im Bereich Klima veröffentlicht werden. Von 2013 bis 2016 war die Wissenschafts-Redakteurin von Science eine gewisse Marcioa McNutt. Sie veröffentlichte 2015 in ihrem Magazin ein Editorial, worin es über Klimawissenschaft heißt: „Die Zeit für Diskussionen ist zu Ende. Maßnahmen sind dringend erforderlich … Entwickelte Nationen müssen ihre Pro-Kopf-Emissionen aus fossilen Treibstoffen noch weiter reduzieren …“. Im Jahre 2016 wurde Mc Nutt zur Leiterin der National Academies of Science gewählt. Wie will man als junger, skeptischer Klimawissenschaftler gegen so etwas ankommen?

Weitere Beispiele einer rücksichtslosen Durchsetzung der Orthodoxie bzgl. Klimawandel in der akademischen Welt finden sich in einem Beiträgen hier und hier.

Aber an dieser Stelle kommt etwas Erstaunliches ins Spiel: Angesichts des unablässigen immensen Drucks, mit der Klimawissenschaft konform zu gehen und dem rücksichtslosen Ausschluss von Häretikern von Veröffentlichungen und von Auszeichnungen und Anerkennung in dem Bereich liegt das Level der Nachfolge der Klima-Orthodoxie unter den Menschen in relevanten Bereichen weit unter den 95%, die Wangsness erwähnt. Die immer wieder zu hörende Behauptung über einen „97%-Konsens“ unter den Klimawissenschaftlern hat seinen Ursprung in einem Artikel von Cook et al. 2013, was aber gleich darauf an vielen Stellen widerlegt worden ist, beispielsweise hier und hier.

Wenn Wangsness sagt, dass „keiner von ihnen ausgebrochen ist und den Betrug offengelegt hat“, dann hat er unrecht. Es gibt viele Top-Wissenschaftler in relevanten Bereichen wie atmosphärischer Physik und Meteorologie, welche ausgebrochen sind und täglich so laut es ihnen möglich war gerufen haben, dass hinter diesem Alarm gar nichts steckt. Erst im vorigen Oktober war ich involviert, einen Brief an die EPA zu schicken, unterschrieben von 65 Top-Wissenschaftlern, in welchem wir forderten, das „Endangerment Finding“ der EPA zu überarbeiten, und zwar wegen des Fehlens jeder wissenschaftlichen Grundlage für Klima-Alarm. Die Liste der Skeptiker unter den Spitzenleuten der Physik enthält u. A. die Namen Freeman Dyson („Meine erste Häresie lautet, dass all das Tamtam um die globale Erwärmung erheblich übertrieben ist. Hier stehe ich gegen die heilige Bruderschaft der Klimamodell-Experten und gegen die Masse der irregeführten Bürger, welche den von den Computermodellen prophezeiten Zahlen glauben“), sowie Will Happer von Princeton, Richard Lindzen vom MIT und Ivar Giaever vom RPI. Es ist unglaublich im Bereich Journalismus, dass ein relativ gut informierter Bürger wie Mr. Wangsness das nicht weiß.

Übernommen von: http://manhattancontrarian.com/blog/2018/1/14/climate-science-and-the-process-of-orthodoxy-enforcement

Video Michael Crichton:

https://youtu.be/MDCCvOv3qZY (wegen unklarer Urheberrechte hier nicht eingebettet)

Link des ganzen Beitrags incl. Video: http://icecap.us/index.php/go/new-and-cool vom 26. Januar 2018

Übersetzt von Chris Frey EIKE