Die deutsche Industrie vereint sich im Endkampf gegen den Klima­wandel mit unserer…

Noch Fragen? Nicht, wenn es unseren CO2-Glauben stört

Es ist eigentlich ein Rätsel, warum sich unser Bundespräsident über die „falschen Medien“ beklagt, welche seine Untertanen angeblich in ihrem festen Glauben an die einzig Wahrheiten sprechende Politik und Medien durcheinander bringen:
[6] Westfalenpost 21.03.2018: Steinmeier warnt: Lügen im Netz spalten die Gesellschaft
Beim „9. Energiepolitischer Workshop“ am 8.März 2018 [4], veranstaltet vom ifo Institut in Kooperation mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Technischen Universität München war auch nicht eine homöopathische Spur eines „Glaubensabfalls“ von den Klimawandel-Verhinderungs-Postulaten aus dem politischen Berlin oder Brüssel zu hören.
Das fing mit dem Einleitungsreferat durch Frau Professor (für Volkswirtschaftslehre), Dr. Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen an. Die Professorin listete zwar etwas von den durch die vorgegebene Dekarbonisierung zu erwartenden Problemen, lies aber keinen Zweifel daran, dass eine Dekarbonisierung wie von der Politik gefordert, absolut notwendig sei. Man kann es natürlich auch anders herum beschreiben: Sie kam gar nicht auf die Idee, daran zu zweifeln.
In der abschließenden Podiumsdiskussion erschien ebenfalls niemanden mit Zweifeln am Dekarbonisierungszwang. Eher wurde erörtert, wie man den Weg dorthin noch sicherer erzwingen könnte. Ein „Mitarbeiter aus der Stadtentwicklung München“ erzählte im Rahmen einer Frage beispielhaft seine Intention: Die Dekarbonisierung muss kommen und die Bürger werden sich eben massiv umstellen müssen.
Referentin Eva Hennig von der Thüga Aktiengesellschaft (mit rund 100 Stadtwerken das größte Netzwerk kommunaler Energie- und Wasserdienstleister in Deutschland), listete in Kurzform einige hanebüchene Ökobeispiele aus dem Ausland – um zu zeigen, dass andere Länder beim Umsetzen solcher Vorgaben in Einzelfällen locker selbst deutschen Unsinn „Lösungsübermut“ toppen können -, lies aber ebenfalls keinen Zweifel am Glauben an das böse CO2. Als Fachfrau ergänzte sie allerdings mit ihrer Überzeugung, dass die Industrie zu allen Problemen des EEG (noch) Lösungen finden würde.
Was bleibt sonst noch hängen? Referent*innen sind überzeugt, dass der CO2 Preis in die Höhe von 100 … 220 EUR steigen muss, beziehungsweise wird. Das kostet Deutschland allerdings nichts, denn bis CO2 so teuer ist, emittiert Deutschland ja kein CO2 mehr.

Sinnvoll muss CO2-Reduzierung doch sein, sonst würde sie die Politik ja nicht fordern

Wenn man erfahren will, wie hemmungslos sich unsere „Intelligenz“ (wieder) politischen Parteiführungen „an den Hals wirft“, muss man inzwischen nur die Taten von sogenannten Führungskräften beobachten. Der „Eine“ rennt zu den GRÜNEN und bedankt sich dafür, dass diese anfangen, sein Kerngeschäft kaputt zu machen [3]. Andere – wie Siemens – versuchen mit Eifer, so schnell wie möglich CO2-frei zu werden [8]. Und nun prescht der Bundesverband der Industrie vor und verkündet den Schulterschluss der Industrie für Deutschlands Dekarbonisierung:
[2]
“Mit der Energiewende hat Deutschland ein ausgesprochen ambitioniertes Projekt auf den Weg gebracht, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Energieversorgung zum Wohle des Klimaschutzes weitgehend umzubauen. Die deutsche Industrie unterstützt und begrüßt dieses Projekt und will mit ihrem Fachwissen und ihrer Innovationskraft entscheidend dazu beitragen, dass die Energiewende gelingt. “
Begonnen hat dies mit einer Studie des BDI: [2] Klimapfade für Deutschland
Ziel der Studie ist es, volkswirtschaftlich kosteneffiziente Wege zur Erreichung der deutschen Emissionsminderungsziele aufzuzeigen … ,
in welcher vorgerechnet wird, dass diese Dekarbonisierung irgendwo so zwischen 1,5 … 6,9 Billionen EUR kosten wird, bei gleichzeitiger Erwähnung, dass die Industrie aber keine Verantwortung für ihre Aussagen übernimmt:
EIKE 01.02.2018: [1] Den Klimaschutz vorantreiben und gleichzeitig den Industriestandort Deutschland stärken
Anscheinend wurde die Studie wohlwollend aufgenommen und so trug ein Referent des BDI auf dem Workshop seine Erfahrungen und weiterführenden Gedanken dazu vor (Bild 1, Video).

Bild 1 Eingebettetes Video: BDI Klimapfade für Deutschland – Chancen und Herausforderungen aus Sicht der Industrie. Link


Beim BDI ist man erkennbar stolz darauf, so ein Meisterwerk erstellt zu haben:
… viele, viele Experten (ca. 200) haben daran mitgearbeitet … politische Motivation: Der Klimaschutzplan der Bundesregierung … was ist die Grundlage dafür … wohin trägt uns heutige Klimapolitik 2050. Das gespiegelt an den politischen, nationalen Zielen um festzustellen: Gibt es dabei eine Lücke und wie kann man die schließen ...
Fragen, über Fragen, welche zu lösen waren (Anmerkung: Rezension der Studie siehe [1]). Der Referent sagte dazu ergänzend klar und deutlich: Die BDI-Mitglieder haben dies dem Verband ausschließlich erlaubt, wenn es ihnen mit Sicherheit nichts kostet, was zu der Einschränkung führte:
Wichtigste Prämisse der Industrie: Es wird mit den politischen Entlastungsmechanismen (Weiterführung der Ausnahmeregelungen und Subventionen) dafür gesorgt, dass die heutigen CO2-(Kosten-) Schutzmechanismen für die Industrie weiter gelten. Das ist sozusagen „Gesetz“ seitens der Mitglieder im Verband …
Im Vortragsverlauf wurden dann einige Details aus der Studie gezeigt und erklärt (diese bitte im Video selbst anhören und sehen).
Eines ist dem Autor daraus noch haften geblieben: Um das 95 % Minderungsziel zu erreichen, muss entweder die Rinderhaltung in Deutschland aufgegeben werden, oder – eine wirklich richtungsweisende und überaus pfiffige Lösung – die Viecher bekommen alle „Methanpillen“, welche das „Methanfurzen“ dieser gentechnisch und chemisch bedingt, weltklimazerstörenden Wiederkäuertechnologie reduzieren. Der Innovationsstandort Deutschland scheint zumindest nicht gefährdet. Bestimmt wird diese Erfindung einer der GRÜNEN Exportschlager werden.

Bild 2 Öko-Industrieland Deutschland. Screenshot BDI-Vortragsvideo


Bild 3 Zulässige CO2-Emissionen für das -95 %-Ziel. Screenshot BDI-Vortragsvideo


Bild 4 Öko-Industrieland Deutschland im flächendeckenden und „totalem“ Vollausbau. Screenshot BDI-Vortragsvideo


Bild 5 Bild zum CCS-Thema. Screenshot BDI-Vortragsvideo


Bild 6 Beispiel eines „billigen“ Kostenszenarios. Screenshot BDI-Vortragsvideo

Von den „200 Experten“ des BDI kam keiner auf die Idee, über den Sinn nachzudenken

Wie in der Kapitelüberschrift schon ausgedrückt: Daran, dass das CO2 in der Atmosphäre verringert werden muss, lies auch der BDI (Vertreter) keinen Zweifel aufkommen. In der BDI-Studie stehtnichts, ob und wie CO2 Einfluss auf das Klima hätte. Als Begründung erden ausschließlich die politischen Vorgaben angezogen: [2] “Mit der Energiewende hat Deutschland ein ausgesprochen ambitioniertes Projekt auf den Weg gebracht, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Energieversorgung zum Wohle des Klimaschutzes weitgehend umzubauen …
Wenn man überlegt, bei welch vergleichbar geringeren Summen endlos über Sinn und Nutzen diskutiert wird, erscheint dies dem Autor bei so viel beteiligter „Intelligenz“ doch arg wenig, im Kern sogar enttäuschend. Aber beim Kämpfen ist es wichtig, dass maximal Eine*r gan an der Hierarchie-Spitze denkt, der Rest darf nicht mehr überlegen, sondern muss stur danach handeln.

Für Nachwuchs an nachplappernder „Intelligenz“ und Führungskräften wird gesorgt

So, wie es die Lenker der deutschen Wirtschaft vorleben, wird der Nachwuchs von unserer Regierung geschult: Nicht selber denken und sich informieren, sondern Vorgegebenes „wiederkäuen“, wie es der Diskutant am Schluss dieses Absatzes exemplarisch zeigt: Ausgerechnet seine beiden Belege – Hurricans in den USA und Extremwetter bei uns – zeigen keinerlei Einfluss eines Klimawandels [9][10][11] (und viele weitere Publizierungen). Aber es wird in unseren Medien – und hier auch von Regierungsvertretern – ja ständig wiederholt. Als Beleg reicht es den Aktivisten, welche sich in „Umweltverbänden, Gewerkschaften oder andere sozialen Organisationen engagieren“.
greenpeace magazin: BMUB-Jugendstudie25.Jan 2018 Der Klimawandel ist keine Privatsache
Das Bundesumweltministerium hat zu einer Jugendkonferenz eingeladen. Jugendliche und junge Erwachsene sollen sich in sogenannten Murmelgruppen und Foren über die Ergebnisse der hier vorgestellten Jugendstudie austauschen. Es sind hauptsächlich diejenigen gekommen, die sich schon in Umweltverbänden, Gewerkschaften oder andere sozialen Organisationen engagieren.
… „Die Studie zeigt, Umwelt- und Klimaschutz muss noch stärker in der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ankommen“, so die Ministerin. „Jugendliche haben ein hohes Interesse an Bildungsangeboten zu Nachhaltigkeitsthemen. Wenn wir diesen Bildungsauftrag ernstnehmen, können wir junge Generationen für Umwelt- und Klimaschutz begeistern und sie motivieren, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.“ …. Ein Ergebnis habe ihn besonders überrascht, fügt Scholl noch hinzu: So begreifen die Befragten Wirtschaftswachstum – im Gegensatz zum Mainstream-Kanon – eher als negativ …
… Das findet Aaron Boos nicht überraschend, sondern logisch. Der 21-Jährige sitzt im Publikum und engagiert sich in seiner Freizeit bei einem Jugend-Panel für Nachhaltigkeit. Er sagt:
„Nachhaltigkeit funktioniert nur mit einem anderen Wirtschaftssystem. Wachstumsgedanke, Konkurrenz und Leistungsstreben arbeiten nicht für die Umwelt, sondern dagegen.“
… Die Rolle der Politik beurteilt die Moderatorin Luisa Neubauer ähnlich negativ. Klimaschutz sei keine Sache des Einzelnen, sondern von Gesellschaft und Politik – und die habe beim Klimawandel versagt. „Wir können ja nicht warten bis Menschen tatsächlich ertrinken. Die Folgen des Klimawandels kommen schleichend, aber dafür umso dramatischer“, so die Studentin.
Auch Carl Frederick Cuthin, 22, der die Studie begleitet hat, pflichtet bei. Als abstrakte Gefahr sehe er den Klimawandel nicht. „Der Klimawandel ist sehr konkret. Es gibt die Hurricanes in den USA und das Extremwetter hier bei uns“, sagt er.

Dass Student*innen faktenignorant sind [11][12][13]und blindes Nachplappern von „Gehörtem“ für zukunftsträchtig halten, ist man inzwischen auch in Deutschland gewohnt. So werden sie durch unsere Politkkaste ja erzogen:
EIKE 17. November 2017: Der Train to Bonn ist angekommen – Abschlussinformation
EIKE 19.10.2017: Die junge Klimagarde mit der Weltrettungsbibel von Frau Hendricks auf dem Weg zum Train to Bonn
Moderne „Vorbilder“ dafür sind zum Beispiel Verbandsvertreter, wie hier Richard Mergner vom Bayerischen Bund Naturschutz:
[12]Weniger angetan sind die BN-Verantwortlichen von den Auswirkungen des Klimawandels auch in der Region (Anm.: Franken), die immer mehr von sehr heißen Perioden und Starkregen geprägt seien „Es ist unsere Verantwortung, hier die kommunale Energiewende und die Bürgerenergie weit voranzutreiben“, so Mergner ...
Wenn selbst ein Mitglied des BN Landesvorstandes mit der Aufgabe: … Er verantwortet damit in seiner hauptamtlichen Funktion die gesamte fachpolitische Arbeit des Verbandes gegenüber dem ehrenamtlichen Landesvorstand sowie der Öffentlichkeit … ,
die Fakten [13] nicht weiss – eher wohl nicht wissen will – , und inzwischen unabhängige Industrieverbände in das gleiche Horn stoßen, wo sollen dann noch Vorbilder herkommen, die der Jugend zeigen könn(t)en, dass Mitdenken eine Tugend und keine Last ist.
Leider „lernt“ man von diesen „Vorbildern“, dass eigenständiges Denken und Abweichungen von der „erwünschten Standardmeinung“ auch in Deutschland inzwischen eher ein Aufstiegshindernis ist und Karrieren schadet, wenn nicht von vornherein blockiert.
Unsere neue Justizministerin der SPD ist bereits dabei, die Vorarbeit ihres Vorgängers auszubauen und zu zementieren. Auch in ihren Augen ist eine nicht konforme Meinung eine falsche Meinung. Wie man die falschen in Zukunft verhindern will, sagte sie bereits.
TYHCIS EINBLICK: Betreutes Denken und Meinen Justizministerin Barley: Frontalangriff auf Meinungsfreiheit und Pluralismus

Noch ein „Forschungsinstitut“ zum Klimawandel, welches keinen Wert darauf legt, zu wissen, warum es forscht

Wie herrlich sich Karrieren machen lassen, sofern man hörig dem Mainstream folgt, zeigt ein neues „Forschungszentrum“:
KLIMARETTER.de: Kluge Köpfe für Klimaschutz
Einen Ableger in Europa bekommt jetzt die Klimaschutzinitiative „Project Drawdown“. Mehrere Energie- und Klimaschutzorganisationen riefen dazu
„Drawdown Europe“ als ein Zentrum für Forschung, Innovation und praktische Klimaschutzlösungen ins Leben. Initiatoren der Gründung sind die Deutsche Energie-Agentur (Dena), die Dekarbonisierungsinitiative EIT Climate-KIC und die European Climate Foundation (ECF).
Dieses Forschungsinstitut hat bereits mit seiner Arbeit begonnen:
dena 17.04.2018:
Launch: Drawdown Europe
Project Drawdown untersucht als kollaboratives Forschungsvorhaben die wirkungsvollsten Lösungen gegen die globale Erwärmung. Am 17. April 2018 geht Drawdown Europe als gemeinsame Initiative von dena, Climate-KIC und Drawdown auch in Europa an den Start.
Europa spielt heute eine führende Rolle bei der Minderung von Treibhausgasen: Die deutsche Energiewende, das Pariser Verbot von Verbrennungsmotoren bis 2030, die 2020-Ziele der EU – das sind nur drei von vielen herausragenden europäischen Projekten und Initiativen. Sie werden vorangetrieben und unterstützt durch eine schlagkräftige Community aus Forschern, Aktivisten, Führungskräften aus Wirtschaft und Politik, Entscheidern und Organisationen. All diese Akteure möchte Drawdown Europe jetzt noch besser vernetzen. Ziel ist es, der europäischen Koalition gegen die globale Erwärmung noch mehr Kraft und Gehör zu verleihen.
Wesentlichen Anteil daran hat die dena (Deutsche Energie-Agentur). Diese ist im Kern eine „Beschäftigungs und (Zusatz-)Versorgungsanstalt“ für hohe Beamte:
Der Aufsichtsrat der dena (Listung)
Iris Gleicke: Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie (Vorsitzende des Aufsichtsrates)
Rainer Bomba: Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Dr. Maria Flachsbarth: Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Jochen Flasbarth: Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Dr. Katrin Leonhardt: Direktorin der KfW Bankengruppe, Leiterin des Bereichs KfW Mittelstandsbank / Steuerung
Tanja Gönner: Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Dr. Helmut Schönenberger: Geschäftsführer der Unternehmertum Venture Capital Partners GmbH und der UnternehmerTUM GmbH
Ewald Woste: Unternehmensberater / Aufsichtsrat
Nichts findet sich bei der neuen „Forschungsanstalt“, noch deren Unterstützer zur Frage nach der Notwendigkeit. Auch hier reicht es als Begründung aus: Die ist von der Politik vorgegeben.

Nur die CSU hat Angst, wegen der Landtagswahl

Wohl immer mehr Bürger interessieren sich für Hintergrundinformation und erkennen die fast ausschließlich politisch gesteuerte Agenda der CO2- Hysterie. Und sie sind nicht mehr bereit, dies zu unterstützen und dafür auch noch beliebig (inzwischen immer mehr ins Ausland für „CO2-Wiedergutmachungen“) zu bezahlen.
Klimaretter.Info: Gegenwind für Macrons CO₂-Preis-Allianz
Frankreichs Präsident Macron drängt auf einen europäischen CO2-Preis. Anlässlich des heutigen Treffens mit Kanzlerin Merkel versuchen auch deutsche Diplomaten die Idee voranzubringen …
… Der CO2-Preis passt gut in Macrons Agenda … Böse Zungen sehen Macrons Engagement vor allem im Zusammenhang mit der Erhaltung und Modernisierung seines Atomkraftparks, mit dem rund 80 Prozent des französischen Stroms erzeugt werden …
Beim heutigen Treffen mit Angela Merkel in Berlin spielte der CO2-Preis zumindest offiziell keine Rolle.
In der deutschen Regierung bremst bei dem Thema laut Insidern vor allem die CSU, die vor der Bayernwahl keine Prozente an die klimaskeptische AfD verlieren will …
hält die deutsche Bundesregierung weiter an ihrer Agenda fest. Deutschland stehe hinter dem Hamburger Aktionsplan und setze sich „für konkrete und anspruchsvolle Ergebnisse im Klimaschutz ein, unter anderem auch für eine CO2-Bepreisung“, bekräftigt der Umweltministeriums-Sprecher.
Das ist genau das, was vielen Untertanen so gehörig „auf den Keks“ geht. Vor jeder Wahl dem „Stimmvieh“ suggerieren, wenigstens eine Spur vom seit Jahren verlorenen Verstand „zurückgewonnen“ zu haben und darüber reine Märchen zu erzählen, mit dem Vorsatz, diese nach der Wahl mit Sicherheit sofort zu brechen.
Eine bekannte (Des-)Informationsseite ist immer noch überzeugt, dass dies auch so weitergehen muss.

Bild 7 KLIMARETTER.DE Screenshot von der Homepage


Quellen
[1] EIKE 01.02.2018: Den Klimaschutz vorantreiben und gleichzeitig den Industriestandort Deutschland stärken
[2] BDI Studie: Klimapfade für Deutschland
[3] EIKE 23.12.2016: Freunde, wollen wir trinken, auf die schöne kurze Zeit* … Ich bin für die Dekarbonisierung der Industriestaaten, und auch die Autobauer wollen die Transformation in die CO2-freie Zukunft
[4] CESifoGROUPMUNICH: 9. Energiepolitischer Workshop „Die Bedeutung der Sektorkopplung für das Gelingen der Energiewende“
[5] Mediathek Die Bedeutung der Sektorkopplung für das Gelingen der Energiewende
[6] Westfalenpost 21.03.2018: Steinmeier warnt: Lügen im Netz spalten die Gesellschaft
[8] EIKE 12.04.2018: Gibt es im Winter bald auch keinen zuverlässigen Nahverkehr?
[9] EIKE: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)
[10] EIKE 28.09.2017: Es reicht! Hört auf, Harvey und Irma auszuschlachten!
[11] EIKE 14.09.2017: Werden Hurrikane immer heftiger?
[12] Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten vom 05.04.2018
[13] EIKE 18.04.2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)




Die Wahrheit über „billige“ Solar- und Windenergie

Von anderen Quellen wurde hinausposaunt, dass Erneuerbare nicht nur billiger werden, sondern auch bereits billiger geworden sind als konventionelle Energie. Der Klimakreuzzug-Blog DeSmogBlog berichtet, dass „fallende Kosten der erneuerbaren Energie den Staudamm C in British Columbia überflüssig machen“ und dass „Kohle in Kanada einfach unökonomisch geworden ist“. Man belehrt uns, „was Kanada von der Erneuerbaren-Revolution in Deutschland lernen kann“. In das gleiche Horn stieß das maßgebliche europäische Journal Energy Post, welches vom „spektakulären Erfolg der deutschen Energiewende“ faselte.

Hier folgt, was Kanada wirklich von Deutschland lernen kann, dem Aushängeschild der Globale-Erwärmung-Bewegung. Nachdem die deutsche Regierung im Jahre 2012 beschlossen hatte, die Subventionen für die Solarindustrie zu reduzieren, brach diese ein. Bis zu diesem Jahr ist nahezu jeder große Solar-Produzent in Deutschland Pleite gegangen, sanken doch der Zubau an neuer Kapazität um 90% und die Investitionen um 92%. Rund 80.000 Arbeiter – 70% der Solararbeiter – verloren ihren Arbeitsplatz. Der Marktanteil von Solarenergie schrumpft, und Solarpaneele werden am Ende ihrer Lebensdauer ersatzlos abgebaut.

Windenergie steht vor einem ähnlichen Schicksal. In Deutschland stehen rund 29.000 Windturbinen, welche fast ausnahmslos von einem über 20 Jahre laufenden Subventionsprogramm profitierten, das im Jahre 2000 ins Leben gerufen worden war. Mit Beginn des Jahres 2020, wenn die Subventionen für die ersten 5700 Windturbinen auslaufen, werden jedes Jahr Tausende von ihnen die Stützung seitens der Regierung verlieren. Das macht den Weiterbetrieb auf der Grundlage der derzeitigen Marktpreise unökonomisch. Was alles noch schlimmer macht: Mit dem Ende der Windturbinen und deren Unwirtschaftlichkeit im Unterhalt stellen sie eine Umweltbelastung dar und müssen aufgegeben werden. Jedoch wurden keinerlei Fonds geschaffen, um die Rotorblätter zu entsorgen, welche nicht recycelbar sind, oder die 3000 Tonnen Betonsockel der Turbinen zu entfernen, welche eine Gefahr für das Grundwasser sind.

Alle, die gehofft hatten, dass die neue Koalitionsregierung in Deutschland den erneuerbaren Industrien eine Galgenfrist einräumen würde, wurden vorige Woche enttäuscht, deutete doch der neue Umweltminister des Landes an, dass es keine Umkehr geben werde. Nimmt man alles in allem, wird die deutsche Wirtschaft wegen der Energiewende bis zum Jahr 2050 mit Kosten in Höhe von 2 bis 3 Billionen Euro belastet.

Die Erfahrungen in Deutschland sind auch in ganz Europa zu beobachten: Subventionen gehen zurück und in der Folge auch Investitionen in Windturbinen und Solarkraftwerke, ganz zu schweigen von den Verlusten von Arbeitsplätzen.

In der realen Welt von Angebot und Nachfrage sind die Kosten von Erneuerbaren ohne Intervention seitens des Staates unbezahlbar. Warren Buffet hat es im Jahre 2014 so ausgedrückt:

Was Windenergie betrifft, erhalten wir Steuernachlässe, wenn wir viele Windparks errichten. Das ist der einzige Grund, sie überhaupt zu errichten. Ohne Steuervorteile sind sie völlig sinnlos.

Der ganze Beitrag steht hier. Die Berichterstattung der GWPF bzgl. Deutschlands Energiewende findet sich hier.

Link: https://www.thegwpf.com/lawrence-solomon-the-truth-about-cheap-solar-and-wind-power/




Deutsche Klima­folgenfor­schung ist klima­neutral dank einem „Energie­wende-gebautem“ Gebäude

Klimawandelforscher denken an alles

Im Blog von Herrn Professor Rahmstorf ([1] Blog: Climalounge), seines Zeichens Klimafolgenforscher beim PIK, stellte ein durch Klimakompetenz, ergänzt mit Wissen über Energietechnik und IT überaus Klimawandelprobleme-kundiger und deshalb besorgter Leser die wichtige Frage, ob die in immer größerem Umfang betriebenen Klimasimulationen des PIK – welche enorme Energiemengen für die notwendigen Rechner verbrauchen -, eventuell nicht klimaneutral – sprich: böses CO2 emittierend, betrieben würden:
Frage eines Bloglesers an Herrn Rahmstorf: [1] … Sie haben geschrieben, dass für diese Modellrechnung 11.000 Prozessoren ein halbes Jahr lang rechnen mussten. Daraus resultiert ja zwangsläufig ein hoher Energieverbrauch für die Rechenzentren, die diese Leistungen vollbringen. Nun besteht kein Zweifel, dass diese Energie gut verwendet wurde, trotzdem verursachen diese Rechenzentren natürlich auch CO2-Emissionen. Daher meine Frage: Gibt es in der Wissenschaft, oder speziell in der Klimaforschung, wo es besonders nahe liegt, Vorkehrungen, dass diese Energie nachhaltig und klimafreundlich erzeugt wird?
Es hätte den Autor fürchterlich gewundert, wenn ein Institut mit ca. 340 Mitarbeiter*innen (WIKIPEDIA), welche täglich und konsequent den sicheren Weg in den Klimauntergang variantenreich simulieren, nicht daran gedacht hätte, wenigstens selbst nichts zu diesem, auf ihren Monitoren täglich erscheinenden Untergang beizutragen. Und so ist es selbstverständlich auch.
Antwort von Herrn Rahmstorf:
… Sicher, das ist ein wichtiger Aspekt. Das PIK hat deswegen Ökostrom, der auch unseren Rechner versorgt, und unser Energieeffizienter Neubau wird komplett mit der Abwärme des Rechners beheizt.
Da ist dem um das Klima wirklich besorgtem Blogleser ein großer Stein vom Herzen gefallen. Sein wichtiges Problem zum Klimawandel ist positiv beschieden:
Antwort des Bloglesers: Super! Das freut mich!
Selbstverständlich leben so wichtige Klimaforscher wie Herr Rahmstorf auch privat klimaneutral, eher sogar Klima-positiv. Auch das wurde schon einmal in Herrn Rahmstorfs Blog geklärt:
Herr Rahmstorf auf eine Anfrage: [2] „Lieber Herr Frei, ich trinke sowohl Wasser als auch Wein gerne. Meine Familie gibt aber keinen Cent für fossile Energie aus. Wir haben kein Auto oder sonstige Verbrennungsmotoren, heizen und kochen mit 100% Biogas (ergänzt durch Sonne und Holz), und speisen übers Jahr ziemlich genau doppelt so viel Solarstrom ins Netz von unserem Dach wie wir zurückkaufen.
Wenn man schon darauf hingewiesen wird, sollte man natürlich nachsehen, wie ein Forschungszentrum klimaneutral gebaut wird. Und man muss sagen, da wurde wirklich nicht gekleckert:
PIK Pressemitteilung: Forschungsneubau Energieoptimierter Neubau für das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
In unmittelbarer Nähe zum Einsteinturm und dem Großen Refraktor entsteht bis zum Sommer 2015 ein neues Bürogebäude für 191 Mitarbeiter. Das Untergeschoss wird den neuen Großrechner aufnehmen. Es ist die Absicht des PIK, mit dem neuen Gebäude eine Signalwirkung für energieeffizientes Bauen zu erzielen.
Zu diesem Zweck arbeitet das PIK mit der TU Dresden zusammen, um gemeinsam in einem vom BMWi geförderten
Verbundprojekt zunächst die ganzheitliche energetische Bewertung und Optimierung des Forschungsneubaus zu erreichen und darüber hinaus eine Energieverbundlösung für die Nutzergemeinschaft auf dem Telegrafenberg zu erarbeiten.
Dem Autor fällt auf, dass auch hier wieder der EEG-Forschungs-Versorgereffekt zum Tragen kommt: Wie beim Elektroauto, welches in behördlicher Obhut ohne eine parallele Forschungsbegleitung scheinbar nicht fahren kann [5], kann man wohl kein modernes Gebäude mehr ohne Forschungsbegleitung errichten.

Energiewendebauen

Aber auch das muss man akzeptieren: So wie Elektroautos für Deutschland wieder Neuland und damit (Er-)Forschungsprojekte sind, ist es auch mit der Energiewende. Man wendet zwar schon lange, allerdings ohne Wissen darüber und über die Folgen [6]. Und die Weiterführung und Steigerung davon heißt nun wohl „Energiewendebauen“. Auch dazu sind wirklich noch viele wissenschaftliche Fragestellungen zu klären:
Forschungsinitiative Energiewendebauen:
Gebäude und Quartiere haben eine zentrale Funktion bei der Transformation unseres Energiesystems. Denn hier gibt es enorme Potenziale, Energie einzusparen und den verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Energien effizient zu decken.
Im Fokus der neuen, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN steht das systemische Zusammenwirken von Gebäuden, Quartieren und Energieinfrastruktur und die Verknüpfung aller Themen. Deshalb werden die bisherigen Förderschwerpunkte Energieoptimiertes Bauen (EnOB), Energieeffiziente Stadt (EnEff:Stadt) und Energieeffiziente Wärmeversorgung (EnEff:Wärme) sowie die Forschung zu thermischen Energiespeichern und zur Niedertemperatur-Solarthermie gebündelt und inhaltlich vernetzt.
Die Auswirkungen werden die kleineren Häuslebauer irgendwann merken, wenn auch ihr Eigenheim nur noch im „Energiewende-Baustil“ mit „wissenschaftlicher“ Begleitung – das werden dann kostenpflichtige Gutachten, Abnahmen und laufende „klimaneutralitäts-“ Kontrollen werden -, gebaut werden kann.
Eine andere Frage findet sich im Blog von Herrn Rahmstorf leider nicht: Würden wirklich Nachteile für das sich ständig wechselnde Klima entstehen, wenn es das PIK gar nicht gäbe, dessen Energieverbrauch also ganz wegfiele. Zumindest würde das PIK dann auch zusätzlich die Vorgaben der Umweltministerin zur Energieeinsparung unterstützen.
Quellen
[1] Blog Climalounge
[2] ScienceScepticalBlog, 02. Juni 2015: Wie klimaneutral lebt Stefan Rahmstorf?
[3] EIKE, 22.03.2017: Klimamönche*, alternativ: die Klimaelite unserer Behörden
[4] EIKE 26.03.2018: Wer bei der nächsten Wahl ans Klima denkt und an Demonstrationen teilnimmt, bekommt CO2-Kompensation gutgeschrieben
[5] EIKE 12.04.2018: Gibt es im Winter bald auch keinen zuverlässigen Nahverkehr?
[6] EIKE 24.04.2018: Frank Hennig im Interview mit kernenergie.de über Energiewende




Regierung der Malediven: Wo bleiben unsere Klima-Repara­tionen?

Der Umweltminister der Malediven Thoriq Ibrahim hat gewarnt, dass das Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, gebrochen wird, falls die Malediven nicht bis zum Jahr 2020 die ihm zustehenden Klima-Reparationen erhält:

Wir brauchen vor 2020 durchgreifende Maßnahmen, um die globale Erwärmung unter 1,5°C zu halten

Falls reiche Länder es nicht schaffen, über die nächsten zwei Jahre ihre Versprechungen einzuhalten, verurteilen sie kleine Inseln zum Untergang durch die Auswirkungen der globalen Erwärmung. Das sagt der Umweltminister der Malediven Thoriq Ibrahim.

Einem neuen Report zufolge könnte es unmöglich werden, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, wenn nicht innerhalb der nächsten paar Jahre – bis 2020 – durchgreifende globale Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen werden.

Dies könnte sich als katastrophal erweisen für Entwicklungsländer kleiner Inselnationen wie der Meinen, welche schon jetzt von ernsten Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind, obwohl sich die Welt erst um 1°C erwärmt hat. Diese Auswirkungen zeigten sich u. A. in der verheerenden Hurrikan-Saison des vergangenen Jahres in der Karibik.

Nächste Woche werden sich internationale Klimawandel-Unterhändler in Bonn versammeln zum ersten persönlichen Zusammenkommen des „Talanoa-Dialogs“, dem neuen UN-Programm, welches internationale Bemühungen zur Umsetzung des Paris-Abkommens auf den Weg bringen soll.

Seit Beginn der UN-Klimawandel-Verhandlungen und über das Paris-Abkommen war immer klar, dass die entwickelten Länder die Führung übernehmen beim Übergang zu Low-Carbon-Energiequellen, weil sie verantwortlich sind für den allergrößten Teil der riesigen Emissionen in historischer Zeit.

Immer wieder haben sie auch zugestimmt, den Entwicklungsländern finanziell zu helfen, damit diese ihre eigenen erneuerbaren Energiesysteme installieren können.

Auch wurde seit Langem erkannt und im Paris-Abkommen auch explizit festgelegt, dass Maßnahmen vor dem Jahr 2020 den Grundstein legen für einen globalen Übergang zu nachhaltiger Energie und – besonders wichtig – das Vertrauen auf allen Seiten zu schaffen, dass in Zukunft alle Verpflichtungen eingehalten werden.

Aber viele der Versprechungen bzgl. Maßnahmen vor 2020 seitens der entwickelten Länder bleiben unerfüllt, und jetzt sieht es sogar so aus, dass Einige einen Bogen um frühe Maßnahmen machen.

Mehr dazu hier.

Diese Forderung nach Klima-Reparationen folgt einer ähnlichen Forderung afrikanischer Länder vor ein paar Wochen.

Ich weiß nicht, wie die Malediven ihre Klima-Befürchtungen in Übereinstimmung bringen mit all dem Tourismus und Flugverkehr, mit all ihren aggressiven Programmen zum Ausbau des Flughafens und der Hotelszenerie. Aber es besteht kein Zweifel, dass jene Klima-Reparationen bei dieser Abstimmung helfen, so diese jemals eintreffen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/04/26/maldives-government-wheres-our-climate-cash/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klima: Umar­beitung, Entschädi­gungen und Wieder­herstellung

Damals, während der siebziger Jahre, habe ich regelmäßig kreuz und quer Colorado auf Skiern durchstreift. In einigen Jahren gab es Unmengen von Schnee, die geradezu nach Skilaufen riefen. In anderen Jahren, z. B. 1977 gab es dagegen nur Felsen.

Wer hätte gedacht, dass die Industrie, bei der ich Ende der siebziger Jahre angestellt war, für diese Klima- und Wetterlaunen verantwortlich ist – sogar damals schon, lange bevor das Kohlendioxid-Niveau diese kataklysmische 400-ppm-Schwelle erreichte? Wer hätte gedacht, dass profithungrige Ölunternehmen schon damals den Centennial State [= Colorado] vor endlosen Saisons mit perfekten Wintersportbedingungen bewahrten? Gefolgt von reichlich Schmelzwasser im Frühling für Städte, Landwirtschaft und Flüsse voller Lachse?

Ich frage das, weil die Volksrepublik Boulder, Colorado, den Städten Oakland, San Francisco, New York und anderen linken Enklaven beigetreten ist, die eine „Klima-Entschädigung“ einklagen. Boulder teilt nicht die Sorgen der Küstenstädte in New York und Kalifornien bzgl. steigenden Meeresspiegels. Nicht einmal Al Gore behauptet, dass der Pazifik in absehbarer Zukunft diese hoch gelegene Stadt erreicht.

Boulder möchte, dass Gerichtsurteile ExxonMobil und Suncor zwingen, dreifach Schadensersatz zu zahlen, weil sie in einigen Jahren zu viel Schnee mit der Folge von Überschwemmungen verursachen, zu wenig Schnee und folglich Dürren und schlechte Ski-Bedingungen in anderen Jahren sowie starke Hitzewellen in einigen Jahren, bittere Kälte in anderen Jahren. Sie trachten nach Geldern für Klima-Entschädigungen und Reparationen – und nach der Wiederherstellung idyllischer Bedingungen einiger ausgewählter Jahre in der Vergangenheit.

In ihrer 106 Seiten langen und 478 Paragraphen enthaltenden Klageschrift (mit unzähligen Unterabschnitten) werfen sie den Ölunternehmen vor, dass diese sich der öffentlichen und privaten Störungen schuldig gemacht haben – wegen fortgesetzten Verkaufs „riesiger Mengen fossiler Treibstoffe“ sowie mutwilliger Verschleierung bekannter Schäden infolge dieser Verkäufe – alles zum großen Schaden für die Bürger von Boulder.

Bezahlbare Treibstoffe haben ihnen Licht, Wärme, Lebensgrundlagen und Lebensstandard gebracht.

Es sind genau die gleichen Treibstoffe, welche Wale vor dem unmittelbaren Aussterben bewahrt haben; welche Boulder und der Menschheit Wohlstand, Technologie, Gesundheit und langes Leben gebracht haben in einer Art und Weise, wie niemand es sich vorstellen konnte zu der Zeit, als Colorado ein US-Staat wurde, also im Jahre 1876. Aber jetzt verklagen sie die Unternehmen, welche ihnen zuverlässige, bezahlbare Treibstoffe und Rohmaterialien geliefert haben, damit sie Licht, Wärme, Lebensgrundlagen, einen guten Lebensstandard haben, sowie zahlreiche Produkte von Farbe, Plastik, Medikamente und Dünger für Infrastruktur aller Art, und auch für Wintersport.

Kein Wunder, dass in Paragraph 476 explizit darauf hingewiesen wird, dass „die Kläger nicht danach trachten, alle Öl- und Gasaktivitäten oder deren Verkäufe in Colorado zu verbieten“. Paragraph 453 sollte umgeschrieben werden: „die Kläger hatten immense Vorteile durch die Erzeugnisse und Aktivitäten der Beklagten, und es wäre unverschämt und unfair gegenüber den Beklagten, wenn die Kläger jene Vorteile annehmen“. Bevor auch nur eine 10-Cent-Münze eingeheimst wird, sollten die Kläger auf sämtliche zukünftigen Vorteile verzichten und Exxon für die in der Vergangenheit empfangenen Vorteile bezahlen.

Was die vermeintlichen Schäden durch fossile Treibstoffe in Gestalt von Buschbränden und toten Käfern betrifft, sollten Boulder und deren Alliierten vom Sierra Club sich erst einmal eines besseren Forst-Managements befleißigen – wie etwa kranke Bäume ausdünnen und Totholz entfernen sowie gegen Borkenkäfer vorzugehen. Genauso heilsam wäre es, wenn sie endlich aufhören würden, leichtgläubige Kinder zu missbrauchen – indem man aufhört, sie für die eigene Agenda mit falscher Propaganda wie etwa der, dass Exxon Schuld ist an Überschwemmungen, Bränden und weniger Schnee einzuspannen (hier).

Was den Vorwurf angeht, dass Exxon und Suncor die Stadt Boulder ihres einst reichlichen Schnees beraubt haben – die jährlichen Aufzeichnungen bzgl. Schneefall aus dem Gebiet zeigen, wie aberwitzig diese Behauptung ist.

Zu tief ins Glas geschaut

Die höchste Schneedecke schlägt im Jahre 1997 zu Buche mit 403 cm, der wenigste Schnee war im Jahre 1904 mit 91 cm verzeichnet worden. 20 mal seit 1897 lag der Schnee über 250 cm hoch, darunter 11 mal seit 1970 und vier mal über 300 cm seit 1985. 11 mal seit 1897 erreichte die Schneehöhe keine 130 cm, davon 6 mal im Zeitraum 1904 bis 1943, nur 3 mal seit 1970 und seit 1982 immer über 150 cm. Wer immer eine Relation sieht zwischen steigendem CO2-Gehalt und geringerem Schneefall hat wohl zu tief ins Glas geschaut.*

[*Die Angaben im Original sind ausnahmslos in Inches. Der besseren Lesbarkeit halber habe ich hier nur die bei uns gebräuchlichen Einheiten genannt. Anm. d. Übers.]

Woher nimmt also Boulder seine Beweise, um seine Vorwürfe zu belegen? Dazu verhält sich Boulder so, wie es am besten in einem Filmzitat aus dem Film The Treasure of the Sierra Madre gesagt wird: „wir brauchen hier keine irgendwie gearteten, stinkenden Beweise vorlegen!“ Statt mit Beweisen wartet die Stadt mit Behauptungen auf, mit einem verlogenen 97%-Konsens, wonach fossile Treibstoffe einen gefährlichen, vom Menschen verursachten Klimawandel auslösen, und einen Report des Inhalts, dass es in Boulder bis zum Jahr 2050 immer mehr Hitzewellen und immer weniger Schnee geben werde – Behauptungen, die von Computermodellen gestützt werden.

In der realen Welt hat sich der nunmehr 20 Jahre lange Temperatur-Stillstand wieder eingestellt, die „ruhige Phase“ der Sonne kann sehr gut zu einem neuen „grand solar minimum“ führen, und die tatsächlichen Daten bzgl. Hurrikanen, Temperatur und anderen Ereignissen widersprechen den Prophezeiungen der Klimamodelle und -szenarien. Tatsächlich sind die Modelle nichts weiter als High-Tech-Zirkelschlüsse.

Wo die Realität den Modellen widerspricht, muss die Realität falsch sein

Da sie auf der Grundlage stehen, dass ein steigendes atmosphärisches Kohlendioxid-Niveau die globale Erwärmung antreibt, werden diese Müll-rein-Müll-raus-Modelle immer Kalamitäten erzeugen, welche alarmistische Forscher und die Boulder-Anwälte dann Big Oil in die Schuhe schieben. Wo die Realität den Modellen widerspricht, muss die Realität falsch sein – und tatsächliche Temperaturmessungen müssen so frisiert werden, dass sie die Modellergebnisse und die vorherrschende Klima-Theorie reflektieren.

Wann haben die Sonne und andere natürliche Kräfte aufgehört, ein Faktor zu sein? Welche Ursachen haben Eiszeiten und Zwischeneiszeiten, die Mittelalterliche Warmzeit, die Kleine Eiszeit und die Anasazi-Dürre? [hier bei Wikipedia steht, was damit gemeint ist. Anm. d. Übers.] Fragen wie diese sind tabu.

Tatsächlich haben das IPCC und andere dominante, von der Regierung finanzierte Klimaforscher ihre Tätigkeit geändert. Suchten sie ursprünglich nur nach Hinweisen, welche den menschlichen Einfluss auf das Klima der Erde ausmachen, verordnen sie heute, dass ausschließlich menschliche Einflüsse eine Rolle spielen, dass natürliche Kräfte nicht mehr von Bedeutung sind und dass die Menschen Wetter und Klima kontrollieren können mittels Eliminierung fossiler Treibstoffe und einem angeordneten Niveau atmosphärischer Treibhausgase.

Jene Hypothesen werden jetzt von einer ganzen Industrie nachhaltig gestützt – und zwar dem Klima-industriellen Komplex [auf Deutsch beim EIKE hier] im Wert von 1,5 Billionen Dollar pro Jahr: Politiker, Gesetzgeber, Forscher, Industrielle und Aktivisten. Sie schützen und befeuern alarmistische Behauptungen, befürworten eine vermeintlich „erneuerbare“ Industrie, widersetzen sich jeder Untersuchung und Reform und denunzieren jeden, der die Klimachaos-Orthodoxie in Frage stellt, als „den Planeten bedrohende Klimawandel-Leugner“.

Das nach Strafzahlungen gierende Boulder-Team sieht sich angegriffen von einer Ölindustrie, dessen Sprecher furchtsam einwendet: „Gerichtsverfahren wie dieses lösen nicht das globale Problem des Klimawandels“. Es sollte „zuständigen Gremien des Gesetzgebers“ und nicht Richtern vorbehalten sein festzulegen, wie viel CO2 ein Unternehmen emittieren darf. Ölunternehmen „sollte nicht die Bürde auferlegt werden, sich wegen ihrer Geschäfte zu rechtfertigen, während sie sich an unsere schon jetzt stringenten staatlichen und Bundesgesetze halten“. Meine Güte, gibt es da nicht eine robustere Form der Verteidigung jener Dienste?

Boulder nebst seinen alliierten Städten und Landkreisen haben wenig Ursache, sich Sorgen zu machen, dass ihre absurden Einlassungen vor Gericht in Frage gestellt werden. Aber es geht ihnen nicht einmal darum, ihre Causa für sich zu entscheiden. Sie hoffen einfach, dass Exxon und Suncor ihnen ein paar hundert Millionen Dollar zahlen – und den Weg bereiten für weitere Klagen.

Tatsächlich hieß es in einem Report der „Lawyers for Better Business“ aus dem Jahr 2016, dass Gerichtsverfahren bzgl. Klima demnächst „alle anderen Gerichtsverfahren marginalisieren werden hinsichtlich der Anzahl der Kläger und der zeitlichen Größenordnung, in welcher diese Verfahren ablaufen“. Wahrscheinlich wird dies zu einer globalen Industrie „mit erheblich größeren Schäden als durch Tabak oder Asbest“.

Wie sonst werden verschwendungssüchtige, progressive Politiker zahlen für all die Wohlfahrtsprogramme, welche jene an der Macht halten.

Das ist der derzeitige beklagenswerte Zustand der USA sowie der internationalen Politik, Bildung, Wissenschaft und Rechtsprechung.

Zupflastern des Planeten mit Wind- und Solar-Installationen ist umweltfreundlich?

Welche Alternativen bieten diese Prozesswütigen und Aktivisten für fossile Treibstoffe, Kern- und Wasserkraft, welche sie verbannen wollen? Sie scheinen zu glauben, dass die Milliarden Tonnen Lithium, Kobalt, Eisen, Kupfer, Mangan, seltene Erdmetalle, Beton und andere Rohmaterialien, die für Millionen Windturbinen und Solarpaneele erforderlich sind, irgendwie „erneuerbar“ sind – und dass das Zupflastern des Planeten mit Wind- und Solar-Installationen umweltfreundlich ist.

Sie scheinen davon überzeugt, dass es besser für den Planeten Erde ist, Bohrungen zu verbieten und stattdessen weitere Milliarden Acres von Ackerland und Wildnis in gigantische Biotreibstoff-Plantagen zu verwandeln. Tatsächlich wollen die Organisatoren des diesjährigen Earth Day, dass das Plastik der Zukunft aus Nicht-Kohlenwasserstoff-Quellen kommt – was bedeutet, dass hunderte Millionen weiterer Acres umgepflügt werden müssen, um Pflanzen für petrochemische Erzeugnisse anzubauen.

Das ist blanker Wahnsinn. Es ist das Produkt von Angst, Abscheu, Verzweiflung, Intoleranz und groupthink, welches den heutigen Umweltaktivismus von Big Green durchdrungen hat.

Wird die EPA unter Scott Pruitt endlich das lächerliche Endangerment Finding aufheben, welches nichts als eine weitere Stiftung für diesen Klima-Unsinn ist? Wird Neil Gorsuch das entscheidende Votum abgeben, welches dem Obersten Gerichtshof und dem Rechtssystem ein Minimum von gesundem Menschenverstand zurückgeben wird? Nur die Zeit weiß die Antwort.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy and environmental policy.
Link: https://www.iceagenow.info/climate-adaptation-reparation-and-restoration/
Übersetzt von Chris Frey EIKE