Der Klimawandel führt zu mehr Unfällen in der Landwirt­schaft – meldete eine Zeitung in Österreich

Seit 1997 haben sich die Unfallzahlen halbiert, aber wegen des Klimawandels erhöht sich die Unfallgefahr …

Solche Ungereimtheiten in Berichterstattungen fallen Redakteuren heutzutage nicht mehr auf – sofern es um die Bestätigung des (AGW-)Klimawandels geht. Da darf wirklich jeder einen vollkommenen Unsinn melden, er wird redaktionell mit Begeisterung durchgewunken. Das ist nicht nur in Deutschland so [4] [6] und weiterhin in den USA [5], sondern auch im Nachbarland Österreich:
OÖ Nachrichten:[3] Der Klimawandel erhöht die Unfallgefahr in der Landwirtschaft
... 1179 Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft verzeichnete die SVB im Vorjahr in Oberösterreich. 2016 waren es noch 995 Arbeitsunfälle. Damit steht das Jahr 2017 gegen den langjährigen Trend sinkender Unfallzahlen in der Landwirtschaft. Zum Vergleich: 1997 waren noch rund 2200 Arbeitsunfälle in der oberösterreichischen Landwirtschaft verzeichnet worden.
Wie ist dieser Anstieg der Unfallzahlen zu erklären? „Zusammengefasst kann man sagen, dass es mit der Klimaveränderung zusammenhängt. An den sehr heißen Tagen passiert schneller etwas. Die Konzentration wird schwieriger. Da misslingt rasch ein Handgriff und das kann verheerende Folgen haben“, sagt Striegl …
… Trotz der gestiegenen Unfallzahlen gibt es auch Positives zu berichten. Die Zahl der tödlichen Unfälle in der Landwirtschaft ist auch im Vorjahr von elf Toten (2016) auf sechs Tote (2017) wieder deutlich zurückgegangen.

Nachgedacht hat der Redakteur in Österreich nicht, welchen Bären ihm da der Direktor der „Sozialversicherung Bauern, SVB“ aufgebunden hat. Die Zahlen „belegen“ ja den Klimawandel und damit kann die Aussage nicht falsch sein. Nachsehen allerdings ergibt:
– Im Jahr 1997 waren es 2200 Arbeitsunfälle,
– Im Jahr 2016 waren es 995 Arbeitsunfälle (45 % vom Jahr 1997), davon elf Tote,
– im Jahr 2017 waren es 1178 Arbeitsunfälle (+ 18 % gegenüber dem Vorjahr, 54 % zum Jahr 1997), davon allerdings nur sechs Tote (55 % gegenüber dem Vorjahr)

Im Jahr 2017 waren es mehr Unfälle als im Jahr 2016, allerdings nur die Hälfte an tödlichen und insgesamt etwa die Hälfte des Jahres 1997. So etwas würde man allgemein wohl als einen starken Rückgang und damit positiv betrachten. Aber Statistik unter AGW-Klimawandel-Gesichtspunkten angewandt, kann eben auch noch das letzte, versteckte Quäntchen an grausamen Aussagen „herauskitzeln“.
Für einen Zeitungsredakteur scheint es wohl plausibel, vor allem wenn es ein leibhaftiger Direktor sagt:
Im schlimmen Unfalljahr 2017 nur 54 % der Unfälle des Jahres 1997 zu haben, ist reiner Zufall; die +18 % im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr können dagegen nur Klimawandel sein, denn diese erinnern unbestreitbar an einen „Hockeystick“ und dessen typische, bestimmt „noch nie dagewesene“ Beschleunigung. Dass es gleichzeitig nur 54 % an tödlichen Unfällen gegenüber dem Vorjahr waren, scheint beide Klimaanalysten in der Analysekunst überfordert zu haben, jedenfalls wurde das in die Betrachtung gar nicht erst mit einbezogen.
(Bewusst) falscher kann man diese Daten kaum mehr interpretieren.

Könnte sich trotzdem ein Klimawandeleinfluss finden?

Die Unverfrorenheit (eigentlich sollte hier ein deutlicher beschreibendes Wort stehen) der Klimawandelinterpretation des Direktors wird allerdings erst richtig deutlich, wenn man sich ein Folienbild mit Unfallzahlen-Verlaufsdaten seiner eigenen Institution ansieht (Bild 1; 2). Seine Versicherung publizierte bereits genau das Gegenteil von dem, was deren Direktor der Zeitung erzählt hat:
(Bild 1; 2) In Österreich reduzierten sich die bäuerlichen Arbeitsunfälle von 1980 bis 2014
– Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten: von 22.238 auf 4.763
– Tödliche Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten: von 167 auf 77

Zur letzten Überprüfung, ob dieser Direktor nicht doch etwas besser weiß, als es der Autor recherchieren und interpretieren konnte, sind in das SVB Unfalldatenbild Temperaturverläufe hinein kopiert. Da sich keine geeignete Global-Temperaturreihe von Österreich mit Sommertemperaturen fand (wie sie beispielsweise der DWD als Datensatz für Deutschland bereitstellt), ist es eine Messreihe der Stadt Wien, in der Annahme, dass diese ganz grob auch den Globalverlauf von Österreich mit bäuerlichem Umfeld zeigt.

Damit wird ganz offensichtlich, dass das sich stetig wandelnde Klima auf gar keinen Fall einen negativen Einfluss auf die Unfallzahlen hat.

Bild 1 Entwicklung der bäuerlichen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten Österreich. Jahres-Mitteltemperatur Wien vom Autor zugefügt. Quelle Unfalldaten: SVB.at; Temperaturen: wien.gv.at

Bild 2 Entwicklung der bäuerlichen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten Österreich (Auszug). Jahres-Höchsttemperaturen Wien vom Autor zugefügt. Quelle Unfalldaten: SVB.at; Temperaturen: wien.gv.at

Sind die Landarbeiter in Deutschland Klimawandel-fester?

Wenn ein Nachbarland so stark vom Klimawandel gebeutelt zu sein scheint, ist man gezwungen nachzusehen, wie das eigene Land betroffen ist. Aus diesem Grund anbei eine vergleichende Betrachtung zu Deutschland.

Die Verlaufsübersicht über Arbeitsunfälle (Bild 3) zeigt seit 1960 – dem Beginn der Darstellung – eine stetige Verringerung der tödlichen Arbeitsunfälle. Und zwar von ca. 1700 im Startjahr auf 133 (7,8 %) im Jahr 2016. Um eine „Korrelationssicht“ zu ermöglichen, wurde in das Bild der Sommertemperatur-Verlauf von Deutschland hineinkopiert. Eindeutig ergibt sich auch hier eine stark negative Korrelation der (tödlichen) Arbeitsunfälle mit der Sommertemperatur – also ein signifikant positiver Einfluss des (AGW-)Klimawandels.
Der Autor erspart sich das Herausrechnen der Beschäftigtenzahl, da alleine schon diese Rohdaten die Angaben der Zeitung aus Österreich (nochmals bestätigend) als absurd ausweisen.

Bild 3 [1] Deutschland, tödliche Arbeitsunfälle 1960 – 2016. Grafik vom Autor um Zusatzangaben ergänzt

Fazit

Auch anhand der Daten von Deutschland lässt sich die Aussage des SVB-Direktors ausschließlich als absurd verneinen.
Zum Glück gibt es das Internet und mit google eine gute Suchmaschine (und Institutionen, welche Dateninhalte verfügbar stellen), so dass sich die Untertanen oft selbst ein Bild über die wahren Tatsachen machen können.

Das ist unseren „Oberen“ schon lange ein großer Dorn im Auge. Unser Grüßonkel Bundespräsident in Berlin hält es für geboten, die Möglichkeit der Untertanen, über das Netz die Verkündungen der staatstragenden „Intelligenz“ kontrollieren zu können, einzuschränken:
Westfalenpost 21.03.2018: Steinmeier warnt: Lügen im Netz spalten die Gesellschaft
… Wer das mit Meinungsfreiheit rechtfertige, liege falsch: „Meinungsfreiheit ist eine Farce“, zitiert er Hannah Arendt, wenn schlichte Tatsachen nicht mehr anerkannt würden. Oder: „Wie sollen wir die realen Probleme, zum Beispiel den Klimawandel, angehen“, fragt der Bundespräsident, „wenn andere die wissenschaftlichen Fakten bestreiten?“ …

Was ein Herr Steinmeier sagt, interessiert in Wirklichkeit niemanden in unserer Republik. Was die GRÜNEN sagen, schon eher, denn es kann ja sein, dass diese Partei wieder einmal in eine Koalition „rutscht“. Wie diese Parteiideologen die „Vorgaben“ von Herrn Steinmeier umzusetzen gedenken, lässt sich lesbar aufbereitet zu Gemüte führen:
Achgut 17.09.2018: Die Grünen im großen Achse-Test

Anmerkung: Dank an „kaltesonne“ für den Hinweis: Konfusion um sinkende Unfallzahlen in der Landwirtschaft: Hilft der Klimawandel?

Quellen

[1] Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit–Berichtsjahr 2016, Unfallverhütungsbericht Arbeit

[2] EIKE 09. September 2018: Deutschland in den Klauen des Klimawandels

[3] OÖ Nachrichten, 08.08.2018: Der Klimawandel erhöht die Unfallgefahr in der Landwirtschaft

[4] EIKE 09. September 2018: Deutschland in den Klauen des Klimawandels

[5] EIKE 15.09.2018: @NYT lügt hinsichtlich Klima – indem die Vergangenheit verschwiegen wird

[6] EIKE 17.09.2018: (SUV-) Autokäufer ignorieren Klimawarnungen




Kampf der menschen­gemachten Klimaer­wärmung – Freiburg im Breisgau hat Erfolg.

In Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Freiburg_im_Breisgau finden wir dann über Freiburg auch Sätze wie: Mit der fortlaufenden Erderwärmung hat sich die durchschnittliche Jahresmitteltemperatur seit der Bezugsperiode 1961–1990 von 9,7 °C auf 11,4 °C erhöht (Bezugsperiode 1981–2010),[9] in der Bezugsperiode 1990–2013 sogar auf 11,8 °C. Wir erfahren außerdem aus Wikipedia, dass sich die Einwohnerzahl der Stadt rasant entwickelt. Die 11,8 C stimmen außerdem nicht, doch dazu später.

Schellnhuber hat die Parole vorgegeben. Die Erwärmung soll auf 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden. Abgesehen davon, dass keiner weiß, welche Durchschnittstemperatur die Erde oder Deutschland in vorindustrieller Zeit hatte und dass schon gar nicht Schellnhuber den exakten Zeitpunkt benennen will, wann die Industriezeit begonnen haben soll. Das wäre wie Weltrekord im 100 m Lauf und niemand hat die Länge der Strecke ausgemessen.

Doch über die letzten 30 Jahre, der kleinsten Klimaeinheit, können wir hier bei EIKE erstmals Erfolge vermelden. Sieger im Kampf gegen die Erwärmung ist die Stadt Freiburg. Die Freiburger haben laut den Daten ihrer eigenen Wetterstation nicht nur die Erwärmung gestoppt, sondern es ist sogar kälter geworden. Die Grafik der Wetterstation zeigt uns deutlich, was Wikipedia verschweigt.

Abb.1: Freiburg wurde in den letzten 30 Jahren signifikant kälter. Das zeigen die Daten der städtischen Wetterstation.

Das steht nicht im Wikipedia. Wie aus der Grafik erkennbar, endete die Erwärmung im Jahre 2000, dem zugleich wärmsten Jahr in der südbadischen Landeshauptstadt. Und mit der Durchschnittstemperatur nimmt es das Lexikon auch nicht so genau. Es sind keine 11,8C, sondern nur 11,5 C im Bezugszeitraum 1990 bis 2013. Und über die letzten 10 Jahre, also von 2008 bis 2017 beträgt der Schnitt nur noch 11 C

Lag es am Gemeinderat? Wurde per Abstimmung und mit einem grünen Bürgermeister dieser vorbildliche Erfolg sichergestellt. Oder war es der Fußballclub, der als einer der ersten die Dächer seiner Tribünen mit Solarzellen ausgekleidet hat. Was auch immer: Es wird Zeit, dass die restlichen Städte Deutschlands dieses Freiburger Erfolgsmodell nachvollziehen. Drum müssen wir das den Deutschen hier erstmals bekannt machen: Deutliche Abkühlung der Stadt Freiburg im Breisgau in den letzten 30 Jahren. Schon 1994 war deutlich wärmer als die letzten 5 Jahre.

Noch eindrucksvoller präsentiert sich die Gegenwart, das sind die letzten 20 Jahre

Abb.2. Besonders in den letzten 20 Jahren zeigt die Wetterstation Freiburg eine deutliche Klimaabkühlung. Das wärmste Jahr war das Jahr 2000. Seitdem sinken die Temperaturen geradezu beängstigend.

Im Vergleich dazu wollen wir den Jahresschnitt der fast 2000 DWD-Wetterstationen für Deutschland einblenden, damit der Abkühlungserfolg der Stadt Freiburg jedem klar wird.

Abb.3 In den letzten 20 Jahren sind laut den DWD-Messstationen die Temperaturen für Deutschland leicht gestiegen.

Brauchen wir nun bald ein Winterhilfswerk für die Stadt Freiburg? Man überlege nur, die Abkühlung nimmt an Geschwindigkeit zu, wenn man die Grafiken 1 und 2 betrachtet. Allein um 1,5 Grad in den letzten 20 Jahren.

Unsere Untersuchungen zu wärmeinselarmen Wetterstationen in Deutschland sind noch nicht abgeschlossen, zeigen aber schon zwei Tendenzen. Erstens gibt es besonders viele „erwärmungsträge“ (Trend merklich geringer als im DWD-Mittel) oder gar erwärmungsfreie Orte in Süd- und Südostdeutschland, und zweitens scheinen besonders unbebaute Täler beziehungsweise Flussauen erwärmungsarm zu sein. Für diese zwei Fakten gibt es zwei Erklärungsansätze: Erstens die Anfang der 1990er Jahre begonnene AMO-Warmphase, welche den weiter vom Atlantik entfernten Südosten weniger stark beeinflusste, und zweitens die Häufigkeitszunahme von zirkulationsarmen Großwetterlagen beziehungsweise von solchen mit unbestimmter Anströmrichtung („XX-Lagen“ nach der Objektiven Wetterlagenklassifikation des DWD). Letztere erklärt auch warum die Winter in Deutschland, selbst an fast allen erwärmungsträchtigen Orten, seit 30 Jahren mehr oder weniger deutlich abkühlten; die Sommer sich hingegen merklich erwärmten:

Abb. 4: Häufigkeitszunahme der fast immer zirkulationsschwachen XX-Lagen (solche mit unbestimmter Anströmrichtung über Deutschland im 700-hPa-Niveau) seit 30 Jahren. Diese Lagen sind oftmals schwachwindig, was die Bildung bodennaher Inversionen fördert. Für 2018 ist mit etwa 90 bis 100 derartigen Tagen zu rechnen; bis zum Redaktionsschluss dieses Beitrages am 15. September waren es schon über 70 Tage.

Wir lösen das Rätsel auf. Ende des Jahres 2007 hat der DWD die Wetterstation von der Innenstadt Freiburgs 2 Kilometer nördlicher an den Stadtrand, ins Baugebiet Brühl versetzt. Es handelt sich in Freiburg also um eine Klimaabkühlung infolge von Stationswechsel. Aber immerhin, eine menschengemachte Klimaabkühlung.

Abb.5: Klimaabkühlung in Freiburg durch Verlegung der Messstation. Beim kleinen städtischen Flugplatz im Baugebiet Brühl ist es deutlich kälter als in der Innenstadt.

Damit dürfen wir allen deutschen Städten den Rat geben, versetzt eure Messstationen in die Außenbezirke oder gar ganz nach draußen in die freie Fläche vor die Siedlungen, so wie in Rosenheim, Gießen, Memmingen, Amtsberg, ect. Wir werden die Reihe dieser Städte mit wärmeinselarmen Standorten fortsetzen. Nur ganz außerhalb der Stadt misst das Thermometer der Wetterstation die Temperaturen, die vom täglichen Wetter angeboten werden. Und ganz außerhalb, das sind immerhin über 85% der Fläche Deutschlands.

Natürlich hat nun auch der Deutsche Wetterdienst reagiert. Die Wetterstation soll wieder zurückversetzt werden. Besser wäre natürlich ein Parallelbetrieb beider Stationen, um den Wärmeinseleffekt innerhalb einer Stadt zu messen. Die Frage wäre nur, welcher der beiden Stationswerte geht dann zukünftig in den Deutschlandschnitt ein?

Auch bei diesem Beispiel zeigt sich erneut, dass wir überhaupt nicht festlegen können, welche Temperaturen es in Deutschland vor der Industrialisierung gab. Es war damals ein ganz anderes Deutschland mit anderen Grenzen, anderen Städten und mit anderen Messstandorten wie heute. Diese gut bezahlten Pseudoklimawissenschaftler wollen eine Erwärmung bekämpfen, die überhaupt nicht abgesichert ist. Man kann gegen die zunehmende Stadtwärme angehen, aber wurde es auf dem freien Lande wirklich wärmer?

Man kann nur Wetterstationen betrachten, in deren nahen aber auch weiteren Umgebung keine menschengemachten wärmende oder wie Freiburg zeigt, auch abkühlende Veränderungen stattgefunden haben. Und über die letzten 200 Jahre erfüllt keine einzige Wetterstation der Welt diese Bedingungen.

Interessant ist auch, was die Badische Zeitung schreibt, weshalb die Wetterstation Freiburg wieder in die Innenstadt versetzt wird. Kein Wort vom Temperaturverlauf der bestehenden DWD-Station. http://www.badische-zeitung.de/freiburg/daten-zum-klimawandel–156454175.html

Klima wandelt sich immer. Es gab noch nie ein stabiles Erdklima, schon gar nicht vor der Industrialisierung. Klimawandel gibt es seit die Erde eine Atmosphäre hat. Er hängt mit der Aktivität der Sonne, mit dem sich immer wieder ändernden Neigungswinkel der Erdachse und mit der jeweiligen Position unseres Sonnensystems bei der Wanderung durch das Weltall/die Milchstraße ab. Neben diesen natürlichen Ursachen wirkt der Mensch mit durch die Schaffung immer größerer Wärmeregionen.

Klimaerwärmung durch anthropogene „Treibhausgase“ gibt es nicht oder es ist ein vollkommen unbedeutender Effekt. Das haben wir mit der Wetterstation Freiburg erneut gezeigt. „Treibhausgase“ ist eine Worterfindung für ein durchtriebenes Geschäftsmodell. Natur- und Umweltschutz sind wichtig, werden aber leider auch in Deutschland nicht konsequent durchgeführt.

Josef Kowatsch, unbezahlter und deswegen unabhängiger Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




(SUV-) Autokäufer ignorieren Klimawar­nungen

CO2 gilt es grundsätzlich zu verhindern

Schon oft wurde auf EIKE gezeigt, welche irrsinnigen Auswirkungen die CO2-Hysterie hervorruft, indem jede*r, welche*r mindestens diesen aus drei Zeichen bestehenden Begriff „kennt“, inzwischen als Fachperson für Klimaschutz gilt [2]. Denken wird von solchen „Klimaschützern“ nicht erwartet. Alleine die Tat ist wichtig, nach dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ [3], wobei Sinn- oder gar Nutzenbetrachtungen vollkommen außen vor bleiben.

In diese Kerbe – das heißt, in deren Unterstützung – schlug der Artikel der SZ: [1] Die mit dem Feuer spielen
Viele Autokäufer ignorieren die Warnungen vor einem menschengemachten Klimawandel. Statt für alternative Antriebe entscheiden sie sich für größere und leistungsstärkere Neuwagen und vor allem SUV mit konventionellem Antrieb.
… Autokäufer spielen im Anthropozän – der von Menschen gemachten Warmzeit – eine stabile Rolle: Mehrheitlich ignorieren sie alle Warnungen der Klimaforscher und entscheiden sich regelmäßig für das nächstgrößere Auto mit mehr PS.
Die Klimabilanz
2017 des Umweltbundesamtes (UBA) weist entsprechend zunehmende Emissionen für den Verkehrssektor (plus 2,3 Prozent) in Deutschland aus. Gründe dafür sind auch ein steigender Pkw-Bestand in Deutschland, höhere Fahrleistungen und ein sinkender Dieselanteil … Nach den jüngsten alarmierenden Klimastudien fordern Umweltverbände erneut eine Quote für Elektroautos und ein Verbot von Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2030.

In der Erklärungsnot wird inzwischen jeder Sektor „durchgekämmt“ und nach Gründen gesucht, wo und weshalb das Volk das Erreichen der Klimaziele hintertreibt und wie es deshalb strikt erzogen werden muss.
Einer dieser Sektoren ist der Verkehrssektor, welcher sich angeblich als besonders klimaschädlich ausweist. Und so ist es in Deutschlands Medien und Redaktionsstuben seit längerem einvernehmlicher Konsens, dass die Autoindustrie und inzwischen auch die (nicht Elektroauto-) Fahrer das Klima kaputt machen und konsequent abgeschafft gehören:
[1] … Nach den jüngsten alarmierenden Klimastudien fordern Umweltverbände erneut eine Quote für Elektroautos und ein Verbot von Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2030.

Allerdings finden sich in den Begründungen nirgends Angaben, welche den wirklich angerichteten „Klimaschaden“ ausweisen. Warum das sorgfältig vermieden wird, sei anbei gezeigt.

Das unantastbare Dogma: Wichtig ist CO2-Vermeidung

SZ: [1] … Der SUV-Boom überkompensiert die Fortschritte bei alternativen Antrieben. Zwar konnten Elektroautos und Plug-in-Hybride um 31 Prozent auf 450 200Neuzulassungen in Europa zulegen. Mit einem Marktanteil von 5,4 Prozent fallen sie aber weit hinter konventionell angetriebene Hochdachautos zurück. Die Klimabilanz 2017 des Umweltbundesamtes (UBA) weist entsprechend zunehmende Emissionen für den Verkehrssektor (plus 2,3 Prozent) in Deutschland aus. Gründe dafür sind auch ein steigender Pkw-Bestand in Deutschland, höhere Fahrleistungen und ein sinkender Dieselanteil. Gegenüber 1990 hat Deutschland seine Emissionen bis zum Jahr 2017 um 27,7 Prozent gesenkt. Noch ist aber völlig unklar, wie die für 2020 vereinbarte Minderung um 40 Prozent und das Klimaziel von 55 Prozent bis zum Jahr 2030 im Verkehrssektor erreicht werden sollen. Hier liegt der CO₂-Gesamtausstoß auf dem Niveau von 1990. Nach den jüngsten alarmierenden Klimastudien fordern Umweltverbände erneut eine Quote für Elektroautos und ein Verbot von Verbrennungsmotoren bis zum Jahr 2030.

Dessen „Erfolg“ beträgt allerdings Null und ist mit nichts auf dieser Welt (außer durch dessen sinnlose Kosten) messbar

Zuerst der Gesamtanteil Deutschlands am anthropogenen CO2-Ausstoß (Bild 1).
Durch die Verringerung seiner anteiligen 2,23 % um x % behauptet Deutschland, ernstlich die Welt vor einem anthropogenen Klimawandel zu retten. Schließlich hat man den Welt-Klimavertrag aktiv vorangetrieben (in dem keine CO2-Daten enthalten sind, nicht einmal ein Hinweis, ab welchem Jahr man die Temperaturdifferenz berechnet, dafür jedoch vor allem Zahlungsverpflichtungen der reichen Länder [4]), als eine der ersten Länder unterschrieben und muss deshalb Vorbild sein, was allerdings wegen sich zunehmend verschlimmerndem, politischen Dilettantismus (Energiewende) nicht gelingt:
Tagesschau 28.03.2018: Bis zum 28. März wurden demnach bereits 217 Millionen Tonnen umweltschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Das ist so viel, wie für das ganze Jahr zulässig ist, wenn die Bundesrepublik die vereinbarten Klimaziele einhalten will.

Bild 1 Verteilung der weltweiten CO2-Emissionen

Daten zum Verkehrssektor

Der deutsche CO2-Weltanteil von 2,23 % entspricht ca.905 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent.
Davon emittiert der Verkehrssektor 162 Millionen Tonnen und davon die Straßen-PKWs 61 %, also ca. 99 Mio. Tonnen.

Bild 2 Anteilige Emissionen im Verkehrssektor

Laut dem Kfz Bundesamt verteilen sich die PKW wie folgt:
56,5 Millionen Kraftfahrzeuge, davon
– 46.474.594 PKW, davon
– 2.622.000 SUV,
– 2.210.000 Geländewagen,
– 280255 Oberklasseautos,
– 2.091088 Großraum-Vans

Rechnet man pauschal alle großen PKWs zusammen, um sicher die von der SZ angesprochenen SUV-„Klimatöter“ zu erfassen, so beträgt deren Anteil 7,203 Millionen, gleich 15,5 %, und an jährlicher CO2-Emission somit 15,35 Mio. t CO2-Äquivalent.

Nimmt man – wie von der SZ angeprangert -, nur die wirklichen SUV, so sind es 5,6 Mio. t CO2-Äquivalent.

Temperatureinfluss aller großen PKW

Mit diesen Daten lässt sich der Temperatureinfluss nach der gängigen IPCC-„Forcinglehre“ grob abschätzen:
Bei einem realistischen Forcing von 1 K/CO2-Verdopplung jährlich sind es für alle großen PKWs zusammen:
Pro Jahr 0,0000071 °C und bis zum Jahr 2100 in Summe maximal 0,00058 °C (in Wirklichkeit erheblich weniger, da bis dahin ein erheblicher CO2-Anteil in natürliche Senken diffundiert ist).

Temperatureinfluss nur SUVs

Bei einem realistischen Forcing von 1 K/CO2-Verdopplung jährlich sind es für alle SUVs zusammen:
Pro Jahr 0,0000026 °C und bis zum Jahr 2100 in Summe maximal 0,000021 °C (in Wirklichkeit erheblich weniger, da bis dahin ein erheblicher CO2-Anteil in natürliche Senken diffundiert ist).

Nimmt man ganz grob an, dass ein SUV ca. 1/3tel mehr CO2als ein Mittelklassewagen emittiert, dann beträgt deren zusätzlicher Anteil zur Temperaturerhöhung bis zum Jahr 2100 in Summe maximal 0,00047 °C

Und wegen dieser maximalen Temperaturerhöhung bis zum Jahr 2100 traut sich ein SZ-Redakteur Joachim Becker über SUV-Käufer zu schreiben: „Die mit dem Feuer spielen“.
Drastischer kann ein Redakteur nicht darstellen, dass ihm nicht im Entferntesten an Fakten gelegen ist, sondern ausschließlich eine Ideologie vermittelt werden soll.

Gleiches gilt natürlich auch für unsere Umweltverbände [5], hier beispielhaft “ BUND, DUH, NABU und VCD“. Auch bei diesen fehlt in aller Regel jegliche substanzielle Begründung und es wird einfach gefordert „Vereinbarungen“ – das heißt: rein ideologisch festgelegte Forderungen – zu erfüllen:
... In der EU gilt aktuell ein CO2-Flottengrenzwert für Pkw von 95 g/km (NEFZ), der im Durchschnitt aller im Jahr 2021 verkauften Neufahrzeuge erreicht werden muss. Im Herbst 2017 hat die EU-Kommission einen Vorschlag zur Fortschreibung der Regulierung für die Zeit nach 2021 vorgelegt. Die geplanten Vorgaben sind aus unserer Sicht nicht geeignet, um die internationalen und vor allem die nationalen Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen.

Klimagefahren kann nur „sehen“, wer nicht rechnen kann (und will)

Warum bei „Nicht-Einhaltung“ Klimaziele in Gefahr sein sollen:
[5] … Kommissionsvorschlag reicht nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen
werden die Verfasser selbst auch nicht wissen. Nachgerechnet haben sie es bestimmt nicht, sonst wären manche vielleicht in die Gefahr eigenständigen Nachdenkens gekommen. Aber dafür listet man ja Referenzen, die es bestimmt wissen werden: [5] … Berechnungen zahlreicher Experten – u.a. vom ICCT (International Council on Clean Transportation) und dem ÖkoInstitut …
Deren ermittelte Daten weiß zwar niemand, aber bestimmt sind sie ganz präzise und mit Sicherheit alarmistisch.

Wo konsequentes Unwissen in Maßnahmen umzusetzen ist, sind Deutschlands Umweltminister*innen immer dabei. Umweltministerin Svenja Schulze, die nahtlos und ohne Probleme an die absolute Unwissenheit ihrer Vorgängerin anzuknüpfen vermochte, weiß deshalb ebenfalls genau, was notwendig ist: Die Vorreiterrolle von Deutschland im Klimakampf:
Business Insider,6.06.2018 : Umweltministerin Schulze fordert schärfere CO2-Grenzwerte für Pkw
… Nach einem der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorliegenden Positionspapier des Umweltministeriums zu den Vorschlägen der EU-Kommission will die SPD-Politikerin den CO2-Ausstoß für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis zum Jahr 2030 halbieren bezogen auf die Werte des Jahres 2021. Die Kommission hatte eine Reduzierung in diesem Zeitraum von nur 30 Prozent vorgeschlagen.
Auch bei den Zwischen-Zielen für das Jahr 2025 möchte Schulze strengere Abgasnormen erreichen. Während die EU-Kommission hier eine CO
2-Minderung von 15 Prozent vorsieht, will die SPD-Politikerin 25 Prozent durchsetzen.

Deutschlands Autoindustrie für eine selbst im Jahr 2100 nicht messbare Temperaturverringerung zu opfern, benötigt wirklich Kampfesmut. Allerdings sind die CEOs der Autohersteller selbst schuld, dass sie sich das nicht nur bieten lassen, sondern sogar unterwürfigst unterstützen:
EIKE 23.12.2016: Freunde, wollen wir trinken, auf die schöne kurze Zeit* … Ich bin für die Dekarbonisierung der Industriestaaten, und auch die Autobauer wollen die Transformation in die CO2-freie Zukunft.

Brüssel will aber mit Deutschland ein Exempel statuieren

Im EIKE-Artikel: Was treibt die EU gegen die deutsche Autoindustrie?
steht, was Brüssel gegen die Autoindustrie vorhat, um sie zu zerschlagen. Die Forderung dazu ist, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 45 % zu verringern. GRÜNE mögen diese Forderung mit allem Möglichen als „sinnvoll“ belegen, als Klimaeindämmung oder auch nur einer Spur an Klimarelevanz gelingt es allerdings nicht:
Abschätzung des Temperatureinflusses der von Brüssel vorgeschlagenen CO2-Reduktion für PKW ab dem Jahr 2030

Quellen

[1] Süddeutsche Zeitung, 11./12.August 2018: „Die mit dem Feuer spielen

[2] EIKE, 22.03.2017: Klimamönche*, alternativ: die Klimaelite unserer Behörden

[3] EIKE 08.05.2018: CO2-Zertifikatekosten: Wirkungsloser kann Klimak(r)ampf nicht betrieben werden, doch alle Altparteien plädieren dafür

EIKE 03.05.2018: Klima, wir handeln! Leider weiter ohne Sinn und Verstand. Oder: Klimaschutz (nicht nur) in NRW gibt Rätsel auf

EIKE 24.09.2017: Ganz(?) München steht Kopf, denn die Stadt verfehlt ihre Ziele beim Kampf gegen den Klimawandel

EIKE 25.04.2017: Wo Klimaschutzprogramme bestimmen, spielen Sinn und Geld überhaupt keine Rolle mehr

EIKE 05.09.2015: Nachgefragt: CO2 Vermeidung als gesellschaftliche Aufgabe – Aber bitte nicht nach dem Sinn fragen

[4] EIKE 04.10.2016: Klimavertrag von Paris im Bundestag erreicht 100 % Zustimmung. Die DDR Volkskammer lässt grüßen

[5] Gemeinsame Position der Umweltverbände BUND, DUH, NABU und VCD, 14. April 2018: Klimaschutz braucht ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte für Pkw Bewertung des EU-Kommissionsvorschlags zur Fortschreibung der Verordnung der CO2-Flottengrenzwerte für Pkw für die Jahre 2025 und 2030




Befürworter der globalen Erwärmung üben Druck auf Medien aus, Skeptiker zum Schweigen zu bringen.

Jetzt haben Globale-Erwärmung-Oberschlaue die Medien öffentlich gewarnt: falls diese Skeptikern in Stories Raum geben, werden sie diese Medien boykottieren. In einem Offenen Brief an den Guardian heißt es:

Gleichgewicht impliziert gleiches Gewicht. Aber dies erzeugt dann ein falsches Gleichgewicht zwischen einem überwältigenden wissenschaftlichen Konsens und einer von Interessengruppen stark finanzierten Lobby, welche einfach nur existiert, um Zweifel zu säen. Ja, natürlich sollte der wissenschaftliche Konsens offen für Nachfragen sein – aber mit besserer Wissenschaft, und nicht mit Verdrehungen und Unsinn. Wir müssen dringend die Debatte darauf lenken, wie wir den Ursachen und Auswirkungen des gefährlichen Klimawandels begegnen – weil das genau das ist, was uns der gesunde Menschenverstand sagt und dem wir unsere Bemühungen widmen sollten.

Randstimmen werden bzgl. der „freien Rede“ protestieren. Niemand sollte sie davon abhalten, ihre Standpunkte kund zu tun, seien diese nun zynisch oder fehlgeleitet. Allerdings ist niemand verpflichtet, diesen eine Plattform zu geben, geschweige denn ihnen zuzuhören, um den falschen Eindruck zu vermeiden, dass es etwas Grundlegendes zu diskutieren gebe.

Diese Version von „Wir haben zu stark recht, um zu diskutieren“ ist ebenfalls ein Aberwitz. Druck auf die Medien auszuüben, damit diese nur die Sicht der Alarmisten verbreiten – was bereits fast die ganze Zeit der Fall ist – wird keine Gedankengänge verändern. Im Gegenteil, damit wird dem akuten Verdacht Vorschub geleistet, dass Abweichler nur deswegen ruhig gestellt werden, weil deren Hypothesen sehr stichhaltig sind und die Alarmisten nicht dagegen bestehen können.

Und es ist ja nicht so, dass die Stimmen der Abweichler nicht gehört werden können. Ihre Standpunkte werden über das Internet, soziale Medien und skeptische Veröffentlichungen bekannt.

Kommentare

Für die allermeisten Menschen hat die globale Erwärmung keine Priorität. Diese Art der Anmaßung und Arroganz wird deren Druck nicht vorantreiben. Engstirnigkeit leistet der alarmistischen Seite keine guten Dienste. Das Engagement mit allen Seiten wäre viel besser.

Es ist nicht an den „Experten“ zu entscheiden, wann die „Debatte vorbei“ ist. Das Volk entscheidet das!

Link: https://www.nationalreview.com/corner/global-warming-alarmists-pressure-media-to-end-debate/




Der Alptraum einer Besteuerung von Kohlendioxid

Aber es lohnt sich auch, etwas genauer hinzuschauen, wird doch damit exemplarisch, warum so genannte „Kohlenstoff-Steuern“ undurchführbar sind. Die Gesetzesinitiative ist ein regierungsamtlicher Alptraum. Und zwar weil fossile Treibstoffe die Grundlage für unser Leben sind und bleiben werden.

Der Entwurf ist über 70 Seiten stark mit vielen separaten Abschnitten. Jeder davon spricht ein grundlegendes Problem an mit der Idee, Kohlendioxid-Emissionen zu besteuern.

Zuerst: Das Gesetz besteuert nicht die Emissionen, obwohl das genau so immer gesagt wird. Das ist auch nicht möglich, weil Emissionen unzählig sind und überall auftreten. Die meisten Wohnungen und fast jedes Auto emittieren Kohlendioxid ebenso wie zahlreiche andere Quellen, von Flugzeugen bis zu Rasenmähern, von Heizungen in den Wohnungen bis zu einem Grillfest.

Stattdessen soll die Herstellung von Kohlenwasserstoffen besteuert werden. Wo genau das passieren soll im Zuge der Produktionsverfahren ist hoch variabel, was für sich schon eine Komplikation ist. Auch importierte Kohlenwasserstoffe sollen besteuert werden, manchmal schon am Punkt der Entladung, aber nicht immer. Öl und Erdgas strömen auf verschlungenen Wegen ins Land [= die USA]. Auch andere Dinge werden besteuert.

Folglich werden diese Steuern aus vielen Quellen auf vielfältige Weise eingetrieben. Zuständig dafür ist der IRS*, welcher mit derartigen Dingen überhaupt keine Erfahrung hat, Vielleicht wird man beim IRS eine neue Abteilung einrichten, um die Steuern einzutreiben. Zweifellos wird das viele Arbeitsplätze mit sich bringen.

[* IRS = Internal Revenue Service, die oberste amerikanische Finanzverwaltung und Steuerbehörde. Anm. d. Übers.]

Die Gesamtkosten des Gesetzes werden mit bis zu einer Billion Dollar geschätzt, was sehr viel Steuergeld ist. Schließlich ist sie speziell dazu gedacht, die Kosten für Energie auf Kohlenstoff-Basis in die Höhe zu treiben, und dies ist die meist genutzte Energiequelle in den USA.

Das gewaltige Problem hierbei ist, dass viele Kohlenwasserstoffe gar nicht verbrannt werden und also auch keine Emissionen zur Folge haben. Sie werden auf vielfältige Weise genutzt, einschließlich der Herstellung von Chemikalien, Plastik und Medikamente, für Schmierstoffe usw.

Das Gesetz reagiert darauf mit einem gewaltig aufwändigen System von Ausnahmen, welche auch vom IRS gemanagt werden solle, obwohl der davon keine Ahnung hat. Hier ein Auszug aus dem Entwurf (mit Secretary ist hier der Schatzminister gemeint, aber in Wirklichkeit besorgt der IRS den Job):

(A) REFUND FOR REDUCTION OR ELIMINATION OF EMISSIONS. Any manufacturer of a product that incorporates a fossil fuel that has been taxed under this section who can demonstrate to the Secretary that the fossil fuel has been transformed via the manufacture of the product so that the fossil fuel’s emissions will be reduced or eliminated over the product’s lifetime shall be entitled to a refund of the tax paid under this section on the proportion of the emissions reduced thereby, as determined by the Secretary.”

[Diese Passage wird absichtlich mal unübersetzt gelassen. Es ist ein einziger, unendlich verschachtelter Satz, dessen „Zauber“ bei einer Übersetzung verloren gehen würde. Inhaltlich geht es darum, dass wenn ein Hersteller nachweisen kann, dass der von ihm verwendete fossile Treibstoff keine Emissionen verursacht, er von der Steuer ausgenommen ist. Am.d. Übers.]

Also bekommt nicht der Produzent der fossilen Treibstoffe den Rabatt. Den bekommt der Hersteller des Produktes, der die Kohlenwasserstoffe auf die eine oder andere Art verarbeitet, ohne dass es zu Emissionen kommt. Die Zahl dieser Verarbeitungen ist legendär. Man beachte, dass der Hersteller wissen muss, wie viele Steuern der Produzent zahlen muss, aber die Steuerrate ändert sich per Gesetz in jedem Jahr. Das alles ist ein unglaublich komplexes Durcheinander.

Die anderen Abschnitte sind noch komplexer, so dass man sich darin nicht vertiefen sollte. Hier ist jedoch eine Schnell-Zusammenfassung:

Es gibt eine „Adjustierung“ der Einfuhrausgleichsabgabe, um „Entweichen“ [leakage] zu begegnen (ich habe mir das nicht ausgedacht). Mit „Entweichen“ ist hier die Verlagerung der Produktion ins Ausland wegen dieser Steuer gemeint. Diesen Herrschaften ist der Verlust von Arbeitsplätzen egal, nur damit die Emissionen nicht sinken.

Der IRS ist also dazu ausersehen, irgendwie festzulegen, wann immer die US-Kohlendioxid-Steuer dazu geführt hat, dass die Emissionen in einem anderen Land gestiegen sind, weil dort genau das hergestellt worden ist, das sonst wir hergestellt hätten, und man es uns verkauft. In jenem Fall wird das importierte Erzeugnis besteuert, als ob es hier hergestellt worden wäre (nicht dass unsere Hersteller die Steuer direkt zahlen). Falls wir ähnliche Erzeugnisse exportieren, bekommt der Hersteller einen Rabatt.

Falls jemandem das wie Blödsinn vorkommt, hier wieder der Originaltext im Gesetz: (2) BORDER TAX ADJUSTMENT. The term ‘border tax adjustment’ means the levying of a tax on imported covered goods equivalent to the amount of tax paid pursuant to part 1 of this subtitle in the manufacture of comparable domestic manufactured goods, and the rebating of the tax paid pursuant to part 1 of this subtitle that has been paid on covered goods exported from the United States.

[Siehe Bemerkung ach der ersten Textstelle! Anm. d. Übers.]

Es besteht kein Zweifel, dass diese Zeit- und Geldverschwendung augenblicklich einen Handelskrieg auf der Basis von Kohlenstoff auslösen wird, wobei jedes große Land das vermeintliche Entweichen aus den anderen Ländern besteuern wird.

Dann gibt es da noch das grüne Wählerstimmen-Potential [green pork barrel. Was das ist, kann man hier oder hier sehen. Gibt es eine passende deutsche Übersetzung? Anm. d. Übers.]. Schließlich haben wir viele Milliarden Dollar zur Verfügung, die wir ausgeben können. Einiges davon ersetzt die Benzinsteuer, welche abgeschafft wird, aber es ist kein neues Geld. Vieles des neuen Geldes wird in eine Vielfalt grüner Programme gelenkt. Etwa einem Drittel davon wird in dem Gesetz gar nicht Rechnung getragen, so dass vielleicht der Kongress darüber befinden muss es auszugeben. Das könnte das Gesetz auf dem Capitol Hill ziemlich populär machen. Kein Zweifel, der IRS wird eine Menge Geld bekommen für die neue Abteilung, in deren Bereich all diese idiotischen Transaktionen fallen.

Es gibt auch einige Versuche, das zu lindern, was man „Energiearmut“ nennt, zu welcher es durch Kohlendioxid-Steuern unvermeidlich kommt. Allgemein ist es so, dass je ärmer man ist, umso größer ist der Anteil des Einkommens, den man für Energie aufbringen muss. Wir können viele Dinge entbehren, aber Energie gehört nicht dazu. Erneut finden wir ein aufwändiges Rabatt-System, welches aber nur einem geringen Anteil derjenigen nutzt, die übermäßig betroffen sind.

Alles in allem führt dieses Gesetz zu einem gewaltig aufwändigen System – aus keinem ersichtlichem Grund außer dem, auf den Klima-Alarmismus zu reagieren. Kohlenwasserstoffe sind eine Grundlage unseres Lebens. Der Versuch, deren Verbrauch zu dirigieren, ist ein sehr schlechter Plan.

[Mal eine Warnung an Deutschland, wo man darüber ja auch schon mal gesprochen hat, und so, wie die deutsche „Energiewende“ eine Warnung an das Ausland ist. Anm. d. Übers.]

Link: http://www.cfact.org/2018/08/24/the-nightmare-of-taxing-carbon-dioxide/